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TAKTIKTAFEL-Analyse: TSV 1860 München – SV Meppen

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafel-Analyse des Spiels TSV 1860 München gegen den SV Meppen (1:1). Ein bitterer Punktverlust für die Löwen, aber auch ein ganz klar verdienter Punktgewinn für den SV Meppen.

Die Emsländer traten in München ohne echten Mittelstürmer an; nominell war das, was Trainer Rico Schmitt auf den Platz schickte, ein 4-2-3-1. Luka Tankulic wurde dabei als einzige Spitze aufgeboten. Tatsächlich war es bei eigenem Ballbesitz der Meppener mit Faßbender und Guder auf den Außenpositionen eher ein 4-3-3 mit einem hängenden Mittelstürmer oder – wenn man so will – einer falschen Neun.

Dem stellte Michel Köllner das in dieser Saison in den meisten Spielen bisher gezeigte 4-1-3-2 mit Bär und Mölders im Sturm entgegen. Biankadi blieb zunächst überraschenderweise auf der Bank. An seiner Stelle wurde Stefan Lex in die Startelf berufen.

Die wichtigsten statistischen Zahlen des Spiels

  • Ballbesitz 60%:40% (zugunsten des TSV 1860 München)
  • Passgenauigkeit TSV 1860 81%, SV Meppen 76%
  • defensive Zweikampfquote TSV 1860 57%, SV Meppen 60%
  • Schüsse/aufs Tor TSV 1860 18/9, SV Meppen 16/8
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) TSV 1860 7,33, SV Meppen 11,61

Die erste Halbzeit

In einer fulminanten ersten Viertelstunde brannten die Löwen mit 70% Ballbesitz während dieser 15 Minuten ein richtiges Offensivfeuerwerk ab. Eine hochkarätige Chance konnte Bär nicht verwandeln und ein Tor von Richy Neudecker wurde wegen Foulspiels aberkannt. Die Löwen waren bissig, hauten sich, nah am Mann, gegen den Ball in die Zweikämpfe rein, und überraschten den Gegner mit dieser Wucht zunächst. Just in diese starke Anfangsphase des TSV 1860 München fiel dann in der 18. Minute der Gegentreffer durch einen Konter, der klar besser verteidigt hätte werden müssen. Aber dazu kommen wir etwas weiter unten.

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit kamen die Meppener nun klar besser ins Spiel als zuvor. Trotz deutlich weniger Ballbesitz konnten sie gleichviele Schüsse abgeben wie unsere Löwen. Die schnell gespielten Positionsangriffe und auch die Konter des SV Meppen wurden vom TSV 1860 München nicht mehr so konsequent verteidigt. Nur neun abgefangene Bälle und zwölf gewonnene Zweikampfduelle gegen den Ball sprechen hier Bände.

Offensiv präsentierten sich die Löwen weiterhin zumindest bis vor den Strafraum gut. Viermal kamen die Löwen auch noch aus dem Spiel heraus zum Abschluss in der gegnerischen Box, allerdings mit mehr oder weniger ungefährlichen Schüssen, die Domaschke nicht vor große Probleme stellten. Eine Standardsituation war es schließlich die dem TSV 1860 München zum Ausgleich verhelfen sollte. Bär traf in der 40. Minute per Kopf nach einer Ecke von rechts.

Dieser Gegentreffer schockte Meppen nicht im geringsten. Weiterhin brachten sie ihr schnelles Spiel auf den Platz und weiterhin waren die Löwen im Verhalten gegen den Ball viel zu langsam und zu passiv. Kurz vor Ende der ersten Hälfte hätten sich die Sechzger nach einem Angriff, der zunächst eine Schusschance für Tankulic bot und nach einer Glanzparade von Hiller Fassbender mit dem Kopf vergeigte, nicht über den erneuten Führungstreffer der Gäste beschweren dürfen.

Das 0:1

Als bei einem Angriff der Löwen Mölders an der Sechzehnmeterlinie einen Pass von Dressel nicht verarbeiten kann, kommt die Meppener Defensive in Ballbesitz und spielt sich zunächst über eine klassische Dreiecksformation vor dem Strafraum sehr schnell frei. Einen langen Flachpass auf Tankulic am Mittelkreis lässt dieser zurückprallen zu Evseev der aus den Lauf heraus Guder auf Halbrechts bedienen kann. Am aus Meppener Sicht rechten Strafraumeck der Sechzger kommt Guder schließlich an diesen gut getimten hohen langen Pass und schließt mit dem ersten Kontakt über Hiller hinweg ins Tor ab.

Bei diesem tadellos herausgespielten Konter des SV Meppen waren die Spieler des TSV 1860 München bei jeder Ballberührung der Meppener zu weit von den Gegenspielern entfernt, als dass defensiv etwas ausgerichtet hätte werden können.

Klar ist: Einen Konter zu verteidigen ist immer schwer, vor allem wenn der mit einer solchen Präzision ausgeführt wird wie in diesem Fall. Trotzdem müssen die Löwen meiner Meinung nach die Dreickspassformation vor dem Meppener Strafraum früher stören. Herumstehen wie ein Reh im Scheinwerferlicht und dem Gegner zusehen, ist nicht das, was man auf der Tribüne (und Trainerbank) sehen will.

Als der lange Pass auf Takulic kommt, muss man diesen zudem irgendwie verhindern. Wenn das nicht geht, muss ein Spieler verdammt nochmal nah genug an Tankulic dran sein und ihn foulen, bevor er den Ball bekommt. Dass die Laufwege der Abwehrspieler zurück, was den Positionen beim vorangegangenen Angriff der Löwen geschuldet war, gegen Guder auf der Halbposition auch eher begleitend als störend waren, kommt erschwerend hinzu. Zu guter Letzt kommt Hiller noch etwas zu spät oder zu langsam aus seinem Kasten und steht beim Lupfer von Guder zu weit vom Schützen entfernt, um eingreifen zu können.

Das 1:1

Nach einer Ecke von Neudecker auf den kurzen Pfosten trifft Bär per Kopf zum bis dahin verdienten Ausgleich.

Die zweite Halbzeit

Offensiv kann man auch in der zweiten Halbzeit den Spielern des TSV 1860 München nichts vorwerfen. Es wurde auf Gedeih und Verderb alles versucht, um dieses vermaledeite zweite Tor zu schießen. Gleich nach dem Pausentee hatte Mölders mit einem Lattenpendler, der leider nicht hinter der Linie war, die wohl größte Chance zur Führung für die Sechzger.

Gegen den Ball war das, was unsere Löwen boten, jedoch eine absolute Katastrophe. Zu passiv, zu große Abstände, zu langsam. In der gesamten zweiten Halbzeit wurden von den Sechzgern überhaupt nur fünfundzwanzig direkte Duelle gegen den Ball geführt. Davon wurden mit zwölf nicht einmal die Hälfte gewonnen.

Diese Art und Weise, defensiv zu agieren, ist eines Löwen nicht würdig. In keiner der defensiv für Zweikampfverhalten relevanten Statistiken stehen die Löwen in der zweiten Halbzeit über einem Wert von 50%.

Dass es vorn nicht klappt, kann passieren. Es gibt ja immer noch einen Gegner, der versucht, Tore zu verhindern. Dass man in den zweiten 45 Minuten so gegen den Ball arbeitet, hat mich beim Spiel und einige Stunden danach aufgeregt. Und heute, da ich diese Zeilen schreibe, reg ich mich schon wieder drüber auf. Defensiv war die zweite Halbzeit eine Nichtleistung.

Fazit

Vor dem Spiel war klar, dass wir es tunlichst gewinnen sollten, um den Anschluss nach vorne nicht zu verlieren. Folglich spielten die Löwen einerseits guten Offensivfußball, bei dem leider aus dem Spiel heraus kein Erfolgserlebnis erzielt werden konnte. Andererseits zeigt man gegen den Ball ein so passives Verhalten, vor allem in der letzten Reihe, aber auch teilweise im Mittelfeld. So ein pomadiges Abwehrverhalten wie in der zweiten Halbzeit, bei dem sich jeder auf sein Stellungsspiel verlässt, aber kaum defensive Zweikämpfe geführt wurden, will ich nie wieder sehen.

Noch ist trotzdem alles im grünen Bereich, sechs Punkte fehlen bis zur Spitze, vier Punkte auf einen Aufstiegsplatz. Das Tabellenbild (auch auf unserer Startseite zu finden) ist nach sieben Spieltagen schon sehr spannend.

Meppen war für uns zuhause schon immer ein eher unangenehmer Gegner. Vielleicht liegt uns am kommenden Sonntag Halle etwas besser. Zehn erzielte Tore für den TSV 1860 München in den letzten beiden Spielen dürften uns zuversichtlich stimmen, dort etwas mitnehmen zu können.

Datenquelle: Wyscout

Der 2222. – und vielleicht letzte – Artikel auf sechzger.de

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Jubiläum: 2222 (und vielleicht der letzten) Artikel – deswegen: Mitarbeiter & Unterstützung gesucht

Gestern haben wir bei sechzger.de keinen Artikel veröffentlicht, es konnte einfach niemand.  Aus diesem Grunde jetzt hier unser exakt 2222. Beitrag: Das ganze ziemlich genau eineinhalb Jahre nach unserer Neu-Gründung.

Zeit ein kleines Fazit zu ziehen und um Unterstützung zu bitten.

La Manga, Januar 2020. Nach fast 20 Jahren Pause geht sechzger.de wieder an den Start. Beim ersten Trainingslager unter Michael Köllner. Mit einem uralten Laptop und einem Smartphone werden die ersten Artikel und Videos aus Spanien eingestellt. Von einigen Seiten milde belächelt. Aber es freut mich ja, wenn ich anderen eine Freude in Form eines Lächelns bescheren kann.

Die bald aufkommende Corona-Pandemie macht es nicht leichter. Stadionbesuche sind nahezu unmöglich. Dennoch: das sechzger.de-Team vergrößert sich und wir bleiben am Ball. Es folgt eine Kooperation mit dem Wochenanzeiger und die ersten guten Gespräche mit dem TSV 1860. In der folgenden Saison 2020/21 sind wir als einziges Medium aus München bei jedem Spiel mit einem Vertreter vor Ort und fast immer im Stadion. Nur in Duisburg gibt es keine Möglichkeit hineinzugelangen. Ein Mitarbeiter von sechzger.de berichtet trotzdem vor Ort, zwischen den hupenden Duisburgern in ihren Autos und neben Prinz Eisenherz.

Umfangreiche Artikel werden geschrieben, ausführliche Interviews mit Aaron Berzel oder Heinz Schmidt geführt, um nur zwei von vielen an dieser Stelle zu nennen. Die TAKTIKTAFEL wird eingeführt und selbst von Michael Köllner lobend erwähnt. Gibt es irgendwo umfangreichere Vor- und Nachberichte oder Spielanalysen rund um den TSV 1860?

Die Frage, die uns oft gestellt wurde und wird lautet: „Warum macht ihr das?“. Die Antwort ist ganz einfach: „Weil es uns Spaß macht. Außerdem weil wir es können“.

Aber können wir es noch? In den letzten Wochen war fast durchgängig 1/3 oder mehr unserer Redaktion in Urlaub. Für den Rest war es als reines Hobby eindeutig zu viel. So viel, dass wir nahe dran sind dass es eben keinen Spaß mehr macht. Das wollen wir vermeiden.

Dafür wäre es hilfreich, noch mehr aktive Mitarbeiter zu haben. Egal ob Du einen Artikel am Tag oder einen im Monat schreiben möchtest. Oder uns bei den technischen Details unterstützen willst. Wir finden die richtige Sparte für Dich.

Du hast Lust, an einer besseren Berichterstattung für ein besseres 1860 mitzuwirken? Dann freuen wir uns über eine kurze Vorstellung von Dir. Gerne persönlich im Stadion oder per Mail an stephanATsechzger.de. Das AT steht für das @-Zeichen. Du kannst uns natürlich auch über Facebook oder Insta schreiben.

Ansonsten freuen wir uns einfach darüber, wenn Du unsere Beiträge liest und bei Gefallen in den sozialen Netzwerken teilst. Kritik und Verbesserungsvorschläge sind natürlich auch gerne gesehen.

Sollte dieser Aufruf ins Leere gehen, könnte es tatsächlich passieren dass der 2222. Beitrag auch einer der letzten ist.

Wir wünschen allen Löwen einen guten Wochenstart!

Erfolgreiches Wochenende: Nur die 4. Mannschaft des TSV 1860 verliert

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Klar, die Profis stehen bei den Löwen im Fokus und können mit dem 1:1 gegen den SV Meppen nicht zufrieden sein. Auch die U21 kam trotz Unterstützung aus dem Drittligakader nicht über ein Remis hinaus. Alles in allem blickt der TSV 1860 jedoch auf ein erfolgreiches Wochenende zurück.

TSV 1860: Nur eine Niederlage am Wochenende

Lediglich die 4. Mannschaft musste eine Niederlage einstecken, alle anderen Mannschaften erreichten zumindest ein Remis. Hier die Übersicht:

Samstag, 04.09.:
Profis – SV Meppen 1:1
FV Illertissen – U19 0:2
U15 – DFI Bad Aibling 5:0
DJK Ursensollen – Frauen 3:4

Sonntag, 05.09.:
U21 – SpVgg Hankofen-Hailing 1:1
FC Neuhadern II – 3. Mannschaft 1:7
TSV Trudering III – 4. Mannschaft 4:1
U16 – SpVgg Unterhaching II 3:0
SpVgg GW Deggendorf II – U11 1:1

TSV 1860 U21 kassiert späten Ausgleich gegen SpVgg Hankofen-Hailing

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U21 des TSV 1860 in der Bayernliga Süd
Die U21 des TSV 1860 auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße

Das war unnötig! Durch einen Gegentreffer tief in der Nachspielzeit gab die U21 des TSV 1860 gestern Nachmittag den Sieg gegen Bayernliga-Spitzenreiter SpVgg Hankofen-Hailing aus der Hand.

Unterstützung durch die Profis

Trainer Frank Schmöller konnte gegen die Niederbayern personell aus dem Vollen schöpfen und etliche Spieler aus dem Drittligakader aufbieten. So kamen u.a. Semi Belkahia, Fabian Greilinger, Tim Linsbichler und Kevin Goden zum Einsatz. Für die Führung sorgte jedoch Alexander Freitag, der die Kugel nach einer halben Stunde in den Winkel schweißte. Traumtor!

Hankofen-Hailing gleicht spät gegen 1860 aus

Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Tief in der Nachspielzeit köpfte Gänger nach einer Ecke zum 1:1 für Hankofen-Hailing ein. Ein fieser Nackenschlag! Ähnlich sah es auch Schmöller:

“Es war von der Art und Weise her eine gute Leistung. Im Nachgang frage ich mich: Warum spielen wir nicht immer so? Wir stehen zwar nicht mit ganz leeren Händen da, aber es fühlt sich momentan so an!”

Bild: Siegfried Nagelstutz

Liveticker: TSV 1860 München – SV Meppen (7. Spieltag)

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Liveticker TSV 1860 München SV Meppen
Liveticker SV Meppen TSV 1860 München

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 7.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem SV Meppen!

Nach dem Unentschieden bei Eintracht Braunschweig trifft der TSV 1860 München nun daheim auf den SV Meppen. Da werden natürlich Erinnerungen wach…

sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus München-Giesing.

 

Aufstellung:

1 Hiller – 36 Steinhart, 5 Moll, 6 Salger, 20 Deichmann – 14 Dressel, 8 Tallig, 31 Neudecker, 7 Lex – 15 Bär, 9 Mölders (C)

Bank:

40 Kretzschmar, 3 Lang, 11 Greilinger, 16 Goden, 17 Wein, 18 Knöferl, 19 Biankadi, 22 Linsbichler, 23 Staude

Tore:

0:1 Guder (18.), 1:1 Bär (40.)

Die Personalsituation

Diesen Löwen droht eine Sperre

Noch hat keiner der Löwen vier gelbe Karten kassiert. Damit droht logischerweise auch keine Sperre.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – SV Meppen außer im Liveticker noch verfolgen?

Neben den Zuschauen im Sechzgerstadion können alle anderen Anhänger des TSV 1860 München das Spiel bei MagentaSport live im Fernsehen und Online-Stream verfolgen. Das Spiel kommt nicht im Free-TV.

Seit Neuestem können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Den Gegner im Fokus: TSV 1860 – SV Meppen

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Technische Daten

Sportverein Meppen 1912 e.V.
Gründung: 29. November 1912
Mitglieder:
1859
Vereinsfarben: Blau-Weiß
Weitere Sportarten: keine
Website der Fußball-Gesellschaft

Das letzte Mal

Dienstag, 24. Januar 2021
TSV 1860 – SV Meppen 1:1
3. Liga, 20. Spieltag
Sechzgerstadion
Geisterspiel
Torschützen:
1:0 Belkahia (62.)
1:1 Bozic (76.)

Heimbilanz gegen den SV Meppen

4 Spiele
1 Sieg
2 Unentschieden
1 Niederlage

Gesamtbilanz gegen den SV Meppen

8 Spiele
3 Siege
3 Unentschieden
2 Niederlagen

Das erste Mal

Am Sonntag, den 5. Dezember 1993 unterlagen die Löwen auf Giesings Höhen dem SV Meppen mit 1:2. Es war der etwas ernüchternde Abschluss einer ansonsten berauschenden Hinrunde, in der die Löwen als Aufsteiger die 2. Bundesliga durcheinander gewirbelt hatten. Für den Tabellenzweiten 1860 bedeutete dieses Premierenduell mit den Emsländern die erste Heimniederlage der Saison. Die 22.000 Zuschauer, die die Löwen diesem Nachmittag in eine – wegen zweier Spielabsagen – bis März andauernde Winterpause verabschiedeten, ahnten nicht, dass nach dem Rückspiel in Meppen ein gutes halbes Jahr später die Rückkehr des TSV 1860 in die Bundesliga feststehen sollte.


Der einzige Heimsieg

Bei bisher vier Aufeinandertreffen mit dem heutigen Gegner auf Giesings Höhen gelang den Löwen erst ein Sieg. Nach dem 1:0 am 23. März 2019 (Torschütze: Philipp Steinhart per Foulelfmeter) lag der Aufsteiger auf dem beachtlichen fünften Tabellenplatz, der Klassenerhalt schien geschafft, allerspätestens nach dem 1:1 in Braunschweig eine Woche später. Was dann folgte war eine beispiellose Serie von fünf Niederlagen – erst am 11. Mai konnte mit einem Sieg über Fortuna Köln die Drittligazugehörigkeit für die folgende Saison gesichert werden.

Zum Reinhören: Das Vereinslied


Tabellenplätze der Vorsaison

3. Liga 2020/21: 1860 & Meppen


Prognose 2021/22

Wie zuletzt die Kölner Viktoria hatte auch unsere heutigen Gäste vor dieser Saison kein Drittligatrainer auf seinem Aufstiegsfavoriten-Zettel. Nicht wirklich überaschend, waren die Emsländer ja überhaupt nur aufgrund des Lizenzentzugs für den KFC Uerdingen in der Liga verblieben. Meppens Co-Trainer Mario Neumann (der diese wichtige Aufgabe von seinem Chefcoach übertragen bekommen hatte) nannte Eintracht Braunschweig, den FCK und unseren TSV 1860 als seine heißen Kandidaten für die Rückkehr in die 2. Bundesliga.

Den Erwartungen des Wettanbieters tipico zufolge wiederholt sich im Emsland im Frühsommer 2022 das Drama des Vorjahres: Zusammen mit Zwickau und Viktoria Berlin erwartet man die Meppener am Saisonende ganz weit unten in der Tabelle. Lediglich der TSV Havelse wird noch schwächer eingestuft.


Große Gegner für den SVM

Der SV Meppen hatte in dieser noch jungen Saison schon klangvolle Namen vor der Brust. Innerhalb von nur vier Tagen traf man zunächst in einem recht spontan vereinbarten Testspiel auf Lazio Rom und erreichte ein durchaus beachtliches 1:1. Vier Tage später empfing man in der ersten DFB-Pokalrunde den nächsten Hauptstadt-Klub: Hertha BSC. Erst in der Nachspielzeit mussten sich die tapferen Emsländern den Berlinern mit 0:1 geschlagen geben.

Profiteure von Lizenzentzügen –
und was sie daraus machen

Hier geht es nun um sportliche Absteiger, die nur in der 3. Liga bleiben durften, weil ein anderer Verein die (wirtschaftlichen) Voraussetzungen nicht erfüllte: 2013 blieb Darmstadt 98 Dank der finanziellen Schwierigkeiten von Kickers Offenbach in der 3. Liga – und fand sich zwei Jahre später in der 1. Bundesliga wieder. Im Sommer 2017 war es der SC Paderborn (und wir Löwen daran bekanntermaßen nicht ganz unbeteiligt), der trotz sportlichen Abstiegs drittklassig blieb. Auch hier folgte der direkte Durchmarsch in die Eliteliga für die Ost-Westfalen. Da stellt sich nun die berechtigte Frage: Setzt unser heutiger Gegner, der am Ende der vergangenen Saison nur wegen des Rückzugs des KFC Uerdingen in der Liga bleiben durfte, diese Serie fort?

Sechzig @ 1860: TAKTIKTAFEL vor dem Spiel gegen Meppen

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Willkommen bei Sechzig @ 1860! Wir informieren euch wie gewohnt über alles Wichtige des Tages rund um die Löwen.

TAKTIKTAFEL vor dem Spiel gegen Meppen

Unser Taktikfuchs Bernd Winninger hat in gewohnter Manier den Gegner analysiert und in seiner TAKTIKTAFEL aufgeführt. Keyfacts zum morgigen Gegner:

  • Ballbesitz 49%:51%
  • Passgenauigkeit 75%
  • Defensive Zweikampfquote 64%
  • Flankengenauigkeit 27%
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 8,27

Köllner: keine Sorgen um Mölders und Lex

Zur Torflaute unserer Nummer 7 zeigte sich der Cheftrainer unbesorgt: “Der braucht halt jetzt dann mal ein schmutziges Tor, dann läuft es wieder.” Auch Kapitän Sascha Mölders werde zu alter Form zurückfinden: “Sascha ist im Moment mit seiner eigenen Leistung sicher nicht ganz zufrieden, er arbeitet aber unheimlich viel für die Mannschaft. Ich mache mir keine Sorgen, sondern gehe davon aus, dass sich viele Fragen und Fragezeichen zu diesem Thema in den nächsten Wochen in Wohlwollen auflösen werden.”

Deadline-Day in Liga 3: diese Spieler sind noch ohne Verein

Die namhaftesten Profis ohne Verein, die auch für die aktuellen Drittligisten realistisch erscheinen, sind aus Sicht des TSV 1860 wohl Ex-Löwe Korbinian Vollmann, Manuel Farrona Pulido und Jan Löhmannsröben (beide zuletzt bei Hansa Rostock). Wer noch alles auf dem Markt zu haben ist, lest ihr hier.

1860 : Meppen – Ergebnistipp vom Stadionsprecher

Der neue Stadionsprecher der Löwen, Sebastian Schäch, für uns das kommende Spiel (1860:Meppen) getippt. Der Nachfolger von Stefan Schneider tippt auf einen 2:0-Heimsieg. Wer seiner Meinung nach die Tore erzielen werden, könnt ihr hier nachlesen.

Fan-Infos zum Heimspiel gegen Meppen

Auch zum kommenden Heimspiel gegen den SV Meppen haben wir euch mit den wichtigsten Infos ausgestattet. Neben 3G-Nachweis, die bei den COVID-Stewards zu erbringen ist, braucht’s wie gewohnt ein ausgedrucktes, personalisiertes Ticket sowie einen Lichtbildausweis. Entgegen anderslautender Berichte muss die Maske nur Im Eingangsbereich und auf dem Weg zum Platz, nicht jedoch am Platz selbst getragen werden.

Köllner erwartet “knüppelhartes Spiel” gegen Meppen

1860-Coach Köllner rechnet am morgigen Samstag mit einem “knüppelharten Spiel” gegen den SV Meppen im Grünwalder Stadion. Der kommende Gegner aus dem Emsland hat bislang mehr Punkte – obwohl der SV Meppen in der vergangenen Saison sportlich abgestiegen war. Entsprechend geben sie für Köllner “ein anderes Bild” ab: “Meppen ist nicht gewillt, eine Runde wie letztes Jahr zu spielen.” Das führe auch dazu, dass der SVM derzeit vielleicht “über Form” spielen könnte. Köllner warnte daher: “Wir müssen uns deshalb auf ein knüppelhartes Spiel einstellen und alles dafür tun, um die drei Punkte einzufahren und um weiter an unserer Heimstärke zu arbeiten.”

Die grantelnden Rentner

Stephan Tempel hat es in seiner humorvollen Kurzgeschichte der beiden grantelnden Rentner auf den Punkt gebracht: die künstlich heraufbeschworene Olympiastadion-Diskussion für das DFB-Pokalspiel gegen den FC Schalke 04, die eigentlich nur aus einer allseits bekannten Ecke geplärrt und mit sich selbst diskutiert wird, nehmen “Hans” und “Sepp” wundervoll auf’s Korn.

Fan-Infos zum Heimspiel gegen Meppen

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Kartenausschnitt und Titelbild: © OpenStreetMap-Mitwirkende unter der ODbL-Lizenz

Fan-Infos zum Spiel gegen den SV Meppen

Morgen um 14 Uhr ist es soweit: 1860 empfängt  auf Giesings Höhen den Drittligisten SV Meppen. Trotz Inzidenz über 50 dürfen ca. 6.200 Zuschauer*innen den (hoffentlich) Löwensieg direkt vor Ort verfolgen. Folgende Voraussetzungen sind auch morgen wieder an den Einlass ins Stadion geknüpft:

  • Die Tickets müssen personalisiert (Name, Vorname, Geburtsdatum, Telefonnummer oder E-Mail) und ausgedruckt (DIN A 4-Format) mitgebracht werden;
  • Jede Person muss ihren Lichtbildausweis mitbringen;
  • Jede Person muss über einen 3G-Nachweis verfügen, das bedeutet:
    • Vollständig geimpft sein (14 Tage nach Zweitimpfung bzw. Bei Johnson&Johnson nach der Einmalinjektion) oder
    • nachweislich genesen sein oder
    • negativ getestet (maximal 24h vor Spielende, PCR oder Antigen-Schnelltest).
  • Es herrscht Maskenpflicht im Stadion. Erstmalig in dieser Saison genügt eine medizinische Maske. Erst am Platz darf die Maske abgenommen werden;
  • Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten;
  • Stehplätze sowie Alkoholausschank im Stadion sind verboten;
  • Sichtlich alkoholisierten Personen wird der Zutritt zum Stadion verwehrt.

Hier findet ihr die “Covid-Stewards”

Die Zuschauer*innen für das Heimspiel gegen Meppen müssen einen 3G-Nachweis erbringen. Dieser findet nicht am Einlass zum Stadion, sondern in dessen Nähe an vielen verschiedenen Standorten bei sogenannten “Covid-Stewards”, statt. Diese händigen den Fans mit 3G-Nachweis ein entsprechendes Einlassbändchen aus.

Wir haben für euch eine Übersichtskarte (ohne Gewähr) erstellt, wo die Stewards wahrscheinlich zu finden sind (blaue Punkte):

Nachpersonalisierung von Tickets jetzt gegen Gebühr

Das Nachpersonalisieren bzw. Umpersonalisieren von Tickets ist auch heute möglich. Jedoch wird für diesen Service nun eine Bearbeitungsgebühr von 5 Euro fällig. Die Umpersonalisierung kann am Stadion durchgeführt werden – einfach die COVID-Stewards fragen!

Bitte vergesst euren 3G-Nachweis, die FFP-2 Maske, das Ticket ausgedruckt im DIN A 4-Format sowie den Lichtbildausweis nicht!

Für diejenigen mit der längeren Anreise sei unsere TAKTIKTAFEL vom Experten Bernd Winninger ans Herz gelegt.

Michael Köllner macht sich keine Sorgen um Mölders und Lex

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Michael Köllner Löwenrunde Meppen

In der heutigen LÖWENRUNDE vor dem Spiel gegen den SV Meppen beschäftigten sich die Fragen der Medienvertreter auch mit zwei Offensivpersonalien, bei denen es in den ersten Spielen der neuen Saison noch nicht ganz rund läuft: Mit Mölders und Lex.

Abwärtstrend bei Sascha Mölders?

Auf die Frage ob Sascha Mölders in dieser Saison mehr Chancen ungenutzt lasse, als in der vergangenen Saison und ob Köllner bei seinem Kapität entsprechend einen Abwärtstrend diagnostiziere, wies der Coach darauf hin, dass er stets die Gesamtentwicklung von Spielern unter seiner Verantwortung betrachte. Diese schilderte er für Mölders so: “Wie ich gekommen bin, wollte er aufhören, da lagen die Schuhe schon im Schrank. Er hat dann wieder Spaß am Fußball gefunden und ist gut in Fahrt gekommen.” Aber Köllner erinnert sich auch an vergebene Chancen in der letzten, insgesamt ja überragenden Saison für den Fußballgott: “Zum Beispiel gegen Frankfurt im Pokal, da standen wir draußen und haben gedacht ‘Warum schießt er denn das Tor nicht?'”

Ein Spieler müsse zu Beginn einer neuen Saison seinen Rythmus finden, was gerade einem älteren Akteur manchmal etwas schwerer falle. “Sascha ist im Moment mit seiner eigenen Leistung sicher nicht ganz zufrieden, er arbeitet aber unheimlich viel für die Mannschaft.” In den letzten Spielen habe sich der Käpitän “brutal für die Mannschaft aufgerieben”. Natürlich erwarte man auch in dieser Saison Tore und Vorlagen von Mölders, aber der Löwentrainer ist zuversichtlich, dass die auch wieder fallen werden: “Ich mache mir keine Sorgen, sondern gehe davon aus, dass sich viele Fragen und Fragezeichen zu diesem Thema in den nächsten Wochen in Wohlwollen auflösen werden.”

Ladehemmung bei Stefan Lex?

Eine weitere Offensivkraft, die zuletzt im Löwenumfeld das Prädikat “Sorgenkind” verliehen bekam, ist Stefan Lex. Seit Ende Februar und dem Heimsieg gegen Unterhaching wartet der gebürtige Erdinger nun schon auf seinen nächsten Treffer und vergab zuletzt mehrfach 100%ige Chancen. Wie er die Ladehemmung seiner Nummer 7 lösen könne, bezeichntete Köllner zwar als “komplexes Thema”, betonte aber, er sei “relativ entspannt”. Wichtig sei zuallererst, dass ein Spieler in Torsituationen hineinkäme und es sei erfreulich, dass Lex zuletzt – anders als in einer Phase zuvor – wieder mehr Chancen auf einen Torerfolg bekäme. “Und jetzt geht es für ihn darum, die nötige Ruhe zu behalten und vor der Kiste nicht in irgendwelche gedanklichen Szenarien reinzukommen.” Auch um Lex macht sich der Löwendompteur also keine Sorgen: “Der braucht halt jetzt dann mal ein schmutziges Tor, dann läuft es wieder.”

Treffen morgen wieder beide?

Der Verfasser dieser Zeilen ist übrigens sehr optimistisch, dass schon morgen der Knoten bei Stefan Lex platzen könnte: In der vergangenen Saison erzielte er sein erstes Saisontor schon in der 3. Spielminute des ersten Spieltags. Und im gleichen Spiel traf übrigens auch Sascha Möders: In der Nachspielzeit zum 3:1.
Gegner damals? Der SV Meppen!

 

TSV 1860 – SV Meppen (7. Spieltag): Ergebnistipp Sebastian Schäch

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Für den Tipp zur morgigen Partie des TSV 1860 München gegen den SV Meppen haben wir jemanden befragt, der näher kaum dran sein könnte am Geschehen. Stadionsprecher Sebastian Schäch schaut den Protagonisten im Sechzgerstadion quasi über die Schulter und hat die ehrenvolle Aufgabe, sowohl die Stimmung auf Giesings Höhen anzuheizen, als auch die Torschützen unserer Löwen zu präsentieren.

Stadionsprecher Sebastian Schäch optimistisch

Für das Heimspiel der Löwen gegen den SV Meppen ist Stadionsprecher Sebastian Schäch zuversichtlich und tippt auf einen Sieg für München große Liebe.

“Ich tippe ein 2:0!”

Auch hinsichtlich der Torschützen hat Schäch eine ganz klare Vorstellung.

“Dressel und Lex. Ich würde mich besonders für Stefan Lex freuen, wenn er seine starken Spiele auch mit einem Tor krönen könnte!”

Dem schließen wir uns vollumfänglich an, damit bei unserer Nummer 7 endlich wieder der Knoten platzt.

Ein schweres Erbe

Bereits seit 1993 ist Sebastian Schäch Fan der Münchner Löwen. Zuletzt agierte er jahrelang als Assistent von Stefan Schneider. Nach dessen überraschendem Rücktritt im März übernahm zunächst Pressesprecher Rainer Kmeth die vakante Position. Zur neuen Saison jedoch wurden die Karten neu gemischt und mit Sebastian Schäch die naheliegendste Lösung als neuer Stadionsprecher vorgestellt. Und was hat “der Neue” schon für geile Spiele begleiten dürfen? Die emotionale Fanrückkehr gegen Würzburg, der grandiose Sieg im Pokal gegen Darmstadt, der späte Ausgleich in Unterzahl gegen Türkgücü und der relativ souveräne Sieg gegen Viktoria Köln. Bislang also eine durchaus sehenswerte Bilanz für Schäch, hauptberuflich Moderator bei Antenne Bayern. So darfs weitergehen!