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Marcel Bär dominiert und blickt nach vorne

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Marcel Bär Mixed Zone gegen Borussia Dortmund II Torschützenkönig

Für Marcel Bär war es sicherlich eine der besten Spielzeiten in seiner Karriere. Beim fulminanten 6:3-Sieg gegen Dortmund erzielte der 29-Jährige nicht nur zwei Tore, sondern bereitete drei weitere Treffer vor. Auch für den “kicker” war Bär “Spieler des Tages” . Bär dominiert aktuell beim TSV 1860. Sein Blick geht aber auch nach vorne.

Leistung weckt Begehrlichkeiten

Am Samstag wurde Marcel Bär die Torjägerkanone überreicht – sehr zur Freude des sympathischen Stürmers: “Das Ding ist ganz schön schwer und war auch schwer zu gewinnen. Aber dass ich es mit so einem Traumtor zum 2:0 festgemacht habe, ist natürlich super.” Ein Jahr Vertrag hat Bär an der Grünwalder Straße noch. Sein Plan ist, “im nächsten bei Sechzig zu sein” – außer es kommt ein unmoralisches Angebot. Dann würde es sich der 29-Jährige überlegen, was wir alle nicht hoffen.

Seine nähere Zukunft heißt aber nach eigener Auskunft 1860:

“Wir wollen zusammen nächstes Jahr angreifen und aufsteigen!”

Der Aufstieg ist auch für den Stürmer das große Ziel für die kommende Saison. in der Mannschaft und im Verein fühlt sich “Cello” nach eigenen Worten sehr wohl. Jetzt heißt es aber erst einmal die Beine hochlegen und sich von der anstrengenden Saison erholen. Das klappt für den Stürmer vor allem mit seiner Familie: “Ich freue mich auf meine Familie – auf meine Frau und unsere Kleine.” Zeit Kraft zu tanken und sich vielleicht doch Gedanken, um eine Vertragsverlängerung zu machen?  Am 17. Juni ist Trainingsauftakt an der Grünwalder Straße und wir gehen alle davon aus mit Marcel Bär.

Fünf Löwen in der “Elf des Tages”

Bär dominiert auch in der “Elf des Tages” des “kickers”. Bereits zum achten Mal wurde er nominiert. Auch Marco Hiller, Stefan Lex, Yannick Deichmann und Stephan Salger stehen in der Spieltags-Elf. Salger wurde übrigens zum ersten Mal in dieser Saison ausgezeichnet. Ein schönes Abschiedsgeschenk für den Abwehrspieler, der in der nächsten Saison beim 1. FC Köln II spielen wird und am Samstag verabschiedet wurde.

Jetzt offiziell: TSV 1860 holt Tim Rieder zurück an die Grünwalder Straße

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Tim Rieder TSV 1860

Was lange währt, wird endlich gut – das gilt hoffentlich auch für Tim Rieder, dessen Rückkehr zum TSV 1860 nun endlich auch offiziell bestätigt wurde. Bereits kurz nach dem Rückzug von Türkgücü war der Transfer hinter vorgehaltener Hand angekündigt worden.

Tim Rieder kehrt zum TSV 1860 zurück

Bereits in der Saison 2019/20 trug der gebürtige Dachauer auf Leihbasis das Trikot von Münchens großer Liebe und kam dabei zu 25 Einsätzen (3 Tore). Anschließend konnte sich der TSV 1860 nicht mit dem FC Augsburg über eine Ablösesumme einigen und so wechselte der Defensivspieler zum 1. FC Kaiserslautern.

Dort überzeugte Rieder trotz 36 Saisoneinsätzen zu selten und zog nach nur einem Jahr in der Pfalz zu Türkgücü weiter. Nicht zuletzt aufgrund diverser Störfeuer von außen lief es auch dort sehr überschaubar. Beim Perlacher Projekt kam Rieder bis zum Rückzug der Mannschaft auf 28 Einsätze und möchte nun beim TSV 1860 zu alter Stärke zurückfinden. Es sei ihm und den Löwen gegönnt. Der 28-Jährige unterschrieb bis 2024 und möchte mithelfen, Münchens große Liebe wieder in die 2. Bundesliga zu hieven.

Tim Rieder TSV 1860

Bild: TSV 1860

Tolle Serie der U21 des TSV 1860 beim SV Kirchanschöring gerissen

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SV Kirchanschöring TSV 1860 München II U21

Elf Spiele in Folge hatte die U21 des TSV 1860 nicht mehr verloren, nun setzte es für die Löwen eine 0:3-Niederlage beim SV Kirchanschöring. Die Truppe von Frank Schmöller bleibt damit jedoch auf Platz 6 der Bayernliga Süd.

Serie der TSV 1860 U21 reißt in Kirchanschöring

Fünfter gegen Sechster – auf dem Papier sah das nach einer ausgeglichenen Partie aus. Nach 90 Minuten war die tolle Serie der Löwen jedoch beendet und die Anzeigetafel wies einen deutlichen Sieg der Heimmannschaft aus dem Landkreis Traunstein aus.

Die Amateure reisten völlig ohne Unterstützung durch Profis oder U19 nach Kirchanschöring und hatten lediglich vier Ersatzspieler (keinen Keeper!) auf der Bank. Bis zur Pause gestaltete die U21 das Spiel ausgeglichen, dann aber sorgten Huber (54.), Buxmann (59.) und Peter (88.) für den verdienten Sieg der Gastgeber.

Sechzig am Wochenende: TSV 1860 III feiert Kantersieg im Platzderby

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TSV 1860 III Dritte SpVgg Haidhausen II

Mit einem beeindruckenden 9:0 im Platzderby gegen die SpVgg 1906 Haidhausen II hat der TSV 1860 III seine Aufstiegsambitionen untermauert. Vor 150 Zuschauern auf dem 06er-Platz an der St. Martin-Straße ließen die Löwen dem Gegner keine Chance und festigten Platz 2 in der Tabelle.

TSV 1860 III feiert Kantersieg im Platzderby

Bereits zur Pause führte der TSV 1860 III nach Treffern von Julian Schleich, Daniel Schlömer und Jeffrey Ebert im Platzderby mit 3:0. Nach dem Seitenwechsel ging es aber erst so richtig los und die Dritte feierte ein regelrechtes Schützenfest. Diego Hones (2), Jakob Lechner (2), Julio Cardoso und noch einmal Daniel Schlömer sorgten für einen ungefährdeten 9:0-Sieg des Teams von Trainer Lulzim Kuqi.

In der Tabelle liegen die Löwen mit 53 Punkten nur einen Zähler hinter Spitzenreiter FC Ludwigsvorstadt. Dritter ist der TSV Milbertshofen mit 50 Punkten. Am kommenden Wochenende (21.05., 17 Uhr) empfängt die Dritte Milbertshofen und kann im direkten Duell zumindest den Relegationsplatz 2 sicherstellen.

TSV 1860 Frauen feiern Aufstieg und Meisterschaft

Grund zur Freude gab es auch für die Frauen des TSV 1860. Zwar musste die Partie gegen die SG FC Dreistern Neutrudering/DJK SB München-Ost wegen Nichtanritt des Gegners abgesagt werden, der Aufstieg und die Meisterschaft wurden dennoch ordentlich gefeiert! Wir gratulieren ganz herzlich!

TSV 1860 Frauen Aufstieg Meister
Die Frauen des TSV 1860 feiern Aufstieg und Meisterschaft

Die Spiele im Überblick

Freitag, 13.05.

20.00 Uhr: Senioren A – FSV Harthof 1:1

Samstag, 14.05.

10.00 Uhr: U12 – Kirchheimer SC 6:1
13.00 Uhr: U14 – SpVgg Greuther Fürth 3:0
13.30 Uhr: Profis – Borussia Dortmund II 6:3
14.00 Uhr: SV Kirchanschöring – U21 3:0
14.00 Uhr: U16 – FC Orlando 1:3
16.00 Uhr: U19 – FC Memmingen 4:0
17.00 Uhr: 3. Mannschaft – SpVgg 1906 Haidhausen II 9:0
19.00 Uhr: Frauen – SG FC Dreistern Neutrudering/DJK SB München-Ost abgesagt

Sonntag, 15.05.

10.30 Uhr: U11 – FC Bayern München 1:3
12.30 Uhr: U12 – Würzburger Kickers 6:0
15.00 Uhr: U15 – FC Bayern München 1:1
15.30 Uhr: FT Gern II – 4. Mannschaft abgesagt

Montag, 16.05.

19.00 Uhr: Senioren B – Fortuna Unterhaching -:-
19.30 Uhr: FC Unterföhring – Senioren C -:-

TSV 1860 Frauen Aufstieg Meister
Herzlichen Glückwunsch, liebe Löwinnen!

Es ist vollbracht: Die U19 des TSV 1860 steigt in die Bundesliga auf!

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TSV 1860 FC Memmingen U19 Aufstieg
Die Freude war groß, als der Aufstieg eingetütet war

Selten war ein Aufstieg so verdient wie dieser! Nach einer perfekten Vorrunde setzte sich die U19 des TSV 1860 auch in der Aufstiegsrunde ungeschlagen durch und spielt in der kommenden Saison in der Bundesliga. Zum Abschluss gab es einen ungefährdeten 4:0-Sieg über den FC Memmingen.

U19 des TSV 1860 steigt in die Bundesliga auf

Es war angerichtet an der Grünwalder Straße 114. Nach dem 6:3-Sieg der Profis gegen den BVB II strömten 200 Fans (mehr waren leider nicht zugelassen) ans Trainingsgelände, um direkt der nächsten Feierlichkeit beizuwohnen. Trotz drückender Überlegenheit der Löwen-A-Jugendlichen hielt der FC Memmingen bis zur Pause ein torloses Remis. Ein gefährliches Ergebnis, denn nur ein Konter könnte den Traum vom Aufstieg in letzter Minute platzen lassen.

So dauerte es bis zur 58. Minute, ehe Michael Glück die Löwen mit dem 1:0 erlöste. Nun aber kam der Express ins Rollen und die U19 des TSV 1860 schoss sich mit drei weiteren Treffern in die Bundesliga. Toptorjäger Devin Sür erhöhte auf 2:0 (64.), Marius Wörl ließ in der 79. Minute den dritten Treffer folgen.

TSV 1860 FC Memmingen U19 Aufstieg
Daumen hoch für die U19!

Köllner dirigiert die Sechzger Musikanten

Den Schlusspunkt setzte Marko Zivanovic in der 85. Minute und danach stieg die große Aufstiegsfeier auf dem Trainingsgelände. Die Aufstiegsshirts wurden stolz präsentiert, die von den Unternehmern für Sechzig organisiert worden waren.

Profi-Trainer Michael Köllner ließ es sich nicht nehmen, die Sechzger Musikanten anlässlich des U19-Aufstiegs zu dirigieren. Somit sind wieder alle Junioren-Mannschaften des TSV 1860 in der höchsten Spielklasse vertreten. Herzlichen Glückwunsch!

TSV 1860 FC Memmingen U19 Aufstieg
Das Aufstiegsshirt der A-Junioren des TSV 1860

Sechzig um Sieben: Tag 1 der Sommerpause – Löwen auf Mallorca

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Der letzte Spieltag ist vorüber, das Tabellenbild ist final. Der TSV 1860 München schließt die Spielzeit erneut auf Rang 4 ab. Der letzte Absteiger ist gefunden. Zeit also, dass bei sechzger.de auch Ruhe einkehrt und die Sommerpause genossen wird. Gestern war das vielleicht sogar der Fall, doch heute holen wir alles nach – versprochen! Denn wie auch schon vor knapp einem Jahr ist der Begriff Sommerpause für uns immer relativ. Es mag vielleicht etwas weniger zu berichten geben, aber dennoch werden wir euch weiterhin täglich mit allen News versorgen.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Dortmund

Durch den fulminanten Sieg mit neun Toren gegen die Zweitvertretung des BVB sicherten sich die Löwen die Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Spielzeit. Logischerweise wird in den Giesinger Gedanken nach dem letzten Spieltag die Frage gestellt, ob man die Saison nun als Erfolg werten kann oder doch eher der verpassten Aufstiegschance hinterher trauern soll. Thomas beantwortet die Frage für sich eher mit der zweiten Option und ist sich sicher, dass mehr drin gewesen wäre.

Bierofka im Interview bei sport1

Bekanntlich tritt Daniel Bierofka, ehemals Spieler und Trainer bei den Löwen, ab Sommer seinen neuen Job bei der U17 in Unterhaching an. Im Gespräch mit sport1 geht es aber nicht nur einen Ausblick in die Zukunft, sondern auch um seine Zeit beim TSV 1860 München. Erfreulicherweise äußert der 43-Jährige dabei, dass er “mit 1860 im Reinen” sei.

Ex-Löwe Wittek Spieler der Saison

Er scheint in den Niederlanden sein Glück gefunden zu haben. Fünf Tore konnte er in der neu geschaffenen Europa Conference League erzielen, 25 Mail stand er in der Eredivisie auf dem Platz. Dabei konnte er offenbar überzeugen, denn Maximilian Wittek wurde bei Vitesse Arnheim zum Spieler der Saison gewählt. Herzlichen Glückwunsch!

Maximilian Wittek Spieler Der Saison Vitesse Arnheim
Auf Instagram freut sich Maxi Wittek über die Auszeichnung

Sommerpause: weiter geht es Ende Juli

Unmittelbar nach dem Dortmund-Spiel ging es für einen Teil der Spieler in den Flieger. Ziel war Mallorca, wo die Löwen bereits auf den dortigen Löwenfanclub trafen. Erst einmal ist also Urlaub angesagt, bevor Mitte Juni die Vorbereitung für die neue Saison beginnt. Zahlreiche Testspiele sind dabei schon vereinbart worden. Die Saison startet dann am Wochenende vom 22. bis 24.Juli.

News aus der 3.Liga

Trauer in Berlin, Feier in Verl

Mit einem fulminanten Spieltag ging die Saison 2021/22 in der 3.Liga vorbei. In fünf von neun Spielen wurden sechs oder mehr Tore erzielt. Sagenhafte 43 Tore kann man daher in allen Zusammenfassungen bestaunen. Im Aufstiegskampf waren bereits alle Entscheidungen gefallen. Im Tabellenkeller musste jedoch noch ein Absteiger ermittelt werden und dieser kommt aus der Bundeshauptstadt. Mit 3:4 verlor Viktoria Berlin gegen den SV Meppen und muss daher direkt zurück in die Regionalliga Nordost. Ganz anders ist dagegen die Gefühlslage beim SC Verl. Nach dem 1:1 gegen Duisburg durften die Sektkorken knallen, denn der SCV tritt auch ab Juli weiterhin in der Drittklassigkeit an. Drei Punkte trennen den Sportclub in der Endabrechnung von der Abstiegszone.

Ex-Trainer Daniel Bierofka im Interview: “Bin mit 1860 im Reinen”

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Daniel Bierofka
Daniel Bierofka, ehemaliger Spieler und Trainer des TSV 1860

Schritt nach vorne oder zurück? Zur neuen Saison wird Daniel Bierofka die U17 der SpVgg Unterhaching übernehmen und nach zwei Profistationen in den Nachwuchsbereich zurückkehren. Im Interview mit Sport1 äußert sich Bierofka auch über seine beiden Ex-Vereine TSV 1860 und Wacker Innsbruck, bei denen er jeweils das zweifelhafte Vergnügen hatte, zwischen den Stühlen zu sitzen.

U17 statt 3. Liga

Ex-Löwe Bierofka beteuert im Interview, auch einen Trainerposten in der 3. Liga angeboten bekommen zu haben, sich dann aber der Familie zuliebe für die räumlich nähere SpVgg Unterhaching entschieden zu haben.

Zwar bezeichnet er den dortigen Cheftrainer Sandro Wagner als “guten Typ”, so ganz abwegig erscheint der Gedanke jedoch nicht, dass er diesen beerben könnte, sollte der Saisonstart der Vorstädter nicht nach Wunsch verlaufen. Aufgrund der TV-Verpflichtungen Wagners wird dieser ohnehin des Öfteren nicht auf dem Trainingsplatz sein können.

Bierofka “mit 1860 im Reinen”

Natürlich kam auch die Zeit von Daniel Bierofka beim TSV 1860 zur Sprache. Hierzu äußerte sich der 43-Jährige sehr vage und beließ es bei den Gründen für seinen Abschied bei Andeutungen.

“Es war ein schwerer Schritt, aber es gab da für mich nur diesen Ausweg. Aufgrund von Strömungen im Verein, die nicht mehr gut waren. Ich wollte einfach, dass die Mannschaft weiter arbeiten kann mit einem Trainer, der mit ganzer Energie dabei ist. Und deshalb war es besser zu sagen ‚Wir beenden das Thema‘. Es waren zweieinhalb extrem anstrengende Jahre bei Sechzig und wir waren erfolgreich, denn wir sind zurückgekommen in den Profibereich.”

Er sei “mit 1860 im Reinen”, fügte der ehemalige Spieler und Trainer der Löwen hinzu.

Guter Austausch mit Ismaik

Dennoch wies Bierofka darauf hin, dass es in seiner Trainerkarriere “eigentlich immer schwierig” gewesen sei. Sowohl in Giesing als auch in Innsbruck habe er in einer Sandwich-Position zwischen Investor und Verein befunden. Seine Situation beim TSV 1860 beschreibt er wie folgt:

“Mit Hasan Ismaik hatte ich einen guten Austausch. Aber leider war zeitweise kein Vertrauen mehr da zwischen dem e.V. und ihm. Momentan hat sich die Situation etwas beruhigt. Aber es geht nur, wenn man gemeinsam ein Ziel hat, das man erreichen will.”

Hilfreiche Erfahrungen bei den Löwen

Auch bei Wacker Innsbruck waren die Begebenheiten nicht die einfachsten, wie Bierofka bestätigt. Hier seien ihm jedoch seine Erfahrungen bei den Löwen zugute gekommen.

“Mir hat die Zeit in Innsbruck durch Sechzig geholfen, weil es da ähnlich zuging. Auch bei Wacker wussten wir am Ende nicht mehr, wie lange das noch gut ausgehen wird.”

Ein Seitenhieb bezüglich der Verlässlichkeit des Hauptgesellschafters und Investors bei den Löwen? Kann man sich bei Bierofka ja eigentlich kaum vorstellen, oder? Wie interpretiert Ihr diese Aussage?

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Dortmund II: Ende gut – Alles gut?

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Giesinger Gedanken TSV 1860 München - Borussia Dortmund II 6:3

Gestern war wieder eins der für mich so typischen Spiele dieser Saison. Sechzig startet gut und geht früh 2:0 in Führung. Damit ist Platz 4 gesichert und das Minimalziel der Saison erreicht. Dann kommt ein Bruch ins Spiel und man macht es sich schwerer als nötig. Zum Glück hat man den zwischenzeitlichen Schock gestern gut überwunden und am Ende klar gewonnen. Damit ist die DFB-Pokal-Qualifikation gesichert. Nun stellt sich die Frage: Ende gut – Alles gut?

Zwischenzeitliches Zittern

Die Löwen begannen stark und setzten die Zweitvertretung von Borussia Dortmund von Anfang an unter Druck. Durch zwei sehenswert herausgespielte Tore lagen die Löwen bereits nach 21 Minuten 2:0 in Führung. Mit dem zweiten sicherte sich Marcel Bär die Torjägerkanone. Wer aber nun meinte, Sechzig würde das Spiel routiniert nach Hause fahren und so die Qualifikation für den DFB-Pokal nervenschonend eintüten, war auf dem Holzweg. This is Sechzig, Baby! Hier läuft’s selten glatt. Die kleinen Borussen glichen noch vor der Pause aus. Besonders das zweite Tor schmerzte. Nach einem nicht gerade schlauen Ballverlust am gegnerischen Strafraum von Quirin Moll konterte der BVB der mustergültig. Bei Führung auf eigenem Platz darf so ein Tor eigentlich nicht fallen.

Ein schneller Einwurf stellt die Weichen

Zum Glück mussten die Löwenfans nicht allzulange zittern. Zwar kamen die Dortmunder agiler aus der Kabine und waren drauf und dran, die Spielkontrolle zu übernehmen. Dann drosch ein Dortmunder Verteidiger den Ball auf’s Tribünendach und während die Dortmunder Verteidiger dem Ball im weiß-blauen Giesinger Himmel nachschauten, warf Marcel Bär bereits ein. So konnte Merveille Biankadi unbedrängt Richtung Tor ziehen und die Löwen erneut in Führung bringen. Als Hiller dann in der 59. Minute dem alleine auf’s Löwentor zulaufenden Njimah den Ball vom Fuß stiebitze und Bär im Gegenzug auf 4:2 stellte, war der Widerstand der Borussen gebrochen. Es folgten noch drei Tore, zwei für Sechzig und eins für Dortmund und das Endergebnis von 6:3 war erreicht. Ende gut – Alles gut!

Minimalziel erreicht

Da Osnabrück verlor und das 7:0 der Waldhöfer gegen Havelse nur statistischen Wert besitzt, belegen die Löwen nun in der Endabrechnung Platz 4 und spielen nächste Saison wieder im DFB-Pokal. Das sichert Günther Gorenzel ca. 140.000 € Antrittsprämie plus Zuschauereinnahmen. Eventuell mehr. Und wir Fans träumen von erneuten magischen Nächten wie gegen Darmstadt und Schalke. Nachdem vor der Saison ja noch eine Verbesserung gegenüber der letzten Saison als Saisonziel ausgegeben wurde, hat der TSV 1860 München nun immerhin das später etwas nach unten korrigierte Saisonziel erreicht.

Kann man mit der Saison zufrieden sein?

Minimalziel erreicht, Ende gut – Alles gut? Wenn ich zehn Jahre jünger wäre, würde ich wahrscheinlich zum Erscheinungszeitpunkt dieses Artikels immer noch in einer Boazn stehen oder den Sonnenaufgang am Grünspitz bewundern und diese Frage mit anderen Löwenfans diskutieren. Ich bin mir nicht sicher, wie ich dese Saison bewerten soll. Und dem ein oder anderen, mit dem ich mich gestern nach dem Spiel unterhielt auch nicht.

DFB-Pokalquali erreicht. Passt schon. Junge Spieler wie Morgalla integriert, Lang und Greilinger weiterentwickelt. Die Causa Mölders überstanden und erneut ein Löwe als Torschützenkönig. Ist das gut? Ist das schlecht?

Es ist einfach schwer zu sagen. Das Spiel vergangene Woche in Magdeburg zeigte ja deutlich auf, dass den Löwen ganz nach oben doch noch ein Stück fehlt. Nur ein Sieg gegen die ersten 7 der Tabelle spricht die selbe Sprache. Dennoch wäre durchaus mehr drin gewesen. Ich denke da zuerst an die beiden Spiele gegen Braunschweig. Im Hinspiel auswärts ganz kurz vor Schluss 1:0 in Führung gegangen. In der Nachspielzeit den Ausgleich kassiert. Im Rückspiel in Giesing zur Halbzeit 2:0 geführt, am Ende “nur” in 2:2. Das hätte Sechzig auch gewinnen können… Die Auswirkungen in der Tabelle könnt Ihr selbst nachrechnen… Für mich bleibt einfach der Beigeschmack, dass diese Saison vielleicht doch mehr drin gewesen wäre. Da werden sich wohl viele Löwen gerade den Kopf drüber zerbrechen…

Schauen wir nach vorne: Neue Saison, neues Glück!

 

 

 

Die Pressekonferenz nach TSV 1860 München – Borussia Dortmund II

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Nach dem 38. und letzten Spieltag der 3.Liga 2021/22 äußerte sich Michael Köllner vom TSV 1860 München auf der Pressekonferenz.

Presskonferenz nach dem Duell zwischen dem TSV 1860 und Borussia Dortmund II

Noch einmal kamen 15.000 Zuschauer in das Grünwalder Stadion, um die Löwen im Kampf um Platz 4 von den Rängen aus bestmöglich zu unterstützen. Michael Köllner äußerte sich nach der gezeigten Leistung des TSV 1860 gegen Dortmund durchaus zufrieden und freute sich auf der Pressekonferenz über das Erreichen der Norm für den DFB-Pokal in der kommenden Spielzeit. Allerdings war aufgrund diverser Abschiede vor Anpfiff – unter anderem Sslger, Staude und Linsbichler – auch Zeit für etwas Wehmut. In der kommenden Woche möchten die Löwen die ersten Neuzugänge offiziell präsentieren. Skenderovic, Rieder und Vrenezi sollen dazu ebenso zählen wie Lakenmacher vom TSV Havelse.

Bis Mitte Juni begibt sich die Mannschaft nun in den wohlverdienten Sommerurlaub, ehe die Vorbereitung auf die neue Spielzeit mit zahlreichen Testspielen beginnt. Die 3. Liga 2022/23 startet Ende Juli. Dann beginnt die Mission Aufstieg beim TSV 1860 ein weiteres Mal. Dabei wird der Gegner zwei Mal auch die SpVgg Bayreuth sein, die am gestrigen Freitagabend ohne eigenen Einsatz den Aufstieg in den Profifußball feiern konnte.

 

Endlich geschafft: Rot-Weiss Essen steigt in Liga 3 auf

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An der Hafenstraße RWE Spruch im Stadion von Rot-Weiß Essen

RWE nach 15 Jahren zurück in den Profifußball

Rot-Weiss Essen hat es endlich geschafft! Nachdem man 2008/09 und 2012/13 Gründungsmitglied der jeweiligen neuen viertklassigen Regionalligen war, ist das Team von der Hafenstraße nun endlich in den Profifußball zurückgekehrt. Bis auf die Saison 2010/11 spielte man seit 2008 durchgehend in der Viertklassigkeit.

Die letzte Spielzeit im Profifußball ist schon lange her. Um genau zu sein 2006/07, als die Essener durch eine Niederlage am letzten Spieltag in die damalige Regionalliga Nord abgestiegen waren. In der Regionalliga-Zeit war übrigens zwischenzeitlich auch ein junger Sascha Mölders aktiv beim ehemaligen Deutschen Meister Rot-Weiß-Essen.

Die Saison von Rot-Weiss Essen im Überblick

RWE stand seit Beginn der Rückrunde durchgehend auf einem der beiden ersten Tabellenplätze. Nach dem 11:0 beim Absteiger KFC Uerdingen am 11. Spieltag stand man  zum ersten Mal auf dem Aufstiegsplatz und blieb dort bis zum Ende der Hinrunde. Durch eine Niederlage bei Rot-Weiß-Ahlen gab man die Tabellenführung jedoch an die Fortuna aus Köln ab. Nachdem die Fortuna zwischenzeitlich von Preußen Münster abgelöst wurde, holte man sich die Tabellenführung am 28. Spieltag zurück, nur um sie dann noch einmal an Preußen Münster abzugeben.

Dann kam vor dem vorletzten Spieltag der ganz überraschende Rauswurf von Christian Neidhart. Zu diesem Zeitpunkt waren die Essener auf einen Patzer von Preußen Münster angewiesen. Und diese ließen am vorletzten Spieltag beim SC Wiedenbrück tatsächlich Punkte liegen und damit auch die Tabellenführung. Der neue Trainer Jürgen Nowak gewann sein Debüt mit 3:0 gegen den SV Rödinghausen.

Man ging also mit zwei Toren Vorsprung in den letzten Spieltag. Dort bezwangen die Essener Rot-Weiß Ahlen souverän mit 2:0, weshalb auch der Heimsieg der Münsteraner gegen die zweite Mannschaft des 1.FC Köln (2:1) keine Rolle mehr spielte.

Wer ist Rot-Weiss Essen?

Rot-Weiss Essen wurde 1907 gegründet und trägt den heutigen Namen seit 1923.
Die größten Erfolge des Vereins waren in den 50er Jahren, als man 1952/53 DFB-Pokal Sieger und 1954/55 Deutscher Meister wurde. Dadurch war Rot-Weiß-Essen als erster Verein für die BRD im Europapokal der Landesmeister vertreten. Der letzte namhafte Erfolg war das Erreichen des DFB-Pokalfinals im Jahr 1994, welches jedoch verloren ging.

RWE trägt seine Heimspiele im Stadion an der Hafenstraße aus, welches 20.352 Plätze fasst und 2013 fertiggestellt wurde. Die Essener absolvierten sieben Saisons in der 1. Bundesliga und 16 Spielzeiten in der 2. Bundesliga. Gegen die Löwen hat Essen eine Bilanz von nur einem Sieg bei sieben Niederlagen und vier Unentschieden.