Start Blog Seite 459

TSV 1860 München verlängert vorzeitig mit Lukas Reich

0
Reich Lukas TSV 1860 U19

Nachwuchstalent Lukas Reich hat seinen Vertrag beim TSV 1860 München vorzeitig verlängert. Das gaben die Löwen zum Jahresende bekannt.

Lukas Reich bleibt dem TSV 1860 München treu

Es gibt sie noch, erfreuliche Nachrichten bei den Löwen. Nach den turbulenten Zeiten zuletzt, die vor allem von der Vereinspolitik geprägt waren, sorgt ein Talent aus dem Nachwuchsleistungszentrum für positive Schlagzeilen. Lukas Reich, der aktuell in der U19 spielt, hat seinen Fördervertrag beim TSV 1860 München vorzeitig verlängert. Der 17-Jährige wurde in diesem Jahr für die deutsche U18-Nationalmannschaft nominiert und kam dabei auch zum Einsatz. Bei der U19 der Löwen ist er ein wichtiger Bestandteil der Bundesliga-Mannschaft und zählt zu den Stammkräften. Entsprechend zeigt sich Manfred Paula, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums BayWa Junglöwen, auf der Homepage des TSV 1860 sehr zufrieden.

Wir freuen uns sehr, dass sich Lukas entschieden hat, seinen erfolgreichen Weg bei uns weiter zu gehen. Wir sind überzeugt davon, dass Lukas bei weitergehender Entwicklung die Möglichkeit hat, den zahlreichen jungen Spielern, die aus unserem Nachwuchsleistungszentrum hervorgegangen sind, nachzufolgen.

Seit 2016 ist Lukas Reich an der Grünwalder Straße für den TSV 1860 München aktiv und wird es auch weiterhin bleiben. Der Rechtsverteidiger ist nicht nur Spieler, sondern auch Fan wie er betont. “Mein Bauchgefühl hat mir von Anfang an gesagt, dass ich bleiben will. Schließlich bin ich ein Löwe” so der gebürtige Erdinger. Reich wird parallel zur fußballerischen Ausbildung seine schulische Laufbahn finalisieren. Der Sprung zu den Profis scheint zukünftig nicht unrealistisch zu sein. Schließlich durfte der 17-Jährige bereits ein erstes Mal in eine Trainingseinheit hineinschnuppern.

Bild: Sampics (Stefan Matzke)

Reisinger mit Stellungnahme zu HAM und Pfeifer

137
TSV 1860 Präsident Robert Reisinger 50+1 Stadt München
TSV 1860 München e.V. MitgliederEhrungen Copyright by : sampics Photographie Bierbaumstrasse 6 81243 München TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de Bankverbindung : Hypovereinsbank München Konto : 1640175229 , BLZ 70020270 IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de

1860-Präsident Robert Reisinger hat auf der Website des TSV München von 1860 e.V. detailliert Stellung zur sportlichen Situation, Personalpolitik, HAM und Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer bezogen.

Die wichtigsten Aussagen

Zunächst bestätigte Reisinger die Berichte von sechzger.de hinsichtlich der Blockadehaltung der HAM-Vertreter bezüglich der Beirats-Abstimmung zur neuen Sportgeschäftsführer-Personalie. Auch dass eine sportliche Kompetenz, die die e.V.-Vertreter bereits im Sommer gefordert hatten, durch die in der Transferperiode beteiligten Akteure nicht gewollt war, ist nun von oberster Seite bestätigt: so hatten laut Reisinger “der bereits mittlerweile wieder freigestellte Trainer (Jacobacci, d.Red.) zusammen mit dem Geschäftsführer (Pfeifer, d.Red.) und zwei Repräsentanten von HAM International” das Transfergeschehen beim TSV 1860 bestimmt. Ein sportliches Korrektiv sei ihnen unnötig erschienen.

Auch soll Pfeifer gegenüber dem e.V. bezüglich der Personalien Dr. Werner unwahre Angaben gemacht haben. Laut Pfeifer habe Dr. Werner nur als Sportdirektor (und nicht als Sportgeschäftsführer) zur Verfügung gestanden. Erst im direkten Gespräch mit Dr. Werner erfuhren die Vereinsfunktionäre, dass dieser sehr wohl auch für den Geschäftsführerposten bereit sei.

Die ganze Stellungnahme im Wortlaut

Fragen und Antworten zur sportlichen Leitung Profifußball

Verehrte Mitglieder, liebe Löwinnen und Löwen,

die Vereinsvertreter erreichen derzeit über verschiedene Kanäle immer wieder ähnlich lautende Fragen von Mitgliedern und Fans zur sportlichen Leitung in der Profifußball-Tochter. Wir wollen die Vereinsmitglieder an unseren Gedanken als Gesellschaftervertreter des TSV München von 1860 e. V. im Hinblick auf die Personalie des Sport-Geschäftsführers in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA teilhaben lassen und beantworten sieben am häufigsten gestellte Fragen deshalb öffentlich.

Warum hat die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA fast ein halbes Jahr nach dem Vertragsende des Vorgängers noch immer keinen Nachfolger als sportlichen Leiter im Amt?

Die Kaderplanung für die Saison 2023/2024 sowie die damit in Zusammenhang stehenden Personal- und Transferfragen übernahmen im Sommer der mittlerweile bereits wieder frei gestellte Trainer zusammen mit dem amtierenden Geschäftsführer und zwei Repräsentanten von HAM International. Ein sportfachliches Korrektiv erschien ihnen unnötig. Die eigenen Planungen waren den Handelnden bereits zu weit gediehen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt sollte ein Sachverständiger in der Rangordnung unterhalb des Geschäftsführers eingestellt werden. Als Vereinsvertreter haben wir diese Konstellation kritisch gesehen und deshalb auf einem mit Entscheidungskompetenz ausgestatteten Sport-Geschäftsführer beharrt.

Stimmt es, dass die Vereinsvertreter im Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA im Sommer gegen eine Etaterhöhung gestimmt haben?

Repräsentanten der HAM International haben diese Information gegenüber Medien öffentlich gemacht. Wir können deshalb dazu Stellung nehmen. Es ist zutreffend, die Vereinsvertreter haben im Sommer in zwei Fällen im Aufsichtsrat gegen eine Freigabe weiterer Mittel oberhalb des Basisetats gestimmt. Wir wollten vermeiden, dass der finanzielle Rahmen bis zur Neige ausgeschöpft wird, weil wir überzeugt davon waren, der Klub würde im Winter Handlungsbedarf haben. Im Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA verfügen die Vertreter unseres Mitgesellschafters über die Stimmenmehrheit und konnten die gewünschte Erhöhung durchsetzen.

Welche Kriterien sind für den Gesellschafter TSV München von 1860 e. V. bei der Auswahl der sportlichen Leitung entscheidend?

Als Vereinsvertreter betrachten wir die Position der sportlichen Leitung als wichtige strategische Komponente der Unternehmensentwicklung. Um die sportlichen Ziele des TSV 1860 im Profifußball zu realisieren, erwarten wir eine konzeptionell durchdachte und perspektivisch angelegte Personalpolitik, die unsere erfolgreiche Nachwuchsarbeit als festen Bestandteil davon versteht. Bewerber benötigen dafür sport- und organisationsspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten, die deutlich über die fachliche Bewertung von Spielerbeinen hinausreichen. Im Regelfall wird dieses Wissen im Rahmen eines Studiums erworben, dem eine entsprechende Berufspraxis folgt.

In der Vergangenheit reichte der Blick beim TSV 1860 München kaum über eine Saison hinaus. Zwischen 2011 (dem Jahr des Einstiegs unseres Mitgesellschafters) und dem sportlichen und wirtschaftlichen Absturz 2017 war kein einziger Trainer auch nur ein Jahr lang im Amt. Geschäftsführer und Sportdirektoren wechselten dazu wie die Jahreszeiten. Diese Hire-and-Fire-Politik wurde mit der Amtsübernahme des Präsidiums Reisinger/Schmidt/Sitzberger beendet. Daniel Bierofka war danach fast zweieinhalb Jahre und Michael Köllner über drei Jahre an der Grünwalder Straße tätig. Beide gehören damit bereits zu den Langzeittrainern. Günther Gorenzel war als sportlicher Leiter fünfeinhalb Jahre hier. Bei Marc-Nicolai Pfeifer sind es Ende der aktuellen Spielzeit vier Jahre.

Die organisatorischen und fachlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung junger Talente sind im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des TSV 1860 München gegeben. Von der Geschäftsführung im Profifußball erwarten wir, die Vertragsverhältnisse mit unseren Talenten so zu gestalten, dass der Klub sportlich und wirtschaftlich von seiner Ausbildungsqualität profitiert. Diese Aufgabe ist in unseren Augen wettbewerbsentscheidend. Sie erfordert Kreativität, strategisches Geschick und einen scharfen Blick für Entwicklungspotential. Wir fordern von der sportlichen Leitung der Profifußball-Tochter eine kooperative Zusammenarbeit und Kommunikation auf Augenhöhe mit den leitenden Mitarbeitern des NLZ.

Es bedarf für die Position des Sport-Chefs eines funktionierenden Netzwerks im Profifußball – mindestens im deutschsprachigen Raum. Zudem sehr gute Kenntnisse der 3. Liga und der Regionalligen. Nach außen repräsentiert die sportliche Leitung den TSV 1860 München gegenüber Sponsoren, Partnern, Verbänden, Spielern und ihren Beratern, aber auch gegenüber Medien und Fans. Erfahrung in verbands- und transferrechtlichen Fragen, ein eloquentes Auftreten und sichere Korrespondenz sind dafür erforderlich.

Wir erwarten als Vereinsvertreter von einer Führungspersönlichkeit ein sehr gutes Selbstmanagement, die Organisation der Geschäftsstelle und das Ablehnen oder Befürworten von Dingen aus der Natur ihrer Sache heraus, unabhängig davon, ob X oder Y sie vorgeschlagen haben.

Wesentlich erscheint es uns auch, Problemstellungen und Beziehungen gegenwarts- und zukunftsbezogen zu behandeln – die Vergangenheit hilft uns dabei nicht weiter. Eine Verschiebung operativer Verantwortung in Aufsicht führende Organe sehen wir nicht als zielführend an.

Ein Geschäftsführer muss die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle hinter sich versammeln. Die Aufgabe der Personalführung erfordert es, gemeinsam realistische Perspektiven zu erarbeiten und Werte nicht nur vorzugeben, sondern sie auch vorzuleben. Die Werte sind durch Verhaltens-/Spielregeln zu präzisieren und zu veranschaulichen. Speziell im Fußball spielen dabei auch Emotionen und Leidenschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Warum bestehen die Vereinsvertreter auf einer Berufung zum Geschäftsführer und lassen einen Kandidaten nicht erst probeweise als angestellten Sportdirektor arbeiten, ehe er – bei entsprechender Bewährung – befördert wird?

Wir sind aufgrund vielfältiger Erfahrungen der vergangenen Jahre und der speziellen Gesellschafterkonstellation in der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA zur festen Überzeugung gelangt, dass nur ein sportlicher Leiter im Rang eines Geschäftsführers über die erforderliche Handlungsautonomie verfügt.

Haben die Vereinsvertreter einen bestimmten Kandidaten für den Posten als Sportdirektor mehrfach abgelehnt und wollen nun den gleichen Bewerber eine Stufe höher als Sport-Geschäftsführer einsetzen?

Wir haben als Vereinsvertreter im Sommer zunächst einen erfahrenen Kandidaten mit 1860-Vergangenheit und beruflicher Expertise aus der Bundesliga als verantwortlichen Manager priorisiert. Unter seiner Anleitung hätte eine Management-Nachwuchskraft, die nach ihrem Karriereende aus dem Lizenzspielerkader zu uns gestoßen ist, an künftige Aufgaben herangeführt werden können. So zumindest war unsere ursprüngliche Idee.

Dieser Wunsch ließ sich jedoch klubpolitisch nicht umsetzen. Unser Mitgesellschafter und der verbliebene Geschäftsführer, der aktuell in Personalunion die Bereiche Sport wie Finanzen verantwortet, verwehrten sich dagegen. Nach ihrer Vorstellung sollte zu einem späteren Zeitpunkt ein hierarchisch unterhalb der Geschäftsführung angesiedelter Sportdirektor als Zuarbeiter eingestellt werden.

Einer der Bewerber, der über den amtierenden Geschäftsführer kam, weckte durch eine klug gemachte Präsentation unser Interesse. Wir haben seine Einstellung dennoch zunächst formal abgelehnt. Was aber nicht an seiner Person lag, sondern an der Funktion, die er bekleiden sollte. Wir suchten als Vereinsvertreter ganz bewusst einen Geschäftsführer. Von der amtierenden Geschäftsführung wurde uns vermittelt, der Bewerber stünde ausschließlich für die Position des untergeordneten Sportdirektors zur Verfügung.

In späteren persönlichen Gesprächen mit dem Bewerber haben wir einen anderen Eindruck gewonnen. Die Ansicht im Präsidium über die fachliche Eignung hat sich verändert. Eine beeindruckend intensive und detaillierte Analyse der sportlichen Situation durch den Kandidaten ließ uns zur Auffassung kommen, dass die Qualifikation gegeben ist. Wir bewerten als Vereinsvertreter Vorschläge grundsätzlich unabhängig davon, wer sie gemacht hat.

Woran hakt es noch und wie ist die weitere Prozedur der Besetzung?

Wir waren davon ausgegangen, dass dieser Kandidat zwischen den Gesellschaftern konsensfähig sein würde. Einer raschen Einsetzung sollte daher nichts im Weg stehen. Zumal die Trainerfrage dringend nach einer tragfähigen Lösung verlangt und weitere sportliche Personalentscheidungen anstehen. Doch leider wurden wir enttäuscht. Mittlerweile drängt sich der Eindruck auf, der Klub soll aus politischem Kalkül bewusst in einem künstlichen Zustand der Agonie gehalten werden. Das können wir nicht hinnehmen.

Nachdem unser Mitgesellschafter eine zur Berufung des Sport-Geschäftsführers erforderliche Sitzung des Beirats platzen ließ, zudem einem alternativ möglichen Umlaufbeschluss nicht zugestimmt hat und erneut auf einer formalen Ladungsfrist besteht, müssen wir geduldig bleiben. Wir tun als Vereinsvertreter alles, um Schaden von der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA abzuwenden.

Wie soll es in der Rückrunde nach der Winterpause weitergehen?

Mit Mut, Energie und der nötigen Gelassenheit. Die Mannschaft hat in der Hinrunde einige Partien sehr unglücklich verloren. Charakter, Einstellung und Mentalität haben nach unserer Beobachtung fast immer gestimmt. Das darf man bei aller kritischen sportlichen Bewertung der Vorrunde nicht außer Acht lassen. Es muss aber auch nüchtern konstatiert werden, der TSV 1860 hinkt seinem sportlichen Ziel trotz eines gehobenen Budgets leider sehr weit hinterher. Wir müssen uns dem Abstiegskampf stellen. Es gilt durch einen neuen Sport-Geschäftsführer und neuen Trainer die nötigen Impulse zu setzen und verschüttetes Potenzial innerhalb der Mannschaft freizulegen.

Den Vereinsvertretern wurde aus dem Team zugetragen, dass ein Verantwortlicher der KGaA im Mannschaftskreis kolportiert hätte, es gäbe innerhalb des Vereins angeblich Menschen, die den Spielern ihren sportlichen Erfolg nicht gönnen würden. Wer diese falsche Behauptung aufstellt, hat den Bezug zur Realität verloren, schadet dem Klub und denkt nur noch in Feindbildern. Wir fordern dagegen alle Sechzger auf, sich lautstark hinter die Mannschaft zu stellen, die in der Rückrunde – und davon sind wir überzeugt – erfolgreicher spielen wird. Jede Löwin und jeder Löwe will Sechzig siegen sehen!

Robert Reisinger

Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Stefan Kranzberg

4
SSV Ulm 1846 TSV 1860 Stefan Kranzberg

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch bei uns: Zeit für einen Rückblick. Bei sechzger.de machen das traditionell die Redaktionsmitglieder – mit ihren ganz individuellen Einschätzungen. Heute könnt Ihr lesen, was Stefan Kranzberg zum demnächst zu Ende gehenden Jahr anzumerken hat.

Jahresrückblick von Stefan Kranzberg

Was war dein Highlight des Jahres 2022 rund um den TSV 1860 München?

Gleich mal eine sehr schwierige Frage zum Auftakt. Sportlich war das ganze Jahr äußerst überschauber und auch das Drumherum war alles andere als feierlich. Schön fand ich jedoch, dass Frank Schmöller uns zu Beginn der Bayernliga-Saison regelmäßig Interviews direkt nach dem Spiel gab. Auch unser Miteinander in der Redaktion – sei es zu sportlichen Themen oder auch im Privaten – gehört sicherlich zu den erfreulichen Aspekten. Zudem habe ich mich sehr gefreut, den ehemaligen Löwenspieler Thomas Wörle, der jetzt den SSV Ulm 1846 trainiert, wieder getroffen zu haben und ihn interviewen zu können.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Hm, ehrlich gesagt gar nicht mal so arg viele. Aufgrund der zeitlichen Nähe vielleicht das 0:3 in Dortmund, weil es eigentlich symbolisch für das Jahr 2023 steht. Teilweise gut Ansätze, am Ende aber doch eine herbe Enttäuschung.

Welcher Spieler ist dein persönlicher “Spieler des Jahres”?

Hat sich wirklich jemand diese Auszeichnung verdient? Klar, David Richter hat seine Chance in der laufenden Saison gut genutzt, ebenso Fabian Greilinger. Auch Morris Schröter zählt sicher zu den Lichtblicken in dieser durchwachsenen Spielzeit. Mein virtueller Award geht aber dennoch an einen Spieler, der schon seit dem Sommer gar nicht mehr beim TSV 1860 unter Vertrag steht: Marius Wörl. Bei ihm tut es mir – ähnlich wie bei Yannick Deichmann – schon sehr leid, dass er nicht mehr bei den Löwen ist.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein “Tor des Jahres”!

Auch das ist schwer zu beantworten, weil die sportlichen Themen bei 1860 irgendwie so arg in den Hintergrund treten. Hängengeblieben ist der technisch hochwertige Treffer von Morris Schröter zum 0:2.

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Mit der Antwort zu dieser Frage könnte man ganze Seiten füllen. Von der sportlichen Warte aus über Wochen hinweg langweiliger Angsthasenfußball, dann zwar etwas mehr Risiko, aber erschreckende Harmlosigkeit.

Viel schlimmer fand ich jedoch die Art und Weise, wie ein Gesellschafter samt seiner Vertreter in München über Monate hinweg zur Schau gestellt hat, wie sehr ihm 1860 am Arsch vorbeigeht. Diese unfassbare soziale und sportliche Inkompetenz gepaart mit fehlendem Willen, einen gemeinsamen Weg einzuschlagen, der die Löwen voranbringen könnte, macht mich ratlos und wütend. Ganz besonders schockiert hat mich der (sozial-)mediale Umgang mit Ex-Geschäftsführer Günther Gorenzel.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Für sechzger.de wünsche ich mir, dass wir weiterhin als Team aktiv bleiben und unseren Lesern spannende und lesenswerte Stories bieten können.

Dem TSV 1860 wünsche ich auf sportlicher Ebene, dass man einen Trainer verpflichtet, der den Schalter umlegt und dem es gelingt, die Chancenverwertung der Löwen deutlich zu verbessern.

Ansonsten wünsche ich mir, dass auf der kommenden Mitgliederversammlung der Verwaltungsrat und der eingeschlagene Weg bestätigt werden. Hinsichtlich des Mehrheitsgesellschafters wünsche ich mir, dass dieser seine Blockadehaltung aufgibt und den Verein endlich mal als Partner akzeptiert statt permanent gegen ihn zu arbeiten.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: Wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Platz 12. An eine einstellige Platzierung glaube ich nur, wenn man nach der Winterpause aus den ersten vier Spielen mindestens neun Punkte holt. Im Endeffekt gehts Stand jetzt aber nur darum, die Abstiegsplätze hinter sich zu lassen.

Bisherige Rückblicke

Christian Jung
Thomas Spiesl
Thomas Enn
Bernd Winninger

Hinrundenbilanz der Drittligisten: Die Teams der oberen Tabellenhälfte

0

Gestern veröfentlichten wir unsere Hinrundenbilanz der zweiten Tabellenhälfte der dritten Liga. Heute nun haben wir die Hinrundenbilanz der Mannschaften der oberen Tabellenhälfte für Euch gezogen.

Unteres Mittelfeld

SpVgg Unterhaching

Obwohl die Hachinger auf Platz 9 stehen, zählen wir sie noch zum unteren Mittelfeld, da vor IHnen in der Tabelle eine Lücke von zwei Punkten klafft. Die Elf mit dem Bob Wappen hatte sicherlich niemand so weit vorne in der Tabelle erwartet. Nach dem Aufstieg kamen kaum Neuzugänge nach Haching. Auch das Konzept mit Spieler Markus Schwabl als Sportdirektor und dem nicht ausreichend lizensierten Trainer Unterberger mutete sehr eigenartig an. Aber offenbar funktioniert das Konzept und die Hachinger spielten eine starke Hinrunde, in der ihnen nach langen Jahren sogar ein Auswärtssieg bei 1860 gelang. Es bleibt abzuwarten, ob die Hachinger auf diesem Level weitermachen können. Aber dank aktuell 10 Punkten Vorsprung auf den Strich liegt Haching mehr als im Soll.

Kampf um den Aufstieg

SV Sandhausen

Obwohl der SVS nur drei Punkte hiter dem Relegationsrang liegt, wird man in Sandhausen unzufrieden auf die Hinrunde zurückblicken. Mit dem Kader der Sandhäuser müsste eigentlich mehr drin sein als Platz 8. Unter Trainer Danny Galm kam das Team nie wirklich ins Rollen und so wurde Galm Ende Oktober freigestellt. Es folgte Ex-Löwe Jens Keller, der mit sechs ungeschlagenen Spielen in der Liga starten konnte. Die beiden Partien vor der Winterpause gingen allerdings verloren und kosteten Sandhausen wichtige Punkte. Wenn es Keller gelingt, Konstanz in die Leistungen der Sandhäuser zu bringen, sollte mit dem Kader durchaus noch ein Angriff auf die Aufstiegsplätze möglich sein. Spielt die Mannschaft weiter so inkostant, wird es auch eine ungemütliche Rückrunde am Hardtwald geben.

1. FC Saarbrücken

Eine bemerkenswerte Hinrunde liegt hinter den Saarbrückern. Die Highlights waren sicherlich die Siege im DFB-Pokal gegen die Seitenstraße und Eintracht Frankfurt. In der Liga lief es lange nicht nach Wunsch und so wurde bereits über die Zukunft von Trainier und sportlichem Leiter in Personalunion Rüdiger Ziehl diskutiert. Allerdings verzerrten einige ausgefallen Spiele die Tabelle zu Ungunsten des FCS. Seit der Niederlage gegen 1860 hat Saarbrücken in der Liga nicht mehr verloren (7 Mal in Folge mittlerweile) und ist in der Tabelle heimlich still und leise auf Platz 7 geklettert. Wenn die Saarbrücker so weitermachen sind sie ein heißer Kandidat für einen Aufstiegsplatz.

SC Verl

Der SC Verl ist sicherlich einer der positiven Überraschungen bei der Hinrundenbilanz der oberen Tabellenhälfte. Schon fast traditionell startete der SCV, der seit dieser Saison seine Heimspiele wieder in Verl austragen darf, suboptimal in die Saison. Aber wie immer behielt man in Verl die Nerven und ließ Trainer Alexander Ende in Ruhe weiter arbeiten. Nach der Niederlage bei den Löwen blieb der SCV zehn mal in Folge ungeschlagen und stand zwischenzeitlich sogar auf dem Relegationsplatz. Kurz vor der Winterpause ging den Verlern etwas die Puste aus und es ging mit drei sieglosen Spielen auf Platz 6 zurück. Dennoch dürfte man in Verl sehr zufrieden mit der Hinrunde sein. Und ein Mal mehr fragt sich die Liga, wo der SC Verl immer wieder neue erfolgreiche Trainer wie Alexander Ende findet.

FC Ingolstadt 04

Unter Michael Köllner startete der Fusionsklub von der Donau schwach in die Liga. Nach fünf Spielen stand lediglich ein Sieg für den FCI zu Buche. Dann kamen die Löwen, schenkten den Ingolstädtern den Sieg und diese kamen langsam in die Spur. Bis zu Winterpause folgten nur noch drei weitere Niederlagen und Ingolstadt kletterte in der Tabelle weit nach oben. Vor der Winterpause blieb der FCI sieben Mal in Folge ungeschlagen. Einer der Erfolgsgaranten für den Ingolstädter Höhenflug ist Neuzugang Jannik Mause von Alemannia Aachen, der mit 13 Treffern sogar die Torschützenliste anführt. Wenn Ingolstadt so konstant weiter spielt, könnten sie ein Wort um den Aufstieg mitsprechen.

Rot-Weiss Essen

Der RWE gehört sicherlich zu den positiven Überraschungen der Hinrunde. Nachdem die Fanszene letzte Saison mehrmals lautstark gegen Trainer Christoph Dabrowski demonstrierte, hielt die Vereinsführung an ihm fest. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: RWE liegt mit einem Spiel weniger (gegen 1860) auf Rang 4. Punktgleich mit dem Dritten SSV Ulm. Bis zum 10. Spieltag verlief die Saison an der Hafenstraße durchaus wechselhaft. Tiefpunkt waren die 0:4 Niederlage in Haching und ein 0:5 gegen den SC Verl auf eigenem Platz. Trotzdem durfte Dabrowski im Amt bleiben und zahlte das Vertrauen zurück. Sein Team legte eine Serie von fünf Siegen in Folge hin, vier davon mit einem Tor Vorsprung. Der Lauf wurde vor der Winterpause nur durch Niederlagen gegen Ingolstadt und Sandhausen unterbrochen. RWE spielte in der zweiten Hälfte der Vorrunde sicherlich über seinen Verhältnissen, aber das Team konnte mehrere knappe Spiele für sich entscheiden. Eine nicht zu unterschätzende Qualität in dieser engen Liga. Der Aufstieg könnte für die Mannschaft eine Nummer zu groß sein, aber wenn der RWE seinen Lauf nach der Winterpause fortsetzen kann, ist mit dem fanatischen Essener Anhgang vielleicht eine Überraschung möglich.

SSV Ulm

Ex-Löwe Thomas Wörle leistet hervorragende Arbeit bei den Spatzen. Was er aus der fast unveränderten Regionalliga-Mannschaft herausholt ist große Klasse. Dabei setzt Wörle nicht auf Defensive, sondern lässt den SSV durchaus bissig nach vorne spielen. 33 Tore untermauern das. Beim SSV stechen kaum einzelne Spieler heraus, die Erfolge wurden im Kollektiv erzielt. Und da sind wir wieder bei Wörle, dessen System das Team weit nach vorne gebracht hat. Wenn die Ulmer so weiter machen, könnten sie durchaus ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Auch wenn das selbstredend eine Riesenüberraschung wäre. Größte Gefahr für die Ulmer dürfte sein, dass Wörle über kurz oder lang in den Fokus höherklassiger Teams geraten wird.

Die Aufstiegsfavoriten in der Hinrundenbilanz der oberen Tabellenhäfte

Dynamo Dresden

Schon zehn Punkte Vorsprung hat Dynamo Dresden auf den Relegationsplatz. Es sollte also mit dem Teufel zugehen, wenn die Sachsen nicht die Rückkehr in die zweite Liga feiern dürfen. Nach einem Jahr Anlaufzeit hat sich das Team an die Marschroute von Markus Anfang gewöhnt und punktet zuverlässig, um die Liga nach oben zu verlassen und ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Sowohl die Offensive (viertmeiste Tore) als auch die Defensive (wenigste Gegentore) trugen gleichermaßen zur guten Hinrunde der Dynamos bei. Außerdem kann sich die Offensive auf Knipser Kutsche (neun Tore) und Vorbereiter Zimmerschied (9 Vorlagen) verlassen. Um den Aufstieg noch zu verpassen, müsste Dynamo einen ungeahnten Einbruch erleiden.

Jahn Regensburg

Als Löwenfan kann man nur neidisch von Giesing nach Regensburg blicken. Was mit Ruhe im Umfeld und konzentriertem Arbeiten Alles möglich ist, demonstriert der Jahn gerade eindrucksvoll. Die Arbeit von Achim Beierlorzer und Joe Enochs, verdient größten Respekt. Es gelang den beiden von Null auf eine schlagkräftige Mannschaft aufzubauen und als Tabellenführer mit elf Punkten Vorsprung auf dem Relegationsplatz in die Winterpause zu gehen. Lediglich eine Niederlage steht für den Jahn zu Buche, dessen Erfolgsgarant die Defensive ist. Nur 17 Gegentreffer musste der SSV hinnehmen. Außerdem entscheiden die Regensburger zahlreiche enge Spiele für sich und sicherten sich so einige Extrapunkte. Wenn die Mannschaft den plötzlichen tragischen Tod von Agyemang Diawusie mental verarbeiten kann, stehen an der Donau alle Zeichen auf Aufstieg.

Damit haben nun auch die Hinrundenbilanz der Drittligisten der oberen Tabellenhälfte gezogen. Wie sehr Ihr das Aufsteigsrennen? Können Regensburg unDresden noch von den ersten beiden Plätzen verdrängt werden? Wer gewinnt das Rennen um Platz drei?

 

 

Nächste Verzögerung: HAM blockiert Geschäftsführer-Entscheidung

113
Trainingsgelände TSV 1860 München Grünwalder Straße Winter

Die Vertreter der HAM Ltd. sollen nach der geplatzten Beiratssitzung für die Besetzung des Geschäftsführer Sport kurz vor Heilig Abend nun einer Entscheidung per Umlaufbeschluss eine Absage erteilt haben.

Entscheidung über Sportchef beim TSV 1860 ist überfällig

Seit Juli 2023 ist der TSV 1860 ohne Sportchef. Seitdem sich Horst Heldt nach einem Gespräch mit HAM-Vertretern im Sommer aus dem Rennen zurückgezogen hatte, stehen die Löwen noch immer ohne Sportchef da.

Während die Vereinsseite dringlich auf Installation von Dr. Christian Werner als Sport-Geschäftsführer pocht und die Entscheidung so zeitnah wie möglich herbeiführen möchte, verzögert sich die Abstimmung durch Verzögerungen aus dem Lager der HAM-Seite.

HAM fehlte bei Beiratssitzung vor Weihnachten

Eigentlich hätte der Beirat der Geschäftsführung GmbH, der für die Berufung von Geschäftsführern zuständig ist, bereits am 22. Dezember tagen sollen. Es war ordnungsgemäß zu einer Online-Sitzung einberufen worden. Jedoch erschien keiner der beiden HAM-Vertreter auf den Bildschirmen (sechzger.de berichtete zuerst). Während sich ein Funktionär kurz vorher wegen “Unwohlseins” abgemeldet hatte, tauchte der andere Vertreter gleich – unentschuldigt – gar nicht auf. So war das Gremium beschlussunfähig und die Entscheidung über die Ernennung von Dr. Christian Werner als Geschäftsführer Sport musste vertagt werden.

Entscheidung per Umlaufbeschluss: HAM blockiert weiter

Auch eine von Vereinsseite initiierte Entscheidung zur dringlichen Sportchef-Installation per Umlaufbeschluss soll nun von HAM abgelehnt worden sein. Eine Entscheidung per Umlaufbeschluss ist vielgelebter Usus im Gesellschaftsrecht und bringt den Vorteil, insbesondere zeitkritische Entscheidungen ohne fristgebundene Versammlungen zu ermöglichen.

Die Vertreter von Hasan Ismaik sollen auf eine formell ordnungsgemäße und fristgerechte Einladung zu einer weiteren Sitzung bestehen. Nach sechzger.de-Informationen ist die Einberufung einer Beiratssitzung mit 14 Tagen Vorlaufzeit durchzuführen. Somit wäre nach der geplatzten Beiratssitzung am 22. Dezember mit nun erfolgender Ladung  die nächstmögliche Sitzung erst am 10. Januar. Der Trainingsauftakt beginnt am 2. Januar, das Transferfenster schließt am 1. Februar. Hat die HAM-Seite nach über 6 Monaten die Dringlichkeit der Personalien im sportlichen Entscheidungsbereich immer noch nicht verstanden?

Muss der e.V. jetzt 50+1 ziehen?

Nun stellt sich die Frage, ob es der e.V. als Mitgesellschafter verantworten kann, der Profifußballgesellschaft einen derartigen Schaden (kein Sportchef, kein Trainer) auch im neuen Jahr zuzumuten, wenn schon der Hauptgesellschafter die Dringlichkeit der Personalien(n) nicht zu erkennen scheint.

Ein mögliches Mittel wäre eine Entscheidung über die Sportgeschäftsführer-Position durch die Gesellschafterversammlung der Geschäftsführungs-GmbH GmbH. Hier wäre das Präsidium entscheidungsbefugt. Es bleibt spannend, welche Schritte der e.V. nach der jüngsten Blockadehaltung des Mitgesellschafters nun gehen wird.

 

Hinrundenbilanz der Drittligisten: Die Teams der unteren Tabellenhälfte

3

nDie Hinrunde (und sogar ein Spieltag mehr ist) gespielt. Zeit für uns für jedes Team eine Bilanz zu ziehen. Heute beginnen wir mit der Hinrundenbilanz der Teams in der unteren Tabellenhälfte und arbeiten uns von Platz 20 nach oben.

Die Teams im Abstiegskampf

SC Freiburg II

Erinnern uns an die Abschlusstabelle der letzten Saison: der SC Freiburg stand auf PLatz 2 und wäre in die zweite Liga aufgestiegen. Nach der glänzenden Saison 22/23 stand für die Zweitvertretung des SC Freiburg ein großer Umbruch an mit zahlreichen Abgängen an. Wie so manch andere Zweitvertretung konnten auch die Freiburger die zahlreichen Abgänge (darunter der von Noah Darvich zum FC Barcelona) nicht kompensieren. Dass die Freiburger trotz einiger Zugänge aus der Vizemeister-U19 nur zwei Siege landen konnten, war so nicht  zu erwarten. Aufgrund des Abstands von schon elf Punkten auf das rettende Ufer gehen wir davon, dass sich die Freiburger Talente kommende Saison ihre Spielpraxis in der Regionalliga Südwest holen müssen.

MSV Duisburg

Die Zebras befinden sich in einem langfristigen Sinkflug. Jede Saison wird es ein Stückchen enger mit dem Klassenerhalt, obwohl die Mannschaft von den Namen her eigentlich traditionell weiter ober mitspielen müsste. Auch diese Saison begannen der MSV ganz schwach und musste bis zum 07. Oktober auf den ersten Saisonsieg warten. Da war Torsten Ziegner bereits seines Amtes enthoben. Sein Nachfolger ist Boris Schommers, der mit einer Bilanz von 2-3-5 auch nur zarte Hoffnungen auf Besserung an der Wedau weckt. Dank zweier Siege in den letzten vier Spielen vor der WInterpause haben sich die Zebras bis auf vier Punkte an die Löwen herangepirscht. Im ersten Spiel nach der Winterpause geht es in Giesing also schon um Big Points im Abstiegskampf.

VfB Lübeck

Der Aufsteiger aus dem Norden ging mit Lukas Pfeiffer, dem die nötige Lizenz für die dritte Liga fehlte in die Saison. Lübeck startete gut in die Saison und konnte einen Auswärtssieg an der Grünwalder Straße feiern. Allerdings ließen die Ergebnise im Saisonverlauf nach und nach sechs Sieglosen Spielen trennte man sich kur vor der Winterpause von Pfeiffer, für den (intermisitisch?) Bstian Reinhardt auf den Chef-Posten nachrückte und im letzten Spiel vor der WInterpause noch einen Sieg gegen Sandhausen einfahren konnte. Lübeck steht erwartbar im Abstiegskampf, man wird sehen, welche Impulse ein neuer Trainer bringen kann.

Hallescher FC

Mit 18 Punkten ist der HFC zwei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Da man sich in Sachsen-Anhalt schon vor der Saison auf Abstiegskampf einstellte, ist Sreto Ristic noch im Amt. Die Hallenser konnten bisher nie über einen längeren Zeitraum erfolgreich spielen, schafften es aber zwischendurch immer wieder Siege einzufahren. Halle wartet seit drei Spielen auf einen Sieg und wird sicherlich bis Saisonende in den unteren Tabellenregionen zu finden sein.

SV Waldhof Mannheim

Mit ihren glücklichen Sieg über 1860 schaffte es der Waldhof gerade noch über dem Strich zu überwintern. Der Waldhof gehört neben den Löwen sicher zu den Negativüberraschungen der laufenden Saison. Der Kader zeigt aber gerade im Sturm doch gewisse Lücken und so ist nach der abhandenen gekommen Heimstärke der letzten Saison aktuell nicht mehr als Abstiegskampf drin. Immer hat die Elf des umstrittenen Trainers Rüdiger Rehm diesen zuletzt angenommen und mit dem altebakannten Kampftugenden “Kratzen, Beißen, Spucken” zwei Siege einfahren können. Es bleibt abzuwarten, ob der Waldhof sich mit diesen Leistungen stabilsieren kann und durch mögliche Neuzugänge in der Offensive gar in höhere Tabellenregionen aufmachen kann.

Das untere Mittelfeld

Arminia Bielefeld

Nach dem Abstieg aus der zweiten Liga mussten die Arminen ein Team quasi von Null an aufbauen. Das Team von Mitch Kniat bisher eine Saison mit schwankenden Leistungen und kann nicht immer die durchaus hohen Erwartungen des Bielefelder Anhangs erfüllen. Insgesamt spielt das neu zusammengestellte Team noch zu inkonstant, wenn die Arminia das abstellen kann, sollte es in der Tabelle weiter nach oben gehen und die Arminia sollte mit dem Abstieg nichts zu tun haben.

Preußen Münster

Der Aufsteiger aus Westfalen hat eine respektable Hinrunde gelegt. Sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz dürften in Münster am oberen Ende der Erwartungen an das Team von Sascha Hildmann sein. Dass die Preußen schwer zu besiegen sind, beweisen die sieben Unentschieden die sie erkämpfen konnten. Es bleibt abzuwarten, ob der SCP auch die Rückrunde auf diesem Level spielen kann.

Viktoria Köln

Zwei durchaus unterschiedliche Hinrundenteile liegen hinter Viktoria Köln. Die Höhenberger starteten stark in die Saison und rangierten teilweise im Vorderfeld der Tabelle. Nach dem glücklichen Sieg gegen unsere Löwen wurde das Team in der engen Tabelle jedoch nach unten durchgereicht und fiel bis auf Platz 14 ab. Vor der Winterpause konnte sich die Viktoria aber wieder fangen und mit fünf Punkten aus drei Spielen, den Abwärtstrend stoppen. Wenn die Viktoria nicht in eine längere Krise gerät, sollte ein Mittelfeldplatz erreichbar sein.

Erzgebirge Aue

Das Team von Pavel Dotchev spielte lange oben mit. Zu Gute kam den Mannen aus dem Erzgebirge, dass sie das ein oder andere enge Spiel mit späten Toren für sich entscheiden konnten. Man hatte den Eindruck, dass Aue vor Allem wegen seiner großen Effektivität in der Schlussphase so weit oben stand und die Tabellensituation das wahre Leistungsniveau etwas zu positiv darstellte. Und tatsächlich brachen die Auer auf der Zielgerade der Hinrunde etwas ein und bestritten die letzten vier Spiele sieglos. Damit rutschten sie in der Tabelle auf Platz 11 ab. Das sollte auch in etwa ein realistisches Abbild ihrer Leistungsstärke sein.

Borussia Dortmund II

Die kleinen Borussen stehen im gesicherten Mittelfeld, was nach der Zittersaison 22/23 am Borsigplatz sicherlich mit Wohlwollen aufgenommen wird. Mit nur einem Sieg aus den ersten fünf Spielen kam der BVB II etwas schwer in die Saison, seitdem kassierten die Dotmunder aber nur noch drei Niederlagen und agieren auf einem gefestigten Leistungsniveau. Wenn der BVB so weiter macht, muss er sich diese Saison keine SOrgen vor dem Abstieg machen.

Damit haben wir die Hinrundenbilanz der Drittligisten der unteren Tabellenhälfte gezogen. Morgen lest Ihr unsere Einschätzung über die obere Tabellenhälfte. Teilt Ihr unsere Einschätzungen zur Hinrundenbilanz der Teams uas der unteren Tabellenhälfte? Können die Löwen am Ende vier Teams hinter sich lassen?

 

 

Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Bernd Winninger

14

Auch Bernd Winninger lässt unsere Leser an seinem subjektiven Rückblick auf das zu Ende gehende Kalenderjahr 2023 teihaben. Ausnahmsweise ganz ohne die für seine Rubrik TAKTIKTAFEL typischen Begrifflichkeiten.

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

Das ist dieses Jahr gar nicht so leicht zu beantworten. Die Busfahrt im „Old School”-Bus nach Wiesbaden war – trotz der 0:2 Niederlage dort – ein absolutes Highlight. Auch die Gründungsveranstaltung der Penzberger Löwen während der Sommerpause war ein sehr schönes Erlebnis.

Billige Ausreden in Erinnerung

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Im Normalfall bleiben ja Siege eher in Erinnerung als Niederlagen, aber leider ist dieses Jahr alles anders. Und das, was uns in Ulm geboten wurde und die Ausreden danach – Wind, Pyro und was weiß ich nicht noch alles – was schuld an der Niederlage gewesen sein soll, verschwindet nicht so schnell aus meinem Gedächtnis. Das wäre in meinen Augen der Zeitpunkt gewesen, wo man sagen hätte sollen “Ciao Maurizio, die Zeit mit Dir ist vorüber”.

Schuld an der Niederlage? Pyroshow in Ulm.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Fabian Greilinger. Er ist der Spieler, der sich immer zu 100% den Hintern aufreißt.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Starkes Treffer, der ja eigentlich ein Eigentor des Waldhof Keepers Bartels war, im Auftaktspiel gegen Mannheim ist da schon besonders in Erinnerung geblieben.

Endlose Suche nach neuem Sportchef

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Da gibt es so viel, dass eine Aufzählung dessen den Rahmen hier sprengen würde. Zusammenfassend kann man aber sagen, dass die Vorgänge im Sommer bezüglich der Ablehnung von Horst Heldt und die daraus entstandenen Probleme und weiteren Verzwickungen bezüglich allem was die Personalie Sport-Geschäftsführer und sein Tätigkeitsfeld betrifft, mich zur Weißglut gebracht haben. Mit Horst Heldt im Amt des Geschäftsführers Sport wäre viel von dem, was wir ertragen mussten, vermutlich nicht passiert und unumgängliche Entscheidungen die das Sportliche betreffen, wären zu einem früheren Zeitpunkt getroffen worden.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

In erster Linie die Chancenverwertung der Mannschaft auf dem Platz. Alles andere was sich ändern müsste, wird sich nicht ändern.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Wenn der Knoten beim Toreschießen irgendwann platzt ist viel möglich. Sollte die Torflaute über einen längeren Zeitraum weiterhin anhalten, schwant mir Übles.

Die bisherigen Rückblicke der Redaktion auf das Jahr 2023:

Christian Jung
Thomas Spiesl
Thomas Enn

Das Löwenjahr 2023: Rückblick von Thomas Enn

7

Wie jedes Jahr präsentieren wir Euch auch heuer wieder die Bilanzen der Mitglieder der sechzger.de-Redaktion auf das zurückliegende Kalenderjahr mit dem TSV 1860 München. Ganz individuell und manchmal durchaus subjektiv und persönlich. Heute ist Thomas Enn mit seinem Rückblick auf das Löwenjahr 2023 dran.

Mehr Lowlights als Highlights im Löwenjahr 2023

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

 Also Lowlights könnte ich jetzt wie am Schnürchen aufzählen. Highlights gab es tatsächlich wenige. Für mich fanden diese Abseits des Platzes statt. Ich fand Giovanni Jemma ein schön abstruses Highlight im Löwenjahr 2023. Außerdem hatten wir eine sehr launige Fanclub-Feier mit zwei Spielern. Wir konnten die beiden sehr gut Kennenlernen und bei de zeigten sich als sehr reflektierte Menschen. Diese Oberflächlichkeit, die dem Profifußball heutzutage inne wohnt, war bei beiden gar nicht zu spüren.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Das 2:2 in Oldenburg. Ich habe noch nie eine so resignierte Löwenmannschaft gesehen. Das war der Zeitpunkt, an dem die Saison 22/23 nicht mehr zu retten war und in dessen Folge die Gesellschafterstreitigkeiten wieder voll zu Tage traten.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Auch schwer zu sagen… So richtig aufgedrängt hat sich leider keiner. Vielleicht wäre es Marius Wörl geworden, wenn er noch bei uns spielen würde.

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Auch hier schaue ich nach Oldenburg zurück. Erik Tallig zirkelte nach schönem Dribbling in der 58. Minute den Ball genau ins Kreuzeck. Schönes Tor und es gab einem 32 Minuten Hoffnung, dass nach der Entlassung von Michael Köllner vielleicht doch noch was in Richtung Aufstieg gehen könnte.

 

 

Viele Enttäuschungen auf und neben dem PLatz im Löwenjahr 2023

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Eigentlich Alles seit der Entlassung von Köllner. Diese Streitigkeiten, die da zu Tage treten, ermünden einfach nur alle Löwenfans. In dieser Konstellation wird das Konstrukt 1860 nicht weiter kommen. Diese jüngsten Blockaden der HAM zur Ernennung eines Sportdirektors setzten dem ganzen dann mal wieder die Krone auf. Dagegen ist für mich der ganze sportliche Stillstand nur eine Randnotiz.

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Die Gesellschafterstruktur MUSS sich ändern. Der 22.12.2023 hat mal wieder eindeutig bewiesen, dass HAM nichts an 1860 liegt und sie jedwede Entwicklung des TSV 1860 München einfach nur blockieren.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: wo landen die Löwen in der 3.Liga?

Hoffentlich auf Platz 16 oder höher. Aber das könnte eng werden.

Die bisherigen Rückblicke der Redaktion auf das Jahr 2023:

Christian Jung
Thomas Spiesl

Der TSV 1860 im Jahr 2023: Rückblick von Thomas Spiesl

0
Negativ-Serie beendet: Löwen punkten in Halle
Negativ-Serie beendet: Löwen punkten in Halle

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch bei uns: Zeit für einen Rückblick. Bei sechzger.de machen das traditionell die Redaktionsmitglieder – mit ihren ganz individuellen Einschätzungen. Heute könnt Ihr lesen, was Thomas Spiesl zum demnächst zu Ende gehenden Jahr anzumerken hat.

Überraschend starker Start in die Saison 23/24

Was war dein Highlight des Jahres 2023 rund um den TSV 1860 München?

Leider waren die Höhepunkte in 2023 rat gesät. Ich würde jetzt mal sagen der überraschend gute Start mit zwei Siegen, der uns jetzt auch über dem Strich hält.

Welches Spiel ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?

Bei mir war es unsere „ostalgische Reise“ mit den Fettbeidln nach Halle… Mit Zwickau vs Chemie Leipzig als Vorprogramm und den Dynamo Hools genau vor uns und anschliessend einem lustigen Abend in Zwickau. Gefolgt von einem Auswärtssieg in Halle und einer lustigen Heimreise im Bus der Kreativen für Sechzig (Grüsse an Biermo!)  Der Osten ist einfach immer eine Reise wert!.

Welcher Spieler ist dein persönlicher „Spieler des Jahres“?

Morris Schröter, der beste Neuzugang der Saison, sorgt fast immer für Torgefahr und rackert bis zum Umfallen.

Tsv 1860 morris Schröter
Thomas’ Spieler des Jahres: Morris Schröter

Ein Eigentor als Tor des Jahres

Wir sind zwar nicht die Sportschau, aber in Anlehnung daran: Nenne uns dein „Tor des Jahres“!

Lustigerweise ist da bei mir das Eigentor von Verl in Giesing im Kopf, weil es ein Tor des Willens war, davon wünsche ich mir nach dem Winter mehr…

Ganz im Gegenteil dazu: Was hat dich besonders enttäuscht / wütend gemacht?

Das ganze Gezeter rund um den Verein und die KGaA. Irgendwann hat man einfach die Schnauze gestrichen voll davon…

Ganz oben auf dem Wunschzettel: Ein Stürmer!

Mit dem Jahreswechsel wird es auch wieder Zeit für die guten Vorsätze, die dann hoffentlich auch umgesetzt werden. Was sollte sich beim TSV 1860 München im Jahr 2024 ändern?

Da wünsche ich mir einen echten Stürmer a la Sascha Mölders und dass sich die Mannschaft mit Kampf und Willen aus der Pechsträhne kämpft.

Zum Schluss deine Prognose für den Mai 2024: Wo landen die Löwen in der 3. Liga?

Wie schon vor der Saison erwartet irgendwo im Nirgendwo zwischen Platz 8 und 12.


Die bisherigen Rückblicke der Redaktion auf das Jahr 2023:

Christian Jung

Trares sagt dem TSV 1860 offenbar ab

9
Trainingsgelände TSV 1860 München Grünwalder Straße Winter

Bernhard Trares war einer der heißen Kandidaten auf die Nachfolge von Maurizio Jacobacci beim TSV 1860 München. Nun soll der ehemalige Löwenspieler offenbar abgesagt haben.

Trares sagt 1860 offenbar ab

Sport1 will an Heiligabend erfahren haben, dass Bernhard Trares kein Interesse mehr am Trainerjob beim TSV 1860 München mehr hat. Dies zumindest berichtet liga3-online.de. Trares der von 1991 bis 1997 Spieler an der Grünwalder Straße und war Teil des legendären Durchmarschteams, das anno 1994 den Bundesliga-Aufstieg in Meppen realisieren konnte. Als Trainer konnte Trares den SV Waldhof Mannheim zurück in die dritte Liga führen. Außerdem traininerte er die Würzburger Kickers in der dritten Liga. Als Assistent von Bruno Labbadia sammelte Trares auch Erfahrung in der Bundesliga beim Hamburger SV und dem VfB Stuttgart. Seit der Trennung des Trainerteams von Labbadia beim VfB im April 2023 ist Trares vereinslos.

Trares von Marc-Nicolai Pfeifer vorgeschlagen

Bernhard Trares wäre auf Grund seiner Vita ein sehr gut vermittelbarer Kandidat gewesen. Neben seiner Vergangenheit als Spieler in Giesing war er unter Walter SChachner und Rainer Maurer von 2004 bis 2006 auch schon als Co-Trainer beim TSV 1860 tätig. Über die Gründe für Trares’ Absage ist nichts bekannt. Es wäre nicht überraschend, wenn sich das Chaos bei 1860, das durch die von HAM platzen gelassenen Beirats-Sitzung vom 22.12. entstanden ist, negativ auf die Attraktivität von 1860 als Arbeitgeber auswirkt. Ebenso könnten die durchgestochenen Mails im Vorfeld der Sitzung bei möglichen Trainerkandidaten Alarmglocken schrillen lassen.

Antwerpen soll als Kandidat verbleiben

Auch die Perspektive, ohne sportlichen Leiter bei 1860 einzusteigen, könnte so manchen Trainer abschrecken. Was ist, wenn der sportliche Leiter kommt und ein vollkomen anderes sportliches Konzept verfolgt. Viele Fragezeichen als bei den Löwen, die am Freitag laut DFB-Fprderung eigentlich einen neuen Trainer hätten präsentieren müssen. Marco Antwerpen soll sich weiter im Rennen befinden, obwohl Präsident Robert Reisinger bei sechzger.de dementierte, mit ihm oder seinen Beratern in Kontakt zu stehen. Möglich ist natürlich auch, dass Antwerpen mit Pfeifer oder anderen Vertretern der KGaA in Kontakt steht und er demnächst den Gremien vorgeschlagen wird. Für die verunsicherte Mannschaft wäre es eminent wichtig mit einem Trainer die Vorbereitung am 02.01.2024 starten zu können.