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Kränze am Sechzgerstadion in Gedenken an Peter Grosser

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In Erinnerung an Peter Grosser

Fans des TSV 1860 München haben am Sechzgerstadion Kränze und Kerzen in Gedenken an Peter Grosser abgelegt.

Ein großes Bild vom Meisterkapitän, dazu zwei große Kränze. Einer mit der Aufschrift “Ruhe in Frieden Peter Grosser – Oide Löwen”. Der andere mit fast identischer Aufschrift von den “Münchner Löwen”.

Auch ein paar Kerzen sind inzwischen dort.

Dem ist nichts hinzuzufügen, alles gesagt.

Ruhe in Frieden, Peter Grosser.

Peter Grosser (1938-2021): Nachruf auf einen Meisterlöwen

LÖWENRUNDE: Vorstellung von Keanu Staude

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Schon über einen Monat ein Löwe

Der Start von Keanu Staude beim TSV 1860 München war ein wenig holprig: Kurz nach der Bekanntgabe des Transfers am 29. Januar wurde der Offensivspieler positiv auf das Corona-Virus getestet. Er war damit der erste Spieler im Löwenkader mit diesem Befund. Auf den Spielbetrieb der 3. Liga hatte das Testergebnis zum Glück keinen Einfluss. Nach überstandener Infektion stieg der seit 24. Januar 24jährige dann am 9. Februar ins Mannschaftstraining ein und stand – endlich möchte man sagen – bei der 1:2-Niederlage gegen den. 1. FC Saarbrücken in Völklingen am 20. Februar zum ersten Mal im Löwentrikot auf dem Platz. Michael Köllner wechselte ihn beim Gastspiel im Saarland in der 68. Minute für Stefan Lex ein. Am vergangenen Freitag gegen die SpVgg Unterhaching erfolgte der gleiche Wechsel in der 83. Spielminute.

Erster Auftritt im mintfarbenen Auswärtstrikot des TSV 1860: Keanu Staude in Völklingen

Wie er sich selbst sieht

Heute Vormittag wurde der Neuzugang der Münchner Presse im Rahmen einer Zoomkonferenz vorgestellt. Gut gelaunt und für seine Aufgabe auf dem Rasen top-motiviert präsentierte sich der Vegetarier, der sich auch schon einmal eineinhalb Jahre lang vegan ernährt hat, den Zuhörern. Sein aktuelles Leistungsvermögen quantifizierte er – nach der überstandenen und  auch von Smyptomen begleiteten Corona-Infektion – auf mögliche 60 bis 70 Minuten Spielzeit. Seine Lieblingsposition ist im Zentrum: “Ich bin sehr spielfreudig und auch kreativ. Ich glaube, da kann ich der Mannschaft helfen.”

Vorbild Ronaldo und Arminia-Fan

Sechzger.de wollte wissen, wer Staudes fußballerische Vorbilder sind oder in der Jugend waren und er bezeichnete Cristiano Ronaldo in diesem Zusammenhang als das “Nonplusultra”. Von den technischen Fähigkeiten ist auch Neymar ein Spieler, der dem Neulöwen gut gefällt, den er allerdings auch durchaus kritisch sieht. Sein Herz schlägt – auch aufgrund der familiären Prägung durch den Vater – für den Verein, dem er sich schon mit nur acht Jahren anschloss: Arminia Bielefeld.

“Real Junior Cup” führte ihn schon Mal nach München

Im zarten Alter von 13 Jahren war Keanu Staude einmal zu einem Probetraining in München zu Gast. Beim anderen Verein aus der Seitenstraße. Dies war für ihn eine interessante Erfahrung, die allerdings eher den Charakter eines Ausflugs hatte. Wirkliche Ambitionen, in der Folge die damals noch recht kleinen Fußballschuhe für den Rekordmeister zu schnüren, gab es offensichtlich nicht. Und dagegen ist auch elf Jahre später nichts einzuwenden!

DAS SECHZGER-SPIEL DES MONATS. Vor 50 Jahren: TSV 1860 München – FC Wacker München

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TSV 1860 Löwen Historie

DAS SECHZGER-SPIEL DES MONATS – Eine neue Rubrik auf sechzger.de
Einmal im Monat wird Euch ab sofort unser Autor Thomas Bohlender in die Vergangenheit des TSV 1860 München entführen und ein – aus seiner Sicht – besonderes Spiel näher vorstellen. Sein “Sechzger-Spiel des Monats”. Viel Spaß auf dieser Zeitreise!

Duell der Gegensätze

Am 6. März 1971 kam es an der Grünwalder Straße zu einem ganz besonderen Derby. Dabei traf Aufstiegshoffnung auf Untergangsstimmung. Offiziell hieß das: TSV 1860 München – FC Wacker München!

Die Blausterne

Nichts deutet heute mehr darauf hin, dass der FC Wacker, im Münchner Stadtteil Sendling zuhause, einst eine ganz große Nummer im bayerischen, ja sogar im deutschen Fußball war. 1922 und 1927 erreichte man jeweils das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Bis 1992 spielte der FC Wacker durchgehend seit seiner Gründung im Jahre 1903 mindestens in der dritthöchsten Liga.

Wenig übrig vom Glanz lang vergangener Zeiten…
…Die Bezirkssportanlage an der Demleitnerstraße in Sendling

Das vergessene Münchner Lokalderby

Am 6. März 1971 traf der FC Wacker als Aufsteiger in die damals zweitklassige Regionalliga Süd im Münchner Lokalderby auf den TSV 1860 München. Der war in der Vorsaison mehr oder weniger sang- und klanglos aus der Bundesliga abgestiegen. Mit einer runderneuerten Mannschaft, bei der aus der Meistermannschaft von 1966 nur noch Wagner, Rebele und für drei Einsätze Kohlars übrig geblieben waren, wurde unter Trainer Hans Tilkowski der sofortige Wiederaufstieg angepeilt.

Die Stimmung bei den Löwen vor dem Derby war prächtig aber angespannt, die Ausgangslage rosig – hatte man doch aus den letzten sechs Spielen vier Siege mitgenommen – und der Gegner schwach. Was sollte da aus Löwensicht schon passieren? Jetzt ein lockerer Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten und der zweite Platz hinter dem 1. FC Nürnberg, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga berechtigten würde, schien zum Greifen nah.

TSV 1860 München – FC Wacker München

9.000 Zuschauer im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße – beim ersten Aufeinandertreffen in der Hinrunde, das der TSV 1860 mit 3:0 klar gewonnen hatte, waren es noch 15.000 gewesen – erlebten aber, entgegen aller Vorhersagen, überraschenderweise eine höchst spannende Partie. Der FC Wacker ging in der 32. Minute durch Gerhard Mansfeld mit 1:0 in Führung und die Sechzger konnten erst in der 74. Minute durch ein Elfmetertor von Hansi Rebele ausgleichen. Wars das schon? Sollte der große TSV 1860 ausgerechnet gegen den kleinen Lokalrivalen ins Stolpern geraten und all seine Aufstiegsambitionen begraben müssen? In der 90. Minute erlöste Karl-Heinz Leufgen mit seinem Tor zum 2:1 die schon verzagten Löwenfans.

Ein Derbysieg als Randnotiz

So vergessen wie der Torschütze, der in nur 13 Spielen für den TSV 1860 auflief, so wenig ist auch dieses Spiel in Erinnerung geblieben. Der Sieg am 27. Spieltag im Lokalderby, er war kein Meilenstein, kein Wendepunkt, er blieb, was er war: eine Randnotiz. Denn in den letzten fünf Spielen der Saison konnten die Löwen nur einmal gewinnen, zu wenig für den zweiten Platz, den sich der Karlsruher SC schnappte. Der Traum vom unmittelbaren Wiederaufstieg in die Bundesliga war dahin. Der TSV 1860 München beendete die Saison auf einem ruhmlosen 4. Platz, der FC Wacker stieg als Tabellenletzter in die Bayernliga ab. Den späteren Niedergang des Vereins in die Tiefen des Amateursport ahnte damals noch niemand. Der endgültige Untergang für die Sendlinger Vorstadtkicker kam 20 Jahre später: Finanzielle Unregelmäßigkeiten, Insolvenz, Absturz in die unterste Spielklasse. Für die Sechzger lief es da schon besser, aber zunächst auch nicht rund: Sechs mühevolle Jahre sollte es noch dauern, bis sie 1977 das gelobte Land der Bundesliga wieder erreicht hatten.

Die Aufstellung des TSV 1860

Löwen-Trainer Hans Tilkowski bot damals folgende Mannschaft auf:

Fraydl – Kroth, Wagner (76. Bredenfeld), Lex, Schmidt – Reichenberger, Hiller, Rebele – Metzger, Purucker, Holenstein (46. Leufgen)

Tore: 0:1 Mansfeld (32.), 1:1 Rebele (74.), 2:1 Leufgen (90.)

Statistiken rund um die Löwen

Wenn Ihr Interesse an Statistiken rund um den TSV 1860 habt, dann legen wir Euch sowohl den Statistik-Teil auf unserer Homepage ans Herz, als auch das großartige Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys.

TSV 1860 München e.V.: Vorstellung Abteilung Turnen & Freizeitsport

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Rhythmische Sportgymnastik TSV 1860

Nachdem wir Euch in der Vergangenheit bereits die Abteilungen Vereinsgeschichte, Wassersport und Bergsport vorgestellt haben, geht es heute mit der Abteilung Turnen & Freizeitsport weiter. Deren Zusammensetzung erscheint auf den ersten Blick ein wenig kurios, ergibt aber aufgrund des Breitensport-Gedankens des TSV 1860 München e.V. durchaus Sinn.

Geschichte der Abteilung

Die Turnabteilung gehört zu den Gründerabteilungen des TSV München von 1860. Bereits 1848 schlossen sich die Urväter zum Münchner Turnverein zusammen, der zwei Jahre später wieder verboten wurde. Zwölf Jahre danach startete man mit dem „Verein zur körperlichen Ausbildung“ einen neuen Versuch. Erst ab 1862 hieß man wieder „Münchner Turnverein“.

Anfang der 20er Jahre entwickelte sich Turnen zum Wettkampf- und Leistungssport im Verein. Den größte Erfolg erzielte Ingo Stangl mit dem Gewinn der Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 1936. Die Abteilung Freizeit entstand im Jahr 1972 im Sinne einer leistungsstarken Freizeit-Fußballmannschaft aus ehemals aktiven Spielern des TSV. Diese erfolgreiche Mannschaft schloss sich 1994 der Fußballabteilung an.

TSV 1860: Abteilung Turnen & Freizeitsport

Die Löwen integrierten 1975 weitere Freizeitangebote für Fitness- und Konditionsbewusste in diesen Bereich, was bis heute Bestand hat. Durch die Zusammenlegung der beiden autonomen Abteilungen bündelten die Löwen die sportlichen Aktivitäten. Der Turn- und Freizeitsport des TSV München von 1860 ist mittlerweile die drittgrößte Abteilung des Vereins.

Aktuelle Sportangebote

Im Bereich Breitensport ist die Abteilung Turnen & Freizeitsport beim TSV 1860 München sehr vielfältig aufgestellt. Zum Einen umfasst das Angebot Eltern-Kind-Turnen, Kinderturnen und Gerätturnen für Mädchen. Zum Anderen kommen aber auch sportliche Aktiviäten abseits des Turnens zur Geltung.

So etablierten sich in den vergangenen Jahren das Laufen im Löwenrudel, das Radlrudel, Rope Skipping und auch das Nordic Walking beim TSV 1860. Auch verschiedene Arten der Gymnastik für Erwachsene und Senioren erfreuen sich bei den Löwen großer Beliebtheit und werden stark frequentiert.

Thematisch etwas aus der Reihe fällt die Sparte Tischtennis. Die Aktiven hegen jedoch keinerlei Wettbewerbsgedanken und man nimmt auch an keinen Ligen oder Wettbewerben teil. Insofern macht die Eingliederung in die Abteilung Freizeitsport absolut Sinn.

Den Leistungs- und Wettkampfsport deckt die Rhythmische Sportgymnastik (RSG) ab, in der bayern- und deutschlandweit regelmäßig Treppchenplätze eingefahren werden.

Giesing international

Klar, es gäbe Hunderte Geschichten zur Abteilung zu erzählen, aber eine möchten wir Euch exemplarisch präsentieren. Im Jahr 2019 nahmen drei Läufer aus dem Löwenrudel am Pjöngjang-Marathon in Nordkorea teil und hielten die weiß-blauen Fahnen hoch. Rund 1.000 Sportler gingen an den Start und wurden bei der Zielankunft im Stadion von 50.000 Zuschauern gefeiert. Gerade im Bereich Freizeitsport sind die Löwen rund um die Welt für den TSV 1860 im Einsatz!

Unverzichtbares Thema: Corona

Da die meisten sportlichen Aktivitäten indoor stattfinden, leidet die Abteilung unter Corona und den damit einhergehenden Einschränkungen ganz besonders. Phantasie war und ist gefragt, aber wie heißt es so schön in einem Lied aus dem Stadion? Das kann doch einen Löwen nicht erschüttern…

So finden Kinderturnen und Gerätturnen des Öfteren online statt, ebenso das RSG-Training im Leistungssportbereich. Im Frühling und Sommer 2020, als man in (Klein-)Gruppen an der frischen Luft Sport machen durfte, verlegten die Übungsleiter/-innen manche Kurse nach draußen, z.B. an die Isar. Die Outdoor-Sportarten konnten die Freizeitsportler zu der Zeit unter Einhaltung des Mindestabstandes durchführen.

Selbstverständlich können manche Kurse auch wieder an die frische Luft verlegt werden, wenn Sport in Gruppen wieder erlaubt sein wird. Hoffentlich dürfen die „Draußen-Sportarten“ Laufen, Radlrudel und Nordic Walking bald wieder loslegen.

In der Zwischenzeit haben sich die Trainer/-innen im Rahmen von Online-Kursen des BLSV oder BTV fortgebildet und freuen sich, ihr neuerlerntes Wissen an die Aktiven des TSV 1860 weiterzuvermitteln.

Wie gehts nach Corona weiter?

Im Breitensport soll das Sportprogramm wieder Fahrt aufnehmen und zurück in seinen gewohnten Rhythmus kommen. Gerade für den Zusammenhalt der Mitglieder wäre das enorm wichtig. Man trainiert gerne zusammen, Freundschaften entstanden/entstehen und das Vereinsleben kann gelebt werden.

Im Sektor Leistungssport bei der Rhythmischen Sportgymnastik ist das Bestreben, so schnell wie möglich wieder regelmäßig unter besten Bedingungen in der Halle trainieren zu können. Nur so kann die Leistung wieder aufgebaut und die Mädchen auf ein Level gehievt werden, um wieder auf Wettkampfniveau erfolgreich zu sein.

Kontakt zur Abteilung

Wer sich regelmäßig über die Abteilung Turnen & Freizeitsport informieren möchte, der kann dies über die Homepage des Vereins oder die Facebook-Seite der Abteilung tun. Als Ansprechpartnerin steht Euch Linda Seidl zur Verfügung, der wir an dieser Stelle auch herzlich für die Informationen danken, die diesem Artikel zugrunde liegen.

Bilder:
Homepage TSV 1860 München e.V., Facebook Abteilung Turnen & Freizeitsport und privat.

Sechzig um sieben: Augenmerk aufs defensive Mittelfeld und News aus der dritten Liga

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Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Guten Morgen, liebe Löw*innen, das Spiel in Duisburg rückt näher und die Vorbereitung läuft auf vollen Touren. Michi Köllner wird in dieser Woche wohl besonderes Augenmerk aufs defensive Mittelfeld legen. Nach dem erneuten Kreuzbandriss von Quirin Moll und der Verletzung von Daniel Wein gehen langsam die 6er aus. Eine Alternative für die Position könnte Dennis Erdmann sein, da Stephan Salger seine Sperre abgesessen hat und voraussichtlich in die Startelf zurückkehren wird. Dann könnte Semi Belkahia in der Innenverteidigung verbleiben und Erdmann ins defensive Mittelfeld aufrücken.

Aber auch die Variante mit Tallig und Dressel hat ja gegen Haching gut funktioniert. Und Debütant Mannhardt hat sicher auch Blut geleckt und will weiter Drittligaluft schnuppern. Wir sind gespannt, wie das Trainerteam den Fall lösen wird. Heute sind zwei Trainingseinheiten angesetzt, da wird der Coach sicher wertvolle Eindrücke gewinnen, um die bestmögliche Elf für den Ausflug in den Pott am Samstag zusammenzustellen. Diese Eindrücke hat das Trainerteam natürlich weiterhin exklusiv, denn das Stüberl und der Shop bleiben weiterhin geschlossen. So können wir leider kein Augenmerk aufs defensive Mittelfeld legen…

News aus der dritten Liga

Magdeburg gewinnt mal wieder

Wie wir bereits gestern berichteten, konnte der neue Magdeburger Trainer Christian Titz seinen ersten Sieg einfahren. Bei der Kölner Viktoria siegten die Ostdeutschen mit 4:2.

Sebastian Jacob fällt verletzt aus

Der Saarbrücker Stürmer, der bislang eine starke Saison spielt, wird für das heutige Nachholspiel in Duisburg und wahrscheinlich auch am Wochenende gegen den KFC Uerdingen ausfallen. Bis zu seiner Verletzung stand Jacob in jedem Spiel auf dem Feld und ist ein echter Dauerbrenner in der Liga. Zudem erzielte er acht Tore.

28 Meldungen: Lizenzanträge aus den Regionalligen

Nach dem Meldeschluss am Montag Nachmittag gab der DFB nun bekannt, dass 28 Anträge aus den fünf Regionalligen auf eine Drittligalizenz eingegangen sind. Das ist Rekord! Welche Vereine genau sich beworben haben, teilt der DFB nicht mit. Wie liga3-online in Erfahrung brachte, kommen aus dem Norden Teutonia Ottensen, der HSV II und der TSV Havelse in Frage. Havelse möchte übrigens im Niedersachsenstadion von Hannover 96 spielen. Teutonia Ottensen, wer von Euch Groundhoppern war da schon?

Damit wünschen wir Euch einen schönen Mittwoch! Wie immer erfahrt Ihr alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und der dritten Liga bei uns.

Sechzig@18:60 – Ein Tag im Zeichen der Trauer beim TSV 1860

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Der TSV 1860 München trauert – ein schwerer Tag für die Löwen

Der heutige Tag ist ein trauriger für Fans und Offizielle des TSV 1860 München. Der Kapitän der Meistermannschaft von 1966, Peter Grosser, ist gestorben. Uns erreichte diese Nachricht heute um kurz nach 11:00 Uhr. Große Bestürzung – und dann die Überlegung, was man mit dieser Nachricht macht.

Bei „Anlässen“ wie diesen geht es jedoch nicht darum, die erste Schlagzeile bringen zu können. Die Mitteilung über den Tod des Kapitäns – das wollten wir dem TSV 1860 selbst überlassen.

Leider war Löwen-Pressesprecher Rainer Kmeth gerade in einer Besprechung und nicht erreichbar. Nachdem die Nachricht dann bereits durch diverse WhatsApp-Gruppen geisterte und wir mehrere Anrufe zu dem Thema bekamen, haben wir uns dann doch für eine Veröffentlichung vor dem TSV entschieden. Schwere Entscheidung, aber uns war klar dass innerhalb der nächsten Minuten ohnehin eine Zeitung oder ein Internet-Portal die traurige Nachricht veröffentlichen wird.

All das ist aber nicht wirklich wichtig. Wichtig ist nur eines: Ruhe in Frieden, Peter Grosser. Stefan Kranzberg hat noch einen Nachruf verfasst.

Annäherung unter den 1860-Blogs?

Dabei hätte das eigentlich ein schöner Tag für den TSV 1860 werden sollen. Die Löwen trainierten bei Sonnenschein. Wir haben unter den Blogs des TSV eine Annäherung feststellen können. Darüber haben wir an dieser Stelle berichtet.

Die Taktiktafel

Etwas untergegangen ist dabei auch die TAKTIKTAFEL von Bernd Winninger vom Heimspiel-Sieg gegen die Spielvereinigung Unterhaching. Hättet ihr z.B. geglaubt, dass die Hachinger 60% Ballbesitz hatten? Dies und einige interessante Fakten mehr findet ihr wie immer in der TAKTIKTAFEL.

Sportclub Verl – nächste Saison Heimspiele in Gütersloh?

Dass der Sportclub Verl seine Heimspiele nächstes Jahr evtl. in Gütersloh austragen möchte, ist vor allem für die Groundhopper unter den Löwen interessant. Wobei wir ja nach wie vor hoffen, dass die Löwen nächstes Jahr eine Liga über dem SC Verl spielen. Nein, wir wünschen dem SC Verl nicht den Abstieg – der Löwe soll nach oben.

Viktoria Köln – 1. FC Magdeburg

Aus ähnlichem Grund ist auch die Partie Viktoria Köln gegen Magdeburg für den Löwen nur bedingt interessant gewesen. Der 1. FCM gewann mit 4:2. Beide Mannschaften sind jedoch in einer Tabellenregion, in der die Löwen in dieser Saison bitte nicht mehr landen sollen.

Peter Grosser (1938-2021): Nachruf auf einen Meisterlöwen

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Die traurige Nachricht erreichte die sechzger.de-Redaktion heute Vormittag: Meisterlöwe Peter Grosser ist tot! Bei einer Persönlichkeit wie dem langjährigen Kapitän, die den TSV 1860 geprägt hat und der die Löwen vieles zu verdanken hat, fällt es schwer, einen Nachruf zu verfassen, der dem Verstorbenen gerecht wird. Wir versuchen es dennoch.

Peter Grosser (1938-2021)

In Erinnerung bleiben wird uns Peter Grosser nicht nur als Kapitän der Meistermannschaft, sondern auch als Mensch, der sich auch lange nach Ende seiner Karriere mit dem TSV 1860 München beschäftigt und identifiziert hat. Seine fußballerischen Wurzeln hatte der gebürtige Münchner jedoch nicht bei den Löwen, sondern beim MTV 1879 München, von wo aus er 1956 zum FC Bayern wechselte. Dort wurde er Jugend- und Amateurnationalspieler, ehe er 1958 in die 1. Mannschaft aufrückte. Zweimal wurde er gar für die A-Nationalmannschaft berufen, kam jedoch nicht zum Einsatz. Nachdem der FC Bayern die Qualifikation für die neugegründete Bundesliga verpasst hatte, wechselte Grosser 1963 nach 134 Einsätzen und 65 Toren für die Seitenstraßler zu den Löwen.

Nachruf auf einen Meisterlöwen

In seiner ersten Saison beim TSV 1860 stand Grosser verletzungsbedingt nur 18 Mal für das Team von Max Merkel auf dem Platz. Auch beim Pokalendspiel fehlte er, da der Trainer stattdessen auf Wilfried Kohlars setzte. In der kommenden Saison ging Grossers Stern bei den Löwen jedoch auf und er bestritt alle Saisonspiele. Natürlich war er auch beim Höhepunkt, dem Europapokalfinale in Wembley, auf dem Platz.

In der Saison 1965/66 ernannte Merkel den Edeltechniker statt Rudi Brunnenmeier zum Kapitän und Grosser dankte es ihm mit einer herausragenden Spielzeit. Wie sehr die Mannschaft von ihrem Führungsspieler abhängig war, zeigte sich daran, dass Grossers Formkrise zu Mitte der Saison Hand in Hand ging mit eher wechselhaften Ergebnissen in dieser Phase. Als es dann jedoch um die Meisterschaft ging, war Grosser wieder voll da und und trumpfte groß auf. Und so war es kein Zufall, dass es der Kapitän war, der mit seinem Tor zum 2:0 bei Borussia Dortmund am vorletzten Spieltag für die Vorentscheidung im Kampf um die Deutsche Meisterschaft sorgte. 1969 wechselte Grosser nach 130 Spielen und 49 Toren zu Austria Salzburg. Bis zu seinem Karriereende im Jahr 1975 bestritt Grosser dort 164 Erstligaspiele und erzielte 32 Treffer.

Nationalspieler Grosser

Doch nicht nur für die Löwen leistete Grosser Großes: Im entscheidenden Qualifikationsspiel für die WM 1966 bereitete er bei seinem Debüt in der Nationalelf das Siegtor von Uwe Seeler vor. Leider kam nur ein weiteres Länderspiel hinzu, für die WM in England verzichtete Bundestrainer Schön auf Grosser ebenso wie auf Stürmer Rudi Brunnenmeier.

Peter Grosser als Trainer und Funktionär

Dass einen wie Grosser der Fußball auch nach der aktiven Zeit nicht loslässt, liegt auf der Hand. So war zunächst als Jugendtrainer beim TSV Forstenried tätig, ehe er die SpVgg Unterhaching von der Bezirksklasse in die Bayernliga führte (1977-1987) und dort auch etliche Male mit den Löwen die Klingen kreuzte. 1988 führte er auch Türkgücü München als Trainer in die Bayernliga, ehe er in der Saison 1992/93 nochmal ein Comeback auf der Trainerbank der SpVgg feierte. Von 1990 bis 2011 war Peter Grosser zudem Vizepräsident der SpVgg Unterhaching.

Private Schicksalsschläge

Zwei harte Schicksalsschläge musste Peter Grosser in den vergangenen Jahren verkraften, als seine beiden Söhne vor ihm verstarben. Peter jun. kam bereits 1979 im Alter von 19 Jahren bei einem Autounfall ums Leben, Thomas verstarb 2008 mit 42 Jahren beim Fußballspielen. Was kann einem Menschen Schlimmeres passieren als seine eigenen Kinder zu überleben?

Ein großer Verlust für die Löwen

Heute nun ist Peter Grosser von uns gegangen. Die Löwen verlieren eine Ikone, eine Legende. Aber eins ist sicher: Er ist tief in der Geschichte unseres Vereins verankert und wird nicht vergessen werden.

Machs gut da oben, Peter! Und grüß die anderen Meisterlöwen, die Dich mit offenen Armen empfangen werden. Hier unten werden wir Dich vermissen und in bester Erinnerung behalten.

Beitragsbild: Archiv Schwarz Weiß Bregenz

Gemeinsam für Sechzig? „dieblaue24“ verweist auf Artikel von sechzger.de

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sechzger.de-Liveticker, Magdeburg

Größter TSV 1860-Blog „dieblaue24“ platziert Beitrag von sechzger.de an prominenter Stelle

Die Medienlandschaft beim TSV 1860 München hat sich seit den glorreichen Bundesligazeiten deutlich gewandelt. Die Printmedien kämpfen seit Jahren gegen die sinkenden Auflagen. Trotz deutlich ausgebautem Online-Angebot fahren fast alle Zeitungen einen Sparkurs. Das schlägt sich auch in der Berichterstattung nieder. Lange Jahre war “dieblaue24” das aktuellste Medium rund um den TSV 1860.

Kaum mehr Münchner Reporter bei Auswärtsspielen des TSV 1860

Die Zeiten, als eine große Anzahl Reporter aus München den TSV 1860 zu Auswärtsspielen oder ins Trainingslager begleitete, ist lange vorbei. Reporter wie Claudius Mayer (tz) oder Thomas Nuggis (Bild) waren früher fast überall dabei, wo der Löwe spielte. Unter der Woche fand man sie zumeist im Löwenstüberl. Das gilt übrigens auch für Oliver Griss, der zu dieser Zeit bei der Abendzeitung war. Er ist jedoch als einziger aus dieser Zeit übrig geblieben.

Oliver Griss fährt immer noch – für „dieblaue24“

Auch wenn er nicht mehr für die Abendzeitung schreibt, sondern seinen eigenen Blog über den TSV 1860 aus dem Boden gestampft hat: „dieblaue24“. Wir haben erst kürzlich ausführlich darüber berichtet, als die Mehrzahl der db24-Leser in einer Umfrage auf der Seite für den Ausbau des Grünwalder Stadions auf 18 000 Zuschauer stimmte.  Gerade eben sind die guten Ergebnisse des Vorjahres übrigens bestätigt worden. Wieder ist „dieblaue24“ der zweitgrößte Fußballblog ohne großes Medienhaus im Hintergrund.

Verhältnis der TSV 1860-Blogs zueinander leider nicht das Beste

Spannen wir den Bogen zurück zu den 1990ern, zu Mayer, Nuggis, Griss. Die saßen im Löwenstüberl oder bei Auswärtsspielen zusammen und ratschten. Natürlich waren sie auch Konkurrenten, aber sie hatten zumindest für Außenstehende ein gutes Verhältnis zueinander. Das ist heutzutage beim TSV 1860 leider anders.

Egal ob man sich bei den Löwen am Trainingsgelände, auswärts im Zug oder auf der Pressetribüne im Stadion trifft, es herrscht eisiges Schweigen. Versuche, ins Gespräch zu kommen werden bislang mit Missachtung oder maximal verständnislosem Kopfschütteln beantwortet. Auch schriftliche Kontaktversuche – z.B. vor dem Trainingslager des TSV 1860 in Windischgarsten – führten bislang nicht zum gewünschten Erfolg.

Gemeinsam für Sechzig – auch in der Presselandschaft?

Um so überraschter waren wir gestern, als unser Artikel zum Chemnitz-Spiel vor einem Jahr auf „dieblaue24“ auftauchte.

„Stellvertretend für viele Fans haben wir in Facebook einen lesenswerten Beitrag von Janina Huber vom Fanclub Buchbach-Steeg gefunden. Sie schreibt: “One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit.“

Abgebildet war dann der Facebook-Beitrag vom 1860-Fan-Club Buchbach-Steeg, geschrieben von Janina Huber. Unter diesem wurde genau der Beitrag verlinkt, dem vermutlich das Zitat „One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit.“ entnommen war.

One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit.

Heute vor einem Jahr war ich zum letzten Mal live im Grünwalder Stadion ? bei…

Gepostet von Fan-Club 1860 Buchbach-Steeg am Montag, 1. März 2021

„One year ago. Ein Jahr wie eine Ewigkeit…“ Mit dieser Textzeile beginnt ein Song von Falco aus dem Jahr 1986, der sich im Herbst dieses Jahres zwei Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Single-Charts befand.

Artikel von Christian Jung von sechzger.de

Solche Sätze schreibt im Umfeld des TSV 1860 München üblicherweise nur einer: Christian Jung, Redakteur bei sechzger.de und seit rund einem halben Jahr in nahezu jeder Löwenrunde vor den 1860-Spielen via Zoom-Konferenz vertreten. Natürlich auch bei jeder Zoom-Pressekonferenz dabei: Oliver Griss. Womit sich der Kreis an dieser Stelle wieder schließt

Die Gesellschafter des TSV 1860 nähern sich ja seit Monaten wieder vorsichtig aneinander an. Vielleicht erleben wir in der Medienlandschaft rund um den TSV 1860 gerade ähnliches.

Vielleicht gibt es ja, wenn Corona vorbei ist in naher Zukunft einen Stammtisch im Löwenstüberl für alle Blogger. Oder gemeinsame Zugfahrten zu Auswärtsspielen, wo man im Bistro stundenlang über den richtigen Weg für 1860 philosophieren und diskutieren kann. Trotz unterschiedlicher Ansichten – besser als eisiges Schweigen wäre es allemal.

Auch dieses „GemeinsamfürSechzig“ würden wir uns wünschen.

Meisterlöwe Peter Grosser tot aufgefunden

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Peter Grosser

Meisterlöwe des TSV 1860 Peter Grosser ist gestorben

Schlimme Nachrichten erreichen die Fans des TSV 1860 München am heutigen Dienstag. Meisterlöwe Peter Grosser ist gestorben.

Peter Grosser
Peter Grosser in der Stadionzeitung im September 1998

Todesursache von Peter Grosser ungeklärt

Unbestätigten Berichten zufolge war der Meisterlöwe tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Diese Berichte wurden inzwischen bestätigt. Über die Todesumstände ist bisher nichts bekannt.

Kapitän der Meistermannschaft

Der Kapitän der Meistermannschaft wurde am 28.September 1938 in München geboren. Beim TSV 1860 München war der 82-Jährige von 1963 bis 1969 als Spieler aktiv. Insgesamt absolvierte er 130 Spiele für die Löwen und erzielte dabei 49 Tore. 1966 führte er den TSV 1860 München als Kapitän zur Deutschen Meisterschaft.

Nach seiner Zeit in München wechselte er nach Österreich zum SV Austria Salzburg. Bis zu seinem Karriereende im Jahr 1975 kam er dort auf 164 Erstligaspiele, 32 Mal durfte er sich als Torschütze feiern lassen.

Nachruf auf einen Meisterlöwen

Peter Grosser (1938-2021): Nachruf auf einen Meisterlöwen

Bildquelle: Archiv Schwarz-Weiß Bregenz

Der Sieg des TSV 1860 gegen Unterhaching in der TAKTIKTAFEL-Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL-Analyse des Spiels TSV 1860 München gegen die SpVgg Unterhaching, mittlerweile auch S-Bahn Derby genannt.

In einem optisch insgesamt relativ ausgeglichenen, aber durch viele Unterbrechungen sehr zerfahrenen Spiel, erarbeiteten sich die Löwen gegen die SpVgg Unterhaching etwas glücklich für den TSV 1860 – aber sicherlich nicht unverdient – einen 3:1 Sieg. Sehen wir uns mal genauer an, warum das ein wenig glücklich war.

Statistiken zum Spiel

  • Ballbesitz: TSV 1860 40%, SpVgg Unterhaching 60%
  • Schüsse (davon aufs Tor): TSV 1860 10 (4),  SpVgg Unterhaching 7 (2)
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 78%, SpVgg Unterhaching 76%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 60%, SpVgg Unterhaching 56%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 9,75; SpVgg Unterhaching 6,16

Die Gäste aus der Vorstadt kamen wie erwartet mit einem 4-2-3-1 auf den Platz, nichts Neues also. Mit Schröter und Greger in der Anfangsformation war die Mannschaft von Arie van Lent allerdings im Vergleich zum Duisburg-Spiel auf zwei Positionen verändert worden. Schröter spielte für den gelbgesperrten Heinrich und Greger für Stierlin. Marseiler kam deshalb wieder auf dem linken Hachinger Flügel als Offensivspieler zum Einsatz, Schröter dafür rechts. Müller rückte aus der Innenverteidigung ins defensive Mittelfeld, seinen Part dort übernahm Greger.

Taktische Umstellung beim TSV 1860

Löwencoach Michael Köllner setzte zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf ein 4-1-4-1, sondern auf ein 3-5-2 mit stark defensiv ausgerichteten Flügelspielern im Mittelfeld. Steinhart, der sonst auf der Position des linken Verteidigers spielt, nahm diesen Platz auf dem linken Flügel ein, Biankadi rechts. Hatte der Gegner den Ball im letzten Drittel der Löwen, verschob sich das 3-5-2 zum 5-4-1. Für Steinhart änderte sich faktisch nicht viel für sein Spiel abgesehen davon, dass er mehr Freiheiten nach vorne genoss. Biankadi wirkte durch die ihm auferlegte defensive Variante etwas gehemmt und im Spiel nach vorn agierte er bisweilen unglücklich. Er hat, wenn er den Ball tief in der Hachinger Hälfte bekam, einige wenige falsche Entscheidungen getroffen, die dann zu Ballverlusten führten. Schwamm drüber.

In diesem Spiel war die Defensivarbeit Biankadis auf dem Flügel eindeutig wichtiger, um ein wenig Druck vom Debütanten Lang zu nehmen. Seine Werte in der Defensivarbeit zeigen das auch deutlich. Nur drei verlorene Duelle in der Verteidigung, drei von vier lose Ball Duelle gewonnen und vier abgefangene Pässe in der eigenen Hälfte bei nur einem begangenen Foul lesen sich für einen Spieler, dessen tägliches Brot eigentlich die Offensive ist, nicht ganz so schlecht.

Änderungen in der Startaufstellung

Personelle Wechsel in der Defensive wurden durch die Sperren von Salger und Willsch sowie durch die Verletzung des defensiven Mittelfeldspielers Daniel Wein, der sich beim Warmmachen eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen hat, nötig. Dennis Dressel, normalerweise der Box-to-Box Spieler im 4-1-4-1 System von Trainer Köllner, rückte auf die ihm nicht fremde Position im defensiven Mittelfeld. Niklas Lang kam für Willsch und Erdmann für Salger in die Abwehrkette. Dressels Position als Box-to-Box Spieler übernahm Erik Tallig.

Die für die Spielvereinigung Unterhaching wohl unerwartete Systemänderung änderte allerdings nicht viel an der taktischen Herangehensweise in der Offensive der Löwen.

Die Anfangsphase: 1860 gegen Unterhaching hinten gefordert

Da die Spielvereinigung Unterhaching im Sturm jedoch sehr variabel auftrat, gab es sowohl Verschiebungen zu einer asymmetrischen Fünferkette als auch zu einer flachen Fünferkette. In einigen Situationen auch zu einer Viererkette, wenn Dressel sich weiter zurückfallen lassen musste als vom System vorgesehen. Das lag an einem oder beiden Flügelspielern, die sich dann noch weiter vorne befanden.

Bis die Mechanismen im Defensivverbund des TSV 1860 München wirkungsvoll griffen, dauerte es ca. eine halbe Stunde. In dieser ersten halben Stunde des Spiels konnten die Gäste immer wieder gefährlich an und in den Strafraum der Löwen vordringen.

Die Hachinger erspielten sich in dieser Zeit einige Gelegenheiten. Aufgrund schlechter Anspiele in die Spitze oder miserabler Ballverarbeitung seitens der Hachinger kam nichts Zählbares dabei heraus. Auch die Anzahl der Bälle, die der Gegner in den Strafraum der Sechzger spielen konnte, war im Gegensatz zu Spielen im 4-1-4-1 in der Anfangsphase eher hoch. Elf Bälle wurden in dieser Zeit von der SpVgg in die Box gespielt, was zu sieben Ballkontakten der Hachinger dort führte.

Die Löwen erwachen

Nach Ablauf der ersten halben Stunde griffen aber dann die Automatismen bei den defensiven Verschiebungen und der TSV 1860 München saß, gegen eine sich redlich bemühende Unterhachinger Mannschaft, fester im Sattel. Auch offensiv kamen die Löwen, die bis zu diesem Zeitpunkt nur einmal gefährlich vor dem Hachinger Tor zu sehen waren, danach besser ins Spiel.

Aber wirkliche Dominanz strahlten die Löwen in keiner Phase des Spiels aus. Zu bissig und giftig wehrten sich die Spieler aus der Vorstadt. Diese Giftigkeit in Person von Schwabl wurde in Minute 35 dann mit einem Freistoß geahndet.

Das 1:0 für die Löwen

Nach einem durch Lex in der 35. Minute herausgeholten Freistoß schlägt Neudecker den Ball in den Fünfer zentral vor dem Tor. Torwart Coppens kann diesen nicht wie wohl geplant wegfausten. Daher prallt der Ball von Stroh-Engels Schulter zu Erdmann zurück, der etwa sieben Meter vor dem Tor nicht lange fackelt und den Ball volley in die Maschen drischt.

Dieses Tor zog den Hachingern erst einmal den Zahn. Bis zum Pausentee konnte die bis dahin gefährlichere Mannschaft nicht mehr glänzen. Brachten die Vorstädter in der ersten halben Stunde noch elf Mal den Ball in den Strafraum der Löwen, woraus insgesamt sieben Ballkontakte in der Box für die Hachinger entstanden, gelang das nur noch zwei weitere Male bis zum Halbzeitpfiff. Daraus resultierte eine nicht weiter erwähnenswerte Chance für Marseiler in der 41. Minute. Die Löwen brachten ihr Pressing nun auch besser als noch zuvor auf den Platz. So hatte Unterhaching zwar mehr, aber viel ineffektiven Ballbesitz in dieser Phase. Neun Rückpässe und viele Querpässe während der letzten Viertelstunde vor der Pause zeigen das deutlich auf.

Nach Wiederanpfiff

Nach der Pause zeigte sich ein Spiel mit allerdings jetzt großen Ballbesitzvorteilen für die SpVgg. Die erste wirkliche Chance hatten jedoch die Löwen in Minute 51 nach einer sehr guten Pressingaktion tief im letzten Drittel des Gegners durch Erik Tallig, der vielleicht ein wenig zu lang mit seinem Schuss, den er ans Lattenkreuz zimmerte, gewartet hat. Wenige Minuten später, genauer in der 56. Minute, brachte die erste Ecke von Haching in der zweiten Halbzeit den Ausgleich.

Der 1:1 Ausgleichstreffer

Von der linken Hachinger Seite bringt Schröter den ruhenden Ball punktgenau auf den Kopf von Göttlicher. Belkahia kann diesen Kopfball noch von der Linie kratzen, allerdings fällt das Leder Müller drei Meter vor dem Tor vor die Füße. Er zieht ab und erzielt das zu diesem Zeitpunkt absolut verdiente 1:1.

Nach dem Ausgleich besannen sich die Löwen wieder mehr auf ihr Spiel und die Ballbesitzquote stieg stetig an. Haching konnte in den Folgeminuten nicht mehr ins letzte Drittel der Löwen vorstoßen. Drei mal hingegen kamen die Löwen in den Hachinger Strafraum. In der 66. Minute dann auch erfolgreich.

Die erneute Führung des TSV 1860, das 2:1 gegen Unterhaching

Nach einem Einwurf von Phillipp Steinhart kommt der Ball auf der linken Seite etwa zwanzig Meter vor der Grundlinie zu Tallig. Dieser stetzt sich gut gegen Müller durch und spielt auf Stefan Lex, der von links in den Strafraum eindringen will. Dabei stört ihn Göttlicher und Lex verliert das Leder. Tallig, der hinter Lex lauert, kommt erneut an den Ball und spielt auf den aus der Tiefe antrabenden Steinhart. Dieser wiederum löffelt eine parabolische Flanke sehr hoch in den Strafraum an die Grenze des Torraums, wo Mölders den aus dem Kasten kommenden Coppens gut wegblockt. Coppens kann den Ball nur kerzenartig hoch abklatschen und verliert, wegen Mölders hartem aber absolut fairen Einsatz, dabei das Gleichgewicht und fällt um. Als die Kerze sich wieder nach unten bewegt, verwandelt Mölders per Fallrückzieher zum 2:1. Ein glasklares Tor des Monats.

Nach dem erneuten Führungstreffer unserer Löwen wurde das Spiel noch zerfahrener als es eh schon war. Beide Mannschaften sparten nicht mit Fouls, die Hachinger aber auch hier wie beim Ballbesitz mit numerischen “Vorteilen”. Tatsächlich pfiff aber Schiedsrichter Badstübner nicht jeden Zweikampf, der geahndet hätte werden müssen. Speziell Marseiler, der wiederholt den Debütanten Lang niederstreckte, hatte viel Glück mit den Entscheidungen des Unparteiischen.

Der Todesstoß, das 3:1

Nach einem Freistoß für Unterhaching von der linken Hachinger Seite durch Schwabl faustet Marco Hiller das Leder zu Anspach an die linke Strafraumgrenze. Der legt den Ball weiter nach rechts zu Mensah. Mensah will halbrechts vor dem Strafraum mit der Kugel nach vorne in die Box der Löwen eindringen. Der sehr dynamisch herausrückende Löwe Steinhart kann aber den zu weit vorgelegten Ball erobern und startet einen Konter.

Mit Biankadi und Lex im Schlepptau stürmt Steinhart 65 m über den Platz nach vorne. Nachdem Lex ihn rechts überholt hatte, spielt Steinhart ihn an. Lex bekommt den Ball zwar an den Fuß, aber das Leder verspringt. Geistesgegenwärtig holt sich Steinhart den Ball vor den Abwehrspielern der Hachinger zurück. Er geht in Richtung rechter Torpfosten und schießt. Coppens kann abwehren. Steinhart bekommt jedoch den Ball wieder und verlagert das Geschehen nach rechts, indem er durch den Sechzehner nach außen kreuzt und in Richtung Auslinie trabt. Von dort spielt er dann Mölders an, der an der rechten Strafraumgrenze den Pass erwartet. Mölders spielt eine flache Flanke diagonal in den Fünfer und Lex, der aus dem Hintergrund einläuft, verwandelt sicher zum vorentscheidenen 3:1 in der 80. Minute.

Nach diesem Treffer, der hoffentlich den Knoten bei Lex endlich zum Platzen gebracht hat, war bei Haching mehr oder weniger die Luft raus. Der TSV 1860 München verteidigte in den verbleibenden Minuten gut und setzte kleine Nadelstiche nach vorn. Gefährlich für das Tor der Hachinger war aber bis auf eine Situation kurz vor dem Abpfiff, als Mannhardt im Fünfer den Ball nicht mehr erreicht, nichts mehr. Ein Fun Fact aus der Schlussphase ist, dass Biankadi für ein paar Minuten nominell tatsächlich Rechtsverteidiger in einer Viererkette war, als Michael Köllner Greilinger für Lang einwechselte.

Fazit zum Heimsieg des TSV 1860 gegen Unterhaching

Ein brutal zerfahrenes Kampfspiel mit insgesamt 59 Einwürfen und 37 gepfiffenen Fouls sowie mehreren längeren Verletzungsunterbrechungen geht aufgrund der starken Anfangsphase der Gäste glücklich, aber letztendlich wegen der Kaltschnäuzigkeit vor dem Kasten, die der TSV 1860 München in diesem Spiel an den Tag legte, verdient mit einem Sieg unserer Löwen in die S-Bahn Derby Geschichte ein. In der Spieleröffnung waren die Hachinger einfach zu ideenlos, im gesamten Spiel verbuchten sie 81(!) Rückpässe. 49 davon gingen zum Torwart oder den Innenverteidigern. Zum Vergleich: Der TSV 1860 hat im gesamten Spiel nur 26 Rückpässe gespielt.

Niklas Lang hat finde ich ein Debüt gefeiert, dass man als in Ordnung einstufen darf. Mit Marseiler hat er sich auf jeden Fall packende Zweikämpfe geliefert. Und wenn wir ehrlich sind hätte Marseiler für mindestens eins der drei Fouls an Lang, die nicht gepfiffen wurden, den gelben Karton verdient gehabt. Drei Punkte in so einem hart umkämpften Spiel sind Gold wert. Lex als zweiter Stürmer hat mir übrigens gut gefallen. Er hat insgesamt vier Freistöße herausgeholt (einer davon führte zum 1:0), eine für einen Stürmer gute Passquote von 63%, 43% seiner Offensivduelle gewonnen (offensive Zweikampfwerte sind bei Stürmern ab 33% als normal und ab 40% als gut zu werten) und was am wichtigsten ist: Er hat ein Tor geschossen. Ein richtig schönes “Abstauber” Stürmertor. Weiter so Stefan!

Dreckig gewonnen. Weiter geht’s nach Duisburg, dort haben wir eine Rechnung zu begleichen.

 

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