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Kommentar: Trainingsfrei? Das falsche Signal!

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Belastungssteuerung und Arbeitnehmerrechte vs. Straftraining

Vorneweg: Ich gehöre defintiv nicht zu den Menschen, die nach jedem weniger erfolgreich gestalteten Spiel unserer Löwen nach einem Straftraining brüllen und sehen wollen, wie die Herren Fußballprofis mit eigentlich völlig sinnlosen Laufeinheiten unter dem Überbegriff Straftraining für schwache Leistungen abgewatscht werden. Dies passt nicht zum wichtigen Thema Belastungssteuerung und auch nicht zu fortschrittlicher Trainingslehre. So erfolgreich ein Werner Lorant als Trainer beim TSV 1860 agiert hat, so aus der Zeit gefallen wirken seine mitunter befremdlichen Methoden von damals heute. Auch wenn der eine oder andere Fan immer wieder mal nach ihm, dem “Werner Beinhart” rufen mag.
Darüber hinaus sind Profifußballer auch Arbeitnehmer, die – rein arbeitsrechtlich – natürlich Anspruch auf Freizeit haben, wie jeder andere Angestellte auch. Dieses Recht gilt grundsätzlich unabhängig von der gezeigten Leistung. Klar, muss der Handwerker durchaus mal ran und Überstunden leisten, wenn z.B. ein schwerer Fehler gemacht wurde. Klar muss der ITler mal Extraschichten einlegen, wenn das System zusammengebrochen ist. Oft natürlich auch ganz unabhängig von der eigenen Performance. Aber grundsätzlich hat jeder Mensch ein Bedürfnis und auch das Recht, in fest vereinbarten und planbar zugesicherten freien Zeiten von den Pflichten der Lohnarbeit zu regenerieren. Auch Jesper Verlaat & Co.! Trotz des Desasters vom Samstag Nachmittag.

Auch ein Signal: Köllners exklusive Sicht auf das Spiel in Mannheim

Die Löwenprofis und ihr Trainerteam hatten am heutigen Montag trainingsfrei. Das war gewiss lang vor dem Jahresauftakt beim SV Waldhof vereinbart und geplant.
Heute irritiert mich das – trotz meiner eingangs dargestellten grundsätzlichen Haltung zu Straftraining und Freizeit im Profifußballbusiness. Warum? – Michael Köllner gehört ganz offensichtlich zu den ganz wenigen Personen im großen Löwenumfeld, die – trotz der angebrachten Unzufriedenheit mit seiner Mannschaft – dem Auftritt des TSV 1860 am Samstag Nachmittag auch positives abgewinnen konnten, wie er in der Pressekonferenz und vor’m MAGENTA-Mikro nach der Partie berichtete. Unter den weiß-blauen Fans im Carl-Benz-Stadion und an den TV-Geräten daheim herrschte hingegen eine Mischung aus Fassungslosigkeit, Resignation und Wut. Auch bei mir. Und angesichts der Darbietungen unserer “Helden” in Mannheim hätte ich mir für den heutigen Tag ein Signal erwartet. Nicht nur am gestrigen Sonntag hätte ich mir unsere Profis auf das Geläuf an der Grünwalder Straße 114 gewünscht, sondern auch heute. Um sich akitv mit dem peinlichen Auftritt beim SV Waldhof zu beschäftigen, um Fans und Medien zu zeigen: Wir haben verstanden! Sowas darf und wird nicht mehr vorkommen. Ein klares Signal wäre das gewesen.

Aufstieg schon akut in Gefahr?

Vielleicht auch ein Signal an Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik, der ja über das – ernüchternde – Wochenende in München weilte. Der Jordanier wäre sicher nicht selbst am Einserplatz erschienen, aber auch ihm hätte man mit aktiver Arbeit am heutigen Montag gezeigt: In den noch vor uns liegenden Drittligaspielen wollen wir alles anders und vieles besser machen. Um den bereits entstandenen Rückstand von vier Punkten auf die Aufstiegsränge nicht in den nächsten Wochen noch größer werden zu lassen und damit den im Sommer 2022 vollmundig versprochenen Aufstieg (Michael Köllner: “Im Mai gibt es was zu feiern!”) nicht schon frühzeitig abschreiben zu müssen bzw. im Frühling wieder einmal – wie in den letzten Jahren so oft – der Musik hinterherrennen zu müssen.

Chance auf ein klares Signal verpasst

Das – aus meiner ganz individuellen Sicht – diesmal angebrachte Signal ist also ausgeblieben. Schade! Die Löwenprofis erscheinen am morgigen Dienstag um 11 Uhr zur nächsten (öffentlichen) Trainingseinheit auf dem Platz, wie die offizielle Website des TSV 1860 verrät. Besucher der Veranstaltung dürfen dann gespannt sein, wieviel noch von der so guten Stimmung aus dem luxuriösen Trainingslager in der Türkei (“dem Geist von Belek”) übrig geblieben ist. Oder ob und inwiefern der Löwendompteur nun andere Töne anschlägt. Die Frage, ob Köllner sein Team überhaupt noch erreicht, ist nach dem Samstag Nachmittag gezeigten auch eine berechtigte.

Nach Zwickau: Köllner-Abschied oder Wende?

Sollte es am Samstag im Spiel gegen Kellerkind FSV Zwickau (14.00 Uhr im sechzger.de-Liveticker) zum sechsten (!) Mal in Folge nicht mit einem Löwensieg klappen (der letzte Dreier datiert tatsächlich – die Älteren unter uns erinnern sich vielleicht – vom 22. Oktober), dürften – trotz aller Treueschwüre dieses Sonntags – die Tage von Michael Köllner als Löwentrainer gezählt sein. Unter den gewünschten Nachfolgern, die unter den Anhängern bereits heiß diskutiert werden, ist auch der eine oder andere “harte Hund” was die Trainingsarbeit und die Ansprache anbelangt. Trainerkandidaten, die nach einer ähnlich indiskutablen Gesamtleistung, wie am Samstag in der Kurpfalz die Profis heute sicher auch  auf den Platz gebeten hätten. Mal sehen, ob 1860 so etwas in Zukunft vielleicht häufiger erleben wird.

SV Waldhof – TSV 1860 (3:1) in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des Spiels unseres TSV 1860 beim SV Waldhof Mannheim. Die verdiente Niederlage der Löwen zeigte all das, was man vor der Winterpause schon kritisieren musste, wieder auf und bestätigt den Trend, der sich vor der Pause schon abgezeichnet hatte. Das Niveau beim TSV 1860 sinkt. Woran das genau liegt, kann man nur vermuten. Fakt ist, um den Worten aus den Giesinger Gedanken meines Kollegen Thomas Enn Nachdruck zu verleihen, dass diese Vorstellung nicht akzeptabel war.

SV Waldhof – TSV 1860, Endergebnis 3:1 – und das war noch gnädig von den Mannheimern, die aufgrund ihrer Chancen gut und gerne auch sechs Tore hätten schießen können. Bei eigenem Ballbesitz spielte Mannheim ein klares 4-4-2 mit Doppelsechs, gegen den Ball verschob sich das – je näher die Löwen dem Mannheimer Strafraum kamen – zunächst auf ein 4-2-3-1 und im eigenen letzten Drittel zu einem 4-4-1-1 mit zwei tiefen Viererketten. Die Sechzger begannen im 4-2-3-1 mit Neuzugang Holzhauser als zurückgezogenem Spielmacher neben Rieder im defensiven Mittelfeld. Das System verschob sich offensiv theoretisch zu einem asymmetrischen 4-3-3 mit einem Außenstürmer auf der ballnahen Seite und zwei Stürmern im Zentrum. Das konnte man allerdings nur in der Anfangsphase der Partie erahnen.

Als erstes nun (wie immer) die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: TSV 1860 38% – SV Waldhof 62%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 72% – SV Waldhof 83%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 60% – SV Waldhof 61%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 6/1 – SV Waldhof 12/4
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 11,5 – SV Waldhof 4,55

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Dass der Ballbesitz gegen Mannheim nicht über 50 Prozent liegen würde, konnte man schon vor der Partie vermuten. Der Plan in Mannheim kann nur so aussehen, dass man versucht, aus einer stabilen Defensive heraus Kontersituationen und Umschaltmomente konsequent und präzise auszunutzen und ansonsten dem Gastgeber das Feld zu überlassen. Aber hier haben wir schon eine schon die erste Diskrepanz zum Plan. Die Defensive war alles andere als stabil und das schon von Beginn an.

Bereits in der 4. Minute hätte Sohm den Führungstreffer für den Waldhof erzielen müssen, jedoch setzte der Stürmer das Leder links neben den Kasten. Besser wurde das Defensivverhalten während der gesamten Partie nicht mehr. Immer wieder musste Neuzugang Holzhauser in der Viererkette aushelfen, um Löcher zu stopfen. Weniger Ballbesitz als die Gastgeber wäre also kein Thema gewesen, wenn die anderen Parameter gestimmt hätten. Die Gründe für den sehr niedrigen eigenen Ballbesitz und den sehr hohen der Mannheimer finden wir in den nun folgenden Kategorien.

Widmen wir uns als erstes nun der Passgenauigkeit.

Passgenauigkeit

Wie auch schon im Herbst in manchen Spielen zu sehen, war die Passgenauigkeit auf einem niedrigen Niveau. Um höheren Ballbesitz zu generieren, müssen bei vertikalem Spiel die Duelle um den zweiten Ball vorne gewonnen werden. Das ist nicht passiert. Manche der Pässe nach vorn waren allerdings so katastrophal ungenau, dass es gar kein Duell um den zweiten Ball geben konnte, der Adressat also keine Chance hatte, überhaupt an den Ball zu kommen. Die Passgenauigkeit war für mich der alles entscheidende Faktor. Bei Vorwärtspässen finden wir nur sechs Feldspieler aus der Startformation, deren Passgenauigkeit über 50% lag. Vier dieser sechs Spieler waren Defensivspieler. Von den Spielern mit offensiver Ausrichtung waren nur Neuzugang Holzhauser und Kobylanski über dieser Marke, wobei der im Sommer mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Kobylanski diese Hürde nur sehr knapp übersprang.

Mit welcher Vokabel soll man das beschreiben? Für mich wäre “katastrophal” der Terminus, der hier passt.

Kam doch einmal ein Pass beim Mitspieler an, war meist ein Mannheimer sofort zu Stelle, um zu stören.

Womit wir zur nächsten Kategorie, der defensiven Zweikampfquote, kommen.

Defensive Zweikampfquote

60% gewonnene Zweikämpfe gegen den Ball klingt zunächst einmal nicht schlecht, da sind wir uns vermutlich einig. Schauen wir uns aber an, wo auf dem Spielfeld der Großteil der defensiven Zweikämpfe des TSV 1860 München im Spiel gegen den SV Waldhof Mannheim stattfand, muss man hier doch klar sagen: 60% sind zu wenig.

Der Reihe nach: Insgesamt mussten die Sechzger 91 Duelle gegen den Ball führen. 68 dieser Zweikämpfe fanden in der eigenen Spielfeldhälfte statt, 51 gar im letzten Drittel. Gewonnen wurden 44 von 68, verloren hat man 24 (21 im letzten Drittel). Positiv hervorzuheben ist, dass keiner dieser Zweikämpfe im eigenen Strafraum verloren wurde. Negativ an dieser Tatsache ist allerdings, dass man in den entscheidenden Situationen (und nicht nur dann) dort zu weit vom Gegner weg war, um überhaupt eingreifen zu können, also gar kein Zweikampf geführt wurde. Mannheim hatte 27 Ballkontakte in der Box der Löwen. Das sind generell zu viele Ballkontakte dort für die Kurpfälzer gewesen. Bei der Anzahl der dort insgesamt geführten Zweikämpfe am Boden und in der Luft (neun) sogar viel zu viele Ballkontakte für den Gegner im Strafraum.

Es kam in der Box der Löwen insgesamt zu fünf Duellen am Boden und vier in der Luft. Zwei davon im Strafraumzentrum, der Rest auf den Halbpositionen oder außen im Strafraum.

Insgesamt 58% verlorene Kopfballduelle in der eigenen Spielfeldhälfte, die statistisch nicht zu den verlorenen Zweikämpfen defensiver Natur gerechnet werden, sind ebenfalls zu viele verlorene dieser Duelle.

Im gesamten Spiel verlor der TSV 1860 36 Duelle gegen den Ball am Boden und 24 in der Luft. Daraus ergibt sich eine Gesamtbilanz von nur 54% gewonnener Boden- und Luftzweikämpfe in Addition. Das ist zu wenig. Die Situationen, in denen unsere Spieler gar nicht erst in einen Zweikampf um den Ball hineinkamen, weil Mannheim entweder in der Folge zu schnell weitergespielt hatte oder Pässe so weit vom eigenen Mann weg gespielt wurden, dass kein Zweikampf um den Ball möglich war, sind hier logischerweise ebenfalls nicht berücksichtigt.

Schüsse und Schussgenauigkeit

Der Plan war, Kontersituationen und Umschaltmomente auszunutzen. Dass dabei nicht unbedingt viele Schüsse herauskommen würden, war aufgrund dessen, was Mannheim bisher gezeigt hatte, von vorn herein klar. Dass aber dann nur ein Schuss der Löwen überhaupt so auf Tor geht, dass der Torhüter Arbeit bekam, ist unterirdisch.

Zwei der Schüsse wurden geblockt. Beide Male war Seegert der Spieler, der seinen Fuß noch zwischen Ball und Kasten bekam, um einen Einschlag zu verhindern. Seegerts Seite in der Box zu meiden und den Ball dorthin zu bringen, wo sein Counterpart Riedel verteidigt, um dort Chancen zu kreieren, gelang den Löwen nicht.

Dass genau das aber der Plan für das Anspiel auf die Spitzen in die Box hätte sein sollen, hätte man wissen müssen, wenn man sich mit dem Gegner vor dem Spiel eingehend beschäftigt hat. Ich hatte das in der Taktiktafel vor dem Spiel geschrieben und ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas eklatant Auffallendes den Videoanalysten im Trainerstab durch die Lappen geht.

PPDA

Die PPDA war, was wohl der Plan des TSV 1860 gegen den SV Waldhof gewesen war, absolut im Rahmen dessen, was man erwarten durfte. Hier möchte ich wieder daran erinnern, dass die PPDA nur Aktionen an sich berücksichtigt, nicht jedoch deren Erfolg oder Misserfolg.

Die Tore

Herauspicken möchte ich diesmal den ersten Gegentreffer durch Sohm in der 28. Minute.

Hiller spielt einen Fehlpass zu Lebeau auf die rechte Seite der Waldhöfer. Steinhart, der weiter außen steht, läuft hinterher, könnte sicherlich ein taktisches Foul begehen, entscheidet sich aber – wohl weil Lebeau ins Zentrum zieht und auf zwei Innenverteidiger zuläuft – gegen das Risiko, eine Gelbe zu kassieren. In der Folge tunnelt Lebeau Verlaat vor der Box. So kommt der Ball zu Sohm, der halbrechts in den Strafraum einläuft. Sohm tunnelt bei dieser Gelegenheit mit seinem Schuss aufs Tor noch Morgalla, der versucht, rettend einzugreifen. Links im Kasten schlägt der Ball dann zum Ausgleichstreffer für den SVW ein.

Beim Schuss war Hiller chancenlos. Sein unglücklicher Pass leitete den Umschaltmoment für Mannheim zwar ein, allerdings war er sicher nicht der Schuldige am Gegentreffer. Fouls ziehen zwar gewisse Konsequenzen nach sich, möglicherweise eine gelbe Karte und einen Freistoß, aber manchmal muss man das in Kauf nehmen, wenn einem Mitspieler zuvor ein vermeidbarer Fehler passiert, um gefährliche Situationen zu verhindern.

Dass Verlaat den Tunnel kassiert ist Pech, dass Morgalla nicht mehr ausbügeln kann für mich kein Thema. Martinovic, Morgallas Gegenspieler in dieser Situation, wäre für Lebeau ähnlich gut anzuspielen gewesen wie Sohm, deshalb konnte Morgalla sich nicht früher entscheiden, Verlaat zu Hilfe zu kommen.

Kurz vor dem entscheidenden Pass ist Steinhart nahe genug dran, um Lebeau zu foulen, damit der Angriff gestoppt wird. Er ließ ihn aber ohne großartig zu stören den Pass spielen.

Die anderen Treffer und weitere Highlights könnt ihr euch hier noch einmal ansehen.

Fazit zum Spiel SV Waldhof – TSV 1860

19 von 32 in die Box des TSV 1860 gespielte Bälle führten nicht zu einem Ballkontakt des SV Waldhof. Dass Mannheim trotzdem 27 Ballkontakte dort hatte, ist erschreckend. Das heißt im Umkehrschluss: 13 dieser in die Box gebrachen Bälle führten zu einem oder gar mehreren Ballkontakten der Mannheimer. Bei 16 von 27 Ballkontakten kamen die Sechzger also nicht in einen Zweikampf hinein.

Wenn der Gegner im Strafraum so schalten und walten darf, braucht man sich nicht wundern, dass es eine Niederlage setzt.

Auch das Tor und eine Riesenchance in der ersten Viertelstunde konnten nicht vertünchen, dass das Niveau der Löwen bereits zu Beginn der Partie ziemlich schlecht war.

Warum steht ein Kobylanski, der nach wie vor wie ein Fremdkörper wirkt, nach der Halbzeit noch auf dem Platz? Warum foult man in einem Spiel, in dem man 24% weniger Ballbesitz hat, nur zweimal häufiger als der Gegner? Und vor allem: Warum spielt man die Bälle in die Box auf die Seite, wo der starke, fast unüberwindbare Seegert steht? Das alles würde ich gerne wissen. Antworten darauf werden vermutlich nicht kommen. Diese Fragen nach offensichtlichen Missständen zu stellen, traut sich in den Pressekonferenzen und Interviews nach dem Spiel offensichtlich niemand.

Lichtblick

Neuzugang Raphael Holzhauser hat mit seinen Aktionen gezeigt, dass der Transfer richtig war. Er wird über kurz oder lang die Chefrolle in der Mannschaft übernehmen. Ansätze dazu hat man schon gesehen. Wie er seine Mitspieler zunächst dirigiert hat, war schön zu beobachten. Dass das aber in der momentanen Situation irgendwann verpuffte, war abzusehen.

Einer für alle und alle für einen ist momentan offensichtlich leider nicht das Credo der Mannschaft.

Status Quo vor dem letzten Spiel der Hinrunde

18 Spiele sind nun absolviert und nur in zweien erreichte man eine Passgenauigkeit von 80% oder höher. 75%, also die Untergrenze dessen, was für eine in der 3. Liga als spielstark geltende Mannschaft als akzeptabel angesehen werden kann, in weiteren acht Partien. Damit sind wir in rund 46% der Spiele unterhalb dessen geblieben, was man von einem Aufstiegsaspiranten erwarten muss.

Das wäre tatsächlich kein großes Problem, würden wir Zweikämpfe um zweite Bälle führen und gewinnen. Die Mannheimer haben es mit ihrem aggressiven Pressing immer wieder geschafft, die Löwen in der Hintermannschaft so unter Druck zu setzen, dass bei den langen Bällen, welche die logische Folge dessen waren, in den meisten Fällen keine Genauigkeit zu Stande gebracht wurde. Im Gegenteil: Lediglich sieben so genannte deep completions bzw. deep completed crosses, wie die beiden Kategorien der langen Bälle auf unserem Datenportal genannt werden, kamen an.

Woran das nun alles liegt, dass es nicht läuft, darauf soll sich jeder seinen eigenen Reim machen. Ich werde hier nun nicht den Kopf des Trainers fordern, wie es viele in den sozialen Medien tun. Ich stelle aber fest, dass die Mannschaft in nur wenigen Spielen den Plan des Trainerstabs umsetzen konnte oder wollte. Warum sie nicht in der Lage oder willens war, das zu tun, obwohl sie es mit Sicherheit könnte, diese Frage muss man stellen dürfen. Stimmt die Psyche nicht? Gibt es interne Reibereien? Gibt es einen Störfaktor, der die Mannschaft verunsichert? Ist der Druck zu hoch? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es auch ganz etwas anderes. Mein Job ist es nicht, den Grund dafür herauszufiltern, sondern Euch Fakten zu Spielen darzulegen. Nun könnt ihr selbst entscheiden, wo der Hase im Pfeffer liegt. Schreibt Eure Meinung in die Kommentare.

Datenquelle: Wyscout

Ismaik: Keine Kurzschlussreaktionen – Köllner bleibt Trainer

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Gesellschafterversammlung bringt wenig Neues
Die Gebäude des TSV 1860 München an der Grünwalder Straße 114

Michael Köllner bleibt Trainer des TSV 1860 München und sitzt auch gegen den FSV Zwickau am kommenden Samstag auf der Bank. Das gab Hasan Ismaik auf Facebook bekannt, nachdem er sich mit den Verantwortlichen im Mandarin Hotel getroffen hatte.

Ismaik in München zu Besuch – Köllner bleibt Trainer bei den Löwen

Nach der 1:3-Niederlage in Mannheim entbrannte in den sozialen Medien und Blogs eine Diskussion, die in ihrer Intensität so nicht unbedingt zu erwarten war. Noch etwas war nicht wirklich so vorhersehbar: die Löwenfans waren sich dabei zum Großteil einig – ein Umstand, den es in der Fanlandschaft des TSV 1860 München nur äußerst selten zu beobachten gibt. Viele sehen Michael Köllner nicht mehr als den richtigen Trainer für die Löwen, empfanden das Spiel als Offenbarungseid. Nur in der ersten Viertelstunde konnten die Gäste im Carl-Benz-Stadion einigermaßen mithalten, gingen durch Steinhart sogar in Führung. Doch in der restlichen Spielzeit rollte der Waldhof-Express diverse Male auf das Tor von Marco Hiller zu, drei Tore resultieren aus den Angriffen. Auch Ismaik sprach danach von einer “großen Enttäuschung“.

Abends traf sich Hasan Ismaik, der für viele überraschend nach München gereist war, mit den sportlichen Verantwortlichen im Mandarin Hotel. Darunter waren Athanasios Stimoniaris als Aufsichsratsvorsitzender, Fanshop-Geschäftsführer und Ismaik-Vertrauer Anthony Power, Trainer Michael Köllner sowie die beiden Geschäftsführer Marc-Nicolai Pfeifer und Günther Gorenzel. Nach einer gemeinsamen Gesprächsrunde einigte man sich darauf, dass Köllner im Amt bleiben dürfe. “Wir sind uns einig: wir halten zusammen” beschrieb Ismaik die Situation nach dem Treffen auf Facebook.

Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und nach jedem Rückschlag, alles in Frage stellen. Ein Blick in die 1860-Historie bestätigt, dass Kurzschlussreaktionen immer ein schlechter Ratgeber waren.

Michael Köllner wird also auch gegen den FSV Zwickau als Trainer an der Seitenlinie zu finden sein. Gegen die Sachsen ist ein Sieg in jeder Hinsicht Pflicht, die Schwäne liegen mit 16 Punkten auf Platz 17 und damit in der Abstiegszone. Ismaik wird dann wohl nicht mehr in München zugegen sein. Er kündigte allerdings bereits seinen nächsten Besuch an und wolle sich mit der “Vereinsspitze um Präsident Robert Reisinger” treffen. Thema Nummer 1: “eine neue Heimat” – also die Stadiondiskussion bei den Löwen.

Löwen-Wochenende: TSV 1860 Futsal verliert beim Spitzenreiter

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Futsal 1860

Das Fußball-Wochenende der Löwen wird natürlich überstrahlt von der ernüchternden 1:3-Niederlage der Profis in Mannheim. Während es beim Budenzauber Turniersiege für die U11, U12 und U13 von Münchens großer Liebe gab, musste der TSV 1860 Futsal eine Niederlage beim Regionalliga-Spitzenreiter OFC/Pars einstecken.

TSV 1860 Futsal verliert beim Tabellenführer

Bis zur Pause hielten die Löwen in Offenbach sehr gut mit und lagen nur mit 1:2 in Rückstand. Cociu (1.) und Erdem (10.) hatten den ungeschlagenen Tabellenführer in Führung gebracht, ehe Fitim Raci mit dem Anschlusstreffer für Hoffnung auf Seiten der Löwen sorgte.

Nach dem Seitenwechsel ging es dann jedoch Schlag auf Schlag: Alessandro (29.), Toskovic (30.) und de Carvalho (33.) bauten den Vorsprung des Spitzenreiters bis auf 5:1 aus. Das wollten die Sechzger dann aber auch nicht auf sich sitzen lassen und schlugen durch Marko Ereiz (37.) und Kubilay Celik (38.) zurück. Für den 6:3-Endstand sorgte schließlich der Offenbacher Alempic in der Schlussminute.

Die Löwen rangieren als Aufsteiger derzeit auf einem respektablen 5. Platz in der Regionalliga Süd und liegen nur zwei Zähler hinter den zweitplatzierten Beton Boys München.

Die Spiele im Überblick

Samstag, 14.01.

10.00 Uhr: TSV Milbertshofen – U15 2:2
10.30 Uhr: U17 – FC Augsburg 2:2
13.00 Uhr: U16 – SGM AHP U17 0:1
13.00 Uhr: TSG Hoffenheim – U14 6:1
14.00 Uhr: Waldhof Mannheim – Profis 3:1
16.00 Uhr: SpVgg Greuther Fürth – U19 3:5
18.30 Uhr: OFC/Pars – Futsal 6:3

U11: Turniersieg in Aschau
U12: Turniersieg in Fischach
U13: Turniersieg in Höcking

Sonntag, 15.01.

09.30 Uhr: U13 – FC Wacker München U14 0:2

Die U10 erreichte beim Turnier in Ebersberg den 4. Platz.

Sechzig um Sieben: Michael Köllner bleibt Trainer beim TSV 1860

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Sechzig um Sieben: Spielbetriebs-GmbH macht Nägel mit Köpfen

Einen Tag nach der Niederlage bei Waldhof Mannheim hat Hasan Ismaik nach einer Gesprächsrunde bekannt gegeben, dass Michael Köllner weiterhin Trainer beim TSV 1860 München bleibt. Außerdem gibt es zum Start in die Woche alle weiteren Meldungen rund um die Löwen sowie die News von der Konkurrenz aus der 3.Liga.

Giesinger Gedanken nach der Niederlage in Mannheim

Es wurde viel diskutiert nach dem 1:3 gegen den SV Waldhof. Natürlich traf und trifft dies auch auf die Giesinger Gedanken am Sonntagmorgen zu, die eine Aussage von Trainer Michael Köllner als Aufhänger nahmen. “Das ist Fakt” war eines der Zitate aus der Wutrede des 53-Jährigen, nachdem Neuzugang Raphael Holzhauser nicht im Trainingslager in Belek angereist war. Diese Aussage nutzte Thomas Enn, um diverse Fakten nach der sechsten Saisonniederlage aufzuzählen.

Ismaik: Michael Köllner bleibt Trainer beim TSV 1860

Trotz der Niederlage aber bleibt Michael Köllner weiterhin der Trainer beim TSV 1860 München. Das bestätigte Hasan Ismaik am Sonntagabend auf Facebook, nachdem er nach München gereist war und sich mit den Verantwortlichen getroffen hatte. Der Jordanier plädierte für “keine Kurzschlussreaktionen” und bestätigte, dass Köllner auch gegen Zwickau im Amt bleibt.

TSV 1860 verliert in Mannheim – Bildergalerie und Co.

Die frühe Führung von Phillipp Steinhart war nur eine kurze Momentaufnahme. Nach 90 Minuten jubelte der Waldhof, der durch Treffer von Sohm (2) und Kother gegen den TSV 1860 gewann. Rund um das Duell in der Kurpfalz gab es bei sechzger.de neben dem Liveticker, der Taktiktafel oder dem Vorbericht noch einige weitere Artikel wie beispielsweise den Spielbericht.

Junglöwen im Einsatz

So langsam nehmen auch die weiteren Mannschaften beim TSV 1860 München wieder den Betrieb auf. Die U17 und U19 absolvierten am Wochenende Testspiele, andere Mannschaften waren bei Hallenturnieren im Einsatz. Bei diesen gab es gleich drei Mal siegreiche Löwen zu bewundern.

Erfolgreiche Skilöwen

Weg vom runden Leder und rauf auf die Piste – Linus Straßer zeigt sich weiterhin in guter Form und hat diese mit einem vierten Platz in Wengen bestätigt. Bei schwierigen Bedingungen kamen ihm eine niedrige Startnummer zugute. Noch besser machte es Fabiana Dorigo, sie holte sich Gold bei den World University Games.

News aus der 3.Liga

Der 18.Spieltag

Den Spieltag eröffneten Zwickau und Oldenburg bereits am Freitagabend. Dabei musste der nächste Gegner der Löwen eine unglückliche 0:1-Heimniederlage hinnehmen. Am Samstag dann waren neben den Löwen natürlich auch die Konkurrenz im Einsatz. Sowohl Saarbrücken als auch Elversberg verloren dabei ihre Duelle. Neuer Tabellenzweiter ist damit Wehen Wiesbaden. Am Sonntag spielten dann Dresden und Meppen Unentschieden, Bayreuth hingegen durfte gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund jubeln. Neuer Tabellenletzter ist damit der SV Meppen.

Heute abend empfängt der FC Ingolstadt abschließend den FC Erzgebirge Aue. Anpfiff ist um 18:60 Uhr.

Pledl zum Waldhof

Einen Tag nach dem Sieg gegen die Löwen hat Waldhof Mannheim die Verpflichtung von Ex-Löwe Thomas Pledl bekannt gegeben. Pledl soll beim SVW vielseitig eingesetzt werden und damit eine wichtige Rolle übernehmen.

HFC-Präsident Rauschenbach vor Rücktritt

Nach Sportdirektor Ralf Minge wird auch Jens Rauschenbach zum Saisonende als Präsident des Hallenschen FC zurücktreten. Das verkündete der 52-Jährige auf der Mitgliederversammlung am Sonntag. Dafür gebe es diverse Gründe. Unter anderem soll es intern verschiedene Auffassungen zur zukünfitgen Ausrichtung des HFC geben. Rauschenbach ist seit Februar 2019 im Amt.

 

Testspiele: U19 gewinnt bei Greuther Fürth, U17 Remis gegen FCA

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Kloss Tim U19 TSV 1860 U21 Jugend

Während die Profis gestern bereits wieder (unerfreulich) in die Punktrunde gestartet sind, standen für die Juniorenmannschaften der Löwen die ersten Testspiele auf dem Programm. Dabei setzte sich die U19 bei der SpVgg Greuther Fürth durch, die U17 erreichte eine Unentschieden gegen den FC Augsburg.

U19 gewinnt bei Greuther Fürth

Anders als die U19 der Löwen, sind die A-Junioren von Zweitligist SpVgg Greuther Fürth nicht in der Bundesliga vertreten. Der TSV 1860 reiste also durchaus als Favorit nach Mittelfranken und wurde dieser Rolle auch gerecht. Tim Kloss (siehe Titelbild), Mansour Ouro-Tagba, Aulon Mushla, Luan Klose und Christian Naveen sorgten für eine zwischenzeitliche 5:0-Führung der Junglöwen.

Vor 50 Zuschauern auf der Sportanlage Kronacher Hard in Fürth wollten sich die Gastgeber jedoch nicht komplett abschlachten lassen und sorgten durch späte Treffer von Lukas Näpflein, Christoph Meister und Marlon Fries für den 3:5-Endstand. Bereits am Mittwoch steht der nächste Test für die Elf von Jonas Schittenhelm an. Dann treten die Löwen bei der U19 des FC Deisenhofen an.

Auch die U17 der Löwen war am Samstag im Einsatz. Sie empfing den Ligakonkurrenten FC Augsburg zum Testspiel an der Grünwalder Straße und luchste den Schwaben ein respektables 2:2 (1:1) ab.

Bild: Sampics (Stefan Matzke)

Hallenturniere: Siege für U11, U12 und U13 des TSV 1860

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Tsv 1860 Nlz Baywa U19 U17 U14 U12 U10 U11 U13 U9 U15 Löwen U16 III IV Dritte Vierte Nachwuchsarbeit

Starke Leistungen der Junglöwen: Sowohl die U11, als auch die U12 und U13 des TSV 1860 feierten am Samstag Siege bei diversen Hallenturnieren.

Turniersiege für U11, U12 und U13 des TSV 1860

Die U11 setzte sich dabei beim Hallenturnier in Aschau durch, die U12 ließ in Fischach die Konkurrenz hinter sich. Im Finale gab es einen deutlichen 4:1-Sieg gegen den Nachwuchs des Bundesligisten FC Augsburg.

Auch bei der U13 von Münchens großer Liebe gab es Grund zum Jubeln. Sie gewann das international besetzte Hallenturnier in Höcking gegen namhafte Gegner. Nachdem sich die Junglöwen im Halbfinale gegen RB Salzburg durchgesetzt hatte, deklassierten sie im Finale Lok Leipzig mit 6:0. Herzlichen Glückwunsch an das NLZ der Löwen!

Skilöwin Fabiana Dorigo holt Gold bei World University Games

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Skilöwen 1860 dorigo straßer klingler
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Während Linus Straßer heute beim Weltcup-Slalom in Wengen einen hervorragenden 4. Platz erreichte, durfte eine andere Skilöwin gestern die oberste Stufe des Stockerls erklimmen. Fabiana Dorigo sicherte sich im Super G die Goldmedaille bei den World University Games in Lake Placid.

Gold für Fabiana Dorigo bei World University Games

World University Games? Was ist das denn? Bis 2020 war der Wettbewerb auch als Universiade bekannt. Dort treffen sich im Zwei-Jahres-Rhythmus Studierende aus aller Welt, um in verschiedenen Sportarten ihr Können zu messen – also quasi eine Olympiade für Studentinnen und Studenten.

Dieses Jahr finden die winterlichen FISU World University Games im amerikanischen Lake Placid statt und eine Athletin des TSV 1860 München holte die erste Goldmedaille für Deutschland. Die 24-jährige Fabiana Dorigo, die auch schon im Weltcup zum Einsatz kam, siegte im Super G und sicherte sich damit Gold.

“Ich freue mich mega, dass das heute schon im ersten Rennen geklappt hat, das war eine riesige Überraschung. Wir haben hier eine super Zeit bei den FISU Games und ich freue mich schon auf die weiteren Wettkämpfe!”

3. Liga am Sonntag: Bayreuth gibt Rote Laterne ab

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Nachdem gestern Nachmittag die Spitzenteams aus Elversberg und Saarbrücken den Jahresauftakt 2023 in der 3. Liga jeweils nicht erfolgreich gestalten konnten und auch die im bisherigen Saisonverlauf starke Zweitvertretung des SC Freiburg über ein ernüchterndes 1:1 über den SC Verl nicht hinauskam und unsere Löwen bei Waldhof Mannheim die vielen, vielen mitgereisten Fans bitter enttäuschten, griffen heute die Kellerkinder aus Bayreuth (vor der Partie gegen Dortmund II noch letzter) und Meppen sowie der ambitionierte Absteiger Dynamo Dresden ins Geschehen ein. Und trotz des Meppener Punktgewinns in Sachsens Hauptstadt rutschten die Emsländer auf den letzten Tabellenplatz zurück. Die SpVgg Bayreuth besiegte die kleinen Borussen und kletterte dadurch auf Rang 18.

SpVgg Bayreuth – Borussia Dortmund 3:1 (0:1)

Von vielen Drittliga-Experten während der zwei Monate andauernden Pause bereits als erster sicherer Absteiger bezeichnet, konnte die SpVgg Bayreuth den Jahresauftakt absolut erfolgreich gestalten. Wobei es danach zunächst nicht aussah. Den 5.081 verging schon in der 8. Minute gründlich der Spaß am Re-Start der 3. Liga, als Dortmunds Falko Michel mit einem Linksschuss das 0:1 erzielte. Mit diesem Stand ging es auch in die Pause. Die Gastgeber fanden gegen das Nachwuchsteam aus dem Westen der Republik im ersten Abschnitt einfach kein Erfolgsrezept. In die zweite Hälfte kamen die Bayreuther besser rein: Ex-Löwe Markus Ziereis zog aus 16 Metern ab und sorgte für den umjubelten Ausgleich. Und nur sechs Minuten später bebte die Oldschdod: Erstmals in dieser Spielzeit konnte die SpVgg mehr als ein Tor erzielen. Jann George besorgte per Kopf die Führung. Zuvor war Alexander Nollenberger allein auf das Dortmunder Tor zugelaufen und hatte seinen siebten Saisontreffer kläglich vergeben. In der Nachspielzeit machten die Wagnerstädter durch Stefan Maderers erstes Saisontor dann noch den Deckel drauf: 3:1. So besiegte das Team mit den bislang wenigsten jenes mit den bisher zweitwenigsten erzielten Treffern und zog auf 14 geschosene Tore gleich.

Dynamo Dresden – SV Meppen 1:1 (0:0)

Im letzten sechzger.de-Talk Folge 88 hatten wir zwei Gäste, die sich auf den gar nicht so kurzen Weg aus Meppen nach Dresden machten. Und die kehren heute spät abends zwar mit einem Punkt zurück nach Hause. Allerdings auch mit der Roten Laterne. Im ersten Abschnitt fielen in Dresden keine Tore, allerdings war das durchaus nach dem Geschmack der Gäste. Die ganz großen Chancen hatte Dynamo sich nicht herausgearbeitet. In der zweiten Halbzeit konnte der Zweitligaabsteiger dann den Druck ein wenig erhöhen und kam in der 72. Minute durch den kurz zuvor eingewechselten Stefan Kutschke per Kopf zur Führung. Als die Dynamofans den gelungenen Jahresstart schon lautstark feierten, schlug auch für die Gäste ein Joker zu: Marek Janssen sorgte für Jubel bei den mitgereisten Anhängern. Ein Punkt in Dresden – eigentlich ein absoluter Achtungserfolg, dann auch noch in der Nachspielzeit realisiert. Grund zur Freude, wäre da nicht der bange Blick auf die Tabelle…

Montag Abend in der 3. Liga: Ingostadt – Aue

Das morgige Montagsspiel der 3. Liga bestreitet der nun Tabellenvorletzte und Absteiger Erzegbirge Aue beim FC Ingolstadt. Sollten die Schanzer gewinnen, rücken sie mindestens auf den 3. Tabellenplatz vor. Der Rückstand der Löwen auf diesen Platz betrüge dann vier Punkte – genauso, wie auf den zweiten Rang, der seit gestern vom SV Wehen Wiesbaden belegt wird.

Straßer wird Vierter in Wengen

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Ski-Löwe Strasser erneut im WM-Einsatz
Ski-Löwe Linus Straßer beim Training im Ötztal (13.01.2022)

Nach dem Wochenende in Adelboden verblieb der Weltcup-Skizirkus im Berner Oberland. Dieses Wochenende standen vor der einmaligen Kulisse von Aiger, Jungfrau und Mönch die Lauberhorn-Rennen an. Für Linus Straßer ging es darum, den Aufwind nach seinem dritten Platz in Adelboden zu nutzen und in Wengen um den Sieg mitzufahren.

Anspruchsvolle Kurssetzung im ersten Durchgang

Die Fahrer fanden auch in Wengen – wie überall diese Saison – sehr schwierige Verhältnisse vor. Auf Grund der warmen Temperaturen war der Schnee wieder sehr weich und die Piste nutzte sich logischwerweise erneut nach wenigen Starten ab. Hinzu kam aber für Linus Straßer und Kollegen, dass der ersten Durchgang in Wengen sehr anspruchsvoll gesetzt war. Der stark drehende Kurs sorgte für eine noch stärkere Beanspruchung der Piste und noch nachteiligere Bedingungen für die späteren Starter.

Straßer erneut mit Startnummernglück in Wengen

Der Skilöwe hatte bei der Nummernauslosung wieder Glück und konnte mit Nummer 2 ins Rennen und so die Piste noch in einigermaßen guten Zustand befahren. Straßer legte eine solide Fahrt in den weichen Schnee und lag am Ende des ersten Durchgangs auf Rang 4. Ein Fehler bei der Einfahrt es Steilhangs und tatsächlich ein Pistenfehler kurz vor dem Ziel verhinderten ein noch besseres Ergebnis für Straßer. Dieser zeigt sich im ARD-Interview zufrieden und sprach von einer “guten Ausgangsposition für den zweiten Lauf”.

Immens hohe Zeitabstände nach dem ersten Durchgang

Straßer lag 0,68 Sekunden hinter dem führenden Schweizer Loic Meillard. Es folgten die Norweger Kristoffersen (0,45 Sekunden Rückstand) und Braathen (0,48 Sekunden zurück). Nur die ersten vier lagen innerhalb von einer Sekunde Rückstand. Die Bedingungen und der schwer gesteckte Kurs sorgten dafür, dass der letzte Qualifizierte für den zweiten Lauf 5,65 Sekunden Rückstand hatte. Üblich sind hier Rückstände von 2-3 Sekunden. Neben Straßer qualifizierte sich mit Sebastian Holzmann ein zweiter DSV-Athlet für den zweiten Lauf (25., 5,09 Rückstand).

Schneefall im zweiten Durchgang

Zwischen den Durchgängen setzte dichter Schneefall ein, der die äußeren Bedingungen in Kombination mit Nebel noch unwägbarer machte. Im Vorteil waren nun natürlich die Fahrer, die mit einer niedrigen Startnummer ins Rennen gehen konnten. Diesen äußeren Bedingungen mussten zahlreiche Fahrer Tribut zollen, die im zweiten Durchgang nur mit groben Schnitzern ins Ziel kamen. Sebastian Holzmann kämpfte sich trotzdem ohne gröberen Fehler ins Ziel und verbesserte sich am Ende auf Rang 18.

Straßer mit gutem Lauf

Im großen Finale auf der immer anspruchsvoller werdenden Piste gelang Straßer ein wohl dosierter Lauf. Der Skilöwe fuhr mit moderatem Risiko und dennoch der nötigen Aggressivität und überquerte mit Bestzeit die Ziellinie. Es folgte Lucas Braathen, der einen tollen Lauf in den weichen Schnee zauberte und sich exakt eine Sekunde (!) vor Straßer platzierte.

Kristoffersen gewinnt

Noch besser machte es der norwegische Altmeister Henrik Kristoffersen, der seinen Vorsprung auf Braathen noch vergrößern konnte und seinerseits mit Bestzeit ins Ziel kam. Nun lag es an Loic Meillard, den ersten Heimsieg der Schweizer nach Joel Gaspoz 1987 zu sichern. Leider unterliefen Meillard im Steilhang zwei Fehler. Dennoch klassierte sich Meillard auf dem zweiten Rang in diesem spannenden Finale. Die ersten drei lauteten damit:

1. Henrik Kristoffersen 01:51.18
2.  Loic Meillard + 00.20
3. Lucas Braathen + 00.49

Linus Straßer stellte erneut seine gute Form unter Beweis und belegte am Ende einen respektablen 4. Rang mit 1,49 Sekunden Rückstand. Weiter geht es am nächsten Wochenende mit den traditionellen Hahnenkammrennen in Kitzbühel, wo Straßer als Junior das Skifahren erlernt hat.