Start Blog Seite 1010

Die LÖWENRUNDE vor dem Spiel beim 1. FC Magdeburg

0

Löwentrainer Michael Köllner ist bekanntermaßen ein empathischer Mensch. Dies stellte er am Montag Nachmittag in der Zoom-Pressekonferenz vor dem Spiel des TSV 1860 in Magdeburg einmal mehr unter Beweis.

Das heikle Thema Trainerentlassungen

Nachdem der Übungsleiter des nächsten Löwengegners schon seit einiger Zeit unter Druck steht und ein Sieg des TSV 1860 in Magdeburg womöglich den Kopf von Thomas Hoßmang kosten wird, plauderte der Löwendompteur, animiert von sechzger.de, ein wenig über sein emotionales Innenleben. Zwar sind Trainerentlassungen einfach ein “Teil des Geschäfts”, da der Erfolg in diesem Job eben knallhart an Ergebnissen gemessen werde. Der Coach verriet aber, dass ihn die Entlassung von Pavel Dotchev bei Viktoria Köln am gestrigen Sonntag getroffen habe, weil er diesen Kollegen sehr gut kenne “und auch mag”. Auch die jüngste Demission von Bundesligacoach Bruno Labbadia – ebenfalls gut bekannt mit Köllner – bei der Berliner Hertha sei ihm nahe gegangen. Den Magdeburger Trainer kennt er weniger gut, dennoch fühlt er natürlich auch mit diesem Kollegen mit, sofern dessen Auftrag in Sachsen-Anhalt demnächst enden sollte. Da Köllner den neuen Magdeburger Sportdirektor Otmar Schork aber wiederum sehr gut kenne, verlasse er sich darauf, dass dieser die richtigen Entscheidungen für den FCM treffe, rundete er das Ganze diplomatisch ab.

Dennis Dressel und die Körpersprache

Die Frage eines Bloggers nach der Körpersprache der gestern eingewechselten Spieler Stefan Lex und Dennis Dressel entgegnete Michael Köllner sehr deutlich: “Ich bin kein Freak, der sich mit Körpersprache auseinandersetzt!” Die Gelegenheit nutzte der Löwencoach aber, um direkt ein Loblied auf seine Nummer 14 anzustimmen, die ja in den letzten drei Partien nicht mehr in der Startelf gestanden hatte: Zum einen war er gestern zufriedener mit dem gebürtigen Dachauer, als dies noch gegen Ingolstadt der Fall gewesen war. Zum anderen bezeichnete Köllner Dennis Dressel zurückblickend als “Shootingstar”, der zusammen mit Marco Hiller durch den Trainerwechsel im November 2019 “wohl am meisten gewonnen” habe. “Wenn ich etwas mit Sechzig München am Anfang meiner Zeit hier verbinde, dann ist das Dennis Dressel.” Der Spieler selbst dürfte diese Lobeshymne mit Freude vernommen haben und mit solchen Komplimenten im Rücken sicher schon in Kürze wieder zu der Form vom 6:1 gegen Halle zurückfinden.

Was Köllner vom 1. FC Magdeburg erwartet

Über den Gegner übermorgen konnte sich Michael Köllner am vorletzten Wochenende einen persönlichen Eindruck verschaffen, der in der Spielvorbereitung für ihn “natürlich super und unersetzlich” ist. Sein Besuch beim 2:0-Sieg des ehemaligen Europacupsiegers im Unterhachinger Sportpark war demnach ein wichtiger Teil der üblicherweise intensiven Auseinandersetzung mit dem nächsten Gegner. Köllner verlässt sich in dieser Hinsicht stets auf die Dienste des Spielanalysten Franz Hübl. Festgestellt hat man bei den Löwen, dass sich die Spielweise von Magdeburg in der jüngsten Vergangenheit etwas verändert hat. Die taktischen Varianten, die der FCM mit und gegen den Ball zeigt und die Köllner in der PK ansprach, können die Leser von sechzger.de am Mittwoch Mittag in unserer beliebten Rubrik TAKTIKTAFEL dann pünktlich vor der Partie ausführlich studieren. Vielleicht schaut ja auch Michael Köllner während des Aufenthalts in Sachsen-Anhalt (z.B. in der Mittagsruhe im Mannschaftsquartier) kurz rein.

Die heutige LÖWENRUNDE kann unter Löwen-TV direkt abgerufen werden.

PK aktuell: Kapitänsfrage noch offen +++ Löwen fahren morgen Mittag per Bus

0

Wer führt die Löwen am Mittwoch Abend in Magdeburg als Kapitän auf das Feld in der MDCC-Arena, nachdem Sascha Mölders wegen seiner Gelbsperre nicht mit nach Sachsen-Anhalt fahren wird? Diese Frage ließ Trainer Michael Köllner in der LÖWENRUNDE am Montag Nachmittag offen, verriet aber, dass es – was auf der Hand liegt – ein Spieler aus dem Mannschaftrat sein wird. Ob die Wahl auf Stefan Lex fällt, dürfte letztlich davon abhängen, ob die Nummer 7 in der Startelf steht. Gegen Meppen gestern Nachmittag wurde der gebürtige Erdinger nach 65 Minuten eingewechselt.
Der Löwentross macht sich morgen Mittag gegen 12 Uhr auf den Weg nach Nordosten und wird nach dem Spiel am Mittwoch direkt zurückfahren. Eine Ankunft in München ist dann für 4 Uhr früh am Donnerstag zu erwarten. Sechzger.de wünscht eine angenehme Reise!

Giesinger Gedanken: Die Lage der Löwen nach dem Spiel gegen Meppen

2

Groß war die Euphorie nach dem 1:0 gegen Ingolstadt und groß ist der Katzenjammer nun nach dem 1:1 gegen Meppen. Das sind der TSV 1860 und  seine Anhänger, so wie man sie kennt. An einem Tag himmelhochjauchzend am nächsten zu Tode betrübt. Leider muss ich mich da auch ein wenig an der eigenen Nase fassen. Nach dem Sieg gegen Ingolstadt war ich vollkommen euphorisiert und habe meinen Endorphinen hier freien Lauf gelassen. Es hat so gutgetan, an diesem Montagabend nach dem Sieg ein Bierchen auf die Löwen zu trinken und in der einen allumwabernden Corona-Tristesse mal über etwas wirklich Positives schreiben zu können. Das tut der Seele in diesen Tagen wirklich gut. Und der der heißblütigen Löwenfans gleich 60 Mal mehr. Aber hat diese Euphorie die Lage der Löwen korrekt widergegeben?

Lasst uns nochmal nüchtern über die letzten beiden Spiele nachdenken. Ich schwör’s, ich habe heute weder vor noch während noch nach dem Spiel ein Bier oder sonst was Alkoholisches getrunken.

Rückblick auf das Spiel gegen Ingolstadt

Also, Rückblick auf Montagabend gegen Ingolstadt: Im Endeffekt war das ein sehr glücklicher Sieg für uns. Besonders in der zweiten Halbzeit hatte Ingolstadt deutlich mehr vom Spiel. Die Mannschaft von der Donau ist physisch sehr präsent und extrem zweikampfstark. Dafür sind sie mit Ball etwas weniger versiert und setzen im Spiel auf schnelle Angriffe und Platz für ihren Stürmer vor dem gegnerischen Tor. Und genauso traten sie auf, sie nahmen den Löwen mehr und mehr Bälle im Mittelfeld ab, aber Sechzig ließ trotzdem kaum Chancen – geschweige denn hochkarätige – zu. Stattdessen nutzte Sascha Mölders eigentlich die einzige wirkliche Gelegenheit für die Löwen zum 1:0. Sieg gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten. Da bricht bei den heißblütigen Löwenfans natürlich die Euphorie durch. Aber auch gegen Ingolstadt war nicht alles Gold, was glänzte. Mit einem Punkt hätte man mehr als zufrieden sein können. Wenn es dumm läuft, kann man das Spiel gegen Ingolstadt auch verlieren. Absolut geil, dass die Mannschaft so ein Spiel gewinnen kann!

Das Spiel gegen den SV Meppen

Und gestern? Viele dachten, da kommt der SV Meppen mitten im Abstiegskampf nach Giesing. Die nehmen wir im Vorbeigehen und dann auf nach Magdeburg und den nächsten Sieg einfahren. So einfach ist es aber in dieser dritten Liga nicht. Die Löwen versuchten, von Anfang das Spiel zu machen und Meppen unter Druck zu setzen. Das gelang auch nicht schlecht, aber man kam eigentlich nie gefährlich in den Strafraum der Emsländer. Nach etwa einer halben Stunde ließen die Meppener die Löwen dann vollends im Mittelfeld gewähren und beschränkten sich darauf mit 8 Mann den eigenen Strafraum abzusichern. Das funktionierte – leider – relativ gut. Bis auf einen abgefangenen Rückpass von Biankadi, der aber leider in letzter Sekunde von Domaschke gestoppt wurde, konnten sich die Löwen keine Großchancen gutschreiben lassen.

Die zweite Hälfte

Auch der zweite Durchgang begann zäh. Meppen hielt gut dagegen und Sechzig konnte aus der Feldüberlegenheit nicht wirklich Kapital schlagen. Ganz ähnlich wie Ingolstadt bei uns am Montag übrigens… Dann kam die 62. Minute. Nach einem Foul an Sascha Mölders einen Meter außerhalb des Strafraums schritt Richy Neudecker zum Freistoß. Dieser brachte ihn flach aufs Tor und letztendlich konnte Semi Belkahia den Fuß hinhalten und sein erstes Profitor erzielen. Irgendwie verdient, aber auch irgendwie glücklich.

Danach folgte die beste der Phase der Löwen. Sie spielten munter nach vorne und bekamen jetzt mehr Freiräume, die Emsländer mussten sich nach dem Gegentreffer wohl erstmal wieder sortieren. Leider sprang in dieser Phase bis auf einen satten Fernschuss von Biankadi auch keine wirkliche Tormöglichkeit heraus. Dann bekam Meppen einen unscheinbaren Einwurf auf Höhe des Strafraums, leider verliert Salger das folgende Kopfballduell, der Ball landet etwas unglücklich bei Bozic, der humorlos ins lange Eck vollstreckte (76. Minute). Danach ging nix mehr. Meppen ließ mit einer Mischung aus Pressing und engen Räumen um den Strafraum keine Chance von 1860 mehr zu.

Verlorene Punkte?

Schade, das sind zwei Punkte, die uns in der Endabrechnung sehr weh tun könnten. Keine Frage! Die Tabelle ist schon wieder sowas von eng. Bis Platz 9 sind es nur 6 Punkte Vorsprung. Vollkommen emotionslos (ich weiß, dass geht bei 1860 eigentlich nicht) betrachtet, hat Meppen heute das gemacht, was wir gegen Ingolstadt gemacht haben: die eine Chance im Spiel genutzt.

ABER: Wir haben gegen Ingolstadt mit dieser einen Chance drei Punkte geholt und nicht einen. Wir haben diese drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten geholt. Das ist wesentlich mehr wert als umgekehrt. Hätten wir gegen Ingolstadt unentschieden gespielt und heute gewonnen, lägen die jetzt einen Punkt vor uns. So sind wir punktgleich. Und man kann nicht in jedem Spiel Glück haben. Zumindest nicht auf unserer Seite der Grünwalder Straße.

Und wie geht’s weiter?

Es steht schon wieder eine englische Woche an. Am Mittwoch geht’s nach Magdeburg. Die haben im Hinspiel ausschließlich Beton angerührt und wir haben uns schwer getan gegen sie. Spannend wird sein, wie Michi Köllner den gelb-gesperrten Sascha Mölders ersetzen wird. Mölders wird fehlen, keine Diskussion. Aber so haben wir das Überraschungsmoment auf unserer Seite und Magdeburgs Trainer Hoßmang hat es nicht leicht, seine Defensive auf die Löwen vorzubereiten. Vielleicht rückt Köllner ja vom 4-1-4-1 ab und stellt auf 4-4-2 um. Wer weiß…

Wenn Ihr Euch übrigens in die Tiefe des Köllnerschen Systems einlesen wollt, sei Euch unser TAKTIKTAFEL Lexikon empfohlen. Ich empfehle, das dringend bis Mittwoch zu tun, dann müsst Ihr Euch nicht auf einen Magenta-Kommentator verlassen…

Zurück zum TSV: Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass wir bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielen. Vier Punkte aus den letzten beiden Spielen hätte ich sofort genommen, wenn man sie mir vorher angeboten hätte. Wir sind seit sechs Spielen ungeschlagen. Die Lage der Löwen ist mehr als gut. Wir sollten uns von „Rückschlägen“ nicht aus der Spur bringen lassen und weiter Ruhe bewahren.  Ich weiß, es fällt schwer. Wir sind ja schließlich bei 1860.

 

Sechzig@18:60 – TSV 1860 gg. Meppen 1:1 +++ Mölders gesperrt

0

Am heutigen Sonntag Nachmittag trennte sich der TSV 1860 München im heimischen Grünwalder Stadion vom SV Meppen mit 1:1. Was sonst noch im Löwen-Kosmos und darüber hinaus passierte, findet Ihr in unserer Tageszusammenfassung.

Belkahia trifft für die Löwen

Über weite Strecken war das heute sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, ein Dreier für die Löwen wäre aber duchaus möglich und verdient gewesen. Wenn Ihr den Spielverlauf nochmal nachvollziehen möchtet, dann sei Euch unser Live-Ticker ans Herz gelegt. Dort könnt Ihr auch nachlesen, wie Semi Belkahia seine erstes Profi-Tor erzielte und die Löwen zwischenzeitlich in Führung brachte. Für uns ein ganz klarer Fall von “Tor des Monats”…

5. Gelbe Karte für Mölders

Routinier Sascha Mölders sah heute nach einem Foul seine 5. Gelbe Karte und wir der Mannschaft somit am Mittwoch beim 1. FC Magdeburg fehlen. Man darf gespannt sein, wen Trainer Michael Köllner in Sachsen-Anhalt ins Sturmzentrum beordern wird. Merveille Biankadi? Stefan Lex? Oder zaubert er noch einen ganz anderen Kandidaten aus dem Hut?

VfB Lübeck punktet beim 1. FC Saarbrücken

Da die Partie KFC Uerdingen gegen FC Ingolstadt 04 aus diversen Gründen (Stadionmiete, Corona) ausfiel, war das Match zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem VfB Lübeck das einzige weitere Drittliga-Spiel am heutigen Sonntag. Gespielt wurde am Bornheimer Hang in Frankfurt, die Platzverhältnisse waren katastrophal. Oida, was für ein Acker… Im Duell der beiden Aufsteiger zeigte sich der Tabellenletzte aus dem hohen Norden auf Augenhöhe und entführte beim 0:0 verdient einen Punkt. Nach der Gelb-Roten Karte für Julian Günther-Schmidt (74., FCS) wäre vielleicht sogar noch mehr möglich gewesen. So aber behält der VfB vorläufig die rote Laterne.

Viktoria Köln entlässt Dotchev

Nach der gestrigen Niederlage gegen Waldhof Mannheim zog Viktoria Köln heute die Notbremse und trennte sich von Trainer Pavel Dotchev. Mit 269 Spielen auf der Trainerbank ist er Rekordhalter in der 3. Liga, vorerst wird er diese Bilanz jedoch nicht ausbauen können. Wir wünschen dem sympathischen Bulgaren alles Gute für die Zukunft.

Trikot Penta 1860

Der Saisonstart in die Prime League (vergleichbar mit der Bundesliga) verlief für die eSportler des TSV 1860 München e.V. mit einem Sieg und zwei Niederlagen eher durchwachsen. Wer die Abteilung des Hauptvereins unterstützen möchte, der kann das u.a. mit dem Kauf eines Trikots tun. Wo es sowas gibt? Klar, im Online-Shop von Penta 1860!

Der TSV 1860 und der SV Meppen trennen sich Unentschieden

0
TSV 1860 Meppen Endstand 1:1

Am 20.Spieltag traf der TSV 1860 München zum Rückrundenstart auf den SV Meppen 1912.

Kurz vor dem Spiel lief die Mannschaft des TSV 1860 mit einem Banner für den schwer verletzten Quirin Moll über den Platz, der gegen Meppen natürlich nicht dabei war. Eine tolle Geste, die unserer Nummer 5 ein bisschen Mut machen soll in dieser schwierigen Zeit. Es ist bereits sein zweiter Kreuzbandriss. Fortan hing das Banner vor der Stehhalle.

TSV 1860 Meppen Plakat Moll
Banner für den verletzten Quirin Moll

Das Spiel startete ebenfalls mit Mut – nämlich forschen Gästen aus dem Emsland. Hätte man vor dem Spiel eher vermutet, dass Meppen sich zunächst einmal auf das Verteidigen konzentriert, wurde man mit Anpfiff eines Besseren belehrt. Zwar war das nach vorne nicht wirklich schön rausgespielt, dennoch versuchten es die Gäste auch in der Offensive. Die Löwen wurden teilweise bereits im eigenen Strafraum attackiert. Mit dieser Herangehensweise kamen unsere Jungs nicht ganz so gut zurecht und taten sich fortan schwer.

Der Top-Torjäger muss aussetzen

Die wichtigste Szene in Halbzeit 1 dann in Minute 20. Mölders ging im Mittelfeld viel zu ungestüm zu Werke. Die Folge war die im Liveticker von sechzger.de fast schon prognostizierte fünfte gelbe Karte.

TSV 1860 Meppen Gelb Mölders
Mölders sieht seine fünfte gelbe Karte

Die größte Chance für den TSV 1860 gab es in der 26.Minute. Biankadi spritzte gut zwischen einen zu kurzen Rückpass. Torwart Domaschke warf sich allerdings dazwischen und konnte die Situation bereinigen. Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel. Die Löwen kamen gegen die gut gestaffelten Gäste kaum durch.

Die Erlösung in der 62.Minute

Auch nach Wiederanpfiff machten die Gäste vom SV Meppen dem TSV 1860 das Leben schwer. Aus dem Spiel heraus ergaben sich kaum Chancen. Ein Standard lieferte logischerweise dann die Führung für die Löwen. Nachdem Mölders an der Strafraumgrenze regelwidrig zu Fall gebracht wurde, brachte Neudecker den Ball flach und tükisch in die Mitte. Abgefälscht prallte der Ball an Belkahia – und von da ins Tor! Das erste Tor in der 3.Liga für unseren 22-jährigen Innenverteidiger.

Der Dämpfer in der 76.Minute

In der Folge agierte der TSV 1860 weiter mit Tempo nach vorne und forderte die Defensive des SV Meppen. Die Gäste waren in dieser Phase vorne quasi nicht aktiv, dennoch wollte man das beruhigende zweite Tor nachlegen. Das war an sich der richtige Plan, denn in der 76.Minute glich der Gast mit seinem allerersten Torschuss aus. Der kurz zuvor eingewechselte Bozic brachte den Ball unhaltbar für Marco Hiller im unteren linken Eck unter, nach dem die Löwen-Defensive den Ball nicht entscheidend klären konnte. Gegentreffer Nummer 1 für unseren Keeper nach sechs Spielen.

Die Löwen ideenlos

Das 1:0 fiel nach einem Standard, da aus dem Spiel heraus kaum Gefahr des TSV 1860 entstand. Nach dem Gegentreffer blieb es dabei, sodass es keinen weiteren Treffer für unsere Mannschaft gab.
Der SV Meppen kann damit erstmals in dieser Saison einen Punkt nach einem Rückstand erzielen. Der TSV 1860 verpasst zwei Punkte im Aufstiegskampf, ist aber dennoch nun seit sechs Spielen ungeschlagen.

Zum Ausruhen bleibt dem TSV 1860 nach dem heutigen Spiel gegen Meppen nur wenig Zeit. Bereits am kommenden Mittwoch, 27.01.2021, geht es auswärts weiter gegen den 1.FC Magdeburg. Dann aber ohne Sascha Mölders.
Wir sind gespannt, wie Coach Michael Köllner das lösen wird. Falls der Ersatz für unseren Torjäger noch taktische Tipps braucht, empfehlen wir unser gerade erschienenes TAKTIKTAFEL-Lexikon.

Pavel Dotchev bei Viktoria Köln entlassen

0
Pavel Dotchev, als er noch Trainer bei Viktoria Köln war

Pavel Dotchev bei Viktoria Köln entlassen

Viktoria Köln hat Trainer Pavel Dotchev mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Gestern verlor Viktoria Köln noch 1:2 gegen den SV Waldhof Mannheim, jetzt reagierte Viktoria.

Negativstrudel in den letzten Wochen

In den letzten Wochen waren die vor der Saison personell umfassend verstärkten Höhenberger immer mehr in einen Negativ-Strudel geraten. In den vergangenen elf Partien gelang der Viktoria gerade einmal ein Sieg. Die letzten vier Heimspiele gingen jedoch alle verloren.

Dotchev hatte die Viktoria nach dem Aufstieg im Sommer 2019 übernommen. Er ist mit 269 Spielen der Rekordtrainer in der dritten Liga. In der vergangenenn Spielzeit belegte die Viktoria unter ihm Rang 11.

Bilanz von Pavel Dotchev bei Viktoria Köln

Aus 59 Spielen unter seiner Leitung holte Viktoria Köln 20 Siege und 14 Unentschieden. Wer Pavel Dotchev als Viktoria-Trainer beerbt, ist derzeit noch völlig unklar.

Beim Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden am Dienstag werden vorerst Co-Trainer Markus Brzenska und Daniel Zillken auf der Trainerbank Platz nehmen.

„Es ist klar, dass es so nicht weiter gehen kann”, meinte Sportvorstand Franz Wunderlich bereits am Samstagnachmittag, nachdem die abstiegsbedrohte Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit auf ganzer Linie enttäuscht hatte.

Pavel Dotchev spielte in seiner Karriere unter anderem für ZSKA Sofia und den Hamburger SV. Er bestritt 24 Spiele für die Nationalmannschaft von Bulgarien. Er ist seit dem Jahr 2003 als Trainer tätig. Unter anderem war er als Coach beim SC Paderborn, Rot-Weiß-Erfurt, Sandhausen, Münster, Erzgebirge Aue, Hansa Rostock und eben Viktoria Köln.

Aus Sicht der Löwenfans ist bitter, dass Viktoria Köln gerade gegen den TSV 1860 in dieser Saison zu einem Heimerfolg kam. Wir haben diese in der Taktiktafel ausführlich analysiert.

Pavel Dotchev gab vor dem Spiel sogar über die Pressestelle von Viktoria Köln ein kurzes Interview für sechzger.de.

Wir wünschen dem sympathischen Trainer viel Erfolg bei seinem weiteren beruflichen Werdegang.

Liveticker aus dem Sechzgerstadion: TSV 1860 München – SV Meppen

1
Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zum Liveticker TSV 1860 München – SV Meppen auf sechzger.de!

TSV 1860 meppen spielstand

Am 20.Spieltag in der Saison 2020/21 trifft der TSV 1860 München zum Rückrundenauftakt auf den SV Meppen.  Anstoß ist im Sechzgerstadion um 13:00 Uhr. Wir begrüßen euch hiermit zum “Liveticker TSV 1860 – SV Meppen”

Der Sieg gegen Ingolstadt war für den TSV 1860 das fünfte Spiel in Folge ohne Niederlage. Vier Mal konnten die Löwen gewinnen, dabei wurde kein einziges Tor kassiert. Im Live-ticker von sechzger.de werdet ihr bei der Partie TSV 1860 gegen den SV Meppen 1912 mit allen wichtigen Informationen, Bildern aus Giesing und dem Sechzgerstadion sowie allen Spielereignissen versorgt.

Die Aufstellung der Löwen: 1 Hiller – 25 Willsch, 27 Belkahia, 6 Salger, 36 Steinhart –  17 Wein – 8 Tallig (65. 7 Lex), 31 Neudecker, 11 Greilinger (65. 14 Dressel), 19 Biankadi – 9 Mölders (C)

Bank: 40 Kretzschmar, 3 Lang, 13 Erdmann, 18 Knöferl, 33 Klassen

Tore: 1:0 Belkahia (62.), 1:1 Bozic (76.)

Wo ist das Spiel TSV 1860 – SV Meppen zu sehen und / oder hören?

Das Spiel wird live bei Magenta Sport übertragen. Eine Übertragung im Free TV erfolgt nicht. Auch auf Youtube gibt es diesmal keinen livestream von TSV 1860 – SV Meppen.

Für alle Radioliebhaber berichtet wieder das Löwen-Radio mit Gilbert Kalb und Jan Mauersberger für euch aus dem Sechzgerstadion.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 München vs. SV Meppen

0
1860 Meppen

Vorbericht zur Partie TSV 1860 München – SV Meppen

Wahrscheinlichkeitsberechnungen für das Traumziel

Dritter Auftritt im Jahr 2021, dritter Auftritt in Giesing – und auch der dritte Sieg?
Der TSV 1860 startet heute Mittag um 13 Uhr gegen Meppen in die Rückrunde der Saison 2020/21. Übrigens erst zum zweiten Mal in dieser Saison am „Tag des Herrn“ (das letzte Sonntagsspiel war die Niederlage in Dresden Mitte November). Satte 33 Zähler stehen nach der Hinrunde beim Tabellendritten TSV 1860 zu Buche. Sollte die Rückrunde von der Punkteausbeute ähnlich erfolgreich gestaltet werden können, dann darf ganz vorsichtig vom Aufstieg geträumt werden…

In der vergangenen Saison reichten in der 3. Liga 65 Punkte zum Meistertitel und Ingolstadt erreichte mit zwei Zählern weniger sogar noch die Relegation. Im Jahr davor allerdings belegte der Hallesche FC mit 66 Punkten nur den undankbaren 4. Platz und Aufsteiger Osnabrück hatte zehn Zähler mehr auf dem Konto. Betrachtet man – wo wir schon mal dabei sind – alle zwölf bisher ausgespielten Drittligajahre, dann reichten nur zweimal weniger als 66 Zähler zum Aufstieg. Viermal waren hingegen sogar über 75 Punkte nötig, um in der Endabrechnung mindestens den zweiten Platz zu belegen. Da wir – wie unser Coach Michael Köllner – allerdings sowieso nur von Spiel zu Spiel denken, beenden wir nun diesen statistischen Exkurs und beschäftigen uns mit dem heutigen Gegner aus dem Emsland.

Bilanz des TSV 1860 gegen den SV Meppen

Zum insgesamt erst achten Mal duelliert sich der TSV 1860 heute mit dem Sportverein Meppen 1912. Neben den beiden naturgemäß vielfach (auch auf sechzger.de z.B. hier) besprochenen Zweitligaspielen in unserer Durchmarschsaison 1993/94 – in der das weitaus weniger in Erinnerung gebliebene Heimspiel auf Giesings Höhen Anfang Dezember mit 1:2 verloren ging – gab es seit unserem Aufstieg in die 3. Liga weitere fünf Duelle. Die Gesamtbilanz dieser Spielpaarung weist drei Löwensiege, zwei Unentschieden und zwei Siege für den SVM auf. Nur einen der drei „Dreier“ konnte Sechzig auf Giesings Höhen einfahren. Die Heimbilanz ist also noch optimierbar.

In der Vorsaison endeten beide Duelle – noch bevor Corona die ganze (Fußball-)Welt aus den Angeln hob – schiedlich-friedlich unentschieden (0:0 im August daheim und 1:1 Mitte Februar auswärts). Den Auftakt der laufenden Spielzeit haben wir alle noch im Kopf, als Stefan Lex schon in der 3. Spielminute einnetzte, die Emsländer in der 2. Halbzeit ausglichen und Geburtstagskind und Unglücksrabe dieser Woche, Quirin Moll sowie Sascha Mölders – wer sonst? – den 3:1-Sieg sicherstellten. Die Live-Berichterstattung von diesem Spiel auf sechzger.de kann hier nochmal nachvollzogen werden.

Saisonverlauf des SV Meppen

Für die Emsländer begann die Saison denkbar ungünstig – mit einer Heimniederlage gegen unsere Löwen. Es folgte zwar ein Sieg beim KFC Uerdingen am 2. Spieltag, doch dann ging es mit der Mannschaft von Torsten Frings, der erst Mitte Juli sein Amt angetreten hatte, richtig bergab: Fünf Pleiten in den sechs Spielen im Monat Oktober folgten drei Absagen wegen insgesamt 13 positiver Covid-19-Fälle im Team und im Umfeld der Mannschaft. Schlimmer geht’s fast nimmer.

Es macht aber den Anschein, dass man sich in der dreieinhalbwöchigen Zwangspause sammeln und neu sortieren konnte: Nach dem noch erfolglosen Re-Start gegen Wiesbaden folgten Siege über stärkere Teams, wie – zu jenem Zeitpunkt – Waldhof Mannheim, den FC Ingolstadt oder Hansa Rostock, die die Konkurrenz aufhorchen ließen. Meppen lebte noch! Dieser positive Trend ist aktuell allerdings schon wieder am stocken: Nach einem Jahresauftakt-1:0 gegen Saarbrücken unterlag man zuletzt bei den kleinen Roten und vor einer Woche sogar in Duisburg und blieb dabei ohne eigenen Treffer.

Die Anzahl absolvierter Spiele

Immerhin hat der SVM die oben angesprochenen, drei entfallenen Spiele bereits nachgeholt und – wie unsere Löwen – alle 19 Partien der Hinrunde absolviert. Gleiches konnten nach Abpfiff des 19. Spieltags letzten Montag Abend nur sechs Drittligateams von sich behaupten. Durch die Nachholspiele unter der Woche und die ersten Partien des 20. Spieltags gestern und vorgestern sind mittlerweile einige dazu gekommen. Wenn eine Stunde nach dem Abpfiff unseres Spiels heute Nachmittag auch Saarbrücken und Lübeck ihr Duell beendet haben, ist der FSV Zwickau der einzige Verein der 3. Liga mit nur 18 absolvierten Spielen, alle anderen haben 19 oder eben 20 Partien erledigt.

Die schiefe Tabelle wird uns dennoch weiter begleiten: Das dritte Spiel des heutigen Nachmittags (Uerdingen-Ingolstadt), das eine Viertelstunde nach Abpfiff im Sechzgerstadion in Düsseldorf angepfiffen werden sollte, wurde am Samstag Nachmittag endgültig abgesagt: Zunächst hatten zwei Coronafälle im Team der gebeutelten Krefelder die Partie gefährdet (wir berichteten darüber Freitag Früh in Sechzig um Sieben). Dann sickerte die Nachricht durch, dass der KFC erneut seiner Mietverpflichtung gegenüber dem Düsseldorfer Stadionbetreiber DLive nicht nachgekommen sei und dieser den Uerdingern den Zutritt zur Arena nun endgültig verwehre. Die Absage wurden dann aber doch mit den Corona-Fällen und einer Quarantäne der Mannschaft begründet. Auch das nächste Spiel des KFC in der englischen Woche ist bereits abgesagt. Beim nun leidtragenden Gastgeber für die Krefelder am Mittwoch Abend schließt sich für uns Löwen der Kreis: Es wäre für Uerdingen nach Meppen gegangen.

Was macht Geisterspiele erträglich?

Seltsame Zeiten, in denen wir derzeit leben. Und leiden, weil wir unseren Löwen nicht nah sein können: Inklusive der beiden Pokalspiele gegen Würzburg und Frankfurt geht heute das zwanzigste Geisterheimspiel des TSV 1860 in Serie über die Giesinger Bühne. Da aber Jammern keine Lösung ist, verweisen wir an dieser Stelle wie immer auf die Ersatzdroge sechzger.de-Liveticker. Und unsere Giesinger Gedanken mit der Nachbetrachtung des Spiels und der allgemeinen Bewertung der Löwenweltlage können zwar die Gespräche nach dem Spiel am Grünspitz nicht ersetzen, aber sie spenden zumindest Hoffnung und Zuversicht. Nicht das verkehrteste in diesen Zeiten, oder?

TAKTIKTAFEL Lexikon von sechzger.de – pünktlich zur Rückrunde

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Das TAKTIKTAFEL-Lexikon

Normalerweise beschäftigt sich unsere Rubrik TAKTIKTAFEL mit den kommenden Gegnern des TSV 1860 und analysiert deren Spielweise. Nach 19 absolvierten Spielen hat sich Bernd Winninger zum Beginn der Rückrunde in der Saison 2020/21 nun mit unserer eigenen Mannschaft, dem TSV 1860 München beschäftigt. Herausgekommen ist das TAKTIKTAFEL Lexikon.

Da dieses Lexikon sehr umfangreich ist, haben wir es in in mehrere, sinnvolle Abschnitte unterteilt. Unter anderem haben wir einen Schwerpunkt auf die generelle taktische Formation der Löwen und die verschiedenen Spielerrollen gesetzt.

Alle Teile am Ende dieses Artikels

Dieser Artikel dient als Leitartikel. Alle Artikel des TAKTIKTAFEL-Lexikons werden hier nach und nach verlinkt. So kann bei jedem Spiel auf die Begriffserklärungen zurückgegriffen werden. Desweiteren können die Artikel in der “Kategorie Taktiktafel”  aufgerufen werden.

Fragen oder Wünsche offen?

Falls ihr beim Lesen der Artikel trotzdem noch Fragen habt, die in unserem Lexikon nicht beantwortet werden, dann hinterlasst gerne einen Kommentar unter diesem Artikel. Wir antworten euch dann entweder hier direkt oder erweitern sogar unser Lexikon um einen weiteren Teil.

Alle Artikel in der Übersicht

Wir hoffen, dass wir mit unserem Lexikon ein stückweit mehr zum taktischen Verständnis in der großen Löwenfamilie beitragen können. Es lohnt sich für jeden Löwenfan, die TAKTIKTAFEL bei sechzger.de zu verfolgen. Mit dem Nachschlagewerk seid ihr jetzt bestens für alle aufkommenden Fachbegriffe gewappnet. 🙂 So gewinnt sicher jede Diskussion im Freundeskreis oder in den sozialen Netzwerken an Qualität.

Euer TAKTIKTAFEL-Team von sechzger.de

3. Liga am Samstag: Zusammenfassung der sechs Partien

0

Bis kurz vor dem Anpfiff stand die Partie von Dynamo Dresden gegen den 1. FC Kaiserslautern auf der Kippe, der Platz konnte aber rechtzeitig vom Schnee befreit werden und so liefern wir Euch hier die Zusammenfassung aller sechs Matches.

Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern 4:3

Die Rollen war klar verteilt: Trotz der Niederlage bei Türkgücü ging Dynamo als klarer Favorit ins Match. Der Tabellenführer startete auf schwierigem Geläuf schwungvoller und kam in der 12. Minute zu einer Riesenmöglichkeit durch Daferner. Der Ex-Löwe zielte jedoch knapp daneben und im Gegenzug führte plötzlich der FCK. Neuzugang Zimmer zündete auf rechts den Turbo, legte dann quer und Redondo schob überlegt zum 0:1 ein. Dresden zeigte sich kurz beeindruckt, schaltete dann aber wieder einen Gang hoch und Daferner traf nach super Flanke von Hosiner in der 32. Minute per Kopf zum Ausgleich. Auch in der 45. Minute standen die beiden Spieler im Fokus: Diesmal setzte Daferner den Kollegen Hosiner (ebenfalls früher bei 1860) in Szene und dieser netzte zum 2:1 ein.

“Komm, wir gehen gedanklich etwas schneller zurück auf den Platz als der Gegner”, dachte sich wohl Marvin Pourié und glich in der 46. Minute per Hacke für den FCK aus. Und die Gäste blieben gnadenlos effektiv: Nach einer knappen Stunde passte Ritter auf Redondo und der schloss von der Strafraumkante wuchtig zum 2:3 ab. Dynamo fand aber auch diesmal eine Antwort, weil Hosiner on fire war und seinen dritten Scorerpunkt sammelte. Diesmal bediente er Königsdörffer und dieser drosch die Kugel aus kurzer Distanz unter die Latte zum 3:3 (74.). Aber das war noch nicht das Ende der Fahnenstange, denn Hosiner hatte so richtig Lunte gerochen, setzte sich gegen Rieder durch und traf in der 83. Minute zum 4:3 für die Sachsen. Was für ein Spaktakel!

MSV Duisburg – Hansa Rostock 1:2

Mit Palacios, Frey und Velkov, dessen Verpflichtung erst eine Stunde vor Anpfiff bekanntgegeben wurde, standen drei Neuzugänge in der Startelf des MSV. Half aber auch nichts, denn bereits in der 6. Minute ging Hansa durch einen abgefälschten Schuss von Farrona Pulido in Führung. Und weils so schön war, ließ der gleiche Spieler in der 30. Minute gleich noch einen Treffer folgen – 0:2. Duisburg gab aber nicht auf und verkürzte nur vier Minuten später durch Sicker per Elfmeter.

Halbzeit zwei ist schnell zusammengefasst: Rostock musste nicht, die Zebras konnten nicht. Den ohnehin schon in der Kritik stehenden Trainer Gino Lettieri erwartet eine heiße Woche…

Hallescher FC – 1. FC Magdeburg 1:0

Kommenden Mittwoch gastieren die Löwen in Magdeburg und das wird keine einfache Aufgabe. Obwohl Halle in der Tabelle vor dem FCM rangierte, gingen die Gäste nach den Ergebnissen zuletzt als Favorit in die Partie. Leider hielt das Sachsen-Anhalt-Derby im ersten Abschnitt jedoch nicht mal ansatzweise, was es versprach. Magdeburg rannte viel zu ungestüm an, der HFC stand mitunter in einer Sechser-Kette hintendrin und hatte wenig Mühe, die Null zu halten.

Nachdem die Neuzugänge Sané und Granatowski bei den Gästen zuletzt zu überzeugen wussten, blieben sie diesmal über weite Strecken blass. Doch auch Halle offenbarte im Abschluss einiges an Unvermögen. Für Fußballästheten war das wirklich grausam… Als sich alle schon mit einem abgefunden hatten, traf Boyd tief in der Nachspielzeit per Kopf zum 1:0 für den HFC. Man darf gespannt sein, ob der TSV 1860 den ein oder anderen Punkt aus Magdeburg entführen kann.

Viktoria Köln – Waldhof Mannheim 1:2

Der Trend war vor der Partie nicht unbedingt der friend der Kölner. Kapitän Wunderlich sprach sogar davon, man präsentiere sich derzeit wie ein Abstiegskandidat. Ganz so schlimm war es vor der Pause in der Partie gegen den Waldhof nicht, so wirklich zwingende Offensiv-Aktionen blieben jedoch Mangelware – bis zur Nachspielzeit. Klefisch rettete auf der eigenen Linie, über Handle, Wunderlich und Koronkiewicz kam der Ball wieder auf Handle, der den Konter zum 1:0 abschloss.

Weils beim Fußball ums Toreschießen geht, wollte sich der Waldhof nicht lumpen lassen. Flanke Costly, Direktabnahme Garcia, 1:1 in der 48. Minute. In der 71. Minute drehten die Kurpfälzer das Match dann komplett: Nach einem Doppelpass tauchte Donkor alleine vor dem Keeper auf und vollstreckte eiskalt zum 1:2. Der Trend bei der Viktoria setzt sich also fort…

SpVgg Unterhaching – FSV Zwickau 1:2

Robert Müller (Unterhaching) absolvierte heute sein 332. Drittligaspiel – Rekord! Die Vorstädter bestritten heute ihr 400. Match in der 3. Liga – auch das: Rekord! Um auch über diese Saison hinaus drittklassig zu bleiben, sollten aber langsam mal wieder Punkte eingefahren werden. Doch auch der FSV Zwickau steht unter Zugzwang und hatte den besseren Start. Bereits in der 4. Minute traf Willms zum 0:1 für die Westsachsen. Danach spielte der Name “Schröter” eine zentrale Rolle, denn sowohl Felix (Haching) als auch Morris (Zwickau) ließen gute Chancen liegen. Besser machte es Lukas Hufnagel, der nach super Vorlage von Ex-Löwe Moitz Heinrich sehenswert zum 1:1 ausglich (40.).

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich zunächst vor allem die Zwickauer und gingen in der 63. Minute erneut in Front. Torschütze: Schröter. Morris. Der vom FSV halt. Dabei blieb es und die Bobfahrer schlittern damit ganz nah ran an einen Abstiegsplatz.

SC Verl – SV Wehen Wiesbaden 2:2

Der SC Verl ist sicher die positive sportliche Überraschung der 3. Liga und auch der SV Wehen Wiesbaden musste mit der Offensivkraft der Ostwesfalen Bekanntschaft schließen. In der 20. Minute war es dann so weit: Yildirim brachte den SCV mit 1:0 in Führung. Danach ließen die Gastgeber weitere Gelegenheiten aus und gingen mit einer knappen Führung in die Kabine.

Nach der Pause glichen die Gäste durch Medic aus, der eine Prokop-Ecke einköpfte (59.). Das ließ sich Verl jedoch nicht gefallen und schlug umgehend zurück. Schikowski hat über den Jahreswechsel scheinbar ein paar Videos von Arjen Robben angeschaut, denn genau in dessen Manier nagelte er in der 64. Minute den Ball zum 2:1 in den Wehener Kasten. Aber wieder kamen die Hessen zurück: Tietz traf in der 77. Minute zum 2:2. Das war dann auch der verdiente Endstand.

Spiele am Sonntag

13.00 Uhr: TSV 1860 München – SV Meppen -:-
14.00 Uhr: KFC Uerdingen – FC Ingolstadt 04 abgesagt
14.00 Uhr: 1. FC Saarbrücken – VfB Lübeck -:-