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Pressekonferenz nach dem Sieg des TSV 1860 München gegen den FSV Zwickau

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TSV 1860 München FSV Zwickau Grünwalder Stadion 3.Liga

Auf der Pressekonferenz nach dem Heimsieg des TSV 1860 München gegen den FSV Zwickau nahm Trainer Michael Köllner Stellung zur Leistung seiner Mannschaft. Auch Joe Enochs äußerte sich zur Niederlage in Giesing.

Technische Probleme bei der Pressekonferenz nach TSV 1860 – FSV Zwickau

Im Stehen und sichtlich vom Schneefall gezeichnet absolvierte Michael Köllner die Pressekonferenz, nachdem der TSV 1860 München einen 3:1-Heimsieg gegen den FSV Zwickau bei widrigen Bedingungen errungen hatte. Die Rückenschmerzen des Trainers waren allerdings nicht das einzige Problem: ein defektes Mikrofon sorgte für schwierige Ton-Verhältnisse. Das Statement von Gäste-Trainer Joe Enochs ist daher im Löwen-TV nicht verfügbar. Allerdings hatte der FSV die Veranstaltung live auf Facebook übertragen.

Enochs und sein Team hatten sich “viel vorgenommen” für ein “wichtiges Spiel“, doch der furiose Start der Löwen machte die Zwickauer Pläne schnell zunichte. Mit besseren Platzverhältnissen hätte der TSV 1860 München aus Sicht des FSV-Trainers auch gut und gerne mit drei oder gar vier Toren in Führung liegen können. Nach nur 13 Minuten sah er sich daher zu einer Umstellung gezwungen. Der sichtlich frustrierte Löhmannsröben musste für Schroetter weichen. Dennoch fiel noch vor der Pause der dritte Treffer für die Löwen. Ein Tor, dass die Mannschaft von Joe Enochs “ohne Gegenwehr” hinnahm. Am Ende der Ballstaffete köpfte Kobylanski ohne Gegenwehr ein. “Sehr enttäuscht” sei er nach dem heutigen Ergebnis, das Zwickau weiter in den Abstiegskampf ziehen lässt.

Dank an die Helfer und Hexenkessel im Grünwalder Stadion

Ganz anders war die Stimmungslage naturgemäß bei seinem Gegenüber Michael Köllner. Als Endspiel hatten viele Medien das Spiel nach der Stellungnahme der Geschäftsführung empfunden, entsprechend war laut dem 53-Jährigen “viel Druck auf dem Kessel“. Doch der Dampf entwich aufgrund eines furiosen ersten Durchgangs schnell, insbesondere durch die frühen Treffer von Holzhauser und Lakenmacher. Der 22-jährige Stürmer hatte den Vorzug vor Marcel Bär erhalten, da dieser zwei Tage krankheitsbedingt aussetzen musste. Mit einem Tor und einer Vorlage rechtfertigte er diese Entscheidung schnell. So sorgten die Löwen für einen gelungenen Abschluss der Hinrunde.

Wir liegen jetzt nach der Vorrunde gut in der Position, können in den nächsten Wochen weiter attackieren und die drei Punkte auf Saarbrücken, ja, versuchen Spieltag für Spieltag näher zu kommen und am Ende unsere Dinge zu erledigen.

Dabei war die Austragung der Partie längere Zeit fraglich. Der Schneefall sorgte nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Rängen für schwierige Bedingungen. Ab fünf Uhr in der Früh sorgten Helfer und Löwenfans dafür, dass das Spiel zwischen dem TSV 1860 München und dem FSV Zwickau stattfinden konnte. Michael Köllner bedachte diese Aktion mit einem Sonderlob.

Vielen Dank an alle die heute die Austragung des Spiels ermöglicht haben, die vielen Helfer, die vielen Löwenfans und vor allem den Riesensupport von Beginn an. Das war trotzdem – auch bei kalten Temperaturen – ein Hexenkessel.

Ein Sonderlob erhielten auch die beiden Außenspieler Albion Vrenezi und Joseph Boyamba, die für eine “Flügelzange” sorgten und der Zwickauer Defensive so das Leben erschwerten. Vrenezi konnte sich beim 3:0 durch Kobylanski durch seine Vorbereitung zudem einen Scorerpunkt verdienen.
Gegenüber der Niederlage in Mannheim hatte Köllner vier Mal reagiert und unter anderem Jesper Verlaat auf die Bank gesetzt. Für ihn begann Semi Belkahia in der Innenverteidigung neben Leandro Morgalla. Anders als bei Bär sei bei der Entscheidung zwischen Belkahia und Verlaat der Trainingseindruck aus der Woche entscheidend gewesen. Hier zeigte sich der 24-jährige Belkahia in besserer Form.

Nun haben die Löwen eine weitere Trainingswoche vor sich, bevor am Montag, 30.Januar Dynamo Dresden unter Flutlicht zu Gast ist. Anpfiff ist um 18:60 Uhr.

Linus Straßer verfehlt das Podium Kitzbühel

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Bei besten äußeren Bedingungen fand heute der Weltcup-Slalom am Kitzbüheler Ganslern Hang an. Linus Straßer und seine Mitstreiter lieferten sich erneut ein spannendes Rennen um den Sieg in Kitzbühel.

Kaiserwetter in Kitzbühel

Im Gegensatz zu den letzten Rennen fanden die Slalom-Spezialisten in Kitzbühel beste Konditionen vor. Ein wenig Neuschnee, strahlender Sonnenschein und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sorgten für perfekte äußere Bedingungen. Die Piste war erstmals in dieser Saison eisig hart. Linus Straßer versuchte den Heimvorteil in Kitzbühel zu nutzen. Denn der Skilöwe fuhr am Ganslern Hang bereits als Kind Rennen und wohnt im benachbarten Kirchberg. Auch einige Löwenfans hatten sich nach Kitzbühel aufgemacht, um den Skilöwen gebührend zu unterstützen.

Auch der Löwenbomber unterstützte wie zahlreiche andere 1860-Fans Linus Straßer in Kitzbühel

Straßer erneut mit starkem ersten Durchgang

Manuel Feller eröffnete das Rennen mit einer perfekten Fahrt. So lag der Österreicher, der sich bereits als Kind spannende Duelle mit Straßer lieferte, nach dem ersten Durchgang mit 0,31 Sekunden vor dem Norweger Lucas Braathen. Straßer legte ebenfalls eine starke Fahrt auf den Ganslern Hang und folgte mit einer halben Sekunde Rückstand auf Rang 3. Eine kleine Unaufmerksamkeit im oberen Teil kostete einige Hundertstel. Im Interview mit der ARD gab Straßer sich zufrieden. Für den zweiten Durchgang gab er die Losung “Attacke” aus: “Eine halbe Sekunde ist aufholbar. Wenn ich auf dem Podium landen will, gibt es nur Attacke.” Wie in Wengen schaffte auch Sebastian Holzmann aus dem DSV-Team als 23. die Qualifikation für den zweiten Lauf.

Steen-Olsen und Ryding schieben sich weit nach Vorne

Holzmann ließ im Mittelteil des zweiten Durchgangs viel Zeit liegen. Trotzdem konnte er sich auf Rang 18 vorarbeiten. Da wäre glatt noch mehr drin gewesen. Bevor die besten zum Showdown antraten, stand der zweite Durchgang im Zeichen von Alexander Steen-Olsen. Der 21-jährige Norweger schob sich von Rang 22 auf den 12. Platz vor.

Für Straßer langt es nicht für ganz vorne

Als Straßer in den zweiten Durchgang startete, lag Daniel Yule (CH) in Führung, Vorjahressieger Dave Ryding (GB) auf Rang 2. Der Siklöwe verlor ohne große erkennbare Fehler 0,42 Sekunden auf Yule und klassierte sich zwischenzeitlich auf Rang 3. Aber Braathen und Feller standen ja noch oben. Auch der Norweger hatte etwas zu kämpfen und überquerte die Ziellinie eine Hunderstelsekunde vor Straßer. Dann lag es an Manuel Feller, seinen ersten Heimsieg auf dem Ganslern Hang einzufahren. Feller konnte dem Druck nicht standhalten, fädelte nach wenigen Fahrsekunden ein und schied somit aus. Linus Straßer verfehlte das Podium mit einer Hundertstelsekunde denkbar knapp und Rang 2 lag nur zwei Hundertstel entfernt… Bei der ARD äußerte Straßer direkt nach dem Rennen, dass ihm ein vierter Platz noch nie so weh getan habe.

Das Endergebnis

1. Daniel Yule 01:44.63
2. Dave Ryding + 00.40
3. Lucas Braathen + 00.41
4. Linus Straßer + 00.42
5. Henrik Kristoffersen + 00.47

Weiter geht es für die Slalom-Cracks bereits am Dienstag in Schladming. Dort steht das beliebte Nightrace auf der Planai auf dem Programm. Tags drauf gibt es eine Weltcup-Premiere: der erste Nacht-Riesenslalom wird ebenfalls auf der Planai stattfinden.

Interview mit Bernd Oswald, dem Quizmaster des 1860 Pub Quiz

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Das erste Pub Quiz zum Thema TSV 1860 München war aus unserer Sicht ein rundum gelungener Abend. Mit dem Team der Blue Vikings fand die erste Ausgabe des Pub Quiz einen würdigen Sieger. Wie Bernd Oswald, der Quizmaster des 1860 Pub Quiz, erlebt hat, erzählt er uns im Interview.

Interview mit Quizmaster Bernd Oswald

sechzger.de: Hand auf’s Herz: Warst Du als Quizmaster sehr nervös vor dem ersten historischen Pub Quiz zum TSV 1860 München?

Bernd Oswald: Nervös war ich nicht so sehr, ich habe eher auf diesen Tag hingefiebert, es war eine Vorfreude im schönsten Sinne. Quizzen tu ich für mein Leben gern und nun kam noch die Gelegenheit dazu, auch mal ein Quiz zu moderieren und das über meinen absoluten Lieblingsverein. Besser geht’s doch gar nicht.

sechzger.de: Mit welcher Resonanz hinsichtlich der Teilnehmerzahl hattet ihr vorab gerechnet?

Bernd Oswald: Da gab es natürlich ein großes Fragezeichen, das war schwer zu kalkulieren. Wir haben gehofft, dass wir nicht unter uns sind… Nachdem dann aber einige lokale und auch Fanmedien über unser Pub Quiz berichteten, waren wir guter Dinge, dass es schon ein paar Dutzend Leute werden könnten.

sechzger.de: Und wie zufrieden seid Ihr mit der Anzahl der Gäste? Letztlich waren es ja dann sogar ein paar mehr, als die magischen 60 Personen…

Bernd Oswald: Mega! Das Riff Raff war voll, mehr können wir uns nicht wünschen. Sollten es bei zukünftigen Ausgaben noch mehr Leute werden, müssen einige die Fragen im Stehen beantworten…

Bernd Oswald in Action: Der Quizmaster des 1860 PubQuiz führte souverän durch den Abend

sechzger.de: Das Siegerteam konnte 17 von 18 Fragen beantworten. Sehr viele der 10 Teams hatten weit über die Hälfte der Fragen richtig. Überrascht über so viele Geschichtsprofis bei den Löwen?


Bernd Oswald: Auch das war schwer vorherzusehen. Wir wollten einen Mix aus leichten, mittleren und echt schweren Fragen finden, ich denke, das ist ganz gut aufgegangen. Natürlich haben wir vermutet, dass auch einige Cracks am Start sein würden, manche Teams waren sogar im Pub Quiz Trainingslager. Es zeigt, dass für die Fans eines Traditionsvereins, wie der TSV 1860 einer ist, die Geschichte sehr wichtig ist.


sechzger.de: Wie umfangreich war die Vorbereitung des Abends? Wie lange habt Ihr gebraucht, um Euch die Fragen auszudenken?


Bernd Oswald: Wir haben da nicht Buch geführt, weil uns die Ausarbeitung der Fragen ja selber viel Spaß gemacht hat. Wir haben Fragen in einem Dokument gesammelt, dann nach verschiedenen Themen, Epochen und Sportarten ausgewählt und die Präsentation daraus gebastelt. Und dann gab es noch ein paar organisatorische Fragen zu klären, Technik, Preise, Antwortzettel, die Pressearbeit nicht zu vergessen. Zum Schluss mussten wir noch den konkreten Ablauf des Abends festlegen. Ein paar Schritte waren es schon.

Frage beim 1860 Pubquiz

sechzger.de: Entsprechend dieses Ergebnisses waren ja einige Kandidaten für eine Mitarbeit in der Abteilung Vereinsgeschichte dabei, oder? Hofft Ihr, durch solche Veranstaltungen viele neue aktive Mitglieder zu gewinnen?

Bernd Oswald: Oh ja, da waren einige Cracks am Start, die sich für eine Mitarbeit bei uns qualifiziert haben. Wir haben den Eindruck, dass Formate wie das Pub Quiz die Leute ansprechen und wir dadurch auch neue Mitglieder gewinnen können.


sechzger.de: Kannst Du uns nochmal kurz beschreiben, was Ihr in der Abteilung Vereinsgeschichte so macht? Wie viele Leute sind da aktiv? Sucht Ihr noch weitere Mitglieder?


Bernd Oswald: Wir als Abteilung versuchen die facettenreiche und lange Geschichte des Vereins lebendig zu machen und an Mitglieder, Fans und Interessierte zu vermitteln. Das funktioniert durch Sammlungsaufbau, Archivarbeit, Publikationen, Ausstellungen und Veranstaltungen wie das Pub Quiz. In der Abteilung Vereinsgeschichte haben wir mittlerweile 40 Mitglieder, davon etwa 10 bis 15 aktive. Wir treffen uns regelmäßig zum Stammtisch, tauschen uns über inhaltliche Themen aus und planen die nächsten Projekte. Unsere Türen stehen jederzeit offen, wir haben ja viele Projekte in der Pipeline, ich sag nur 125 Jahre Fußballabteilung, Ausstellungen, Hall of Fame.

Volles Haus im RiffRaff beim 1860 Pub Quiz


sechzger.de: Und natürlich: Ist eine Wiederholung schon in Planung? Bei der dann die Blue Vikings versuchen können, ihren Titel zu verteidigen…

Bernd Oswald: Wegen des wirklich sehr erfreulichen Zuspruchs machen wir natürlich weiter. Und zwar schon bald: Die nächste Pub-Quiz-Ausgabe steigt am 16. Februar um 20 Uhr wieder im RiffRaff.

sechzger.de: Vielen Dank für das Interview! Wir freuen uns schon auf das nächste Pub Quiz und werden sicherlich noch öfter über Eure Arbeit in der Abteilung Vereinsgeschichte berichten.

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Zwickau: Ist jetzt Alles wieder gut?

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Der TSV 1860 München konnte gestern endlich seine Negativserie von fünf erfolgslosen Spielen beenden. Trainer Köllner lieferte und das Ultimatum von Günther Gorenzel ist vorerst gegenstandslos. Ist jetzt also wieder Alles gut bei Sechzig?

Aufwühlende Woche bei Sechzig

Nach dem frappierend schlechten Restrundenauftakt in Mannheim folgte eine ereignisreiche Woche in Giesing. Am Sonntag erschien Hasan Ismaik aus dem Nichts in München und hielt Hof im Mandarin Oriental. Er nutzte die Gelegenheit, um Michael Köllner eine private Jobgarantie auszusprechen und ein weiteres Mal einen Stadionneubau für 1860 anzukündigen. Während die Öffentlichkeit beim Stadionneubau wohl schon etwas abgehärtet ist und die Ismaik’sche Ankündigung resonanzlos verhallte, griff Günther Gorenzel die Jobgarantie auf und sah sich zu einer Klarstellung genötigt. Per “Stellungnahme zur sportlichen Situation” teilte Gorenzel mit, wer die Entscheidungen im sportlichen Bereich trifft und stellte Köllner nebenbei ein Ultimatum. Dieser verzichtete in der PK vor dem Spiel auf weitere Angriffe gegen Gorenzel und gab sich fokussiert auf das Spiel gegen Zwickau. Nicht ohne zu erwähnen, dass auch er die Mechanismen der Branche kenne.

Showdown gegen Zwickau

So lief Alles auf einen Showdown gegen den FSV Zwickau hinaus. Als sei die Situation nicht schon schwierig genug, zeigte sich Frau Holle arbeitsam wie nie in diesem Winter sendete ein Schneegestöber erster Güte ins Grünwalder Stadion. Beste Ausgangslage für ein dramatisches Finale also. Der Spannungsbogen verlief dann relativ flach. Bereits nach sieben Minuten führten die Löwen komfortabel mit 2:0. Am Ende gewannen sie ungefährdet 3:1 gegen insgesamt harmlose Zwickauer, die gestern das Bild eines Abstiegskandidaten abgaben. Am Ende zeigten sich die Spieler über den Sieg erleichtert.

Ist jetzt wieder Alles gut beim TSV?

Was bedeutet dieser glanzlose Sieg nun für die nahe Zukunft des TSV 1860 München? Ist jetzt gar wieder Alles gut an der Grünwalder Straße? Das ist aus meiner Sicht schwer vorstellbar. Michael Köllner war schwer angezählt. Nicht nur durch die sportliche Negativserie vor dem gestrigen Sieg. Sondern auch durch seine Kommunikation gegenüber seinem Vorgesetzten in der sogenannten “Polter-PK” wird intern sicher nachhallen. Ebenso seine psychologisch nicht gerade klugen öffentlichen Äußerungen gegenüber seinen Spielern. Das kann dieser eine Sieg sicherlich nicht übertünchen. Köllner hat sich jetzt sicherlich die Chance verdient, weiter zu arbeiten. Seine Beziehung zur Öffentlichkeit, zu seinen Kollegen und Vorgesetzten und nicht zuletzt zu seinen Spielern dürfte nachhaltig gelitten haben. Günther Gorenzel hat sicher kein Ultimatum aufgestellt, ohne potentielle Nachfolger in der Hinterhand zu haben. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

Erster Sieg seit Oktober: 1860 schlägt Zwickau 3:1

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Der TSV 1860 München beendet durch einen 3:1-Sieg gegen den FSV Zwickau die Negativserie. Eine schnelle Zwei-Tore-Führung sicherte den Löwen den ersten Ligasieg seit dem 22.10.2022.

Vier Umstellungen in der Startelf

Nach dem enttäuschenden Restrundenauftakt in Mannheim sah sich Michael Köllner einem Ultimatum von Sportchef Günter Gorenzel gegenüber. Er reagierte mit vier Umstellungen in der Startaufstellung. In der Verteidigung musste Jesper Verlaat erstmals auf der Bank bleiben, für ihn begann Belkahia. Christopher Lannert wurde durch Yannick Deichman auf der rechten Abwehrseite ersetzt. Außerdem sortierte Köllner Bär und Skenderovic aus, die für Lakenmacher und Boyamba Platz machen mussten.

1860 beginnt gegen Zwickau wie die Feuerwehr

Diese Umstellungen sollten sich bereits nach wenigen Sekunden bezahlt machen. Deichmann trieb den Ball über rechts nach vorne, brachte ihn zu Lakenmacher im Strafraum. Dieser flankte butterweich auf Holzhauser, der mit seinen 1,93 Metern Körpergröße kein Problem hatte den Ball ins Tor zu köpfeln. Damit hatte der Neuzugang nach 28 Sekunden (!) sein Heimdebüt mit einem Tor garniert.

Die 1860-Spieler bejubeln das 1:0 gegen den FSV

Die Löwen legen schnell nach

In der 6. Minute musste 1860 eine Schrecksekunde überstehen. Eichinger hatte getroffen, aber der Schiri sah seinen Teamkollegen König im Abseits. Glück für die Löwen, das hätte nicht jeder Mann in schwarz abgepfiffen. Im Gegenzug stellte 1860 dann die Weichen endgültig auf Sieg. Deichmann schob das Spiel erneut  stark über rechts an, brachte einen flachen Ball in den Strafraum, den Löhmannsröben relativ unbedrängt direkt auf die Füße von Lakenmacher abwehrte. Der ließ sich nicht lange bitten und hämmerte den Ball zum 2:0 links oben ins Tor. Da waren gerade sieben Minuten gespielt. Die Strafe für Löhmannsroben folgte auf dem Fuße: Er wurde in der 12. Minute ausgewechselt.

Kobylanski erhöht auf 3:0

Danach hatte 1860 im Giesinger Schneetreiben den FSV Zwickau im Griff, schaltete jedoch einen Gang zurück und beschränkte sich darauf, das Spiel zu kontrollieren. Kurz vor der Pause sorgten die Löwen für die Vorentscheidung gegen bis dahin ganz harmlose Zwickauer. Diesmal kamen sie mit Vrenezi über links, der aus vollem Lauf eine perfekt getimte Flanke auf Kobylanski brachte, der den Ball nur einnicken musste (42. Minute). So ging es mit einer beruhigenden Führung in die Kabinen.

Nach der Pause feierte die Westkurve die 3:0-Führung der Löwen

Anschlusstreffer für die Schwäne

Die Zwickauer kamen etwas griffiger aus der Kabine und setzten 1860 nun teilweise unter Druck. Sechzig ließ die Gäste durch zu große Passivität wieder etwas in Spiel kommen. So musste man sich nicht wundern, dass der FSV in der 56. Minute den Anschluss erzielen konnte. Baumann konnte eine Flanke von Jensen per Kopf im Tor der Löwen unterbringen (56. Minute). Damit führte 1860 nur noch 3:1 gegen Zwickau. In der Folge gelang es den Gästen allerdings nicht, weiteren Druck aufzubauen und in die Nähe des zweiten Treffers zu gelangen. Stattdessen glänzten sie zwei Mal mit Unsportlichkeit, als jeweils ein 1860-Spieler verletzt am Boden lag und die Zwickauer es nicht für nötig hielten, den Ball ins Aus zu schlagen (61. und 75. Minute). Beide Male folgten Rudelbildungen an der Seitenlinie.

Löwenfans bei bitterer Kälte im Schneetreiben

Sechzig lässt Konterchancen liegen

1860 hätte mehrmals das erlösende 4:1 markieren können, aber ließ seine Konterchancen allesamt ungenutzt. Lex, Bär und Wörl hatten besten Möglichkeiten, um den Deckel drauf zu machen. Zwickau konnte aber auch nicht mehr gefährlich im Strafraum der Löwen auftauchen und so feierten die Löwen den ersten Sieg seit Oktober.

Fazit

Der TSV 1860 konnte dank seines Blitzstarts gewinnen und danach das Ergebnis gegen schwache Zwickauer verwalten. Damit dürfte Michael Köllner vorerst auf dem Trainerstuhl in Giesing bleiben. Es bleibt der Makel, dass 1860 seine Konter nicht nutzen konnte und der Gegner sicher kein Gradmesser für höhere Aufgaben war. In der Tabelle rücken die Löwen auf Rang 5 vor.

Liveticker: TSV 1860 München – FSV Zwickau (19.Spieltag)

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Liveticker 1860 Zwickau

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 19. Spieltag der Saison 2022/23 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem FSV Zwickau!

Zum Abschluss der Hinrunde 2022/23 empfängt der TSV 1860 München den FSV Zwickau im Grünwalder Stadion. Es könnte sich um ein Endspiel für Trainer Michael Köllner handeln. Nicht nur bei den Löwenfans ist der 53-Jährige mittlerweile angezählt. Ein Sieg gegen die Schwäne ist daher fast schon Pflicht. sechzger.de begleitet die heutige Partie erneut mit zahlreichen Bildern aus dem Viertel sowie dem schönsten Stadion der Welt.

Aufstellung:
1 Hiller – 20 Deichmann (64. 22 Lannert), 39 Morgalla, 27 Belkahia, 36 Steinhart (C) – 6 Rieder – 26 Holzhauser (73. 7 Lex), 9 Vrenezi, 33 Boyamba (83. 4 Verlaat), 10 Kobylanski (64. 38 Wörl) – 19 Lakenmacher (64. 15 Bär)

Bank:
40 Kretzschmar (Tor), 11 Greilinger, 14 Skenderovic, 17 Wein,

Tore:
1:0 Holzhauser (1.), 2:0 Lakenmacher (7.), 3:0 Kobylanski (42.), 3:1 Baumann (56.)

Die Personalsituation

Beim TSV 1860 kehren Stefan Lex, Erik Tallig und Yannick Deichmann in den Kader zurück. Somit stehen Trainer Michael Köllner alle Spieler zur Verfügung. Quirin Moll, Marius Willsch und Lorenz Knöferl werden jedoch nicht mehr berücksichtigt.

Die Gäste aus Zwickau müssen verletzungsbedingt auf Can Coskun, Filip Kusic, Raphael Assibey-Mensah und Lukas Krüger verzichten. Mit Noah Shawn Agbaje steht ein Ex-Löwe im Kader der Westsachsen. Der 21-jährige Mittelfeldspieler kam in dieser Saison bisher zu 16 Einsätzen in der 3. Liga.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Michael Köllner ist weiterhin mit drei gelben Karten vorbelastet. Eine weitere Verwarnung und der Trainer der Löwen darf einmal von der Tribüne aus zuschauen.

Im Spielerkader stehen Joseph Boyamba, Yannick Deichmann, Quirin Moll, Jesper Verlaat und Daniel Wein bei drei gelben Karten. Eine Gelbsperre gegen Dynamo Dresden droht also keinem Löwen.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – FSV Zwickau außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Grünwalder Stadion wird mit 15.000 Zuschauern wieder ausverkauft sein. Auch aus Zwickau werden natürlich Gäste anwesend sein.

Nach dem Free-TV Beginn gegen Mannheim gibt es heute in dieser Hinsicht keine guten Nachrichten. Die Partie wird nicht im Free-TV zu sehen sein. Allerdings ist natürlich wie gewohnt MagentaSport vor Ort. Das Spiel wird vom Sender sowohl im Fernsehen als auch im Online-Stream angeboten.

Seit der vergangenen Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Sportpsychologe Prof. Dr. Paasch zum Endspiel für Michael Köllner

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Rene Paasch Sportpsychologe Interview Branded

Heute Nachmittag empfängt der TSV 1860 den FSV Zwickau im Grünwalder Stadion. Für Trainer Michael Köllner könnte es unter Umständen der letzte Auftritt an der Seitenlinie der Löwen sein. Im Interview erklärt uns Sportpsychologe Prof. Dr. René Paasch, wie Trainer und Spieler in der Regel mit solchen Situationen umgehen und äußert sich auch zur öffentlichen Kritik Köllners an einigen Spielern seines Kaders.

Sportpsychologe Prof. Dr. René Paasch im Interview

sechzger.de: Nach den unerfreulichen Ergebnissen an den vergangenen Spieltagen kann Trainer Michael Köllner heute wohl nur ein überzeugender Sieg retten. Wie geht man als Trainer mit so einer Sitaution um, wenn man so auf die Performance seiner Mannschaft angewiesen ist?

Prof. Dr. Paasch: Es ist und bleibt natürlich immer eine große Herausforderung für einen Trainer, wenn man angewiesen ist auf die Leistungsfähigkeit der Mannschaft. Da man nicht gänzlich Dinge verändern kann und auch nicht sollte, sondern man auch an bestehenden Strukturen festhalten sollte, ist es besonders wichtig, dass der Trainer sehr viel spricht. Das heißt, dass er mit seinem Staff sehr viel spricht, aber auch mit den Spielern. Dass er ihnen gut zuspricht, aber auch sehr viel zuhört und es nicht immer wieder so benennt, dass, wenn Ihr jetzt nicht funktioniert, dann werde ich meinen Posten verlieren. Also alles, was möglicherweise mit seiner Kündigung zu tun haben könnte, sollte er nicht thematisieren. Er sollte stattdessen Fenster öffnen, die die Spieler zu einer gewissen Leistungsfähigkeit führen können.

“Der Einflussbereich des Trainers ist nicht mehr sehr groß”

Da arbeiten wir mit inneren und äußeren Bildern, d.h. positiv besetzte Bilder, wo man sich selbst wiederfindet, aber auch das Team. Dann ist es wichtig, nicht alles nach einer möglichen Niederlage, einem Punkt oder drei Punkten auszurichten, sondern in Ruhe weiterzumachen. Weil: Der Einflussbereichdes Trainers ist – auch wenn das von außen nicht so scheint – nicht mehr sehr groß. Auch die Spieler werden natürlich diese besondere Situation im Kopf haben.

Ich weiß natürlich auch nicht, wie die Spieler zum Trainer stehen, das kann man von außen nicht sehen. Aber dennoch ist es für einen Trainer ganz wichtig, die Ruhe zu bewahren und genauso weiterzuarbeiten, als wenn im Grunde das Spiel nichts Besonderes wäre, sondern wie jedes andere Spiel auch. (…) Man sollte an Strukturen, die gut funktioniert haben, festhalten und ganz, ganz viel mit der Mannschaft und dem Funktionsteam sprechen und vor allem das ganze Negative und mögliche Konsequenzen von der Mannschaft – aber auch von sich selbst – weghalten und auf das Beste hoffen. Aber: Wenn irgendwann auch die Mannschaft nicht mehr hinter dem Trainer steht, dann ist das natürlich ganz besonders schwierig.

Spieler wollen auf dem Platz funktionieren

sechzger.de: Aus anderer Perspektive: Belastet es eine Mannschaft, wenn sie quasi für das Schicksal ihres Trainers verantwortlich ist?

Prof. Dr. Paasch: Diese Frage ist aus meiner Sicht ganz besonders spannend, denn ich bin davon überzeugt, dass Spieler mit der ein oder anderen Aussage des Vereins über den Trainer – sei es intern oder öffentlich – Probleme haben können. Das betrifft vor allem die Spieler, die zum Trainer stehen und sich auch wünschen würden, dass er weiterhin bleibt. Kann sein, dass sie besonders viel Druck bei sich aufbauen und dass das dann funktioniert und sie sind richtig gut. Oder aber sie setzen sich zu sehr unter Druck, weil sie funktionieren wollen und das geht dann nach hinten los.

sechzger.de: Kann eine Mannschaft eigentlich bewusst “gegen den Trainer” spielen?

Prof. Dr. Paasch: Ja, das gibt es und das sieht man auch immer wieder. Aber ich glaube nicht – und das muss man nochmal unterstreichen -, dass Spieler auf den Platz gehen und nicht funktionieren wollen. Aber wir sind ja nicht nur rein rational, wir können also nicht alles steuern im Leben. Viele Dinge laufen auch unbewusst, also über Autopilot, und die können wir dann nicht willentlich steuern. Und da kann es dann dazu kommen, dass unbewusst so eine Gegenreaktion entsteht und man sich dann an der einen Stelle zurücknimmt. Aber ich glaube nicht, dass ein Spieler auf den Platz geht und denkt: “Heute bin ich mal schlecht, weil ich den Trainer loswerden will.”

Es hat sich ja auch viel gewandelt und die Spieler wissen, dass es um Vertragsverlängerungen, um ihr eigenes Gesicht, ihre eigene Identität und vielleicht auch um weitere Optionen geht. Deswegen will sich auch keiner nachsagen lassen, dass er möglicherweise irgendwas manipulieren wollte. (…) Am Ende des Tages geht es ja auch darum, Geld zu verdienen – Punktprämie, Einsatzprämie und so weiter.

Intern keine Kommunikation auf Augenhöhe?

sechzger.de: Michael Köllner hat in den vergangenen Wochen in den Medien einige unglückliche Aussagen getroffen und einzelne Spieler direkt angesprochen. So hat er Jesper Verlaat als “in der 2. Liga gescheitert” bezeichnet und bei jungen Spielern wie Erik Tallig oder U19-Nationalspieler Marius Wörl die Drittligatauglichkeit in Frage gestellt. Wie kommt sowas bei den jeweiligen Spielern an? Und kann sich sowas negativ auf den restlichen Kader auswirken?

Prof. Dr. Paasch: Auch sehr spannend. Da bin ich natürlich extrem hellhörig, wenn ich im Kontext von Leistungsfußball tätig sein darf. (…) Wenn ein Trainer öffentlich über seine Spieler spricht, dann können wir davon ausgehen, dass sie intern sehr wohl nicht auf Augenhöhe miteinander sprechen. Das heißt: Das Verhältnis ist möglicherweise ein bisschen zerrüttet und dass der Trainer vielleicht aufgrund seiner Hilflosigkeit, was die Leistngsfähigkeit angeht, dann das Mittel benutzt, um die Öffentlichkeit einzusetzen, damit dann Spieler darauf reagieren, nämlich mit Leistungsfähigkeit.

Wir wissen aber, dass solche Aussagen ganz oft aber auch sehr persönlich genommen werden von den Spielern und sie dann genau das Gegenteil tun. Dass sie dann aller Welt zeigen wollen: So geht der mit mir nicht um! Wenn er Probleme hat, dann hätte er das auch auf Augenhöhe klären können. Dass er dabei aber die Öffentlichkeit einsetzt, zeigt, dass er derzeit vielleicht keine gute Kommunikation mit der Mannschaft hat und das auch ein bisschen der Hilferuf ist oder auch der Weckruf, dass die Spieler doch bitte auch zu funktionieren haben.

Öffentliche Kritik zeugt von Kommunikations- und Führungsschwäche

Aus der Erfahrung heraus muss ich aber auch sagen: Wenn ein Trainer bereit ist, das zu tun, dann wird er natürlich die Spieler, die er angesprochen hat, leider verlieren. Es sei denn, er hat danach nochmal klärende Gespräche geführt und hat das aus der Welt geräumt. Aber ich stelle es mir gerade ein bisschen schwierig vor. Das zeigt aber auch, dass der Trainer jetzt natürlich alle Register zieht, aber er sollte sich selbst nicht aus der Verantwortung nehmen. Das finde ich ganz besonders wichtig, denn es sind nunmal die Spieler, die die Leistung bringen, aber der Trainer ist derjenige, welcher das Ganze lenkt und leitet. Und er ist auch maßgeblich dafür, ob sich die Spieler wohlfühlen – und das ist auch seine Aufgabe.

Um es nochmal zu unterstreichen: Die Spieler öffentlich zu kritisieren, ist für mich kommunikationsschwach und auch führungsschwach. Zudem zeigt es auch, dass er an der einen oder anderen Stelle nicht den Zugriff hat und die Jungs vielleicht nicht mehr ganz so hinter ihm stehen und er deswegen dann vielleicht auch die Öffentlichkeit nutzt, um eine Veränderung herbeizuführen.

Das ist nur eine Vermutung, aber man muss deutlich sagen: Trainer, egal in welcher Sportart, die Spieler oder Mannschaften kritisieren, haben intern definitiv Schwierigkeiten, was die Mannschaftsführung und die Kommunikation angeht.

Sportpsychologe Prof. Dr. René Paasch im Portrait

Prof. Dr. René Paasch ist Psychologe/Sportpsychologe. Er wohnt und arbeitet im Ruhrgebiet. René bietet sportpsychologische Beratung und Betreuung im Breiten- und Spitzensport sowie Coaching im betrieblichen Umfeld und Gesundheitsförderung an. Mit seiner UEFA B-Lizenz, mehrjähriger Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Profi- und Amateurvereinen und zahlreichen Betreuungen von Kickern ist er einer der Fußballexperten im Netzwerk Die Sportpsychologen.

sechzger.de hatte den Sportpsychologen bereits im Juni ausführlich interviewt:

Teil I
Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V
Teil VI

TSV 1860 gegen den FSV Zwickau: Köllners letztes Spiel?

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TSV 1860 München FSV Zwickau Saison 2021/22

Am 19.Spieltag empfängt der TSV 1860 München im Grünwalder Stadion den FSV Zwickau. Es könnte das letzte Spiel für Michael Köllner bei den Löwen werden. Die Gäste hingegen benötigen jeden Zähler im Kampf um den Abstieg.

Köllner unter Druck – drei Punkte als Pflichtaufgabe

Nach fünf Spielen ohne Sieg drohen die Löwen in das Mittelfeld der 3.Liga abzurutschen. Trainer Michael Köllner ist daher in der Kritik, viele Löwenfans sprechen sich mittlerweile gegen den 53-Jährigen aus. Offiziell wurde dem Coach des TSV 1860 für die Partie gegen den FSV Zwickau das Vertrauen ausgesprochen – doch eben erst einmal nur für dieses eine Spiel. Alles scheint vom Ausgang heute abzuhängen, ob Köllner auch gegen Dresden noch an der Seitenlinie stehen darf. Alles andere als ein Sieg dürfte seine Entlassung bedeuten.

Ein Selbstläufer dürfte es gegen die Westsachsen allerdings mitnichten werden. Das zeigt auch ein Blick auf die letzten beiden Spielzeiten: 2020/21 gewannen die Gäste mit 0:1, im letzten Jahr (siehe Titelbild) sogar mit 0:2. Zwar stehen die Zwickauer in ihrer mittlerweile siebten Drittliga-Saison in Folge nach einem bisher durchwachsenen Saisonverlauf auf einem Abstiegsplatz, doch gerade deswegen wird um jeden Punkt gekämpft und geackert. Gegen den VfB Oldenburg setzte es vergangene Woche eine bittere 0:1-Heimniederlage. Zuvor nutzten die heutigen Gäste die Winterpause für einige Vorbereitungsspiele, unter anderem gegen Ligakonkurrent Dresden (0:3) und den letztjährigen Meister Magdeburg (3:2).

Die Devise in Giesing dürfte dabei sein aus einer sicheren Abwehr heraus mit Kontern Nadelstiche zu setzen und so womöglich zum Torerfolg zu kommen. Ob der TSV 1860 München nach der Winterpause gegen tiefstehende Mannschaften mehr Ideen hat als in der ersten Saisonhälfte, wird also ab heute mittag voraussichtlich zu beobachten sein. Möglicherweise kann Neuzugang Holzhauser dabei ein entscheidender Faktor werden.

TSV 1860 zum Abschluss der Hinrunde gegen den FSV Zwickau

Über eine Transfermeldung durften sich die Fans der Schwäne im Gegensatz zu den Löwenfans bislang nicht freuen, wohl aber über eine positive Meldung in finanzieller Hinsicht. Im Rahmen der Nachlizenzierung erteilte der DFB grünes Licht, geforderte Mittel konnten rechtzeitig nachgewiesen werden. Momentan befindet sich mit Nico Granatowski ein Probespieler beim FSV, eventuell geht der Verein aber auch ohne Veränderungen im Kader die Rückrunde an. Allzu groß dürfte das Budget des FSV Zwickau für einen weiteren Spieler – ganz ähnlich wie beim TSV 1860 – ohnehin nicht sein.

In der Saison 2022/23 gab es noch kein Duell zwischen den Löwen und den Schwänen. Das liegt daran, dass es sich heute um den letzten Spieltag der Hinrunde handelt. Es dürfte spannend zu beobachten sein, unter welchen Voraussetzungen sich beide Mannschaften im Mai in der GGZ-Arena wiedersehen. Für den TSV 1860 München könnte es um den Aufstieg in Liga 2 gehen, wogegen Zwickau nach aktuellem Stand gegen den Absturz in die Regionalliga Nordost ankämpft. Zukünftig wie heute – die Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein. Daher benötigen beide Teams heute dringend drei Punkte, um nicht nur die Hinrunde erfolgreich abzuschließen, sondern auch eine gute Ausgangslage für die Rückrunde zu schaffen – und um auf Seiten des TSV 1860 München diese gemeinsam mit Trainer Michael Köllner anzugehen.

Der 19.Spieltag im Überblick

Freitag

Viktoria Köln – 1.FC Saarbrücken 0:2 (0:1)

Samstag

Erzgebirge Aue – SpVgg Bayreuth
Borussia Dortmund II – VfL Osnabrück abgesagt
SC Verl – Rot-Weiß Essen
TSV 1860 München – FSV Zwickau
SV Elversberg – FC Ingolstadt
SV Meppen – SC Freiburg II

Sonntag

Hallescher FC – SV Wehen Wiesbaden
VfB Oldenburg – Dynamo Dresden

Montag

MSV Duisburg – Waldhof Mannheim

Saarbrücken schiebt sich auf Platz zwei

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Viktoria Köln - 1. FC Saarbrücken 0:2 (0:1)
Die Fans beim Spiel zwischen Viktoria Köln und dem 1. FC Saarbrücken

Der 1. FC Saarbrücken hat sich in der 3. Liga auf den zweiten Tabellenplatz nach vorne geschoben. Die Saarländer setzten sich beim Freitagsspiel auswärts gegen Viktoria Köln verdient mit 0:2 durch. Damit steigt der Druck auf den TSV 1860, beim Heimspiel gegen Zwickau muss ein Sieg her, um den Kontakt zu den Aufstiegsrängen nicht abreißen zu lassen.

Saarbrücken zeigt Reaktion nach Auftaktniederlage

Saarbrücken hatte zum Auftakt im neuen Jahr eine 2:3-Niederlage gegen Duisburg kassiert und zeigten sich in Köln deutlich verbessert. Die Anfangsphase war auf beiden Seiten verhalten, Chancen kamen nur nach Standards zu Stande. Beim ersten vernünftigen Angriff fiel der Führungstreffer für die Gäste. Colagero Rizzuto traf im Nachschuss zum 0:1. Fortan bekamen die Zuschauer ein Spiel auf ein Tor zu sehen, nämlich auf das der Hausherren. Wirklich gute Möglichkeiten entstanden daraus aber nicht, sodass es mit dem 0:1 zum Pausentee ging.

Gäste machen den Sack früh zu

Noch keine zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als das 0:2 fiel. Ex-Löwe Richard Neudecker zirkelte einen Freistoß auf den Kopf von Verteidiger Boné Uaferro, der das Leder zur Vorentscheidung in den Maschen versenkte.
Wer nun auf eine Reaktion der Hausherren wartete, wurde enttäuscht. Die Viktoria blieb offensiv ideenlos und konnte abgesehen von Standardsituation keine Torgefahr entwickeln. So blieb es bis zum Schlusspfiff beim verdienten 0:2 für den 1. FC Saarbrücken.

Saarbrücken schiebt sich auf Platz zwei

Durch die Niederlage liegen die Kölner weiterhin drei Punkte hinter den Löwen im Mittelfeld des Klassements, Saarbrücken konnte hingegen durch den Dreier Druck auf die Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga ausüben und ist vor den Samstagsspielen Tabellenzweiter. Nun ist es an den Löwen, heute gegen Zwickau eine Reaktion auf die enttäuschende Leistung in Mannheim zu zeigen und mit einem Heimsieg weiterhin oben mitzumischen.

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