Start Blog Seite 411

Sechzig um Sieben: Eliot Muteba bald Nationalspieler?

0
Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Auch wenn die bevorstehende Wahl des Verwaltungsrats alles überstrahlt und auch Hasan Ismaik sich in der letzten Tagen immer wieder in den Vordergrund drängte, so gibt es auch noch sportliche Themen rund um den TSV 1860. So wurde Eliot Muteba für den COSAFA Cup nominiert und könnte schon bald der nächste Nationalspieler der Löwen werden.

Muteba der nächste Nationalspieler des TSV 1860?

Der 20-jährige Offensivspieler wird vom 14.06. bis zum 25.06.2024 am COSAFA Cup teilnehmen und somit den Trainingsauftakt des TSV 1860 verpassen. Bei dem Turnier handelt es sich um einen jährlich stattfinden Wettbewerb, der vom Fußballverband des südlichen Afrikas, COSAFA, organisiert wird. Ausrichter des diesjährigen Turniers ist Südafrika, als Titelverteidiger geht Rekordsieger Sambia (sieben Titel) ins Rennen.

Wird Eliot Muteba der nächste Nationalspieler der Löwen, nachdem zuletzt Mansour Ouro-Tagba für Togo debütiert hatte?

Giesing international am Samstag

Auch in Giesing kann man demnächst internationalen Fußball erleben. Am Samstag empfängt der TSV 1860 III den englischen Verein Charlemont Star Football Club auf dem Sechser-Platz (Anpfiff um 13 Uhr). Die Vorbereitung auf die Partie nehmendie Briten  durchaus ernst. Neben exzessivem Karaoke-Singen im Irish Pub wurde auch ordentlich Kondition am Glas gebolzt, sodass man davon ausgehen sollte, dass das Team am Samstag in Topform auflaufen wird.

1860-Fan aus Paderborn bei erstem Löwen-Heimspiel

Es war eine schwere Geburt, am Ende hat dann aber doch alles geklappt. Dank sechzger.de und Noch-Sponsor fritz-kola konnte 1860-Fan Christoph aus Paderborn gegen Arminia Bielefeld sein ersten Löwen-Heimspiel besuchen. Nachdem sich Christoph mit seinem Anliegen an uns gewendet hatte, versuchten wir, diverse Kontakte spielen zu lassen und nahmen zudem an einem Gewinnspiel des Getränkeherstellers teil, um dem Löwenfan den Stadionbesuch zu ermöglichen. Und siehe da: Wir hatten Glück und gewannen zwei Tickets, die wir natürlich gerne zur Verfügung stellten.

Nun bedankte sich Christoph bei sechzger.de und schilderte seine Eindrücke aus Giesing und dem Grünwalder Stadion.

Neues von Hasan Ismaik

Der Mehrheitsgesellschafter hält sich derzeit bekanntlich im Freistaat auf und ist auch medial omnipräsent. Ob in den Sozialen Medien oder im Austausch mit der AZ – Hasan Ismaik ist on fire und vergreift sich dabei wiederholt im Ton.

Zuletzt hatte er davon gesprochen, Pro1860 und die Ultras zerstören zu wollen und bezichtigte anschließend die Fanblogs sechzger.de und Löwenmagazin sowie die Süddeutsche Zeitung hinsichtlich der Übersetzung der Lüge. Diesen Vorwurf konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen.

sechzger.de liegt ein beglaubigtes Dokument vor, in welchem ein vom Oberlandesgericht Koblenz vereidigter und promovierter Dolmetscher, Dr. Mousa Abu Haserah, der arabischer Muttersprachler ist, den Wortlaut aus Ismaiks Monolog wie folgt übersetzt:

“Wir müssen Pro1860 und die Ultras zerstören, damit sie nicht mehr eine ideologische Partei sind, sondern eine ermutigende Partei, ohne Ideologie”

Auf Rückfrage, ob die Aussage auch mit “besiegen” gleichzusetzen sei, wie von Ismaiks Verteidigern, die mitunter in vorauseilendem Gehorsam Ismaiks Aussagen zu relativieren versucht hatten, erteilte der Dolmetscher eine klare Absage:

“Er sagte, wir müssen Pro1860 und die Ultras zerstören […], ich habe das deutlich verstanden.”

Ismaik in Karlshuld – jedoch nicht auf Einladung des Fanclubs

Am 10. Juni will Hasan Ismaik im Rahmen seiner Promo-Tour in Karlshuld aufschlagen. Dort ist der Fanclub “Klosterlöwen” ansäßig. Dieser hat den Jordanier jedoch nicht eingeladen, wie der Donaukurier berichtet, dies sollen Gerhard und Jutta Schnell gewesen sein:

“Die Klosterlöwen, der 2021 gegründete Fanklub aus Karlshuld, hatten selbst zwar gar nicht geladen und sind, wie sie auf Anfrage betonen, auch nicht der Veranstalter. Doch über die Neuburger Gerhard Schnell, langjähriger Vorsitzender der ARGE (ehemalige Dachorganisation zahlreicher Fanklubs), und Jutta Schnell, langjährige Fanbeauftragte beim TSV 1860, kam bei der Suche nach einem Ort das Donaumoos ins Spiel. „Unser Wirt hat dann sofort zugesagt“, berichtet der Vorsitzende der Klosterlöwen, Johannes Seitle. Ja, und irgendwie hätten sich die Dinge rund um das namenstiftende Gasthaus Klosterwirtschaft dann überschlagen.”

Man kennt sich ja…

Neues aus der 3. Liga

Hinspiel der Relegation

Das Hinspiel der Relegation zwischen den Würzburger Kickers und Hannover 96 endete mit einem 1:0-Sieg der Unterfranken. Das Rückspiel, in dem der letzte Drittligateilnehmer der kommenden Saison final ermittelt wird, findet am Sonntag in Niedersachsen statt.

Choreographie beim Relegationshinspiel in Würzburg

SV Wehen Wiesbaden verabschiedet sieben Spieler

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga trennen sich die Hessen von sieben Spielern. Keanan Bennetts, Kianz Froese, Robin Heußer, John Iredale, Julius Kade, Lasse Günther und Hyunju Lee werden zukünftig nicht mehr das Trikot des SVWW tragen.

Oppie bleibt Arminia Bielefeld treu

Nach Maximilian Großer und Leon Schneider hat Arminia Bielefeld auch den Vertrag mit Louis Oppie langfristig verlängert. Zudem streben die Ostwestfalen eine Verlängerung der Leihe von Ex-Löwe Marius Wörl und Monju Momuluh (beide von Hannover 96) an.

“Pro1860 und Ultras zerstören”- Aussage von Ismaik – Beglaubigte Übersetzung stützt sechzger.de-Artikel

49

Eine beglaubigte Übersetzung eines vereidigten Gerichtsübersetzers hat die Aussage von Hasan Ismaik, “Pro1860” und die Ultras müssten “vernichtet werden”, bestätigt.

Hasan Ismaik leugnet Aussage, “Pro1860” und Ultras “vernichten” zu wollen – und zweifelt Übersetzung an

Hasan Ismaik, Mehrheitsgesellschafter und Kreditgeber der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA hat in einem gestrigen Facebook-Post geleugnet, die Aussage, “Pro1860” und die Ultras müssten “vernichtet” bzw. “zerstört” werden, getätigt zu haben:

“Gestern haben das Löwenmagazin und sechzger.de ein arabisches Wort auf absurde Weise ins Deutsche übersetzt und es aus einem demokratischen in einen militärischen Kontext gerückt. Diese grobe Verzerrung ist lächerlich. […] Ein diplomierter Übersetzer wird diese Fehlinformation […] schnell entlarven”.

Was war passiert?

Im Rahmen des Besuchs der drei Meisterlöwen Fredi Heiß, Hansi Reich und Bernd Patzke äußerte Ismaik in einem längeren Monolog, “Pro1860 und die Ultras vernichten” zu wollen.

Sein Dolmetscher griff jedoch diese martialische Wortwahl geistesgegenwärtig in der Simultanübersetzung nicht auf und übersetzte lediglich: “Die richtigen Leute sollen an der Macht sein, um 1860 wieder erfolgreich zu machen”.

sechzger.de berichtete anschließend darüber, kurz darauf folgte das “Löwenmagazin” mit eigenen Übersetzungsquellen. Inzwischen hat auch die “Süddeutsche Zeitung” den Wortlaut bestätigt.

Ein promovierter Dolmetscher entlarvt Fehlinformation aus Ismaiks Dementi-Post schnell

sechzger.de liegt ein beglaubigtes Dokument vor, in welchem ein vom Oberlandesgericht Koblenz vereidigter und promovierter Dolmetscher, Dr. Mousa Abu Haserah, der arabischer Muttersprachler ist, den Wortlaut aus Ismaiks Monolog wie folgt übersetzt:

“Wir müssen Pro1860 und die Ultras zerstören, damit sie nicht mehr eine ideologische Partei sind, sondern eine ermutigende Partei, ohne Ideologie”

Auf Rückfrage, ob die Aussage auch mit “besiegen” gleichzusetzen sei, wie von Ismaiks Verteidigern, die mitunter in vorauseilandem Gehorsam Ismaiks Aussagen zu relativieren versucht hatten, erteilte der Dolmetscher eine klare Absage:

“Er sagte, wir müssen Pro1860 und die Ultras zerstören […], ich habe das deutlich verstanden.”

Die beglaubigte Übersetzung ist hier für jedermann einsehbar:

“Pro1860 und Ultras zerstören” – beglaubigte Übersetzung

Im Übrigen belegen auch eine Vielzahl weiterer Quellen den Inhalt der Ismaik-Aussage, allein die “Süddeutsche Zeitung” soll sich doppelt abgesichert haben.

Ismaik sagt die Unwahrheit über Übersetzung und pöbelt Fans auf Facebook an

Nicht zuletzt durch diese offensichtliche Unwahrheit im Ismaik-Post rückt die Glaubhaftigkeit dessen weiterer Aussagen (“100 Millionen Invest und 100 Millionen extra für ein Stadion”) in immer weitere Ferne. Ismaik, der laut “Forbes” und dem “Vermögensmagazin” noch ca. 305 Millionen Euro schwer sein soll, möchte also – sollte dies zutreffen – davon angeblich rund 2/3 in sein Herzensprojekt 1860 stecken.

Am gestrigen Dienstag reagierte er zudem gegenüber Kritik von Fans auf Facebook sehr dünnhäutig.

Unter anderem antwortete er im Kommentarbereich wie folgt:

“Du scheinst Lügen zu lieben und an sie zu glauben.” – als Reaktion auf den Hinweis, dass die Übersetzungen von sechzger.de und dem Löwenmagazin sachlich fundiert und recherchiert seien.

“Ich bin der Verein”

“Ich verkehre nicht mit denen, die lügen […]” – als Reaktion auf die Frage, weshalb er sich nicht mit dem Präsidium des e.V. treffen wolle.

“Sie sind enttäuscht, mein Freund, über die Anzahl der Lügen und Misserfolge, die Sie erwähnt haben. Was den Lions Garden betrifft (Ismaiks Luftschloss-Stadion mit Löwenzoo, d.Red.), wird es eine schöne Sache sein, und vielleicht werden Sie ein Angestellter darin sein”.

“Das ist mein Club, nicht dein Club. Verlasse ihn und suche dir einen anderen Club. Wir wollen dich nicht und wir wollen keine Leute wie dich.”

Fazit von sechzger.de

“Zerstören” ist in der Deutsche Sprache mit “Vernichten” gleichzusetzen. Es hat keinen demokratischen Kontext, wie von Ismaik behauptet. Denn eine Opposition “zerstört” oder “vernichtet” man nicht, man überzeugt oder überstimmt sie. Die Zerstörung von Oppositionen kennt man aus autokratisch geführten Ländern wie – ganz aktuell – Russland, Nordkorea, Saudi-Arabien, etc., wo unliebsame Stimmen zerstört, vernichtet, stummgeschaltet oder aus dem Weg geräumt werden.

Sechzger.de erwartet eine lückenlose Einräumung der martialischen Wortwahl durch Herrn Ismaik persönlich und eine öffentlichkeitswirksame Entschuldigung gegenüber den angesprochenen Fangruppierungen und berichtenden Fanportalen.

Der Verein “gehört” übrigens rund 26.860 Mitgliedern.

Lud sich Ismaik über Gerhard Schnell selbst zu einem Fanclub ein?

22

Hasan Ismaik soll sich laut Donaukurier selbst über Gerhard und Jutta Schnell zum Fanclub “Klosterlöwen” eingeladen haben.

Ismaik auf Wahlkampf-Tour

Hasan Ismaik ist auf Wahlkampf-Tour. Er will Saki Stimoniaris sowie das Bündnis Zukunft 1860 in den Verwaltungsratswahl gewählt wissen. Womöglich, um durch erneute Darlehen, die das Bündnis in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro bei Ismaik nehmen möchte, noch mehr Einfluss und Macht zu erhalten, um seine Vorstellungen an der 50+1-Regel vorbei durchzusetzen.

Die nächsten Wochen dürfte Ismaik durch das bayerische Hinterland tingeln. Denn er versprach: “Ich werde jede Fanclub-Einladung-EInladung […] ohne Ausnahme annehmen”.

Ismaik in Karlshuld – jedoch nicht auf Einladung des Fanclubs

Ismaik schrieb vorgestern in den sozialen Medien:

“die letzten Stunden waren faszinierend für mich. Viele Fanclubs haben sich bei mir gemeldet, mit einigen habe ich gestern auch persönlich telefoniert bzw. geschrieben”

Am 10. Juni will Hasan Ismaik in Karlshuld aufschlagen. Dort ist der Fanclub “Klosterlöwen” ansässig. Die “Klosterlöwen” haben den Jordanier jedoch nicht eingeladen, wie der Donaukurier berichtet, dies sollen Gerhard und Jutta Schnell gewesen sein:

“Die Klosterlöwen, der 2021 gegründete Fanklub aus Karlshuld, hatten selbst zwar gar nicht geladen und sind, wie sie auf Anfrage betonen, auch nicht der Veranstalter. Doch über die Neuburger Gerhard Schnell, langjähriger Vorsitzender der ARGE (ehemalige Dachorganisation zahlreicher Fanklubs), und Jutta Schnell, langjährige Fanbeauftragte beim TSV 1860, kam bei der Suche nach einem Ort das Donaumoos ins Spiel. „Unser Wirt hat dann sofort zugesagt“, berichtet der Vorsitzende der Klosterlöwen, Johannes Seitle. Ja, und irgendwie hätten sich die Dinge rund um das namenstiftende Gasthaus Klosterwirtschaft dann überschlagen.”

Der stellvertretende Vorsitzende des Fanclubs sei dann von Ismaik bzw. dessen Dolmetscher angerufen worden, um “Organisatorisches zu klären.

Klosterlöwen: “Talk mit Hasan Ismaik” inklusive Disclaimer

Die Klosterlöwen haben den Besuch von Ismaik auf ihrer Facebook-Seite beworben. Unter dem Titel “Talk mit Hasan Ismaik” soll in der Klosterwirtschaft Karlshuld eine Gesprächsrunde stattfinden.

Der Fanclub hat jedoch einen deutlichen Hinweis: “Wir weisen darauf hin, dass es sich hierbei um KEINE offizielle Veranstaltung der Klosterlöwen Karlshuld handelt”.

Ist die Resonanz der Fanclubs nach Ismaiks Ankündigung doch nicht so groß?

Müssen jetzt über ehemalige Mitstreiter (Anmerkung d.Red.: Gerhard Schnell war langjähriger Vorsitzender der ARGE und stand Ismaik in dieser Funktion sehr nahe) Veranstaltungen in Fanclub-Nähe gebucht und als Fanclub-Treffen getarnt werden?

Oder gam sich Gerhard Schnell als “Klosterlöwen”-Vorstand aus und lud Ismaik in dessen Namen ein? Wie sonst hätte sich Ismaik daraufhin telefonisch (!) bei den Klosterlöwen melden sollen?

Gerhard Schnell ist kein unbeschriebenes Blatt

Gerhard Schnell hatte bereits in der Vergangenheit kein Problem damit, sich als jemand anderes auszugeben. In seiner Funktion bei der ARGE hatte er, sich als “besorgte Fans” ausgebend, zahlreiche E-Mails an die Geschäftsführung des TSV 1860 München verfasst und versendet.

Auszug aus “ARGE Leaks – die Causa Gerhard Schnell” von sechzger.de:

In der Geschäftsstelle war man irgendwann auf die seltsamen E-Mails aufmerksam geworden. Dass es sich um Fake-Mails handeln musste, war schnell durchschaubar. Der Inhalt sowie die Rechtschreibung waren sich sehr ähnlich, die Absender waren beim TSV 1860 München gänzlich unbekannt. Franz Hintersteiner, Elfriede Maurer, Siegfried Sprenzel oder Alfons Piller waren frei erfundene Personen, die – wie schon die Absender der Mails aus dem Dezember 2001 – nicht existierten.

Gerne sprach Schnell auch von „über 500 Fanclubs mit 50.000 Mitgliedern“ in der ARGE. Die Geschäftsführung des TSV 1860 München stellte sich freilich bei den Heimspielen in der Allianz Arena regelmäßig die Frage, wo diese Fans denn eigentlich sind. Die Zweifel an der Integrität der ARGE sowie am Wahrheitsgehalt der Aussagen der ARGE-Vorstands wuchsen.

Schnell hat die Vorwürfe zu den Fake-Mails 2021 eingeräumt. In seiner mit “Stellungnahme zur E-Mail-Affäre” überschriebenen Erklärung heißt es wörtlich: “Es ist zutreffend, dass ich in der Vergangenheit aus der Anonymität heraus unter verschiedenen Pseudonymen Emails mit kritischen Inhalten an verschiedene Gremien bzw. Personen des TSV München von 1860 versandt habe.”

 

 

Eliot Muteba für Nationalmannschaft von Angola nominiert

2
39 Muteba Angola cosafa cup

235 Minuten stand Eliot Muteba in der abgelaufenen Drittliga-Saison für den TSV 1860 auf dem Platz, nun wurde der Winterzugang der Löwen in die Nationalmannschaft von Angola berufen.

Muteba für Nationalmannschaft von Angola nominiert

Der 20-jährige Offensivspieler wird vom 14.06. bis zum 25.06.2024 am COSAFA Cup teilnehmen und somit den Trainingsauftakt des TSV 1860 verpassen. Bei dem Turnier handelt es sich um einen jährlich stattfinden Wettbewerb, der vom Fußballverband des südlichen Afrikas, COSAFA, organisiert wird. Ausrichter des diesjährigen Turniers ist Südafrika, als Titelverteidiger geht Rekordsieger Sambia (sieben Titel) ins Rennen.

Angola konnte den Wettbewerb in den Jahren 1999, 2001 und 2004 für sich entscheiden. Mit Eliot Muteba steht also der nächste Löwen auf der Schwelle zum Nationalspieler, nachdem zuletzt Eigengewächs Mansour Ouro-Tagba für Togo debütiert hatte.

Giesing international: TSV 1860 III empfängt Charlemont Star Football Club

1
Charlemont Star Fc Tsv 1860

Giesing international: Auch wenn der englische Verein Charlemont Star Football Club auf seiner Facebook-Seite ein Match gegen die Vierte der Löwen ankündigt, so ist es tatsächlich doch der TSV 1860 München III, der die Briten am Samstag auf dem Sechser-Platz (Anpfiff: 13 Uhr) empfangen wird.

TSV 1860 III empfängt Charlemont Star Football Club

Saisonabschlussfahrten haben bei dem Team aus West Bromwich (Midlands) durchaus Tradition. Nachdem die Engländer letztes Jahr nach Bremen reisten, wurde diesmal München als Ziel auserkoren. Auch zwei Testspielgegner waren schnell gefunden: Bereits gestern trafen die Engländer auf die 2. Mannschaft des FC Wacker (8:2-Sieg der Münchner Blausterne) und am Samstag geht es gegen die Dritte der Löwen.

Die Vorbereitung auf die Partie gegen den TSV 1860 III nimmt der Charlemont Star Football Club durchaus ernst. Neben exzessivem Karaoke-Singen im Irish Pub wurde auch ordentlich Kondition am Glas gebolzt, sodass man davon ausgehen sollte, dass die Briten am Samstag in Topform auflaufen werden. Ob die Sonderschichten auch für die 3. Halbzeit an der Bar hilfreich sein werden, ist nicht absehbar.

Für eventuelle Ausfälle sind die Engländer bestens gerüstet

Auch Löwinnen im Einsatz

Für gute Stimmung auf dem Sechser-Platz sollte also nicht zuletzt aufgrund der britischen Gäste gesorgt sein. Im Anschluss an “Giesing international” werden auch noch die Löwinnen im Einsatz sein. Zunächst empfängt die Zweite den TSV Poing (15 Uhr), anschließend möchte die Erste ihre bislang makellose Bilanz (16 Spiele, 16 Siege) gegen die SpVgg Markt Schwabener Au II weiter ausbauen.

Anpfiff bei den Löwinnen I, die bereits als Meister und Aufsteiger feststehen, ist um 17.30 Uhr.

Die Satzungs-Serie von sechzger.de: VfB Stuttgart

0
TSV 1860 Trikot Retro

Die Satzung des TSV München von 1860 e.V. wird in den Kommentarbereichen kommerzieller Boulevardblogs gerne als undemokratisch bezeichnet. Sechzger.de wagt eine Vergleichsreihe.

Satzung des TSV 1860 wird vielfach kritisiert

Keine Briefwahl, keine Onlineversammlung, keine unbeschränkte Kandidatenauswahl bei der Präsidiumswahl. Das Wehklagen in einschlägigen Blogs rund um den TSV 1860 ist groß, wenn es um die Vereinssatzung geht. Insbesondere vor der anstehenden Mitgliederversammlung treten vermehrt Versuche auf, der “Verfassung” des Vereins die Existenzberechtigung abzusprechen und diese in ein schlechtes Licht zu rücken.

So äußerte sich Verwaltungsratskandidat Klaus Lutz, der jüngst 1860-Fans als “Abschaum” und “Idioten” bezeichnet hatte, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung wie folgt: “Ich (…) bin an manchen Stellen schon verwundert. Was ich hier feststelle, hat mit einer vereinsrechtlich demokratischen Ausrichtung wenig zu tun. (…)

Ist die Kritik berechtigt?

Kritik ohne Faktengrundlage ist man beim TSV 1860 von einigen Seiten leider inzwischen gewöhnt. Umso wichtiger ist es, diesen fundiert auf den Grund zu gehen. Denn die Mitglieder unseres Vereins dürfte durchaus interessieren: ist unsere Satzung wirklich “undemokratisch”?

Wir haben uns die Satzungen diverser Vereine aus der 1. und 2. Bundesliga vorgenommen und werden diese in einer eigenen Reihe – immer dienstags und donnerstags – auf sechzger.de vorstellen. Stichpunktartig wird unser Fokus auf der Zusammensetzung der Vereinsgremien, deren Berufung in die jeweiligen Ämter, Online-Versammlungen und Mehrheits-Erfordernisse bei Abstimmungen liegen. Wir beginnen mit dem TSV München von 1860 e.V.

Was wir schon verraten können: von den bisher 6 verglichenen Satzungen weist die des TSV München von 1860 e.V. die höchste Direktbeteiligung der Vereinsmitglieder auf.

Es folgen (vorerst) in der Gegenüberstellung:

Die Satzung des VfB Stuttgart in der Übersicht

Volltext der Satzung des VfB Stuttgart

Organe (Auszug)

Die Mitgliederversammlung

Das Präsidium:

  • Präsident und bis zu zwei weitere Vorstandsmitglieder

Der Vereinsbeirat

  • Besteht aus bis zu 9 Mitgliedern
  • Er besteht aus 3 Gruppen à 3 Personen, nämlich “Sport und Verein”, “Mitglieder und Fans” sowie “Wirtschaft und Gesellschaft”
  • Kandidaten müssen mindestens 30 und dürfen nicht älter als 75 Jahre alt sein
  • Die Amtsträger werden von der Mitgliederversammlung in die jeweiligen Gruppen für eine Dauer von 4 Jahren gewählt, freie Kandidaturen sind möglich

 

Mehrheiten:

3/4 Mehrheit bei Satzungsänderungen (entspricht § 33 Abs. 1 BGB)

 

Wahl des Vorstands/Präsidiums:

Das Präsidium wird auf Vorschlag Vereinsbeirats von der Mitgliederversammlung gewählt. Der Vereinsbeirat kann mehrere Personen vorschlagen.

 

Besonderheiten:

Der Verein kommt mit sehr wenigen Gremien aus. Insbesondere die Anforderung an das Alter für die Vereinsbeiratskandidaten erscheinen recht streng. Kandidaten müssen sich aufgrund der Gruppenwahl für den Vereinsbeirat bereits vor der Wahl einer Gruppe und somit einem Themengebiet zuwenden.

 

Key facts:

    • Das Kontrollgremium Vereinsbeirat wird bei freien Kandidaturen von der Mitgliederversammlung gewählt.
    • Das Präsidium wird von der Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vereinsbeirats gewählt.

Online-Mitgliederversammlung

Nicht vorgesehen, die Satzung spricht von “anwesenden Mitgliedern”

 

Gegenüberstellung zur Satzung des TSV München von 1860 e.V.

Zwar verzichtet der VfB Stuttgart auf gesonderte Gremien wie den Ehrenrat oder den Wahlausschuss, die man in der Satzung des TSV München von 1860 e.V. findet. Jedoch sind insbesondere die Ähnlichkeiten zwischen Vereinsbeirat und Präsidium beim VfB Stuttgart dem Verwaltungsrat und Präsidium beim TSV 1860 groß.

Der Vereinsbeirat des VfB Stuttgart ist mit dem Verwaltungsrat beim TSV 1860 vergleichbar, wenngleich er deutlich mehr Befugnisse hat (beispielsweise die des Ehrenrats bei 1860). Trotz freier Kandidaturmöglichkeit für Mitglieder wird seine Zusammensetzung strenger in Themengebiete unterteilt. Zudem gibt es klare Altersgrenzen, die man bei 1860 für den Verwaltungsrat nicht findet.

Das Präsidium wird wie bei 1860 auf Vorschlag des Kontrollgremiums gewählt. Beim VfB Stuttgart kann der Vereinsbeirat jedoch mehr als nur eine Person für das Amt vorschlagen.

1860-Fan aus Paderborn: Erstes Löwen-Heimspiel dank sechzger.de

2
Christoph Duda TSV 1860 Arminia Bielefeld Titelbild 1860-Fan Paderborn

Es war eine schwere Geburt, am Ende hat dann aber doch alles geklappt. Dank sechzger.de und Noch-Sponsor fritz-kola konnte 1860-Fan Christoph aus Paderborn gegen Arminia Bielefeld sein ersten Löwen-Heimspiel besuchen. Nachdem sich Christoph mit seinem Anliegen an uns gewendet hatte, versuchten wir, diverse Kontakte spielen zu lassen und nahmen zudem an einem Gewinnspiel des Getränkeherstellers teil, um dem Löwenfan den Stadionbesuch zu ermöglichen. Und siehe da: Wir hatten Glück und gewannen zwei Tickets, die wir natürlich gerne zur Verfügung stellten.

Nun bedankte sich Christoph bei sechzger.de und schilderte seine Eindrücke aus Giesing und dem Grünwalder Stadion.

1860-Fan aus Paderborn bei erstem Löwen-Heimspiel

Liebes sechzger.de-Team,

ich möchte mich recht herzlich für die Tickets und die Einladung zu meinem ersten Spiel im Grünwalder Stadion bedanken. Ich hatte das Wochenende in München zum 40. Geburtstag geschenkt bekommen, aber leider bekamen wir keine Tickets und hatten das Spiel schon abgeschrieben. Doch dann kamt Ihr und habt uns das Erlebnis ermöglicht! Ich bin seit 35 Jahren Fußbalfan und seit 1995 Fan des 1860 München, aber sowas habe ich noch nie erlebt, wie sich eine Fangruppe so sehr bemüht hat, an zwei Tickets zu kommen und uns dann unverhofft, einen Tag vor der Anreise, überrascht!

Ich danke euch von Herzen für die entgegengebrachte Herzlichkeit. DAS ist nicht selbstverständlich! Auch allen 1860 Fans kann ich nur ein Kompliment aussprechen für die absolut freundschaftliche Atmosphäre rund um das Spiel. Danke, Danke, Danke!

Als 1860-Fan im 600 km entfernten Paderborn ist man hier in Ostwestfalen eher der belächelte Einzelkämpfer, wenn man nach seinem Lieblingsverein gefragt wird.

Aber das Löwenfieber hat mich 1995 mit solchen späteren Legenden wie Bernhard Winkler, Piotr Nowak, Bernhard Trares und nicht zuletzt unserer Trainerlegende Werner “Beinhart” Lorant gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Löwen hatten damals schon einen solchen Charme und so eine Begeisterung, dass man selbst 600 km entfernt mitgefiebert hat.

Dass ich jetzt endlich mal im ausverkaufen Grünwalder fast 15.000 Gleichgesinnte, abzüglich der sehr sympathischen Bielefelder in München, erleben durfte, war Balsam für die Seele. Da ist es fast schon egal, dass das letzte Saisonspiel verloren ging. Die Atmosphäre, die Stimmung und die unglaublich sympathischen Anhänger der Löwen, die wir an diesem Tag getroffen haben, waren überwältigend für mich! Klar, als Löwen Fan, der jedes zweite Wochenende die Möglichkeit hat, ist das vielleicht Normalität – für mich aber ein absolutes Highlight!

Vorm Spiel am Bamboleo, im Biergarten am Stadion, nach dem Spiel beim Fanfest und beim Schlendern durch Giesings Höhen – es war traumhaft und ich danke sechzger.de für die Einladung, auch im Stadion dabei gewesen sein zu können!

ELIL

Auf ein baldiges Wiedersehen

Sehr, sehr gerne, Christoph! Wir hoffen, Dich in der neuen Saison wieder einmal in Giesing begrüßen zu dürfen und vielleicht sieht man sich ja auch auswärts. Bielefeld und Verl sind ja nicht so weit weg von Dir.

Vielen Dank auch an Sissi von fritz-kola für den netten Kontakt und die Vermittlung der Tickets!

Sechzig um Sieben: Hasan Ismaik erhöht die Schlagzahl

1
Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Wer in den letzten Wochen dachte, es wäre bereits unruhig rund um den TSV 1860 München und den Termin der Mitgliederversammlung herbeisehnte, wird mittlerweile eines Besseren belehrt. Die Berichte rund um die Löwen explodieren förmlich – eine gewichtige Rolle spielt dabei Hasan Ismaik, der die Schlagzahl mit seinem München-Besuch derzeit deutlich erhöht. Außerdem steht der letzte Absteiger in die 3.Liga fest.

sechzger.de Talk Folge 159 online

Die nächste Podcast-Ausgabe ist online – und es ist dieses Mal eine ganz besondere. Für Folge 159 haben Christian und Jan die Meinungen von insgesamt fünf Gästen eingeholt, die zum Großteil bereits im Talk mit dabei waren. Nach den Einspielern diskutieren sie die Aussagen jeweils. Außerdem geht es (natürlich) auch um Hasan Ismaik und die nächsten Transfers beim TSV 1860 München.

“PRO1860 und Ultras vernichten” – Zitat sorgt für Aufregung

Seit einigen Tagen ist Hasan Ismaik nun persönlich in München anwesend. Wer dachte, der Restaurant-Besuch mit Saki Stimoniaris sei dabei wie normalerweise gewohnt eines der wenigen Events, die der Jordanier vor Ort durchführt, täuschte sich gewaltig. Denn ganz offensichtlich ist der Plan bis zur Mitgliederversammlung Mitte Juni zu bleiben. Hasan Ismaik erhöht also die Schlagzahl deutlich.

Vor allem für die Sozialen Medien trifft diese Aussage zu. Ismaik postet und kommentiert äußerst fleißig. In einem Video sind dabei die Worte “PRO1860” und “Ultras” deutlich zu hören. Dieser Teil wird vom Übersetzer ausgelassen – spätere Analysen von Übersetzern und Dolmetschern zeigt auf, was Ismaik tatsächlich sagt. “PRO1860 und die Ultras sollen vernichtet werden, um erfolgreich zu sein.” Das Löwenmagazin und die Süddeutsche Zeitung bestätigen diese Übersetzung (sie schreiben von “zerstören”), der Jordanier hingegen bezichtet die Redaktion auf Facebook der Lüge.

Nachdem der Mitgesellschafter bereits die ersten Fanclub-Einladungen bestätigt hatte, sorgte dieses Zitat mittlerweile für einige Absagen. Ein Fanclub lud stattdessen das Präsidium um Robert Reisinger zu einer Veranstaltung ein.

Gastbeitrag von Thomas Briel

Mitten in der aufgeheizten Gemengelage hat sich Thomas Briel die Arbeit gemacht und den Mythos von sieben Jahren Stillstand beim e.V. beseitigt. In seinem Gastbeitrag zeigt er anhand mehrerer Punkte auf, wieso diese Aussage nicht der Wahrheit entsprechen kann. Stattdessen zielt seine Kritik auf Ismaik ab, der demnach mehrere Themen verlangsamt oder gar nicht erst möglich macht.

Verwaltungsräte begründen Absage an Bündnis Zukunft 1860

Zu einer Podiumsdiskussion mit einem Teil der aktuellen Verwaltungsräte hatte das Bündnis Zukunft 1860 eingeladen. Nach etwas Bedenkzeit reagierte die aktuellen Mitglieder des Gremiums nun – und lehnten den Terminvorschlag geschlossen ab. Ihre Meinung bzw. ihren Standpunkt haben sie dabei in einem öffentlichen Statement ausführlich dargelegt.

“Das ist mein Club” – Ismaik mit hoher Schlagzahl in den Sozialen Medien

Wie bereits erwähnt ist Hasan Ismaik in den Sozialen Medien derzeit besonders aktiv. Einige Kommentare des Jordaniers lassen einen dabei wahlweise überrascht, erstaunt oder auch sprachlos zurück. So reagierte er auf die Kritik eines Fans beispielsweise mit den folgenden Worten: “Das ist mein Club, nicht dein Club“. Die Reaktionen fallen dabei höchst unterschiedlich aus. Einige User unterstützen die Aussagen dabei, andere wiederum sind ganz anderer Meinung und fühlen sich durch die neuesten Aktivitäten erst recht zu einem Besuch bei der Mitgliederversammlung angestachelt.

Michi Glück zur Nationalmannschaft berufen

Zum Ende des Tages wurde es dann immerhin doch noch sportlich bei sechzger.de. Grund dafür ist die Nominierung von Michael Glück zur österreichischen U21-Nationalmannschaft. Die starke Entwicklung des Verteidigers in letzter Zeit wird nun mit Einsätzen im Nationaltrikot honoriert.

Analyse der Torhüter und Abwehr für die Saison 2023/24

Dem Artikel folgte gleich noch ein weiterer, der sich mit der abgelaufenen Saison 2023/24 beschäftigte. Taktikfuchs Bernd Winninger analysierte dabei die Torhüter und die Abwehr. Dieser Mannschaftsteil ist tatsächlich der, der wohl am wenigsten mit dem schlechten Abschneiden zu tun hatte. Der TSV 1860 München stellte 2023/24 schließlich die drittbeste Abwehr der gesamten Liga.

News aus der 3.Liga

Wehen Wiesbaden steht als letzter Absteiger fest

Die Relegationsspiele zwischen Jahn Regensburg und Wehen Wiesbaden haben am gestrigen Abend ihren Sieger gefunden. Durch einen 2:1-Auswärtserfolg in Wiesbaden steht der SSV Jahn als dritter Aufsteiger in die 2.Bundesliga fest – eine Entwicklung, die laut Talk-Gast Maxi so nicht absehbar war wie er bereits vor dem Hinspiel zu Protokoll gab.

Baumann wechselt nach Sandhausen

Eine der interessantesten Personalien der aktuellen Transferperiode dürfte zweifelsohne Dominic Baumann sein. Nach dem Abstieg des HFC war der Stürmer ablösefrei zu haben. Seine Dienste hat sich nun der SV Sandhausen gesichert – kein Zufall, schließlich ist dort Sreto Ristic als Trainer an der Seitenlinie zu finden. Beide kennen sich bereits aus vergangenen Tagen in Halle.

Leistungsauswertung 23/24, heute Torhüter und Abwehr

9
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Eine – das muss man hier so deutlich sagen – miserable Saison der Löwen ist zu Ende. Nun ist es Zeit, auf die Einzelleistungen der Spieler zu blicken. Heute geht es um die Torhüter und Abwehrspieler.

Eine Leistungsauswertung ist meistens etwas Subjektives, außer man hat Zahlen und Fakten zur Hand, die zum Vergleich mit anderen in derselben Leistungsklasse dienen. Wie sehen diese Zahlen und Fakten in der Leistungsauswertung 23/24 aus? Obwohl eine Mannschaft an sich nicht performt hat, wie man sich das so vorstellt, gibt es immer Spieler, die in die eine oder andere Richtung auffällig geworden sind. Entweder wegen besonders guter oder besonders schlechter Leistung – oder weil sie von gewissen Leuten oder durch gewisse Ereignisse ins Zentrum der Kritik oder des Lobes gerieten. Ich ziehe nun ein auf Statistiken basierendes Fazit einiger Spieler entweder im Liga- oder im internen Vergleich oder auch beides.

Leistungsauswertung 23/24 Torhüter

Marco Hiller, die zwischenzeitlich von Ex-Coach Jacobacci demontierte Nummer 1, wird ja auch von vielen Fans im Vergleich mit Ersatzkeeper Richter bei gewissen Bereichen des Torwartspiels kritisch gesehen. Schauen wir uns das mal für die Leistungsauswertung 23/24 genauer an.

Im ligainternen Ranking haben beide Keeper genügend Spielminuten auf dem Buckel, um gewertet zu werden. Das hilft schon mal bei der Einschätzung der Leistung der Torhüter. Die Platzierung hier ist allerdings eindeutig. Marco Hiller belegt im Ligavergleich aller Keeper den 2. Platz und verweist damit nicht nur Richter, sondern auch andere Top-Torhüter der 3. Liga wie den äußerst talentierten Marcel Lotka von Dortmund II, Jakob Golz von Rot-Weiss Essen oder Reaktionswunder Felix Gebhardt von Regensburg auf Plätze hinter ihm.

Lediglich Münsters Maximilian Schulze Niehues hat eine bessere statistische Bilanz als Marco Hiller. Welche Kriterien nutzt man eigentlich, um das Torwartspiel statistisch zu bewerten und zu vergleichen? Woraus setzt sich die statistische Bilanz bei den Torhütern zusammen?

Kriterien

Die Statistik setzt sich zusammen aus den Faktoren Fangquote, Gegnerische Schüsse aufs Tor im Schnitt pro 90 Minuten, Reflexparadenquote, Gegentore pro 90 Minuten, verhinderbare Gegentore pro 90 Minuten (das sind die Gegentore, denen ein Torwartfehler vorangeht), Abwehrquote bei Luftduellen mit Gegenspielern und der Passquote bei langen Abschlägen. Ein Aspekt, der hier leider nicht mit ins Ranking fällt, den ich aber gleich gesondert betrachten möchte, ist die Strafraumbeherrschung. Um hier einen belastbaren statistischen Wert zu bekommen, benutzen wir den durchschnittlichen “Leaving the Line” Wert pro Spiel, also wie oft sich der Torhüter im Schnitt pro Spiel von der Linie wegbewegt, um eine Abwehraktion zu setzen und bringen das in Abhängigkeit zur Quote gewonnener Luftduelle.

Interner Vergleich

Pro 90 Minuten Spielzeit verlässt David Richter die Linie im Schnitt 1,84 Mal, Marco Hiller im Schnitt 1,54 Mal. Richter hat also ein etwas mutigeres Strafraumspiel als Hiller.

Bei der Fangquote, wenn Richter die Linie verlässt, ist auf ihn 100%ig Verlass. In der vergangenen Saison hatte Richter bei jedem seiner Ausflüge, um Flanken zu pflücken, die Oberhand gegenüber seinen Gegenspielern. Stammkeeper Marco Hiller hat mit 93% Abwehrquote beim Verlassen der Linie hier nicht ganz so gute Arbeit geleistet. Wie sieht es dabei mit Kopfballgegentoren aus? Marco Hiller musste in 27 Spielen acht Kopfballgegentreffer hinnehmen, David Richter in elf Spielen deren drei. Das bringt die beiden statistisch wieder sehr nahe zusammen. Marco Hiller kassiert alle 3,4 Spiele ein Kopfballgegentor, David Richter lässt sich pro zugelassenem Kopfballgegentor mit 3,7 Spielen ein wenig mehr Zeit.

Abgesehen von diesen Kategorien, in denen Richter jeweils einen hauchdünnen Vorsprung hat, wird er von Hiller statistisch bei jedem anderen relevanten Wert klar geschlagen.

Das gilt auch für die Spieleröffnung, bei der Hiller – ja, ich war auch überrascht – eine um acht Prozent höhere Genauigkeit aufweist als Richter und das nicht nur im kurzen Abspiel. Auch bei den langen Abschlägen ist Hiller präziser als Richter gewesen. Lediglich beim Tempo der Spieleröffnung könnte man hier für Richter einen Vorteil sehen. Da ich dazu keine Zahlen habe, muss ich mich da von meinem Gefühl leiten lassen, aber das hat mich ja schon bei der Präzision im Stich gelassen; von daher ist auch dieser Eindruck mit Vorsicht zu genießen.

Fazit zu den Torhütern

Wer in den eigenen Augen der bessere Torhüter ist, darf natürlich gerne jeder für sich selbst entscheiden. Unter Berücksichtigung aller relevanten Zahlen ist allerdings für mich Hiller in der Leistungsauswertung 23/24 klar die Nummer 1. Und auch wenn der Eindruck in der ein oder anderen Situation vielleicht Richter favorisiert, ist die bessere Gesamtbilanz von Marco Hiller nicht wegzudiskutieren.

Wer als Keeper eines Teams, das auf Platz 15 die Saison beendet, statistisch zweitbester Torhüter der Liga ist, kann schon rein von der Logik her nicht der schlechtere im eigenen Team sein. Vor allem dann, wenn es a) belastbare Zahlen zum Konkurrenten gibt, welche die Qualität der Nummer 1 im Vergleich zur Nummer 2 belegen, und es b) bis auf die leichten Vorteile bei der Strafraumbeherrschung – und das auch nur in Nuancen – keine weiteren Argumente gibt, die für einen Wechsel auf dem Torhüterposten sprächen.

Leistungsauswertung 23/24 Abwehr

Kapitän Jesper Verlaat ist der einzige Spieler des TSV 1860 München, der aus dem Abwehrverbund in der Top 20 seiner Position ligaweit auftaucht. Genauer ist der Innenverteidiger in dieser Saison im Vergleich zu seiner Konkurrenz auf Platz 13 gelandet.

Jesper Verlaat

Verlaat zeichnete sich in dieser Saison durch ein starkes Stellungsspiel und eine extrem hohe Quote beim Abfangen von gegnerischen Pässen aus. Seine Zweikampfbilanz ist mit 72% ebenfalls nicht zu bemängeln. Die Zweikampffrequenz mit 4,84 geführten Zweikämpfen gegen den Ball pro 90 Minuten ist allerdings verbesserungswürdig. Der Ligadurchschnitt liegt hier pro Spieler bei 5,63 geführten Zweikämpfen über 90 Minuten. Der Topwert diese Saison bei Spielern, die mindestens 1000 Spielminuten absolviert haben, liegt bei 10,91.

Die beiden im Zweikampf giftigsten Löwen mit den meisten Zweikampfaktionen gegen den Ball pro Spiel waren Fabian Greilinger und Kilian Ludewig mit Werten zwischen 8,47 und 9,06.

Ebenfalls weit vorne liegt unser Kapitän bei der Erfolgsquote, wenn es um Kopfbälle in der eigenen Box geht. Mit Rund 72% gewonnener Kopfballduelle im eigenen Strafraum rangiert Verlaat hier auf Platz 7 im Vergleich mit den anderen Spielern der Liga. Und um diese 72% gleich noch auf ein stabileres Fundament zu setzen und Platz 7 bei diesem Wert ein größeres Gewicht zu geben, muss man gleichzeitig einen Blick auf die tatsächliche Anzahl der Kopfballduelle im eigenn Sechzehner blicken. Verlaat hat im Vergleich mit der Ligakonkurrenz die viertmeisten Kopfballduelle in der eigenen Box geführt. Von den Spielern, die quotenmäßig vor Verlaat stehen, hat nur Michael Schultz von Viktoria Köln mehr Luftduelle im eigenen Strafraum bestritten. Schlussfolgernd daraus ist Verlaat nach Schultz der Spieler, der ligaweit die zweitmeisten gegnerischen Flanken entschärfen konnte.

Michael Glück

Michael Glück, in der Rückrunde zum Stammspieler auf der zweiten Innenverteidiger Position avanciert, hat mit 70 % gewonnener Defensivduelle ebenfalls eine gute Quote aufzuweisen und das bei einer höheren Zweikampffrequenz im Vergleich mit Verlaat. Seine Abfangquote bei gegnerischen Pässen ist etwas niedriger als die des Kapitäns. Bei Glück haben wir diesbezüglich noch einiges an Entwicklungspotential.

Die generell stabile Defensivabteilung wird durch die Außenverteidiger, von denen sich allerdings keiner in der Top 20 der Liga wiederfindet, komplettiert. In einigen für die Wertung wichtigen Einzelkategorien haben aber die dort eingesetzten Löwen positionsbezogen gute Werte erzielt. Der statistisch beste Außenverteidiger diese Saison im Löwentrikot war Fabian Greilinger, der defensiv vor allem durch seine Giftigkeit in direkten Duellen gegen den Ball besticht, beim Spiel nach vorne aber ein wenig die Präzision und Kreativität vermissen lässt.

Fazit

Insgesamt ist die komplette Hintermannschaft des TSV 1860 München der Garant für den Klassenerhalt gewesen. Um das zu erkennen, reicht tatsächlich auch ein Blick aufs Torverhältnis. Im Vergleich zu den Absteigern, die ja letztendlich diese Saison die direkte Konkurrenz waren, kassierten unsere Sechzger deutlich weniger Tore. Mit einem Torverhältnis von +16 im Vergleich zum diesbezüglich besten Absteiger Duisburg, zeigt sich, dass die Abwehr Sechzigs Lebensversicherung in der Liga gewesen ist. In der Offensive hatten die Löwen nur gegenüber Lübeck oder Freiburg die Nase vorn, was erzielte Tore betrifft.

Im nächsten Teil der Reihe Leistungsauswertung 23/24 werde ich die Mittelfeldzentrale sowohl defensiv als auch offensiv – unter die Lupe nehmen.

Datenquelle: Wyscout

Michael Glück in U21 Nationalmannschaft von Österreich berufen

2
Glück Wechsel Stuttgart
Glück Wechsel Stuttgart

Große Ehre für den Junglöwen: Michael Glück wurde erstmals für die U21 Nationalmannschaft von Österreich berufen. Der 20-Jährige ist einer von sieben Neulingen, die Teamchef Werner Gregoritsch nominierte.

Michael Glück für U21 von Österreich nominiert

Ab Sonntag treffen sich 23 Spieler zum Lehrgang in Bad Tatzmannsdorf, in dessen Rahmen auch ein Testspiel absolviert wird. Die Partie gegen die Schotten findet am 07.06. in Wiener Neustadt statt. Werner Gregoritsch, U21-Teamchef des ÖFB, fasst zusammen:

“Es sind viele neue Spieler mit dabei und einige, die bei den letzten Lehrgängen nicht zum Aufgebot gehört haben, kehren zurück. Wir müssen die Situation in der Quali annehmen, wie sie ist und noch einmal alles versuchen. Wir brauchen Spieler, die alles dafür tun, um im Herbst das Blatt noch einmal zu wenden. Darum will ich diese Möglichkeit nutzen, um mir neue Spieler anzusehen.”

Aktuell stehen die Österreicher in der EM-Qualifikation auf Platz 3 der Gruppe und sollte dringend punkten, um sich noch für das Turnier qualifizieren zu können. Haben die Löwen bald einen neuen Nachwuchs-Nationalspieler?