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3. Liga am Montag Abend: SV Meppen – SV Wehen Wiesbaden

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Während das vergangene Wochenende für den TSV 1860 nahezu perfekt lief, hatte der SV Meppen so manche Kröte zu schlucken. Der 1. FC Magdeburg siegte, ebenso der Hallesche FC und sogar die SpVgg Unterhaching wittert Morgenluft im Abstiegskampf. Am heutigen Abend wollten die Emsländer gegen den SV Wehen Wiesbaden wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.

Druck auf beiden Seiten

Doch nicht nur der SV Meppen wollte unbedingt punkten, sondern auch der SV Wehen Wiesbaden. Die Hessen hatten vor Spielbeginn bereits neun Punkte Rückstand auf Platz 4 (also auf die Löwen), der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt. Rüdiger Rehm hatte in seinem 175. Spiel als Trainer des SVWW also reichlich Argumente, um sein Team zu motivieren.

SV Meppen – SV Wehen Wiesbaden

Während zunächst die Emsländer offensiv aktiver waren, nutzte Wehen Wiesbaden die erste sich bietende Chance – und wie! Korte schickte Phillip Tietz steil und der Angreifer lupfte den Ball butterweich über Keeper Domaschke zum 0:1 in die Maschen (13.). Auf der Gegenseite lag in der 22. Minute gleich zweimal der Ausgleich in der Luft. Erst köpfte Boere den Ball völlig freistehend aus fünf Metern am Tor vorbei. Nur wenige Sekunden später kam wieder Boere zum Abschluss, doch Mockenhaupt rettete in höchster Not.

Die Gäste blieben jedoch in Umschaltsituationen stets gefährlich und stellten die Defensive der Frings-Eld stets vor knifflige Aufgaben. Insofern war die knappe Führung des SV Wehen Wiesbaden sicherlich nicht unverdient.

Tietz legt nach

Keine drei Minuten waren in Halbzeit 2 gespielt, da stand es auch schon 0:2. Nach einem Freistoß köpfte Tietz Richtung Tor und Amin fälschte den Ball durch die Beine seines Keepers ab (48.). Ein weiterer Nackenschlag für den ohnehin schon in der Kritik stehenden Torsten Frings und seine Mannschaft. Am Einsatz haperte es bei den Emsländern nicht, doch gegen konzentriert agierende Gäste fehlten dem SV Meppen die spielerischen Mittel, um gefährlich vor den Kasten der Hessen zu kommen.

Korte macht den Sack zu

Auf der Gegenseite agierte der SVWW deutlich schnörkelloser und erhöhte in der 73. Minute durch Gianluca Korte sogar auf 0:3. Etwas zu hoch zwar, aber die Gastgeber ließen vor allem nach der Pause jegliches Offensivkonzept vermissen. Man wird abwarten müssen, ob und wie lange sich die Verantwortlichen des SV Meppen noch zum Trainer bekennen. Aber andererseits: Was kann der Coach dafür, wenn man vor der Pause zwei 100%-ige Chancen fahrlässig liegen lässt?

Der zweifache Torschütze Phillip Tietz im Gespräch mit Quirin Moll (1860)

Sechzig@18:60 – Mölders nach Gala gegen Verl geehrt

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Wir sind noch immer ganz hin und weg vom 3:2-Sieg der Löwen gegen den SC Verl am vergangenen Samstag und den beiden Toren von Sascha Mölders. Auch wenn Richy Neudecker im Nachgang konstatierte, die Gäste hätten den TSV 1860 trotz Unterzahl “gscheid hergspuit”, so sprechen die Zahlen doch eine andere Sprache.

TAKTIKTAFEL-Analyse: TSV 1860 – SC Verl

Unser Experte Bernd Winninger hat die Partie nochmal durch die Statistik-Maschine gejagt und fand heraus, dass der Sieg alles in allem durchaus verdient war. Mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse – aber auch eine gehörige Portion Glück standen am Ende des Tages zu Buche.

Sascha Mölders “Spieler des Tages”

Auch wenn es heißt, man gewinnt und man verliert zusammen – einer stach dann doch wieder heraus. Sascha Mölders glänzte gegen den SC Verl wieder einmal mit einem Doppelpack und wurde zum zweiten Mal in Folge vom kicker Sportmagazin zum “Spieler des Tages” gekürt.

Mit Richard Neudecker und Philipp Steinhart stehen zudem zwei weitere Löwen in der “Elf des Tages” des 31. Spieltags.

3. Liga am Montag

Apropos 31. Spieltag: Dieser wird heute Abend mit der Partie SV Meppen gegen SV Wehen Wiesbaden abgeschlossen. Aus Löwensicht wäre ein Sieg der Emsländer wohl zu begrüßen, damit die Hessen nicht näher an den TSV 1860 heranrücken.

Lukratives Sponsoring

Wie bereits vermeldet, ist ab der kommenden Saison in der 3. Liga Rückensponsoring erlaubt. Experten zufolge könnte das den Vereinen zusätzliche Einnahmen von 125.000 – 300.000 Euro je Spielzeit einbringen. Da der TSV 1860 bekanntermaßen regelmäßig (auch im Free-TV) übertragen wird, dürfte die Werbefläche bei den Löwen recht lukrativ sein.

Viktoria, VSG oder Carl Zeiss?

Eigentlich war schon fast alles klar: Nach dem Abbruch der Regionalliga Nordost sollte Tabellenführer Viktoria Berlin als Aufsteiger benannt werden. Da die Hauptstädter jedoch noch immer keinen Erfolg nach einer möglichen Spielstätte für die 3. Liga vermelden konnten, rechnen sich nun auch die VSG Altglienicke und Carl Zeiss Jena wieder Chancen aus. Eine räumliche Nähe zum Sitz des Klubs müsse gewährleistet sein, eine feste Kilometerbegrenzung gebe es aber nicht, so der DFB. Taugliche Stadien im weiteren Umkreis befinden sich in Wolfsburg, Halle, Leipzig, Rostock oder Braunschweig.

Da sich für Altglienicke das selbe Problem stellt, ist nun plötzlich auch wieder Carl Zeiss Jena in der Verlosung. Herrje, ist das alles kompliziert…

Jena wehrt sich gegen Pyro-Strafe

Wenn wir gerade schon bei Jena sind, schieben wir direkt noch eine Meldung aus Thüringen nach. Der ehemalige Drittligist stemmt sich weiter gegen die Haftung eines Fußballvereins für das Abbrennen von Pyrotechnik durch seine eigenen Fans. Nachdem man mit der Klage vor dem Oberlandesgericht Frankfurt abgeblitzt war, wendet sich Carl Zeiss nun an den Bundesgerichtshof. Bislang stemmt sich der FCC erfolglos gegen die seither angefallenen Strafzahlungen in Höhe von aufsummiert rund 100.000 Euro.

kicker: Sascha Mölders wie in der Vorwoche “Spieler des Tages”

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Es war vor gar nicht langer Zeit… Genauer gesagt ist es gerade mal eine Woche her, dass Sascha Mölders vom kicker Sportmagazin zum “Spieler des Tages” der 30. Spielrunde gekürt wurde. Dieses Kunststück wiederholte der 36-Jährige auch am 31. Spieltag – kein Wunder nach seinem fulminanten Doppelpack beim 3:2-Sieg gegen den SC Verl!

kicker: Mölders erneut “Spieler des Tages”

Bei satten 20 Saisontoren steht Sascha Mölders mittlerweile und hat mit seinen beiden Treffern am Samstag seinen persönlichen Torrekord aus der Spielzeit 2017/18 übertroffen. Besonders bemerkenswert: Kein einziger Treffer davon wurde per Elfmeter erzielt! Auch der kicker würdigt die herausragenden Leistungen des Stürmers und kürt ihn erneut zum “Spieler des Tages”. Die Begründung des Sportmagazins:

“In den ersten 15 Jahren seiner Karriere war Sascha Mölders insgesamt dreimal Spieler des Tages im kicker – zweimal für den FSV Frankfurt in der 2. Liga, einmal eine Klasse tiefer für 1860. Nun aber, in seiner 16. Profisaison, brauchte der 36-Jährige nur vier Monate für drei Nominierungen – und diese hier ist sogar die zweite in Folge. Gegen Verl hatte Mölders zweimal getroffen und steht nun bei 20 Saisontreffern. Besser war er nur in der Regionalliga-Saison 2008/09 (28 Tore für RW Essen).”

Herzlichen Glückwunsch, Sascha! Nun muss nur noch Jogi Löw anrufen und SM9 mit zur EM nehmen…

Auch Neudecker und Steinhart in “Elf des Tages”

Neben Sascha Mölders wurde Richard Neudecker für die “Elf des Tages” nominiert. Der 24-Jährige war vor der Saison von VVV-Venlo zu seinem Jugendverein zurückgekehrt und zieht seitdem im Mittelfeld gekonnt die Fäden. Davor war der gebürtige Altöttinger drei Jahre beim FC St. Pauli aktiv.

Das Löwen-Trio in der Spieltagseld komplettiert Philipp Steinhart, der mit zwei perfekten Assists glänzte. Auch er wurde bei den Löwen ausgebildet und fand nach Zwischenstationen in der Seitenstraße und bei den Sportfreunden Lotte zurück an die Grünwalder Straße. Kürzlich verlängerte er seinen Vertrag und wird dem TSV 1860 folglich erhalten bleiben.

TAKTIKTAFEL, die Analyse: TSV 1860 München – SC Verl

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur TAKTIKTAFEL Analyse des Spiels unseres TSV 1860 München gegen den SC Verl.

 

Was war das für ein intensives Spiel am Samstag? Es hatte alles, was das Fanherz begehrt. Vor allem schöne Tore und massenweise Chancen sowie Strafraumszenen auf beiden Seiten. Sowohl der TSV 1860 München als auch der SC Verl kamen im ihnen vertrauten System aufs Feld. Die Gäste wie erwartet im 4-3-3 und die Löwen im variablen 4-1-4-1. Verls 4-3-3 verschob sich gegen den Ball, wenn der Gegner die Pressinglinie überspielen konnte, zum 4-2-3-1 oder manchmal auch zum 4-4-1-1. Die Löwen hingegen verschoben gegen den Ball wieder variabel. Meinem Eindruck nach sowohl mit Neudecker als auch mit Tallig als Box-to-Box Spieler situationsabhängig auf 4-2-3-1 und im Spiel nach vorn auf 4-1-3-2 mit hängender Spitze. Merveille Biankadi war wieder sehr lauffreudig und auf dem ganzen Platz unterwegs. Besonders die Momente, in denen er als äußerer Zielspieler agierte, haben seine Klasse und seinen Wert für diesen Verein deutlich gezeigt.

Die Zahlen zum Spiel

TSV 1860 SC Verl
Ballbesitz 51% 49%
Passgenauigkeit 78% 81%
Defensive Zweikampfquote 58% 67%
Schüsse 15 12
davon aufs Tor 4 3
PPDA* 11,21 10,58
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

So agierte der SC Verl gegen den TSV 1860 München

Die taktische Ausrichtung beim SC Verl war die gleiche wie in allen von mir im Vorfeld beobachteten Spielen. Hohes Pressing gepaart mit einer hohen Defensivlinie gegen den Ball, um beim Gegner bereits im Aufbau möglichst hohen Stress aufzubauen. Positionsangriffe, bei denen die erste Pressinglinie überspielt werden konnte, wurden im Rückzugsgefecht verteidigt. Die schnellen Spieler der Verler mussten dann oft viele Meter gehen, um die Löwenoffensive wieder einzufangen. Speziell Corboz, der sowohl im offensiven als auch im defensiven Mittelfeld zu finden war, spulte vermutlich mehr Kilometer ab als jeder andere Spieler auf dem Feld.

In Ballbesitz versuchte Verl über die Zentrale nach außen zu spielen, um den Mittelstürmer und den einrückenden ballfernen Außenstürmer mit Flanken zu füttern.

Wirklich gefährlich wurde Verl vor allem dann, wenn sie den Ball im Mittelfeld oder im Verteidigungsdrittel der Löwen erobern konnten und dann das Spiel in den Umschaltmomenten schnell machten.

Das hatten die Löwen dem entgegen zu setzen

Gegen den Offensivplan im Verler Positionsspiel von hinten heraus hatte allerdings der Trainer des TSV 1860 München etwas einzuwenden. Deshalb spielten die Löwen ihr Gegenpressing nicht in der vordersten Linie sondern etwas tiefer, immer darauf bedacht den Angriff der Verler auf einen Flügel (bevorzugt den linken) zu steuern.

Nach Anlaufschwierigkeiten in der ersten Viertelstunde konnten die Löwen diese Art der Angriffssteuerung immer besser realisieren. Merveille Biankadi, Stefan Lex und Sascha Mölders stellten die Passwege ins defensive Mittelfeld und auf den rechten Flügel des SCV gut zu und die Ballstafetten der Verler Viererkette landeten ein ums andere mal bei Ritzka, der auf seiner Seite Raum angeboten bekam. Das Stellungsspiel im Mittelfeld auf dem rechten Flügel der Löwen war allerdings so ausgelegt, dass für Verl der Weg ins Zentrum meist zugestellt war. So kam es ein ums andere Mal nach Steilpässen von Ritzka zu Duellen um den Ball zwischen Corboz respektive Rabihic auf Seiten der Verler und Neudecker und/oder Willsch bei den Löwen. Meistens zogen die Spieler der Gäste hier den Kürzeren.

Ein Geniestreich von Köllner

Diese Taktik, den SC Verl lieber auf der eigenen rechten Seite zu bekämpfen, war also nachweislich sehr klug vom Trainer des TSV 1860 München gewählt. Wenn sich die Mannschaft des SC Verl über die linke Seite aus dem Pressing der Löwen befreien konnte oder nach Ballverlusten der Löwen im Mittelfeld vom Zentrum auf diesen Flügel spielen konnte, brannte es des Öfteren in der Hintermannschaft der Sechzger.

Bei Ballbesitz war zu sehen, dass die Löwen aufgrund des extrem hohen Pressings der Verler auf vorderster Linie mit gleichzeitig extrem hoch stehender Verteidigungslinie versuchten, den Ball ganz ruhig aus der diesmal nur mit leicht vorgeschobenen Außen agierenden Abwehrkette bevorzugt durchs Zentrum zu spielen. Verl war möglicherweise auf diese Variante nicht ganz vorbereitet. Oft konnte der ballsichere Belkahia mit dem Ball am Fuß allein die erste Pressinglinie überspielen und eröffnete so das Spiel von hinten sehr dynamisch. Im Mittelfeld versuchten es die Löwen mit vertikalem Kombinationsspiel. Die Räume, die sich dort anboten, konnten die Sechzger mit den schnellen Offensivspielern gut nutzen. Sowohl im Positionsspiel als auch in Kontersituationen spielten die Löwen sehr kreativ.

Der TSV 1860 kämpft sich nach einem holprigen Start gegen den SC Verl ins Spiel zurück

Die Spielanteile waren über die 90 Minuten hinweg relativ gleich verteilt. Nach einer schweren knappen Viertelstunde für die Sechzger zu Beginn, in der die Gäste auch höher als 1:0 hätten führen können, wenn sie alle sich bietenden Chancen nutzen, bekamen die Löwen das Spiel in den Griff und konnten sich bis zur Halbzeitpause selbst Ballbesitz und Feldvorteile sowie die Führung erspielen.

Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit bis zum Platzverweis gegen Mikic wurden im Gegensatz zu Halbzeit eins von den Sechzgern dominiert. Mit dem Platzverweis gegen Verl war wie schon so oft ein deutlicher Bruch im Spiel der Löwen zu sehen. Die ab dann höhere Laufbereitschaft der Mannschaft von Trainer Capretti konnten die Löwen zunächst nicht kompensieren. So gab es weiterhin einen Schlagabtausch mit offenem Visier in beide Richtungen mit zunächst besseren Möglichkeiten für den Gast, der nach einer Standardsituation auch den Ausgleich erzielen konnte. Die Giesinger steckten jedoch keineswegs auf und konnten wenige Zeit später den erneuten Führungstreffer, der gleichzeitig auch der Siegtreffer war, erzielen.

Mit jeder Minute, die verging, merkte man den Spielern des SC Verl die deutlich höhere Kraftanstrengung an und so kam es schlussendlich wie es kommen musste. Sichtlich müde und immer unkonzentrierter werdende Verler mussten einen gefährlichen Konterangriff der Sechzger nach dem anderen abwehren. Spielt der TSV 1860 München jeden seiner Tempogegenstöße konsequent aus, geht Verl in diesem Spiel mit deutlich mehr als drei Gegentoren vom Platz.

Was stach in diesem Spiel besonders ins Auge?

Wirklich phänomenal war die Flankengenauigkeit der Spieler des TSV 1860 München. 45,5% aller von Sechzig geschlagenen Flanken aus dem Spiel heraus kamen an. Damit liegen die Löwen in diesem Spiel bei diesem Wert 12% über dem Saisondurchschnitt. Von Steinharts sieben Hereingaben kamen beispielsweise nur zwei nicht beim Adressaten an. Zwei andere führten dagegen zu den Toren durch Mölders und Neudecker.

Ebenfalls erwähnenswert ist die Anzahl der Ballkontakte im gegnerischen Strafraum. Mit 33 wurde der bisherige Saisonhöchstwert erreicht. Diese Zahl liegt um 42% über dem Saisondurchschnitt.

Die Tore

Das 0:1

Nach einem Befreiungsschlag von Salger in der 2. Minute des Spiels nahe der linken Seitenauslinie, köpft Mikic den Ball entlang dieser Linie zurück in die Spielfeldhälfte der Löwen. Köhler kann, obwohl Dressel und Steinhart in unmittelbarer Nähe sind, das Leder mit nur einem Kontakt steil auf Yildirim passen. Yildirims eigentlicher Gegenspieler Steinhart war also hier zu weit aufgerückt, weil er nach Salgers Befreiungsschlag einen Umschaltmoment für die Löwen annahm. Salger hingegen war allerdings auch schon wieder zu weit ins Zentrum eingerückt. So kommt der flinke Rechtsaußen sehr frei an den Ball und kein Löwenspieler kann seine flache Flanke nach innen auf den nachrückenden Eilers verhindern.

Eilers, der in dieser Situation seinem Gegenspieler Belkahia in dessen Rücken entkommt, erreicht das Zuspiel von Yildirim somit als erster. Er schießt den Ball aus etwa elf Metern ins Tor. Hiller bekommt seine Fingerspitzen zwar noch an den Ball, kann den Einschlag im Tor aber nicht verhindern.

Ausgleich zum 1:1

In der 15. Minute erobert Neudecker das Leder gegen Ritzka auf der halbrechten Seite etwa zehn Meter in des Gegners Hälfte. Der etwas weiter vorn postierte Biankadi erkennt die Gelegenheit, ändert sofort seine Laufrichtung und wird wunderbar in den Laufweg von Neudecker angespielt. Auf der rechten Strafraumseite etwa fünf Meter tief in der Box erreicht Biankadi schließlich den Ball und legt ihn sofort flach quer nach innen auf den aus dem Hintergrund einlaufenden Mölders ab. Die Nummer Neun der Löwen schießt aus knapp elf Metern ins linke untere Eck. Brüseke im Tor der Verler ist hier chancenlos.

Die Führung für die Löwen

Bei einem Angriff der Löwen durch das Zentrum kann die Defensive des Sport Clubs aus Ostwestfalen die Räume dort gut zustellen. Gleichzeitig übt Maël Corboz derart Druck auf den ballführenden Spieler der Löwen Tallig aus, dass dieser sich für einen Rückpass entscheidet. Belkahia spielt die Kugel darauf zu Salger, der ihm den Ball postwendend wieder zuschiebt. In diesem Moment sieht der ballsichere junge Innenverteidiger des TSV 1860 München Steinhart völlig frei auf der rechten Seite und spielt einen langen hohen Diagonalpass von der rechten Seite des Mittelkreises knapp hinter der Mittellinie zum Linksverteidiger der Löwen.

Steinhart nimmt den Pass mit der Brust an, verarbeitet den Ball sehr schnell und kann sofort Tempo aufnehmen. Der mittlerweile zu ihm herausgerückte Rechtsverteidiger des SC Verl kann Steinharts Flanke von der linken Seitenlinie nicht verhindern. Diese Flanke kommt punktgenau ins Zentrum des Strafraums, wo Mölders dieses Zuspiel aus zehn Metern mit dem Kopf im Tor unterbringt (19.). Wenn Brüseke da einen halben Schritt näher zum rechten Pfosten steht, hält er den möglicherweise. So war der Kopfball zu hart für ihn, um überhaupt zu reagieren.

Der Ausgleich durch die Gäste

Bei einem Eckstoß von der linken Angriffsseite (57.) des SC Verl fliegt Hiller am hohen Ball vorbei, der dann Willsch an den Fuß springt. Von dort landet der Ball bei Yildirim, der das Leder aus einem Meter zum zwischenzeitlichen Ausgleich im Tor versenkt. Wenn er rausgeht, muss er ihn haben. So lautet eine Binsenweisheit im Fußball. Gemeint ist damit der Torhüter, der den Ball bei einer Ecke sicher haben muss, wenn er seine Linie verlässt.

Seh ich auch so. Ich denke aber auch, dass wenn er rausgeht das Rausgehen so vehement sein muss, dass er Yildirim mit abräumt, wenn er schon den Ball nicht bekommt. Seis drum: Hiller hat in diesem Spiel davor in mehreren Szenen bewiesen, wie wichtig er ist und speziell in der ersten Viertelstunde mehrmals den Rückstand von 0:1 zu diesem Zeitpunkt klein gehalten. Ohne Hiller im Tor wären die Löwen möglicherweise bereits nach fünfzehn Minuten mit drei Toren in Rückstand gewesen. Keiner ist unfehlbar.

Der Siegtreffer

Im Aufbau nach einem missglückten Angriff des SC Verl spielt Salger aus zentraler Position den Ball ins Zentrum der eigenen Spielfeldhälfte zu Dressel. Dressel kann, obwohl er von vier Spielern des SC Verl umgeben ist, ungestört den Ball annehmen, verarbeiten und einen langen Pass zu Biankadi auf die halblinke Seite, circa zwanzig Meter tief in die gegnerische Hälfte schlagen. Biankadi nimmt sofort Tempo auf und geht mit dem Ball, verfolgt von Stöckner, in Richtung Grundlinie. Kurz vor Erreichen derselben stoppt er abrupt und marschiert mit dem Ball am Fuß nach innen. Stöckner hat er mit dieser Aktion auf dem falschen Fuß erwischt.

Beim Eindringen in die Box macht er einen kurzen Haken nach rechts und zieht das Tempo an. So entkommt er auch dem nächsten Gegenspieler Lannert, der ihn bis in die Zentrale vor dem Strafraum verfolgt. Dort gibt er den Ball zu Neudecker, der auf der halbrechten Seite der Box wartet und wieder zurück ins Zentrum zu Dressel passt. Dressel gibt den Ball sofort zu Steinhart auf die linke Strafraumseite. Steinhart wartet kurz, wackelt einmal mit dem Oberkörper, legt sich den Ball zurecht und flankt an seinem absolut passiven Gegenspieler vorbei auf die halbrechte Seite der kleinen Box. Dort verwertet Neudecker diese mustergültige Flanke zum 3:2-Endstand per Kopf.

Aufgrund der vielen Richtungswechsel im Verlauf dieser Angriffssituation waren spätestens bei Dressels Ballkontakt alle Zentrumsspieler des SC Verl einen Schritt hinter den Angreifern der Sechzger in dieser Situation. Die Verwandlung der butterweichen Flanke von Steinhart war somit nicht mehr zu verteidigen.

Fazit

Ein – bedenkt man die Anfangsphase – sicherlich glücklicher, aber dennoch in Summe absolut verdienter Sieg des TSV 1860 München gegen den SC Verl bringt die Löwen in Schlagdistanz zu den direkten Aufstiegsplätzen. Jetzt bloß auf dem Teppich bleiben und weiterhin die guten Leistungen konservieren.

Man muss den Verlern auf jeden Fall ein Riesenkompliment machen, wie sie auch in Unterzahl bis zum Schluss der Partie nicht aufgesteckt haben und unbedingt einen Punkt mitnehmen wollten. Spielen die Löwen die daraus resultierenden Konter jedoch cleverer beziehungsweise treffsicherer aus, geht Sechzig mit drei Toren Unterschied als sehr deutlicher Sieger vom Platz.

Am kommenden Samstag steht die sicherlich brandheiße Partie gegen Türkgücü auf dem Kalender. Diesmal am Oberwiesenfeld und nicht im Sechzgerstadion. Schmerzlich fehlen wird sicherlich Phillipp Steinhart, der gegen Verl seine fünfte gelbe Karte kassiert hat. Gute Besserung an dieser Stelle an Aygün Yildirim vom SC Verl.

 

Datenquelle: wyscout

Sechzig um Sieben: sechzger.de mit noch mehr Leistung für 1860

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Servus Löwenfans! Das war mal ein Spektakel auf Giesings Höhen mit dem besseren Ende für unseren TSV 1860. Die Ergebnisse der Konkurrenz taten ihr Übriges hinzu und sorgten bei schönstem Frühlingswetter für gute Laune im Fanlager von Sechzig München. Wir fassen euch zum Start in die Woche die Meldungen des gestrigen Sonntags zusammen, blicken auf den heutigen Montag und habe zudem unsere Leistung still und heimlich optimiert.

Giesinger Gedanken zum Sieg vom TSV 1860 München

Zum zweiten Mal in Folge konnte unter den Top 4 der 3.Liga nur der TSV 1860 München gewinnen. Den diesjährigen Aufstieg hatten schon viele Löwenfans abgehakt, doch nun ist wieder alles möglich. Doch was wäre ein Aufstieg ohne Fans im Stadion wirklich wert. Stephan Tempel hat da eine eindeutige Meinung und präsentierte diese am gestrigen Sonntag in den Giesinger Gedanken.

Folge 4 von Inside 1860

Nachdem wir euch letzte Woche von der dritten Folge des Podcasts Inside 1860 berichteten, folgte gestern Teil 4. Dabei geht es um nicht weniger als die Frage, wer Schuld am finanziellen Gau bezüglich der Allianz Arena Schuld trägt.

TAKTIKTAFEL

Bernd Winninger hat das fulminante 3:2 gegen den Sportclub Verl analysiert und zeigt auf, ob der Sieg auch nach Betrachtung der Zahlen verdient war. Vor dem Spiel hatte unser Taktikfuchs unter anderem aufgezeigt, dass Verl die besten Werte bezüglich Ballbesitz und PPDA der 3.Liga aufweisen konnte. Ihr dürft gespannt sein, wie diese Werte im Spiel gegen unsere Löwen ausgefallen sind.

In eigener Sache

Nicht nur das Punktekonto des TSV 1860 München wächst zurzeit stetig an, sondern auch die Zugriffszahlen bei sechzger.de. Das freut uns einerseits sehr, andererseits brachte das unseren aktuellen Server an die Belastungsgrenzen, was vor allem bei unserem Liveticker zu deutlichen Verzögerungen geführt hat. Den gestrigen Sonntag nutzten wir für einen Umzug und sind nun mit neuer Performance für euch am Start. Auch wenn das Ganze mit Arbeit für unseren IT-Fachmann verbunden war: vielen Dank von der gesamten Redaktion, dass dieser Schritt notwendig war! 🙂 Das zeigt uns, dass unsere Arbeit bei euch gut ankommt – und das ist schließlich unser Ziel.

Training bei 1860 München

Die Mannschaft hat heute frei und kann noch einmal entspannen, bevor die Vorbereitung auf das Spiel gegen Türkgücü startet. Das schadet nach den letzten intensiven Wochen sicherlich nicht, zumal bald auch in der 3.Liga wieder Englische Wochen anstehen.

Löwe des Spiels

Wie auch nach der Partie in Lotte gegen Uerdingen wird die Wahl zum Löwen des Spiels mal wieder von einem Mann dominiert. Aber auch wenn die Entscheidung wohl schon gefallen ist, lohnt sich eine Teilnahme für euch natürlich trotzdem. Es winkt ein Heim-Trikot inklusive Wunschflock sowie Unterschrift von einem Löwen eurer Wahl. Die Abstimmung ist noch bis um 12:00 Uhr möglich.

News aus der 3.Liga

Der 31.Spieltag

Die Ergebnisse der gestrigen Sonntagspartien haben wir euch bereits frisch nach Abpfiff der letzten Partie in einer Zusammenfassung präsentiert. Dabei gab es in Unterhaching eine faustdicke Überraschung.

Heute Abend schließen der SV Meppen und Wehen Wiesbaden den 31.Spieltag ab. Das Duell zwischen dem 15. und dem 7. wird um 18:60 Uhr angepfiffen.

Wir wünschen euch einen guten Start in die Woche!

3. Liga am Sonntag: SpVgg Unterhaching schlägt Dynamo Dresden

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0:3 beim FC Bayern II, 0:1 bei Türkgücü, 0:1 beim TSV 1860. Die Dienstreisen nach Giesing waren für Dynamo Dresden waren in dieser Saison nun wirklich nicht von Erfolg gekrönt. Heute ging es für den Tabellenführer in die Vorstadt zur SpVgg Unterhaching und natürlich hätten die Löwen bestens mit einer weiteren Pleite der Sachsen leben können. Und so kam es dann auch…

FSV Zwickau – Viktoria Köln 1:2 (0:0)

Nach Highspeed- und Adrenalin-Fußball wie bei Lautern gegen Zwickau oder Sechzig gegen Verl tut ein bisschen Ruhe auch mal gut. Und davon gab es in der GGZ-Arena über weite Strecken reichlich. In der ersten Viertelstunde waren die Gäste vom Rhein aktiver, dann kamen die Schwäne besser ins Spiel. In der 29. Minute hatte Könnecke die Führung für die Gastgeber auf dem Fuß, verzog aber völlig freistehend aus acht Metern knapp. Das war fast schwerer, den Ball neben den Kasten zu setzen als ihn einzunetzen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte hatte auch Top-Scorer Morris Schröter bei seiner Möglichkeit das Visier falsch eingestellt und so ging es torlos in die Kabinen.

Nach der Pause ging es ähnlich zerfahren weiter, doch in der 61. Minute brachen die Gäste den Bann. Nach einer Ecke von Risse köpfte Moritz Fritz zum 0:1 ein. Acht Minuten später eine ähnliche Situation: Wieder brachte Risse die Ecke in die Mitte, diesmal jedoch auf Michael Schultz und dieser schädelte zum 0:2 ein. Zwickau war optisch zwar mindestens ebenbürtig, so wirkliche Torchancen waren jedoch Mangelware. Erst in der dritten Minute der Nachspielzeit verkürzte Lars Lokotsch zum 1:2 – zu spät für einen Punktgewinn.

SpVgg Unterhaching – Dynamo Dresden 2:0 (1:0)

Tabellenletzter gegen Tabellenerster – deutlicher kann die Ausgangsposition in einer Partie kaum sein. Zudem hatte die SpVgg Unterhaching in den letzten 16 Spielen nur einen einzigen Sieg einfahren können. Dennoch sah man eine knappe Viertelstunde lang selten, wer hier um den Auf- und wer gegen den Abstieg kämpft. Dann aber tauchte Stefaniak alleine vor Haching-Keepers Coppens auf, scheiterte jedoch am Belgier. Die Gastgeber zeigten sich jedoch wenig beeindruckt und spielten weiter munter mit. Kurz vor der Pause dann sogar die Führung: Unterhaching kam über rechts, Schwabl flankte in die Mitte, die Abwehr von Dynamo schien unsortiert und Stephan Hain versenkte die Kugel per Kopf zum 1:0 (40.) in die Maschen (siehe Titelbild). Eine Kombination zweier Ex-Löwen also und bereits die zwölfte Torvorlage des Hachinger Präsidentensohnes.

Christoph Greger trifft per Elfmeter zum 2:0

Dynamo brachte nach dem Seitenwechsel mit Sohm und Stor zwei frische Stürmer, Daferner und Diawusie blieben dafür in der Kabine. Zunächst brachte das den Sachsen aber auch nichts – im Gegenteil. Turtschan ging im Zweikampf mit Königsdörffer zu Boden und der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt. Christoph Greger (auch er übrigens Ex-Löwe) ließ sich die Chance nicht entgehen und traf glücklich zum 2:0 (57.).

Die Gäste schienen nur oberflächlich bemüht, vor allem aber frustriert. Unterhaching hatte die Partie nun größtenteils gut im Griff, während Dynamo relativ planlos anrannte. Die SpVgg stand defensiv sicher und setzte offensiv immer wieder Nadelstiche. Insofern geht der 2:0-Sieg des Tabellenletzten vollkommen in Ordnung. Dynamo hingegen ist mittlerweile seit 348 Minuten ohne eigenes Tor und spürt den heißen Atem der Löwen im Nacken.

Arena: Wer trägt Schuld am finanziellen Desaster? Wildmoser oder Ziffzer?

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In der vergangenen Woche berichteten wir Euch von Folge 3 des überaus hörenswerten Podcasts Inside 1860 der Süddeutschen Zeitung, den man sich bei FYEO anhören kann. Die beiden Redakteure Markus Schäflein und Philipp Schneider entlockten Karl-Heinz Wildmoser junior dabei die bemerkenswerte Aussage: “Wir hatten ja gar keine Mittel für die Arena!” In der vierten Episode der Löwen-Saga geht es um die Rolle der Wildmosers bei der katastrophalen Finanzplanung der Arena. Zudem wird durchleuchtet, ob und inwiefern der ehemalige Geschäftsführer Stefan Ziffzer die Anteile an der Arena zu billig an den FC Bayern verkauft hat.

Erstklassige Kostenstruktur in Liga 2

Die Löwen, die Arena und das Geld – ein Drama in gefühlt unendlich vielen Akten. Und mittendrin natürlich immer wieder Präsident Karl-Heinz Wildmoser sen. und sein Sohn Heinzi, seines Zeichens Geschäftsführer des TSV 1860 und der Stadion GmbH.

Im Jahr 2004 stiegen die Löwen nicht nur aus der Bundesliga ab, auch Wildmoser musste seinen Hut als Präsident des TSV nehmen. Auf ihn folgte Karl Auer, seines Zeichens Wurstfabrikant und seit 1996 Mitglied des Aufsichtsrats. Keine leichte Aufgabe, denn zunächst galt es für den erfolgreichen Geschäftsmann, die Scherben bei den Löwen zusammenzukehren. Sein Dilemma: Nennt er die tatsächliche finanzielle Situation beim Namen, droht der Lizenzentzug. Als Hauptgrund dafür galten reichlich Altlasten, die aus der Ära Wildmoser/Lorant stammten. Die Finanzierung von teuren Spielern auf Pump war an der Tagesordnung. Bestes Beispiel hierfür war Jiayi Shao, für den die Löwen noch Jahre später zahlen mussten.

Die Kostenstruktur des TSV 1860 war weiterhin erstklassig, die Einnahmen in Liga 2 jedoch deutlich geringer. Logische Konsequenz: Der Schuldenberg der Löwen wuchs Jahr für Jahr um mehrere Millionen Euro. Die Option, dass 1860 absteigen könnte, war bei der Planung seitens Wildmosers schlicht nicht berücksichtigt worden.

Verschärfung der finanziellen Probleme

Der TSV 1860 zog also nach dem verpassten Wiederaufstieg als Zweitligist in die Arena ein. Sportlich lief es bei den Heimspielen eher bescheiden. Viel schlimmer jedoch: Die finanziellen Probleme verschärften sich zunehmends, weil man bei den Löwen bei der Planung ja von Erstligaverhältnissen auf der Einnahmenseite ausgegangen war. Als größte Hürde kristallisierten sich dabei die Kosten für den Cateringbereich heraus.

Guter Deal von Wildmoser?

Die beiden Stadioninhaber TSV 1860 und FC Bayern hatten sich das so schon ausgemalt. Besonders durch den Cateringbereich sollten die Kosten für die Arena (340 Millionen Euro) Stück für Stück abgetragen werden. Klingt utopisch, war aber auf den ersten Blick gar nicht so dumm kalkuliert.

Wie hätte das funktionieren sollen? Eigentlich ganz einfach: Die Logen in der Allianz Arena kosteten pro Jahr bis zu 300.000 Euro, das Catering war dabei inkludiert. Der Clou daran war, dass sämtliche Einnahmen daraus direkt in die Stadion GmbH flossen, die damals zu jeweils 50 % den Blauen und den Roten gehörten. In der Arena gibt es 106 Logen, wovon der Nachbar aus der Seitenstraße 102 verkaufte. Oder andersrum: Der TSV hat gerade mal vier Logen an den Mann gebracht.

In der Theorie also eigentlich ein guter Deal für 1860, da der FC Bayern massenhaft Geld generierte, von dem mittels Stadion GmbH vor allem die Löwen profitiert hätten.

Catering als Schuldenfalle

So weit, so gut, doch es gab auch noch die über 3.000 Business Seats, mit denen man im Idealfall pro Saison sechs Millionen Euro hätte erwirtschaften können. Die Einnahmen dieser Business Seats gingen nur zu 50 % in die Stadion GmbH und zwar mit einer Garantiesumme von 3 Millionen Euro pro Saison und Verein.

Und nun zum springenden Punkt, dem Catering an sich. Damit wurde nämlich gar kein Gewinn erlöst, da die VIPs mit dem Erwerb ihrer Karte umsonst schlemmen konnten. Zudem hatte der Caterer der Arena den entsprechenden Bereich mitfinanziert und sich vertraglich zusichern lassen, dass ihm eine bestimmte Menge an Essen pro Heimspiel abgekauft wird. Sowohl der FC Bayern als auch 1860 mussten pro Saison dafür 2 Millionen Euro bezahlen – egal, wieviel dann tatsächlich gegessen wurde.

Wildmoser ohne Plan B

Karl-Heinz Wildmoser junior erinnert sich an die Planungsphase – abgestimmt auf die Bundesliga und ein mögliches internationales Geschäft:

“Wir haben natürlich eine Grundkalkulation gehabt. Die hat vorgesehen, dass wir von den 3.000 Business Seats 2.500 verkaufen. Und diese 2.500 Essen müssen dann halt bei der Firma gebucht werden.”

Als Zweitligist ging diese Rechnung natürlich nicht auf. Im Jahr 2005 verkaufte der TSV gerade mal 410 Business Seats. Die so oft zitierte “Abstiegsversicherung” gab es nicht, ebenso wenig einen Plan B. Die Folge: Man machte mit diesem eigentlich als Goldgrube vorgesehenen Geschäft sogar Minus.

Wir fassen zusammen: Ohne dass der Ball überhaupt rollte, hatte der TSV 1860 durch die von Wildmoser ausgehandelten Arena-Verträge Fixkosten in Höhe von 5 Millionen Euro pro Saison!

Ziffzer verkauft Anteile an Arena

Im April 2006 installiert der neue Präsident Alfred Lehner mit Stefan Ziffzer einen neuen Geschäftsführer, der den TSV 1860 finanziell sanieren soll – eine Herkulesaufgabe. Eine seiner ersten Amtshandlungen: Er verkaufte die Arena-Anteile an den FC Bayern. Für 50 % der Anteile an der Stadion GmbH zahlt Rot 11,3 Millionen Euro an Blau. Die Lizenz für die folgende Saison war damit zwar gerettet, die Löwen nun aber Mieter in der für die Löwen völlig überdimensionierten Arena. Und das zu einem stolzen Preis: Satte 6 Millionen Euro musste der TSV 1860 pro Saison an die Seitenstraßler abdrücken – und zwar, weil sie immer noch auf den Fixkosten (Business Seats, Catering) saßen, die sie als Miteigentümer gehabt hatten.

Kostenfaktor Logen

Der ehemalige Vizepräsident des TSV 1860, Franz Maget, fasst zusammen:

“Überhaupt die Kosten, dieses Stadion zu bespielen (…), das war für Sechzig nicht darstellbar. Die Logen waren das Hauptproblem. Die Einnahmen der Logen gingen an die Stadion Betriebs GmbH und Sechzig hatte null davon, wenn in der Loge von MAN (…) 50 Leute saßen. Die haben sich das Spiel als Gäste von MAN kostenlos angeschaut. MAN hat an die Stadion Betriebs GmbH gezahlt und Sechzig hatte null. Da hätte Sechzig genauso gut ohne Loge im Grünwalder Stadion spielen können.”

Wir erinnern uns: Genau diese Logen hatte Karl-Heinz Wildmoser jun. doch als das große Geschäft und die große Chance für den TSV 1860 bezeichnet, weil man als Teilhaber der Stadion GmbH vom FC Bayern und deren Kunden profitieren würde. Ein klassisches und sehr, sehr teures Eigentor!

Pflichten aus Arena-Verträgen

Man hatte nun also die Pflichten aus den ursprünglich ausgehandelten Arena-Verträgen an der Backe, sprich Fixkosten in Höhe von 5 Millionen Euro pro Saison und gleichzeitig noch nicht einmal die Möglichkeit, ihre Logen selbst zu vermarkten. Dass die 11,3 Millionen aus dem Verkauf der Arena-Anteile sehr bald verbraucht sein würden, war klar.

Warum ließ sich Ziffzer also auf den Deal ein?

“Reine Freundlichkeit des FC Bayern”

Ziffzer unterschied laut eigener Aussage zwischen “Substanzwert” und “Ertragswert”. Der Substanzwert war dabei die Arena selber, einen Ertragswert hatte sie noch nicht, weil sie noch keine Gewinne abwarf. Man müsse stattdessen noch Schulden abbezahlen, woraus sich hierfür ein “Minuswert” ergab. Die Arena-Anteile waren laut Ziffzer also nichts wert. Er stellte es sogar so dar, dass es eine “reine Freundlichkeit des FC Bayern” sei, wenn sie dafür überhaupt etwas bezahlten. Verhandelt wurde der Kaufpreis erst gar nicht, der Löwen-Geschäftsführer rechnete zusammen mit dem FC Bayern durch, wieviel der TSV 1860 brauchte, um zu überleben.

Ab 2008 gelang es Ziffzer immerhin, die Fixkosten in der Arena von 5 auf 3 Millionen Euro pro Jahr zu senken. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Stefan Ziffzer ist aktuell übrigens beim FC Bayern München angestellt und agiert als Chief Business Officer bei den Basketballern. A Gschmäckle hats halt schon…

Unrühmlicher Abgang

Auch die Rückkaufoption für die Anteile an der Arena veräußerte Ziffzer zwei Jahre später an den FC Bayern – diesmal für 1 Mio. Euro. Die Löwen waren also endgültig draußen. Allerdings nur aus der Stadion GmbH, nicht jedoch aus der viel zu großen Schüssel mit all ihren Kosten. Der große Gewinner war der Nachbar aus der Seitenstraße.

Ziffzer hingegen verabschiedete sich im Mai 2008 unrühmlich vom TSV 1860. Auf einer Pressekonferenz nach dem Heimspiel der Löwen gegen den VfL Osnabrück am 11. Mai 2008 äußerte sich der Geschäftsführer wenig schmeichelhaft über Präsident Albrecht von Linde, mit dem er wiederholt aneinander geriet:

„Der Fisch stinkt vom Kopf her, und das ist bei uns der Präsident (…) Dieser Präsident ist eine Schande für den Verein.“

Im Anschluss sprach von Linde in der VIP-Lounge der Arena die fristlose Kündigung von Stefan Ziffzer aus. Auch Maget bescheinigt dem ehemaligen Geschäftsführer in der Retrospektive eine “ausbaufähige Sozialkompetenz”.

Inside 1860

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Beitragsbild: pixabay.com

Die Giesinger Gedanken zum möglichen Geisteraufstieg des TSV 1860

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Grünspitz Giesing

Die Giesinger Gedanken zum möglichen Geisteraufstieg des TSV 1860 München

…And we can build this dream together

Standing strong forever
Nothing’s gonna stop us now…

…ich vermute einmal, bei meinem Kollegen Thomas Enn ist sein schon vor Monaten ausgerufener Hit zum Motto der Saison nach dem 3:2 Sieg heute den restlichen Nachmittag bzw. Abend in der Dauerschleife gelaufen.

Umschaltspiel zur Geisterstunde

Ich höre es jetzt eben und versuche umzuschalten. Gerade noch mit lauter Spaniern „El Clasico“ (Reald Madrid – Barcelona, übrigens 2:1) angeschaut und jetzt müssen die Gedanken vom Balkon in Gran Canaria wieder zurück dahin, wo ich heute Nachmittag deutlich lieber gewesen wäre: Nach Giesing, genauer gesagt ins Grünwalder- bzw. Sechzgerstadion.

Was wäre da heute los gewesen in München-Giesing

Man mag sich in Corona-Zeiten nicht vorstellen, was da heute Nachmittag losgewesen wäre. Vor dem Anpfiff euphorisch-optimistisch, in kürzester Zeit beim Gegentor zu Tode betrübt. Nach dem 2:1 wird schon der imaginäre Brasilianer eingeflogen, nach der roten Karte für Verl der zweite Charterflug gestartet um beim in Überzahl kassierten 2:2 wieder entnervt sämtliche Flüge zu canceln.

Zwischenzeitlich die für die Löwen guten Zwischenstände von den direkten Konkurrenten in Ingolstadt und Rostock („aber des hilft uns halt nix, wenn wir das selber vergeigen“) und dann beim 3:2 die kollektive Ekstase. Noch einmal kurzes Haare raufen bei Mölders Großchance (oh je, das verlieren wir noch…) um dann beim Schlusspfiff alle Dämme brechen zu lassen.

Schon während der Ehrenrunde holen die Wirte in den umliegenden Kneipen sämtliche Biervorräte aus der Kühlung und es wird eine lange Nacht in München-Giesing…

Statt dessen: Fernseher aus bzw. Laptop zu

So wird bei den meisten nur der Fernseher ausgeschaltet oder wie in meinem Fall der Laptop zugeklappt, am Grünspitz treffen sich wie zufällig ein paar Löwenfans. Relativ bald sind es der Polizei zu viele und zu wenig Abstände. Somit wird der Platz geräumt.

Die Vorstellung, so einen Löwenaufstieg zu erleben bzw. feiern zu müssen ist für einige dermaßen erschreckend, dass ich die letzten paar Wochen tatsächlich ein paarmal vernommen habe, man wolle dieses Jahr gar nicht aufsteigen. Weil man das ja nicht ordentlich feiern könne. Was für eine verquere Einstellung.

Ich frag mich ja, ob solche Leute an Tagen wie heute dann innerlich weinen oder sie sich am letzten Spieltag in Ingolstadt wenn mit einem Punktgewinn der Aufstieg möglich wäre dann eine Niederlage wünschen.

Nicht, dass unser geliebter Verein noch hochgeht und man kann das nicht mit einem gepflegten Massenbesäufnis feiern. Ich denke bzw. hoffe, man merkt deutlich was ich von solchen Gedanken halte. Aber vielleicht bin ich als einer der wenigen Löwenfans der auch den letzten Aufstieg nüchtern genossen hat und sich noch an jedes Detail dieses Tages erinnern kann auch einfach eine verrückte Ausnahme…

Gedanken über den Geisteraufstieg des TSV 1860  – nur wegen dieser genialen Löwentruppe

Dass ich mir darüber überhaupt Gedanken machen darf, liegt an dieser wahnsinnig geilen Löwentruppe. Diese macht mir – und vielen anderen – seit der Übernahme durch Michael Köllner einfach nur Spaß. Trotz Corona und trotz Geisterspielen, trotz beschränktem Budget und schmalem Kader. Die Verlängerung von unserem Löwentrainer (warum ich das Wort „Löwendompteur“ für unseren Trainer nicht leiden kann erkläre ich einmal an anderer Stelle) war für mich persönlich eine der besten Nachrichten in einem eher bescheidenen 2020.

Wir von der sechzger.de-Redaktion trauen diesem Mann und den Löwen mit ihm noch großes zu. Den großen Wurf hätten wir überwiegend eigentlich erst in der nächsten Saison erwartet. Aber natürlich gehen wir jetzt mit ordentlich Rückenwind aus den letzten Spielen in den Endspurt. Nothing´s gonna stop us now!

PS: Wer an unseren Prognosen zweifelt, der möge sich bitte den letzten sechzger.de-Talk anschauen. Genauer gesagt die Prognosen von Christian Jung und mir ab Minute 38:10.

PPS: Nothing´s gonna stop us now!

Spielbericht TSV 1860 München – SC Verl (31.Spieltag)

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TSV 1860 SC Verl 3:2 10.04.2021

Am 31.Spieltag der 3.Liga empfing der TSV 1860 München den SC Verl im Grünwalder Stadion.

Die Löwen auf Platz vier empfingen die Ostwestfalen, die auf einem starken sechsten Platz lagen. Die symphatischen Verler hatten es sich im Hinspiel nicht nehmen lassen, dem angereisten Prinz Eisenherz einen Schal des Vereins zu überreichen. Zudem trafen beim Duell zwicschen dem TSV 1860 München und dem SC Verl die beiden besten Offensiven der Liga in diesem Spiel aufeinander.

TSV 1860 München SC Verl vor Anpfiff
Die Westkurve vor Anpfiff: “Fußball gehört den Fans!”

Michael Köllner nahm im Vergleich zum 3:1-Auswärtssieg gegen Uerdingen eine Veränderung vor. Stephan Salger kehrte nach absolvierter Gelbsperre zurück in die Mannschaft, Lang nahm dafür auf der Bank Platz. Junglöwe Maxim Gresler stand heute nicht im Kader. Bei den Gästen begann Trainer Capretti mit Jürgensen und Kurt. Stöckner und Sander nahmen im Vergleich zur Niederlage gegen Duisburg auf der Bank Platz.

Das 0:0 hat nur kurz Bestand

Die Löwen durften in Person von Sascha Mölders anstoßen, doch es dauerte nicht einmal zwei Minuten, bis der Ball das erste Mal im Kasten von Marco Hiller einschlug. Yildirim spielte einen Zuckerpass von rechts ins Zentrum, wo Eilers den Ball annehmen konnte und ihn zum frühen 0:1 für die Gäste versenkte. Kalte Dusche für die Löwen, die in den ersten Minuten hinten unsortiert wirkten und von der Offensivpower der Gäste überrascht wurden.

DIe Gäste vom SC Verl bejubeln das 0:1 10.04.2021
Verl bejubelt das frühe 0:1 im Grünwalder Stadion

Auch in den Minuten nach dem Gegentreffer beschäftigten die Gäste die Löwen-Abwehr und dachten gar nicht daran, sich zurück zu ziehen. Torschütze Eilers hatte weitere Gelegenheiten (10., 14.), die jedoch rechtzeitig entschärft werden konnten.

Der TSV 1860 meldet sich gegen den SC Verl mit einem Doppelschlag zurück

Nach gut einer Viertelstunde kam der TSV 1860 gegen den SC Verl dann besser in die Partie. Und wie: nach starker Balleroberung von Neudecker schickte dieser Biankadi über rechts auf die Reise. Dessen Hereingabe fand Sascha Mölders, der abgezockt zum 1:1 ins linke Eck einschob.

Die Löwen bejubeln den Augleich gegen den SC Verl
Die Löwen bejubeln den Ausgleich zum 1:1

Wer nun dachte, dass sich die Spieler erst einmal eine Auszeit nehmen, der hatte sich geschnitten. Ohne Pause ging es hin und her, das Mittelfeld wurde von beiden Mannschaften jeweils schnell überbrückt. Die nächste Offensivaktion führte dann zur Führung für die Löwen. Steinhart flankte den Ball von links in den Strafraum. Mölders setzte sich im entscheidenden Moment von seinem Gegenspieler ab und versenkte den Ball zum 2:1 per Kopf in den Maschen. Spiel gedreht (19.)!

TSV 1860 bejubelt 2:1 gegen den SC Verl
Torschütze Mölders bedankt sich beim Vorlagengeber Steinhart

Mit seinen beiden Saisontreffern 19 und 20 überbot Sascha Mölders damit seine eigene Bestmarke im Trikot des TSV 1860 München, die bisher bei 19 Treffern in einer Saison lag.

Offensivspektakel im Grünwalder Stadion

Beide Mannschaften zauberten ein unglaubliches Offensivspektakel auf den (noch vorhandenen) Rasen im Grünwalder Stadion. Hinten ergaben sich dadurch allerdings auf beiden Seiten, vor allem in Kontersituationen, immer wieder viel Räume. Bis zur Pause konnten diese aber nicht mehr in Tore umgemünzt werden.

Der Halbzeitstand im Sechzgerstadion

Verl erzielt in Unterzahl den Ausgleich

Während die Gäste in der Halbzeit einmal wechselten, kam der TSV 1860 unverändert zurück aus der Kabine. Kurz nach Wiederanpfiff durch Schiedsrichter Schlager, der sein 3.Liga-Debüt feierte, rang Mikic auf der linken Außenbahn kurz hinter der Mittellinie seinen Gegenspieler Biankadi nieder. Nach kurzem Zögern zückte der Unparteiische die gelb-rote Karte (51.). Mikic hatte in der ersten Halbzeit bereits nach 11 Minuten den gelben Karton gesehen.

Noch bevor der Gästetrainer Capretti darauf reagieren konnte, zeigte seine Mannschaft sich unbeeindruckt von der personellen Schwächung. Corboz scheiterte mit einem fulminanten Schuss allerdings am rechten Pfosten (52.). Danach kam für den Torschützen Eilers ein frischer Verteidiger. Die nächste Ecke führte zum Ausgleich für den Aufsteiger. Hiller segelte unter dem Ball hindurch. Dem überraschten Willsch sprang der Ball vom Oberschenkel direkt vor die Füße von Yildirim, der sich bedankte und zum 2:2 einschob (57.).

Ausgleich zum 2:2 vom SC Verl gegen den TSV 1860 München
Yildirim bejubelt seinen Treffer

Erneute Führung für den TSV 1860 München gegen den SC Verl

Die Löwen brauchten acht Minuten, um den alten Abstand wieder herzustellen. Im Stile einer Handballmannschaft kombinierten sie sich um den Verler Strafraum. Erneut war es Steinhart, der eine Flanke vom linken Strafraumeck in die Mitte brachte. Dort fand er Richard Neudecker, der zum 3:2 einköpfen konnte.

TSV 1860 Tor zum 3:2 10.04.2021
Die Mannschaft bejubelt das 3:2 durch Neudecker

Die Gäste gaben nicht auf und probierten in Unterzahl alles, um noch einmal den Ausgleich zu erzielen. Die Abwehr des TSV 1860 stand allerdings sicher und verhinderte dies. Im Gegensatz dazu hatten auch die Löwen noch weitere Chancen für ein Tor. Die größte davon war erneut Sascha Mölders vorbehalten. Greilinger legte frei vor Torwart Brüseke quer, der Toptorjäger schob den Ball allerdings am leeren Tor vorbei. So blieb es in diesem fulminaten Spiel

Die Löwen saugen sich ran

In den parallel stattfindenden Partien des 31.Spieltags patzten die Konkurrenten aus Ingolstadt und Rostock erneut, sodass der Rückstand auf die Aufstiegsplätze nun noch vier Punkte beträgt. Die Ergebnisse in der Übersicht:

Duisburg – Mannheim 1:1
Rostock – Magdeburg 0:2
Lübeck – Kaiserslautern 1:1
Saarbrücken – Türkgügü 2:1
Ingolstadt – Bayern II 2:2

So geht es weiter in der 3.Liga

Weiter geht es für den TSV 1860 München am kommenden Samstag, 17.04.2021 gegen Türkgücü München. Anpfiff ist erneut um 14:00 Uhr, das Spiel findet im Olympiastadion statt. Nicht dabei sein wird Außenverteidiger Philipp Steinhart, der heute seine fünfte gelbe Karte sah und somit ein Spiel aussetzen muss.

Liveticker: TSV 1860 München – SC Verl aus dem Grünwalder Stadion

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Liveticker TSV 1860 München von sechzger.de

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 31.Spieltag zwischen TSV 1860 München und dem SC Verl!

Der Tabellenvierte TSV 1860 München empfängt den Tabellensechsten SC Verl. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern aus dem Grünwalder Stadion und allen Ereignissen rund um das Spiel.

TSV 1860 München SC Verl 3:2

 

Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 27 Belkahia, 25 Willsch – 14 Dressel – 19 Biankadi (86. 23 Staude), 8 Tallig (92. 13 Erdmann), 31 Neudecker (72. 17 Wein), 7 Lex (86. 11 Greilinger) – 9 Mölders

Bank: Kretzschmar, 3 Lang, 18 Knöferl

Tore: 0:1 Eilers (2.), 1:1 Mölders (15.), 2:1 Mölders (19.), 2:2 Yildirim (57.), 3:2 Neudecker (65.)

Die Personalsituation

Weiterhin nicht einsatzbereit sind Tim Linsbichler und Quirin Moll. Gesperrt ist niemand.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Mit vier gelben Karten vorbelastet sind aktuell Philipp Steinhart und Erik Tallig. Bei einer möglichen gelben Karte am heutigen Tage müssten sie gegen Türkgücü pausieren.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – SC Verl außer im Liveticker noch verfolgen?

Zuletzt konnten sich die Löwenfans wegen zahlreichen Partien im Free-TV, u.a. das Spiel im Toto-Pokal gegen Türkgücü, wahrlich nicht beschweren. Das heutige Duell zwischen dem TSV 1860 München und dem SC Verl wird allerdings nicht kostenfrei im Free-TV verfügbar sein.

MagentaSport überträgt das Spiel für Abonennten im Fernsehen, auch im Online-Stream könnt ihr die Begegnung verfolgen.

Zudem ist das Löwenradio heute wieder im Einsatz. Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch hoffentlich spannende 90 Minuten.