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TAKTIKTAFEL Analyse: die Niederlage des TSV 1860 in Kaiserslautern

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL-Analyse des Spiels 1. FC Kaiserslautern – TSV 1860 München.

Michael Köllner ließ den TSV 1860 München im 4-4-2 gegen das von 4-2-3-1 auf 4-1-4-1 veränderte System von Kaiserslautern antreten. Bei eigenem Ballbesitz verschob der TSV 1860 auf 4-1-3-2 mit Tallig in der Rolle des Box-to-Box Spielers, während bei Lautern gegen den Ball mit Klingenburg und Ciftci zwei zentrale Mittelfeldspieler eine Doppelsechs bildeten, die sich bei den Offensivaufgaben gegenseitig abwechselten.

Die wichtigsten Statistiken zum Spiel

TSV 1860 Kaiserslautern
Ballbesitz 59% 41%
Passgenauigkeit 76% 68%
Defensive Zweikampfquote 71% 61%
Schüsse 10 11
davon aufs Tor 7 8
PPDA* 5,81 9,75
* (zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Wer diese Zahlen ohne das Ergebnis zu kennen und ohne das Spiel gesehen zu haben sieht, denkt vermutlich (abgesehen von der Schussstatistik), dass unsere Sechzger das klar überlegene Team gegenüber dem 1.FC Kaiserslautern gewesen wären. Zu eindeutig ist die statistische Verteilung zugunsten des TSV 1860 bei diesen Werten.

Die 1.Halbzeit beim Spiel des TSV 1860 in Kaiserslautern

Dieser Gedanke geht aber voll daneben – genau wie das Spiel der Löwen gestern. Abgesehen von den ersten 25 Minuten und einzelnen Aktionen danach war die Partie aus Löwensicht äußerst zerfahren und von vielen kleinen, aber entscheidenden Fehlern in allen Aspekten des Spiels geprägt. So war die Partie bis zum 1:0 ein rassiges Fußballspiel zweier Mannschaften, die beide ein klares Ziel hatten. Nämlich möglichst ein frühes Tor zu erzielen.

Lautern hatte zwar weniger Ballbesitz, konnte aber, wenn sie im Besitz der Kugel waren, durchaus etwas damit anfangen. So waren die Hausherren auch bereits in der Anfangsphase, die eigentlich von den Sechzgern dominiert wurde, gefährlich.

Zimmer war es nämlich, der in der 5. Minute zentral vor dem Tor eine Riesenmöglichkeit des 1. FCK vergeigt hat und so hatte der TSV 1860 München wie schon am Wochenende davor gegen das Perlacher Projekt schon in der Anfangsphase Riesendusel nicht zurückzuliegen. Das Verteidigen von Flanken jedweder Art war am Samstag einfach nicht das Metier der Giesinger.

Auf der anderen Seite konnten die Löwen bis zum ersten Gegentreffer mehr als das Doppelte an Positionsangriffen zu Ende spielen und setzten die Lauterer Defensive damit stark unter Druck. Ob es bei einem dieser Angriffe, die gerne steil durchs Zentrum liefen, möglicherweise einen Elfmeterpfiff gegen die Hausherren geben muss, lasse ich mal dahingestellt. Sascha Mölders kommt dabei zum Abschluss, von daher ist die Tendenz meinerseits hier eher nein.

Der 1. FCK spielte nach vorne also auch in der Anfangsphase gefällig und wenn sie ins letzte Drittel eindrangen, waren sie auch gefährlich. Der TSV 1860 hatte Ballbesitz- und Feldvorteile, Kaiserslautern nahm die Zweikämpfe jedoch an und kaufte dem TSV mehr und mehr den Schneid ab. Je länger die Partie dauerte, desto mehr Spielanteile hatten die Betzebuwe dann auch während dieser ersten 25 Minuten.

Das 1:0 für die Hausherren

Einen Einwurf von Steinhart tief in der eigenen Hälfte bekommt ein Spieler der Hausherren an der Seitenlinie etwa 15 m in der Hälfte der Löwen auf den Fuß. Dieser legt den Ball sofort nach vorne, wo die Kugel von einem Mitspieler mit einem Hackentrick direkt weiter nach vorne auf Kiprit ablegt wird. Das Leder ist nun etwa 25 m vor der Grundlinie immer noch nahe der Seitenlinie unterwegs. Kiprit gibt nach kurzer Verarbeitungsphase sofort weiter auf den etwas weiter rechts postierten Zimmer, der sofort halbhoch in die Box der Sechzger flankt. Klingenburg versenkt aus 7 m halbrechter Position die Kugel ohne entscheidend gestört zu werden an Hiller vorbei im Kasten.

Die Zuordung der Löwendefensive war nach dem durch die Hausherren eroberten Einwurf in jeder Phase dieses nur wenige Sekunden dauernden Angriffs desolat. Keiner der beteiligten Lauterer Spieler wurde auch nur ansatzweise gestört. Klingenburg kann sich in Salgers Rücken in der kleinen Box davonstehlen und Lang kommt zu spät, um den Schuss verhindern zu können. Manchmal wäre Verteidigung Mann gegen Mann mit fester Zuordung vielleicht nicht die schlechteste Wahl.

Da Klingenburg ein Mittelfeldspieler ist, wäre das in diesem Fall allerdings weder Salgers noch Langs Aufgabe gewesen, sondern Dressel hätte sich tiefer in die Kette fallen lassen müssen, um den vor der Saison vom Rhein in die Pfalz gewechselten Klingenburg zu decken.

Nach dem Führungstreffer des 1. FCK war die Mannschaft von Michael Köllner sichtlich geschockt. Lautern bekam postwendend mehr Spielanteile als noch zuvor, ging auch im Pressing deutlich aggressiver zu Werke als noch zuvor und erspielte sich nur sieben Minuten später die nächste Torchance. Es klingelte abermals im Kasten von Löwenkeeper Hiller.

Das 2:0

Nach einem langen Ball auf die linke Angriffsseite der Lauterer können die Löwen den Ball zunächst mit Goden und Biankadi klären. Als dann Staude im Zentrum an den Ball kommt, verspringt ihm das Leder vom Außenrist nach hinten ins Zentrum der eigenen Spielfeldhälfte. Dort kommt Dressel an den Ball, verliert diesen aber sofort in einem Zweikampf, bei dem durchaus ein Foul des Lauterer Mittelfeldspielers Klingenburg vorgelegen haben kann. Von Klingenburg kommt der Ball zu Hercher. Der spielt sofort aus dem Zentrum einen klugen Pass auf den völlig frei von der halbrechten Seite der Lauterer leicht diagonal an die dortige Strafraumbegrenzung einlaufenden Zimmer. Steinhart versucht Zimmer zu stellen, doch der bedient mit einem klasse Pass Kiprit. Der aus dem Hintergrund in den Strafraum einlaufende Kiprit wird zwar von Tallig verfolgt, netzt aber aus halbrechter Position 11 m vor dem Tor ein.

Staudes Ballverlust war hier sicher mit entscheidend für den gelungenen Angriff der Lauterer. Aber das Foul an Dressel muss der hier gut positionierte Schiedsrichter eigentlich sehen und ahnden.

Die Rolle von Steinhart und Tallig beim Verteidigen ist eher nebensächlich, denn Zimmers Aktion am Ball läuft so schnell ab, dass Steinhart sich entscheiden muss, ob er den Passweg in die kleine Box oder in den Rückraum zustellt. Tallig kann theoretisch nicht für Kiprit zuständig gewesen sein. Lang ist auch hier wieder der Innenverteidiger, der noch versucht einzugreifen. Salger war bei Ciftci, der sich bei diesem Angriff in die vorderste Spitze schob.

Den Rest der ersten Halbzeit gestalten die beiden Teams relativ ausgeglichen. Lautern steht defensiv gut, lässt nichts Gravierendes mehr zu und die Löwen schummeln sich, noch zwei Alibischüsse abfeuernd in, die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit

Mit neuen Kräften (Neudecker und Lex für Staude und Tallig) auf dem Feld versuchten die Löwen das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Sie rannten gegen kompakt stehende und sich zusehends mehr und mehr auf Konterangriffe sowie schnelles Umschaltspiel setzende Pfälzer immer wieder verzweifelt an. Die Angriffe der Löwen konnten die Lauterer aber fast alle gut verteidigen. Lediglich in der 72. Spielminute, als Tomiak einen leider zu schwachen Versuch von Bär kurz vor der Line klären konnte, hatten die Löwen die größte Chance ihrerseits in dieser Partie.

Das 3:0

In der 87. Minute schoss Wunderlich einen Freistoß von der linken Lauterer Angriffsseite aus sehr spitzem Winkel an der gesamten Abwehrreihe vorbei und unter Hiller hindurch zum 3:0 in die Maschen. Wer sich zuvor noch einen Funken Hoffnung bewahrt hatte, für den war auch spätestens jetzt die Messe gelesen.

Fazit zur Niederlage des TSV 1860 in Kaiserslautern

Die Defensivleistung

In einem, was Defensivleistung bzw. Zuordnung im letzten Drittel betrifft, leider wieder schlechten Spiel müssen sich die Löwen zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben.

An der PPDA dem Indikator für Pressingintensität, in den dafür relevanten Zonen, sieht man, dass die Löwen eigentlich genügend defensive Aktionen in den pressingrelevanten Zonen setzen. Auch die Passquote des Gegners zeigt, dass defensiv der Schuh nicht im Mittelfeld drückt. Das letzte Drittel ist defensiv unsere Krux.

Die Offensivleistung

Ebenfalls wieder ungenügend war die Anzahl der angekommenen Pässe ins letzte Drittel sowie die Art und Weise, wie die meisten Torschüsse der Sechzger abgefeuert wurden.

Die Pässe kommen entweder zu ungenau, nicht mit dem nötigen Tempo oder sie gehen zu weit.

Das sieht manchmal bei einigen der Akteure im Löwendress ein wenig überheblich aus. Anstatt dem Ball entgegen zu gehen, wird gewartet, bis der Ball da ist. In der Zeit läuft dann aber auch gern einmal ein Gegenspieler in den Passweg ein oder zum Passempfänger auf und nimmt dem dann, weil er noch zu statisch ist, den Ball wieder vom Fuß. In solchen Situationen muss mehr Bewegung ins Spiel im letzten Drittel.

Die Torschüsse, die wir abgeben, haben oft viel zu wenig Druck, um den Torhüter der gegnerischen Mannschaft in die Bredouille zu bringen.

Wie geht’s weiter?

Dass wir Spieler haben, die durchaus in der Lage sind das umzusetzen was benötigt wird und auch auf den Platz zu bringen, steht außer Frage. Warum es nicht klappt bzw. nicht in dem Maße, das nötig wäre, um permanent Druck auf den Strafraum des Gegners aufrecht zu erhalten, ist die Frage, die wir uns stellen müssen. Ich hoffe, die Mannschaft des TSV 1860 München findet die nötigen Lösungsansätze bis zum Dienstag. Mit Viktoria Köln kommt ein Gegner auf uns zu, der mit dem Rücken zur Wand steht. Mit bisher fünf eigenen Treffern haben sie aber mehr Tore auf dem Konto als unsere Sechzger. Rein von der Statistik her müssten sie zudem, ähnlich wie Kaiserslautern, viel besser in der Tabelle positioniert sein.

Datenquelle: wyscout

Sechzig um Sieben: Gründe zum Feiern beim TSV 1860

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Zum Feiern mag einem nach der klaren Niederlage des TSV 1860 München in Kaiserslautern nun nicht gerade zu Mute sein. Doch sowohl die Amateure als auch die Boxer konnten am Wochenende tolle Erfolge feiern.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in der Pfalz

Ein Satz mit X war die Reise des TSV 1860 nach Kaiserslautern. Mit einem klaren 0:3 im Gepäck ging es für die Löwen nach München zurück. Thomas Enn war live im Fritz-Walter-Stadion dabei und schildert seine Eindrücke in den Giesinger Gedanken.

U21 des TSV 1860 siegt in Wasserburg

Besser als die Profis machten es die Sechzig Amateure. Beim Auswärtsspiel wurden sie von einigen Fans aus München unterstützt und konnten am Ende gegen den TSV 1880 Wasserburg einen Auswärtssieg feiern.

In eigener Sache: Korrektur bei der Zuschauerzulassung

Am Freitag informierten wir euch über die angepassten Regelungen bei der Zulassung von Zuschauern im Zusammenhang mit Corona. Dabei gingen wir noch davon aus, dass bei einer Inzidenz von über 50 die Zuschauerzahl maximal 1.500 beträgt. Offenbar sind Zuschauerzahlen aber ab sofort an gar keinen Inzidenzwert mehr gekoppelt. Für diese Korrektur möchten wir uns bei euch entschuldigen. Gleichzeitig freuen wir uns sehr darüber, dass auch bei den kommenden Heimspielen der Löwen Zuschauer dabei sein dürfen.

Zwei deutsche Meister beim TSV 1860 München

Tolle Erfolge konnte die Boxabteilung des TSV 1860 München am Wochenende feiern. Sowohl Jessica Vollmann als auch Randy Botikali krönten sich in der Altersklasse U19 im olympischen Boxen zur Deutschen Meisterin bzw. zum Deutschen Meister. Herzlichen Glückwunsch!

News aus der 3.Liga

Der 4.Spieltag in der Übersicht

Neben den Löwen war natürlich auch die Konkurrenz der 3.Liga am Wochenende im Einsatz. Viktoria Berlin musste sich dabei vorerst von der Tabellenspitze verabschieden. Sie verloren ihr Heimspiel bereits am Freitag gegen Halle knapp. Neuer Ligaprimus ist der 1.FC Magdeburg nach einem 2:1-Heimsieg gegen den MSV Duisburg. Am anderen Ende der Tabelle stand der TSV Havelse kurz vor dem ersten Punktgewinn in der 3.Liga, kassierte in der Nachspielzeit allerdings per Elfmeter noch ein Gegentor. Die Ergebnisse vom 4.Spieltag:

Viktoria Berlin – Halle 0:1 (0:1)
Dortmund II -Saarbücken 0:0 (0:0)
Braunschweig – Zwickau 2:0 (1:0)
Magdeburg – Duisburg 2:1 (2:0)
Viktoria Köln – Mannheim 2:3 (0:3)
Meppen – Verl 2:0 (1:0)
Würzburg – Osnabrück 1:1 (0:0)
Wiesbaden – Havelse 2:1 (0:0)
Türkgücü – Freiburg II 3:0 (0:0)

Weiter geht es aufgrund einer Englischen Woche bereits am morgigen Dienstag. Neben dem TSV 1860, der im Heimspiel auf Viktoria Köln trifft, werden am 5.Spieltag vier weitere Dienstagspartien ausgetragen.

Neuer Stürmer für den BTSV

Am Samstag, 28.08. reist der TSV 1860 zum Löwen-Duell nach Braunschweig. Die Eintracht hat am Wochenende einen weiteren Stürmer verpflichtet und damit auf die Verletzungen der drei Stürmer Girth, Müller und Ihorst reagiert. Lion Lauberbach kommt vom Zweitligisten Kiel und unterschreibt in Braunschweig bis 2023. Da er aktuell der einzige einsatzbereite Stürmer in Braunschweig ist, könnte er gegen den TSV 1860 bereits zum Einsatz kommen.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Kaiserslautern: Gespentische Atmosphäre in und um den Betze

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Gestern habe ich mein viertes Spiel in Folge im Stadion gesehen und es war das erste, das mir ehrlich gesagt nicht so toll gefallen hat. Das lag zum Einen am Spiel selbst, viel schwerer wog aber die Szenerie rund um das Stadion: Es herrschte gespentische Atmosphäre in und um den Betze.

Findet hier wirklich ein Drittliga-Spiel statt?

Ich kam ca. 12:00h in Kaiserslautern an und parkte auf dem Messeplatz. Ich kann mich an Spiele in Lautern erinnern, wo man bereits auf einem dieser Baumarkt-Parkplätze an der Einfallsstraße rausgewunken wurde und mit einem Shuttlebus zum Betze gefahren wurde. Da war der Messeplatz schon komplett zugeparkt. Gestern war er zur Hälfte durch einen Flohmarkt belegt und es waren so viele Parkplätze frei, dass ich mich kurzzeitig fragte, ob Parken überhaupt noch erlaubt ist.

Auf dem Weg nach oben, war dann wirklich gähnende Leere angesagt. Wo sich sonst tausende Menschen den Berg nach oben bewegten, Bier- und Schalverkäufer am Wegesrand ihre Geschäfte machen, war einfach NIEMAND gestern.

Gespentische Athmosphäre auf dem Weg zum Betzenberg

Gespentische Leere vor dem Gästeblock

Der Platz vor dem Gästeblock, auf dem sonst Löwenfans noch ein Bierchen vor dem Spiel tranken und die mit dem Fahrzeug angereisten auf die Zugfahrer (die aus dem Stadtzentrum einen anderen Weg nach oben nehmen) trafen, war von ein paar Dutzend Löwenfans bevölkert. Ein (!) Fanbus stand vor dem Stadion.

Leere auch auf dem Platz vor dem Gästeblock

Kurzum: gespentische Atmosphäre um den Betzenberg. Ich habe zwar gehört, dass von der Stadt kommend etwas mehr los war, aber natürlich war das schon auf Grund der geringen Zuschauerzahl nicht mit früheren Zeiten zu vergleichen.

Gespentisches auch im Stadion

Zum Einen war das natürlich der komplett leere Stehplatzblock in der Westkurve. Sowas hab ich in fast 40 Jahren Fußball auch noch nicht erlebt. Zum anderen muss man den Aufritt der Löwen gestern auch als ziemlich gespentisch beschreiben.

Das leere Habitat der roten Teufel

Die Stimmung war im Stadion trotz der nur 8.900 anwesenden Zuschauer (20.000 wären erlaubt gewesen) doch überraschend gut. Die Akustik ist in den wenig gefüllten Stadien mit Dach einfach wesentlich besser, so dass sich jeder Gesang sehr laut anhört. Und nach einer kurzen Anlaufphase waren auch die Lauterer trotz der gesperrten Stehplätze gut zu vernehmen.

Der Wurm ist drin beim Löwen

Weniger gut war der Auftritt der Löwen. Konnte man die ersten ca. 20 Minuten noch ausgeglichen gestalten, ging nach der Trinkpause beim TSV 1860 München auf dem Rasen nichts mehr zusammen.

Zwei Gegentore, bei denen die Lauterer eine Kette von Fehlern in der Löwendefensive effektiv ausnutzten, sorgten für einen 2:0-Rückstand zur Pause. Michi Köllner wechselte zwei Mal zur Pause, aber der Effekt verpuffte schnell und man hatte im Stadion nie den Eindruck, dass Sechzig die roten Teufel noch irgendwie in Gefahr bringen könnte. Vielleicht hätte der kluge Lupfer von Marcel Bär in der 72. Minute nochmal eine Wende gebracht. Aber dass der noch Zentimeter vor der Torlinie weggeschlagen werden konnte, passte zu diesem Nachmittag zum Vergessen.

Die Euphorie der letzten Saison ist weg

Ich will jetzt keinen auf Weltuntergang machen und auch nicht darauf rumreiten, dass der FCK gestern vor dem Spiel Tabellenneunzehnter war und bis dato kein Tor geschossen hatte, aber die Löwen müssen langsam mal den Schalter umlegen. Auch wenn man sich vor Augen führt, dass man gegen Türkgücü hätte mit einer Packung vom Platz gehen können (oder müssen) und in Wehen einen glücklichen Punkt geholt hat.

Die Systemumstellung von Michi Köllner (der gestern an der Seitenlinie sehr frustriert wirkte) funktioniert einfach noch nicht reibungslos. Mir fiel wieder auf, dass der “fehlende” Mittelfeldspieler durch die Systemumstellung als Anspielstation schmerzlich vermisst wird. Dadurch gibt es viele Ballverluste im Mittelfeld und die Stürmer hängen ziemlich in der Luft.

Mental muss man auch sagen, dass die letzte (wahnsinnig schöne trotz nicht-erreichter Relegation) Saison spätestens jetzt vorbei ist. Die gute Stimmung und der Spielfluss sind dahin. Diese Saison wird kein Selbstläufer und der Erfolg muss neu erarbeitet werden. Wer dachte, dass es so weiter geht, wie im Frühjahr 2021, war leider zu blauäugig.

“Das schönste am Spiel war, dass man Dich bei mit Leib und Seele im Fernsehen gesehen hat”, schrieb mir ein Freund auf whatsapp nach dem Spiel. Wenn ich schon das Schönste an einem Löwenspiel gewesen bin, muss es ja wirklich gespentisch gewesen sein.

BLAU BLEIBEN! AUF DIE LÖWEN!

 

 

TSV 1860 München II siegt auswärts in Wasserburg

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TSV 1880 Wassburg Gegen Den TSV 1860 München II Bayernliga Süd

Der TSV 1860 II hat seinen Trainer standesgemäß mit einem Sieg beim TSV 1880 Wasserburg beschenkt. Die Tore für die Löwen erzielten Ngounou Djayo und Konjuhi.

Trainer Frank Schmöller forderte vor dem schweren Auswärtsspiel “über den Schweinehund hinweg zu gehen“. Unterstützung bekam der TSV 1860 II gegen Wasserburg von Milos Cocic, Maxim Gresler, Johann Ngounou Djayo und Tim Linsbichler.

Torlose erste Hälfte bei sommerlichen Temperaturen

Einlauf Der Mannschaften TSV 18860 Wassburg Und TSV 1860 München II Bayernliga Süd

Zahlreiche Zuschauer waren nach Wassburg gereist, davon auch viele Anhänger der Löwen. Bei heißen Außenbedingungen entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel auf beiden Seiten. Nach 21 Minuten vereitelte der Torhüter der Gastgeber eine gute Gelegenheit der Sechzig Amateure, wenige Minuten später hatten die Wasserburger das 1:0 auf dem Fuß. So aber ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es rund eine Viertelstunde, bis der TSV 1860 II gegen Wassburg in Führung ging. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau schaltete Samir Neziri am schnellsten únd bediente Ngounou Djayo. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen und erzielte die Führung (59.).

Nur zehn Minuten später stellte der für Tim Linsbichler eingewechselte Valdrin Konjuhi  auf 0:2 (69.). Ein vermeintlich vorausgegangenes Foul an einem Spieler der Gastgeber ahndete der Schiedsrichter nicht. In der restlichen Spielzeit bäumten sich die Löwen aus Wassburg noch einmal auf, schafften es allerdings nicht, Székely im Tor des TSV 1860 München II zu überwinden.

TSV 1860 II fährt Auswärtssieg in Wasserburg ein

Damit blieb es beim 2:0-Auswärtssieg der Sechzig Amateure. Trainer Frank Schmöller feiert einen gelungenen 55.Geburtstag. Der TSV 1860 II liegt nun auf dem siebten Platz in der Bayernliga Süd.

Die Löwen können nun ein wenig Durchschnaufen. Das nächste Heimspiel findet erst am Sonntag, 29.08.2021 statt. Zum vorerst letzten Mal wird dann in Gilching gespielt, Gegner ist der Aufsteiger VfB Hallbergmoos. Im Anschluss geht es dann aber schon wieder mit einer Englischen Woche für den TSV 1860 II weiter.

Aufstellung TSV 1860 II: 24 Székely – 2 Bell, 21 Leibelt, 25 Amados, 3 Gresler – 11 Cocic (67., 6 Brönauer), 18 Tutic (C) (79., 8 Spennesberger), 13 Freitag – 7 Neziri, 22 Ngounou Djayo (88., 16 Heigl) – 12 Linsbichler (58., 9 Konjuhi)

Tore: 0:1 Ngounou Djayo (59.), 0:2 Konjuhi (69.)

Liveticker: 1.FC Kaiserslautern – TSV 1860 München (4.Spieltag)

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Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 4.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem 1.FC Kaiserslautern und dem TSV 1860 München!

Ein Sieg und zwei Unentschieden stehen für den TSV 1860 München bisher zu Buche. Heute treffen die Löwen auf den 1.FC Kaiserslautern, der keinen guten Start erwischt hat. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus dem Fritz-Walter-Stadion.

Liveticker TSV 1860 München Auswärtsspiel Spielstand 0:0

 

mögliche Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 3 Lang, 16 Goden – 8 Tallig, 14 Dressel, 23 Staude, 19 Biankadi – 15 Bär, 9 Mölders (C)

Bank:

Tore:

Die Personalsituation

Marius Willsch und Semi Belkahia sind noch verletzt. Daniel Wein trainiert inzwischen wieder mit der Mannschaft, ist aber für das heutige Spiel noch keine Option. Yannick Deichmann fehlt heute gelb-rot gesperrt. Ebenso ist Marco Mannhardt nach seiner roten Karte in Bayreuth nicht einsatzberechtigt. Ansonsten stehen Trainer Michael Köllner alle Spieler zur Verfügung. Erstmalig im Kader wird Leandro Morgalla stehen. Auch Nathan Wicht wird für seine guten Leistungen in den Toto-Pokal-Spielen belohnt.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Stefan Lex, Marco Hiller, Phillipp Steinhart und Stephan Salger haben je eine Gelbe Karte vorzuweisen. Da es allerdings erst ab fünf Gelben Karten eine Sperre gibt, haben die Löwen nichts zu befürchten.

sechzger.de Talk Folge 23

In Folge 23 des sechzger.de Talks unterhalten sich zwei sechzger.de Redakteure erstmalig mit einem externen Gast. Neben dem Spiel im Toto-Pokal gegen Saas-Bayreuth blicken die drei zusammen auch auf das heutige Spiel in Kaiserslautern.

Wo könnt ihr das Spiel 1.FC Kaiserslautern – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Gute Nachrichten für alle Löwenfans, die kein Ticket ergattern konnten: der BR überträgt die Begegnung im Free-TV (Fernsehen und Stream). Somit können nicht nur die mehr als 1.000 Löwenfans im Fritz-Walter-Stadion die Partie live verfolgen.

Seit Neuestem können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Den Gegner im Fokus: 1. FC Kaiserslautern – TSV 1860

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Technische Daten

1. Fußball-Club
Kaiserslautern e.V.
Gründung:
2. Juni 1900
Mitglieder:
16.500
Vereinsfarben: rot-weiß
Weitere Sportarten (aktuell): Basketball, Boxen, Handball, Headis, Hockey, Leichtathletik
Website der Fußball-Gesellschaft

Das letzte Mal

Dienstag, 4. Mai 2021
3. Liga, 35. Spieltag
1860 – FCK 3:0
Tore: Neudecker (31.),
Steinhart (52. & 69.)
Zuschauer: Geisterspiel

Auswärtsbilanz gegen Lautern

32 Spiele
7 Sieg
9 Unentschieden
16 Niederlagen

Gesamtbilanz gegen Lautern

65 Spiele
19 Siege
18 Unentschieden
28 Niederlage

Das erste Mal

Sonntag, 18. Juli 1948
FCK – 1860 5:1
Deutsche Meisterschaft
Viertelfinale
Wormatia Stadion, Worms
30.000 Zuschauer

Zum Reinhören: Das Vereinslied


Spielort

Fritz-Walter Stadion
auf Google Maps
Kapazität: 49.780
Eröffnung: 13. Mai 1920

Prognose 2021/22

Allen Pleiten und Pannen der letzten Jahre zum Trotz: Auch in dieser Saison zählen zahlreiche Trainer der 3. Liga den FCK zu den Aufstiegsaspiranten: Sechs Übungsleiter der Konkurrenz (darunter auch Löwentrainer Michael Köllner) trauen den Pfälzern heuer die Rückkehr in die 2. Bundesliga zu. Marco Antwerpen gibt die Vorschusslorbeeren zurück und nennt uns, Eintracht Braunschweig und Türkgücü als seine drei Top-Teams.
Einige Buchmacher waren vor der Saison dagegen noch deutlich skeptischer: Die Quote bei bet-at-home sortiert Kaiserslautern auf dem 11. Platz ein. “Wenigstens keine Abstiegsängste,” mag der eine oder andere Rote Teufel denken.

Tabellenplätze der Vorsaison:

3. Liga 2020/21:
1860 & Kaiserslautern

Lieblingsgegner

Gegen keinen anderen Verein hat der TSV 1860 seit dem Ende des 2. Weltkriegs so viele Pflichtspiele absolviert, wie gegen den 1. FC Kaiserslautern. Passend dazu verbindet die Fans beider Vereine schon seit einigen Jahrzehnten eine Fanfreundschaft.

Drittligabilanz I

Die jüngere Bilanz dieses Traditionsduells spricht klar für Sechzig: In der letzten Saison gelangen zwei souveräne 3:0-Siege. Bereits seit fünf Spielen sind wir gegen die Roten Teufel ungeschlagen – vier davon wurden gewonnen. Die letzte Niederlage für die Löwen gegen Lautern datiert vom 28. Juli 2018. Nach unserem Aufstieg und deren Abstieg war dies das allererste Drittligaspiel in der Geschichte beider Clubs – vor über 40.000 Zuschauern auf dem Betzenberg.

Drittligabilanz II

In der Ewigen Tabelle der 3. Liga trennen die zwei Vereine – trotz der sehr unterschiedlich verlaufenen vergangenen zwei Spielzeiten – nur drei Plätze. Der TSV 1860 liegt – vor Dortmund II – auf Platz 36, der FCK – hinter Darmstadt – auf Rang 39.

4.Spieltag der dritten Liga: Das Freitagsspiel Viktoria Berlin – Hallescher FC

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sechzger.de Logo Löwe mit weiß-blauer Fahne 1860
sechzger.de Logo 1860

Die erste Partie des vierten Spieltags der dritten Liga lautete heute Abend Viktoria Berlin – Hallescher FC. 2.500 Zuschauer verfolgten das Spiel im Berliner Jahnsportpark.

Abtasten in der ersten Viertelstunde

Der Tabellenführer begann das Spiel nach dem Sieg am vergangenen Sonntag gegen den 1.FC Kaiserslautern wieder aus einer soliden Defensive und wollte erneut über schnelle Umschaltsituationen Torchancen kreieren. Der Hallesche FC hatte diesen Braten allerdings gerochen und agierte im Mittelfeld mit der gebotenen Vorsicht.

Attraktiver Kick bis zur Pause

In der 14. Minute erfolgte dann der Weckruf durch einen Pfostenschuss des Halleschen FC. Zimmerschied zog aus etwa 20 Metern ab und setzte dann Ball an den linken Außenpfosten. Danach wurde das Spiel offener und es entwickelte sich bis zur Halbzeit ein munteres Hin und Her.

Zunächst hatten die Gastgeber drei gute Möglichkeiten. Durch einen Ballgewinn und schnelles Umschalten im Mittelfeld wurde schließlich Küc von Cigerci frei gespielt, der den Ball aus aussichtsreicher Position an den Pfosten setzte (19. Minute). Dann war es nur drei Minuten später Becker, der Halle-Keeper Müller zu einer Glanzparade zwang. Müller konnte den wuchtigen Schuss gerade noch um den Pfosten lenken. Bei der darauffolgenden Ecke prallte der Ball dann gefährlich von Terence Boyd ab und Müller konnte Zentimeter vor der Torlinie in höchster Nor zur Ecke klären.

Führungstreffer durch Terence Boyd

In der 28. Minute war es dann Terence Boyd vorbehalten durch einen platzierten Schuss ins lange Eck das 0:1 zu erzielen. Zimmerschied hatte Boyd hervorragend angespielt. Beim Torjubel vor der beeindruckend lauten Hallensr Fankurve sah Boyd noch den gelben Karton.

Bis zur Pause wogte das Spiel weiter hin und her, ohne dass allerdings bemerklenswerte Chancen heraussprangen. So ging der Hallesche FC auf Grund der höheren Effektivität vor dem Tor mit einer nicht unvedienten Führung in die Pause.

Kämpferischer Auftakt in der zweiten Halbzeit

Nachdem im ersten Durchgang klar das spielerische Element im Vorderugrund stand, wurde es in der zweiten Hälfte zunehmend kämpferischer. Das lag vor allem an den Hallensern, die sich weiter zurückzogen und den Berlinern das Spiel weitgehend überließen. In der 51. Minute gab es dann die erste Chance zum Ausgleich für die Berliner. Küc setzte sich schön im Strafraum durch und spielte auf Falcao. Dieser konnte den Ball allerdings nur direkt auf Müller im Hallenser Tor bringen, anstatt ihn besser zu platzieren.

Halle steht sicher

Die Hallenser standen nun hinten sicher und ließen kaum Chancen der Viktoria zu. So war es Boyd, der in der 70. Minute das 0:2 auf dem Fuß hatte. Guttau passte den Ball gefährlich in die Mitte, Boyd verpasste den Ball vor dem leeren Tor um Haaresbreite.

Das Spiel verflachte dann zusehends, da die Berliner kein Rezept gegen die tiefstehenden Gäste aus Halle fanden. Ein Volleyschuss von Küc aus guter Position war die einzige Halbchance auf den Ausgleich. So endete das Spiel Viktoria Berlin – Hallescher FC 0:1 unbd der AUfsteiger kasierte die erste Niederlage der Saison.

Offiziell: Grünwalder Stadion mit bis zu 50% Auslastung

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Luftaufnahme Grünwalder Stadion
Grünwalder Stadion aus der Vogelperspektive

Bayerns Sport- und Innenminister Joachim Herrmann hat heute in einer Pressemitteilung den Beschluss von neuen Regelungen verkündet. Damit steigt die mögliche Auslastung im Grünwalder Stadion auf bis zu 50%.

Bundesbeschlüsse werden in Bayern umgesetzt

Wie am heutigen Freitag bekannt wurde, werden die Beschlüsse auf Bundesebene von Bayern eins zu eins umgesetzt. Im Grünwalder Stadion bedeutet dies, dass zukünftig eine Auslastung von 50% aller Plätze erlaubt ist. 7.500 Tickets könnte der TSV 1860 München also verkaufen. An Interessenten hierfür dürfte es nicht mangeln, auch wenn der Kartenvorverkauf zuletzt teils überraschend schleppend lief.

Auslastung im Grünwalder Stadion gegen Köln unverändert

Für das Heimspiel gegen Viktoria Köln dürfte die Anpassung der Regelung allerdings zu spät kommen. Die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden dürfen auf Basis der neuen Lockerung, die offiziell erst am Montag in Kraft tritt, zwar bereits an diesem Wochenende Spiele mit 50% Auslastung bzw maximal 25.000 Zuschauern zulassen. Doch die Rudelbildung ist bereits abgeschlossen und die Personalisierung in vollem Gange. Zudem müsste das aktuelle Hygienekonzept grundlegend überarbeitet werden. Das dürfte in der Kürze der Zeit kaum möglich sein.

Ob es überhaupt zu einem Spiel vom TSV 1860 München mit 7.500 Fans kommen kann, liegt auch am weiter steigenden Inzidenzwert. Stand heute liegt dieser bei 43, ab 50 gelten die alten Regelungen (maximal 1.500 Zuschauer). Das nächste Heimspiel der Löwen nach dem Duell mit Viktoria Köln findet am Samstag, den 04.09. statt. Gegner ist dann der SV Meppen, der bisher aus drei Spielen vier Punkte erzielen konnte. Fraglich, ob der Wert in zwei Wochen nicht schon längst die 50er Marke überschritten hat. Trotz allem ist die neue Regelung ein Schritt in die richtige Richtung.

TSV 1860 München II beim TSV 1880 Wasserburg gefordert

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Frank Schmöller, Trainer beim TSV 1860 München II (U21)

Nicht nur die Profis der Löwen sind morgen im Einsatz. Zeitgleich spielt auch der TSV 1860 München II in Wasserburg.

Aufstiegsaspirant Nummer 3

Am Samstag, den 21.08.2021 trifft der TSV 1860 München II auf den TSV 1880 Wassburg. Aufgrund von mehreren Englischen Wochen wird bereits der 8.Spieltag in der Bayernliga Süd bestrittten. Die kleinen Löwen konnten in den letzten drei Spielen nur einen Punkt holen, hatten es aber auch mit schweren Gegnern zu tun. Sowohl Türkspor Augsburg als auch der SV Donaufstauf zählen zum Favoritenkreis. Auch der morgige Gegner aus Wasserburg schielt in Richtung Regionalliga Bayern und wird somit keine leichte Aufgabe für den TSV 1860 II.

Das weiß auch Trainer Frank Schmöller und äußert sich auf der Homepage der Löwen wie folgt: „Gegen Wasserburg brauchen wir eine gute Leistung. Wir müssen nochmals alle Kräfte mobilisieren. Es ist eine Aufgabe, die nicht ganz ohne ist!“ Verzichten muss er dabei auf seinen Kapitän Valentin Sponer, der gleich mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Ansonsten wird Schmöller zusätzlich auf alle Spieler zurückgreifen können, die beim Spiel in Kaiserslautern nicht im Kader stehen. Immer wieder waren Profis beim TSV 1860 II im Einsatz, der Austausch mit Michael Köllner funktioniert gut. Wenn es dem Trainer der ersten Mannschaft möglich ist, besucht er regelmäßig die Spiele der Sechzig Amateure.

Beschenkt der TSV 1860 II in Wasserburg den Coach?

Frank Schmöller hofft dabei am morgigen Samstag auf ein Spiel wie zuletzt gegen Türkspor Augsburg. „Auf dieser Leistung können wir aufbauen. Wir müssen aber erneut bereit sein, über den Schweinehund hinweg zu gehen.“  An Motivation sollte es den Löwen nicht mangeln, schließlich wollen die Spieler ihren Trainer reichlich beschenken. Schmöller feiert morgen seinen 55.Geburtstag und hätte sicher nichts gegen drei Punkte einzuwenden.

Anpfiff ist am Sportplatz Landwehrstraße in Wasserburg um 14:00 Uhr.

Pressekonferenz des 1.FC Kaiserslautern vor Duell mit dem TSV 1860

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Mannschaftsbus 1.FC Kaiserslautern beim Auswärtsspiel gegen den TSV 1860 München

Vor dem morgigen Duell gegen den TSV 1860 München empfing der 1.FC Kaiserslautern heute die Pressevertreter zu einer rund 15-minütigen Pressekonferenz.

Stimmung nach dem 0:4 am Boden

Rund 15 Minuten später begann die heutige Pressekonferenz in Kaiserslautern. Trainer Marco Antwerpen verbrachte mehr Zeit als gedacht auf dem Trainingsplatz mit seiner Mannschaft. Die Roten Teufel haben allerdings nach dem bitteren 0:4 gegen Aufsteiger und Ligaprimus Viktoria Berlin auch einiges gut zu machen.

Dass die Stimmung dort nicht gerade die beste ist, zeigte eine Frage von Thomas Hilmes (Der Betze brennt) auf. Videos von unter der Woche und die Trainingskiebitze dokumentierten nicht nur die bedrückte Laune der Spieler, sondern attestierten auch zu wenig Gespräche auf dem Platz oder schwache Torabschlüsse. Die Nerven bei den Fans liegen allmählich blank, vor allem der schlechte Auftritt in Berlin drückt auf die Gemüter. Das zeigt unter anderem ein Kommentar unter dem Youtube-Video der Pressekonferenz vom 1.FC Kaiserslautern von User Matthias Lange.

Meiner Meinung nach der erste wirklich schlechte Interview von MA. Man merkte dass er (verständlicherweise) keinen Bock auf das Interview hatte, und wie erleichtert er war als es zu Ende war. Die “Antworten” waren entgegen seiner normal sehr direkten Art allesamt leeres Blabla aus Worthülsen. Die Mannschaft ist lustlos, unmotiviert, hat kaum Spielverständniss und es mangelt an grundlegendem technischem Können (zumindest kommen sie so rüber momentan). Wer zum FCK kommt war wo anders Leistungsträger und wird bei uns schlecht, wer uns verlässt wird wo anders zum Leistungsträger. Das kann man so direkt benennen und nicht mit “Lösungen finden” umschreiben. Auch finde ich es bedenklich wenn man jetzt noch nicht sicher ist welches System das Richtige für die Mannschaft ist. Alles in allem sehr frustrierend. Ansonsten sind mir wieder die guten Fragen von Thomas Hilmes aufgefallen, man merkt halt dass er den Verein lebt und nicht die üblichen austauschbaren Fragen stellt.

Dass die Anhänger bereits jetzt ein wenig den Spaß an ihrem Verein verloren haben, zeigt auch dein Blick auf die aktuell verkauften Ticketzahlen. Von den 20.000 Karten wurden bisher gerade einmal 8.000 verkauft. 1.000 Karten davon sind zudem im Gästeblock erhältlich. Im restlichen Stadion könnte es also etwas leerer werden. Noch bis morgen um 9 Uhr können Karten erworben werden. Auch zum Saisonauftakt war das Stadion nur knapp zur Hälfte gefüllt. 10.600 Zuschauer sahen das torlose Unentschieden gegen Eintracht Braunschweig. Apropos torlos: als einziges Team in der 3.Liga sind die Roten Teufel noch ohne eigenen Treffer.

Personalsorgen beim 1.FC Kaiserslautern werden auf der Pressekonferenz sichtbar

Trainer Marco Antwerpen ist sich indes bewusst, dass seine Mannschaft bessere Leistungen zeigen muss und gelobt Besserung: “Wir haben der Mannschaft deutlich zu verstehen gegeben, dass wir mit der Leistung nicht einverstanden waren.” Nicht nur taktisch stellt sich dabei die Frage nach der ersten Elf. Wer im Kampf um drei Punkte gegen den TSV 1860 München in der Startaufstellung beziehungsweise im Kader stehen wird, ist in der Pfalz noch nicht abschließend geklärt. Denn das Lazarett umfasst möglicherweise bis zu neun Spieler. Neben sechs Langzeitverletzten ist auch ein Einsatz von Kenny Prince Redondo (Wadenprobleme), René Klingenburg (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Hendrick Zuck (steifer Nacken) fraglich.

Wie sich der 1.FC Kaiserslautern gegen die Löwen schlagen wird, zeigt sich ab 14 Uhr. Neben dem Free-TV Angebot kann man das Spiel auch selbstverständlich wieder im sechzger.de Liveticker verfolgen. Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion ist um 14:03 Uhr.