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Liveticker: Türkgücü gegen den TSV 1860 München

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 32.Spieltag zwischen Türkgücü München und dem TSV 1860 München!

Der TSV 1860 München gastiert beim Tabellenachten Türkgücü im Olympiastadion. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel.

Türkgücü TSV 1860 0:2

 

Aufstellung: 1 Hiller – 6 Salger, 27 Belkahia, 25 Willsch – 14 Dressel, 31 Neudecker (78. 17 Wein) – 19 Biankadi, 7 Lex (91. 18 Knöferl), 8 Tallig (89. 13 Erdmann), 11 Greilinger – 9 Mölders

Bank: 40 Kretzschmar, 3 Lang, 21 Djayo, 32 Gresler

Tore: 0:1 Neudecker (59.), 0:2 Belkahia (83.)

Die Personalsituation

Philipp Steinhart hat im Spiel gegen den SC Verl seine fünfte gelbe Karte gesehen und ist somit heute gesperrt. Weiterhin nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler, Keanu Staude und Quirin Moll.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit vier gelben Karten vorbelastet ist aktuell Erik Tallig. Bei einer möglichen gelben Karte am heutigen Tage müsste er gegen Viktoria Köln pausieren.

Wo könnt ihr das Spiel Türkgücü – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Wie wir bereits berichteten, wird nicht nur das Spiel im Toto-Pokal sondern auch das Duell in der 3.Liga gegen Türkgücü im Free-TV übertragen. Der BR zeigt das Spiel live im Fernsehen und im Online-Stream.

Außerdem überträgt MagentaSport das Spiel für Abonennten im Fernsehen, auch online könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Zudem ist das Löwenradio heute ausnahmsweise auswärts im Einsatz. Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch hoffentlich spannende 90 Minuten.

Vor 50 Jahren: Göppinger Sportverein 1895 – TSV 1860 München

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Göppinger Löwen
Göppinger Löwen

Göppinger Sportverein 1895  vs  TSV München von 1860 – 17. April 1971 / Regionalliga Süd 1970/71

Ein Gastartikel von LEschi, Göppinger Löwen

Heute auf den Tag genau vor 50 Jahren, am 17. April 1971 gab es das bislang letzte von 2 Spielen des TSV 1860 München gegen den 1. Göppinger Sportverein 1895. Der GSV, als Meister der 1. Amateurliga Nordwürttemberg 69/70, durfte nach erfolgreicher Aufstiegsrunde, in der damals zweithöchsten deutschen Fußballliga spielen. Zum ersten und einzigen Mal.

Der damalige Spielmodus: 2. Liga = Regionalliga

Wie in den Jahren davor wurde die „zweite Liga“ in 5 (fünf) Regionalligen ausgetragen. Nord, Berlin, West, Südwest und Süd. Meister und Vize der jeweiligen  Liga durften dann um die zwei Aufsteigsplätze zur Bundesliga streiten. Reformiert wurde dieser Modus auf 2. Liga Nord und Süd im Jahre 1974. Die eingleisige 2. Liga, so wir sie heute kennen, gab es dann ab 1981. Wenn auch mit Unterbrechungen.

Die schwierige Suche nach Zeitzeugen zu diesem Spiel

Franz Hell war natürlich damals schon unterwegs und kann sich sogar noch gut an dieses Spiel erinnern. Gab es zu diesem Spiel einen Fanbus, der von der Geschäftsstelle eingesetzt wurde. Das Reisen mit Fanbussen steckte zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen. Auswärtsfahrten wurden hauptsächlich mit dem Zug unternommen.

Obwohl ich mich ab und zu beim Göppinger Sportverein rumtreibe, konnte ich (wahrscheinlich coronabedingt) keinen Zeitzeugen aus dem Göppinger Lager ausfindig machen, der sich an dieses Spiel erinnert.

Die damaligen Löwenfreunde aus Göppingen und Umgebung, Mollo, Max, Sigge und Team, langjährige Weggefährten bei unzähligen Fahrten zu unseren Löwen, sind in den letzten Jahren von uns gegangen. Jetzt sind wir die Alten, der Edi und ich.

Immer noch unzählige Fans und Sympathisanten des TSV 1860 in der Region Göppingen

Daß es in unserer Region viele Sympathisanten von Münchens großer Liebe gibt, erlebe ich fast täglich. Autokennzeichen mit 1860 gibt’s zuhauf, und wenn sich die ‚Gelegenheit bietet quatsche ich die Leute an.

Göppingen ist auch die Heimat eines seit Jahrzehnten aktiven FanClubs unseres geilen Vereins. Eines der Banner der „Göppinger Löwen“ ist sicher jedem Leser aus dem blauen Lager schon begegnet. Das erste hing am 11.6.1983 beim Pokalfinale in Köln, mittlerweile haben wir unser drittes. Eine ausführliche Vorstellung des Fan-Clubs “Göppinger Löwen” gibt es hier.

Sportlich deutlich bekannter: Frisch Auf Göppingen – Handball

Sportlich weitaus bekannter als die Fußballer vom GSV sind die Handballer vom „Frisch Auf“ mit 11 deutschen und 6 europäischen Titeln.

Zurück zum Fußball.

Der größte Erfolg der Göppinger Fußballer war also die Saison 1970/71. Nach anfänglich starken Leistungen und guten Ergebnissen konnte der Abstieg nicht vermieden werden. Großes Verletzungspech und zu viele Unentschieden reichten am Ende nur zu Rang 17 von 19 Teams. Am Ende fehlten 4 Punkte zum Klassenerhalt. Auch die Löwen mußten noch 6 Jahre warten bis es mit dem Aufstieg in die 1. Liga klappte.

Der zwei zu null Sieg unserer Löwen in Göppingen weckte zwar Hoffnung auf den zweiten Platz, der aber  letztendlich mit 4 Punkten Vorsprung nach Karlsruhe ging. Mit Wolfgang Lex und Franz Hiller hatten wir auch damals schon uns heute noch geläufige Spieler(namen) in unseren Reihen.

Den späteren Meister der Regionalliga Süd, den 1. FC Nürnberg, konnte der GSV in seinem wohl besten Spiel mit 3 zu 2 besiegen. Der  Club scheiterte anschließend in der Aufstiegsrunde. Zu den Exoten der Liga zählten mit VfR Heilbronn, Opel Rüsselsheim, VfR Mannheim auch die Blausterne von Wacker München.

Die aktuelle Situation beim Göppinger SportVerein

Nach jahrelanger Durststrecke, der von 1999 bis 2007 mit der Zugehörigkeit  in der Bezirksliga gipfelte, befindet sich der Göppinger SportVerein in den letzten Jahren wieder auf positivem Weg. So spielt man seit 2016 in der badenwürttembergischen Oberliga. Letztes Jahr wurde der Aufstieg mit einem 2. Platz denkbar knapp verpasst. Auch dieses Jahr lag man bis zum Lockdown aussichtsreich auf Platz 3.

Maßgeblichen Anteil am sportlichen Höhenflug hat Trainer Gianni Covelli, einem Gerüst von den Stuttgarter Kickers ausgebildeten Spielern und natürlich dem Überspieler der Oberliga, Kevin Dickelhuber. Ein Spieler, der auf jeden Fall das Zeug dazu hätte, bei Sechzig die Fäden im Mittelfeld zu ziehen.

Der  sportliche Aufschwung blieb auch der örtlichen Jugend nicht verborgen und so formierte sich ein illustres Häuflein um den GSV stimmgewaltig zu unterstützen. RossoNero nennen sich die 20 bis 30 Fans, die sich in der Liga schon nach kürzester Zeit einen Namen gemacht haben.

In der aktuellen Oberliga BadenWürttemberg tummeln sich mit den Stuttgarter Kickers, dem FC Villingen, dem Freiburger FC und dem SSV Reutlingen vierTeams aus der damaligen Regionalliga Süd 70/71.

Hoffen wir daß Corona bald wieder einen Spielbetrieb in der Oberliga Baden Württemberg zuläßt. Nichts schöneres auf der Welt sind natürlich Spiele unserer Löwen in ausverkauften Stadien. Danach sehnen sich bestimmt alle, die vom Virus SECHZIG infiziert sind. Wir wünschen uns rauschende Fußballfeste in unserem Viertel, in Giesing, der Heimat vom TSV München von 1860, dem geilsten Club der Welt.

Sechzig um Sieben: Türkgücü – TSV 1860

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1860 olympiastadion

Unser Vorbericht zum Spiel der Löwen beim Aufsteiger  im Olympiastadion

Coming home? – Besser: Coming back

Der TSV 1860 kehrt für das Spiel gegen Türkgücü zurück. An den Ort, an dem für einen sehr großen Teil der heute aktiven Anhängerschar die größten selbst miterlebten sportlichen Erfolge gefeiert wurden: Derbysiege vor und nach der Jahrtausendwende, ein Championsleague-Qualifikationsspiel gegen Leeds United, UEFA-Cup-Schlachten gegen den AC Parma oder Rapid Wien… Aber, Löwenfreunde: Es ist Corona-Pandemie und auch das heutige Duell gegen den Emporkömmling aus der Heinrich-Wieland-Straße findet vor leeren Rängen statt. Derjenige, der bei diesem Spiel an alter Wirkungsstätte allein schon aufgrund des Austragungsortes Euphorie empfindet, der hat das, was unseren Sport so einzigartig macht, anscheinend überhaupt nicht verstanden.

Herbst 2020: Geisterspiel im Olympiastadion

Euphorie nur für aktuelle Löwenleistungen

Euphorie löst in diesen Tagen nur die sportliche Situation der Löwen aus. Nach dem packenden 3:2 über den starken Aufsteiger SC Verl haben wir heute den nächsten  Aufsteiger vor der Brust: Türkgücü München. Und obwohl im letzten Aufeinandertreffen dieser beiden Kontrahenten im Totopokal vor nur 18 Tagen die Löwen den Kürzeren zogen, ist 1860 heute Nachmittag Favorit. Der türkische Motor ist in der Liga zuletzt ein wenig ins Stocken geraten: Nur ein Sieg aus den letzten sechs Partien und eine Serie von drei Pleiten am Stück zum Start in den März haben dazu geführt, dass sich TGM aktuell nur noch auf dem 8. Tabellenplatz befindet. Satte elf Punkte hinter den Löwen. Und die gehen mit der breiten Brust von drei Siegen in die heutige Partie. Eine solche Serie gelang Sechzig in den fast drei Spielzeiten in der 3. Liga bislang vorher noch gar nicht.

Vier Siege am Stück

Sollte heute Nachmittag im Olympiastadion gar der vierte weißblaue Triumph hintereinander realisiert werden, so würde sich das Team von Michael Köllner in einen Kreis von immerhin schon acht Teams der 3. Liga einreihen, denen dieses Kunststück in der laufenden Saison auch schon einmal gelungen ist:

Dem Tabellenführer Dresden, dem Verfolger Rostock und außerdem Saarbrücken, Wiesbaden, Viktoria Köln, Lübeck, Magdeburg und unserem heutigen Gegner. Und einige Male waren an diesen Siegesserien auch unsere Löwen beteiligt: Die vier Dresdner Erfolge en bloc im November 2020, als der Dynamo in der 3. Liga langsam ins Rollen kam, begannen mit einem 2:1 über den TSV 1860. Die sogar fünf Siege währende Serie von Hansa Rostock im Winter endeten hingegen mit einem 0:0 auf Giesings Höhen. Der Aufsteiger aus dem Saarland verbucht in der laufenden Saison sogar zweimal vier Dreier am Stück: Zu Saisonbeginn im Oktober (das letzte Spiel dieser Siegesserie war der Sieg bei den Löwen) und dann nochmal im Frühjahr, als schon wieder der TSV 1860 einer der vier Unterlegenen war. Wehen Wiesbaden eilte im kompletten Februar von Sieg zu Sieg – insgesamt fünfmal am Stück. Unser heutiger Gastgeber platzierte seine vier Triumphe hintereinander über den Jahreswechsel. Das ist also schon eine Weile her.

Große Ziele bei Türkgücü

Ambitionen in Richtung 2. Bundesliga bei Deutschlands – schon heute – erfolgreichstem Fußballprojekt mit Migrationshintergrund waren im tiefen Winter noch vorhanden. Daher musste Anfang Februar Trainer Alexander Schmidt nach nur sieben Monaten an der TGM-Seitenlinie seinen Hut nehmen. Sein Team war in eine kleine Krise gerutscht, hatte dreimal in Serie 0:0 gespielt und dann gegen Waldhof Mannheim und Wehen Wiesbaden verloren. Außerdem hatte der ehemalige Löwencoach wohl etwas zu klar geäußert, dass er einen Durchmarsch von Türkgücü durch die erst im Corona-Sommer am Grünen Tisch erreichte Liga nicht für realisierbar halte. Dass seine Mannschaft bis dahin nur ein einziges Mal (und zwar nach dem 2. Spieltag) einen Platz unter den Top Drei der Liga belegt hatte und ansonsten eigentlich konstant ein Stück hinter den Aufstiegsplätzen unterwegs war, spielte bei der Entscheidung für den Trainerwechsel offensichtlich keine Rolle. Seinem Frust darüber ließ wiederum Schmidt dieser Tage in der jüngsten Ausgabe des Podcasts “Giesinger Bergfest” freien Lauf.

Die Löwen im Olympiastadion

Wir kümmern uns an dieser Stelle nochmal um den heutigen Austragungsort: Eine umfassende Würdigung aller wichtigen und erinnerungswürdigen Spiele, die unser Verein am Oberwiesenfeld in der Vergangenheit erleben durfte, würde den Rahmen dieses Vorberichts sprengen. Daher konzentrieren wir uns an dieser Stelle auf zwei Premieren und eine Zahl.

1972 – die ersten Male im „Oly“

Am 2. August 1972, einem Mittwochabend liefen erstmals elf Akteure mit dem Löwen auf der Brust ins Olympiastadion ein. 79.000 Zuschauer erlebten ein 1:3 gegen den roten Stadtrivalen in der Gruppe B des sogenannten Ligapokals. Dieser wurde einmalig ausgetragen, um die Wartezeit auf die wegen der Olympischen Spiele in München erst Mitte September startende Fußballsaison zu überbrücken. Die Ligapremiere des TSV 1860 unter dem Zeltdach erfolgte dann gut drei Monate später, am 18. November 1972. Dies übrigens nur, weil fünf Tage zuvor ein Herbststurm das Dach der Stehhalle im Stadion an der Grünwalder Straße schwer beschädigt hatte. Nicht mehr als 9.000 Unentwegte wollten dem 6:1 gegen den Freiburger FC in der Regionalliga Süd beiwohnen. Die Tribüne, Gegengerade und die Südkurve sahen damals also ganz ähnlich aus, wie heute Nachmittag.

Anzahl der Löwenspiele unter dem Zeltdach

Insgesamt 344 Mal lief ein Löwenteam in den fast 33 Jahren zwischen August 1972 und dem 3. April 2005 am Oberwiesenfeld auf. Die Abschiedsvorstellung bildete ein 0:0 gegen den 1. FC Köln in einer Saison, in der nach dem Bundesligaabstieg elf Mal im Sechzgerstadion und sieben Mal im Olympiastadion gespielt wurde. In die Zahl 344 eingerechnet sind alle Bundesligaspiele, natürlich auch die Auswärtsderbys gegen den FC Bayern. Außerdem einige Zweitligakicks, Freundschaftsspiele, zwei Aufstiegsrundenpartien zur 2. Bundesliga 1984, zahlreiche DFB-Pokalschlachten und natürlich unvergessene heiße Europapokalnächte.

20. Februar 1982: Die Nordkurve beim Zweitligaspiel zwischen dem TSV 1860 und Schalke 04
3. April 2005: Das letzte Mal. Zweitligaduell mit dem 1. FC Köln
Abschiedsgruß

BR, Liveticker, Löwenradio

Für Türkgücü ist die Partie heute Nachmittag immerhin das insgesamt fünfte Spiel an diesem Ort. Der BR überträgt die Partie live ab 14 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen. Wir versorgen Euch mit allen wichtigen Infos vom Spiel in unserem Liveticker. Das LÖWENRADIO ist ebenfalls auf Sendung. Der Löwenfan hat also wieder einmal eine breite Angebotspalette, sich zu informieren. Einzig die wünschenswerteste Variante, das Spiel zu erleben, bleibt weiterhin verwehrt: Der persönliche Besuch im Stadion. Heute irgendwie besonders bitter…

FOTOS (1860 im Olympiastadion): Wolfgang Budack

3.Liga am Freitagabend: Hansa Rostock gewinnt knapp bei Bayern II

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Bayern II Hansa Rostock 0:1 3.Liga

In der Auftaktpartie des 32.Spieltags in der 3.Liga standen sich Bayern II und der FC Hansa Rostock im Sechzgerstadion gegenüber. Dabei konnte der Gast sich knapp mit 0:1 durchsetzen.

Schmierereien am Grünwalder Stadion

Vor der Partie von Bayern II gegen Hansa Rostock hinterließen Unbekannte den Spruch “Görlitz – Duhnke – Schwarz – Feind bleibt Feind” am Grünwalder Stadion. Danny Schwarz, der aktuelle Trainer von Bayern II, war von 2002 – 2004 und 2006 – 2009 bei den Löwen tätig.

Graffiti vor Bayern II - Hansa Rostock am Grünalder Stadion
Unbekannte beschmierten das Grünwalder Stadion

Duell der Gegensätze

Der amtierende Meister (!) der 3.Liga hinkt den eigenen Erwartungen in dieser Spielzeit deutlich hinterher und steht aktuell kurz vor der Abstiegszone. Mit bisher 34 erspielten Punkten liegt man auf Rang 16 und muss sich eher nach unten als oben orientieren. Das hat man sich bei einem Kaderwert von rund 21 Mio. Euro wohl etwas anders vorgestellt.
Die Gäste aus Rostock hingegen reisten mit ganz anderen Voraussetzungen nach München. Auf Platz 2 liegend will man endlklich den Aufstieg in die 2.Liga schaffen.

Insgesamt war die Partie relativ ausgeglichen. Bayern II war gegen Hansa Rostock in der 1.Halbzeit besser in der Partie, kam aber bis auf in der 30.Minute, als Kolke parieren konnte, nicht gefährlich vors Tor. Kurz vor dem Halbzeitpiff konnte allerdings John Verhoek nach einem Torwartfehler das 0:1 erzielen (45.).

Bayern II kann gegen Hansa Rostock nicht mehr den Ausgleich erzielen

In Halbzeit zwei passierte nicht mehr viel, sodass Rostock den glücklichen Sieg mit nach Hause nehmen kann. Hansa schwächte sich in der Schlussphase allerdings selber. Lukas Scherff sah die Gelb-rote Karte (90.).

Mit dem Sieg übernimmt Rostock die Tabellenführung, Bayern II liegt weiterhin auf Platz 16. Als nächstes trifft Hansa am kommenden Mittwoch daheim auf Wehen Wiesbaden.

Sechzig@18:60 – Morgen spielen die Löwen gegen Türkgücü

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TSV 1860 München Nachrichten zum Feierabend kompakt; Bild von der Westkurve im Grünwalder Stadion

Einmal noch schlafen, dann spielt der TSV wieder. Nach 16 Jahren dürfen/müssen die Löwen wieder im Olympiastadion ran und zwar als Gast von Türkgücü München. Nach einem Unentschieden und einer Niederlage im Laufe der Saison ist diesmal ein Sieg dran. Natürlich steht auch unsere Tageszusammenfassung ganz im Zeichen des Aufeinandertreffens mit dem Aufsteiger.

Taktiktafel gegen Türkgücü

Auch diesmal hat sich unser Experte Bernd Winninger wieder einige Spieler des bevorstehenden Gegners angesehen. In seiner TAKTIKTAFEL stellt er gewohnt kompetent dar, wie die Löwen morgen möglicherweise drei Punkte einfahren können.

Löwenrunde

In der heutigen Löwenrunde zeigte sich Trainer Michael Köllner erzählfreudig. Selbstverständlich ließ er sich hinsichtlich der Aufstellung nicht in die Karten blicken, deutete jedoch an, dass Maxim Gresler in der Hierarchie an Leon Klassen vorbeigezogen sei. Wer morgen dann tatsächlich den gesperrten Philipp Steinhart ersetzen wird oder ob gar ein anderer taktischer Ansatz gewählt wird, ließ der Coach offen.

News zu den verletzten Löwen Staude und Moll

Sicher nicht dabei sein werden morgen gegen Türkgücü die verletzten Spieler Quirin Moll und Keanu Staude. Inwiefern beide in dieser Spielzeit noch für die Löwen zum Einsatz kommen werden, deutete Köllner in der heutigen Pressekonferenz an.

Privates von Michael Köllner

Ebenfalls thematisiert wurde Köllners Erinnerungen ans Olympiastadion. Dabei offenbarte der Coach, dass er dort sein erstes Fußballspiel gesehen habe. Zudem outete sich Köllner als Konzertgänger und gab an, u.a. die Rolling Stones und U2 im weiten Rund auf dem Oberwiesenfeld gesehen zu haben.

Dass Michael Köllner ein hervorragender Trainer ist, hat er häufig genug bewiesen. Wie es um seine schauspielerischen Fähigkeiten bestellt ist, werden wir vielleicht bald erfahren.

Dynamo in Quarantäne

Aufgrund neuerlicher Corona-Fälle muss sich die Mannschaft des Tabellenführers Dynamo Dresden vorerst in Quarantäne begeben. Die beiden Spiele gegen den MSV Duisburg (Samstag) und den KFC Uerdingen (Dienstag) wurden bereits abgesagt.

Apropos Uerdingen: Auch die Krefelder hats erwischt und zwar einen alten Bekannten in Giesing. Adriano Grimaldi wurde positiv auf Covid-19 getestet und fällt vorerst aus.

 

Michael Köllner als Schauspieler? Da gibt es mehrere Optionen…

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Michael Köllner im Grünwalder Stadion

Die Zoom-Pressekonferenzen des TSV 1860 München finden vor jedem Pflichtspiel statt. Da kommt im Laufe einer langen Saison in vielen LÖWENRUNDEN einiges an gesprochenem Wort zusammen. Und es gibt für den geneigten Zuhörer immer wieder neue und durchaus überaschende Erkenntnisse zu gewinnen. Diese haben häufig gar nichts mit dem sportlichen Geschehen bei Sechzig zu tun. Interessant sind sie allemal!

Michael Köllner als Schauspieler?

Am Freitag Vormittag, bei der Presserunde vor dem Auswärtsspiel gegen Türkgücü München plauderte Michael Köllner über seine eigenen Pläne oder zumindest die Wünsche anderer, ihn für die Schauspielerei zu gewinnen.

Einsatz bei den Oberammergauer Festspielen?

Mit einem deutlichen Augenzwinkern teilte der Oberpfälzer mit den anwesenden Journalisten eine Idee, auf die ihn sein – dank der weißblauen Erfolgswelle – weiter sprießender Bart gebracht hat: “Vielleicht habe ich ja mal die Chance, dass ich bei den Oberammergauer Passionsspielen mitmachen darf. Da muss man sich ja einen langen Bart wachsen lassen.” Die Nachfrage von Ludwig Krammer von der tz, was denn Köllners Traumrolle in Oberammergau wäre, beantwortete er lachend: “Auf jeden Fall nicht der Judas.” Und er ergänzte: “Wenn ich überheblich wäre, würde ich sagen: Ich will den Jesus spielen. Da müsste ich dann viel Text lernen. Das möchte ich aber auch nicht.” 

Eine Filmrolle in Nürnberg

Beim Thema Schauspielerei angekommen, berichtete Michael Köllner der versammelten Zunft der Berichterstatter dann gleich noch vom ganz konkreten Werben des Filmproduzenten Peter Althoff. Mit ihm ist der 50jährige befreundet. “Ich soll in einem Film in Nürnberg mitspielen. Da quäle ich mich momentan rum, in welcher Rolle ich mich da sehe.” Konkret geht es um die Trilogie “Macho Man”, für deren dritten Teil im Juli 2020 die Dreharbeiten in der Frankenmetropole begonnen haben. Die Fortsetzung des Actionmovies aus den 1980ern, die – Filmexperten zufolge – wegen ihres Trashfaktors eine große Fangemeinde hat, soll im Herbst diesen Jahres in die Kinos kommen. Ob und in welcher Rolle Michael Köllner dann zu sehen ist? Wir sind gespannt und bleiben dran! Seine eigene Präferenz für das Agieren vor der Filmkamera klingt aber schon mal vielversprechend: “Für mich sind Rollen gut, bei denen man impulsiv aus dem Bauch heraus agieren kann!”

Stand der Verletzungen bei Quirin Moll und Keanu Staude

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In der heutigen Pressekonferenz vor dem Spiel bei Türkgücü äußerte sich unser Coach Michi Köllner auch zum Zustand der beiden Verletzten Keanu Staude und Quirin Moll.

Moll auf dem Weg zur Rückkehr in den Kader

Quirin Moll, der sich beim Sieg gegen den FC Ingolstadt im Januar zum zweiten Mal das Kreuzband riss, läuft bereits wieder auf dem Platz. Er nimmt bereits an ausgewählten Übungen mit der Mannschaft teil. Köllner zeigt sich tief beeindruckt von der schnellen Genesung des Defensiv-Allrounders. Er lobte, dass Quirin Moll “sich schindet” und seine Reha “sehr ehrgeizig” absolviert (hat). Der Trainer wies auch darauf hin, dass die gemeinsame Entscheidung, eine konservative Behandlung zu wählen, der richtige Weg war. Dennoch möchte Köllner keinen Druck auf Moll aufbauen. “Der Zeitpunkt seiner Rückkehr in den Kader steht noch nicht fest.” Ein vollständig geneser Quirin Moll wäre natürlich eine ungeahnte Verstärkung im Kampf um die Aufstiegsplätze.

Pechvogel Staude fällt für unbestimmte Zeit aus

Weniger Optimismus herrscht beim anderen längerfristig Verletzen im Kader: Keanu Staude. Staude, der sich unter der Woche eine Verletzung an einer nicht näher bezeichneten Sehne zuzog, wird mehrere Wochen ausfallen. Die Äußerungen von Michael Köllner lassen sich so interpretieren, dass in der dieser Saison gar keine weiteren Einsätze für ihn möglich sein könnten. Bestätigt wurde das aber nicht. Köllner tut Staudes Ausfall “richtig leid”. Der Spieler sei eine absolute Bereicherung für die Kabine und habe sich seit der Winterpause gut in die Mannschaft eingefügt.

Laut Köllner ist in 2-3 Wochen erst eine genauere Einschätzung möglich, wie lange der Offensiv-Spieler genau ausfällt. Keanu Staude ist nach seinem positiven Corona-Test und der aktuellen Verletzung der Pechvogel der Rückrunde im Kader der Löwen. Laut transfermarkt.de läuft sein Vertrag zum Ende der Saison aus. Michael Köllner deutete an, dass er gerne mit Staude weiterarbeiten möchte. Keanu, wir wünschen Dir gute Besserung und hoffen, dass wir Dich diese Saison nochmal auf dem Platz sehen werden! Und nächste sowieso!

Damit haben Quirin Moll und Keanu Staude leider sehr unterschiedliche Perspektiven für den Rest der laufenden Saison.

Die entscheidende Phase der Kaderplanung wird eingeläutet

Außerdem führte Michi Köllner aus, dass in den nächsten Tagen die entscheidende Phase der Kaderplanung für die kommende Saison beginnt. Er wird sich dann mit Günter Gorenzel verständigen, welche Spieler ohne Vertrag über den 30.06.2021 hinaus ein Vertragangebot bekommen werden und welche nicht. Nachdem Michi Köllner Maxim Gresler als ersten Ersatz für den gesperrten Phillipp Steinhart nannte, kann man wohl davon ausgehen, dass Leon Klassen nächste Saison nicht beim TSV 1860 München im Kader steht. Außerdem wird wohl eine Liste potenzieller Neuzugänge erstellt und Vertragsverhandlungen aufgenommen.

 

Trainer Michael Köllner mit guten Erinnerungen ans Olympiastadion

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Am Samstag kehrt der TSV 1860 nach gut 16 Jahren zurück ins Olympiastadion. Hier wurden sportliche Erfolge gefeiert, aber auch bittere Niederlagen erlitten. Folglich verbinden wir Fans mit dem weiten Rund natürlich positive als auch negative Erlebnisse. Löwen-Coach Michael Köllner denkt gerne an seine Berührungspunkte mit der Olympiastätte von 1972 zurück.

Köllner als Kind im Olympiastadion

So besuchte unser Trainer auf dem Oberwiesenfeld sein erstes Fußballspiel. Zur Wiesnzeit durfte Köllner 1976 als junger Bub mit seinem Vater (er war Lokführer) per Zug nach München fahren. Dort wurde der Besuch des Oktoberfests mit dem Spiel FC Bayern gegen 1.FC Köln kombiniert. Sein letzter sportbedingter Besuch im weiten Rund war im Jahr 2006, als Köllner als Trainer einer deutschen Auswahlmannschaft das Finale eines internationalen Turniers im Olympiastadion gegen die USA verlor.

Konzert-Erinnerungen

Darüber hinaus outete sich Köllner als Konzertgänger:

“Vorher hab ich das ein oder andere Konzert besucht. Bei den Rolling Stones und sonstigen Sachen war ich live vor Ort. Ich hab da tolle Geschichten erlebt, auch bei den Konzerten. Ich war oft im Olympiastadion. U2 – kann ich mich erinnern – war ein richtig geiles Konzert. Und jetzt freuen wir uns auf das Spiel am Wochenende.”

In dem ruhmreichen Stadion seien viele Schlachten geschlagen und ein Weltmeister gekürt worden. Morgen werden die Löwen dort ihr Bestes geben und nach Möglichkeit drei Punkte holen.

Neuland für Gorenzel

Geschäftsführer Günther Gorenzel hingegen betritt morgen Neuland. Ihm sei zwar bewusst, dass es sich beim Olympiastadion um ein “geschichtsträchtiges Stadion in Europa” handle, selbst sei er jedoch noch nicht dort gewesen.

Olympiastadion derzeit nicht drittligatauglich

Dass das Olympiastadion eine große Historie hat und auch architektonisch ein Wahrzeichen Münchens darstellt, ist unbestritten. Fakt ist jedoch auch, dass das Stadion in seiner aktuellen Verfassung nicht einmal den Standards der 3. Liga entspricht, da es über keine Rasenheizung verfügt. Nicht zuletzt deswegen bangt unser morgiger Gegner Türkgücü um die Lizenz für die kommende Saison.

Beitragsbild: pixabay.com

Türkgücü vs. TSV 1860 – LÖWENRUNDE aktuell – Großes Stadion kein Problem für die Löwen

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In der der LÖWENRUNDE vor dem Auswärtsspiel der Löwen gegen Türkgücü München war natürlich auch der besondere Austragungsort ein Thema. Das weite Rund des riesigen Olympiastadions stellt für die meisten Spieler des TSV 1860 ein völlig neues Umfeld, in dem sie ihren Sport treiben, dar. Da sich aber auch morgen natürlich keine Zuschauer am Oberwiesenfeld einfinden werden, sieht Coach Michael Köllner keinen Unterschied zu den Drittligaspielen in den üblicherweise etwas überschaubareren Stadien. “Stadien ohne Zuschauer sind nicht der Hit,” bedauerte der Löwendompteur wieder einmal die Pandemielage. Ergänzend fügte er noch hinzu: “Ungewohnt wird vielleicht die Tartanbahn sein, aber zum Beispiel in Dresden ist das ja auch kein kleines Stadion.”

Apropos Dresden:
Das morgige Spiel von Dynamo gegen den MSV Duisburg wurde coronabedingt kurzfristig abgesagt. Auch die Partie beim KFC Uerdingen am Dienstag wird nicht stattfinden.

Welche Erlebnisse Michael Köllner persönlich mit dem Olympiastadion München verbindet,  erfahrt Ihr bei einem Klick auf diesen Link.

TAKTIKTAFEL: Türkgücü – TSV 1860 München (32.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Ligaspiel unseres TSV 1860 München gegen den SV Türkgücü München.

Zum bereits dritten Mal kreuzen der Giesinger Traditionsverein und das Investorenkonstrukt in dieser Saison die Klingen. Nach einem Unentschieden, dass die Perlacher in der Hinrunde nur unter der Mithilfe des Schiedsrichters erlangen konnten, und einer ähnlich gearteten Niederlage im Toto-Pokal mit dem selben Referee, der den Sechzgern abermals einen klaren Elfmeter verwehrte, kommt es also am Samstag in der Betonschüssel auf dem Oberwiesenfeld zum letzten Duell zwischen Türkgücü und dem TSV 1860 in dieser Spielzeit. Und es stellt sich für alle die Frage: “Können die Löwen die Bilanz ausgleichen?”

Türkgücü spielte im Totopokal vor drei Wochen das beliebte 4-2-3-1 System und auch dieses Mal erwarte ich genau das vom Team aus der Heinrich-Wieland-Straße.

Die Statistischen Werte von Türkgücü München

  • Ballbesitz 47%
  • Passgenauigkeit 80%
  • Defensive Zweikampfquote 61%
  • Flankengenauigkeit 31,8%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 13,61

Wie wird Türkgücü dieses Mal gegen den TSV 1860 spielen?

Spielmacher Sararer wurde gegen Saarbrücken nicht eingesetzt, um ihn für das Spiel am Samstag “aufzuheben”, wie der sportlich Verantwortliche der Gastgeber es formulierte. Daher darf man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Sararer spielen wird. Nicht so klar ist das hingegen bei Tormaschine Sliskovic. Er leidet unter einer Fußsohlenentzündung.

Wie das Trainerduo Dayat / Pummer die Mannschaft taktisch einstellen wird, ist allerdings die viel drängendere Frage als die Frage danach, wer spielt. Beim Unentschieden in der Hinrunde trafen die Löwen auf eine offensiv ausgerichtete Mannschaft, die starken Drang nach vorn gezeigt hat. Im Toto-Pokal zeichnete sich das Team des Aufsteigers aus der Regionalliga Bayern durch eine stabile Defensive aus, die nach vorne das schnelle vertikale Spiel suchte. Traut sich der SV Türkgücü im ersten Heimspiel gegen den TSV 1860 zu, offensiv nach vorne zu spielen? Oder wird man eher auf Sicherheit bedacht versuchen das Spiel in der eigenen Spielfeldhälfte für den Gegner wieder eng zu machen, um dann die im Umschaltspiel entstehenden Räume zu nutzen?

Abschließend kann ich das natürlich nicht beurteilen, denn ich kenne die Gedanken der beiden Trainer nicht. Daher muss ich mich selbst fragen, wie ich das Spiel angehen würde, wenn ich in den Schuhen der Trainer des kommenden Gegners wäre.

Diese Spielweise erwarte ich

Ich würde die mit etwas Glück behaftete erfolgreiche Variante aus dem Toto-Pokal mit dem vertikalen Spiel aus der gesicherten Defensive vielleicht als Grundlage nehmen, aber nicht das gesamte Spiel danach konzipieren. Hinten sicher zu stehen muss für die Perlacher natürlich die oberste Priorität haben.

Von daher wäre meine Herangehensweise gegen den Ball die stufenweise Verschiebung auf ein tiefes 4-4-1-1,  bei dem sich in der Frühphase der gegnerischen Angriffe der zentrale Mittelfeldspieler zwischen die beiden defensiven Mittelfeldspieler fallen lässt. Außerdem versucht der Sürmer zusammen mit den offensiven Außen auf mittlerer Pressinglinie das Spiel auf einen Flügel der Sechzger zu steuern. Das wäre im Gegenpressing ein defensives 4-3-3. Sollten die Löwen es schaffen die erste Pressinglinie zu überspielen, müssten sich die Mittelfeldaußenspieler auf die zweite Linie vor dem eigenen Strafraum zurückziehen. Währenddessen versucht der offensive zentrale Mittelfeldspieler zusammen mit dem Mittelstürmer das Zentrum zu halten. Damit würde sich das bis dahin entstandene 4-3-3 gegen den Ball zu einem 4-4-1-1 verschieben. Eine zugegeben mit viel Laufarbeit für die offensiven Außenspieler behaftete taktische Möglichkeit, aber für mich die sinnvollste Art und Weise den Löwen defensiv entgegenzutreten.

Wie kann der TSV 1860 die Offensive von Türkgücü stören?

Die viel wichtigere Frage für uns alle lautet aber wie der Gegner seine Offensivbemühungen gegen den TSV 1860 München gestalten könnte. Eine Mischung aus diagonalem und vertikalem Spiel kann hier der richtige Ansatz sein. Präzise, hohe Diagonalpässe von Flügel zu Flügel, der Angriffssteuerung des Pressings der Löwen angepasst, können hier ein Mittel sein. Selbstverständlich wird es für die Mannschaft des Trainerduos Pummer/Dayat sehr wichtig sein das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Dann hofft man, dass der Gegner einen Fehler macht, den man ausnutzen kann.

Durch den Ausfall von Staude werden in der Mittelfeldzentrale bei den Löwen lauter defensivstarke Kämpfernaturen stehen. Neudecker, Tallig und Dressel werden ihr Terrain gewohnt einsatzfreudig verteidigen. Deshalb ist diese Herangehensweise für mich logisch. Im weiteren Verlauf eines Angriffs ist es dann für die Fußballer aus Perlach notwendig, schnell nachzurücken und gleichzeitig positionell zu verschieben. Variabilität der Positionen im letzten Drittel ist das Mittel, mit dem ich arbeiten würde. Vor allem die in zweiter Reihe nachrückenden Offensivspielern sollten die Vorgabe erhalten, durch Positionswechsel untereinander beim Nachrücken sogenannte Missmatches zu kreieren. Der Mannschaft sollte man hier viele individuelle Freiheiten lassen. Die Spielintelligenz und Einschätzung der eigenen Fähigkeiten gegenüber den Gegenspielern wird in solchen Situationen dann über Erfolg und Misserfolg des jeweiligen Angriffs  entscheiden.

Wie sieht es aber für den TSV 1860 aus?

Bekanntlich wird nicht nur Staude, sondern auch der gelbgesperrte Phillipp Steinhart fehlen. Nun gibt es für die Löwen zwei Möglichkeiten, vor allem das Fehlen von Steinhart zu kompensieren. Einerseits kann man das System so lassen, wie es ist. Steinhart könnte man durch Gresler wie im Toto-Pokal, durch Klassen wie bei Steinharts gelb-rot Sperre gegen Saarbrücken, oder über die Variante Willsch nach links zu ziehen und Wein auf die Position des rechten Verteidigers zu stellen, ersetzen. Zudem erscheint mir und auch einem meiner Kollegen in der Redaktion eine zweite Variante denkbar. Man könnte es wie im Ligaspiel gegen die defensiv mit einer ähnlichen taktischen Herangehensweise operierenden Hachinger versuchen. Allerdings würde man dann, im Unterschied zum Spiel gegen den aktuell Tabellenletzten, Biankadi auf die linke Seite stellen. Das wäre dann ein 3-5-2, das sich gegen den Ball zum 5-4-1 verschieben würde.

Über mögliche taktische Varianten im Offensivspiel der Löwen möchte ich nicht spekulieren. Gegen Türkgücü muss das Hauptaugenmerk sowieso auf eine stabile Defensivarbeit gerichtet werden. Offensiv haben die Löwen mit ihrem variablem und variantenreichem Spiel alle Möglichkeiten. Welche im taktischen Konzept für dieses Spiel vom Trainer vorgesehen sind, wird sich zeigen. Im Aufbauspiel von hinten heraus ist man immer davon abhängig, wie der Gegner im Pressing agiert, welche Räume man zum Spielen angeboten bekommt und wie diese von den Spielern des TSV 1860 genutzt werden können. Die Spielintelligenz und das fußballerische Können unserer Mannschaft lässt mich auf alle Fälle mit gutem Gefühl auf die kommende Aufgabe blicken.

Werfen wir nun stichpunktartig einen Blick auf die Vor- und Nachteile des Systems von Türkgücü, dass sie gegen den TSV 1860 voraussichtlich auf den Platz bringen werden.

Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Stärken

– kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball

– auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher

– variabel beim Spielaufbau

– offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen

– anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel

– in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig, um Gefahr zu kreieren

Die Schlüsselspieler

Torhüter René Vollath (#1) ist einer der besten Keeper der Liga. Er hat keine Schwächen, konnte bereits zehn mal die Null halten und weist mittlerweile die zweitbeste Savepercentage auf.

Der Innenverteidiger und Abwehrchef Alexander Sorge (#13) weist sehr gute Zweikampfwerte auf. Sein Stellungsspiel ist verbesserungswürdig, das größte Manko ist allerdings die fehlende Grundschnelligkeit.

Ünal Tosun (#8) ist der Spieleröffner im defensiven Mittelfeld. Gegen den Ball ist seine Leistung eher ausbaufähig.

Sercan Sararer (#10) ist klar der Star dieser Mannschaft. Mit seiner Leistung steht und fällt das Offensivspiel von Türkgücü. Zwölf Vorlagen und zehn Tore hat er in der Liga bisher erzielt.

Bei Lucas Röser (#9) ist mit vier Toren aus zwölf Spielen sicher noch nicht die Grenze dessen, was er leisten könnte, erreicht. Schlecht ist diese Quote jedoch nicht, wenn man seine Einsatzzeiten bedenkt. Nur drei Spiele ging er über die volle Distanz. In den restlichen Spielen wurde er dreimal ein- und sechsmal ausgewechselt.

Fazit

Revanche ist angesagt und gemäß dem Gesetz der Serie sollten die Löwen diesmal den Dreier einfahren. Um die Aufstiegschancen weiterhin zu wahren, ist vermutlich allen klar, was die Devise sein muss. Mit dem heißen Atem des 1.FC Saarbrücken im Nacken ist der vierte Platz, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt, auch lange noch nicht sicher eingetütet.

Nichtsdestotrotz ist es ein Auswärtsspiel. Deshalb sollten wir alle, die den Löwen die Daumen drücken, in erster Linie zumindest einen Punkt zu holen als Voraussetzung im Kopf haben. Michael Köllner wird wie immer die seiner Meinung nach beste taktische Herangehensweise wählen und eine heiße, einsatzwillige Löwenmannschaft auf den Platz schicken. Ich bin zuversichtlich, dass man den Platz als Sieger verlassen kann. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir jeden schlagen können.

So könnte Türkgücü gegen den TSV 1860 München starten

voraussichtliche Aufstellung von Türkgücü München gegen TSV 1860 München

 

Datenquelle: wyscout