Nach dem gestrigen 1:0-Sieg des TSV 1860 gegen Tabellenführer Dynamo Dresden kam auch das kicker Sportmagazin nicht umher, die starke Leistung der Löwen zu würdigen. Mit Marius Willsch und Torschütze Philipp Steinhart wurden beide Außenverteidiger in die “Elf des Tages” des 29. Spieltages berufen.
Willsch und Steinhart als Wiederholungstäter
Für beide Spieler ist es nicht die erste Berufung in die “Elf des Tages”. Linksverteidiger Philipp Steinhart ist zum zweiten Mal dabei, ebenso sein Pendant auf der rechten Seite. Marius Willsch hatte zudem bereits die Ehre, die Farben der Löwen in der “Elf der Hinrunde” bei liga3-online zu vertreten. Auch im kicker wurden die Leistungen des 30-Jährigen gewürdigt. So wurde er nach seinem Auftritt gegen den VfB Lübeck am 4. Spieltag der laufenden Saison gar als “Spieler des Tages” der 3. Liga ausgezeichnet.
Der TSV 1860 trauert um seinen ehemaligen Spieler Hans Humpa, der am Sonntag Abend im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Für die Löwen absolvierte der Verteidiger u.a. sieben Spiele in der Bundesliga.
TSV 1860: Hans Humpa verstorben
Humpa stammte aus der Jugend des TSV Gilching und kam über den Umweg VfB Coburg zum TSV 1860. Trainer Max Merkel setzte ihn zunächst in der Oberliga Süd ein. So stand er beispielsweise auch beim 3:1-Sieg gegen den FC Bayern am 03.02.1963 auf dem Platz.
In der Saison 1963/64 absolvierte Humpa zudem sieben Partien für die Löwen in der Bundesliga. An den gesetzten Innenverteidigern Manfred Wagner und Rudolf Steiner war zumeist kein Vorbeikommen.
Großvater von zwei Profis
Zur Saison 1965/66 wechselte Hans Humpa als Spielertrainer den VfL Waldkraiburg. Später war er als Jugendtrainer beim TSV Ampfing engagiert und bildete dort unter anderem seinen Enkelsohn Manuel Riemann (Torwart des VfL Bochum) aus. Auch Stürmer Alexander Riemann (ehemals LASK, Wacker Innsbruck) ist sein Enkel.
Sportlich läuft es weiterhin gut für die Löwen. Der gestrige Sieg gegen Dynamo Dresden sorgte für Big Points im Kampf um Platz 4 (oder gar mehr?) und die damit verbundene Qualifikation zum DFB-Pokal. Dass Gewinnen jedoch nicht alles ist und schnell in den Hintergrund tritt, wenn Menschlichkeit auf der Strecke bleibt, wird einem leider viel zu oft vor Augen geführt. Aus diesem Grund engagiert sich der TSV 1860 München im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus und für Menschenwürde.
Internationale Wochen gegen Rassismus
Vereinspräsident Robert Reisinger unterstützte kürzlich bereits eine Kampagne gegen Homophobie im Fußball. Nun setzt auch die KGaA ein eindeutiges Zeichen. Der Fußball soll als Spiegelbild der Gesellschaft für gegenseitigen Respekt, Fair Play und Solidarität unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe oder anderen Merkmalen an oberster Stelle stehen. Aus diesem Grund gilt es hin- statt wegzuschauen und für den Wertekanon des Fußballs einzustehen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus (15. – 28.03.) sollen dabei nur den Auftakt für ein generelles Umdenken in der Gesellschaft darstellen. Momentan ist der (Alltags-)Rassismus leider noch immer präsent und wird oft verharmlost.
TSV 1860 München gegen Rassismus
In Deutschland und ganz Europa unterstützen jährlich Organisationen, Schulen, Religionsgemeinden sowie mehrere tausend Vereine und Sportverbände die Kampagne, um öffentlichkeitswirksam ein Zeichen gegen Rassismus und für Menschenrechte und Solidarität zu setzen.
Auch der TSV 1860 beteiligt sich an der Aktion gegen Rassismus und für 100% Menschenwürde. Denn ein bisschen Menschenwürde gibt es nicht.
Löwenfans gegen Rechts
Auch im Umfeld des TSV 1860 engagieren sich zahlreiche Fans gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Hervorzuheben sind dabei sicher die bereits seit 1995 aktiven Löwenfans gegen Rechts. Mit ihren Aktivitäten gegen Rassismus, Faschismus, Homophobie, Sexismus und Repression treten sie nicht nur im Stadion und in der Fanszene auf, sondern gehen auch mit Ausstellungen, Lesungen und Podiumsdiskussionen in die Öffentlichkeit. 2009 erhielten sie den vom DFB vergebenen “Julius-Hirsch-Preis”. Im Jahr 2015 wurde den Löwenfans gegen Rechts zudem der „Münchner Bürgerpreis für Demokratie – gegen Vergessen” verliehen.
Endlich mal wieder ein Sieg gegen eine Spitzenmannschaft! Wie gerne würde ich jetzt über den Kampfgeist, die konzentrierte Mannschaftsleistung über 95 Minuten, den platzierten Flachschuss von Philipp Steinhart und die Paraden von Marco Hiller schreiben. Aber all das tritt für mich in den Hintergrund. Stefan Schneider hat gestern Abend nach dem Spiel per (wahrscheinlich) selbstverfasster Pressemitteilung seinen Rücktritt als Stadionsprecher des TSV 1860 München bekannt gegeben.
Rücktritt von Stefan Schneider
Stefan war über 28 Jahre und über 600 Spiele Stadionsprecher der Löwen. Er hat Löwentore im Olympiastadion, in der Heimstätte der Roten an der A9 und dem Sechzger-Stadion angesagt. Er ist ein blaues Original und viele – gerade jüngere Löwen – werden sich an kein Spiel ohne seine Stimme erinnern können.
Ich weiß jetzt gar nicht genau, wer sein direkter Vorgänger war. Wahrscheinlich war es Ralf Exel. Ich kann mich auch nicht genau an Stefans erstes Spiel erinnern, aber der Mann ist mir mit seiner authentischen blauen Art sofort ans Herz gewachsen. Das war einer, der mitfühlte, der mitlitt, der mitjubelte. Der auch mal einen frechen Spruch machte und einen Wortwitz brachte. Nicht so ein weichgespülter Marketing-Fuzzi wie seine Vorgänger Exel und Schulze-Erdel, deren Hauptaugenmerk auf der Präsentation des weiß-blauen Riesenschusses oder ähnlichem Werbequatsch in der Halbzeitpause lag.
Ich – als Eishockeyfan – habe ihn auch einige Jahre als Stadionsprecher des EC Hedos und des EHC München, als das „Red Bull“ noch nicht im Namen war, erleben und persönlich kennenlernen dürfen. Stefan ist ein Löwe durch und durch. Er sagt, was er denkt, er hat immer ein Herz für Fananliegen gehabt und war als Typ einfach immer gerade aus!
“Münchens große Liebe!”
Mit Stefan Schneider verlässt tatsächlich eine Identifikationsfigur den TSV 1860 München. 28 Jahre TSV 1860 München! Über 600 Spiele! Die Hintergründe und seine Motivation sind bisher unklar. Anlass zur Spekulation gibt der Passus mit den Markenrechten an „Münchens große Liebe“. Gab es im Hintergrund Streit um die Marke? Überträgt er sie wirklich dem TSV 1860 München e.V.? Oder doch der Merchandising GmbH? Wurde eventuell sogar Druck auf ihn ausgeübt? Ich hoffe, wir werden es bald erfahren und Stefan hat sich für das Richtige entschieden.
Oder hat es ihn einfach zermürbt, Ansagen in einem menschenleeren Stadion zu machen?
Das letzte Tor im vollen Sechzger
Ich hätte Dir einen triumphalen Abschied im knallvollen Sechzger gewünscht. Ein letztes „Danke!“ – „Bitte!“ in Deinem Biotop, in dem die Chemie zwischen Dir und dem Publikum immer gestimmt hat. So wird das phantastische Tor von Prince Owusu beim 4:3 gegen Chemnitz auf ewig nicht nur als das letzte Tor vor dem Lockdown in Erinnerung bleiben, sondern auch als das letzte von Dir angesagte Tor in einem Stadion mit Zuschauern. Schauen wir es uns nochmal an:
Ich werde nie vergessen, wie ich mit meinem Sohn bei diesem Tor unter vier vollkommen wahnsinnig jubelnden Löwen lag und der Kleine so laut wie er konnte “OWUSU, OWUSU” geschrien hat. Und jetzt ist das das letzte Tor, das Du in einem vollen Stadion angesagt hast. Geschichten, wie sie nur 1860 schreibt!
Was auch immer es war: Stefan, danke für diese Zeit! „Stehhalle, ist jemand zu Hause?“ ist jetzt schon ein geflügeltes Wort in unserer Familie und wird uns immer an Dich erinnern. Wahnsinn, wie schnell 28 Jahre vorbei gehen! Alles Gute für die Zukunft! BLAU BLEIBEN, aber das muss ich Dir ja nicht sagen.
Gegen den Tabellenführer gewonnen und doch verloren. Gibt’s auch nur bei uns…
Gerade als die Löwen drei Punkte gegen Dynamo Dresden eingefahren hatten, kam die nächste Knallermeldung – diesmal jedoch negativ. Stefan Schneider hört per sofort als Stadionsprecher beim TSV 1860 auf!
Schneider hört als Stadionsprecher bei 1860 auf
Leicht gefallen dürfte dem Vollbultlöwen seine Entscheidung nicht. Das kann man auch seinen Abschiedsworten entnehmen:
Stefan Schneider sagt heute Servus als Stadionsprecher von 60 München
Seit nunmehr über 600 Pflichspielen oder in halbes Leben lang durfte ich die Stimme des TSV München von 1860 sein.
Seit mehr als einem Jahr vermisse ich nun schon die Fans “zuhause im Grünwalder Stadion”. Als leidenschaftlich emotionaler Stadionsprecher meines Traditionsvereins aus Giesing der richtige Zeitpunkt, nach 28 Jahren voller Geschichte das Mikrofon niederzulegen.
Ich war 28 Jahre bei jedem Spiel, ob Sieg oder Niederlage, stolz und dankbar, diesen Job machen zu dürfen. Vor dieser einmaligen Kulisse, diesen einmaligen Fans in dieser einmaligen Stadt. Es war mir immer eine Ehre und deshalb sage ich heute ein letztes Mal allen Löwenfans vielen Dank für alles und Vergelt’s Gott.
Meine große Liebe hat mir über all die Jahre so viele unvergessliche Momente beschert, nun möchte ich zum Abschied etwas zurückgeben.
Als Inhaber der Markenrechte des Slogans “Münchens große Liebe” – Ausdruck des Lebensgefühls der Sechzger – übertrage ich selbstverständlich und gerne alle Rechte dem Verein unentgeltlich und in Gänze. Der Claim soll lange Zeit noch das beschreiben, was uns Löwen ausmacht.
Ein besonderer Dank gilt allen Medienkollegen von der Presse für die faire uns respektvolle Zusammenarbeit von Anfang an, ebenso Marc Pfeifer und die Verantwortlichen des Vereins.
Fast 30 Jahre habe ich kein einziges Spiel versäumt als Sprecher – jetzt freue ich mich auf das erste Spiel, bei dem wir alle wieder ins Stadion dürfen – auf ein Stadionbier und meine Löwen dann wieder, vom Stehplatz aus, als Fan anzufeuern.
Danke und Vergelt’s Gott Stefan Schneider
Langjähriger Stadionsprecher der Löwen
Mit Stefan Schneider verlieren die Löwen nicht nur eine markante Stimme, die den TSV 1860 über Jahrzehnte hinweg geprägt hat, sondern einen Stadionsprecher der weit über Giesing hinaus Trends gesetzt hat. So wurde unter anderem das heute weitverbreitete “Danke” / “Bitte” von Schneider kreiert, das heute beispielsweise auch beim SK Rapid in Wien Gang und Gäbe ist.
Am 29.Spieltag gastierte die SG Dynamo Dresden im Duell mit dem TSV 1860 München im Grünwalder Stadion.
Vierter gegen Erster, zweitbeste gegen beste Abwehr, drittbeste gegen zweitbeste Offensive. Ein Duell der Superlative stand am Montagabend, den 22.03.2021 in der 3.Liga zwischen dem TSV 1860 München und Dynamo Dresden auf dem Programm.
Der TSV 1860 startete unverändert im Vergleich zum 0:0-Unentschieden gegen Lübeck vergangene Woche. Neu dabei im Kader waren Erdmann, Wein und Klassen. Die Youngster Lang, Mannhardt und Gresler mussten dafür von der Bank weichen.
Erst eine Schweigeminute…
Die aktive Fanszene vom TSV 1860 München gedenkt Peter Grosser mit einem Banner
Beim ersten Heimspiel nach dem Tod von Meisterlöwe Peter Grosser gedachten die Ultras der Münchner Löwen dem Meister von 1966 mit einem Banner vor der Westkurve. Die Spieler wärmten sich erneut mit den Gedenkshirts auf. Zudem gab es vor Anpfiff eine lange Ansprache von Stadionsprecher Stefan Schneider mit einer anschließenden Gedenkminute.
…dann ein munterer Beginn auf Giesings Höhen
In den ersten Minuten tasteten sich beide Mannschaften zunächst etwas ab. Sowohl der TSV 1860 als auch Dynamo Dresden wollten zu Beginn natürlich noch nicht allzu viel riskieren. Dann aber nahm die Partie an Fahrt auf. Nach 8 Minuten konnte Hiller noch stark gegen Daferner retten, doch in der 10.Minute zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz. Den Schuss von Meier konnte Marco Hiller noch parieren, den Abpraller schob Ex-Löwe Daferner zum vermeintlichen 0:1 ins Tor. Der Linienrichter zeigte jedoch zurecht eine Abseitsstellung an.
Broll ans Gebälk
Doch auch Sechzig München war in der Offensive nicht untätig. Nach Ecke von Neudecker kam der Ball über Umwege zu Mölders. Seinen strammen Rechtsschuss lenkte Broll ganz stark mit den Fingerspitzen an die Latte.
Beide Mannschaften legten in der Folge ein gutes Niveau an den Tag und spielten munter nach vorne. Das ermöglichte auf beiden Seiten immer wieder Räume. Große Torchancen waren aber erst einmal Mangelware.
TSV 1860 und Dynamo Dresden egalisieren sich
Der Pausenstand im Grünwalder Stadion
Bis zur Pause glichen sich die Mannschaften gegenseitig aus. Das Geschehen fand vor allem im Mittelfeld statt. Nichtsdestotrotz war es weiterhin ein 3.Liga-Spiel mit gutem und ansehnlichem Fußball. Leistungsgerecht ging es mit einem 0:0-Unentschieden in die Kabinen.
Keine Wechsel zur Pause
Der TSV 1860 kam wie auch die Gäste von Dynamo Dresden unverändert aus der Kabine. Die Gäste mussten allerdings verletzungsbedingt bereits in der 43.Minute einen Wechsel vollziehen. Ex-Löwe Philipp Hosiner kam für Ex-Löwe Christoph Daferner.
Sechzig München übernahm nach Wiederanpfiff vom guten Schiedsrichter Benjamin Cortus die Kontrolle. Dresden konzentrierte sich in der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit auf die Defensive. Gegen die Fünferkette kamen die Löwen nur selten durch. Die beste Defensive der Liga hielt den TSV 1860 meist vom eigenen Tor weg.
Wenig Torraumszenen
Highlights in den Strafräumen waren Mangelware und es dauerte bis zur 68.Minute, ehe es mal wieder gefährlich wurde. Mörschel zog einfach mal ab, der Schuss rauschte am rechten Kreuzeck vorbei. Kurz danach sah Stephan Salger seine fünfte gelbe Karte. Er fehlt damit am kommenden Spieltag.
Offene Partie in der Schlussphase
Beiden Mannschaften merkte man gegen Ende der Partie den fortgeschrittenen Saisonverlauf an. Doch speziell die Löwen machten mehr nach vorne und versuchten, den Lucky Punch zu erzielen. Doch es waren die Gäste, die um ein Haar in Führung gingen. In der 83.Minute wurde Königsdörffer von Hosiner in den Lauf bedient. Doch der 19-Jährige verzog frei vor Marco Hiller knapp und der Schuss ging am rechten Pfosten vorbei
Ein Außenverteidiger machts
Jubel nach dem Siegtreffer bei den Löwen
Drei Minuten später belohnte sich der TSV 1860 München dann doch für einen guten Auftritt gegen den Tabellenführer Dynamo Dresden. Stefan Lex bediente links im Strafraum Philipp Steinhart und dieser traf mit einem flachen Schuss ins lange Eck zum umjubelten 1:0-Führungstreffer.
Dresden warf nun natürlich alles nach vorne und wollte noch den späten Ausgleich erzielen. Doch der TSV 1860 überstand die letzten Minuten unbeschadet. Damit erzielen die Löwen drei Punkte gegen den Tabellenführer und liegen nun mit drei Punkten Vorsprung auf Rang 4, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt.
So geht es für den TSV 1860 München und Dynamo Dresden weiter
Für den TSV 1860 München und Dynamo Dresden geht es nun in eine kleine Verschnaufspause in der 3.Liga. Erst in knapp zwei Wochen steht dann am Samstag, 03.04.2021 das Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen in Lotte an.
Für Dresden hingegen kommt es daheim zum nächsten Kracherduell: am Sonntag, 04.04.2021 geht es gegen den Tabellenzweiten Hansa Rostock.
Pause haben die Löwen allerdings trotzdem nicht. Der Totopokal steht auf dem Programm. Am Samstag, den 27.03.2021 trifft der TSV 1860 München im Halbfinale auf den FC Ingolstadt 04 im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker beim Spitzenspiel zwischen dem TSV 1860 München und Dynamo Dresden!
Am 29.Spieltag der Saison 2020/21 trifft der Tabellenvierte TSV 1860 München daheim auf den Tabellenführer Dynamo Dresden. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern aus dem Stadion und allen Ereignissen rund um das Spiel.
Weiterhin mit vier gelben Karten vorbelastet sind Stephan Salger und Philipp Steinhart. Bei einer möglichen gelben Karte am heutigen Abend müssten sie gegen Uerdingen pausieren.
Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Dynamo Dresden außer im Liveticker noch verfolgen?
Nach dem Spiel in Kaiserslautern nutzt MagentaSport das heutige Spitzenspiel erneut und zeigt die Partie für alle im Free-TV. Empfangbar ist die Partie auf Kanal 330 und im Stream.
Eine weitere Option gibt es für Nutzer außerhalb der D-A-CH-Region. Auf dem Kanal von German Football wird das Spiel live auf Youtube ausgestrahlt.
Wie bei jedem Heimspiel ist auch heute das Löwenradio im Einsatz und moderiert für euch die 90 Minuten.
Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Heimspiel unseres TSV 1860 München gegen die SG Dynamo Dresden.
Trainer Markus Kauczinski lässt seine Elf seit dem Hinspiel im November zwischen dem TSV 1860 und Dynamo Dresden meist in einer 3-5-2 Formation auflaufen. Das bedeutet viel Laufarbeit für die Mittelfeldaußenspieler. Mit diesem System und der taktischen Herangehensweise der Dresdner lässt sich im Mittelfeld sehr leicht eine Überzahl generieren. Aber das Mittelfeld erweist sich tatsächlich nicht als das einzige Prunkstück dieser Mannschaft. Noch besser zeigt sich die Qualität der SGD im Sturm. Die exzellenten Stürmer der Dynamos treffen nämlich öfter als statistisch erwartet.
Dazu kommt, dass bei den defensiven Verschiebungen die Abläufe gut stimmen. Die Mittelfeldspieler schieben sich vor die gegen den Ball entstehende Fünferabwehrkette. Die Mittelfeldaußen agieren als Verteidiger mehr störend als tackelnd. All das sorgt dafür, dass der Gegner kaum vielversprechende Chancen einleiten kann. Das Stellungsspiel der taktisch wahnsinnig klug agierenden Dresdner gegen den Ball ist hervorragend. Wenn die Gegner also zum Schuss kommen, passiert das oft aus Positionen, in denen ein Treffer eher unwahrscheinlich ist. Dynamo Dresden hat, wenn man die Gegentore (23) als Maßstab nimmt, die beste Abwehr der 3.Liga.
Die wichtigsten statistischen Werte der SGD
Ballbesitz 52%
Passgenauigkeit 80%
Defensive Zweikampfquote 60%
Flankengenauigkeit 31%
PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 10.52
Mit was muss der TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden rechnen?
Mit dem grundsätzlich offensiven System, das Dresden auf den Platz bringt, ist es ein klares Ziel sowohl bei eigenem Ballbesitz als auch gegen den Ball immer ein personelles Übergewicht im Mittelfeld herzustellen. Wenn die Qualitäten der Spieler dafür gegeben sind, führt dies zu permanentem Druck für den Gegner. Die gute Tiefenstaffelung, die in Systemen mit Dreierkette erreicht wird, hilft sowohl beim Aufbauspiel als auch beim Gegenpressing immens, um den Gegner zu schnellen Aktionen zu zwingen, die dann in der Offensive oft ungenau und in der Defensive zu spät erfolgen.
Gegen den Ball verschiebt Dresden äußerst variabel und gegnerabhängig im letzten Drittel entweder auf eine links gependelte Viererkette oder auch auf eine Fünferkette, bei der sich beide Mittelfeldaußen zurückfallen lassen.
Drei exzellente Stürmer im Kader und ein sehr torgefährlicher offensiver Mittelfeldspieler machen Dynamo was die Offensive angeht sehr schwer ausrechenbar. Das variable Spiel, das sich mit Hilfe der permanenten Überzahl nach vorn entwickelt, funktioniert bei Dresden über die komplette Breite des Platzes. Die Dresdner stechen da hinein, wo sie Platz finden und lösen ihre offensiven Aufgaben meist bis ins gegnerische letzte Drittel sehr gut. Erstaunlicherweise erzeugen sie dort nicht so viele Torchancen. Die sich bietenden werden aber vom Offensivpersonal eiskalt genutzt. Hinzu kommt, dass vor allem die Ecken der Dynamos eine wahre Waffe sind. Mit acht Treffern führt man diese Statistik bei Toren nach Eckstößen ligaweit an.
Stärken und Schwächen des 3-5-2
Stärken
Das System ermöglicht bei Ballbesitz eine gute Staffelung in der Breite und Tiefe. Dadurch kann eine für Passkombinationen gute Raumaufteilung entstehen. Zwei Stürmer in der Spitze bringen starke Präsenz im Zentrum des gegnerischen Abwehrdrittels. Durch ein kompaktes Mittelfeldzentrum lässt man dem Gegner gegen den Ball wenig Raum.
Schwächen
Es ergeben sich bei Ballverlust teilweise weite Abstände, die der Gegner bei schnellem Spiel gut ausnutzen kann. Die für die Flügelspieler langen Laufwege können in einem dynamischen Spiel mit viel Ballbesitzwechsel zu verfrühtem Kraftverlust und damit zum Erlahmen des Drucks über die Flügel führen. Die Flügel sind nur einfach besetzt. Deshalb können entweder Defensive oder Offensive dort schwächeln. Gegen Systeme, in denen mit zwei oder mehr Stürmern agiert wird, kann es bei Kontern des Gegners oder zügigen Positionsangriffen leicht zu einer Unterzahl in der Hintermannschaft kommen.
3-4-3 statt 3-5-2?
In manchen Schemata, die man auf diversen Sportportalen sieht wird das System der Dresdner in manchen Spielen als 3-4-3 dargestellt. Ich bezweifle jedoch, dass Markus Kauczinski bei den betreffenden Spielen tatsächlich dieses System im Kopf hatte. Das 3-5-2 entwickelt sich vielmehr im Offensivspiel dorthin. Wenn Dresden viele Spielanteile in der gegnerischen Hälfte hat, ist ein Reporter, der über das Spiel berichtet, vielleicht der Meinung ein 3-4-3 gesehen zu haben. Ich halte das aber für nicht zutreffend, denn persönlich sehe ich das 3-4-3 als absolutes “Harakiri” System an.
Die Schlüsselspieler
Torwart Kevin Broll (#1) hat sowohl in der Strafraumbeherrschung als auch im Eins gegen Eins sowie bei der Reaktionsschnelligkeit bei Schüssen aus der Nahdistanz große Stärken. Bei 1,86 m Größe bringt Broll nur 77 kg Gewicht mit und ist somit für einen Torhüter heutzutage eher schmächtig, dafür aber sehr beweglich. Bereits zwölf Mal hielt er seinen Kasten sauber.
Innenverteidiger und Kapitän Sebastian Mai (#26) ist vor allem im Stellungsspiel gegen den Ball eine Macht. So gelingt es ihm viele Bälle abzufangen. Bei den defensiven Zweikämpfen ist er stark tagesformabhängig.
Winterneuzugang Heinz Mörschel (#8) vom KFC Uerdingen ist mit acht Saisontoren, von denen er seit seinem Wechsel am 20.01. vier für Dynamo erzielt hat, der torgefährlichste Mittelfeldspieler in Reihen der Dresdner.
Stürmer Christoph Daferner (#33) hat bisher 10 Treffer auf dem Konto. Sein Nebenmann ist Philipp Hosiner (#14). Beide Spieler können in einem Spiel für Dresden der Schlüssel zum Erfolg sein. Auch Pascal Sohm (#9) mit sieben Scorerpunkten in 18 Spielen ist als dritter Stürmer im Bunde nicht zu unterschätzen.
Fazit: kann der TSV 1860 gegen Dresden Punkte erzielen?
Die Spieler des TSV 1860 München werden am Abend den heißesten Tanz bisher auf Giesings Höhen erleben. Doch es gilt natürlich ohne Angst und wie es Günther Gorenzel und Michael Köllner in der Pressekonferenz am Freitag gesagt haben mit Leichtigkeit im Kopf in dieses Spiel zu gehen, bei dem sicher der Gast als Favorit im Sechzgerstadion antreten wird. Ohne Nervosität, aber mit voller Konzentration an diese Aufgabe herangehen, so kann man punkten.
Es wird mit Sicherheit das schwerste Saisonspiel bisher. In solchen Spielen kann man nur gewinnen. Entweder Punkte oder Erfahrung – im besten Falle sogar beides.
Über die Einstellung und den Willen der Sechzger brauchen wir uns wohl keine Gedanken zu machen. Der war bisher in jedem Spiel deutlich erkennbar und das wird auch in diesem Spiel so sein. Ob Michael Köllner es schafft die Taktik so zu wählen, dass man die Sachsen zumindest an den Rand einer Niederlage bringt oder sogar darüber hinaus, werden wir sehen.
Ich bin wie immer guter Dinge, dass wir ein tolles Spiel sehen werden, in dem die Löwen ihre Tugenden zum Einsatz bringen. Ob sich der TSV 1860 München am Ende gegen Dynamo Dresden auch belohnt? Lassen wir uns überraschen. Ein Punkt gegen den Tabellenführer wäre schön. Ein Sieg hingegen überragend.
Unser Vorbericht zum Montagsspiel der Löwen gegen Dresden
Denkbar unterschiedliche Gegner
Was für ein Kontrastprogramm: Am letzten Mittwoch traten die Löwen beim Tabellenletzten der 3. Liga mit dem niedrigsten durchschnittlichen Wert je Spieler an, der in der Vorsaison noch in der Regionalliga gekickt hatte und dieses Schicksal wohl auch für die Saison 2021/22 vor sich hat. Heute Abend empfängt der TSV 1860 den letztjährigen Zweitligaabsteiger, seines Zeichens Tabellenführer der 3. Liga und mit dem – mal abgesehen von der Zweitvertretung aus der Seitenstraße – mit Abstand wertvollsten Kader der Liga ausgestattet.
Der Saisonverlauf für Dynamo
Im einzigen Heimspiel der Löwen im ganzen März 2021 ist heute also die SG Dynamo Dresden der Gegner. Nach etwas holprigen Start in die Saison mit nur vier Siegen aus den ersten neun Spielen, hatten sich die Sachsen spätestens Mitte November dann doch an die neue Liga und die Herausforderung der für sie eher ungewohnten Rolle des Ligafavoriten gewöhnt. Das Hinspiel der heutigen Partie – ein 2:1-Sieg am 15. November – kann als eine Art Wendepunkt oder Initialzündung der Spielzeit für Dynamo gewertet werden. Zwei Wochen und weitere drei Siege später, belegte das Team von Trainer Markus Kauczinski erstmals einen Aufstiegsplatz. Und nach dem 15. Spieltag Mitte Dezember eroberten man die Tabellenführung, die seither auch nicht mehr abgegeben wurde.
Mit nur 23 Gegentreffern stellt die Mannschaft aus Elbflorenz die stärkste Abwehr der 3. Liga. Nicht unerwähnt sollte an dieser Stelle bleiben, dass unsere Löwen – mit nur zwei Gegentoren mehr – den zweiten Platz in dieser Statistik belegen. Während Löwentorwart Marco Hiller in keinem einziges Spiel mehr als zweimal hinter sich greifen musste, waren es bei Dresdens Kevin Broll aber immerhin zwei Spiele mit drei Gegentoren: Das 0:3 bei den kleinen Bayern in der Anfangsphase der Saison und der spektakuläre 4:3-Sieg im Heimspiel gegen Kaiserslautern Ende Januar.
Dritter Aufstieg aus der 3. Liga steht bevor
An einer Rückkehr der stärksten Auswärtsmannschaft der Liga in die 2. Bundesliga im Sommer 2021 hegt aktuell wohl keiner mehr einen Zweifel. Dies wäre nach 2011 und 2016 der dritte Aufstieg aus der 3. Liga. Dynamo Dresden steigt also alle fünf Jahre in die 2. Liga auf. Brauchte man allerdings beim ersten Mal drei Spielzeiten Anlauf und beim zweiten Mal zwei, hat es diesmal dann direkt im ersten Versuch geklappt. Auf die wechselhafte Geschichte eines der Aushängeschilder des Fußballs in der ehemaligen DDR wurde bereits im Vorbericht zum Hinspiel eingegangen. Nachfolgend beleuchten wir die Auftritte der gelb-schwarzen aus der sächsischen Landeshauptstadt in der bayerischen Landeshauptstadt etwas näher.
Dresden in München – was bisher geschah
Zum neunten Mal in der gesamtdeutschen Fußballgeschichte empfangen die Löwen heute Abend Dynamo Dresden zum Duell in München. Neben einer Niederlage in der ersten Pokal-Hauptrunde 1992 und einem Sieg in der Bundesliga auf Giesings Höhen 1995 kam es noch zu sechs Duellen in der 2. Liga. Nach einem 2:0-Sieg für Weiß-Blau im Olympiastadion im Herbst 2004 durfte der jeweils zahlreich anwesende Anhang der Dynamos in den folgenden vier Partien in der Arena vor den Toren der Stadt zwischen 2005 und 2014 drei Auswärtssiege bzw. einen Punktgewinn bejubeln. Ausgerechnet in der Abstiegssaison 2016/17 gelang dann mit einem schmutzigen 1:0 der erste und einzige Erfolg für die Löwen über Dresden in Fröttmaning. Mit einem Sieg heute Abend könnten wir die Heimbilanz gegen diesen Gegner zumindest ausgleichen.
2. Oktober 2011 – wieder Mal füllt eine stattliche Anzahl an Dynamo-Fans den Südwesten der Arena und erfreut sich später an einem 4:2-Sieg3. Dezember 2016 – kurz nach Abpfiff des einzigen Löwensiegs gegen Dresden in Fröttmaning
Dresden und Demos: Zwei Erinnerungen
Besonders in Erinnerung geblieben sind dem Verfasser dieser Zeilen zwei Auftritte von Dynamo Dresden in München. Und zwar jeweils aus Gründen, die mit dem Begriff Demonstration verbunden sind. Allerdings keineswegs, wie man vielleicht vermuten mag, mit fußballerischen Demonstrationen auf dem grünen Rasen, sondern viel mehr mit Fan-Demos.
Dezember 2012: Protest der Dynamofans gegen die DFL
Am 16. Dezember 2012 blieb zu Beginn der Zweitligapartie in der Allianz Arena der Gästeblock zunächst komlett leer. Über dem Mittelrang hing ein Banner mit der Aufschrift AB SOFORT REDUZIERTES KARTENKONTINGENT. Nur einige wenige der rund 5000 anwesenden Gästefans kamen dann in einer kleinen Gruppe auf ihre Plätze und demonstrierten so das traurige optische Erscheinungsbild eines winzigen Fanblocks. Etwa fünf Minuten später folgte dann der große Rest der Anhänger in gelb-schwarz. Mit dieser durchaus gelungenen Aktion wurden die Folgen eines der Punkte im damals kursierenden Sicherheitspapier der DFL plastisch dargestellt: Gästefans sollten nach damaligen Plänen des Ligaverbands in beiden Bundesligen weniger Karten erhalten. Zahlreiche Beiträge zur Debatte um das besagte Sicherheitspapier aus der Saison 12/13 finden Interessierte hier.
16. Dezember 2012 – Im zunächst komplett leeren Gästeblock……demonstriert dann ein Häuflein Dynamofans, wie die Auswärtskurven nach Vorstellung der DFL aussehen würden……um kurz später aufzuzeigen, wie es sich das Erscheinungsbild eines Gästeblocks die Fans vorstellen.
April 1995 – Löwendemo für das Sechzgerstadion
Über 17 Jahre zuvor hatten die Löwenfans vor der Bundesligapartie zwischen beiden Vereinen ihren Unmut über den geplanten Umzug des TSV 1860 ins Olympiastadion, vorangetrieben von Präsident Karl-Heinz Wildmoser, auf die Straße getragen. Drei Stunden vor dem Anpfiff im Sechzgerstadion startete an diesem verregneten Samstag der Protestzug am Sendlinger Tor. Nicht zuletzt aufgrund des sportlichen Erfolgs – trotz des Durchmarschs von der Bayernliga in die Bundesliga wurde wenige Wochen später der Klassenerhalt im Oberhaus gesichert – konnte der Protest bei den Verantwortlichen kein Umdenken in Gang setzen. Ab der Saison 1995/96 absolvierten die Löwen neun Spielzeiten lang alle Bundesligaspiele im Olympiastadtion.
1. April 1995 – vor dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden ziehen zahlreiche Löwenfans vom Sendlinger Tor zum Stadion. Ein Protestzug für das geliebte Sechzgerstadion.Flyer der Fan-Initiative TSV 1860 mit Argumenten gegen den Umzug ins Oly
MAGENTA für alle – und natürlich der sechzger.de-Ticker
Zurück in die Gegenwart. Nach der heutigen – hoffentlich erfolgreichen – Partie ist in der 3. Liga erstmal eine kleine Pause angesagt: Erst in zwölf Tagen, am Karsamstag führt der Spielplan die Löwen nach Lotte, in die aktuelle Heimstatt des KFC Uerdingen. Am kommenden Samstag steht erstmal der Totopokal auf dem Programm und – quasi als Generalprobe für den letzten Spieltag der 3. Liga – der TSV 1860 empfängt den Ligakonkurrenten FC Ingolstadt. Dann – genauso wie heute Abend – ist natürlich unser Tickerteam für Euch bereit und freut sich, Euch mit den wichtigsten Infos rund um die Partien zu versorgen. Das heutige Spitzenspiel wird übrigens – als Ergänzung zum Ticker – als frei empfangbare Version auf MAGENTA TV angeboten.
Im Sommer 1980 wechselte ein gewisser Rudi Völler von den Offenbacher Kickers nach Giesing. 700.000 DM legten die Löwen für das hessische Stürmertalent auf den Tisch. Erfolgreichster Torschütze der Saison 1980/81 wurde jedoch ein anderer: Viorel Nastase gelangen in 23 Spielen satte 14 Tore für 1860. Für den Klassenerhalt reichte es dennoch nicht. Der TSV 1860 München stieg als Tabellen-16. in die 2. Bundesliga ab.
Bitterer Abstieg des TSV 1860
Die Löwen und ihre verschossenen Elfmeter kurz vor Saisonende – ein bitteres Kapitel! Wer erinnert sich an Francis Kioyo und seinen fatalen Fehlschuss am 33. Spieltag der Saison 2003/04.
Doch auch in der Spielzeit 1980/81 wurde ein verschossener Strafstoß dem TSV 1860 zum Verhängnis. Auch damals war es der 33. Spieltag und das Drama fand im Olympiastadion statt. Der Protagonist: Viorel Nastase, den an HSV-Keeper Uli Stein scheiterte. Das Match endete 0:0 und eine Woche später stiegen die Löwen mit einem 2:7(!) beim KSC aus der Bundesliga ab.
Am 25. Spieltag, am 21.03.1981, schien der Klassenerhalt noch möglich. Zwar hatten die Löwen am Samstag zuvor mit 2:3 in Mönchengladbach verloren, doch gegen Bayer Uerdingen lief alles nach Maß für den TSV 1860. Bereits in der 2. Minute brachte Nastase die Löwen per Elfmeter in Führung und ließ in der 34. Minute auch den zweiten Treffer folgen. Noch vor der Pause sorgte Klinkhammer für das 3:0 (40.) und damit für die Vorentscheidung.
Nach dem Seitenwechsel ließ es der TSV vor 17.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion etwas lockerer angehen. Dennoch gelang dem ehemaligen rumänischen Nationalspieler Viorel Nastase in der 65. Minute noch das 4:0 für 1860 – wieder per Elfmeter!
Eine Woche später trotze man dem Lokalrivalen und späteren Meister noch ein respektables 1:1 ab, doch am Ende stand der bittere Abstieg in die Zweitklassigkeit.
Die Aufstellung der Löwen
Folgende Mannschaft schickte Trainer Carl-Heinz Rühl aufs Feld:
Wenn Ihr mehr über Statistiken rund um den TSV 1860 erfahren wollt, legt Euch unbedingt das Löwen Kompendium von Thorsten Ruinys zu. Auch auf sechzger.de gibt es eine umfangreiche Statistik-Sektion, bei der Ihr Eure besuchten Spiele eintragen und Fotos hinterlegen könnt.