Start Blog Seite 772

SC Freiburg II – TSV 1860 München die Taktiktafel vor dem Spiel

1
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein Herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel SC Freiburg II – TSV 1860 München. Freiburg verlor im Hinspiel mit 0:6 gegen die Sechzger. Wird sich dieses Schützenfest wiederholen?

Freiburg II kann gegen den TSV 1860 auf vier Torhüter, vierzehn Verteidiger, acht Mittelfeldspieler und sage und schreibe zehn Stürmern zurückgreifen. Damit hat die zweite Mannschaft des SCF einen Kader von insgesamt sechsunddreißig Spielern. Der Trainer des SC Freiburg II, Thomas Stamm, kann mit der hohen Anzahl an Spielern im Kader theoretisch immer aus dem Vollen schöpfen. Wenn er nicht dann und wann einen seiner Schützlinge, zuletzt Stürmer Vermeij, zur ersten Mannschaft des SC Freiburg abgeben müsste, wäre der SCF möglicherweise sogar noch weiter vorne in der Tabelle zu finden.

Das System der Mannschaft des SC Freiburg II war demjenigen der Bundesligamannschaft in der Hinrunde noch leicht angepasst. Die Erste des SCF spielt mittlerweile allerdings häufig mit Viererkette in der Abwehr. Stamms U23 ist wie in der Hinrunde, auch in der Rückrunde meist mit einer Dreierabwehrkette in der Innenverteidigung unterwegs.

Bevor wir zur Spielweise der zweiten Mannschaft des Freiburger SC kommen, hier die wichtigsten statistischen Werte.

Statistische Werte des SC Freiburg II

  • Ballbesitz: 54%
  • Passgenauigkeit: 80%
  • Defensive Zweikampfquote: 62%
  • Flankengenauigkeit: 34%
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 9,3

Das Spiel des SC Freiburg II

Die bisher gezeigten Systeme waren alle offensiv ausgerichtet. Mit 3-4-3 (3-4-2-1, 3-4-1-2), 3-5-2 (3-1-4-2, 3-2-3-2) und auch im 4-3-3, das bisher sechsmal gespielt wurde, oder jüngst gegen Halle, als zum ersten mal das 4-1-4-1 zum Einsatz kam, ist Freiburg auf attraktiven Offensivfußball geeicht. Wir dürfen also auch am Sonntag von den Breisgauern erwarten, dass sie offensiv spielen werden.

Bei Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz legen die Freiburger hohen Wert darauf, schnell und variantenreich nach vorne zu kombinieren. Bis ins letzte Drittel sind die Freiburger da auch sehr gut unterwegs. Die Torausbeute war jedoch bisher sehr gering. Nur 27 Treffer stehen für die Breisgauer bisher zu Buche.

Unter der Woche gegen den Halleschen FC hatte Freiburg die Partie größtenteils im Griff und auch deutlich mehr Chancen. Einzig die Tore wollten nicht fallen. So ist es oft beim Aufsteiger aus dem Breisgau. Man spielt besser, muss am Ende aber eine Niederlage bzw. ein Unentschieden verkraften.

Gegen den Ball

Gegen den Ball hat die junge Freiburger Truppe vor allem dann große Probleme gehabt, wenn der Gegner schnell und direkt spielt. Defensives Umschaltspiel und Gegenpressing sind nicht die Disziplinen, in denen Stamms Mannschaft glänzt. Schafft es das Team aus dem Breisgau jedoch, nach einem gescheiterten eigenen Angriff schnell wieder hinter den Ball zu kommen, arbeiten sie defensiv gut und kompakt.

Das Pressing der Freiburger im Positionsspiel ist gegnerabhängig mal auf höherer, mal auf tieferer Pressinglinie angelegt. Gegen den TSV 1860 München rechne ich damit, dass Freiburg die Pressinglinie eher tief stellt und die Räume in der eigenen Spielfeldhälfte eng macht, da die Löwen selten Probleme haben, sich aus dem Pressing eines Gegners herauszukombinieren.

Das wahrscheinliche System von Freiburg II gegen den TSV 1860

Welches System wird Freiburg am Sonntag spielen? Eher das 3-4-3 oder doch das 3-5-2? Ich rechne mit dem 3-5-2. Wichtig in diesem System ist für das Team, das so spielt – wie bei allen Systemen mit 3er Kette – die Tiefenstaffelung im Spiel gegen den Ball nach abgeschlossenen Angriffen bzw. nach Ballverlust schnell wieder herzustellen. Es kann sonst gegen Teams, die schnelle Spieler haben, bei Konterangriffen große Probleme geben. Um den Spielern Zeit zu geben, wieder hinter den Ball zu kommen, ist sofortiges Gegenpressing bei Ballverlust ein absolutes Muss bei diesem System.
Im Spiel nach vorne ist man mit dem 3-5-2 und seinen Varianten extrem überladen und kann so die gegnerischen Abwehrreihen mit Überzahlspiel leicht vor Probleme stellen.

Sollte Freiburg mit einer Viererkette spielen, also 4-1-4-1 oder 4-3-3, was ich nicht annehme, was aber durchaus im Bereich des Möglichen liegt, wird sich das Spiel der Breisgauer mit Ball nicht sonderlich von dem mit Dreierkette unterscheiden. Bei Ballbesitz verschiebt dann einer der Außenverteidiger ins Mittelfeld und es wird ein 3-4-3 oder 3-5-2 entstehen.

Meiner Meinung nach wird Freiburg aber mit einer Dreierkette in der Innenverteidigung auflaufen.

Stärken und Schwächen des 3-5-2 (3-4-1-2)

Stärken

Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe. Dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen.
​Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.

​Schwächen

Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann. ​Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust der Außenspieler und damit zum Erlahmen des Drucks, der über die Flügel aufgebaut werden soll, führen. ​Die Flügel sind nur einfach besetzt, deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln. Gegen Systeme, in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird, kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.

Die Schlüsselspieler

Abwehr

Torwart Noah Atubolu (#1) ist mit seinen erst 19 Jahren der jüngste Stammtorhüter der Liga. Bei einer Größe von 1,90 m hat er unfassbar gute Reflexe und eine gute Quote beim Abfangen hoher Bälle. Dieser junge Spieler hat diese Saison schon einiges dazugelernt. Er gehört zu den Top 5 Torhütern diese Saison.

Sandrino Braun-Schumacher (#6), der zentrale Innenverteidiger, bringt Erfahrung aus acht Saisons und 227 Spielen in der 3. Liga mit. Er ist der erfahrenste Spieler in der Stammformation der Freiburger. Braun-Schumacher gewinnt die meisten seiner defensiven Zweikämpfe, ist für einen zentralen Innenverteidiger aber bei Kopfbällen nicht ganz so erfolgreich, wie es sein sollte. Dank seiner langjährigen Erfahrung verfügt er allerdings über ein gutes Stellungsspiel. So kann er überdurchschnittlich viele Bälle abfangen, bevor sie den eigentlichen Adressaten erreichen. In der Spieleröffnung ist Braun-Schumacher sicher im Passspiel nach vorne.

Mittelfeld

Das gesamte Mittelfeldzentrum ist gut besetzt. Der Schlüsselspieler im Mittelfeld heißt jedoch Enzo Leopold (#8). Yannick Engelhardt (#18) und Patrick Kammerbauer (#31), seine Hintermänner im defensiven Mittelfeld, stehen ihm aber nicht wirklich nach. Leopold ist ein technisch brillanter Spieler mit punktgenauem Passspiel und somit einer der Gründe, warum Freiburg bis zum Sechzehner des Gegners eine der besten Mannschaften der Liga ist. Seit Leopold, nachdem er zu Beginn der Saison vom Trainer nicht berücksichtigt wurde, regelmäßig spielt, die Bindung zum Team gefunden hat und sich auch an die Gangart in der Liga gewöhnt hat, steht Freiburg stabil im Mittelfeld der Tabelle. Enzo Leopold kann ein Unterschiedsspieler sein. Leopold, Engelhardt und Kammerbauer sind mit jeweils vier Vorlagen die besten Vorlagengeber der Breisgauer. Leopold hat außerdem bisher drei mal selbst ins Tor getroffen.

Sturm

Vincent Vermeij (#9) im Sturm sollte jedem ein Begriff sein. Torgefährlich, kopfballstark, robust, fleißig auch gegen den Ball und konzentriert beim Pressing. Vermeij ist mit acht Treffern der beste Schütze bei den Breisgauern. Mit seiner Größe von 1,97 m ist er auch immer für einen Kopfballtreffer gut. Auf ihn muss man wirklich immer aufpassen.

Fazit

Nach dem – wegen der Fehlentscheidungen des Unparteiischen – ungerechtfertigten Unentschieden, das die Löwen im Spiel gegen Saarbrücken hinnehmen mussten, werden die Breisgauer dafür die Rechnung präsentiert bekommen. Wenn der TSV 1860 München gegen den SC Freiburg II genauso auftritt wie gegen Saarbrücken, stellt sich die Frage nicht, wer die Oberhand in diesem Spiel haben wird. Um einer Topmannschaft wie den Sechzgern das Wasser reichen zu können, sind die Freiburger nicht gefährlich genug vor dem gegnerischen Tor.

Keine Prophezeiung ohne Warnung. Wenn man Freiburg auf die leichte Schulter nimmt, kann es nach hinten los gehen. Alle Spieler, die dort im Kader stehen, wollen sich bei einem der für junge Talente durchlässigsten Vereine der Republik in die erste Mannschaft spielen.
Deshalb gilt in diesem Spiel wie in allen anderen, dass Einsatzwille und Konzentration stimmen müssen. Dass das bei den Sechzgern so sein wird, dafür ist Trainer Michael Köllner verantwortlich und wie immer wird er eine top eingestellte Mannschaft mit dem richtigen Matchplan aufs Feld des Dreisamstadions schicken.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir uns in der Taktiktafel-Analyse nach dem Spiel über drei Punkte, die mit nach Giesing genommen wurden, unterhalten werden.

So könnte Freiburg II gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout

Dritte des TSV 1860 schlägt Wacker München II deutlich

1
TSV 1860 München III (Dritte Mannschaft)

Ungemütlich wars am Donnerstag Abend auf dem 06er-Platz an der St.-Martin-Straße. Dass es den wenigen anwesenden Zuschauern dennoch warm ums Herz wurde, lag nicht zuletzt daran, dass die Dritte des TSV 1860 den FC Wacker München II deutlich besiegte. Mit dem Sieg behaupteten die Löwen die Tabellenspitze der Kreisklasse.

Dritte des TSV 1860 besiegt Wacker München II

Auch wenn das Ergebnis eindeutig klingt, so war es doch ein hartes Stück Arbeit für Sechzig. Zwar ging die Dritte der Löwen nach einer Viertelstunde durch Winter-Neuzugang Entenmann in Führung, doch kurz nach der Pause glichen die Blausterne aus. Gott sei Dank hatte Münchens große Liebe eine prompte Antwort für Münchens heimliche Liebe und so traf Lechner in der 51. Minute zum 2:1.

Babacar Diop baute den Vorsprung auf 4:1 aus (64./71.), ehe Torjäger Andre Orbegozo Araujo kurz vor dem Schluss den 5:1-Endstand herstellte. Mit dem Sieg liegt die Dritte nun mit 43 Punkten aus 20 Spielen an der Tabellenspitze. Dahinter folgen der FC Ludwigsvorstadt (39/18), der TSV Milbertshofen (38/19) und der FC Espanol (36/17). Nur der Erste steigt direkt auf, der Zweite muss in die Relegation.

Sechzig um Sieben: Mögliche Neuzugänge Teil 2

0
Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Teil 2 der möglichen Neuzugänge: Box-to-Box Spieler

Für den Fall, dass die Verträge der Mittelfeldspieler Biankadi, Dressel oder Neudecker nicht verlängert werden sollten, haben wir uns für euch nach Alternativen umgesehen. Der vereinslose (Ex-4Ü) Andy Irving sowie Björn Jopek von Viktoria Berlin sind Kandidaten aus der Dritten Liga. Aus dem Unterhaus könnten Rico Preissinger (Ingolstadt) und Erik Majetschak (Aue) interessant sein. Aber auch mögliche Neuzugänge aus der Schweiz, Australien oder den Niederlanden stellt Autor Bernd Winninger vor. Hier geht’s zum Artikel.

SECHZIG Jahre Stefan Schneider

Der ehemalige Stadionsprecher der Löwen, Stefan Schneider, feierte gestern seinen 60. Geburtstag. 28 Jahre lang (von 1993 bis 2021, mit einer ganz kurzen, vernachlässigbaren Unterbrechung) war er die “Stimme der Löwen” im Sechzgerstadion, im Olympiastadion und in der Allianz Arena. Vor gut einem Jahr erklärte er – für viele überraschend – nach dem 1:0-Heimsieg gegen Dynamo Dresden seinen Rücktritt als Stadionsprecher beim TSV 1860 München. Unseren Artikel zum Geburtstagskind lest ihr hier.

Gestern vor 4 Jahren: drei Mölders-Tore besiegeln Sieg gegen Schweinfurt

Am Ende wurden die Löwen Regionalligameister und setzten sich gegen Saarbrücken in der Relegation in Richtung Liga 3 durch: in einem der Spiele, gestern vor 4 Jahren, netzte Ex-Löwe Sascha Mölders gleich drei mal ein. Am Ende siegte der Löwe mit 3:1.

1860-Boxer mit nächstem Bundesliga-Fight

Am kommenden Samstag sind wieder die Boxer des e.V. dran: gegen Hannover Seelze soll endlich der erste Bundesliga-Sieg eingefahren werden!

Tickets für den Kampf gibt es hier.

Bild: (c) TSV München von 1860 e.V., Boxen

Der Löwen-Fahrplan am Wochenende

An mehreren Orten gleichzeitig sein – das würde man sich kommendes Wochenende wünschen, wenn der TSV 1860 mit seinen verschiedenen Mannschaften vielerorts antritt:

Donnerstag, 07.04.

19.30 Uhr: 3. Mannschaft – FC Wacker München II -:-
19.45 Uhr: FC Sportfreunde München – 4. Mannschaft -:-

Freitag, 08.04.

17.00 Uhr: ESV München U11 – U10 -:-
19.00 Uhr: FC Augsburg – U16 -:-

Samstag, 09.04.

10.30 Uhr: U15 – FV Illertissen -:-
11.00 Uhr: TSV Milbertshofen U11 – U10 -:-
13.00 Uhr: U17 – Eintracht Frankfurt -:-
15.00 Uhr: U13 – VfB Stuttgart -:-
15.00 Uhr: FC 1920 Gundelfingen – U21 -:-
16.00 Uhr: U19 – Wacker Burghausen -:-

Sonntag, 10.04.

10.00 Uhr: SC Baldham-Vaterstetten U11 – U10 -:-
10.45 Uhr: FC Neustern Neutrudering – Frauen -:-
11.00 Uhr: U12 – SpVgg Greuther Fürth -:-
11.00 Uhr: 1. FC Heidenheim – U14 -:-
12.45 Uhr: SV-DJK Taufkirchen II – 4. Mannschaft -:-
12.45 Uhr: FC Espanol – 3. Mannschaft -:-
13.00 Uhr: SC Freiburg II – Profis -:-

Neues aus der Dritten Liga

Drittligisten vermelden Rekorderträge

Wie Liga-3-online berichtet, haben die Drittligisten trotz Corona-Pandemie in der vergangenen Saison neue Höchstwerte in der Geschichte der Dritten Liga erwirtschaftet. Die Personalausgaben stiegen zwar, jedoch konnten die Ausgaben der Clubs im Schnitt deutlich gesenkt werden. Anm.d.Red.: dies kann auch mit dem Verkauf von Geistertickets und der Einsparung von Kosten der Geister-Spieltage zusammenhängen. Im schnitt erlöste ein Club 11,36 Millionen Euro.

Wackelt Magdeburg auf der Zielgeraden? Seit 3 Spielen ohne Sieg

Wackelt es in Magdeburg trotz großen Punktepolsters so kurz vor dem Ziel Zweite Bundesliga? Dies könnte man nach den vergangenen drei Spielen, die allesamt nicht gewonnen werden konnten, annehmen. “Die Enttäuschung ist groß”, “das müssen wir ansprechen” lassen vermuten, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Aber: “jeder hat mal ein Tief” – so versuchen sich die Magdeburger sich verrückt zu machen.

Brauchen die Löwen eine Aufstiegsprämie?

6
TSV 1860 München 2021 22 1024x628

1860 weiter im Kreis der Aufstiegsaspiranten

Die Löwen sind laut Michael Köllner noch immer gut im Rennen um den Aufstieg zur 2. Bundesliga. In der Presserunde am Rande des Trainings sagte er am Montag dazu:

Wir sind in der Gemengenlage in einer guten Situation – auch wenn wir es selbst nicht mehr in der Hand haben. Mit einem Schnitt von zwei Punkten pro Spiel steigst du hundertprozentig auf. Wir haben seit dem Dortmund-Spiel einen Schnitt von 2,1 und spielen seit Monaten extrem konstant. Wir sind punktgleich mit Mannheim. Denen rechnet jeder noch den Aufstieg zu. Wir brauchen Siege, keine Frage, die braucht aber auch Braunschweig, die ein Spiel mehr haben, als wir.  Wenn wir so trainieren, wie in der Woche davor und die Spieler sich ihre Hartnäckigkeit bewahren, dann haben wir eine gute Chance, am Sonntag in Freiburg zu gewinnen.

Sinnhaftigkeit einer Aufstiegsprämie

Wir wissen: Am Ende des Tages geht es immer um’s Geld. Und daher stellt sich dem einen oder anderen Fan in dieser Phase der Saison die Frage: Sorgt das Ausloben einer Aufstiegsprämie für zusätzliche Motivation bei Spielern?
Eine klare Meinung dazu vertritt der bei sechzger.de schon kürzlich herangezogene Sportpsychologe Professor Rene Paasch, selbst Inhaber der UEFA B-Lizenz und mit mehrjähriger Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Profi- und Amateurvereinen ausgestattet sowie psychologischer Betreuer zahlreicher Kicker. In einem Artikel für das Fachportal die-sportpsychologen.de macht sich Paasch – vereinfacht ausgedrückt – mehr für Motivation durch den Spieler selbst stark. Die positiven Erlebnisse während der Ausübung des Sports, also die positiven emotionalen Momente im Spiel und direkt daran im Anschluss mit den Fans in der Kurve, hält er für motivierender als man es mit Anreizen wie zusätzlichen Prämien von außen erreichen kann. Paasch hält die extrinsische Motivation in Form von Sieg-, Aufstiegs- oder Nichtabstiegsprämien für überschätzt, teilweise könnten diese Anreize sich sogar negativ auswirken: „Belohnungen im Profi-Fußball haben nur eine kurzfristige Wirkung. Sie müssen regelmäßig erneuert oder verändert werden, um weiterhin für Treibstoff zu sorgen. Das kann speziell Trainern*innen viel Kraft und Energie kosten“, so der Experte.

Kannibalisierungseffekte von Motivation

Im weiteren spricht Paasch von Kannibalisierungseffekten: „Des Weiteren kann die extrinsische Motivation bewirken, dass die intrinsische Motivation der Spieler*innen auf Dauer nachlässt: Leistungen, die von Ihnen zuvor freiwillig und um ihrer selbst Willen getätigt wurden, werden nun als Mittel zum Zweck angesehen (bspw. das Erlangen von Leistungsprämie im DFB-Pokal).“

Ganz ohne Prämie geht es dann aber auch nicht

Zum Schluss gibt der Psychologe uns Fussballverrückten noch einen Rat mit auf den Weg: „Auch wenn es heldenhafter wirkt für alle Fußballfans, wenn man seinen Sport aus echtem Interesse und Spaß an der Sache erledigt, anstatt nur unter prämierte Leistung, dürfen wir die extrinsische Motivation nicht von vornherein verteufeln. Sie hat eine wichtige kurzfristige Funktion und ein breites Anwendungsgebiet im Leistungsfußball.“
Irgendwie geht es also wohl doch nicht ganz ohne Prämien.

Fragt man sich – für unseren Lieblingverein – wie viele Spieler für die laufende Spielzeit wohl eine entsprechende Klausel mit einer vereinbarten Aufstiegsprämie im Vertrag stehen haben. Oder muss der Spielerrat unter Kapitän Lex noch einmal das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen? – Dies dann wohl erst, wenn man demnächst mindestens Platz drei der 3. Liga erreicht hat. Michael Köllner glaubt auf jeden Fall daran.

Der gesamte Artikel von Rene Paasch ist zu lesen unter Motivation im Profi-Sport: Wie Prämien die Performance stören können.


Abschließend noch ein Spoileralarm:
Professor Paasch hat sechzger.de kürzlich ein ausführliches Interview gegeben. Dabei gewährte er uns spannende und durchaus auch unterhaltsame Einblicke in die Sportpsychologie an sich. Aber auch zu Fragen von Ritualen im Sport, über den idealen  Führungsspieler oder was er aus sportpsychologischer Sicht von Michael Köllner hält, ging der Experte ein. Die interessantesten Passagen des Gesprächs könnt Ihr in Kürze exklusiv auf sechzger.de lesen.

Die Löwen am Wochenende: Doppelschicht für TSV 1860 III

1
TSV 1860: Die Löwen am Wochenende

Nach dem Rückschlag am vergangenen Wochenende möchte der TSV 1860 III wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren, um ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um den Aufstieg mitzureden. Auch die U19, die Vierte und die Frauen haben die nächsthöhere Spielklasse vor Augen und wollen unbedingt punkten.

Doppelschicht für TSV 1860 III

Für die Dritte steht in den kommenden Tagen sogar eine Doppelschicht an. Bereits heute Abend (Anpfiff 19.30 Uhr) empfangen die Löwen den FC Wacker München II auf dem 06er-Platz an der St.-Martin-Straße. Am Sonntag steht dann das Spitzenspiel beim FC Espanol an. Solltet Ihr es nicht nach Freiburg schaffe, dann unterstützt doch den TSV 1860 III ab 12.45 Uhr auf der Bezirkssportanlage Graubündener Straße.

Die Spiele im Überblick

Donnerstag, 07.04.

19.30 Uhr: 3. Mannschaft – FC Wacker München II -:-
19.45 Uhr: FC Sportfreunde München – 4. Mannschaft -:-

Freitag, 08.04.

17.00 Uhr: ESV München U11 – U10 -:-
19.00 Uhr: FC Augsburg – U16 -:-

Samstag, 09.04.

10.30 Uhr: U15 – FV Illertissen -:-
11.00 Uhr: TSV Milbertshofen U11 – U10 -:-
13.00 Uhr: U17 – Eintracht Frankfurt -:-
15.00 Uhr: U13 – VfB Stuttgart -:-
15.00 Uhr: FC 1920 Gundelfingen – U21 -:-
16.00 Uhr: U19 – Wacker Burghausen -:-

Sonntag, 10.04.

10.00 Uhr: SC Baldham-Vaterstetten U11 – U10 -:-
10.45 Uhr: FC Neustern Neutrudering – Frauen -:-
11.00 Uhr: U12 – SpVgg Greuther Fürth -:-
11.00 Uhr: 1. FC Heidenheim – U14 -:-
12.45 Uhr: SV-DJK Taufkirchen II – 4. Mannschaft -:-
12.45 Uhr: FC Espanol – 3. Mannschaft -:-
13.00 Uhr: SC Freiburg II – Profis -:-

Mögliche Neuzugänge zur Saison 2022/23 – Teil 2: Box-to-Box-Spieler

3
Möglicher Neuzugang TSV 1860 München Gesicht Mit Fragezeichen Causa

Nachdem wir uns gestern Vormittag eingehend mit möglichen Innenverteidigern beschäftigt haben, erfolgt heute der Blick auf Box-to-Box-Spieler, die den TSV 1860 München verstärken könnten. Wenn die Verträge von Biankadi, Dressel und Neudecker nicht verlängert werden können, besteht auf den Positionen im zentralen Mittelfeld Bedarf für mindestens zwei Neuzugänge. Eine dieser Positionen ist die des Box-to-Box-Spielers. Um diese Rolle dreht es sich im heutigen zweiten Teil unserer Serie.

Box to Box Spieler im Inland

3. Liga

“Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?” ist ein abgewandeltes Zitat aus einem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe und im Fall der Suche nach einem geeigneten Akteur für die Position des Box-to-Box-Spielers trifft es, im Fall von Andy Irving, der beim gescheiterten Perlacher Projekt unter Vertrag stand, voll und ganz zu. Irving ist zwar erst 21 Jahre alt aber für die gelungene Integration junger Spieler ist unser Trainer ja bekannt. Irving verfügt über ein exzellentes Passspiel, hat gute defensive Zweikampfwerte, eine hohe Schussgenauigkeit und was ebenfalls wichtig ist: ein enormes Entwicklungspotential. Wenn man Irving zu den Löwen lotsen könnte, würde ein Abgang von Dennis Dressel wohl keine Rolle spielen.

Bei der abstiegsbedrohten Viktoria aus Berlin läuft der Vertrag von Björn Jopek aus. Jopek ist ein gestandener Drittligaprofi, der bei Union Berlin in 58 Spielen auch schon Zweitligaluft geschnuppert hat. Der Linksfuß ist quasi überall im Mittelfeld einsetzbar, zuhause ist er aber in der Mittelfeldzentrale. Mit Werten, die einem Spieler in dieser Position gut zu Gesicht stehen, wäre er der ideale Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Sturm. Seine hohe Passgenauigkeit – vor allem bei Pässen ins letzte Drittel und bei Pässen durch die letzte Reihe des Gegners hindurch hat er überdurchschnittliche Werte – wird jedem Verein, der ihn verpflichten kann, weiterhelfen. Außerdem hat er gute Werte im Zweikampf gegen den Ball und bei Dribblings vorzuweisen. Er strahlt auch eine gewisse, allerdings nicht übermäßige, Torgefahr aus. Er könnte sowohl für Merveille Biankadi als auch für Dennis Dressel ein guter Ersatz sein.

2. Liga

Auch aus der Nähe, wenn auch nicht ganz so nah wie Irving, wäre Rico Preissinger. Dieser ist momentan noch bis Ende Juni beim FC Ingolstadt beschäftigt. Ob er dort einen Anschlußvertrag erhält, ist noch nicht bekannt. Der aus Münchberg stammende 25jährige Preissinger hat die komplette Jugendfußballschule des 1.FC Nürnberg durchlaufen und elf Einsätze in Jugendnationalteams vorzuweisen. Er war als Profi bisher in Aalen, Magdeburg und Ingolstadt tätig. Seine Werte prädestinieren ihn für die Rolle des Box-to-Box-Spielers. Zudem steckt sicherlich noch ein wenig Entwickungspotential in ihm, das Trainer Köllner herauskitzeln könnte. Dribbelstark und schnell wie er ist, kann er für die Offensive eine ebenso große Bereicherung sein, wie für die Defensive, wo ihn eine für einen Mittelfeldspieler hohe Quote bei Kopfballduellen und relativ gute Werte in direkten Duellen gegen den Ball auszeichnen. Sein größtes Plus im Spiel gegen den Ball ist sein gutes Stellungsspiel.

Erik Majetschak, 22 Jahre alt und momentan beim FC Erzgebirge Aue unter Vertrag wäre ein etwas unerfahrenerer Spieler als Preissinger, mit – naturgemäß – mehr Entwicklungspotential. Er hat ähnliche Voraussetzungen wie Preissinger was die Position des Box-to-Box-Spielers betrifft. Die zweite Liga war für den jungen, beim Brausewebeträger in Leipzig ausgebildeten Mittelfeldspieler, bisher eine Nummer zu groß. Ein guter Spielerentwickler wie Michel Köllner könnte aus dem jungen Sachsen mit der Zeit bestimmt sehr viel herausholen.

Box-to-Box-Spieler jenseits der Grenzen

Australien

Matti Steinmann, ein 27jähriger Deutsch-Finne, ausgebildet beim HSV, spielt momentan bei Brisbane Roar in Australien. Er wäre die eher defensive Variante eines Box-to-Box-Spielers. Also ein Akteur, den man in einem 4-2-3-1 oder einem 4-4-2 mit Doppelsechs finden würde. Seine aktuellen Werte sind im Defensivbereich in allen wichtigen Kategorien für einen Box-to-Box-Spieler die besten der aufgelisteten Spieler. Er kann zwischen den beiden Strafräumen einerseits wie ein zurückgezogener Spielmacher agieren, andererseits ist er sich nicht zu schade, auch gegen den Ball hart zu arbeiten.

Schweiz

Der 29 Jahre alte Joël Geissmann vom FC Lausanne hat die gesamte laufende Saison bisher verpasst. Momentan ist er im Aufbautraining und könnte Lausanne im Saisonendspurt zur Verfügung stehen. Eine Verpflichtung wäre natürlich mit einem gewissen Risiko behaftet. Man weiß nicht, ob und wie sich die Verletzung auf seine weitere Karriere und Leistungsfähigkeit auswirkt. Schaut man aber die bisherigen Leistungen im Verlauf seiner Karriere an, wäre dieser Spieler – sofern man ihn sich finanziell leisten kann – eine optimale Verpflichtung für die Position des Box-to-Box-Spielers im zentralen Mittelfeld. Alle Werte die in dieser Rolle wichtig sin,d rangieren bei ihm auf Topniveau. Bei einem Marktwert von 300.000 Euro sollte sein Gehalt in durchaus bezahlbaren Dimensionen liegen.

Niederlande

Sven van Doorm ist aktuell noch beim SC Telstar in der zweiten Niederländischen Liga beschäftigt. Der 24jährige zentrale Mittelfeldspieler ist offensiv deutlich besser als defensiv. Wie alle Spieler aus den Niederlanden verfügt er über ein unfassbar gutes Passspiel. Speziell bei den für die Offensive wichtigen Pässen hat er Topwerte vorzuweisen. Pässe ins letzte Drittel und in den Strafraum haben bei van Doorm einen Genauigkeitsfaktor, der bei Spielern in seiner Preisklasse seinesgleichen sucht. Wie auch bei Geissmann rangiert sein Marktwert bei 300.00 Euro.

Hiermit schließe ich die Vorstellungen von möglichen Kandidaten bei den Neuzugängen im Bereich Box-to-Box-Spieler ab. Im nächsten Teil geht es dann um Spieler, die hinter den Spitzen agieren.

Endlich ein echter Sechzger. Herzlichen Glückwunsch, Stefan Schneider!

1

Happy Birthday, Stefan Schneider!

Unser ehemaliger Stadionsprecher Stefan Schneider wird heute sechzig Jahre jung!
28 Jahre lang (von 1993 bis 2021, mit einer ganz kurzen, vernachlässigbaren Unterbrechung) war er die “Stimme der Löwen” im Sechzgerstadion, im Olympiastadion und in der Allianz Arena. Vor gut einem Jahr erklärte er – für viele überraschend – nach dem 1:0-Heimsieg gegen Dynamo Dresden seinen Rücktritt als Stadionsprecher beim TSV 1860 München. Nach einem der vielen Corona-bedingten Geisterspiele, an denen er – aus nachvollziehbaren Gründen – wohl genauso wenig Spaß hatte, wie die verbannten Fans daheim vor den TV-Geräten. Die Nachfolge übernahm zu Beginn der laufenden Saison sein langjähriger Mitarbeiter im Stadion, Sebastian Schäch.

Zurück in die Westkurve

Nach ein bisschen Auszeit, die wegen anhaltender Geisterspiele im Verlauf des letzten Jahres sowieso gezwungenermaßen erfolgte, war Stefan Schneider zuletzt genau dort anzutreffen, wo er sich selbst nach seinem Rücktritt vom Mikro auch angekündigt hatte: In der Westkurve unter den Löwenfans, an die er jahrelang seine Ausführungen gerichtet hatte. Schön, dass der gebürtige Münchner nach so vielen Jahren im Innenraum nun auf den Rängen anzutreffen ist. Hier wird es mal wieder gelebt: Einmal Löwe – immer Löwe!

Schneiders Abschied – ein Thema für die Nachrichten

Einen durchaus bemerkenswerten Beitrag, den der Bayerische Rundfunk für die Sendung Abendschau kurz nach Stefans Abschied produzierte, möchten wir unseren Lesern an seinem Ehrentag an Herz legen. Zweieinhalb Minuten, die diese Löwen-Legende sehenswert charakterisieren. Warum man ihn dafür ins von den meisten Löwenfans wenig geschätzte Stadion am Oberwiesenfeld geschleppt hat, entzieht sich allerdings unserer Kenntnis.

Was wir Dir wünschen, Stefan…

Wir wünschen Dir, lieber Stefan, der Du trotz Deines inzwischen ja durchaus reifen Alters immer noch wunderbar jugendlich und frisch daherkommst, heute einen wunderbaren ausgelassenen Geburtstag! Außerdem größtmögliche Erfolge mit Deinen und unseren Löwen, maximale Zufriedenheit mit den Dingen, die Dir wichtig sind und – natürlich das allerwichtigste – jederzeit beste Gesundheit!

Ois Guade, oida Sechzger!

Sechzig um sieben: Freiburg vor der Brust

3
TSV 1860 München Sechzgerstadion

Die Wellen nach dem unglücklichen Unentschieden gegen Saarbrücken haben sich gelegt. Der TSV 1860 München konzentriert sich auf den nächsten Spieltag. Und da haben die Löwen mit dem SC Freiburg II einen großen Brocken vor der Brust.

Freiburg vor der Brust: Heimstarker Gegner

Am Sonntag um 13:00h wird im Dreisam Stadion zu Freiburg angepfiffen (Liveticker bei sechzger.de). Die Löwen sind beim Vierten der Heimtabelle zu Gast. Die Breisgauer konnten daheim sieben Siege und fünf Unentschieden erzielen. Lediglich drei Mal zogen die Nachwuchskicker vom Fuße des Schwarzwalds auf eigenem Rasen den Kürzeren. Die letzten vier Heimspiele sind sie ungeschlagen, die letzte Heimniederlage datiert vom 15.01., als sie gegen den FC Magdeburg in dessen stärkster Saisonphase den Kürzeren zogen. Die Löwen denken vor der Reise in den Südwesten sicher an den 30.10. zurück, als sie den SCF mit einer 6:0-Packung aus Giesing gen Schwarzwald schickten. Das sollte aber keinesfalls dazu führen, dass man den SCF unterschätzt.

Bei den Löwen ist Marco Hiller wegen seiner Corona-Infektion fraglich. Er durchlief gestern die Testungen, um seine Quarantöne zu beenden. Ergebnisse wurden bisher nicht bekannt. Ob Phillipp Steinhart nach seiner Schulterverletzung und der Magen-Darm-Verstimmung Fabi Greilinger aus der Startelf verdrängen kann, ist unklar. Greilinger ersetzte den etatmäßigen Linksverteidiger bravorös. Ansonsten sollten bis auf die Langzeit-Ausfälle alle Spieler an Board sein, so dass mit wenig Änderungen in der Startaufstellung zu rechnen ist. Einzig Salger könnte Morgalla ersetzen. Die Freiburger hatten gestern Abend noch ein intensives Nachholspiel in Halle (siehe unten), aber bis Sonntag sollten sie das aus den Beinen haben.

Die Löwen stehen also vor eine schweren Aufgabe am Sonntag. Dadurch können sie auf die Ergebnisse der direkten Konkurrenten reagieren, die alle am Samstag spielen. Braunschweig ist in Wehen zu Gast, da liegt ein Ausrutscher durchaus im Bereich des Möglichen. Und unsere unmittelbaren Tabellennachbarn aus Saarbrücken und Mannheim stehen sich im direkten Duell gegenüber.

Karten für Osnabrück und Havelse erhältlich

Wer die Löwen im Saisonendspurt zu Siegen schreien will, kann das im Stadion tun. Seit gestern Mittag sind für die beiden Partien Tickets im Shop erhältlich. Seid auf der sicheren Seite und kauft sie lieber vor dem Auswärtssieg in Freiburg ;-). Um den live mizuerleben, gibt es übrigens auch noch Tickets.

Erste Termine der Saisonvorbereitung 22/23 bekannt

Die nächste Saison wirft ihre Schatten bereits voraus. Die Löwen werden ihr Trainingslager wieder in Windischgarsten abhalten (01-07.07.). Die ersten Testspiele wurden in diesem Rahmen auch terminiert:

19.06.: Testspiel beim TSV Waldkirchen
22.06.: Testspiel beim SV Aschau
26.06.: Testspiel bei der SG Schönau

Gerüchteweise stehen auch Testspiele gegen Borussia Mönchengladbach und Austria Wien an.

Rainer Koch tritt ab

Hat zwar mit 1860 so direkt nichts zu tun, aber der streitbare Fußball-Multi-Funktionär gab gestern bekannt, tatsächlich nicht wieder für den Vorsitz des BFV zu kandidieren. Unser Redakteur Thomas Spiesl, der auch im Amateurfußball aktiv ist, wirft einen durchaus kritischen Blick auf das Wirken des streitbaren Funktionärs zurück.

News aus der dritten Liga

Nachholspiel Halle – Freiburg 1:0

Unser nächter Gegner musste sich beim Nachholspiel in Halle mit 1:0 geschlagen geben. Elias Huth erzielte das goldene Tor in der 58. Minute.

Gouras zu Jahn Regensburg

Der 23-jährige Offensivspieler machte zu besonders Beginn der Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Sein Vertrag läuft Ende der Saison aus und schließt nach Informationen der Bild-Zeitung ablösefrei Jahn Regensburg an.

Drittligisten im Landespokal

Der MSV Duisburg erreichte durch ein 2:0 in Bocholt (der Heimatstadt von Türkgücü Trainerlegende “Weiß ich nicht, ist mir auch egal” Peter Hyballa) das Halbfinale. Dort treffen die Zebras auf Regionalligist SV Straelen.

Der SC Verl musste sich Preußen Münster mit 3:0 geschlagen geben. Aaron Berzel flog noch im ersten Durchgang mit gelb-rot vom Platz.

Besser machte es der FSV Zwickau, der Landesligist Kickers Markkleeberg mit 5:0 aus dem Wettberb warf. Im Halbfinale wartet nun die BSG Chemie Leipzig.

Damit geht Ihr wieder bestens informiert in den Löwentag. Alles Wichtige rund um die Löwen und die dritte Liga erfahrt Ihr natürlich bei sechzger.de.

 

 

Halle bezwingt den nächsten Löwen-Gegner aus Freiburg

0
Hier ein Archiv-Bild der Partie zwischen den Löwen und dem Hallschen FC
Hier ein Archiv-Bild der Partie zwischen den Löwen und dem Hallschen FC

Das Nachholspiel des 30. Spieltags stand am Mittwochabend in der dritten Liga auf dem Programm. Für die Löwen war Gegner-Beobachten angesagt. Der Hallsche FC empfing vor 4.392 Zuschauern die zweite Mannschaft des SC Freiburg, die am Sonntag um 13 Uhr der nächste Gegner der Münchner Löwen sein wird. Während die Hausherren um den Klassenerhalt kämpfen, konnte der SC ohne Druck in die Partie gehen. Am Ende setzten sich die Hausherren etwas glücklich mit 1:0 durch.

Hallescher FC – SC Freiburg 1:0 (0:0)

Halle bezwingt den nächsten Löwen-Gegner SC Freiburg II
Hier ein Archiv-Bild der Partie zwischen den Löwen und dem Hallschen FC

Die Gäste hatten in der Anfangsphase mehr vom Spiel. Wirklich gute Chancen gab es in der ersten Viertelstunde jedoch nicht. Dann wurde die Partie immer ausgeglichener und Halle kam zu ersten Offensivaktionen. Die erste gute Chance hatten die Hausherren durch Michael Eberwein nach 28 Minuten. Doch Freiburgs Keeper Noah Atubolu rettete mit einer starken Parade. Zehn Minuten später hatte Lars Kehl die beste Möglichkeit für die Breisgauer. Er scheiterte jedoch freistehend an HFC-Torwart Tim Schreiber. Nach einer insgesamt ausgeglichenen Begegnung ging es mit einem leistungsgerechten 0:0-Unentschieden zum Pausentee.

Die Gäste aus Freiburg kamen nach dem Seitenwechsel aktiver aus der Kabine und näherten sich einige Male dem Tor des HFC an. Den ersten Treffer der Partie markierten aber nach 58 Minuten die Hallenser. Mit dem ersten Torschuss der zweiten Hälfte fiel das 1:0. Nach einer maßgenauen Flanke von Jan Löhmannsröben lenkte Elias Huth das Leder etwas glücklich mit dem Hinterkopf genau ins lange Kreuzeck und ließ dem starken Atubolu keine Abwehrchance. Freiburg drängte im Anschluss auf den Ausgleich, Halle lauerte auf Konter. Auf beiden Seiten gab es noch die eine oder andere Möglichkeit, am Ende brachten die Gastgeber die Führung über die Zeit

Halle siegt am Ende glücklich

Durch den 1:0-Sieg konnte der Hallsche FC wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Die Freiburger Zweivertretung musste die Heimreise ins Breisgau nach einer eigentlich ausgeglichenen Begegnung ohne Punkte antreten und kassierte nach einer bislang starken Rückrunde einen kleinen Dämpfer. Am Sonntag um 13 Uhr sind dann die Löwen in Freiburg zu Gast.

Der “Spaltpilz” tritt ab – das Ende der Ära Koch bei BFV, DFB und UEFA

2
Die Fans in ganz Deutschland fordern seit Jahren das Ende der Ära Koch

In den letzten 20 Jahren hat wohl kaum ein deutscher Fußball-Funktionär dermaßen polarisiert wie Dr. Rainer Koch. Seines Zeichens war er seit 18 Jahren Vorsitzender des Bayerischen Fußballverbands (BFV) und ehemaliger Interims-Präsident des Deutschen Fußball-Bunds (DFB).

Während Führungspersönlichkeiten des DFB immer wieder über Korruption und Manipulationen stolperten, schaffte er es immer, seine Position zu erhalten – mit aller Macht und ohne Rücksicht auf Verluste. Bis jetzt – denn ab Juni ist Koch kein Funktionär des DFB oder des BFV mehr. Seine Ämter bei der UEFA, zuletzt war er Mitglied des Exekutiv-Komitees, legt Koch ebenfalls ab und zieht sich damit vollständig aus dem Fußball-Geschäft zurück.

Koch kündigt seinen Abgang als BFV-Präsident an

In einem Schreiben an alle bayerischen Fußballvereine kündigte Koch am Mittwoch überraschend an, beim Verbandstag im Juni 2022 nicht mehr anzutreten. In einer Rundmail schreibt Koch:

Sie alle waren in den vergangenen 18 Jahren meiner Präsidentschaft beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV) meine ersten Ansprechpartner*innen, wenn es darum ging, die Weichen für eine gute Zukunft des Amateurfußballs in Bayern zu stellen und die Interessen Ihrer Klubs zu vertreten.

Den kleinen Clubs Honig ums Mal zu schmieren schien sein Lieblings-Hobby zu sein. Koch selbst stellte sich stets als Mann der kleinen Vereine dar. Deren Interessen interessierten ihn aber schon längst nicht mehr – sofern dies überhaupt einmal der Fall war.

Vielmehr führte der BFV unter seiner Führung teilweise horrende Strafen für die Dorfvereine ein, die das Ergebnis ihres D-Jugend-Spiels nicht innerhalb einer Stunde meldeten. Mangelnde Internetverbindung durfte da natürlich nicht als Ausrede herhalten. Die Kosten für die kleinen Clubs explodierten in den letzten Jahren, ein Vereinswechsel eines Erwachsenen kostet beispielsweise inzwischen über 50 Euro. Zurück kam davon aber nie etwas, von einem Laptop pro Verein nach der WM 2006 abgesehen. Dass das Portal des DFB, das auch der BFV nutzt, bis heute am Sonntagnachmittag regelmäßig nicht funktioniert, sei nur am Rande erwähnt

Andere stolperten – Koch blieb stets an der Match

Es geht um Geld, viel Geld, das ganz große Geld. Nicht umsonst stimmte Koch beispielsweise im April 2021 für eine Reform der Champions League. Diese Reform versprach den führenden europäischen Clubs Mehreinnahmen. Unter seiner Führung (egal ob als Präsident oder Führungsperson) fiel beispielsweise die mehr als nur fragwürdige WM-Vergabe nach Katar. Oder auch den vollkommenen Verlust des Kontakts zur Basis seitens des DFB und der Nationalmannschaft – neudeutsch auch “Die Mannschaft” genannt, sponsored by amerikanischer Blubberbrause, holländischem Dünnbier und Co. nicht zu vergessen. Welcher Fußball-Fan verfolgt schließlich heute noch “Die Mannschaft” im Stadion oder TV?

Kollektivstrafen für Fans aus Kochs Feder

Auch Kollektivstrafen für Verfehlungen von Fans entstammten zumindest zum Teil seiner Feder. So wurde Koch immer mehr zur Hass-Figur der Fußball-Anhänger von der Bundesliga bis zur Kreisklasse. Aus Kochs Gedankenschmiede stammte auch 2015 der Entwurf, dass Amateurvereine Video-Aufnahmen kostenlos dem BFV-Portal zur Verfügung stellen müssten. Ansonsten hätten – wie auch bei zu späten Meldungen – Geldstrafen gedroht. Unabhängige Portale wurden teils durch den BFV schlichtweg nicht mehr akkreditiert. Zumindest sobald es um Veranstaltungen ging, bei denen der BFV Einfluss hatte. Eine vollumfängliche Liste der Verfehlungen zu erstellen wäre wohl eine Aufgabe von Monaten.

Die kleinen Amateurvereine mussten in der Vergangenheit bitter erfahren, dass für sie die Unterstützung durch Amateurvertreter Dr. Koch stets dort endete, wo er seine Position bedroht sah.

Abgang von Koch als Chance für Neuanfang beim BFV

Dies sagte beispielsweise der langjährige Unterhaching-Vorsitzende Engelbert Kupka der Sportschau im vergangenen Jahr. In der Tat hatte Koch immer dann seine Finger im Spiel, wenn es um das große Geld ging. Bei den kleinen Vereinen kam dieses natürlich nie an. Nachzuweisen war dem Juristen aus Poing kaum einmal etwas.

Er ist ein Spaltpilz und lebt von der Intrige

Dieses Zitat stammt von Fritz Keller, dem Ex-DFB-Präsidenten aus Freiburg. Keller hatte das Amt beim DFB übernommen, um Ruhe in den Verband zu bringen. Dieses Vorhaben scheiterte letztlich krachend, nicht zuletzt dank Koch. Koch wurde anschließend wieder zum Interims-Präsidenten ernannt. Seit 2007 hatte Koch dem DFB-Präsidium angehört, seit 18 Jahren steht er dem BFV vor. In Kürze ist endlich die Ära Koch zu Ende und der Weg frei für einen Neuanfang. Ganz nach dem Motto: Schlimmer kann es wirklich nicht mehr werden.

Beim DFB war Koch bereits im März bei den Neuwahlen des Präsidiums abgestraft worden. Nach einem gemeinsam Aufruf der ehemaligen Präsidenten Theo Zwanziger, Reinhard Grindel und Fritz Keller hatte er völlig überraschend seinen Posten mit 68:163 an Silke Sinning verloren. “Das Scheitern des Strippenziehers” titelte damals die Sportschau.

Bald ist für Koch dann auch beim BFV Schluss – denn wie sagt schon das Sprichwort – etwas frei angepasst: “Zu viel Koch verdirbt den Brei”!

Titelbild: Ein Banner aus Großaspach vom Montagsspiel gegen den TSV 1860, Foto: Mane Forster