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8. Spieltag der dritten Liga: Das Freitagsspiel SV Meppen – SC Freiburg II

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SV Meppen Stadion Hänsch-Arena 3.Liga

Heute Abend wurde der 8. Spieltag der dritten Liga mit der Partie SV Meppen – SC Freiburg II vor 6.164 Zuschauern in der Meppner Hänsch-Arena eröffnet.

Rasanter Beginn

Das Spiel nahm von Beginn an gleich Fahrt auf. Guder wurde in der 5. Minute ähnlich wie beim 1:1 am vergangenen Samstag per Steilpass auf das Tor geschickt und verfehlte aus gut 10 Metern die linke Torecke nur knapp. Danach kombinierten die Freiburger Nachwuchsspieler gefällig nach vorne und in der 14. Minute legte Bünning Wagner glasklar im Strafraum. Den fälligen Elfer vergab Kehrer unglücklich: er rutschte beim Anlauf auf dem nassen Geläuf aus und setzte den Ball im Fallen immerhin noch an die Latte.

Kehrer wieder im Mittelpunkt

Zwei Minuten später stand erneut Kehrer im Mittelpunkt. Er drang von links in den Meppener Strafraum ein, umspielte Domaschke im Meppener Tor und setzte Ball aus spitzem Winkel an den linken Außenpfosten. Erneut war Meppen im Glück! Den Rest des ersten Durchgangs reduzierten beide Teams die Schlagzahl etwas und so lautete das Halbzeitergebnis 0:0.

Leerlauf zu Beginn der zweiten Hälfte

Der zweite Durchgang begann zäher als der erste. Um die 60. Minute setzten die Meppener die Gäste dann zunehmend unter Druck, aber außer einem Pfostentschuss von Faßbender sprang zunächst nichts für die Emsländer heraus. Danach verflachte das Spiel zusehends.

Torwartwechsel beim SV Meppen

Nach einer missglückten Landung bei einer Faustabwehr verletzte sich der Meppener Keeper Domaschke und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Ersatztorhüter Harsmann ins Spiel. Das war der Auftakt zu einer spannenden Schlussphase.

In der 80. Minute war es erneut Guder, der mit einem schönen Torschuss von der Sechzehnerlinie Atubolu im Freiburger Tot zu einer Parade zwang. Eine Minute später musste der Freiburger Keeper dann erneut parieren, dieses Mal einen Fernschuss von Krüger.

In der 86. Minute gelang Vermeij dann der Lucky Punch, als er eine Flanke von Kehrer frei im Fünfmeterraum am eingewechselten Harsmann vorbei ins Tor lenken konnte. In der 90. Minute hatte Tankulic dann noch die Chance zum Ausgleich, aber Atobolu konnte zur Ecke klären. In der Nachspielzeit verfehlte Koruk dann das Tor dann um wenige Zentimeter.

So endete das Spiel SV Meppen – SC Freiburg II etwas glücklich für die Gäste mit 0:1 im strömenden Regen von Meppen.

Was bedeutet das für Löwen?

In der Tabelle hat das heutige Ergebnis für die Löwen keine großen Auswirkungen. Durch den Freiburger Auswärtssieg bleibt Meppen mit 11 Punkten einen Punkt vor dem TSV 1860 München auf Rang 10. Freiburg steht aktuell auf Rang 15 mit 8 Punkten.

Sechzig@18:60 – Trotz Quarantäne: Köllner in Halle auf der Löwen-Bank

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Sechzig @18:60 Pilotprojekt Union Berlin
Das Grünwalder Stadion in den Abendstunden

Trotz Quarantäne: Köllner auf der Löwen-Bank

Für die Nachricht des Tages sorgte zweifelsohne das Gesundheitsamt München. Gestern ging man beim TSV 1860 noch dabei aus, die kommenden beiden Partien ohne Cheftrainer Michael Köllner absolvieren zu müssen. Heute dann die Kehrtwende: Köllner darf in Halle unter strengsten Auflagen auf der Bank sitzen, muss sich dann aber wieder Quarantäne begeben.

Corona: Wer gehört in Halle zum Kader?

Der Trainer wird also in Halle dabei sein, einige Spieler hingegen nicht. Dass der an Covid-19 erkrankte Kevin Goden fehlen wird, ist logisch. Hinsichtlich der anderen Spieler, die sich in Quarantäne begeben mussten, gibt es aus Gründen des Datenschutzes seitens des TSV 1860 keine offizielle Bestätigung. Um die Medien und den Gegner vom Sonntag bis zum Spieltag im Dunklen tappen zu lassen, wer im Kader stehen wird, haben sich die Löwen ein lustiges Katz- und Maus-Spiel ausgedacht.

Hoffnungsträger Stefan Lex

Nach seinem Treffer am Mittwoch in Burghausen dürfte Stefan Lex mehr als nur ein Stein vom Herzen gefallen sein. Auch sein Teamkollege Richard Neudecker hofft, dass der Knoten bei unserer Nummer 7 nun geplatzt ist. An Halle hat Lexi ja ohnehin gute Erinnerungen…

TAKTIKTAFEL gegen den Halleschen FC

Unser Taktikguru Bernd Winninger hat sich in den vergangenen Tagen mehrere Begegnungen des HFC reingezogen. Ja, freiwillig! Seine Erkenntnisse präsentiert er Euch gewohnt kompetent in seiner TAKTIKTAFEL.

Ergebnistipp Felix Bachschmid

Vorgestern stand Felix Bachschmid noch gegen den TSV 1860 auf dem Platz. Am Sonntag drückt er “seinen” Löwen aber natürlich wieder die Daumen und hofft, dass die Köllner-Truppe mit einem Sieg in Halle “den Bock umstoßen” kann.

Auslosung Toto-Pokal am Sonntag

Die Löwen spielen zwar erst am Sonntag, doch bereits morgen lohnt sich ein Blick in den BR. Ab ca. 14.48 Uhr wird in der Halbzeit der Partie Würzburger Kickers gegen TSV Havelse das Viertelfinale des Toto-Pokals ausgelost.

Corona-Alarm auch in Magdeburg

Nicht nur die Löwen haben aktuell mit Corona zu kämpfen, auch der 1. FC Magdeburg ist betroffen. Stürmer Kai Brünker und Kapitän Tobias Müller wurden positiv auf Covid-19 getestet. Für die Partie gegen Borussia Dortmund fallen zudem 7-8 weitere Spieler verletzungsbedingt aus.

Schleppender Vorverkauf in Kaiserslautern

Was ist nur aus dem FCK geworden? Obwohl bis 20.000 Zuschauer beim Derby gegen Waldhof Mannheim dabei sein dürften, hat der 1. FC Kaiserslautern bis heute “nur” 12.000 Tickets abgesetzt. Am Gegner liegts sicher nicht: Dessen Kontingent war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft! Vor zwei Jahren hatte das Duell noch 37.000 Zuschauer angelockt.

Comeback: Christian Träsch spielt für den FC Gerolfing

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Christian Träsch (TSV 1860)
Christian Träsch im Trikot des TSV 1860 München

Das nächste Comeback eines Ex-Löwen! Nachdem Benjamin Lauth seinen Pass wieder bei den Sportfreunden Fischbachau deponiert hat und die Bender-Zwillinge für den TSV Brannenburg auflaufen, schnürt noch auch Christian Träsch wieder seine Fußballstiefel. Der gebürtige Ingolstädter Träsch verstärkt ab sofort den Kreisligisten FC Gerolfing.

Christian Träsch zum FC Gerolfing

Auf Facebook beschreibt der FC Gerolfing den Coup wie folgt:

“Ein bekanntes Gesicht im deutschen und vor allem Ingolstädter Fußball ist künftig beim FC Gerolfing als Spieler aktiv! Der ehemalige Fußball-Profi und 10-malige deutsche Nationalspieler Christian Träsch, gebürtiger Ingolstädter, ist Mitglied des FC Gerolfing und trainierte bereits seit einigen Wochen in unserer ersten Mannschaft, bevor es für ihn und seine Familie zurück in seine Wahlheimat, die Vereinigten Arabische Emirate ging.

Er spielte als Profi unter anderem beim VfB Stuttgart, VfL Wolfsburg und beim FC Ingolstadt 04. Eine Kapselverletzung hinderte den ehemaligen Nationalspieler an der Teilnahme bei der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Er war bis zum Juli 2020 in Dubai bei dem erst 1974 gegründeten Club aL-Wasl unter Vertrag.

Leider war es nicht möglich Christian Träsch schon im August beim Kreisligisten in Gerolfing im „Hörgeräte-Langer-Stadion“ auflaufen zu sehen, da die Beantragung der Spielerlaubnis länger gedauert hat als erwartet. Seit 30. August 2021 liegt nun endlich und endgültig die Spielgenehmigung vom BFV für den FC Gerolfing vor. Nach seiner Rückkehr möchte er mit seiner Erfahrung mithelfen, die gesteckten Ziele des FC Gerolfing zu erreichen.

HERZLICH WILLKOMMEN BEIM FCG, CHRISTIAN!”

Wir wünschen dem Ex-Löwen alles Gute für seine neue Aufgabe!

Hallescher FC – TSV 1860 (8. Spieltag): Ergebnistipp Felix Bachschmid

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Marco Hiller & Felix Bachschmid
Marco Hiller mit Ex-Kollege Felix Bachschmid (Wacker Burghausen)

Mit dem TSV 1860 stieg Felix Bachschmid 2018 in die 3. Liga auf. Am Mittwoch stand er gegen “seine” Löwen auf dem Platz und kämpfte sich mit Wacker Burghausen ins Elfmeterschießen. Dort verwandelte er sicher gegen Tom Kretzschmar, musste am Ende aber doch dem Gegner zum Sieg gratulieren. Heute tippt Bachschmid die Partie der Löwen beim Halleschen FC – angesichts der angespannten Personallage bei Sechzig eine doppelt schwere Aufgabe.

Felix Bachschmid hofft auf Auswärtssieg

Bereits in Burghausen mussten die Löwen coronabedingt ja auf einige Spieler verzichten, die nun auch am Sonntag in Halle fehlen werden. Dennoch ist Felix Bachschmid optimistisch:

“Ja, des is jetz scho a bissl schwierig mit der Corona-Situation. Ich hoffe natürlich schon, dass ma trotzdem gwinnen… Aber bis auf Sascha wird sich der Kader wahrscheinlich ned recht viel ändern. Ich hoff auf so einen dreckigen 1:0-Auswärtssieg, der dann bissl den Bock umstößt.”

Dagegen hätten wir selbstverständlich auch nichts einzuwenden…

Trifft Bachschmid wieder ins Schwarze?

Ein gutes Näschen beim Tippen bewies Felix Bachschmid übrigens in Vorsaison schon einmal. Er sagte den Auswärtssieg der Löwen bei Türkgücü voraus und lag sogar mit der Prognose richtig, dass Marco Hiller die Null festhält und Richy Neudecker trifft.

Da kann diesmal ja fast gar nichts schiefgehen, oder?

Nach dem Tor in Burghausen: Ist der Knoten bei Stefan Lex geplatzt?

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Es war DIE Szene beim Pokalspiel in Burghausen: Erst vollstreckte Stefan Lex eiskalt (!) und wunderschön zum 0:2, dann stand ihm die Erleichterung beim Jubel ins Gesicht geschrieben. Auch Richy Neudecker berichtete in der LÖWENRUNDE von einer gelösten Stimmung beim lange glücklosen Offensivspieler.

Stefan Lex: Sieben Monate Wartezeit

Sieben Monate lang musste Stefan Lex auf ein eigenes Tor warten. Eine verdammt lange Zeit für jemanden, der im Offensivbereich tätig ist und nicht zuletzt an Toren gemessen wird. Dennoch hielt Michael Köllner immer die schützende Hand über die Nummer 7 der Löwen und verwies – zurecht – auf die oft starken Leistungen. An Einsatz hat es beim Eittinger nie gemangelt, seine abgespulten Kilometer waren stets beeindruckend. Nur “sein” Tor wollte halt nicht fallen…

Lag es am fehlenden Selbstvertrauen? Zu große Mannschaftsdienlichkeit? Hoffen wir, dass der Treffer in Burghausen den Knoten bei “Lexi” gelöst hat!

In Burghausen sorgte Stefan Lex für das zwischenzeitliche 0:2.

Mach’s noch einmal, Lexi!

Auf Nachfrage von sechzger.de zeigt sich Richy Neudecker in der Löwenrunde überzeugt davon, dass sein Mitspieler auch beim Halleschen FC von der abgefallenen Last profitieren wird.

“Nach seinen Leistungen in den letzten Wochen kann er befreit aufspielen. Ich freu mich, dass er ein Tor geschossen hat. Das hat ihm sicher super weitergeholfen und dem Team auch. Wir freuen uns alle, dass er geknipst hat. Er wird auch am Wochenende zeigen, was seine Qualitäten sind.”

Zur Erinnerung: In der Saison 2019/20 gewannen die Löwen mit 1:0 beim Halleschen FC. Torschütze damals war ein gewisser Stefan Lex…

Katz- & Mausspiel am Trainingsgelände der Löwen?

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Warum um den Löwenkader für Halle ein Geheimnis gemacht wird

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen…
Beim TSV 1860 will man sich, wie Günter Gorenzel in der LÖWENRUNDE vor dem Spiel in Halle verriet, nicht in die Karten schauen lassen, welche Spieler nun eigentlich noch zur Verfügung stehen und welche nicht. Motive für die Geheimniskrämerei gibt es zwei: Zum einen sollen die ungeimpften Spieler, die sich wegen des positiven Corona-Tests von Kevin Gode vom Mittwoch direkt in Quarantäne begeben mussten, vor einer öffentlichen Anprangerung wegen ihrer Entscheidung gegen die Impfung geschützt werden. Stichwort Datenschutz. Zum anderen soll natürlich auch der sportlichen Konkurrenz, dieses Wochenende konkret dem HFC, nicht auf dem Präsentierteller vorgeführt werden, welche Spieler defintiv nicht im Kader für das Spiel stehen. Im Extremfall wären Rückschlüsse auf die erste Elf und das taktische Konzept leicht möglich. Marius Willsch ist aktuell übrigens der einzige Löwe, der – unabhängig von der Corona-Situation – verletzungsbedingt noch nicht zur Verfügung steht. Er befindet sich im Aufbautraining. Das ist kein Geheimnis.

Katz- & Mausspiel oder gar Vereitelung von Spionage?

Wie das erwünschte Geheimnis um den Kader bewahrt wird, erläuterte der Österreicher auch: “Wir machen das ganz bewusst, dass wir den Spielern heute zum Training und auch morgen zur Abfahrt mehrere Zugänge zum Trainingsgelände ermöglichen werden. Somit weiß dann keiner: Wer ist wo reingefahren und wer ist wo eingestiegen.” Katz- & Mausspiel an der Grünwalder Straße 114? So weit dürfte es nicht kommen. Die Medienvertreter werden den berechtigten Wunsch nach Diskretion an der Grünwalder Straße 114 respektieren.

Am Sonntag Mittag wissen dann alle Bescheid

Aber zumindest in der Pressekonferenz am Freitag Mittag hakten die anwesenden Medienvertreter – mitunter durchaus geschickt – nach, wer denn nun im Kader stünde oder eben nicht und ob man überhaupt mit den erlaubten 20 Spielern nach Sachsen-Anhalt reisen würde. Der Sportdirektor blieb aber cool, lächelte freundlich und verwies auf Sonntag 12 Uhr. Eine Stunde vor dem Anpfiff in Halle wissen alle mehr, dann wird die Elf und die Ersatzbank bekannt gegeben, die es an der Saale richten soll.

Breaking News: Michael Köllner in Halle auf der Bank!

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Das kommt überraschend! Gestern wurde noch kommuniziert, dass Michael Köllner in Halle und gegen Zwickau von seinen beiden Co-Trainern Oliver Beer und Günter Brandl vertreten werden muss. Heute nun die Kehrtwende: Köllner darf am Sonntag auf der Bank sitzen!

Köllner in Halle auf der Bank

Allerdings wurde die Sonderregelung durch das Gesundheitsamt München unter strengen Auflagen gewährt. So muss Köllner getrennt anreisen und muss auch im Innenraum des Stadions Maske tragen. Die Kabine der Löwen darf er betreten.

Taktiktafel FC Halle – TSV 1860 München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafel vor dem Auswärtsspiel FC Halle – TSV 1860 München.

In der letzten Saison wurde gegen den FC Halle vom TSV 1860 München die Maximalausbeute von sechs Punkten bei einem Torverhältnis von sage und schreibe 10:1 eingefahren. Was dürfen wir diese Saison erwarten?

Das System

Florian Schnorrenberg, seit etwas mehr als einem Jahr auf der Trainerbank der Hallenser, ließ sein Team in dieser Saison, wie auch schon letztes Jahr vornehmlich im 4-2-3-1 antreten. Bei eignem Ballbesitz verschieben ein defensiver Mittelfeldspieler und ein offensiver Mittelfeldspieler nach vorne. So entsteht im Normalfall ein 4-4-2. Wenn Halle großen Druck aufbauen muss, gehen auch die Mittelfeldaußenspieler gern in die Spitze und sorgen so für noch mehr Wucht im Spiel der Hallenser.

Gegen Eintracht Braunschweig probierte Schnorrenberg ein 4-3-3 aus, was prompt mit 0:2 in die Hose ging. Dieses Ergebnis gegen die Eintracht aus Braunschweig stellt gleichzeitig die bislang einzige Saisonniederlage dar. Ich gehe daher von einem 4-2-3-1 mit oben genannten Verschiebungen aus.

In allen anderen Spielen bisher wurde zumindest einfach gepunktet. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass abgesehen vom Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern, Halle in allen Spielen nicht unbedingt verdient gepunktet hat. Dass Michael Eberwein (5 Tore/2 Assists) momentan einen Lauf hat und die hohe Bereitschaft im Pressing aggressiv zu agieren, sind die Hauptgründe für die punktemäßig starke Performance des HFC.

Mit einem Punkt und vier erzielten Treffern mehr als der TSV 1860 München, bei einem Spiel weniger, geht Halle nach den momentanen Leistungen beider Teams und wegen der neuesten virusbedingten Ausfälle beim TSV 1860 München, diesmal als leichter Favorit ins Rennen. Nichtsdestotrotz sind die Hallenser für eine Mannschaft, die Ihre Aufgaben Konsequent erledigt, auch schlagbar. Die durch eine Verletzungsmisere geplagte Defensive ließ schon neun Gegentreffer zu. Vier davon in dem äußerst unterhaltsamen Spiel gegen des SC Verl.

Um dieser Misere entgegenzuwirken, wurde erst kürzlich der vertragslose Defensivallrounder Jan Löhmannsröben verpflichtet.

Die wichtigsten statistischen Werte des FC Halle

  • Ballbesitz: 47%:53%

  • Passgenauigkeit 78%

  • Defensive Zweikampfquote 61%

  • Flankengenauigkeit 39%

  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 9,57

Was ist von Halle zu erwarten?

Mit dem Halleschen FC kommt eine Mannschaft auf den TSV 1860 München zu, die zwar einerseits einer hohen personellen Fluktuation unterworfen war, aber die Spieler in den Schlüsselpositionen konnten gehalten werden. Um diese herum wurde das Team mit teils starken Neuzugängen ergänzt.

Vorne Hui, hinten Pfui: So könnte man die Mannschaft des HFC nach einem Blick auf die Tabelle einschätzen. Ist das tatsächlich so?

Defensive

Die Statistiken zeigen, dass Halle bei allem, was die Defensive betrifft und als Indikator für gute Defensivleistung herangezogen werden kann, zumindest in der vorderen Hälfte, wenn nicht sogar im vorderen Drittel zu finden ist. Speziell bei defensiven Kopfballduellen sind die Hallenser eine Macht. Dazu kommt, dass die Defensivspieler des HFC sich kaum bei Fouls bedienen müssen, um gegnerische Angriffe zu stoppen. Mit etwa elf Fouls pro Partie sind die Hallenser das drittfairste Team der Liga. Gemessen an der relativ hohen Pressingintensität und der guten Performance bei defensiven Zweikämpfen, ist das durchaus ein wichtiger Faktor. Vor allem dann, wenn man gegen Ende eines Spiels ein taktisches Foul begehen muss, um einen Konter zu unterbinden. Der Spieler, der das Foul begehen muss, wird höchstwahrscheinlich noch nicht vorbelastet sein. Hinten Pfui stimmt also schon mal nicht.

Offensive

In der Offensive zeigt sich folgendes Bild: Die Passgenauigkeit im Spiel ist bei Halle zwar generell ein wenig niedriger als bei anderen Mannschaften in der vorderen Tabellenhälfte, aber die Statistiken bei Pässen durch die Kette, sogenannten Schlüsselpässen (Pässe, die im Anschluss zu einem Abschluss führen) sowie Pässen ins letzte Drittel, die Anzahl der Kopfballabschlüsse, und das Verhältnis Schüsse gesamt zu Schüsse im Strafraum zeigt, dass die Interpretation “vorne Hui” der Statistik absolut richtig ist. Trotz eines Spiels weniger, das absolviert wurde, befinden sich die Hallenser sowohl relativ als auch absolut in den Statistiken, die ein Indikator für gute Offensivarbeit sind, immer weit vorne.

Wie kann man den Halleschen FC Knacken?

Punkte in Halle zu holen wird sicher kein Selbstläufer. Die Mannschaft ist abgesehen von der Innenverteidigung ein eingespieltes Team. Vor allem die Flügelzangen und die gut harmonierenden Boyd und Eberwein (zusammen 9 Scorerpunkte) müssen unter Kontrolle gehalten werden.

Im Spiel nach vorne ist für den TSV 1860 München Präzision die oberste Maxime. Direktheit vor Verspieltheit und vertikal vor horizontal beim Passspiel. Schusschancen nutzen, wenn sie sich einem bieten. Flache Flanken und Anspiele ins Zentrum, bevorzugt in oder an die kleine Box.

Bei der Luftüberlegenheit, die Halle überall auf dem Platz an den Tag legt, sollten wir hohe Bälle eher vermeiden. Es sei denn, wir bringen unsere Ecken und Flanken schön auf den kurzen Pfosten. Hohe Bälle auf den langen Pfosten wurden in den vergangenen Spielen gegen uns von allen Teams gut wegverteidigt.

Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Die Stärken: Gegen den Ball ist das 4-2-3-1 in der Zentrale und Richtung eigener Box sehr kompakt. Es gibt den Gegnern kaum Raum, um dort vernünftiges Passkombinationsspiel aufzuziehen. Auch gegen zwei oder drei Stürmer ist man durch die beiden Defensiven Mittelfeldspieler gut abgesichert. Nach Balleroberung kann das Spiel über die beiden Sechser relativ variabel gestaltet werden. Sowohl über die Flügel als auch über das Zentrum sind schnelle Angriffe möglich, wenn man die Lücken im Raum schnell erfasst und alle Offensivspieler ihre Laufwege situationsbedingt richtig anlegen. Oft schaltet sich einer der beiden Sechser auch aktiv und nicht nur als Ballverteiler in das Offensivspiel mit ein. Dadurch wird die Offensive als Ganzes schwerer auszurechnen.

Die Schwächen: Gegen den Ball ist ein Gegner, der gern über die Flügel angreift, schwer zu kontrollieren, da die Wege um einen Spieler zu doppeln relativ weit sind und die Doppelung vom Angreifer oft schon erkannt wird, wenn sich der doppelnde Gegner aus seiner taktischen Grundposition löst. Das führt bei guter Spielübersicht und genauem Passspiel zu viel Raum für die angreifende Mannschaft. Die Mittelfeldspieler auf den Außenpositionen müssen außerdem ein extrem hohes Laufpensum bewältigen, wenn sie die gegnerischen Flügel unter Kontrolle halten wollen. Im Spiel nach vorne ist vor allem das Fehlen eines zweiten Stürmers ein großes Manko, da sich durch dessen Fehlen für den Spieler in der Sturmzentrale nur wenig Raum zur Entfaltung seiner Fähigkeiten bietet. Deshalb sind torgefährliche Mittelfeldspieler, die mit aufrücken zwingend erforderlich, um im 4-2-3-1 erfolgreich zu sein.

Die Schlüsselspieler

Torwart Sven Müller (#1) ist nicht der sicherste Keeper dieser Liga. Seine Stärken liegen klar in der Strafraumbeherrschung und in 1gegen1-Situationen.

Kapitän Jonas Nietfeld (#33), eigentlich ein Defensiver Mittelfeldspieler, ist durch die vielen Verletzungen im Defensivbereich momentan auf die Position den Innenverteidigers gerutscht und macht seine Sache dort erwartungsgemäß sehr gut. Dass ein nomineller Mittelfeldspieler eine klasse Spieleröffnung hat, versteht sich fast von selbst. Seine anderen statistischen Werte im Defensivbereich und der Eindruck aus den von mir gesehen Spielen zeigt aber, dass er auf dieser Position fast noch ein Stück stärker ist als wenn er als Sechser eingesetzt wird.

Louis Samson (#27) auf der Position des eher offensiven Spielers auf der Doppelsechs ist ein Neuzugang vom FC Erzgebirge Aue. Er ist sowohl offensiv als auch defensiv sehr stark. Die einzige Schwäche, die er aufweist, sind direkte Luftduelle. Zweikampfstark am Boden, passsicher, schnell und sehr stark im Dribbling sorgt er für gefährliche Momente, wenn er nach vorne rückt und Eberwein dann aus dem offensiven Mittelfeld zu Boyd in die Zentrale vorschiebt.

Michael Eberwein (#10) ist eigentlich gelernter Mittelstürmer, tummelt sich in Schnorrenbergs System momentan jedoch auf der 10er Position hinter Boyd. Das aber nur solange wie nötig. Hängende Spitze oder Schattenstürmer ist seine Position im letzten Drittel. Er taucht sowohl als Vorlagengeber als auch als Vollstrecker in den Statistiken auf.

Mittelstürmer Terrence Boyd (#13), der Spieler, den unser Talk-Moderator Basti persönlich mit der Schubkarre aus Halle abholen würde, wenn er zum TSV 1860 München wechseln würde, ist ein kompletter Stürmer, den man nie aus den Augen verlieren darf. Sein Zusammenspiel mit Eberwein ist optimal, so ist es schwer zu sagen, welcher der beiden Spieler der gefährlichere ist. Verliert man als Verteidiger Boyd aus den Augen, rappelts im Karton.

Fazit vor dem Spiel FC Halle – TSV 1860 München

Vor der Saison sah man es vielleicht noch etwas anders, nach nun sieben (für Halle sechs) Spieltagen sollte klar sein: Mit dem FC Halle kommt ein richtiges Brett auf den TSV 1860 München zu. Mit einem Punkt wäre ich im Vorfeld höchstzufrieden. Mit einem Sieg zu rechnen, wäre vermessen. Dennoch ist eines klar: An einem guten Tag schlägt in dieser Liga der Letzte den Ersten. Von daher hoffen wir, dass die Spieler des TSV 1860 München gegen den Halleschen FC wie schon letzte Saison einen solchen erwischen.

Mit einer Defensivleistung wie gegen den SV Meppen braucht der TSV 1860 München nicht zum FC Halle fahren, da können wir die Punkte auch gleich mit der Post schicken. Ich gehe jedoch davon aus, dass die Mannschaft aus diesem Spiel gelernt hat und sich voll reinhaut und alles für einen Sieg gibt.

Wie weiter oben gesagt bei der momentanen Form der Hallenser wäre ich auch mit einem Punkt hochzufrieden.

Datenquelle: Wyscout

Mögliche Aufstellung des FC Halle

Toto Pokal: Auslosung der Viertelfinal-Partien am Samstag Nachmittag

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Auslosung des Toto Pokals live im BR

Auch wenn die Löwen erst am Sonntag spielen, lohnt es sich, auch am Samstag der Fernseher einzuschalten. Der Grund: In der Halbzeitpause der Partie Würzburger Kickers gegen TSV Havelse erfolgt die Auslosung des Viertelfinales im Toto Pokal. Die Partie wird live im BR übertragen.

Noch drei Drittligisten vertreten

Nach dem mühsamen Sieg des TSV 1860 in Burghausen sind mit den Löwen, den Würzburger Kickers und Türkgücü noch alle drei bayerischen Drittligisten im Wettbewerb vertreten. Komplettiert wird das Viertelfinale durch die Regionalligisten TSV Buchbach, FV Illertissen, TSV Aubstadt, SpVgg Bayreuth und FC Schweinfurt 05.

Es wird aus einem Topf gezogen ohne regionale Unterteilung. Der unterklassige Verein genießt automatisch Heimrecht.

Was wäre Euer Lieblingslos? Wir könnten ja mit Buchbach oder Illertissen ganz gut leben…

Sechzig @ 1860: Schwere Vorwürfe gegen Stimoniaris

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Sechzig @ 1860 bringt neben den Vorwürfen gegen Aufsichtsratschef Stimoniaris auch die neu terminierten Partien der Dritten Liga und wie immer alles Wichtige des Tages.

Schwere Vorwürfe gegen Stimoniaris

Gegen den Aufsichtsratsvorsitzenden der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, “Saki” Stimoniaris, sind von einem Whistleblower schwere Vorwürfe erhoben worden: so soll der 50-Jährige als Betriebsratsvorsitzender bei MAN einen Betriebsratskollegen als persönlichen Chauffeur zweckentfremdet und weitere, nicht mit dem Amt vereinbare Annehmlichkeiten genossen haben. Ging es ihm wirklich viel, viel besser als seinen Kollegen?

Nicht-geimpfte Löwen müssen in Quarantäne bleiben

Jetzt hat die zuständige Behörde entschieden: die Spieler und Staff-Mitglieder des TSV 1860, die noch nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, müssen nach einem Corona-Fall beim TSV 1860 in Quarantäne bleiben. Wie es weitergeht, lest ihr hier.

Volles Programm bei TSV 1860

Nicht nur die Profis des TSV 1860 spielen am Wochenende. Neben der Partie der 1. Mannschaft in Halle stehen für fast alle Fußball-Ensembles des TSV Begegnungen an. Wer von den Sechzger.de-Lesern ein Selfie von sich an jedem Spielort während des jeweiligen Spiels an zeitmaschine@sechzger.de schickt, gewinnt ein Sticker-Set. Ganz einfach dürfte die Aufgabe aber anhand der Vielzahl an Partien und Spielorte jedoch nicht werden… Seriöse Anbieter hassen diesen Trick.

BayWa AG neuer Premiumpartner der Löwen

“Verbundenheit schafft Erfolg” – so bewarben der TSV 1860 und die BayWa AG die neue Zusammenarbeit. Der weltweit tätige Konzern mit den Kernsegmenten Energie, Agrar und Bau zählt rund 23.000 Mitarbeiter in rund 50 Ländern.

News aus der Dritten Liga

DFB terminiert Spieltage 11-17

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hat die Partien der Spieltage 11-17 terminiert. So empfangen die Löwen zum 11. Spieltag am 2. Oktober Aufsteiger Viktoria Berlin. Auch die folgenden Partien des TSV 1860 einschließlich des 17. Spieltags sind ausnahmslos Samstagsansetzungen, jeweils um 14 Uhr. Hier sind alle Partien der Löwen im Überblick.

Stoppelkamp kann sich Duisburg-Verlängerung vorstellen

Ex-Löwe Moritz Stoppelkamp, der schon in der U17 bei den Meiderichern  spielte, kann sich eine Verlängerung seines Vertrags in der malerischen Kleinstadt vorstellen. “So etwas gibt es nicht oft. Das ist ein Privileg”, spricht Stoppelkamp in der “WAZ” über den Umstand, dass er in seiner Geburtsstadt spielen darf. Im Sommer läuft sein Arbeitspapier aus.