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08.03.2009: TSV 1860 setzt sich knapp beim FC Ingolstadt 04 durch

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FC Ingolstadt 04 TSV 1860 ESV-Stadion

Da sich das neue 08/15-Stadion der Schanzer auf dem ehemaligen Gelände einer Raffinerie noch im Bau befand, musste in der Zweitligasaison 2008/09 in das altehrwürdige Eisenbahner-Stadion ausgewichen werden. Da es dem TSV 1860 aber grundsätzlich egal ist, wo er den FC Ingolstadt 04 schlägt, setzten sich die Löwen diesmal also in unmittelbarer Nähe des Ingolstädter Hauptbahnhof durch.

Löwen und Schanzer vom olympischen Geist beflügelt?

So fand der Auswärtssieg am 08.03.2009 also auf historisch relevantem Geläuf statt. Denn was den wenigsten bekannt ist: Der olympische Geist weht über diesem Stadion, fanden dort 1972 doch insgesamt fünf Spiele des olympischen Fußballturniers statt. Beispielsweise putzte die damals noch real existierende DDR die Sportsfreunde aus Mexiko mit 7:0.

Aber zurück zum Gastspiel der Löwen heute vor 13 Jahren. Die mit dem Zug angereisten Löwenfans konnten damals noch über den inzwischen von einer schnöden Unterführung ersetzten Steg über die Gleise gehen und kamen am Ende dieser Überführung direkt vor dem Gästeblock des ESV-Stadions wieder raus. Für die Zweitligasaison 2008/2009 wurde das historische Geläuf kurzzeitig auf eine Kapazität von 10.500 Zuschauern „aufgemörtelt“.

FC Ingolstadt 04 TSV 1860 ESV Stadion
Die Mannschaften laufen ins altehrwürdige ESV-Stadion ein.

Lauth sorgt für die frühe Führung

Die Löwen reisten an diesem 23. Spieltag mit Blick auf die Abstiegsränge an die Donau. Als Tabellenzehnter fuhr man mit nur sechs Punkten Vorsprung auf den vom FC Ingolstadt belegten Abstiegs-Relegationsrang zu den Schanzern.

Trainer Uwe Wolf hatte erst eine Woche zuvor sein Debüt auf der Löwenbank gegeben (5:1 gegen St. Pauli) und sollte auch diesmal erfolgreich bleiben. Nach dem frühen Führungstreffer von Benjamin Lauth (2. Minute) mussten die Löwen in einer ereignisreichen ersten Halbzeit zwei Gegentreffer hinnehmen und lagen nach 34 Minuten mit 1:2 in Rückstand.

TSV 1860 siegt in Ingolstadt

Die Treffer von Markus Thorandt (36. Minute) und Lars Bender (41. Minute) drehten aber das Spiel erneut und ebneten den Weg zum verdienten Auswärtssieg. Kurz vor der Halbzeit rasselten die Trainer Uwe Wolf und Thorsten Fink nach einem heftigen Foul an Benny Lauth aneinander und wurden von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer daraufhin auf die Tribüne verbannt.

In der zweiten Hälfte mussten unsere weiß-blauen Helden bis zum Schluss zittern, da – wie so oft – die allerbesten Konterchancen gegen aufmachende Schanzer vergeben wurden. Die Ära Uwe Wolf war im Mai 2009 indes schon wieder Geschichte, Nachfolger wurde Ewald Lienen.

Am Saisonende belegten die Löwen den enttäuschenden 12. Tabellenplatz, während die Schanzer als 17. der Tabelle nach nur einem Jahr wieder in die 3. Liga absteigen mussten. Wie sich die Geschichte in Ingolstadt doch wiederholt…

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Uwe Wolf schickte am 08.03.2009 folgende Löwen-Elf auf den Rasen des Ingolstädter ESV-Stadions.

Hofmann – Rukavina, Thorandt, Hoffmann, Schick – Aigner (85. S. Bender), L. Bender (70. Rösler), Béda, Johnson – Schäffler, Lauth

Tore:
0:1 Lauth (2.), 1:1 Jungwirth (28., Elfmeter), 2:1 Wohlfarth (34.), 2:2 Thorandt (36.), 2:3 L. Bender (41)

FC Ingolstadt 04 TSV 1860
Die Fans der Löwen durften einmal mehr jubeln als die der Schanzer. AUS-WÄRTS-SIEG!

Abteilung Fußball: Roman Beer gibt Amt nach neun Jahren ab

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TSV 1860 München - die Löwen!
Die Löwen, Münchens große Liebe!

Das kommt überraschend! In der Leitung der Abteilung Fußball wird es in naher Zukunft zwei personelle Wechsel geben. Roman Beer und Thomas Probst werden ihre Ämter als Abteilungsleiter bzw. als Stellvertretender Abteilungsleiter spätestens zum Ende der Saison 2021/22 zur Verfügung stellen.

Roman Beer und Thomas Probst ziehen sich zurück

Zum Einen hat dies private Gründe, zum Anderen bietet sich der Fußballabteilung dadurch eine Möglichkeit, dass nach knapp neun Jahren (Beer) bzw. dreizehn Jahren (Probst) frischer Wind in der Leitung einkehrt.

Kassenwart Kurt Renner hingegen bleibt weiterhin in seinem Amt tätig. Er wird sich in den nächsten Wochen der satzungsgemäßen Nachbesetzung der beiden Positionen in der Leitung der Fußballabteilung annehmen (siehe Ziffer 16.3 der Satzung). Sobald die Nachfolgersuche abgeschlossen ist, werden Beer und Probst ihre Ämter abgeben, ihren Nachfolgern aber während der Einarbeitungsphase selbstverständlich für alle Fragen zur Verfügung stehen.

Wir danken Roman Beer und Thomas Probst für die geleistete Arbeit und wünschen beiden für die Zukunft alles Gute.

Sechzig um sieben: Keine englische Woche

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Kommt Euch Euer Leben aktuell auch vor wie in Zeitlupe? Das nächste Spiel des TSV 1860 München ist noch mehr als drei Tage hin. Und das letzte liegt schon vier Tage zurück. Ach richtig! Wir haben ja aktuell keine englische Woche…

Merveille Biankadi “Spieler des Tages”

In der perfekten englischen Woche des TSV 1860 München hatte ein Löwe ein super-perfekte Woche: Merveille Biankadi. Der flexibel einsetzbare Offensivspieler konnte sich bei jedem der vergangenen drei Siege in die Scorerliste eintragen und wurde nun zu Recht vom Kicker zum Spieler des Tages erkoren. Außerdem standen mit Phillipp Steinhart und Marcel Bär zwei weitere Löwen in der Elf des Tages. Ihr könnt Merveille übrigens auch hier zum Spieler des Spieltags voten.

TAKTIKTAFEL gegen Verl

Wer den Sieg gegen den Verl nochmal Revue passieren lassen möchte und noch besser verstehen will, warum die Löwen diesen größtenteils ungefährdeten Sieg einfahren konnten, dem sei wie immer Bernd Winningers TAKTIKTAFEL empfohlen.

Überblick über die Ergebnisse der Mannschaften des TSV 1860 München am Wochenende

Nicht nur die Profis konnte ihren Einsatz am Wochenende erfolgreich abschließen. Auch die U21 konnte gegen Wasserburg einen 3:0 Sieg feiern. Und die Löwinnen siegten bei der klassenhöheren SG Aschheim/Kirchheim mit 3:1. Alle Ergebnisse der Sechzger-Mannschaften findet Ihr hier.

Sechzger.de Talk Nummer 49

Heute gegen Mittag findet Ihr auf unserem youtube-Kanal den neuesten Sechzger.de-Talk.  Moderator Jan begrüßt Stephan, Bernd und Christian von den Hauptstadt-Löwen in Berlin. Die Damen und Herren können den Auftritt von Sechzig vor Ihrer Haustüre (bei dem die 2G+-Regeln gelten) natürlich kaum erwarten. Wird es den Löwen erstmals unter Michi Köllner gelingen, vier Mal in Folge gewinnen (da bekommt die “4” mal wieder eine positivere Bedeutung im Löwenkosmos). So wird heiß diskutiert über den Sieg gegen Verl, das anstehende Spiel bei der Viktoria und über die Haupstadt-Löwen gibt’s auch Einiges zu erfahren. Schaut mal rein oder hört es Euch auf den gängigen Podcast-Plattformen an.

News aus der dritten Liga

Havelse – Viktoria Berlin 1:1

Unser nächster Gegner bestritt gestern das Montagsspiel der dritten Liga beim TSV Havelse. Es war das erste Spiel unter dem neuen Trainer Farat Toku. Die Viktoria ging nach 10 Minuten  mit 0:1 in Führung. Die Gastgeber glichen durch Gubinelli noch vor der Pause aus. Danach fielen keine Tore mehr. Der Havelser Fölster sah noch die rote Karte.

Fairplay der Braunschweiger Eintracht

Mit der Ehrlichkeit ist es im Fußball ja so eine Sache. Eine rühmliche Ausnahme machte am Sonntag der Braunschweiger Bryan Henning, der auf Nachfrage von Schiri Dankert, bestätigte, dass seine Flanke nicht am Arm des Mannheimer Verteidigers Gohlke war. Somit nahm Dankert den schon gepfiffenen Elfer zurück. Chapeau, Herr Henning! Da könnten sich so einige ein Beispiel dran nehmen.

Damit seid Ihr in dieser nicht-englischen Woche wieder bestens über alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga informiert. Schönen Tag wünscht Euch sechzger.de!

 

3. Liga am Montag: TSV Havelse und Viktoria Berlin teilen die Punkte

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TSV Havelse in der HDI Arena in Hannover

Stell Dir vor, es ist 3. Liga und kaum einer geht hin… In der für den TSV Havelse ohnehin extrem überdimensionierten HDI Arena in Hannover fanden sich am Abend lediglich 500 Unentwegte ein, um das Kellerduell gegen Viktoria Berlin zu verfolgen.

Gubinelli kontert frühe Führung der Gäste

Die Gäste aus der Hauptstadt wurden erstmal vom neuen Trainer Farat Toku betreut und hätten beinahe einen Traumstart hingelegt. Bereits nach wenigen Sekunden hatte Theisen die Gästeführung auf dem Fuß, setzte den Ball jedoch aus kürzester Distanz neben das Tor. In der 10. Minute machte es der nächste Gegner des TSV 1860 dann aber besser. Nach einer Ecke von Ezeh köpfte Gunte zum 0:1 für die Viktoria ein.

Zwanzig Minuten fand der Tabellenletzte aus Niedersachsen offensiv quasi nicht statt, doch dann sorgte der Schweizer Leonardo Gubinelli für den überraschenden Ausgleich. Gästekeeper Krahl machte dabei weder bei der Entstehung noch beim Abschluss eine sonderlich glückliche Figur.

Viktorias Theisen verletzt ausgewechselt

Bis zur Pause tat sich dann relativ wenig, was angesichts der akuten Abstiegssorgen beider Teams etwas unverständlich war. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Viktoria Berlin aktiver, von Havelse kam viel zu wenig. So verwunderte es nicht, dass die Himmelblauen durch Ezeh (51.) und Jopek (67.) die nächsten beiden Torchancen hatten.

In der 78. Minute musste der Berliner Theisen verletzt das Spielfeld verlassen; sein Einsatz gegen die Löwen am Freitag erscheint mehr als fraglich. Den an das Foulspiel anschließenden Freistoß schlenzte Ezeh brandgefährlich auf den Havelser Kasten, doch Quindt kratzte die Kugel aus dem Winkel.

TSV Havelse und Viktoria Berlin teilen die Punkte

Nur zwei Minuten später musste dann auch ein Niedersachse vorzeitig vom Feld – diesmal allerdings aufgrund einer Roten Karte. Fölster hatte kurz vor dem Strafraum die Notbremse gezogen und ging in der 80. Minute zum Duschen.

In der restlichen Spielzeit konnten die Gäste kein Kapital aus der Überzahl schlagen und sich folglich mit einem 1:1 zufrieden geben.

 

TSV 1860 – SC Verl in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels TSV 1860 gegen den SC Verl. Verls Trainer Michél Kniat ließ seine Verler unter Flutlicht auf Giesings Höhen wie erwartet im 4-3-3 antreten. Dem stellte Michael Köllner das flexible 4-1-4-1 entgegen. Nach neunzig Minuten lautete das Endergebnis am Freitag Abend 2:0 für die Sechzger. Ein von Beginn an gut aufgelegter und engagierter TSV 1860 München ließ Verl von Beginn an wissen, wer Herr im Haus ist.

In dieser Systematik sah das Spiel TSV 1860 gegen Verl so aus, dass Quirin Moll wieder auf der Sechser Position aufgeboten wurde. Diesmal stand Merveille Biankadi ihm gegen den Ball als Box to Box Spieler zur Seite. Dennis Dressel, der in den letzten beiden Partien diese Position innehatte, musste sich zu Beginn nach zwei kräftezehrenden Spielen mit dem Platz auf der Bank zufrieden geben. Damit ergab sich bei den Löwen gegen den Ball eine flache 4-4-1-1 Formation mit Neudecker als Verbindungsglied hinter Bär für Umschalt- und Konterspiel.

Bei Verl verschob sich das offensive 4-3-3 gegen den Ball zum 4-5-1. Verl musste in beide Richtungen so zwar weniger verschieben, die Wege für die Spieler waren aber länger, so ergaben sich vor allem außen und in den Halbpositionen immer Räume für die Spieler des TSV 1860, die Verl nicht schnell genug zustellen konnte.

Wie immer werfen bevor, wir zur Analyse schreiten, einen Blick auf die wichtigsten Statistiken des Spiels.

Die wichtigsten Statistiken des Spiels TSV 1860 – SC Verl

  • Ballbesitz: TSV 1860 42% – SC Verl 58%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 70% – SC Verl 78%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 64% – SC Verl 63%
  • Schüsse / aufs Tor TSV 1860: 13/6 – SC Verl 11/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 18,74 – SC Verl 7,17

Die statistischen Werte in der Analyse

PPDA

Es fällt sofort ins Auge, dass die PPDA mit 18,74 zugelassenen Pässen pro Aktion gegen den Ball in den pressingrelevanten Zonen extrem hoch ist. Das würde ja im Umkehrschluss, wenn man das Spiel nicht gesehen hat, bedeuten, dass sie Sechzger kein gutes Pressing auf den Platz gebracht hätten. Diese Annahme wäre aber falsch. Es wurde nur sehr viel im Raum gepresst, also der Passweg nach vorne zugestellt und nicht direkt und aggressiv der ballführende Spieler angegangen. Dadurch hatte Verl natürlich die Möglichkeit, im eigenen Defensivverbund relativ ungestört den Ball zirkulieren zu lassen, für die Offensive der Verler kam dabei logischerweise nicht viel rum. Aus diesem Verhalten im Anlaufen bei den Löwen lässt sich auch ableiten, warum sowohl Passgenauigkeit, als auch Ballbesitz für Verl besser aussehen als beim TSV 1860.

Ballbesitz

Schauen wir zunächst auf den Ballbesitz. 16 % weniger haben die Löwen hier im Vergleich zu Verl in den neunzig Minuten plus Nachspielzeit. Hat also Verl das Spiel gemacht oder gar bestimmt? Die Antwort ist ein klares Nein. Erstens hatte Verl auf der einen Seite zwar viele Phasen mit langem Ballbesitz, in denen die Gäste auch viele genaue Pässe anbringen konnten. Dieser Ballbesitz fand hauptsächlich in der eigenen Spielfeldhälfte statt und dort wiederum viel im eigenen letzten Drittel oder knapp davor.

Daraus folgt – wenn man sich ansieht, welche Pässe wo gespielt wurden – dass Verl im eigenen Abwehrverbund inklusive defensivem Mittelfeldspieler weit mehr Pässe spielen musste als der TSV 1860 München. Verl fand in den meisten Fällen keine Lösungen, um das eigene Spiel so schnell nach vorne zu bringen, dass es für das System 4-3-3 in dem Maße zuträglich wäre, dass das effektiv funktioniert. So verpuffte der hohe Ballbesitz, den Verl hatte, in vertaner Zeit beim eigenen Aufbauspiel. Wer sich so viel Zeit lässt, um die Kugel in einem auf Schnelligkeit ausgelegten Spielsystem in die Spitze zu bringen, braucht sich nicht wundern, wenn der Gegner dann im Stellungsspiel gegen den Ball so steht, dass die Angriffe abgefangen werden können. Uneffektiver Ballbesitz treibt also die Ballbesitzquote für Verl stark nach oben.

Passgenauigkeit

Aus diesem uneffektiven Ballbesitz leitet sich nun die höhere Passgenauigkeit ab. 30 % aller gespielten Pässe der Verler waren Quer- und Rückpässe innerhalb des eigenen Defensivverbundes, also Torwart, Viererkette und defensives Mittelfeld. Im Vergleich dazu spielte der TSV 1860 München nur 15 % seiner Pässe dort, wo keine Effektivität für das Spiel nach vorn gegeben ist. Wenn wir von den relativen Prozentwerten hier zu den reellen Zahlen schauen, ist das Verhältnis 138:47. Der TSV 1860 München hat also gegenüber Verl 91 Pässe weniger innerhalb der eigenen Defensive gespielt als Verl.

Bei Pässen, die für die eigenen Offensivbemühungen zählen, liegen der TSV 1860 München und Verl in etwa gleich auf. Der Unterschied bei der Passgenauigkeit hier liegt bei unter zwei Prozent, und die Anzahl der Pässe, die beide Vereine nach vorne gespielt haben, differiert um genau neun zugunsten des SC Verl. Neun Vorwärtspässe Unterschied zwischen zwei Mannschaften in einem Spiel, in dem insgesamt 767 Pässe gespielt wurden. Ich denke dieser Unterschied ist vernachlässigbar.

Ein weiteres Indiz dafür, dass die Statistik beim ersten Blick lügt, ist die Anzahl der Schüsse. Hier führt der TSV 1860 gegenüber dem Gast aus Verl sowohl bei der Anzahl der abgesetzten Schüsse, als auch bei der Schussgenauigkeit.

Das Spiel

1. Halbzeit

Eine Abtastphase zu Beginn gab es nicht. Verl war in den ersten Minuten sehr offensiv unterwegs und wollte sichtlich früh dem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken. Außer zwei Chancen für Akono in der dritten und in der sechzehnten Minute hatte der Sport Club allerdings keine guten Möglichkeiten, um auf die Siegerstraße zu gelangen.

Als Akono in der Anfangsphase zentral vor dem Tor aus etwa sieben Metern den Ball über das Löwengehäuse setzte, musste man kurz die Luft anhalten. Ebenso bei seinem Schuss nach einer guten Viertelstunde, als Hiller rettend eingreifen musste.

Aus siebzehn Versuchen der Verler, den Ball in die Box der Löwen zu bekommen, resultierten lediglich sechs Ballkontakte im Strafraum. Während der ersten Halbzeit verlor der TSV 1860 München keinen einzigen Defensivzweikampf im eigenen Sechzehner. Offensivgefahr hat eindeutig ein anderes Gesicht.

Im eigenen letzten Drittel spielte die Mannschaft des TSV 1860 so konzentriert, dass nur sieben Defensivzweikämpfe dort überhaupt verloren gingen. Sechs davon auf den Flügeln, einer auf der linken Halbposition etwa 29 Meter vor dem eigenen Kasten. Die Defensivarbeit gegen den Mann war aber nicht so entscheidend für das Spiel wie das gute Stellungsspiel des TSV 1860. Fast 50 % mehr abgefangene Bälle sind ein klares Indiz, wie effektiv die Mannschaft von Michael Köllner die Räume zugestellt hatte. Von allen abgefangenen Bällen wurden deutlich mehr als die Hälfte zwischen der Mitte der eigenen Spielfeldhälfte und dem gegnerischen letzten Drittel erobert.

Dominanz der Löwen

Gegen den Ball trat der TSV von Beginn an dominant auf. Wenn die Spieler der Sechzger in Defensivzweikämpfe verwickelt wurden, konnten in der Anfangsphase knapp acht von zehn zu Gunsten der Löwen entschieden werden. Nach vorne spielten die Sechzger in den eigenen Positionsangriffen schnell und direkt. In der zehnten Minute hätte Bär einen Pass von der rechten Seite möglicherweise lieber für Kapitän Lex durchlassen müssen, anstatt selbst den Abschluss zu suchen.

In der letzten Sekunde der 25. Minute konnte Verl dann die starken Löwen nicht mehr stoppen und Biankadi besorgte das verdiente 1:0. Nur kurze Zeit später erhöhte Bär nach einem Konter zum 2:0 und besorgte damit bereits den Endstand.

In der Folge nahmen sich die Sechzger dann etwas zurück. Das bedeutete aber nicht, dass man mit dem Spielstand schon zufrieden gewesen wäre. Man muss jedoch bedenken, dass viele der Spieler bereits das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen bestritten. Da muss man natürlich auch an den Kräftehaushalt denken. So wurden die weiteren Angriffe nicht mit allerletztem Risiko durchgeführt.

Die Zweite Halbzeit

Wie Verl zu Beginn des ersten Durchgangs, hatte nun der TSV 1860 die Gelegenheit, in der Anfangsphase der Halbzeit auf 3:0 zu stellen. Ein Schuss von Bär nach einem Konterangriff durchs Zentrum konnte von Thiede im Tor mit einer Glanzparade entschärft werden. Lex, der im Hintergrund mitgelaufen war, jagte das Leder dann im Nachschuss leider über den Kasten.

Verl, das in der Halbzeitpause mit zwei Wechseln neue Impulse setzen wollte, kam nicht wirklich ins Rollen. Die Sechzger agierten weiterhin dominant im Stellungsspiel gegen den Ball, und aggressiv bei den defensiven Zweikämpfen. Im Spiel nach vorn spielte Sechzig nach wie vor schnell und direkt. Allerdings arbeiteten die Löwen nun mit etwas anderen Verschiebungen. Das war dem Umstand geschuldet, dass nun der Fokus auf ökonomischem Spiel und Kräfteschonung lag. Frühe Wechsel und Spiel ohne Risiko aus der eigenen Abwehr heraus war von nun an die Maxime beim TSV.

So endete die zweite Halbzeit weitestgehend ereignislos. Marco Hiller musste im zweiten Durchgang genau einen Ball halten, des Weiteren pflückte er drei Flankenversuche aus der Luft. Das spricht für die gute Defensivarbeit der Spieler TSV 1860. Natürlich versuchte Verl, den Druck auf die Löwen zu erhöhen. Das gelang bis vor das letzte Drittel der Löwen auch relativ gut. Dann war aber für die Ostwestfalen Schluss. Lediglich fünf Ballkontakte bei zwanzig Versuchen, in die Box der Sechzger zu spielen, sprangen für Verl in der gesamten zweiten Halbzeit heraus. In der eigenen Box verlor der TSV 1860 auch in der zweiten Hälfte keinen einzigen defensiven Zweikampf.

Kleine Konzentrationsschwächen, die aber den Spielverlauf nicht sonderlich beeinflussten, gab es hüben wie drüben. Es bleibt festzuhalten, dass ideenlos und behäbig spielende Verler – abgesehen von der Viertelstunde zu Beginn – den Löwen in keiner Phase des Spiels wirklich etwas entgegenzusetzen hatten.

Die Tore

1:0

Einen langen Diagonalpass der Verler auf die rechte Seite der Löwen fing Deichmann an der Seitenauslinie einige Meter in der eigenen Spielfeldhälfte ab. Er spielte das Leder sofort nach vorn zu Tallig, der ebenfalls an der Seitenausline klebte. Tallig verarbeitete den Ball und spielte Neudecker den Ball zu. Neudecker, in der Halbposition außen auf der Mittellinie stehend, sah den durchgestarteten Deichmann, der die Seitenauslinie hinaufjagte. Neudecker spielte Deichmann nun einen langen Steilpass in den Lauf. Ohne angegriffen zu werden, konnte Deichmann bis zur Grundlinie durchgehen und von dort eine passgenaue Flanke auf Merveille Biankadi spielen.

Biankadi versenkte den Ball volley mit einem – wie Daniel Wein es bezeichnete: “Weltklasse-Schuss” – hinter Thiede in die Maschen.

Man muss hier Ex-Löwe Aaron Berzel extrem dankbar sein. Hätte er Deichmann angegriffen, um die Flanke zu verhindern, anstatt diszipliniert die Innenverteidiger-Position zu halten, hätte Verl diesen Angriff möglicherweise verteidigen können.

2:0

Einen Freistoß nach einem taktischen Foul von Belkahia von der halblinken Seite des SC Verl am Mittelkreis, köpft zunächst Marcel Bär abwehrend aus dem eigenen Strafraum auf die rechte Vereer Angriffsseite. Die dann von Belkahia per Kopf abgewehrte Verler Flanke von deren rechter Seite, kam zu Neudecker. Der wollte sofort Bär auf die Reise schicken. Sein Pass blieb jedoch bei Baack hängen. Geistesgegenwärtig sprang Lex hier in die Bresche und luchste der Nummer 5 der Verler das Leder wieder ab.

Mit dieser Aktion zum Ballgewinn legte Lex die Kugel gleichzeitig zu Biankadi auf die aus Löwensicht linke Halbposition etwa 30 Meter von der Torauslinie entfernt. Biankadi sah den aus der eigenen Spielfeldhälfte gestarteten Bär und spielte ihm die Kugel mustergültig in den Lauf. Bär war seinen Gegenspielern entwischt. Der hinterhersprintende Pernot hatte keine Chance, Marcel Bär auf seinem Weg in den gegnerischen Strafraum noch einzuholen. Von der halblinken Position in der gegnerischen Box aus etwa sieben Metern versenkte Bär das Leder im langen Eck rechts hinter Thiede. Fast hätte der Verler Goalie noch die Pranke an den Schuss gebracht hätte.

Fazit

Nur zu Beginn der Partie war das Spiel kurzzeitig ausgeglichen. Der TSV 1860 München zeigte dem SC Verl klar die Grenzen auf. Beim Zusehen im Stadion hatte man nie das Gefühl, als könnten die Verler tatsächlich gegen die Löwen ein Tor erzielen.

Konzentriert, einsatzfreudig und leidenschaftlich spielende Löwen zeigten dem Sport Club aus Ostwestfalen, wer auf Giesings Höhen das Zepter schwingt und im Sechzgerstadion regiert.

Sieben Tage, neun Punkte. So weit so gut. Jetzt gilt es für jeden einzelnen Akteur, weiterhin auf dem Boden zu bleiben. Bereits am Freitag gilt es auswärts bei der Berliner Viktoria an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen.

Eine ganze Woche Pause vor diesem Spiel wird den Löwen sicherlich gut tun, um in der Bundeshauptstadt auch wieder erfolgreich sein zu können.

Datenquelle: Wyscout

Nach Sieg gegen Verl: Merveille Biankadi ist “Spieler des Tages” im kicker

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Merveille Biankadi TSV 1860

Ein (Traum-)Tor, ein Assist – Merveille Biankadi war der überragende Spieler beim 2:0-Sieg des TSV 1860 gegen den SC Verl am vergangenen Freitag. Diese Glanzleistung blieb auch dem kicker nicht verborgen, der Biankadi zum “Spieler des Tages” der 29. Spielrunde ernannte.

kicker beruft Biankadi, Bär & Steinhart in “Elf des Tages”

Doch nicht nur Merv Biankadi wurde vom kicker ausgezeichnet. Auch seine Kollegen Phillipp Steinhart und Marcel Bär wurden vom Sportmagazin in die “Elf des Tages” berufen. Dank der Note 1,5 sicherte sich Biankadi erstmals in dieser Spielzeit die Auszeichnung zum besten Akteur des Spieltags. Der kicker begründet seine Entscheidung wie folgt:

“Gesenkter Kopf, Bälle, die vom Fuß springen. Anfang Februar fehlte Merveille Biankadi (26) wegen einer Muskelverletzung Selbstvertrauen. Derselbe Biankadi war nun maßgeblich an einer Neun-Punkte-Woche seiner Löwen beteiligt – mit einem Scherenschlag-Traumtor gegen Verl als Krönung. Aus den Assist zum 2:0 lieferte das Ex-Sorgenkind – und bedankte sich bei den Teamkollegen für das Vertrauen in schweren Zeiten. Da sei er ‘nicht der einfachste Typ in der Kabine” gewesen.”

Löwen-Trio in Spieltags-Auswahl

Die kicker “Elf des Tages” im Überblick:

Raab (Kaiserslautern) – Steinhart (1860), Zellner (Saarbrücken), Schultz (Braunschweig), Ernst (Saarbrücken) – Krauße (Braunschweig), Biankadi (1860), Multhaup (Braunschweig) – Bär (1860), Boyd (Kaiserslautern), Yeboah (Duisburg)

Bild: CR-Fotos.de

Die Löwen am Wochenende: Frauen des TSV 1860 siegen in Kirchheim

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TSV 1860 Frauen Kirchheim

Während sowohl die Profis als auch die U21 am Wochenende wichtige Siege feiern konnten, musste sich die U17 in der B-Junioren-Bundesliga dem FC Ingolstadt 04 geschlagen geben und schwebt weiterhin in Abstiegsgefahr. Aufsteigen wollen hingegen die Frauen des TSV 1860 und bereiten sich derzeit auf die Rückrunde vor. Gestern siegten sie mit 3:1 bei der höherklassigen SG Aschheim/Kirchheim.

Frauen des TSV 1860 siegen in Kirchheim

Nachdem die Löwinnen am Wochenende zuvor gegen die SG Petersdorf/Hollenbach den Kürzeren gezogen hatten, konnte sie diesmal wieder als Siegerinnen den Platz verlassen. Bei der SG Aschheim/Kirchheim, die eine Liga über den Frauen des TSV 1860 spielt, gab es einen ebenso überraschenden wie überzeugenden 3:1-Auswärtssieg. Zur Pause lagen die Löwinnen noch 0:1 zurück, doch Sandra Böhnke (2) und Veronika Ecker drehten die Partie noch zugunsten des TSV.

Zweistellige Siege feierten die U9 und U10, obwohl sie gegen Gegner antraten, die eine Altersstufe weiter sind.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 04.03.

19.00 Uhr: U13 – Wacker Burghausen U14 3:1
19.00 Uhr: Profis – SC Verl 2:0
20.15 Uhr: Türkgücü München – Senioren B 4:0

Samstag, 05.03.

10.30 Uhr: TSV Neusäß U11 – U9 2:8
10.30 Uhr: SV Heimstetten U14 – U13 0:0
13.00 Uhr: SC Unterpfaffenhofen Herren – U18 3:3
13.00 Uhr: 4. Mannschaft – SG Brunnthal/Hofolding II 4:2
13.15 Uhr: FC Wacker München U11 – U10 2:13

Sonntag, 06.03.

09.00 Uhr: ASV Dachau U11 – U10 1:6
10.00 Uhr: SC Grüne Heide U10 – U9 1:15
11.00 Uhr: SG Aschheim/Kirchheim – Frauen 1:3
11.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U17 1:0
14.00 Uhr: U21 – TSV 1880 Wasserburg 3:0
16.00 Uhr: SpVgg Unterhaching – U15 0:0
16.45 Uhr: U16 – TSV 1865 Murnau U17 4:4

Sechzig um Sieben: Löwen wollen gegen Viktoria Berlin erneut punkten

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Nach den Siegen gegen Zwickau, Kaiserslautern und Verl will der TSV 1860 München natürlich auch auswärts bei Viktoria Berlin möglichst drei Punkte holen. Bevor allerdings am Freitagabend schon wieder der Ball rollt, gibt es bei Sechzig um Sieben zunächst aber einmal die Meldungen vom vergangenen Wochenende.

Verspätete Giesinger Gedanken

Jeden Morgen nach einem Spieltag wird in den Giesinger Gedanken die Gefühlswelt der Löwenfans zusammengefasst. Für die meisten passend, für andere weniger, was dann immer wieder zu schönen Diskussionen führt. Nach einem bierseligen Abend gab es eine leichte Verspätung im Fahrplan – und unter anderem genau darüber schrieb Thomas Enn nach dem Sieg gegen den SC Verl.

Köllner zieht in der PK den imaginären Hut

Nicht nur die Löwenfans waren nach neun Punkten aus der Englischen Woche hochzufrieden. Auch Michael Köllner war auf der Pressekonferenz nach der Partie stolz auf seine Mannschaft und betonte, dass er das Vertrauen in sie nie verloren hatte. Besonders hervorgehoben wurde Merv Biankadi, der mit je einem Tor und Assist Mann des Abends war.

Auswärtshinweise Viktoria Berlin

Weiter geht es bereits am Freitagabend, also erneut unter Flutlicht. Auswärts trifft der TSV 1860 München auf Viktoria Berlin, der heute noch im Einsatz ist (siehe unten). Für alle Löwenfans, die den Weg in die Bundeshauptstadt antreten wollen, gibt es allerdings bereits jetzt einen wichtigen Hinweis. In Berlin gilt 2G+, die Auslegung ist allerdings anders als in Bayern. Es gibt noch ausreichend Karten im Gästeblock.

Annulierung aller Türkgücü-Spiele rückt näher

Es wird immer konkreter, denn der April rückt mit jedem Tag näher. Bis dahin müsste Türkgücü einen neuen Geldgeber auftreiben, um zumindest den Spielbetrieb in der 3.Liga noch wie geplant zu Ende führen zu können. Doch danach sieht es bei Weitem nicht aus und so wird es wohl zu einer Annulierung aller bisher absolvierten Partien kommen. Einer der Profiteure wäre damit der TSV 1860 München, die Punkte auf die Konkurrenz gut machen würden.

Drei Profis treffen für den TSV 1860 II

Unterstützt von zahlreichen Spielern aus der Profimannschaft hat der TSV 1860 II gestern einen ungefährdeten Sieg gegen Wasserburg feiern können. In der Bayernliga Süd waren die kleinen Löwen gefährlich nah an die Abstiegszone herangerutscht, sodass der Sieg zum richtigen Zeitpunkt kommt.

News aus der 3.Liga

Der 29.Spieltag

Nachdem die Löwen am Freitagabend den Spieltag gegen den SC Verl eröffneten, war die Konkurrenz sowohl am Samstag als auch Sonntag im Einsatz. Heute abend gibt es dann noch Abstiegskampf pur in Hannover. Der TSV Havelse empfängt den nächsten Gegner der Löwen. Das ist natürlich Viktoria Berlin, es kommt also zum Duell der Aufsteiger. Anpfiff ist um 18:60 Uhr.

Klingenburg mit Prellungen und Gehirnerschütterung

Es war eine schlimme Szene, die Rene Klingenburg beim Auswärtsspiel an der Bremer Brücke erleben musste. Minutenlang wurde der Spieler des 1.FC Kaiserslautern behandelt und im Anschluss mit einer Halskrause vom Feld gebracht. Gersten gab es dann zumindest eine leichte Entwarnung. Der Spieler konnte das Krankenhaus verlassen und hat “nur” mehrere Prellungen im Gesicht und eine starke Gehirnerschütterung davongetragen. Klingenburg selbst war sogar schon wieder zu Späßen aufgelegt. Bezogen auf seinen Kopf schrieb er auf Instagram: “Wo nichts drin ist, kann auch nichts kaputt gehen”. Fehlen wird der 28-Jährige den Roten Teufeln natürlich erst einmal trotzdem.

Linsbichler trifft bei Sieg der U21 der Löwen gegen Wasserburg

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TSV 1860 U21 Wasserburg

Bei den Profis in der 3. Liga wartet Tim Linsbichler noch auf seinen ersten Saisontreffer, für die U21 war der Österreicher heute erfolgreich. Beim 3:0-Sieg gegen den TSV 1880 Wasserburg brachte der Stürmer die Amateure Mitte der ersten Hälfte in Führung.

Linsbichler trifft für die U21 des TSV 1860

Vor den Augen von Profi-Trainer Michael Köllner setzte Amateure-Coach Frank Schmöller mehrere Jung-Profis ein. Neben Tim Linsbichler kamen auch Maxim Gresler, Leo Morgalla, Alex Freitag, Marco Mannhardt, Milos Cocic, Lorenz Knöferl und Johann Djayo zu ordentlich Spielpraxis.

In der 22. Minute eröffnete Linsbichler den Torreigen für die U21 und sorgte mit seinem Treffer für den knappen Pausenstand. Nach dem Seitenwechsel legten die Löwen nach. Zunächst zog Djayo ab, dessen Schuss in der 54. Minute von Lucas Knauer zum 2:0 abgefälscht wurde. Für den Schlusspunkt sorgte Lenzi Knöferl in der 65. Minute. Danach verpassten die Löwen mehrfach, etwas für die Tordiffenz zu tun. Mit dem Heimsieg verbesserten sich die Amateure auf Platz 11 der Bayernliga Süd.

3. Liga am Sonntag: Aufstiegskampf pur

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SV Meppen 3. Liga Sonntag Aufstiegskampf
Hier ein Archivbild des Spiels der Löwen gegen den SV Meppen

Einiges zu bieten hatte der Drittliga-Sonntag für die Löwen-Fans nach dem Heimsieg gegen den SC Verl am Freitagabend. Gleich zwei spannende Spiele im Kampf um die ersten drei Tabellenplätze standen an. Der 1. FC Saarbrücken empfing den SV Meppen, zudem war Eintracht Braunschweig beim SV Waldhof Mannheim zu Gast. Saarbrücken setzte sich erwartungsgemäß mit 1:0 gegen die schwächelnden Meppener durch und belegt im aktuellen Klassement mit drei Punkten Vorsprung vor den Löwen Platz vier. Auf dem dritten Platz liegt weiterhin Eintracht Braunschweig, das mit Mannheim einen direkten Verfolger mit 0:3 besiegte.

1. FC Saarbrücken – SV Meppen 1:0 (0:0)

1:0 (48.) Dominik Ernst

SV Meppen
Hier ein Archivbild des Spiels der Löwen gegen den SV Meppen

Wenig Sehenswertes lieferten sich der 1. FC Saarbrücken und der SV Meppen in der ersten Halbzeit des frühen Sonntagsspiels. Angepeitscht von den heimischen Fans hatten die Saarländer zwar mehr vom Spiel und zwei gute Chancen, allerdings stand dabei kurz vor der Pause der Pfosten im Weg. Ein Schuss von Robin Scheu aus 20 Metern Torentfernung prallte vom Aluminium zurück ins Feld. Von Meppen kam in den ersten 45 Minuten wenig, sodass es torlos zum Pausentee ging.

Nach der Pause brauchte Saarbrücken keine drei Minuten um in Führung zu gehen. Meppens Keeper Erik Domaschke faustete einen harmlosen Freistoß vor die Füße von Dominik Ernst, der von der Strafraumgrenze aus zum 1:0 einschoss. Saarbrücken kontrollierte die Begegnung im Anschluss in jeder Hinsicht, das enttäuschende Meppen konnte sich kaum in Richtung gegnerischem Strafraum kombinieren und blieb nahezu gänzlich ungefährlich. Abgesehen von einem Kopfball von Richard Sukuta-Pasu, der neben dem Tor landete, kam von den Gästen viel zu wenig, um Zählbares mitzunehmen. Saarbrücken versäumte es auf der Gegenseite bei zahlreichen Kontern den zweiten Treffer nachzulegen. Der verdiente Heimsieg geriet aber bis zum Schlusspfiff nicht mehr in Gefahr.

SV Waldhof Mannheim – Eintracht Braunschweig 0:2 (0:1)

0:1 (39.) Maurice Multhaup, 0:2 (49.) Maurice Multhaup, 0:3 (54.) Michael Schultz

Aufstiegskampf Braunschweig
Eintracht Braunschweig kämpft wie die Löwen um den Aufstiegs in die 2. Bundesliga

Die Hausherren aus Mannheim erwischten gegen die Gäste aus Braunschweig den besseren Start und setzten in der Anfangs-Viertelstunde erste Duftmarken im gegnerischen Strafraum, ohne allerdings wirklich gefährlich zu werden. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Braunschweiger immer besser ins Spiel und übernehmen die Regie. In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde das Spiel dann intensiver. Nach einem nicht gegebenen Abseitstor der Mannheimer fiel im direkten Gegenzug das 0:1. Nach einem Angriff über die linke Seite wurde das Leder abgelegt auf Maurice Multhaup, der aus zwölf Metern Torentfernung für Braunschweig mit einem trockenen Rechtsschuss zum 0:1 traf. Kurz vor der Pause gab es dann Elfmeter für Braunschweig, doch der Schiedsrichter Bastian Dankert nahm seine Entscheidung nach Rücksprache mit den Gästen zurück, sodass es mit dem 0:1 in die Kabinen ging.

Kurz nach Wiederanpfiff jubelten dann erneut die Gäste. Nach einem Einwurf kam der Ball von der Grundlinie aus ans kurze Eck des Fünf-Meter-Raums, wo Multhaup goldrichtig stand und mit dem 0:2 seinen Doppelpack perfekt machte. Spätestens mit dem 0:3 von Michael Schultz (54.), der eine Ecke einköpfte, war die Messe gelesen. Mannheim mühte sich zwar noch einmal heranzukommen und wurde vom Mannheimer Publikum bis zum Schlusspfiff angefeuert. Es blieb es jedoch beim insgesamt auch verdienten 0:3-Erfolg der Braunschweiger.

Der Aufstiegskampf in Liga 3 bleibt weiterhin spannend

Der Aufstiegskampf in der 3. Liga bleibt also auch nach den Sonntagsspielen weiterhin spannend und die Löwen sind weiterhin in der Position des Verfolgers. Durch die Mannheimer Niederlage konnten die Sechzger sogar einen Platz im Klassement gutmachen und sich auf Rang fünf nach vorne schieben.