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Sechzig um sieben: Wenig Neuigkeiten rund um unsere Löwen

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Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe
Sechzig um Sieben: Neuzugänge unter der Lupe

Guten Morgen, blauer Teil von München! Es ist Mittwoch und die Woche nimmt langsam Fahrt auf. Nur nicht das Geschehen um den TSV 1860 München. Auch gestern gab es keine bahnbrechenden Neuigkeiten rund um unsere Löwen. Das Training am frühen Nachmittag und die Konzentration auf die Aufholjagd im Aufstiegsrennen scheinen oberste Priorität an der Grünwalder Straße zu haben. Gut so!

Türkgücü – TSV 1860 München live im BR

Das übernächste Spiel unserer Löwen (auswärts bei Türkgücü im Olympiastadion) wird am 17. April ab 14:00 im BR übertragen. Wie die offizielle Homepage berichtet, spielten die Löwen das letzte Mal ziemlich genau vor 16 Jahren im Olympiastadion. Allerdings damals ein Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Meine nostalgischen Gefühle halten sich in engen Grenzen.

Sechzger-Spiel des Monats

Unser Historiker Thomas Bolender hat tief in den Archiven gekramt und präsentiert Euch am morgigen Donnerstag sein Sechzger-Spiel des Monats. Dieses Mal nimmt er Euch mit auf eine Zeitreise in das Jahr 1951. Seid gespannt!

Sechzger.de Talk

Unser neues Format Sechzger.de Talk wird im Laufe des Tages mit seiner dritten Episode erscheinen. Einige unserer Redakteure diskutieren das letzte Spiel in Lotte/Uerdingen, die Rolle von Sascha Mölders und wagen einen Ausblick auf das Heimspiel gegen Verl. Garniert ist das Ganze mit der ein oder anderen netten Anekdote!

News aus der dritten Liga

Nachholspiel Lautern-Zwickau findet trotz Corona Fall statt

Obwohl es gestern bei den roten Teufeln im Rahmen der verschärften Corona-Tests einen positiven Fall gab, wird das Nachholspiel am Mittwoch gegen den FSV Zwickau stattfinden. Der betroffene Spieler wurde nicht bekannt gegeben. Wenn das Spiel durchgeführt wird, sind alle offenen Nachholspiele absolviert und alle Mannschaften haben dann 30 Spiele absolviert.

Löhmannsröben bleibt in Rostock

Jan Botox – äh – Löhmannsröben bleibt auf Grund einer Option in seinem Vertrag ein weiteres Jahr beim FC Hansa an der Ostsee wie der Spieler in einem Interview mit der Bild bestätigte.

Damit geht Ihr gut informiert in den Tag! Bleibt gesund und schaut wieder bei sechzger.de rein, um Euch die oben genannten Schmankerl anzuschauen. Außerdem erfahrt Ihr alle Neuigkeiten rund um unsere Löwen und die dritte Liga bei uns. BLAU BLEIBEN!

Sechzig @18:60: News vom TSV 1860 und aus der 3.Liga

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TSV 1860 München am Abend: die Zusammenfassung bei Sechzig @18:60

Guten Abend, Löwenfans! Nachden es nicht nur beim TSV 1860 München, sondern auch bei sechzger.de etwas ruhiger zuging am Osterwochenende, nehmen wir langsam wieder Fahrt auf. Bei Sechzig @18:60 gibt es jetzt die Zusammenfassung des Tages und die News aus der 3.Liga.

Der TSV 1860 und die Allianz Arena

Seit der Rückkehr nach Giesing ins Grünwalder Stadion ist die Allianz Arena eher selten Thema bei den Löwen gewesen. In der nun veröffentlichten dritten Folge des Podcasts Inside1860 dreht sich allerdings alles um das Stadion in Fröttmanning. Dabei kommen diverse Protagonisten von damals zu Wort und liefern erstaunliche Erkenntnisse. Allein diese Folge liefert spannende Erkenntnisse – Grund genug, um sich auf die weiteren fünf Folgen zu freuen.

Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern

Aktuell ruht der Ball in den bayerischen Amateurligen noch. Doch es muss unter anderem bis zum Sommer ein Vertreter bestimmt werden, der gegen einen Verein aus der Regionalliga Nord in der Relegation antritt. Wer sich Hoffnungen auf einen möglichen Auftstieg in die 3.Liga machen darf und wann der Spielbetrieb weiter gehen könnte (bzw. ab wann sicher nicht mehr), erfahrt ihr hier.

Ein Löwe wird “Spieler des Tages” im kicker

29 Spiele, 18 Tore und 22 Scorerpunkte – das ist die Bilanz von Sascha Mölders in der bisherigen Saison 2020/21 in der 3.Liga. Für den 36-Jährigen liegt die Fußballer-Rente offensichtlich noch in weiter Ferne. Nach der Gala-Vorstellung gegen Mannheim am 15.Spieltag inklusive Hattrick wurde der Toptorjäger der Löwen nun zum zweiten Mal als “Spieler des Tages” im Fachmagazin kicker ausgezeichnet.

Kantersieg des TSV 1860 München

Heute vor 25 Jahren schenkten die Löwen dem damaligen Gegner kräftig ein. Gleich fünf Tore konnten die Zuschauer bestaunen und hinten behielt Keeper Meier zudem die weiße Weste. Ein rundum gelungener Tag!

News aus der 3.Liga

Neuer Trainer in Saarbrücken

Nachdem Lukas Kwasniok sich zuletzt in einem Interview mit dem kicker durchaus noch einen Verbleib auf der Trainerbank des 1.FC Saarbrücken vorstellten konnte, wurde nun sein Nachfolger ab dem Sommer bekannt gegeben. Der 49-Jährige Uwe Koschinat beerbt den 39-Jährigen Kwasniok, der seit Dezember 2019 die Geschicke des FCS leitet. Koschinat bringt über 350 Spiele Erfahrung von seinen bisherigen Stationen TuS Koblenz, Fortuna Köln und zuletzt dem SV Sandhausen mit ins Saarland. Als Spieler war der gebürtige Koblenzer vor allem beim ortsansässigen Turn und Sportverein aktiv, bevor er im Sommer 2004 seine Karriere beendete.

Rot für Pusch?

Es lief die 30.Minute im Duell mit dem KFC Uerdingen, als Richard Neudecker plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht im Mittelfeld auf dem Boden lag. Kolja Pusch, einziger Stürmer der Krefelder, war ihm im Kampf um den Ball übel auf das Sprunggelenk gestiegen. Sicherlich kann man dem 28-Jährigen hier keine böse Absicht unterstellen, dennoch wunderte sich so mancher Löwenfan am heimischen Fernsehgerät über die Farbe der gezückten Karte von Schiedsrichter Lukas Benen. Der Unparteiische hatte die Situation schlichtweg nicht gesehen. Dennoch wäre Rot die richtige Entscheidung gewesen, wie jetzt auch der ehemalige Schiedsrichter Babak Rafati bei liga3-online entschied.

Heute vor 25 Jahren: TSV 1860 schlägt den HSV mit 5:0!

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TSV 1860 Löwen Historie

Die Saison 1995/96 war die zweite Spielzeit der Löwen in der 1. Bundesliga nach dem direkten Durchmarsch aus der Bayernliga. Umso erstaunlicher, dass das Team von Werner Lorant zu keiner Zeit in Abstiegsgefahr geriet und am Ende gar den 8. Tabellenplatz erreichte. Heute vor 25 Jahren schickte der TSV 1860 den HSV mit einer 5:0-Packung zurück in der Norden. Überragender Spieler auf dem Platz war Libero Bernhard Trares!

Erste Saison auf dem Oberwiesenfeld

Die Löwen schwammen damals auf einer Erfolgs- und Euphoriewelle. Werner Lorant führte den TSV 1860 von der Bayern- in die Bundesliga. Dort wurde gegen alle Wetten die Klasse gehalten und eine zukunftsträchtige Mannschaft aufgebaut. Spieler wie Nowak, Jeremies, Stevic, Borimirov und Heldt hatten sich zu den etablierten Miller, Trares, Winkler, Berg etc. gesellt und formten ein schlagkräftiges Team. Der Funke sprang über – trotz des Umzugs aus dem Grünwalder Stadion ins weite Rund des Olympiastadions. Dies lag jedoch nicht zuletzt daran, dass die sportlichen Leistungen passten. So wurde beispielsweise der SC Freiburg mit 3:0 besiegt, Borussia Mönchengladbach gar mit 4:0.

TSV 1860 demontiert den HSV

Den höchsten Saisonsieg feierten die Löwen jedoch heute vor 25 Jahren. Der HSV wusste gar nicht wie ihm geschieht und wurde vom TSV 1860 regelrecht überrollt. Angetrieben vom überragenden Bernhard Trares fegten die Weiß-Blauen nur so über die Norddeutschen hinweg. Obwohl Piotr Nowak verletzungsbedingt fehlte und Bernhard Winkler bereits nach sechs Minuten mit Muskefaserriß vom Platz musste, spielten sich die Löwen in einen Rausch. Dennoch dauerte es bis zur 26. Minute, ehe Horst Heldt per Elfmeter Zählbares auf die Anzeigetafel brachte. Der selbe Spieler ließ noch vor der Pause den zweiten Treffer folgen und danach brachen beim HSV alle Dämme.

Der eine Minute zuvor eingewechselte Borimirov sorgte für das 3:0, bevor Trares und Cerny den 5:0-Endstand herstellten. 33.400 Zuschauer waren hellauf begeistert. Zum nächsten Heimspiel gegen den KFC Uerdingen kamen dennoch “nur” 24.100 Fans ins Olympiastadion…

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Werner Lorant schenkte am 06.04.1996 folgenden Spielern das Vetrauen:

Meier – Miller, Trares, Hamann – Cerny, Jeremies (70. Kutschera), Stevic, Schwabl, Heldt – Winkler (6. Rydlewicz), Bodden (67. Borimirov)

Tore:
1:0 Heldt (26., Elfmeter), 2:0 Heldt (42.), 3:0 Borimirov (68.), 4:0 Trares (72.), 5:0 Cerny (85.)

kicker: Sascha Mölders mit Note 1 “Spieler des Tages”

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Es gibt so Tage, da klappt einfach alles. So einen Tag erwischten die Löwen am vergangenen Samstag im Stadion am Lotter Kreuz gegen den KFC Uerdingen. Dreieinhalb Chancen, drei Tore und mittendrin Routinier Sascha Mölders. Zweimal wurde der Goalgetter von Erik Tallig bedient, zweimal vollstreckte SM9 eiskalt. Das brachte ihm im kicker die Note 1 und die Ernennung zum “Spieler des Tages” ein.

Schon wieder getroffen: Der Löwenschütze vom Dienst

kicker ehrt Mölders

In seiner Begründung schreibt das Sportmagazin:

“Und wieder machte der Älteste den Unterschied. Sascha Mölders hat erklärt, sich im Herbst seiner Karriere noch mal in der 2. Liga beweisen zu wollen. Und wie ein Zweitligaspieler führte er seine Löwen zum 3:1 beim KFC Uerdingen. Wuchtiger Kopfball zum 2:0, akrobatischer Seitfallzieher zum 3:0 – fertig war der Oster-Dreier und auch die Rückkehr in den Kreis der Aufstiegsanwärter. Mölders ist 36 Jahre alt und erzielte sein 18. Saisontor. Häufiger (19 Tore) hat er nur im Aufstiegsjahr getroffen.”

Es wäre natürlich ein Traum, wenn der gebürtige Essener die Löwen mit seinen Toren in die Zweitklassigkeit zurückführen könnte. Seine Chancen, am Saisonende die kicker-Torjägerkanone abzustauben, steigen mit solchen Leistungen indes von Woche zu Woche!

Kurz vor Schluß verließ der Spieler des Tages im Tausch gegen den nicht einmal halb so alten Lorenz Knöferl das Feld im Lotter Sportpark

Auch Belkahia in “Elf des Tages”

Neben Sascha Mölders wurde auch der zweite Torschütze des TSV 1860, Semi Belkahia, in die “Elf des Tages” gewählt. Der Innenverteidiger hatte die Löwen bereits nach drei Minuten mit seinem zweiten Saisontor in Führung gebracht. Wie gut, dass der Vertrag des 22-Jährigen erst kürzlich verlängert wurde, denn mit starken Auftritten wie am Samstag werden sicherlich Begehrlichkeiten von anderen Clubs geweckt. Besonders bemerkenswert ist der Werdegang Belkahias besonders, wenn man bedenkt, dass seine Profi-Karriere laut Trainer Michael Köllner kurz vor der Winterpause noch am seidenen Faden hing.

Weitere Ex-Löwen nominiert

Mit Moritz Stoppelkamp (MSV Duisburg) und Marvin Pourié (1. FC Kaiserslautern) wurden zwei weitere Spieler in die “Elf des Tages” berufen, die eine Vergangenheit beim TSV 1860 haben. Am häufigsten nominiert (jeweils sieben Mal) wurden im Saisonverlauf bislang Nico Neindhart (Hansa Rostock) und Sercan Sararer (Türkgücü).

Beitragsbild: TSV 1860

Aufstieg in die 3. Liga: Wie geht es weiter in der Regionalliga Bayern?

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Die Saison der 3. Liga ist auf die Zielgerade eingebogen und der TSV 1860 liegt aussichtsreich auf dem 4. Tabellenplatz. Ganz anders sieht es eine Etage tiefer, in der Regionalliga Bayern, aus. Dort ruht der Ball noch immer und auch die Frage, wer für den Aufstieg in Frage kommt, ist noch unbeantwortet.

Wer steigt auf?

Fünf Regionalligen gibt es derzeit im deutschen Ligensystem, aus denen vier Aufsteiger in die 3. Liga ermittelt werden. Während die Spielzeiten in den Staffeln West und Südwest sportlich zu Ende gebracht werden und die Saison im Nordosten unmittelbar vor dem Abbruch steht (Aufsteiger Viktoria Berlin?), ist im Norden und in Bayern noch nicht klar, wie es weitergehen wird und welche Mannschaften um den Aufstieg spielen werden. Zudem müssen die Vertreter der beiden letztgenannten Staffeln noch gegeneinander ausspielen, wer nächste Saison an der 3. Liga teilnehmen darf.

Aufstieg aus der Regionalliga Bayern

Angesichts der derzeitigen Inzidenzwerte ist davon auszugehen, dass die Saison in der Regionalliga Bayern nicht mehr fortgesetzt wird. Der BFV setzte als zeitliches Limit den 3. Mai, bis zu dem der uneingeschränkte Trainingsbetrieb wieder hergestellt sein müsste. Stand jetzt utopisch!

In Bayern soll der Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation gegen den Nord-Meister über Play-Offs zwischen Viktoria Aschaffenburg, der SpVgg Bayreuth und dem 1. FC Schweinfurt 05 ermittelt werden. Diese drei Vereine hatten auch eine Lizenz für die 3. Liga beantragt und wären bereit und könnten sich ab Mitte Mai in Hin- und Rückspiel duellieren, so es denn der Pandemieverlauf zulässt. Die Oldschdod und die Schnüdel sind bereits wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen, bei der Viktoria wird das in Kürze ebenfalls der Fall sein. Die beiden Partien gegen den Meister aus dem Norden könnten zwischen dem 5. und 12. Juni stattfinden – aber auch diese Termine sind (natürlich) noch nicht bestätigt.

Verwirrung im Norden

Noch etwas verwirrender stellt sich die Situation im Norden dar. Dort sind gleich vier Bundesländer (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen) in die Entscheidungen involviert, wer wann und wo spielen darf. Aktuell gibt es noch diverse Szenarien, welche Teams aus der Regionalliga Nord sich noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die 3. Liga machen dürfen.

Long story short: Im Endeffekt wird es wohl darauf hinauslaufen, dass entweder der TSV Havelse oder Teutonia Ottensen gegen den bayerischen Vertreter sein Glück versuchen darf.

 

Wildmoser junior: Wir hatten ja gar keine Mittel für die Arena!

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Allianz Arena TSV 1860

Während Uli Hoeneß die Allianz Arena noch heute als “allerallergrößte Chance” der Löwen erachtet, “wenn sie die richtig genutzt hätten”, stellt Karl-Heinz Wildmoser junior den Bau des Stadions in Fröttmaning in der Retrospektive deutlich anders dar. In der dritten Folge des überaus hörenswerten Podcasts Inside 1860 (zu finden bei FYEO) offenbart er, dass sich der TSV 1860 München die Arena nie hätte leisten können.

Münchner Donald Trump

Diese Meinung vertraten bereits damals, also vor dem ominösen Bürgerentscheid, viele Löwenfans und gingen auf die Barrikaden. Auch Christian Waggershauser, Betreiber der Muffathalle, interessierte sich unter Präsident Karl-Heinz Wildmoser immer mehr für die Vereinspolitik des TSV 1860 und kam in Sachen Arena zu dem Schluss:

“Wenn ein Milliardär und ein Hartz IV-Empfänger entscheiden, wir ziehen jetzt zusammen und der Millardär sagt “Ich hab da was”… Das war von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil jeder, der rechnen kann, der konnte es sich selber ausrechnen.”

Überhaupt sah er den Präsidenten schon damals sehr kritisch. Natürlich sei es legitim, die Kontakte, die Wildmoser über 1860 knüpfen konnte, für sich selber gewinnbringend einzusetzen. Waggershauser wirft dem Großgastronomen jedoch vor, dabei die Bodenständigkeit verloren zu haben. Zu diesem Fazit kommen auch die beiden SZ-Redakteure Markus Schäflein und Philipp Schneider, die Wildmoser gar als “Münchner Donald Trump” und “Tycoon des Wirtshaus-Business” bezeichnen.

Wildmoser als One Man-Show

In der Folge kritisiert Waggershauser auch weitere Gremien der Löwen der damaligen Zeit, die es versäumten, Wildmoser einzubremsen. So hätte man in der Frage der Beteiligung am Arenabau auf jeden Fall ein “best case”- und ein “worst case”-Szenario berücksichtigen müssen. Auch Christian Ude bestätigte, dass Wildmoser eine One Man-Show, ein Alleinherrscher war. Ude war damals übrigens nicht nur Münchner Oberbürgermeister, sondern saß auch im Aufsichtsrat des TSV 1860. Er wolle “Wildmoser gar nicht negativ darstellen”, so Ude, aber “selbst die Stellvertreter hatten nichts zu sagen. Wildmoser hat gemacht, was er wollte.”

“Wir haben alles zusammen entschieden.”

Auch die Geschäftsführung, sowohl bei den Löwen als auch in der Stadion GmbH, stellte sich Wildmosers (über-?)ambitionierten Plänen nicht in den Weg. Kein Wunder, denn diese lag damals beim Sohn des Präsidenten, Karl-Heinz Wildmoser jun., liebevoll “Heinzi” genannt.

Dieser bezeichnete das Verhältnis zu seinem Vater als sehr gut und eng, da man jeden Tag zusammen gewesen sei und an einem Schreibtisch zusammen gearbeitet habe.

“Wir haben alle Sachen zusammen entschieden. (…) Wir waren Familie und Geschäftspartner (…) und sicher auch Freunde.”

Noch heute schwärmt Heinzi von der Rhetorik und Ausstrahlung seines Vaters und bezeichnet ihn als “Vorbild”, später – als es um das zerrüttete Verhältnis geht – jedoch auch als “Egomanen”. Zudem bestreitet er, dass er von seinem Vater als Geschäftsführer des TSV 1860 eingesetzt worden sei. Dies sei auf Geheiß des Aufsichtrats geschehen. Auch der FC Bayern habe diese Personalie wohlwollend unterstützt. Die SZ-Journalisten fassen aber treffend zusammen, dass Wildmoser jun. den Job “natürlich nicht bekommen hätte, wenn sein Vater nicht Präsident gewesen wäre”.

Leichte Herzbeklemmungen

Als es um die Finanzierung der Arena ging, wurde Wildmoser jun. ziemlich bald klar, dass da Welten aufeinander treffen.

“Ich war tief beeindruckt, als ich die Verträge des FC Bayern lesen durfte. Wo es um die Finanzierung ging, da habe ich leichte Herzbeklemmungen bekommen, weil ich mir gedacht hab: Oh, Sechzig ist echt klein!”

Dennoch verneint Wildmoser jun. doch sehr vehement, dass es die Eitelkeit und der Größenwahn seines Vaters waren, die die Löwen trotzdem in das Arena-Projekt einsteigen ließen. Man wollte sich weiterentwickeln, auch international. Diese Vision habe Wildmoser sen. mit den Gremien geteilt.

Wildmoser jun.: Wir hatten keine Mittel für die Arena!

Der Junior bezeichnet die Zusammenarbeit mit dem FC Bayern als “sehr erfolgreich” und resümiert, dass es den Löwen damals entgegen kam, dass man in Sachen Arena unter Zeitdruck stand. Ob Einnahmen aus den Logen (beider Vereine) oder Namensrechte – alles sei zu 100 % in die Stadion GmbH und die Finanzierung der Arena geflossen. Konkret: Der FC Bayern hätte dadurch den TSV 1860 massiv subventioniert. Oder wie Wildmoser jun. es ausdrückt:

“Die Bayern hätten uns das Stadion bezahlt, unseren Anteil. Das Eigenkapital, damit überhaupt so eine Finanzierung möglich ist, hat der FC Bayern gestellt. Wir hatten ja gar keine Mittel. Wir haben die Mittel gebraucht für den Sport.”

Man einigte sich damals darauf, dass die Löwen ihren Anteil zurückzahlen sollen, sobald sie flüssig sind. Spitzen Idee!

Europarecht vs FC Bayern

Selbstverständlich war der Nachbar aus der Seitenstraße nur so semi-begeistert von diesem fragilen Konstrukt, konnte aber gar nicht anders, als mit dem TSV 1860 gemeinsame Sache zu machen. Der ehemalige OB Christian Ude machte dies den beiden Präsidenten Beckenbauer und Wildmoser sen. ziemlich deutlich und verwies auf das Europarecht, nach dem “eine öffentliche Ausgabe, die nur einem Wirtschaftsunternehmen zugute kommt, eine unzulässige Förderung” sei. Dabei bezieht sich Ude auf die Infrastruktur, also die neue Autobahnausfahrt und die neue U-Bahn-Station – also rund 210 Millionen Euro.

Heißt: Ohne den TSV 1860 hätte es keine Arena gegeben! Der FC Bayern musste also die bittere Pille schlucken und die Löwen mit ins (Schlauch-)Boot nehmen… Dessen war sich Wildmoser bewusst und setzte es als Druckmittel gegenüber dem Geschäftspartner ein. Dass auf die Löwen aber dennoch irgendwann eine gewaltige Rechnung zukommen würde, hat er dabei jedoch gekonnt ausgeblendet…

Kein Plan B

Die Frage der Finanzierung stellte auch Christian Ude in einer Aufsichtsratsitzung, zumal es sportlich zunehmend bescheiden lief. Es hagelte einen Sturm der Empörung:

“Das gibt es nicht! Wir bleiben in der 1. Liga!”

Klasse Plan, oder?

Der Junior als Einzeltäter?

Erstaunlich zudem, dass es die SZ tatsächlich wagt, die Alleinschuld von Wildmoser jun. in der Korruptionsaffäre rund um die Arena in Frage zu stellen. Mehr wollen wir dazu aber gar nicht verraten – hört es Euch an!

 

 

 

Sechzig um Sieben: Österliche Ruhe an der Grünwalder Straße

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Sechzig um Sieben: Heimpremiere rückt näher

Guten Morgen, liebe Löwinnen und Löwen! Wir hoffen, dass Euch der Osterhase die österliche Ruhe ordentlich versüßt hat und Ihr mit einem gut gefüllten Schokobauch in die kurze Arbeitswoche startet.

Wir hätten Euch gerne brandheiße News am Morgen gebracht. Aber die österliche Ruhe wurde an der Grünwalder Straße sehr ernst genommen und es sind keinerlei News nach Außen gedrungen. In der Ruhe liegt die Kraft!

Die Elf mit dem Bob im Wappen vor dem Abstieg

In der südlichen Vorstadt wird aller Voraussicht nach auch bald Ruhe einkehren. Zumindest, was die dritte Liga angeht. Wie wir berichteten erreichte die SpVgg bei Viktoria Köln “nur” ein 1:1. Damit fehlen in der Tabelle aktuell acht Punkte auf Platz 15. Das wird schwer bei nur noch acht ausstehenden Partien. Dennis Dressel muss sich wohl einen neuen Lieblingsgegner suchen.

Sascha Mölders zum Spieler des 30. Spieltags nominiert

Am Samstag war von österlicher Ruhe beim TSV 1860 München noch keine Rede und so fuhren die Löwen einen ungefährdeten Sieg in Uerdingen (bzw. Lotte) ein. Mit seinen zwei Toren (besonders dem exquisiten Seitfallzieher zum 3:0) stach Sacha Mölders aus der geschlossenen Mannschaft heraus. Das blieb auch den Kollegen von Liga3 online nicht verborgen und sie nominierten ihn zum Voting zum Spieler des 30. Spieltags. Ihr wisst, was Ihr zu tun habt! Hier geht’s lang!

Podcast “inside 1860” zur Arena-Finanzierung

Der relativ neue Podcast “inside 1860” beschäftigt sich in seiner neuesten Folge mit der Finanzierung der Fröttmaninger Arena. Herausgekommen ist eine mehr als hörenswerte Folge, die sich Stefan Kranzberg bereits angehört hat und die wichtigsten Infos für Euch in einem Artikel zusammengefasst hat. Dieser wird gegen Mittag erscheinen. Absolut lesenswert!

News aus der dritten Liga

Ultimatum für Schnorrenberg

Wie liga3-online berichtet, fordert HFC-Präsident Jens Rauschenbach: “Gegen Uerdingen muss die Mannschaft gemeinsam mit dem Trainerteam nun den Abwärtstrend der vergangenen Wochen stoppen und einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.” Und wenn nicht? Dann greifen nach nur zwei Siegen in den letzten 14 Spielen und nur einem Punkt aus den letzten Spielen wohl die üblichen Gesetzmäßigkeiten der Branche, wie es immer so schön heißt.

Auch Traoré beim KFC vor dem Abschied

Da sich unser letzter Gegner wie allgemein bekannt im Insolvenzverfahren befindet, können sowohl der Verein als auch die Spieler von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Der kicker spekulierte bereits letzte Woche, dass der Verein drei Spielern gekündigt habe, um das Gehaltsgefüge anzupassen. Nun wurde bekannt, dass der 23-jährige Rechtsverteidiger Omar Haktab Traoré  wohl auch seinerseits gekündigt hat. Ziemlich sicher ist dies auch bei Dave Gnaase der Fall, der ja in der Winterpause auch von den Löwen umworben wurde. Es darf also wieder spekuliert werden, ob Gnaase bald an der Grünwalder Straße trainiert.

Wir wünschen Euch damit einen guten Start in die kurze Woche. Heute wird es wahrscheinlich mit der österlichen Ruhe an der Grünwalder Straße vorbei sein, drum schaut bei uns rein. Denn alle wichtigen News rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga findet Ihr bei uns! Schönen Tag Euch allen!

3. Liga am Montag Abend: Viktoria Köln – SpVgg Unterhaching

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Sportpark Höhenberg Viktoria Köln 3.Liga

Neun Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hatte die SpVgg Unterhaching vor der heutigen Partie bei Viktoria Köln. Ein Dreier musste also unbedingt her, um die Hoffnung auf den Klassenerhalt zu füttern.

Viktoria Köln – SpVgg Unterhaching

Nach zuletzt vier Siegen in Folge waren die Gastgeber natürlich hoher Favorit an diesem Montag Abend. Kurz vor dem Anpfiff setzte der Schneefall ein und zunächst diktierten die Hausherren das Geschehen am Höhenberg. Nach einer Viertelstunde hatte Koronkiwiecz (1860 erinnert sich ungern an ihn…) eine gute Chance zum 1:0, Verteidiger Turtschan verhinderte den Einschlag jedoch im letzten Moment. Erst nach einer halben Stunde kamen die Münchner Vorstädter besser in die Partie und hätten fast noch Unterstütztung der Kölner erhalten. Viktoria-Stürmer Thiele leistete sich gegen Göttlicher nämlich eine Tätlichkeit und hatte Glück, nur Gelb dafür zu sehen. Die Rache folgte jedoch auf dem Fuß, in dem Fall auf dem von Niclas Anspach, der in der 40. Minute zum 0:1 einnetzte. Der Assist stammte einmal mehr von Markus Schwabl, der bereits zum elften Mal in dieser Saison ein Tor der SpVgg vorbereitete.

Später Ausgleich der Viktoria

Nach dem Seitenwechsel war der Viktoria deutlich anzumerken, dass sie ihre beeindruckende Serie unbedingt fortsetzen wollte, doch in den ersten zehn Minuten nach der Pause fehlte es an Präzision. Dann aber tauchte Thiele auf Pass von Cueto plötzlich alleine vor Keeper Coppens auf, der in der Eins-gegen-Eins-Situation den Ausgleich verhinderte (57.). Direkt danach wurde der Ball gewechselt – die orange Kugel war aufgrund des anhaltenden Schneefalls gefragt! Danach plätscherte das Spiel fast schon unangenehm langweilig vor sich hin, ehe Risse plötzlich den Ausgleich auf dem Fuß hatte. Göttlicher stand jedoch goldrichtig und rettete auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Keeper. Auf der Gegenseite spielte Haching zwei vielversprechende Konter sehr unklug aus und vergab die mögliche Vorentscheidung.

Timmy Thiele holte sich in der 75. Minute hochverdient Gelb-Rot ab, die Truppe von Arie van Lent spielte die letzte Viertelstunde also in Überzahl. Beste Voraussetzungen also, um den wichtigen Auswärtssieg einzufahren. Gefährlich blieb aber die Viktoria: Zunächst scheiterte Wunderlich per Fernschuss an Coppens, nach der anschließenden Ecke jedoch köpfte Michael Schultz zum 1:1 für Köln ein (86.).

Ob Unterhaching sich noch aus dem Abstiegssumpf ziehen kann? Die Hoffnung in der Vorstadt schwindet von Woche zu Woche…

 

Taktiktafel, die Analyse: KFC Uerdingen 05 – TSV 1860 München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zu Taktiktafel Analyse des Auswärtsspiels unseres TSV 1860 München beim KFC Uerdingen 05 in Lotte.

Der KFC Uerdingen empfing den TSV 1860 München in Lotte mit dem erwarteten 4-2-3-1 System. Durch den coronabedingten Ausfall von Grimaldi als Kontaktperson und wegen kurzfristig aufgetretenen Knieproblemen bei Kiprit kam die Mannschaft von Stefan Krämer jedoch zunächst ohne echten Mittelstürmer auf den Platz. Wie üblich stellte Michael Köllner die Löwen im flexiblen 4-1-4-1 System auf. Diesmal Variabler denn je. Das Ergebnis haben wir am Samstag gesehen.

Wie war das Spiel des TSV 1860 angelegt?

Bei eigenem Ballbesitz kamen bei Sechzig im Positionsspiel alle Aufbauvarianten die in den letzten Spielen zu sehen waren zum Einsatz. Die dynamische Dreierkette bei der beide Außenverteidiger ins Mittelfeld vorschieben und der defensive Mittelfeldspieler in die Kette abkippt. Oder die links- bzw. rechtsgependelte Viererkette wo einer der beiden Außenverteidiger offensiv nach vorne schiebt.

Ebenso setzten die Löwen bisweilen auch auf den langen Ball. Torwart Hiller schlug das Leder öfter als wir es gewohnt sind lang in des Gegners Hälfte.

Uerdingen musste daher im Spiel gegen den Ball sehr aufpassen wie die Löwen verschieben um selbst nicht verkehrt im Raum zu stehen oder mit plötzlicher Überzahl überrascht zu werden.

Gegen den Ball waren mit Neudecker und Tallig zwei Spieler auf dem Platz, die Situationsbedingt im Wechsel, die Rolle des Box to Box Spielers, abhängig davon über welche Seite die Uerdinger ihre Angriffe lancierten, gaben. Somit hat Trainer Köllner die schrittweisen Entwicklungen die in den vergangenen Monaten zu sehen waren am Samstag zum ersten mal miteinander verknüpft.

Abstimmungsprobleme bei den Löwen

In einigen Situationen waren nichtsdestotrotz gewaltige Abstimmungsprobleme im letzten Drittel der Löwen gegen den Ball auszumachen. Vierundzwanzig Ballkontakte im Strafraum für den Gegner sind im Vergleich zu anderen Spielen zu viele. Nur im Januar bei der Ligapartie gegen Ingolstadt hatte die gegnerische Mannschaft mit 31 mehr Ballkontakte im Strafraum der Löwen.

Der Durchschnitt für die Gegner der Löwen liegt für diesen Wert bei 13,7 pro Spiel. In Führung liegend lassen die Spieler des TSV 1860 München pro 90 Minuten sogar nur 7,4 Ballkontakte des Gegners im Strafraum zu. Das Fehlen der nominellen Stürmer des Gegners war also ganz klar ein Segen für die junge Innenverteidigung der Sechzger.

Diese oben angesprochenen Abstimmungsprobleme sind jedoch nicht weiter verwunderlich. Mit der Gelbsperre von Abwehrchef Salger fehlte in diesem Mannschaftsteil, durch dessen Absenz, die Erfahrung aus 132 Zweitligapartien und 5 Bundesligaspielen.

Die Statistiken zum Spiel KFC Uerdingen – TSV 1860 München

Damit sind wir auch schon bei den Statistiken zum Spiel:

TSV 1860 KFC Uerdingen
Ballbesitz: 44% 56%
Passgenauigkeit: 75% 79%
Defensive Zweikampfquote: 65% 56%
Schüsse: 11 15
Schüsse aufs Tor 4 4
PPDA*: 9,54 6,71
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Der höhere Ballbesitz bei Uerdingen hat die übliche Ursache. Viele Rück- und Querpässe bei oft behäbigem Spielaufbau der Gastgeber. Mehr als Doppelt so viele Rückpässe und ein über ein Drittel mehr an Querpässen hat Stefan Krämers Team zu Buche stehen. Man könnte meinen damit wäre auch schon die höhere Passgenauigkeit beim Gegner erklärt. Das ist diesmal aber nicht der Fall. Speziell Pässe der Löwen nach vorne kamen unterdurchschnittlich oft an. Wie vor der Partie erwartet funktionierte das Stellungsspiel der Krefelder sehr gut.

Frühe Führung des TSV 1860 München

Mit der frühen Führung der Gäste wurden die Hausherren dazu gezwungen mehr und aggressiver nach vorne zu agieren. Ebenfalls zwang das die Krefelder dazu, stärker als es vermutlich geplant war zu pressen. Einen besseren Pressingindex als die PPDA von 6,71 am Samstag konnten die Uerdinger im Saisonverlauf bisher nur zweimal erreichen.

Aus der Kombination dieser Zwänge für Uerdingen ergaben sich dann allerdings die Chancen im Spiel nach vorne für unseren TSV 1860 München. Es gab Räume für die Sechzger die oft gut ausgenutzt wurden.

Erschwerend kam diesmal eine eiskalte Chancenverwertung seitens des TSV 1860 München hinzu. Drei von vier hochkarätigen Chancen nutzen die Gäste und nahmen den Krefeldern damit komplett den Wind aus den Segeln.

Die Tore

Bereits in der 3. Minute klingelte es zum ersten Mal im von Königshofer gehüteten Kasten des KFC. Neudeckers vom Tor weggezogene Ecke die linke vordere Begrenzung des Torraums versenkte Belkahia per Kopf zur frühen Führung.

Die Entstehungsgeschichte des zweiten Tores für den TSV 1860 München beginnt in der 34. Minute mit einem schlecht ausgeführten Freistoß von Stefan Lex, den die Uerdinger abwehren können. Dieser Abgewehrte Ball landet  zentral in der nähe der Mittelline bei Marius Willsch, der weit zu Hiller an die Strafraumgrenze zurückspielt. Der Torhüter der Löwen sondiert kurz die Lage und drischt das Spielgerät dann von der halbrechten Seite im letzten Drittel der Löwen über etwa sechzig Meter Distanz leicht Diagonal zu Biankadi der den Ball etwa zehn Meter vor dem Strafraum der Uerdinger mit dem Kopf auf den ihn hinterlaufenden Tallig weiterleitet. Tallig erreicht den Ball kurz vor dem Strafraum der Gastgeber, dringt in diesen ein und Flankt von der linken Strafraumbegrenzung auf die halbrechte Seite der kleinen Box. Dort kommt Mölders völlig frei zum Kopfball und netzt in der 35. Minute zum 2:0.

Das 3:0 für den TSV 1860 München

Kurze zeit später, genauer gesagt in der 38. Minute sind die Hausherren wegen einer Verletzung von Kinsombi mit einem Mann weniger auf dem Platz. Uerdingen überlässt den Löwen in dieser Situation komplett das Feld. Aktionen gegen den Ball finden zunächst keine statt. So schieben sich die Löwen ein wenig den Ball nahe der Mittellinie gegenseitig zu. Belkahia auf Dressel, der auf die rechte Seite zu Neudecker, wieder zurück zu Dressel.

Plötzlich macht Dennis Dressel das Spiel Schnell und gibt den Ball steil zu Lex. Lex kann das Leder, obwohl zwei Gegenspieler in seiner Nähe wären und stören könnten, problemlos verarbeiten, die beiden Uerdinger ziehen sich lieber zurück anstatt auf den Ball zu gehen. Kurz bevor Gnaase, der aus dem Hintergrund auf Lex zuläuft, eingreifen kann, flankt die Nummer sieben der Löwen in den Strafraum der Uerdinger. Lukimya kann zunächst klären. Löwe Tallig schaltet jedoch an der Strafraumgrenze am schnellsten setzt zum Schuss an, trifft den Ball allerdings nicht richtig. So wird der vermeintliche Schuss zur perfekten Vorlage für den sich in Mittelstürmerposition befindlichen Sascha Mölders, der das Spielgerät per Seitfallzieher links im Tor zum 3:0 unterbringt. (Tor des Jahres)

Das Gegentor

Nach einem Ballverlust von Staude nahe der Uerdinger Box bringt Wagner für den KFC Tempo ins Spiel. Mit dem eroberten Ball am Fuß läuft er in halbrechter Position unbedrängt bis zur Mittellinie. Dort spielt er den Ball nach rechts an die Seitenlinie zu Göbel.

Göbel kann nunebenfalls ohne große Gegenwehr der Sechzger an Seitenauslinie entlang bis in die Mitte der Spielfeldhälfte der Löwen eindringen. Dann nimmt er kurz das Tempo raus und spielt den Ball wieder zum mittlerweile nachgerückten Wagner. Dieser orientiert sich kurz, sieht den freien Albutat an der Strafraumgrenze der Sechzger und spielt das Leder steil dorthin. Auch Albutat kann das Spielgerät ungestört verarbeiten und bedient Traoré der Mittig an der rechten Strafraumgrenze den Pass erwartet und sofort eine flache Flanke nach innen gibt. Hiller versucht per Fußabwehr zu klären. Dieser Versuch landet obwohl Staude im Kampf um den Ball sehr bemüht ist, zentral vor dem Strafraum des TSV 1860 München bei Albutat. Albutat spielt nun Quer zu Dorda am linken Strafraumeck. Willsch ist zwar in der Nähe greift aber nicht ein, so erspäht Dorda nun Marcussen zentral in der Box fünfzehn Meter vor dem Tor und spielt ihm den Ball zu. Auch Marcussen kann den Ball ungestört annehmen und sich drehen. Von Dressel begleitet geht Marcussen zwei Schritte parallel zur Strafraumbegrenzung und zieht dann immer noch unbedrängt aus etwa siebzehn Metern per Aufsetzer unhaltbar für Hiller ins linke Eck ab.

Diese Situation hätten die Sechzger vor allem in der Frühphase der Entstehung als der Angriff noch vertikal lief besser verteidigen müssen. Nach Hillers Fußabwehr liefen die Spieler des TSV dem geschehen nur noch hinterher und hätten möglicherweise mit einem Eingreifen ein Foul das eine gelbe Karte nach sich gezogen hätte begangen oder einen Strafstoß kassiert.

Bei dem Spielstand von 3:0 war es meines Erachtens richtig auf einen möglichen Fehler des Angreifers zu spekulieren. Aus der Position von der Marcussen den Schuss absetzte gehen statistisch gesehen neun von zehn Bällen nicht ins Tor.

Fazit

Ein aufgrund der guten Chancenverwertung des TSV 1860 München in Kombination mit der schlechten Chancenverwertung des KFC Uerdingen ein wenig glücklicher aber sicher nicht unverdienter Sieg der Löwen. Dieser bringt Hoffnung im Aufstiegsrennen an die Grünwalderstraße zurück.

Im nächsten Spiel gegen Verl sollte die Abwehr mit dem dann zurückkehrenden Salger wieder etwas sattelfester daherkommen und nicht mehr so viele Ballkontakte für den Gegner im Strafraum zulassen. Also Blick nach vorne. Mit Verl kommt die meiner Meinung nach offensiv spielstärkste Mannschaft ins Sechzgerstadion. Das wird ein harter Brocken.

Datenquelle: www.wyscout.com

Sechzig um Sieben: Meldungen vom Osterwochenende und der 3.Liga

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Guten Morgen, Löwenfans! Am Ostermontag geben wir euch zum Start in den Tag einen kurzen Überblick der Meldungen vom Wochenende. Außerdem haben wir die Ergebnisse der 3.Liga für euch und einen Ausblick auf den heutigen Tag.

Giesinger Gedanken zum Sieg in der 3.Liga

Passend zum Osterwochenende drehen sich die Giesinger Gedanken um das Thema Eier. “Eier, wir brauchen Eier” ist dabei jedoch nicht im Fokus – die hat diese junge Mannschaft bereits. 🙂

Trainer von Uerdingen mit Lob für den TSV 1860

Das hört man in dieser Deutlichkeit auch nur selten. Trotz der Niederlage und dem damit verbundenen Fall auf einen Abstiegsplatz war Stefan Krämer, Trainer des KFC Uerdingen, voll des Lobes für die Arbeit und den aktuellen Kurs beim TSV 1860 München.

Köllner verteidigt Spieler

In der Pressekonferenz vor dem 30.Spieltag nutzte Trainer Michael Köllner die Gelegenheit und verteidigte seine jungen Spieler, nachdem diese in den Medien in die Kritik geraten waren.

TAKTIKTAFEL

Den Sieg in Lotte gegen den KFC Uerdingen hat unser Taktikfuchs Bernd Winninger natürlich wieder analysiert und zeigt auf, ob auch die Zahlen den Sieg unterstreichen.

Löwe des Spiels

Das dürfte den meisten heute leicht fallen, dennoch sucht unser Hauptsponsor die Bayerische wieder euren Löwen des Spiels. Noch bis um 12:00 Uhr habt ihr Zeit, eure Wahl zu treffen. Bei einer Teilnahme bietet sich die Chance auf den Gewinn eines Heimtrikots sowie einem signierten Vereinswimpel.

UfS mit weiterem Fahrservice

Die Unternehmer für Sechzig geben die weitere Einrichtung einer Fahrdienst-Strecke bekannt.Die Unternehmer für Sechzig geben die weitere Einrichtung einer Fahrdienst-Strecke bekannt. Weitere Details, wo genau diese lang führen wird, werden in Kürze bekannt gegeben. Eine tolle Initiative, die den Eltern der Junglöwen das Leben enorm erleichtert.

Training

Nach der Doppelbelastung durch den Toto-Pokal und die 3.Liga haben die Löwen am heutigen Ostermontag frei. Auch gestern am Ostersonntag stand keine Einheit an, sodass die Mannschaft am morgigen Dienstag ausgeruht in die Vorbereitung auf das Spiel gegen Verl starten kann.

News aus der 3.Liga

Der 30.Spieltag

Am gestrigen Ostersonntag wurde zwei Spiele in der 3.Liga ausgetragen. Unter anderem fand das mit großer Spannung erwartete Duell zwischen dem Tabellenführer Dynamo Dresden und dem Zweiten Hansa Rostock statt. Die Ergebnisse haben wir euch gestern bereits zusammengefasst.

Heute wird der Spieltag mit der Begegnung Viktoria Köln gegen die SpVgg Unterhaching abgeschlossen. Dabei benötigen die Vorstädter dringend drei Punkte. Als Tabellenletzter trennen sie bereits neun Punkte vom rettenden Ufer.

Wir wünschen euch einen geruhsamen Ostermontag!