Lange war kaum etwas zu hören, nun geht es Schlag auf Schlag. So schnell, wie die Gerüchteküche gerade neue Spieler für die Löwen hervorbringt, kann wohl nicht einmal Löwenstüberl-Wirt Bene Lankes kochen. 😉 Mit Marcel Bär steht laut Medienberichten bereits der dritte Kandidat kurz vor einer Unterschrift beim TSV 1860 München. Was es sonst bei den Löwen Neues gibt und das (inzwischen tägliche) Transferupdate aus der 3.Liga gibt es jetzt für euch bei Sechzig um Sieben.
Interview von Präsident Reisinger
Selten meldet er sich über diese Kanäle zu Wort, nun war es aber wieder einmal so weit. Robert Reisinger hat einer Zeitung ein Interview gegeben und dabei einige interessante Aussagen getätigt. Unter anderem geht es um die Zusammenarbeit mit Hasan Ismaik.
Weitere Design-Vorschläge für das Trikot
Die Einsendungen ebben nicht ab und an den tollen Vorschlägen wollen wir euch natürlich teil haben lassen. Folgerichtig gab es gestern einen weiteren Teil aus dieser Serie.
Fehlgeschlagene Abstimmung im Landtag
Weniger schöne Nachrichten gab es dafür aus dem Bayerischen Landtag. Ein Dringlichkeitsantrag wurde dort abgelehnt. Folglich bleibt es vorerst bei einer Obergrenze und dem Stehplatz-Verbot auf allen bayerischen Fußballplätzen. Der Meinung im gezeigten Video kann man sich vollumfänglich anschließen.
sechzger.de Talk Folge 15
Auch in der Sommerpause macht unser Podcast-Format keine Pause. Worum es in Folge 15 geht, haben wir euch in einer Übersicht zusammengefasst. Nehmt euch die knappe halbe Stunde Zeit und hört rein!
Die Löwen gegen Dänemark
Interessante Testspielgegner waren früher einmal fast schon ein Merkmal des TSV 1860. So auch bei unserem gestrigen historischen Spiel, als die Löwen gegen eine Auswahlmannschaft aus Dänemark antraten.
Weiterer Neuzugang? Bär vor Unterschrift beim TSV 1860 München
Da ist sie, die Gerüchteküche bei den Löwen! Nun soll neben Deichmann und Goden bereits der nächste Spieler in Richtung Giesing unterwegs sein. Es geht dabei um den 29-jährigen Marcel Bär, der aktuell noch bei Eintracht Braunschweig unter Vertrag steht. Dieser gilt allerdings nur noch 12 Tage, eine Verlängerung hat Bär abgelehnt und könnte damit ablösefrei zum TSV 1860 wechseln. Was wir von dem Spieler erwarten können, wird euch Bernd Winninger in rund einer Stunde hier bei sechzger.de mitteilen.
Fortsetzung des Toto-Pokals in Bayern
Gesucht werden zwei DFB-Pokal Teilnehmer aus Bayern. Während einer der beiden im Ligapokal der Regionalliga Bayern ermittelt wird, stammt der andere aus dem Toto-Pokal. Dieser Wettbewerb wird nun mit dem Viertelfinale fortgesetzt, welches für dieses Wochenende auf dem Programm steht. Alle drei Partien (Buchbach ist durch ein Freilos weiter) werden vom BFV live gezeigt. Die Spiele im Überblick:
Bär wird den BTSV wohl in Richtung München zum TSV 1860 verlassen, dafür konnten die Niedersachsen mittlerweile auch ihre ersten Zugänge präsentieren. Maurice Multhaupt kommt vom VfL Osnabrück, außerdem verstärkt Benjamin Girth (Holstein Kiel) die Offensive von Braunschweig. Beide haben bis 2023 unterschrieben und wollen beim direkten Wiederaufstieg mithelfen.
Greger verstärkt Viktoria Köln
Während die SpVgg Unterhaching nächstes Jahr in der Viertklassigkeit antreten muss, gilt dies nicht für Christoph Greger. Er wechselt nämlich aus der Vorstadt zu Viktoria Köln, bleibt der 3.Liga also erhalten und trifft auch in der kommenden Saison auf den TSV 1860 München. Der 24-Jährige macht dabei zum ersten Mal einen größeren Sprung, bisher waren seine Stationen alle in der Nähe der bayerischen Landeshauptstadt zu finden (SV Lochhausen, TSV 1860, SpVgg Unterhaching).
Weiter geht es in der Sommerpause mit Folge 15 vom sechzger.de Talk. Heute unterhalten sich Sebastian, Stephan und Bernd über die Fußball-EM, den Trainingsauftakt und mögliche Neuzugänge beim TSV 1860 München.
Die heutigen Themen im Überblick:
Die ersten Spieltage der Fußball-Europameisterschaft
Seit knapp einer Woche läuft nun die Europameisterschaft, die dieses Mal quer durch ganz Europa an verschiedenen Spielorten ausgetragen wird. Stephan hatte das Glück und durfte u.a. dem Eröffnungsspiel persönlich beiwohnen. Neben seinen persönlichen Eindrücken diskutieren die drei Protagonisten auch die Auftaktniederlage für das deutsche Team.
Trainingsauftakt bei den Löwen
Nur noch zwei Tage haben die Spieler des TSV 1860 frei, dann wird zum ersten Mal wieder geschwitzt. Das dürfte wortwörtlich der Fall sein. Für den kommenden Samstag, 19.06. sind in Giesing rund 30 Grad angesagt. An diesem Tag starten Sascha Mölders & Co. mit einem Laktattest in die Vorbereitung auf die Saison 2021/22, die am vorletzten Juli-Wochenende beginnt.
Mögliche Neuzugänge für den TSV 1860 München
Lange hat es gedauert, bis überhaupt die ersten Gerüchte an der Grünwalder Straße aufkamen. Normalerweise kocht die Gerüchteküche in Giesing über, teils sogar noch während der laufenden Saison. Doch es ist erfreulich ruhig, Transfers werden erst bekannt, wenn der Verein sie offiziell verkündet und entsprechend halten sich auch die Gerüchte absolut in Grenzen. Nun aber sollen zwei Spieler kurz vor einer Unterschrift bei den Löwen stehen. Yannick Deichmann und Kevin Goden könnten die ersten Neuzugänge beim TSV 1860 München werden. Passend dazu kündigte Robert Reisinger im Interview Verstärkungen für die kommende Saison an.
Der sechzger.de Talk als Video und Podcast
Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts mittlerweile für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge unseres Talks zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:
Ernüchterung bim BFV und mehreren tausend Amateurvereinen. Das Stehplatz-Verbot in Bayern wird zunächst nicht abgeschafft.
Dringlichkeitsantrag mehrerer Abgeordneter
Der Bayerische Fußball-Verband hatte zuletzt diverse Gespräche mit Politikern geführt und sich für eine Aufhebung des Stehplatz-Verbots stark gemacht. Vor allem für die vielen Amateurvereine in Bayern wäre dies eine deutliche Erleichterung, allein schon beim Organisationsaufwand.
In der gestrigen Plenarsitzung des Bayerischen Landtags wurde über einen Dringlichkeitsantrag abgestimmt, der von mehreren Abgeordneten (u.a. Löwenfan Martin Hagen) eingereicht wurde. Es ging dabei um die sofortige Korrektur des Rahmenkonzepts Sport. Dabei ist nämlich nicht nur das Stehplatz-Verbot in Bayern ein entscheidendes Thema. Auch die unverhältnismäßige Obergrenze von Zuschauern steht aktuell zur Debatte. Während bei Veranstaltungen in Innenräumen bis zu 1.000 Zuschauer anwesend sein dürfen, gilt im Fußball und Sport allgemein weiterhin die Zahl 500 als Maximum.
Die Abstimmung ergab 44 Ja-, 59 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. Damit wurde der Antrag abgelehnt. Für BFV-Präsident Rainer Koch ist das nicht hinnehmbar: „Der Frust bei den Vereinen ist enorm – und er wird mit jedem Tag weiter wachsen, an dem diese unsinnige, weil nicht mehr erklärbare Regelung Gültigkeit besitzt“.
Immerhin sicherte das zuständige Innenministerium zu, dass es “in den nächsten Tagen eine praxistaugliche Regelung finden wird und wir zu Lösungen kommen werden“. Wie diese Regelungen aussehen und wann diese bekannt gegeben werden, ist zurzeit unklar.
Landtagsmitglied Johannes Becher äußerte sich nach der Abstimmung deutlich:
Stehplatz-Verbot in Bayern: Auswirkungen auf den TSV 1860 München?
Bis zu Saisonstart in der 3.Liga sind es noch gut fünf Wochen. Ob das Stehplatz-Verbot in Bayern bis dahin Bestand haben wird, ist fraglich. Für die anstehenden Testspiele und vor allem den Trainingsauftakt am Sonntag dürfte der abgelehnte Antrag allerdings ein Nackenschlag sein. Sowohl der TSV 1860 für den Trainingsauftakt als auch Heimstetten für das Testspiel am 30.06. hatten weitere Informationen für die nächsten Tage angekündigt. Gut möglich, dass diese von der gestrigen Entscheidung im Landtag abhängig gemacht wurden.
Ob unter diesen Umständen ein Besuch des Trainingsauftaktes möglich ist, bleibt abzuwarten. Die Organisation von festen Sitzplätzen dürfte allerdings einen deutlichen Mehraufwand bedeuten.
Blick nach Österreich
Im Nachbarland gibt es hingegen bereits ein klares Datum, an dem das Stehplatz-Verbot sowie die Obergrenze für Zuschauer aufgehoben wird. Ab dem 1.Juli entfallen bei Kunst, Kultur und Sport die Obergrenzen, außerdem dürfen Stehplätze wieder angeboten werden.
Mit unserem Designwettbewerb haben wir offenbar genau Euren Nerv getroffen. Noch immer treffen täglich neue Vorschläge für das neue Trikot des TSV 1860 ein. Bereits in den ersten beiden Artikeln zum Thema hatten wir Euch diverse Ideen (Teil 1 / Teil 2) vorgestellt und ein tolles Feedback erhalten.
Erfolgreiches Trikot in den Stadtfarben
Wie das Trikot des TSV 1860 München zur Saison 2021/22 tatsächlich aussehen wird, ist bislang leider nicht bekannt. Wir gehen jedoch davon aus, dass sich die Merchandising GmbH wieder etwas Besonderes einfallen lassen wird. Besonders das Jersey in den Münchner Stadtfarben kam in der abgelaufenen Spielzeit besonders gut bei den Fans an und war bereits zu Weihnachten ausverkauft.
Vorschläge TSV 1860 Home Trikot
Wird der TSV 1860 auch in der kommenden Saison zuhause im hellblauen Trikot auflaufen? Wir hätten da ein paar Alternativvorschläge! Lieber weiß oder doch wieder hellblau? Oder würdet Ihr lieber mal was ganz anderes sehen?
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Vorschläge TSV 1860 Away Trikot
Auf des Gegners Platz war in der Spielzeit 2020/21 schwarz/gelb oder mint angesagt. Was erwartet uns (und Euch) in der bevorstehenden Saison? Schaut das Trikot des TSV 1860 bei Auswärtsspielen etwas so aus? Unsere Leser und Hobbydesigner waren auch für das Away Shirt kreativ.
Zum Vergrößern einfach auf das jeweilige Bild klicken!
Habt Ihr bessere Ideen?
Welcge Vorschläge taugen Euch am meisten? Wir sind gespannt auf Eure Kommentare und Anregungen! Welche Farbkombinationen könnt Ihr Euch beim Löwentrikot vorstellen? Und was – außer Rot natürlich – ist ein absolutes No-Go?
Wenn Ihr Euch mal selber an einem Design versuchen wollt, dann geht das natürlich wunderbar in Photoshop oder Gimp. Ist das zu kompliziert, dann versucht Euch doch an einem der zahlreichen kostenlosen Online-Trikotkonfiguratoren. Nachfolgend ein paar Beispiele:
TSV 1860 München e.V.
MitgliederEhrungen
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81243 München
TEL.: ++49/89/82908620 , FAX : ++49/89/82908621 , E-mail : sampics@t-online.de
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IBAN : DE78700202701640175229 BIC HYVEDEMMXXX
weitere Motive finden sie unter : www.augenklick.de
Robert Reisinger ist keiner, der sich ins Rampenlicht drängt. Viel lieber erledigt er seine Aufgaben ohne großes mediales Tam-Tam und lässt Leistungen für sich sprechen. Entsprechend rar sind Interviews mit dem Präsidenten des TSV 1860 München. Die Zeitung mit den vier Buchstaben bat Reisinger kürzlich zum Gespräch. Dabei verriet dieser, dass Hasan Ismaik signalisiert habe, er wolle für die kommende Saison Geld zur Verfügung stellen.
Reisinger in ständigem Kontakt zu Ismaik
Dass Ismaik bereit ist, die KGaA finanziell zu unterstützen, ist auch der Verdienst von Robert Reisinger. Zum Einen, weil er eben leisere Töne anschlägt und zum Anderen, weil er die Marschroute durch den sogenannten “Konsolidierungskurs” klar vorgibt. Weitere Darlehen werden nicht aufgenommen, die wirtschaftliche Gesundung soll vorangetrieben werden. Dazu stehe er per Mail mit dem Hauptgesellschafter in Kontakt und tausche sich regelmäßig mit dessen Vertretern vor Ort, Yahya Ismaik und Anthony Power, aus.
Hinsichtlich der finanziellen Unterstützung durch Ismaik ließ Reisinger wissen:
“Ismaik hat signalisiert, dass er für kommende Saison Geld zur Verfügung stellen wird. Entweder als Sponsoring oder ein direkt in einen Genussschein umgewandeltes Darlehen. Das freut uns sehr. Über die Höhe wird noch diskutiert. Mehr kann ich noch nicht verraten.”
Balance zwischen Erfolg und Stabilität
Überhaupt bleibt festzuhalten, dass die Rahmenbedingungen bei den Löwen unter den gegebenen Umständen kaum besser sein könnten. Es herrscht Ruhe, Interna dringen nicht nach außen und auch Ismaik gestaltet seinen Social Media-Auftritt mittlerweile deutlich moderater. Das sieht auch Robert Reisinger so und konstatiert:
“Im Fußball ist ein Aufstieg nicht planbar, aber die Rahmenbedingungen dafür können geschaffen werden. Wir müssen die Balance zwischen sportlichem Erfolg und wirtschaftlicher Stabilität finden. Wir haben 10 Jahre lang nicht den Sprung zurück in die Bundesliga geschafft und 30 Millionen in einer Saison bringen gar nichts, wenn sie nicht sinnvoll verwendet werden. Diese Erfahrung mussten wir leider auch machen.”
Reisinger: Treffen mit Ismaik ist geplant
Um die Weichen für den TSV 1860 auch in Zukunft auf einen positiven Weg stellen zu können, sei in naher Zukunft auch ein persönliches Treffen mit Hasan Ismaik geplant, so Reisinger. Dies werde geschehen, sobald es die Pandemielage zulasse und der Hauptgesellschafter der KGaA nach München kommen könne.
Servus, Löwenfans! Das lange Warten hat schon ganz bald ein Ende, denn aller Voraussicht nach ist Sechzig bereits am Wochenende das erste Mal nach langer Zeit wieder live zu verfolgen. Außerdem gibt es zum Start in den Tag die nächsten Transfers bei der Konkurrenz in der 3.Liga.
Lukratives Gewinnspiel von die Bayerische und FuPa
Knapp einen Monat Zeit habt ihr nun, um an einem Gewinnspiel teilzunehmen und womöglich gegen die Traditionsmannschaft vom TSV 1860 antreten zu können. Voraussetzung ist, dass das Team aus Bayern kommt und die Spieler über 35 Jahre alt sind. Nicht nur der gesamte Gewinn rund um das Spiel im September verbleibt beim Gewinner-Verein, sondern die Mannschaft wird auch noch vom Hauptsponsor der Löwen für die Partie ausgerüstet.
Zunächst wird bis zum 25.07. unter allen Einsendungen eine Top-10 Auswahl getroffen. Anschließend findet in der ersten Augustwoche bei FuPa eine Abstimmung statt. Der Gewinner wird am 13.08. bekannt gegeben. Auch für die Plätze 2 – 5 winken tolle Preise. Alle weiteren Informationen gibt es auf der Homepage des TSV 1860.
Sechzig endlich wieder live: Training und Testspiele
Das lange Warten hat bald endlich ein Ende. Für viele dürfte es das erste Mal seit mehreren Monaten sein, dass sie die Spieler von Sechzig München live und in Farbe auf einem Platz sehen dürfen. Das könnte bereits am kommenden Sonntag soweit sein. Dann steht nämlich das erste Training des TSV 1860 auf dem Programm. Aktuell sieht alles danach aus, dass Löwenfans zugelassen werden können. Das Kontingent wird aufgrund der behördlichen Auflagen weiterhin beschränkt sein, weitere Informationen sollen heute im Verlaufe des Tages folgen.
Ebenfalls noch nicht klar ist die Ticketsituation rund um das erste Testspiel der Löwen gegen den SV Heimstetten am Mittwoch, den 30.06.2021. Auf Anfrage von sechzger.de teilte der SVH mit, dass bisher noch nicht klar sei, wieviele Zuschauer überhaupt im Sportpark Heimstetten zugelassen werden. Sobald diese Information dem Verein vorliegt, wird wohl gemeinsam mit dem TSV 1860 der Ticketverkauf gestartet.
Dass Heimstetten noch abwartet, dürfte daran liegen, dass sich der BFV aktuell mit der Landesregierung austauscht. Zurzeit sind in Innenräumen bei Veranstaltungen bis zu 1.000 Zuschauer erlaubt, bei Fußballspielen hingegen nur 500 unter strengen Auflagen (u.a. Sitzplatzpflicht). Hier erwartet der Verband in naher Zukunft Nachbesserungen, die dann auch Einfluss auf das erste Testspiel der Löwen hätten.
News aus der 3.Liga
VfL Osnabrück: einer bleibt, zwei gehen
Bei den Niedersachsen verabschieden sich gleich zwei Spieler in Richtung 2.Bundesliga. Sebastian Kerk läuft künftig rund 140 Kilometer weiter östlich für Hannover 96 auf. Mit dem 27-Jährigen verliert der VfL seinen Topscorer. 10 Tore und ebenso viele Vorlagen stehen für Kerk in der abgelaufenen Spielzeit zu Buche. Während der Marktwert von Kerk bei 1,2 Millionen Euro liegt, wechselt er aufgrund einer Ausstiegsklausel für gerade einmal 50.000€ nach Hannover.
Das Siebenfache musste der FC St.Pauli für Etienne Amenyido auf den Tisch legen. Der 23-Jährige freut sich auf seine neue Aufgabe in Hamburg und hofft auf eine Weiterentwicklung am Millerntor.
Mit Kerk und Amenyido haben nun bereits zehn Spieler den VfL Osnabrück verlassen. Ebenso viele Verträge laufen noch in diesem Sommer aus, sodass wohl auch bei den Lila-Weißen ein großer Umbruch bevorsteht. Immerhin konnte heute die Vertragsverlängerung von Stammkeeper Kühn bis 2023 bekannt gegeben werden.
Hertner zu Türkgücü
Wenn wir schon beim Thema großer Umbruch sind, dann bleiben wir da doch gleich dabei. Sebastian Hertner zieht es zurück nach München. Vom VfB Lübeck wechselt der mittlerweile 30-Jährige zu Türkgücü. Hertner, der von Juli 2013 bis Januar 2015 beim TSV 1860 München unter Vertrag stand, äußerte sich wie folgt zu seinem Wechsel: “Es hat mich sehr gefreut, dass alles so unkompliziert und schnell geklappt hat. In den Gesprächen mit den Verantwortlichen und dem Trainer habe ich gemerkt, dass es von beiden Seiten auf Anhieb gepasst hat – sowohl sportlich als auch menschlich. Persönlich wartet nun eine tolle Herausforderung auf mich, die eine Win-Win-Situation für mich und den Klub werden kann”
Damit seid ihr wieder auf dem neuesten Stand der Dinge! Sobald es Neuigkeiten bezüglich dem Trainingsauftakt und der Möglichkeit, Sechzig live zu erleben, gibt, könnt ihr es bei sechzger.de lesen. Wir wünschen einen schönen Tag!
Der Trainingsauftakt steht bevor, die ersten Transfers bahnen sich an – es bewegt sich was an der Grünwalder Straße. Eine erfreuliche Nachricht erhielten die Löwen auch aus Frankfurt. Der DFB wird dem TSV 1860 für die bevorstehende Saison ca. 1,37 Mio. Euro überweisen.
DFB überweist ca. 1,37 Mio. an den TSV 1860
Mit Ausnahme der Zweitvertretungen Borussia Dortmund II und SC Freiburg II erhalten alle Drittligisten rund 888.000 Euro aus dem TV-Topf. Somit bekommen die Clubs diesmal ca. 40.000 Euro mehr als in der letzten Saison. Der Grund: In der Spielzeit 2021/22 werden zwei U23-Teams in der 3. Liga spielen und diese werden nicht an den TV-Geldern beteiligt. Aus der zentralen Vermarktung (bwin, einheitlicher Spielball und Nachwuchsförderung) werden zudem alle Teilnehmer mit etwa 480.000 Euro begünstigt. Marc-Nicolai Pfeifer kann für den TSV 1860 also schon mal mit dieser Finanzspritze seitens des DFB planen.
Goden und Deichmann im Anflug?
Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis die Transfers von Yannick Deichmann und Kevin Goden offiziell bekanntgegeben werden. Wir haben uns die beiden potentiellen Neuzugänge mal genauer angeschaut und können viel Gutes berichten.
Heute vor 30 Jahren: Aufstieg in die 2. Bundesliga
Was in der abgelaufenen Saison knapp verfehlt wurde, gelang dem TSV 1860 heute vor 30 Jahren. Mit einem 2:1-Sieg über Borussia Neunkirchen stiegen die Löwen in die 2. Bundesliga auf. Torschützen am 16.06.1991 (das Datum bei YT ist falsch!): Horst Schmidbauer und Roland Kneißl.
TSV 1860 in der International Soccer League
Noch etwas länger her ist die Teilnahme der Löwen an der International Soccer League in den USA. Im Jahr 1965 traf der TSV 1860 in den Vereinigten Staaten auf namhafte internationale Gegner und hatte nur wenige Tage nach dem verlorenen Europapokal-Finale die Chance zur Revanche gegen West Ham United.
T-Shirt “Wir sind der Verein”
Der TSV 1860 begrüßt einen weiteren Neuzugang – zumindest im Onlineshop des Hauptvereins. Dort ist ab sofort das T-Shirt “Wir sind der Verein” erhältlich. Wieder mal ein äußerst gelungenes Design, wie wir finden.
Skilöwen geben auch auf dem Mountainbike Gas
Das Training bei den Skilöwen ist in vollem Gange und auch abseits des Schnees geben die Pistenakrobaten ordentlich Gas. Mut, Geschwindigkeit, Koordination, Stabilität und das gewisse Extra an Instinkt – all beweisen die Sportler auch auf dem Mountainbike!
Training der Boxabteilung
Die Boxabteilung des TSV 1860 bereitet sich ebenfalls bereits wieder auf bevorstehende Aufgaben vor und trainiert fleißig. Auch die Kleinsten sind mit Feuereifer dabei und freuen sich schon auf die nächsten Wettkämpfe.
Gratulieren wollen wir an dieser Stelle der Boxerin Jessica Vollmann, die demnächst ihre Ausbildung bei der Bundespolizei beginnen wird und ab kommenden Jahr in die Polizei-Sportfördergruppe aufgenommen werden wird. Ein großer Erfolg für die ehemalige Bronzemedaillengewinnerin bei der U17-EM!
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, offiziell ist noch nichts. Dennoch möchte ich Euch über die Qualitäten der potentiellen Neuzugänge für den TSV 1860 München – Yannick Deichmann für die Offensive und Kevin Goden für die rechte Seite – informieren.
Yannick Deichmann (VfB Lübeck)
Beginnen wir beim gebürtigen Hamburger und den meisten schon bekannten Yannick Deichmann. Der rechtsfüßige Offensivspieler hat in seiner Profikarriere vom rechten Verteidiger bis zum Mittelstürmer schon jede denkbare Position gespielt. Die unterschiedlichen Portale sind sich deshalb über seine Position ein wenig uneinig. Bei transfermarkt.de ist er als zentraler Mittelfeldspieler mit den Nebenpositionen Rechtsaußen und Mittelstürmer gelistet. Unser Datenportal führt ihn als rechten Mittelfeldspieler mit Nebenpositionen auf der rechten Halbposition im zentralen Mittelfeld und ebenfalls als Mittelstürmer. In seiner gesamten Karriere hat er allerdings zunächst 76 Einsätze als Defensiver Mittelfeldspieler, später dann 67 als offensiver
Mittelfeldspieler absolviert. In weiteren 77 Partien, die sich auf die Regionalliga Nord, die 3. Liga, die 2. Bundesliga und diverse Pokalwettbewerbe erstrecken, verteilt sich sein Einsatzgebiet über sieben weitere Positionen auf dem Spielfeld. Vergangene Saison lief er zwölfmal als offensiver Mittelfeldspieler und elfmal als Mittelstürmer auf. Mit vierzehn Einsätzen auf der rechten Außenbahn verbrachte er in der abgelaufenen Spielzeit die meiste Zeit auf einer Position, die er in seiner gesamten Karriere zuvor nur sieben mal gespielt hatte.
Was kann Deichmann?
Seine größte Stärke offensiv ist klar das Dribbling in der 1 gegen 1-Situation. Mehr als die Hälfte seiner technisch geführten Zweikämpfe mit Ball am Fuß entscheidet er zu seinen Gunsten. In Laufduellen schneidet er nicht ganz so erfolgreich ab, bewegt sich aber noch in einem Rahmen, der klar als positiv für einen Offensivspieler gewertet werden kann. Die Genauigkeit seiner Pässe ins letzte Drittel und in die Box können sich ebenfalls sehen lassen. Mit knapp einem Drittel angekommener Flanken in seiner bisherigen Karriere hat er auch in dieser wichtigen Offensivkategorie einen brauchbaren statistischen Wert aufzuweisen. Um den Angriff der Sechzger zu verstärken, bringt er also durchaus brauchbare Werkzeuge mit.
Gegen den Ball arbeitet er ebenfalls stark mit. Seine Vergangenheit als Defensiver Mittelfeldspieler hilft ihm dabei natürlich. Er ist defensiv noch ein ganzes Stück erfolgreicher im Zweikampf als offensiv. Für die eher durchschnittliche Größe von 1,80 m ist er auch relativ erfolgreich bei Kopfballduellen.
Hat er Schwächen?
Schaut man generell auf Deichmanns Statistiken, könnte man auf die Idee kommen, sein Stellungsspiel wäre vielleicht eher verbesserungswürdig, denn bei den abgefangenen Pässe sah es vergangene Saison nicht ganz so gut aus. Im Mittelfeldzentrum zwischen den Strafräumen ist das aber ein Statistikwert, der wichtig ist, außen nicht ganz so. Allein seine Leistung der letzten Saison nun bezüglich dieser scheinbaren Schwäche heranzuziehen, wäre ein wenig unfair – zu schwach war die gesamte Mannschaft des VfB Lübeck um auf Dauer mit der Konkurrenz mitzuhalten. So zeichnet sich diesbezüglich im Vergleich mit anderen Spielzeiten ein schiefes Bild. Es ist so, dass die Möglichkeit, einen Ball abzufangen viel mit dem taktischen Konzept der Mannschaft zu tun hat. Denn aus diesem ergeben sich die möglichen Vorteile im Stellungsspiel.
Mit diesem Bus fuhr Yannick Deichmann bislang zu Auswärtsspielen
Sieht man sich an, wann er da bei welchem Team in welcher Liga wirklich gut war, und auf welchen Positionen er jeweils eingesetzt wurde, entpuppt sich diese vermeintliche Schwäche Deichmanns eher als Schwäche des taktischen Konzepts beziehungsweise als Schwäche der taktischen Möglichkeiten gegen den Ball in der jeweiligen Mannschaft oder aber auch als der Position geschuldet. Sowohl während Seiner Zeit beim VfR Aalen in Liga 3 als auch in der Regionalliga beim VfB Lübeck, wo er hauptsächlich im Zentrum zwischen den Boxen agierte, hat er hier um etwa 33% bessere Werte als vergangene Saison. Diese vermeintliche Schwäche ist also keine.
Auch alle anderen Werte, die in der letzten Spielzeit eher mau aussahen, haben viel mit dem Kollektiv des Teams zu tun bzw. mit der ungewohnten Position Rechts außen und sehen in Saisons, in denen Deichmann eine konkurrenzfähige Mannschaft um sich herum hatte und dort gespielt hat, wo er hingehört, besser aus.
Fazit
Was also den Betrieb in Liga 3 betrifft, ist Deichmann auf alle Fälle einer der Spieler, die eine Mannschaft besser machen können, wenn taktisch und personell ein Rad ins andere greift. Angesichts dessen, wie unser Trainerteam Spieler individuell und taktisch verbessern kann, komme ich zu dem Schluss, dass Yannick Deichmann zu verpflichten ein guter Schachzug sein kann. Er abgesehen von der Innenverteidigung überall auf der rechten Seite und in der Zentrale einsetzbar. Charakterlich sollte es auch passen. Drei Jahre beim FC St. Pauli, für den er neben seiner Haupttätigkeit in der zweiten Mannschaft auch vier Einsätze in der 2. Bundesliga zu verbuchen hat, und vier Jahre Tätigkeit beim VfB Lübeck sollten Beweis genug sein, dass dieser Spieler sich integrieren kann und in jeder Mannschaft seinen Platz findet. Wenn Michel Köllner einen Spieler holt, ist klar, dass er von dem Spieler und dessen Qualitäten überzeugt ist. Das sollte eigentlich jedem Fan des TSV 1860 München als Grund reichen, den Spieler gut zu finden.
Kevin Goden (1. FC Nürnberg)
Kommen wir nun zu Spieler Nummer zwei bei den Gerüchten: Kevin Goden. Der gebürtige Rheinländer (ausgebildet beim 1. FC Köln) ist 1,83 m groß, Rechtsfuß und stand zuletzt vier Jahre beim 1. FC Nürnberg unter Vertrag. Er wurde zur Saison 19/20 für ein Jahr nach Braunschweig verliehen und hat unter Michael Köllner, der ihn seinerzeit nach Franken holte, bereits vier Einsätze als rechter Verteidiger und einen Einsatz als rechter offensiver Flügelspieler in der Bundesliga in seiner Vita stehen. Dreimal durfte Goden, der bei seinem Bundesligadebüt im September 2018 gegen den FSV Mainz 05 neunzehn Jahre alt war, dabei von Beginn an ins Geschehen eingreifen. Zweimal wurde er eingewechselt. Mit dem Ende von Michael Köllners Aufgabe in Nürnberg spielte auch Goden beim Club keine Rolle mehr in der 1. Mannschaft. Nun soll er angeblich den TSV 1860 München verstärken.
Was könnten wir von Goden erwarten?
Kevin Goden ist ein vielseitiger Allrounder für die rechte Seite. Zweikampfstark, kopfballstark und eine absolute Rakete was seine Schnelligkeit betrifft. Seine relevanten statistischen Werte zeigen keinerlei Schwächen im defensiven Bereich. Während seiner Zeit bei Eintracht Braunschweig vorletzte Saison hat er in seinen wenigen Einsätzen bewiesen, dass er ein Spieler ist, der die Position rechts hinten gut beherrscht.
Offensiv kann er eine absolute Waffe sein. Dribbelstärke vereint mit einer unfassbar hohen Schussgenauigkeit sind die Attribute, die Goden hier mitbringt. Die meisten anderen statistischen Werte liegen im Durchschnitt dessen, was man von einem Spieler auf seiner Position erwarten kann.
Kevin Goden – ein neuer Konkurrent für Marius Willsch?
Gibt es Schwächen?
Als einzige mögliche Schwäche offenbaren die statistischen Werte Godens das Passspiel, aber der Schein trügt. Erfolg und Misserfolg hat beim Passspiel hat aber immer drei Komponenten. Da wären natürlich der Passgeber und der Empfänger, aber auch die taktische Marschroute. Und wenn man sich seine Statistik unter den einzelnen Trainern ansieht, fällt auf, dass die Passgenauigkeit in seiner Zeit unter Michael Köllner, als er ein paar Spiele in der Bundesliga absolviert hat, höher ist als im kompletten Rest seiner statistisch erfassten Karriere.
Welche Gründe hat das?
Einerseits die höhere Qualität der Mitspieler, andererseits wahrscheinlich das bessere taktische Konzept. Und dass ein junger Spieler bessere Passquoten in der höchsten Spielklasse hat als in einer unterklassigen Liga, zeugt einerseits von seinem guten taktischen Verständnis, andererseits auch davon, dass speziell der Trainer, den er zu diesem Zeitpunkt hatte, weiß, wie er diesen Spieler offensiv taktisch einstellen muss, damit Fehlpässe Mangelware bleiben. Knapp 90% von Godens Pässen waren zu dieser Zeit nicht defensiv. Trotzdem hat er unter Michael Köllners Regie eine für einen Außenspieler gute Quote von 70% an nicht defensiven gelungenen Pässen vorzuweisen. Im Vergleich zu den niederklassigen Saisons unter anderen Coaches sind das Welten. Godens Passspiel entpuppt sich – wenn man den richtigen Blickwinkel einnimmt – also als gut für diese Position. Luft nach oben ist allerdings vorhanden.
Fazit
Die Fähigkeit, Godens in manchen Bereichen noch durchschnittlichen Werte zu verbessern, hat das Trainerteam des TSV 1860 München auf alle Fälle. Dass der Noch-Clubberer charakterlich gut zum Team passen wird, sollte außer Frage stehen. Der Trainer kennt ihn ja schon lange genug. Für mich steht hinter dieser Personalie kein Fragezeichen, sondern ein Ausrufezeichen. Wenn man den bekommen kann, sollte man ihn holen. Ein Spieler in diesem Alter, der trotzdem schon relativ viel Erfahrung gesammelt hat, ist als Backup ein guter Griff. Zudem heizt ein Talent auf dieser Position den Konkurrenzkampf mit Marius Willsch an und wird diesen ebenfalls besser machen.
Die Marketingoffensive des Vereins geht weiter und pünktlich zu den steigenden Temperaturen gibt es nun das Shirt “Wir sind der Verein” im Onlineshop des TSV 1860 München e.V.!
“Der TSV München von 1860 e.V. bringt passend zum Sommer ein weiteres neues T-Shirt in den Vereinsshop. Mit der Aufschrift „Wir sind der Verein“ können sich Fans und Mitglieder zu Ihrem Verein bekennen und den Löwen mit viel Stolz auf der Brust tragen. Wir danken an dieser Stelle allen Mitwirkenden und freuen uns auf die Möglichkeit, unseren Anhängerinnen und Anhängern einen weiteren tollen Artikel im Shop anbieten zu können. Die Einnahmen kommen dem Hauptverein (e.V.) zu Gute.”
Marketingoffensive des Vereins
Bereits in den vergangenen Wochen wurden einige attraktive Artikel ins Sortiment aufgenommen. Besonders zu nennen sind dabei das von Michael Wiethaus designte Shirt “A echter Münchner is a Sechzger”. Mit der Cap “110 Jahre Stadion an der Grünwalder Straße” könnt Ihr die Heimat der Löwen überall würdig repräsentieren.
Wem gehören welche Wort- & Bildmarken?
Schon im August 2020 erschien auf sechzger.de ein Artikel, in dem aufgezeigt wurde, welche Wort- und Bildmarken beim Verein liegen, welche bei der Merchandising GmbH. Aufgrund des Verkaufs der Fanartikel GmbH durch die KGaA ergibt sich beim TSV 1860 die kuriose (und unbefriedigende) Situation, dass der Verein nicht ohne Weiteres ein Shirt verkaufen darf, auf dem der Löwe in Verbindung mit den magischen vier Ziffern abgebildet ist. Hierzu bedarf es erst einer rechtlichen Prüfung, inwiefern die Wort- und Bildrechte genutzt werden dürfen.
LfgR vs. Merchandising GmbH
Selbiges gilt natürlich auch Fanclubs und andere Organisationen, wie beispielsweise die Löwenfans gegen Rechts leidvoll erfahren mussten. So ging die TSV 1860 Merchandising GmbH beispielsweise gegen das Logo der LfgR vor. Dieses stellt seit rund 25 Jahren die Wort-Bild-Marke von 1860 sowie eine Faust, die ein Hakenkreuz zertrümmert, dar.
Die Saison 1964/65 gilt bis heute als eine der besten und erfolgreichsten der Vereinsgeschichte. Zwar stand am Ende kein Titelgewinn, aber die Löwen zogen ins Finale des Europapokals der Pokalsieger ein. Die Spielzeit schloss der TSV 1860 mit der Teilnahme an der International Soccer League in den USA ab und traf dort auf namhafte Gegner.
International Soccer League
ISL? Nie gehört? Kein Wunder, denn die International Soccer League bestand lediglich von 1960 bis 1965 und sollte als eine Art Club-Weltmeisterschaft aufgebaut werden, die angesichts des parallel durch UEFA und CONMEBOL initiierten Intercontinental Cups zum Scheitern verurteilt war. Nichtsdestotrotz finden sich in der Teilnehmerliste der ISL einige namhafte Clubs. So traten u.a. der FC Bayern, die Blackburn Rovers, Besiktas, Everton, Dinamo Zagreb, Werder Bremen, EC Bahia, AS Monaco, Rapid Wien, Roter Stern Belgrad und Sporting Lissabon an.
Rekordsieger ist indes Dukla Prag, das die International Soccer League im Jahr 1961 für sich entscheiden konnte und den dazugehörigen Cup gleich viermal in Folge für sich entschied.
Der TSV 1860 in den USA
Im Jahr 1965 nahm nun also der TSV 1860 erstmals (uns einmalig) an dem Turnier in den USA teil. In der Selection I trafen die Löwen dabei auf die New York Americans, Portuguesa Sao Paolo, West Ham United und den FC Varese. Eine bunte Mischung, die auf den ersten Blick ebenso willkürlich erscheint wie der Modus, in der die Fünferliga ausgespielt wurde.
So musste Münchens große Liebe gegen die Teams aus Sao Paolo und Varese jeweils zweimal antreten, gegen New York und West Ham hingegen nur einmal.
Zwei Siege zum Auftakt
Der Turnierauftakt in den USA hätte für den TSV 1860 gar nicht besser verlaufen können. Zunächst schlugen die Löwen den Gastgeber New York Americans vor über 8.000 Zuschauern im Downing Stadium mit 2:0 (Tore: Grosser, Brunnenmeier). Auch der brasilianische Club Portuguesa Sao Paolo fand keine Mittel gegen den Deutschen Pokalsieger von 1964 und musste sich den Löwen mit 0:1 geschlagen geben (Tor: Brunnenmeier).
West Ham United wieder zu stark
Bis dahin verlief also alles reibungslos für die Löwen, doch am 06.06.1965 nahm die Siegesserie ein Ende. Der Gegner war kein Unbekannter: Nur wenige Tage zuvor hatte man in Wembley das Europapokalfinale mit 0:2 gegen West Ham United verloren und auch diesmal erwies sich der Gegner aus London als zu stark. Peters brachte die Hammers in der 3. Minute in Führung, Luttrop glich in der 6. Minute für Sechzig aus. Alan Sealey, zweifacher Finaltorschütze für West Ham, vergab diesmal zwar einen Elfmeter, entschied mit seinem Tor in der 81. Minute jedoch auch diesmal die Partie zugunsten seiner Farben.
1860 in den USA: Die Luft ist raus
Danach ging bei den Löwen nicht mehr viel in der ISL. Gegen den FC Varese aus Italien setzte eine 0:2-Pleite, das zweite Aufeinandertreffen mit Portuguesa Sao Paolo ging mit 2:4 (Tore: Richert, Grosser) verloren.
Zum Abschluss der International Soccer League in den USA musste der TSV 1860 erneut gegen den FC Varese antreten. Heute vor 56 Jahren, am 16.06.1965, kamen 10.000 Zuschauer in Chicago ins Stadion, um die beiden europäischen Teams zu sehen. Wieder hatten die Löwen keine Chance und gingen gegen die Italiener sang- und klanglos mit 2:5 unter.
Ligasieger aus Polen
Überraschenderweise entschieden die New York Americans die Gruppe nach der Auftaktniederlage gegen den TSV 1860 noch für sich. Im Finale zogen sie dann jedoch gegen Polonia Bytom den Kürzeren. Die Polen krönten sich somit zum letzten Sieger der International Soccer League.