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SpVgg Unterhaching – TSV 1860, die Taktiktafel vor dem Spiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Spiel unseres TSV 1860 München bei der SpVgg Unterhaching. Sechs Punkte trennen die beiden Teams. Was erwartet uns in diesem Spiel?

SpVgg Unterhaching – TSV 1860 München heißt die Partie am Sonntag. Marc Unterberger, Trainer der Hachinger lässt sein Team bisher fast immer im 4-4-2 mit Doppel-Sechs auflaufen. Die Spielweise seiner Mannschaft ist weder sonderlich spektakulär noch in irgendeiner Weise innovativ, aber – auch wenn von den letzten sechs Spielen nur eines gewonnen wurde – für die zur Verfügung stehenden Mittel durchaus effektiv.

Mittlere Positionierung der Pressing- und Defensivlinien gegen das Positionsspiel des Gegners ist bei den Vordörflern in den meisten Spielen zu beobachten. Hohes Pressing ist nicht bzw. nur sporadisch in gewissen Situationen zu sehen.

Bei eigenem Ballbesitz spielt die SpVgg eher konservativen, aber auch druckvollen und vor allem kämpferischen Fußball. Das Gewinnen intensiver Zweikämpfe bzw. Laufduelle um den zweiten Ball gehören immer zum Matchplan der Mannschaft von Marc Unterberger. Des Weiteren fühlt man sich bei der SpVgg am Ende einer Angriffs auf der rechten Seite etwas wohler als links, wenn es um das Flügelspiel geht. Dazu später mehr. Zunächst die statistischen Werte des Vereins mit dem Bob im Wappen.

Statistische Werte der SpVgg Unterhaching

  • Ballbesitz: 47%
  • Passgenauigkeit: 78%
  • Flankengenauigkeit: 38% (Platz 3)
  • Defensive Zweikampfquote: 62%
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 11,1

Wie spielt die SpVgg?

Bei Ballbesitz

Bei eigenem Ballbesitz im Positionsspiel spielt Haching sehr gradlinig und setzt weniger auf konstruktiven Kombinationsaufbau aus der eigenen Defensive. Der zielgenaue Torhüter Vollath schlägt oft weit nach vorne ab, wo dann der Kampf um den zweiten Ball gewonnen werden soll. Sofern das klappt, kommt dann meist der Box to Box Spieler aus der Tiefe und ist zentral für den weiteren Verlauf des Angriffs zuständig.

Baut Haching gegen Mittelfeldpressing kurz auf, weil in der Tiefe die Räume gegen das vertikale Spiel gut zugestellt werden, sind Welzmüller, Waidner und Schwabl meist die Spieler, über welche die Eröffnung (meistens über die rechte bzw. halbrechte Seite) gestartet wird. Das Zusammenspiel mit dem auf die Halbposition einrückenden rechten Mittelfeldaußen führt dazu, dass der rechte Außenverteidiger Schwabl beim Hinterlaufen eine wahnsinnige Dynamik entwickeln kann. Gegen Dopplungen dort verlagert man das Spiel früh in der gegnerischen Hälfte ins Zentrum. Dann übernimmt der Spieler in der Box to Box Rolle wieder das Heft des Handelns und die Regie. Situationsabhängig wird von ihm dann der weitere Verlauf des Angriffs bestimmt.

Im letzten Drittel des Gegners ist der offensiv ausgerichtete Rechtsverteidiger Schwabl dort zu finden, wenn über die rechte Seite angegriffen wird. Kommt Haching über links, sehen wir eine konservativere Herangehensweise, bei der die SpVgg über den in die vorderste Linie aufrückenden Mittelfeldaußenspieler angreift. Der Linksverteidiger wird sich dabei meist im äußeren linken Achterraum positionieren.

Bei Angriffen durchs Zentrum wird ebenfalls konservativ verschoben. Das bedeutet, der ballferne Mittelfeldaußen geht auf die offensive Halbposition hinter dem Sturmzentrum und der ballnahe Mittelfeldaußen bleibt positionsgetreu auf seiner Seite. Der Box to Box Spieler steht dann im Zentrum dahinter, der zweite Sechser sichert relativ hoch ab. In allen drei Fällen entsteht ein ballfern asymmetrisches 3-1-3-3.

Gegen den Ball

Gegen den Ball presst Haching nicht druckvoll auf Ballgewinn ausgerichtet, dafür jedoch sehr konsequent im Raum. Der Versuch, die Angriffe des Gegners so zu steuern, dass er gezwungen wird, lange Bälle zu spielen, die bestenfalls die erste der beiden Viererketten durch ihre kämpferischen Qualitäten schon abfangen soll, geht häufig auf.

Spielt der Gegner sich ins letzte Drittel hinein, verteidigen die Hachinger sehr konservativ mit zwei Reihen vor dem eigenen Sechzehner. 4-4-1-1 bzw. 4-5-1 ist dabei die Staffelung. Man sieht häufig, dass einer der beiden Innenverteidiger stark nach vorne verteidigt und zwischen den Ketten bzw. sogar auf Höhe der Sechser agiert, um in Ballbesitz zu kommen. Das wird dann durch das Abkippen eines offensiver ausgerichteten Mitspielers in dieser Zone abgesichert.

Wie kann man Haching knacken?

Die Offensive zu überladen, hohe Laufbereitschaft im Mittelfeld, Kreuzverschiebungen im Zentrum vor dem Sechzehner, beide Halbpositionen in den offensiven Achterräumen konsequent zu besetzen, sowie einen Zehner, der eher wie ein Schattenstürmer agiert anstatt Spielgestalter zu sein, ist ein Rezept, das für den TSV 1860 München gegen die SpVgg Unterhaching funktionieren kann. Die Spielgestaltung aus der offensiveren Sechs heraus, also über den Box to Box Spieler laufen zu lassen, kann gegen die bieder verteidigenden Hachinger ein Hebel sein.

Die Rolle des offensiveren Sechsers wie einen zurückgezogenen Spielmacher zu behandeln und weniger mit hoher Dynamik, was ja die Box to Box Rolle ausmacht, sondern eher mit Kombinationsspiel auf den kurzen Wegen zu agieren, kann hier für viel wirbel sorgen, solange die Präzision stimmt. Grundvoraussetzung für das Gelingen sind Passgenauigkeit und der Wille, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen anstatt selbst glänzen zu wollen.

Gegen den Ball sollte der TSV 1860 gegen das Positionsspiel der SpVgg Unterhaching vor allem auf hohes Pressing mit Fokus auf Angriffssteuerung und Pressingfallen im Mittelfeld setzen. Zudem wäre ein sofortiges aggressives Gegenpressing wichtig, falls unterwegs ein Ball verloren geht. Der Kampf um zweite Bälle muss funktionieren, wenn Haching das vertikale Spiel anstrebt.

Stärken und Schwächen des Systems 4-4-2

Stärken

Es wird zunächst eine starke doppelte Abwehrkette aufgebaut. Dadurch wird es möglich, den Gegner auf den Flügeln zu doppeln und trotzdem im Zentrum kompakt zu stehen. So zwingt man den Gegner oft, Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Passwege können aufgrund der guten Staffelung in Tiefe und Breite leicht zugestellt werden. Das 4-4-2 Doppelsechs deshalb als defensives System zu bezeichnen, wäre zu einfach.

In der Offensive liegen die Stärken klar auf den Außenpositionen. Sowohl die Außenverteidiger als auch die Mittelfeldaußenspieler können für großen Druck auf den Flügeln sorgen.

Von den beiden defensiven Mittelfeldspielern im Zentrum übernimmt einer den offensiven Part (Box-to-Box Spieler) und der andere bleibt auf seiner absichernden Position. So kann man die Lücke im Zentrum zu den Stürmern schließen.

Wenn das Zusammenspiel der Mannschaftsteile gegen den Ball so funktioniert, wie es in diesem System gewollt ist, zwingt man den Gegner oft auf die Flügel, sodass dieser mit Flankenläufen und hohen Bällen agieren muss, um den Ball ins Zentrum vors Tor zu bringen.

Schwächen

Die große Schwäche in diesem System ist normalerweise die Lücke zwischen Mittelfeld und Sturm. Sowohl bei eigenem Ballbesitz aber auch nach einem Ballverlust ist es wichtig, diesen Raum schnell zu schließen.

Es fehlt ein Kreativspieler im Zentrum. Deshalb ist das zentrale offensive Mittelfeld ein Schwachpunkt. Offensive Kreativität entwickelt sich im 4-4-2 mit Doppelsechs vornehmlich auf den Außenpositionen.

Durch das Fehlen des “Zehners” wird dem Box-to-Box Spieler eine hohe Laufleistung abverlangt, damit sowohl offensiv als auch defensiv die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen schnell geschlossen werden.

Schlüsselspieler

Tor

René Vollath (#1) ist mit 34 Jahren und 240 Spielen über seine sieben Saisons in dieser Spielklasse ein absolutes Urgestein und auch ein sicherer Rückhalt für die Spielvereinigung. Bei hohen Bällen in die Box extrem sicher agierend und durch seine Erfahrung im eins gegen eins ebenfalls schwer zu überwinden, hat er lediglich leichte Schwächen was die Reflexe betrifft. In zwölf Spielen konnte er während dieser Saison schon die Null halten. Kassieren die Hachinger einen Gegentreffer, ist ihm meist kein Vorwurf zu machen. Statistisch gesehen ist er seit dem letzten Aufeinandertreffen allerdings in dieser Saison vom zweitbesten Keeper der Liga auf Platz zehn abgerutscht.

Abwehr

Raphael Schifferl (#37), Leihgabe vom österreichischen Bundesligisten Wolfsberger AC, ist der beste Verteidiger der Hachinger. Er gewinnt insgesamt 69% seiner Defensivzweikämpfe und hat in den letzten fünf Spielen lediglich sechs Mal im direkten Duell den Kürzeren ziehen müssen. Im Aufbau ist jedoch der gelernte Mittelfeldspieler Stiefler (#8) eher der auslösende Mann.

Markus Schwabl (#23) dadurch, dass Welzmüller kein Stammspieler mehr ist, nun auch Kapitän, ist ein rechter Verteidiger mit extremem Vorwärtsdrang. Er agiert auf der gesamten Länge des Spielfelds, wenn Angriffe über seine Seite laufen. Ballsicher und mit hoher Flanken- und Passgenauigkeit ausgestattet, drückt Offensivverteidiger Schwabl dem Spiel der Hachinger oft seinen Stempel auf. Über 43 Prozent seiner Flanken finden ihr Ziel. Auch beim Verteidigen macht er keine schlechte Figur. Seine Werte sind auf einem für seine Position hohem Niveau. Die Unterstützung der Offensive durch seine Schnelligkeit, Laufbereitschaft und Flankengenauigkeit macht ihn zu einem Unterschiedsspieler.

Mittelfeld

Sebastian Maier (#10) fehlt der Spielvereinigung, aufgrund einer Knieverletzung die er sich gegen Sandhausen zuzog, seit fünf spielen. Seit er fehlt konnte Haching nur gegen Lübeck Punkten. ob der offensive Schlüsselspieler am Sonntag fehlen Wird kann ich nicht sagen. Bei Transfermarkt.de wird er, seit er fehlt, nicht als Verletzt gelistet.

Er wird seither entweder durch Ben Westermeier (#6) oder Maurice Krattenmacher (#7) ersetzt. Westermeier ist ein starker Spieler im eins gegen eins und auch sehr passsicher, hat jedoch manchmal noch nicht den Mut, den riskanten Pass zu wagen, der dann das Spiel für Haching öffnet. Krattenmacher ist da etwas mutiger, hinkt allerdings bei der Präzision im Passspiel etwas hinter Westermeier her. Als Schlüsselspieler würde ich keinen der beiden nennen wollen, dennoch sind diese jungen Spieler manchmal belebende Faktoren im ansonsten bieder wirkenden Hachinger Angriff.

Sturm

Mit elf Treffern ist Patrick Hobsch (#34) der bisher erfolgreichste Stürmer der Vorstädter. Allerdings steht dem sein Sturmpartner Matthias Fetsch (#11) mit bisher zehn Toren nicht wirklich nach. Beide sind gefährlich und dürfen in keiner Sekunde vor dem Kasten aus den Augen gelassen werden. Hobsch hat mit einer Schussgenauigkeit von 60% (Platz drei ligaweit) immer genug Zielwasser im Tank. Wenn er am Ball ist, herrscht Torgefahr. Fetsch liegt hier mit 47% Schussgenauigkeit ebenfalls in den Top 15 der Liga.

Fazit

Das ist ein Spiel, das man nicht verlieren möchte, aber Haching steht nicht umsonst dort, wo sie stehen. Deshalb sollten wir uns auf ein hartes Stück Arbeit gegen eine meistens diszipliniert verteidigende Mannschaft einstellen.

Allerdings ist es auch so, dass die Hachinger in den letzten sechs Spielen nur einmal als Sieger den Platz verlassen konnten und somit momentan etwas angeschlagen daherkommen. Nichtsdestotrotz sollte man sich davor hüten, den kommenden Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen.

Speziell gegen unseren TSV 1860 München wird die Mannschaft der SpVgg Unterhaching extrem motiviert auf den Platz kommen.

Grundsätzlich denke ich, dass wir absolut die Chance haben, dort etwas zu holen und auch als Sieger den Platz zu verlassen. Dazu müssen aber alle Tugenden, die das Kollektiv ausmachen, auf den Platz geworfen werden. Einzelkämpfer stechen hier eher nicht.

Dass die taktische Ausrichtung – wie immer seit dem Ende der Winterpause – stimmen wird, dessen können wir uns sicher sein. Wichtig wird sein, wie jeder einzelne Spieler es versteht, sich im taktischen Konzept in den Dienst des Teams zu stellen. Von daher sind die ausschlaggebenden Faktoren Mannschaftsdienlichkeit und Laufbereitschaft. Sind diese bei jedem Spieler auf dem Maximum, wird die Revanche fürs Hinspiel gelingen.

So könnte Haching beginnen

Datenquelle: Wyscout

SpVgg Unterhaching – TSV 1860: Ergebnistipp Achim Bogdahn

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Er ist ein Wiederholungstäter! Schon zwei Mal in der bewegten Geschichte von sechzger.de hat Achim “Sechzig” Bogdahn für uns seine Prognose für das anstehende Spiel der Löwen abgegeben. Und dabei war er ziemlich erfolgreich. Für das Totopokalspiel am 6. September 2022 erwartete der BR-Moderator und Buchautor ein 4:0 – das tatsächliche Resultat lautete damals 3:1. Und mit Unterhaching kennt sich Achim sowieso aus: Für das letzte Heimspiel gegen die Vorstädter in 3. Liga vor deren Abstieg am 26. Februar 2021 sagte unser Experte ein 3:0 hervor. Die Partie endete 3:1.

Achim Bogdahn setzt auf Sieg Sechzig

Diesmal also wieder Unterhaching – allerdings das Auswärtsspiel bei den Bobfahrern, das die Löwenfans im Hachinger Sportpark sicher wieder einmal zum Heimspiel machen werden. Gewohnt gleichermaßen kompetent und humorvoll blickt Achim auf die Partie:

Die Löwen gewinnen 3:1 und sind bald in der Tabelle nicht mehr unter Haching. Nach soviel Pech vor dem Tor, wie in Regensburg und völlig indisponierten Schiedsrichter*innen ist diesmal eindeutig Sechzig am Zug. Torschützen: Lakenmacher (im vierten Nachschuss), Juwel Tim Kloss (der mit 19 Jahren den anderen zeigen muss, wie es geht) und Serhat Güler (den wir ja immerhin als Stürmer gekauft haben. Soll mal liefern, der Mann!).

Fahrrad oder S-Bahn?

Das würde dem Löwenanhang gewiss schmecken. Und obwohl ja sowohl die KGaA, als auch die aktive Fanszene für Sonntag zu einer Fahrradtour nach Unterhaching aufrufen, rechnet Achim Bogdahn auch mit ausgelassener Stimmung in den öffentlichen Verkehrsmitteln zurück in die Stadt:

Und auf dem Heimweg: Hüpfen alle in der S-Bahn. Bester Sonntagabend seit Ostern!

Kling nach bester Unterhaltung. Aber obacht: Am Sonntag ist die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Pasing und Giesing gesperrt. Gehüpft wird also nur bis zum Giesinger Bahnhof. Danach geht es in einem anderen Verkehrsmittel weiter.

Radio- & TV-Moderator, Buchautor – und Löwenfan

Apropos Unterhaltung: Unser heutiger Tipper arbeitet schon seit 1991 als Moderator für den Bayerischen Rundfunk. Im Radioprogramm von Bayern 2 moderiert er die Sendungen Zündfunk, Eins zu Eins. Der Talk sowie das parallel auch im Fernsehen, nämlich in ARD-alpha ausgestrahlte Tagesgespräch. Im Herbst 2022 erschien Bogdahns erstes Buch, Unter den Wolken: Meine Deutschlandreise auf die höchsten Berge aller 16 Bundesländer.
Bereits seit zehn Jahren darf Achim Bogdahn den Namenszusatz “Sechzig” offiziell in seinem Personalausweis tragen. Ein unwiederuflicher Nachweis für die Liebe und Hingabe, die der studierte evangelische Theologe dem TSV 1860 entgegenbringt.

Foto: Achim Bogdahn (privat)

Neues Buch über die Löwen: “57, 58, 59, SECHZIG!”

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Gestern Abend fand auf der Sechzger-Alm an der Grünwalder Straße 114 die stimmungsvolle Veranstaltung zum 125. Geburtstag der Fußballabteilung des TSV München von 1860 e.V. statt. Dort konnte auch ein neues Buch über Sechzig erworben werden, das jüngst erschienen ist.

Thomas Bohlender und Claus Melchior die Autoren des neuen Werks

Anfang April erschien im Verlag DIE WERKSTATT das Buch 57, 58, 59, SECHZIG! 125 JAHRE FUSSBALL, für das sich Thomas Bohlender und Claus Melchior als Autoren verantwortlich zeichnen. Der 1860-Fußballabteilungsleiter “Bolo” hat ja erst vor ein paar Wochen das Spiel der Löwen gegen Viktoria Köln bei uns getippt (und dabei nicht nur den Sieg für Sechzig, sondern auch ein Tor von Kapitän Jesper Verlaat richtig prognostiziert). Nun haben wir auch mit dem anderen Autor dieser Neuerscheinung (und zahlreicher weiterer Bücher über den TSV 1860 Kontakt aufgenommen und ihm ein paar Fragen gestellt.

Fragen an Claus Melchior

Du hast schon einige Bücher über die Löwen zu verantworten. Ob “Legenden in Weiß und Blau” oder die “111 Gründe, den TSV 1860 München zu lieben”. Das wievielte Werk über Sechzig ist das aktuelle eigentlich?

“Legenden in Weiß und Blau”, zusammen mit Hardy Grüne, war das erste, erschienen 1999. Die erweiterte Neuauflage davon heißt “Die Löwen. Die Fußball-Geschichte des TSV München von 1860”.
Dann die 111 Gründe, von denen es vier Auflagen gibt, die letzten mit “Bonusgründen”. Außerdem habe ich mit Roman Beer und Arnold Lemke das Buch zu 50 Jahre Deutsche Meisterschaft gemacht, “Der Triumph der Löwen”, erschienen logischerweise 2016.

Worin unterschied sich die Arbeit für dieses Jubiläumsbuch von den vorherigen?

Die vorigen Bücher waren alles Textbände mit wenigen bis gar keinen Bildern, um die ich mich zudem nicht kümmern musste (Ausnahme das reich bebilderte Meisterschaftsbuch, bei dem ich mit der Bildgestaltung aber wenig zu tun hatte). Die Bilder für das neue Buch wurden zwar vom Verlag zunächst mal ausgewählt, aber mit der getroffenen Auswahl und den Texten zu den Bildern mussten wir uns intensiv beschäftigen, das war neu für mich. Dank an dieser Stelle an Anne Wild und Claude Rapp, die uns mit einigem Material versorgt haben.

Wann reifte der Plan zu diesem Buch und wie lange habt Ihr daran gearbeitet?

Wir hatten schon Anfang 2023 in der Abteilung Vereinsgeschichte das bevorstehende Jubiläum der Fußballabteilung im Auge. Thomas Bohlender ist ja auch bei uns und war als neuer FA-Leiter gleich Feuer und Flamme. Wir haben dann ein Konzept erarbeitet und dem Verlag vorgeschlagen. Leider hat es aufgrund verlagsinterner Abläufe sehr lange gedauert, bis wir die Zusage bekamen. Deshalb hatten wir ziemlichen Zeitdruck und haben dann von November ’23 bis Anfang März ’24 sehr intensiv daran gearbeitet.

Mit-Autor Thomas Bohlender ist – wie erwähnt – der FA-Vorsitzende im TSV 1860. Wie ist es, mit einem Vereinsfunktionär so ein Projekt durchzuführen?

 Wir haben sehr gut zusammengearbeitet. Dass Bolo Vereinsfunktionär ist, spielte überhaupt keine Rolle. Als stellvertretender Abteilungsleiter der Vereinsgeschichte bin ich seit Ende November letzten Jahres ja quasi auch Vereinsfunktonär.

Im Buch enthalten sind ja auch viele Löwen-Legenden, die mit Kurzbiografien vorgestellt werden. Hand auf’s Herz: Wenn Du Dich auf eine einzige absolute Über-Legende festlegen musst, wer ist das?

Schwere Frage. Wir hatten so viele tolle Spieler. Mir ist wichtig, die Erinnerung an Josef Braumüller aufrechtzuerhalten, der in den Pionierjahren nicht nur mehr als 20 Jahre in der 1. Mannschaft die Knochen hingehalten hat, sondern mit der von ihm begründeten Jugendarbeit auch die Grundlage dazu legte, dass 1860 in den 1920ern zu einer deutschen Spitzenmannschaft aufstieg.
Von den Spielern der Zwischenkriegsjahre fasziniert mich besonders Alois Pledl.
Stellvertretend für die Stars des Bundesligajahrzehnts 1994-2004 ließen sich Piotr Nowak und Thomas Häßler nennen. Und natürlich die vielen Stars aus dem eigenen Nachwuchs wie Benny Lauth oder die Bender-Zwillinge. Letztlich landet man aber immer wieder in den Goldenen Sechzigern, die ich als kleiner Bub miterlebt habe (noch nicht in München aber am Fernseher). Der größte Star war natürlich der Radi, aber der “Über-Löwe” (wenn wir ihn so nennen wollen) ist für mich Manni Wagner. In den großen Jahren von Anfang an dabei, bis dann zum bitteren Ende mit Abstieg und Neuanfang in der Regionalliga Süd. Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit und Vereinstreue: alles Dinge, die man sich von einem wahren Löwen erhofft.

Was wünscht Du Dir – als Anhänger des TSV 1860 – für die Löwen für die nächsten 125 Jahre. Bzw. etwas kürzer gedacht: Für die nahe Zukunft?

Ruhe im Verein, ein Präsidium, das den eingeschlagenen Kurs fortsetzt. Und vor allem, dass die beiden neuen Geschäftsführer ihre kürzlich skizzierten Planungen erfolgreich umsetzen können. Das betrifft natürlich den Fußball. Uns allen in der Abteilung Vereinsgeschichte ist aber wichtig, dass wir den Gesamtverein mit seinen vielen Abteilungen nicht vergessen, dass es dem Verein gut geht und wir seine große Geschichte in allen ihren Facetten nicht aus den Augen verlieren.

Lieber Claus, vielen Dank für das Gespräch und natürlich für das tolle neue Buch!

57, 58, 59, SECHZIG im Buchhandel erhältlich

Das Buch, das für 34,90 EURO im Buchhandel erhältlich ist, wollen wir Euch an dieser Stelle mit einem Zitat aus dem Vorwort ans Herz legen, das uns sehr gut gefallen hat. Dort heißt es:

Dieses Buch ist den Fans gewidmet, den besten und beständigsten der Welt. Nicht zu übertreffen in ihrem Glauben an eine erfolgreiche Zukunft, in ihrer unerschütterlichen Hingabe, ihrer legendären Leidensfähigkeit, ihren tollen Choreographien in der Westkurve, ihren meinungsstarken, bisweilen auch umstrittenen Verlautbarungen in Wort, Bild und Gesang und ihrer unerschütterlichen Treue. Ohne sie wäre 1860 nichts, ohne sie gäbe es dieses Buch nicht. Sie sind die Seele von Sechzig, in ihnen schlägt das Herz des Vereins, in ihnen lebt der Fußball. Egal welche Liga, ihre Liebe währt ewig. Sechzig ist ihr Verein, ihre Heimat und das Stadion an der Grünwalder Straße ihr Zuhause.

Save the date: Buchvorstellung im Bamboleo

Nach aktuellem Plan findet übrigens am Montag, den 6. Mai um 18.60 Uhr eine Buchvorstellung im Bamboleo in der Tegernseer Landstraße 96 statt. Der eine oder andere Ehrengast ist dazu bereits angefragt.
Details werden wir hier bei sechzger.de natürlich noch bekannt geben.

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 U21 empfängt TSV Rain

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Tsv 1860 Sechzig Wochenende Programm Profis U21 U19 U17 NLZ Löwinnen

Wie letzte Woche bekannt wurde, wird Frank Schmöller die Löwen zum Saisonende verlassen. Auf seiner Abschiedstour empfängt die U21 des TSV 1860 am Samstag den TSV Rain in der Kies Arena in Gilching.

TSV 1860 U21 empfängt TSV Rain

Das Hinspiel in Rain gewannen die Löwen im Oktober durch Tore von Kuhn, Neziri und Bangerter mit 3:1 und auch diesmal will Münchens große Liebe die Punkte natürlich für sich behalten. Die Gäste vom Lech rangieren derzeit auf Platz 12 der Bayernliga-Tabelle, könnten also durchaus noch in die Relegationszone abrutschen. Punkte müssen also her, als Favorit geht jedoch der TSV 1860 ins Rennen, der seinem scheidenden Trainer den bevorstehenden Abschied sicher versüßen möchte.

Anpfiff in der Kies Arena in Gilching ist am Samstag um 14 Uhr.

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 24.04.

18.00 Uhr: SV Heimstetten U10 – U9 7:3
18.30 Uhr: U10 – SV Heimstetten U11 7:0
19.30 Uhr: Kirchheimer SC – Senioren B 1:1

Freitag, 26.04.

19.30 Uhr: SK Srbija – Senioren C -:-
20.00 Uhr: Senioren A – FC Alte Haide/DSC München -:-

Samstag, 27.04.

11.00 Uhr: U13 – 1. FC Nürnberg -:-
13.00 Uhr: VfB Stuttgart – U19 -:-
13.00 Uhr: FC Ingolstadt 04 – U17 -:-
13.30 Uhr: U14 – 1. FC Nürnberg -:-
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – TSV Allach -:-
14.00 Uhr: VfB Eichstätt U13 – U12 -:-
14.00 Uhr: U21 – TSV Rain -:-
15.00 Uhr: Löwinnen II – SG Hohenlinden/Forstern -:-
16.00 Uhr: U9 – SPG Oberland West U11 -:-
17.30 Uhr: Löwinnen I – SG Sentilo-Blumenau/Pullach -:-

Sonntag, 28.04.

12.30 Uhr: ESV München – Dritte -:-
12.30 Uhr: SV Waldeck-Obermenzing II – Vierte -:-
13.00 Uhr: 1. FC Nürnberg – U15 -:-
14.00 Uhr: U16 – SpVgg Bayreuth U17 -:-
19.30 Uhr: SpVgg Unterhaching – Profis -:-

Die U11 nimmt am Sonntag an einem Leistungsvergleich mit der SpVgg Unterhaching und Wacker Innsbruck teil.

Lesen, Hören, Sehen: Umfrage zur Nutzung von sechzger.de

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Wir wollten es mal von Euch wissen: Sind es eigentlich die gleichen Personen, die unser Youtube-/Podcast-Format, den sechzger.de Talk nutzen und die unsere Artikel auf der Seite hier lesen?

Umfrage zur Nutzung vom sechzger.de Talk

Daher haben wir diese Frage in den vergangenen Tagen als Umfrage auf sechzger.de platziert. Und das Ergebnis hat uns ein wenig überascht: Eine deutliche Mehrheit von 41% gibt an, unseren sechzger.de Talk gar nicht zu nutzen – die Artikel hier auf der Seite aber offensichtlich schon zu lesen. Fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer führt sich die wöchtenliche Sendung immerhin “sporadisch” zu Gemüte” (22%). Die echten Fans der Sendung, die keinen Talk verpassen schlagen mit 19% zu Buche – Platz drei im Antwortranking. Und weitere 18% hören und/oder sehen zumindest fast jede Sendung. Das Ergebnis dieser Befragung spricht für ein differenziertes Mediennutzungsverhalten unter den Löwenfans: Entweder lesen oder sehen/hören. Interessant, da sich die kommunizierten Inhalte ja keineswegs zu 100% decken. So oder so danken wir allen unseren Leser*innen, Zuschauer- und Zuhörer*innen für ihre treue!

Das Ergebnis unserer Umfrage zum sechzger.de Talk in der Übersicht

Über den sechzger.de Talk

Über vier Jahre sind schon seit der ersten Aufzeichnung und Ausstrahlung unseres sechzger.de Talks am 17. März 2021 vergangen. Die Idee dazu entstand während eines Corona-Lockdowns, als das Verabreden in Videokonferenzen ein probates Mittel zum sozialen Austausch war, das auch in unserer Redaktion genutzt wurde und irgendjemand dann auf die Idee kam, man könne diese Verabredungen doch aufzeichnen und ausstrahlen. Gesagt – getan. Auch gegen einzelne Skeptiker innerhalb der Redaktion.
154 Sendungen haben wir seitdem online stellen dürfen. Die ersten 23 Folgen wurden allesamt von Basti moderiert, ehe er sich im Herbst 2021 von der Aufgabe zurückzog. Seitdem wechseln sich Christian und Jan in der Moderation ab und begrüßen wöchentlich sowohl Angehörige der sechzger.de-Redaktion, als auch – unregelmäßig – externe Gäste, um über die aktuelle Lage bei den Löwen zu diskutieren. Die (fast) fußballfreie Zeit der Sommer- und Winterpausen nutzen wir jeweils, um uns mit weniger aktuellen Themen zu beschäftigen. So stellten wir z.B. im Dezember 2022 das Fanprojekt München blau näher vor oder durften im Juni 2023 mit Viola Oberländer und Julian Reich über das Vereinsmanagement im TSV 1860 e.V. sprechen. Von Zeit zu Zeit begrüßen wir auch Gäste, die in unterschiedlichem Bezug zum nächsten/letzten Gegner unserer Löwen stehen: So war z.B. schon zwei Mal der ehemalige Pressesprecher der SpVgg Bayreuth unser Gast. Anfang dieses Jahres beehrte uns ein Autor aus dem Umfeld des MSV Duisburg. Und ein besonderes Highlight waren in der Saison 2021/22 sicherlich die Auftritte von Yannick Jaeschke und Florian Riedel, zwei Spieler des TSV Havelse. Und und und…
Auf unserem Youtube-Kanal findet Ihr alle bislang aufgezeichneten 154 Folgen und könnt Euch das Vergangene jederzeit nochmal zu Gemüte führen. Falls Ihr auf der Suche nach einer konkreten Sendung seid, meldet Euch gern per Email bei uns. Wir helfen gern!

Video und Audio

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

DFB-Lehrwart Wagner: “VAR macht den Fußball gerechter”

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DFB-Lehrwart Wagner: "VAR macht den Fußball gerechter"
DFB-Lehrwart Wagner: "VAR macht den Fußball gerechter"

Lutz Wagner ist eine deutsche Schiedsrichter-Legende – 18 Jahre lang pfiff er in der Bundesliga, leitete über 450 Bundesliga-Matches. Inzwischen ist er als TV-Experte unter anderem bei der ARD, ServusTV oder Amazon Prime tätig. Zudem arbeitet Wagner als Schiedsrichter-Beobachter und DFB-Lehrwart. In letzterer Funktion war er kürzlich bei der Schiedsrichtergruppe Bad Tölz zu Gast und sprach dabei über einige interessante Regel-Themen – sechzger.de war dabei. Sein Credo: “Der VAR macht den Fußball gerechter”.

„Der VAR macht den Fußball gerechter“

Zum Video-Assistant (VAR), dessen Einführung bekanntlich auch in der dritten Liga diskutiert wird und von den Vereinen abgelehnt wurde, sagte Wagner: „Der VAR ist kein Ober-Schiedsrichter, sondern kann nur Hilfe anbieten. Die Entscheidungsgewalt liegt ausschließlich beim Schiedsrichter“. Unter anderem zeigte Wagner den Strafstoß der Drittliga-Partie zwischen Sandhausen und Bielefeld als Video-Clip, in dem Putaro den Ball bei der Ausführung des Strafstoßes doppelt berührte. „Mit VAR hätte es dieses Tor nicht gegeben“, sagte Wagner zu Recht. In der Bundesliga-Saison 2022/23 habe es bei 1.623 VAR-Checks ganze fünf falsche und 13 unentdeckte Fehler gegeben. 128 Mal wurde eine Fehlentscheidung korrigiert. „Die Fehlerreduzierung lag bei 87,7 Prozent. Der VAR macht den Fußball gerechter, auch wenn er nie hundert Prozent erreichen wird“, erklärte Wagner. Eingreifen darf der VAR ohnehin nur bei der Entscheidung Tor ja oder nein, Strafstoß ja oder nein, Rote Karte ja oder nein, sowie bei Spieler-Verwechslungen, wie Wagner erklärte. Fehlentscheidungen wie letzte Woche würde es bei einer Einführung des VAR in der dritten Liga wohl weniger häufig geben…

„Lieber macht es einer der Ahnung hat…“

Angesprochen von sechzger.de, was er von der wöchentlichen Analyse der Schiedsrichter-Entscheidungen in der dritten Liga von Babak Rafati auf Liga 3 online halte, sagte der DFB-Lehrwart humorig: „Der Babak ruft auch mal an und fragt, wie das jetzt genau ist. Aber lieber macht das ein Schiedsrichter, der weitgehend Ahnung hat wie er, als selbsternannte Experten“. Auch jährliche Schulungen von Medienmitarbeitern gehören aktuell zum Aufgabengebiet von Wagner.

Stopp-Konzept – vielleicht bald auch in Liga drei?

Neu eingeführt in allen deutschen Amateur-Fußball-Ligen bis zur C-Klasse wird ab 1. Juli 2024 das sogenannte Stopp-Konzept, wie Wagner erklärte. Bei Hektik oder Rudelbildung kreuzt der Schiedsrichter zuerst die Arme über dem Kopf, wie bei einem Penalty im Eishockey und schickt dann beide Teams in ihren jeweiligen Strafraum, ehe er das Gespräch mit den beiden Kapitänen sucht. „Das ist eine Beruhigungsphase, über die Dauer entscheidet der Schiedsrichter“, berichtete Wagner. Dieses Konzept kann zwei Mal pro Partie genutzt werden, dann bleibt nur der Spielabbruch. „Hoffen wir, dass das mehr Ruhe auf unsere Fußballplätze bringt, es ist eine einfache und hoffentlich wirksame Sache“, erklärte Wagner. Möglicherweise könnte dies bald auch ein Thema für die Profi-Ligen werden…

Lehrreicher Abend für alle Schiedsrichter

Am Ende konnten nicht nur die Schiris der Tölzer Gruppe, sondern alle Gäste einige Neuerungen mit nach Hause nehmen. Gespannt sein darf man, wie sich das neue Stopp-Konzept in der nächsten Saison im Amateur-Fußball durchsetzen wird und ob es eine Option für die Profi-Ligen wird. Was denkt Ihr darüber?

Auf dem Bild: DFB-Lehrwart Lutz Wagner und Thomas Sonnleitner, Schiedsrichterobmann der SR-Gruppe Bad Tölz.

Kreisliga: Senioren B holen Punkt beim Kirchheimer SC

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Auch im zweiten Spiel der neuen Kreisliga-Saison blieb der TSV 1860 ungeschlagen. Die Senioren B des TSV 1860 holten am Mittwochabend beim Kirchheimer SC immerhin einen Punkt.

Senioren B punkten beim Kirchheimer SC

Nach dem 5:2-Auftaktsieg bei Türk Sport Garching waren die Löwen am 2. Spieltag spielfrei und trafen im Rahmen der dritten Spielrunde gestern auf den Kirchheimer SC, der sein erstes Spiel unentschieden gegen den SV Waldperlach hatte gestalten können.

Auf dem Kunstrasen der Sportanlage Kirchheim gingen die Senioren des TSV 1860 am Mittwoch in der 30. Minute durch Romeo Gramaglia in Führung. Zu drei Punkten reichte es jedoch leider nicht, da Sebastian Kirchner in der 75. Minute zum 1:1-Endstand für die Gastgeber ausglich.

Die nächste Partie bestreiten die Senioren B bereits am Montag (29.04.) um 19.30 Uhr beim SV Waldperlach.

Sechzig um sieben: Ambitionierte Pläne beim TSV 1860

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Vorgestern Abend fand die Veranstaltung “Der neue Biss des Löwen” in der VIP-Alm auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße statt. Dort präsentierten die beiden neuen Geschäftsführer der KGaA ambitionierte Pläne, um den TSV 1860 München zurück in die Erfogsspur zu bringen.

Ambitionierte Pläne, um wieder Nummer 2 in Bayern zu werden

Vor 186 Gästen stellten Mueller und Dr. Werner ihre mittelfristige Strategie zur Weiterentwicklung der KGaA und des Profifußballs bei 1860 vor. Dabei präsentierten sie in Form einer Powerpoint-Präsentation ambitionierte Pläne. So möchte das neue Management der KGaA in fünf Jahren den TSV 1860 München wieder zur Nummer zwei unter Bayerns Fußballclubs machen. Der Weg dahin ist offen, soll aber auf einer profunden Analyse und einem Benchmarking mit anderen (teilweise) vergleichbaren Clubs basieren, wie Mueller in einem parallel veröffentlichten Interview mit der SZ verkündete. Die Geschäftsführung möchte aber nicht bei den Anteilseignern um frisches Geld bitten, sondern Erlös- und Ausgabenseiten kontinuierlich anwachsen lassen, um langfristig erfolgreich zu sein. Ein diametraler Unterschied zu den Ansätzen des Bündnis Zukunft also. Dabei spielt natürlich auch das Stadion eine zentrale Rolle. Hier gelang es Mueller, sich fünf Mal mit Vertretern der Stadt zu treffen, ohne das die Öffentlichkeit davon etwas mitbekam. Mueller erläuterte, dass er an drei Szenarien für die zukünftige Spielstätte arbeite. Im sportlichen Bereich soll der Unterbau im NLZ gestärkt werden, so dass zukünftig nmoch mehr Eigengewächse den Sprung in den Profikader schaffen und dort führende Rollen übernehmen.

Löwencup am 1. Mai

Der TSV 1860 richtet am 1. Mai in ein hochkarätiges internationales Fußballturnier für U11-Mannschaften aus. Beim Löwencup werden Mannschaften aus drei Ländern im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125. Geburtstag der Fußballabteilung antreten. Los geht’s um 10:00h am Trainingsgelände, wo es auch ein familienfreundliches Rahmenprogramm geben wird.

News aus der dritten Liga

Saarbrücken-Essen 1:1

Keinen Sieger gab es beim Nachholspiel zwischen Saarbrücken und Essen. Der RWE konnte mit einem 1:1 einen Punkt aus dem Ludwigspark entführen. Voelcke bracht Essen in der 8. Minute bereits in Führung. Ex-Löwe Karim Rabihic konnte in der 69. Minute ausgleichen. Ins fäustchen lachen sich nun Münster und Dresden, die von der Punkteteilung der beiden Verfolger profitieren.

Dresden zieht in Sachsenpokal-Finale ein

Unter der neuem Trainergespann Scholz/Weise/Kirsten gelang Dynamo Dresden ein last-minute Sieg im Halbfinale des Sachsenpokals. Die Dresdner siegten dank eines Tores von Meißner in der 89. Minute mit 2:1. Kapitän Kutschke stand nicht in der Startaufstellung.

Bielefeld muss um Lizenz bangen

Die Lizensierung des DFB für die kommende Saison ist in vollem Gange. Arminia Bielefeld kommunizierte nun, dass sie bis zum 07. Juni nicht genannte Bedingungen des DFB zu erfüllen müssen.

Damit wünschen wir Euch einen schönen Donnerstag! Alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga erfahrt Ihr bei uns!

Kein Vereinsname auf dem Trikot? db24 verbreitet Unwahrheit!

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Wir müssen da mal was aufklären… Der Gründer und Betreiber des Blogs dieblaue24, der ehemalige Boulevardjournalist Oliver Griss stellt sich selbst ja gerne mal als großer Kenner des TSV 1860 dar. Insbesondere, wenn es um die (mitunter) glorreiche Vergangenheit von Münchens Großer Liebe geht, wirkt er im Auftreten häufig so, als denke er, ihm könne in Sachen Löwenwissen so leicht keiner was vormachen. Leider stimmt das aber gar nicht. Der Autor auf der Seite, die viele Löwenfans immer noch anklicken, wenn sie sich über 1860 informieren wollen und dabei aber leider sehr häufig nur auf wenig fundiert recherchierte Information stoßen, liegt oft weit neben der Realität. Ein aktuelles Beispiel gefällig?

Mueller: “Vereinsname gehört auf’s Trikot!”

In einem Artikel, der auf dem kommerziellen Blog am heutigen Mittwoch um 8.01 Uhr veröffentlicht wurde, thematisiert Griss eine Aussage des kaufmännischen Geschäftsführers Oliver Mueller vom Vorabend. Auf der Präsentation der KGaA-Geschäftsführung DER NEUE BISS DES LÖWEN (wir berichteten hier darüber) am Dienstag Abend hatte Mueller den anwesenden Fans seine ehrliche Entrüstung darüber Kund getan, dass das aktuelle Dress der Löwenprofis auf dem Rücken keinen Schriftzug mit dem Vereinsnamen enthalte. Wörtlich hatte Mueller gesagt:

Ein Thema, was mich unheimlich selbst umgetrieben hat, ist das Thema Trikot. In meiner Welt (…) ist es eigentlich so, dass niemand größer ist als der Verein. (…) Und dann habe ich unser Trikot mal angeschaut – und ich habe Herzklopfen gekriegt und habe einen Riesenschrei gelassen. (…) Ich habe festgestellt, dass unser eigener Klubname nicht mit einer Silbe auf dem Rücken irgendwie erwähnt wird. Ganz furchtbar!

Seit 2021 kein “1860 München” mehr auf dem Trikot

Hintergrund für das Fehlen von “1860 München” auf dem Trikot seit Beginn der Saison 2021/22 war die damals eingeführte, erweiterte Möglichkeit zur Werbung auf den Rückseiten der Leibchen der Drittligisten – um zusätzliche Werbeeinnahmen zu generieren. Die damals neue Werbefläche – knapp über dem Allerwertesten des Trikotträgers – wurde und wird bei Sechzig für ein Produkt des Hauptsponsors “die Bayerische” genutzt (Pangea Life).

Falscher Beleg auf db24

db24 zieht das Ansinnen von Oliver Mueller, während man in der dortigen Redaktion wahrscheinlich auch noch darüber sinniert, wie man “Mueller” eigentlich spricht, in seinem morgendlichen Beitrag ein wenig ins Lächerliche. Als Beleg für die nicht vorhandene Notwendigkeit, den Klubnamen auf dem Rücken der Spieler zu präsentieren, zeigt Griss auf seiner Seite ein Foto mit dem Löwen-Trikot aus dem Jahr 2002/03. Der Rücken von Thomas Hässler ist da zu sehen und – vermeintlich – kein Schriftzug “1860 München”. Darunter steht zu lesen:

Übrigens: Zu erfolgreichen Bundesliga-Zeiten des TSV 1860 gab es auch Phasen, in denen man ganz bewusst auf den Vereinsnamen auf dem Trikot verzichtet hat. Wichtig ist am Ende nicht, was draufsteht, sondern wer drinsteckt. Spieler, die 1860 zurück in den richtigen Fußball bringen.

Amateure-Trikot 2002/03 hier im Titel

Abgesehen davon, dass der Mann auch hier seine permanenten Seitenhiebe gegen das aktuelle Team und generell die 3. Liga (“richtiger Fußball”) nicht weglassen kann, liegt er mit der Behauptung schlicht und ergreifend falsch! Auch das Trikot der Bundesligatruppe 2002/03, die – wie er findet – noch richtigen Fußball spielte, zeigte unter der Spielernummer den Schriftzug “1860 München”. Auf dem bei db24 abgedruckten Foto hat der körperlich relativ klein gewachsene Thomas Hässler sein Dress so in die Hose gesteckt, dass man den Schriftzug aber nicht sieht. Wir haben im Titelbild zu diesem Artikel das (identische) Trikot, das 2002/03 die Spieler der zweiten Mannschaft trugen, abgebildet. Eindeutig zu sehen: Der Schriftzug “1860 München” unter der Spielernummer. Einziger Unterschied zum Profitrikot: Die Spielernamen oben waren hier nicht aufgeflockt. Von einem – laut Griss – ganz bewussten Verzicht auf den Vereinsnamen in jener Spielzeit kann keine Rede sein.

Offene Fragen

Spannend wäre noch zu erfahren, welches angebliche Insiderwissen Griss über diesen Verzicht hat – den es ja gar nicht gab. Und noch spannender wird es sein, zu beobachten, wie der hauptberufliche Blogbetreiber nun mit seinem Lapsus umgeht. Lässt er den Artikel einfach verschwinden – im Unterschied zu den hetzerischen, oft rassistischen und sexistischen Kommentaren seiner User unter den Artikeln, die tagelang lesbar bleiben? Oder erklärt er uns, wie er auf die Idee kam, das besagte Trikot vor 21 Jahre habe keinen Vereinsnamen auf der Rückseite enthalten.
Wir bleiben dran!
Schon in der Vergangenheit haben wir immer wieder mal auf – bewusst oder unbewusst verbreitete – Fehlinformationen auf besagtem Blog hingewiesen. Z.B. als es um eine Beitragserhöhung im e.V. ging. Gerne könnt Ihr das hier nochmal nachlesen.

Der neue Biss des Löwen – “In fünf Jahren die Nummer 2 in Bayern”

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110 (Dr. Christian Werner) bzw. 82 (Oliver Mueller) Tage sind die beiden neuen Geschäftsführer bei der TSV München von 1860 KGaA mittlerweile am Ruder – Zeit für eine erste Bilanz. Diese verknüpften die beiden vom e.V. mittels 50+1-Regelung ins Amt gehieften Funktionäre gleich mit einem umfassenden Ausblick auf ihre Pläne und Visionen und luden am vergangenen Samstag vor dem Heimspiel gegen Saarbrücken Sponsoren und am gestrigen Dienstag Abend dann Fans und Fanclubs zu einer Präsentation. Diese stand unter dem Motto DER NEUE BISS DES LÖWEN – UND DIE KRAFT DES RUDELS. Als Fanportal waren wir natürlich vor Ort auf der Sechzger-Alm am Trainingsgelände dabei.

186 Gäste lauschten den Ausführungen der Geschäftsführung
Für’s leibliche Wohl der Löwenfans auf der Alm wurde gesorgt

Powerpoint und Löwen-TV

Viel zu lesen gab es während der gut zweistündigen Veranstaltung, die von 186 aufmerksam lauschenden Fans begleitet wurde und die der Fanbeauftragte Felix Hiller als Moderator eröffnete. Die beiden Vortragenden hatten eine Unmenge an Powerpoint-Präsentationen im Gepäck, die den Anwesenden auf der Alm und den Zuschauern, der von Löwen-TV durchgeführten Liveübertragung auf Youtube präsentiert wurden. Auf jeder Folie sehr viel Text –  hier wäre etwas weniger vielleicht mehr gewesen.

Status Quo

Aber es war bemerkenswert und interessant, was zunächst der kaufmännische Geschäftsführer Müller zum besten gab. Von Workshops mit den Mitarbeiter*innen der KGaA berichtete er beispielsweise, bei denen man einen im Inneren “zerissenen Verein” vorgefunden habe, der sich “rückwärtsgewandt aufreibt”. Und auch unter den Sponsoren, mit welchen Mueller in seinen ersten drei Monaten viele Gespräche geführt hat, stellt man sich vielfach die Frage, wo es eigentlich hingehen soll mit Münchens Großer Liebe. Der gebürtige Schwarzwälder hatte sich ja direkt nach seinem Amtsantritt im Rahmen einer Roadshow in einen MAN-Bus gesetzt, war losgefahren und hatte Sponsoren  besucht, um auszuloten, unter welchen Bedingungen sie 1860 weiter unterstützen würden. Und gestern auf der Alm konnte er vermelden, dass seine Fahrten erfolgreich waren: Für die kommenden Saison ist kein Verlust bei den Sponsoring-Erlösen zu befürchten. Anders als in manchen Online-Medium geunkt wurde. Den Seitenhieb auf seinen Vorgänger Marc-Nicolai Pfeifer, von manchem vermeintlichen Löwenkenner ja zum ‘König der Sponsoren-Gewinnung’ erhoben, konnte sich Mueller nicht verkneifen. Man sei auf Seite der Sponsoren “völlig überascht aber hocherfreut” gewesen, dass 1860 mal direkt zu ihnen komme. “Aber ist es nicht eine Selbstverständichkeit, dass man seine Kunden aktiv besucht?” fragte sich wohl nicht nur Mueller. Vielleicht reicht es eben nicht, sich im Wochenrhythmus mit den Geldgebern breit grinsend ablichten zu lassen und ansonsten hauptsächlich in seinem schicken Büro in der Grünwalder Straße 114 mit Blick auf’s Isar-Hochufer zu residieren.

Stadionfragen

Das vielleicht wichtigste Zukunftsthema der KGaA betrifft natürlich den Spielort der Profis, das Stadion an der Grünwalder Straße. Drei Szenarien schweben Mueller aktuell vor, die er mit “GWS”, “GWS+” und “Neubau” umschrieb. Zum ganz aktuellen Stand konnte er von bislang fünf Treffen mit Vertretern der Stadtverwaltung München berichten, von denen kein einziges bislang bekannt geworden war oder medial erwähnt wurde – was er sehr begrüßte. Mueller bevorzuge die Verkündung von belastbaren Entscheidungen und keine permanenten Wasserstandsmeldungen. Entsprechend konnte er auch zum Ziel, den Zaun vor der Stehhalle schon zur neuen Saison auf 110 cm Höhe zu reduzieren, nicht mehr sagen, als dass man mit der Stadt dazu im Austausch sei.

Die Dauerkartenpreise für die kommende Saison sollen im Stehplatzbereich jenen der laufenden Spielzeit entsprechen – keine Erhöhung, das dürfte die Fans in der Westkurve erleichtern. Beim Sitzplatz müsse man die schon letztes Jahr angekündigte erneute Erhöhung der Preise “moderat” durchführen. Ob da womöglich ein Zusammenhang zwischen dem Zaun vor der Stehhalle und den – noch – etwas günstigeren Dauerkarten in den Reihen 1 bis 5 besteht, wurde nicht verraten.

Bündnis Zukunft noch ohne Kontakt zur Geschäftsführung

Bei der an- und abschließenden Beantwortung jener Fragen, die der Vortrag nicht sowieso schon beantwortet hatte, wurde Mueller von Felix Hiller im Auftrag von Fans, die wiederum ihre Fragen bis Montag hatten einreichen können, nach seiner Einstellung zum “Bündnis Zukunft 1860” gefragt. Nach dem Zusammenschluss rund um Die Bayerische-Vorstand Martin Gräfer, der auf der anstehenden Mitgliederversammlung den Verwaltungsrat des e.V. neu besetzen will. Und die Antwort überaschte: Seine Bewertung sei weder positiv noch negativ, vielmehr könne er nicht wirklich etwas dazu sagen, da niemand vom Bündnis bislang mit der Geschäftsführung gesprochen habe. Ihm sei “ehrlichgesagt das Direktgespräch” aber lieber, als übereinander zu reden. Da gibt es beim Bündnis offensichtlich noch Nachholbedarf.

Dr. Christian Werner sprach über Sport

Dann geht’s endlich um Fußball

Die sicherlich etwas leichtere Aufgabe – weil es “am Ende des Tages” bei den Löwen ja immer noch um Sport geht – das Publikum zu fesseln, hatte Dr. Christian Werner. Er referierte über seine Pläne, den TSV 1860 sportlich wieder nach vorn, also die Profimannschaft mindestens eine Liga höher zu bringen. Und auch was da gesagt wurde, hatte durchaus Hand und Fuß. Um Löwentugenden soll es zukünftig wieder mehr gehen. Großen Jubel in einer Ecke des Saales erntete Werner mit seinem Hinweis, die Zeit von Charter-Flügen zu Auswärtsspielen sei vorbei – und einen Whirlpool benötige man für eine Drittligamannschaft auch nicht. “Demut” ist ein Begriff, der die Ausführungen des Sportgeschäftsführers dominierte. Sicher nicht ganz falsch angesichts der Entwicklung von 1860 in den letzten 25 Jahren – seit jenem Moment, als der Größenwahn des damals amtierenden Präsidenten seinen Höhepunkt erreichte.

Diese Eigenschaften sollen den Fußball des TSV 1860 in der Zukunft prägen

Fokus auf das NLZ

Die Jugendarbeit ist seit Langem oder sogar jeher das Herzstück des Fußballs beim TSV 1860. Und geht es nach der aktuellen Geschäftsführung, so soll das auch so bleiben – bzw. sogar noch ausgebaut werden. Die Kader der Zukunft sollen jeweils massiv mit Spielern aus den eigenen Reihen bestückt werden. Eine Folie zu diesem Thema ließ die im Saal Anwesenden durchaus gebannt auf die beiden Leinwände blicken.

Kaderplanung für die übernächsten Saison. Dominanz der NLZ-Spieler

Saisonziel für 2024/25?

Nach einem ganz konreten sportlichen Ziel für die kommende Drittligasaison gefragt, die man ja nach aktuellem Stand wohl planen darf, erklärte Werner, dies sei eine gute Frage, die leicht zu beantworten sei: “Ein konkretes Saisonziel kommunizieren wir, wenn unser Kader und die Kader der Konkurrenz final feststehen.”
Aber ein langfristiges und durchaus als ambitioniert zu bezeichnendes Ziel hatten sowohl Christian Werner, als auch zuvor schon Oliver Mueller auch noch mitgebracht. In fünf Jahren, also im Jahr 2029 sollen der TSV 1860 München (wieder) die Nummer zwei in Bayern sein!

2029 wieder in der Bundesliga?

Und genau dieses Thema wurde in den letzten Tagen ja an einigen Stellen schon intensiv diskutiert: Wo rangiert der TSV 1860 eigentlich aktuell unter den bayerischen Fußballklubs? Je nachdem, welchen Indikator man für diese Frage heranzieht, schwanken die Klassifizierungen zwischen Platz 8 (aktuelle sportliche Momentaufnahme), Platz 5 (tabellarischer Stand am Ende der letzten Saison), Platz 4 (aktuelle Zuschauerzahlen bei Heimspielen) und Platz 1 (Leidensfähigkeit der Anhänger).
Dies spielt für die Geschäftsführer der KGaA wohl keine allzu große Rolle. Sie schauen nach vorn und formulieren lieber, wo sie gerne im Jahr 2029 stehen wollen. Wer dann noch vor uns stehen darf (vielleicht gar der Club aus Nürnberg?) ließen sie allerdings offen. Ebenso, wie sie beide auch – aus Fansicht sehr lobenswert – beim Blick auf den bekannten Münchner Fußballbundesligisten stets vom “Verein aus der Seitenstraße” sprachen. In rund 100 Tagen haben Mueller und Werner schon einiges über 1860 verstanden.