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FC Ingolstadt – TSV 1860: ein letztes Mal am Montagabend

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FC Ingolstadt Audi Sportpark Außenansicht

Eigentlich gingen die beiden heutigen Kontrahenten als Aufstiegskandidaten in die Saison 2022/23. Bis zur Winterpause hatten beide auch durchaus noch die Möglichkeit, in die Spitzengruppe der 3.Liga vorzurücken. Seit dem Jahreswechsel haben allerdings sowohl der FC Ingolstadt als auch der TSV 1860 München einen dramatischen sportlichen Absturz hingelegt. Der Aufstieg ist für beide abgehakt, für die Gastgeber könnte es dagegen sogar noch um den Abstieg gehen.

Endspiel für Capretti beim FC Ingolstadt

Die Bilanz im Jahr 2023 aus Sicht des FC Ingolstadt ist erschütternd. Nur ein Sieg gelang dem Team von Guerino Capretti, der im Februar den Trainer-Posten von Rüdiger Rehm übernahm. Ein weiteres Spiel endete mit einem Unentschieden, ansonsten war für den FCI in acht weiteren Partien jeweils nichts zu holen. Die fast schon logische Konsequenz: mit nur vier Punkten liegen die Schanzer auf dem letzten Tabellenplatz, wenn man die Tabelle der Rückrunde betrachtet. In der ersten Halbserie stand hier noch Platz 7 zu Buche. Auch die Löwen haben eine nur geringfügig bessere Bilanz vorzuweisen. Sieben Punkte weist hier das Tableau auf – Platz 19 in der Rückrunde. Es kommt also zum Duell der bislang schwächsten Mannschaften 2023. Nicht wenige Löwenfans fürchten mit diesem Hintergrundwissen einmal mehr als Aufbaugegner zu enden.

Trainer wird auch am heutigen Montag der bereits angesprochene Capretti sein. Doch die Luft für ihn wird immer dünner. Sollte es heute abend ab 18:60 Uhr (sechzger.de Liveticker) keinen besseren Auftritt des FC Ingolstadt geben, dürften die Verantwortlichen die Reißleine ziehen und den 41-Jährigen nach zwei Monaten bereits wieder freistellen. Denn auch bei einem Blick auf die Gesamtwertung wird es langsam eng für den FCI. Allzu weit entfernt ist die Abstiegszone nicht mehr. Mit Bayreuth, Dortmund und Halle konnten die drei Teams hinter den Schanzern am 30.Spieltag allesamt punkten.

Letztes Montagsspiel für den TSV 1860 München

Ein Hauptgrund für die Misere ist die momentane Defensivleistung bei den Gastgebern. 24 Tore erzielten die Gegner gegen sie in 10 Spielen. Nur Zwickau kassierte ebenso viele Treffer. Mit nur zwölf eigenen Treffern bedeutet dies zudem die schlechteste Differenz aller Drittligisten. In dieser Kategorie sind wiederum die Löwen trauriger Spitzenreiter. Gemeinsam mit Essen und Oldenburg hat man die wenigsten Treffer erzielt (11).

Aufpassen muss die Löwendefensive heute abend vor allem auf Pascal Testroet. Der 32-Jährige, der unter anderem schon in Dresden und Aue unter Vertrag stand, hat bereits 14 Scorerpunkte erzielt. Sieben Mal traf er selber. Mehr Tore konnte nur Tobias Bech erzielen, dessen Einsatz für heute abend allerdings fraglich ist. Überhaupt fallen bei den Gastgebern einige Spieler aus. Maurizio Jacobacci kann dagegen abgesehen von den Langzeitverletzten Rieder und Tallig auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

Noch etwas ganz Besonderes werden die weiß-blauen Zuschauer heute abend erleben. Es ist das letzte Montagsabendspiel im Ligabetrieb des deutschen Profifußballs, das mit Beteiligung des TSV 1860 München stattfinden wird. Die restlichen Terminierungen sind seit kurzem bekannt und abgesehen von einem Freitagsspiel gegen Waldhof Mannheim müssen die Löwen ausnahmslos am Wochenende ran. Die meisten dürften sich darüber freuen, dass der ungeliebte Montag ab der nächsten Spielzeit Geschichte ist. Das allerletzte Montagsspiel tragen übrigens der SV Meppen und Dynamo Dresden aus.

Der 30.Spieltag im Überblick

Freitag

SpVgg Bayreuth – SV Meppen 3:0 (1:0)

Samstag

Rot-Weiss Essen – SC Freiburg II 2:0 (1:0)
Borussia Dortmund II – Hallescher FC 0:0 (0:0)
Erzgebirge Aue – VfB Oldenburg 1:0 (0:0)
Wehen Wiesbaden – FSV Zwickau 4:3 (2:0)
MSV Duisburg – SV Elversberg abgesagt
Viktoria Köln – SC Verl 2:1 (0:1)

Sonntag

VfL Osnabrück – Dynamo Dresden 0:1 (0:0)
1.FC Saarbrücken – Waldhof Mannheim 2:1 (0:1)

Montag

FC Ingolstadt – TSV 1860 München

Pressekonferenz FC Ingolstadt vor dem Duell mit dem TSV 1860

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Guerino Capretti, Trainer des SC Verl
Guerino Capretti, Trainer des SC Verl

Vor dem Gastspiel des TSV 1860 München hat sich Guerino Capretti, der Trainer des FC Ingolstadt, auf der Pressekonferenz zu der morgigen Partie im Audi-Sportpark geäußert. Die Gastgeber gehen mit Personalsorgen in das oberbayerische Duell gegen die Löwen.

Pressekonferenz des FC Ingolstadt: bis zu 13.000 Zuschauer erwartet

Nach Maurizio Jacobacci, der in der Löwenrunde 100% von jedem Spieler im weiß-blauen Trikot einforderte, hat auch Ingolstadt-Trainer Guerino Capretti auf der Pressekonferenz des FCI seine Eischätzung zur morigen Partie gegen den TSV 1860 München abgegeben. Für den ehemaligen Trainer des SC Verl dürfte es sich um ein Endspiel handeln. Sollten die Schanzer auch gegen die Löwen verlieren, werden die Verantwortlichen wohl die Reißleine ziehen.

Verzichten muss er dabei auf jeden Fall auf fünf Spieler. Stevanovic, Dittgen, Kopacz und Musliu sind verletzt, Preißinger muss darüber hinaus wegen einer gelb-rot Sperre zuschauen. Fraglich ist der Einsatz von Bech, Neuberger und Linsmayer, die mit Blessuren zu kämpfen haben. Die Niederlage gegen den FSV Zwickau habe man inzwischen aufgearbeitet. Capretti sah dabei auch gute Ansätze in seinem Team und hofft, dass die Mannschaft es am morgigen Montag bei einem “geilen Heimspiel” vor “fast voller Hütte” gegen die Löwen endlich schafft, sich für die Leistung auf dem Platz auch zu belohnen. Bislang gelang das nur einmal mit drei Zählern: Mitte Februar konnte Ingolstadt in Saarbrücken gewinnen.

Wie genau Ingolstadt das Duell gegen den TSV 1860 angehen wird, verriet der Trainer auf der Pressekonferenz natürlich nicht. Nicht nur aufgrund der geringen Distanz der beiden Vereine wird es ein besonderes Spiel werden. Die Gastgeber erwarten bis zu 13.000 Zuschauer. Den bisherigen Saisonrekord gab es beim FCI gegen Dresden. Damals kamen 6.336 Zuschauer ins Stadion, der Gesamtschnitt liegt aktuell bei rund 4.300. Auch viele Löwenfans werden sich auf den Weg machen, um den TSV 1860 auswärts zu unterstützen. Der offizielle Gästeblock ist bereits seit Tagen ausverkauft.

Löwenrunde: “Wir wollen in Ingolstadt etwas gutmachen”

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Jacobacci bei der Löwenrunde: "Wir haben etwas gutzumachen"
Jacobacci bei der Löwenrunde: "Wir haben etwas gutzumachen"

Die Löwenrunde vor dem Auswärtsspiel in Ingolstadt und nach der 1:4-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund II wurde diesmal am ungewohnten Sonntagnachmittag abgehalten. Trainer Maurizio Jacobacci sagte: “Wir wollen in Ingolstadt etwas gutmachen”, damit die jüngste Heimniederlage in Vergessenheit gerät.

Löwenrunde vor dem Spiel in Ingolstadt mit knapp 4.000 Löwenfans

Der Gästebereich in Ingolstadt war bereits letzte Woche ausverkauft. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass die Löwen ein gefühltes Heimspiel erwartet. Anpfiff ist am ungeliebten Montag um 18:60 Uhr im Audi Sportpark.

Nach 20 Minuten gegen den BVB gut gespielt

Jacobacci blickte zu Beginn der Löwenrunde noch einmal auf das letzte Heimspiel gegen Dortmund zurück. Nach dem frühen 0:3-Rückstand habe er ein “gutes Spiel meiner Mannschaft gesehen“, die ihre Chancen vor der Pause nicht genutzt habe. Im zweiten Durchgang habe dann “der letzte Pass gefehlt.
So etwas wie in den ersten 20 Minuten darf uns nicht mehr passieren. Individuelle Fehler haben zu den Gegentoren geführt“, erklärte der Schweizer.

Jacobacci erwartet von jedem Spieler 100%

Er fordert von seinen Kickern näher am Gegner zu stehen, um besser in die Zweikämpfe zu kommen. “Ingolstadt ist eine große Mannschaft, die neben der Technik auch von der Physis lebt“, sagte Jacobacci vor dem Bayern-Duell. Allerdings sind die Hausherren aktuell von zahlreichen Ausfällen geplagt. Der Löwen-Dompteur erwartet dennoch ein gutes Ingolstädter Team. “Ingolstadt hat einen großen Kader, sie können die Ausfälle wegstecken“, sagte Jacobacci und fügt an “Es wird über Zweikämpfe und Härte gehen, das müssen wir annehmen“.

Keine Unruhe nach der BVB-Niederlage

Durch die jüngste Niederlage habe man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Abläufe unter der Woche wie gewohnt durchgezogen. “Die Spieler, die nicht in der Startelf stehen, müssen nun beweisen, dass sie den absoluten Hunger haben, spielen zu wollen und die die Spielen, haben nicht das Recht 99% abzurufen. Ich erwarte, dass sie 100 Prozent abrufen“, erklärte der Schweizer. “Ich will ein Team haben, das keine Niederlagen akzeptiert, ich hasse es zu verlieren“, erklärt Jacobacci. Deshalb wäre es nun an der Mannschaft, die Heimniederlage mit einem Auswärtserfolg wiedergutzumachen.

“Wir müssen alles in die Waagschale werfen”

Der Löwen-Trainer erwartet von seiner Mannschaft die Spannung und Konzentration von der ersten Minute an hochzuhalten. “Wir wissen, was es braucht, um Ingolstadt zu besiegen. Das werden wir in die Waagschale werfen“, verspricht Jacobacci. Nun ist es an der Mannschaft, dies auch aufs Feld zu bringen. An der Unterstützung der Löwen-Anhänger wird dies sicher nicht scheitern.

3. Liga: Osnabrück – Dresden und Saarbrücken – Mannheim

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Saarbrücken Waldhof Mannheim

Vier Spitzenteams der 3. Liga traten am Sonntag in direkten Duellen an, um sich im Aufstiegskampf zu messen. Dabei setzte sich Dynamo Dresden beim VfL Osnabrück durch und holte Big Points. In der zweiten Partie besiegte der 1. FC Saarbrücken nach zwischenzeitlichem Rückstand den SV Waldhof Mannheim.

Osnabrück – Dresden & Saarbrücken – Mannheim

VfL Osnabrück – Dynamo Dresden 0:1 (0:0)

Im Top-Duell an der Bremer Brücke machte einmal mehr Ahmet Arslan den Unterschied. Der Führende in der Torschützenliste sorgte in der 52. Minute vor 15.500 Zuschauern für den goldenen Treffer zugunsten der Gäste. In der Folge drückten die Lila-Weißen zwar auf den Ausgleich, der Sieg der Sachsen ging aber alles in allem absolut in Ordnung.

Tor:
0:1 Arslan (52.)

1. FC Saarbrücken – Waldhof Mannheim 2:1 (0:1)

In einer hochklassigen Partie brachte Marten Winkler die Gäste in der 22. Minute sehenswert in Führung. Bis zur Pause hatten beide Teams die Chance auf weitere Treffer, es blieb aber vorerst beim 0:1. Kurz nach dem Seitenwechsel kamen die Saarländer durch einen Thoelke-Kopfball jedoch zum Ausgleich. Nur vier Minuten später bebte der Ludwigspark erneut, als Boeder zum 2:1 für die Gastgeber traf.

Tore:
0:1 Winkler (22.)
1:1 Thoelke (49.)
2:1 Boeder (53.)

Der SV Waldhof wurde im Saarland von zahlreichen Fans unterstützt.

TSV 1860 am Montag in Ingolstadt

Durch den Sieg in Osnabrück zog Dynamo in der Tabelle an den Lila-Weißen vorbei, der 1. FC Saarbrücken distanzierte Waldhof Mannheim. Der 30. Spieltag der 3. Liga wird am Montag mit der Partie des TSV 1860 beim FC Ingolstadt 04 (sechzger.de Liveticker) abgeschlossen.

Am Montag müssen die Löwen bei den Schanzern ran

TSV 1860 U17 gewinnt erneut gegen SpVgg Unterhaching

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Tsv 1860 Spvgg Unterhaching U17

Während die U17 des TSV 1860 in der B-Junioren-Bundesliga mit Glück und Geschick die Klasse gehalten hat, ist die SpVgg Unterhaching mit Trainer Daniel Bierofka abgestiegen. In der regulären Punktrunde gewannen die Junglöwen in der Vorstadt mit 5:0 und auch heute in der Sonderspielrunde kam der Sieger aus Giesing.

TSV 1860 U17 besiegt SpVgg Unterhaching

Zum Auftakt der Sonderspielrunde empfingen die Löwen die Bierofka-Elf auf Platz 5 des Trainingsgeländes an der Grünwalder Straße. Bereits zur Pause hatte sich die Mannschaft von Löwen-Trainer Felix Hirschnagl vor 120 Zuschauern eine 2:0-Führung erarbeitet. Matthias Roithmayr (8.) und Rron Gosalci (19.) sorgten für den beruhigenden Vorsprung zur Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel machten die Junglöwen konzentriert weiter und ließen einen weiteren Treffer zum 3:0-Endstand folgen. Torschütze diesmal: Vlad Danciutiu (79.).

Die weiteren Termine der U17-Sonderspielrunde:

  • 16.04., 13 Uhr: FC Augsburg U17 – TSV 1860 München U17
  • 23.04., 11 Uhr: TSV 1860 München U17 – FC Bayern München U17

FC Ingolstadt – TSV 1860 München, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Auswärtsspiel bei den Schanzern. Vier Punkte hat Ingolstadt seit Ende der Winterpause geholt und somit die schlechteste Bilanz aller Drittligisten im Jahr 2023.

FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München. Guerino Capretti, seit 1. Februar in der Audistadt als Trainer angestellt hat, bis jetzt noch kein festes System für seine Mannschaft gefunden. Bisher war so ziemlich alles im Mix, was man sich systematisch vorstellen kann (3-4-3, 3-5-2, 4-4-2, 4-3-3). So kann auch ich nur raten bzw. mir überlegen, was ich mit dem vorhandenen Spielermaterial gegen den TSV 1860 München spielen lassen würde.

Sowohl gegen den Ball als auch bei eigenem Ballbesitz sind die Ingolstädter in den Spielen, die ich gesehen habe, fehlerhaft wie kaum ein zweites Team der Liga.

Bevor ich das, was ich an Caprettis Stelle der Mannschaft des FCI für das Spiel gegen den TSV 1860 München mit auf den Weg gäbe, erläutere, wie immer die wichtigsten statistischen Werte des FC Ingolstadt 04.

Die wichtigsten statistischen Werte des FCI

  • Ballbesitz: 47%
  • Passgenauigkeit: 75% (mit Meppen auf dem vorletzten Platz der Liga)
  • Defensive Zweikampfquote: 61%
  • Flankengenauigkeit: 32%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 8,32

Welches System kann man erwarten?

Das bevorzugte System Caprettis ist das 4-3-3 offensiv. Mit dem hat er als Trainer des SC Verl in deren Aufstiegssaison für offensiven Spaßfußball verantwortlich gezeichnet. Ingolstadt gewann unter Capretti jedoch bis dato kein Spiel in dieser Formation.

Dass der TSV 1860 gegen Systeme, die gegen den Ball Räume im Mittelfeld und im letzten Drittel schließen, große Probleme aufweist, ist für niemand mehr ein Geheimnis. Das bedeutet: Zur Wahl stünden für mich, wäre ich an Caprettis Stelle, entweder das 4-4-2 mit Doppelsechs oder ein 3-5-2, welches sich gegen den Ball auf 5-4-1 verschiebt.

In der Hinrunde waren die Ingolstädter mit dem 4-4-2 Doppelsechs, das sich bei eigenem Ballbesitz nach Überschreiten der Mittelline über den Box to Box Spieler auf eine enge Raute verschob, über relativ lange Zeit sehr erfolgreich.

Und auch in der Rückrunde steht der bisher einzige Sieg mit diesem System zu Buche. Somit kommt für mich im Hinblick auf Montag nur dieses System in Frage. Ob Capretti das genauso sieht, wird sich zeigen.

Wie spielt Ingolstadt?

Ingolstadt spielt abgesehen vom Fußballerischen hart und unfair. In der Foulstatistik führt die Mannschaft von Guerino Capretti die Tabelle unangefochten an. Erschwerend kommt hinzu, dass die Ingolstädter auch noch besonderen Schutz der Schiedsrichter zu genießen scheinen, was Fouls anbelangt. In der Tabelle der Fehlentscheidungen bezüglich Platzverweisen wurde der FC Ingolstadt bereits siebenmal bevorzugt.

Nun aber zum Spielerischen: Was Ingolstadt eigentlich könnte und was sie zeigen, sind zwei Paar Schuhe. Gehen wir vom “könnte” aus.

Offensiv

Ingolstadt spielt im Positionsspiel bei Ballbesitz mit vorgeschobenen Außenverteidigern und Raute. Einer der Außenverteidiger agiert bisweilen wie ein Schienenspieler, um auf diesem Flügel doppelte offensive Überzahl zu schaffen. Im Fall Ingolstadt ist das meistens Rechtsverteidiger Costly, der im Sommer aus Mannheim zu den Schanzern wechselte.

Für die zentrale Rautenbildung schiebt der Box to Box Spieler aus der Doppelsechs nach vorn hinter die Spitzen und die Mittelfeldaußenspieler rücken auf die Halbpositionen ein. Dabei verhält sich das im Fall FCI so, dass der ballferne Mittelfeldaußen sich da weiter außen positioniert und der ballnahe Mittelfeldaußen näher an die beiden zentralen Mittelfeldspieler heranrückt. Die Raute wäre somit in der Horizontalen leicht asymmetrisch.

Im letzten Drittel des Gegners verschiebt sich die 4-4-2 Formation in der vordersten Reihe zu einem Dreiersturm, bei dem der ballferne Mittelfeldaußenspieler auf die Halbposition im Sturm einrückt, während der ballnahe Mittelfeldaußenspieler und der Box to Box Spieler hinter die Spitzen rücken. So entsteht eine 2-3 Formation am und im Strafraum des Gegners.

Defensiv

Gegen den Ball passt Ingolstadt das Pressing den technischen Fähigkeiten und der Passsicherheit des Gegners leicht an. Das heißt: Je besser eine Mannschaft sich im Normalfall von hinten heraus durchkombinieren kann, desto tiefer ist die Pressinglinie angelegt. Anpassungen im Anlaufverhalten während des Spiels sind von daher sehr wahrscheinlich. Je höher die Pressinglinie angelegt ist, desto höher steht in Ingolstadt auch die Defensivlinie. Das hat den Hintergrund, dass die Schanzer dem Gegner möglichst wenig Raum im Mittelfeld anbieten wollen.

Überspielt der Gegner die Pressinglinie, verteidigen die Schanzer in Ballnähe mannorientiert und verlassen sich auf der ballfernen Seite auf räumliche Deckung. Oft versucht der FCI die ballnahe Seite auch defensiv zu überladen und bei starker Verdichtung in Ballnähe den ballführenden Spieler zu doppeln.

Stärken und Schwächen des 4-4-2

Stärken

Es wird zunächst eine starke, doppelte Abwehrkette aufgebaut. Dadurch wird es möglich, den Gegner auf den Flügeln zu doppeln und trotzdem im Zentrum kompakt zu stehen. So zwingt man den Gegner oft, Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Passwege können aufgrund der guten Staffelung in Tiefe und Breite leicht zugestellt werden. Das 4-4-2 Doppelsechs deshalb als defensives System zu bezeichnen, wäre zu einfach.

In der Offensive liegen die Stärken klar auf den Außenpositionen. Sowohl die Außenverteidiger, als auch die Mittelfeldaußenspieler können für großen Druck auf den Flügeln sorgen.

Von den beiden defensiven Mittelfeldspielern im Zentrum übernimmt einer den offensiven Part (Box to Box Spieler) und der andere bleibt auf seiner absichernden Position. So kann man die Lücke im Zentrum zu den Stürmern schließen.

Wenn das Zusammenspiel der Mannschaftsteile gegen den Ball so funktioniert, wie es in diesem System gewollt ist, zwingt man den Gegner oft auf die Flügel, sodass dieser mit Flankenläufen und hohen Bällen agieren muss, um den Ball ins Zentrum vors Tor zu bringen.

Schwächen

Die große Schwäche in diesem System ist normalerweise die Lücke zwischen Mittelfeld und Sturm. Sowohl bei eigenem Ballbesitz, aber auch nach einem Ballverlust, ist es wichtig, diesen Raum schnell zu schließen.

Es fehlt ein Kreativspieler im Zentrum. Deshalb ist das zentrale offensive Mittelfeld ein Schwachpunkt. Offensive Kreativität entwickelt sich im 4-4-2 mit Doppelsechs vornehmlich auf den Außenpositionen.

Durch das fehlen des “Zehners” wird dem Box to Box Spieler eine hohe Laufleistung abverlangt, damit sowohl offensiv als auch defensiv die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen schnell geschlossen werden.

Schlüsselspieler

Abwehr

Torhüter Marius Funk (#1) kam im Sommer aus Fürth und ist seit dem Hinspiel sieben Plätze in der Torhüterstatistik abgerutscht. In der Tabelle der meisten kassierten Treffer rangiert er dafür mittlerweile auf Rang drei. Dennoch ist Funk kein schlechter Torhüter, gehen doch die meisten Treffer auf die Kappe seiner Vorderleute.

Innenverteidiger Visar Musliu (#16), nordmazedonischer Nationalspieler und gleichzeitig teuerster Spieler des FCI, ist im Normalfall eine Bank in der Innenverteidigung und unumstrittener Abwehrchef. Er gewinnt 77% seiner Zweikämpfe am Boden und 68% in der Luft. Obendrein hat er ein einem sehr gutes Stellungsspiel. Dadurch fängt er überdurchschnittlich viele Bälle ab, bevor diese überhaupt eine Gefahr werden können.

Marcel Costly (#22) auf der rechten Außenverteidigerposition ist nicht nur gegen den Ball, sondern vor allem offensiv sehr gefährlich. Gegen den Ball hat er zwar leichte Schwächen, durch die Doppelsechs im Ingolstädter Mittelfeld kann das jedoch von einem der beiden Sechser kompensiert werden, wenn er überspielt wird. Seine Werte in der Offensive lesen sich wie die eines Außenstürmers: 60% seiner Offensivduelle gewinnt Costly und nahezu 40% seiner Flanken finden den Adressaten. Dabei hilft ihm seine Schnelligkeit und seine Technik.

Mittelfeld

Die beiden Spieler auf der Doppelsechs, Rico Preißinger (#6) und Nunoo Sarpei (#14) sind normalerweise das Herzstück des Ingolstädter Mittelfelds. Preißinger fehlt jedoch Gelb-Rot gesperrt. Bleibt also Sarpei, der Box to Box Spieler, als Schlüsselspieler im Mittelfeld übrig. Diese Rolle füllt der schnelle Ghanaer – wenn er Normalform erreicht – sehr gut aus. Gutes Passspiel, technisches Können und, wie schon erwähnt, Schnelligkeit machen den Spieler zu einer Waffe im Mittelfeld. Man darf ihn nicht aus den Augen lassen, sobald er die Mittellinie überquert hat. Des Weiteren ist er einer der Spieler, die sehr gerne und sehr leicht fallen, wenn ein Gegenspieler ihn nur anhaucht.

Sturm

Pascal Testroet (#37) ist ein super Techniker, hat einen guten Torriecher und ist ein mit allen Wassern gewaschener Mittelstürmer. Mit seinen 32 Jahren hat er jedoch wohl seine besten Jahre hinter sich und sein Marktwert fiel in der letzten Bewertungsperiode um eine halbe Million Euro. Mit sieben Toren und sieben Vorlagen ist er dennoch gefährlichster Ingolstädter in dieser Saison.

Fazit

Lässt man sich von der Härte der Ingolstädter einschüchtern und hält nicht dagegen, sehe ich schwarz für den kommenden Montag. Leistungen wie gegen Aue waren im Jahr 2023 die Ausnahme, nicht die Regel. Aber genau so eine Leistung, vor allem in den pressingrelevanten Zonen gegen den Ball, wird es für den TSV 1860 München brauchen, um beim FC Ingolstadt 04 zu bestehen und etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen.

Bedingungsloser Kampf ist gefordert. Gegen die Schanzer muss es auf die Hölzer geben.

Wenn die Mannschaft von Maurizio Jacobacci jedoch wieder auftritt wie Lämmer auf der Schlachtbank, wird der Trip nach Ingolstadt eine Art Betriebsausflug mit Fußball.

Ich fordere von jedem Spieler in weiß-blau maximalen Einsatz. Nach dem Spiel gegen den FC Ingolstadt muss bei jedem Feldspieler des TSV 1860 München erkennbar sein, dass er sich für den Löwen auf der Brust aufgerieben hat.

Schafft die Mannschaft es diesmal wieder nicht, von Beginn an dagegen zu halten und zu kämpfen, sollte für den Rest der Saison wirklich darüber nachgedacht werden, ob zukünftig nicht vielleicht doch die U21 oder U19 ins Rennen schicken will.

So könnte der FC Ingolstadt beginnen

Datenquelle: Wyscout

FC Ingolstadt 04 – TSV 1860: Ergebnistipp Martin Gräfer

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Tsv 1860 Die Bayerische Martin Gräfer

Ende der Woche verlängerte die Bayerische ihr Engagement als Hauptsponsor des TSV 1860 vorzeitig bis 2027 – und das trotz aller Querelen rund um Münchens große Liebe. Wir baten Martin Gräfer, den Vorsitzenden des Vorstands des Versicherungsunternehmens, um seinen Tipp für die Partie des TSV 1860 beim FC Ingolstadt 04.

Gräfer tippt auf Sieg des TSV 1860 in Ingolstadt

Dass Martin Gräfer die Löwen und ihr Umfeld verstanden hat, hat der 54-Jährige durch zahlreiche Aussagen bewiesen. Obwohl seine erste Sozialisierung in Sachen Fußball eng mit dem 1. FC Köln verknüpft war, merkt man, dass ihm Münchens große Liebe in den letzten Jahren ans Herz gewachsen ist. Entsprechend optimistisch geht Gräfer auch das Auswärtsspiel des TSV 1860 in Ingolstadt (am Montag im sechzger.de Liveticker) an.

“Ich tippe auf einen 2:1-Sieg der Löwen!”

Es wäre wünschenswert, wenn man sich auf Gräfers Tipp ebenso verlassen könnte wie auf die Treue der Bayerischen in Bezug auf den TSV 1860.

die Bayerische bleibt bis 2027 Hauptsponsor

Bis 2027 verlängerte das Versicherungsunternehmen den ohnehin noch bis 2025 laufenden Vertrag mit den Löwen und bleibt dem TSV 1860 somit als Hauptsponsor erhalten. Für Martin Gräfer nicht nur Business, sondern inzwischen auch eine Herzensangelegenheit. Er plädiert für ein Miteinander und vor allem für eine direkte Kommunikation zwischen den Gesellschaftern. Auch in der Stadionfrage hat sich Martin Gräfer geäußert und spricht vielen aus der Seele:

“Als Fan träume ich von einem modernen 1860-Stadion mit großartigem Ambiente. Die Realität sieht aber so aus: Ich gehe gerne ins Grünwalder Stadion, weil die Löwen eben dort spielen. Mir gefällt die Atmosphäre. Ich gehe immer mal wieder in Bundesliga-Stadien mit guter Stimmung. Die 15.000 Fans im Grünwalder Stadion machen mindestens die gleiche. Für die Stadt ist es ein Aushängeschild. Wir tun gut daran, das Grünwalder Stadion so zu ertüchtigen, dass mindestens 20.000 Fans hineinpassen und es mit vernünftigen VIP-Bereichen wirtschaftlich besser genutzt werden kann.”

Jetzt gilt es allerdings erstmal, morgen in Ingolstadt drei Punkte zu holen!

Titelbild: TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA

Skilöwin Fabiana Dorigo Deutsche Meisterin im Super G

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Ski TSV 1860 Dorigo Super G Deutsche Meisterin fabiana

Nachdem Fabiana Dorigo im Januar bereits Gold und Silber bei den World University Games geholt hatte, gibt es für die Skilöwin nun erneut Grund zum Jubeln. Bei den Deutschen Meisterschaften holte sich Dorigo im Super G die Goldmedaille.

Fabiana Dorigo Deutsche Meisterin im Super G

In Pfelders (Südtirol) setzte sich die 24-Jährige gegen Emma Aicher und Emily Woerle durch und holte sich Gold im Super G.

Bereits bei den World University Games in Lake Placid war Fabiana Dorigo im Super G nicht zu schlagen und holte sich zudem die Silbermedaille im Riesenslalom.

Titelbild: Unsplash / Karsten Winegart

TSV 1860 III siegt zweistellig gegen Laim – auch Vierte gewinnt

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1860 Vierte Herakles Dritte III IV Aufstieg
Die Vierte des TSV 1860 feierte gegen den Herakles SV München ihren zweiten Saisonsieg

18 Spiele, 17 Siege – die Dritte der Löwen bleibt vorerst das Maß aller Dinge in der Kreisklasse Gruppe 4. Am Samstag Nachmittag besiegte der TSV 1860 III den SV München Laim gar zweistellig. Auch die 4. Mannschaft der Löwen holte drei Punkte und bleibt im oberen Tabellendrittel.

TSV 1860 III siegt zweistellig gegen Laim

Gegen den Tabellenzwölften SV München Laim hatte der TSV 1860 München III keinerlei Probleme. Bereits zur Pause führten die Löwen mit 5:0, am Ende stand es gar 10:1 für Münchens große Liebe. Die Tore für die Elf von Trainer Lulzim Kuqi erzielten Seyhan Celik (2), Kenyan Price, Julian Schleich, Peter Lettenbauer, Jeffrey Ebert, Wutichai Entenmann, Diego Hones, Mauro Geismann und der Laimer Hans Ziegler per Eigentor. Für den Ehrentreffer der Gäste sorgte Haris Pajazetovic zum zwischenzeitlichen 9:1.

In der Tabelle haben die Löwen drei Zähler Vorsprung auf den FC Bosna i Hercegovina, der allerdings am Sonntag mit einem Sieg gegen den FC Anadolu II punktemäßig wieder zum TSV 1860 III aufschließen kann.

Heimsieg für die Vierte

Etwas spannender ging es bei der 4. Mannschaft zu, die den SV Lochhausen auf dem Sechser-Platz zu Gast hatte. Zwar brachte Georgios Filentas die Löwen in der 20. Minute in Führung, doch nur drei Minuten später traf Jacob Avadra zum 1:1. Fünf Minuten vor der Pause sorgte Alexander Petö für die erneute Führung des TSV 1860 IV, die bis zu 88. Bestand hatte. Dann machte Moritz Wieland mit dem 3:1 den Decken drauf, ehe Georgios Filentas mit seinem zweiten Tor den 4:1-Endstand herstellte.

Mit dem Heimsieg verbesserte sich die Vierte vorerst auf Platz 4 in der Kreisklasse Gruppe 3, könnte morgen allerdings von der SpVgg Thalkirchen überholt werden.

Dritte Liga: Die Samstagsspiele des 30. Spieltags

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Der TSV 1860 München wird den 30. Spieltag am Montag Abend in Ingolstadt beschließen. Heute Nachmittag standen in der dritten Liga am 30. Spieltag fünf Samstagsspiele auf dem Programm. Das Spiel Duisburg-Elversberg musste wegen starker Regenfälle abgesagt werden.

Freitagsspiel: SpVgg Bayreuth – SV Meppen 3:0 (1:0)

Bevor wir über die Samstagsspiele der dritten Liga berichten, sind wir sind Euch noch das Freitagsspiel schuldig. Das konnte die SpVgg Bayreuth trotz der Querelen um Felix Weber locker mit 3:0 gewinnen. In der 20. Minute konnte die Heimmannschaft in Führung gehen. Ex-Löwe Ziereis legte für Zejnullahu auf, der von der Stramraufkante zum 1:0 traf. Kurz nach der Pause legte Nollenberger nach und stellte mit dem 2:0 die Weichen auf Sieg für die Oberfranken. In der 88. Minute machte Zejnullahu mit dem 3:0 den Deckel drauf. Mit den verdienten drei Punkten verschaffte sich Bayreuth etwas Luft im Abstiegskampf, während für den SV Meppen der Klassenerhalt immer schwieriger wird.

Rot-Weiß Essen – SC Freiburg II 2:0 (1:0)

Dauerregen hatte den Platz an der Hafenstraße in eine Seenlandschaft verwandelt, dennoch wurde im Gegensatz zu Duisburg in Essen angepfiffen. Freiburg hatte die erste Chance in der 12. Minute, als Baur den Ball an den Pfosten setzte. In der 42. Minute gab es einen umstrittenen Foulelfmeter für die Essener. Engelmann trat an, Atubolu konnte den Schuss zunächst parieren, aber den Ball nicht festhalten, so dass Engelmann den Nachschuss zum 1:0 noch über die Linie drücken konnte. Kurz nach der Pause erhöhten die Essener auf 2:0. Berlinski wuchtete nach einem Gewühl im von Pfützen übersähten Strafraum der Freiburger den Ball in den linken Winkel (49. Minute). Kefkir setzte in der 64. Minute einen Ball an die Latte, danach ließ die Seenlandschaft an der Hafenstraße keine nenenswerten Aktionen mehr zu. Damit kassiert der SCF die erste Niederlage seit November und Essen vergrößert sein Polster nach unten.

Erzgebirge Aue – VfB Oldenburg 1:0 (0:0)

Bis zur Pause waren Highlights im Erzgebirge Mangelware, folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Kabinen. Aue war im Spielverlauf leicht überlegen. Auch im zweiten Durchgang passierte nicht viel. Oldenburg ging auswärts nicht volles Risiko und Aue wollte nach drei Niederlagen in Folge wohl auch keine Niederlage riskieren. Der erste wirkliche Aufreger fand in der 78. Minute statt. Mielitz legte Nazarov klar im Strafraum, den fälligen Elfmeter verwandelte Nazarov selbst sicher zum 1:0 für den FC Erzgebirge. Bookjans hatte in der Nachspielzeit noch den Ausgleich auf dem Fuß, aber Männel parierte glänzend. Damit wird es für Oldenburg langsam so richting eng, während Aue im gesicherten Mittelfeld verweilt.

SV Wehen – FSV Zwickau 4:3 (0:2)

Die Zuschauer in Wiesbaden sahen ein wahres Fußballfest. Die erste Chance hatte Hollerbach für die Gastgeber, er scheiterte jedoch in der 16. Minute an Brinkies. In der 25. Minute brachte Baumann die Schwäne per Kopf mit 1:0 in Führung. Jansen legte in der 33. Minute für die Zwickauer nach. Er versenkte einen Fernschuss nach einer Ecke sehenswert zum 0:2 ins Netz. Der SV Wehen startete perfekt in die zweite Halbzeit. In der 47. Minute traf der in der Pause eingewechselte Iredale nach einer Flanke von links zum 1:2. In der 53. Minute markierte Rheintaler mit dem Kopf nach einer Ecke den Ausgleich zum 2:2. Doch Schwäne schlugen unverzüglich zurück. Baumann brachte den FSV nach Flanke von Voigt aus abseitsverdächtiger Position mit 2:3 erneut in Führung (59. Minute). In einem mitreißenden Spiel glich der Wehener Kapitän Wurtz in der 73. aus acht Metern erneut aus. Aber das sollte noch nicht der Schlusspunkt sein. In der 89. Minute schlenzte Ezeh den Ball Tor des Monats verdächtig vom linken Strafraum Eck ins rechte Kreuzeck des Zwickauer Tores. Damit fuhr Wehen drei wichtige Punkte im Aufsteigskampf ein, die Zwickauer nehmen trotz starker Leistung und drei Auswärtstoren nicht Zählbares mit nach Hause.

Borussia Dortmund II – Hallescher FC 0:0 (0:0)

Die kleinen Borussen konnte nach mehrmals verlängerter Umbauphase erstmals wieder im heimischen Stadion Rote Erde antreten. Die Odyssee über Westfalenstadion, Oberhausen und Wuppertal hat also endlich ein Ende gefunden. Nach dem Sieg bei den Löwen starteten Coulibaly und Rothe anstatt von Pudel und Guille Bueno. Der BVB hatte durch Njinmah und Tattermusch zwei gute Abschlüsse. Kurz vor der Pause hatte der BVB Glück, dass er nicht ein Eigentor fabrizierte. So ging es torlos in die Kabinen. Im Verlauf der zweiten Halbzeit nahm die Partie endlich an Fahrt auf. Zunächste hämmerte Hug den Ball an die Latte, das wäre fast die Führung für den HFC gewesen. In der 65. Minute musste Nietfeld auf der Gegenseite all sein Können aufbieten um einen Özkan-Schuss abzuwehren. Das hätte die Dortmunder Führung sein müssen. Bis zum Ende passierte nichts mehr und das Spiel endete torlos. Das Unentschieden hilft keinem der abgestiegsbedrohten Teams wirklich weiter.

Viktoria Köln – SC Verl 2:1 (0:1)

Bei der Viktoria startete Philipp statt Wunderlich. Allerdings wurde Wunderlich für den verletzten Philipp bereits in der 29. Minute eingewechselt. In einer von Zweikämpfen geprägten Partie gingen die Gäste aus Verl in der 40. Minute durch Grodowski mit 1:0 in Führung. In der 67. Minute gelang der Viktoria der Ausgleich. Marseiler flankte von links perfekt auf Meißner, der den Ball volley zum 1:1 in die Maschen drosch. Nur eine Minute später hätte Becker per Kopfball nach Meißner-Flanke fast den Doppelschlag für die Viktoria perfekt gemacht. Den verdienten Siegtreffer zum 2:1 für die Viktoria besorgte Marseiler dann mit perfektem Schlenzer nach toller Kombination über Wunderlich und Sontheimer (85. Minute). Beide Mannschaften befinden sich im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

Was bedeutet das für 1860?

Die Samstagsspiele der dritten Liga haben wenig Auswirkungen auf Sechzig in der Tabelle. Nach oben fehlen nun elf Punkte, das Polster auf den Platz unter dem Strich beträgt nach den Samstagsspielen der dritten Liga ebenfalls elf Punkte. Morgen wird es mit zwei Direktduellen ernst im Aufstiegskampf. Osnabrück empfängt Dresden und Saarbrücken den SV Waldhof. Am Montag beschließen dann der FC Ingolstadt und der TSV 1860 den 30. Spieltag (im Liveticker bei sechzger.de).