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TSV 1860 München – FSV Zwickau: Wirtshauswissen kompakt

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Kurz und kompakt: Winningers Wirtshaus Weisheiten
Kurz, kompakt, kompetent: Winningers Wirtshaus Weisheiten

Morgen empfängt der TSV 1860 den FSV Zwickau im Sechzgerstadion. Was die Löwen von den Gästen aus Westsachsen taktisch zu erwarten haben, könnt Ihr ausführlich in unserer TAKTIKTAFEL nachlesen. Oder Ihr hört Euch das kompakt zusammengefasst in knapp sechs Minuten in Winningers Wirtshaus Weisheiten an!

TSV 1860 – FSV Zwickau: Wirtshauswissen kompakt

Unser Redakteur Bernd Winninger lässt nichts auf den Zufall ankommen. In der Woche vor dem Spiel schaut er sich jeweils einige Partien des kommenden Gegners an, analysiert dessen Spielweise und sichtet diverse Datenbanken.

So hat er auch diesmal einige Matches des FSV Zwickau gesichtet und hat (hoffentlich) den Durchblick, mit was der TSV 1860 am Samstag Nachmittag zu rechnen hat.

Zuschauerinformationen zum Spiel TSV 1860 – FSV Zwickau

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Auch wenn es beim morgigen Heimspiel des TSV 1860 gegen den FSV Zwickau einige Lockerungen hinsichtlich der Corona-Restriktionen gibt, haben die Zuschauer vor Ort einiges zu beachten. Diesmal sind sogar 10.000 Zuschauer zugelassen, das Grünwalder Stadion wird ausverkauft sein. Freut Ihr Euch schon so sehr?

TSV 1860 – FSV Zwickau: Zuschauerinformationen

Die Pressemitteilung der Löwen zum Spiel des TSV 1860 gegen den FSV Zwickau im Wortlaut (Auszug):

TICKETINFOS

Bringt das personalisierte Print@Home-Ticket bitte ausdrucken am Samstag mit ins Stadion bringen. An den Eingängen wird das Ticket mit dem elektronischen Einlasssystem gescannt und damit entwertet. Die Dauerkarte der Saison 2021/22 berechtigt nicht zum Einlass.

Sollte sich der Ticketnutzer geändert haben, könnt ihr das Ticket vor am Stadion noch einmal für 5€ umpersonalisieren lassen. Hierfür stehen Euch die Kassen am Eingang Nord zur Verfügung.

3-G-NACHWEIS

Zum Einlass ist ein Nachweis über die Erfüllung der 3G-Regeln nach RKI-Vorgaben nötig. Vorgeschrieben ist eine vollständige Impfung (14 Tage +1), ein „Genesen-Status“ oder ein negativer Test (PCR- als auch Antigen-Schnelltest), der frühestens am Freitag um 16 Uhr durchgeführt wurde. Bitte bringt einen entsprechenden Nachweis für eine der „3-G“-Regeln mit. Dieser Nachweis kann sowohl in Papierform als auch digital erfolgen. Im Stadionumfeld prüfen von uns eingesetzte „COVID-Stewards“ diese Nachweise und händigen Kontrollbändchen aus. Kinder unter 6. Jahren sind von der Testpflicht befreit. Schulausweise befreien ebenfalls von der Testpflicht.

HYGIENE- UND VERHALTENSREGELN

Im gesamten Stadion herrscht im dynamischen Zustand eine Maskenpflicht. Auf dem eigenen Platz die Maskenpflicht nicht. Über folgenden Link könnt ihr unsere aktuellen Hygiene- und Verhaltensregeln finden. Diese sind dringend zu beachten.

Nachfolgend nochmal die wichtigsten Regelungen:

  • Bringt eine Gesundheitsmaske mit.
  • Bringt einen der oben beschriebenen Nachweise über den 3G-Status mit. Kinder bis zum 6. Lebensjahr sind hiervon befreit.
  • Nutzt die Corona-Warn-App (insbesondere auch für die 3G-Nachweise, die hier alle digital hinterlegt werden können).
  • Das Sitzplatzgebot gilt seit diesem Spieltag nicht mehr. Stehplätze sind somit wieder als solche ausgewiesen.

A-Junioren Bayernliga Süd: U19 des TSV 1860 bei Wacker Burghausen

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TSV 1860, U19, Saison 2021/22
Die U19 des TSV 1860 in der Saison 2021/22

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Löwen bei Wacker Burghausen ranmussten. Am Samstag Nachmittag (16:00 Uhr) kommt es in der Wacker-Arena zum nächsten Duell zwischen Münchens großer Liebe und den Salzachstädtern. Diesmal muss die U19 des TSV 1860 nach Burghausen reisen und möchte ihren Lauf in der A-Junioren Bayernliga Süd fortsetzen.

U19 des TSV 1860 bei Wacker Burghausen

Zwei Spiele, zwei Siege – die Bilanz der Löwen ist bislang makellos. Dennoch sollte die U19 des TSV 1860 den Gegner aus Burghausen nicht unterschätzen. Auch der Wacker-Nachwuchs ist bislang in dieser Saison ungeschlagen und konnte gegen 1860 Rosenheim und Deisenhofen jeweils einen Punkt ergattern.

Bei den Löwen wird Top-Torjäger Philip Kuhn (schon vier Saisontore!) fehlen, der unter der Woche in der U21 aushelfen musste und verletzt ausschied. Dennoch sollte ein Auswärtssieg für die Truppe von Trainer Jonas Schittenhelm im Bereich des Möglichen sein.

Am Samstag in Pullach: Bleibt die U21 des TSV 1860 in der Erfolgsspur?

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TSV 1860 U21 Valdrin Konjuhi

Sechs Jahre lang war Frank Schmöller als Trainer beim SV Pullach tätig, ehe er 2019 die U21 des TSV 1860 übernahm. Morgen kehrt er an seine alte Wirkungsstätte zurück. Seine Hoffnungen ruhen dabei nicht zuletzt auf Valdrin Kunjuhi (siehe Titelbild), dem in den letzten beiden Begegnungen drei Treffer gelangen.

Holt die U21 des TSV 1860 auch in Pullach drei Punkte?

5:0 beim TSV Kottern, 2:1 gegen den FC Gundelfingen – die bisherige Woche verlief für die Amateure trotz eines positiven Corona-Tests überaus erfreulich. Morgen (14:00 Uhr, Sportanlage im Isartal) will die U21 der Löwen beim SV Pullach nachlegen. Während die Gastgeber bislang 14 Punkte gesammelt haben, stehen die Löwen bei derer 19. Mit einem weiteren Sieg könnten die Junglöwen den Anschluss nach oben herstellen.

Bild: TSV 1860

TSV 1860 – FSV Zwickau (9. Spieltag): Ergebnistipp Philipp Hosiner

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Philipp Hosiner, ehemaliger Spieler des TSV 1860
Philipp Hosiner bei Vorstellung

In der vergangenen Saison musste Philipp Hosiner noch mit seinem Verein Dynamo Dresden gegen den TSV 1860 antreten. Zuhause behielten die Sachsen mit 2:1 die Oberhand, in Giesing revanchierten sich die Löwen mit einem 1:0-Heimsieg. Heute tippt Hosiner, der einst im NLZ und bei den Amateuren des TSV 1860 am Ball war, die Partie von Münchens großer Liebe gegen den FSV Zwickau.

TSV 1860 – FSV Zwickau: Hosiner optimistisch

So ganz abgerissen ist der Kontakt von Philipp Hosiner zu Sechzig nie. Schon bevor er zum Chemnitzer FC wechselte und dort 19 Tore in 28 Spielen erzielte, war er bei den Löwen im Gespräch. Auch nach dem Abstieg der Himmelblauen beschäftigte man sich in Giesing mit dem Stürmer, der dann aber doch zu Dynamo Dresden wechselte und in die 2. Bundesliga aufstieg.

Für das Spiel des TSV 1860 gegen den FSV Zwickau ist Hosiner optimistisch und tippt auf einen Heimsieg.

“Die Löwen gewinnen 3:1.

Torschützen: Mölders, Neudecker und Tallig!”

Damit könnten wir sehr gut leben, oder?

Pokalsieger mit den Löwen

Von 2006 bis 2009 war der ehemalige österreichische Nationalspieler (5 Spiele, 2 Tore) für die Löwen aktiv. Mit der U19 feierte er 2007 den Pokalsieg, wobei er höchstpersönlich in der 90. Minute für den 2:1-Siegtreffer gegen den VfL Wolfsburg sorgte. Für die Amateure des TSV 1860 erzielte Hosiner in 31 Regionalligaspielen zwölf Tore und bereitete weitere acht Treffer vor. Als ihm eröffnet wurde, dass er dennoch nicht für die Profis in Frage käme, wechselte er 2009 zum SV Sandhausen in die 2. Bundesliga.

Viertelfinale Toto-Pokal: TSV Buchbach – TSV 1860 am 08.10.

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TSV Buchbach gegen TSV 1860
Die Anzeigetafel in der SMR-Arena des TSV Buchbach beim Spiel gegen den TSV 1860

Drei Siege konnte der TSV 1860 im Toto-Pokal bereits einfahren, nun müssen sich die Löwen beim TSV Buchbach beweisen. Das Viertelfinale in der SMR-Arena steigt am 08.10. (Freitag) um 18:60 Uhr.

Toto-Pokal: TSV 1860 muss beim TSV Buchbach ran

Nach den Siegen in Birkenfeld, Bayreuth und Burghausen wurden dem TSV 1860 mit Buchbach konsequenterweise das nächste “B” zugelost. Mit dem Regionalligisten haben die Löwen noch eine Rechnung offen. Nach dem Zwangsabstieg kassierte man in der Saison 2017/18 eine 0:1-Niederlage beim Ex-Verein von Stefan Lex.

Die Pressekonferenz vor TSV 1860 München – FSV Zwickau (9.Spieltag)

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Pressekonferenz vor TSV 1860 München - FSV Zwickau 17.09.2021

Am heutigen Vormittag empfing der TSV 1860 die Medienvertreter zu der LÖWENRUNDE vor dem morgigen Duell mit dem FSV Zwickau. Neben Günther Gorenzel kehrte Trainer Michael Köllner nach einer Woche Abstinenz auf das Podium zurück.

Corona und Impfen dominieren die LÖWENRUNDE

Der Oberpfälzer musste in der letzten Pressekonferenz aussetzen und wurde durch Richy Neudecker “vertreten”. Grund dafür war die angeordnete Quarantäne für den Fußballlehrer, nachdem Kevin Goden positiv auf das Corona-Virus getestet wurde.

Um eben jene Quarantäne drehten sich auch die zuerst gestellten Fragen. Ein Eingangsstatement gab es heute nicht, stattdessen berichtete Kölllner von einem Gefühl wie in einem “modernen Gefängnis”. Mit der Leistung beim Halleschen FC zeigte sich der 51-Jährige durchaus zufrieden. Positiv hob er hervor, dass sich das Spiel der Löwen in Überzahl deutlich verbessert habe. Man habe endlich erkennen können, dass man ein Mann auf dem Feld mehr sei. Zudem wurden kaum Kontersituationen für den Gegner zugelassen, was in der Vergangenheit öfter nicht der Fall war.

Dass die Quarantäne eine Qual war, lag allerdings auch daran, wie Köllner das Spiel verfolgen musste. Vor dem Fernseher stand er zwar ständig im telefonischen Kontakt mit seinem Videoanalysten, doch die Möglichkeiten einzugreifen, waren eher limitiert. Zudem beriet ihn seine Frau am TV tatkräftig von der Seite, was dem Trainer nicht unbedingt gefiel.

Mit meiner Frau zuhause ein Fußballspiel anzuschauen, ist jetzt auch nicht immer das Tollste. Die weiß dann auch immer alles besser und da musst du dich dann auch rechtfertigen, wieso wir so spielen und ich das so mache.

Köllner leitet selbst zum Spiel des TSV 1860 gegen Zwickau über

Auch für die Spieler in Arbeitsquarantäne waren es keine leichten Tage. So gut es ging hielten sie sich daheim fit, täglich stand man einmal per Videoanruf im persönlichen Kontakt. Angesprochen auf die möglichen Lehren aus der angeordneten Quarantäne erneuerte Michael Köllner in einem Plädoyer seine Meinung zum Thema Impfen. Nach wie vor sieht er diesen Punkt als Eigenverantwortung und privates Thema an, das jeder für sich selber entscheiden müsse. Er schloss sich damit nahtlos an die letzten Giesinger Gedanken von Stephan Tempel an.

Gerade die Eigenverantwortung hob er als hohes Gut in Deutschland hervor. Hierbei ließ er allerdings durchblicken, dass die betroffenen Spieler durchaus zum Nachdenken angeregt wurden. Das Thema wird oft in der Kabine besprochen und der Verein hat ebenfalls mit den Spielern oft gesprochen. Köllner betonte zudem, dass jeder für sich selber wissen müsse, ob man sich eine zweite Qurantäneanordnung leisten könne – auch im Hinblick auf einen Einsatz in der U21.

Nach gut 15 Minuten – und damit über der Hälfte der Zeit – hatte der Trainer dann allerdings genug und lenkte das Thema selbst auf das kommende Spiel des TSV 1860 München gegen den FSV Zwickau. Es folgte quasi das fehlende Eingangsstatement.

Für das morgige Spiel stehen bis auf den infizierten Kevin Goden nun wieder alle Spieler zur Verfügung und seien auch in einer guten körperlichen Verfassung, so der Trainer. Lediglich hinter dem Einsatz vom angeschlagenen Marcel Bär stehe noch ein Fragezeichen. Hierbei geht es vor allem darum, wie der Spieler sich selber einschätzen wird. Dass ein Sieg Pflicht sei, sah auch Köllner so und hofft auf drei Punkte am morgigen Samstag.

Noch wenige Restkarten für das Grünwalder Stadion verfügbar

Bis zu 10.000 Löwenfans auf den Rängen werden dabei alles geben und die Mannschaft entsprechend unterstützen. Dass das Sechzgerstadion bis auf den letzten aktuell verfügbaren Platz gefüllt sein wird, zeichnet sich zurzeit ab. Aktuell gäbe es noch knapp 500 Restkarten, die bis zum Anpfiff vergriffen sein werden. Ein möglicher freier Verkauf startet heute um 15:00 Uhr.

Abschließend wurde Günter Gorenzel noch darauf angesprochen, ob Michael Köllner noch voll bei der Sache sei. Er betonte, dass es hierbei immer zwei verschiedene Ansichten gäbe: die Außen- und die Innenansicht. Gorenzel stellte klar, dass Michael Köllner tagtäglich alles für den TSV 1860 München gibt. Damit sollten drei Punkte gegen den FSV Zwickau am morgigen Samstag doch durchaus im Bereich des Machbaren liegen.

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – FSV Zwickau (9.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel TSV 1860 – FSV Zwickau.

Die Zwickauer, trainiert von Joe Enochs, spielen diese Saison vornehmlich in einem 4-4-2 mit Doppel sechs. Es verschiebt sich offensiv je nach Situation variabel auf ein 4-1-3-2, 4-2-2-2 oder auch auf ein asymmetrisches 4-1-2-3. Aber auch im letzten Jahr beliebtesten System der Liga, dem 4-2-3-1, ist der FSV Zwickau schon aufgelaufen. Welches System Joe Enochs sich für den Samstag in Giesing überlegt hat, ist daher mal wieder nicht sicher zu sagen. Mit dem vorhandenen Spielermaterial wäre auch ein System möglich, das gegen den Ball mit Fünferkette agiert, die unseren Löwen wie wir wissen nicht liegt.

Die wichtigsten statistischen Werte des FSV Zwickau

  • Ballbesitz 42%
  • Passgenauigkeit 75%
  • Defensive Zweikampfquote 62,9%
  • Flankengenauigkeit 41,7%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 8,71

Was kann der FSV Zwickau?

In bisher sieben Spielen hat es der FSV Zwickau bisher nicht geschafft einen Dreier einzufahren. Das liegt aber nicht daran, dass die Mannschaft von Joe Enochs schlechten Fußball spielen würde oder offensiv nichts zu bieten hätte. Das einzige Problem, mit dem Zwickau zu kämpfen hat, ist Pech beim Abschluss. Als Beispiele dafür dienen Duelle wie das Heimspiel gegen Verl oder das Auftaktspiel der Schwäne gegen Dortmund. Gegen Dortmund hatte der FSV 37 Ballkontakte im Strafraum und schoss nur ein Tor. Gegen Verl 30 Ballkontakte in der Box und ebenfalls nur ein Treffer.

Die Offensive

Zieht man die expected Goals (xG) Statistik heran, sieht man, dass Zwickau im Schnitt pro Spiel auf über 2 Tore kommen müsste. Tatsächliche Ausbeute pro Spiel im Schnitt ist aber nur ein Tor. Wenn der Torschussknoten bei Zwickau platzen sollte, kann diese Mannschaft eine richtige Maschine werden, sofern die gegnerische Box weiterhin so gut penetriert wird, wie es momentan der Fall ist.

Trotz geringerem Ballbesitz können die Zwickauer in den meisten Spielen mehr zu Ende gespielte Positionsangriffe verzeichnen als ihre Gegner. Dabei spielen die Westsachsen ohne Präferenz für eine bestimmte Seite vornehmlich über die Flügel.

Das Aufbauspiel der Zwickauer kann durchaus als etwas behäbig bezeichnet werden, wenn man die Passfrequenz als Indikator heranzieht. Das versuchen die Schwäne mit progressiven Läufen auszugleichen. Wenn die Spieler des FSV Zwickau also genügend Raum angeboten bekommen, um Meter zu machen, werden sie das dem Passspiel vorziehen.

Das Passspiel für großen Raumgewinn ist jedoch äußerst präzise. Nur der FC Saarbrücken hat hier eine bessere Erfolgsquote vorzuweisen.

Die Spieler von Joe Enochs erkennen also offensichtlich, wann welches Mittel zum Raumgewinn das vernünftigere ist.

Die Defensive

Die Pressingintensität ist bei Zwickau mit 8,74 sehr hoch und wäre verglichen mit den Werten der letzten Saison die zweithöchste in der Liga. Dazu kommt eine sehr gute Zweikampfbilanz, in der die Zwickauer momentan Ligaweit Platz vier einnehmen.

Desweiteren lassen die Schwäne mit knapp zehn Gegenschüssen pro Spiel im Ligavergleich sehr wenige Chancen für den jeweiligen Gegner zu.

Sowohl defensiv als auch offensiv ist Zwickau momentan das kopfballstärkste Team der Liga.

Die Knackpunkte

Man kann die Zwickauer – das haben die Spiele, die ich mir angesehen habe deutlich gezeigt – allerdings mit starkem Pressing gut aus ihrem offensiven Konzept bringen. Um die Defensive des FSV zu durchdringen, müssen die Löwen allerdings ideenreicher am und um den Strafraum der Schwäne agieren als in den Spielen zuvor gegen Meppen oder Halle.

Welches System können wir vom FSV Zwickau erwarten?

Taktikfuchs Joe Enochs wird sicherlich registriert haben, dass der TSV 1860 München bisher mit Teams Probleme hatte, die mit Fünferkette auf der letzten Linie verteidigen. Meiner Meinung nach wird er das versuchen auszunutzen. Ich erwarte daher, dass die Kicker aus der Trabistadt zumindest gegen den Ball so (5-4-1 oder 5-3-2) agieren werden.

Nun stellt sich die Frage: Sind die Spieler des FSV erstens taktisch in der Lage die offensive Verschiebung so zu gestalten, dass die Routine aus den vergangenen Spielen nicht verloren geht, sodass trotzdem oft in die gegnerische Box gespielt werden kann? Und haben die Schwäne zweitens das Spielermaterial, um die Fünferkette asymmetrisch zu gestalten, damit im Aufbau wieder ein 4-4-2 oder ein 4-2-3-1 entstehen kann?

Ich sage in beiden Fällen klar ja. Mit Nkansah und Brandt hat man zwei Außenverteidiger, die in der Innenverteidigung ebenfalls gut funktionieren. Mit Butzen und Coskun, die auf der Außenbahn sowohl im Mittelfeld als auch in der Abwehr spielen können, hat man optimale Optionen, wenn sich immer der ballferne Mittelfeldaußen in die Fünferkette fallen lässt, um gegen den Ball in der letzten Reihe auf Fünferkette zu verschieben und in der Offensive wie gewohnt flexibel nach vorn zu spielen.

Ich würde das – wäre ich in der Haut von Enochs – genau so probieren.

Stärken und Schwächen dieses Mischsystems

Stärken

In der Defensive ist die Fünferkette ein schwer zu durchdringendes und engmaschiges Abwehrbollwerk. Tief und breit gestaffelt gibt es kaum ein Durchkommen für die gegnerische Mannschaft.

Offensiv ist das, was mir für Zwickau vorschwebt, wegen der Flexibilität bei den möglichen Verschiebungen nach vorne ebenfalls sehr stark. Im 4-4-2 mit Doppelsechs kann einer der Sechser, wenn genügend Raum da ist, gut die Rolle des Box-to-Box Spielers einnehmen. Wenn Gomez oder Starke eine Position im offensiven Mittelfeld einnehmen, kann im letzten Drittel durch Aufrücken eines der beiden ein 4-3-3 hergestellt werden.

Beim 4-2-3-1 ist der Sachverhalt ähnlich. Ich vermute dann aber eher eine Verschiebung des ballfernen Mittelfeldaußen in den Halbraum und den Vorstoß des offensiven Mittelfeldspielers auf die Position der hängenden Spitze.

Die Unberechenbarkeit ist also die große Stärke hier.

Schwächen

Wenn sich Joe Enochs für die asymmetrische Fünferkette entscheiden sollte, die offensiv zum 4-4-2 oder 4-2-3-1 wird, haben wir in der Defensive wenig Hebel, an denen eine Schwäche im System ausgemacht werden könnte. Abstimmungsschwierigkeiten im Rückzugsverhalten auf der ballfernen Seite mal ausgenommen.

Sollte sich Enochs dann offensiv für das 4-2-3-1 entscheiden, haben wir natürlich das altbekannte Solostürmerproblem, dem durch torgefährliche Mittelfeldspieler allerdings abgeholfen werden kann.

Die Schlüsselspieler des FSV Zwickau

Johannes Brinkies (#1), Kapitän und seit Jahren die klare Nummer eins der Schwäne, ist eine absolute Bank bei hohen Bällen in den Strafraum. Leichte Schwächen hat er auf der Linie und im eins gegen eins.

Die Zweikampfmaschine der Schwäne in der Innenverteidigung ist Steffen Nkansah (#25). Er hat letztes Jahr nach der Systemumstellung Stabilität in die Hintermannschaft des FSV gebracht. Auch in der Spieleröffnung ist der 25-jährige Abwehrchef sicher und mit einem guten Auge für den freien Mitspieler ausgestattet. Hinzu kommt, dass der 1,88 m große Nkansah mit einer Quote von 84% der kopfballstärkste Spieler der ganzen Liga ist.

Maximilian Jansen (#6), Neuzugang aus Duisburg, der mittlerweile Möker den Rang abgelaufen zu haben scheint und Marco Schikora (#21) auf der Doppelsechs sind eine mögliche Schwachstelle im Team der Westsachsen. Trotz bereits drei Treffern von Schikora (alle per Kopf), zwei davon in den letzten beiden Spielen, steht und fällt die Defensive der Trabistädter mit der Leistung im defensiven Mittelfeldzentrum. Die ist momentan klar noch nicht da, wo sie sein sollte.

Mit Manfred Starke (#10) und Johan Gomez (#18) hat Zwickau zwei Spieler, die auf der Zehnerposition gestaltend tätig sein können. Die beiden tauschen dort geschickt untereinander zwischen Halbposition Flügel und Zentrale. So kreieren sie als initiativer Ausgangspunkt viele der Strafraumballkontakte des FSV Zwickau.

Ronny König (#15): Der Mittelstürmer ist ein ständiger Unruheherd und geht auch “dahin wo’s wehtut”. Bisher hat er erst zwei Treffer auf dem Konto, aber dadurch dass er Räume für seine Mitspieler schafft, indem er einen Innenverteidiger bindet, ist König auch mit mäßigem Torerfolg der wahrscheinlich wichtigste Offensivspieler bei Zwickau.

Fazit

Mit Zwickau kommt ein aufgrund der Tabellensituation leicht zu unterschätzendes Team nach Giesing, das uns mit Sicherheit einen heißen Tanz liefern wird. Sowohl von der offensiven Spielanlage als auch wie die Schwäne gegen den Ball arbeiten wird diese Partie kein leicht zu lutschender Drops.

Nichtsdestotrotz müssen die Löwen, wenn sie ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden wollen, dieses Spiel gewinnen. Von vornherein einen Sieg zu erwarten ist allerdings einerseits aufgrund dessen, was Joe Enochs Team bisher gezeigt hat und andererseits aufgrund dessen, was der TSV 1860 München bisher vermissen ließ, vermessen.

Aber: Wir spielen zuhause. Für Zwickau ist es wegen des Nachholspiels vom Mittwoch eine Englische Woche und der TSV hat bis zu 10.000 Fans im Rücken, welche die Mannschaft nach vorne schreien werden. Also nicht den Kopf in den Sand stecken und positiv denken. Wie jede andere Mannschaft auch ist Zwickau für die Sechzger, wenn sie konzentriert zu Werke gehen, bezwingbar.

Mit dem richtigen Matchplan, den Michael Köllner sicher hat und der richtigen Einstellung aller elf Spieler auf dem Platz werden wir siegen.

Mögliche Aufstellung vom FSV Zwickau am morgigen Samstag

FSV Zwickau Mögliche Aufstellung Gegen Den TSV 1860 München

Datenquelle: wyscout

17.09.2006: TSV 1860 kommt gegen SC Freiburg über 1:1 nicht hinaus

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1860 stolpert auf dem Weg zur Tabellenspitze gegen den SC Freiburg

Was hätte das für ein Tag werden können, dieser 17. September 2006? Bis zur 85. Minute befand sich der TSV 1860 im Zweitligaspiel gegen den SC Freiburg auf der Siegerstraße. Nicht wenige der 40.000 begeisterten Zuschauer in der Allianz Arena, wahrlich eine prächtige Kulisse für ein Zweitligaspiel, stimmten schon Siegesgesänge an.

Tag der verpassten Chancen

Die Löwen waren an diesem 4. Spieltag der Tabellenspitze so nahe, die den heißbegehrten Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga nach drei bitteren Jahren Zweitliga-Tristesse versprach. Vergessen der bescheidene 13. Platz in der Vorsaison, vergessen das schmachvolle Ausscheiden im DFB-Pokal eine Woche vorher gegen den unterklassigen VfB Lübeck. Jetzt war die Gelegenheit, jetzt war der Augenblick für die Schützlinge von Trainer Walter Schachner gekommen, den dritten Sieg im vierten Spiel einzufahren und sich oben in der Tabelle festzusetzen. Und es sah gut aus für den TSV 1860 gegen den aufstrebenden Sportclub aus dem Breisgau. In der von Knut Kircher geleiteten Partie führten die Löwen durch ein Tor von Antonio di Salvo aus der 49. Minute und glaubten schon, als Sieger vom Platz zu gehen. Aber eben nur bis zur 85. Minute, in der den Gästen durch Roda Antar, dem in Sierra Leone geborene libanesische Nationalstürmer und Rekordtorschützen seines Landes, doch noch der Ausgleich gelang.

Dämpfer für die Ambitionen

Wer weiß? Vielleicht wäre ohne dieses verflixte Gegentor kurz vor Schluss alles ganz anders gekommen in dieser Zweitligasaison. Der Anfangsschwung des Erfolges war nach dem Punkteverlust jedenfalls dahin, die Sechzger verloren bald danach drei Spiele hintereinander und fanden sich im namenlosen Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle wieder, wo sie die Saison auch auf einem soliden 8. Platz abschlossen. Zu wenig für die aufstiegsfixierten Löwen.

“A harter Hund wia da Max Merkel”

Die Methode des Trainers Walter Schachner, seine Mannschaft gelegentlich nach den Sonntags-Spielen am Montag Vormittag bereits wieder zu einem Training mit hoher Belastung zu bitten, um dann für zwei Tage in seine österreichische Heimat zu entschwinden, entlockte so manchem Pressevertreter und aufmerksamem Zeitgenossen bewundernde Kommentare: “A harter Hund”, der die Mannschaft so richtig hernimmt, “wia da Max Merkel”. Andere wiederum waren von der Methode anhaltender Belastung ohne Erholungspause nicht so überzeugt und glaubten darin den letztendlichen Misserfolg der Mannschaft erkannt zu haben. Wobei alles andere als ein Aufstieg schon als Misserfolg gewertet wurde. Folgerichtig kam es im März 2007, als alle Aufstiegchancen endgültig verspielt waren, zur Entlassung von Walter Schachner. Ihm folgte Marco Kurz als Trainer.

Schoko geht, Gorenzel bleibt

Schachner ging, aber sein Co-Trainer blieb. Und der sollte viele Jahre später noch eine sehr erfreuliche Rolle bei den Löwen spielen. Sein Name: Günther Gorenzel. Darüber hinaus machten, zunächst fast unbemerkt, in dieser Saison zwei 17-jährige Jungspunde erstmals von sich reden und deuteten ihr großes Talent, ihren feinen Charakter und ihr überragendes Können an, das sie beide später zu Spitzenvereinen und bis in die Nationalmannschaft führen sollte: Die Löwen-Zwillinge Lars und Sven Bender.

Die Aufstellung der Löwen

Der TSV 1860 spielte gegen den SC Freiburg mit folgender Aufstellung:

Michael Hofmann – Mate Ghvinianidze, Gregg Berhalter, Torben Hoffmann, Marcel Schäfer – Björn Ziegenbein (66. Nicky Adler), Danny Schwarz, Daniel Baier, Patrick Milchraum (46. Fabian Johnson) – Nemanja Vucicevic, Antonio di Salvo

Das Sechzger-Spiel des Monats

Einmal im Monat entführt Euch unser Autor Thomas Bohlender in die Vergangenheit des TSV 1860 München und stellt ein – aus seiner Sicht – besonderes Spiel näher vor. Der Autor ist Mitglied der Abteilung Vereinsgeschichte des TSV 1860 München e.V.!

Bild: Pixabay

Sechzig um Sieben: Seferings trifft beim Debüt direkt zum Sieg

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Zum Start in den heutigen Freitag geht es bei Sechzig um Sieben um den Torschützen Seferings, die Kartensituation für die Spiele gegen Zwickau und Verl sowie einen Aufruf vom “Da Brunnenmiller”.

Weitere Details bei der Compliance-Affäre von MAN

Bevor wir aber zum Sportlichen kommen, werfen wir noch einen Blick auf einen Nebenschauplatz, der mit einem Funktionär beim TSV 1860 zu tun hat. Gut eine Woche ist es her, als Athanasios Stimoniaris in den öffentlichen Fokus rückte. Der ehemalige Betriebsratchef bei MAN soll verbotenerweise sowohl materielle als auch finanzielle Vorteile erhalten haben. Nun hat die Nachrichten-Website Business Insider weitere Details veröffentlicht. Es sollen neben “Saki” noch weitere Personen beteiligt sein.

Start nach Maß für Seferings

Wie wir gestern berichteten läuft Simon Seferings künftig in Georgien auf. Der 26-Jährige spielt ab sofort für den FC Saburtalo. Gestern stand dann auch direkt das erste Spiel an und Seferings hatte beim 2:1-Erfolg großen Anteil am Ergebnis. Er erzielte den Siegtreffer für seine Mannschaft.

 

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Karten für Auswärtsspiel in Lotte

Aufgrund der DFB-Regulatien trägt der SC Verl seine Heimspiele aktuell in Lotte aus. Für das nächste Auswärtsspiel des TSV 1860 (Samstag, 25.September um 14:00 Uhr) sind nun bald die Karten erhältlich. Ab heute mittag um 12 Uhr startet der Vorverkauf. Die 798 Karten sind direkt bei den Gastgebern im Onlineshop erhältlich. Zum ersten Mal seit langer Zeit wird es auch vor Ort wieder eine Tageskasse geben. Diese öffnet am Spieltag ab 12:30 Uhr.

Tickets für das morgige Heimspiel

Apropos Karten, auch für das morgige Spiel von Sechzig gegen den FSV Zwickau sind noch Karten in der Westkurve erhältlich. Noch bis um 14:00 Uhr können Mitglieder Karten erwerben. Sollten dann immernoch Karten verfügbar sein, startet um 15:00 Uhr der freie Verkauf im Online-Ticketshop der Löwen.

Aufruf vom Da Brunnenmiller

Gerne teilen wir an dieser Stelle noch einen Aufruf vom “Da Brunnenmiller” vom gestrigen Tag. Das Kleine Kaufhaus in Sendling muss nach Jahrzehnten leider schließen, nun geht es noch darum, der Inhaberin zumindest in den letzten Tagen noch unterstützend unter die Arme zu greifen.

News aus der 3.Liga

Auftakt 9.Spieltag

Heute abend nimmt der TSV Havelse den nächsten Anlauf und möchte endlich den ersten Sieg in der 3.Liga erzielen. Gegner im Heimspiel ist Viktoria Köln. Der Tabellenletzte trifft zuhause also auf den 18. – die Vorzeichen für den Aufsteiger könnten also durchaus schlechter sein. Anpfiff in Hannover ist um 18:60 Uhr.