Hasan Ismaik hat unter einem Post seines persönlichen Facebook-Accounts “Ismaik 1860 Munich” den Kommentar eines Fans mit “Kotzsmileys” und provokanten Äußerungen beantwortet – entwickelt sich der Kreditgeber zum Troll auf Social Media?
Ismaik in der Öffentlichkeit
Hasan Ismaik hat in der Vergangenheit auf verschiedene Weise seine Person in der Öffentlichkeit präsentiert. Trat er zu Beginn seines Einstiges beim TSV 1860 noch selbst vor die Kameras (“we need a new sport director“, “I go to the DFL“), äußerte er sich später vorwiegend in Zeitungen oder Online-Blogs. Eines Tages entdeckte er Social Media für sich: Auf seiner Facebook-Seite “Ismaik 1860 Munich” teilte er regelmäßig Bilder vom 1860-Training oder äußerte sich zur sportlichen und nicht-sportlichen Situation.
Sprunghafter Anstieg der Follower
Seine Posts müssen weltweit eine unerwarteten Hype ausgelöst haben, denn innerhalb weniger Tage wuchs die Anzahl der “Likes” auf Ismaiks Facebookseite wie von Zauberhand von knapp 15.000 Usern auf über 160.000 Follower. Inzwischen ist die digitale Gefolgschaft auf über 257.000 angewachsen. Kommerzielle Blogger hassen diesen Trick.
Vom Unternehmer zum Philosophen
Nun, da eine breitere Masse von Followern weltweit angesprochen werden musste, nutzte Ismaik die Gelegenheit, sich weltpolitisch und philosophisch auf seinem 1860-Facebook-Auftritt zu Wort zu melden. Er zitierte Georg Wilhelm Friedrich Hegel, wünschte sich ein Treffen mit Angela Merkel (“Ich finde Merkels Wirken großartig, ich würde sie sehr gerne kennenlernen, das wäre ein großes Ereignis für mich.”) und teilte Veröffentlichungen von Frankreichs Präsident Macron.
Ismaik teilte despektierliche Posts gegen das Präsidium
In der jüngeren Geschichte seiner Social-Media-Karriere fiel Ismaik unter anderem mit dem Teilen von Kommentaren einiger User auf, die Fans, den e.V. und das Präsidium diskreditierten:
“Wirklich traurig finde ich die, die immer noch nicht kapiert haben dass Ismaik viel mehr Segen als Fluch ist. Und den Zündlern würd ich Stadionverbot erteilen ..
aber dann dürfte ja unser kreisklassenpräsident auch nicht mehr ins Stadion”
(Da Capo)
“Ein wahrer Löwe, nicht wie dieses zündelnde Pack!”
(loewe_1860_j)
“hasan, dass geschehene in den letzten vier Wochen war peinlich für den tsv. es tut mir außerordentlich leid, dass man dich nicht in Kenntniss gesetzt hat. dafür fehlen mir noch heute die Worte.”
(Andreas de Biasio)
Ismaik wünscht keinen persönlichen Kontakt mit dem e.V.- und wünscht sich daraufhin persönlichen Kontakt mit dem e.V.
Es gibt durchaus nachvollziehbare Gründe, warum ich seit Jahren auf den persönlichen Dialog verzichte. Ich habe vor allem in den Anfangsjahren immer an stundenlangen Besprechungen bei 1860 persönlich teilgenommen. Das Ergebnis war immer das selbe: Große Ankündigungen, keine Ergebnisse.
So äußerte sich Hasan Ismaik zuletzt am 12. April über seinen Facebook-Kanal. Im Mai (im Rahmen seiner Absage einen Tag vor einer Veranstaltung eines 1860-Blogs und 1860-Podcasts im Kino am Sendlinger Tor) hingegen erklärte er sein Fernbleiben wie folgt:
“Ich möchte jedoch sicherstellen, dass ich auch die Möglichkeit habe, mit meinen Partnern über unsere Ziele für 1860 zu sprechen, und ich hoffe, dass wir eine gemeinsame Basis finden werden. Vor diesem Hintergrund halte ich es für produktiver, das Ergebnis dieser Diskussion abzuwarten, anstatt sich jetzt auf Spekulationen einzulassen, die einer gemeinsamen Ausrichtung aller Beteiligten abträglich sein könnten.”
Neuestes Kapitel: Ismaik antwortet mit “Kotz-Smileys”
Im neuesten Kapitel um Hasan Ismaiks Facebook-Account geht es auf der Niveau-(T)Rolltreppe noch ein paar Stufen tiefer. Unter einem Post von Ismaik auf dessen Facebook-Seite hatte ein User einen – zugegeben – sehr kritischen und in der Wortwahl eher provokanten Kommentar abgesetzt. Ismaik reagierte wie gewohnt besonnen und professionell auf die Kritik (“Ich kaufe den Rest der Rationen, damit du bequem schlafen kannst”). Aber Bilder (Screenshots) sagen mehr als tausend Worte:

Facebook-Account der offizielle Ismaik-Account?
Bei Betrachtung der Widersprüche und seltsamen Posts des 1860-Kreditgebers stellen sich viele Fans die Frage, ob hier wirklich Hasan Ismaik an der Tastatur sein Unwesen treibt. Dies jedoch hatte er zuletzt (auch via Facebook) zumindest betont:
Ich möchte noch einmal betonen, dass diese Accounts meine offiziellen Kommunikationswege sind, über die ich meine Meinungen, Anregungen und Wünsche zu unseren Löwen kund tue. Ich bin immer bestens informiert und auf dem aktuellen Stand über unseren Verein.
Freilich könnte das jeder geschrieben haben. Ismaik wäre jedoch geraten, sollte sich hier jemand seinen guten Namen aneignen, rechtliche Schritte gegen diejenige Person(en) einzuleiten.















