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Türkgücü siegt spät, Schwarz holt beim Debüt einen Punkt

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Am 12.Spieltag standen bei den Sonntagspartien zwei Spiele auf dem Programm. Wehen Wiesbaden war zu Gast bei Türkgücü, Viktoria Köln empfing die Würzburger Kickers.

Türkgücü – Wehen Wiesbaden 1:0 (0:0)

Vor 67.304 leeren Sitzen empfing Türkgücü die in der Tabelle vor ihnen platzierten Gäste von Wehen Wiesbaden. Unter den wenigen Zuschauern befanden sich unter anderem Trainer Michael Köllner sowie Marc-Nicolai Pfeifer und Anthony Power. Türkgücü hatte mit einer Freikarten-Aktion versucht, etwas mehr Zuschauer in das Olympiastadion zu locken, doch dieser Plan ging offenbar nicht so recht auf.
Auch der Plan von Gästetrainer Rüdiger Rehm hatte heute wenig Chancen, denn bereits nach einer guten halben Stunde standen nur noch neun Wiesbadener auf dem Rasen. Was war passiert? Zunächst ließ sich Stürmer Wurtz zu einer Tätlichkeit hinreißen (23.), wenig später sah auch Torwart Stritzel den roten Karton (35.). Er hatte eine misslungene Rückgabe nicht erreicht und konnte Vrenezi nur noch mit einer Notbremse aufhalten.

Fortan waren die Wiesbadener natürlich nur noch in der Defensive gefordert. Diese Aufgabe erledigten sie allerdings mit Bravour und verhinderten einen Gegentreffer. Türkgücü probierte viel, aber etwas Zwingendes sprang dabei selten heraus. Kurz vor Schluss durften die Gastgeber dann aber doch noch jubeln. Den goldenen Treffer des Tages erzielte Türpitz (87.). Um ein Haar wäre in der Nachspielzeit noch das 2:0 gefallen, doch Ersatzkeeper Lyska rettete stark gegen den Torschützen.

Türkgücü klettert damit auf den 10.Platz, Wiesbaden liegt auf Rang 9.

Viktoria Köln – Würzburger Kickers 1:1 (1:1)

Abstiegskampf pur war heute im Sportpark Höhenberg angesagt. Die auf Rang 17 positionierte Viktoria aus Köln empfing die Würzburger Kickers, die Vorletzter in der 3.Liga waren. Die Ambitionen des Absteigers waren freilich andere, sodass Anfang Oktober Trainer Ziegner entlassen wurde. Neu auf dem Trainerstuhl fand sich Danny Schwarz ein, Co-Trainer wurde Namensvetter Benjamin Schwarz. Er war zuletzt im Trainerteam des TSV 1860 II tätig.

Die Gastgeber begannen engagiert und gingen folgerichtig auch in Führung. Nach einer Ecke war Rossmann per Kopf zur Stelle und erzielte das 1:0 (14.). Der Ausgleich durch Marvin Pourié kam etwas überraschend, auch wenn die Würzburger sich von dem Anfangsdruck etwas erholt hatten. Es war der erste Saisontreffer für den 30-Jährigen. Im zweiten Durchgang versuchte Köln erneut in Führung zu gehen, doch die Gäste-Abwehr stand nun deutlich sicherer und verteidigte engagiert. Einzig nach 70 Minuten wurde es noch einmal richtig eng, aber Ex-Löwe Bonmann konnte seinem Team den Auswärtspunkt retten. So richtig bringt das Unentschieden beiden Mannschaften allerdings nicht. Sie bleiben bei ihren Platzierungen. Morgen könnte Aufsteiger TSV Havelse die Würzburger sogar noch überholen (18:60 Uhr zu Gast beim SC Verl) und die rote Laterne an sie abgeben.

ARGE Leaks – von der Gründung bis zur “Causa Gerhard Schnell” (Teil 9)

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Westkurve Choreographie ARGE Schnell
Die aktive Fanszene setzt sich kritisch mit der Familie Schnell auseinander.

So, wir biegen ein auf die Zielgerade und präsentieren Euch den neunten und letzten Teil unserer Serie. Gerhard Schnell bereitet zwar seinen Rückzug aus der ARGE vor, schießt aber weiterhin scharf. Hilft aber alles nichts: In mühevoller Kleinarbeit wird die Beweiskette gegen Schnell lückenlos zusammengesetzt…

Corona und die Folgen

Im März 2020 steht Deutschland still. Die Covid19-Pandemie hat Europa erreicht und das gesellschaftliche Leben lahmgelegt. Auch in den schwelenden Streit zwischen der ARGE und der Fanbetreuung bei den Löwen kehrt Ruhe ein. Versammlungen werden verboten, die Spiele fallen zunächst ganz aus und werden anschließend als „Geisterspiele“ nachgeholt. Die Fanarbeit ändert sich komplett.

Untätig bleiben die Protagonisten freilich nicht. Während Schnell nach einem Nachfolger sucht, der es ihm ermöglichen soll, trotzdem im Hintergrund die Fäden in der Hand zu behalten, bildet sich eine Opposition gegen die ARGE-Führung namens „Team 2020“. Angeführt von Oskar Dernitzky möchte man bei der anstehenden Hauptversammlung der ARGE als Gegenkandidaten zur aktuellen Führung antreten. Aus der Fanlandschaft gibt es breite Zustimmung. Dernitzky muss sich fortan wüste Beschimpfungen gefallen lassen, vor allem im Fanblog “dieblaue24”. Auch er erhält etliche anonyme E-Mails aus der Feder von Schnell, die ihn zur Aufgabe zwingen sollen. Alles läuft auf einen erbitterten Wahlkampf hinaus, doch steigende Inzidenzen und die zweite und dritte Corona-Welle verhindern Präsenz-Veranstaltungen. Die ARGE kann den Kopf aus der Schlinge ziehen.

Der Email-Skandal wird öffentlich

Im späteren Verlauf jedoch taucht der Name „Dernitzky“ wieder auf, diesmal öffentlich: Im Oktober 2020 stellt der Fanclub „Oamoi Sechzger – oiwei Sechzger“ den Antrag auf Mitgliedschaft im Dachverband. In der Folge wird es kurios. Zunächst antwortet Schnell als ARGE-Vorsitzender positiv: „Freut uns sehr“. Der folgende – interne – Mailverkehr gelangte durch ein Versäumnis des Schriftführers an die Öffentlichkeit. Schnell schreibt im internen Verteiler nämlich: „Das ist der gewisse Fanclub, zu dem Oskar Dernitzky geschickt oder eingeladen wurde. […] …und jetzt wollen sie in die ARGE …Wahlvolk vom Oskar.“ Die Angelegenheit wird öffentlich. Neben dem ARGE-Vorstand gerät eine weitere Person wieder einmal ins Blickfeld: Oliver Griss, Betreiber des Fanblogs „dieblaue24“. Nicht nur, dass er im Mailverteiler der ARGE-Vorstandschaft enthalten war. Offenbar war er einer der Informanten Schnells. Dieser schrieb nämlich explizit, dass Griss ihn über die Gründungsversammlung des Fanclubs informiert habe.

Ungeheuerliche Vorwürfe gegen Weber

Im Frühjahr 2021 scheint sich die Situation beruhigt zu haben. Mit Richard Bartl, einem engen Vertrauten des ehemaligen MAN-Betriebsratsvorsitzenden Saki Stimoniaris, steht nach längerer Suche ein Nachfolger für Gerhard Schnell in den Startlöchern. Mit dem neuen Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer gibt es einen regen Austausch. Die amtierende Fanbetreuung wird dennoch weiter bekämpft. An die Regionsbeauftragten der ARGE wird ein Gesprächsprotokoll geschickt, in dem von einer „unzureichenden Zusammenarbeit mit Sebastian Weber und Christian Poschet“ geschrieben wird. Zudem würde Weber E-Mails mit Falschaussagen beantworten, auch gegen das Briefgeheimnis werde verstoßen. Ein ungeheuerlicher Vorwurf, von dem die beiden Fanbeauftragten überrascht werden. Belege für die aufgestellten Behauptungen gibt es keine.

Vollständige Beweise gegen Gerhard Schnell

Sebastian Weber hatte zu diesem Zeitpunkt das Kapitel Schnell zunächst als erledigt angesehen. Aber die Entwicklungen ließen befürchten, dass kein Ende der Streitigkeiten in Sicht war. In einer Wochenend-Aktion durchwühlte er seine gesammelten Unterlagen und kam schließlich auf einen handfesten Skandal: Anhand der eindeutig zuordenbaren IP-Adresse konnte tatsächlich der Beleg erbracht werden, dass der ARGE-Vorsitzende Gerhard Schnell hinter den Fake-Mails und -Accounts steckt. Der zunehmend auch öffentliche Druck zwang Schnell zu einem Rücktritt und einem relativ fahrigen Geständnis. Doch damit wurde der Weg frei für eine ehrliche und offene Zusammenarbeit zwischen der Fanbetreuung und dem übrig gebliebenen Vorstand der ARGE.

Relativ schnell erkannte man auf Seiten des Dachverbandes, dass die Betreuung der Fanclubs in die Hände der hauptamtlichen Fanbetreuung gehört. Eine Erkenntnis, zu der man schon 2001 gelangt war, als Schnell die ersten Fake-Mails verschickte, um gegen das Fanbüro für die ARGE zu wettern. Der umsichtigen und aufklärungsbereiten Mitarbeit von Franz Hell, Johannes Schencking und auch Richard Bartl war es zu verdanken, dass die jahrelange Spaltung innerhalb der eigenen Fanszene nun hoffentlich der Vergangenheit angehört.

Felix Hiller wird Fanbetreuer

Auch für den Fanbeauftragten hatte die nervenaufreibende Zeit Folgen: Mitte April wurde bekannt, dass Sebastian Weber zum Saisonende gekündigt hatte. Er war damit das letzte Opfer der unsäglichen „Ära Schnell“ geworden, kann sich allerdings zum Ende hin trotzdem auf die Fahne schreiben, während seiner Amtszeit den gordischen Knoten gebrochen zu haben. Mit Felix Hiller begann im Juli der ältere Bruder von Torwart Marco Hiller als Leiter der Fanbetreuung und dürfte eine deutlich entspanntere Situation vorfinden, als es bei seinen Vorgängern der Fall gewesen ist.

Das Ende der “Ära Schnell”

Jutta und Gerhard Schnell sind als Vereinsmitglieder beim TSV 1860 München ausgetreten. Die jährliche Papst-Audienz besuchen sie allerdings noch mit einigen Löwen-Fans.

Ungeklärt bleibt auch die Rolle des Blogbetreibers Oliver Griss, der trotz besseren Wissens aufklärende Berichterstattungen zu der ARGE-Thematik bislang vermied und offenbar einen engen und vertrauten Kontakt zu Gerhard Schnell besaß. Fotos belegen, dass Schnell vor der Corona-Zwangspause im Grünwalder Stadion bei den Heimspielen immer wieder neben Griss saß und sich während des Spiels mit ihm austauschte. Die Einbeziehung in den Mailverteiler des internen ARGE-Zirkels sowie die (nicht stattfindende) journalistische Aufarbeitung des Mailskandals um den ehemaligen ARGE-Vorstand werfen jedenfalls ein seltsames – aber auch vielsagendes – Bild auf den Blogger.

Aussicht auf die Zukunft

Bleibt zu hoffen, dass der TSV 1860 aus den massiven Fehlern der Vergangenheit lernt und sich diese nicht wiederholen. Insbesondere die Fans sind und bleiben die Basis der Löwen und haben Sechzig ein ums andere Mal aus der vermeintlichen Versenkung wieder auferstehen lassen. Umso verwerflicher ist es, dass es Menschen im Dunstkreis des TSV 1860 München gibt, denen es zu keinem Zeitpunkt um das Wohl des Vereins, sondern ausschließlich um deren eigenen Vorteil geht.

Wie es mit der ARGE weitergeht? Das entscheidet sie im November selber. Einziger Programmpunkt der Mitgliederversammlung ist die Frage: Wird die ARGE aufgelöst?

Ähnliche Erfahrungen gemacht?

In den vergangenen Tagen erreichten uns bereits einige Rückmeldungen von Lesern*innen, die uns über ähnliche Vorfälle in Kenntnis gesetzt haben. Habt Ihr auch entsprechende Erfahrungen mit der Familie Schnell gemacht? Dann teilt sie uns gerne mit! Natürlich behandeln wir Eure Berichte vertraulich.

Überblick

Giesinger Gedanken: Warum diskutieren wir eigentlich über das Stadion?

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Luftaufnahme Grünwalder Stadion
Grünwalder Stadion aus der Vogelperspektive

Am Samstag hätte der TSV 1860 gegen Waldhof Mannheim spielen sollen. Daraus wurde bekanntlich nichts. So blieb das Grünwalder Stadion gestern leer. Ginge es nach einigen Löwenfans, könnte dies zum Dauerzustand werden. Ich kann es ehrlich gesagt in keinster Weise nachvollziehen.

Was kosten Stadien andernorts? 

Ich gebe zu, dass die Überschrift etwas provokant ist. Es liegt auf der Hand, dass aktuell über das Stadion diskutiert wird. Die bisher veranschlagten Kosten für den (erneuten) Umbau des Grünwalder Stadions sind enorm hoch. Wenn man diese mit den Umbaumaßnahmen in Relation setzt, erscheint es sinnvoll, einfach gleich ein neues Stadion zu bauen. Der Zweitligist Erzgebirge Aue etwa hat sein Stadion fast komplett erneuert. Kostenpunkt: etwa 20 Millionen Euro. Regionalligist Jena zahlt hingegen schon ca. 50 Millionen für eine neue Heimat.

Schön und gut. Ein weiteres Projekt, das vor kurzem feierlich eingeweiht wurde, ist das Stadion in Freiburg. Hier wird Bundesliga gespielt, was ja auch das selbsterklärte Ziel der Löwen sein muss. Das zumindest höre und lese ich ständig – und auch das kann ich im Übrigen überhaupt nicht verstehen. Aber kommen wir zurück nach Freiburg. Man darf davon ausgehen, dass ein Neubau beim TSV 1860 München ebenfalls alle Anforderungen für die 1.Bundesliga erfüllen soll. Das neue Stadion in Freiburg bietet Platz für 35.000 Zuschauer – passt auch. Dann werfen wir eben hier einmal einen Blick auf die Kosten. Die abschließenden Zahlen sind noch nicht veröffentlicht, aber man ging zu Baubeginn von einer Summe von 131 (!) Millionen Euro aus. Etwa 80 Millionen davon waren für den Stadionbau veranschlagt, der Rest sind Kosten für notwendige Infrastruktur. Letztere übernahm die Stadt und das Land, zudem wurde dem Verein das Grundstück zur Verfügung gestellt.

Stadion-Neubau für den TSV 1860? Warum eigentlich? 

Gut, nehmen wir einfach mal für die Löwen an, dass die Stadt München und der Freistaat uns ebenso unterstützen. Dann bleiben immernoch (wie in diesem Fall) wahnsinnige 80 Millionen Euro, die es irgendwie zu finanzieren gilt. Wer soll das beim TSV 1860 München denn bitte zahlen? Wer soll sich bereit erklären, diese Summe für einen Stadionneubau bereit zu stellen – und welche Gegenleistungen soll er dafür erhalten? Gleichzeitig wird uns von der Stadt angeboten, dass sie das Stadion für uns mindestens zweitligatauglich ausbaut. Mindestens, weil ich im März bereits einen Blick auf die Anforderungen an Stadien geworfen habe und nicht unbedingt viele Unterschiede gefunden habe. Trotzdem wird bei uns noch diskutiert, ob wir dieses Geschenk annehmen sollen.

Ich bin etwas ratlos, was noch alles passieren muss. Da steht ein Stadion mitten in der Einöde im Münchner Norden, das sich als größter Fehler der Vereinsgeschichte herausgestellt hat. Das sollte mittlerweile jeder verstanden haben. Von den unzähligen Millionen Euro, die dort versenkt wurden, haben wir heute noch etwas. Nämlich Schulden und in der Folge ein unglaublich hohes negatives Eigenkapital. Klasse!

Gut vier Jahre ist nun die Rückkehr nach Giesing her. Schon jetzt gehen die Diskussion wieder los, ob man nicht ein neues Stadion bauen solle. Da fällt mir wirklich nichts mehr zu ein. Dieser Größenwahn bei Sechzig, er nervt mich einfach nur noch. Auch am Donnerstag im Landtag ging es um ein neues Stadion und das die Löwen eigentlich in die 1.Liga gehören. Ja, eigentlich! Uneigentlich sollte man für diese Pläne aber vielleicht erstmal schauen, dass man seine Finanzen endlich in den Griff bekommt. Das machte zumindest zuletzt den Anschein und ich fand, wir waren dort auf einem guten Weg. Zumal es im Sommer wieder sprichwörtlich um die Wurscht geht: es muss eine neue Fortführungsprognose für zwei Jahre erstellt werden. Ich wage zu behaupten, dass dort nicht unbedingt Platz vorgesehen ist für eine Summe von 80 Millionen für ein neues Stadion.

Über andere aufregen, aber selbst keinen Deut besser sein

Nicht lang ist es her, da meldete der 1.FC Kaiserslautern Insolvenz an. Der Prozess wurde erfolgreich beendet und zack – schon wurde unter anderem Tim Rieder verpflichtet. Die Löwenfans waren außer sich, da Lautern dem TSV 1860 den Spieler quasi wegschnappte. Wie könne das sein, dass der 1.FCK das Geld für Rieder habe?

Beim TSV 1860 hingegen sprechen alle Zahlen für eine Konsolidierung – und eben nicht für Größenwahn oder gar einen Stadionneubau. Folgerichtig wurde damals auf die Verpflichtung von Rieder verzichtet. Ich hoffe, dass dieser Weg fortgesetzt wird – notfalls eben auch in der 3.Liga. Am Ende kann es bei diesem Weg meiner Meinung nach auch nur eine einzige Option geben, die sich beim Thema Stadion als realistisch und wirtschaftlich sinnvoll herausstellt: das Grünwalder Stadion in München-Giesing.

Darum hoffe ich, dass der Beschluss der Stadt bald erfolgt und alle Verantwortlichen beim TSV 1860 zufrieden stellt. Denn eines steht schon lange fest und niemals zur Diskussion: Sechzig München gibts nur in Giesing!

Neudecker fällt gegen Schalke aus

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Richard Neudecker TSV 1860
Richard Neudecker, TSV 1860

Neudecker positiv auf das Coronavirus getestet

1860-Mittelfeldspieler Richy Neudecker wurde trotz vollständigen Impfschutzes positiv auf das Coronavirus getestet und hat sich in häusliche Isolation begeben, wie Sechzger.de jüngst berichtete. 

Leichte Symptome bedeuten AUS für das Schalke-Spiel

Die Nummer 31 der Löwen zeige laut Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel “leichte Erkältungssymptome” und sei ansonsten quasi beschwerdefrei.

Doch genau die leichten Symptome bedeuten nach einem Blick in die “Allgemeinverfügung Isolation” (Quarantäne von Kontaktpersonen und von Verdachtspersonen, Isolation von positiv auf das Coronavirus SARS-CoV-2 getesteten Personen) bereits jetzt das Aus für das anstehende Ligaspiel gegen Saarbrücken sowie das Pokalspiel gegen den FC Schalke 04:

Ziffer 6.3.2 der Allgemeinverfügung besagt:

Entwickelt die Person Symptome oder weist das Ergebnis des Nukleinsäuretests ein positives Ergebnis auf, endet die Isolation bei asymptomatischem Krankheitsverlauf frühestens 14 Tage nach Erstnachweis des Erregers, bei leicht symptomatischem Krankheitsverlauf frühestens 14 Tage nach Symptombeginn und Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden (definiert als nachhaltige Besserung der akuten COVID-19-Symptomatik gemäß ärztlicher Beurteilung).

Da das Spiel gegen Schalke am 26. Oktober, also in 10 Tagen stattfindet, Neudecker aber 14 Tage in Isolation muss, muss der TSV 1860 gegen Saarbrücken und in der Pokal-Partie auf seinen Mittelfeldspieler verzichten. Einzig eine Ausnahmegenehmigung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde könnte einen Einsatz ermöglichen.

Zunächst aber gilt natürlich: wir wünschen Richy einen weiterhin milden Verlauf und Gute Genesung!

Impfdurchbruch bei Neudecker – Löwenspieler in Quarantäne

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Richard Richy Neudecker TSV 1860

Impfdurchbruch bei Neudecker

Bei Richard Neudecker wurde trotz zweifachen Impfschutzes ein positiver Corona-Test vermeldet. Das gab der TSV 1860 in einer Pressemitteilung bekannt. Neudecker habe “leichte Erkältungssymtome” und sei “quasi beschwerdefrei”, so Sportgeschäftsführer Günther Gorenzel.  „Der vorliegende Fall zeigt uns, wie wichtig es ist auch weiterhin trotz vollständigem Impfschutz, der einen schwereren Verlauf bei einer Infektion mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verhindert, die sozialen Kontakte nach Möglichkeit zu minimieren. In diesem Zusammenhang appellieren wir auch an alle unsere Fans, die täglich unsere Trainingseinheiten besuchen, Spieler nicht um Autogramme und Selfies zu bitten. Wir werden uns auch für Autogrammwünsche zukünftig eine für alle gangbare Lösung in Zeiten der Pandemie einfallen lassen.“

Neudecker in Quarantäne, Trainingsbetrieb vorerst teilweise eingestellt

Die Nummer 31 hat sich umgehend in Quarantäne begeben. Auch Teile der Mannschaft und des Trainerteams, die am Freitagstraining teilgenommen haben, müssen sich vor Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs mittels PCR-Test freitesten.

Die Pressemitteilung zum Nachlesen

Alles Gute, Richy!

12. Spieltag der dritten Liga: Die Samstagsspiele

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Nachdem der Auftritt unserer Löwen gegen den SV Waldhof Mannheim heute coronabedingt abgesagt werden musste, hatte der TSV 1860 München spielfrei. Die anderen Samstagsspiele am 12. Spieltag der dritten Liga fanden wie geplant statt. Sechzger.de gibt Euch einen kurzen Überblick über die Geschehnisse des heutigen Drittliganachmittags. Der verlief mit insgesamt 24 Toren sehr ereignisreich.

Eintracht Braunschweig – BVB II  4:2  (2:1)

Eine knackige Auftaktphase bekamen die Zuschauer an der Hamburger Straße zu sehen. Nach nicht mal einer Viertelstunde führten die Hausherren 2:1. Bryan Henning brachte die Braunschweiger in der 11. Minute in Führung. Nur zwei Minuten später glich der BVB II durch Pohlmann aus, aber bereits im Gegenzug brachte Henning die Gastgeber erneut in Führung.

Henning trug sich dann in der 63. Minute auch noch als Vorlagengeber in den Spielbericht ein. Sein zentimetergenaues Zuspiel musste Pena Zauner nur noch über die Linie lenken, um auf 3:1 zu stellen. In der 74. Minute konnten die kleinen Borussen den Anschlusstreffer erzielen. Maloney traf per platzierten Fernschuss aus dem Rückraum nach intelligentem Zuspiel von Pohlmann.

Drei Minuten später verstolperte Pohlmann die Riesenchance zum Ausgleich für die Dortmunder, denen der Anschlusstreffer sichtlich Auftrieb gab. In der 88. Minute ging ein Braunschweiger dann im Strafraum mit der Hand zum Ball. Den fälligen Elfer von Taz konnte Fejzic parieren. In der Nachspielzeit nutzte dann Kobylanski einen Konter für die Eintracht zum spielentscheidenden 4:2.

1. FC Kaiserslautern – SC Freiburg II 3:0 (1:0)

Auch die roten Teufel gingen früh in Führung. Felix Götze traf nach schönem Zuspiel von Hanslik zum 1:0 für die Lauterer (11. Minute). In der 36. Minute hätte Taurainen den Ausgleich für die Gäste aus kürzester Distanz besorgen müssen. Aber irgendwie konnte FCK-Keeper Raab den Ball noch entschärfen.

In der 48. Minute stellte Tomiak nach einer Ecke auf 2:0 für den FCK. Wunderlich stellte dann in der 62. Minute auf 3:0 für die Pfälzer. Die Lauterer fuhren damit den vierten Ligasieg in Folge ein und orientieren sich in der Tabelle nach oben.

FSV Zwickau – MSV Duisburg 3:2 (1:1)

Im ersten Spiel nach dem Rauswurf von Pavel Dotchev mussten die Zebras zu den Schwänen nach Zwickau reisen. Der Trainerwechsel schien die Meidericher zu beflügeln und so gingen sie durch Ajani in der 29. Minute mit 0:1 in Führung. Kurz vor der Pause glich Gomez dann per Foulelfmeter für die Zwickauer aus.

Die Gäste aus dem Pott konnten dann direkt nach Wiederanpfiff erneut in Führung gehen. Ademi traf nach Zuspiel von Ex-Löwe Stoppelkamp zum 1:2 (46. Minute). In der 71. Minute verpasste Baumann den Ausgleich für Zwickau, als er vor dem leeren Tor ein Luftloch schlug, anstatt den Ball einfach über die Linie zu schieben. In der 87. Minute machte er es dann in vergleichbarer Situation besser und erzielte den 2:2 Ausgleich. Aber es kam noch besser für den FSV: In der 90. Minute musste der Dusburger Bakalorz mit Rot vom Platz und zwei Minuten später setzte Voigt per Distanzschuss den Ball zum Siegtreffer ins Tor der Duisburger. Damit gelang den Zwickauern der erste Heimsieg der laufenden Saison.

Hallescher FC – FC Saarbrücken 2:3  (2:1)

In Halle spielten zwei Ex-Löwen eine prominente Rolle in Durchgang eins. Zunächst verwandelte Adriano Grimaldi etwas glücklich einen Foulelfmeter zur Führung der Gäste. Halle schlag dann per Doppelschlag vor der Pause zurück. Zunächst glich Eberwein in der 44. Minute per Abstauber aus (Erdmann stand zu weit entfernt) und dann gelang Boyd nach katastrophalem Ballverlust von Erdmann gegen Titsch-Rivero in der 45 + 2. Minute noch das 2:1 für die Hallenser.

Bereits vier Minuten nach der Pause schlugen die Saarbrücker dann wieder zurück. Nach gut getimtemnZuspiel von Ernst schob Jacob zum 2:2 ein. In der 88. Minute war es dann erneut ex-Löwe Grimaldi, der nach herrlicher Flanke von Ernst das 2:3 Siegtor für den FCS köpfte.

SV Meppen – FC Magdeburg  2:3 (1:2)

Der Tabellenführer geriet im Emsland zunächst in Rückstand: In der 24. Minute drückte Käuper eine maßgenaue Flanke von Bünning zum 1:0 über die Linie. Bereits drei Munten später glich Bittroff aber für die Magdeburger per Kopf aus. Nach einer etwas zu kurzen Faustabwehr von Domaschke köpfte Ceka überlegt in hohem Bogen zum 1:2 ins verwaiste Meppener Tor.

Meppen drückte in Durchgang zwei auf den Ausgleich und in der 63. Minute wurden die Bemühungen belohnt. Blacha wurde erneut von Bünning sehr gut eingesetzt und konnte das 2:2 erzielen. Die Meppener spielten weiter nach vorne und versuchten, einen Sieg einzufahren. Der Lucky Punch gelang dann aber den Gästen durch Bittroff, der nach einer Ecke den späten Siegtreffer für Magdeburg markierte.

Was bedeutet das für den TSV 1860 München?

Durch das ausgefallene Spiel hatten die Löwen natürlich keine Möglichkeit, Punkte einzufahren. So hat sich das Tabellenbild für den TSV 1860 München am 12. Spieltag nicht gerade verbessert. Mit aktuell einem Spiel weniger als die meisten Konkurrenten liegen die Löwen mit 13 Punkten aktuell auf Platz 14. Das bedeutet nur einen Punkt Vorsprung auf die Abstiegplätze. Relegationsrang 3 liegt aktuell sieben Punkte entfernt. Tabellenführer ist weiter Magdeburg.

 

Abteilung Präzisionssport mit neuer Heimat am Trainingsgelände

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Die Pfeile fliegen künftig direkt neben der Sechzgeralm. Die Abteilung Präzisionssport hat für ihre Sportart Darts eine neue Trainings- und Wettbewerbsstätte eingerichtet. Damit entfällt der bisherige Spielort in der Giesinger Eckkneipe “Zum Doll-Eck”.

Pressecontainer wurde umfunktioniert

Als Grundlage diente hierfür der alte Pressecontainer, wie man auf der Homepage des e.V. sehen kann. Er wurde in den letzten Monaten grundlegend umgebaut. Unter anderem wurde er in den Farben grün-gold gestaltet, außerdem hängen nun vier Darts-Scheiben (Steel Dart) im Container. Neben den normalen Trainingszeiten wird es auch jeden zweiten Freitag einen Wettbewerb gegen einen kleinen Obulus geben. Teilnehmen dürfen alle, die in keinem höheren Wettbewerb als in der Landesliga antreten.

Trainingszeiten der Abteilung Präzisionssport in der Übersicht

Offenes Training
Mittwochs 18:00 – 21:30 Uhr
Sonntags 14:00 – 19:00 Uhr

Training für Abteilungsmitglieder
Donnerstags 18:00 – 21:30 Uhr

Jugendtraining
Freitags 15:00 – 18:00 Uhr

Nach wie vor gibt es übrigens die coolen Flights “Wir sind der Verein” im e.V.-Shop.

ARGE Leaks – von der Gründung bis zur “Causa Gerhard Schnell” (Teil 8)

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Die Westkurve grüßt Jutta Schnell
Schönen Gruß von der Westkurve an Jutta Schnell

So ein spielfreies Wochenende für die Profis hat durchaus seine Vorteile. Zum Einen kann man sich eine der anderen Mannschaften anschauen (z.B. die U21 oder die U19) oder auch den Volleyball-Löwen besuchen. Selbstverständlich gibt es auch heute neue ARGE Leaks, garniert mit einem Schuss Gerhard Schnell und einer Prise Beleidigungen im Internet. Schöne neue Welt…

Eine Regionsversammlung in Geiselwind

Zu einem Wendepunkt kam es schließlich durch eine Regionsveranstaltung im fränkischen Geiselwind. In Folge der Veranstaltung fielen dem Fanbeauftragten etliche beleidigende Kommentare im Fanblog „dieblaue24“ auf, die klar gegen ihn gerichtet waren. Auch Christian Poschet war Ziel der Angriffe. Im Bericht „Reisingers Traum: Kooperationsvertrag neu regeln“ vom 6. April kommentiert der User Volker M.: „Habe heute meine Dauerkarte höchstpersönlich bei Herrn Reisinger abgeben in Geiselwind es langt. Der erzählt nur Müll und glaubt es selber auch noch. Bin dann einfach unter Applaus raus gegangen.“ Diese Aktion gab es tatsächlich: Reisinger war mit Weber als Ehrengast eingeladen. Besagter User war zum damaligen Zeitpunkt übrigens kein Vereinsmitglied. Applaus gab es zudem auch keinen, eher ungläubiges Kopfschütteln.

Beleidigungen auf 1860 Blog

In der Folge tauchten Kommentare auf, die deutlich gegen Weber gerichtet waren. Die User „Bestatter“, „Mausmelker“ und „Prolli“ steigerten sich regelrecht in einen Rausch. Die Beschimpfungen sind im Übrigen heute noch auf dem Fanblog zu finden. Während Betreiber Oliver Griss bei Kritik an seiner Person bekanntlich höchst sensibel reagiert, macht es den Eindruck, als hätte er nichts gegen die Stimmungsmache gegen Vereins-Verantwortliche. User „Mausmelker” schreibt:

„Solange Reisinger Gestalten wie Weber und Poschet installiert, die jetzt auf die Fans losgelassen werden, wird sich nichts ändern. […] DESHALB: WEBER RAUS !!“

User Prolli äußert sich wie folgt:

„Die Arge sollte einen Antrag an Scharold (damals 1860-Geschäftsführer) stellen, Weber abzukommandieren, bzw. dass er nur für seine Lieblinge die Ultras zuständig ist. Der Antrag sollte möglichst von sehr vielen Fanclubs und allen Regionssprechern unterschrieben sein.“

Ob es sich beim Verfasser dieser Beiträge tatsächlich um Gerhard Schnell handelte, können wir nicht beweisen. Es ist jedoch eine äußerst verdächtige Ähnlichkeit bezüglich des Schreibstils im Vergleich zu den Fake-Mails festzustellen.

Weber sammelt Beweise gegen Schnell

Weber sammelte fortan die Kommentare diverser User, hinter denen er damals schon den ARGE-Vorsitzenden vermutete. Unserer Redaktion liegt eine 42seitige Word-Datei vor, die er innerhalb des Vereins an das Präsidium und diverse Verwaltungsräte versendet hat. Inhalt: Gesammelte Kommentare von 12 unterschiedlichen Usern, hinter denen niemand Geringeres steckt als der ARGE-Vorsitzende Gerhard Schnell. Von der Geschäftsführung bekommt Weber den Auftrag, den Beweis zu erbringen, dass tatsächlich Schnell hinter den diversen E-Mails und User-Accounts steckt. Der finale Beweis fehlte nämlich noch.

Zum Regionsbeauftragten der Region 19 baute Weber im Übrigen ein freundschaftliches Verhältnis auf. Jürgen Spiegel, bis dato ein „Muster-Regionsbeauftragter“, vertraute sich dem Fanbeauftragten an und erkannte rasch, dass sämtliche von Schnell im Vorfeld der Versammlung geäußerten Bedenken gegenüber Weber nicht den Tatsachen entsprechen. Als der ARGE-Vorsitzende davon Wind bekommt, bekämpft er Spiegel und versucht unter anderem über diverse Mails, ihn zu verunsichern und zum Rücktritt zu bewegen. Ein „A. Brandstetter“ schreibt ihn an und erweckt den Eindruck, in der Region würde gegen ihn begehrt. Auch die Fanbeauftragte Jutta Schnell verlässt in der Halbzeitpause eines Drittliga-Spiels eine Fanclub-Ehrung, weil sie sich angeblich mit vier Fanclubs aus Franken treffe, die Jürgen Spiegel nicht mehr als Regionsbeauftragten haben wollen.

Persona non grata bei der ARGE

Hinter diesem Vorgehen steckt natürlich Kalkül. Schnell weiß, dass Spiegel von Weber darüber informiert wird, und hofft, dass dieser entnervt aufgibt. Doch das Gegenteil ist der Fall: Für Weber wird Spiegel ein enger Vertrauter. Für ihn ist der Kontakt wichtig, da er in der Folge zu keiner Regionsveranstaltung der ARGE eingeladen wird. Der Kontakt zwischen der Fanbetreuung und den Fanclubs soll nach Möglichkeit unterbunden werden.

In der Zwischenzeit ist Spiegel als Regionsbeauftragter im Übrigen zurückgetreten, zermürbt von den Anfeindungen innerhalb der eigenen Vorstandschaft. Wieder einmal hat das „System Schnell“ funktioniert: Durch bewusste Fehlinformationen manipulierte ARGE-Mitglieder rückten von Spiegel ab und provozierten einen Wahlkampf innerhalb der eigenen Region, den dieser nicht wollte und zum Wohle des Vereins die Reißleine zog.

Handfester Skandal durch geleaktes Protokoll

Geschäftsführer Michael Scharold ist in der Angelegenheit „ARGE“ zu weich und lässt sich viel diktieren. Auffällig ist dabei, dass die Vertreter der HAM auf der Geschäftsstelle sich deutlich hinter Jutta und Gerhard Schnell stellen. Im Oktober 2019 wird ein Protokoll einer höchst delikaten Besprechung öffentlich. Von vielen Außenstehenden wird dies als klare Provokation gegen den hauptamtlichen Fanbeauftragten gesehen. Eine Kernaussage im Protokoll: „ARGE bleibt ARGE.“

Die Reaktionen auf das Protokoll waren heftig: Mit mehreren Spruchbändern kritisierte die aktive Fanszene im Rahmen eines Heimspiels den Machterhalt der ungeliebten ARGE-Führung durch die Vertreter der HAM. Gerhard Schnell behauptet in ARGE-Kreisen, die Spruchbänder seien auf Initiative von Christian Poschet und Sebastian Weber entstanden. Das Gerücht hält sich in einigen Fanregionen bis heute. Für Weber wird zunehmend deutlich, dass eine professionelle und zwingend notwendige Neustrukturierung unter diesen Umständen unmöglich erscheint.

Dieser war der achte Streich, doch…

…der letzte folgt sogleich – und zwar morgen. Freut auch drauf, denn der hat es nochmal in sich!

Überblick

 

3. Liga am Freitag: VfL Osnabrück gewinnt bei Viktoria Berlin

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Mannschaftsbus Viktoria Berlin
Der Mannschaftsbus von Viktoria Berlin vor dem Grünwalder Stadion

Das morgige Spiel der Löwen gegen Waldhof Mannheim wurde zwar abgesagt, doch endlich rollte der Ball in der 3. Liga wieder. Dabei empfing Aufsteiger Viktoria Berlin den VfL Osnabrück, letzte Saison noch in der 2. Bundesliga.

Frühe Führung für die Hauptstädter

Die Gastgeber mussten auf ihren herausragenden Spielmacher Cigerci verzichten, sorgten aber dennoch für das erste Highlight. Nach einer geklärten Ecke nahm Patrick Kapp den Ball mit der Brust an schweisste die Kugel aus gut 25 Metern zentral unter die Latte (7.). So wirklich gut sah VfL-Keeper Kühn, der etwas weit vor seinem Kasten stand, beim 1:0 nichts aus.

Nur wenige Minuten später hatte Falcao den zweiten Treffer für die Hauptstädter auf dem Fuß, verzog aber knapp. Besser machte es in der Marc Heider in der 13. Minute auf der Gegenseite. Flanke Higl, unglückliche Verlängerung des Berliners Menz und der Routinier steht am langen Pfosten goldrichtig und netzt zum 1:1 ein.

Der VfL dreht die Partie

Es entwickelte sich eine attraktive Partie, in der die Gäste für den nächsten Wirkungstreffer sorgten. Opoku schlug eine Ecke zur Mitte und dort schädelte Sven Köhler den Ball zum 1:2 ins lange Ecke (31.). Dabei blieb es bis zur Pause, obwohl beide Teams durchaus weitere Gelegenheiten hatten.

Dies war jedoch nichts im Vergleich zum Chancenwucher in der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte. Unfassbar, welche Gelegenheiten Benyamina (Berlin) bzw. Heider und Higl (Osnabrück) teils fahrlässig liegen ließen.

VfL Osnabrück gewinnt bei Viktoria Berlin

Die Viktoria offenbarte defensiv einige Schwächen, die Gäste drängten zwar auf den dritten Treffer, ließen dabei aber die letzte Konsequenz vermissen. Insgesamt verflachte die Partie nach der 60. Minute jedoch deutlich. Die Niedersachsen kontrollierten Ball und Gegner und ließen den Aufsteiger vor 2.000 Zuschauern nicht zur Entfaltung kommen.

Der VfL Osnabrück kletterte mit dem Dreier in der Tabelle auf Platz 3, während Berlin auf Rang 5 abrutschte.

Tore:

1:0 Kapp (7.)
1:1 Heider (13.)
1:2 Köhler (31.)

 

TSV 1860 München plant Umfrage zum Thema Stadion

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Günther Gorenzel Martin Hagen Stammtisch Bayerischer Landtag TSV 1860 München

Dennis Dressel, die aktuelle Lage bei den Löwen, Impfen oder auch das inzwischen abgesagte Spiel gegen Waldhof Mannheim. Die Themen beim Stammtisch im Bayerischen Landtag am gestrigen Donnerstag waren durchaus vielseitig. Unter anderem ging es (natürlich) auch um das Thema Stadion, zu dem der TSV 1860 eine Umfrage durchführen sollte – zumindest wenn es nach Günther Gorenzel ginge.

“Identität ist das höchste Gut”

Es war ein launiger Abend im Bayernzimmer der Wirtschaft, die direkt im Landtag untergebracht ist. Gastgeber Martin Hagen von der FDP-Fraktion hatte die Löwenfans unter den Landtagsabgeordneten zu einem Stammtisch in Präsenz geladen. Über eineinhalb Jahre war eine Veranstaltung in dieser Form nicht möglich gewesen. Notgedrungen entschied man sich, den Stammtisch einmal mit einer Online-Videokonferenz durchzuführen. Zu Gast war damals Benny Lauth und bereits damals war das Grünwalder Stadion eines der Themen des Abends.

Auch am gestrigen Donnerstag war die Spielstätte ein Schwerpunkt der Fragerunde an den Geschäftsführer Sport der Löwen. Da ging fast schon unter, dass sich Dennis Dressel aktuell zu „1860 Prozent“ mit dem Verein identifiziere. Oder dass nach der jüngsten Quarantäne-Anordnung nun nahezu alle Spieler von Sechzig München ein Impfangebot wahrgenommen hätten. Zunächst erläuterte Gorenzel, dass wirtschaftliche Abwägungen schlussendlich zu einer Entscheidung pro Grünwalder Stadion im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Schalke 04 geführt hätten. Einige Wochen lang wurde eine Debatte geführt, ob ein Umzug in das Olympiastadion Mehreinnahmen für die Löwen bedeuten würden.

Gorenzel wünscht sich Umfrage unter den Fans des TSV 1860 zum Thema Stadion

Als es um die Finanzen des TSV 1860 ging, um die es wahrlich bei Weitem noch nicht rosig steht, wurde die immerwährende Stadiondiskussion in den Fokus gerückt. Ein Verbleib in Giesing, ein Umzug beispielsweise in das Olympiastadion oder gar ein Neubau werden aktuell als Optionen gehandelt. Gorenzel beteuerte, dass alle Zahlen und somit die letztendliche Entscheidung über ein pro und contra zu einem Umzug oder gar einem Neubau sein Kollege Marc-Nicolai Pfeifer treffen müsse. Er bekomme schlussendlich lediglich die Mittel mitgeteilt, die ihm für die Kaderplanung zur Verfügung stehen. Die Zahlen kommen naturgemäß recht spät, was auch der Grund für die späten Zeitpunkte von Verpflichtungen seien. Zuvor hatte ein Landtagsabgeordneter eben diese Zeitpunkte kritisch hinterfragt.

Viel äußerte sich Günther Gorenzel in der Folge zu den Löwenfans und der Identität eines Vereins. Zwei Faktoren, die in den Augen des gerade 50 Jahre alt gewordenen Geschäftsführers wieder deutlich mehr in den Fokus rücken würden. Seiner Meinung nach tue dem Fußball im Allgemeinen die aktuelle Entwicklung nicht unbedingt gut. Er plädierte für mehr Bodenständigkeit und mehr Fokus auf die Fans, die immens wichtig für Sechzig München seien.

Giesing, Olympiastadion oder doch ein Neubau?

Auf Nachfrage von sechzger.de präzisierte Gorenzel in der Hinsicht, dass der TSV 1860 seiner Meinung nach für eine endgültige Entscheidung beim Thema Stadion durchaus eine Umfrage unter den Löwenfans durchführen sollte. Damit steht der Geschäftsführer offenbar auch nicht allein auf weiter Flur. Es erscheint also durchaus möglich, dass die Löwenfans einen nicht unwesentlichen Teil zu der Stadionentscheidung beitragen können. Inwiefern dies einen Einfluss auf die ohnehin schon tiefe Fanspaltung haben könnte, muss sich dann allerdings erst noch herausstellen.

Ohnehin stellt sich die Frage, ob sich bei der Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage am Ende nicht sowieso lediglich eine Option als machbar herauskristallisiert. Die Stadt München würde die entstehenden Umbaukosten für das Grünwalder Stadion zu einem Großteil übernehmen. Ein negatives Eigenkapitel im deutlich zweistelligen Millionenbereich sowie die anstehende Fortführungsprognose im Sommer 2022 sind nur zwei Dinge, die klar für die Spielstätte in Giesing sprechen würden. Ein fremdfinanzierter Neubau erscheint unter den aktuellen Gegebenheiten mehr als unwahrscheinlich, zumal aktuell nicht einmal ein Grundstück für diese Pläne vorliegt.

Die wirtschaftliche Analyse kann laut Gorenzel beginnen, sobald die Planungen der Stadt dem TSV 1860 vorgelegt werden. Aktuell fehlen noch Dokumente, die den Abschluss verhindern. Doch die Zeit drängt: bereits zur Saison 2021/22 war es fraglich, ob der DFB das Grünwalder Stadion in seiner jetzigen Form noch für die 3.Liga genehmigt. Gerade noch wurde mit einem Beschluss reagiert und infolgedessen die Flutlichtanlage erneuert.