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TSV 1860 im Grünwalder Stadion: Warum stockt der Ausbau?

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Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860
Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860

Wie wir bereits berichteten, beinhaltet die neue Umfrage des TSV 1860 mehrere Fragen zur Spielstätte der Löwen. Die Fragen werfen jedoch weitere Fragen auf und sorgen aktuell für Unsicherheit im Fanlager. Was steckt hinter der Befragung, was will damit bezweckt werden? Und welchen Standpunkt hat die Stadt München eigentlich aktuell inne, nachdem der Tagesordnungspunkt “Ausbau Grünwalder Stadion” auf gut 18.000 Plätze inkl. (mindestens!) der Zweitligatauglichkeit bereits auf den Weg gebracht worden war (Teil 1 / Teil 2)?

Ausstehendes Bekenntnis zum Grünwalder Stadion

Bekanntermaßen hat sich seit dem Stadtratbeschluss in Sachen Ausbau – zumindet nach außen – recht wenig getan. Einen endgültigen Beschluss sucht man vergebens und die Bagger sind auch noch nicht angerückt, obwohl die Einwohner keinerlei Einwände vorgebracht hatten. Aber warum eigentlich? Woran hakt es? Von Seiten der Stadt vernimmt man kritische Stimmen, dass man auf ein klares Bekenntnis seitens der Stadionnutzer und insbesondere des TSV 1860 warte. Aber natürlich ist das auch nur die halbe Wahrheit, denn…

Was beinhaltet der Ausbau?

… den Löwen geht es auch nicht anders. Nur zu gerne würden die Löwen klar Stellung beziehen und eine verbindliche Aussage treffen. Allerdings müssten sie dazu wissen, welche Pläne die Stadt München verfolgt und welche Veränderungen konkret angedacht sind. So ist beim TSV 1860 bislang noch keine Information eingegangen, welche Werbemöglichkeiten es nach der Sanierung gäbe, wie hoch die Miete nach dem Umbau wäre und ob es beispielsweise elektrische Werbebanden oder eine elektrische Anzeigetafel geben werde. Für einen Verein (bzw. eine KGaA) sind das natürlich elementare Informationen, bevor man sich voll und ganz auf einen Deal einlässt. Oder würdet Ihr in eine Wohnung einziehen, bei der man Euch erst nach Vertragsunterschrift mitteilt, wie sie ausgestattet ist und wie hoch die Miete ausfällt?

Emotionale Heimat des TSV 1860

Aktuell befinden sich der TSV 1860 und die Stadt München also in einer klassischen Patt-Situation, die den Löwen allerdings deutlich mehr schadet als der Kommune. Die Ausgangslage ist klar: Das Grünwalder Stadion in seiner jetzigen Form ist nicht zweitligatauglich, d.h. im Falle eines Aufstiegs dürften die Löwen (oder Türkgücü) im aktuellen Zustand maximal ein Jahr dort spielen. Diesbezüglich sollte man sich jedoch auch die emotionale Komponente vor Augen führen. Während das Stadion in Giesing für die Löwen Heimat bedeutet, ist es für den Verein von Hasan Kivran nur Mittel zum Zweck. Ob Türkgücü nun im Sechzgerstadion spielt oder beispielsweise in einem ausgebauten Sportpark in Unterhaching, dürfte relativ egal sein.

Grünwalder Stadion: Heimathafen oder Ruine?

Wie gehts nun aber weiter in Sachen Grünwalder Stadion? Und: Geht es überhaupt weiter? Welche Alternativen hätte der TSV 1860 denn im Fall der Fälle?

Gerade die letzte Frage beschäftigt die Fans ja schon seit langem. Während die einen den Standort Giesing als unabdingbar betrachten, bezeichnen andere das Sechzgerstadion schon seit Jahren als “Ruine”. Fakt ist jedoch, dass man nach dem Komplettabsturz 2016/17 heilfroh sein konnte, wieder an die Grünwalder Straße zurückkehren zu können. Alleine dafür hat sich der jahrelange Einsatz für den Erhalt der Spielstätte schon gelohnt.

Aber liegt die Zukunft des TSV 1860 wirklich im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße? Momentan drehen sich KGaA und Stadt zum Leidwesen der Löwen ein wenig im Kreis und es geht quasi nichts voran. Die Entscheidung, das Stadion auf “nur” gut 18.000 Plätze auszubauen, war ja (zumindest für uns Fans) schon eher ernüchternd. Angesichts der Tatsache, dass die Stadt der primäre Kostenträger ist, wäre dies jedoch zu verkraften.

Gibt es realistische Alternativen?

Vermutlich sind wir uns alle einig, dass eine Kapazität von 25.000 – 30.000 Plätzen für den Fall eines Aufstiegs durchaus wünschenswert wäre. Allerdings müssen wir auch der Realität ins Auge blicken und feststellen, dass der TSV 1860 vermutlich auch in der kommenden Saison drittklassig spielen wird und ein Aufstieg beim besten Willen nicht planbar ist. Und bei den Löwen und ihrer finanziellen Situation schon zweimal nicht… Außerdem kommt es im Zeitalter der TV-Vermarktung immer weniger auf Zuschauereinnahmen an.

Aber Träume und Wünsche sind hinisichtlich der Kapazität zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin fehl am Platz. Man hat sich auf 18.000 geeinigt, mehr gibt das Baurecht aktuell nicht her. Die einzige realistische (?) Alternative wäre vermutlich der Bau eines Stadions auf der grünen Wiese, aber will man das wirklich? Also schon rein emotional hätten da sicher viele Fans ein großes Problem damit.

Ist nicht das Sechzgerstadion in Giesing ein großer Teil der Identität des TSV 1860? Soll man es wirklich noch einmal versuchen, auf Träume und Wunschvorstellungen (nett umschrieben für: “Größenwahn”) basierend ein Stadion zu bauen? Verbunden mit der Gefahr, den Verein erneut in den Abgrund zu reißen, dann aber ohne den möglichen Rettungsanker “Sechzgerstadion” zu haben?

Und wer soll das bezahlen? Allein durch das Abtreten von Namensrechten wird man bei der Finanzierung nicht wirklich weit kommen. Oder gibt es im Hintergrund einen Plan B mit Hasan Ismaik? Hierbei sollte jedoch klar sein, dass diese Möglichkeit nur dann realisierbar wäre, wenn der Mehrheitseigentümer der KGaA einem Schuldenschnitt zustimmen würde. Dies wurde seitens des Investors jedoch bislang abgelehnt.

Schlechte Erfahrungen fernab von Giesing

Ablehnend gegenüber stehen dürfte dem vermutlich auch der große Teil der Löwenfans. Noch zu präsent sind die Erinnerungen an die letzten beiden Auszüge aus dem Sechzgerstadion. Im Olympiastadion ging es kurzfristig immerhin bis zur Champions-League-Qualifikation, aber auch schon wenige Jahre später zurück in Liga zwei.

Nach einem Jahr Verschnaufspause im Sechzgerstadion zog man in die Allianz Arena ein – auch dort ließ die anfängliche Begeisterung der Löwenfans schnell nach. Die Zuschauerzahlen brachen ein, der Rest ist bekannt. Ein überschuldeter TSV 1860 musste erst seine Anteile an der Arena an den FC Bayern, dann Anteile der KGaA an Hasan Ismaik verkaufen – um sich wenige Jahre später in Liga vier wiederzufinden.

Sechzig um Sieben: Der Finalgegner für den Totopokal steht fest

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Guten Morgen, Löwenfans! Zwei Tage vor der Begegnung des TSV 1860 München mit dem FC Ingolstadt 04 im Totopokal steht seit gestern der erste Finalteilnehmer fest. Wir erklären euch heute noch einmal kurz den diesjährigen Modus und blicken auf das, was euch am heutigen Donnerstag bei sechzger.de erwartet.

Totopokal: Türkgücü – Unterhaching 2:0

Gestern Abend wurde das erste Halbfinale der Drittligisten im Totopokal ausgetragen. Wie auch am Samstag und dem Finale am Dienstag war das Grünwalder Stadion der Spielort. Durch einen 2-0 Sieg gegen das Ligaschlusslicht Unterhaching zog Türkgücü München gestern in das kleine Finale um die Viertelfinalteilnahme im Totopokal ein.

Der Favorit setzte sich zwar am Ende durch, besonders in der ersten Halbzeit waren die Gäste aus Unterhaching aber das deutlich bessere Team. Wie so oft in dieser Saison scheiterten die Münchner Vorstädter an ihrer katastrophalen Chancenauswertung. Der Führungstreffer von Sararer (39. Minute) stellte den bisherigen Spielverlauf zu diesem Zeitpunkt auf den Kopf.
In der zweiten Hälfte boten beide Mannschaften nur noch Stückwerk. In diesen sehr zerfahrenen 45 Minuten zeigte sich Türkgücü aber erneut gnadenlos effektiv und erzielte mit der zweiten ernsthafte Torchance durch den eingewechselten Röser das vorentscheidende 2-0 (68.Minute). Danach passierte nicht mehr viel, Türkgücü verteidigte geschickt und brachte den Vorsprung souverän über die Zeit.

Wir erklären euch im Folgenden noch einmal den Modus der durchaus besonderen Pokalsaison:

Totopokal 2020/2021: die Qualifikationsrunde der bayrischen Drittligisten

Pandemiebedingt findet der Totopokal in diesem Jahr in einer deutlich abgewandelten Form statt. Die vier startberechtigen Drittligaclubs spielen eine eigene Qualifikationsrunde und ermitteln in dieser einen Viertelfinalisten des diesjährigen Totopokals. Als erster Finalteilnehmer steht wie bereits beschrieben Türkgücü München fest. Der TSV 1860 München kämpft gegen den FC Ingolstadt am kommenden Samstag, 27.03.2021 um den Einzug in das Finale.

Die Sieger der beiden Begegnungen bestreiten dann am Dienstag, 30.03.2021 das „kleine Finale“ um den einzigen Viertelfinalplatz der Drittligisten. Heimrecht hat der Sieger der Partie TSV 1860 München – FC Ingolstadt. Anpfiff ist um 18:60 Uhr im Grünwalder Stadion.
Das Viertelfinale im Toto-Pokal komplettieren vier Vertreter der Regionalliga Bayern aus dem Ligapokal und drei unterklassige Vertreter. Diese drei Teams stammen aus den Siegern der 2.Hauptrunde der Kreis-, Landes- und Bayernligen. Bisher konnte diese Spielrunde allerdings nicht durchgeführt werden. Wann diese Spiele ausgetragen werden oder wie die Teilnehmer ermittelt werden sollen, ist aktuell nicht bekannt.

Verzögerungen beim Umbau des Grünwalder Stadions

Nicht nur aufgrund der laufenden Löwenumfrage fragen sich die Löwenfans aktuell, wie es in Sachen Grünwalder Stadion weitergehen soll. Wir haben uns mit dem aktuellen Kenntnisstand auseinandergesetzt. In ein paar Stunden zeigen wir euch die aktuelle Lage auf und erklären, woran es haken könnte.

Heute werden die Schuhe wieder geschnürt

Nachdem am gestrigen Tage keine Übungseinheit an der Grünwalder Straße stattfand, bittet Michael Köllner die 1.Mannschaft heute wieder zu einem Training in Vorbereitung auf das Spiel am Samstag.

News aus der 3.Liga

Um genau zu sein sind es dieses Mal nicht News aus, sondern eher für die 3.Liga.

Regionalliga Nordost

Nachdem wir gestern bereits berichteten, dass Viktoria Berlin vor dem Aufstieg in die 3.Liga steht, gilt dies seit gestern als nahezu sicher. Nach einer Videokonferenz des Nordostdeutschen Fußballverbands haben sich alle Regionalligisten der Gruppe Nordost einstimmig für einen Abbruch der laufenden Saison ausgesprochen. Außerdem ist man sich einig, dass Viktoria Berlin in die 3.Liga aufsteigen soll und es keine Absteiger geben wird. Letztendlich obliegt die finale Entscheidung dem Präsidium des Verbandes. Aufgrund des klaren Votums ist allerdings davon auszugehen,dass das Präsidium der Entscheidung aller Teilnehmer folgen wird.

Der mögliche Aufsteiger plant aktuell mangels Alternativen in der Bundeshauptstadt mit Babelsberg (Stadtteil von Potsdam ) als Spielort.

Regionalliga West

In der Regionalliga West musste Rot-Weiss Essen gestern eine ganz bittere Niederlage hinnehmen. Die Mannen rund um Ex-Löwe Felix Weber, der gestern in der Startaufstellung stand, verloren beim Tabellenschlusslicht RW Ahlen mit 1:2. Der BVB II gewann hingegen beim Bonner SC mit 3:1 und setzt sich langsam an der Tabellenspitze ab. Essen liegt auf Rang 2 mit sieben Punkten Rückstand, hat allerdings ein Spiel weniger absolviert. Für den BVB II stehen noch 13 Partien auf dem Programm, für Essen folglich 14.

Regionalliga Südwest

Im Südwesten ist noch keine Entscheidung gefallen. 14 Spieltage vor Schluss liegt aktuell Freiburg II auf dem 1.Rang. Dahinter folgen mit jeweils drei Punkten Rückstand Steinbach und Ulm, auf Rang 4 Offenbach mit sieben Punkten Differenz und einem Spiel weniger. Möglicherweise kann sich auch der FSV Frankfurt noch Hoffnungen im Aufstiegskampf machen. Sie liegen mit acht Punkten Rückstand auf Platz 5, haben aber auch zwei Spiele weniger absolviert.

Regionalligen Nord und Bayern

Die restlichen Regionalligen (Nord und Bayern) pausieren aktuell noch, sollen aber möglichst zeitnah fortgesetzt werden. In Bayern machen allem Anschein nach Aschaffenburg, Bayreuth und Schweinfurt den ersten Platz unter sich aus. Nürnberg II hat keine Lizenz für die 3.Liga beantragt. Allerdings ist aktuell geplant, dass die ersten vier Mannschaften in einem Playoff-Turnier den Teilnehmer an der Relegation (gegen Vertreter der Regionalliga Nord) ermitteln.

Euch allen wünschen wir einen wunderbaren Donnerstag!

 

Sechzig@18:60 – News des Tages & Penta 1860 sucht Spieler

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Sechzig @18:60: die Meldungen und News des Tages rund um den TSV 1860 München und alles aus der 3.Liga

Viel los war heute nicht an der Grünwalder Straße. Die Sieger vom Montag hatten trainingsfrei, das Stüberl ist ohnehin geschlossen und auch der Shop öffnet nur nach Voranmeldung. Es gab sicher schon spannendere Tage in der Geschichte des TSV 1860 München, aber ein paar News haben wir dann doch für Euch. Auch interessant: Penta 1860, die eSportler der Löwen, suchen neue Spieler für ihre Teams!

Verträge beim TSV 1860

Dass das Team von Michael Köllner ein ungemeines Potenzial besitzt, hat man nicht erst beim 1:0 über Tabellenführer und Aufstiegsfavorit Dynamo Dresden gesehen. Das Grundgerüst der aktuellen Mannschaft wird dem TSV 1860 auch in der kommenden Saison zur Verfügung stehen. Zuletzt hatten ja Sascha Mölders, Daniel Wein und Semi Belkahia ihre Verträge verlängert und auch beim Torschützen vom Montag, Philipp Steinhart, laufen Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit.

Sieg über Dynamo – die Analyse

Apropos Montag: Der Kollege Bernd Winninger hat sich das Match gegen den Spitzenreiter nochmal reingezogen und die Statistik-Maschine angeworfen. In seiner TAKTIKTAFEL-Nachanalyse erklärt er, warum der Sieg nicht unverdient war. Allerdings hätte es auch ganz anders ausgehen können…

Nachfolger von Stefan Schneider

Der plötzliche Rückzug von Stefan Schneider schlug am Montag Abend ein wie eine Bombe und drängte auch das Spielergebnis in unseren Giesinger Gedanken in den Hintergrund. Bis zum Saisonende wird nun Pressesprecher Rainer Kmeth diese Aufgabe übernehmen. Wer darauf folgt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Mit Achim Bogdahn, “Metal Moser” Thomas Moser und Simon Pearce wurden aus Fankreisen jedoch bereits einige interessante Kandidaten ins Spiel gebracht. Aber wie heißt es so schön: Kommt Zeit, kommt Stadionsprecher…

Toto-Pokal am Mittwoch Abend

Am heutigen Abend empfängt Türkgücü München die SpVgg Unterhaching im Toto-Pokal. Der Sieger der Partie trifft in der nächsten Runde auf den TSV 1860 München. Allerdings – das muss man fairerweise erwähnen – müssen sich die Löwen dazu erst am Samstag (14 Uhr) gegen den FC Ingolstadt 04 durchsetzen. Wir werden selbstverständlich wieder live aus dem Grünwalder Stadion berichten.

Penta 1860 sucht Spieler

Bereits im Februar hatten wir Euch berichtet, dass Penta 1860, die eSports-Abteilung der Löwen, nun auch FIFA ins Sortiment aufgenommen hat. Noch immer ist man auf der Suche nach geeigneten Verstärkungen. Deshalb wendet man sich nun bei Facebook an die Fans des TSV 1860.

Vertrag von Phillipp Steinhart: Erste Gespräche mit dem TSV 1860 laufen

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Philipp Steinhart Vertrag

Der Vertrag von Phillipp Steinhart beim TSV 1860 München läuft Ende Juni aus. Nun soll es erste Gespräche zu einer Verlängerung gegeben haben.

Vertrag von Phillipp Steinhart wird möglicherweise verlängert

In der aktuellen Übersicht über die Verträge beim TSV 1860 München taucht der Name Phillipp Steinhart gleich als erster auf. Sein Arbeitspapier läuft im Sommer aus. Nun soll es einem Bericht zufolge erste Gespräche zwischen dem Spieler und dem Verein gegeben haben. Diese waren den Informationen zufolge durchaus positiv. Einer abschließenden Einigung steht noch die Bestätigung der Gesellschafter im Wege.

Torschütze am Montagabend

Vergangenen Montag traf der 28-Jährige gegen Tabellenführer Dynamo Dresden zum umjubelten und späten 1:0-Siegtreffer. Laut Trainer Michael Köllner “Balsam auf die Seele” von Steinhart, der zuvor gegen Saarbrücken und Halle je einen Elfmeter verschossen hatte. “Er hat sich selber einen Kopf gemacht.” so der Coach weiter.
Zuvor konnte er alle Strafstöße in seiner Profikarriere verwandeln. Steinhart hat in dieser Saison in 28 absolvierten Partien bereits fünf Treffer erzielt. Zudem glänzte er vier Mal als Vorlagengeber.

Der Linksverteidiger ist einer von insgesamt neun Spielern, deren Verträge in diesem Sommer auslaufen.

Michael Köllner über Phillipp Steinhart

Ginge es nach Trainer Michael Köllner, so wäre der neue Vertrag wohl schon unterschrieben.

„Phillipp ist einer meiner stabilsten Spieler, mit ihm zu arbeiten ist ein Traum. Er ist ein ganz verlässlicher Typ. Es gibt wenige, die so im Training abliefern wie er. Ich hoffe, dass er noch lange Spieler in meiner Mannschaft ist.“

Es deutet also alles darauf hin, dass Phillipp Steinhart dem TSV 1860 München auch über den Sommer 2021 hinaus erhalten bleibt.

Der Sieg des TSV 1860 gegen Dynamo Dresden in der TAKTIKTAFEL Analyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels TSV 1860 München gegen die SG Dynamo Dresden.

Wie erwartet spielte die SGD ein 3-5-2 System, dass sich gegen den Ball zum 5-3-2 verschob. Michael Köllner schickte den TSV 1860 gegen Dynamo Dresden wie üblich mit einem 4-1-4-1 auf den Platz, bei dem sich im letzten Drittel meist Stefan Lex in mit in die Spitze schob und gegen den Ball Richy Neudecker als Box-to-Box Spieler neben Dennis Dressel die Position des zweiten Sechsers einnahm.

Die ersten Minuten

Zu Beginn waren die Dresdner ein wenig feldüberlegen, aber die Sechzger verteidigten konsequent. So entwickelte sich nach der kurzen sächsischen Drangphase zu Beginn der Partie ein Spiel, das sich vermehrt zwischen den beiden Strafräumen abspielte. Sowohl Dynamo als auch die Löwen fanden kaum gute Lösungen, sobald der Ball ins gegnerische letzte Drittel oder in die Box musste.

Im Aufbauspiel setzten die Löwen auf eine rechtsgependelte Viererkette. Das heißt Rechtsverteidiger Marius Willsch rückte auf dem rechten Flügel ins Mittelfeld vor und der Aufbau im Positionsspiel fand ruhig und überlegt aus einer stabilen Dreierkette heraus statt. Auffällig war, dass nach Überspielen der Pressingreihe der Elbstädter permanent der Weg ins Zentrum gesucht wurde. Die Bälle von dort weiterzuverteilen oblag hauptsächlich Dennis Dressel und Richy Neudecker.

Die Chancen für den TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden

Die hellwache Defensive der Gäste vereitelte die meisten Angriffe der Löwen aus dem Positionsspiel heraus. So blieb die größte Chance der Sechzger in Halbzeit Nummer eins ein Schuss von Mölders (13.) nach einer Ecke, den Broll im Tor jedoch grandios parieren konnte. Weitere Versuche der Sechzger aus dem Spiel heraus ein Tor zu erzielen waren bis auf Steinharts Tor (85.) entweder zu schwach (Neudecker 52.) oder aus derart schlechten Positionen, dass ein Tor für den TSV 1860 München eher zufällig als zwingend gefallen wäre. Von den fünf geblockten Schüsse für die Löwen war Dressels Gelegenheit (63.) noch der vielversprechendste.

Aber auch die Defensive der Löwen verteidigte alles, was zu verteidigen war. Daferner (8.), Knipping (74.) und Königsdörffer (84.) hatten Möglichkeiten, die entweder Hiller vereitelte, oder wie im Fall von Königsdörffer neben dem Tor einschlugen. Der Kopfball von Mai (90.+1) und der Fallrückzieher von Kwadwo (90.+5) in der Nachspielzeit waren zu schwach, um als gefährlich angesehen zu werden. Dreimal konnten die Verteidiger der Sechzger einen Schuss der Sachsen blocken. Meiers Versuch (26.) war hier die vielversprechendste geblockte Chance für Dynamo.

Spielweise der Löwen

Das Pressing der Löwen gegen den Ball war auf einer etwas höheren Linie angesetzt als das der Dresdner, sodass das Aufbauspiel bei Dynamo Dresden schneller vonstatten gehen musste als beim TSV 1860 München. Daraus resultierte öfter als bei den Dynamos ein Ballgewinn bereits in der gegnerischen Hälfte.

Dresden war also gezwungenermaßen im Aufbau zügiger unterwegs. Allerdings spielte Dynamo auch etwas zielstrebiger und genauer Richtung Mittelfeldzentrum. Das bedeutete für die Mannschaft von Michael Köllner, dass die Präzision bei den Zweikämpfen stimmen musste. Diese Aufgabe konnten die Spieler des TSV 1860 München mit Bravour lösen.

Speziell die gefährlichen Standardsituationen der Sachsen wurden sehr konzentriert von den Löwen angenommen und verteidigt. Es brandete daher durch die Ecken und Freistöße weniger Gefahr auf, als man das im Vorfeld vermutet hätte.

In der zweiten Halbzeit stellten die Sechzger im Aufbauspiel eine Kleinigkeit um. Willsch war bei eigenem Ballbesitz nun schon in der Eröffnung viel offensiver positioniert. Neudecker rückte auf den Flügel als Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Zentrum. Staude, der zuvor meist rechts offensiv gespielt hat, war bei Ballbesitz nun hauptsächlich auf der rechten Halbposition zu finden. Die Dynamik nach vorne, wenn die Angriffe über die rechte Seite liefen, änderte sich durch diese Verschiebung sehr zum Vorteil der Löwen.

Kurz vor Schluss stellte Löwencoach Michael Köllner zur Absicherung des Ergebnisses durch die Hereinnahme von Wein und Erdmann für Neudecker und Staude das System noch auf ein 5-4-1 mit Doppelsechs um.

Die statistischen Werte der Partie zwischen dem TSV 1860 und Dynamo Dresden

TSV 1860 SG Dynamo Dresden
Ballbesitz 56% 44%
Passgenauigkeit 83% 76%
Defensive Zweikampfquote 75% 52,7%
Schüsse 13 11
davon aufs Tor 3 4
PPDA* 13,24 18,36
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Das sind nun Zahlen die – hätten wird das Spiel nicht gesehen – eine haushohe Überlegenheit des TSV 1860 implizieren und Dynamo Dresden hätte nicht den Hauch einer Chance gehabt. Das dem nicht so war, weiß jeder, der das Spiel (live) verfolgt hat. Warum also gehen die Zahlen vor allem bei den defensiven Zweikämpfen und dem Indikator für die Pressingintensität (PPDA) so dermaßen eklatant auseinander?

Auswertung der Statistik

Defensivzweikämpfe

Schauen wir zuerst auf die Defensivzweikämpfe: 75% gewonnene Defensivzweikämpfe im Spiel sagt die Statistik für den TSV 1860. Das ist alleine gesehen eine relative Zahl, die noch gar nichts aussagt. Der TSV 1860 München hat im gesamten Spiel 44 Defensivzweikämpfe geführt, davon 20 in der eigenen Spielfeldhälfte. Verlorene Zweikämpfe gegen den Ball gab es 11. In der eigenen Spielfeldhälfte sogar nur 4.

Dynamo Dresden hat 74 Verteidigungszweikämpfe geführt und konnte davon 39 für sich entscheiden. In der eigenen Spielfeldhälfte gab es bei den Sachsen 52 defensive Zweikampfversuche, von denen 27 erfolgreich absolviert werden konnten.

Der Ballbesitz wechselte ungefähr gleich oft und auch die Schussanzahl war in etwa gleich. Bei Dresden konnte also aufgrund des guten Stellungsspiels der nächste Mann übernehmen. Dessen Zweikampf wiederum fruchtete meist. So wurden viele Bälle auf Dresdner Seite erst im zweiten Versuch erobert, während die Löwen das gleiche Resultat mit deutlich weniger individuellem Energieaufwand erreichen konnten.

PPDA

Der große Unterschied bei der PPDA wiederum rührt daher, dass beide Mannschaften das Pressing komplett unterschiedlich angingen. Die Löwen pressten meistens tief in der Spielfeldhälfte der Dresdner. Die Sachsen dagegen ließen ihrem Gegner in der eigenen Hälfte viel Raum und sorgten stattdessen für ein kompaktes Mittelfeld, um dort den Löwen das Kombinieren zu erschweren. Beide Herangehensweisen waren gut durchdacht. Tatsächlich muss man aber rückblickend sagen, dass speziell in der ersten Halbzeit der TSV 1860 München stark von kleinen Unkonzentriertheiten und Ungenauigkeiten im Zuspiel der Dynamos profitierte.

Der eklatant höhere Ballbesitz für die Löwen ist dem abwartenden Aufbauspiel in der eigenen Hälfte geschuldet. Die im Spielaufbau entstehende Dreierkette bei den Giesingern mit Steinhart, Salger und Belkahia verzeichnet bei 211 Querpässen der Löwen im gesamten Spiel 96 davon. Rückpässe waren diesmal kein Faktor für die Ballbesitzquote. Mit nur fünf Rückpässsen insgesamt mehr beim TSV 1860 München sind diese absolut vernachlässigbar.

Das goldene Tor

In der 85. Minute erobert Willsch rechts an der Seitenauslinie in der eigenen Hälfte etwa auf Höhe des Mittelkreises den Ball von Meier und spielt sofort diagonal nach vorn zu Staude auf die halbrechte Mittelfeldposition. Während sich Staude mit dem Ball dreht, rennt Willsch die Linie entlang in die gegnerische Hälfte und bekommt den Ball postwendend wieder. In diesem Moment zieht er drei Gegenspieler – Meier, Will und Königsdörffer – auf sich, die aber alle nicht nahe genug am Geschehen befinden, um den Pass zu Stefan Lex, der im Mittelfeldzentrum einläuft, zu verhindern. Speziell Königsdörffer war weitab von seiner eigentlich angedachten Defensivposition, was sich im weiteren Verlauf rächen wird. Stefan Lex geht, verfolgt von Mörschel, noch einige Meter mit dem Ball und passt das Leder dann auf Steinhart. Der Torschütze ist auf halblinks sehr frei, weil Königsdörffer dort fehlt, und kann den Ball an der Strafraumkante entgegen nehmen. Steinhart dringt in die Box ein und schießt unbedrängt an Ehlers und Broll vorbei aus etwa acht Metern ins lange Eck.

Fazit zum Sieg vom TSV 1860 München gegen Dynamo Dresden

In einem kampfbetonten, aber nie unfairen Spiel, bei dem der Schiedsrichter für meinen Geschmack eine gelbe Karte für den TSV 1860 zu viel (Neudecker 21.) aus der Hemdtasche zog und eine für Dynamo Dresden zu wenig (Mai 4.) siegt die abgezocktere Mannschaft nicht unverdient mit 1:0. Dresdens Trainer Markus Kauczinski analysierte das Spiel nach der Partie mit den Worten: “Eigentlich muss es 0:0 ausgehen oder 1:1”. Da mag er recht haben, aber uns ging es nach dem Hinspiel auch nicht anders. Wir waren schon in Dresden mindestens ebenbürtig, aber nicht clever genug. Diesmal war es andersherum. Unterm Strich ist ein Sieg und eine Niederlage für beide Mannschaften einen Zähler mehr wert als zwei Unentschieden.

Seit nun drei Spielen ohne Gegentor festigen die Sechzger mit diesem Sieg den vierten Tabellenplatz, der zum Schluss die direkte Qualifikation für den DFB Pokal bedeuten würde. Ob man noch auf die Aufstiegsplätze respektive den Relegationsplatz schielen darf, sollen andere beurteilen. Momentan haben wir noch neun Spieltage vor der Brust. Wer weiß schon welche Mannschaft noch wie oft stolpert. Drei Spiele, sieben Punkte, kein Gegentor. Weiter so Löwen! Am Samstag im Totopokal gibt es den nächsten heißen Tanz.

Datenquelle: wyscout

Die aktuellen Verträge beim TSV 1860 in der Übersicht

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TSV 1860 München Ingolstadt Free-TV

Mit den Vertragsverlängerungen von Sascha Mölders, Daniel Wein und zuletzt Semi Belkahia nimmt das Gerüst für die kommende Saison 2021/22 immer mehr an Form an. Doch welche Verträge laufen beim TSV 1860 München im Sommer aus? Mit welchen Akteuren kann langfristig geplant werden?

 

Verträge beim TSV 1860 München bis Juni 2021

Ungewöhnlich früh wurden bei den drei genannten Spielern, deren Verträge im Juni ausgelaufen wären, die Verlängerungen vom TSV 1860 bekannt gegeben. Doch zahlreiche weitere Arbeitspapiere enden diesen Sommer. Dazu zählen die folgenden Spieler:

  • Philipp Steinhart
  • Quirin Moll
  • Dennis Erdmann
  • György Székely
  • Winterneuzugang Keanu Staude
  • Matthew Durrans
  • Fabian Greilinger
  • Leon Klassen
  • Ahanna Agbowo

Wie beim BR24Sport Clubhouse-Talk gemutmaßt wurde, sollen im Hintergrund bereits die Gespräche mit dem Langzeitverletzten Quirin Moll laufen. Ob bei anderen Kandidaten der Liste bereits Verhandlungen geführt werden, ist derzeit nicht bekannt. Bei Staude und Greilinger sind in den laufenden Verträgen bereits Optionen für ein weiteres Jahr enthalten.

Sicherlich werden nicht alle genannten Spieler der Auflistung eine Vertragsverlängerung erhalten. Dennis Erdmann beispielsweise könnte es nach der laufenden Saison ins Ausland ziehen.

Diese Spieler sind bis 2022 gebunden

Im aktuellen Kader des TSV 1860 haben insgesamt zwölf Spieler Verträge bis zum Sommer 2022. Neben Toptorjäger Mölders zählen hierzu erfahrene Spieler wie Stephan Salger und Stefan Lex. Vereinsseitig besteht bei Richard Neudecker, Tim Linsbichler, Johann Ngounou Djayo und Dennis Dressel eine Option zur Verlängerung um ein weiteres Jahr. Vor allem Dressel dürfte allerdings bei anderen Vereinen auf der Merkliste stehen. Sein Berater Hermann Hummels, der Vater von Mats, sprach in einem Interview bereits über die Bundesliga-Ambitionen von Dennis Dressel.

Desweiteren gehören diesem Spielerkreis Merveille Biankadi und Marco Hiller sowie die Junglöwen Niklas Lang, Lorenz Knöferl und Milos Cocic an. Mit den Jugendspielern aus den Reihen des TSV 1860 München hatte sich sechzger.de bereits ausgiebig beschäftigt.

Arbeitspapiere bis 2023

Die längsten Vertragslaufzeiten haben sieben Spieler des aktuellen Kaders. Dazu zählen Daniel Wein und Semi Belkahia, die ihre Verträge vor kurzem verlängert haben. Auch Torwart Tom Kretzschmar unterschrieb bereits im Februar einen neuen Vertrag. Außerdem haben Erik Tallig, Marius Willsch, Tom Kretzschmar, Maxim Gresler und Marco Mannhardt Arbeitspapiere bis ins Jahr 2023.

Verträge von Pfeifer, Gorenzel und Köllner beim TSV 1860

Über die Vertragslaufzeiten der sportlichen Entscheidungsträger Pfeifer und Gorenzel sowie von Trainer Michael Köllner ist derzeit nichts bekannt. Letzterer hat allerdings seinen laufenden Vertrag über den Juni 2020 hinaus bereits verlängert. Bei Günter Gorenzel wurde vor zwei Monaten eine Vertragsverlängerung bekannt gegeben. Der dritte im Bunde, Marc-Nicolai Pfeifer, ist seit dem 1.Juli 2020 für den TSV 1860 München tätig.
Bei allen Dreien ist somit davon auszugehen, dass sie uns mindestens bis ins Jahr 2022 erhalten bleiben.

Langsam formiert sich der Kader für die kommende Saison. Doch mit neun auslaufenden Verträgen bis Juni hat Günter Gorenzel noch alle Hände voll zu tun.

 

Sechzig um Sieben: vorübergehender Nachfolger für Stefan Schneider gefunden & News aus der 3. Liga

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Guten Morgen liebe Löwinnen und Löwen! Es ist Tag 2 nach der geplatzten Bombe vom sofortigen Rücktritt unseres Stadionsprechers Stefan Schneider. Da Stefan nach 28 Jahren beim TSV 1860 fast schon zum Inventar gehörte, konnten viele die Nachricht kaum glauben. Daher beschäftigten sich gestern auch die Giesinger Gedanken mit dem plötzlichen Abschied des beliebten Stadionsprechers. Immerhin konnte inzwischen ein interimistischer Nachfolger für Stefan Schneider gefunden werden.

Nachfolge geklärt

Während sich so mancher Gedanken über die Gründe des überraschenden Rücktritts macht, wurde der Nachfolger für Stefan Schneider für den Rest der laufenden Saison schnell geklärt: Pressesprecher Rainer Kmeth wird das Mikrofon für die ausstehenden Spiele in der 3. Liga und im Toto-Pokal “kommisarisch” übernehmen. Er war bereits einige Jahre in der Funktion bei den Amateuren tätig. Viel Glück und immer die richtigen Worte, lieber Rainer!

Wir sind gespannt, wer dann das schwere Erbe von Stefan Schneider antreten wird. Wer ist Euer idealer Nachfolger für Stefan Schneider? Wir würden uns über Vorschläge im Kommentarbereich freuen.

Übersicht der Verträge im Profikader

Während also der Nachfolger am Mikrofon sicherlich für Diskussionen unter den Löwenfans über den Sommer sorgen wird, werfen wir heute Vormittag auch einen Blick auf einen anderen Quell erhitzter Diskussionen in der weiß-blauen Anhängerschaft: den Profikader für die kommende Saison. Jan Schrader hat sich angeschaut, welche Verträge auslaufen und welche Spieler schon für nächste Saison und eventuell sogar länger an der Grünwalder Straße unter Vertrag stehen. Pflichtlektüre für jeden, der gut infomiert mitdiskutieren will!

TAKTIKTAFEL kurz vor Mittag

Bernd Winninger hat sich – wie immer – das Spiel gegen Dresden nochmal zu Gemüte geführt und es mikroskopisch analysiert. Seine Erkenntnisse lässt er Euch kurz vor Mittag zuteil werden. Wir sind gespannt, worin er den Schlüssel zum Sieg gegen den Tabellenführer sieht.

Was ist sonst noch los an der Grünwalder Straße

Ned vui, würde Gerhard Polt sagen. Die Profis haben trainingsfrei, das Stüberl ist geschlossen, aber der Shop hat (noch?) bei Voranmeldung geöffnet.

News aus der 3. Liga

Dialektische Erörterung bitte

Ich erinnere mich an meine Zeit im Deutschunterricht der siebten oder achten Klasse: dialektische Erörterung. Zwei gegensätzliche Thesen (These und Antithese) zu einem Thema sollen zunächst neutral bewertet werden, um dann schließlich in der Synthese ein Fazit zu ziehen und begründet darzulegen, welche Meining zum Thema man persönlich vertritt.

These (von der Politik vorgegeben): Wir sind in der mittlerweile Dritten Welle der Pandemie, daher wurde der Lockdown verlängert und bis mindestens 18. April werden Fußballspiele ohne Zuschauer stattfinden, um unnötige Kontakte zwischen Menschen zu vermeiden und so die Anzahl der Corona-Infektionen zu vermeiden.

Antithese (Modellversuch in Rostock): Nach dem erfolgreichen Test mit 777 Zuschauern beim Spiel Hansa – Halle plant Rostock den nächsten Schritt: Beim Spiel gegen Magdeburg am 10. April sollen bis zu 3.000 Zuschauer das Ostseestadion betreten dürfen, wie liga3-online.de berichtet.

Synthese: Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns Eure Synthese im Kommentarbereich zukommen lassen könntet.

Mietnomade FCK?

Nach der erfolgreich absolvierten Planinsolvenz hatte man in der Pfalz auf ruhigere Zeiten gehofft. Allerdings sorgen die sportlichen Ergebnisse der roten Teufel für tiefe Sorgenfalten rund um den Betzenberg. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den rettenden Platz 15 mittlerweile und das Szenario Regionalliga wird immer realistischer. Unrealistisch erscheint dagegen, dass der FCK selbst die reduzierte Stadionmiete von 625.000 € pro Saison für den Betzenberg aufbringen kann. Die eigentlich vereinbarte Miete liegt bei 3,2 Mio. € pro Saison und wurde noch zu Bundesligazeiten verhandelt. Hinzukommen 1,5 Mio. € Betriebskosten pro Jahr. Wie der SWR berichtet, wurde nun wohl im Rat der Stadt Kaiserslautern diskutiert, ob dem FCK die Miete erlassen werden soll und er einen Betriebskostenzuschuss in Höhe genau der 1,5 Mio. € erhalten soll. Der FCK bestreitet, dieses gefordert zu haben. Wir sind gespant, welche Lösung sich in diesem Dilemma finden lässt.

Sararer wieder im Kader bei Türkgücü

Nachbar III (kurze Erklärung der Redaktion, damit sich niemand diskrimiert fühlt: wir leiten das aus dem Gründungsjahr der Vereine in unserer Umgebung ab und nummerieren dann in aufsteigender Reihenfolge vom ältesten zum jüngsten) nahm die Suspendierung von Mittelfeldmotor Sercan Sararer wieder zurück. Je nachdem, wen man in Neuperlach fragt, war Sararer eh nie suspendiert, sondern musste ein “paar Tage regenerieren” (Geschäftsführer Kothny), während Trainer Dayat von “ein paar Tagen Urlaub” sprach, wie liga3-online schreibt.

Damit aber genug für heute Morgen aus der näheren und entfernteren Nachbarschaft. Die Konzentration gilt langsam aber sicher dem Pokalfight gegen den FCI am Samstag. Bis dahin halten wir Euch über alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die 3. Liga auf dem Laufenden. BLAU BLEIBEN!

RL Nordost: Steht Aufstieg von Viktoria Berlin in die 3. Liga fest?

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Während die 3. Liga schön langsam auf die Zielgerade einbiegt, sieht es in den Regionalligen mitunter deutlich anders aus. Während im Westen und Südwesten gespielt wird, pausieren Bayern, Norden und Nordosten noch immer. Es ist sehr zweifelhaft, ob die angebrochene Saison überhaupt fortgeführt werden kann. Die Regionalliga Nordost steht kurz vor dem Abbruch, da der Berliner Senat die Freigabe für den Spielbetrieb in der Bundeshauptstadt zurückgezogen hat. Viktoria Berlin darf sich berechtigte Hoffnungen machen, als derzeitiger Tabellenführer den Aufstieg in die 3. Liga feiern zu dürfen.

Aufstieg für Viktoria Berlin?

Elf Spiele, elf Siege – so die beeindruckende Bilanz der Viktoria zum Zeitpunkt des Abbruchs. Ganze acht Punkte liegen die Hauptstädter vor dem ersten Verfolger VSG Altglienicke und führen die Tabelle damit souverän an. Aber kann man nach noch nicht mal einem Drittel der Saison tatsächlich davon ausgehen, dass sich daran nichts mehr ändern würde?

Kein Spielbetrieb in Berlin

Da der Inzidenz-Schwellenwert von 100 in Berlin überschritten wurde, hat der Berliner Senat die Freigabe für den Spielbetrieb in der Hauptstadt widerrufen. Somit wird der Ball vor Ende April voraussichtlich nicht rollen. Theoretisch könnten die Berliner Mannschaften ihre Heimspiele zwar im angrenzenden Brandenburg austragen, weigern sich jedoch aufgrund der zusätzlichen Kosten, die dadurch anfallen würden.

Tabellenführer = Aufsteiger?

Viktoria-Sportchef Rocco Teichmann geht davon aus, dass der aktuelle Tabellenführer der Regionalliga Nordost auch als Aufsteiger gemeldet wird:

“Wir dürfen die elf Spiele der Saison nicht unberücksichtigt lassen. Wir haben eine sehr gute Leistung absolviert.”

Die Lizensierungsunterlagen für die 3. Liga hat Viktoria Berlin bereits fristgerecht eingereicht. Wo die Hauptstädter ihre Heimspiele austragen würden, steht jedoch noch in den Sternen. Die aktuelle Spielstätte, das Stadion Lichterfelde, entspricht den Anforderungen der 3. Liga genauso wenig wie das Mommsenstadion (Heimstatt von TeBe). Der Jahnsportpark wird aktuell saniert, das Poststadion wird schon von diversen anderen Mannschaften genutzt und bietet keine weiteren Kapazitäten. Da auch die Alte Försterei und das Olympiastadion aus Kostengründen ausscheiden, könnte es also gut passieren, dass die Viktoria doch nach Brandenburg ausweichen muss – dann jedoch als Drittligist.

Fußballatmosphäre im Stadion Lichterfelde in Berlin bei einem Spiel der RL Nordost zwischen Viktoria und Chemie Leipzig
Auch im Falle eines Aufstiegs der Viktoria am Grünen Tisch wird es solche Bilder in der 3. Liga nicht geben

FOTOS: Christian Eulitz

Abschiedsvideo & Pressemitteilung: Der Rücktritt von Stefan Schneider

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Die Überraschung nach dem Sieg über den Tabellenführer

Es war ein Paukenschlag nach dem 1:0 des TSV 1860 München über Dynamo Dresden am gestrigen Abend: Kult-Stadionsprecher Stefan Schneider beendet mit sofortiger Wirkung sein Engagement bei den Löwen. Er kehrt – sobald wieder Fans ins Stadion dürfen – dorthin zurück, wo er vor fast drei Jahrzehnten einst herkam: Auf die Tribüne, mit einem Stadionbier in der Hand. Auch keine ganz schlechte Aussicht.

Videobotschaft an die Fans

Am Dienstag Mittag meldete sich der 58jährige per Videobotschaft auf Löwen-TV bei den Löwenfans, die ja irgendwie auch “seine Fans” sind:

Pressmeldung der KGaA

Etwa zur gleichen Zeit versendete die TSV 1860 München KGaA eine Pressemitteilung, in der sie auf den völlig überraschenden Rücktritt des Stadionsprechers reagierte. Darin wird auch bekannt gegeben, dass Pressesprecher Rainer Kmeth Schneiders Aufgabe bis zum Saisonende komissarisch übernehmen wird. Für den 43jährigen stellt die Moderation von der Tribüne aus allerdings kein Neuland dar: Bis zum Doppelabstieg der Löwenprofis in die Regionalliga Bayern, die auch die Amateure eine Klasse nach unten beförderte, war Kmeth als Stadionsprecher bei der zweiten Mannschaft aktiv – im Sechzgerstadion.

Abschied vor 15.000 Fans

Eine – nach 28 Jahren und 602 Spielen – angemessene Verabschiedung wird Stefan Schneider der Pressmeldung zufolge  erhalten, “…wenn das Grünwalder Stadion wieder so aussieht, wie wir uns das alle wünschen: Wenn 15.000 Zuschauer auf den Rängen stehen und Stefan Schneider den Abschied geben können, den er verdient.”

Danke, Stefan Schneider!

Die Veröffentlichung schließt mit direkten Worten des Danks von der Löwen-Familie an Schneider: “Lieber Stefan, wir wünschen Dir alles erdenklich Gute und danken Dir herzlich für eine unvergessliche Zeit. Wir freuen uns darauf, Dich mit einem Bier und einer Bratwurst in der Kurve stehen zu sehen. Dort, wo Du immer gefragt hast: ‘Ist jemand zu Hause?'”

Sechzger.de hatte bereits heute früh in Thomas Enns Giesinger Gedanken die richtigen Worte zu diesem Anlass gefunden. Wir wir aus sicherer Quelle wissen, haben diese Zeilen den gebürtigen Münchner Schneider durchaus erfreut.

 

Efkan Bekiroglu im Interview mit sechzger.de

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Efkan Bekiroglu (ehemals TSV 1860)

Efkan Bekiroglu wechselte 2018 vom FC Augsburg II zum TSV 1860 München und absolvierte insgesamt 57 Spiele für die Löwen. Dabei konnte er 13 Treffer erzielen. Seit dem Sommer 2020 schnürt er im Heimatland seiner Eltern die Schuhe für Alanyaspor in der SüperLig. Nachdem er uns bereits bei den Expertentipps zur Verfügung stand, konnten wir Efkan Bekiroglu nun im Rahmen eines Interviews ein paar Fragen stellen.

Das Interview mit Efkan Bekiroglu

sechzger.de: Servus Efkan! Vielen Dank, dass du uns ein paar Fragen beantwortest.
Wie läuft die aktuelle Saison mit Alanyaspor? Welches Saisonziel habt ihr euch gesetzt?

Efkan Bekiroglu: Unser Saisonziel ist es, unter die Top 5 zu kommen. Das läuft bisher gut, aber wir müssen konstanter werden. Außerdem wollten wir den Türkischen Pokal gewinnen, doch leider sind wir im Halbfinale gegen Antalyaspor ausgeschieden.

sechzger.de: Wie ist die Lage in Alanya und der Türkei bezüglich Corona?

Efkan: In Alanya ist die Situation unter Kontrolle. Die Cafés haben jetzt unter Einhaltung der gewöhnlichen Corona-Maßnahmen wieder geöffnet.

Efkan Bekiroglu am Strand von Alanya
Strand und Meer: Alanya liegt an der türkischen Mittelmeerküste

sechzger.de: Wir springen zurück nach Deutschland: Hast du noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielern beim TSV 1860?

Efkan: Kontakt hab ich schon noch, zum Beispiel mit Vino oder Semi. Außerdem ist Teammanager Fatih Aslan ein Freund von mir. Sonst mit ehemaligen Spielern wie z. B. Timo Gebhart, Tim Rieder oder auch Herbert Paul.

sechzger.de: Was tippst du, wo landen die Löwen am Saisonende? Verfolgst du die Löwen noch?

Efkan: Ich versuche jedes Spiel zu gucken und freue mich über jeden Sieg! Ich wünsche den Löwen nur das Beste und hoffe, dass sie es vielleicht auch noch dieses Jahr schaffen aufzusteigen.

sechzger.de: Planst du eine Rückkehr nach Deutschland oder einen Wechsel in ein anderes Land? Gibt es einen Verein, für den du irgendwann unbedingt einmal spielen möchtest? Kannst du dir eine Rückkehr zum TSV 1860 München vorstellen?

Efkan: Natürlich kann ich mir irgendwann eine Rückkehr vorstellen, aber aktuell verfolge ich andere Ziele und bin zu 100% fokussiert auf Alanya.

sechzger.de: Bist du zufrieden mit dem Schritt, den du nun gewagt hast? Was war der ausschlaggebende Punkt für deinen Wechsel? Wie ordnest du deine bisherigen Einsatzzeiten ein?

Efkan: Der ausschlaggebende Punkt war, dass ich unbedingt 1.Liga spielen wollte und es immer einer meiner Träume war, in der Türkei Fußball zu spielen. Ich bin zufrieden mit dem Schritt. Ich wusste, worauf ich mich einlasse und dass es nicht einfach wird, sich hier durchzusetzen. Aber auch Situationen, in denen man wenig Spielzeit bekommt, muss man nutzen, um besser zu werden, vor allem mental. Am Ende des Tages liegt vieles immer am Spieler.

Efkan Bekiroglu: “Im Grünwalder finde ich es persönlich noch beeindruckender”

sechzger.de: Die meisten Löwenfans werden dich das erste Mal am 15.10.2017 wahrgenommen haben, als du mit zwei Toren entscheidend zum Sieg von Augsburg II gegen den TSV 1860 München beigetragen hast. Wie genau erinnerst du dich an diesen Tag, wie fandest du die Stimmung?

Efkan: An den Tag kann ich mich sehr gut erinnern. Es war das erste Mal für mich in einem großen Stadion, mit unglaublichen Fans zu spielen. Vielleicht war auch das der Tag, wo man Blut geleckt hat und einfach jede Woche in einem Stadion spielen wollte. Die Stimmung war natürlich geil, aber im Grünwalder finde ich es persönlich noch beeindruckender.

sechzger.de: Im Gegensatz dazu: Was war dein schönstes Erlebnis mit den Löwen? Gibt es ein Spiel, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Efkan: Da gibt es viele Spiele. Aus persönlicher Sicht war das Spiel zuhause gegen Zwickau geil, denn einerseits hab ich 2 Tore gemacht und nach dem Spiel durfte ich die Fans am Zaun anheizen. Das werde ich nie vergessen. Ansonsten war der Heimsieg gegen Duisburg geil, denn wir haben uns so lange während der Pandemie fit gehalten und trainiert. Doch nach dem 3:2-Sieg war es mir das wert.

sechzger.de: Hattest Du nicht die Befürchtung, bei einem Wechsel in die Türkei für deutsche Vereine “weg vom Radar” zu sein? Oder denkst Du, dass man sich aufgrund der Leistungen in der Vergangenheit auf dem Schirm haben wird?

Efkan: Nein, so eine Befürchtung habe ich nicht, denn gute Leistungen werden immer belohnt. Egal wo man spielt.

sechzger.de: Man hört ja öfter, dass deutsche Spieler mit türkischem Background es in der Türkei gar nicht so leicht haben wie man denkt. Wie fiel Dir die Umstellung? Wie wurdest Du aufgenommen?

Efkan: Ich denke, das hat nix damit zu tun, dass ich Deutsch-Türke bin. Allgemein ist es nicht einfach, von der 3.Liga zu einem ambitionierten Erstligisten zu wechseln und dort in einem anderen Land alleine klar zu kommen. Aber die türkischen Menschen sind alle sehr sehr herzlich und haben es mir auch sehr, sehr einfach gemacht, weil ich auch die Sprache perfekt spreche.

sechzger.de: Wie stehst Du dem Projekt Türkgücü gegenüber?

Efkan: Ich wünsche auch Türkgücü alles alles Gute und finde, dass sie tolle Arbeit verrichten.

sechzger.de: Vielen Dank, Efkan! Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg bei Alanyaspor! Vielleicht sehen wir uns eines Tages im Grünwalder Stadion wieder. 🙂

 

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