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Der TSV 1860 im Jahr 2021: Rückblick Christian Jung

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Choreo TSV 1860 München gegen Schalke 04 im DFB-Pokal

Herzlich willkommen zurück aus den Weihnachtsfeiertagen! Wir hoffen, ihr hattet alle schöne Tage und wurdet reichlich beschenkt. Wir starten mit dem heutigen Tage einen Rückblick auf das Jahr 2021, in dem beim TSV 1860 München naturgemäß so einiges geboten war. Den Anfang macht unser Mann in den Pressekonferenzen, der manchmal der sechzger.de-Talkmaster ist und auch sonst natürlich immer wieder Zeit für das Projekt sechzger.de hat. An jedem Spieltag hat er morgens spannende Statistiken und Rückblicke zum aktuellen Gegner des TSV 1860 parat. Christian Jung blickt auf das vergangene Löwen-Jahr zurück.

TSV 1860 – Schalke überstrahlt 2021 alles

Was war dein Highlight des Jahres 2021 rund um den TSV 1860 München?

Gar nicht so einfach…Ich lege mich aber auf das DFB-Pokalspiel gegen Schalke fest. Flutlicht in Giesing, endlich wieder richtige Fußballatmosphäre im Sechzgerstadion, entfesselte Löwen von Beginn an und ein hochverdienter Sieg gegen diesen namhaften Gegner. Eine absolut magische Nacht!

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Es war mit vergönnt, in diesem Jahr immerhin 17 Spiele der Löwenprofis (inklusive Test-, Pokal- und Ligaspiele) zu sehen. Irgendwie habe ich die auch fast alle noch im Kopf. Wenn ich mich auf eines festlegen muss, das besonders stark in der Erinnerung verankert ist, dann nenne ich auch hier das Schalke-Spiel. Diesen Abend werden wohl die meisten von uns nie vergessen.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Definitiv Marco Hiller! Passenderweise war er im ersten Spiel dieses Jahres, dem Derby gegen die kleinen Roten der Held, der sprichwörtlich bis auf’s Blut gehen musste, um diesen Sieg zu erringen. Und im Jahresabschluss-Spiel in Würzburg war er ebenfalls der Garant, dass die Löwen – nach schwieriger Anfangsphase – den Weg auf die Siegerstraße gefunden haben. Dazwischen lagen unzählige Paraden. Der Mann hat sich echt großartig entwickelt!

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Ich glaube, diese Antwort habe ich schon im Saisonabschluss-Fragebogen im Sommer gegeben. Und es ist dabei geblieben: Aus ganz persönlichen Gründen das 1:0 beim Auswärtsspiel in Lotte gegen Uerdingen durch Semi Belkahia. Weil ich – als wirklich einziger Münchner Medienvertreter vor Ort – im exakt richtigen Zeitpunkt auf den Auslöser der Kamera gedrückt habe und das Tor für die sechzger.de-Ewigkeit festhalten konnte.

Semi Belkahia (TSV 1860 München) trifft gegen den KFC Uerdingen in Lotte
Timing ist alles: das 1:0 gegen Uerdingen durch Belkahia im perfekten Moment festgehalten

Corona prägt das Fußballjahr entscheidend

Ganz im Gegenteil dazu: was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Wütend haben mich manchmal tatsächlich die teilweise überhaupt nicht nachvollziehbaren und mitunter planlos wirkenden Maßnahmen der politisch Verantwortlichen wegen der Corona-Pandemie gemacht. Hier Geisterspiele, dort volle Stadien, 2G anstatt einfach konsequent alle Besucher zu testen, … aber über das Thema will eigentlich keiner mehr viel lesen, oder?
Etwas enttäuscht war ich persönlich von der Rückkehr ins Stadion gegen Würzburg am 1. Spieltag dieser Saison. Ich hatte nach eineinhalb Jahren Abstinenz der Zuschauer mit einer total emotionalen Rückkehr gerechnet. Mit Tränen und was weiß ich nicht alles. Irgendwie lief das dann alles – bei mir persönlich – sehr kontrolliert und nüchtern ab. Diesen extrem emotionalen Comeback-Moment bescherte mir dann das Pokalspiel gegen Schalke, als die Münchner Löwen erstmals wieder in der Westkurve waren und sich alles fast wie „früher“ angefühlt hat.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2022 ändern?

Ich würde mir für das Umfeld, wobei ich da hauptsächlich an die Fans und ihre Aktivitäten in den Sozialen Medien denke, mehr respektvollen Umgang miteinander wünschen. Die Streitkultur ist teilweise unerträglich und verdient häufig nicht mehr diesen Begriff. Im Prinzip machen die beiden Gesellschafter der KGaA (zumindest nach außen) ja schon seit einiger Zeit vor, dass man sich nicht ständig öffentlich beleidigen muss, wenn man unterschiedlicher Ansicht ist. Dass sich da was zum Guten verändert, wäre mein großer Wunsch.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2022: wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Als optimistischer und stets zuversichtlicher Mensch glaube ich, dass wir – mit etwas Glück, wie in den Spielen zuletzt – am Ende noch den zweiten Platz hinter Magdeburg erreichen können. Zugegebenermaßen habe ich das in der vergangenen Saison auch vorhergesagt, weil ich auch da auf die Relegation keine rechte Lust hatte. Aber vielleicht behalte ich ja diesmal Recht. Und wenn nicht? Dann geht das Löwenleben auch weiter.

TSV 1860: Ehemaliger Löwen-Trainer Willibert Kremer verstorben

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sechzger.de Logo Löwe mit weiß-blauer Fahne 1860
sechzger.de Logo 1860

Am 24.12.2021 ist der ehemalige Trainer des TSV 1860, Willibert Kremer, im Alter von 82 Jahren verstorben. Die Löwen trauern um ihren ehemaligen Coach, der die Mannschaft kurz vor dem Lizenzentzug und dem damit verbundenen Zwangsabstieg übernommen.

TSV 1860: Ex-Trainer Kremer verstorben

Als Spieler machte sich Kremer vor allem bei Borussia Mönchengladbach, Viktoria Köln, Hertha BSC und dem MSV Duisburg einen Namen. Auch als Trainer war Kremer bei den Zebras tätig, bevor er über Bayer Leverkusen bei Münchens großer Liebe landete.

Nach dem Lizenzentzug der Löwen wechselte er zu Fortuna Düsseldorf und war später auch noch bei Eintracht Braunschweig, dem 1. FC Bocholt, erneut beim MSV Duisburg und bei Tennis Borussia Berlin beschäftigt.

Am 24.12.2021 verstarb Kremer im Alter von 82 Jahren.

Würzburger Kickers – TSV 1860 München in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur letzten Taktiktafel Analyse des Jahres nach dem Sieg unseres TSV 1860 gegen die Würzburger Kickers.

Vor mittlerweile vier Tagen unterlagen die gastgebenden Würzburger Kickers dem TSV 1860 München mit 0:3. Der Sieg unserer Sechzger ist ein schöner Jahresausklang. Allerdings hat man nicht nur Licht gesehen, es war auch einiges an Schatten vorhanden.

Michael Köllner schickte die Mannschaft des TSV 1860 München zum zweiten Mal in einem 3-4-1-2 System auf den Platz. Dem stellte Würzburgs Trainer Danny Schwarz ein 4-2-3-1 entgegen.

Kommen wir nun erst einmal zu den Zahlen.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz TSV 1860 35% – Würzburger Kickers 65%
  • Passgenauigkeit TSV 1860 68% – Würzburger Kickers 80%
  • Defensive Zweikampfquote TSV 1860 67% – Würzburger Kickers 57%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 7/4 – Würzburger Kickers 14/5
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 15,07 – Würzburger Kickers 7,28

Was sagen diese Zahlen aus?

30% weniger Ballbesitz als der Gegner, nur halb soviele Schüsse abgefeuert, 12% geringere Passgenauigkeit, mit 15,07 eine niedrige Pressingintensität und doch gewonnen. Lügen die Zahlen? Nein. Man muss sie nur in den richtigen Kontext setzen.

Der Reihe nach: Wenig Ballbesitz! Warum war das so? Nach Ballverlusten an die Kickers hat sich der TSV 1860 schnell zurückgezogen und in der eigenen Spielfeldhälfte kompakt gegen den Ball gearbeitet. Das hat jedoch, vor allem im Mittelfeld, bei weitem nicht so gut funktioniert wie gegen Dortmund II, als das sehr ähnlich gespielt wurde.

Die letzte Reihe der Sechzger stand allerdings bombenfest und wenn alle Stricke reißen, hält Hiller die Unhaltbaren. Klingt gut und trifft für dieses Spiel auch ganz klar zu. Aber das Mittelfeld, das Dortmund gegen den Ball noch so bravourös kontrolliert hat, hat Würzburg zu viel Platz gelassen. Sage und schreibe 48 Positionsangriffe konnten die Würzburger zu Ende spielen. Das ist sehr viel. Dass daraus nur vierzehn Schüsse entstanden sind, ist allerdings wiederum eine sehr gute Defensivleistung. Wir sehen: in jedem Licht steckt Schatten und andersherum.

Die Passgenauigkeit von 68% liegt zehn Prozent unter dem Saisondurchschnitt. In keinem anderen Spiel gab es in der Hinrunde verhältnismäßig mehr ungenaue Pässe als in diesem. Das klingt erstmal schlecht. Ist das aber wirklich so dramatisch? Nein, ist es nicht. Warum nicht? Das liegt an der taktischen Herangehensweise. Mit einer “langer Hafer” Taktik im Spiel nach vorn, das schnell und vertikal sein soll, geht man wissentlich das Risiko ein, dass ein langer Ball nicht ankommt. Der zweite Ball ist in diesen Fällen entscheidend. Wenn man dann als attackierendes Team viele schnelle Spieler auf dem Feld hat, werden diese zweiten Bälle in der Mehrheit der Fälle der angreifenden Mannschaft gehören. Bei dieser Spielweise ist Kampf so gesehen fast wichtiger als die Genauigkeit. Was jedoch passiert, wenn die Genauigkeit stimmt, hat auch dieses Spiel offenbart. Alle drei Tore fielen aus Situationen, die mit einem langen Ball eingeleitet wurden.

Eine der schlechtesten Pressingintensitäten der Saison. 15,07. So what? Wenn die eigene Mannschaft tief steht und das Mittelfeld eng macht, soll doch der Gegner schauen, wohin er den Ball spielen kann und ob er dann unbedrängt ankommt. Für meinen Geschmack kamen die Bälle aus der Abwehr ins Mittelfeld der Kickers und auch von dort weiter nach vorn ganz klar zu häufig an. Wenn Mannschaften, die im Sturm besser besetzt sind als Würzburg, so durch unser Mittelfeld spazieren wie die Gastgeber das streckenweise gezeigt haben, kann das Böse enden.

In den Pressingrelevanten Zonen führten die Löwen nur 20 defensive Zweikämpfe, das ist bei 143 Ballbesitzphasen der Kickers zu wenig. Wenn die erste Reihe im Pressing für Angriffssteuerung zuständig ist und nicht für Balleroberung, dann sollten im Mittelfeld mehr Aktionen gegen den Ball stattfinden als am Montag. Die Idee, Angriffe auf die linke Seite zu steuern war gut und hat funktioniert. Von dort wurde auch nahezu jede Gefahr unterbunden. Wenn es den Würzburgern jedoch gelang durchs Zentrum zu spielen oder sie ihr Spiel auf den eigenen linken Flügel verlagern konnten, dann gab es brenzlige Momente.

Das Spiel Würzburger Kickers – TSV 1860

Die Löwen traten im 3-4-1-2, also einer Variante des 3-4-3 an. Interessant waren vor allem die Verschiebungen gegen den Ball, was gegen Dortmund zumindest am Fernseher noch nicht so stark auffiel. Die zur Verstärkung der Dreierkette zurückfallenden Mittelfeldaußenspieler wurden von den Innenverteidigern auf ihrer Seite unterstützt. Salger dirigierte diese Verschiebungen lautstark. So kam es auf den Flügeln und auf den Halbpositionen im Spiel gegen den Ball zu vielen Dopplungen, mit denen die Würzburger nicht zurechtkamen.

67% der von Sechzig geführten Defensivduelle fanden auf der linken Abwehrseite der Sechzger statt. Das Duo Steinhart – Greilinger das, je nachdem wie sehr Würzburg den eigenen rechten Flügel überlud, mal mehr mal weniger Unterstützung brauchte, verlor insgesamt nur drei defensive Zweikämpfe.

Auch wenn die Angriffe der Würzburger hauptsächlich über die linke Abwehrseite der Löwen kamen: Spielte Würzburg über die rechte Defensivseite der Löwen oder durch die Zentrale wurde es durchaus gefährlich.

Bei eigenem Ballbesitz wurde aus der interessanten Fünferkette wieder eine Dreierkette. Greilinger und Willsch marschierten mit nach vorne. Deichmann agierte bei Ballbesitz in der Mittelfeldzentrale, Linsbichler vor ihm und Dressel dahinter. Lex und Bär waren mit allen Freiheiten ausgestattet und nutzten diese auch vortrefflich.

Gegen den Ball spielte der TSV 1860 München also 5-3-2 mit Deichmann, Linsbichler und Dressel auf einer Linie vor der eigenen letzten Reihe. Mit Ball war es ein 3-4-1-2 mit leichter Asymmetrie bei den Mittelfeldaußen.

Die erste Halbzeit

Würzburg hatte sowohl das Pressing als auch die Defensivlinie hoch angelegt. Mit hohem Pressing und schnellem Spiel bei Ballbesitz wollten die Würzburger Druck auf den Strafraum und das Tor der Löwen ausüben und wenn möglich aufrechterhalten. Tatsächlich gelang das den Kickers nach einer neunminütigen Abtastphase recht gut. Der noch im Spiel gegen Dortmund hochgelobte Defensivdruck der Mittelfeldspieler der Löwen konnte gegen Würzburg kaum aufgebaut werden. So spielten sich die Unterfranken in der Spielfeldhälfte der Löwen fest. Mehr als Entlastungsangriffe war für die Löwen in der ersten halben Stunde nicht drin. Mit der Überlegenheit beim Ballbesitz konnte aber auch Würzburg nicht viel anfangen. Drei Schüsse stehen bis zur 32. Minute auf dem Konto der Kickers. Pepic muss eigentlich gegen Hiller in der 10. Minute das Tor machen, aber der Löwenkeeper reagiert glänzend und hält den TSV 1860 München im Spiel.

Bei den Landeshauptstädtern war bis zum 0:1 noch überhaupt nicht aufs Tor geschossen worden. Trotzdem nutzten die Löwen ihre erste Chance, schockten die Gastgeber in der 32. Minute und stellten den Spielverlauf auf den Kopf. Als kurz darauf in der 37. Minute die Sechzger ihre Führung weiter ausbauen konnten, war jedoch die Moral der Hausherren noch nicht ganz gebrochen. Kurz vor dem Pausentee gab es weitere Chancen der Würzburger. Man darf davon ausgehen, dass zumindest Perdedaj diese Woche sein Versagen in der 43. Minute noch das ein oder andere Mal vor seinem geistigen Auge ablaufen lässt und sich fragt, wieso er den Ball nicht ins Tor bringt.

Die Antwort heißt Marco Hiller. Was der Mann in diesem Spiel 100%ige gehalten hat, war sehr schön anzuschauen.

Aufgrund der Herangehensweise beider Mannschaften an das Spiel ist es einerseits logisch, dass Würzburg viel Ballbesitz hatte. Und Ballbesitz zu erlauben allein ist auch nichts Tragisches. Was aber Würzburg mit dem Ball anstellen durfte ist andererseits grenzwertig. Da waren einige Situationen, bei denen ein Gegner mit stärkerem Sturmpersonal kurzen Prozess gemacht hätte.

Die zweite Halbzeit

In der zweiten Halbzeit hatten die Löwen das Spiel im Griff und unter Kontrolle. Immer häufiger kam nun ein Angriffspressing zum Einsatz. Durch immer hektischeres und dadurch ungenaueres Spiel aus der eigenen Abwehr nach vorne halfen die Würzburger den Sechzgern auch stark dabei das Geschehen auf dem Rasen zu kontrollieren.

Zweite Bälle waren kaum mehr Beute der Würzburger, die eigene Pressingintensität der Kickers ließ ebenfalls nach. Nur noch bei knapp über 50% rangierten deren defensive Zweikampfwerte und Offensivzweikämpfe gewann Würzburg in der zweiten Halbzeit ganze sieben Stück.

Die Sechzger kamen also gut auf die zweite Halbzeit vorbereitet aus der Kabine. In der Viertelstunde nach dem Pausentee hatte der TSV 1860 München seine spielerisch stärkste Phase im Match, konnte aber keinen Angriff mit einem Schussversuch abschließen. Das soll aber nicht heißen, dass der Ballbesitz annähernd ausgeglichen gewesen wäre. Noch immer kontrollierten die Würzburger die Kugel weit über 60% der Spielzeit. Zwischen der 60. und 75. Minute war der Ball sogar fast 80% der gespielten Zeit in Besitz der Würzburger.

Die leicht mehr auf Offensive ausgerichtete Spielweise nach der Halbzeitpause ließ Würzburg also zunächst wieder zu Gelegenheiten kommen. So schien dann Würzburg für eine kurze Zeit in die Partie zurückzufinden – ohne allerdings dabei etwas Zählbares herauszuspielen. Nicht einen Schuss konnten die Kickers in den 23 Minuten zwischen der 59. und der 82. Minute absetzen. Der Ball bewegte sich in dieser Zeit viel im Mittelfeld und auf den Flügeln. Zentral vor dem Tor gab es nur wenige Ereignisse auf beiden Seiten. In der halben Stunde nach Wiederanpfiff gab es auf beiden Seiten zusammen lediglich sieben Ballkontakte im gegnerischen Strafraum. Einer der Spieler, der so einen Kontakt verbuchen konnte, war Marcel Bär bei seinem Treffer zum 0:3.

Nach dem dritten Treffer war dann die Messe gelesen. Die Sechzger mussten nicht mehr und die Hausherren wollten zwar, aber Hiller hatte was dagegen. Kopacz und Pepic scheiterten spät (82. und 90.) am absolut grandiosen Keeper des TSV 1860.

Die Tore

Das 0:1

Nach einem Freistoß für den TSV 1860 auf der halblinken Seite vor dem eigenen Strafraum kam der Ball über die Stationen Steinhart, Greilinger und Willsch zu Belkahia auf der halbrechten Seite. Nachdem Willsch den Ball zu Belkahia zurückgelegt hatte, setzte sich auf einmal das gesamte Kollektiv der Sechzger in Bewegung nach vorn. Drei bis vier ausladende Schritte des 1,93 m großen Innenverteidigers reichten für einiges an Raumgewinn. In dem Moment als Belkahia dann von der Mittellinie aus einen genialen Steilpass nach vorne schlägt, ist Lex bereits auf gleicher Höhe mit Kraulich. Und als der Ball mit Lex auf gleicher Höhe ist, ist Lex schon dabei halbrechts in die Box einzudringen. Dank seiner Schnelligkeit konnte er sich ein wenig absetzen und einen Pass nach links in den Fünfmeterraum spielen. Diesen erreichte Marcel Bär vor Schneider und traf für den TSV 1860 München zum 1:0.

Das 0:2

Im Positionsspiel erkämpfte Greilinger links im Mittelfeld die Kugel und gab weiter nach vorn auf die halblinke Position nahe der Mittellinie, wo Bär den Ball in Empfang nahm und ihn schnell verarbeitete. An der Mittellinie dann schlägt nun Bär einen Steilpass auf Lex, der aus dem Zentrum diagonal auf die halblinke Seite der Box zuläuft. Schneider, Innenverteidiger der Kickers, spekulierte auf Abseits, aber verspekulierte sich damit. Dieser kurze Moment reichte Lex, um sich abzusetzen. In halblinker Position befindlich umkurvte er den fallenden Torhüter Bonmann in der Box und schob aus etwa acht Metern links vorm Tor zum 2:0 ein.

Das 0:3

Auf der linken Seite etwa fünf Meter neben dem Mittelkreis stellte sich Dressel einem Pass der Würzburger in den Weg. Der von seinem Fuß abgeprallte Ball kam zu Lex, der links hinter der Mittellinie in der eigenen Spielfeldhälfte postiert war. Lex schlug sofort einen hohen langen Ball ins Zentrum vor die Box der Kickers. Diesmal war es wieder Bär, für den der Ball gedacht war und der nach kurzem siegreichem Offensivzweikampf mit Kraulich aus elf Metern einen Meter rechts vom Punkt links an Bonmann vorbei ins Tor vollendete.

​Fazit zum Sieg des TSV 1860 bei den Würzburger Kickers

Solche Spiele muss man erstmal gewinnen. Mit unglaublich hoher Effizienz, einer tollen Leistung von Torhüter Marco Hiller sowie einiger genialer Momente, in denen die Bälle derart gekonnt in die Schnittstellen gespielt wurden, dass man nur mit der Zunge schnalzen kann beim Betrachten dieser Bilder. Mannschaftsdienliches Spiel vor dem Tor und eine lange nicht gekannte Kaltschnäuzigkeit beim Verwerten der Chancen waren weitere Faktoren, sehr positive Faktoren, die zum Sieg beigetragen haben.

Der Reporter auf Magenta TV sprach die Worte: “..im Stile einer Spitzenmannschaft…” und meinte damit die eiskalte Verwertung der wenigen sich bietenden Chancen. Wenn das mit der Chancenverwertung auch nach der Winterpause so bleibt und man zudem defensiv wieder zulegt, kann im neuen Jahr nicht nur der Stil spitze sein, sondern auch das Team an selbiger stehen. Vielleicht nicht ganz vorne. Aber wer weiß das schon? Was man weiß ist: “Alles ist möglich in dieser verrückten Liga.”

Ich bin zuversichtlich was die Entwicklung anbelangt. Mit dem frei gewordenen Mölders Gehalt kann man vielleicht in der Winterpause auch noch über die ein oder andere Verstärkung nachdenken. Der Systemwechsel würde die Entscheidung der Position diesbezüglich auch relativ leicht machen, sollte noch jemand geholt werden. Aus meiner Sicht ist die jüngste sportliche Entwicklung und auch die in naher Zukunft positiv.

Ich wünsche allen Lesern fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2022.

Datenquelle: wyscout

 

sechzger.de wünscht allen Löwenfans frohe Weihnachten!

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Weihnachtsgrüße an die Fans des TSV 1860 München von sechzger.de

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Löwenfans,

ein weiteres Jahr mit sechzger.de liegt hinter uns. Seit zwei Jahren versorgen wir euch nahezu täglich mit allen Informationen rund um den TSV 1860 München und fokussieren uns dabei nicht nur auf die erste Mannschaft im Fußball, sondern versuchen auch die anderen Abteilungen der Löwen so gut es geht einzubinden. Denn der TSV 1860 besteht eben bei weitem nicht nur aus der Abteilung Fußball. Das alles machen wir sehr gerne, freuen uns jetzt aber auch über ein paar ruhigere Tage im Kreise unserer Liebsten.

Bereits vorgestern hat euch ein Grußwort unseres Präsidenten erreicht. Dem ganzen möchten wir uns an dieser Stelle anschließen. Frohe Weihnachten und schöne Festtage allen Löwenfans da draußen in der großen, weiten Welt! Genießt ein paar ruhige Tage und rutscht gut ins neue Jahr 2022 hinüber. Auch im neuen Jahr werden wir natürlich weitermachen, eh klar. 🙂

Vielen Dank für eure Treue, verfolgt uns auch 2022 und empfehlt uns – wenn ihr mögt – gerne in eurem Bekanntenkreis weiter. Für euch und den TSV 1860 München zu berichten ist uns eine Ehre!

Weiß-blaue Weihnachtsgrüße von der sechzger.de-Redaktion

Balkanwald statt Wienerwald

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Jeder Löwenfan kennt das Restaurant gegenüber der Stehhalle mindestens von Außen. Geschätzte 99% der Löwenfans werden auch mal drinnen oder im Biergarten eine Halbe konsumiert oder sogar eine Geflügelspezialität gegessen haben.

Der Wienerwald ist Geschichte

Nun ist der Wienerwald Geschichte. Das Restaurant heißt ab sofort Balkanwald.

Wir sind gespannt, ob es dann Cevapcici, Pljeskavica und Pola-Pola statt Geflügelburger gibt. Aber rund um ein Löwenspiel ist eh wichtiger, dass es genug Bier gibt!

sechzger.de Talk, Folge 40: Würzburg, Gorenzel, Jahresende

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Die Jubiläumsausgabe Nummer 40 vom sechzger.de-Talk ist gleichzeitig die letzte Ausgabe in diesem Jahr. Moderator Jan begrüßt die beiden Würzburg-Fahrer Stefan und Christian und der 3:0-Sieg vom Montag ist natürlich das zentrale Thema der Sendung.
Wir danken an dieser Stelle allen unseren Hörern für die Treue in 2021! Ohne Euch würde das ganze Format logischerweise keinen Sinn machen. Bleibt uns auch im neuen Jahr gewogen.

Dritter Sieg in Serie: Löwen gewinnen auch in Würburg

Wenn auch die erste halbe Stunde nicht danach aussah. Am Ende des Kalenderjahres 2021 steht für den TSV 1860 ein – auf dem Papier – souveräner 3:0-Erfolg beim vorsaisonalen Zweitligaabsteiger aus Würzburg. Ein Rückrundenauftakt nach Maß. Stefan und Christian haben die eine oder andere Anekdote aus Unterfranken mit gen Süden genommen und geben diese hier zum besten. Auch zahlreiche Personalien werden beleuchtet: Linnsbichler, Belkahia, Salger, Bär, Lex, … Es gibt einiges zu besprechen nach dem 20. Spieltag der Saison.

Kurzer Rückblick auf das Jahr 2022

Bei so vielen Eindrücken vom Würzburg-Spiel findet die große Generalabrechung dieses Jahres – schon allein aus Zeitgründen – im Talk nicht statt. Das überlassen wir gerne anderen, die das ja mitunter im wöchentlichen Rythmus betreiben. Dennoch erinnert z.B. Christian nochmal an die ersten Monate 2021, die im Nachhinein häufig deutlich rosiger dargstellt werden, als sie zu jener Zeit wirklich waren.

Vertragsverlängerung mit Günther Gorenzel

Er ist wohl einer der zuletzt am meisten kritisierten Protagonisten beim TSV 1860. Nicht immer geschieht das sachlich und nach Ansicht unserer Talker auch nicht immer berechtigt. In der Sendung bewerten die drei die (quasi automatisch erfolgte) Vertragsverlängerung des Sportdirektors und sein Handeln und Wirken bei den Löwen.

Der sechzger.de Talk Nummer 40 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

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Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

TSV 1860 bei Jugendspielern auf Platz 2 im deutschen Profifußball

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TSV 1860 NLZ Grünwalder Straße

Der TSV 1860 München ist zurecht stolz auf seine Nachwuchsarbeit. Zahlreiche Talente haben den Sprung in den bezahlten Fußball geschafft und spielen nicht nur in Deutschland, sondern auch quer über Europa verteilt bei Spitzenvereinen. Wie gut die Einbindung aktuell in die Profimannschaft ist, zeigt sich im Vergleich mit den anderen 55 Profiteams im deutschen Fußball. Der TSV 1860 belegt hier einen hervorragenden zweiten Platz, wenn man die Gesamtanzahl an Jugendspielern im Kader betrachtet.

Löwen setzen auf die Jugend

Finanziell ist die Lage beim TSV 1860 weiterhin nicht rosig. Alles muss gut kalkuliert sein, damit keine neuen Schulden aufgebaut werden und die KgaA langsam, aber stetig gesunden kann. Viel Geld für externe Transfers ist dabei einfach nicht drin, der TSV 1860 bedient sich daher bei seinen Jugendspielern. Das klingt jetzt zunächst einmal negativer, als es ist. Denn die Löwen haben eines der besten Nachwuchsleistungszentren von ganz Deutschland. Darauf ist man zurecht stolz – und profitiert davon freilich gerne.

Früher waren die Talente wie Volland oder Weigl (leider) immer wieder eine Option, um schnell an Geld zu kommen. Da die Verkäufe meist in Drucksituationen entstanden, fielen die Ablösen entsprechend niedrig aus. Für Volland, der mittlerweile in Frankreich auf Torejagd geht, wurde 2011 eine Ablöse von 700.000€ erzielt. Weigl wechselte für immerhin 2,5 Millionen Euro zu Dortmund. Beide brachten ihren neuen Vereinen jeweils etwa fünf Jahre später allerdings 20 Mio. € ein. Dank eingebauter Klauseln verdiente der TSV 1860 an seinen ehemaligen Jugendspielern immerhin kräftig mit.

TSV 1860 mit über 50% Jugendspielern

Diese Zeiten sollen möglichst der Vergangenheit angehören. So wurde von einem Verkauf von Dennis Dressel nach Darmstadt abgesehen, obwohl der Vertrag des Junglöwen im Sommer ausläuft. Man war mit der Ablösesumme nicht einverstanden und bevorzugte daher, dass Dressel mit seinen sportlichen Leistungen dem TSV 1860 behilflich ist. Während dieser Schritt bei einigen als kritisch angesehen wurde, kann Sport-Geschäftsführer Gorenzel im Nachhinein zufrieden mit seiner Wahl sein. Dressel ist klarer Stammspieler bei den Löwen und nimmt nicht nur im taktischen Sinne eine zentrale Rolle ein.

Nach der jüngsten Kritik am Österreicher äußerte sich Alfons Seeler im Wochenanzeiger mit einem lesenswerten Kommentar. Tenor ist, dass Gorenzel aus den vorhandenen finanziellen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen das Maximale herausholt. Ein Fakt, den der Autor in einem Absatz erwähnt, soll an dieser Stelle noch einmal deutlich hervorgehoben werden.

Nur ein Verein mit mehr Eigengewächsen im deutschen Profifußball

Bereits in der Saison 2021/22 warf sechzger.de einen Blick auf die vielen Junglöwen. Der Kader des TSV 1860 war mit Jugendspielern geradezu gespickt, daran hat sich auch in der aktuellen Spielzeit nicht viel geändert. So befinden sich im Profikader aktuell nicht weniger als 15 Akteure, die bereits einen Teil ihrer fußballerischen Ausbildung beim TSV 1860 genossen. Das entspricht einem Anteil von über 50%. Eine weitere Zahl ist dagegen noch beeindruckender: nur ein einziger anderer Verein¹ im deutschen Profifußball hat aktuell so viele Eigengewächse in seine 1.Mannschaft integriert wie der TSV 1860 München. Der SC Freiburg II führt diese Kategorie mit 22 Spielern an. Da das Team als Ausbildungsmannschaft für die Bundesliga-Truppe gedacht ist, überrascht die Zahl nicht.

Umso höher einzuordnen ist die Platzierung der Löwen. Die hohe Quote an Junglöwen im Team zeigt zum einen die Qualität des Nachwuchsleistungszentrums, zum anderen aber auch, dass Jugendspieler in Giesing durchaus die Chance besitzen, den Sprung in den Profifußball zu schaffen. 15 von 27 Spielern mit einer Vergangenheit in Giesing – einmal Löwe, immer Löwe ist eben nicht nur ein dahingesagter Spruch.

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¹ Die Auswertung bezieht sich auf die Angaben von transfermarkt.de (Bundesliga, 2.Liga, 3.Liga). Für die Plattform muss ein Spieler mindestens in der B-Jugend für den jeweiligen Verein eingesetzt werden. Platz 3 in dieser Wertung teilen sich Werder Bremen und der FC Ingolstadt 04 (je 11).

Sechzig um sieben: Winterpause

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Am Montag schenkten uns die Löwen noch einen Auswärtssieg vor dem Weihnachtsfest, nun kehrt langsam Ruhe ein an der Grünwalder Straße. Denn es ist Winterpause. Sechzger.de gibt Euch dennoch einen Überblick zum Geschehen rund um den TSV 1860 München.

Spieltage 26-28 terminiert

Der DFB gab gestern die Terminierungen der Spieltage 26-28 bekannt. Die Löwen dürfen zwei Mal samstags ran und müssen ein Mal am Montag spielen:

Samstag, 12.02.22 14:00 Uhr SV Meppen – TSV 1860 München
Montag, 21.02.22 18:60 Uhr TSV 1860 München – Hallescher FC
Samstag, 26.02.22 14:00 Uhr FSV Zwickau – TSV 1860 München

Vertrag mit Günther Gorenzel läuft weiter

Komische Überschrift, aber so ist nun mal der Vertrag zwischen der KGaA und dem sportlichen Geschäftsführer. Der Beirat der KgaA spach sich einstimmig dafür aus, vom Kündigungsrecht der beiden Geschäftsführerverträge keinen Gebrauch zu machen. Es wäre rein theoretisch möglich gewesen, die beiden Verträge zum Jahresende auf das Saisonende hin zu kündigen. Wie lange sich nun die Verträge der beiden verlängern, ist unklar. Gorenzels Zukunft an der Grünwalder Straße schien nach den Niederlagen gegen Waldhof und Magdeburg wegen einer Nachricht von Hasan Ismaik fraglich. Aus unserer Sicht tut der Verein gut daran, auf Kontinuität zu setzen. Seine Arbeit und Kaderzusammenstellung vor dem Hintergrund der oft uneinigen Gesellschafter und des knappen Budgets verdient aus unserer Sicht Anerkennung. Ein langfristiger sportlicher Aufwärtstrend ist trotz der jüngsten Delle deutlich zu erkennen. Auch die professionelle Vertragsauflösung mit Sascha Mölders hinter den Kulissen hätte sicher nicht jeder so geräuschlos hinbekommen.

Linus Straßer scheidet in Madonna aus

Alles andere als Winterpause haben die Skiasse im Weltcup-Zirkus. Beim gestrigen Weltcup-Slalom im italienischen Madonna die Campiglio schied Skilöwe Linus Straßer bereits nach wenigen Toren im ersten Durchgang aus. Der Münchner war mit einer eitrigen Mandelentzündung an den Start gegangen. Weltmeister Sebastian Foss-Solevaag (NOR) gewann etwas glücklich, weil Clement Noel (FRA) sicher in Führung liegend am letzten Tor ausschied.

Sechzger.de Talk Folge 40

Unsere Redakteure Jan, Stefan und Christian haben sich wieder über die Löwen unterhalten. Das Spiel in Würzburg, die Verlängerung mit Gorenzel, ein kleiner Jahresrückclick und ein Ausblick “was noch gehen könnte” wurden diskutiert. Heute gegen Mittag findet Ihr den Talk wieder auf den üblichen Kanälen.

News aus der dritten Liga

Meyer als Schnorrenberg-Nachfolger im Gespräch

Nach der Beurlaubung von Florian Schnorrenberg wird Andre Meyer als dessen Nachfolger beim HFC gehandelt. Meyer steht aktuell noch beim Berliner AK unter Vertrag. Der HFC soll sogar bereit sein, eine Ablöse nach Berlin zu überweisen.

Trainersuche in Neuperlach beendet

Gestern Abend gab Türkgücü bekannt, dass nach vier Wochen “ausführlicher und akribischer Suche” ein neuer Trainer gefunden werden konnte. Allerdings ließen die Neuperlacher die Katze noch nicht aus dem Sack, wer Peter Hyballa nachfolgen darf. Die Ausführlichkeit und Akribie der Trainersuche wird Türkgücü wohl noch eine Strafe durch den DFB einbringen. Es wird gemutmaßt, dass die Strafe 7.500 € betragen könnte, da die Herrschaften von der Säbener Straße bei einem ähnlichen Vergehen mit dieser Strafe belegt wurden. Hoffentlich hat sich das Warten und die Investition gelohnt und Max Kothny zieht keinen Hampelmann an Land.

Kobylanski von Lautern umworben

Der Stürmer der Braunschweiger Eintracht, der aktuell sein Dasein hauptsächlich auf der Bank der Braunschweiger fristet, soll von mehreren Klubs Anfragen vorliegen haben. Der heißeste Kandidat sollen dabei die roten Teufel sein.

Winterpause bei sechzger.de

Zum Schluss noch eine Meldung in eigener Sache: Heute erscheint das letzte “Sechzig um sieben” für dieses Jahr. Mit der Winterpause werden auch wir unsere Berichterstattung etwas zurückfahren und mal etwas von 1860, der dritten Liga und Fußball generell Abstand halten. Naja, wir versuchen es zumindest… Alles Wichtige erfahrt Ihr natürlich trotzdem bei uns. Im neuen Jahr sind wir dann wieder gewohnt für Euch da.

Wir danken Euch, dass Ihr dieses Jahr unsere Berichterstattung über den geilsten Club der Welt verfolgt habt! Wir wünschen Euch ein frohes Fest, einen guten Rutsch und dass Ihr gesund bleibt!

2022 greifen wir wieder an! BLAU BLEIBEN!

DFB terminiert Spieltage 26 bis 28 in der 3.Liga

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1860 Terminierungen 3 Liga Saison 2021 2022
1860 Terminierungen 3 Liga Saison 2021 2022

Der DFB hat weitere Ansetzungen fix terminiert, dabei trifft der TSV 1860 München auswärts unter anderem auf den FSV Zwickau.

Planungssicherheit für zwei weitere Auswärtsspiele

Während in Bayern die Heimspiele der Löwen schon länger ohne Zuschauer ausgetragen werden, sind im größten Teil der Republik erst seit kurzem Spiele vor Publikum nicht mehr möglich. So durfte Tabellenführer Magdeburg am letzten Spieltag vor Weihnachten beispielsweise noch 15.000 Zuschauer zum Topspiel gegen Waldhof Mannheim empfangen. Die Löwen dagegen traten in Würzburg vor leerer Kulisse an. Wann der TSV 1860 im Jahr 2022 wieder mit Löwenfans auf den Rängen des Grünwalder Stadions rechnen kann, ist bisher nicht bekannt.

DFB terminiert weitere Spieltage: Löwen zwei Mal auswärts gefordert

Daher gilt der Fokus der Fans, die den TSV 1860 live im Stadion verfolgen wollen, schwerpunktmäßig den Auswärtsspielen. Es bleibt die Hoffnung, dass die Regelungen in den anderen Bundesländern schneller wieder Zuschauer zulassen als in Bayern. Für zwei dieser Art können nun die Anreise und weitere Notwendigkeiten wie möglicherweise eine Übernachtung geklärt werden, denn sie wurden final vom DFB terminiert. Es sind die Duelle beim SV Meppen (weiteste Auswärtsfahrt) und das Spiel gegen den FSV Zwickau. Aber auch das Heimspiel gegen den Halleschen FC findet sich unter den Terminierungen. Alle Termine im Überblick:

Samstag, 12.02.22 14:00 Uhr SV Meppen – TSV 1860 München
Montag, 21.02.22 18:60 Uhr TSV 1860 München – Hallescher FC
Samstag, 26.02.22 14:00 Uhr FSV Zwickau – TSV 1860 München

Happy Birthday, Semi Belkahia! sechzger.de gratuliert!

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Semi Belkahia (TSV 1860)
Semi Belkahia im Löwentrikot der Saison 2021/22

Semi Belkahia wird heut 23 Jahre jung!

Zurück zu alter Stärke

Pünktlich zu seinem Geburtstag hat der heutige Jubilar zu der Form zurückgefunden, mit der er sich in der vergangenen Saison in die Herzen aller Löwenfans gespielt hatte.

München, Hoffenheim, Garching, München

Semi wurde kurz vor Weihnachten 1998 in München geboren und machte seine ersten fußballerischen Erfahrungen beim ESV München-Ost und in der Jugend der Seitenstraßler. Nach drei Jahren im NLZ der TSG Hoffenheim kehrte er 2017 in den Großraum München zurück. Und zwar zum VfR Garching. Im Sommer 2018 wechselte er zum frisch gebackenen Drittligisten TSV 1860 München. In der Anfangszeit bei den Löwen kam er für die Amateure in der Bayernliga Süd zum Einsatz. Sein Profidebüt gewährte ihm Trainer Daniel Bierofka am 8. April 2019 bei der 0:1-Niederlage in Großaspach. Nach über eineinhalb Jahren verletzungsbedingter Zwangspause, in der sogar das Karriereende im Raum stand, kehrte er im Dezember 2020 bravorös auf den Rasen zurück.

Wechselhaftes zweites Halbjahr 2021

In der laufenden Saison hat Semi die Höhen und Tiefen des Daseins als Profifußballer bereits kennen gelernt. Beim Auftaktsieg gegen Würzburg Ende Juli musste er in der Pause verletzungsbedingt ausgewechselt werden und mit einem Kapselriss am Sprunggelenk fünf Spiele pausieren. Als er wieder fit war, hatte Kollege Niklas Lang schon seine Position übernommen und sich selbst einen Stammplatz erspielt. Nach der Verletzung von Lang kehrte Belkahia zurück in die Mannschaft.  Aufgrund unglücklicher Abwehrleistungen – u.a. bei der Heimpleite gegen Mannheim – war er plötzlich scharfer Kritik ausgesetzt. In den letzten beiden Spielen zeigte die Formkurve aber wieder ganz eindeutig nach oben. Insbesondere beim Jahresfinale vorgestern in Würzburg konnte der kompakte Innenverteidiger glänzen. Er leitete das 0:1 mit einem klugen Pass ein und wurde mit der Berufung in die Elf des Tages im kicker belohnt. Ein vorgezogenes Geburtstagspräsent quasi.

Wir wünschen Semi, dass es im neuen Jahr genauso weitergeht, wie zuletzt und dass er mit unseren Löwen und persönlich im Jahr 2022 ganz oben auf der Erfolgswelle schwimmt.

Oid Guade, Semi!