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Michael Köllner auf Pressekonferenz: “Ich schau voll auf die Konkurrenz!”

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Nur auf sich selbst schauen, von Spiel zu Spiel denken – all das hat in den vergangenen Wochen beim TSV 1860 bestens geklappt. Die Jagdsaison läuft und mittlerweile beträgt der Rückstand auf die Aufstiegsplätze nur noch zwei Zähler. Auf der heutigen Pressekonferenz wurde Trainer Michael Köllner von sechzger.de gefragt, ob er jetzt im Saisonendspurt hin und wieder mal auf die anderen Teams an der Tabellenspitze blicke und gab zu: “Ich schau voll auf die Konkurrenz!”

Unterhaltsame Pressekonferenz mit Michael Köllner

Überhaupt schien Köllner in der Löwenrunde bester Laune zu sein nach dem souveränen 2:0-Sieg vom Wochenende. Gegner Türkgücü bekam nochmal ordentlich sein Fett weg, womit der Trainer das Thema dann aber auch beenden wollte.

Auch die Anekdote, dass der FC Ingolstadt 04 gestern gegen den SV Meppen einen Ball im Einsatz hatte, der ganz offensichtlich beim letzten Heimspiel der Löwen gegen die Schanzer entwendet worden war, kommentierte Köllner humorvoll:

“Wir haben den Ball manipuliert, manche würden sagen, wir haben den verhext und dann nach Ingolstadt geschickt. Und dann nehmen die komischerweise auch noch den Ball! Und dann wundern die sich nach Spiel noch, dass er nicht reingeht! (…) Das ist natürlich Karma, wenn man sich mit dem falschen Ball schmückt. (…) Das ist ein Sechzger-Ball, also wird er in dem Spiel alles tun, dass Sechzig gut ausschaut.”

Köllner mit Blick auf die Konkurrenz

Was macht Dresden? Ingolstadt? Oder Rostock? All dies nehme er zwar wahr, so Köllner während der Pressekonferenz, er empfinde es aber vielmehr als Kompliment an seine Mannschaft, dass man sich mit dem Thema “Aufstieg” überhaupt befassen dürfe.

“Dresden, Rostock und Ingolstadt stehen zurecht vor uns. Die haben starke Mannschaften, sind richtig gut unterwegs. Spüren jetzt vielleicht so die Angst des Verlierens, den Platz zu verteidigen und zeigen dadurch vielleicht a bisserl Nerven.”

Dennoch liege der Fokus natürlich noch immer ganz klar auf dem eigenen Team und den eigenen Leistungen. Es gebe noch 18 Punkte zu holen, das erste “brutale Spiel” warte jedoch schon morgen auf die Löwen. Man wolle morgen wieder “einen starken Fußball spielen und wenn möglich drei Punkte holen”, so Köllner.

“Und wenn wir dann morgen um dreiviertel Neun (…) drei Punkte haben, dann bin ich wieder der glücklichste Mensch (…) im Grünwalder Stadion.”

Und wir freuen uns an den TV-Geräten, am Radio und beim sechzger.de-Liveticker mit!

 

TSV 1860 vs. Viktoria Köln – LÖWENRUNDE aktuell – “Viktoria gehört zu den Top 5”

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Englische Woche heißt LÖWENRUNDE am Montag Mittag.
Gut gelaunt und – speziell nach dem Sieg über Türkgücü am Samstag – durchaus gelöst präsentierte sich Löwentrainer Michael Köllner den (online) versammelten Medienvertretern. Vier Siege am Stück verhelfen Trainer und Mannschaft zu einer gesunden Portion Selbstvertrauen. Dennoch warnte der Oberpfälzer in der Zoom-Pressekonferenz vor dem kommenden Gegner: “Vom Spielerkader her ist Viktoria Köln auf jeden Fall unter den Top fünf oder Top sechs in dieser Liga einzugliedern.” Dass die Viktoria in dieser Saison überwiegend im hinteren Drittel der Tabelle unterwegs war, was letztlich auch Köllners Kollegen und Freund Pavel Dotchev den Job gekostet hat, war den Vereinsverantwortlichen nach Köllners Ansicht “sicher zu wenig”. Seine Mannschaft erwartet morgen ein “brutal schweres Spiel” gegen einen Gegner der Fußballspielen kann und will.

Personell kann der Löwendompteur morgen Abend – bis auf die bereits bekannten Ausfälle Staude, Moll und Linnsbichler – aus dem Vollen schöpfen. Die Nachfrage, ob er unter seinen Akteuren Kandidaten im Kopf habe, denen er gegen Köln eine Ruhepause gönnen wolle, ließ Köllner unbeantwortet.

 

 

TAKTIKTAFEL, die Analyse: Türkgücü – TSV 1860 München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels unseres TSV 1860 München beim konkurrierenden Projekt von der Heinrich-Wieland-Straße im Leichtathletikstadion am Oberwiesenfeld.

Es traf der Tabellenachte auf den Vierten. Die von Andreas Pummer und Serdar Dayat trainierte Mannschaft wurde vom Trainergespann für mich ziemlich unerwartet im 4-4-2 (flach) System aufs Feld geschickt. Der TSV 1860 startete wie gewohnt im variablen 4-1-4-1, das sich auch gegen Türkgücü situationsbedingt oft stark verschob, sodass in Pressingsituationen gegen den Ball entweder ein 4-2-1-3 oder ein breites 4-2-2-2 zu sehen war.

Die statistischen Werte des Spiels

TSV 1860 Türkgücü
Ballbesitz 46% 54%
Passgenauigkeit 77% 82%
Defensive Zweikampfquote 64% 56%
Schüsse 18 12
davon aufs Tor 6 2
PPDA* 10,96 9,38
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Greilinger mit guter Leistung

Der gelbgesperrte Phillipp Steinhart wurde überraschenderweise durch den auf der Position des linken Verteidigers nicht geschulten Fabian Greilinger ersetzt, der bis auf wenige Situationen den Laden auf der linken Defensivseite gut im Griff hatte. Die Situationen, in denen ihm der Gegenspieler entkam, wurden gut von anderen zentraler spielenden Mannschaftskameraden aufgefangen. Für ein Debüt auf einer ungewohnten Defensivposition war das trotz sieben verlorener Defensivzweikämpfe mit insgesamt 26 Balleroberungen eine sehr gute Leistung. Greilinger ackerte und kämpfte, sein Stellungsspiel gegen den Ball war sehr gut. Die Angriffsbemühungen der Gastgeber waren zunächst linkslastig, um eine vermeintliche Schwäche der Löwen auf dieser Position auszunutzen. Sie verschoben sich bald zusätzlich ins Zentrum und nach rechts, wo speziell der junge von Bielefeld ausgeliehene Ex-Löwe Noël Niemann für die Mannschaft aus dem östlich an Giesing grenzenden Stadtviertel zu Beginn der Partie gute Szenen hatte.

Die Feldüberlegeneheit zu Beginn des Spiels konnten die Spieler der Nachbarn aber kaum in gute Gelegenheiten, Ballkontakte in der Box oder Torschüsse ummünzen. Das hohe Pressing der Hausherren war in vorderster Front eher auf Angriffssteuerung und auf der zweiten Linie auf Ballgewinn ausgelegt. Pummer/Dayat hatten da aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

So reagierten die Löwen auf die Spielweise des Gegners

Das vertikale Spiel der Löwen, das zunächst die Konsequenz daraus war, wurde äußerst präzise umgesetzt und sorgte auch in der Anfangsphase für mehrere knifflige Situationen. Diese konnten von den in rot gekleideten Gegnern meist erst in der letzten Reihe geklärt werden. Zwei besonders vielversprechende Situationen, wo beide Male Merveille Biankadi in Szene gesetzt werden sollte (einmal durch ein steiles Zuspiel von Mölders, ein anderes mal durch ein Zuspiel von Lex) hätten mit etwas mehr Glück beim letzten Pass freie Bahn für die Nummer 19 der Löwen bedeutet, um alleine aufs Tor zuzulaufen.

Biankadi hat mit 78% Passgenauigkeit (nur 7 Fehlpässe) und 6 Schussvorlagen übrigens ein Topspiel abgeliefert. Zudem hat er alle seine Defensivzweikämpfe gewonnen. Einzig im eins gegen eins offensiv war etwas Luft nach oben. Bei Ballverlusten zwischen den Boxen schalteten die Spieler des TSV 1860 sofort auf ein äußerst aggressives Mittelfeldpressing um. Erik Tallig und der wieder sehr giftige Richy Neudecker hatten 26 Balleroberungen im mittleren Drittel des Spielfeldes zu verzeichnen. Dennis Dressel, der sich einschaltete, wenn seine beiden Vorderleute überspielt wurden, kommt allein auf 24 Balleroberungen und verlor keinen defensiven Zweikampf.

Beide Spieler (Tallig und Neudecker) fielen mir sowohl beim Stellungsspiel als auch im Zweikampfverhalten positiv auf.

Bei hohen Ballverlusten pressten die Löwen variabel und nicht auf vorderster Linie gegen das Positionsspiel der Gastgeber. Mölders und Biankadi waren immer die ersten, die auf gleicher Höhe agierend versuchten, Angriffe der Gegner in eine gewisse Richtung zu zwingen. Gelang das erfolgreich, rückte ein dritter Spieler aus dem Mittelfeld nach vorne, um dann einen langen Ball zu provozieren. Besonders der Kampf um die zweiten Bälle in solchen Situationen wurde von Michael Köllners Mannschaft dominiert. Schafften es die Spieler des Projekts vom Ostpark die erste Pressinglinie zu überspielen, gab es wie oben beschrieben auf Ballgewinn ausgerichtetes Pressing im Mittelfeld.

Viel Platz für den TSV 1860 im Spiel nach vorne

Je mehr Zeit verging, desto weniger gut kam der Gegner der Sechzger mit dieser taktischen Herangehensweise im Defensivspiel des TSV 1860 München zurecht.

Es entwickelten sich also zunehmend mehr Umschaltsituationen im Mittelfeld, aus denen Michael Köllners Spieler schnelle präzise Angriffe nach vorn entwickeln konnten. Ein ums andere Mal scheiterten die Löwen zunächst jedoch. Das lag an der wenigstens in und um die Box herum, zunächst noch gut verteidigenden gegnerischen Defensive, am wie immer gut aufgelegten Torhüter Vollath oder auch an der eigenen fehlenden Präzision beim Abschluss.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste mit Vorteilen für die Heimmannschaft. Der TSV 1860 München verteidigte aber auch in dieser Phase absolut souverän und abgeklärt. Kurz vor dem verdienten Treffer zum 0:1 durch Richard Neudecker für die Sechzger kam der TSV 1860 München selbst auch wieder besser ins Spiel. Das Tor entwickelte sich aus einem gut ausgespielten Umschaltmoment, in dem alle für die Löwen an der Situation Beteiligten glänzten.

Im weiteren Verlauf musste die Mannschaft des gastgebenden Vereins, die nun dem Rückstand hinterherlief, nach vorne noch etwas mehr Risiko gehen. So entstanden mehr Räume für den TSV 1860 München, die aufgrund der im letzten Drittel vor dem Tor eklatanten Unzulänglichkeiten im Angriff des Projekts, ein ums andere mal zu guten Konterchancen und auch zu Abschlüssen der Sechzger führten. Die Erfolglosigkeit beim Verwerten dieser Konter ist das einzige, was man im Spiel der Löwen momentan bemängeln kann. Schon gegen Verl gab es Situationen, in denen es leichter war, den Ball ins Tor zu schießen als daran vorbei. Sei’s drum. Mit dem 0:2 durch Semi Belkahia war der Sprichwörtliche “Kas bissn”.

Die Tore des TSV 1860 München

Das 0:1

Ein Pass auf Maier wird vom wieder überragend spielenden Belkahia in halbrechter Position etwa zehn Meter vor dem Strafraum der Löwen abgefangen. Belkahia marschiert unbedrängt mit dem Ball am Fuß in Richtung gegnerischer Spielfeldhälfte und dringt mit langen Schritten dort ein. Es entsteht eine vier gegen vier Situation. In dem Moment, als der ballnäheste Gegenspieler Tempo rausnimmt, um Belkahia möglicherweise zu stellen, passt dieser nicht 100% präzise auf den zentral zehn Meter vor der Box der Gastgeber positionierten Biankadi. Biankadi kann das Leder jedoch verarbeiten und, obwohl Barry hier versucht zu stören, präzise zu Mölders spielen. Der Stürmer bekommt in halbrechter Position im Strafraum der Heimmannschaft auf Höhe des Fünfmeterraums den Ball.

Mölders hat leider Probleme, die Kugel nach der Ballannahme zu kontrollieren und verliert das Spielgerät wieder. Sorge und Sijaric stehen sich aber derart im Weg, dass der Ball den beiden in Richtung der rechten Strafraumgrenze verspringt. Die entstehende Verwirrung nutzt Mölders aus, erreicht den Ball vor den Gegnern und bedient Neudecker. Dieser bekommt an der Strafraumkante in halbrechter Position das Leder, verarbeitet es schnell und geht noch einen Schritt, um dem herannahenden Sijaric zu entkommen. Aus fünfzehn Metern schließt er ins linke Eck ab, Vollath im Tor war hier chancenlos. Wenn man die Szene genau betrachtet, sieht man, dass sich Lex in Mittelstürmerposition vor dem Tor minimal aus der Flugbahn des Balles bewegt, der ihn sonst wohl getroffen hätte. Alle Beteiligten haben bei diesem Angriff optimal gespielt.

Das 0:2

Nach einem durch Wein getretenen Eckstoß von der rechten Seite legt Tosun beim Versuch, den Ball aus der Gefahrenzone zu köpfen, den Ball auf Mölders ab. Aus etwa zwölf Metern zwingt Mölders Vollath per Flachschuss zu einer Parade. Der abgewehrte Ball fällt Belkahia vor die Füße, der dieses Geschenk dankend annimmt und zum 2:0 aus Löwensicht einnetzt. Der am Boden liegende Keeper des Perlacher Projekts ist ohne Chance, den Ball zu halten. Belkahia entwickelt sich langsam aber sicher zu einer Wunderwaffe bei Standardsituationen.

Fazit zum Sieg des TSV 1860 München

In einem durchaus fairen Spiel haben sich beide Mannschaften nicht viel geschenkt. Man merkt sehr stark, wie abhängig der Aufsteiger von den Spielern Sararer und Sliskovic ist. Speziell bei den Abschlüssen in der Box war das Heimteam den Löwen klar unterlegen. 11:5 gewinnen die Sechzger diesen Vergleich. Nun hat der TSV 1860 München diese Partie verdient und souverän gewonnen. Über die gesamte Spielzeit hindurch ließen die Sechzger nur zwei Schüsse der Hausherren aufs Tor zu. Es war daher besonders gegen den Ball wieder ein Genuss, die Löwen zu beobachten. Die gewohnte Giftigkeit gepaart mit ebenfalls wieder gutem Stellungsspiel und diesmal bei Ballbesitz auffallend hoher Präzision in Umschaltmomenten im vertikalen Spiel nach vorne zeichnete die Löwen an diesem Spieltag aus. Zudem haben die Löwen den vierten Tabellenplatz abgesichert und rücken immer näher an die Aufstiegsplätze heran. Zwei Punkte trennen die Mannschaft noch vom Relegationsrang.

Der Verein aus Perlach steuert hingegen auf schwere Zeiten zu. Seit Serdar Dayat als Trainer verpflichtet wurde, konnte die Elf von der Heinrich-Wieland-Straße nur ein Ligaspiel gewinnen und insgesamt vier Punkte holen. Das Trainerduo Pummer/Dayat sieht somit einer ungewissen Zukunft entgegen. Wie lange sich Hasan Kivran, Investor und Präsident dieses Vereins, diese Erfolglosigkeit noch mitansehen wird, ist sicherlich spannend. Sollte der Verein doch – wenn man die Aussagen von ihm und seinem Geschäftsführer als Maßstab nimmt – in ganz anderen Gefilden der Tabelle seine Kreise ziehen. Bei noch achtzehn zu vergebenden Punkten hat der Gegner vom Samstag mit 43 Punkten nun 9 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Im Vorjahr hatte der bestplatzierte Absteiger 44 Punkte. Das wird sicher noch spannend.

Zu guter Letzt möchte ich mich noch bei Sascha Mölders für sein tolles Interview beim BR bedanken. Sascha hat das ausgesprochen, was viele Sechzgerfans denken.

 

Datenquelle: wyscout

kicker Sportmagazin: Neudecker, Dressel und Hiller in “Elf des Tages”

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Richard Neudecker TSV 1860
Richard Neudecker, TSV 1860

Nachdem Sascha Mölders am 30. Spieltag und auch in Spielrunde 31 vom kicker als “Mann des Tages” ausgezeichnet wurde, haben es diesmal drei andere Löwen in die “Elf des Tages” geschafft. Marco Hiller, Dennis Dressel und Richard Neudecker dürfen sich nach dem 2:0-Sieg bei Türkgücü über die Nominierung freuen.

Hiller, Dressel & Neudecker vom kicker nominiert

Nicht der zweifache Vorlagengeber Mölders, nicht Torschütze Belakahia, sondern drei andere Spieler des TSV 1860 fanden diesmal Berücksichtigung in der “Elf des Tages”. Der kicker entschied sich dabei für Richard Neudecker, der das wichtige 0:1 erzielte und im Mittelfeld gekonnt die Fäden zog. Marco Hiller hielt kurz nach Neudeckers Tor die Führung fest und verlieh der Abwehr die notwendige Stabilität. Das Löwen-Trio wird komplettiert durch Dennis Dressel, der im defensiven Mittelfeld ackerte und viele Ballgewinne verzeichnen konnte.

Löwen als Stammgast in der “Elf des Tages”

Für alle drei Spieler ist es nicht die erste Nominierung in die “Elf des Tages”. Hiller ist bereits zum zweiten Mal dabei, Neudecker zum dritten Mal und für Dennis Dressel ist es gar die vierte Nominierung durch den kicker.

Spitzenreiter im internen Löwen-Ranking ist – natürlich – Sascha Mölders, der bereits fünf Mal in der Spieltagsauswahl vertreten war.

Sechzig um Sieben: Türkgücü geschlagen, die Viktoria wartet aber schon

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Guten Morgen, Löwenfans! Ein weiterer Sieg unseres TSV 1860 bedeutet Hochspannung im Aufstiegskampf. Doch neben dem Spiel gegen Türkgücü gab es selbstverständlich noch weitere Meldungen, die wir euch bei Sechzig um Sieben nun kompakt zusammenfassen. Außerdem blicken wir auf den heutigen Tag bei den Löwen und bei sechzger.de voraus.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Türkgücü

Was für ein wichtiger Sieg der Löwen! Bei der Rückkehr ins Olympiastadion konnte der TSV 1860 souverän mit 2:0 gegen Türkgücü gewinnen. Thomas Enn hat sein Innerstes sortiert und in den Giesinger Gedanken die Löwenwelt wieder fantastisch dargestellt. Nothing’s gonna stop us now!

Zuvor war es bereits Sascha Mölders, der nach dem Spiel im Interview eine ordentliche Breitseite in Richtung Max Kothny, dem Geschäftsführer bei Türkgücü, abfeuerte.

Wer ist euer Löwe des Spiels nach dem Duell mit Türkgücü?

Nach dem Türkgücü-Spiel sucht unser Hauptsponsor die Bayerische erneut den Löwen des Spiels. Die Teilnahme ist noch bis um 12:00 Uhr möglich. Zu gewinnen gibt es dieses Mal ein Trikot, das von der gesamten Mannschaft signiert wird.

Debüt von Michael Hofmann

Am gestrigen Sonntag präsentierten wir euch außerdem ein weiteres historisches Spiel. Dieses Mal stand Michael Hofmann im Mittelpunkt, der zum ersten Mal das Tor bei den Profis behütete.

Gastbeitrag der Göppinger Löwen

Bereits am Samstag veröffentlichen wir einen Gastbeitrag von Leschi (Göppinger Löwen). Dabei berichtet er von der Begegnung Göppinger Sportverein 1895 – TSV 1860 München vor genau 50 Jahren.

Zu Fuß von Innsbruck nach Giesing

In den Weiten der sozialen Medien haben wir gestern eine kühne Wette entdeckt, die wir an dieser Stelle nicht unerwähnt wollen lassen. Wir merken uns das und sprechen uns dann im Mai noch einmal. 😉

Das ist heute bei den Löwen los

Die Mannschaft trainiert heute an der Grünwalder Straße. Außerdem steht die LÖWENRUNDE vor dem Duell mit Viktoria Köln auf dem Programm, aus der wir euch im Laufe des Tages mit den wichtigsten Informationen versorgen werden.

Der Montag bei sechzger.de

Neben Berichten aus der Pressekonferenz dürft ihr euch heute auch auf die TAKTIKTAFEL nach dem Türkgücü-Spiel freuen. Bernd Winninger hat das Spiel noch einmal Revue passieren lassen und klärt auf, ob die Zahlen das Ergebnis widerspiegeln. Aufgrund der Englischen Woche und der damit verbundenen engen Taktung erscheint heute zudem bereits der Expertentipp für das morgige Spiel. In letzter Zeit lagen unsere Tipper nicht allzu weit daneben. Wir sind gespannt, ob das auch heute der Fall sein wird.

News aus der 3.Liga

Der 32.Spieltag in der Übersicht

Der Spieltag begann mit einem kleinen Dämpfer: Hansa Rostock konnte knapp bei Bayern II gewinnen. Durch die Quarantäne-Anordnung für Dynamo Dresden und dem damit verbundenen Ausfalls des Heimspiels gegen Duisburg grüßt Rostock aktuell von der Tabellenspitze.

Der morgige Gegner der Löwen, Viktoria Köln, konnte sich daheim mit 2:0 gegen den Halleschen FC durchsetzen. Damit ist die Viktoria seit sieben Spielen ungeschlagen, nur eines davon endete Unentschieden. Das wird also alles andere als ein Selbstläufer für den TSV 1860…

Gestern sorgte dann der SV Meppen dafür, dass die Löwen den Relegationsplatz aktuell wieder in der eigenen Hand haben. Beim FC Ingolstadt konnte der SVM immerhin ein 0:0 erreichen. Ingolstadt liegt damit nur noch zwei Punkte vor Sechzig München, sodass es am letzten Spieltag womöglich den Showdown im Audi-Sportpark geben könnte.

Auch die beiden anderen Sonntagspartien (Waldhof Mannheim – VfB Lübeck, Wehen Wiesbaden – Unterhaching) haben wir euch zusammengefasst.

 

Wir wünschen euch einen guten Start in die Woche!

3. Liga: Waldhof – Lübeck und Wehen Wiesbaden – Unterhaching

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Am frühen Nachmittag trennten sich der FC Ingolstadt 04 und der SV Meppen 0:0 – ein wichtiger Punkt für die Emsländer im Abstiegskampf. Und auch die Löwen freuen sich, denn mit diesem Ergebnis hat der TSV 1860 den Relegationsplatz nun tatsächlich in der eigenen Hand! Die weiteren Partien des Tages: Waldhof Mannheim – VfB Lübeck und SV Wehen Wiesbaden – SpVgg Unterhaching!

Waldhof Mannheim – VfB Lübeck 3:2 (3:1)

Es war einiges geboten im Carl-Benz-Stadion, denn die abstiegsbedrohten Gäste gingen bereits nach sechs Minuten in Führung. Zehir nahm sich ein Herz, traf den Pfosten und von dort sprang der Ball an den Rücken von Waldhof-Torwart Königsmann und von dort zum 0:1 in die Maschen.

Die Mannheimer schlugen jedoch bereits in der 18. Minute zurück – und wie! Waldhofs Top-Torschütze Martinovic glich per Hacke zum 1:1 für die Gastgeber aus. Keine zwei Zeigerumdrehungen später war die Partie dann gedreht. Diesmal war Martinovic der Vorbereiter und Jastrzembski vollendete zum 2:1. Zwei bittere Pillen für die Norddeutschen, doch es kam noch schlimmer. Kurz vor der Pause entschied der Schiedsrichter auf Handelfmeter für den Waldhof und Martinovic verwandelte zur 3:1-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der VfB zwar bemüht, aber zumeist auch extrem harmlos. Eine Ausnahme stellte die 83. Minute dar, als Malone die Partie mit seinem 3:2 nochmal spannend machte. Alles in allem hatten die Gastgeber jedoch wenig Probleme, die Führung über die Zeit zu bringen und sich wohl endgültig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Die Norddeutschen hingegen taumeln immer weiter Richtung Regionalliga, wobei man aktuell “nur” vier Punkte Rückstand auf den FC Bayern II aufweist.

SV Wehen Wiesbaden – SpVgg Unterhaching 1:0 (1:0)

Nachdem Heimsieg gegen Dynamo Dresden witterte man bei der SpVgg Unterhaching Morgenluft. Beim SV Wehen Wiesbaden wollten die Vorstädter natürlich nachlegen, doch bereits nach drei Minuten gingen die Gastgeber in Führung. Die Entstehung war kurios: Ecke Kuhn, Kopfball Kempe, Latte, Kopfball Kempe, 1:0!

Die Herren mit dem Bob im Wappen waren kurz geschockt, kamen aber durch einen Konter über Hasenhüttl und Anspach zur Ausgleichschance. Der 20-Jährige scheiterte mit seinem Versuch an SVWW-Keeper Tim Boss (7.). Die Hessen blieben jedoch alles in allem die spielbestimmende Mannschaft, wobei Haching keineswegs wie ein Team agierte, das mit einem Bein in der Regionalliga steht. Es fehlte jedoch der letzte Biss, der gewisse Mut zum Risiko.

Nach dem Seitenwechsel kam Routinier Stroh-Engel bei den Hachingern, die erste Chance bot sich aber dem SVWW. Tietz stand plötzlich völlig frei vor Coppens, verzog jedoch unbedrängt aus sechs Metern. Das Angriffsspiel der Vorstädter hingegen wirkte häufig zu unkreativ und wenig zielstrebig. Trotzdem entwickelte sich eine Drangphase der SpVgg, Schwabl vergab in der 54. Minute eine gute Möglichkeit zum Ausgleich. Haching war bemüht, Haching zeigte Wille, Haching gab sich nicht auf. Hain hatte in der 81. Minute das 1:1 auf dem Kopf, doch Boss kratzte den Ball mit einer super Parade von der Linie. Am Ende stand jedoch eine Niederlage der SpVgg Unterhaching beim SV Wehen Wiesbaden und die Truppe von Trainer Arie van Lent muss sich wohl wirklich langsam damit abfinden, dass das mit dem Klassenerhalt nichts mehr wird.

3. Liga am Sonntag: FC Ingolstadt 04 – SV Meppen

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Der TSV 1860 ist bis auf zwei Punkte an die Schanzer rangerückt, die oberbayerischen Rivalen spüren also den heißen Atem der Löwen im Nacken. Heute empfing der FC Ingolstadt 04 den SV Meppen, der sich unter der Woche von Trainer Torsten Frings getrennt hatte. Unter den Zuschauern: Ex-Türkgücü-Coach Alexander Schmidt – ein Kandidat bei den Emsländern?

Zwei Ex-Löwen für die Schanzer

Der Meppener Interimstrainer Mario Neumann ist nicht zu beneiden. Auswärts beim Aufstiegskandidaten FC Ingolstadt 04 ist sicher nicht die einfachte Aufgabe für den ersten Auftritt als Hauptverantwortlicher an der Linie. Bei den Schanzern rückten zwei Ex-Löwen in die Startelf. Peter Kurzweg, auch bekannt als “die Axt von Giesing”, verteidigte links hinten, während Maximilian Beister neben Stefan Kutschke stürmen durfte. Die ersten 25 Minuten gehörten eindeutig den Hausherren, die sich dabei jedoch auch keine wirklichen Torchancen erarbeiten konnten. Dann aber konterte der SV Meppen zweimal, spielte seine Gelegenheiten jedoch zu inkonsequent aus.

Ingolstadt kontrolliert Meppen

Dann aber bissen sich die Schanzer wieder in der Hälfte der Emsländer fest und Verteidiger Kurzweg kam zweimal vielversprechend zum Abschluss. Die Riesenchance zum ersten Treffer bot sich dann jedoch dem SV Meppen, als Paulsens Kopfball zu Torhüter Buntic etwas zu kurz geriet und Guder dazwischenspritzte. Sein Abschluss (32.) kullerte jedoch knapp am Tor vorbei und so blieb es vorerst beim 0:0. In der Schlussphase der ersten Hälfte dann gleich mehrere Möglichkeiten für Ingolstadt. Erst rutschte Kutschke an einer Flanke vorbei, dann scheiterte Bilbija am Pfosten, anschließend noch Stendera an Bünning, der für seinen bereits geschlagenen Keeper Domaschke klärte.

Gutes Ergebnis für die Löwen

Auch nach der Pause waren die Schanzer aktiver und kamen bereits nach 17 Sekunden zur ersten Chance durch Kutschke. Nach 53 Minuten dann aber wieder eine klasse Kontergelegenheit für die Gäste, doch Tankulic scheiterte am hervorragend reagierenden Buntic. Die Emsländer waren nun besser in der Partie und FCI-Trainer Oral reagierte nach einer Stunde mit einem Vierfach-Wechsel. Anschließend drückte Ingolstadt die Gäste aus Meppen wieder tief in die eigene Hälfte, der Führungstreffer schien nur eine Frage der Zeit. Der SVM überstand jedoch auch diese Drangphase, offensiv war von den Emsländern jedoch kaum noch etwas zu sehen. Wie dem auch sei: Am Ende stand es 0:0. Ein gutes Ergebnis für den SV Meppen – und für den TSV 1860 München!

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg bei Türkgücü

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Freunde, war ich nervös gestern vor dem Spiel! Im Rennen um den Aufstieg war gestern ein Sieg Pflicht. Im Kampf um Platz 4 (direkte Qualifikation für den DFB-Pokal) wären Punkte kein unbedingtes Muss, aber doch eine schöne Beruhigung gewesen. Und wir wissen es ja alle: solche Tage gehen bei unserem geliebten TSV 1860 München mal gerne mal komplett in die Hose. Umso froher bin ich, dass gestern ALLES von A-Z gut gegangen ist und wir uns am Gesamtkunstwerk 1860 erfreuen konnten.

„Das Gefühl, wenn vor einem Spiel langsam die Nervosität im Körper aufsteigt“

Los ging es gegen Mittag. Der Alltagskram ist erledigt und das Kribbeln vor dem Spiel beginnt. Ich tausche mich mit meinem Freunden vor dem Spiel aus. Einer schreibt „Ich mag das Gefühl, wenn vor einem Fußballspiel langsam die Nervosität im Körper aufsteigt.“ Mag ich eigentlich auch. Dazu noch 1-2 Pre-Match Bierchen und für einen frühen Samstagnachmittag befindet man sich in einer perfekten Gefühlswelt. Aber gestern war es nicht dieses normale Kribbeln bei mir, sondern ein ziemlich nervöses. Gegen Türkgücü haben wir es schon zwei Mal versucht in dieser Saison und beide Male haben wir uns sehr schwer getan. Im Ligaspiel sprang immerhin ein Unentschieden raus, im Totopokal setzte es eine knappe, aber verdiente Niederlage. Außerdem geht es für Türkgücü ja nicht mehr um viel in dieser Saison und ich hatte den Eindruck, dass den Löwen in die Suppe zu spucken, das letzte Saisonziel des Vereins aus Neuperlach sein könnte. Der dringend benötigte Sieg gegen Türkgücü würde schwere Arbeit werden, das war mir klar.

Abreise aus Giesing

So etwa eine Stunde vor Anpfiff erreichten mich die ersten Bilder und Videos aus Giesing. Der Mannschaftsbus fährt am Stadion vorbei und den Candid Berg hinunter. Die Straßen sind gesäumt von Löwenfans, die singen und der Mannschaft mit Rauchtöpfen und Bengalos Mut machen für dieses so wichtige Spiel. Nicht ganz legal, aber großartig anzusehen und ein tolles Zeichen, dass wir Fans auch in diesen nicht einfachen Zeiten voll hinter dieser tollen Mannschaft stehen.

Die Ankunft im Olympiapark

Es kursieren weitere Bilder. Auf dem Olympiaberg sieht man einige blaugewandete Menschen, hinter den Zäunen von Münchens zugigstem Stadion erspäht man blaue Supporter. Während des Spiels bilde ich mir ein, Wechselgesänge zu hören. Bisher habe ich auch nichts von Ausschreitungen oder Räumungen durch die Polizei gehört. Die Löwenfans haben sich also ganz gut benommen.

Das Spiel oder besser diese Mannschaft

Diese Mannschaft ist eine der sympathischsten Truppen von der Grünwalder Straße, an die ich mich erinnern kann. Man merkt einfach, dass da eine Einheit am Werke ist, die nicht nur die Elf der Startaufstellung umfasst, sondern ein Kollektiv von ca. 25 Mann, die am selben Strang ziehen. Fabian Greilinger gibt auf einmal den Linksverteidiger. Merveille Biankadi rennt wie ein Wahnsinniger (das ist positiv gemeint, Merv! Bitte google nicht die medizinische Bedeutung von Wahnsinn, die kenne ich!), ist immer anspielbar, spielt uneigennützige Pässe zu seinen Mitspielern. Marius Willsch, mehr Rechtaußen als rechter Mann in der Viererkette. Dafür lässt sich Spielmacher Richy Neudecker nach hinten fallen, um abzusichern, wenn Willsch über den Flügel nach vorne eilt. Semi Belkahia, abgezockt wie Mittdreißiger. Der Junge ist erst 22 Jahre alt und schießt dann noch das entscheidende 2:0! Ich könnte jetzt noch lange über dieses von Michael Köllner entwickelte Gesamtkunstwerk 1860 auf dem Platz schreiben, aber das würde den Rahmen sprengen.

Die Löwen haben es mal wieder spannend gemacht

Nur kurz zum Spielverlauf, Ihr habt es ja wahrscheinlich eh alle gesehen. Eigentlich muss der TSV 1860 München in der ersten Hälfte schon mit zwei oder gar drei Toren in Führung liegen. Sascha Mölders hatte zwei Großchancen, Richy Neudecker einen knallharten Fernschuss und Stefan Lex hätte aus spitzem Winkel auch mal wieder treffen können. Das 0:0 zur Pause war schmeichelhaft für die Gastgeber, obwohl diese die ersten 15 Minuten durchaus überlegen waren.

Türkgücü kam wieder stärker aus der Kabine. Aber in der 59. Minute war es dann Richy Neudecker, der mit einem perfekt platzierten Schuss von der Strafraumlinie das erlösende 1:0 markierte. Die Szene vor dem Tor vereinte alles, was 1860 in dieser Saison ausmacht: ein feiner Angriff über Belkahia und Biankadi, die den Ball gefährlich auf Mölders in den Strafraum bringen. Dieser verliert den Ball zunächst. Aber die Löwen setzen mit vereinten Kräften nach, erobern den Ball zurück und dann zieht Neudecker einfach eiskalt ab und versenkt ihn. Tolle kollektive Leistung!

Und direkt danach die einzige Großchance von Türkgücü durch den Ex-Löwen Sebastian Maier. Aber Marco Hiller ist zur Stelle und sorgt dafür, dass 1860 in Führung bleibt. In der 83. Minute bleibt es dann Semi Belkahia vorbehalten, per Abstauber nach einem Mölders-Schuss den Deckel drauf zu machen.

Natürlich haben es sich die Löwen mal wieder etwas schwieriger gemacht als es nötig gewesen wäre. Aber wenn dem nicht so wäre, wären es ja auch nicht unsere Löwen.

Nach dem Spiel geht’s dann erst richtig los

In Blickpunkt Sport äußert Sascha Mölders auf seine unnachahmliche Art seine Meinung zu Türkgücü und deren Ambitionen, wir berichteten bereits. Dann richtete Coach Michi Köllner in der Pressekonferenz sehr warme Worte an die Anhängerschaft und bedankte sich für den Support bei der Abreise aus Giesing vor dem Spiel. Und sechzger.de eröffnete den virtuellen Grünspitz, um den Löwenfans wenigstens ein virtuelles Zuprosten auf diesen Sieg und den weiteren Fortgang der Jagdsaison zu ermöglichen. Zugebenermaßen ist es natürlich nicht ansatzweise so cool, wie „in Echt“ zusammen auf die Löwen anzustoßen. Aber die Resonanz hat uns sehr erfreut. Löwen von Hamburg über Luzern bis New Jersey stießen gemeinsam auf das Gesamtkunstwerk 1860 an. Es macht mich so stolz, ein Teil dieses Gesamtkunstwerks zu sein, das wir alle sind!

Und weil wir schon bei Kunst und künstlerischen Ausdrucksformen sind, lasse ich jetzt Töne und Bilder sprechen, bevor ich meinen Veitstanz anlässlich des 12. Zu-Null-Spiels von Marco Hiller in dieser Saison auf meinem Wohnzimmerparkett zelebriere!

Nothing’s gonna stop the Gesamtkunstwerk 1860 on the road to Gelsenkirchen!

Sascha Mölders: Freundlicher Gruß an den Sportskameraden Kothny

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Sascha Mölders - TSV 1860

So ein Tag, so wunderschön wie heute… 2:0 gewann der TSV 1860 sein Auswärtsspiel bei Türkgücü München, die Rückkehr ins derzeit nicht einmal drittligataugliche Olympiastadion wurde also mit drei Punkten gekrönt. Ein weiteres Highlight folgte nach dem Schlusspfiff: Sascha Mölders sendete einen freundlichen Gruß an Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny.

Mölders – Kothny 2:0 (mindestens)

Im Interview beim BR fasste Mölders seine Sympathie für Herrn Kothny rhetorisch einwandfrei in Worte:

“Ich muss erstmal ne andere Sache sagen, die mich seit Monaten schon stört. Der Sportskamerad Kothny hat glaub ich vor ein paar Monaten mal gesagt, Türkgücü München möchte Sechzig München ablösen in München. Also wirklich, da kann ich nur eine Sache zu sagen: Wenn Sechzig München eines Tages mal in der Kreisliga C spielen sollte, mit dieser Wucht, die dieser Verein hat, mit dieser Fanbase und alles, was drumherum ist… Es ist unmöglich, dass Sechzig München in München von irgendwem abgelöst wird. Das wollt ich einfach nur mal sagen. Für mich ist es unerklärlich, so ne Aussage zu treffen und er würde gut daran tun, wenn er sich um seine eigene Mannschaft kümmert.”

In! Your! Face!

Die Jagdsaison geht weiter

Wer das Spiel nochmal in Textform erleben will, dem sei die Lektüre unseres Live-Tickers ans Herz gelegt. Dort findet ihr auch zahlreiche Bilder aus dem weiten Rund. Aktuell liegt der TSV 1860 nur noch einen Punkt hinter dem 3. Platz. Mal schauen, was da noch geht und wer oben noch nervös wird. Wir möchten an dieser Stelle nochmal an unsere Rückrunden-Hymne erinnern…

Virtueller Grünspitz

So, jetzt wird aber erstmal weitergefeiert. Am liebsten natürlich am virtuellen Grünspitz auf der Facebook-Seite von sechzger.de. Stoßt mit uns an, macht ein Foto uns postet das als Kommentar. Auf die Löwen, prost!

Gerne könnt Ihr uns auch berichten, wie und mit wem Ihr das heutige Spiel verfolgt habt. Habt einen schönen Abend, liebe Löwinnen und Löwen!

Der TSV 1860 München schlägt Türkgücü München!

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Die Löwen schlagen Türkgücü mit 0:2 am 32.Spieltag

Am 32.Spieltag der 3.Liga kam es im Olympiastadion zum Duell zwischen Türkgücü München und dem TSV 1860 München.

Die mit Spannung erwartete Partie bedeutete für die Löwen die Rückkehr ins Olympiastadion. Zuletzt trennte man sich hier mit einem 0:0 vom 1.FC Köln im Jahr 2005. Die Marschroute war dabei klar: für “das gegnerische Projekt” (O-Ton Michael Köllner bei MagentaSport) ging es lediglich um das Prestige. Der TSV 1860 hingegen wollte gegen Türkgücü unbedingt gewinnen, um den Druck auf die ersten drei Mannschafen in der 3.Liga aufrecht zu erhalten.

Olympiastadion bei Türkgügü gegen TSV 1860 München
Blick in das unendlich weite Rund des Olympiastadions

Zusätzliche Motivation der Fans

Spruchband vor Türkgücü TSV 1860 München 17.04.2021

Zahlreiche Anhänger des TSV 1860 verabschiedeten den Bus und die Mannschaft bei der Abfahrt aus Giesing und zündeten zahlreich Pyrotechnik. Auch das Spruchband “Road to Gelsenkirchen” schmückte den Übergang zum Stadion.

Michael Köllner blieb seinem 4-1-4-1 System treu. Greilinger ersetzte positionsgetreu den gelbgesperrten Philipp Steinhart als linken Verteidiger. Ansonsten begannen die Löwen wie zuletzt beim 3:2-Erfolg über den SC Verl.
Die Gastgeber mussten verletztungsbedingt sowohl auf Toptorjäger Petar Sliskovic als auch auf Topscorer Sercan Sararer verzichten. Im Vergleich zur Niederlage in Saarbrücken tauschte das Trainerduo Dayat / Pummer zwei Mal. Awoudja und Barry ersetzen Jakob und Sijaric, die auf der Bank Platz nahmen.

Frühe gelbe Karte für Belkahia

Der TSV 1860 München hatte Anstoß, zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor war jedoch Türkgücü anzutreffen. Röser wurde auf die Reise geschickt, Belkahia rannte ihm kurz vor der Strafraumgrenze in die Haken und sah gelb (3.). Den fälligen Freistoß setzte Maier knapp über das Tor. Gewohnt treffsicher zeigte sich hingegen Sascha Mölders, der den Ball im Netz versenken konnte. Da er sich jedoch im Abseits befand, wurde das Tor zurecht nicht anerkannt (6.)

Freistoß bei Türkgücü gegen TSV 1860 München 17.04.2021
Der fällige Freistoß von Türkgücü nach Gelb für Belkahia

Erste Chance durch Neudecker

Kurz nachdem Rechtsverteidiger Fischer bei Türkgücü verletzt ausgewechselt werden musste, hatte der TSV 1860 die erste gute Gelegenheit im Spiel. Neudecker kam zum Abschluss, Vollath reagierte aber stark und konnte zur Ecke abwehren (19.).
Fortan übernahmen die Löwen zunehmend die Spielkontrolle und kamen immer wieder gefährlich vor das Tor der Gastgeber.

Die Auswechslung von Fischer war folgenreich. Türkgücü war hinten unsortiert, den Löwen boten sich viele Räume in der Offensive. Viele Situationen wurden allerdings ungenau zu Ende gespielt, sodass der letzte Pass beim Gegner landete. Dann aber mehrten sich die Torschüsse und der TSV 1860 hatte mehrere Gelegenheiten, das 0:1 zu erzielen. Sowohl Mölders (27.) als auch Lex (31.) verzogen allerdings und setzten den Ball neben beziehungsweise über das Tor.

Mölders vergibt frei vor dem Tor

Die beste Gelegenheit bot sich dann in der 37.Minute. Eine flache Hereingabe von Willsch erreichte den völlig freistehenden Mölders. Während die “Wampe von Giesing” manchmal Tore aus dem Nichts erzielt, schob er dieses Mal den Ball allerdings knapp am Tor vorbei. Das hätte die Führung für die Löwen sein müssen.

So aber zierte zur Pause ein 0:0 die Anzeigetafel vom Olympiastadion.

Halbzeitstand Türkgücü TSV 1860 München 0:0 17.04.2021

Nach dem Wiederanpfiff: Türkgücü gegen den TSV 1860 in der Offensive

Türkgücü tauschte zur Pause ein weiteres Mal, Sijaric kam für Awoudja. Der TSV 1860 kam hingegen unverändert aus der Kabine.
Nach Wiederanpfiff sah man ein Spiegelbild zur ersten Halbzeit. Die Gastgeber setzten die Löwen mit hohem Angriffspressing enorm unter Druck. Auch hier dauerte es nur wenige Minuten, bis ein Löwe die gelbe Karte sah. Dieses Mal war es Greilinger nach einem Foul auf Höhe der Mittellinie (49.).

Gelbe Karte für Greilinger nach Foul an Tosun

TSV 1860 München geht gegen Türkgücü in Führung

Die Löwen überstanden die Anfangsoffensive und übernahmen fortan wieder die Kontrolle über das Spiel. Endlich konnte ein Angriff dann auch in ein Tor umgemünzt werden. Belkahia trieb den Ball nach vorne in die Spielhälfte der Gastgeber. Nach einem Gewühl im Strafraum war es Mölders, der den Ball auf Neudecker zurück legte. Dieser ließ seinen Gegenspieler mit einem Haken aussteigen und versenkte den Ball im langen Eck (58.) Saisontreffer Nummer 5 für den Mittelfeldspieler.

Türkgücü TSV 1860 Jubel zum 0:1
Die Löwen bejubeln das 0:1 durch Richard Neudecker

Hiller rettet gegen Maier

Beinahe wäre das Glück nur von kurzer Dauer gewesen, doch auf Marco Hiller im Tor des TSV 1860 ist Verlass. Nach Balleroberung gegen Greilinger legte Sijaric den Ball quer zu Maier, der frei vor dem Tor der Löwen auftauchte. Doch Hiller stürmte dem Türkgücü-Angreifer entschlossen entgegen und konnte den Ausgleich verhindern (61.).

Auf der Gegenseite kam Biankadi nach Ablage von Mölders zum Abschluss, verzielte das Ziel jedoch knapp. Sein Schuss von der Strafraumgrenze ging knapp am linken Pfosten vorbei. Kurze Zeit später war es Stefan Lex, der die Riesenchance zum 0:2 hatte. Vollath klärte außerhalb des Sechzehners im Duell mit Mölders per Kopf. Der Ball landete bei Lex, der mit links abzog und das verwaiste Tor verfehlte (74.).

Der TSV 1860 macht gegen Türkgücü den Deckel drauf

So blieb Türkgücü im Spiel und witterte seine Chancen, doch noch den Ausgleich zu erzielen. Doch Semi Belkahia hatte etwas dagegen. Eine Ecke von rechts landete zunächst bei Mölders, sein Schuss konnte von Vollath stark pariert werden. Allerdings landete der Ball genau vor Belkahia, der mit seinem dritten Saisontreffer das wichtige 0:2 erzielte (83.).

Tor Semi Belkahia gegen Türkgücü München 17.04.2021
Der zweite Torjubel der Löwen: Belkahia erzielt das 0:2

Damit war das Spiel entschieden. Der TSV 1860 München schlägt Türkgügü mit 0:2 durch Tore von Neudecker und Biankadi. Damit erhöht man den Druck auf das Spitzentrio in der 3.Liga signifikant. Lediglich ein Punkt trennt die Löwen noch von den drittplatzierten Ingolstädtern, die morgen auf den SV Meppen treffen. Der Vorsprung auf Platz 5 beträgt bereits acht Punkte.

Die Ergebnisse des 32.Spieltags

In den parallel laufenden Partien gab es zudem folgende Ergebnisse:

Kaiserslautern – Saarbrücken 2:1
Verl – Uerdingen 3:0
Magdeburg -Zwickau 0:0
Viktoria Köln – Halle 2:0

Englische Woche in der 3.Liga

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Weiter geht es für den TSV 1860 München bereits am Dienstag, 20.04.2021. Dann gastiert Viktoria Köln im Grünwalder Stadion. Anpfiff ist standesgemäß um 18:60 Uhr. Türkgücü gastiert am Tag darauf beim Tabellenletzten Unterhaching.