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Sechzig um Sieben: Türkgücü ++ TAKTIKTAFEL ++ 3.Liga

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Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

Guten Morgen, Löwenfans! Mal wieder haben wir eine weitere Woche fast hinter uns bringen können. Nur noch der Freitag hindert uns am Start in das Wochenende, aber auch dieser Tag wird vorübergehen. Um euch auf dem Laufenden zu halten, geben wir euch bei Sechzig um Sieben einen Überblick über alles, was ansteht (u.a. Pressekonferenz vor dem Türkgücü-Spiel) sowie die neusten Meldungen aus der 3.Liga. Bereits heute Abend steht das erste spannende Spiel des 32.Spieltags auf dem Programm.

Löwenrunde Türkgücü – TSV 1860 München

Die Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Türkgücü steht auf der Agenda. Gemeinsam mit dem gestrigen Geburstagskind Rainer Kmeth werden Michael Köllner und Günter Gorenzel alle Fragen der anwesenden Journalisten beantworten. Im Laufe des Tages werden wir euch dann die wichtigsten Meldungen präsentieren.

TAKTIKTAFEL

Etwas mehr als zwei Wochen ist es her, als Bernd Winninger Türkgücü das letzte Mal unter die Lupe nahm. Die Spielweise hat sich seitdem daher kaum verändert – oder etwa doch? Die TAKTIKTAFEL am heutigen Tag ist ein wenig anders strukturiert als sonst. Unser Taktikfuchs tauscht die Seiten und überlegt, wie er anstelle vom Trainer bei Türkgücü spielen lassen würde.

Training vor dem Türkgücü-Spiel

Das Abschlusstraining findet heute statt. Letzte Chance für Michi Köllner, noch einmal auf den Gegner am Samstag einzugehen sowie letzte Feinheiten heraus zu arbeiten.

Robert Reisinger im Interview zum Thema Stadion

Es ist und bleibt ein Streitthema in der Fandlandschaft des TSV 1860 München. Die Stadionfrage beschäftigt den Verein nun seit mehreren Jahrzenten und ein Ende ist aktuell nicht in Sicht. Über einen möglichen Umbau des Grünwalder Stadions wird noch entschieden.
Robert Reisinger hat nun dem Wochenanzeiger in einem Interview Rede und Antwort gestanden und dabei deutlich gemacht, dass der Standort Giesing mit geeigneten Konditionen die erste Wahl sein wird. Konfrontiert mit der hohen Summe, die angeblich für den Umbau fällig werden, sagte Reisinger:

Es sind noch nicht mal offizielle Zahlen für den Umbau bekannt, aber Kritiker wissen schon Bescheid? Diese Menschen verstehen nicht, worum es geht und stellen den Aufwand für den Umbau des Grünwalder Stadions einem fiktiven Neubau an unbekanntem Ort gegenüber. Dazu werden dann Zahlen aus Karlsruhe und Buxtehude zum Vergleich herangezogen.

Auch zum Standort Giesing hat der Präsident des TSV 1860 München e.V. eine klare Meinung.

Über die Qualität des Standorts in Giesing bin ich mir bewusst. Der TSV 1860 München hat hier eine emotionale Heimat, die durch nichts zu ersetzen ist. Wir hätten nach dem Sommer 2017 in keinem anderen Stadion in München auch nur annähernd so viele Dauerkarten verkaufen können. Auch nicht nach dem Aufstieg in die 3. Liga. Das war und ist für den TSV 1860 nur in Giesing möglich und hat zum wirtschaftlichen Überleben des Profifußballs beigetragen. Der Mythos Sechzger-Stadion bewegt Menschen und ist für den Klub ein Rettungsanker.

sechzger.de hatte sich in zwei Teilen mit den Umbau-PLänen beschäftigt (Teil 1 / Teil 2). Außerdem wurde zuletzt beleuchtet, woran es in der Entscheidungsfindung aktuell hakt. Für die ganz großen Optimisten unter den Löwenfans wurde sich zudem die Anforderungen an Stadien der 1. und 2. Bundesliga verglichen.

Interview der Frauenfußballmannschaft

Weiterhin hat die Frauenfußballmannschaft des TSV 1860 München aufgrund der Corona-Pandemie noch kein Spiel absolvieren können. Die Damen haben jedoch bereits diverse Testspielanfragen bekommen und freuen sich auf den Start , sobald dies die aktuelle Lage zulässt. Das haben sie jetzt in einem Interview mit fussball.de verraten. Mit dem Spielbetrieb soll es im kommenden September los gehen. Außerdem sprechen die Löwinnen über die Anfänge der neuen Mannschaft.

News aus der 3.Liga

Rostock zu Gast im Sechzgerstadion

Heute abend wird es direkt wieder spannend in Sachen Aufstieg. Hansa Rostock ist zu Gast in München und spielt gegen Bayern II. Platz 2 gegen 16, auf dem Papier ist das eine klare Sache. Aber ob man das heute abend auch auf dem Platz erleben wird? Wir werden sehen…und zwar ab 18:60 Uhr, denn dann erfolgt der Anpfiff im Grünwalder Stadion. Wir werden euch nach Abpfiff mit einem kurzen Spielbericht versorgen.

Motivierte Duisburger wollen Tabellenführer ärgern

Auch Dynamo Dresden steht vor keiner leichten Aufgabe und muss zuhause gegen den MSV Duisburg antreten. Der Gast hat die letzten vier Spiele nicht verloren und will auch beim Tabellenführer weiter Boden gut machen. Mit einem Punkt oder gar einem Sieg könnte der MSV sich entscheidend von der Abstiegszone distanzieren.
Dresden hat zudem insgesamt 10 Ausfälle zu verkraften und muss unter anderem auf Kapitän Mai verzichten. Dieser ist trotz der letzten Ergebnisse weiter zuversichtlich, sagt aber auch:

Es werden jetzt alles enge, eklige Spiele. Wir sind bereit, unser letztes Hemd dafür zu geben.

Die Duisburger hingegen müssen ohne Trainer Pavel Dotchev an der Seitenlinie auskommen. Dieser hat bereits vier gelbe Karten kassiert und ist daher für ein Spiel gesperrt. Seinen Anspruch an das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenersten formuliert er dennoch klar:

Mein Gott, ich fahre da hin, um zu gewinnen.

Was bringt ein Trainerwechsel wirklich?

Bleiben wir noch kurz bei Pavel Dotchev. Dieser wurde Ende Januar bei Viktoria Köln entlassen, fand aber beim MSV Duisburg wenige Tage später bereits einen neuen Job. Zuletzt wurden Stefan Krämer (KFC Uerdingen) und Torsten Frings (SV Meppen) freigestellt.
Doch hat ein Trainerwechsel wirklich den erhofften positiven Effekt? Mit dieser Fragestellung hat sich Prof. Dr. Andreas Heuer, Physikprofessor an der Uni Münster, gemeinsam mit Kollegen beschäftigt. Im Interview mit der sportschau erzählt er von den Ergebnissen seiner Auswertung aus über 50 Jahren Bundesliga-Geschichte. Auf die Frage, ob es einen “Trainereffekt” geben würde, entgegnet der Professor:

Auf Basis der studierten 150 Trainerentlassungen gibt es eine klare Antwort: nein.

Damit wünschen wir euch einen guten Start in den Freitag! Morgen gibt es wie gewohnt den Vorbericht zum kommenden Gegner Türkgücü bei Sechzig um Sieben. Anschließend hält euch unser Liveticker mit allen Infos auf dem Laufenden.

Sechzig @18:60: Türkgücü-Spiel vor der Brust und “Servus Benders”

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Sechzig @18:60: die Meldungen und News des Tages rund um den TSV 1860 München und alles aus der 3.Liga

Servus Löwenfans! Neben dem Start in die Vorberichterstattung zum Spiel gegen Türkgücü München am Samstag (Anstoß 14 Uhr, sechzger.de Liveticker) haben wir einige weitere Meldungen des Tages für euch in Sechzig @18:60 zusammengefasst.

Türkgücü-Partie live im Free-TV

Als Löwenfan kann man sich über mangelnde Berichterstattung im Free-TV nun wahrlich nicht beklagen. Das Duell mit Türkgücü am Samstag wird live vom BR übertragen (Fernsehen und Stream). Wie gewohnt legen wir euch natürlich auch wieder den sechzger.de-Liveticker ans Herzen.

Expertentipp zu Türkgücü – TSV 1860 München

Apropos Türkgücü, der heute veröffentlichte Expertentipp markiert den Startschuss der Vorberichterstattung für den 32.Spieltag. Dieses Mal hat uns ein Ex-Löwe verraten, was er für ein Ergebnis erwartet.

Alexander Schmidt im Podcast “Giesinger Bergfest”

Alexander Schmidt trainierte beim TSV 1860 München zunächst die Sechzig Amateure, später übernahm er für gut 10 Monate die Cheftrainer-Position bei den Löwen. Da er zuletzt auch beim kommenden Gegner unter Vertrag stand, nutzten die Macher des Podcasts “Giesinger Bergfest” die Gelegenheit und luden ihn zu einem Gespräch ein. In Folge 6 äußert sich Schmidt unter anderem zu Sascha Mölders und seiner Entlassung bei Türkgücü, aber auch über die Aufstiegschancen von Sechzig München.

Doppelpack von Mölders im November 2009

Heute berichtete Stefan Kranzberg von seinem ersten Spiel mit Beteiligung von Sascha Mölders. Die Reise führt uns in das Jahr 2009, wir gastieren gemeinsam in Mannheim. Garniert wird der Artikel mit einem Video aus dem Stadion.

Servus Benders: Aktion zum Karrierende von Lars und Sven

Lars und Sven Bender beenden im Sommer aufgrund der körperlichen Belastung ihre fuballerische Karriere im Alter von 31 Jahren. Um den beiden zum Abschied trotz fehlender Fans im Stadion etwas zukommen zu lassen, haben sich zwei Fans von Bayer Leverkusen etwas einfallen lassen. Die beiden stellten bereits beim Karriereende von Stefan Kießling etwas Vergleichbares auf die Beine. Gemeinsam mit vielen anderen Fans wollen sie für die beiden Benders je ein Abschiedsbuch gestalten. Der Inhalt: Einsendungen wie zum Beispiel Fotos, persönliche Beiträge oder auch Zeichnungen. Die beiden Organisatorinnen haben dafür auf Facebook und Instagram eine Seite eingerichtet, zudem sind die beiden auch per E-Mail (servusbenders@gmx.de) erreichbar. Da die Bender-Zwillinge aus der Jugend des TSV 1860 München stammen, hoffen Lea Esser und Maria Gielsdorf vor allem auch auf Post aus dem Fanlager der Löwen.

Eine Teilnahme lohnt sich dabei gleich doppelt: neben der Freude, dir ihr den beiden Ex-Löwen bereiten könnt, werden unter allen Einsendungen auch unterschriebene Trikots und Shirts von Lars und Sven verlost. Lang ist aber nicht mehr Zeit: Einsendeschluss ist am Sonntag, 18.April. Anschließend werden die Bücher in den Druck gegeben.

News aus der 3.Liga

Zeitdruck für den KFC Uerdingen bei der Trainersuche

Wie wir berichteten wurde Stefan Krämer beim KFC Uerdingen entlassen, sein Co-Trainer Stefan Reisinger hat seinen Posten vorerst eingenommen. Bald aber heißt es schon wieder “Reisinger raus!” ( 😉 ), denn der DFB erlaubt dem Interimscoach maximal drei Wochen seine Aufgaben auszuüben. In diesen Zeitraum fallen drei Partien des KFC: die Auswärtspartien in Verl und bei Türkgücü sowie das Heimspiel gegen Tabellenführer Dresden. Spätestens am 5.Mai müssen die Krefelder dann den Nachfolger gefunden haben. Viel Zeit bleibt also nicht. Ob drei verschiedene Übungsleiter im Abstiegskampf förderlich sind, darf zudem bezweifelt werden.

Weitere Verzögerungen beim Ludwigspark

Saarbrücken TSV 1860 Völklingen
Das Hermann-Neuberger-Stadion in Völklingen, Ersatzspielort beim Spiel des TSV 1860 München gegen Saarbrücken

In der 3.Liga liegt der 1.FC Saarbrücken aktuell auf einem starken 5.Platz. Beim Thema Ludwigspark hingegen läuft es bei Weitem nicht so gut wie im sportlichen Bereich. Weiterhin ist nicht absehbar, wann eine Fertigstellung des Stadions erfolgen kann. Vor allem das Dauerthema Rasen inklusive der Heizung, was den Saarländern einige Spielabsagen bzw. Ausweichspielorte einhandelte, bereitet dem Verein Kopfzerbrechen. Die Zeit drängt allerdings: für die Lizenzunterlagen benötigt der FCS bis spätestens Ende Juli ein drittligataugliches Stadion. Sollte bis dahin weiterhin kein Ende der Arbeiten absehbar sein, muss Saarbrücken in der nächsten Saison womöglich in ein anderes Stadion umziehen.

Wir wünschen euch einen entspannten Abend! Auf die Löwen!

Türkgücü – TSV 1860: Expertentipp mit Felix Bachschmid (32. Spieltag)

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In der Jugend war Felix Bachschmid beim TSV 1860 noch Führungsspieler. Nach dem Abstieg der 1. Mannschaft in die Regionalliga Bayern lief es für den inzwischen 24-Jährigen dann leider nicht mehr ganz so rund. Mit Sascha Mölders und Markus Ziereis hatte er starke und konstant torgefährliche Konkurrenz im Angriff. Zwölf Mal durfte “Bache” unter Daniel Bierofka als Joker ran, lediglich beim letzten Saisonspiel in Bayreuth stand der Stürmer 90 Minuten auf dem Platz. Besser lief es im Toto-Pokal, wo er bei zwei Einsätzen viermal einnetzte.

Felix Bachschmid tippt Türkgücü – TSV 1860

Aktuell steht Bachschmid bei Wacker Burghausen unter Vertrag, sein Vertrag läuft noch bis 2024. Die Löwen hat Felix Bachschmid, der auf dem Platz mittlerweile etwas defensiver agiert, selbstverständlich nicht aus den Augen verloren. Einmal Löwe, immer Löwe – auf Bachschmid trifft das voll und ganz zu! So verwundert es wenig, dass er den TSV 1860 am Samstag vorne sieht.

“Mein Tipp fürs Spiel am Wochenende: Ein klares 0:3 für uns im Olympiastadion! Mein Tattoo-Kollege Hiller hält die 0, der Richi sticht vorne wieder und Köllners Bart wächst weiter! Hoffmas zumindest… 😊”

Ich glaub, da würde sich niemand beschweren, oder?

Vorbild Verwaltungsrat

In den vergangenen Wochen hatten unsere Experten bei ihren Tipps ein goldenes Näschen bewiesen. Zunächst lag Robert von Bennigsen mit seiner 3:1-Prognose für das Spiel beim KFC Uerdingen komplett richtig. Dann zog Verwaltungsrat-Kollege Sebastian Seeböck nach und tippte einen knappen Sieg des TSV 1860 gegen den SC Verl.

Noch besser schnitt am vergangenen Samstag das sechzger.de-Orakel Christian Jung ab, der im Talk das 3:2 gegen die Ostwestfalen exakt vorhersagte.

Alexander Schmidt im “Giesinger Bergfest”: TSV 1860 steigt direkt auf

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Grünspitz Giesing

Ehemaliger Türkgücü- und TSV 1860-Trainer Alexander Schmidt: 1860 steigt direkt auf

Vor dem Drittliga-Stadtduell Türkgücü München gegen den TSV 1860 München war der ehemalige Trainer beider Vereine, Alexander Schmidt im Löwen-Podcast “Giesinger Bergfest” zu Gast.

Gestern haben wir bereits unseren Podcast über den TSV 1860 “sechzger.de-Talk” vorgestellt, heute sind die Kollegen vom “Giesinger Bergfest” dran. Diese hatten nämlich in der 6. Ausgabe ihres Podcasts Alexander Schmidt zu Gast. Dieser tätigte einige sehr interessante Aussagen.

Alexander Schmidt über seine Entlassung bei Türkgücü München im Februar

“Die Mannschaft war überragend, wir waren eine Top-Gemeinschaft. Für mich war es auch überraschend. Wir standen gut in der Tabelle. Der Präsident hat mir mitgeteilt, dass er sich von mir trennt. Wer Hasan Kivran kennt, der weiß, wie launisch er ist. Er hat versucht, sich einzumischen ins Sportliche. Für mich war es so, dass mich nur der Aufstiegsplatz gerettet hätte. Er hat es nicht akzeptieren können, dass ich mir keine Aufstellung diktieren lasse. Ich wollte in der Früh noch in den Spiegel schauen können. Er hat dann bei der ersten Schwäche, die wir als Mannschaft gezeigt haben, gleich reagiert.”

Über die Vertragsverhandlungen mit Sascha Mölders

“Ich habe Sascha angerufen und mich bemüht um ihn. Er ist einfach ein Unterschiedsspieler und ein Typ. Kein Floskelmeier, wie es heute so üblich ist. Er ist ein Kapitän, ein Vorbild, ein Torjäger – einfach ein geiler Typ. Ich hätte ihn gerne in der Mannschaft gehabt, aber zu Sechzig passt er wie die Faust aufs Auge. Er ist ein 1000-prozentiger Löwe.”

Über den aktuellen Zustand des TSV 1860 München

“Günther Gorenzel und Michael Köllner machen einen super Job bei 1860. Sie schaffen es vor allem, das Umfeld zusammenzuhalten. Das ist noch nicht vielen gelungen. Es gibt keine großen Unruhen und Störfeuer. Wenn der Verein einmal an einem Strang zieht, ist das brutal. Dann rollt Sechzig.”

Über die Aufstiegschancen der Löwen

“Man merkt, dass sie hungrig und mental stark sind. Die Mannschaft und das Trainerteam verkörpern das. Ich glaube, dass Sechzig derzeit stärker ist als Rostock. Die wursteln sich in letzter Zeit ein bisschen durch. Auch Dresden und Ingolstadt lassen Federn. Sechzig muss dieses Momentum nutzen. Sie haben das beste Torverhältnis, das ist wie ein zusätzlicher Punkt. Ich glaube, sie steigen direkt auf.”

November 2009: Sascha Mölders trifft doppelt gegen Waldhof Mannheim

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Ganze 24 Minuten brauchte Sascha Mölders im Dezember 2020, um gegen Waldhof Mannheim einen Hattrick zu erzielen. Doch die Erfolgsgeschichte von SM9 gegen die Kurpfälzer begann schon elf Jahre zuvor. Damals kickte Mölders mit gerade mal 24 Jahren bei Rot-Weiss Essen in der Regionalliga West und erlegte den Waldhof mit seinen beiden Treffern im Carl-Benz-Stadion quasi im Alleingang. Mein “erstes Mal” mit Sascha Mölders.

Freitag Abend im Carl-Benz-Stadion

Nachdem uns gestern bereits sechzger.de-Leser Michael Stoffl von seiner ersten Begegnung mit dem Top-Torjäger der Löwen berichtete, möchte ich mich auch nicht lumpen lassen. Tatsächlich sah ich den Fußballgott nur wenige Wochen nach ihm live in Aktion. Ich lebte damals in Heidelberg und war ziemlich auf den Fußballplätzen der Region unterwegs. Am 20.11.2009 lud mich Ernst Tanner, damals Leiter des NLZ der TSG Hoffenheim, zum Spiel Waldhof Mannheim gegen Rot-Weiß Essen ein. Ich hatte beim TSV 1860 vier Jahre lang beim Ama-Lion mit Tanner zusammengearbeitet. Das Stadionmagazin der Löwen-Amateure gab ich an den heutigen 1860-Pressesprecher Rainer Kmeth (an dieser Stelle: Alles Gute zum Geburtstag, Rainer!) ab, der Kontakt zu Tanner blieb.

Doppeltorschütze Mölders schlägt Waldhof

So nahmen wir an diesem Freitag Abend Platz im Carl-Benz-Stadion und es war Mitte November doch schon ganz schön frisch. Das empfanden wohl auch die Gästefans aus Essen so und zündeten erstmal ein kleines Feuerchen an (siehe Beitragsbild). Auf wen genau Ernst Tanner an diesem Abend ein Auge werfen wollte, weiß ich leider nicht mehr. Altersbedingt war es Sascha Mölders (damals 24) jedoch ebenso wenig wie die heutige Viktoria Köln-Legende Mike Wunderlich (damals 23). Beide waren schon damals aus dem NLZ-Alter rausgewachsen und selbst für die U23 zu alt. An einen Satz kurz nach dem Anpfiff erinnere ich mich aber noch heute:

“Stefan, schau Dir den Mölders an. Der wäre einer für Sechzig, aber den kannst den Löwen ned vermitteln. Ein 24-Jähriger aus der Regionalliga – da lachens Dich aus…”

Dass Mölders ein unheimlich gutes Gespür dafür hat, wo das Tor steht, bewies er auch in Mannheim. Nach einer Viertelstunde erzielte er das 0:1, tief in der Nachspielzeit veredelte er einen Konter zum entscheidenden 0:2 für RWE.

Nach der Saison verließ Mölders seine Geburtsstadt Essen. Allerdings nicht in Richtung Giesing, sondern zum FSV Frankfurt. Den Verein vom Bornheimer Hang rettete er mit seinen Toren vor dem Abstieg und traf in 47 Spielen 18 mal ins Schwarze.

Über Augsburg nach Giesing

So sollte es bis 2016 dauern, ehe Sascha Mölders zum TSV 1860 wechseln sollte. Nach 92 Bundesligaspielen für den FC Augsburg war es Zeit für ein neues Kapitel – aber das habt Ihr ja hoffentlich alle gelesen…

Und Ernst Tanner?

Der gebürtige Traunsteiner leitete sechs Jahre lang erfolgreich das NLZ der Löwen, ehe er in gleicher Position zur TSG Hoffenheim wechselte. Dort stieg er zum Sportlichen Leiter, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied auf. Von 2012 war er anschließend Leiter der Nachwuchsabteilung von RB Salzburg. Im August 2018 wagte Tanner den Sprung über den großen Teich und ist seitdem Sportdirektor des MLS-Franchise Philadelphia Union.

Wie war Euer “erstes Mal” mit SM9?

Wann habt Ihr den Fußballgott zum ersten Mal live gesehen? Berichtet uns davon! Wir freuen uns auf Eure Nachrichten und Bilder.

3.Liga: Türkgücü gegen den TSV 1860 München live im Free-TV

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Türkgücü gegen den TSV 1860 München live im Free-TV

Auch das zweite Aufeinandertreffen des TSV 1860 München mit Türkgücü München innerhalb von kurzer Zeit wird im Free-TV ausgestrahlt.

Türkgücü gegen den TSV 1860 München in der 3.Liga live im Free-TV

Beim letzten Duell mit Türkgücü am 30.März zog der TSV 1860 München den Kürzeren. Eine 0:1-Niederlage zeigte die Anzeigetafel im Grünwalder Stadion nach 90 Minuten im Toto-Pokal an. Das bedeutete das Aus für die Löwen, Türkgücü hingegen zog in das Viertelfinale ein. Am 32.Spieltag der 3.Liga steht nun die Revanche an. Die beiden Mannschaften treffen nach 18 Tagen erneut aufeinander.

Das Duell zwischen dem TSV 1860 München und Türkgücü München wird vom BR live im Free-TV gezeigt. Zudem besteht die Möglichkeit, das Spiel im Online-Stream zu verfolgen. Die Übertragung startet ab 14:00 Uhr, der Anpfiff erfolgt drei Minuten später.

Rückkehr ins Olympiastadion

Das Hinspiel in der 3.Liga endete Unentschieden. Am 13.Spieltag gab es ein 2:2 zwischen den beiden Mannschaften. Die zweifache Führung für die Löwen konnte jeweils Petar Sliskovic ausgleichen. Übrigens wurde auch dieses Spiel zwischen dem TSV 1860 München und Türkgücü vom BR live im Free-TV übertragen.

Nun müssen die Löwen auswärts antreten. Das Spiel wird nicht im Grünwalder Stadion, sondern im Olympiastadion ausgetragen. Es ist eine Rückkehr nach ziemlich genau 16 Jahren. Am 03.April 2005 trennten die Löwen sich vor 40.200 Zuschauern torlos vom 1.FC Köln (damals noch mit Lukas Podolski). Auch die restlichen drei Heimspiele von Türkgücü werden im Olympiastadion ausgetragen.

TV-Meister Sechzig München

Bereits das 14.Spiel des TSV 1860 München wird im Free-TV ausgestrahlt. Damit führen die Löwen in dieser Kategorie die Liga an. Auf Rang 2 liegt Ligaprimus Dynamo Dresden mit 12 Übertragungen, Platz 3 teilen sich der 1.FC Kaiserslautern und der 1.FC Magdeburg mit je 11 Spielen im Free-TV.

Der gewohnte sechzger.de Service: Liveticker & Co.

Zu der Partie wird es von sechzger.de die gewohnte Vorberichterstattung geben. Dazu zählen neben der TAKTIKTAFEL und dem Vorbericht bei Sechzig um Sieben am Spieltag natürlich auch der sechzger.de-Liveticker.

Sechzig um Sieben: das Eigentor von Jeremies wird 21 Jahre alt

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Guten Morgen, Löwenfans! Auf den Tag genau 21 Jahre ist es her, als der TSV 1860 München einen vielumjubelten Derbysieg feiern durfte. Eine entscheidene Rolle nahm dabei Ex-Löwe Jeremies ein, der mit einem Eigentor glänzen konnte. Kein Eigentor ist es in jedem Falle für euch, wenn ihr euch das heutige Sechzig um Sieben näher betrachtet. Es warten einige spannende Informationen auf euch!

Futsal-Löwen mit Shop

Nicht nur Sascha Mölders gab gestern bekannt, dass er jetzt einen eigenen Shop hat sondern auch die Futsal-Löwen des e.V. Neben dem bekannten Futsalkaffee gibt es nun u.a. auch Pullis und Shirts. Schaut mal rein!

Ois Guade, Rainer Kmeth!

Der Pressesprecher des TSV 1860 feiert heute seinen Geburtstag. Die gesamte sechzger.de-Redaktion wünscht alles Gute zum Ehrentag und vielleicht einen etwas ruhigeren Arbeitstag als sonst. 🙂

Heute vor 21 Jahren: Jeremies mit einem Eigentor für die Ewigkeit

Jens Jeremies lief von 1995 – 1998 insgesamt 86 Mal für die Löwen auf und erzielte dabei drei Tore. Danach wechselte er zu einem Verein eine Straße weiter, womit er den Unmut der Löwenfans auf sich zog. Knapp zwei Jahre später, am 15.04.2000, gab es die Genugtuung. Es lief die 40.Minute. Die zwischenzeitliche Führung des TSV 1860 durch Martin Max (22.) wurde egalisiert, sodass es 1:1-Unentschieden stand.
Dann aber schickte Agostino Tyce auf die Reise. Im Vollsprint erreichte der Löwe den Ball und schlug schlussendlich den Ball nach innen. Die abgefälschte Flanke kam einmal auf. Kahn kam raus, doch einer bekam das nicht mit: Jens Jeremies. So landete der Ball nach seinem Kopfball im Tor. In den restlichen 50 Minuten fiel kein weiterer Treffer, sodass dieses Eigentor den TSV 1860 München zum Derbysieger machte – zum zweiten Mal in der Saison 1999/2000. Der erneute Derbysieg wurde durch das Eigentor von Jeremies zusätzlich versüßt – und zaubert einem auch 21 Jahre später ein Lächeln auf das Gesicht.

Das nächste Mal mit Sascha Mölders

Nach einem Gastbeitrag am gestrigen Mittwoch präsentiert heute Redaktionsmitglied Stefan Kranzberg sein erstes Mal mit Sascha Mölders. Auch er berichtet am späten Vormittag von einem Spiel von Rot-Weiss Essen.

Training

Natürlich bittet Michael Köllner die Mannschaft auch heute zu einer Einheit an die Grünwalder Straße. Vorerst nicht dabei sein wird Keanu Staude, der sich verletzt hat und mehrere Wochen ausfällt.

News aus der 3.Liga

Weiterer Ausfall beim Tabellenführer

Gestern zwei Verletzungen und nun auch noch das: Ransford-Yeboah Königsdörffer wurde positiv auf das Coronavirus getestet und steht Dynamo Dresden daher in den kommenden zwei Wochen nicht zur Verfügung. Kapitän Sebastian Mai ist in der nächsten Partie auch noch gelb gesperrt, sodass sage und schreibe 10 Spieler gegen den MSV Duisburg ausfallen. Da alle anderen Spieler negative Testergebnisse aufweisen konnten, ist die Durchführung der Partie bisher nicht gefährdet.

Nachfolger in Meppen gesucht

Nach der Entlassung von Torsten Frings läuft beim SV Meppen die Suche nach einem Nachfolger. Interimsmäßig hat der bisherige Co-Trainer Mario Neumann den Posten des Cheftrainers eingenommen, doch der 54-Jährige besitzt keine Fußballlehrer-Lizenz. Daher kann die aktuelle Lösung nicht dauerhaft bestehen.
Neben Claus-Dieter Wollitz (ehemals Energie Cottbus) ist auch Ismail Atalan im Gespräch. Der 41-Jährige ist für den TSV 1860 kein Unbekannter. Er trainierte die Sportfreunde Lotte bei der 0:2-Niederlage der Löwen im DFB-Pokal am 08.02.2017, was gleichzeitig das Aus bedeutete. Lotte hingegen zog ins Viertelfinale ein, scheiterte dort allerdings am späteren Pokalsieger Borussia Dortmund.
Außerdem wurde der frisch entlassene Stefan Krämer von den Fans des SV Meppen ins Spiel gebracht. Fraglich ist, ob dieser bereits für eine neue Aufgabe offen ist.

 

Sechzig@18:60 – Sascha Mölders mit eigenem Onlineshop

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TSV 1860 München am Abend

Der Sieg gegen den SC Verl ist abgehakt, ab nun gilt die Konzentration ganz der bevorstehenden Aufgabe gegen Türkgücü München. Drei Punkte müssen her, um den Druck gegenüber der Konkurrenz aus Ingolstadt, Dresden und Rostock aufrechtzuerhalten. Die Hoffnungen ruhen dabei natürlich besonders auf Routinier Sascha Mölders, der seit heute mit einem eigenen Onlineshop am Start ist. Ob die Merchandising GmbH da so begeistert ist?

Die Wampe von Giesing

Dass Sascha Mölders auch über sich selber lachen kann, ist bekannt. Nun nutzt er die liebevolle Bezeichung “Die Wampe von Giesing” für seine eigene Kollektion. Diese ist ab sofort im Onlineshop von Mölders erhältlich.

Das “erste Mal” mit Sascha Mölders

Keine Angst, es handelt sich hier nicht um ein pikantes Exklusiv-Interview mit Mölders-Gattin Ivonne. Vielmehr berichtet unser Leser Michael Stoffl von einem Match im Jahr 2009, als er SM9 zum ersten Mal spielen sah. Der Fußballgott war damals noch für Rot-Weiss Essen aktiv und traf gegen Preußen Münster.

Keanu Staude verletzt

Während sich der TSV 1860 von seinem Top-Stürmer am Samstag im Olympiastadion wieder Tore erhofft, muss er für mehrere Wochen auf Neuzugang Keanu Staude verzichten. Der Offensivspieler zog sich im Training eine Sehnenverletzung zu, die ihn bis auf Weiteres außer Gefecht setzt. Ob Staude im Saison-Finish nochmal eingreifen kann, ist ungewiss.

Aufholjagd 1983/84

Vier Punkte trennen die Löwen aktuell von den Aufstiegsrängen. Es ist also noch alles drin für die Truppe von Michael Köllner, wenn sie weiterhin fleißig Punkte sammelt. In der Saison 1983/84 lag der TSV 1860 zwischenzeitlich elf Punkte hinter der SpVgg Fürth, wurde am Saisonende aber doch noch Bayernliga-Meister. Heute vor 37 Jahren gab es einen 4:0-Sieg beim FC Vilshofen!

sechzger.de Talk als Podcast

Der TSV 1860 ist ein besonderer Verein mit besonderen Fans. Damit erzählen wir Euch sicher nichts Neues. Früher gab es eine bunte Fanzine-Landschaft rund um die Löwen, nun reihenweise Homepages und Blogs. Auch in Sachen Podcasts geht einiges und seit dieser Woche gibts auch den sechzger.de Talk auf diversen Portalen auf die Ohren. Hört doch mal rein!

Gastronomie in der Sechzger Alm

Mit Beginn der kommenden Spielzeit wird der TSV 1860 die Sechzger Alm am Trainingsgelände eigenständig betreiben und wählt nun in einem transparenten Auswahlverfahren einen gastronomischen Partner zur künftigen Bewirtschaftung. Dabei soll sowohl die bisherige Qualität aufrechterhalten, als auch die Wirtschaftlichkeit verbessert werden.

3. Liga: Krämer und Frings entlassen

Mit Stefan Krämer (KFC Uerdingen) und Torsten Frings (SV Meppen) wurden dieser Tage gleich zwei Trainer in der 3. Liga ihrer Aufgaben entbunden. Während die Entlassung des ehemaligen Nationalspielers im Emsland in gewisser Weise nachvollziehbar ist, wirft die Demission Krämers Fragen auf. Ein Kommentar.

Kommentar: Krämer (KFC Uerdingen) & Frings (SV Meppen) entlassen

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Stefan Krämer Trainer

Die Gesetze des Fußballs sind klar definiert: Bleibt der Erfolg aus, wird im Regelfall der Trainer verantwortlich gemacht. Das muss man nicht verstehen, aber so läufts halt. Diese Woche mussten in der 3. Liga gleich zwei Übungsleiter ihren Hut nehmen. Gestern beurlaubte der KFC Uerdingen seinen Coach Stefan Krämer. Heute zog der SV Meppen nach und setzte den ehemaligen Nationalspieler Torsten Frings vor die Tür. Ein Kommentar.

Krämer trotzt den Widrigkeiten in Uerdingen

Klar, die Zahlen sprechen gegen den sympathischen Stefan Krämer. Drei Siege und nur elf Punkte sammelte der KFC Uerdingen im Jahr 2021. Da den Krefeldern aufgrund des Antrags auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens drei Punkte abgezogen wurden, liegt der KFC aktuell auf einem Abstiegsplatz. Aber ist Krämer dafür zur Verantwortung zu ziehen? Oder muss man dem Trainer nicht eigentlich ein Denkmal bauen, dass er allen Widrigkeiten zum Trotz Woche für Woche eine Mannschaft auf den Platz gebracht hat, der der Wille deutlich anzumerken war? Natürlich beobachte ich den KFC nur aus der Distanz, bin aber fest davon überzeugt, dass es am wenigsten an Stefan Krämer lag, dass Uerdingen nun da steht, wo es steht.

“Die Spieler müssen ihr Wasser selber kaufen und erhalten seit Monaten kein geregeltes Gehalt, die Physiotherapeuten müssen das Massage-Öl selber bezahlen und die Video-Analysten haben kein Schneideprogramm.”

Die ungewisse Situation rund um die Grotenburg, keine wirklichen Heimspiele, ein unberechenbarer Investor Ponomarev, ligauntypische Gehälter, die finanzielle Schieflage, Spielerkündigungen während der laufenden Saison – die Probleme beim KFC Uerdingen sind hausgemacht. Auch das Image des ehemaligen Werksclubs hat in den vergangenen Jahren extrem gelitten. Dennoch kehrte Krämer zum KFC Uerdingen zurück, leistete tadellose Arbeit – und muss nun gehen. Man darf gespannt sein, wer sich das als nächster Trainer freiwillig antut. Zu beneiden ist er sicher nicht…

Fehlende Impulse durch Frings

Etwas anders stellt sich die Sitaution beim SV Meppen dar. Im Emsland geht es traditionell etwas ruhiger und gemächlicher zu. Zugegebenermaßen kenne ich die Zielsetzung der Meppener nicht, aber dass der Abstieg tunlichst vermieden werden soll, dürfte klar sein. Derzeit rangiert der SV Meppen auf Platz 15 der Tabelle, gerade mal drei Punkte vor dem KFC Uerdingen auf dem ersten Abstiegsplatz. In den letzten sieben Spielen wurden magere sechs Punkte gesammelt. Und wer das 0:3 gegen den SV Wehen Wiesbaden gesehen hat, dürfte auch die Hilflosigkeit der Mannschaft und ihres Trainers erkannt haben. Impulse von außen? Fehlanzeige. Die schwächste Offensive der Liga, die zweitschwächste Defensive der Liga – es gibt einiges zu tun im Emsland!

Gastbeitrag: Mein erstes Mal mit Sascha Mölders (Rot-Weiss Essen, 2009)

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Mölders RW Essen

Sascha Mölders ist derzeit ja in aller Munde – ob DAZN, 11Freunde, ZDF, kicker oder natürlich bei allen Löwen-Portalen. Der Mann ist aber auch ein Phänomen! Im zarten Alter von 36 Jahren zeigt sich SM9 in Top-Form und greift nach der Torjägerkanone der 3. Liga. Erinnert Ihr Euch noch an Euer erstes Spiel, das Ihr von Sascha gesehen habt? War das schon beim TSV 1860 oder fiel Euch Mölders bereits vorher auf? Unser Leser Michael Stoffl hatte bereits im Oktober 2009 sein “erstes Mal” mit dem heutigen Top-Stürmer der Löwen. Mölders spielte damals noch bei Rot-Weiss Essen und traf gegen Preußen Münster!

Michael Stoffl bei Rot-Weiß Essen

Blicken wir zurück auf den 24.10.2009. Essen, Georg-Melches-Stadion. Regionalliga West.

Mein Freund Danny aus Brighton betrieb seinerzeit einen kleinen, aber feinen Blog, bei dem es vornehmlich um Fußballreisen ging. In den Kommentarspalten wurde sich nicht – wie heutzutage üblich – angegiftet und beleidigt. Im Gegenteil: Es bildeten sich neue Freundschaften und gute Kontakte. Im Oktober 2009 organisierten wir dann unter dem Motto „Oktobeerfest“ (sic!) ein erstes gemeinsames Treffen im niederländischen Tilburg, um uns an einem Wochenende möglichst viele Spiele und Biere reinzuziehen. Den Bosch, Arnhem, Tilburg und was sich eben sonst noch so anbot. Essen zum Beispiel.

RW Essen – Preußen Münster

Wir charterten also einen Bus und begaben uns über die Grenze zum Kracher der Regionalliga West. Im mittlerweile abgerissenen Georg-Melches-Stadion empfing Rot-Weiss Essen die nicht gerade beliebten Rivalen von Preußen Münster. Ein sogenanntes Hochrisikospiel. Bei der Polizei gingen wohl alle Alarmglocken auf einmal los, als plötzlich ein Bus mit niederländischem Kennzeichen um die Ecke bog, aus dem ausschließlich sportlich-neutral gekleidete Männer in der Altersgruppe 25 bis 40 kletterten, zumeist Engländer. Manche davon noch mit einer Dose Frühstücksbier in der Hand. Die illustre Gesellschaft aus 32 Mann mit Vertretern von Leeds bis Liverpool, Sechzig bis Rostock und Antwerpen bis Warschau war aber zur allseits großen Verwunderung nicht auf Krawall aus. Unsere Kontaktperson Roland vom Essener Fanprojekt stellte das gegenüber der Ordnungsmacht auch umgehend klar und lotste uns erstmal in die Vereinskneipe unter der Haupttribüne.

Ein Jungspund namens Mölders

Es erwartete uns eine spannungsgeladene Partie in einem großartigen Stadion, das selbst damals schon richtig „old school“ wirkte. Die Atmosphäre auf den Rängen unterstrich die Brisanz auf dem Rasen. Mehr als zehntausend Zuschauer bei einer Viertligapartie. Die Essener hatten dabei einen jungen Stürmer in ihren Reihen, der im Strafraum der Gäste immer wieder für Furore sorgte: ein gewisser Sascha Mölders, dem während seiner Zeit bei Rot-Weiss Essen in 52 Spielen sage und schreibe 42 Tore gelingen sollten. Ihn als „vielversprechendes Talent“ zu bezeichnen, war bereits zu diesem Zeitpunkt schon reichlich untertrieben.

Mölders trifft für RW Essen

Nach einer noch von Anspannung und Nervosität geprägten ersten Hälfte, ging es torlos in die Halbzeitpause. Doch schon kurz nach Seitenwechsel war es natürlich kein anderer als Sascha Mölders, der das frenetisch bejubelte 1:0 erzielte. Es blieb ein Spiel auf Augenhöhe, das sich zu einer abwechslungsreichen, packenden Partie entwickelte, in der es Hin und Her ging. Leider aber vermochten die Essener es nicht, die Führung auszubauen, und zu allem Trotz erzielten die Preußen in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Doch selbst das konnte unsere Begeisterung kaum schmälern: „Wir werden Essen nie vergessen!“

Dass Sascha dann einmal bei uns Löwen landen sollte (und dabei vielleicht sogar Torschützenkönig wird), konnte zu diesem Zeitpunkt natürlich noch niemand ahnen. Heute schätze ich mich glücklich, damals dabei gewesen sein zu dürfen.

Mutiger Magath

Bemerkenswerte Randnotiz: Die Auszeichnung „Gefahrensucher der Woche“ hätte ich gerne Felix Magath verliehen, der das Spiel im Schalke-Trainingsanzug von der Haupttribüne aus beobachtete.

Der eingangs erwähnte Blog wurde schon vor zehn Jahren eingestellt. Die im Anschluss gegründete Facebook-Gruppe ist bis heute noch aktiv. Der englischsprachige Originalbeitrag ist hier zu finden: European Football Weekends

Euer erstes Mal mit Sascha?

Wie sieht es bei Euch aus? Erinnert Ihr Euch noch an Euer “erstes Mal” mit dem Fußballgott? Berichtet uns davon! Wir freuen uns sehr auf Eure Nachrichten!

Foto: privat