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ARGE Leaks – von der Gründung bis zur “Causa Gerhard Schnell” (Teil 4)

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Westkurve Choreographie ARGE Schnell
Die Westkurve mit einem Gruß an die Familie Schnell

Nachdem Jutta Schnell bereits Ende der 90er Jahre als Fanbetreuerin beim TSV 1860 angestellt worden war, wuchs auch der Einfluss ihres Gatten Gerhard Schnell immer weiter an. Schon als Vorsitzender der ARGE Region 11 griff er dabei zu fragwürdigen Methoden. Aber es sollte noch viel besser kommen…

Der Umsturz der ARGE-Führung

Stellt sich die Frage nach dem Motiv dieses Handelns. Es ist davon auszugehen, dass Jutta Schnell einen recht angenehmen Job zu leisten hatte. Als Vollzeit-Angestellte musste sie lediglich ein- bis zwei Mal in der Woche im Büro erscheinen, erledigte die meiste Arbeit von zu Hause aus. Man muss wissen, dass Familie Schnell damals Inhaber eines Edeka-Marktes in Neuburg war und unter anderem auch Geld durch eine Karten-Vorverkaufsstelle einnahm. Auch hier schien der direkte Draht zum TSV 1860 München nicht nachteilig gewesen zu sein. Und bei den Spielen der Löwen traf man die Schnells nicht etwa im Fanblock an – wie es ursprünglich von einem Fanbeauftragten zu erwarten wäre – sondern in den VIP-Bereichen.

Jeder Gegenpart stellte also eine potenzielle Gefahr dar. Sei es der Mitarbeiter des Fanprojekts München, der viel aktiver war als Jutta Schnell und daher auch in der Fanszene deutlich mehr wahrgenommen wurde, als die hauptamtliche Fanbeauftragte. Oder eben die beiden Mitarbeiter in dem angedachten ARGE-Büro, die wahrscheinlich alleine aufgrund ihrer Präsenz rasch einen guten Kontakt in die Fanclubs aufbauen hätten können und damit die Position von Jutta Schnell gefährdet hätten. Dies musste verhindert werden – und zwar um jeden Preis. Schnells Job dürfe nie in Gefahr geraten, mögliche Gegenspieler sollten rasch wieder von der Bildfläche verschwinden.

Gerhard Schnell als Schriftführer der ARGE

Tatsächlich hatte die Aktion Erfolg. Siegbert Stemmer wurde als neuer Vorsitzender der ARGE gewählt. Gerhard Schnell fungierte als Schriftführer und hatte ein gewaltiges Wort in der Vorstandschaft mitzureden. Und die Kombination mit Gattin Jutta als einzige hauptamtliche Fanbeauftragte schien wie geschaffen. Kleinere Scharmützel mit dem Fanprojekt München oder auch mit der aktiven Fanszene, damals federführend mit der Ultra-Gruppierung „Cosa Nostra“, wurden mit offenen Briefen an die Geschäftsführung des TSV 1860 München bekämpft. Zunächst ist festzuhalten, dass die ARGE ein relativ einfaches Spiel hatte. Ultras wurden damals wie heute von Unwissenden gerne mit gewaltbereiten Hooligans gleichgesetzt. Dementsprechend war das Ansinnen der ARGE ja – zumindest in den Augen der Geschäftsführung – ein Gutes. In die bilaterale Kommunikation ging der Verein damals nicht. Man vertraute den Aussagen des Dachverbands der Fanclub, der gerne mit 50.000 Mitgliedern in etwa 500 Fanclubs warb.

ARGE: Einmischung in die Vereinspolitik

Unter dem Präsidium Wildmoser entwickelte sich die ARGE auch vereinspolitisch. Karl-Heinz Wildmoser war taktisch clever genug um zu erkennen, dass ihm die Mitglieder der ARGE bei seinem eigenen Machterhalt behilflich sein konnten. So suchte er einen engen Schulterschluss zum Fanclub-Dachverband. Regelmäßig tauschte er sich mit der ARGE-Führung und mit Mitarbeitern der Geschäftsstelle in seiner Gaststätte in Hinterbrühl aus. Wildmoser wusste, dass viele Fanclub-Mitglieder auch Mitglied beim TSV München von 1860 e.V. waren und bei der Mitglieder- bzw. Delegiertenversammlung seine Alleinstellung als Präsident sicherstellen konnten. Tatsächlich gab es um die Jahrtausendwende herum nur eine relativ kleine und noch sehr unorganisierte Opposition. Zunächst waren es die „Freunde des Sechzger Stadions“, die den waghalsigen Plänen, gemeinsam mit dem FC Bayern München einen Stadionneubau anzustreben, gefährlich im Weg standen. Die aufkommende Opposition, die auch die ARGE zu spalten drohte, konnte jedoch im Keim erstickt werden.

Allianz Arena: Fass ohne Boden

Nach dem erzwungenen Rücktritt von Präsident Wildmoser verschoben sich allerdings die Fronten. Schnell wurde klar, dass die Beteiligung an der Allianz Arena für den Verein tatsächlich ein Fass ohne Boden war. Der Abstieg aus der Bundesliga und die fehlende Absicherung brachte den Verein mehrfach und nachhaltig an den Rande einer Insolvenz. Entsprechend Zulauf bekam auch die Opposition. Offensichtlich wurden die Differenzen zwischen der ARGE und dem „Rest der Fans“ im Rahmen des Eröffnungsspiels der Allianz Arena im Jahr 2005. Nachdem die Ultras der Cosa Nostra eine Choreografie für die Feierlichkeiten ablehnten, bat die Geschäftsstelle der Löwen die ARGE um Mithilfe. Es entstand eine überdimensionale Blockfahne, die in der Nordkurve über die Köpfe der Fans gezogen werden sollte. Dies geschah allerdings ohne Rücksprache mit der aktiven Szene, was am Spieltag zu erheblichen Problemen führen sollte. Der „Kern“ der Kurve verhinderte das Hochziehen, es entstand ein „Fanstreit“ zwischen der ARGE und der Cosa Nostra.

Die Fake-Accounts des Gerhard Schnell

Am 23. September 2005 titelte die Münchner Abendzeitung, die Löwen bräuchten einen „Fan-Gipfel“. Pikanterweise wurden dazu vier Leserbriefe abgedruckt die deutlich machten, wie zerrissen die Meinung innerhalb der Löwenfans hinsichtlich des Stadions ist. Während sich mit Wolfgang Budack ein Fanclub-Vorstand des ARGE-Fanclubs „Göppinger Löwen“ sehr kritisch äußerte („Die ARGE präsentiert sich in einer Form überdimensional, wie es in Fußballstadien nicht zeitgemäß ist.“) kritisierten ein gewisser Erich Hargesheimer („Raus mit den Krawallos“) und Erwin Stengelin („Stadionverbot für Störenfriede“) sehr deutlich die aktive Fanszene. Beide Leserbriefe stammen aus der Feder von Gerhard Schnell, wie man mittlerweile weiß. Mit der Mailadresse erwinstengelin@abacho.de wandte sich Schnell auch an den Vize-Präsidenten Wolfgang Hauner und drohte damit, „in unserer Region alle Fanclubs aufzurufen, mit dem Dauerkartenkauf abzuwarten“. Zeitgleich schreibt Siegbert Stemmer als ARGE-Vorsitzender einen Brief an 1860-Geschäftsführer Detlef Romeiko und bittet dabei um ein Gespräch. Er schreibt dazu: „Wie Sie sicher durch viele E-Mails aus den Reihen unserer Fanclubs, die auch an uns in Kopie gesandt werden, lesen konnten, herrscht eine sehr starke Unruhe in der Fanlandschaft, die so weit geht, dass eine ganze und auch wichtige Region komplett und mit ihren ganzen Mitgliedern aus dem TSV 1860 austreten werde, was eine erhebliche Medienreaktion hervorrufen wird.“ Auf die Führung der Löwen wurde also verstärkt Druck gemacht. Die vermeintlichen E-Mails gab es tatsächlich, allerdings steckte ebenfalls Schnell dahinter, der weiterhin unter verschiedenen Namen und Fanclubs schrieb.

Neue Feindbilder: PRO1860 und ein neuer Fanbetreuer

Im morgigen Teil 5 wird der Ton seitens der ARGE und auch von Gerhard Schnell nochmal rauer. Mit PRO1860 und einem zweiten Fanbetreuer neben Jutta Schnell entstehen neue Feindbilder, die es zu bekämpfen gilt…

Überblick

Niki Lang: Großer Gewinner der Löwen beim Marktwert Update

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Niklas Lang (TSV 1860)
Niklas Lang, Verteidiger des TSV 1860 München

So wirklich erfreulich verlief die Saison der Drittliga-Truppe des TSV 1860 bisher nun wirklich nicht. Aufgrund des Trainingsverbots des kommenden Gegners Waldhof Mannheim besteht jedoch berechtigte Hoffnung auf einen Heimsieg am Samstag. Grund zur Freude bietet jedoch Niki Lang, dessen Marktwert laut transfermarkt.de mittlerweile bei 200.000 Euro liegt.

Lang: Marktwert um 50.000 Euro gestiegen

Seit dem letzten Update ist der Marktwert des Löwen-Verteidigers somit um 50.000 Euro gestiegen. Auch (Ersatz-)Torwart Tom Kretzschmar hat an Wert zugelegt. Nach seinen starken Leistungen zu Beginn der Saison (Marco Hiller war gesperrt) legte er um 25.000 Euro zu, sodass sein Marktwert nun mit 125.000 Euro taxiert wird.

Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Im Fall des TSV 1860 ist das Keanu Staude, dessen Marktwert um 25.000 Euro auf 300.000 Euro sank.

Zweitvertretungen dominieren das Ranking

Die “wertvollsten” Spieler der Liga findet man (wenig überraschend) bei den Zweitvertretungen der Bundesligisten: Ansgar Knauff (BVB II) wird mit 3 Mio. Euro beziffert, seine Kollegen Luca Unbehaun (1,5 Mio.), Steffen Tigges (1,2 Mio.) und Abdoulaye Kamara (1 Mio.) knacken ebenfalls die Millionenmarke. Zu ihnen gesellt sich Kevin Schade (1,8 Mio.) vom SC Freiburg II.

Den höchsten Marktwert abseits der zweiten Mannschaften verzichtet Jean Zimmer (1. FC Kaiserslautern) mit 750.000 Euro, gefolgt von seinem Teamkollegen Felix Götze mit 600.000 Euro.

Neudecker wertvollster Löwe

Das löweninterne Ranking führt Richard Neudecker (475.000 Euro) vor Dennis Dressel (450.000 Euro) an. Den dritten Platz teilen sich Stephan Salger, Merv Biankadi, Marcel Bär und Eric Tallig (jeweils 350.000 Euro).

José Holebas bei Bayern Alzenau: Platzverweis beim Debüt

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Jose Holebas
Jose Holebas beim FC Watford

War da einer etwas übermotiviert? Diesen Eindruck könnte man fast gewinnen, denn Ex-Löwe José Holebas kassierte bei seinem Debüt bei Bayern Alzenau direkt mal einen Platzverweis. Inzwischen konnte sich der ehemalige griechische Nationalspieler jedoch auch schon in die Torschützenliste eintragen.

Holebas: Platzverweis beim Debüt

Die ersten Pflichtspieleinsätze des Ex-Profis im Trikot des FC Bayern Alzenau in der Hessenliga waren durchaus unterhaltsam. Direkt bei seinem Debüt in der Partie bei Mitabsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf (1:1) handelte sich Holebas beim Stand von 1:0 in der 88. Minute einen Platzverweis ein.

In der nächsten Partie unterlag Alzenau ohne den gesperrten Ex-Löwen 0:1 gegen Tabellenführer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Beim 2:2 gegen den FSV Fernwald lagen die Exil-Bayern zwischenzeitlich schon mit zwei Treffern zurück, ehe Holebas – in Unterzahl – mit seinem ersten Treffer für Alzenau in der 90. Minute die Aufholjagd und den Punktgewinn perfekt machte.

Wie es weitergeht? Teammanager Joachim Hock hat da so eine Ahnung:

“Vielleicht gelingt José ja schon bald auch ein Siegtor!”

Bereits am kommenden Samstag (ab 15 Uhr) bietet sich in der Partie gegen den Hünfelder SV die Chance dazu.

Waldhof Mannheim vor dem Spiel bei 1860: Tests statt Training

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Waldhof Mannheim
Waldhof Mannheim

Eigentlich war für den gestrigen Montag vorgesehen, dass Waldhof Mannheim wieder ins Training einsteigt. Doch daraus wurde nichts! Statt Übungseinheiten standen gestern Tests auf dem Programm und auch heute findet die Vorbereitung aufs Spiel beim TSV 1860 nicht auf dem Trainingsplatz statt.

Waldhof: Tests statt Training

Laut Mannheimer Morgen sind auch heute lediglich Tests vorgesehen. Gleich mehrere Spieler und Betreuer waren Ende letzter Woche positiv getestet worden, darunter nach Angaben des Blattes auch Chefcoach Patrick Glöckner, Athletiktrainer Florian Braband und die Spieler Dominik Martinovic, Timo Königsmann und Onur Ünlücifci.

Nach ausführlicher Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Mannheim könnte das Team unter Umständen am Mittwoch das Training wieder aufnehmen.

TSV Haching München: Löwen-Volleyballer zu Gast in Düren

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Wappen TSV Haching München (TSV 1860 e.V. & TSV Unterhaching)
Wappen des TSV Haching München (Volleyball)

Der TSV Haching München absolviert heute Abend um 19.00 Uhr in der Arena Kreis Düren im Rahmen eines Doppelspieltags gleich die zweite Auswärtspartie der neuen Spielzeit.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Es geht Schlag auf Schlag für das junge Team des TSV Haching München. Nach der Auftaktniederlage in Hildesheim bei den Helios Grizzlys Giesen wechselt der Tross das Hotel und zieht von Hildesheim nach Düren um. Die Dürener konnten ihr Spiel gegen die Netzhoppers KW-Bestensee am Sonntag mit 3:2 gewinnen.

Für Diagonalangreifer Philipp „Pippo” Schumann ist es eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Verzichten muss Tanase auch in Düren auf Simeon Topuzliev. Der Außenangreifer trat die Reise aufgrund von Schulterbeschwerden gar nicht erst an.

TSV Haching München in Düren krasser Außenseiter

Düren ist für das Team des TSV Haching München natürlich kein Unbekannter. Viele Akteure haben gegen den Dauerbrenner der Liga aus dem Rheinland schon des Öfteren gespielt. Für Kapitän Jonas Sagstetter ist klar

„Düren ist sehr stark. Sie waren im letzten Jahr kurz davor das Finale um die Meisterschaft zu erreichen, das sagt schon alles. Der Kader ist größtenteils geblieben, das ist schon ein harter Brocken.”

Auch Hachings neuer Coach Bogdan Tanase hat sich mit dem Gegner beschäftigt: „Ich denke, dass Düren noch etwas stärker ist als letzte Saison. Das Gerüst der Vorsaison ist geblieben und wurde klug ergänzt. Besonders freue mich auf das Wiedersehen mit Tomas Kocian-Falkenbach. Mit Dürens Zuspieler habe ich bereits in meiner Zeit beim VfB Friedrichshafen gut und erfolgreich zusammengearbeitet.”

Alle Interessierten können sich die Partie bei www.sportdeutschland.tv oder bei www.twitch.tv/spontent live ansehen.

Sechzig um Sieben: Mitgliederverkauf für Mannheim startet

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Servus Löwenfans! Auch am heutigen Dienstag macht unsere ARGE Leaks-Serie keine Pause. Zudem gibt es weitere Informationen zum Heimspiel von Sechzig München gegen Waldhof Mannheim am Samstag.

Training an der Grünwalder Straße

Heute nachmittag stehen die Profis für eine Einheit auf dem Platz. Dabei wird Michael Köllner zum ersten Mal den Fokus auf Waldhof Mannheim legen. Unklar ist allerdings noch, welche Spieler gegen den TSV 1860 möglicherweise ausfallen. Es handelt sich um ein öffentliches Training, los geht es um 15 Uhr.

ARGE Leaks, Teil 3

Auch gestern ging unsere Serie der ARGE Leaks weiter, in Teil 3 kamen einige (Fake) E-Mails zum Vorschein. Weiter geht es heute mit Teil 4.

Ergebnisse des TSV 1860 München am Wochenende

Zudem gab es einen Überblick über alle Resultate der Löwen-Mannschaft am vergangenen Wochenende. Zwei Teams mussten gar nicht erst antreten, andere wiederum konnten Derbysiege feiern. Niederlagen ließen sich allerdings nicht ganz vermeiden.

Sechzig – Mannheim: Tickets für Mitglieder

Erstmals seit Ende Februar 2020, als die Löwen gegen Chemnitz siegten, sind im Grünwalder Stadion wieder 15.000 Zuschauer zugelassen. Möglich macht dies die Anwendung der 3G plus-Regelung. Gleichzeitig sind damit auch wieder alle über 11.500 Dauerkarten gültig. Für diese entfällt die Personalisierung, diese Löwenfans müssen sich also vor jedem Heimspiel um nichts mehr kümmern. Für das Spiel von Sechzig gegen Mannheim gehen die restlichen Karten ab heute vormittag um 10:00 Uhr in den Mitgliederverkauf (maximal vier pro Mitglied erwerbbar). Diese Verkaufsphase läuft bis zum Donnerstag um die gleiche Uhrzeit. Sollten dann noch nicht alle Karten verkauft sein, startet ab 12 Uhr ein freier Verkauf.

Für die Gästefans aus Mannheim stehen insgesamt 650 Plätze zur Verfügung, daher werden weitere Fans von Sechzig München Tickets erhalten. Zwischenzeitlich war von 840 Gästekarten die Rede. Normalerweise stehen Gästen 10% des Kontingents, also 1.500 Karten zur Verfügung.

Bobby Wood unglücklich im Farmteam

Die besten Zeiten von Ex-Löwe Bobby Wood scheinen vorbei zu sein. Am Wochenende wurde er für einen 13-Jährigen ausgewechselt…

Bobby Wood: Erst Nationalspieler, jetzt für 13-Jährigen ausgewechselt

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Bobby Wood
Bobby Wood, ehemaliger Stürmer des TSV 1860

Es war vor gar nicht langer Zeit, da bestritt Ex-Löwe Bobby Wood 45 Länderspiele für die USA und erzielte dabei beachtliche 13 Tore. Bereits in den letzten Jahren kam er in Deutschland immer weniger zum Zug und wechselte im Juni 2021 in die Major League Soccer. Von Real Salt Lake wurde er jedoch bald zum Farmteam Real Monarchs abgeschoben und erlebte dort am vergangenen Freitag einen neuen Tiefpunkt.

Bobby Wood: Auswechslung gegen 13-Jährigen

Gegen den Colorado Springs Switchbacks FC wurde der inzwischen 28-Jährige am Freitag bereits nach 61 Minuten ausgewechselt. Für ihn betrat der erst 13-Jährige (!) Axel Kei das Spielfeld…

Das Spiel der zweiten Mannschaft endete vor knapp 1.500 Zuschauern mit 0:0. Was waren das noch für Zeiten, als Bobby Wood für Erzgebirge Aue und Union Berlin in der 2. Bundesliga glänzte und regelmäßig einnetzte.

Ein Hawaiianer in Giesing

Im Alter von 15 Jahren war Wood im Jahr 2007 von den Irvine Strikers zum TSV 1860 München gewechselt, durchlief diverse Nachwuchsmannschaften und schaffte es schließlich über die Amateure in den Profikader von Reiner Maurer. Sein erstes Match in der 2. Bundesliga bestritt er am 29.01.2011. Insgesamt absolvierte der Hawaiianer 50 Zweitliga-Partien für die Löwen, wobei ihm drei Treffer gelangen. Für die Amateure traf Wood zwölf Mal bei 46 Einsätzen.

 

Corona: Waldhof Mannheim hat Training wieder aufgenommen

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Carl-Benz-Stadion, Waldhof Mannheim
Carl-Benz-Stadion, Waldhof Mannheim

Nachdem Ende letzter Woche bekannt wurde, dass es bei Waldhof Mannheim einige Corona Fälle gibt, hat die Mannschaft am heutigen Montag den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Die Partie des Waldhof beim TSV 1860 am kommenden Samstag scheint nicht gefährdet.

Corona bei Waldhof Mannheim

Laut Mannheimer Morgen seien Trainer Patrick Glöckner ebenso wie Reha- und Athletiktrainer Florian Braband und die Spieler Dominik Martinovic, Timo Königsmann und Onur Ünlücifci positiv getestet worden war.

Wie lange die Betroffenen tatsächlich ausfallen, hängt nun von ihrem Impfstatus ab. Sollten sie geimpft sein, kann die obligatorische Quarantäne mit mehreren Tests gegebenenfalls verkürzt werden. Andernfalls müssen sie 14 Tage in Isolation verbleiben und würden somit fix für das Spiel am Samstag ausfallen.

Spiel bei den Löwen findet wohl statt

Aktuell scheint das Auswärtsspiel bei den Löwen jedoch stattfinden zu können. Ein Antrag auf Absetzung kann erst gestellt werden, wenn weniger als 15 Akteure einsatzfähig sind. Dies ist bei Waldhof Mannheim jedoch nicht der Fall.

3G+: Am Samstag volle Hütte im Sechzgerstadion! Oder eher doch nicht..?

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Westkurve mit Zuschauern im Grünwalder Stadion beim TSV 1860 München

Die Katze ist aus dem Sack: Der TSV 1860 München entscheidet sich den Zugang zum Grünwalder Stadion ab dem Spiel gegen Mannheim nach der sogenannten 3G+ Regelung zu gestatten. Damit wären theoretisch wieder 15.000 Zuschauer zugelassen.

Das bedeutet 3G+

Weiterhin wie bisher haben Geimpfte und Genesene Zutritt, neu ist jedoch, dass ein einfacher Schnelltest nicht mehr ausreichend ist, es muss ein negativer PCR-Test vorliegen, der zum Veranstaltungsende maximal 48 Stunden alt ist.

Tests seit heute kostenpflichtig

Selbst wenn ein Schnelltest noch ausreichend wäre, würde das trotzdem den Stadionbesuch verteuern, denn seit dem 11. Oktober sind die anlasslosen Schnelltests nicht mehr kostenlos, sondern schlagen mit ca. 15 EUR zu Buche. Ein PCR-Test reißt aktuell noch ein größeres Loch in den Stadiongeldbeutel, diese kosten um die 75 EUR.

Warum hat sich der TSV 1860 zu 3G+ entschlossen?

Der TSV 1860 schreibt dazu in seinen FAQs:

„Die Verantwortung der gesamten Verwaltung liegt darin, mittels einer offenen Feedback-Kultur inklusive vieler Gespräche, insbesondere durch die Fanabteilung, die Wünsche, Hinweise und Kritik eines jeden Einzelnen zu hören, um dann gleichzeitig mit Blick auf das große Ganze und den größtmöglichen gemeinsamen Nenner für die gesamte Löwen-Familie abgewogene nachvollziehbare Entscheidung zu treffen. Nach ausführlicher interner Abwägung aller Argumente fiel die Entscheidung auf 3G+.“

Was ändert sich konkret?

Die Beschränkung der Zuschauerzahl ist aufgehoben, die Maskenpflicht im Stadion entfällt und höchstwahrscheinlich wird auch wieder alkoholhaltiges Bier ausgeschenkt.

Während es den Geimpften wahrscheinlich höchstegal sein dürfte, ob der Zugang nun mit 2G, 3G oder 3G+ geregelt wird, werden die ungeimpften Fans des TSV 1860 nun ins Grübeln kommen. Ob diese „Impflicht durch die Hintertür“ der richtige Weg ist die Impfquote zu erhöhen? Wie seht ihr die Sachlage, werdet ihr am Samstag vor Ort sein? Freut ihr euch darauf die Maske (quasi) daheimlassen zu können oder seht ihr unter diesen Bedingungen von einem Stadionbesuch ab? Lasst es uns wissen…

Bild: Oliver Rabuser

ARGE Leaks – von der Gründung bis zur “Causa Gerhard Schnell” (Teil 3)

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Die Westkurve des Grünwalder Stadions grüßt die ARGE und die Familie Schnell
Die Westkurve des Grünwalder Stadions grüßt die ARGE und die Familie Schnell

Nachdem die ARGE bereits 1977 gegründet worden war und das ein oder andere Skandälchen überstanden hatte, kam der Dachverband der Fanclubs in vermeintlich ruhigere Fahrwasser. Zumindest sah es eine Zeit lang so aus… Ein Trugschluss!

Unterdessen installierte der TSV 1860 Jutta Schnell als Fanbeauftragte in Vollzeit, die sich um Fanbelange kümmern sollte.

Fortlaufende Querelen innerhalb der ARGE

Und was machte die ARGE? Existierte freilich weiterhin, war allerdings immer wieder von internen Querelen und finanziellen Unklarheiten geplagt. Missstände in der Kasse waren offenbar keine Seltenheit beim Dachverband der Fanclubs. Mehrfach wurden Kassierer und deren Kassenprüfer heftig kritisiert. In einem Rundschreiben des ARGE-Vorstands Siegfried Mühlbauer an alle Fanclubs aus dem September 1999 heißt es einleitend: „Da immer wieder Fragen bezüglich der Kasse und dem Beitrag gestellt werden, gibt es hier ein paar grundsätzliche Erklärungen.“ Es folgten der Kassenstand sowie der Aufruf, den Mitgliedsbeitrag fristgerecht zu entrichten. Bei Punkt 10 (Einzugsermächtigung) schreibt Mühlbauer zum „abgesetzten Kassier“ („J.“), er habe die Einzugsermächtigungen für ungültig erklärt, „damit Herr J. damit keinen Missbrauch betreiben kann“.

Einige Vorstandsmitglieder der ARGE erklärten ihren Rücktritt. Beisitzer Klaus Höß begründete diesen unter anderem mit „diesen ganzen Querelen“ und der „unendlichen Geschichte mit dem Kassier“ und verwies auf eine möglicherweise „drohende Rufschädigung als Mitglied der ARGE“.

Die Stadion-Diskussion beim TSV 1860

Aber auch ein weiterer Aspekt mischte sich in die internen Angelegenheiten: Der scheinbar ewige Streit um die Heimspielstätte des TSV 1860 hatte neue Dimensionen angenommen. Während ein Teil der Löwenfans für einen Verbleib im Grünwalder Stadion plädierte und dessen Ausbau anstrebte, gab es eine Gegenbewegung, die sich den Umzug ins Olympiastadion bzw. den Neubau einer Fußball-Arena wünschte. Der immer mehr aufkommenden Initiative der „Freunde des Sechzger Stadions“ schloss sich auch ein Teil des ARGE-Vorstands an. Damit war die Vorstandschaft gespalten. Daher gab Hans Rettenmeier als Rücktrittsgrund aus der ARGE-Vorstandschaft an, der Grund sei „die Unterstützung der Initiative zur Erhaltung des Grünwalder Stadions durch die ARGE“.

Gerhard Schnell betritt die Bühne

Das Stadionthema hatte die Dachorganisation der Fanclubs erreicht. Möglicherweise war genau diese Diskussion auch ein Hauptgrund für die Spaltung innerhalb der Fanlandschaft der Löwen. In jedem Fall wurde sie auch von einigen ranghohen Mitgliedern innerhalb der ARGE befeuert. Damals noch ein relativ unbeschriebenes Blatt war Gerhard Schnell. Als Vorsitzender der Region 11 ließ er dem ARGE-Vorstand in einem Schreiben vom November 1999 ausrichten, dass auf Grund der Stadionthematik „ein Großteil der Fanclubs unserer Region bereits gedroht hat, aus der ARGE auszutreten um sich dann selbst zu verwalten“. Ebenfalls Unterzeichner des Schreibens waren im Übrigen Hans Rettenmeier, der als Kassier der Region 11 aufgeführt wurde, und als Beisitzer ein gewisser Siegbert Stemmer, der im späteren Verlauf eine entscheidende Rolle einnehmen sollte.

Der Beginn der Ära Schnell

Mit der Installation der Fanbeauftragten Jutta Schnell beim TSV 1860 und dem stetig wachsenden Einfluss ihres Mannes Gerhard begann also zur Jahrtausendwende die „Ära Schnell“ innerhalb der ARGE. Dabei machte sich Schnell vor allem die fortlaufende Unruhe innerhalb des Dachverbandes zu Nutze. Gleichzeitig griff er aber auch zu fragwürdigen Mitteln, die nach aktuellen Erkenntnissen in einem völlig anderen Licht dargestellt werden können.

Zum einen legte sich Schnell eine Schar treuer Helfer an. Mitstreiter, die in seinem Auftrag Dienste ausführten und damit Schnells Ansinnen Nachdruck verschafften. So wurde beispielsweise gegen einen unliebsamen Gegenpart von Jutta Schnell, einem Mitarbeiter vom Fanprojekt München, ein Vereinsausschlussverfahren eingeleitet. Auffällig ist: Der Name der Person, die das Verfahren eingeleitet hatte, tauchte in der Stundenaufzeichnung der Fanbeauftragten aus dem September 1998 (siehe Teil 2) mehrfach auf. Es sollte wohl eine Person aus dem Weg geschafft werden, die durch die Arbeit im sozialpädagogischen Fanprojekt ebenfalls in der Fanbetreuung tätig war und scheinbar einen Gegenpart zu Jutta Schnell darstellte – zumindest in deren Augen. Dass der Ankläger in unmittelbarer Nachbarschaft zu Schnells beheimatet ist, scheint ein seltsamer Zufall zu sein.

Die Mail-Lawine kommt ins Rollen

Eine Gefahr schienen auch zunehmend Teile der ARGE zu werden. Unter dem Vorsitzenden Mühlbauer, der die Geschicke zusammen mit Urgestein Herbert Gertitschke leitete, einigte sich der ARGE-Vorstand mit Löwen-Präsident Karl-Heinz Wildmoser darauf, dem Dachverband ein festes Büro an der Geschäftsstelle an der Grünwalder Straße 114 zu geben. Zudem waren zwei bezahlte Mitarbeiter für die ARGE eingeplant. Neben einer Vollzeitkraft für die Fanclubverwaltung sollte eine Stelle mit einem Minijob besetzt werden. Den Schnells war dies offenbar ein Dorn im Auge. Im Dezember 2001 gingen mehrere E-Mails in der Geschäftsstelle der Löwen ein. Absender: Vermeintliche Mitglieder aus Fanclubs, die sich vehement gegen das so genannte „Fan-Büro“ beschwerten.

So schreibt beispielsweise „Peter Kugler“, beim TSV 1860 völlig unbekannt: „Wie seit geraumer Zeit in Fan-Kreisen das Gerücht rumgeht, soll mit einem […] Gertitschke ein so genanntes Fanbüro besetzt werden.“ Weiter heißt es: „Dass aber hier jeder ungläubig den Kopf schüttelt, ist wahrscheinlich an euch vorbeigegangen“ und „Wollt ihr die Fans noch mehr spalten und gegen euch haben?“ Auffällig: Ausdrücklich gelobt wird Jutta Schnell. „Jutta, du leistest hervorragende Fan-Arbeit.“ Die Forderung aus der E-Mail ist klar. „Wir brauchen kein Fan-Büro, sondern eine komplett selbstständige und gut funktionierende ARGE.“ Weitere Mails gleichen Inhalts erscheinen beinahe zeitgleich. Alle Absender sind beim Verein völlig unbekannt. Heute ist bekannt, dass Gerhard Schnell diese E-Mails mit Fake-Accounts verschickt hat.

Die vielen Persönlichkeiten des Gerhard Schnell

Ein Andreas Forster fragt: „Warum brauchen wir überhaupt so ein Fanbüro? Der Verein hat eine sehr ausgezeichnete und aktive Fanbeauftragte.“ Auch ein Umsturz innerhalb der ARGE-Vorstandschaft wird angeregt. „Mistet in der Vorstandschaft ein bisschen aus, sucht euch dafür gute Leute und schon funktioniert es wieder besser und wir sind selbstständig.“ Alois Henk aus Passau schreibt in Sachen Fan-Büro: „Sollte sich dieses bewahrheiten, dann haben sie viele Gegner“ und weiter „wenn sich das bewahrheitet, frage ich mich, ob von der ARGE-Vorstandschaft noch einer in den Spiegel ohne zu kotzen schauen kann“. In einer weiteren Mail wird angedeutet, dass sich eine Gegenbewegung gründen würde. Fritz Dullemann schrieb: „Nachdem die ARGE jetzt komplett in die Hosen gegangen ist, haben sich bis jetzt ca. 25 Fan-Clubs aus verschiedenen Regionen zusammengetan und wollen eine Gegenvereinigung zur ARGE gründen“. An dieser Stelle sei nochmals an das Schreiben der Region 11 an den ARGE-Vorstand erinnert, als Gerhard Schnell mit dem Austritt einiger Fanclubs drohte. Weiter schreibt Dullemann: „Mit einem Gertitschke im Fan-Büro und einen Mühlbauer können wir nicht mehr. Der Gertitschke blamiert sich doch wo es nur möglich ist und ein Mühlbauer kann nichts und macht nichts.“ Auch das Stadion wird thematisiert. „Damit nichts verstanden wird: Wir sind pro Präsident Wildmoser, pro Fröttmaning. Also vereinstreu.“ Spannend wird es in einer weiteren E-Mail an ARGE-Beisitzer Siegbert Stemmer, der ja in Schnells Region 11 ebenfalls Beisitzer ist: „Siegbert, du hast es im Kreuz, du schaffst es. Mach den Ersten Vorsitzenden, schau dass dich der Mann von der Jutta unterstützt und such dir noch ein paar zuverlässige Mitstreiter.“

Wie gehts weiter?

In Teil 4, den wir morgen veröffentlichen werden, werden wir den Umsturz innerhalb der ARGE-Führung thematisieren. Zudem werfen wir einen Blick darauf, wie sich die ARGE zunehmend in die Vereinspolitik des TSV 1860 München einmischte.

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