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VfB Lübeck – TSV 1860 München: die TAKTIKTAFEL zum Nachholspiel

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel unseres TSV 1860 München beim VFB Lübeck in der altehrwürdigen Lohmühle.

Im Hinspiel setzte es für den VfB Lübeck eine 4:1 Niederlage. Diese Scharte werden die Hanseaten wohl gerne wieder auswetzen wollen. Aber der TSV wird nach dem fulminanten Spiel am Wochenende guten Mutes in die Hansestadt an der Ostsee reisen um dort einen Dreier einzufahren. Was muss der TSV 1860 München in Lübeck erwarten und auf was müssen wir uns als Zuschauer einstellen?

Der VfB Lübeck im Fokus

Rolf Landerl hat nach der Winterpause bereits zweimal eine Systemänderung vollzogen. Das lange im Saisonverlauf bevorzugte 3-5-2 musste zuerst dem defensiveren, kompakteren und von vielen anderen Mannschaften in Liga 3 ebenfalls praktizierten 4-2-3-1 weichen. Nun wird aber seit der 0:2 Heimniederlage gegen Türkgücü (25.Spieltag) auf ein 4-4-2 System mit Doppelsechs gesetzt. Nichtsdestotrotz findet sich der VFB obgleich des Achtungserfolgs gegen Hansa Rostock vor zwei Wochen nach einer weiteren Niederlage gegen Köln und einem Unentschieden gegen Uerdingen auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Die Statistiken des VFB Lübeck

  • Ballbesitz 47%
  • Passgenauigkeit 80%
  • Defensive Zweikampfquote 63% (zweitbester Wert der Liga)
  • Flankengenauigkeit 31%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 11,45

Wie lässt Trainer Landerl im Detail spielen?

Grundsätzlich versucht der VFB Lübeck mit stark vertikalem Spiel schnell das Mittelfeld zu überbrücken, um mit den in den Sturm aufrückenden Mittelfeldaußen und einem vorschiebenden Sechser überfallartig Überzahl vor der Box des Gegners herzustellen.

Wenn es die Räume zulassen, wird nach Balleroberung direkt und vertikal mit Tempo nach vorn gespielt. Fehlen die Räume für solche Aktionen oder steht die Mannschaft nach einer Druckphase des Gegners zu tief, um einen schnellen Spielzug zu fahren, wird das Spiel der Lübecker geduldiger. Man versucht geordnet zuerst über die Breite und dann in die Tiefe aufzubauen. Je nach dem wie sich die Situation darstellt, erfolgt dies sowohl durch das Zentrum als auch über die Flügel. Mit der Doppelsechs im defensiven Mittelfeld können die Lübecker oft gute Lösungen finden, um aus Pressingsituationen auszubrechen und schnell im Mittelfeld eine Überzahl herstellen. Unterstützt von einem der beiden Außenverteidiger generiert man, bevor die Mittelfeldaußen in die Spitze schieben, gerne auch mal eine Überzahl auf mehreren Positionen. Auf diese muss der Gegner dann seinerseits mit Verschiebungen in den Defensivlinien reagieren.

Defensiv ist zu bemerken, dass nach den Systemwechseln die Pressingintensität etwas höher geworden ist. Somit werden die Gegner gezwungen schneller Lösungen für das eigene Aufbauspiel zu finden.

Die generellen Stärken und Schwächen dieses Systems habe ich in diversen Taktiktafeln dieser Saison schon beleuchtet, deshalb folgen an dieser Stelle nur Stichpunkte.

Stärken und Schwächen des 4-4-2

Die Stärken

  • doppelt besetzte Flügel sorgen für großen Druck über außen
  • Kurze Laufwege im Umschaltspiel machen das Spiel ökonomisch
  • Die kompakte Formation hilft gegen in der Kreativabteilung limitierte Gegner
  • Ausgewogenheit in allen Mannschaftsteilen
  • Mittelfeldpressing wird stark begünstigt.

Die Schwächen

  • Bindung zwischen Mittelfeldzentrum und Sturm kann leicht gestört werden
  • Gegen Systeme mit nur einer Sturmspitze kann die Ausgewogenheit eine Schwäche darstellen

Schlüsselspieler

Torwart Lukas Raeder (#32): Ihn zeichnen gute Reflexe und gute Strafraumbeherrschung aus.

Kapitän und Abwehrchef Tommy Grupe (#17) ist nicht der Schnellste, aber durch Zweikampfstärke und mit gutem Stellungsspiel macht er dieses Manko wett.

Mirko Boland (#31) ist der kreativere Spieler auf der Doppelsechs. Viele Angriffe im Positionsspiel laufen über ihn.

Cyrill Akono (#14), Leihspieler vom FSV Mainz 05. Er kam am 21.01.2021 aus Mainz zum VfB Lübeck und hat bislang zwei Vorlagen und ein Tor auf dem Konto. Wenn bei ihm der Knoten richtig platzt, kann er zum Abstiegsverhinderer werden.

Das Fazit zum VfB Lübeck

Mit frischen Wind in den Segeln und breiter Brust reist der TSV 1860 zum Tabellenletzten, um dort an den Auswärtssieg vom vergangenen Wochenende anzuknüpfen. Da weiterzumachen, wo man am Samstag aufgehört hat, muss das Motto für die Löwen am heutigen Mittwoch sein.

Lübeck spielt zuhause und muss anfangen zu punkten bzw. zu gewinnen, um dem Abstieg zu entgehen. Deshalb ist passives Spiel der Hausherren tief vor dem eigenen Sechzehner eher nicht zu erwarten.

Die Spieler des TSV 1860 München müssen ihr eigenes Spiel durchziehen. Ob es ein dominanter Auftritt wie gegen Halle wird oder ob man dreckig drei Punkte einfährt, ist letztlich nicht entscheidend.

Entscheidend ist, dass die Spieler, die Michael Köllner auf den Platz schickt alles geben und vor allem die sich bietenden Chancen konsequent nutzen.

Wer zum Tabellenschlusslicht fährt, muss mit der Prämisse anreisen, drei Punkte holen zu wollen und alles dafür zu tun. Weder der Charakter, den die Elf von Trainer Michael Köllner bisher gezeigt hat, noch irgendetwas anderes würde mich denken lassen, dass das Gegenteil der Fall wäre. Also Löwen: auf nach Lübeck und mit drei Punkten im Gepäck wieder heimkehren.

Datenquelle: https://wyscout.com/

So könnte der VfB Lübeck gegen den TSV 1860 München spielen

VfB Lübeck Startaufstellung
Die mögliche Startaufstellung des VfB Lübeck im 4-4-2 mit Doppelsechs

Der sechzger.de Talk vor dem Spiel Lübeck – TSV 1860

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sechzger.de Talk

Bei sechzger.de gibt es nicht nur was für die Augen, jetzt gibt´s uns auch auf die Ohren! Vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 München in Lübeck stellen wir euch den ersten sechzger.de Talk vor.

Neues Format: der sechzger.de Talk

Für unser neues Format suchen wir noch einen endgültigen Namen und freuen uns auf eure Vorschläge. Schreibt uns eine Nachricht oder kommentiert diesen Beitrag und lasst uns gemeinsam einen Namen finden. 🙂

Die Themen im Überblick

Der Talk im Video

 

Auch über euer Feedback freuen wir uns natürlich. Gerne hier in den Kommentaren oder bei Youtube. Für sonstige Anfragen findet ihr unsere Kontaktdaten im Impressum.

4:0 in Halle: Staude, Biankadi und Salger in “Elf des Tages” beim kicker

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Keanu Staude verletzt

Nach dem überzeugenden 4:0-Auswärtssieg des TSV 1860 beim Halleschen FC haben es gleich drei Löwen in die “Elf des Tages” beim kicker Sportmagazin geschafft. Neben den beiden Torschützen Merveille Biankadi und Keanu Staude darf sich auch Stephan Salger über die Nominierung freuen.

Staude, Salger und Biankadi in “Elf des Tages” beim kicker

Für Neuzugang Staude, der die Löwen bereits nach 42 Sekunden in Führung gebracht hatte, war es nach seinem Startelfdebüt die erste Nominierung seitens des kicker. Merv Biankadi, Torschütze zum zwischenzeitlichen 0:2, taucht zum zweiten Mal in der “Elf des Tages” des Fachmagazins auf. Abwehrspieler Stephan Salger darf sich bereits zum dritten Mal über die Auszeichnung freuen.

Etwas überraschend nicht dabei ist diesmal Dennis Dressel, der aus unserer Sicht in Halle eine überragende Leistung abgeliefert hat.

Giesinger Stammgäste

Mit bereits sieben Nominierungen sind der Rostocker Nico Neidhart und Sercan Sararer (Türkgücü) die Stammgäste in der “Elf des Tages”. Von Seiten der Löwen haben es mehrere Spieler bereits dreimal in die Auswahl geschafft. Stephan Salger, Dennis Dressel, Sascha Mölders und Quirin Moll teilen sich hier die Pole Position beim TSV 1860.

 

Sechzig um Sieben: VfB Lübeck – TSV 1860 München

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Unser Vorbericht zum Nachholspiel der Löwen in Lübeck

Stell Dir mal vor…

Liebe Leserin, lieber Leser! Stell Dir mal vor, Du bist Fan eines norddeutschen Traditionsclubs. Die große Zeit Deines dennoch stolzen Vereins liegt schon lange zurück: In den 1950er- und 60er-Jahren war er in der Erstklassigkeit unterwegs, die Qualifikation zur 1963 eingeführten Bundesliga verpasste er zwar, aber danach spielte man über zehn Jahre immerhin konstant zweitklassig. Mit Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga 1974 ging es – auch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten – plötzlich runter in die Viertklassigkeit. In den Niederungen des Amateurfußballs fristete der Verein dann Jahrzehnte lang ein Dasein zwischen Oberliga, Regionalliga Nord und Verbandsliga Schleswig-Holstein, nur unterbrochen von insgesamt vier Jahren in der 2. Bundesliga rund um die Jahrtausendwende.

Endlich die Rückkehr in den Profifußball

Stell Dir weiter vor: Im Sommer 2020 schafft Dein Verein die Rückkehr auf die bundesweite Fußballbühne, er wird als Tabellenführer der RL Nord – nach Saisonabbruch wegen einer Pandemie – für die eingleisige 3. Liga gemeldet. Nach 16 Jahren bist Du endlich zurück im Profifußball, die Gegner heißen nun 1860 München, 1. FC Kaiserslautern oder MSV Duisburg. Aber wegen besagter Pandemie kannst Du weder den Aufstieg live miterleben und feiern, noch siehst Du einen einzigen dieser namhaften Gegner im eigenen oder fremden Stadion. Und dann passiert das Bitterste: Nach dieser komischen Saison mit ihren Geisterspielen und dem Tatenlos zu Hause vor dem Fernseher sitzen, verabschiedet sich Dein Verein wieder aus der 3. Liga. Wer weiß, für wie lange…

Mund-Nasen-Schutz in den Farben des VfB Lübeck: Später einmal eine Erinnerung an die Pandemie

Abstiegskampf von Anfang an

Dieses brutale Schicksal droht unserem heutigen Gegner, dem Verein für Bewegungsspiele Lübeck 1919 e.V. Schon die ganze Premierensaison in der 3. Liga läuft für die Hansestädter alles andere als gut. Nach einem Unentschieden zum Auftakt gegen den 1. FC Saarbrücken (übrigens vor genau 1860 Zuschauern) folgten fünf Niederlagen in sechs Spielen, ehe am 30. Oktober der erste Sieg eingefahren werden konnte (ein 2:0 in Köln). Dieser (vermeintlichen) Initialzündung folgten dann gleich drei weitere Siege in Serie. In der Tabelle schien es so, als schickten sich die Lübecker an, den drei Mitaufsteigern Türk Gücü, Saarbrücken und Verl in höhere Tabellenregionen nachzufolgen. Der Schein trog allerdings. Bis zum nächsten Dreier vergingen lange 9 ½ Wochen… Aktuell hält der VfB die Rote Laterne und da wir heute Abend das feste Ziel haben, alle drei Zähler mit gen Süden zu nehmen, dürfte dies auch so bleiben. Dann 24 Punkte aus 28 Spielen – genauso wie die Münchner Vorstädter – sehen nicht wirklich nach Klassenerhalt aus.

Für viele Löwenfans ein noch fehlender Ground

Es ist also zu befürchten, dass der VfB Lübeck wirklich – wie eingangs als eine Art Horrorszenario skizziert – nach einem Jahr in der 3. Liga schon wieder den Gang in die Regionalliga Nord antreten muss. Für viele der reisefreudigen Löwenfans bleibt dann auch das Stadion an der Lohmühle weiter unbesuchtes Terrain. In meinem Vorbericht zum Hinspiel am 10. Oktober 2020 äußerte ich noch die Hoffnung, dass in der Rückrunde zahlreiche Löwenfans den Traditionsground bevölkern würden. Aus heutiger Perspektive eine völlig illusorische Hoffnung. Fast so unwirklich wie die Erinnerung daran, dass für besagtes Hinspiel ursprünglich erst 3.000, dann 1.500 Eintrittskarten an die Löwenfans verkauft und von diesen ausgedruckt wurden. Gefühlt ist die Posse um eine Zuschauerzulassung im Sechzgerstadion, bei der die Stadtverwaltung München keine glückliche Figur abgab, eine Ewigkeit her.

Zweimal im DFB-Pokal in Lübeck

Wirklich lange her ist der erste der beiden einzigen bisherigen Auftritte – im DFB-Pokal – einer Mannschaft des TSV 1860 im fernen Lübeck: Am 27. Januar 1968 sahen 17.000 Zuschauer den Sieg des Erstligisten beim Regionalligisten in der 1. Runde (!) des DFB-Pokals. Über 38 Jahre später, am 10. September 2006 reiste Sechzig als Zweitligist zum erneut eine Liga tiefer angesiedelten Außenseiter – und enttäuschte. Das 0:1 vor 7.400 Zuschauern an der Lohmühle war das erste Erstrunden-Aus für den TSV 1860 seit der Rückkehr in den Profifußball 13 Jahre zuvor.

Nachholspiel vom 23. Spieltag

Das heutige Nachholspiel war ursprünglich für Samstag, den 6. Februar angesetzt, fiel aber dem Wintereinbruch in Norddeutschland zum Opfer. Gott sei Dank war der Löwentross zum Zeitpunkt der Absage noch nicht auf dem Weg in Richtung Ostsee. Und es blieb bislang unsere einzige Absage. Nachdem auf dem Betzenberg am vergangenen Samstag kurzfristig nicht gespielt werden konnte, gibt es in der 3. Liga in dieser Saison übrigens nun keinen einzigen Verein mehr, der nicht schon mindestens einmal Opfer einer Spielabsage geworden ist. Für den Gegner der Lauterer, den FSV Zwickau war dies schon die neunte Stornierung in 2020/21 – durchschnittlich jedes dritte Spiel!

Die Lohmühle Anfang Februar: An Fußballspielen war da nicht wirklich zu denken
Anfang Oktober 2020 sah das noch anders aus. Und auch gegen Duisburg waren 1.860 Zuschauer live dabei

Für Euch vor Ort

Trotz ungünstigem Mittwochstermin haben wir heute Abend – wie immer – natürlich wieder einen Vertreter vor Ort, der den Löwen ganz nah ist und die Daheimgebliebenen mit Informationen und Bildern versorgt. Zu finden in unserem sechzger.de-Liveticker.

Köllner: “Sollten uns zu 100 % mit Lübeck auseinandersetzen.”

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Morgen Abend steht das dritte Auswärtsspiel in Folge für den TSV 1860 auf dem Programm. Nach der Niederlage in Duisburg und dem überzeugenden Sieg in Halle, muss die Truppe von Michael Köllner diesmal beim VfB Lübeck ran.

Köllner: Erst Lübeck, dann Dresden

Auf die Frage eines Reporters, ob das Spiel in Lübeck vom Kopf her schwerer sei als die darauffolgende Partie gegen Tabellenführer Dynamo Dresden, antwortete Michael Köllner in der heutigen Löwenrunde:

“Die letzten Wochen haben wir nicht mit Konstanz geglänzt. Deswegen sollten wir gut daran tun, uns mit Lübeck zu 100 % zu identifizieren und auseinanderzusetzen, als uns mit Themen beschäftigen, die noch zu weit weg sind.”

Zudem sei es wichtig wieder ein “stabiles Auswärtsspiel” hinzubekommen, so der Trainer. Dies sei in Halle gelungen und sei auch diesmal das Ziel.

Wiederholung des Sieges aus der Vorrunde?

Nur zu gerne würden die Löwen natürlich das Ergebnis aus der Vorrunde wiederholen. 4:1 stand es am Ende im Grünwalder Stadion, wobei das Resultat deutlich höher ausfiel, als es die Spielanteile vermuten ließen. Die Gäste waren sogar mit 0:1 in Führung gegangen, ehe Willsch und Mölders für die 2:1-Pausenführung sorgten. Überhaupt hatte Willsch an diesem Samstag einen Sahnetag erwischt und rettete seinen Farben die Führung durch eine spekatkuläre Aktion auf der Linie. Neudecker und Lex sorgten schließlich für den deutlichen Endstand. Vorsicht sollte morgen Abend dennoch geboten sein!

Hupkonzert in Lübeck erwartet

Für den VfB Lübeck hat die morgige Partie einen besonderen Stellenwert. Der aktuelle Tabellenletzte könnte mit einem Heimsieg den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herstellen und dürfte entsprechend motiviert zu Werke gehen. Auch die Fanszene der Hansestädter hat die Zeichen der Zeit erkannt und ein Hupkonzert angekündigt, um die Mannschaft moralisch zu unterstützen. Beim 0:1 in Duisburg hat der TSV 1860 bereits unangenehme Erfahrungen mit diesem nervigen Klangteppich machen müssen. Hoffen wir, dass die Mannschaft von Michael Köllner diesmal besser mit dem Lärm zurecht kommt und drei Punkte mit nach Giesing bringt.

Sechzig@18:60: Die Augen schon nach Lübeck gerichtet

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sechzger - Fans des TSV 1860
sechzger.de, Logo, Fans des TSV 1860 münchen

Sechzig@18:60: Die Augen schon nach Lübeck gerichtet

Der TSV 1860 macht sich morgen auf den Weg zum Nachholspiel nach Lübeck, wie sechzger.de-Leser wissen geht es morgen wieder via Charterflug gen Norden und nach dem Spiel direkt wieder zurück. Was Michael Köllner von dieser Reiseplanung hält bzw. was er bevorzugt, hat er in der heutigen Löwenrunde verraten. Ihr könnt es an dieser Stelle nachlesen.

Ebenfalls in der Löwenrunde kam zur Sprache, dass Sami Belkahia nach seiner Verletzung 2019 über sein Karriereende nachdachte. Nun hat er erst seinen Vertrag beim TSV 1860 verlängert. Alle Informationen dazu gibt es hier.

Wieder den Blick nach Lübeck gerichtet: Die Fans des VfB Lübeck wollen morgen ein Hupkonzert veranstalten – ob sich die Löwen davon beeindrucken lassen? Eher nicht, wenn es nach unseren Expertentipps geht.

Dann wäre da noch die Grotenburg-Fertigstellung, die erst im April 2022 erfolgen soll. Ob es dann noch Profifußball dort gibt?

Marco Walker wird vielen Löwenfans noch ein Begriff sein. Er übernimmt als Coach beim FC Sion.

Semi Belkahia: Ende 2019 war eigentlich Schluss mit Profifußball

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Greilinger Belkahia

In der heutigen LÖWENRUNDE sprach Michael Köllner nicht nur über die Reisepläne des TSV 1860 München, sondern auch über Semi Belkahia. Dabei verriet der Trainer, dass Ende des vorletzten Jahres das Ende der Profifußball-Karriere von Belkahia im Raum stand.

Vertragsverlängerung von Semi Belkahia

Am gestrigen Montag verlängerte der 22-Jährige seinen Vertrag, der Ende Juni ausgelaufen wäre. Ein Reporter bat unseren Trainer Michael Köllner daher in der heutigen Pressekonferenz um ein Statement zum jungen Innenverteidiger.

Ende 2020: kein Profifußball mehr

Michael Köllner betonte dabei zunächst, dass er sich über die Verlängerung freut. Dass zwei Parteien die gleichen Zukunftsvorstellungen haben, sei im heutigen Fußball-Business keine Selbstverständichkeit. Nun wolle man den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterführen.

Gegen Ende des vorletzten Jahres sah dabei noch alles ganz anders aus. Man ging vom Ende der Profifußball-Karriere von Semi Belkahia aus. Belkahia selber war sogar so weit, dass er laut eigener Aussage zwischenzeitlich über sein vorzeitiges Karriereende nachdachte. Hauptsächlich dafür verantwortlich war der Kreuzbandriss, den der Innenverteidiger am 11.05.2019 im Duell mit Fortuna Köln erlitt. Drei Spieltage zuvor konnte er in Halle noch sein Startelfdebüt feiern.

Lange Pause für Semi Belkahia

Belkahia fiel über neun Monate aus und musste sich ab Januar 2020 langsam in den Kader des TSV 1860 München zurück kämpfen. Laut Michael Köllner spielte ihm unter anderem die Verletzung von Abwehrtalent und Junglöwe Niklas Lang in die Karten. Das sorgte dafür, dass Belkahia “eine Position nach oben” rutschte und wieder mehr in den Fokus des Trainerstabs geriet.

Kurz vor der Winterpause war es dann soweit. Sein erster Einsatz in der Saison 2020/21 erfolgte beim furiosen 5:0 gegen Waldhof Mannheim im Dezember, als er in der 54.Minute für Stephan Salger eingewechselt wurde. In den folgenden fünf Spielen begann der 22-Jährige jeweils von Anfang an und konnte das Vertrauen mit guten Leistungen zurückzahlen. Beim 1:1 gegen Meppen gelang ihm sein erstes (und bisher einziges) Tor im Löwendress.

Viele positive Eigenschaften

Die Veranlagungen von Semi Belkahia lassen dabei auf eine weitere erfolgreiche Karriere hoffen. Köllner hob in der Pressekonferenz die Statur und Technik des Münchners hervor. Resolute Zweikampfführung gehören sowohl im Duell Mann gegen Mann als auch in der Luft zu Belkahias Stärken. Doch auch die Ruhe am Ball gehört zu den Eigenschaften, die ihn auszeichnen.

Davon können sich die Löwenfans eventuell schon morgen wieder ein Bild machen. Mit dem Rückkehrer Dennis Erdmann, der seine Rotsperre abgesessen hat, hat Michael Köllner beim morgigen Auswärtsspiel in Lübeck (ab 18:60 Uhr im sechzger.de-Liveticker) zwar die Qual der Wahl in der Innenverteidigung. Semi Belkahia gibt aber mit seinen Leistungen aktuell keinen Anlass dazu, die Startaufstellung zu verändern.

VfB Lübeck – TSV 1860: Expertentipps Rodrigo Costa & Philipp Hosiner

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Costa Trikot Fahne 1860

Was lange währt, wird endlich gut. Rund eineinhalb Monate nach dem ursprünglich angesetzen Termin darf der TSV 1860 München endlich beim VfB Lübeck antreten. Anfang Februar war der Rasen an der Lohmühle unbespielbar gewesen. Mit Rodrigo Costa und Philipp Hosiner tippen diesmal zwei Ex-Löwen den Ausgang der Nachholpartie im hohen Norden.

Rodrigo Costa sieht 1860 als Sieger

“Und dann hoi ma an Brasilianer!” Das dachten sich die Verantwortlichen des TSV 1860 im Sommer 2002 und wurden beim FC Santos fündig. Statt eines Spielmachers á la Pelé verpflichteten die Löwen jedoch einen Innenverteidiger namens Rodrigo Barbosa Rodrigues Costa. Der Neuzugang erkämpfte sich bald einen Stammplatz und blieb 1860 auch nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga treu. In 106 Ligaspielen traf der Defensivspieler viermal ins gegnerische Netz. Darüber hinaus sammelte er bemerkenswerte 34 gelbe, zwei gelb-rote und eine rote Karte. Der Earthman erblasst an dieser Stelle vor Neid!

Nach seiner Zeit in Giesing wechselte Rodrigo Costa zu Standard Lüttich, konnte sich dort jedoch nicht durchsetzen und kehrte nach nur einem Monat in Belgien nach Südamerika zurück. Dort setzte er seine Karriere bis 2012 fort und ist seitdem in einer Sportagentur tätig.

Für das Auswärtsspiel des TSV 1860 beim VfB Lübeck ist Paco, so sein Spitzname, optimistisch und tippt auf einen 2:1-Sieg der Löwen.

Optimistischer Ex-Löwe Hosiner

Auch Philipp Hosiner, Stürmer in Diensten von Dynamo Dresden, hat eine Vergangenheit bei den Löwen. Mit seinem Tor machte er die U19 des TSV 1860 im Jahr 2007 zum DFB-Pokalsieger. Anschließend ging er für die Amateure auf Torejagd, ehe er den Verein verließ und über Umwege zum österreichischen Nationalspieler reifte.

In der vergangenen Saison erzielte Philipp Hosiner für Absteiger Chemnitzer FC 19 Tore und auch in der laufenden Saison war der Stürmer bereits neunmal erfolgreich.

Bevor es am kommenden Montag zum Wiedersehen mit den Löwen im Grünwalder Stadion kommt, sagt Hosiner auf liga3-online einen 2:1-Erfolg des TSV 1860 beim VfB Lübeck voraus.

VfB Lübeck vs. TSV 1860 – LÖWENRUNDE aktuell: Ambitionierte Reisepläne

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Morgen Mittag steigt das Team des TSV 1860 München in Manching in den Flieger, um sich zum Nachholspiel beim VfB Lübeck in den hohen Norden bringen zu lassen. Anpfiff ist im altehrwürdigen Stadion an der Lohmühle um 19 Uhr. Am 6. Februar war die Partie beim Aufsteiger dem heftigen Wintereinbruch in Norddeutschland zum Opfer gefallen. Die bislang einzige Spielabsage für die Löwen in der laufenden Saison.

Direkt nach dem Spiel fliegt der Tross dann zurück und man rechnet nachts gegen 1.30 Uhr mit einer Rückkehr in die Landeshauptstadt.

In der LÖWENRUNDE am Dienstag Mittag verriet Trainer Michael Köllner, dass ihm eine Reiseplanung, wie letztes Wochenende zum Spiel in Halle, als man die Nacht vor der Partie im Hotel in Sachsen-Anhalt untergebracht war, grundsätzlich mehr zusagt. “Ich genieße das schon, wenn man dann im Hotel zusammen Fußball schaut und mit seinem Trainerstab auch mal ein Bier trinken kann. Das fördert schon den Zusammenhalt.”
Wie gewohnt nimmt der Löwendompteur aber auch die Herausforderung der morgigen ganz anderen und durchaus ambitionierten Reisepläne optimistisch und positiv denkend an. Auf die Nachfrage von sechzger.de verriet Köllner noch, dass der Vorteil bei dieser Reiseplanung sei, dass die Spieler “wenig Zeit zum Überlegen” hätten.

Sechzig um Sieben – Spieler des Spieltags + Türkgücü – Hansa Rostock

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Löwen Sechzig um Sieben

Guten Morgen, liebe Löwenfans! Englische Woche für unsere Löwen bedeutet Stress für die sechzger.de-Redaktion. Trotzdem gibts auch heute eine kurze Zusammenfassung der gestrigen Ereignisse (u.a. Türkgücü gegen Hansa Rostock) und einen Ausblick auf das, was Euch heute erwartet.

3. Liga am Montag: Türkgücü – Hansa Rostock

Mit Türkgücü hat sich gestern wohl ein weiterer Verein aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Die Truppe um die Ex-Löwen Noel Niemann, Kilian Jakob und Sebastian Maier verlor im Grünwalder Stadion gegen Hansa Rostock deutlich (aber zu hoch) mit 0:3. Die Hansestädter hingegen stehen nun wieder auf Rang 2 der Tabelle und haben die 2. Bundesliga fest im Blick.

TSV 1860 beim VfB Lübeck

Apropos: Auch die Löwen gastieren morgen in einer Hansestadt und zwar in Lübeck. Beim  Ergebnistipp können wir Euch diesmal gleich zwei ehemalige Spieler des TSV 1860 anbieten. Einfach mal heute Nachmittag die Augen offenhalten!

Pressekonferenz

Heute findet für das morgige Spiel die Pressekonferenz statt. Die wichtigsten Meldungen aus der LÖWENRUNDE werden wir euch im Laufe des Tages präsentieren.

Vertragsverlängerung Semi Belkahia

Ziemlich sicher mit dabei sein wird morgen Semi Belkahia. Der 22-jährige Innenverteidiger spielt eine bärenstarke Saison und hat gestern seinen Vertrag beim TSV 1860 verlängert. Ein gutes und richtiges Zeichen!

Taktiktafel Hallescher FC

Auch wenn der Blick bereits nach vorne gerichtet ist, so wollen wir doch auch den Sieg in Halle nochmal durchleuchten. In seiner Taktiktafel-Nachanalyse erklärt Euch Bernd Winninger, wieso der Sieg in Sachsen-Anhalt vollkommen verdient war.

Staude Spieler des Spieltags?

Auch wenn wir Dennis Dressel etwas stärker sahen, steht Neuzugang Keanu Staude bei den Kollegen von liga3-online zur Auswahl bei der Wahl zum “Spieler des Spieltags”. Ihr könnt noch bis Mittwoch (15 Uhr) für den Torschützen zum 0:1 abstimmen.