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Sechzig @18:60: Trikots für 1860, Spenden und News aus der 3.Liga

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Sechzig @18:60 Pilotprojekt Union Berlin
Das Grünwalder Stadion in den Abendstunden

Guten Abend, Löwenfans! Der Freitag ist geschafft und wir starten gemeinsam in das Wochenende. Bevor sich morgen alles um das Gastspiel des TSV 1860 in Duisburg dreht, gab es auch heute wieder einige Meldungen, die wir euch in Sechzig @18:60 zusammenfassen.

Heute vor 20 Jahren

Ihr täuscht euch, wenn ihr hier jetzt einen weiteren Bericht aus der Kategorie Historische Spiele erwartet. Vielmehr trafen sich einige hundert Löwenfans vor 20 Jahren im Hofbräukeller und lauschten der Vorstellung der Pläne von Manni Schwabl für einen Umbau des Grünwalder Stadions. Damals wie heute ein aktuelles Thema. Hätte man sich damals schon anders entschieden, wäre uns einiges erspart geblieben. Aber leider kann von uns niemand die Zukunft voraussagen…

Die TAKTIKTAFEL

Kurz danach ging unsere TAKTIKTAFEL online und zeigt uns, wie der MSV Duisburg morgen zu knacken ist bzw. worauf unsere Jungs morgen besonders achten müssen. Dabei spielt auch ein Ex-Löwe eine entscheidene Rolle.
Bei dieser Gelegenheit haben wir entdeckt, dass auch in Duisburg ein Taktikfuchs zu finden ist. Um genau zu sein gibt es sogar mehrere, die sich das Revier offensichtlich teilen. Neben den Usern Pawel und Schimanski im MSV-Forum betreiben die Jungs vom Podbolzer eine Facebook-Seite und einen Youtube-Channel, in dem sich alles rund um den MSV Duisburg (aber auch Rot-Weiss Essen) dreht. Reinhören und -lesen lohnt sich!

Expertentipp

Wie bereits heute morgen angekündigt, haben wir einem Ex-Löwen einen Tipp für die morgige Partie entlocken können. Es handelt sich um Benjamin Kindsvater. Wie Benni tippt und wo er inzwischen Fußball spielt, erfahrt ihr hier.

Trikots für die Damen des TSV 1860

Grund zur Freude gab es bei der Frauenmannschaft des TSV 1860 München. Auch wenn aktuell noch nicht an einen Trainings- oder gar Spielbetrieb zu denken ist, konnte man die neuen Trikots in Empfang nehmen. Der Hauptförderer des Frauenfußballs beim TSV 1860 München, die Bayerische, ist neben den Ärzten Back und Blume auch Sponsor auf dem Trikot der Damen. Obendrein gab es zum optimalen Verstauen zwei Koffer vom Fanclub Blutgruppe1860.
Wir hoffen, dass ihr bald das erste Spiel in eurem neuen Gewand absolvieren dürft!

 

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die Bayerische bleibt Digitalpartner des TSV 1860 eV

Auch die nächste Meldung dominiert unser Hauptsponsor. Der Vertrag mit dem “digitalen Löwen” wurde verlängert. Einen solch verlässlichen Partner an der Seite zu haben, kann einfach nur von Vorteil sein. 🙂

1860 Spende für das Klinikum Fürstenfeldbruck

Freuen durfte sich auch das Klinikum Fürstenfeldbruck über eine Geldspende der Firma Lutzeier. Anlass dafür war ein Geschenk von Philipp Steinhart an seinen Freund Eckart Lutzeier. Er überreichte ihm ein signiertes Weihnachtstrikot mit den Unterschriften der gesamten Mannschaft. Diese Freude wollte Lutzeier mit anderen teilen und entschied sich zu einer symbolischen Spende in Höhe von 1.860€. Obendrauf gab es auch noch 1.200 FFP2-Masken. Löwenstarke Aktion!

News aus der 3.Liga

Geldstrafen für Kaiserslautern und Lübeck

Fußball in der 3.Liga in Zeiten der Corona-Pandemie ist nur mit einem extra entwickelten Hygiene-Konzept möglich. Aufgrund von Verstößen gegen die Vorgaben müssen nun der 1.FC Kaiserslautern und der VfB Lübeck jeweils 5.000€ Strafe zahlen. Während in Lautern nach dem Derbysieg gegen Waldhof Mannheim zu überschwänglich mit den Fans gefeiert wurde, gab Lübeck nach einigen Corona-Fällen im Mannschaftskreis Verstöße während einer eigenen Übungseinheit zu.

Rostock schon bald vor Zuschauern?

Schon in gut zwei Wochen könnte es in Rostock wieder ein Heimspiel mit Zuschauern geben. Das berichtet zumindest liga3-online. Ginge es nach Rostocks Oberbürgermeister, dürfte der aktuelle Tabellendritte am 29.Spieltag beim Duell mit dem Halleschen FC 3.000 Zuschauer in das Stadion lassen. Ermöglicht werden soll das Ganze mit Nutzung der App “Luca” und Schnelltests vor dem Stadioneinlass. Die endgültige Entscheidung liegt allerdings bei den zuständigen Behörden. Es wäre das erste Spiel mit Zuschauern seit dem zweiten Lockdown im November in ganz Deutschland.

27. Spieltag: Expertentipp mit Benjamin Kindsvater (Duisburg – TSV 1860)

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Es war am 27.05.2018, als der kurz zuvor eingewechselte Benjamin Kindsvater in der 67. Minute zum Solo ansetzte und im Strafraum gefoult wurde. Ein Pfiff, Elfmeter, 1:2. Der Rest ist Geschichte und die Löwen seit diesem Tag Drittligist. Für unseren heutigen Expertentipp erreichten wir unsere ehemalige Nummer 16 in der Slowakei, wo Kindsvater mittlerweile beim FC Nitra kickt.

Expertentipp mit Benjamin Kindsvater

Doch nicht nur in der Relegation sorgte der gebürtige Trostberger für einen besonderen Moment. Ziemlich genau ein Jahr später, am 11.05.2019, stand der technisch starke Flügelspieler erneut im Fokus. Diesmal empfingen die Löwen Fortuna Köln zur vorentscheidenden Partie um den Klassenerhalt im Grünwalder Stadion. Ein Sieg musste her und Benjamin Kindsvater legte mit seinem sehenswerten 1:0 den Grundstein dafür (siehe Video unten).

2017 war der heute 28-Jährige von Wacker Burghausen nach Giesing gewechselt, zum Zeitpunkt seiner Vertragsunterschrift war der TSV 1860 noch Zweitligist. Kindsvater hielt trotz des Doppelabstiegs an seinem Wechselwunsch fest und schnürte in der Folge in der Regionalliga Bayern für die Löwen seine Fußballstiefel. Als Teil des Aufstiegsteams hat er sich einen Platz in den Geschichtsbüchern des TSV gesichert und erzielte in seinen 64 Ligaspielen für die Löwen sechs Tore.

Neuanfang in der Slowakei

Mit Ablauf der Saison 2019/20 endete auch Kindsvaters Engagement bei 1860. Die Löwen verlängerten den Vertrag des quirligen Offensivspielers nicht und so musste er sich mehrere Monate privat fit halten, ehe er Ende Januar 2021 einen Vertrag beim FC Nitra unterschrieb. Der slowakische Erstligist wurde kürzlich von deutschen Investoren übernommen und soll zu einem “Mini-Ajax in Osteuropa” aufgebaut werden.

Die Löwen hat Kindsvater indes nicht aus den Augen verloren und verfolgt das Geschehen an der Grünwalder Straße interessiert. Für das Auswärtsspiel beim MSV Duisburg ist er optimistisch. Sein Expertentipp: Der TSV 1860 gewinnt an der Wedau mit 2:0! Torschützen: Sascha Mölders und ein Meidericher per Eigentor.

 

Die TAKTIKTAFEL: MSV Duisburg – TSV 1860 München

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Spiel unseres TSV 1860 München beim MSV Duisburg.

Die seit dem Trainerwechsel von Gino Lettieri auf Pavel Dotchev, den wir zu seiner Zeit bei Viktoria Köln interviewen durften, recht ordentlich aufspielenden Duisburger mussten unter der Woche gegen den 1.FC Saarbrücken einen herben Dämpfer in Form einer 1:4 Niederlage hinnehmen. Aber auch in diesem Spiel, das Saarbrücken mehr aufgrund seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor als durch tatsächliche Überlegenheit gewinnen konnte, war eines ganz klar zu erkennen. Duisburg ist vor allem im Spiel nach vorne ein nicht zu unterschätzender Gegner, den der TSV 1860 München nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte.

Statistische Werte des MSV Duisburg

  • Ballbesitz 47%
  • Passgenauigkeit 79%
  • Defensive Zweikampfquote 59%
  • Flankengenauigkeit 25%
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 12,2

Wie spielt der MSV?

Vom anfangs der laufenden Saison noch hauptsächlich gespielten 4-1-4-1 System hat man schon vor dem Trainerwechsel zum defensiv kompakteren 4-2-3-1 ungeschwenkt. Seither steht die Defensive der Zebras viel sicherer auf dem Feld. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Ballbesitz nun öfter im Mittelfeld zugunsten der Zebras wechselt und die Meidericher mehr als zuvor Spielanteile in der gegnerischen Spielfeldhälfte bekommen.

Eine bevorzugte Angriffsseite kann man bei dem Team aus Duisburg nicht feststellen. Mit 33% über links, 32% durchs Zentrum und 35% über rechts ist die Angriffsverteilung bei den ausgespielten Positionsangriffen in etwa gleich. Im Angriff spielen die Zebras also äußerst variabel.
Auch hat der MSV dazu definitiv die richtigen Spieler. Auf diese Schlüsselspieler gehe ich wie üblich weiter unten genauer ein.

Was bedeutet variabel in der Offensive im Falle des MSV Duisburg genau?

Nun, die Offensivspieler der Zebras bringen, je nachdem wo der Gegner in der Defensive Lücken lässt, die Bälle mit allen möglichen Mitteln in die Box des Gegners. Hohe Flanken, flache Flanken, Dribblings von beiden Seiten über die Halbpositionen, Steilpässe im Zentrum. Alles was das “Playbook” hergibt, wird von den Zebras situationsabhängig genutzt. Abgesehen von der vernichtenden kurzen Phase in dem Spiel unter der Woche gegen Saarbrücken, als Duisburg das Spiel quasi herschenkte, waren die Duisburger über mindestens zwei Drittel der Spielzeit ein für Saarbrücken mindestens ebenbürtiger, wenn nicht sogar streckenweise überlegener Gegner. Es zeigen auch die letzten drei Spiele davor, die der MSV alle gewinnen konnte, dass man mit den Meiderichern in der jetzt langsam beginnenden Schlussphase der Saison durchaus rechnen muss.

Wenn die Sechzger defensiv nicht höchst wachsam bleiben, kann es diesmal gegen Duisburg ein noch schlimmeres Ende nehmen als im Hinspiel. Der im Aufwind befindliche MSV wird am Samstag, nach dem durchaus guten Spiel am Mittwoch, das gegen Saarbrücken mit 4:1 erstens zu hoch und zweitens auch ein wenig unglücklich verloren wurde, sicherlich mit Schaum vorm Mund in der heimischen MSV Arena auflaufen und den Löwen alles Abverlangen.

Stärken und Schwächen des Systems 4-2-3-1

Letzte Woche habe ich diese Stärken und Schwächen ausführlich behandelt. Heute gibt es deshalb wieder nur Stichpunkte.

Stärken

– kompakt im Zentrum und vor der Box gegen den Ball
– auch gegen Systeme mit mehr als einem Stürmer sicher
– variabel beim Spielaufbau
– offensiv schwer ausrechenbar

Schwächen

– Anfällig und laufintensiv gegen variables Flügelspiel mit Seitenwechsel
– in der Offensive ist viel Mittelfeldunterstützung für den Stürmer nötig um Gefahr zu kreieren

Schlüsselspieler

Torwart Leo Weinkauf (#1) ist einer der drei besten Torhüter der Liga. Seine Reaktionsschnelligkeit haben wir aus dem Hinspiel noch in schmerzlicher Erinnerung. Der 1,98 m große Keeper der Zebras ist in allen wichtigen Kategorien seiner Zunft als mindestens gut zu bewerten.

Innenverteidiger Vincent Gembalis (#26) ist mit einer defensiven Zweikampfquote von über 75% einer der herausragenden Innenverteidiger der 3. Liga.

Connor Krempicki (#6), eigentlich im offensiven Mittelfeld zuhause, ist für den verletzten Wilson Kamavuaka in die Schaltzentrale der Doppelsechs gerückt. Kamavuaka plagen Rückenprobleme. Ob er am Samstag einsatzfähig ist oder nicht, entzieht sich meiner Kenntnis. Krempicki bringt mit seinem Offensivdrang als sogenannter “Regista” spielend viel Kreativität aus der Tiefe mit ins Spiel der Duisburger. Fuchs sichert bei seinen Ausflügen nach vorne gut für ihn ab.

Moritz Stoppelkamp (#10) sollte allen Lesern aus seiner Zeit beim TSV 1860 München noch gut im Gedächtnis sein. Seine Qualitäten im Offensivspiel sind unbestritten. Ihn unter Kontrolle zu bringen ist eine der wichtigsten Aufgaben für die Löwendefensive.

Der Neuzugang aus Sandhausen Aziz Bouhaddouz (#39) im Sturm ist ein mit allen Wassern gewaschener, routinierter und technisch sehr guter Mittelstürmer. Der 33-Jährige weicht dann und wann gern auf den Flügel aus und rotiert im Spiel mit seinen Offensivkollegen. Sowohl im Abschluss als auch als Vorlagengeber ist er eine “tödliche” Waffe.

Fazit: Kann 1860 gegen den MSV Duisburg drei Punkte einfahren?

Es wird ein heißer Tanz in der Wedau. Duisburg strebt von den Abstiegsplätzen dem Mittelfeld entgegen, der TSV 1860 hingegen will den Anschluss zur Spitze nicht verlieren.

Höchste Konzentration in der Arbeit gegen den Ball sehe ich als wichtigstes Rezept dafür an. In erster Linie geht es darum, auswärts keine Niederlage einzufahren. Ob es ein Sieg werden kann, hängt wie immer von der Verwertung der sich bietenden Chancen ab. Wenn der TSV 1860 München es schafft vor dem Tor von Duisburg ähnlich kaltschnäuzig wie gegen Haching zu agieren, sind auch drei Punkte drin.

Es muss jedoch jedem klar sein, dass vor allem für den MSV Duisburg mit der Ankunft von Trainer Pavel Dotchev die Karten neu gemischt wurden. Der Coach kitzelt zuvor ungesehene offensive Kreativität aus dieser Mannschaft heraus. Das Duisburg 2021 unter Pavel Dotchev ist nicht mit dem Duisburg 2020 unter Torsten Lieberknecht zu vergleichen.

Hoffen wir auf ein gutes Spiel unserer Löwen, die wie immer top vorbereitet und auch ein wenig frischer als der Gegner ins Match gehen werden. Coach Michael Köllner wird der Mannschaft das richtige taktische Rezept mit an die Hand geben. Drei Punkte sind möglich, aber sicherlich keine Plichtaufgabe. Es wird ein sehr hartes Stück Arbeit.

So könnte der MSV Duisburg am Samstag gegen den TSV 1860 beginnen

Duisburg TSV 1860
Duisburg im beschriebenen 4-2-3-1

 

Unsere Datenquelle: wyscout

Vor 20 Jahren: TSV 1860 ins Sechzger – Schwabl Pläne im Hofbräukeller

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Scheiss-Olympia, Fahne der TSV 1860 Fans im Hofbräukeller

Vor 20 Jahren: TSV 1860 bald wieder im Sechzgerstadion – die Schwabl Pläne im Hofbräukeller

Am 05. März 2001 präsentierte Manfred Schwabl seine Umbaupläne für das Sechzgerstadion im Hofbräukeller. Anwesend waren u.a. vom TSV 1860 Heinzi Wildmoser jr. – und rund 600 Löwenfans.

Präsentation der Umbaupläne für´s Sechgzerstadion von Manni Schwabl

Richtungsweisend für den TSV 1860 München

Das Jahr 2001 sollte richtungsweisend sein für die Geschichte des TSV 1860 München. Die Löwen spielten seit 1995 im Olympiastadion. Obwohl man im Vorjahr die erfolgreichste Saison seit Jahrzehnten gespielt hatte, war der Zuschauerschnitt in der Saison 2000/01 von 32 671 auf 27 982 gesunken. Inkl. eines ausverkauften Derbies gegen den FC Bayern wohlgemerkt.

Umbaupläne Olympiastadion am Vetorecht des Architekten gescheitert

Die Umbaupläne für das Olympiastadion waren am Vetorecht des Architekten Behnisch gescheitert. Dieses läuft übrigens noch bis ins Jahre 2080. Dass das “Oly” nicht die Zukunft des TSV 1860 sein könnte, war nahezu jedem klar.

Scheiss-Olympia, Fahne der TSV 1860 Fans im Hofbräukeller

Letztlich standen – nicht zuletzt wegen der horrenden Grundstücks- und Erschließungskosten für ein Fußballstadion in München –  nur zwei Optionen im Raum. Ein gemeinsames Stadion des TSV 1860 mit dem FC Bayern oder der Umbau des Sechzgerstadions.

Sechzger – Umbaupläne – „Es gehd hoid ned“ gegen „Es gehd hoid doch“

Ausgerechnet der heutige Präsident der SpVgg Unterhaching und ehemalige Bayern-Spieler Manfred „Manni“ Schwabl war es, der den Löwenfans mit seinem Modell bzw. Umbauplänen für ein ausgebautes Sechzgerstadion Mut machte. Zu dieser Zeit hatte er u.a. eine Baufirma. Zur Vorstellung hatte er in den Hofbräukeller München geladen – verbunden mit einer Podiumsdiskussion.

Die Vorstellung der Schwabl-Umbaupläne im Hofbräukeller

Zur Vorstellung im Hofbräukeller waren an diesem Tag rund 600 Löwenfans gekommen. Von Seiten des TSV 1860 Geschäftsführer Detlef Romeiko und Heinzi Wildmoser jr – sein Vater Karl-Heinz Wildmoser hatte es vorgezogen, der Veranstaltung fernzubleiben.

Der Verlauf des ganzen Abends ist in einem Artikel von der der Süddeutschen Zeitung so schön wiedergegeben, dass es vollkommen ausreichend ist, ihn hier zu verlinken.

Drei Passagen daraus sind jedoch auch 20 Jahre später noch erwähnenswert.

Süddeutsche Zeitung, Zitat 1:

Das Grünwalder Stadion soll zu einer überdachten Fußballarena umgebaut werden, der Mythos des Vereins am alten Spielort wiederbelebt werden, wo der Aufstieg von der Bayern- in die Bundesliga gelang.

Zitat 2:

die Stadt kategorisch gegen eine Bundesliga-Spielstätte in Giesing sei

Last but not least – Zitat 3:

Deshalb sei der Bau einer Großarena an einem neuen Standort ohne Alternative. “Gehst du zu den Bayern und bettelst im Fall des Falles darum, in ihrem Stadion spielen zu dürfen?”, ruft Wildmoser seinem Rivalen Schwabl zu.

20 Jahre  später

20 Jahre später ist bekannt, wie die Geschichte ausging. Der TSV 1860 München entschied sich für einen Stadionbau mit dem FC Bayern. Finanziell konnte der Verein es nicht stemmen und musste sich zuerst Geld vom Lokalrivalen leihen und diesem später die Anteile verkaufen. Für 11 Millionen Euro verkauften die Löwen 50% an einem Stadion, welches mit 340 Millionen Gesamtkosten taxiert wird. Alleine die Allianz zahlt rund 6 Millionen Euro jährlich für die Namensrechte.

Zur Krönung mussten die Löwen weiter in der für sie überdimensionierten Allianz Arena spielen. Wie die Geschichte weiter geht, ist bekannt.

Rückwirkend betrachtet: Schwabl Umbaupläne nur eine weitere Episode im Stadionkampf

Rückwirkend betrachtet ist der Abend im Hofbräukeller nur eine weitere Episode von sehr vielen aus inzwischen über 26 Jahren Kampf um´s Sechzgerstadion. Vor fast exakt einem Jahr gab es anlässlich des 25jährigen “Jubiläums” eine Veranstaltung in der Stadionwirtschaft im Sechzgerstadion.

Mit dem heutigen Wissen kann jeder selbst beurteilen, ob seinerzeit die Vereinsvertreter oder die schon damals als “Ewiggestrigen” titulierten “Störer & Plärrer” recht hatten.

Sechzig um Sieben: Der TSV 1860 fährt mit dem Bus!

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TSV 1860 Bus

Guten Morgen, Löwenfans! Bald haben wir es wieder geschafft und wir können ins wohlverdiente Wochenende starten. Durch den Tag bringt euch wie immer sechzger.de, unter anderem steht heute wieder die TAKTIKTAFEL auf dem Programm. Der TSV 1860 fährt tatsächlich mit dem Bus zum nächsten Auswärtsspiel. Wann es los geht und was es sonst Neues gibt, erfahrt ihr jetzt bei Sechzig um Sieben.

Kritik an Biankadi

Nach dem Spiel gegen Unterhaching bekam ein Spieler des TSV 1860 trotz des Sieges ordentlich die Kritik der eigenen Fans zu spüren. Auch die Presse urteilte nicht gerade gut und fair über unsere Nummer 19. Grund genug für sechzger.de, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen und unseren Trainer Michael Köllner darauf anzusprechen. Was er zu der Kritik zu sagen hatte und was er seinem Spieler rät, haben wir euch gestern abend zusammengefasst.

TAKTIKTAFEL

Am morgigen Samstag steht der TSV 1860 München am 27.Spieltag dem MSV aus Duisburg gegenüber. Bernd Winninger hat sich natürlich wieder mit dem Gegner befasst. Da der Trainer inzwischen (mehrfach) wechselte, ändert sich die taktische Analyse auch dementsprechend grundlegend und ist nicht mehr mit derer vom Hinspiel zu vergleichen. Der neue Trainer Pavel Dotchev hat es bereits in kurzer Zeit geschafft, seine Spiel-Philosophie auf die Mannschaft zu übertragen.

Expertentipp

Auch für das morgige Spiel sind wir wieder fündig geworden und haben einen Expertentipp für euch. Der Tipp kommt heute von einem ehemaligen Löwen, der mittlerweile im Ausland einen neuen Verein gefunden hat. Wo er nun spielt und was er für das Spiel der Löwen voraussagt, verraten wir euch heute nachmittag.

Training beim TSV 1860 und dann ab in den Bus

Vormittags steht an der Grünwalder Straße die Abschlusseinheit auf dem Programm. Nach dem Duschen steigen unsere Jungs dann in den Bus (!) und machen sich auf den Weg nach Duisburg. Wir wünschen eine gute Fahrt und unterhaltsame Stunden. Vielleicht lest ihr ja unsere TAKTIKTAFEL und seid damit bestens auf den morgigen Tag vorbereitet. 🙂

News aus der 3.Liga

Marvin Pourié beim 1.FCK im Einzeltraining

Der 1.FC Kaiserslautern steckt mitten im Abstiegskampf. Das hatte man sich in der Pfalz zu Sasionbeginn sicherlich anders vorgestellt. Nicht gerade förderlich ist es dann auch, wenn ein Stürmer mit bereits acht Saisontreffern aufgrund von Fitnessrückstand einzeln trainineren muss. Außerdem soll der Ex-Löwe bei Mitspielern und Trainer angeeckt sein, was ein weiterer Grund für die getroffene Maßnahme sein könnte. Mit dem Spruch seines Vaters “Komm Marvin, wir gehen” machte sich der damals 18-Jährige in Giesing unvergesslich. Nur halt nicht gerade positiv. Trainer Uwe Wolf setzte seine Drohung damals um und so kam es, dass Marvin Pourié nie mehr in einem Bus des TSV 1860 auf dem Weg zu einem Heim- oder Auswärtsspiel Platz nehmen durfte. Wenn man einen Blick auf die bisherigen Stationen des Stürmers wirft, kann man vermuten, dass es nicht gerade an den anderen liegen muss…

Lösung beim KFC Uerdingen

Bei den Krefeldern bahnt sich nach einem gefühlt ewigen Hin und Her nun doch noch eine Lösung an. Der neue Investor war zu Gast und hat sich der Mannschaft vorgestellt. Außerdem sicherte er Gelder zur Sicherung der laufenden Spielzeit zu. Na dann, wir sind gespannt, ob es nicht doch noch einmal eine Wendung beim KFC Uerdingen geben wird.

 

LÖWENRUNDE: Köllner äußert sich zur Kritik an Biankadi

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Kritik an Biankadi nach dem letzten Spiel

Aus dem Spiel zwischen dem TSV 1860 und der SpVgg Unterhaching am Freitag der letzten Woche ging ein Löwe – trotz des 3:1-Sieges – als gefühlter Verlierer hervor: Merveille Biankadi. Der kicker watschte ihn in seinem Spielbericht mit der Note 5 (deutlich schlechtester Akteur in blau) ab und in den Sozialen Medien bekam der 25jährige vereinzelt sein Fett in Form von scharfer Kritik ab. „Biankadi war für mich ein Totalausfall.“ „Wenn er keinen Bock hat, soll er draußen bleiben“. Dies sind nur zwei Beispiele, wie sie in den einschlägigen Löwengruppen bei Facebook während des Spiels und danach zahlreich zu lesen waren.

Die Aufgaben Biankadis gegen Haching

Diese Kritiken sind nicht nur in ihrer Tonalität irritierend, sondern auch inhaltlich. Der gebürtige Münchner hatte am Freitag ja aufgrund der Spielsystematik gegen die Vorstädter zwei Aufgaben, die er durchaus zufriedenstellend erfüllte: Den leicht nach innen versetzt hinter ihm positionierten Debütanten Niklas Lang zu unterstützen und – aufgrund der formal aufgebotenen Dreierkette in der Abwehr – gegen den Ball mit in die Abwehrkette zurück zu rücken.

Köllners Einschätzung in der LÖWENRUNDE

Sechzger.de konfrontierte Michael Köllner am Donnerstag Vormittag in der LÖWENRUNDE mit den gegen seine Nummer 19 erhobenen Vorwürfen und wollte vom Löwendompteur wissen, wie er selbst die Leistung des Winterneuzugangs – und die teilweise scharfe Kritik an ihm – bewerte. Köllners klare Antwort: „Es ist ja schön, dass sich in den sozialen Medien die Leute – meistens in anonymer Form – zu Wort melden. Am Ende ist aber die entscheidende Meinung meine. Punkt aus.“ Es sei unserer Zeit geschuldet, dass sich viele Menschen dazu berufen fühlten, etwas zu schreiben oder Noten zu vergeben, aber die Bewertung, die er seinem Schützling gebe, sei die, „dass er uns vom ersten Spiel an geholfen hat. Er ist bei uns von Anfang an ein Fixspieler, ein Basisspieler.“

Die Rolle, die Biankadi im Spiel gegen Haching hatte, war – wie Köllner bestätigte – eine andere, als in den Spielen zuvor. Mit dem Einstandstor gegen den FC Bayern und der Vorlage für Sascha Mölders gegen Ingolstadt habe der Neuzugang eine hohe Erwartungshaltung geweckt. An der werde er gemessen und man erwarte nun immer “ein Feuerwerk von ihm. Aber Merv ist ein Spieler, der sich – hoffentlich – die Dinge nicht zu Herzen nimmt.“

Der Wunsch nach etwas mehr Empathie unter den Fans

Michael Köllner kann (unberechtigte) Kritik an seinen Spielern entspannt weglächeln. Wäre schön, wenn sich der eine oder andere Kommentator im Internet so empathisch wie der Löwentrainer zeigen würde.  Die oft sehr unsachliche Kritik an einem – zwar in der Öffentlichkeit stehenden, aber dennoch mit einem Recht auf respektvolle Behandlung ausgestatteten – Mitmenschen sollte manchmal einfach  stecken bleiben.
Wahrscheinlich ein illusorischer Wunsch…

Sechzig@18:60 – Vorbereitung des TSV 1860 auf Spiel in Duisburg

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TSV 1860 - MSV Duisburg

Das Wochenende naht und so wendet sich auch unsere Berichterstattung wieder mehr der Vorbereitung der Profis um Trainer Michael Köllner auf die bevorstehenden Aufgaben zu. In der heutigen Löwenrunde ließ er die teilnehmenden Pressevertreter beispielsweise an seinen Gedanken teilhaben, wer den gesperrten Richard Neudecker ersetzen könnte. Eins ist klar: Trotz der gestrigen Niederlage des nächsten Gegners MSV Duisburg beim 1. FC Saarbrücken, wird das am Samstag gegen die abstiegsbedrohten Meidericher für den TSV 1860 alles andere als ein Spaziergang.

TSV 1860: Vorbereitung auf Spiel in Duisburg

Mit 27 Punkten stehen die Zebras derzeit auf Platz 14 der Tabelle der 3. Liga. Der erhoffte Befreiungsschlag gelang der Elf von Neu-Trainer Pavel Dotchev am gestrigen Mittwoch Nachmittag nicht. Trotz phasenweise ansprechender Leistung ging man am Ende mit 1:4 im Saarbrücker Ludwigsparkstadion unter. Der MSV Duisburg muss also dringend punkten, um sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen und entsprechend offensiv erwartet Löwen-Coach Michael Köllner die Meidericher auch am Samstag.

Doch auch die Löwen wollen an der Wedau dreifach punkten, um vielleicht doch nochmal ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können. Leider muss der TSV 1860 am Samstag ohne den gelbgesperrten Richard Neudecker auskommen, doch Michael Köllner hat sich in der Vorbereitung auf das Match in Duisburg schon einen Plan B zurechtgelegt. Wie er in der heutigen Pressekonferenz ausführte, wird unsere Nummer 31 voraussichtlich durch Junglöwe Fabian Greilinger oder Neuzugang Keanu Staude ersetzt.

Geisterspiele im März

Überraschend kommt die Entscheidung wahrlich nicht, eine gewisse Enttäuschung ist aber dennoch zu verspüren. Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung des Lockdowns bis 28. März geeinigt, Zuschauer werden folglich auch weiterhin nicht zugelassen. Somit bleiben Geisterspiel an der Tagesordnung.

Finanzielle Hilfe beim Kombiticket?

Einen interessanten Antrag stellte die FDP-Fraktion im Stadtrat an Oberbürgermeister Dieter Reiter:

“Die Landeshauptstadt verpflichtet die Münchner Vereine, MVV-Kombiticketvereinbarungen für Großveranstaltungen im Sport abzuschließen. Dabei werden die Kosten über einen Euro pro Eintrittskarte von der Stadt übernommen”.

Durch diese Maßnahme könnte der TSV 1860 München bei der Finanzierung eines MVV-Kombitickets finanzielle Unterstützung von der Stadt erhalten. Neben den Löwen würden auch die anderen Nutzer des Grünwalder Stadions, sowie das Münchner DEL-Eishockey-Team und die Seitenstraßen-Basketballer davon profitieren. Explizit ausgenommen wären die Profis des FC Bayern, da diese ihre Heimspiele außerhalb der Landeshauptstadt austragen.

Marc-Nicolai Pfeifer, Geschäftsführer des TSV 1860, steht dem Vorschlag laut AZ positiv gegenüber.

Neues aus der Sportstadt Krefeld…

Einst überraschte Mikhail Ponomarev mit der Aussage, er wolle Krefeld “wieder zu einer national anerkannten Sportstadt” machen. Bereits sein Engagement bei den Krefeld Pinguinen (Eishockey) war eher suboptimal verlaufen. Nun setzte Ponomarev dies beim KFC Uerdingen gnadenlos fort. Inzwischen wurde das Insolvenzverfahren eröffnet und ein Investor aus Armenien übernahm die Anteile des russischen Geschäftsmannes. Dennoch folgte bereits der nächste Rückschlag: Heute zeigte Insolvenzverwalter Claus-Peter Kruth “Masseunzulänglichkeit” an, also eine Insolvenz in der Insolvenz. Konkret heißt das, dass möglicherweise nicht mehr alle angefallenen Verbindlichkeiten seit Beginn der Insolvenz bedient werden können.

Noch ist der Spielbetrieb bis Saisonende beim KFC Uerdingen nicht gesichert. Schwere Zeiten für Trainer Stefan Krämer und sein Team.

Löwenfreund Tempel München

An Sponsoren mangelt es dem TSV 1860 München wahrlich nicht. Einer davon ist das Tattoo- und Piercingstudio Tempel München. Warum er sich trotz Corona und vereinspolitischer Differenzen für eine finanzielle Unterstützung der KGaA entschloss, erläutert Tempel- und sechzger.de-Gründer Stephan im heutigen Interview.

Sieg gegen Leverkusen vor 20 Jahren

In der Saison 2000/01 war der TSV 1860 noch auf der europäischen Bühne vertreten und maß sich in der 1. Bundesliga mit den besten Vereinen des Landes. Wie die Zeiten sich doch ändern… Heute vor 20 Jahren sorgte Markus Schroth mit seinem späten Treffer für einen 1:0 Sieg gegen Bayer Leverkusen.

Kranzniederlegung durch den TSV 1860 München

Nachdem gestern bereits die Münchner Löwen mit einem Kranz am Grünwalder Stadion dem verstorbenen Peter Grosser gedachten, folgte nun heute auch der TSV 1860 München. Marc-Nicolai Pfeifer und Günther Gorenzel gedachten gemeinsam mit Trainer Michael Köllner an derselben Stelle stellvertretend für den Verein mit einem weiteren Kranz dem Meisterlöwen. Neben den Stimmen der drei gibt es auch eine schöne Bildergalerie.

Heute vor 20 Jahren: TSV 1860 München – Bayer Leverkusen 1:0

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Trikots TSV 1860 Ned Zelic

Die Saison 2000/2001 ist vielen der älteren Löwenfans nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Weniger wegen des schmucklosen 1:0 des TSV 1860 gegen Bayer Leverkusen heute vor 20 Jahren, sondern vielmehr wegen der legendären Auswärtsfahrten im Europapokal: Leeds, Drnovice, Halmstad und Parma waren die Stationen auf der europäischen Bühne.

Geplatzte Träume

Es hätte alles so schön sein können: Nach Platz 4 in der Vorsaison nahmen die Löwen an der Qualifikation zur Champions League teil, zeigte zwei ansprechende Leistungen und musste sich doch unglücklich Leeds United geschlagen geben (1:2, 0:1). Im UEFA-Cup setzte sich der TSV 1860 dann zunächst gegen FK Drnovice (0:0, 1:0) und Halmstad BK (2:3, 3:1) durch, ehe der AC Parma um die Stars Buffon, Cannavaro, Conceicao, Micoud, Thuram und Amoroso eine Nummer zu groß war (2:2, 0:2). Im DFB-Pokal blieb vor allem der famose Sieg in Unterhaching in Erinnerung, als Beierle (89.) und Agostino (119.) die Löwen zum 2:1-Sieg führten. Das 0:5-Debakel gegen den VfL Bochum in der 3. Runde wollten dann allerdings nur noch offiziell 10.000 Zuschauer im Olympiastadion mitverfolgen. De facto waren es deutlich weniger…

Platz 11 in der Bundesliga

Auch die Bundesliga-Saison 2000/01 startete der TSV vielversprechend: Beim HSV musste man sich trotz 2:0-Führung nach sieben Minuten mit einem Remis zufrieden geben, schlug aber anschließend Werder Bremen und siegte auch beim BVB. Spätestens am 8. Spieltag (0:4 zuhause gegen Kaiserslautern) schlug das Pendel jedoch in die andere Richtung aus. Schon früh war klar, dass eine Wiederholung des Vorjahresergebnisses außerhalb der Reichweite sein würde. Am Ende landeten die Löwen auf einem enttäuschenden 11. Platz.

TSV 1860 München – Bayer Leverkusen 1:0

Dass man mit 44 Punkten u.a. Hansa Rostock und den HSV hinter sich lassen konnte, lag auch am 1:0 gegen Bayer Leverkusen am 24. Spieltag. Die Werkself landete zum Saisonende auf Platz 4, gehörte also zu den Top-Teams der Liga. Kein Wunder, wenn man sich den Bayer-Kader von damals vor Augen führt: Ballack, Zé Roberto, Neuville, Kovac, Schneider, Ramelow, Placente, Berbatov und Kirsten hießen die Stützen der Elf von Berti Vogts.

2 x Gelb-Rot

Heute vor 20 Jahren waren aber selbst diese namhaften Kicker nicht gut genug für die Löwen, die diesmal im ungewohnten 3-5-2 agierten. Der eigentliche Rechtsaußen Harald Cerny wurde von Trainer Werner Lorant ins linke defensive Mittelfeld beordert und sollte sich dort um Bernd Schneider kümmern. Diese Aufgabe überforderte den Österreicher in weiten Phasen der Partie und nach 70 Minuten musste Cerny mit Gelb-Rot vom Platz. Gott sei Dank hatte Leverkusens Top-Stürmer Ulf Kirsten bereits acht Minuten zuvor das selbe Schicksal ereilt.

Entscheidung durch Schroth

Als sich die 21.500 Zuschauer im Olympiastadion trotz zahlreicher Chancen auf beiden Seiten bereits auf ein torloses Remis eingestellt hatten, schlugen die Löwen in der 85. Minute doch noch zu. Nach einer Flanke von Torben Hoffmann stand Markus Schroth in der Mitte goldrichtig und drückte die Kugel zum 1:0 in die Maschen. Alles in allem ein verdienter Sieg des TSV, der andeutete, zu was die Mannschaft in der Lage gewesen wäre.

Die Aufstellung der Löwen

Werner Lorant ließ folgende Spieler gegen Bayer Leverkusen ran:

Jentzsch – Hoffmann, Votava (64. Beierle), Riseth – Zelic, Cerny, Borimirov, Tyce (67. Bierofka), Häßler – Max, Schroth

Tor:
1:0 Schroth (85.)

 

Michael Köllner erwartet MSV Duisburg in offensiver Grundausrichtung

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In der heutigen LÖWENRUNDE äußerte sich Michael Köllner auch zum aktuellen Abstiegskampf. Auf Nachfrage von sechzger.de erläuterte der Trainer des TSV 1860 München, dass er den MSV Duisburg in offensiver Grundausrichtung erwartet.

Auf Grund der äußerst engen Situation im Tabellenkeller geht Köllner davon aus, dass die Zebras auf Sieg spielen werden. “Den Mannschaften, die hinten drin stehen, bringt ein Punkt nichts”, führte er aus. Außerdem schätzt er sein Duisburger Pendant Pavel Dotchev als einen Trainer ein, “der grundsätzlich offensiv spielen lässt”. Michi Köllner geht also von einem offensiven Schlagabtausch im Wedaustadion aus. Spielen die Duisburger tatsächlich in offensiver Grundausrichtung, wäre sicher nicht schlecht für die Löwen. Damit sollte es in und um den gegnerischen Strafraum mehr Platz geben.

Wir sind gespannt, wie die Zebras den Löwen entgegentreten, bei denen Spielmacher Richy Neudecker wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt ist. Köllner sieht Greilinger als die wahrscheinlichste Option an, um den “Kampfzwerg” zu ersetzen. Der Coach blieb aber wie immer vage, was die Aufstellung angeht und deutete sogar an, dass die taktische Grundausrichtung geändert werden könnte. Wer sich über das 4-1-4-1 System von Michi Köllner informieren will, kann diese in Winningers TAKTIKTAFEL-Lexikon tun. Die aktuelle Vorstellung des Meidericher SV in der TAKTIKTAFEL kommt wie immer am Freitag, den Vorbericht zum Spiel in Duisburg gibt’s dann am Samstag morgen und ab Samstag Mittag könnt Ihr das Spiel wieder im Liveticker bei uns verfolgen.

MSV Duisburg vs. 1860 – LÖWENRUNDE aktuell: Greilinger oder Staude als Neudecker-Ersatz

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Zwei Tage vor dem Auswärtsspiel des TSV 1860 beim MSV Duisburg stellte sich Löwentrainer Michael Köllner in der LÖWENRUNDE den Fragen der Presse und gab – wie immer – höchst interessante Antworten.

Die Frage, wer an der Wedau den gelbgesperrten Richy Neudecker ersetzen wird, beantwortete Köllner erwartungsgemäß nicht in Gänze, verriet aber, dass die wahrscheinlichste Option in Duisburg ein Startelf-Einsatz für Fabian Greilinger sei. Etwas später brachte der Löwendompteur auf die Frage von Matthias Eicher von der Abendzeitung aber auch eine mögliche Überaschung ins Spiel: Winterneuzugang Keanu Staude, der in einer Pressevorstellung am gestrigen Mittwoch von sich selbst sagte, dass er – nach überstandener Corona-Infektion – durchaus für 60 bis 70 Minuten Spielzeit fit sei könnte in Duisburg seinen ersten Startelf-Einsatz im Löwentrikot begonnen. Vor genau einer Woche vor dem S-Bahn-Derby hatte Köllner dies für seine Nummer 23 noch ausgeschlossen.