Start Blog Seite 966

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden gegen Viktoria Köln

2

Na, Ihr Löwinnen und Löwen? Habt Ihr auch eine schlaflose Nacht gehabt? War das ein gewonnener Punkt? Zwei verlorene Punkte? Oder war es eigentlich eine leistungsgerechte Punkteteilung? Und was ist dieser Punkt überhaupt wert? All diese Gedanken schossen mir heute Nacht wieder und wieder durch den Kopf und ich sag’s Euch: Ich konnte kaum schlafen und bin irgendwie zu keinem Ergebnis gekommen. Eine schlaflose Nacht wegen 1860.

Viktoria Köln – der unterschätzte Gegner

Ich versuch es mal ein wenig aufzudröseln. Fangen wir mit dem Spiel an. Oder besser mit dem Gegner. Die Viktoria kam in der Tabelle etwas unscheinbar daher. Fast ein wenig wie eine graue Maus. Auf Platz 8 standen sie, 11 Punkte hinter dem TSV 1860 München. Das sieht erstmal so aus, als ob man die wegputzen müsste. Aber wir haben es in unseren Vorberichten und im Liveticker angekündigt. Die Viktoria ist neben den Löwen das Team der Stunde in Liga 3. Sie kamen mit 3 Auswärtssiegen in Folge nach Giesing. Ihre letzte Niederlage datiert (leider immer noch) vom 02.03. Also mitnichten Laufkundschaft!

Die Löwen diktieren Halbzeit 1

Im Spiel selbst übernahmen die Löwen nach ca. 15 Minuten komplett die Kontrolle. Sie pressten früh, ließen den Gegner überhaupt nicht ins Spiel kommen und diktierten das Spielgeschehen. Leider fehlte etwas die Präzision beim sogenannten „letzten Pass“ und aus der drückenden Überlegenheit konnte nur in Form des 1:0 durch Sascha Mölders in der 38. Minute Kapital geschlagen werden. Leider muss man ein wenig kritisieren, dass die Feldüberlegenheit nicht konsequenter genutzt wurde, um Chancen zu kreieren.

Die Viktoria kommt ins Spiel

Nach der Halbzeit zeigte sich ein anderes Bild. Die Löwen – ob gewollt oder nicht – schalteten einen Gang zurück und ließen die Viktorianer nun bis 10 Meter in die eigenen Hälfte kommen und griffen dann erst an. Köln nutzte das und gewann so seinerseits mehr Spielanteile und vor allem Sicherheit im Spiel. Es kam wie es kommen musste und Rene Klingenburg glich mit kernigem Schuss nach einer schönen Kopfballablage vom Timmy Thiele aus. Wunderlich hatte die Aktion mit einem präzisen weiten Ball eingeleitet.

Danach schafften es die Löwen nicht mehr, an die Leistung aus Durchgang Eins anzuknüpfen. Nur der agile Tallig hatte noch eine Chance per Distanzschuss, als er den Ball knapp am linken Pfosten vorbei knallte. Schade! Am Ende war die Viktoria sogar in der Lage, lange Ballstafetten zu spielen, ohne dass die Löwen irgendwie in Ballnähe gekommen wären. Die Elf von Olaf Janßen hat nach einer schwachen ersten Hälfte ein starkes Comeback in der zweiten geliefert. Das gelingt nur Teams, die einen Lauf haben und über ausreichend Selbstvertrauen verfügen. Die tiefergehende Analyse liefert Euch wie immer Bernd Winninger in der TAKTIKTAFEL.

Das Fazit nach einer schlaflosen Nacht

Nach der schlaflosen Nacht wegen 1860 muss ich aber jetzt am frühen Morgen sagen, dass die Punkteteilung in Ordnung geht. Leider wäre aber schon mehr drin gewesen, wenn der TSV 1860 München die Überlegenheit der ersten Hälfte effektiver genutzt hätte.

Was ist dieser Punkt wert?

Das bringt mich zur Gesamtperspektive. Was ist dieser Punkt wert? Klar, drei Punkte sind immer besser als einer. Das checkt jeder auch nach einer schlaflosen Nacht wegen 1860. Ich kann es Euch ehrlich gesagt auch nicht sagen. Ein Punkt ist auch besser als keiner. Wir werden es sehen.

Eine Serie reisst, die andere hält

Durch das gestrige Unentschieden ist natürlich unsere phantastische Serie von vier Siegen in Folge gerissen. Andererseits sind die Löwen seit dem 06.03. und dem unglücklichen Auftritt in Duisburg in der Liga ungeschlagen. Das sind acht Spiele. Ich glaube, dass es mental sehr wichtig für das Team ist, nicht verloren zu haben. Heute Abend werden wir – trotz der schlaflosen Nacht wegen 1860 – nervös in der Magenta-Spieltagskonferenz die Konkurrenten aus Ingolstadt und Rostock sehen. Was der Punkt wirklich wert ist, wird man eh erst beurteilen können, wenn die durch Corona lahmgelegten Dynamos wieder ins Geschehen eingreifen.

Schlaflose Nacht wegen 1860

Wer aber gedacht hatte, dass die Löwen die Saison nur noch Siege einfahren, der muss bei unserem virtuellen Grünspitz zu tief ins Glas geschaut haben. Ich bin gespannt und werde heute Abend nervös Magenta schauen, dann wissen wir mehr. Meine Prognose: Das war nicht die letzte schlaflose Nacht wegen 1860 bis zum 22.05! Remember Saarbrücken? Zwischen Hin- und Rückspiel war ich sleepless in Giesing!

Viktoria Köln trotzt dem TSV 1860 München ein Unentschieden ab

1
Grünwalder Stadion 20.04.2021 1860 Viktoria Köln

Der TSV 1860 München und Viktoria Köln trennen sich mit 1:1-Unentschieden. Die Führung der Löwen durch Mölders konnte Köln im zweiten Durchgang egalisieren.

Weitere drei Punkte hatten die Löwen fest im Blick, um die Konkurrenz im Aufstiegskampf der 3.Liga weiter unter Druck zu setzen. Mit Viktoria Köln traf allerdings ein Verein auf den TSV 1860 München, der seit sieben Spielen ungeschlagen war und sich bis auf Platz 8 der Tabelle vorgekämpft hatte.

Trainer Michael Köllner hatte nach dem souveränen Sieg gegen Türkgücü keinen Anlass zu Rotationen. Lediglich Phillipp Steinhart kehrte nach absolvierter Gelbsperre zurück in die Startelf, für ihn wich Fabian Greilinger auf die Bank. Gästetrainer Janßen tauschte im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen Halle ebenfalls ein Mal. Klingenburg kehrte nach seiner Verletzung erstmals zurück in die Startelf und ersetzte Handle.

Platzwahl TSV 1860 München FC Viktoria Köln 33.Spieltag 20.04.2021
Zwei Oldies bei der Platzwahl: Sascha Mölders (36) mit Mike Wunderlich (35)

Die Löwen von Beginn an mit viel Dampf

Beide Mannschaften begannen mit hohen Pressing, doch nach wenigen Minuten übernahm der TSV 1860 gegen Viktoria Köln zunehmend die Spielkontrolle. Kein Ball wurde aufgegeben und die Kölner teils sogar im eigenen Strafraum attackiert. Köln war ausnahmslos mit Verteidigen beschäftigt. Die Löwen kamen erstmalig nach sieben Minuten vor das Tor der Gäste. Tallig wurde von Biankadi steil geschickt, doch der ehemalige Chemnitzer erreichte den Ball erst nach Überqueren der Torauslinie. Mölders (9., 15.) verfehlte das Tor in der Anfangsviertelstunde deutlich.

Auch in der Folge blieb der TSV 1860 spielbestimmend und drängte die Gäste von Viktoria Köln vor allem in die eigene Hälfte. Erstmalig vor Marco Hiller in Erscheinung traten die Kölner in Spielminute 24. Nach Flanke von Risse kam Thiele zum Kopfball. Hiller konnte parieren, im Duell um den zweiten Ball kam der Stürmer gegen Belkahia zu Fall. Die Pfeife von Schiedsrichter Kessel blieb jedoch stumm.

TSV 1860 mit viel Einsatz gegen Viktoria Köln, aber wenig Ertrag

Die Löwen investierten enorm viel und erspielten sich auch immer wieder Gelegenheiten, die allerdings keine zwingende Torgefahr ausstrahlten. Köln fokussierte sich auf die Defensive und versuchte, einzelne Nadelstiche zu setzen. Auch beim zweiten dieser Art nach dem Kopfball von Thiele musste Marco Hiller eingreifen. Kapitän Mike Wunderlich wurschtelte sich durch die Löwen-Abwehr und brachte den Ball per Grätsche auf das Tor. Hiller sprang jedoch dazwischen und parierte erneut stark (33.)

Dann aber doch: die Führung für Sechzig

Fünf Minuten später atmete das blaue München kollektiv auf. Nach Balleroberung von Dressel ging es schnell. Neudecker bediente Mölders im Strafraum und der Toptorjäger ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen. Aus halblinker Position schob er zum 1:0 für den TSV 1860 gegen Viktoria Köln ein (38.).

Torjubel 1:0 TSV 1860 Viktoria Köln

Das 21.Saisontreffer der “Wampe von Giesing” bedeutete zeitgleich Sechzig Punkte bei Sechzig erzielten Toren für Sechzig München. Mit dem 1:0 ging es dann auch in die Kabinen.

TSV 1860 München Viktoria Köln Halbzeitstand 1:0 33.Spieltag
Da war die Löwen-Welt noch in Ordnung: die Anzeigetafel im Sonnenuntergang

Zunächst keine Wechsel

Beide Mannschaften kamen unverändert zurück auf den Platz. Das Pressing der Löwen war nun nicht mehr ganz so konsequent und intensiv wie in Halbzeit 1. Den Gast aus Köln hatte man in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff trotz allem gut unter Kontrolle. Im Spielaufbau agierte man mit der Führung aus der 1.Halbzeit ruhig und besonnen.

Ausgleich der Gäste

Erstmals gefährlich zum Abschluss kamen dann aber die Kölner. Nach Foul von Salger zischte der fällige Freistoß von Mike Wunderlich knapp über den Querbalken (58.). Hiller war noch mit den Fingerspitzen am Ball. Wenige Minuten später war der Torwart des TSV 1860 München aber machtlos und Viktoria Köln konnte den Ausgleich erzielen. Nach Chipball von Wunderlich bediente Thiele den genesenen Klingenburg. Dieser blieb vor dem Tor cool und erzielte das 1:1 (64.). Saisontreffer Nummer 1 für den 27-Jährigen.

TSV 1860 Viktoria Köln Torjubel nach 1:1
Das kann nichts Gutes bedeuten: Rot jubelt in Giesing

Auch die Minuten nach dem Ausgleich gehörte Viktoria Köln, der TSV 1860 München musste den Gegentreffer zunächst einmal verkraften. Dann aber nahmen die Löwen das Zepter wieder in die Hand. Immer wieder drangen sie bis in den Strafraum der Kölner vor, doch die Gäste verteidigten die Situationen gut und klärten die Situationen meist rechtzeitig.

Beinahe hätten die Löwen aber doch noch die erneute Führung erzielt. Köln konnte nur unzureichend klären und der Ball landete vor den Füßen von Tallig. Die Direktabnahme verfehlte das Tor knapp, Mielitz wäre chancenlos gewesen (84.).

Es bleibt beim Unentschieden zwischen dem TSV 1860 und Viktoria Köln

In der Schlussphase ging den Löwen etwas die Puste etwas, nachdem sie in der ersten Halbzeit enorm viel investiert hatten. Nachdem die Gäste im zweiten Durchgang sich den Ausgleich erarbeitet hatten, geht die Punkteteilung schlussendlich in Ordnung.

Der TSV 1860 München ist damit seit sechs Spielen ungeschlagen, Viktoria Köln kann diese Serie ihrerseits auf acht ausbauen.

TSV 1860 Viktoria Köln Endstand 1:1

Weitere Ergebnisse des 32.Spieltags

Am heutigen Dienstag wurden drei weitere Partien in der 3.Liga ausgetragen. Hier geht es zu den Ergebnissen.
Für den TSV 1860 wird es morgen interessant, wenn die Konkurrenz im Aufstiegskampf im Einsatz ist. Die Spiele in der Übersicht:

Hansa Rostock – SV Wehen Wiesbaden
SV Meppen – 1. FC Magdeburg
SpVgg Unterhaching – Türkgücü München
FC Saarbrücken – Waldhof Mannheim
VfB Lübeck – FC Ingolstadt 04

Wir werden euch natürlich nach Abpfiff mit einer Zusammenfassung versorgen.

Der weitere Fahrplan für die Löwen

Am Samstag, 24.04.2021 steht für den TSV 1860 München bereits das nächste Spiel an. Die Löwen sind am 34.Spieltag zu Gast bei Waldhof Mannheim. Anpfiff ist um 14:00 Uhr. sechzger.de begleitet das Spiel dann wieder live aus dem Stadion im Liveticker.

3. Liga am Dienstag Abend: Kaiserslautern verspielt Sieg in Duisburg

0
MSV Duisburg - TSV 1860

Das Spiel unserer Löwen gegen Viktoria Köln habt Ihr vermutlich alle verfolgt, oder? Ob im TV (Magenta), im Löwenradio oder bei uns im sechzger.de Liveticker – Ihr seid im Bilde! Neben der Partie im Grünwalder Stadion fanden heute noch drei weitere Partien statt. Der Hallesche FC empfing den SC Verl, der 1. FC Kaiserslautern reiste zum MSV Duisburg und die kleinen Bayern waren zu Gast beim FSV Zwickau. Morg

MSV Duisburg – 1. FC Kaiserslautern 2:2 (0:1)

Der Derbysieg gegen den 1. FC Saarbrücken war Balsam auf der Seele der Roten Teufel. Wobei: Teufel und Seele – passt das zusammen? Egal! Die drei Punkte waren für den FCK auf jeden Fall sehr wichtig und sollten ihnen auch für das Duell beim MSV Duisburg Rückenwind geben. Die Meidericher mussten ihrerseits auf Trainer Pavel Dotchev verzichten, der nach vier gelben Karten gesperrt fehlte.

Kaiserslautern war sofort bei der Sache und nutzte seine erste Chance zum 0:1. Daniel Hanslik, der bereits am Wochenende gegen den FCS doppelt getroffen hatte, war nach Pass von Hercher zur Stelle und markierte in der 7. Minute das 0:1. Erst nach einer halben Stunde kamen die Zebras zum ersten Torschuss, doch Bouhaddouz verzog. Ansonsten aber kontrollierten die Gäste die Partie und gingen verdient mit einer Führung in die Pause.

In Halbzeit zwei jubelten zunächst die Hausherren, als Götze per Eigentor für den MSV zum 1:1 einnetzte (55.). Doch die Roten Teufel schlugen zurück und gingen erneut in Führung. In der 79. Minute traf Senger zum 1:2 für den FCK. Gerade als sich die Gäste schon auf die Feierlichkeiten einstellten, traf sie Kamavuaka mit dem 2:2 ins Mark (90.+1).

FSV Zwickau – FC Bayern II 1:1 (0:1)

Letztes Jahr Meister, dieses Jahr im Abstiegskampf – der FC Bayern II trudelt immer weiter Richtung Tabellenkeller und ein Punktgewinn in Zwickau war fast schon Pflicht, um nicht in die rote Zone abzurutschen. Am vergangenen Freitag setzte es für die Roten ein unglückliches 0:1 gegen Hansa Rostock, was auch für die Löwen sehr ärgerlich war.

Zwanzig Minuten lang waren die Schwäne das aktivere Team, dann aber kamen die kleinen Bayern besser ins Spiel und schlugen in der 35. Minute zu. Der neuseeländische Nationalspieler Sapreet Singh wurde von Angelo Stiller bedient und schob zum 0:1 für die Seitenstraßler ein. Etwas überraschend, aber das wird dem Vorjahresmeister relativ egal gewesen sein.

Nach dem Seitenwechsel ließen Arp und Oberlin die Vorentscheidung für die Gäste liegen und so kam es, wie es kommen musste. Ganz tief in der Nachspielzeit traf der aufgerückte Verteidiger Nkansah auf Kopfballvorlage von Keeper Brinkies zum 1:1 für die Schwäne.

Hallescher FC – SC Verl 1:1 (1:0)

Der SC Verl bleibt mit Sicherheit eine der positiven Überraschungen der Liga. Nach dem etwas unglücklichen 2:3 beim TSV 1860 kehrten die Ostwestfalen gegen den KFC Uerdingen auf die Erfolgsspur zurück und sind noch mittendrin im Rennen um Platz 4 und die Qualifikation für den DFB-Pokal.

Die erste Viertelstunde gehörte den Gästen, doch der HFC brachte in der 16. Minute Zählbares auf die Anzeigetafel. Torschütze zum 1:0: Braydon Manu. Es entwickelte sich eine offene Partie mit Chancen auf beiden Seiten, wobei die Hallenser dem zweiten Treffer etwas näher waren als der SCV dem Ausgleich.

Nach der Pause drückten die Gäste und belohnten sich für ihre Bemühungen. Stöckner erzielte in der 72. Minute das 1:1 und dabei blieb es.

Liveticker: TSV 1860 München – FC Viktoria Köln (33.Spieltag)

0
Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 33.Spieltag zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Viktoria Köln!

Nur drei Tage nach dem Sieg gegen Türkgücü empfängt der TSV 1860 München den FC Viktoria Köln im Grünwalder Stadion. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel.

Liveticker sechzger.de

 

Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia, 25 Willsch – 14 Dressel – 19 Biankadi , 8 Tallig (90. 17 Wein), 31 Neudecker, 7 Lex (61. 11 Greilinger) – 9 Mölders

Bank: 40 Kretzschmar, 3 Lang, 13 Erdmann, 18 Knöferl, 21 Djayo

Tore: 1:0 Mölders (38.), 1:1 Klingenburg (64.)

Die Personalsituation

Phillipp Steinhart kehrt nach absolvierter Gelbsperre in den Kader zurück. Nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler, Keanu Staude und Quirin Moll aufgrund von Verletzungen. Letzterer stand vergangene Woche das erste Mal nach seinem Kreuzbandriss gemeinsam mit dem Team auf dem Trainingsplatz.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit vier gelben Karten vorbelastet ist aktuell Erik Tallig. Bei einer möglichen gelben Karte am heutigen Tage müsste er beim Auswärtsspiel in Mannheim pausieren.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – FC Viktoria Köln außer im Liveticker noch verfolgen?

Nach den beiden Duellen gegen Türkgücü, die jeweils im Free-TV übertragen wurden, müssen die Löwenfans heute auf eine kostenlose Übertragung verzichten.

MagentaSport überträgt das Spiel für Abonennten im Fernsehen, auch im Online-Stream könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Zudem ist das Löwenradio heute wieder im Einsatz. Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch hoffentlich spannende 90 Minuten.

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – FC Viktoria Köln (33.Spieltag)

0
Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Heimspiel unseres TSV 1860 München gegen den FC Viktoria Köln.

Seit Olaf Janßen die Mannschaft von Pavel Dotchev übernommen hat, sind die Kölner – mit einer Ausnahme – immer mit einem 4-2-3-1 System ins Spiel gegangen. Es ist nicht zu erwarten, dass sich das System von Viktoria Köln gegen den TSV 1860 ändern wird. Seit sieben Spielen hat der kommende Gegner der Sechzger nicht verloren. Dass dabei hauptsächlich gegen kriselnde Gegner Erfolge erzielt wurden, tut dieser Tatsache keinen Abbruch. Die Erfolge gegen Zwickau, Meppen und Lübeck dürfen dennoch als glücklich gewertet werden. Die Gegner der Viktoria scheiterten hier eher an der eigenen Abschlussschwäche als an der Klasse der Kölner. Speziell die Partie gegen Zwickau, wo die Kölner durch zwei Tore nach Ecken das Spiel entscheiden konnten, aber ein Schussverhältnis von 18:6 gegen sich hatten, ist exemplarisch.

Die statistischen Werte der Viktoria

  • Ballbesitz 53%
  • Passgenauigkeit 82,9%
  • Gewonnene Defensivduelle 57,2%
  • Flankengenauigkeit 35,2%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 10,55

Die Spielweise unter dem neuen Trainer

Unter Trainer Olaf Janßen hat sich die Viktoria von Platz 13 auf den momentan 9. Platz vorgearbeitet. Auffällig dabei ist, dass die Kölner ihre Partien gegen Mannschaften aus der eigenen Tabellenregion meist erfolgreich gestalten konnten und man mit Ausnahme von Saarbrücken und Wehen Wiesbaden gegen besser platzierte Teams meist den Kürzeren zog.

Eine Tatsache fiel bei der Betrachtung der Spiele stark ins Auge. Janßens Mannschaft tut sich vor allem bei räumlich gut gestaffeltem Pressing, das auf Angriffssteuerung und nicht auf Balleroberung ausgerichtet ist, schwer, die Pressingreihe zu überspielen. Deshalb finden vor allem in der eigenen Spielfeldhälfte viele Quer- und Rückpassballstafetten statt, die oft in einem langen Ball nach vorne gipfeln. Beim Nachsetzen im Kampf um den zweiten Ball weist die Viktoria dann jedoch eine unbeschreiblich hohe Erfolgsquote auf.

In allen Pressingsituationen hat Viktoria Köln ein gewisses Problem, sich daraus zu befreien. Das schließt auch eigene Einwürfe ein.

Wie kann der TSV 1860 gegen Viktoria Köln bestehen?

Mir fiel auf, dass die Unfähigkeit sich kontrolliert im Positionsspiel aus der eigenen Hälfte befreien zu können, dazu führt, dass Köln nach den langen Bällen meist im Spielfeldzentrum an den Ball gelangt. Flügelspiel findet, zumindest in den von mir beobachteten Spielen, im letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor wenig bis kaum statt. Diese Beobachtung bestätigt auch ein Blick auf die Statistik. Köln schlägt die wenigsten Flanken der Liga.

Ein kompaktes Zentrum vor der eigenen Box, gutes Stellungsspiel und Zweikampfstärke im defensiven Mittelfeld ist somit gegen Köln defensiv essentiell und wird für den TSV 1860 München gegen Viktoria Köln von allergrößter Wichtigkeit sein.

Ballkontakte des Gegners im eigenen Strafraum sollte der TSV 1860 München tunlichst verhindern. Bei der Schussgenauigkeit liegt die Elf vom Höhenberg nur ein Zehntel Prozent hinter dem FC Saarbrücken auf Platz zwei der 3. Liga. Erschwerend kommt hinzu, dass mehr als jeder zweite Ballkontakt im Strafraum des Gegners beim FC Viktoria Köln zu einem Schuss führt. Über 42 Prozent dieser Schüsse gehen dann auf das Tor des Gegners. Das ist eine unfassbar gute Quote.

Starke Verbesserungen unter Janßen

Auch die Standardsituationen der Viktoria aus Köln sind nicht zu unterschätzen. Beim Punktgewinn gegen die SpVgg Unterhaching und beim Sieg gegen den FSV Zwickau fielen alle Tore für Köln nach Ecken. Es fällt stark auf, dass sich die Erfolgsquote speziell in dieser Kategorie mit dem Trainerwechsel stark verbessert hat. 47,3% aller Ecken enden unter Janßen mit einem Schuss. Für eine Mannschaft, die im Positionsspiel beim Spielaufbau offensichtlich limitiert ist, ist das genau das richtige Mittel, um zum Erfolg zu kommen. Es ist für Michael Köllners Mannschaft also vor allem bei Eckstößen des Gegners höchste Konzentration vonnöten. Freistöße aus aussichtsreichen Positionen enden mittlerweile in 38,7 % aller Fälle mit einem Schuss der Kölner. Drei der letzten fünf Tore erzielte die Viktoria nach einer Ecke.

Gegen den Ball hat sich bei den Kölnern seit dem Trainerwechsel systematisch und taktisch hingegen relativ wenig verändert. Die Mannschaft scheint aber Druckphasen der Gegner nun besser abzufangen.

Am leichtesten zu knacken ist die Viktoria weiterhin über die Variante der vom Zentrum nach außen gespielten Bälle, die zu großen Verschiebungen führt und andernorts Räume öffnet, welche mit präzisen Flügelwechseln gegen die Verdichtung genutzt werden müssen.

Die regelmäßigen Leser dieser Rubrik werden das Folgende vermutlich schon auswendig kennen. Nichtsdestotrotz gibt es hier die Stichpunkte der Stärken und Schwächen des Systems 4-2-3-1.

Generelle Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Stärken

– kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball

– auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher

– variabel beim Spielaufbau

– offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen

– anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel

– in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig, um Gefahr zu kreieren

Schlüsselspieler

Torhüter Sebastian Mielitz (#1) zeichnet vor allem seine gute Strafraumbeherrschung aus. Davon abgesehen ist der 1,90 m große Keeper leistungsmäßig nach starken Leistungen zu Beginn der Saison mittlerweile eher im unteren Mittelfeld der Liga anzusiedeln. Statistisch gesehen hält er drei von zehn Schüssen, die aufs Tor gehen, nicht.

Innenverteidiger Moritz Fritz (#23) gewinnt rund 64% seiner Defensivzweikämpfe. Er ist aufgrund seiner Körpergröße von 1,93 m sehr sicher bei Kopfbällen, hat allerdings in Kopfballduellen nur eine ausgeglichene Bilanz.

Kapitän und Regisseur Mike Wunderlich (#8) ist mit 35 Jahren das Urgestein der Viktoria. Seit er 2011 vom FSV Frankfurt zunächst zur Leihe und ab 2012 fix für 100.000€ Ablöse vom Main zurück in die Heimat an den Rhein wechselte, schnürt er ununterbrochen die Fußballschuhe für die Viktoria. Passsicher und dribbelstark führt er die kölsche Offensive an, ist sich aber auch nicht zu schade, nach hinten zu arbeiten und Defensivaufgaben zu erledigen. Fehlende Schnelligkeit macht er mit Erfahrung und Stellungsspiel wieder wett. 10 Tore und 5 Vorlagen stehen bei dem offensiven Mittelfeldspieler zu Buche.

Albert Bunjaku (#12) sollte jedem ein Begriff sein, ist er doch jahrelang für den Club aus Nürnberg und den 1. FC Kaiserslautern in der 2.Bundesliga auf Torejagd gegangen. Trainer Janßen hat ihn offensichtlich am Samstag gegen Halle geschont, damit er dienstags topfit auflaufen kann. Ob nun er oder Timmy Thiele (#39) in der Startelf stehen, wird sich zeigen. Nur drei Tore in 21 Spielen sind für einen Stürmer etwas mager. Thiele, ein mit allen Wassern gewaschener Mittelstürmer, der auch mal schmutzig spielt, wenn es nötig ist, hätte immerhin doppelt so viele Treffer auf dem Kerbholz. Wie Janßen sich schlussendlich entscheidet, werden wir heute Abend sehen.

Fazit

Wenn die Jagd auf die vorderen drei Plätze weitergehen soll, müssen zuhause drei Punkte her. Auch um Platz vier weiter zu festigen, um sicher im DFB Pokal dabei zu sein, wäre der Dreier wünschenswert. Dass die Mannschaft des TSV 1860 München dazu in der Lage ist, dessen bin ich mir sehr sicher. Hoffentlich überstehen Köllners Männer also die Strapazen der kurzen Regenerationsphase von Samstag auf Dienstag entsprechend und können wieder Vollgas geben. Nach der bitteren Niederlage im Hinspiel, als man zur Halbzeit theoretisch schon 3:0 hätte führen müssen, gibt es am Dienstag hoffentlich kein Déjà-vu.

Dass wir topmotivierte Sechzger sehen werden, die diesmal wieder mit Phillipp Steinhart auf der linken Verteidigerposition spielen werden, ist klar. Unser Trainer wird seine Jungs mit einem guten Matchplan aufs Feld schicken. Wenn die Mannschaft des TSV 1860 München ihre Leistungen der letzten Spiele konservieren und ausbauen kann, ist es keine Frage, welcher Verein den Sieger dieser Partie stellt.

Also weiterhin im Super Pursuit Mode den drei Spitzenreitern hinterher, bis wir sie ein- und überholt haben.

So könnte Viktoria Köln gegen den TSV 1860 München beginnen

TSV 1860 München Viktoria Köln Aufstellung 20.04.2021

sechzger.de Talk, Folge 5 vor TSV 1860 München – Viktoria Köln

0
sechzger.de Talk Podcast TSV 1860 München

Englische Woche in der 3. Liga und am heutigen Dienstag empfangen die Löwen Viktoria Köln auf Giesings Höhen. In Folge 5 des sechzger.de Talks werfen wir zunächst einen Blick zurück auf den Auswärtssieg bei Türkgücü. Anschließend beschäftigen wir uns kurz mit dem, was den TSV 1860 derzeit so stark macht und spannen dann den Bogen zum bevorstehenden Gegner Viktoria Köln. Viel Spaß!

Löwen-Sieg gegen Türkgücü

Einem souveränen Löwen-Sieg im Olympiastadion folgte ein verbales Scharmützel, bei dem Sascha Mölders und Michael Köllner klare Worte in Richtung Türkgücü richten.

Auf dem Platz sorgten Tore von Neudecker und Belkahia für einen wichtigen Dreier im Aufstiegskampf. Wo lag der Schlüssel zum Erfolg? Sebastian, Bernd und Stefan analysieren die Partie vom Samstag.

Der Mythos 1860

Was macht die Löwen aus? Darüber könnte man natürlich stundenlang diskutieren und hätte noch immer nicht mal ansatzweise erfasst, was da alles mit reinspielt. Aktuell besinnt sich die Mannschaft und ihr Umfeld jedoch auf eine alte Löwen-Weisheit:

“Die Kameradschaft, ja, die Kameradschaft, die macht bei Sechzig alles aus!”

Es passt innerhalb des Teams und daran hat Coach Michael Köllner einen großen Anteil.

Heimspiel gegen Viktoria Köln

Zu guter Letzt wagen wir einen Blick auf den heutigen Abend. Was haben wir von den Gästen aus dem Rheinland zu erwarten? Und was kann der TSV 1860 Viktoria Köln entgegensetzen? Im Grünwalder Stadion treffen zwei formstarke Mannschaften aufeinander, deren Führungsspieler Sascha Mölders und Mike Wunderlich eine gemeinsame fußballerische Vergangenheit haben.

Wie wird der heutige Gegner taktisch agieren? Worauf kommt es bei den Löwen an? Und wer sind die Schlüsselspieler auf beiden Seiten?

sechzger.de Talk

Pünktlich zur fünften Folge des sechzger.de Talks haben wir uns ein Logo und ein Intro gegönnt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an den Mediendesigner, der uns hier tatkräftig unterstützt hat!

Um keine Folge unseres Talks zu verpassen, könnt Ihr uns selbstverständlich auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren.

Natürlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und Verbesserungsvorschläge.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 – Viktoria Köln

1
Grünwalder Stadion TSV 1860 München

Unser Vorbericht zum Spiel der Löwen gegen die Höhenberger

Schlag auf Schlag geht es auf die Zielgerade der Saison 2020/21.
Das vergangene Wochenende verlief erneut zu fast 100% im Sinne der von der aktiven Fanszene jüngst ausgerufenen Road to Gelsenkirchen. Einzig die kleinen Roten spielten am Freitag Abend nicht ganz mit und ließen Hansa Rostock die drei Punkte aus München gen Norden mitnehmen. Aber wahrscheinlich ist es der überschaubaren roten U23-Anhängerschar sogar lieber, wenn ihre Bubis sich Ende Mai wieder in die Regionalliga verabschieden, als dem TSV 1860 in Sachen Rückkehr in die 2. Bundesliga Schützenhilfe zu geben. Uns soll’s Recht sein. Am Ende muss es die Truppe von Michael Köllner sowieso selbst regeln.

In der Englischen Woche nicht gerade gegen einen Liebligsgegner

Das erste von noch zwei im Saisonfinale anstehenden Dienstagabendspielen stellt uns heute Abend vor keine ganz leichte Aufgabe: Wie schon am Samstag Nachmittag im Olympiastadion empfangen die viertplatzierten Löwen heute den Tabellenachten. Diesmal ist es Viktoria Köln. Zum insgesamt erst vierten Mal steht ein Team des TSV 1860 diesem Gegner gegenüber und – man höre und staune – unter Michael Köllner haben wir gegen die Rheinländer noch keinen Punkt holen können. Sowohl das Hinspiel dieser Saison am 5. Dezember, als auch das Duell kurz vor Ende der vergangenen Spielzeit ging jeweils im Sportpark Höhenberg verloren.

Das letzte Heimspiel gegen die Rechtsrheinischem liegt gefühlt schon eine Ewigkeit zurück: Es war das letzte Spiel unter der Verantwortung von Daniel Bierofka und endete am 2. November 2019 vor 15.000 Zuschauern mit 4:2. Doppeltorschütze damals: Natürlich Sascha Mölders. Manche Dinge ändern sich eben nicht so schnell. Anders ausgedrückt sind wir gegen diesen Gegner zu Hause also noch ohne Punktverlust. Alles eine Frage der Perspektive.

Der Gästeblock der Kölner Viktoria beim bislang einzigen Auftritt auf Giesings Höhen im November 2019
Schon beim Heimspiel gegen Viktoria Köln vor fast eineinhalb Jahren ein Thema für die Westkurve: Das Ehepaar Schnell

Viktoria Köln 2020/21: Positiv- und Negativserien und ein Trainerwechsel

Die Aufbesserung der ganz persönlichen Bilanz unserer Coaches gegen die Viktoria dürfte kein ganz einfaches Unterfangen werden. Die Gäste kommen mit der breiten Brust von sechs Siegen aus zuletzt sieben ungeschlagenen Spielen nach Giesing. Eine beachtliche und durchaus erstaunliche Bilanz. Davor waren den Kölnern nämlich in sechzehn Spielen nur zwei Siege gelungen: Gegen die kleinen Bayern und leider auch gegen unsere Löwen. Dieser extrem schwachen Saisonphase fiel Ende Januar der sympathische Bulgare Pavel Dotchev zum Opfer. Er wurde am Tag nach einer 1:2-Heimpleite gegen Waldhof Mannheim nach eineinhalb Jahren an der Kölner Seitenlinie entlassen. Nur eine Woche später heuerte er dann beim MSV Duisburg an und führte die Zebras direkt aus dem Tabellenkeller. Unter anderem mit einem Sieg gegen 1860 Anfang März.

Nachfolger Dotchevs wurde der ehemalige Kölner und Frankfurter Bundesligaprofi Olaf Janßen. Er hat auch eine kurze weiß-blaue Vergangenheit: In der – im negativen Sinne – denkwürdigen letzten Bundesligasaison unseres Vereins 2003/04 war er bis zu dessen Entlassung der Co-Trainer seines ehemaligen Mannschaftskameraden Falko Götz.

Viktoria Köln – die Wundertüte der Saison

Die Erwartungen an die Domstädter vor und im Laufe dieser Saison gingen extrem weit auseinander. Manch glaubwürdiger Drittligaexperte bezeichnete die Viktoria im Herbst als Geheimfavorit auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Auch die Trainer der Konkurrenz statteten – wie in unserem Vorbericht zum Hinspiel im Dezember dargestellt – das namhaft verstärkte Team mit einigen Vorschlusslorbeeren aus. Und sie alle sollten erstmal Recht behalten: Nach vier Siegen und einem Unentschieden aus den ersten sechs Spielen grüßte Köln den Rest der Liga von Tabellenplatz zwei. In Höhenberg träumte man bereits von Derbys gegen den FC in der kommenden Spielzeit.

Dann ging es steil bergab. Kurz nach der Entlassung von Dotchev stand man in der Tabelle auf dem letzten Platz über dem Strich zur Abstiegszone. Und diese Platzierung entsprach wiederum voll und ganz der vorsaisonalen Erwartung einiger Buchmacher: Mit der zweithöchsten Quote der ganzen Liga hätte man mit einem Aufstieg der Viktoria in dieser Spielzeit ordentlich Geld verdient: 150 Euro für 10 Euro Einsatz. Nur Zwickau und Verl wurden noch geringere Chancen auf eine der drei Topplatzierungen im Endclassement eingeräumt. Was den SCV anbelangt ein weiterer deutlicher Beleg für die Unberechenbarkeit dieser Liga.

Unser heimlicher Blick auf die Konkurrenz

Apropos Unberechenbarkeit: Aufgrund des zusammengeschmolzenen Punktevorsprungs des Spitzentrios auf unsere Löwen schielen wir im Saisonfinale natürlich durchaus auf die Aufgabenstellungen der Konkurrenz: Dynamo Dresden ist Corona-bedingt heute nicht im Einsatz, hätte parallel aber den abstiegsbedrohten KFC Uerdingen empfangen. Unsere Löwen dürfen nun alleine vorlegen, den nötigen Druck aufbauen und dann morgen Abend hoffentlich ganz entspannt zusehen, wenn Hansa Rostock das – nach einem katastrophalen März – wieder erstarke Wiesbaden empfängt und der FC Ingolstadt nach Lübeck reisen muss. Der VfB hat sich im Abstiegskampf noch lange nicht aufgegeben. Das wird also auch kein Selbstläufer für die offensichtlich etwas nervösen Schanzer.

Auf geht’s Sechzig – die magische Zahl ist doppelt greifbar

Abschließend noch zwei Zahlenfakten: Wenn wir heute Abend zum ersten Mal jubeln dürfen, weil der Ball im Netz der Gäste zappelt, dann bedeutet dies den sechzigsten Treffer der laufenden Saison für Sechzig. Und mit einem Sieg würde auch das Punktekonto die von uns so geliebte Zahl aufweisen. Gibt es bessere Vorzeichen für einen neuerlichen Erfolg unserer Löwen? Verfolgt auf unserem sechzger.de-Liveticker, ob es dazu kommt!

TITELFOTO: Philipp Rapp

 

 

40 Jahre Lustfinger: Mithilfe der Löwenfans gefragt

0
40 Jahre Lustfinger Jubiläumsalbum

Die Punkrockband Lustfinger begeht in diesem Jahr ein Jubiläum: auf 40 Jahre Bandgeschichte können die Musiker um Leadsänger Tom Fock mittlerweile zurückblicken. Für das aktuell geplante Album hofft die Band auf die Hilfe der Löwenfans.

Erfolgreiches Crowdfunding

Ende Februar berichteten wir euch bereits von der Crowdfunding-Aktion für die geplante CD. Mittlerweile kam dadurch eine stolze Summe zusammen und die Musiker können ihren Traum von einem Jubiläumsalbum zu 40 Jahre Lustfinger in die Tat umsetzen.

Hierfür bittet die Band die Anhänger des TSV 1860 München um ihre Mithilfe. Teil des Albums soll auch ein Löwenhit werden. Die Erwartungen der Fans an diesen Song fragt die Band mit folgenden Fragen ab:

  • Welche Erinnerung verbindest Du mit dem Song Löwenmut im Stadion oder privat?
  • Was würdest Du Dir wünschen, worüber die neue Löwenhymne erzählt / handelt?
  • Was ist Euer Lieblings-Löwen-Song?
  • Wer ist Euer Lieblingsspieler?
  • Was ist der emotionalste Moment, den Du mit den Löwen verbindest?

Diese Fragen sollen in einem Video beantwortet werden, das im Querformat aufgenommen wurde. Desweiteren soll in einem zweiten Video der Klassiker “Löwenmut” gesungen werden. Dabei spielt die eigene Stimme nur eine untergeordnete Rolle. Mit allen eingesendeten Videos soll eine Stadion-Atmosphäre erzeugt werden.

Nun kommt der große Knackpunkt: diese beiden Aufnahmen sollen bis kommenden Freitag, 23.04.2021 bei der Band eingetroffen sein. Nicht viel Zeit, aber Tom Fock hofft auf die große Fanbasis des TSV 1860 München.

Im Folgenden dokumentiert sechzger.de die Pressemitteilung zu 40 Jahre Lustfinger, an deren Ende die Kontaktdaten für die Video-Einsendungen zu finden sind.

40 Jahre Lustfinger

Vor neuer CD sind die Fans des TSV 1860 München gefragt

„Ich glaube an den Aufstieg“, meint Tom Fock, Sänger der Band Lustfinger. „Wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes Jahr. Aber die Löwen sind dran.“ Viele Jahre begleitet er nun die Löwen. Anfänglich an Vaters Hand, wie auch im Text Löwenmut gesungen wird. Seit 40 Jahren auch als löwenaffine Band. 40 Jahre, so alt wird Lustfinger. Bekannt durch Löwenhits wie eben „Löwenmut“ oder auch „Grünwalder Stadion“. Im Jubiläumsjahr der Punkrock-Band soll es eine neue CD geben. Und zwar im Herbst. Auch Löwenlieder soll es dabei geben. Der ehemalige Kult-Stadionsprecher Stefan Schneider soll bereits Ideengeber gewesen sein.

Es ist unglaublich schwierig einen neuen Löwenhit zu landen, weiß Sänger Fock. Mit Löwenmut hat man vor einigen Jahren einen absoluten Klassiker geschaffen. An den man schwer herankommt. „Wir wollen deshalb von den Fans wissen, was sie von einer Löwenhymne erwarten.“ Die Band fordert deshalb Fans auf ein Video aufzunehmen und Fragen zu beantworten. Denn bevor man an den neuen Löwen-Hit geht, möchte man ein Video erstellen. Folgende Fragen sollen die Fans in einem Video beantworten:

Welche Erinnerung verbindest Du mit dem Song Löwenmut im Stadion oder privat?
Was würdest Du Dir wünschen, worüber die neue Löwenhymne erzählt / handelt?
Was ist Euer Lieblings-Löwen-Song?
Wer ist Euer Lieblingsspieler?
Was ist der emotionalste Moment, den Du mit den Löwen verbindest?
„Außerdem wollen wir von den Fans ein zweites Video“, erklärt Fock. Bevor es an den neuen Song geht. will man Löwenmut in einer Art virtuellen Chor präsentieren. „Alles Fans sollen sich selbst aufnehmen, wie sie Löwenmut singen“, meint der graugewordene Punk aus München. „Dabei ist es egal ob die Töne schräg sind. Wir machen daraus eine Stimme. Im Gesamt-Video soll es nachher klingen wie aus dem Stadion.“ Bis Freitag haben die Löwenfans Zeit. Nicht wirklich viel, aber Fock verweist an Sascha Mölders. Sechzig hat eine enorme Wucht mit der Fanbasis. Die etwas bewegen kann.

Beide Videos sollen in Querformat aufgenommen werden. Beim zweiten Lied soll der Gesang deutlich hörbar sein. „Am Besten die Fans nutzen Kopfhörer“, erklärt Fock. Die Videos sollen bis kommenden Freitag über wetransfer.com an contact@lustfinger.com geschickt werden.

Sechzig@18:60 – Die Löwen nach Türkgücü und vor Viktoria Köln

0
Sechzig @18:60 Pilotprojekt Union Berlin
Das Grünwalder Stadion in den Abendstunden

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Diese altbekannte Weisheit von Sepp Herberger triffts in englischen Wochen besonders gut. Kaum freut man sich noch über den 2:0-Sieg bei Türkgücü München, gehts morgen in der Heimat der Löwen schon weiter gegen Viktoria Köln. Wir fassen die Ereignisse des Tages für Euch zusammen.

Rückblick Türkgücü München

So ganz abgeschlossen hatte Trainer Michael Köllner mit dem Kapitel Türkgücü bei der heutigen Löwenrunde noch nicht. Angesprochen auf die Kult-Aussagen von Kapitän Sascha Mölders in Richtung Max Kothny, legte unser Coach heute nochmal nach und bemängelte u.a. den dortigen Umgang mit Trainern und Spielern.

Sportlich zeigte der TSV 1860 dem Gegner am Samstag souverän die Grenzen auf, wie auch Bernd Winninger in seiner TAKTIKTAFEL-Analyse feststellt.

Dennis Dressel, Richard Neudecker und Marco Hiller wurden aufgrund ihrer Leistungen in die “Elf des Tages” beim kicker berufen.

Ausblick Viktoria Köln

Anschließend richtete Köllner seinen Fokus jedoch auf die bevorstehenden Aufgaben und wies darauf hin, dass die Rheinländer “vom Spielerkader her (…) auf jeden Fall unter den Top fünf oder Top sechs in dieser Liga einzugliedern” sei.

Ein Selbstläufer wird das für die Löwen gegen die formstarke Mannschaft von Viktoria Köln mit Sicherheit nicht. Dennoch ist der ehemalige NLZ-Leiter des TSV 1860, Ernst Tanner, optimistisch und tippt auf einen Heimsieg.

Blick über den Tellerrand

Die Saison ist auf die Zielgerade eingebogen, noch sechs Spiele stehen für die Löwen auf dem Programm. In der Löwenrunde gab Köllner zu, inzwischen auch einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Das Hauptaugenmerk gelte jedoch selbstverständlich den eigenen Leistungen und Ergebnissen.

Neues aus der 3. Liga

Sportlich schauts beim VfB Lübeck derzeit eher düster aus. Vier Punkte und acht Tore liegen die Norddeutschen derzeit hinter dem rettenden Ufer. Trotzdem wird fleißig an der Infrastruktur gearbeitet und ab dem 18.05. das Stadion an der Lohmühle saniert. Dabei wird unter anderem eine Rasenheizung installiert wird. Kostenpunkt: ca. 2,5 Mio. Euro.

Ganz andere Probleme herrschen derzeit in Dresden. Noch liegt Dynamo auf einem Aufstiegsplatz, doch Covid-19 hat die Mannschaft seit Donnerstag in eine Quarantäne gezwungen. Mit PCR-Tests und einem strikten Hygienekonzept wollen die Sachsen jedoch am Mittwoch wieder ins Training einsteigen. Die Spiele gegen Duisburg und Uerdingen mussten coronabedingt abgesagt werden.

Türkgücü macht in der Zwischenzeit das, was es am besten kann, nämlich Spieler verpflichten. Heute gaben die Perlacher bekannt, dass sie für die kommende Saison Torhüter Michael Wagner vom FC Bayern II mit einem Vertrag ausgestattet haben.

Damenmannschaft unterstützt die Profis

Einen ganz lieben Gruß senden wir an dieser Stelle an die Damenmannschaft des TSV 1860. Diese hat zwar mittlerweile einen Trainer, eigene Trikots und sogar Sponsoren, darf aber aufgrund der Pandemie nicht kicken. In der Zwischenzeit unterstützen die Damen aber unsere Profis und drücken eifrig die Daumen!

TSV 1860 – Viktoria Köln (33. Spieltag): Expertentipp von Ernst Tanner

0

Es ist eine gute Zeit für unsere Experten, die in der Regel aufgrund ihres Bezugs zum TSV 1860 auf die Löwen tippen. Robert von Bennigsen lag komplett richtig, bei seinem Verwaltungsrat-Kollegen Sebastian Seeböck stimmte die Tendenz mit Sieg mit einem Tor Unterschied. Auch Ex-Stürmer Felix Bachschmid lag am Samstag mit seiner Prognose nur knapp daneben. Diesmal darf sich Ernst Tanner, ehemaliger Leiter des NLZ, an der Partie des TSV 1860 gegen Viktoria Köln versuchen.

Ernst Tanner: Von 1860 in die MLS

Der gebürtige Traunsteiner Ernst Tanner leitete sechs Jahre lang erfolgreich das NLZ der Löwen, wo er zahlreiche spätere Profispieler entdeckte und förderte. 2009 wechselte er in gleicher Position zur TSG Hoffenheim. Dort stieg er zum Sportlichen Leiter, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied auf. Von 2012 war er anschließend Leiter der Nachwuchsabteilung von RB Salzburg. Im August 2018 wagte Tanner den Sprung über den großen Teich und ist seitdem Sportdirektor des MLS-Franchise Philadelphia Union. Sein Team schloss die Vorrunde der Saison als bestes Team der gesamten MLS ab, scheiterte dann jedoch in der 1. Runde der Play-Offs überraschend an New England Revolution. Dennoch nimmt Philadelphia an der diesjährigen CONCACAF Champions League teil. Dort setzte man sich kürzlich mit 1:0 und 4:0 gegen CD Saprissa aus Costa Rica durch.

Tanner setzt auf die Löwen

Über seine Erfahrungen in den USA hat uns der ehemalige NLZ-Leiter der Löwen in einem Interview (Teil 1 / Teil 2) im August 2020 ausführlich berichtet. Den TSV 1860 verfolgt Tanner aufgrund seiner zahlreichen Verpflichtungen nur noch am Rande, ist aber sehr angetan von Michael Köllner und seinem Team. Für das morgige Match gegen Viktoria Köln sieht er die Löwen als Favorit und tippt auf einen 3:1-Sieg gegen die Rheinländer.

Da hätten wir natürlich nichts dagegen…

Noch (mindestens) fünf Expertentipps

Fünf Spiele (und eine mögliche Relegation) stehen dem TSV 1860 in dieser Saison noch bevor. Folglich werden wir auch noch (mindestens) fünf Expertentipps einholen. Wer würde Euch denn interessieren? Schreibt uns!