Start Blog Seite 985

Doku “Inside 1860 – die Löwen, die Arena & das Geld”

3

Achtteilige-Sport Doku über ein wenig erfolgreiches Kapitel des TSV 1860 – “Inside 1860 – die Löwen, die Arena & das Geld”

Die Allianzarena war für den TSV 1860 ein eher weniger erfolgreiches Kapitel. In die Herzen der Löwen schaut die neue, achtteilige Sport Doku “Inside 1860 – Die Löwen, die Arena & das Geld”

In die Herzen der Löwen schaut die kostenlose Audio-App FYEO der Seven.One Entertainment Group. Das berichtet “quotenmeter“.

Die neue, achtteilige Sport-Doku «Inside 1860 – Die Löwen, die Arena & das Geld» – in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung – blickt hinter die Kulissen des Traditionsvereins TSV 1860 München. Ab dem 20. März geht es laut Presseinfo um “windige Manager, interne Machtkämpfe und den Wirtschaftskrimi um die Allianz Arena. Angekündigt sind Interviews mit Uli Hoeneß, Christian Ude und Werner Lorant.

TSV 1860 Boxen: Magomed Schachidov holt Gold beim World Cup

0
1860 Boxhandschuhe 1200x628

Am vergangenen Wochenende gewann Boxer Magomed Schachidov beim World Cup in Köln Gold für die deutsche Mannschaft. Was für ein großartiger Erfolg für den Sportler und die gesamte Abteilung Boxen des TSV 1860 München e.V.!

TSV 1860 Boxen: Magomed Schachidov gewinnt Gold

An die 100 Sportler*innen aus 14 Ländern nahmen am Wochenende am Boxing World Cup 2021 in Köln teil. Magomed Schachidov, seit Jahren in der Boxabteilung des TSV 1860 aktiv, war für das Turnier im Viertelfinale gesetzt. Im Halbfinale gewann Schachidov, der bereits über 100 Kämpfe für die Löwen absolviert hat, gegen den Franzosen Yahia Berrouiguet Rayan einstimmig nach Punkten. Im Finale traf Schachidov auf den zweiten Boxer des deutschen Kaders und bezwang den mehrfachen deutschen Meister Deniel Krotter. Beide Kämpfe wurden als die besten des Turniers ausgezeichnet.

Ein Löwe bei Olympia?

Der deutsche Boxverband darf in der Klasse bis 69 Kilogramm nur einen Starter für das Weltqualifikationsturnier melden. Hier muss sich Schachidov in der internen Ausscheidung gegen Paul Wall durchsetzen, um später eventuell eine Olympiamedaile nach Giesing zu holen. Wir wünschen viel Glück!

1860 in der Bundesliga?

Unterdessen träumt die Boxabteilung vom Aufstieg in die Bundesliga, benötigt dazu jedoch finanzielle Unterstützung. Die BBF 1860 gingen mit gutem Beispiel voran und spendeten kurz vor Weihnachten 1.312 € an die Boxer.

Titelbild: TSV 1860 Boxen

TSV 1860: Semi Belkahia verlängert Vertrag bei den Löwen

0

Die Kaderplanung für die kommende Saison schreitet weiter voran. Auch Innenverteidiger Semi Belkahia hat seinen Vertrag nun verlängert und hält dem TSV 1860 die Treue.

Belkahia verlängert Vertrag bei 1860

Nachdem zuletzt bereits Sascha Mölders und Daniel Wein ihre Verträge verlängert haben, zog Semi Belkahia heute nach. Er bleibt dem TSV 1860 mindestens ein weiteres Jahr erhalten, was auch Geschäftsführer Günter Gorenzel freut:

„Semi gilt als einer der talentiertesten Innenverteidiger in der 3. Liga und hat in den letzten Monaten bewiesen, dass er sein Potenzial auf dem Spielfeld umsetzten kann. Daher freut es uns, dass Semi mit uns gemeinsam den Weg bei 1860 weitergeht.“

Der 22-jährige gebürtige Münchner war 2018 vom VfR Garching zu den Löwen gewechselt und überzeugt seit seinem ausgeheilten Kreuzbandriss mit starken Leistungen.

Bild: TSV 1860 München

Taktiktafel, die Analyse: Hallescher FC – TSV 1860 München

1
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels unseres TSV 1860 München beim Hallescher FC.

Das war am Samstag eine sehr beeindruckende Leistung des TSV 1860 München beim Hallescher FC in der größten Stadt Sachsen-Anhalts an der Saale. Einer defensiv kompakten Leistung wurde durch ein offensives Feuerwerk die Krone aufgesetzt. Vier Tore geschossen, keines zugelassen – und das Endergebnis kann man durchaus als schmeichelhaft für die Hausherren bezeichnen.

Der TSV 1860 München hat von der Grundausrichtung her wie immer ein 4-1-4-1 System auf den Platz gebracht. Sowohl offensiv als auch defensiv verschob sich dies aber teilweise drastisch. Florian Schnorrenberg indes setzte dem ein kompaktes, vom Spielermaterial eher defensiv ausgerichtetes, 4-2-3-1 entgegen.

Wie war das Spiel der Löwen angelegt?

Gegen den Ball gab diesmal Richy Neudecker den Box-to-Box Spieler, der Dennis Dressel bei Angriffen der Hallenser im defensiven Mittelfeld unterstützen sollte. So sahen wir dann also die Verschiebung aus dem 4-1-4-1 zu einem kompakten 4-2-3-1, in Pressingsituationen auf der vordersten Linie manchmal auch zu einem 4-2-2-2.

Offensiv setzte Michael Köllner diesmal beim Aufbau auf eine sogenannte dynamische Dreierkette. Das bedeutet, dass sich der defensive Mittelfeldspieler beim Aufbau in die Abwehrkette zurückfallen lässt und beide Außenverteidiger ins Mittelfeld nach vorne schieben. Mit den Außenverteidigern auf etwa gleicher Höhe mit dem Box-to-Box Spieler befindlich, hat der Spieleröffner in der Abwehrkette dann drei potentielle Anspielstationen im defensiven Mittelfeld. Die drei offensiven Mittelfeldspieler positionierten sich versetzt im Raum davor, sodass gute Passdreiecke entstanden. In der Frühphase des Aufbaus im Positionsspiel der Löwen hatten die Hallenser es also mit einem ein versetzten 3-3-3-1 zu tun. Darauf war Halle offensichtlich taktisch in keinster Weise vorbereitet. Die Angriffssteuerung im Pressing funktionierte für die Saalestädter überhaupt nicht.

So gelang es den Löwen immer wieder, wunderbar das Spiel durch das Zentrum zu eröffnen. Nach Überspielen der ersten Pressingreihe konnte vor allem Neudecker die Bälle fast nach Belieben verteilen. Auch löste sich Dressel dann wieder aus der Kette und suchte seine Position im Mittelfeld. So konnten die Löwen permanent mit Überzahl im Mittelfeld und situativen Verschiebungen nach vorne den Druck auf die Defensive der Hausherren aufrechterhalten. Das Spiel im letzten Drittel war geprägt von dynamischen Positionswechseln der offensiv ausgerichteten Löwen im Mittelfeld – Staude, Biankadi und Lex. Es war eine wahre Augenweide, diesem wahnsinnig flexibel agierenden Mannschaftsteil zuzusehen. Lex als hängende Spitze, Staude in der kreativen Rolle und Biankadi als eine Art äußerer Zielspieler, der Bälle festmacht und verteilt.

Die statistischen Werte des Spiels

TSV 1860 Hallescher FC
Ballbesitz: 58% 42%
Passgenauigkeit: 81% 77%
Defensive Zweikampfquote: 65,5% 41,5%
Schüsse: 22 9
Schüsse aufs Tor 10 1
PPDA*: 9,67 9,05
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Was sagen diese Zahlen diesmal aus? Eine PPDA von 9,05 für den HFC sieht alleine betrachtet eigentlich nicht so schlecht aus. Sieht man nur diese Zahl, könnte man meinen, die Löwen hatten Probleme mit dem Pressing der Hallenser. Nun aber kommt die defensive Zweikampfquote ins Spiel. Nur 41,5% der defensiven Zweikämpfe konnte das Team von Florian Schnorrenberg insgesamt für sich entscheiden und in der Hälfte des TSV bei 35 Versuchen nur zwölfmal den Ball gewinnen. Somit ergibt sich für Halle eine defensive Zweikampfquote von rund 34% in der Spielfeldhälfte des TSV 1860 München. Dies desolat zu nennen ist fast noch eine Untertreibung.

Vergleichen wir das also mal mit den Zahlen der Löwen: elf erfolgreiche Defensivzweikämpfe in der Hälfte der Hallenser bei 24 Versuchen. Das ergibt eine Erfolgsquote von rund 46%. Zusammenfassend gesagt haben sich die Hallenser zwar um gutes Pressing bemüht, die Defensivaktionen aber gegen die Löwen nicht so setzen können wie es nötig gewesen wäre, um den TSV 1860 München über Angriffspressing unter Druck zu setzen.

Die Löwen haben hingegen mit 46% gewonnener Defensivduelle in der gegnerischen Hälfte einen exzellenten Wert. Diese Ballgewinne früh im Aufbauspiel der gegnerischen Mannschaft haben den Hallensern über fast die komplette Spielzeit den Wind aus den Segeln genommen.

Die erste Halbzeit bei der Partie Hallescher FC – TSV 1860

Den genauen taktischen Plan, den sich die Hallenser vor der Partie zurechtgelegt hatten zu erkennen, ist für mich diesmal zugegebenermaßen wirklich schwer. Denn die 40 Sekunden vor dem 1:0 für die Sechzger lassen bei Halle keinen Plan erkennen. Dazu ist diese Zeitspanne einfach zu kurz. Nach dem Treffer durch Keanu Staude in der ersten Minute war der Plan wohl über den Haufen geworfen worden.

Dass Halle sofort nach dem Gegentreffer seinerseits versucht hat, offensiver als es wahrscheinlich geplant war, zu agieren liegt auf der Hand.

Nach der Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching am vergangenen Wochenende war für Halle ein Sieg in diesem Spiel fast Pflicht. Nach dem frühen Rückstand war also höchstwahrscheinlich ein offensiveres Auftreten, als es im Matchplan vor dem Spiel festgelegt worden war, die logische Konsequenz.

Hallescher FC chancenlos gegen 1860 München

Funktioniert hat das aber nicht. Die Giftigkeit und Bissigkeit, mit der die Giesinger die Angriffsversuche der Hausherren verteidigten und vom eigenen Sechzehner fernhielten, war phänomenal. Und zwar so phänomenal, dass aus dem Spiel heraus nie wirklich Gefahr für das Tor von Marco Hiller bestand. Der einzig nennenswerte Schuss in der ersten Halbzeit war beim Stand von 0:1 aus Sicht des HFC in Minute 35 durch Nietfeld. Salger stand bei diesem aber goldrichtig und konnte direkt am Mann abblocken.

Der Gewinn des zweiten Balles für Halle in der direkt folgenden Situation endete damit, dass Boeder die Kugel aus etwa zwanzig Metern weit über das Gehäuse der Löwen setzte. Überhaupt waren die meisten der neun von Halle abgegebenen Schüsse eher Verzweiflungstaten als wirklich brauchbare Abschlüsse. Dieser Moment war also der Einzige im gesamten Spiel, nachdem das Spiel eine andere Richtung hätte einschlagen können. Markiert Nietfeld hier den Ausgleich, haben wir ein neues Spiel. Das ist nicht passiert. Gut so!

Dieser Versuch war gleichzeitig das Ende der einzigen kurze Phase, in der Halle nach der fulminanten Anfangsoffensive der Löwen tatsächlich kurz etwas Hoffnung schöpfen konnte, das Spiel vielleicht noch einmal unter Kontrolle bekommen zu können. Zwischen der 15. und der 35. Minute war es ein in beide Richtungen offener Schlagabtausch, wo sich Halle zwar Ballbesitzvorteile herausspielen konnte, aber bis auf die oben beschriebene Chance von Nietfeld in keiner Weise gefährlich wurde. Diese etwa zwanzig Minuten waren spielerisch das Beste, was Halle an diesem Tag vor den entscheidenden Toren der Löwen zu bieten hatte.

Nachdem unsere Löwen aber noch das 2:0 (37. Minute) und 3:0 (45+2. Minute) vor dem Halbzeitpfiff markieren konnten, war der sprichwörtliche Kaas bissn.

Die zweite Halbzeit

Die zweite Halbzeit gestaltete sich aus Hallenser Sicht noch trostloser. Nur einen einzigen Abschlussversuch gestatteten unsere Sechzger den Gastgebern. Boyd hatte in der Nachspielzeit nach einem Eckstoß eine Kopfballgelegenheit, setzte das Leder aber über den Querbalken.

Mit der 3:0 Führung im Rücken und einer anstrengenden Auswärtsreise nach Lübeck vor der Brust standen auch die Löwen in der zweiten Halbzeit nicht mehr voll auf dem Gaspedal was die Offensive betrifft. Mit dem 4:0 durch Mölders wurde dann zur Spielerschonung nicht nur die ökonomischere Spielweise genutzt, sondern auch das Stammpersonal durch Wechsel geschont.

Michael Köllner wechselte ab der 68. Minute mit der sicheren 4:0 Führung im Rücken sukzessive die komplette Offensivabteilung aus. Zunächst durften Lex und Biankadi für Greilinger und Tallig vom Platz. Einige Minuten später kamen dann Djayo und Mannhart für Staude und Neudecker. Zu guter Letzt durfte auch Sascha Mölders den Platz vorzeitig verlassen, um für Lang Platz zu machen.

Die Tore und deren Entstehung

Das 0:1

25 Sekunden nach Anpfiff wirft Steinhart tief in der gegnerischen Hälfte zu Biankadi, der an der Torauslinie steht, den Ball ein. Biankadi spielt sofort zu Steinhart zurück, der den Ball in die Box zu Lex, der seinen Fuß kurz an den Ball bringt und damit zu Staude an der Sechzehnergrenze weiterleitet. Staude spielt schnell auf die rechte Seite zu Willsch, der mit dem Leder ein paar Meter in Richtung Grundlinie geht. Seine Flanke in den Strafraum wird abgefälscht, touchiert die Latte, kommt in leichtem Bogen zu Biankadi, welcher vom linken Fünfereck volley einen hohen Pass auf Staude spielt. Dieser läuft am rechten Fünfereck ein und drischt den Ball im Moment der Bodenberührung nach 40 gespielten Sekunden in die Maschen. Müller im Tor der Hallenser ist bei diesem Dropkick absolut chancenlos.

Das 0:2

Ausgangspunkt des zweiten Treffers ist Neudecker, der etwa zehn Meter tief in der eigenen Spielfeldhälfte an der rechten Seitenlinie den Ball erobert. Neudecker spielt den Ball ins Zentrum zu Dressel. Dieser wird von Tritsch Rivero verfolgt und spielt weiter zu Steinhart. Nun passiert der entscheidende Fehler der Hallenser beim Verteidigen dieses Angriffs: Tritsch Rivero zieht sich, nachdem er zuvor Dressel verfolgt hatte, in die eigene Spielfeldhälfte zurück, anstatt den Passweg von Steinhart zurück zu Dressel zuzustellen und somit den Angriff auf dem Flügel zu halten. Dressel bekommt das Leder also von Steinhart wieder und hat alle Zeit der Welt, den Ball in die gegnerische Hälfte auf den rechten Flügel zu Willsch zu schlagen. Willsch zieht dann mit dem Ball nach innen und gibt ihn an den mittlerweile aufgerückten Dressel zurück. Dressel sucht wieder Steinhart auf dem linken Flügel.

Hier erfolgt durch Manu die erste aktive Aktion gegen den Ball der Hallenser bei diesem Angriff der Löwen. Steinhart kann Manu aber abschütteln und an die Box flanken. Dort wehrt Syhre den Ball zwar ab, aber genau auf das Bein von Merveille Biankadi. Von Biankadis Oberschenkel prallt der Ball ein bisschen nach vorne – und mit der nächsten Bewegung schießt die Nummer 19 des TSV 1860 München in der 37. Minute volley ins linke untere Eck. Müller im Tor ist auch hier chancenlos. Der Keeper des HFC beklagt sich im Anschluss mit den Worten “Aber wir wollen ja auch nicht!” lautstark bei seinen Mannschaftskameraden.

Das 0:3 – Dressel vom TSV 1860 trifft wieder gegen den Hallescher FC

Das dritte Tor für die Löwen durch Dennis Dressel in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit entspringt einem Fehlpass des linken Hallenser Verteidigers Landgraf. Dieser spielt den Ball aus der Box flach ca. 40 Meter lang direkt auf den Fuß von Willsch. Willsch geht einige Meter mit dem Ball und spielt dann Staude, der am rechten Sechzehnereck wartet, an. Staude sieht Dressel und spielt ihm den Ball etwa 25 Meter vor dem Tor zu. Dressel geht noch wenige Meter mit dem Ball und zieht, bevor ihn ein Gegner stören kann, aus etwa 23 Metern ab und der Ball schlägt in’s rechte untere Eck ein. Müller ist auch hier wieder ohne Chance, den mehrfach aufsetzenden Ball zu halten.

Der Schlusspunkt

Tor Nummer vier in der 64. Minute kann man als Geschenk von Innenverteidiger Vucur an Sascha Mölders bezeichnen. Vucur möchte den Ball zu seinem Torwart zurückspielen, der in diesem Moment aber gar nicht im Kasten steht. Diesen Pass läuft Mölders ab und versenkt ihn im Gehäuse der Hallenser. Auch hier hat Müller keine Abwehrchance.

Fazit Hallescher FC – TSV 1860 München

Ein Spiel, das vor allem aufgrund der stark auffälligen Passivität der Spieler des HFC gegen den Ball schon in der ersten Halbzeit entschieden war, geht auch in dieser Höhe absolut gerechtfertigt als höchster Auswärtssieg in der 3. Liga in die Annalen des TSV 1860 München ein. Wenn man ehrlich ist, dürfen sich die Hallenser noch glücklich schätzen, nicht noch mehr Tore kassiert zu haben. Dressel, Staude, Steinhart und Djayo hatten Chancen für vier weitere Tore auf dem Fuß. Halle kann sich bei einem trotz aller Widrigkeiten sehr einsatzfreudigen Torwart bedanken, dass nicht noch mehr Treffer für die Löwen gefallen sind.

Den frischen Wind, den dieser Sieg den Löwen in die Segel bläst, gilt es jetzt ins Auswärtsspiel am Mittwoch in Lübeck mitzunehmen. Bis dahin freuen wir uns über diese rundum gelungene Leistung der Mannschaft von Trainer Michael Köllner.

 

Datenquelle: www.wyscout.com

Sechzig um Sieben: Der Wochenstart beim TSV 1860 München

0
Sechzig um Sieben 1860
Sechzig um Sieben: Erfolgsrezept

Guten Morgen, Löwenfans! Was war das für ein Feuerwerk, das unsere Jungs da in Halle auf dem Platz abgebrannt haben. Gerade in Halbzeit 1 kam man kaum hinterher bei den vielen Torchancen. Wir blicken mit euch gemeinsam zurück auf den gestrigen Sonntag und werfen dann einen Blick auf den heutigen Montag beim TSV 1860 München.

Giesinger Gedanken

Das 4:0 in Halle betrachtete Thomas Enn in seinen Giesinger Gedanken und machte vor allem eine Geschichte vom vergangenen Donnerstag aus der LÖWENRUNDE für den Torhunger unserer Spieler verantwortlich.

sechzger.de bei BR24 im Clubhouse-1860-Talk

Ein Redaktionsmitglied von sechzger.de nahm an der Diskussionsrunde in dem neuen Format BR24Sport Clubhouse teil. Wie es dazu kam und was es mit der Thematik auf sich hat, haben wir euch in Teil 1 zusammengefasst. Im zweiten Teil haben wir euch dann kurz und knapp geschildert, was in den 90 Minuten diskutiert wurde. Insgesamt ein guter Start in ein neues Format und vielleicht markiert es auch den Anfang von weiteren Stammtisch-Konzepten in Zeiten von Corona.

Interview mit Patrick Lindner

Nachdem der Schlagerstar und bekennende Fan des TSV 1860 München uns am 14.Spieltag bereits als Experte seinen Tipp verriet, hat er nun im Rahmen eines Interview Rede und Antwort gestanden. Es geht dabei bei Weitem nicht nur um Fußball und Sechzig München – reinlesen lohnt sich also definitiv!

TAKTIKTAFEL zum Sieg des TSV 1860 in Halle

Emotional haben wir die Partie in Halle bereits mit den Giesinger Gedanken verarbeitet. Doch wie haben sich die Spieler des TSV 1860 wirklich geschlagen? Das Ergebnis spricht eine deutliche Sprache, doch gilt das auch für die Zahlen zur Partie? Bernd Winninger wird euch in wenigen Stunden darüber aufklären.

Training bei 1860

Keine Zeit zum Verschnaufen – bereits am Mittwoch steht schließlich die Nachholpartie auswärts beim VfB Lübeck auf der Tagesordnung. Daher haben die Profis heute nicht wie gewöhnlich frei, sondern treffen sich zu einer Einheit an der Grünwalder Straße.

Löwe des Spiels

Unser Hauptsponsor die Bayerische ruft euch wieder zur Abstimmung auf. Wer war der beste Mann beim Sieg in Halle? Stimmt noch bis heute um 12:00 Uhr ab und erhaltet so die Chance auf ein Heimtrikot mit Wunschflock sowie einem von der Mannschaft signierten Fußball.

News aus der 3.Liga

Der 28.Spieltag

Um ein Haar wäre es ein vollständiger Spieltag geworden, doch dann kam der große Regen in Kaiserslautern. Kurzfristig musste das Duell zwischen dem 1.FCK und Zwickau am Samstag abgesagt werden. Damit hat es nun alle Drittligisten mindestens einmal erwischt, Zwickau war bereits zum neunten (!) Mal beteiligt. Insgesamt gab es 22 Absagen wegen Corona und 15 wegen dem Wetter.

Die Ergebnisse der restlichen Partien im Überblick:

Uerdingen – Lübeck 1:1
Köln – Duisburg 3:1
Dresden – Saarbrücken 1:1
Bayern II – Magdeburg 0:2
Wiesbaden – Ingolstadt 1:2
Verl – Unterhaching 2:1
Mannheim – Meppen 0:1

Heute abend treffen im Sechzgerstadion ab 18:60 Uhr in der Montagspartie der 3.Liga Türkgücü und Hansa Rostock aufeinander.

BR24 – Clubhouse – Talk über den TSV 1860, Teil II

2
clubhouse-app

BR24 – Clubhouse – Talk über den TSV 1860, Teil II

Über die Vorgeschichte zum Clubhouse-Talk rund um den TSV 1860 hatten wir ja im ersten Teil berichtet sowie einen Teil der Teilnehmer vorgestellt. Nachträglich war ich von Franz Hell für „eine andere Meinung“ vorgeschlagen worden, wusste aber dass ich mich zum Zeitpunkt des Talks auf der Heimfahrt aus Halle befinden würde.

Aus diesem Grund bat ich Christian Jung für sechzger.de teilzunehmen. Christian nimmt ja u.a. auch für sechzger.de an (fast) jeder Löwenrunde mit Michael Köllner teil.

Ob Oliver Griss nicht nach Halle gefahren ist, um bei dem Clubhouse-Talk mit bestem Empfang daheim sein zu können, entzieht sich meiner Kenntnis.

Der Clubhouse-Talk zum TSV 1860

Vorneweg: Auch auf der A9 zwischen Münchberg und Ingolstadt funktionierte die App und der Empfang in den rund 90 Minuten Clubhouse-Talk einwandfrei. Als ich die App startete, waren bereits Werner Lorant und Olaf Bodden am ratschen, noch bevor der Moderator in Erscheinung trat. Durch eine technische Panne wurde Franz Hell zum Moderator dieser Runde gemacht, aber auch das bekamen sie wieder in den Griff.

Clubhouse lebt vom mitmachen – Stärke und Schwäche zugleich

Das besondere an Clubhouse ist ja, dass die App die Teilnehmer in „Bühne“ und „Zuschauer“ unterteilt. Auf der Bühne diskutieren die dafür vorgesehenen Akteure und der Moderator kann die Zuschauer die sich melden, auf die virtuelle Bühne holen, damit diese ihre Frage stellen oder ein Statement abgeben.

Das ist natürlich eine Stärke für diese App, weil das die Leute animiert zum zuhören und evtl. mitmachen. Das ist allerdings nur relevant, solange es sich um einen überschaubaren Teilnehmerkreis handelt. Gestern waren es meistens so um die 60 Leute.

Das ist natürlich nicht viel, aber das Format steht ja noch ganz am Anfang. Je größer die Zahl der Zuhörer ist, um so geringer ist allerdings auch die Chance für den einzelnen, auf die Bühne geholt zu werden um dort mit den Akteuren zu interagieren. Ob der Reiz des aktiven mitgestaltens dann noch für den einzelnen erhalten bleibt, bleibt abzuwarten.

Der gestrige Clubhouse-Talk über den TSV 1860

Das gestern hatte in großen Zügen Stammtischcharakter. Das ist allerdings nicht abwertend gemeint. Es klang einfach so, als würden sich einige alteingesessene Löwen über ihren Herzensverein unterhalten und würden hin- und wieder die Fragen eines neu dazugekommenen bereitwillig beantworten.

Entsprechend fielen auch einige Antworten aus, die wenn man sie wortwörtlich wiedergeben würde in einem komplett anderen Kontext erscheinen würden, als sie eigentlich gemeint waren. Wenn Lorant in seiner gewohnten Art Oliver Griss begrüßt oder die Unterschiede zwischen ihm und Michael Köllner erklärt, dann muss man auch dazu seinen Tonfall hören. Beides war nett gemeint. Niedergeschrieben würde es anders klingen. Aus diesem Grunde belassen wir es bei „war nett gemeint“.

Interessant war, wie gut – größtenteils – die Gesprächskultur funktioniert hat. Ein Beispiel: Olaf Bodden meinte, dass man durch den nachlassenden sportlichen Erfolg größte Probleme hätte, junge Leute als Löwenfans zu begeistern. Christian Jung entgegnete dem, dass sich seit der Rückkehr nach Giesing und der Besinnung auf den eigenen Markenkern wieder viel mehr junge Löwenfans für Sechzig begeistern würde, als noch in der Arena. Olaf Bodden sagte daraufhin, dass es gut sein kann, dass er sich diesbezüglich irre. Er würde sich sogar freuen, wenn das tatsächlich so sei.

Überhaupt kam Bodden sehr sympathisch rüber. Auch er spricht immer noch von „wir“, wenn es um den TSV 1860 geht. Meiner Meinung nach haben im übrigen sowohl Bodden als auch Jung recht. Ganz ohne sportlichen Erfolg wird es nicht funktionieren, aber natürlich begeistern sich junge Menschen eher für ein volles Haus in Giesing als für eine zu einem Viertel gefüllte Arena. Unabhängig von der Liga.

Lebhafte Diskussion am virtuellen 1860-Clubhouse-Stammtisch

Natürlich wurde am Stammtisch auch mal lebhaft diskutiert. Beispielsweise, als es ums Stadion ging. Die Positionen sind diesbezüglich seit vielen Jahren klar. „Im Sechzgerstadion verdient man zu wenig Geld und es ist zu klein“, sagen die einen. „Sag uns halt eine realistische und finanzierbare Alternative“, sagen die anderen. Eine Antwort darauf gab es auch gestern nicht.

Franz Hell erzählte von vergangenen Zeiten, genau wie Olaf Bodden oder Werner Lorant. Es war schön, den alten Haudegen zuzuhören.

Hin- und wieder setzte sich jemand kurzfristig oder auch etwas länger an den virtuellen Stammtisch, mancher klang dabei als wäre er schon etwas länger im Wirtshaus gewesen.

„Werner, kannst Du Dir vorstellen der nächste Bundestrainer zu werden?“, fragte ein bekannter Allesfahrer. Mehrere Zugeschaltete kritisierten einen der beiden Pressevertreter am Stammtisch. Als dies so weit ging, dass beharrlich nachgebohrt wurde, ob dieser Geld von Ismaik bekommen hätte, wurde der Gast kurzfristig vor die Tür gesetzt.

Stocknüchtern – wie immer – im Wirtshaus war der Trachtn-Bäda. Dieser blieb etwas länger am Tisch sitzen und hatte durchaus einiges substantielles beizutragen.

Wegen technischer Probleme hatte Karsten Wettberg erst kurz vor Schluß den Weg ins virtuelle Wirtshaus gefunden. Trotz mehrmaligem Hinweis, dass man schon am Ende angelangt wäre, hielt er einen flammenden Monolog. Der Wirt forderte jedoch unbarmherzig alle zum gehen auf. Die Sperrstunde war schon etwas überschritten.

Was bleibt?

Das Fazit, dass das ein neues, spannendes Format ist und das gestern eine nette Runde war. Die Zukunft des TSV 1860 wird in diesen Runden nicht entschieden. Aber es wäre besser, wenn es mehrere solche „Stammtische“ geben würde. Der Informationsfluss, aber auch das gegenseitige Verständnis würde sich signifikant erhöhen.

Terminvorschläge für einen Corona-konformen virtuellen sechzger.de-Löwenstammtisch via Zoom oder auch Clubhouse-App werden gerne entgegengenommen.

Im Interview: Patrick Lindner, Schlagerstar und Fan des TSV 1860

4
Patrick Lindner mit seinem vom Verein geschenkten Trikot
Patrick Lindner mit seinem vom Verein geschenkten Trikot

Patrick Lindner ist glühender Fan des TSV 1860 und macht aus seiner Liebe zu den Löwen keinen Hehl. Das zeigt sich nicht nur bei der Beflaggung seines Balkons bei Heimspielen der Löwen, sondern auch in zahlreichen Postings in den sozialen Netzwerken. Wir haben den Schlagerstar interviewt und blicken dabei auch über den Löwen-Tellerrand.

Patrick Lindner im Interview

sechzger.de: Sehr geehrter Herr Lindner, zunächst mal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview mit sechzger.de nehmen. Wie geht es Ihnen? Wie kommen Sie mit dem Lockdown zurecht?

Patrick Lindner: So wie viele versuche auch ich, das Beste daraus zu machen. Trotzdem fällt es einem nach einem Jahr der Pandemie schon immer schwerer, gebe ich zu. Wir gehen sehr viel mit unserem Hund spazieren und was super ist: Wir entdecken ganz Giesing dabei.

sechzger.de: Sie als Künstler leiden ja auch beruflich besonders unter der aktuellen Situation. Keine Auftritte, keine Tourneen – wie sehr nagt das an Ihnen?

Patrick Lindner: Mein Beruf, die Bühne und das Publikum fehlen mir schon sehr. Es macht ja doch seit über 30 Jahren einen großen Teil meines Lebens aus, das kratzt in letzter Zeit schon ein wenig an der Psyche. Aber da müssen wir durch…
Was mir am meisten fehlt, können die Spieler wohl am besten nachvollziehen: Publikum!

sechzger.de: Wenn man etwas Positives aus der Corona-Zeit ziehen möchte, dann wohl am ehesten, dass Sie so die Möglichkeit haben, die Heimspiele der Löwen von Ihrem Balkon aus zu verfolgen, oder?

Patrick Lindner: Das ist vollkommen richtig, darüber freu ich mich auch immer sehr. Das fängt schon an, wenn wir vorher die Fahnen raushängen… Da beginnt das Fiebern.
Seit einem Jahr genieße ich das, da ich ja sonst gerade an den Wochenenden auch meistens beruflich unterwegs bin.

sechzger.de: Sie machen uns Löwenfans ja regelmäßig neidisch mit Ihren Fotos auf Instagram, wenn Sie von zuhause aus ins Grünwalder Stadion schauen können. Hand aufs Herz: War dieser Blick ein wichtiges Kaufkriterium, was die Wohnung betrifft?

Patrick Lindner: Ich weiß das zwar sehr zu schätzen, muss aber zugeben, dass das nicht unbedingt ein Argument war, diese Wohnung zu beziehen. Es war einfach ein glücklicher Zufall oder Fügung.
Was ich aber sehr bedauern werde, ist, wenn der Blick einmal zugebaut sein wird. Die Pläne gibt es ja schon.

sechzger.de: Wie oft gehen Sie trotz dieser Traum-Aussicht denn tatsächlich ins Stadion, wenn die Löwen spielen?

Patrick Lindner: Leider viel zu selten. Im Moment ist es ja gar nicht möglich, aber wenn sich das Ganze dann hoffentlich bald wieder dreht, hoffe ich natürlich auch, wieder meiner Berufung nachgehen zu können. Dann werde ich halt zu den Wochenendspielen wieder nicht dabei sein können.

sechzger.de: Seit ihrem Geburtstag im vergangenen September sind Sie auch diesbezüglich ein echter Sechzger. Wie aber kamen Sie zu den Löwen? Elterliche Prägung oder haben Sie sich erst später für die Löwen begeistert?

Patrick Lindner: Ich bin ja Jahrgang 60, somit kann ich mich gut an die Glanzzeiten des Vereins in dieser Zeit erinnern. Auch weil mein Vater ein großer Sechzgerfan war. Ich seh immer noch den Wimpel in unserem VW Käfer hängen, der uns überall hin begleitete.
Es gibt ja in Deutschland nur zwei wirkliche Kultvereine: 1860 München und den FC St. Pauli.
Den Unterschied macht es zum Beispiel, wenn du morgens mal am Trainingsgelände vorbei gehst und die Spieler mit dem Fahrrad oder der Tram ankommen. Total bodenständig und das macht ja die ganze Mannschaft aus. Das überträgt sich auch auf die Fans.

Wann kommt Lindners Hymne für den TSV 1860?

sechzger.de: Da Sie als Musiker sehr erfolgreich sind, ist die Frage unvermeidbar: Wann kommt endlich Ihr Song für die Löwen? Oder kommt das für Sie nicht in Frage?

Patrick Lindner: Da hab ich schon einige Male drüber nachgedacht! Es gibt ja doch schon den einen oder anderen Kultsong, den man so im Ohr hat und das find ich auch gut so. Aber wer weiß: Eventuell gibts einen guten Einfall für einen weiteren…
Auf jeden Fall möchte ich aber bald mal bei einem Adventssingen im vollen Sechzgerstadion dabei sein

sechzger.de: Beim Heimspiel gegen Unterhaching hatten Sie den Schauspieler Florian Odendahl zu Gast, um das Match vom Balkon aus zu verfolgen. Gibt es noch weitere prominente Löwenfans in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis?

Patrick Lindner: Florian hatte für dieses Spiel ein 12. Mann-Ticket gekauft und mich mit auf die Liste gesetzt. Darauf hin hatten wir die Idee, das Spiel gemeinsam von zuhause aus anzuschauen und hatten viel Spaß. So mancher in meinem Freundeskreis ist ein Sechzger, darunter sind auch Prominente.

sechzger.de: Krasser Themenwechsel: Mehr als 800 Spielerinnen, Spieler und Funktionäre unterstützen mittlerweile die Kampagne „Ihr könnt auf uns zählen!“, die sich gegen Homophobie im Fußball einsetzt. Von Seiten des TSV 1860 beteiligt sich Vereinspräsident Robert Reisinger an der Aktion. Sie selber haben Ihr Coming Out ja schon lange hinter sich und bekennen sich offen zu Ihrer Homosexualität. Können Sie es nachvollziehen, wieso es im Sport- und speziell im Fußballbereich so viel schwieriger ist, diesen Schritt zu wagen? Wo sehen Sie diesbezüglich die Hauptunterschiede zwischen Kunst/Kultur und Sport?

Patrick Lindner: Ich finde es sehr gut und bin sehr dankbar, dass dieses Thema mittlerweile mit viel mehr Offenheit behandelt wird. Auch danke ich denen, die sich dafür stark machen und Zivilcourage zeigen.
Dennoch sind wir bei weitem nicht da, wo wir hinwollen. In Kunst und Kultur ist es doch oft ein wenig anders als im Sport, wo es gerade in den Spitzen um hohe Sponsoren- und Werbegelder geht. Das schüchtert dann wohl doch wieder ein, diesen Schritt zu wagen, was natürlich sehr bedauerlich ist.
Das Hauptproblem dabei ist, dass man befürchten muss, dass das ganze Stadion “Du schwule Sau!” ruft, wenn ein homosexueller Spieler einen Fehler macht. Da fehlt es an Toleranz, Achtung und Fairness von Seiten der Fans.

sechzger.de: Nochmal zurück zum Sport: Wie lautet Ihr Saisonfazit nach 27 Saisonspielen? Sind Sie zufrieden mit Trainer und Mannschaft? Was bzw. wer imponiert Ihnen bei der aktuellen Truppe am meisten?

Patrick Lindner: Richtig zufrieden kann man – denke ich – nicht sein, da oft wirklich wichtige Spiele verspielt werden.
Die größte Hochachtung gilt sicher dem Trainer Michael Köllner, der meiner Meinung die Mannschaft sehr gut im Griff hat. Es gibt noch Luft nach oben, aber mit den besten Fans in der deutschen Fußballwelt können wir weiter zuversichtlich sein.
Ich hoffe, dass wir irgendwann in die 2. Bundesliga aufsteigen. Mehr muss nicht sein, da wir sonst keine Spiele mehr im Grünwalder mit den Löwen haben werden. Das wäre für Giesing fürchterlich… Hier gehört die Mannschaft hin und das Stadion ist ein Herzstück für uns alle hier.

sechzger.de: Herr Lindner, vielen Dank für dieses Interview und Ihre offenen Worte. Ihnen alles Gute und viel Glück, dass Sie schon bald wieder auf der Bühne stehen dürfen.

Patrick Lindner: Ich bedanke mich auch und wünsche allen weiterhin viel Gesundheit und viel Freude mit den Sechzgern.

BR24 Sport Clubhouse – Talk “Heute im Stadion” zum TSV 1860 München

6
Clubhouse-App

BR24Sport Clubhouse – Talk “HEUTE im STADION – ausgedribbelt“ – zum TSV 1860

Das hatten sich die Verantwortlichen des BR24Sport Clubhouse – Talk ganz anders vorgestellt. Die Ankündigung der Sendung auf der Facebook-Seite von „BR24 Fussball“ brachte erst einmal einen regelrechten Shitstorm ins Rollen. Bei den über 250 Kommentaren wurde vor allem die Auswahl der Gäste kritisiert. Daraufhin wurde die Gästeliste noch einmal erweitert.

Was ist BR24 Sport Clubhouse?

BR24 Sport Clubhouse ist ein ziemlich neues Format des Bayerischen Rundfunks auf der ziemlich neuen App „Clubhouse“. Derzeit funktioniert die App nur auf Apple-Produkten, sie soll aber in naher Zukunft auch auf Android verfügbar sein. Um die App gab es in den letzten Wochen nicht zuletzt durch einige Politiker ziemlichen Wirbel. Damit dieser Artikel aber nicht überlang wird, verweisen wir an dieser Stelle auf Wikipedia.

Warum der Shitstorm bei der Ankündigung der Clubhouse TSV 1860 -Sendung?

Hier kamen ein paar ungünstige Faktoren zusammen. Zum einen ordnen viele Löwenfans den Bayerischen Rundfunkt nicht zwingend als vereinspolitisch neutral ein. Die unterschiedliche Art und Weise, wie z.B. die Bickpunkt Sport – Sendungen mit 1860-Präsident Reisinger und Investor Hasan Ismaik geführt wurden, haben sicher dazu beigetragen.

Dann vermuteten einige bei der Auswahl der Gäste, dass auch diese Auswahl nicht zwingend neutral wäre. Beispielhaft zu nennen sind hier:

Karsten Wettberg: Der Aufstiegs- und Kult-Trainer ist in den letzten Jahren – leider – durch wenig substanzielles aufgefallen. Beispielhaft hierfür seine „Robert schaff die Pyro ab“-Rede bei der letzten Mitgliederversammlung des TSV 1860 im Zenith. 1860 dürfte der einzige Verein sein, wo die seit den 90er-Jahren weltweit eingesetzte Pyrotechnik dem amtierenden Präsidenten in die Schuhe geschoben werden soll. Karsten ist äußerst Investorenfreundlich.

Franz Hell: Der Allesfahrer in dieser Runde. Seit einigen Jahren verstärkt vereinspolitisch aktiv und das in den Reihen der ARGE. Dass die ARGE bzw. ihr Vorsitzender genau in dieser Woche für äußerst negative Schlagzeilen gesorgt hat, war der Gesamtstimmung rund um den Verein sicherlich nicht zuträglich. Auch der Franz gilt als sehr Investorenfreundlich.

Oliver Griss: Betreiber des Blogs „dieblaue24“. Auch der Oliver gilt als äußerst Investorenfreundlich. Nicht wenige sind der Meinung, er würde äußerst einseitig berichten. Das zeigten auch die Kommentare in der Ankündigung des BR24 Sport Clubhouse auf Facebook.

Was hat sich der Bayerische Rundfunkt dabei gedacht?

Meiner Meinung nach überhaupt nichts Böses, ganz im Gegenteil. Man hat von Löwen-Seite die beiden erfolgreichsten 1860-Trainer der letzten Jahrzehnte genommen. Dazu mit Olaf Bodden einen Mittelstürmer, der den Löwen nicht nur wegen seiner Tore, sondern auch seinem tragischen Schicksal in Erinnerung geblieben ist.

Zusätzlich noch einen Fan aus der Reihe der Allesfahrer und den Betreiber des größten 1860-Blogs. Außerdem noch Reporter Karlheinz Kas, der viele Jahre live von den Löwenspielen für den BR berichtet hat.

Das ganze sollte ja auch kein politischer Stammtisch werden, sondern „nur“ eine Talkrunde über den TSV 1860. Dass bei Sechzig aus allem ein Politikum gemacht wird, ist vermutlich eines der größten Probleme in diesem Verein.

Wie reagierte der BR auf die Kritik?

Der Bayerische Rundfunkt reagierte umgehend auf die Kritik und redete mit den Teilnehmern, was man denn besser machen könnte. Franz Hell schlug vor, man könnte ja für den Clubhouse 1860 Talk noch den Stephan von sechzger.de dazu nehmen. Mit dem Franz hatten wir ja erst eine sehr gute Diskussionsrunde für das 11-Freunde-Magazin im Trainingslager in Windischgarsten.

1860-Fans diskutieren am “11Freunde-Stammtisch”: unterschiedlichste Ansichten – aber immer auf Augenhöhe

So klingelte am Freitag Nachmittag mein Telefon und ich hatte Heike Otto vom BR am anderen Ende der Leitung. Nachdem ich ja wusste, dass ich mich zum Zeitpunkt der Clubhouse-Diskussion auf der Autobahn befinden würde, verwies sich sie an meinen Kollegen Christian Jung. Dieser sagte gerne für die Sendung zu.

Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr im Teil II nachlesen. Dieser geht um 18:00 Uhr online.

Eure Meinungen zum gestrigen Talk könnt ihr uns gerne in die Kommentare schreiben. Wir werden diese in den zweiten Teil einbauen.

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg in Halle

2

Die Story dieses Spieltags unserer Löwen beginnt für mich am letzten Donnerstag. Und zwar in der Spieltagspressekonferenz, die die KgaA Löwenrunde getauft hat. Wie Ihr im verlinkten Video sehen könnt und in diversen Artikeln lesen konntet, trug sich dort folgendes zu: Michael Köllner war zum ersten Mal nicht der nette der Michi von nebenan sondern in erregtem und tendenziell stark genervtem Gemütszustand. Der Boulevard dichtete ihm eine Trapattoni-artige Wutrede (Warnung: das Anklicken des Links könnte Augenschäden verursachen!) an, soweit würde ich nicht gehen. Aber wir sahen unseren Trainer tatsächlich erstmals sauer anstatt nett und zuvorkommend, wie wir das bisher gewohnt waren. Nun, nach dem Spiel kann man sagen, dass wir die reinigende Kraft des Wutausbruchs gesehen haben.

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt

Wir kennen das alle. Irgendwie läuft es nicht, irgendwie könnte alles besser klappen. Aber so wirklich schlimm ist dann auch wieder nicht. Aber irgendwann kommt der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Der ganze aufgestaute Ärger bricht dann aus einem heraus und man explodiert, dass es kein Halten mehr gibt. Dann setzt man zu einem Rundumschlag auf Alles und Jeden an. Danach zeigt sich oft die reinigende Kraft des Wutausbruchs und die Dinge laufen wieder besser.

Ich glaube, dass genau das am letzten Samstag mit Michael Köllner passiert ist. Zum wiederholten Male legte seine Mannschaft eine gute Leistung hin, nutzte gute Tormöglichkeiten nicht. Dann ging sie nach einem individuellen Fehler als Verlierer vom Platz. Hätte man davor ein oder zwei Tore gemacht (was durchaus möglich gewesen wäre), hätte man mindestens einem Punkt mit nach Giesing genommen. Da das nicht das erste Mal in den letzten Wochen passierte, ist dem ansonsten so lieben Michi Köllner wohl die Hutschnur geplatzt. Deswegen musste er sich gegenüber Mannschaft und Presse mal Luft verschaffen.

Der Wutausbruch macht Köllner nur noch sympathischer

Ich mag diesen Coach einfach. Ich mag seine positive Grundeinstellung, seine Art selbst aus Misserfolgen positive Dinge zu ziehen, wie er die jungen Spieler weiterbringt, ihnen stückweise mehr Verantwortung übertragt (siehe die Einwechslungen von Djayo, Mannhart und Lang gestern) und die Mannschaft einen schön anzusehenden Fußball spielen lässt. Allerdings habe ich mich immer gefragt, ob es denn nichts gibt, was diesen Mann aus der Fassung bringen kann. Jetzt haben wir es erlebt: selbst Michael Köllner kann man aus der Fassung bringen und das macht ihn für mich ehrlich gesagt noch ein Stück sympathischer.

Positive Energie aus der Wut gewonnen

Ob ihn die Mannschaft diese Woche so sympathisch gefunden hat, ist bisher nicht bekannt. Er sprach ja in der Löwenrunde davon, dass auch die Mannschaft seinen Ärger zu spüren bekommen habe. Möglicherweise hat Köllner seine Spieler eindringlich darauf hingewiesen, dass durch die Ineffektivität vor dem gegnerischen Tor jetzt einige entscheidende Punkte verloren wurden und er da keinen Bock mehr drauf hat.

Variablere Spielweise in der Offensive führte zum Erfolg

In der gestrigen Aufstellung manifestierte sich auf jeden Fall ein bisher ungeahnter Offensivdrang. Mit Mölders, Lex, Biankadi, Staude und Neudecker standen gleich fünf namentlich offensiv ausgerichtete Spieler in der Startelf. Wir rätselten in der Redaktion vor Anpfiff noch, ob Köllner eventuell sogar das 4-1-4-1 System in ein 4-4-2 mit Raute ändern würde.

Letztlich spielte die Mannschaft doch im 4-1-4-1 allerdings in einer neuen variablen und sehr offensiv ausgerichteten Form. In der ersten Halbzeit wurde konsequent bei jedem Angriff auf 3-5-2 umgestellt, in dem sich Dressel in die dynamische Dreierkette zurückfallen ließ und die beiden Außenverteidiger offensiver als in den letzten Spielen zu Werke gingen. Besonders auf der rechten Seite klappte das richtig gut. Willsch und Staude, der das erste Mal in der Startelf stand, machten gehörig Alarm über ihren Flügel. Aber das wird Euch dann Bernd Winninger in der TAKTIKTAFEL am Montag alles noch viel besser erklären, als ich das kann.

Ein Orkan namens TSV 1860 fegte durch Halle

Dass Staude von Anfang spielte, zahlte sich schon nach 41 Sekunden aus, als er den Ball nach Pass von Steinhart zum 1:0 ins Netz knallte. Auch in der Folge wirbelte er auf dem Flügel, flankte und passte und suchte immer wieder Stefan Lex, der gestern Staudes gute Zuspiele leider nicht verwerten konnte. So bliesen die Löwen dem Wetter entsprechend wie ein Orkan durchs Hallenser Kurt-Wabbel-Stadion und die Gastgeber wurden regelrecht von Löwen überrollt. Nach dem 1:0 hatten die Blauen durch ihr variables Offensivspiel gleich mehrere hervorragende Gelegenheiten, die Führung auszubauen. Die beste davon Philipp Steinhart mit einem Elfer. Leider wurden diese alle ausgelassen.

Aber in den zehn Minuten vor der Halbzeit machte der TSV 1860 München dann doch den Sack zu. Biankadi und Dressel trafen mit sehenswerten Schüssen von außerhalb des Strafraums und sorgten für einen gerechten Lohn der überlegenen Leistung. Danach war klar, dass man sich an diesem Nachmittag keine Sorgen mehr um den Sieg machen musste. Die zweite Hälfte wurde routiniert runtergespielt und Sascha Mölders konnte mit freundlicher Unterstützung der Hallenser Defensive noch einen Treffer im Kampf um die Torjägerkrone gutschreiben lassen. So stand am Ende ein leistungsgerechtes 4:0 auf dem Spielberichtsbogen.

Die erste Halbzeit war mit das Beste, was die Löwen in dieser Saison auf den Rasen gezaubert haben. Echt beeindruckend! Die reinigende Kraft des Wutausbruchs von Michi Köllner sorgte also für positive Energie und einen diskussionslosen auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg. Herr Köllner, seinen Sie öfter wütend!

Noch schöner wäre natürlich, wenn die Mannschaft dem Coach durch solche Leistungen einfach gar keinen Grund mehr geben würde, wütend zu sein, um auf die reinigende Kraft des Wutausbruchs zurückgreifen zu müssen.

Geht noch was nach oben?

Bleibt die Frage, ob nach oben noch was geht. Nachdem ich im Januar ja sehr optimistisch war, bin ich jetzt eher skeptisch. Die Teams oben zeigen einfach keine Schwäche und der Abstand ist mit sieben Punkten zu Platz 3 und gar neun Punkten zu Platz 2 doch schon etwas groß. Aber vielleicht geht ja doch noch was, wenn die Mannschaft mit dieser variablen Spielweise weiter solche Offensivfeuerwerke abbrennt und eine Serie startet. Lassen wir uns überraschen!

Kurzbericht Hallescher FC – TSV 1860 München 0:4

0

Mit einem deutlichen 4:0 konnte konnte der TSV 1860 München beim Halleschen FC ein Ausrufezeichen gegenüber allen Kritikern der letzten Wochen setzen. Die Löwen fuhren mit 4:0 einen auch in der Höhe verdienten Auswärtssieg in Halle ein.

Gerade einmal eine Minute brauchte es und schon lagen die Löwen in Führung: Neuzugang Keanu Staude hämmerte bei seinem Startelfdebüt eine Hereingabe von Steinhart in die Maschen. Auch im weiteren Verlauf des Spiels ließen die Löwen nichts anbrennen. Zwar verschoss Philipp Steinhart in der 31. Minute einen Foulelfmeter. Dann konnten jedoch Merv Biankadi (37.) und Dennis Dressel (45.) mit zwei sehenswerten Distanzschüssen den 3:0 -Halbzeitstand festschnüren.

Die zweite Hälfte änderte am Spielverlauf nichts. Sascha Mölders konnte ein Rückpassgeschenk zum 0:4 verwerten. Ansonsten ließen die Löwen einige gute Chancen liegen. Als das Spiel entschieden war, durften mit Djayo, Lang und Mannhardt drei Youngsters noch ein paar Minuten ran.

Durch den Auswärtssieg in Halle liegen die Löwen in der Tabelle nun auf Rang 5. Damit haben sie aktuell 7 Punkte Rückstand auf den Relegationsrang.