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Liveticker: TSV 1860 München – Borussia Dortmund II (38.Spieltag)

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Sechzger.de Liveticker Tsv 1860 München Bvb II 3.liga

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 38.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Borussia Dortmund II!

sechzger.de begleitet das heutige Duell live aus dem Grünwalder Stadion und mit Bildern sowie Eindrücken aus Giesing.

Liveticker sechzger.de Heimspiel TSV 1860 München Speilstand 0-0

mögliche Aufstellung:
1 Hiller – 36 Steinhart, 39 Morgalla, 6 Salger, 20 Deichmann – 5 Moll, 14 Dressel, 8 Tallig, 19 Biankadi – 7 Lex (C) , 15 Bär

Bank:
40 Kretzschmar (Tor), 3 Lang, 11 Greilinger, 16 Goden, 22 Linsbichler, 24 Wicht, 30 Cocic, 31 Neudecker, 34 Freitag

Tore:

Die Personalsituation

Die Langzeitverletzten Keanu Staude (Herzmuskelentzündung), Daniel Wein (Ermüdungsbruch), Lorenz Knöferl (Schulter-OP), György Szekely (Achillessehnen-Abriss), Marco Mannhardt (Fuß-OP) und Marius Willsch (Trainingsrückstand) stehen heute leider nicht zur Verfügung. Kurzfristig muss Semi Belkahia wegen einer Oberschenkelverletzung passen.

Leo Morgalla kehrt nach überstandener Krankheit hingegen in den Kader zurück.

Zahlreiche Spieler werden heute vor Anpfiff offiziell verabschiedet. Dazu gehören nach aktuellem Stand Keanu Staude, Richy Neudecker, Tim Linsbichler, Dennis Dressel, Stephan Salger und Merveille Biankadi.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Eventuelle Gelbsperren werden nicht in die kommende Saison übertragen. Nur bei einem Platzverweis müsste der betroffene Spieler zu Beginn der kommenden Spielzeit aussetzen.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Borussia Dortmund II außer im Liveticker noch verfolgen?

Auch am letzten Spieltag der Saison 2021/22 ist das Grünwalder Stadion mit 15.000 Plätzen natürlich restlos ausverkauft. Für alle daheimgebliebenen Löwenfans wird das Spiel im Free-TV im Bayerischen Rundfunk live übertragen.

Für Abonnenten von MagentaSport besteht zudem wie gewohnt die Möglichkeit, das Spiel zu verfolgen (Fernsehen und Online-Stream).

Seit dieser Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Zudem ist das Löwen-Radio vor Ort und geht für euch live auf Sendung. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch die 90 Minuten, an dessen Ende hoffentlich unsere Löwen punkten können.

Den Gegner im Fokus: TSV 1860 – Borussia Dortmund II

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Technische Daten

Ballspielverein Borussia
09 e.V. Dortmund
Gründung:
19. Dezember 1909
Mitglieder:
157.191
Vereinsfarben:
Schwarz-Gelb
Weitere Sportarten:
Handball, Leichtathletik, Tischtennis
Website der Fußball-Gesellschaft

Bis hierher…

Saisonverlauf 2021/22 TSV 1860 & Dortmund II

Heimbilanz gegen Dortmund II

0 Spiele
0 Siege
0 Unentschieden
0 Niederlagen

Gesamtbilanz gegen Dortmund II

1 Spiel
1 Sieg
0 Unentschieden
0 Niederlagen

Heimschwach & auswärtsstark

Borussia Dortmund kommt heute als Neuntplatzierter der 3. Liga nach Giesing. Ein solides Ergebnis für einen Aufsteiger. In der Auswärtstabelle belegen die Schwarz-Gelben mit zehn Siegen den starken dritten Platz. Die Löwen sind also gewarnt. Entsprechend enttäuschend fällt aber die Heimbilanz aus: Nur vier Siege und acht Pleiten (u.a. ja gegen 1860 im Dezember) bedeuten den 17. Rang. Der für die letzten drei Heimspiele dieser Saison erfolgte Umzug aus dem Stadion Rote Erde nach nebenan ins große Westfalenstadion, wo sonst die erste Mannschaft des BVB gegen den Ball tritt, war allerdings keine Maßnahme, um die Heimschwäche zu überwinden. Grund hierfür ist, dass in der Roten Erde unter anderem eine Rasenheizung eingebaut wird. An der mageren Heimbilanz hat der Umzug auch nichts geändert: Zwei Niederlagen (gegen Berlin und Verl) und ein 0:0 gegen den HFC stehen zu Buche.

Rechenspiele

Eigentlich ist es ganz einfach: Dortmund schlagen und darauf vertrauen, dass der VfL Osnabrück den 1. FC Magdeburg nicht um drei Tore höher besiegt – dann sind wir kommende Saison im DFB-Pokal dabei.
Realisieren wir gegen die kleine Borussia nur einen Punkt, dann darf zum einen auch Osnabrück nicht mehr erreichen als ein Unentschieden und außerdem auch Waldhof Mannheim zu Hause gegen Havelse nicht über eine Punkteteilung hinauskommen.
Im Falle einer Niederlage heute Nachmittag, müsste auch Osnabrück gegen Magdeburg verlieren und Waldhof-Havelse bestenfalls – für die Gastgeber – remis enden. In diesem – wohl eher unwahrscheinlichen Fall – wären tatsächlich die Löwen, Osnabrück und Mannheim mit 58 Zählern punktgleich und das knapp bessere Torverhältnis würde uns den 4. Platz sichern. Dankbar würden wir dann an das Spiel in Duisburg vor drei Wochen zurückdenken…

Bilanz gegen die Großen

Der – allerdings zugegebenermaßen nur aus einem Spiel bestehenden – makelosen Bilanz gegen Borussia Dortmund II steht eine deutlich negative Historie gegen die erste Mannschaft des BVB gegenüber: Von 46 Pflichtspielen konnte 1860 nur 14 gewinnen. 23 Mal ging man gegen schwarzgelbe Profis als Verlierer vom Feld. Immerhin ist in München die Bilanz ausgeglichen: Zehn Siege – drei Unentschieden – zehn Niederlagen. Sechs der vier Erfolge gingen – bis 1970 – im Sechzgerstadion über die Bühne.

Musik

Weil es über den BVB wirklich eine Vielzahl an erträglichen Songs gibt und weil dies hier der letzte “Gegner im Fokus” in dieser Saison ist, gibt es heute für die treuen Leser nochmal was auf die Ohren. Andy Schade: Wir sind alle am Borsigplatz geboren aus dem Jahr 2007. Rein textlich wesentlich komplexer, als der Klassiker, der in der Hinrunde an dieser Stelle verlinkt wurde.


Das Hinspiel

Samstag, 11. Dezember 2021
Borussia Dortmund II – TSV 1860 0:2
3. Liga, 19. Spieltag
Stadion Rote Erde
Zuschauer: 1.000
Tore:
0:1 Lex (25.)
0:2 Bär (49.)
Mit einer gewissen Grundspannung reisten rund 500 Löwenfans zum letzten Mal im Jahr 2021 ihrer Mannschaft hinterher. Das Jahresfinale – zugleich der Rückrundenauftakt – in Würzburg am Montag eine Woche später würde als Geisterspiel über die Bühne gehen. Das “Mölders-Beben” hatte Giesing nach den Pleiten gegen Magdeburg und Mannheim erfasst und die Mannschaft war gefordert, in Spiel eins nach der Ära des Goalgetters der letzten Jahre eine Reaktion zu zeigen. Der schwarz-gelbe Gastgeber stand zu jenem Zeitpunkt einige Plätze und Punkte besser in der Tabelle da, als die Löwen. Eine gute Viertelstunde brauchte 1860, dann war man in der Partie und zeigte insbesondere in der Defensive eine sehr konzentrierte Leistung. Mit zwei Kopfballtoren stellten Stefan Lex und Marcel Bär den Sieg im altehrwürdigen Stadion Rote Erde sicher. Den Verantwortlichen fielen nach diesem Resultat gleich mehrere schwere Steine vom Herzen. Nicht auszudenken, was rund um die Grünwalder Straße losgewesen wäre, wenn die Demission von Sascha Mölders nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hätte. Von nun an ging es aufwärts.

SpVgg Oberfranken Bayreuth ist Meister der Regionalliga Bayern

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TSV 1860 Markus Ziereis Felix Weber
Markus Ziereis und Felix Weber bei der Aufstiegsfeier der Löwen

Aufstieg auf dem Sofa: durch eine klare Niederlage der kleinen Roten gegen Wacker Burghausen steht die SpVgg Oberfranken Bayreuth als Aufsteiger in die 3.Liga und Meister der Regionalliga Bayern fest.

Wer ist die SpVgg Oberfranken Bayreuth?

Der Verein wurde erstmals 1921 gegründet und trägt seit der Ausgliederung 2013 den heute offiziellen Namen SpVgg Oberfranken Bayreuth. Die erfolgreichste Zeit hatten die Oberfranken in den 70er Jahren, als man zweimal das Viertelfinale im DFB-Pokal erreichte und in der Saison 1978/79 sogar Vizemeister in der 2.Bundesliga Süd wurde. Die Bundesliga verpasste man damals nur knapp gegen Bayer 05 Uerdingen in der Relegation.

Die Heimspiele trägt die „Oldschdod“, wie die Bayreuther genannt werden, im 1967 eröffneten Hans-Walter-Wild-Stadion aus, welches Platz für 21.500 Zuschauer bietet. Die Gelb-Schwarzen absolvierten 12 Saisons in der 2.Bundesliga, aus welcher man zuletzt 1989/90 abgestiegen war. Gegen die Löwen haben die Bayreuther eine Bilanz von sieben Siegen, zwei Unentschieden und elf Niederlagen.

Ein Hauch von 1860 in Oberfranken

Schaut man sich den Kader der Bayreuther an, erkennt man als Löwenfan das ein oder andere bekannte Gesicht. Ganze sechs Spieler haben eine Vergangenheit beim TSV.
Während Chris Wolf, Ivan Knezevic und Tobias Stockinger nur in der Jugend und den Amateuren aktiv waren, spielten die anderen eine größere Rolle.
Nicolas Andermatt absolvierte in der Aufstiegssaison ganze 19 Partien für 1860. Markus Ziereis war einer der wichtigen Säulen in der Regionalliga für die Löwen. Mit 14 Treffern hatte er einen erheblichen Anteil am Aufstieg. Auch dieses Jahr schoss der 29-Jährige schon 20 Tore. Ebenfalls einen bleibenden Eindruck bei uns hinterließ damals Kapitän Felix Weber, welcher bis 2020 ein Teil unserer Löwen war.

Die Saison der SpVgg

Die Bayreuther haben die ganze Saison über „wir steigen auf“ geschrien. An nur fünf Spieltagen war man nicht Tabellenführer. Seit dem 13. Spieltag steht man nun jedoch ununterbrochen an der Tabellenspitze. Der größte Konkurrent war die Zweitvertretung der Seitenstraße. Jedoch konnten diese nicht mehr vorbeiziehen. Die SpVgg Unterhaching und die Schweinfurter, welche auch als Favoriten gehandelt worden waren, spielten im Aufstiegsrennen schlussendlich keine Rolle.

Da Rot II am Freitag zuhause mit 0:4 gegen Wacker Burghausen unter die Räder kam (Torschützen u.a. die Ex-Löwen Bachschmid und Agbaje), stehen die Bayreuther zwei Spieltage vor Schluss ohne eigenen Einsatz als Aufsteiger in die 3.Liga fest. Damit verschwindet Franken trotz des Abstiegs der Würzburger Kickers nicht von der Landkarte der 3. Liga.

Dritte des TSV 1860 im Platzderby gegen die SpVgg Haidhausen II

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TSV 1860 III IV Dritte Vierte

Ein Heimspiel auf des Gegners Anlage – die Dritte des TSV 1860 trifft morgen um 17 Uhr im Platzderby an der St.-Martin-Straße auf die SpVgg 1906 Haidhausen II. Angesichts der Tabellensituation dürfen sich die Löwen keine Ausrutscher leisten, um weiterhin ein gewichtiges Wort im Kampf um den Aufstieg mitreden zu können.

Dritte des TSV 1860 gegen die SpVgg Haidhausen II

Mit 50 Punkten liegt die Mannschaft von Trainer Lulzim Kuqi nur einen Punkt hinter Spitzenreiter FC Ludwigsvorstadt. Mit dem TSV Milbertshofen (47 Pkt.) und dem FC Espanol (46 Pkt.) treffen die beiden ärgsten Verfolger am Sonntag aufeinander. Der Verlierer der Partie muss sich den Sprung in die nächsthöhere Spielklasse abschminken.

Die Dritte des TSV 1860 hingegen kann gegen die Zweite von Haidhausen einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg machen. Da die 4. Mannschaft am Wochenende lediglich ein Freundschaftsspiel absolviert, kann es also gut sein, dass man auch auf deren Topscorer Manuel Mughetto zurückgreifen kann.

Wie auch immer: Gegen den derzeitigen Tabellensiebten gehen die Löwen als Favorit ins Spiel und wollen dieser Rolle auch gerecht werden. Nur als Meister steigt man direkt auf, der Zweite qualifiziert sich für die Relegation!

Faninformationen zur Partie TSV 1860 – Borussia Dortmund II

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TSV 1860 Grünwalder Stadion

Morgen steigt der letzte Spieltag der Saison 2021/22 und für die Löwen steht nochmal ein Endspiel auf dem Programm. Für Münchens große Liebe geht es gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund um Platz 4 und damit um die Qualifikation für den DFB-Pokal. Auf seiner Homepage hat der TSV 1860 Faninformationen für die morgige Partie veröffentlicht. Achtung: Anpfiff ist am Samstag ausnahmsweise bereits um 13.30 Uhr!

Faninformationen zu TSV 1860 – Borussia Dortmund II

Bereits seit geraumer Zeit ist das Match gegen die U23 des BVB ausverkauft; eines Tageskasse wird es folglich nicht geben. Wie bereits auch von den letzten Spieltagen gewohnt, berechtigt die Dauerkarte wieder zum Stadionzutritt.

Die Stadiontore werden um 12 Uhr geöffnet, die Löwen bitten um frühzeitiges Erscheinen, um mögliche Verzögerungen zu vermeiden. Um den Zuschauern einen höchstmöglichen Infektionsschutz im Grünwalder Stadion zu bieten, bittet der TSV 1860 alle Fans, vor allem an den Eingängen und Kiosken medizinische oder FFP2-Masken zu tragen.

 

Köllner blickt zurück auf den Wendepunkt dieser Saison

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Spiel in Dortmund ein Wendepunkt

Das Hinspiel gegen den morgigen Gegner aus Dortmund (13.30 Uhr im sechzger.de-Liveticker) war für viele Betrachter ein Wendepunkt in dieser Saison. Auch für Michael Köllner. Am Montag zuvor hatte man – nach zwei heftigen Heimniederlagen gegen Waldhof Mannheim und den 1. FC Magedeburg – die Reißleine gezogen und Kapitän Sascha Mölders entmachtet, woraufhin dieser gleich seinen kompletten Rückzug erklärte. Im Spiel bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund musste das Löwenteam den Nachweis erbringen, dass die Maßnahme der Verantwortlichen gegen den Torschützenkönig der vergangenen Saison und gegen Co-Trainer Oliver Beer (auch er rückte in jenen Tagen von seiner Schlüsselrolle an der Seitenlinie zurück ins zweite Glied) Wirkung zeigen würde und insofern die richtige Entscheidung gewesen war. Bekanntlich erbrachte die Mannschaft diesen Nachweis, siegte mit einer sehr abgeklärten Leistung (speziell in der Defensive) 2:0 und an der Grünwalder Straße herrschte fast schon wieder vorweihnachtliche Harmonie.

Köllner: Bei Niederlage in Dortmund Trainerwechsel

Was wäre jedoch wohl passiert, hätte sein Team das Spiel im Stadion Rote Erde nicht erfolgreich gestaltet? Was, wenn man mit der dritten Pleite in Serie aus Dortmund zurück gekehrt wäre? Dies wollte sechzger.de vom Löwendompteur in der heutigen LÖWENRUNDE – auf jene turbulenten Tage im Dezember zurückblickend – wissen. Und Michael Köllner reagierte erstmal mit seiner bekannten Schlagfertigkeit:

Das ist relativ einfach: Dann hätte es einen Trainerwechsel gegeben. Günther Gorenzel hat schon Verhandlungen gehabt mit meinem Nachfolger…

Dass diese Einschätzung nicht völlig ernst gemeint war, entnahm man dem breiten, fast lausbubenhaften Grinsen Köllners. Deutlich ernsthafter erklärte er aber die große Bedeutung der Entscheidungen im Dezember:

Es ist auf jeden Fall nicht so gekommen, ob zum Glück oder nicht sei mal dahingestellt. Es war sicherlich eine Entscheidung, die am Ende überlegt und kein Harakiri war und die wir einstimmig getroffen haben. Das ist so im Fußball: Auch morgen gehen welche, es kommen welche. Das ist ein tragisches Geschäft, das war auch im Dezember so. Wir haben eine Superzeit mit Sascha Mölders hier verbracht, aber am Ende musst du immer auch an Morgen denken und schauen: Wie machst du das Thema besser? Und da musst du solche Entscheidungen treffen. Die gehören leider zu dem Job, zu einer Führungskraft dazu.

Dass das Spiel in Dortmund ein Wendepunkt in dieser Spielzeit war, unterstrich der Oberpfälzer dann noch einmal in seinen Ausführungen. Ergänzt um das Bedauern, dass die starke Rückrunde seines Teams am Ende für das große Ziel des Aufstiegs in die 2. Bundesliga nicht gereicht hat.

Die Mannschaft hat anschließend ein gutes Bild abgegeben. Guter Fußball zeigt sich im Team und das wollen am Ende auch die Leute sehen. Sie wollen eine Einheit auf dem Platz sehen. Eine Mannschaft die fightet, die aber auch Fußball spielen kann. Diese Attribute haben wir in der Rückrunde gezeigt, leider hat es nicht für den Wurf nicht gereicht, ganz oben reinzukommen. Das müssen wir halt dann wieder im nächsten Jahr probieren.

Mölders morgen in Koblenz

Womit dann morgen Nachmittag auch die letzte Saison, in der Sascha Mölders für den TSV 1860 seine Fußballstiefel geschnürt hat, zu Ende geht. Zur internen, kleinen Saisonabschlussfeier des Teams ist der 37jährige übrigens nicht eingeladen. Er hätte auch gar keine Zeit: Er steht mit seinem derzeitigen Team ab 14 Uhr im Koblenzer Stadion Oberwerth bei Rot-Weiß Koblenz auf dem Rasen. Beim wohl vorerst letzten Regionalligaspiel für den ehemaligen Drittligisten Sonnenhof Großaspach, der die drei Punkte und 14 Tore Rückstand auf den rettenden 15. Rang – ohne ein riesiges Fußballwunder – nicht mehr aufholen wird.

TSV 1860 – Borussia Dortmund II. Die Taktiktafel vor dem Spiel.

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem letzten Spiel der Saison. Zuhause im Sechzgerstadion empfängt der TSV 1860 München die zweite Mannschaft des Vizemeisters Borussia Dortmund. Was müssen wir erwarten, wie spielt die Mannschaft von Enrico Maaßen, auf welche Spieler muss man besonders aufpassen?

TSV 1860 – Borussia Dortmund: Das klingt nach Bundesliga, nach großen Fußballfesten, nach Tradition und DFB Pokal. Morgen findet diese Partie in der 3. Liga statt und entscheidet darüber, ob die Sechzger nächstes Jahr im DFB Pokal spielen werden oder nicht. Der Wert des Kaders von Dortmund II beträgt 8,93 Mio. € – damit sind sie nicht mehr, wie noch in der Hinrunde, die wertvollste Mannschaft in der Liga. Freiburg II hat Dortmund überholt. Wobei: Das ist nicht ganz richtig, denn Dortmund II ist zurückgefallen. Der Kader der zweiten Mannschaft des Vizemeisters hat über zwei Millionen € an Marktwert verloren. Dennoch haben sie nach wie vor mit 331.000 € den höchsten durchschnittlichen Spielerwert.

Schauen wir, bevor wir uns zu lange mit dem Wert der Mannschaft beschäftigen, in welchem System Dortmund Fußball spielt. Systematisch passt sich die U23 dem Spiel der Erstligatruppe nicht an. Bei der zweiten Mannschaft wird im Gegensatz zur Ersten hinten mit Dreierkette agiert. Genauer gesagt im System 3-4-3 bzw. einer seiner Varianten. 3-4-2-1 oder 3-4-1-2. Zu Saisonbeginn hat der Coach Enrico Maaßen auch ein 3-1-4-2 ausprobiert, seit dem Unentschieden gegen Saarbrücken am 4. Spieltag kam das allerdings nicht mehr zum Einsatz.

Die statistischen Werte des BVB II

  • Ballbesitz: 53%
  • Passgenauigkeit: 80%
  • Defensive Zweikampfquote: 60%
  • Flankengenauigkeit: 37% (bester Wert der Liga)
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): 8,23

Wie spielt Dortmund II?

Wie bei den meisten U Mannschaften von Bundesliga-Clubs, steht die Weiterentwicklung der Spieler in der zweiten Mannschaft im Vordergrund. Daher spielt der BVB mit dem 3-4-3 bzw. seinen Varianten ein System, das eher auf technische Finesse und Geschwindigkeit setzt als auf Kampf mit der Brechstange.

Wir müssen uns demnach auf technisch geprägtes Offensivspiel einstellen. Mit fünf Offensivakteuren vor zwei technisch begabten Sechsern und der Dreierkette, entfacht Dortmund nach vorne ein äußerst variables Feuerwerk an Offensivfußball. Das Dreigestirn in vorderster Front Tachie – Taz – Pherai kommt auf 44 Scorerpunkte (22 Vorlagen/ 22 Tore). Bei 48 bisher geschossenen Toren des BVB II durchaus ein Wert, der aufhorchen lässt. Tachie ist allerdings am Samstag nicht dabei; er wird wegen einer Gelb/Rot-Sperre fehlen.

Offensive

Der Spielaufbau aus der eigenen Defensive im Positionsspiel erfolgt zunächst ruhig und überlegt. Hat Dortmund dann die erste Pressingreihe des Gegners überspielt, wird meist das Tempo angezogen und über schnelle Passkombinationen nach vorn gespielt. Bevorzugt bringen die Dortmunder den Ball mit technischen Mitteln ins Zentrum vor das gegnerische Tor. Passkombinationen und Einzelaktionen, um einen Gegenspieler zu überlaufen, sind an der Tagesordnung.

Trotz der hohen Flankengenauigkeit bringt Dortmund den Ball lieber durch diagonales Spiel an und in den Strafraum, anstatt von außen Flanken zu schlagen. Mit zehn Flanken pro Spiel haben sie sich zwar seit dem Hinspiel gesteigert, trotzdem schlagen die U23-Borussen die wenigsten Flanken überhaupt in der Liga. Die Borussen finden aber auch ohne Flanken häufig den Weg in den gegnerischen Strafraum. Die zweite Mannschaft des BVB hat ligaweit die viertmeisten Ballkontakte im Strafraum des Gegners zu verbuchen.

Defensive

Gegen den Ball verschiebt sich das 3-4-3 meist zu einem 5-4-1, aber auch asymmetrische Verschiebungen, bei denen nur der ballnahe Mittelfeldaußenspieler zurück in die Kette fällt, hat man schon gesehen. Das ist meist dem System des Gegners geschuldet, dem man sich gegen den Ball durchaus versucht anzupassen.

Das Pressing der Dortmunder variiert, ist aber gegen spielstarke Teams eher auf Angriffssteuerung mit Ballgewinn im Mittelfeld und Umschaltspiel ausgerichtet als auf hohes Pressing und Ballgewinn in vorderen Drittel.

Die Stärken und Schwächen des Systems

Stärken

Das 3-4-3 bietet mit seiner exzellenten Tiefenstaffelung im Zusammenspiel mit taktischer Disziplin im Positionsspiel sehr variantenreiche Spielzüge im Aufbau. Gerade für spielstarke Teams ist dieses System daher eine wahnsinnig effektive Waffe. Angriffspressing und Gegenpressing können mit der Überzahl an Offensivspielern gut umgesetzt werden. Diese Überzahl verhilft der Mannschaft im 3-4-3 auch im letzten Drittel zu hoher Variabilität.

Schwächen

Die Dreierabwehrkette muss situativ immer wieder aus dem Mittelfeld heraus verstärkt werden, wenn der Gegner sich aus dem Pressing befreien kann. Das 3-4-3 stellt hohe Anforderungen an die individuelle Stärke der Spieler – sowohl mit als auch gegen den Ball. Wenn die Spieler ihre Rollen im taktischen Konzept nicht akribisch einhalten, kann das Spiel im 3-4-3 leicht zum Debakel werden. Außerdem ist es sehr konteranfällig.

Die Schlüsselspieler

Tor

Im Gegensatz zum Hinspiel ist der etatmäßige Stammkeeper Luca Unbehaun (#25), der im Herbst einige Wochen mit einer Handverletzung pausieren musste, wieder einsatzfähig. Ob er jedoch spielen wird, kann man nicht sagen. Vergangene Woche war Unbehaun bei der ersten Mannschaft auf der Bank und Stefan Drljaca (#40) musste erneut einspringen.

Unbehaun ist vermutlich eines der größten deutschen Talente im Tor. Gute Reflexe, sichere Strafraumbeherrschung, kaum selbstverschuldete Gegentreffer. Er wird seinen Weg gehen und früher oder später als Nummer 1 bei einer Mannschaft der 1. Bundesliga auftauchen. Kleine Leistungsschwankungen, die er noch hat, sind in einem Alter von 21 Jahren normal. Grundsätzlich ist er ein sicherer Rückhalt seiner Mannschaft und obendrein ist er ein guter Fußballer, der auch mit dem Ball umzugehen weiß.

Drljaca hat Schwächen bei hohen Bällen und Standards, ist aber abgesehen davon ein Keeper mit guten Reflexen. Die fehlende Erfahrung kann der 23jährige nicht in dem Maße kompensieren wie Unbehaun.

Wer schlussendlich im Kasten stehen wird, kann ich nicht vorhersagen.

Abwehr

Innenverteidiger Niklas Dams (#30) ist einer der Spieler, die älter sind als 23 Jahre. Mit seiner Erfahrung gibt er der Abwehrreihe Stabilität. Er ist bei Zweikämpfen gegen den Ball stark und kann diese meistens lösen, ohne die Grätsche auspacken zu müssen. Er organisiert die Defensivreihe und auch die Spieleröffnung im Positionsspiel obliegt meist ihm. Letzte Woche war er jedoch nicht im Kader. Warum das so war, entzieht sich meiner Kenntnis. Bei der Ersten wurde er nicht eingesetzt und war obendrein weder gesperrt noch verletzt. Ich gehe davon aus, dass er – falls er einsatzbereit ist – morgen spielen wird.

Mittelfeld

Franz Pfanne (#23), Kapitän und defensiver Mittelfeldspieler, wurde letzte Woche an Dams Stelle in der Innenverteidigung eingesetzt. Ich gehen davon aus, dass er am Samstag wieder seine Stammposition als Sechser einnehmen wird. Wie Dams ist auch er älter als 23 Jahre und seine Mitspieler profitieren stark von seiner Erfahrung. Er ist gegen den Ball sehr zweikampfstark und hat ein äußerst präzises Passspiel. Bei fast jedem Angriff im Positionsspiel hat er Ballkontakte. Er fällt meist die Entscheidung, über welche Zone der laufende Angriff vorgetragen wird.

Berkan Taz (#10) und Immanuel Pherai (#28) sind beide brandgefährlich und müssen unbedingt unter Kontrolle gehalten werden. Sie sind schnell, dribbelstark, passsicher und mit einer guten Schussgenauigkeit ausgestattet.

Pherai war wie Unbehaun vergangene Woche bei der 1. Mannschaft auf der Bank und bekam auch eine Minute Einsatzzeit. Ob er spielen wird, kann ich nicht sagen, da die Erste der Borussia mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hat. Ganze zehn Spieler fallen dort aus und müssen ersetzt werden.

Sturm

Mit Tachie fehlt der wichtigste Mann im Sturm Gelb/Rot-gesperrt. Mit Bradley Fink hat die Borussia allerdings durchaus einen Ersatz mit Torriecher in der Hinterhand, der in der Rückrunde regelmäßig im Einsatz war. Der U19-Nationalspieler der Schweiz hat bisher in der 2. Mannschaft zweimal getroffen, in der U19 des BVB hat er 13 Treffer in ebenso vielen Spielen erzielt.

Fazit

Unser Präsident Robert Reisinger hat einen Sieg am morgigen Samstag als Pflicht für die Mannschaft des TSV 1860 München im Spiel gegen Borussia Dortmund II ausgerufen. Ich denke, kein Fan der Sechzger wird das anders sehen. Den 4. Platz und damit die Qualifikation zur Teilnahme am DFB Pokal in der nächsten Saison muss die Mannschaft unbedingt verteidigen. Da man nicht davon ausgehen kann, dass Mannheim sich gegen Havelse eine Blöße gibt, oder dass Magdeburg ohne Wenn und Aber in Osnabrück gewinnt, gibt es, um den DFB Pokal-Platz zu verteidigen, keine Alternative zum Sieg.

Ein ausverkauftes Sechzgerstadion, in dem die Mannschaft des TSV 1860 München gegen die kleinen Borussen aus Dortmund frenetisch von den Fans – die, wenn es nach dem ausgerufenen Motto geht, alle im Trikot aufkreuzen – nach vorne gepeitscht wird, hilft Michael Köllners Team mit Sicherheit dabei, dieses Ziel umzusetzen.

Einsatzwille, Laufbereitschaft, Kampfgeist und Konzentration werden der Schlüssel zum Erfolg sein. Dass Michael Köllner wie immer den richtigen Matchplan haben wird, steht außer Frage. Wenn die Mannschaft ihn wie vorgesehen umsetzt, wird der TSV 1860 gegen Borussia Dortmund als Sieger vom Platz gehen – da bin ich mir sicher!

So könnte Borussia Dortmund II gegen den TSV 1860 beginnen

Datenquelle: Wyscout

Gegner tritt nicht an: Frauen des TSV 1860 kampflos Meister!

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TSV 1860 Frauen, Saison 2021/22, Mannschaftsbild, Löwinnen
Die Frauen des TSV 1860 München e.V. in der Saison 2021/22

Es hätte so eine schöne Party werden können… Durch den Nichtantritt des Gegners SG FC Dreistern Neutrudering/DJK Sportbund München-Ost sind die Frauen des TSV 1860 nun jedoch kampflos Meister!

Frauen des TSV 1860 kampflos Meister

Bereits vor dem ursprünglich für morgen angesetzten Spielen stand der Aufstieg der Löwinnen fest. Gegen die Spielgemeinschaft aus Neutrudering und Ost sollte nun auch die Meisterschaft fixiert werden. Gespielt wird nun zwar nicht, der Freude tut dies jedoch keinen Abbruch.

Herzlichen Glückwunsch, Mädels!

Semi Belkahia verletzt – Verteidiger fällt im Saisonfinale aus

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Semi Belkahia (TSV 1860)
Semi Belkahia im Löwentrikot der Saison 2021/22

Was sich in der Trainingswoche bereits angekündigt hatte, ist nun Gewissheit. Semi Belkahia wird im letzten Saisonspiel verletzt fehlen, für ihn wird Stephan Salger oder Niki Lang in die Startelf rücken.

Semi Belkahia verletzt

Belkahias Verletzung kommt natürlich zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Bereits in der vergangenen Trainingseinheiten musste der Verteidiger wegen einer Oberschenkelverletzung pausieren. In der heutigen LÖWENRUNDE bestätigte Trainer Michael Köllner, dass Belkahia dem TSV 1860 gegen den BVB II fehlen wird.

SpVgg Bayreuth vor Aufstieg – Entscheidung in München?

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Zaunfahnen SpVgg Bayreuth beim Spiele gegen Pipinsried in der Regionallliga Bayern

Zwei Spiele sind in der Regionalliga Bayern noch zu absolvieren. Bevor die SpVgg Bayreuth den Aufstieg in die 3.Liga feiern kann, heißen die Gegner Viktoria Aschaffenburg und TSV Buchbach. Doch bereits heute abend könnten die Feierlichkeiten beginnen – falls die Konkurrenz patzt.

Bayreuth könnte Aufstieg vor dem Fernseher feiern

Mit fünf Punkten Vorsprung liegt die Spielvereinigung an der Tabellenspitze. Dahinter befindet sich die Zweitvertretung eines anderen Münchner Vereins, die vor knapp 10 Tagen ein Nachholspiel gegen Rosenheim mit einem 8:1-Kantersieg für sich entschied. Es folgte ein knapper Auswärtssieg beim TSV Aubstadt. Heute abend heißt der Gegner Wacker Burghausen, die auf Tabellenplatz 4 liegen. Gespielt wird im Grünwalder Stadion, Anpfiff ist um 18:60 Uhr. Alles andere als ein Heimsieg würde endgültig bedeuten, dass die zweite Mannschaft des Rekordmeisters für eine weitere Spielzeit in der Viertklassigkeit planen kann.

Gleichzeitig würden weiter nördlich die Sektkorken knallen. Die SpVgg Bayreuth hätte den Aufstieg sicher in der Tasche. Ex-Löwen wie Felix Weber, Markus Ziereis oder Nicolas Andermatt trugen zu dieser Leistung bei. Sollten es heute allerdings keine Punkte für Burghausen geben, hat Bayreuth weiterhin alles in der eigenen Hand. Mit drei Punkten am Samstag gegen Aschaffenburg wäre die 3.Liga ebenfalls sicher erreicht. Für die Gäste hat die Partie dabei als Tabellen-8. sportlich keine Relevanz mehr. Gut möglich also, dass die Löwenfans in der kommenden Saison trotz des Abstiegs der Würzburger Kickers erneut nach Franken reisen dürfen.