Der Wahlkampf ist eröffnet: Verwaltungsratskandidat Alexander Hofmann hat auf Facebook unter einem Post von “dieblaue24” einige hetzerische und verleumderische Kommentare mit einem “Like” gutgeheißen.
Wahlkampf ist eröffnet – Hofmann und Gräfer auf Facebook aktiv
Am vergangenen Donnerstag hat der Wahlausschuss des TSV München von 1860 e.V. die Liste der Vorgeschlagenen Kandidaten für die Ämter im Verein veröffentlicht. Unter den Kandidaten für den Verwaltungsrat befinden sich auch drei Offizielle und mehrere inoffizielle Unterstützer des “Bündnis Zukunft 1860” um “die Bayerische”-Vorstand Martin Gräfer.
Insbesondere Gräfer ist voll in den Wahlkampf eingestiegen. Unterstützt von Felicitas Eckert (Pressesprecherin bei der “Bayerischen”) rechtfertigt er die mutmaßliche Verschleierung seiner Kandidaturabsichten und tat sein Zitat “ich strebe kein Amt bei 1860 an” als aus dem Kontext gerissen ab.
“Bande” & Co: VR-Kandidat Hofmann drückt Zuspruch für Kommentare mit Likes aus
Verwaltungsratskandidat Alexander Hofmann ist ebenfalls sehr aktiv auf den sozialen Medien. Gerne kommentiert er unter Posts des “Bündnis Zukunft”, jedoch auch unter Posts von “dieblaue24”, einem vereinspolitisch sehr aktiven Online-Blog eines ehemaligen Boulevardjournalisten, der in der Vergangenheit vermehrt mit Missinformationen in seiner Berichterstattung aufgefallen war:
Beitragserhöhung im e.V. – versteht Oliver Griss die Satzung nicht? (sechzger.de)
Mitgliederversammlung: Falschinformation durch 1860-Blog
Obacht: “dieblaue24” klärt fehlerhaft über 1860 auf
TSV 1860: Erneuter Mitgliederrekord zum Stichtag am Geschäftsjahresende
Erst vergangenen Mittwoch verwirrte das Medium die Löwenwelt mit seiner Berichterstattung, indem es die Vorschlagfrist für Kandidaturen (20. März) und die Frist für die Einreichung von Steckbriefen (30. März) nicht auseinanderhalten konnte, was letztlich den Wahlausschuss zu einem kurzfristigen, klarstellenden Statement veranlasste.
Unter dem Artikel “Fiese Kampagne gegen Bayerische-Vorstand Gräfer” des Blogs “dieblaue24”, dessen Kommentarbereich insbesondere seit Jahren nicht nur durch fiese, sondern teils strafrechtliche Relevanz aufweisende Beiträge gegen gewählte Vereinsvertreter, insbesondere Präsident Robert Reisinger, auffällt, kommentierten User auf Facebook unter anderem die folgenden Beiträge, die allesamt von Hofmann mit einem “Like” versehen wurden:
“Es ist und bleibt ein RR Trauerspiel [schnaubendes Emoji]”
“RAUS MIT REISINGER UND SEINER BANDE !!!!! [wütende & Kotz-Emojis]”
“machen die doch immer so [Kotz-Emoji]”
“mit RR gibs keine Zukunft”
“Augen zu und durch !!! Die Sekte muss verschwinden !!!!”
“Als Nächstes kommt Lutz dran, dann Hirschberger usw… alles schon längst geplant”
“Jeder wird bekämpft, dern irgendetwas ändern möchte bei 1860. Das kennen wir doch alle, die mehr in 1860 sehen, als nur Giesing, Grünspitz und Grünwalder…”
Sämtliche Kommentare sowie damit verbundene “Likes” von Alexander Hofmann liegen sechzger.de vor.
Ob die Unterstützung derartiger Kommentare gegen Vereinsfunktionäre (“Bande”, Sekte”) einem Verwaltungsratskandidat gut zu Gesicht steht, kann jeder für sich selbst beantworten. Auf der Mitgliederversammlung wird der “Bündnis-Vater” Hofmann, der jüngst eine Diskussion über seinen rassistischen Post auf Facebook (“N****-Kuss” Abbildung mit “Gutmenschen”-Spruch) in Eigenregie für beendet erklärt hatte, die Gelegenheit bekommen, gegenüber den Mitgliedern Rechenschaft über sein Verhalten in den sozialen Medien abzulegen.
Amtierende Verwaltungsratsmitglieder verzichten auf lautstarken Wahlkampf
Derartige Posts, Likes und Wahlkampferklärungen sucht man bei den Mitgliedern des amtierenden Verwaltungsrats indes vergebens. Das Gremium reagierte auch nicht auf die jüngsten Rundumschläge von Hans Sitzberger in der Abendzeitung. Es ist zu erwarten, dass die Amtsträger gegenüber den Mitgliedern zu dieser Causa auf der Mitgliederversammlung Stellung nehmen werden.