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Auch Dresden und Rostock lassen Punkte – 0:0 im Spitzenspiel

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Rudolf Harbig Stadion Dresden beim Spiel gegen den TSV 1860 München

Zwei weitere Partien gab es am heutigen 30. Spieltag. Türkgücü schlug den SV Meppen mit 2:0. Damit bleibt Meppen im Abstiegskampf und Türkgücü München ist trotzdem noch 8 Punkte hinter dem TSV 1860 und somit dem vierten Platz, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt.

Vor dem TSV 1860 stehen jedoch noch Ingolstadt, Rostock und Dresden. Ingolstadt verlor gestern bereits überraschend gegen Magdeburg, Rostock und Dresden trennten sich heute  im Spitzenspiel torlos mit 0:0.

An der Tabelle ändert sich vorerst nichts.

Auf Platz 1 findet sich Dynamo Dresden mit 59 Punkten, einen Punkt dahinter auf Platz 2 bleibt Hansa Rostock, auf Platz 3 mit einem weiteren Punkt Abstand dann Ingolstadt auf dem Relegationsplatz.

Die Löwen folgen nach dem gestrigen Sieg gegen Uerdingen auf Platz 4 mit 51 Punkten – Saarbrücken auf Platz 5 hat 46 Punkte.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg in Uerdingen

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Frohe Ostern, liebe Löwen! Es ist Ostersonntag und unsere Löwen haben uns gestern drei Eier ins Nest gelegt. Damit lässt sich das Osterfest trotz der schwierigen Rahmenbedingungen (Kontaktbeschränkungen in München und in vielen Landkreisen um München herum) sicher etwas beschwingter begehen. Ich wünsche Euch auf jeden Fall einen schönen Ostersonntag und dass Eure Jagd nach Ostereiern vielleicht sogar mit mehr als drei Eiern in Eurem Korb zu Ende geht. Aber nicht zu viel Schoko-Eier genießen! Die Möglichkeiten, diese wieder abzutrainieren sind momentan limitiert…

Sechs Eier fehlen nach ganz oben

Im Korb der Löwen fehlen aktuell sechs Eier (sprich Punkte), um zu den Top 3 aufzuschließen. Ganz Giesing wird sicher heute Nachmittag gebannt das Ostduell zwischen Dresden und Rostock schauen. Nicht ohne vorher die halbe Nacht diskutiert zu haben, welches Ergebnis für uns denn das beste sein würde. Jede Variante hat etwas für sich. Verliert Rostock ist auch Platz 2 nur 6 Eier entfernt. Gibt es ein Unentschieden bleibt der Abstand auf beide bei 7 bzw. 8 Punkten. Gewinnen die Rostocker, liegt Platz 2 auch „nur“ 7 Eier entfernt, aber auf Dresden und nicht auf Rostock. Das könnte auch ein Vorteil sein, denn Rostock hat die leicht bessere Bilanz über die letzten zehn Spiele und Dresden könnte mit der zweiten Liga-Niederlage in Folge vielleicht in eine kleine Krise geschickt werden. Naja, wir werden sehen. Heute gegen 16:00h wissen wir mehr.

Startet die Jagd nach den Aufstiegsplätzen nochmal?

Die Frage ist nur: gehen die Löwen nochmal auf die Jagd nach den Aufstiegsplätzen? Günther Gorenzel erklärte ja Mitte März die Jagdsaison nochmal für eröffnet. Einerseits ist der TSV 1860 München Jäger. Ein Jäger, der in einer gewissen Distanz zur Beute steht und sich bereithält, zuzuschlagen und die Beute zu erledigen. Aber auch ein Jäger, der selbst noch gejagt wird. Denn auf den vierten Platz, den wir ja momentan in unseren Korb liegen haben, sind noch Jäger wie der FC Saarbrücken oder unser nächster Gegner aus Verl scharf. Denn der vierte Platz berechtigt zur Teilnahme am DFB-Pokal und den wollen nicht nur wir erbeuten.

Jäger und Gejagter zugleich

Es ist also Angriff nach vorne und Absicherung nach hinten gefragt. Denn – ganz ehrlich – nach dieser tollen Saison wäre es schon ganz schön schmerzlich, komplett mit leeren Händen da zu stehen. Aufstieg oder Relegation wären für mich wirklich eine Riesenüberraschung nach dem aktuellen Tabellenstand, aber „solange es rechnerisch möglich ist, glauben wir dran“, ist ja eine gängige Fußballphrase. Realistischer erscheint mir dennoch, diese tolle Saison mit der Teilnahme am DFB-Pokal zu krönen. Dann hätten wir auch einen sportlichen Erfolg neben den sehr positiven Entwicklungen im sportlichen Bereich zu feiern. Denn unter Michi Köllner wächst richtig was heran. Das bleibt auch der Konkurrenz nicht verborgen, wie sich gestern in der PK wieder zeigte.

Aus Junglöwen werden richtige Löwen

Ich möchte nur ein paar Beispiele herausgreifen. Semi Belkahia hat sich zum Stammspieler entwickelt. Und nicht nur das: Gestern war er der Leader einer Innenverteidigung mit dem 18-Jährigen Niklas Lang als Partner und schoss nebenbei noch das für 1860 so wichtige Führungstor. Dennis Dressel ist zum nicht mehr wegdenkbaren Stammspieler gereift. Mit Knöferl, Djayo und Gresler klopfen weitere eigene Talente aus dem NLZ an die Tür zur ersten Elf. Diese Arbeit wird sich langfristig auszahlen und da können wir wirklich stolz drauf sein!

Aber wie geht die Jagd nun weiter?

Ein Blick ins Tierreich

Laut Wikipedia ist der Löwe ein opportunistischer Jäger, der „zumeist diejenigen Tiere erbeutet, die gerade verfügbar sind“. Zu seinen favorisierten Beutetieren gehören jedoch „Antilopen, Gazellen, Gnus, Büffel, Zebras und Warzenschweine.“ Die bevorzugte Jagdzeit der Löwen ist die Dunkelheit oder das Morgengrauen.

Eine schöne Analogie zu unseren fußballspielenden Löwen. Hauptsache eins der vor uns in der Tabelle liegenden Beutetiere wird erlegt, sprich überholt. Denen wird auch egal sein, welches Beutetier sie aus den Top 3 noch erlegen können. Vielleicht helfen ja die beiden englischen Wochen mit ihren Abendspielen, wenn die Jagdzeit der Löwen in die bevorzugte Dunkelheit verlegt wird. Der Löwe – als König der Tiere – sollte sich aber nicht mehr von Platz 4 verdrängen lassen. Diese Saison, in der wir nach jetzt 30 Spieltagen noch nicht ein schlechtes Spiel von unseren Löwen gesehen haben, muss einfach mit einem sportlichen Erfolg zu Ende gehen.

Jagd vor Zuschauern?

Und in der kommenden Jagdsaison wird dann hoffentlich wieder mit Zuschauern in unserem Jagdrevier angegriffen! Da freu ich mich am allermeisten drauf! Denn unser Rudel ist das geilste! Auf geht’s Löwen, jagen und siegen!

Trainer Stefan Krämer (KFC Uerdingen) lobt den Weg von 1860

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Stefan Krämer Trainer

Während die Löwen durch den 3:1-Auswärtssieg und die gleichzeitige Niederlage des FC Ingolstadt 04 in Magdeburg bis auf sechs Punkte an die Schanzer herangerückt sind, rutschte der KFC Uerdingen auf einen Abstiegsplatz. Generell dürfte der Job in Krefeld einer der härteren im Fußballgeschäft sein. Dennoch zeigte sich Trainer Stefan Krämer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel als fairer Sportsmann und lobte den Weg, den der TSV 1860 aller Unkenrufe zum Trotz in den letzten Jahren eingeschlagen hat.

Köllner wünscht dem KFC Uerdingen Glück

Dass die Chemie zwischen den Trainern Stefan Krämer und Michael Köllner stimmt, war auf der Pressenkonferenz leicht erkennbar. So nahm man es dem Löwen-Coach sofort ab, als er seinem Gegenüber für den weiteren Saisonverlauf alles Gute und viel Erfolg im Abstiegskampf wünschte. Zum Spiel äußerte sich Köllner dahingehend, dass man sich vor der Pause extrem effektiv gezeigt und aus vier Chancen drei Tore erzielt habe. Uerdingen habe jedoch “eine sehr, sehr gute Mentalität und einen guten Charakter” gezeigt. Seinem Trainerkollegen zollte er höchsten Respekt:

“Tollen Job bis jetzt! Ich würde nicht tauschen mit Dir – hab ich auch nicht vor! Und trotzdem machst es richtig gut und ich wünsche Euch auch, dass Ihr die nötigen Punkte holt, damit Ihr die Liga haltet. Es wäre schade, wenn so ein Traditionsverein am Ende in der 4. Liga verschwinden würde.”

Stefan Krämer: Lob für den TSV 1860

Auch Stefan Krämer erachtete den Sieg der Löwen als verdient und bezeichnete die Köllner-Truppe direkt zu Beginn seines Statements als “Spitzenmannschaft”. Auch er wollte seinem Team in Sachen Einsatz – vor allem nach der Pause – nichts vorwerfen, gab jedoch auch zu Protokoll, dass klare Torchancen Mangelware waren.

Lobende Worte fand Krämer in der Folge jedoch für den eingeschlagenen Weg des TSV 1860. Dass die Löwen aus der (finanziellen) Not nicht nur eine Tugend, sondern weit mehr gemacht haben, ließ den Trainer des KFC Uerdingen geradezu ins Schwärmen geraten.

“Ich finde es bemerkenswert, wie viele junge Spieler Ihr nicht nur entwickelt, sondern die auch Spielzeiten bekommen, denn nur so können sie sich in größeren Schritten auch entwickeln. Das macht Spaß zuzukucken. Da wächst was wirklich Gutes ran. Ich wünsche Euch, dass Ihr noch ganz oben rankommt vielleicht. Unter die ersten Drei ist ja noch durchaus möglich, wenn Ihr so weitermacht. Und natürlich hoffe ich, dass wir am Saisonende beide unsere Ziele erreichen.”

Weitere Aussagen von Köllner

Im weiteren Verlauf der PK wurde Michael Köllner gefragt, welches Ergebnis er sich für die Partie Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden wünsche. Dies sei ihm ziemlich egal, antwortete er gelassen. Zudem sei es ihm zum jetzigen Zeitpunkt eher wichtig fünf Punkte Vorsprung auf Platz 5 als nur noch sechs Punkte Rückstand auf Platz 3 zu haben. Beides sei jedoch zum jetzigen Zeitpunkt, also acht Spieltage vor Schluss, letztendlich unerheblich.

Darüber hinaus erklärte Köllner die Auswechslung von Stefan Lex zur Pause damit, dass unsere Nummer 7 etwas angeschlagen gewesen sei. Auch Phillipp Steinhart habe ein Wehwehchen gehabt. Begeistert war unser Trainer von Niklas Lang und Semi Belkahia im Abwehrzentrum:

“Wir haben mit einer extrem jungen Innenverteidigung gespielt. Mit einem A-Jugendlichen und einem 22-Jährigen – die haben das super gemacht!”

Ein klares Bekenntnis zu seinen Junglöwen!

Spielbericht KFC Uerdingen – TSV 1860 München (30.Spieltag)

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KFC Uerdingen Anzeigetafel Lotte 3.Liga

Am 30.Spieltag der Saison 2020/21 in der 3.Liga traf der TSV 1860 München auswärts auf den KFC Uerdingen.

Dabei reisten die Löwen als Tabellenvierter an, während die Gastgeber auf Rang 16 lagen. Die Partie zwischen dem KFC Uerdingen und dem TSV 1860 München wurde im Stadion am Lotter Kreuz ausgetragen, da die Grotenburg immernoch nicht fertig saniert ist. Inzwischen wollen sogar die Fans mit anpacken, wie auch in unserem Vorbericht zu lesen war.

KFC Uerdingen TSV 1860 München

Im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen Tabellenführer Dresden begann Niklas Lang für den gelbgesperrten Salger, außerdem ersetzte Tallig Winter-Neuzugang Keanu Staude im Mittelfeld. Bei Uerdingen fielen kurzfristig Muhammed Kiprit aufgrund einer Verletzung sowie Antonio Grimaldi aus. Der Stürmer, zuletzt in vier Spielen in Folge mit einem Tor, musste als Kontaktperson in einem Corona-Fall in Quarantäne.

Die Löwen mit der frühen Führung

KFC Uerdingen TSV 1860 München 30. Spieltag 0:1
Semi Belkahia trifft zum frühen 0:1

Uerdingen hatte Anstoß, doch es dauerte nur drei Minuten, bis Torwart Königshofer zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Nach Ecke von Neudecker köpfte Semi Belkahia zum 0:1 für den TSV 1860 München ein. Wie auch gegen den Halleschen FC zerstörte das den gegnerischen Matchplan nach nur wenigen Minuten.

KFC Uerdingen kommt gegen den TSV 1860 offensiv nicht zum Zug

Die Krefelder brauchten etwas Zeit, um den Gegentreffer zu verkraften. Nach 22 Minuten kamen sie das erste Mal zum Abschluss, Tim Albutat verzog allerdings deutlich. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der TSV 1860 gegen den KFC Uerdingen alles im Griff, ließ Ball und Gegner laufen.

Nach diesem ersten Torschuss kam der KFC besser ins Spiel, die zweitbeste Abwehr der Liga stand aber sicher und ließ keine gefährlichen Aktionen zu. In der Offensive hingegen setzen die Löwen weiter Nadelstiche und waren damit höchst effektiv.

Mölders mit dem Doppelpack

KFC Uerdingen TSV 1860 München Tor zum 0:3 03.04.2021
Der Doppeltorschütze vor der Halbzeit: Sascha Mölders jubelt

In der 35.Minute fiel das 0:2 für den TSV 1860 München gegen den KFC Uerdingen. Tallig bekam über links viel Platz und Zeit für eine Flanke. Diese fand am zweiten Pfosten Toptorjäger Sascha Mölders, der sträflich allein gelassen einköpfen konnte. Nur drei Minuten später war es wieder eine Co-Produktion von Tallig und Mölders, die zum dritten Treffer von Sechzig München führte. Eine Kopfballabwehr nahm Tallig direkt, traf den Ball jedoch nicht richtig. Den Aufsetzer nutzte erneut Mölders und traf sehenswert mit einem Seitfallzieher zum 0:3 im Stadion am Lotter Kreuz. Saisontreffer Nummer 17 und 18 für den 36-Jährigen.

Die restlichen Minuten bis zur Pause spielte der TSV 1860 München souverän herunter, der KFC Uerdingen musste sich nach dem Doppelschlag zunächst einmal sortieren.

KFC Uerdingen liegt gegen TSV 1860 München 0:3 zurück
Der Halbzeitstand im Stadion am Lotter Kreuz

Ein Wechsel nach der Pause beim TSV 1860, zwei beim KFC Uerdingen

In der 2.Halbzeit kam Keanu Staude auf den Platz, Stefan Lex blieb für ihn in der Kabine. Uerdingen wechselte gleich doppelt und brachte damit neuen Schwung in die Partie. Das äußerte sich nach kurzer Zeit auch direkt am Spielstand. Der KFC setzte sich am Strafraum der Löwen fest, die Defensive brachte den Ball nicht weg. Schlussendlich landete der Ball bei Marcussen, der sich an der Strafraumgrenze den Ball kurz vorlegte und zum Anschlusstreffer traf (51.). Marco Hiller war ohne Chance.

Marco Hiller im Tor des TSV 1860 München
Marco Hiller im Tor der Löwen

Löwen in der Folge um Ordnung bemüht

Das Tor brachte den Gastgebern neuen Mut, der Stadionsprecher forderte über die Lautsprecher “Lasset die Aufholjagd beginnen”. Die Löwen-Defensive stand aber weiterhin sicher und ließ wenig Chancen der Uerdinger zu. Auch die Spielkontrolle hatte weiterhin der TSV 1860 München inne.

Den Willen konnte man den Krefeldern sicher nicht absprechen und die Gastgeber waren phasenweise aktiver. Im letzten Drittel agierte man aber einfach zu ungenau, um das Tor von Marco Hiller wirklich in Gefahr zu bringen.

Weitere Wechsel beim TSV 1860 München und der Bart bleibt dran!

Michael Köllner reagierte auf den komfortablen Vorsprung und tauschte mehrfach durch. Nach 70 Minuten kam Greilinger für Biankadi. 13 Minuten später ersetzen Wein und Erdmann Linksverteidiger Steinhart sowie Erik Tallig. Auch Lorenz Knöferl durfte noch für wenige Sekunden auf den Rasen. Er ersetzte den Spieler des Tages Sascha Mölders (90.+3).

Der TSV 1860 München brachte die restlichen Minuten gegen den KFC Uerdingen wie auch schon vor dem Halbzeitpfiff routiniert über die Zeit und fährt einen nie gefährdeten 1:3-Auswärtssieg ein. Der “Liga-Bart” von Trainer Michael Köllner bleibt also vorerst dran, Sechzig ist nun in der 3.Liga seit vier Spielen ungeschlagen.

Erfreuliche Ergebnisse auf den anderen Plätzen

Grund zur Freude liefert nicht nur die eigene Mannschaft, sondern auch die Ergebnisse bei der Konkurrenz. Die drittplatzierten Ingolstädter unterliegen dem 1.FC Magdeburg mit 0:2. Außerdem verliert Verl gegen Duisburg und Saarbrücken spielt Unentschieden gegen Wiesbaden. Der Rückstand auf Platz 3 beträgt daher nur noch sechs Punkte, der Vorsprung auf Platz 5 hingegen wächst auf fünf Punkte an.

Morgen treffen im Spitzenspiel der 3.Liga zudem Dynamo Dresden und Hansa Rostock aufeinander, die sich damit gegenseitig Punkte wegnehmen werden.

So geht es weiter in der 3.Liga

Für den KFC Uerdingen steht als nächstes das Auswärtsspiel beim Halleschen FC an, der TSV 1860 München trifft daheim im Grünwalder Stadion auf den SC Verl. Anpfiff ist am Samstag, 10.04.21 um 14:00 Uhr.

Liveticker: KFC Uerdingen – TSV 1860 München aus dem Stadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 30.Spieltag zwischen dem KFC Uerdingen und dem TSV 1860 München!

Der Tabellenvierte TSV 1860 München reist nach Lotte und trifft auf den KFC Uerdingen. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern aus dem Stadion und allen Ereignissen rund um das Spiel.

KFC Uerdingen TSV 1860 Spielstand

Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 3 Lang, 27 Belkahia, 25 Willsch – 14 Dressel – 19 Biankadi (70. 11 Greilinger), 7 Lex (45. 23 Staude), 31 Neudecker, 8 Tallig – 9 Mölders

Bank: 40 Kretzschmar, 13 Erdmann, 17 Wein, 18 Knöferl, 32 Gresler

Tore: 0:1 Belkahia (3.), 0:2 Mölders (35.), 0:3 Mölders (38.), 1:3 Marcussen (51.)

Die Personalsituation

Stephan Salger ist gelbgesperrt. Weiterhin nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler und Quirin Moll.

Sperre droht für einen Löwen

Mit vier gelben Karten vorbelastet ist aktuell Philipp Steinhart. Bei einer möglichen gelben Karte am heutigen Tage müsste er gegen den SC Verl pausieren.

Wo könnt ihr das Spiel KFC Uerdingen – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Zuletzt konnten sich die Löwenfans wegen zahlreichen Partien im Free-TV, u.a. das Spiel im Toto-Pokal gegen Türkgücü, wahrlich nicht beschweren. Das heutige Duell zwischen dem KFC Uerdingen und dem TSV 1860 München wird allerdings nicht kostenfrei im Free-TV verfügbar sein.

MagentaSport überträgt das Spiel für Abonennten im Fernsehen, auch im Online-Stream könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Zudem ist ausnahmsweise das Löwenradio heute im Einsatz. Moderator Gilbert Kalb führt euch durch hoffentlich spannende 90 Minuten.

LÖWENRUNDE: Michael Köllner verteidigt Junglöwen Gresler und Lang

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Michael Köllner im Grünwalder Stadion

In der Pressekonferenz vor der Partie gegen Uerdingen äußerte sich Michael Köllner unzufrieden über die Berichterstattung nach dem Pokal-Aus gegen Türkgücü. Vor allem die Kritik an den Junglöwen Maxim Gresler und Niklas Lang fand der Coach des TSV 1860 München nicht angebracht.

Fokus liegt auf der 3.Liga

Zunächst ordnete Trainer Michael Köllner die Niederlage im Toto-Pokal gegen Türkgücü als “ärgerlich” ein, war aber mit der abgerufenen Leistung grundsätzlich zufrieden. Mit dem Vierfachwechsel in der 65.Minute brachte der Coach zusätzlichen Schwung in die Partie. Junge Spieler müssten auch unter Wettkampfsituationen eingesetzt werden und Köllner fand, dass die eingewechselten Spielern sowie Lang und Gresler es “alle gut gemacht” haben. Nichtsdestotrotz ist dem Trainer auch klar, dass die öffentliche Wahrnehmung manchmal anders ist.

Kritik der Medien an Maxim Gresler – Michael Köllner greift ein

Vor allem Maxim Gresler stand nach der Situation zum entscheidenden 0:1 in der Kritik. Der erst 17-Jährige feierte sein Startelfdebüt und ersetzte den etatmäßigen Linksverteidiger Phillipp Steinhart, der aus Vorsichtsmaßnahmen nicht im Kader stand. Aufgrund der Darstellung in den Medien, sah sich Michael Köllner gezwungen, eine Lanze für Maxim Gresler zu brechen.

Ich finde es einfach deplatziert, wenn man sich so einen Jungen dann raussucht. Da hätte man vielleicht sich mit anderen Themen beschäftigen können. Ist die Schiedsrichteransetzung toll gewesen? Eine Minute vor Schluss ein klarer Elfmeter für uns. Die Sachen gehen dann unter, aber die 17-Jährigen sich dann auszusuchen, ist ein passendes Opfer.

Auch Lang mit Beteiligung am Gegentor?

Niklas Lang, der zum zweiten Mal in Folge mit Stephan Salger die Innenverteidigung bildete, wurde in den Medien ebenfalls ein Fehler beim Gegentreffer attestiert. Bernd Winninger hat in seiner TAKTIKTAFEL das Gegentor analysiert und kommt zu einem ganz anderen Schluss, was die beiden Junglöwen anbelangt. Während Lang “nicht die geringste Schuld trifft”, hat Gresler nur einen geringen Anteil am Gegentreffer.

Erneut stellt sich Michael Köllner damit schützend vor seine Spieler. Anfang März war bereits Merveille Biankadi vor allem in den sozialen Medien kritisiert worden. Auf Nachfrage von sechzger.de in der LÖWENRUNDE vor dem Spiel in Duisburg machte der Trainer allerdings deutlich, dass “die entscheidende Meinung” am Ende seine sei.

Michael Köllner freut sich auf “geile Spiele” am 30.Spieltag der 3.Liga

Gespannt blickt der Coach auf den Spieltag am Osterwochenende. Mit dem Duell Dynamo Dresden – Hansa Rostock nehmen sich die beiden bestplatzierten Mannschaften der 3.Liga gegenseitig Punkte weg, außerdem trifft Ingolstadt in einem schweren Auswärtsspiel auf Magdeburg. Doch auch das anstehende Duell gegen den KFC Uerdingen wird nicht leicht. In jedem Fall freut sich der 51-Jährige auf “geile Spiele”.

 

Sechzig um Sieben: KFC Uerdingen 05 – TSV 1860

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Unser Vorbericht zum Spiel der Löwen beim KFC Uerdingen

Hoffentlich gelangt der Löwentross heute Vormittag zum Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen per Flieger und Bus an den richtigen Spielort. Da kann man schon mal durcheinander kommen… Das dritte Drittligaspiel des TSV 1860 bei den Krefeldern findet nämlich zum dritten Mal an einem anderen Austragungsort statt. Und keiner dieser drei Spielplätze war die Grotenburg, die eigentlich Heimstatt des KFC.

Uerdingen in Duisburg und Düsseldorf

Am 9. Februar 2019 fand das Duell zwischen den beiden Aufsteigern in der Schauinsland Arena in Duisburg statt. Felix Weber glich vor 5.650 Zuschauern vier Minuten nach der Uerdinger Führung, die übrigens ein gewisser Kevin Großkreutz vorbereitet hatte, zum Endstand aus. Auf den Tag ein Jahr und vier Monate später empfingen die Gastgeber unsere Löwen in der vor der Saison neu gefundenen Heimspielstätte, der Düsseldorfer Merkur Spiel Arena. Die Partie des 31. Spieltags war das zweite Geisterheimspiel nach der Corona-Zwangspause und für die Uerdinger setzte es die erste Niederlage nach dem Re-Start: Mit 3:1 behielt 1860 die Oberhand obwohl ausgerechnet der in München wohlbekannte Adriano Grimaldi eine 1:0-Pausenführung für das Team in rot und blau hergestellt hatte. Kristian Böhnlein (mit einem sehenswerten Linksschuss), Leon Klassen und Efkan Bekiroglu sorgten aber für einen letztlich ungefährdeten Erfolg für das Team von Michael Köllner.

Nächster Spielort: Lotte

Seit dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg am 28. Februar und vorerst bis zum Ende der laufenden Saison spielen die Krefelder nun also in Lotte. Nachdem der KFC seinen Mietzahlungsverpflichtungen gegenüber dem Stadionbetreiber in Düsseldorf angeblich nicht mehr nachgekommen war, sprach dieser ein Hausverbot für sämtliche Krefelder Vereinsvertreter aus.

An den Sportpark am Lotter Kreuz, rund zwei Autostunden von Krefeld entfernt, haben die Löwen keine besonders guten Erinnerungen: Am 8. Februar 2017 unterlag man als Zweitligist dem Drittligisten Sportfreunde Lotte in einem – in negativer Hinsicht – denkwürdigen DFB-Pokal-Achtelfinale mit 0:2. Ein Brasilianer im Löwendress namens Ribamar erhielt – erst 19 Minuten auf dem Feld – in der 90. Minute nach einem rüden Frustfaul an der Außenlinie glatt Rot und vom kicker die nicht allzu häufig vergebene glatte Note 6. Ein wenig besser, aber auch nicht wirklich rund lief es dann knapp zwei Jahre später im einzigen bisherigen Ligaspiel in Lotte: Im westfälischen Schneechaos gingen die Löwen durch Nico Karger mit 1:0 in Führung, mussten aber direkt nach der Pause den Ausgleich hinnehmen. Die Sportfreunde rangierten zu diesem Zeitpunkt noch auf Platz 13, vier Plätze hinter Bierofkas Löwen. Am Saisonende, im Frühsommer 2019 mussten sie den Gang in die Regionalliga West antreten, in der sie heute einen Abstiegsplatz belegen.

8.2.2017 Der Sportpark am Lotter Kreuz wenige Stunden vor Anpfiff einer denkwürdigen Pokalpartie

Die schwierige Stadionfrage beim KFC Uerdingen

Von der Kampfbahn zum Stadion

Allein an der Anzahl der Heimspielorte in den letzten drei Jahren lässt sich leicht erkennen, dass es in Krefeld offensichtlich ein echtes Stadionproblem gibt. Im Vorbericht zum Hinspiel (einem 0:0 auf Giesings Höhen am 21. November) wurde angekündigt, dass wir uns heute ein wenig näher mit dieser Problematik befassen werden. Und das tun wir nun: Die eigentliche Heimat unseres heutigen Gegners ist die Grotenburg im Krefelder Stadtteil Bockum (mit „k“, nicht mit „h“ ?). Sie wurde schon im Jahr 1927 eingeweiht und ab 1971, nach dem Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga West trug der FC Bayer 05 Uerdingen hier seine Heimspiele aus. Dass die Umbenennung des Spielstätte von der legendären Grotenburg Kampfbahn in das Grotenburg Stadion just aus der erfolgreichsten Zeit von Bayer Uerdingen datiert, ist wahrscheinlich wenigen Fußballfreunden bewusst. Im Sommer 1986, ein Jahr nach dem DFB-Pokalsieg gegen die Roten und am Ende einer legendären Europacup-Saison, die erst im Halbfinale gegen Atletico Madrid ein Ende fand, erfolgten zahlreiche Renovierungsmaßnahmen und die Umbenennung.

27.8.1994 Bundesligaspiel zwischen Bayer 05 Uerdingen und den Löwen vor 10.500 Zuschauern
Am Zaun vor der Gästekurve lässt sich der Aufsteiger für seinen ersten erkämpften Bundesligapunkt nach über 13 Jahren feiern

Niedergang des KFC Uerdingen und der Grotenburg

In den folgenden Jahrzehnten erlebte die Grotenburg den sportlichen Niedergang im Krefelder Fußball hautnah mit. Nur 12 Jahre nach der ersten Saison als KFC Uerdingen (die Bayer AG hatte im Sommer 1995 ihren Ausstieg erklärt), die mit dem Abstieg aus der 1. Bundesliga geendet hatte, fand in der Grotenburg nur noch sechstklassiger Fußball in der Verbandsliga Niederrhein statt. Aufgrund der naturgemäß geringen Besucherzahlen verfiel das Stadion zusehends. Niemand investierte in dieser Zeit in dringend nötige Renovierungsarbeiten. Im Sommer 2013 sperrte die Stadt Krefeld sämtliche Stehplätze. Als Notbehelf wurde die zu diesem Zeitpunkt ungenutzte und weitgehend verfallene Westtribüne – vormals der Gästebereich – provisorisch hergerichtet.

Rückkehr in den Profifußball = Abschied von der Grotenburg

Im Sommer 2018 kehrte der KFC Uerdingen nach zwei unmittelbaren Aufstiegen zurück auf die bundesweite Profifußballbühne. Und der Grotenburg gezwungenermaßen den Rücken. Zwar waren im April des gleichen Jahres vom Krefelder Stadtrat noch rund eine Million Euro für verschiedene Sanierungsmaßnahmen bewilligt worden, jedoch sorgten z.B. die Malerarbeiten im Außenbereich und die Instandsetzung der Parkplätze natürlich nicht für die Drittligazulassung der Traditionsspielstädte. Seit fast drei Jahren ringt man nun in der selbsternannten Sportstadt am Niederrhein um eine Rückkehr des KFC in die Grotenburg. Eine detaillierte Schilderung dieses kommunalpolitischen Hin- und Hers wollen wir uns hier ersparen. Der Wirbel um den Wechsel des Eigentümers der Fußballgesellschaft in jüngster Zeit hat das Vertrauen der politisch Verantwortlichen in das Projekt aber nicht vergrößert. Allerdings kam zuletzt doch Bewegung in die Sache. Erst im März konnten auch unsere Leser von einem Finanzrahmen für Sanierungsarbeiten von 16,3 Millionen lesen und gestern berichtete liga3-online.de von einer Initiative zur Einbindung der Fans in die angedachten Umbauarbeiten. Im Frühjahr 2022 könnte diesem Artikel zufolge endlich wieder der Profifußball in der Grotenburg rollen.

Sportliche Situation und Bilanz

Dazu müsste der Verein aber natürlich die Klasse halten. Aktuell steht man nur zwei Punkte vor den Abstiegsrängen. Wegen des im Januar eröffneten Insolvenzverfahrens wurden dem KFC Uerdingen drei Punkte abgezogen und in dieser Woche erfuhren einige Akteure  auch noch, dass der Verein nicht weiter mit ihnen plant. Die optimale Vorbereitung auf das erste von neun Spielen gegen den drohenden Abstieg in die RL West sieht gewiss anders aus. Für uns ist das vielleicht die Gunst der Stunde, die völlig ausgeglichene Bilanz gegen diesen Gegner aufzubessern: Von 17 Partien gegen Bayer bzw. KFC 05 konnte 1860 sechs gewinnen, sechsmal behielten die Krefelder die Oberhand und fünfmal wurden die Punkte geteilt. Ob wie im letzten Frühsommer ein Auswärtssieg  gelingt, erfahrt Ihr heute wieder einmal vom LÖWENRADIO und – wie gewohnt – in bildlicher und schriftlicher Form im  sechzger.de-Liveticker ab dem vorgerückten Vormittag.

FOTOS Krefeld: Wolfgang Budack

30 Spieltag: Expertentipp mit Verwaltungsrat Robert von Bennigsen

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Diese Woche konnten wir Robert von Bennigsen für unseren Expertentipp KFC Uerdingen – TSV 1860 München am 30. Spieltag der dritten Liga gewinnen. Wie Ihr alle wisst, ist Robert von Bennigsen seit 2008 Mitglied des Verwaltungsrates beim TSV 1860 München. Der im Landkreis Traunstein aufgewachsene Jurist ist seit 1991 Mitglied bei den Löwen und sitzt neben seiner Funktion als Verwaltungsrat des e.V. auch im Beirat der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH (das ist die Komplementärin der GmbH & Co. KGaA). Der vierfache Familienvater sitzt also durchaus an einigen wichtigen Schalthebeln des TSV 1860.

Umso mehr freuen wir uns, dass sich der geschäftsführende Gesellschafter der BDJ Versicherungsmakler GmbH & Co. KG ein paar Minuten Zeit nehmen konnte, um seinen Tipp mit uns zu besprechen:

“Für das morgige Spiel in Lotte beim KFC Uerdingen tippe ich 3:1 für Sechzig!

Ich gehe davon aus, dass wir das Spiel ziemlich im Griff haben werden. Entscheidend wird sein, dass Uerdingen nicht ins Spiel kommt. Ex-Löwe Adriano Grimaldi, der seine Form wieder gefunden hat, lebt von Zuspielen seiner Mitspieler Kinsombi, Feigenspan und Gnaase. Die auszuschalten, wird unsere Hauptaufgabe. Aber mit Dressel,  Wein (falls er spielt) und Neudecker schaffen wir das.

Psychologisch, mit der Tätigkeit des Insolvenzverwalters und unklarer Zukunftsperspektive, hat der KFC Unruhe im ganzen Umfeld. Dies schwächt die Truppe, solange nicht klar ist, wo die Reise hingeht.

Nach der „englischen Woche“ würde mich ein frühes Tor und eines kurz vor der Pause für die Mannschaft sehr freuen. Dann kann die Mannschaft Kräfte sparen.”

Man sieht schon, Robert von Bennigsen hat Ahnung vom Fußball und wagt sogar eine Prognose, wann die Tore fallen. Respekt!

Nachdem zwei unserer letzten drei Tipper (Efkan Bekiroglu und Josef Wieser) gut gelegen haben, hoffen wir, dass auch Roberts Expertentipp für KFC Uerdingen – TSV 1860 München stimmt. Die Löwenfans hätten sich nicht dagegen!

Das Spiel könnt Ihr wie immer am Samstag bei uns im sechzger.de Liveticker verfolgen.

TAKTIKTAFEL: KFC Uerdingen – TSV 1860 München (30.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel unseres TSV 1860 München beim KFC Uerdingen.

Im Hinspiel trotzten die Uerdinger den Löwen mit einem Defensivkampf und zwei tiefstehenden Viererketten mit Müh und Not ein 0:0 auf Giesings Höhen ab. Was erwartet Die Löwen am Karsamstag in Lotte? Müssen wir wieder mit einer Abwehrschlacht des KFC rechnen oder wird Uerdingen es gegen den TSV 1860 dieses Mal offensiver angehen?

 

Die Uerdinger haben diese Saison schon diverse Startformationen ins Rennen geschickt. Im Hinspiel war beispielsweise noch ein 4-2-3-1 angesagt. Seither experimentierte Trainer Krämer unter anderem mit dem uns sehr bekannten 4-1-4-1 und einem 4-3-1-2. Ende Februar wurden die Experimente beim KFC beendet und Uerdingen spielt nun seit acht Partien wieder das beliebteste System der Liga: 4-2-3-1.

Statistische Werte des KFC Uerdingen

  • Ballbesitz 48%
  • Passgenauigkeit 80%
  • Gewonnene Defensivduelle 60%
  • Flankengenauigkeit 33%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 12,36 (viertletzter Platz in der Liga)

Wie wir aus den statistischen Werten herauslesen können, betreibt die Mannschaft von Stefan Krämer nicht das aggressivste Pressing. Der PPDA Wert von 12,36 ist hier der Indikator.

Die Defensive der Krefelder

Gegen den Ball verteidigt die Mannschaft mit zwei tiefen Viererketten. Die offensiveren Außenspieler im Mittelfeld ziehen sich weit zurück und versuchen die Flügelangriffe der Gegner ins zugestellte Zentrum zu drängen. So wird das Spiel für den Gegner vor der Uerdinger Box meist sehr eng. Daraus ziehen vor allem die beiden defensiven Mittelfeldakteure des KFC große Vorteile und können den Gegenspielern oft schon vor der Box den Ball abjagen und ihrerseits Angriffe einleiten.

Nach Ballgewinn können die Krefelder sowohl über vertikales Spiel schnell das Spielfeld überbrücken als auch im ruhigen Positionsspiel gut von hinten heraus aufbauen. Uerdingen gestaltet das Positionsspiel zum Überspielen der Pressingreihe vornehmlich über den rechten Flügel.

In einer Statistik liegt Uerdingen auf Platz 3, der TSV 1860 auf 1

Das Prunkstück der Krefelder ist ganz klar die Defensivabteilung. Besonders bei einem wichtigen statistischen Wert sind die Jungs von Stefan Krämer in der Ligaspitze vertreten: die zugelassenen Schüsse des Gegners. Wären Statistiken der Maßstab für Tabellenplätze, fänden sich die Uerdinger aufgrund der expected Points (xP) auf Platz drei und hätten die zweitwenigsten expected Goals against (xGa) kassiert. Die xP Statistik ergibt sich aus dem Verhältnis der expected Goals (xG) zu xGa pro Spiel. Diesen Statistiken zufolge wäre am Samstag der Tabellenführer beim Tabellendritten zu Gast. Tatsächlich kämpfen die Löwen in Spielen, in denen der Gegner tief steht, aber mit einer gewissen Ladehemmung. Die Uerdinger hingegen hapern mit Gegentoren, die nicht fallen müssten beziehungsweise dürften. Deshalb sieht das reale Tabellenbild anders aus, als es die Statistik der erwarteten Punkte aufzeigt.

Nichtsdestotrotz sieht man an dieser Statistik, dass der Gegner keinesfalls zu unterschätzen ist. Uerdingen hat in der Vorbereitung drei Tage mehr Pause und den Vorteil keine bzw. nur kleinere Reisestrapazen mit sich rumzuschleppen.

Wie kann der TSV 1860 München gegen Uerdingen zum Torerfolg kommen?

Da der kommende Gegner des TSV 1860 München gerne mal tief steht und das Spiel vor und in der eigenen Box sehr eng macht, kann es für die Löwen ein Ansatz sein, den Gegner ins Spiel kommen zu lassen und auf schnelles Umschalten zu setzen. Uerdingen muss auf jeden Fall punkten, um das Abstiegsgespenst weiter zu vertreiben.

Ob sie uns aber den Gefallen tun werden auch selbst offensiv zu spielen, ist schwer zu beantworten. Mit einem Torverhältnis von nur -3 Zählern ist der KFC nicht darauf angewiesen in diesem Punkt irgendetwas zu verbessern. Ob sie gegen unsere Sechzger trotz Heimspiel ins Risiko gehen, selbst in einen Konter zu laufen, um dann gegen eine der defensiv stärksten Mannschaften einem Rückstand hinterherlaufen zu müssen, darf auch bezweifelt werden. Ich erwarte daher ein ähnliches Spiel wie im Hinspiel, bei dem der TSV 1860 München viel Ballbesitz hat und Uerdingen auf seine Chancen im schnellen Umschaltspiel lauert.

Zum bereits zwölften Mal geht es nun gegen ein 4-2-3-1 System, darum gibt es heute wieder nur Stichpunkte.

Stärken und Schwächen des 4-2-3-1

Stärken

– kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
– auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
– variabel beim Spielaufbau
– offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen

– anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
– in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig, um Gefahr zu kreieren

Die Schlüsselspieler

Torhüter Lukas Königshofer (#1) ist sehr sicher bei hohen Bällen und hat Jurjus, nachdem Krämer ihn in der Anfangsphase der Saison zum zweiten Keeper degradierte, mittlerweile seit drei Spielen wieder den Rang abgelaufen.

Ob Innenverteidiger und Kapitän Assani Lukimya (#5), den muskuläre Probleme plagen, am Samstag einsatzbereit sein wird, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Wem die Schlüsselrolle als Abwehrchef zukommt, ist somit eine Wundertüte. Sowohl Dorda (#7), der gegen Zwickau diese Rolle übernahm, als auch der erst kürzlich von einer Verletzung im Knie zurückgekommene Nationalspieler Lettlands Edvinas Girdvainis (#2) bieten sich zusätzlich zu Lukimya an. Alle genannten Verteidiger der Uerdinger sind überdurchschnittlich gut und werden den Sturm der Sechzger vor Probleme stellen.

Der kreative Kopf auf der Doppelsechs Dave Gnaase (#26) ist der Ballverteiler beim Spiel durch das Zentrum für Krefeld. Technisch gut und gegen den Ball sehr aktiv muss man vor allem versuchen, Zuspiele auf ihn zu verhindern.

Mittelstürmer Adriano Grimaldi (#39) dürfte allen Fans des TSV 1860 München noch gut in Erinnerung sein. Seine Qualitäten in der Offensive bewies der Torjäger zuletzt mit vier Treffern in den letzten vier Spielen. Komplett wird ihn die Defensive der Sechzger nicht aus dem Spiel nehmen können. Auch hier gilt es, ihn gar nicht erst an den Ball kommen zu lassen.

Fazit

Ist der KFC Uerdingen schlagbar? Meiner Meinung nach ja. Wir können es mit jedem Team in dieser Liga qualitativ aufnehmen. Welche Auswirkungen die englische Woche auf die Spieler hat, kann man im Vorfeld schwerlich beantworten. Leicht wird es nicht am Lotter Kreuz gegen Krefeld. Wenn die Mannschaft ihre Topleistung abrufen kann und die wenigen Chancen, die sich ergeben werden, clever nutzt, wird Michael Köllners Mannschaft aber als Sieger vom Platz gehen können. Stellungsfehler in der Box wie beim Gegentor des SV Türkgücü am Dienstag darf man sich bei diesem Spiel jedoch keine erlauben. Grimaldi ist nicht der einzige torgefährliche Spieler des Gegners. Eine gut eingestellte und bestimmt wieder bis in die Haarspitzen motivierte Löwenmannschaft wird am Samstag den Uerdingern alles abverlangen. Was dabei am Ende rauskommt, werden wir sehen. Wichtig wird sein, den Ball vernünftig in die Box zu bringen und vor dem Tor abgeklärt zu agieren.

So könnte der KFC Uerdingen gegen den TSV 1860 auflaufen

erwartete Aufstellung vom KFC Uerdingen gegen den TSV 1860 München

 

Datenquelle: wyscout

KFC Uerdingen – TSV 1860 – LÖWENRUNDE aktuell: Der Liga-Bart bleibt dran!

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Karfreitag. Feiertag. Kein Grund für den TSV 1860 München und für sechzger.de auf die obligatorische LÖWENRUNDE zu verzichten. Vor dem Auswärtsspiel gegen den KFC Uerdingen standen Michael Köllner und Günther Gorenzel den Fragen der Berichterstatter zur Verfügung.

(Fast) alle Mann an Bord?

Morgen Vormittag, in knapp 24 Stunden hebt der Löwentross am Flughafen in Manching in Richtung Osnabrück/Münster Airport ab. Ob dann auf dem Rasen in Lotte – außer dem gelbgesperrten Stephan Salger – weitere Stammkräfte ersetzt werden müssen oder ob Michael Köllner aus dem Vollen schöpfen kann, ließ er in der Pressekonferenz noch offen. Eine Entscheidung fällt nach dem heutigen Abschlusstraining.

Haarige Themen

Seine Premiere als Coach an der Seitenlinie in Lotte feiert der Löwendompteur auf jeden Fall bärtig. Er erklärte, dass es sich bei seinem Gesichtsschmuck um einen “Liga-Bart” handle, weshalb das Pokal-Aus gegen Türk Gücü unter der Woche keinen Einfluss auf sein Rasurverhalten hatte. Die Rückfrage von sechzger.de, ob Köllners Ehefrau – bekanntermaßen keine Freundin der Haare im Gesicht ihres Mannes – nun womöglich auf eine baldige Liganiederlage der Mannschaft ihres Mannes hoffe, konnte er aber klar zurückweisen: “Meine Frau will, dass es mir gut geht.” Günter Gorenzel trug zu dem haarigen Thema auch noch etwas bei: Sein Vollbart sei ein “Altersbart” nachdem er weiter oben am Kopf leider nicht mehr sonderlich gut ausgerüstet sei.