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Sechzig um sieben: 5. Spieltag der dritten Liga komplettiert

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Nachdem die Löwen vorgestern zurück in die Erfolgsspur gefunden haben und Viktoria Köln mit 3:0 nach Hause geschickt haben, wurde gestern der 5. Spieltag der dritten Liga komplettiert.

Rückschau auf TSV 1860 München – Viktoria Köln

Michi Köllner zeigte sich in der PK nach dem Spiel zufrieden und war froh, dass die Mannschaft nach der Niederlage am Betze eine Reaktion gezeigt hat. “Von der 1. Minute hat sie gezeigt, dass sie gewillt ist, das Spiel vom Samstag vergessen zu machen.“ Der Coach war auch froh, dass er in der englischen Woche Spieler wie Mölders, Dressel und Moll früh auswechseln konnte, um Körner für das schwere Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig am Samstag zu sparen. Die Systemumstellung sei dem Gegner geschuldet gewesen: „Wir haben damit nur auf die Fünferkette des Gegners reagiert und dem Spiel eine andere taktische Statik geben.“ Wir sind gespannt, ob der Coach in Brauschweig auf die selbe “taktische Statik” vertraut.

5. Spieltag der dritten Liga: die Mittwochsspiele

Die ausstehenden Spiele am 5. Spieltag der dritten Liga brachten folgende Ergebnisse:

Osnabrück – BVB II 2:1

Duisburg – Wehen 0:2

Havelse – Türkgücü 0:3

Saarbrücken – Magdeburg 2:1

Freiburg II – Würzburg 1:0

Damit gingen Dortmund II und Magdeburg in dieser Saison das erste Mal als Verlierer vom Platz. Beim Sieg der Saarbrücker gegen Magdeburg traf Adriano Grimaldi zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Weiterhin bemerkenswert ist der 67-minütige Einsatz von Nils Petersen bei Freiburg II.

Was bedeutet das für die Löwen?

In der Tabelle ist noch alles eng beieinander. Der TSV 1860 München liegt aktuell auf Platz 10 mit zwei Zählern Rückstand auf die Aufstiegplätze. 5 Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze sollte die Freunde des weiß-blauen Weltuntergangs nach der Lautern-Niederlage hoffentlich etwas beruhigen. Der nächste Gegner Braunschweig liegt mit 10 Punkten auf Rang 4. Da geht es um Big Points am Samstag…

News aus der dritten Liga

Türk Gücü will an die Börse

8 Mio. € möchte der Verein aus Neuperlach durch einen Börsengang erlösen. Bereits ab heute können interessierte Anleger zum Stückpreis von 12 € im Rahmen einer vorbörslichen Kapitalerhöhung Aktien zeichnen (Mindestabnahmemenge 10 Stück). Die Aktien sollen dann bei Börsenstart mit 15,02 € gehandelt werden. Die Jungs von der Bezirkssportanlage wollen das erlöste Kapital nutzen, um eben nicht mehr auf dieser kicken zu müssen. Es soll ein profitaugliches Trainingsgelände und ein NLZ davon errichtet werden. Bisherige Börsengänge im deutschen Profifußball waren nicht gerade von wahnsinnigem Erfolg auf den Finanzmärkten gekennzeichnet. Die Aktie von Borussia Dortmund lag heute bei 5,91 € bei einem Ausgabepreis von 11,00 €, die Aktie der SpVgg Unterhaching notierte zuletzt bei 6,05 € bei einem Ausgabepreis von 8,10 €.

Offenbar hat ein Insider von der Sache bekommen und Kapital umgeschichtet: am 20.08. wurden 1860 (!!!) Aktien der SpVgg Unterhaching verkauft. Sachen gibt’s…

Akono fällt monatelang aus

Der 21-jährige Stürmer zog sich im Spiel gegen Braunschweig eine Schulteckgelenksprengung zu und wird drei Monate ausfallen. Die Verler werden seinen Ausfall sehr bedauern, erzielt er die Saison doch schon einen Doppelpack gegen Viktoria Köln.

Richy Neudecker zur Wahl als Spieler des Spieltags

Unser Richy steht dank seines Traumtores und einer guten Leistung gegen Viktoria Köln bei Liga3-online zur Wahl als Spieler des Spieltags. You know what to do!

Damit seid Ihr wieder bestens informiert für den Löwentag. Übermorgen geht’s schon weiter in Braunschweig!

 

Giesinger Gedanken nach dem Sieg gegen Viktoria Köln: Rückkehr in die Westkurve

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Gestern Abend schafften die Löwen den ersten Schritt zurück in Richtung der starken Leistungen der vergangen Rückrunde. Für mich mich war es eine persönliche Rückkehr in die Westkurve. Der Ort, an dem für mich alles begann.

Sportlicher Aufwärtstrend

Michi Köllner begann gestern mit vier neuen Spielern gegenüber dem Spiel in Kaiserslautern. Drei positionsgetreue Wechsel, aber Neudecker für Bär bedeutete die Rückkehr zum 4-1-4-1-System. Und ich fand, dass die Mannschaft damit besser spielt. Sie wirkte sicherer im Spielaufbau und hat im Mittelfeld mehr Anspielstationen. Der Leidtragende dieser Umstellung ist Marcel Bär, der sich trotz guter Leistungen auf der Bank wieder fand. Ich bin mal gespannt, wie der Coach die nächsten Spiele aufstellen wird. Einen Spieler wie Marcel Bär (noch dazu nach den guten Leistungen der letzten Wochen) auf die Bank zu setzen, ist sicher nicht einfach.

Nicht alles Gold, was glänzt

Zu Buche steht nun ein ziemlich souveräner und letztendlich ungefährderter Sieg. Aber man sollte sich vom Ergebnis auch nicht zu sehr blenden lassen. Natürlich kann Sechzig gleich nach acht Minuten in Führung gehen, als Mölders alleine auf Nicolas zugeht. Den hätte er letzte Saison mit verbundenen Augen gemacht. Danach hatte aber die Viktoria zwei dicke Chancen und die Löwen hatten Glück, dass die Kölner das von Hiller bereits verlassene Tor zwei Mal verfehlten. Insgesamt ist aber schon noch etwas Sand im Getriebe. Vor allem die Defensive ließ zu oft zu leicht ausspielen. Daran muss noch gearbeitet werden, aber es geht wieder aufwärts!

Dann kam Neudecker

Und dann kam mein persönlicher Moment des Abends: Das Solo von Richy Neudecker, das er mit diesem phantastischen Schuss in den Winkel zum 1:0 krönte. Ich hoffe so sehr, dass dieses tolle Tor dazu beiträgt, dass Richy seine Blockade lösen kann und wieder in die Form der letzten Saison kommt. Ich mag ihn einfach als Spieler und auch seine zurückhaltende sympathische Art kommt bei mir sehr gut an.

Den Sieg routiniert über die Zeit gebracht

Gegen die dezimierten Kölner brachten die Löwen den Sieg dann durch zwei weitere Tore routiniert über die Zeit. Mein Fazit: Das war ein wichtiger Sieg, vor allem für die Stimmung in und um die Mannschaft. Aber wir sollten nicht den Fehler machen, ihn überzubewerten und den Sturm auf die Aufstiegsplätze auszurufen. Genausowenig wie man nach der zugegeben bitteren Niederlage in Kaiserslautern den Abstiegskampf ausrufen muss.

Hoffentlich sieht man die Löwen wieder öfter so!

Rückkehr in die Westkurve

Seit der Rückkehr 2017 bin ich mit kleinem Sohn an meiner Hand in der Stehhalle. Durch die Rudelbildung verschlug es mich gestern mal wieder in die Westkurve. Der Ort, an dem für mich Alles begann. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht genau an mein erstes Spiel erinnern.

Aber ich kann mich erinnern, dass ich als kleiner Bub vollkommen – heute würde man “geflasht” sagen – war. Ich weiß noch genau, dass ich bei meinem ersten Besuch in der Westkurve Mitte der 80er Jahre zum ersten Mal Tätowierte gesehen habe. Das hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck. Außerdem waren diese (meist) langhaarigen, grölenden Männer mit dem beeindruckenden riesigen Löwen auf dem Rücken ihrer Jeansjacken so was von beeindruckend für mich, dass ich da am Liebsten am nächsten Tag wieder hingegangen wäre.

Im Laufe der Jahre habe ich so einige Spiel in der Westkurve gesehen und ich habe gestern wirklich gefreut, mal wieder dort gewesen zu sein. Durch den Platzregen, der vor dem Spiel herniederging, fühlte ich mich natürlich besonders an die Spiele gegen Schweinfurt 1990 und Dynamo Dresden 1995 erinnert, als es so was von geschifft hat und man schon vor Anpfiff nass wie ein Waschlappen war. Schöne Erinnerungen!

Platzregen gestern ca. eine Stunde vor Anpfiff

Zurück in die Gegenwart

Wollen wir nicht zu lange in der Vergangenheit schwelgen. Am Samstag geht es schon weiter in Braunschweig, die die letzten drei Spiel in Folge gewinnen konnten. Das wird die nächste Bewährungsprobe für die Löwen. Ich bin sehr gespannt, ob die Löwen da was mitnehmen können. Und natürlich in welcher taktischen Formation Michi Köllner das Team auf den Platz schicken wird.

Liveticker: TSV 1860 München – Viktoria Köln (5.Spieltag)

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Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 5.Spieltag der Saison 2021/22 mit dem Duell zwischen dem TSV 1860 München und Viktoria Köln!

Ein Sieg und zwei Unentschieden gab es an den Spieltagen 1 – 3. Nun folgte die erste Saisonniederlage für den TSV 1860 München in Kaiserslautern. Heute treffen die Löwen auf Viktoria Köln, die mit nur einem Punkt auf dem vorletzten Platz liegen. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus dem Grünwalder Stadion und Giesing.

 

Aufstellung: 1 Hiller – 36 Steinhart, 6 Salger, 3 Lang, 20 Deichmann (66. 16 Goden) – 5 Moll, 14 Dressel (78. 8 Tallig), 31 Neudecker, 19 Biankadi – 7 Lex (66. 23 Staude), 9 Mölders (C) (78. 15 Bär)

Bank: 40 Kretzschmar, 8 Tallig, 11 Greilinger, 15 Bär, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude, 24 Wicht, 39 Morgalla

Tore:
1:0 Neudecker (40.)
2:0 Dressel (55.)
3:0 Biankardi (83.)

Die Personalsituation

Marius Willsch und Semi Belkahia sind noch verletzt. Daniel Wein trainiert inzwischen wieder mit der Mannschaft, ist aber für das heutige Spiel noch keine Option.
Yannick Deichmann kehrt nach absolvierter Sperre in die Startaufstellung zurück. Wie Michael Köllner gestern in der LÖWENRUNDE bekannt gab, steht auch Niklas Lang nach seiner Auswechslung auf dem Betzenberg wieder zur Verfügung.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Stefan Lex, Marco Hiller, Phillipp Steinhart, Niklas Lang, Kevin Goden, Richard Neudecker und Stephan Salger haben je eine Gelbe Karte vorzuweisen. Da es allerdings erst ab fünf Gelben Karten eine Sperre gibt, haben die Löwen logischerweise nichts zu befürchten.

sechzger.de Talk Folge 24

In Folge 24 des sechzger.de Talks sprechen drei Redakteure von sechzger.de über die Auswärtsniederlage in Kaiserslautern, die daraus resultierende Stimmung in den sozialen Medien sowie der Berichterstattung und das Spiel am heutigen Abend.

Wo könnt ihr das Spiel TSV 1860 München – Viktoria Köln außer im Liveticker noch verfolgen?

Neben den 4.225 Löwenfans im Stadion müssen sich die Fans daheim auf das Angebot von MagentaSport fokussieren, denn das Spiel wird leider nicht im Free-TV übertragen. Der Bezahlsender hingegen überträgt das Spiel im Fernsehen und im Online-Stream.

Seit Neuestem können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Außerdem ist das Löwen-Radio vor Ort und geht für euch live auf Sendung. Die Moderatoren Gilbert Kalb und Jan Mauersberger führen euch durch die 90 Minuten, an dessen Ende hoffentlich unsere Löwen als Sieger feststehen.

TSV 1860 – Viktoria Köln (5. Spieltag): Ergebnistipp Timo Gebhart

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Timo Gebhart TSV 1860

Für den Ergebnistipp beim Heimspiel gegen Viktoria Köln konnten wir einen ehemaligen Publikumsliebling beim TSV 1860 gewinnen. Timo Gebhart stand gleich dreimal bei Münchens großer Liebe unter Vertrag und trägt den Löwen noch immer im Herzen.

Gebhart: 1860 schlägt Viktoria Köln!

Für das Heimspiel der Löwen gegen Viktoria Köln ist Gebhart optimistisch und legt sich sogar fest, wer den TSV 1860 zum Sieg schießen wird.

“2:0 für uns.
Torschützen: Mölders und Dressel!
ELIL”

Aus Memmingen über Giesing in die Bundesliga

Der gebürtige Memminger Timo Gebhart wechselte 2004 als 15-Jähriger aus seiner Heimatstadt zum TSV 1860 München. Über die Amateure kam er direkt in den Zweitligakader und absolvierte bis 2009 37 Zweitligaspiele für die Löwen. Anschließend wechselte er in die Bundesliga und war für den VfB Stuttgart und den 1. FC Nürnberg am Ball. Gebhart wurde jedoch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und wagte 2016 bei Steaua Bukarest einen Neuanfang. Dort lief es jedoch alles andere als rund und so wechselte er nach nur zwei Einsätzen in Rumänien zu Hansa Rostock.

Dort blühte Gebhart regelrecht auf und erzielte in der 3. Liga ein 21 Partien sechs Tore. Obwohl Hansa gerne mit dem Offensivspieler verlängert hätte, zog es Timo zurück in die Heimat: Sechzig rief und Gebhart kam! Bei den Löwen überzeugte Gebhart und glänzte als Spielmacher, ehe ihn ein Muskelbündelriss bereits Mitte der Vorrunde zurückwarf.

Europameister und Hoffnungsträger

Weitere Verletzungen verhinderten auch in der Rückrunde ein Eingreifen Gebharts, weswegen der TSV 1860 den Vertrag des einstigen Hoffnungsträgers nicht verlängerte. Nach einem halben Jahr ohne Anstellung unterschrieb Gebhart bei Viktoria Berlin, ehe er im Sommer 2019 erneut nach Giesing wechselte. Nach nur einem Jahr hieß es jedoch schon wieder Abschied nehmen und Timo wechselte in seine Heimatstadt zum FC Memmingen.

Im Trikot des DFB absolvierte Timo Gebhart 30 Länderspiele von der U15 bis zur U21. Im Jahr 2019 wurde er mit der deutschen U19 Europameister und zeigte während des Turniers großartige Leistungen.

TAKTIKTAFEL: TSV 1860 München – Viktoria Köln (5.Spieltag)

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur TAKTIKTAFEL vor dem Heimspiel unseres TSV 1860 gegen den FC Viktoria Köln.

Die von Olaf Janßen trainierten Kölner sind momentan, wenn man auf die Tabelle blickt, ganz klar unter Wert geschlagen. Wenn man sich nach den über die Spielweise aussagekräftigen Statistiken xG, xGa und xP richtet, müsste die Viktoria theoretisch mit 6:5 Toren und sechs Punkten auf Platz elf der Tabelle stehen. Stattdessen habe sie erst ein Pünktchen und liegen auf Rang 19. Das sagt uns, dass die Sechzger, ähnlich wie auch am vergangenen Samstag, hier keinesfalls auf einen Aufbaugegner treffen. Stattdessen reist eine spielstarke, intelligente Mannschaft von Viktoria Köln nach München, die bisher in jedem Spiel mindestens einmal getroffen hat. Sie unterlagen dem Bundesligisten Hoffenheim im DFB-Pokal zwar verdient, dennoch brachten sie auch in diesem Spiel zwei Mal selbst den Ball in die Maschen des Gegners.

Die wichtigsten statistischen Werte

  • Ballbesitz: 55%
  • Passgenauigkeit 81%
  • Flankengenauigkeit 31%
  • Defensive Zweikampfquote 60%
  • PPDA (Zugelassene Pässe pro Defensivaktion) 8,18

Systematisch sind die Kölner äußerst variabel unterwegs. Das heißt Olaf Janßen kann mit seinem Kader das System dem Gegner und auch dem Spielverlauf entsprechend anpassen. Womit wir also am heutigen Abend rechnen müssen, ist für mich wieder ein relativer Blindflug – sowohl beim Personal als auch beim System. Die Taktik der Kölner dürfte hingegen klar sein. Hinten wird eine kompakte Formation stehen, die mit der richtigen Aufgabenverteilung in nahezu jedem System erreichbar ist.

Nach vorne wird es ähnlich laufen wie in den anderen Spielen bisher. Das war eine Mischung aus direktem vertikalem Spiel und Kombinationsfußball durchs Zentrum.

Die Frage, welches System Olaf Janßen für seine Startelf wählt, ist mit der bisher gezeigten Kölner Spielintelligenz sich an den Spielverlauf systematisch anzupassen fast nebensächlich. Der Vollständigkeit halber will ich dennoch eine Prognose wagen.

Wie wird Viktoria Köln heute abend spielen?

Meine Wahl gegen die Löwen mit dem zur Verfügung stehenden Spielermaterial der Kölner ist das schon in einigen Spielen gezeigte 3-4-2-1 mit einer hängenden Spitze und Schattenstürmer hinter dem Mittelstürmer. Gegen den Ball ginge die Verschiebung dann auf 5-4-1 und offensiv im letzten Drittel zu einem 3-4-3.

Warum würde ich dieses System wählen? Nun da gibt es zwei Gründe. Erstens: weil die Löwen seit geraumer Zeit Schwierigkeiten haben, sich gegen kompakt stehende Gegner selbst aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten herauszuspielen. Zweitens: weil durch die Verletzungsmisere in der Defensive die Zuordnung, wie man gesehen hat, oft mangelhaft war. Deswegen könnten im letzten Drittel drei Stürmer bzw. zwei Stürmer und ein sehr offensiver Mittelfeldspieler für gehörigen Wirbel in der Hintermannschaft der Sechzger sorgen. Aufgrund der geringen horizontalen Verschiebungen bei gleichzeitig relativ ökonomischen Laufstrecken im Zentrum und der großen Auswahl an guten Auswechselmöglichkeiten auf den Flügeln wäre das meine Wahl.

Um einen ähnlichen Effekt zu erreichen, könnte mit etwas mehr Laufarbeit im Zentrum und dafür weniger für die Spieler auf der Außenbahn auch ein 4-1-4-1 mit dynamischer oder gependelter Abwehrkette zum Einsatz kommen. Dieses würde sich dann gegen den Ball zum 4-4-1-1 und offensiv im letzten Drittel wie auch das 3-4-2-1 zum 3-4-3 verschieben.

Hinter sicher stehen, schnell nach vorne umschalten

Es würden sich also im 4-1-4-1 gegen den Ball beide Mittelfeldaußen und der Box-to-Box Spieler bis auf die vorletzte Abwehrlinie zum defensiven Mittelfeldspieler zurückfallen lassen. Vor dem eigenen Sechzehner bleiben so möglichst wenig Räume offen. Bei Ballbesitz im Aufbau mit dynamischer Abwehrkette ließe sich der defensive Mittelfeldspieler zurück in die Kette fallen lassen. Währenddessen schieben die Außenverteidiger ins Mittelfeld vor.

Bei einseitig gependelter Abwehrkette würde nur einer der Außenverteidiger vorschieben. In dem Fall wäre die Verschiebung dann je nach Ort der Spieleröffnung, wenn es nach mir ginge, asymmetrisch auf der jeweils ballfernen Seite.

Im letzten Drittel kann somit in beiden Systemen mit offensiv ausgerichteten Mittelfeldaußenspielern, dem oder den nachrückenden Außenverteidigern, Mittelstürmer, hängender Spitze und dem Schattenstürmer, der noch ein wenig mehr als die hängende Spitze aus der Tiefe kommt, sehr großer Druck auf die Defensive ausgeübt werden.

Stärken und Schwächen des 3-4-2-1

Stärken

Der defensive Fokus liegt in erster Linie auf einem kompakten Zentrum. Ein Durchbruch dort wird sehr schwer.

Schwächen

Das System verlangt bei allen Akteuren, die im letzten Drittel gegen den Ball arbeiten, bei Ballgewinn sowohl im Kopf als auch auf dem Platz schnell von Defensive auf Offensive umzuschalten. So kann sich aus dem kompakten Bollwerk im und vor dem Sechzehner ein breiter und schwer ausrechenbarer Angriff entwickeln.

Je nach Personaldecke auf der Bank kann es durch die theoretisch nur einfach besetzten Flanken mit fortwährender Spieldauer zu einer gewissen Flügellahmheit kommen.

Schlüsselspieler

Im Tor

Torwart Moritz Nicolas (#22), der für den mit einem Syndesmosebandriss verletzten Mielitz in die Startaufstellung gerückt ist, stand in bisher drei Spielen der Kölner im Kasten und kassierte jeweils mindestens zwei Gegentore. Seine Reflexe sind relativ ordentlich, im eins gegen eins hingegen und auch in der Strafraumbeherrschung ist definitiv Steigerungspotential vorhanden.

Abwehr

Innenverteidiger Christoph Greger (#15) kam vor der Saison aus Haching und zeigt bis dato eine stärkere Leistung auf dieser Position im Vergleich zu seinem Partner Rossmann. In den Spielen mit Dreierkette nahm er bisher die Position des zentralen IV ein. Traten die Kölner mit Viererkette an, spielte er links in der Innenverteidigung. Sowohl mit seinen defensiven Aktionen als auch in der Spieleröffnung agiert er an seiner neuen Arbeitsstätte bisher sehr sicher.

Mittelfeld

Marcel Risse (#31) ist ein mit allen Wassern gewaschener Bundesligaspieler, der auf 176 Einsätze im Oberhaus bei Leverkusen, Nürnberg, Mainz und Köln zurückblicken kann. Er hat den kommenden Gegner des TSV 1860 München bereits letztes Jahr als Leihgabe des 1.FC Köln verstärkt. Nun ist er fest von den Geisböcken auf die andere Seite des Rheins gewechselt. Die linke Abwehrseite der Löwen wird mit ihm sehr stark beschäftigt sein. Sowohl mit als auch gegen den Ball ist Risse ein unangenehmer Gegenspieler, den man am besten erst gar nicht zu ausgedehnten Ballkontakten kommen lässt.

Aus der eigenen Jugend in die Mannschaft gekommen ist der erst 18-jährige Youssef Amin (#27). Technisch brilliant und auch torgefährlich fehlt ihm logischerweise noch etwas Erfahrung in manchen Momenten. Was dieser Junge jedoch für ein Talent hat, um in der Offensive für Wirbel zu sorgen, hat er mit schon zwei Toren in vier Spielen unter Beweis gestellt. Lange wird Amin sicher kein Drittligaspieler bleiben.

Sturm

Albert Bunjaku (#12): Mit 151 Erstligapartien in Deutschland und der Schweiz sowie 100 Zweitligaeinsätzen in diesen beiden Ländern und dabei 64 erzielten Scorerpunkten kann der 37-jährige ehemalige Nationalspieler des Kosovo in etwa jedem vierten Spiel seiner Karriere eine Torbeteiligung verzeichnen. Die Löwen scheinen ihm zu liegen, denn gegen den TSV 1860 München trifft er laut Statistik in jedem zweiten Spiel.

Fazit: kann der TSV 1860 gegen Viktoria Köln punkten?

Eine Mannschaft mit einer guten Mischung aus Erfahrung und Jugend, die bisher in der Liga unter Wert geschlagen wird, kommt vermutlich mit dem Messer zwischen den Zähnen ins Sechzgerstadion und will hier unbedingt was holen. Wenn der TSV 1860 München – allen voran die Leistungsträger – nicht mit voller Konzentration, Teamgeist und Elan an die Aufgabe Viktoria Köln herangehen, sondern in entscheidenden Momenten wieder unkonzentriert und zu weit vom Mann entfernt verteidigen, wird es dieser Kölner Mannschaft auch gelingen aus Giesing Punkte zu entführen. Der eine Punkt, den die Viktoria momentan hat, zeigt nichts davon, was die Spieler von Olaf Janßen bisher auf den Platz gebracht haben.

Der TSV 1860 München muss über die komplette Spielzeit konzentriert zu Werke gehen und darf durch keine Pausen (welcher Art auch immer) den Fokus verlieren. Dazu ist die Viktoria offensiv zu gefährlich. Mannheim hatte am vergangenen Wochenende mehr Glück als Verstand bei der Viktoria 3:2 zu gewinnen. Das einzige Team, gegen das Köln bisher verdient verloren hat, war die TSG aus Hoffenheim im DFB-Pokal und selbst da schoss Janßens Elf zwei Tore.

Ob Michael Köllner es schafft die Löwen nach der Niederlage in Kaiserslautern wieder in die Spur zu bringen, steht für mich völlig außer Frage. Ob aber einige Spieler selbst es schaffen sich zu hinterfragen und in wichtigen Situationen offensiv wie defensiv den entscheidenden Schritt mehr zu machen als der Gegner und das Gebilde TSV 1860 weniger statisch aussehen zu lassen, darauf bin ich gespannt.

Fakt ist: Zuhause muss man drei Punkte holen, wenn man den eigenen Ansprüchen genügen will. Diese waren, wenn ich das richtig im Kopf habe, sich im Vergleich zur letzten Saison zu verbessern. Letzte Saison gab es ein Unentschieden im Heimspiel gegen die Viktoria, also muss nun ein Sieg her.

Noch eine persönliche Anmerkung zum Spiel an sich:

Ich will am Abend sehen, dass Spieler einem zu schwach gespielten Pass auch mal entgegen gehen, um den Fehler des Kameraden, der ihn gespielt hat, wieder auszubügeln. Es soll nicht gewartet werden, ob der Pass vielleicht doch noch ankommt oder ein Gegner den Ball ablaufen bzw. bei der Ballannahme stören kann.

Es sollen Spieler auf dem Platz stehen, die jedem verlorenen Ball – egal ob selbst vergeigt oder Fehlpass des Mitspielers – nachgehen und die Gegenspieler unter Druck setzen. Ich will ein überall auf dem Platz um jeden Meter Boden kämpfendes Team sehen. Und vor allem will ich keine unnötige Schauspielerei sehen. Sonst können die betreffenden Herren sich gleich mit dem Welzmüller zusammentun und gemeinsam zum Heulen gehen.

Mögliche Aufstellung von Viktoria Köln gegen den TSV 1860

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Datenquelle: wyscout

sechzger.de Talk Nummer 24 vor TSV 1860 -Viktoria Köln

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Auch vor dem Heimspiel des TSV 1860 gegen Viktoria Köln gibt es eine neue Folge des sechzger.de Talks. Dieses Mal moderiert Jan die Sendung und spricht dabei mit Stephan und Bernd.

Das 0:3 in Kaiserslautern

Zunächst wird die erste Saisonniederlage der Löwen in Kaiserslautern besprochen. Stephan war live im Stadion vor Ort und berichtet – ganz ähnlich wie Thomas Enn in seinen Giesinger Gedanken – von einer gespenstischen Atmosphäre rund um das Fritz-Walter-Stadion und den Betzenberg. Hier zeigte sich deutlich, dass eben nicht 40.000, sondern nur 20.000 Zuschauer zugelassen waren. Von den verfügbaren Tickets wurden darüber hinaus nur rund 9.000 Karten verkauft. Sowohl die mitgereisten Löwenfans als auch der Heimanhang unterstützten ihre Mannschaften jeweils lautstark und konnten dabei von der guten Akustik des Stadions profitieren. Im Anschluss analysiert Mister Taktiktafel Bernd noch einmal die 0:3-Niederlage und zeigte auf, wieso es nicht zu einem Punktgewinn für den TSV 1860 gereicht hat.

Blick auf soziale Medien & Berichterstattung

Was dann allerdings wieder einmal auf Facebook & Co. zu lesen war, war schier unglaublich. Es häuften sich die negativen Kommentare, sodass man meinen könnte, die Löwen würden kurz vor dem Abstieg in die Regionalliga stehen. Wohlgemerkt sprechen wir von der ersten Saisonniederlage, zuvor wurden in drei Spielen fünf Punkte erzielt. Aber nicht nur die sozialen Medien fielen hier negativ auf, sondern auch die Berichterstattung rund um den TSV 1860 München. Auch dieses Thema findet im heutigen Talk daher seinen Platz und wird ausgiebig besprochen.

Der nächste Gegner des TSV 1860: Viktoria Köln

Zu guter Letzt blicken die drei Protagonisten auf das heutige Abendspiel des TSV 1860 München gegen die Viktoria aus Köln voraus. Neben den taktischen Ausführungen von Bernd spricht Stephan davon, was er sich am heutigen Abend ab 18:60 Uhr erwartet. Die Tipps entfallen heute aufgrund der Erfahrungen gegen den 1.FC Kaiserslautern – aber hört selbst rein!

Der sechzger.de Talk Nummer 23 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts mittlerweile für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Spotify

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Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Fan-Infos zum Heimspiel gegen Köln

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Kartenausschnitt und Titelbild: © OpenStreetMap-Mitwirkende unter der ODbL-Lizenz

Fan-Infos zum Spiel gegen Viktoria Köln

Heute Abend um 19 Uhr ist es soweit: 1860 empfängt  auf Giesings Höhen den Drittligisten Viktoria Köln. Trotz Inzidenz über 50 dürfen ca. 4.200 Zuschauer*innen den (hoffentlich) Löwensieg direkt vor Ort verfolgen. Folgende Voraussetzungen sind auch morgen wieder an den Einlass ins Stadion geknüpft:

  • Die Tickets müssen personalisiert (Name, Vorname, Geburtsdatum, Telefonnummer oder E-Mail) und ausgedruckt (DIN A 4-Format) mitgebracht werden;
  • Jede Person muss ihren Lichtbildausweis mitbringen;
  • Jede Person muss über einen 3G-Nachweis verfügen, das bedeutet:
    • Vollständig geimpft sein (14 Tage nach Zweitimpfung bzw. Bei Johnson&Johnson nach der Einmalinjektion) oder
    • nachweislich genesen sein oder
    • negativ getestet (maximal 24h vor Spielende, PCR oder Antigen-Schnelltest).
  • Es herrscht FFP2-Maskenpflicht im Stadion. Erst am Platz darf die Maske abgenommen werden;
  • Es ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten;
  • Stehplätze sowie Alkoholausschank im Stadion sind verboten;
  • Sichtlich alkoholisierten Personen wird der Zutritt zum Stadion verwehrt.

Hier findet ihr die “Covid-Stewards”

Die Zuschauer*innen für das Heimspiel gegen Köln müssen einen 3G-Nachweis erbringen. Dieser findet nicht am Einlass zum Stadion, sondern in dessen Nähe an vielen verschiedenen Standorten bei sogenannten “Covid-Stewards”, statt. Diese händigen den Fans mit 3G-Nachweis ein entsprechendes Einlassbändchen aus.

Wir haben für euch eine Übersichtskarte (ohne Gewähr) erstellt, wo die Stewards wahrscheinlich zu finden sind (blaue Punkte):

Nachpersonalisierung von Tickets jetzt gegen Gebühr

Das Nachpersonalisieren bzw. Umpersonalisieren von Tickets ist auch heute möglich. Jedoch wird für diesen Service nun eine Bearbeitungsgebühr von 5 Euro fällig. Die Umpersonalisierung kann am Stadion durchgeführt werden – einfach die COVID-Stewards fragen!

Bitte vergesst euren 3G-Nachweis, die FFP-2 Maske, das Ticket ausgedruckt im DIN A 4-Format sowie den Lichtbildausweis nicht!

Für diejenigen mit der längeren Anreise sei unsere TAKTIKTAFEL vom Experten Bernd Winninger ans Herz gelegt. Wer’s gerne audiovisuell hat, schaut sich die neueste Ausgabe des Sechzger.de-Talks an.

Den Gegner im Fokus: TSV 1860 – Viktoria Köln

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Technische Daten

Fußballclub Viktoria
Köln 1904 e.V.
Gründung:
22. Juni 2010 (neu)
Mitglieder:
ca. 650
Vereinsfarben: schwarz-weiß-rot
Weitere Sportarten: keine
Website der Fußball-Gesellschaft

Das letzte Mal

Dienstag, 20. April 2021
TSV 1860 – Vik. Köln 1:1
3. Liga, 33. Spieltag
Sechzgerstadion
Geisterspiel
Torschützen:
1:0 Mölders (38.)
1:1 Klingenburg (64.)

Heimbilanz gegen Viktoria Köln

2 Spiele
1 Sieg
1 Unentschieden
0 Niederlagen

Gesamtbilanz gegen Viktoria Köln

4 Spiele
1 Sieg
1 Unentschieden
2 Niederlagen

Das erste Mal

Am 2. November 2019 gab die Viktoria aus Köln erstmals ihre Visitenkarte in München Giesing ab. Die Löwen lagen nach einem sehr durchwachsenen ersten Saisondrittel auf Tabellenplatz 15, die Gäste damals noch acht Plätze besser. Sechzig hatte zuvor dreimal verloren, die Viktoria wartete, nach einem für einen Aufsteiger irgendwie typischen fulminanten Saisonstart schon fünf Spiele auf den nächsten Sieg. Das – was nach Abpfiff im Sechzgerstadion noch kaum einer wusste – letzte Spiel unter Aufstiegscoach Daniel Bierofka gewannen die Löwen verdient mit 4:2 (Torschützen: 2x Mölders, Lex und Berzel), wobei die Gäste mit Schiedsrichter und Schicksal haderten.

Prognose 2021/22

Am fünften Spieltag der laufenden Saison treffen die Löwen erstmals auf einen Gegner, den kein Trainer der Drittligakonkurrenz zu den heißen Aufstiegsanwärtern zählt. Kölns Olaf Janßen hat auf die vorsaisonale Frage nach den Plätzen eins bis drei den TSV 1860, Wehen Wiesbaden und Absteiger VfL Osnabrück benannt.
In der Vorsaison, der zweiten nach ihrem Aufstieg in die 3. Liga, gehörten die Rechtsrheinischen noch zum erweiterten Favoritenkreis. Sieben Trainer nannten sie da noch als Aufstiegskandidaten.
Die Wettbüros sehen die Viktoria ihren Quoten zufolge Mitte Mai 2022 zwischen Platz acht und 14 einlaufen.

Zum Reinhören: Das Vereinslied


Tabellenplätze der Vorsaison

3. Liga 2020/21: 1860 & Viktoria Köln

Immer wieder Viktoria

Viermal messen sich unsere Löwen in dieser Drittligasaison mit einem Team, das nach der römischen Siegesgöttin benannt ist. Heute erstmal mit dem aus Köln, am ersten Oktoberwochenende dann mit dem aus Berlin. Und viel hat nicht gefehlt, dass sogar noch eine dritte Viktoria auf dem Spielplan der 3. Liga gelandet wäre: Die aus Aschaffenburg musste im “Pre-Qualifying” der Regionalliga Bayern im Frühsommer dieses Jahres nur dem FC Schweinfurt den Vortritt für die zwei Relegationsspiele gegen Havelse überlassen.

Löwen-Duell zwischen dem TSV 1860 und Braunschweig mit Auswärtsfans

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sechzger.de Logo Löwe mit weiß-blauer Fahne 1860
sechzger.de Logo 1860

Bei Eintracht Braunschweig sind nach einer Einigung mit den Behörden nun auch Auswärtsfans zugelassen. Als erstes profitieren davon die Fans vom TSV 1860 München.

Englische Woche beim TSV 1860: morgen steht das Heimspiel gegen Viktoria Köln auf der Agenda, am kommenden Samstag geht es zu Absteiger Eintracht Braunschweig. Wie die Löwen heute bekannt gaben, dürfen 550 Zuschauer aus München live dabei sein.

Auswärtsfans in Braunschweig: die Löwen freuts

Bis zuletzt waren auswärtige Fans im ausgearbeiteten Hygienekonzept nicht berücksichtigt und entsprechend verboten. Diesen Passus konnte die Eintracht in Abstimmung mit den zuständigen Behörden nun erfreulicherweise anpassen. Mehrere hundert Löwenfans können sich also am Wochenende auf nach Niedersachsen machen. Insgesamt werden 300 Steh- und 250 Sitzplatzkarten verkauft. Die Abwicklung läuft vollständig über den Ticketshop der Gastgeber. Aktuell wird noch an der technischen Umsetzung gearbeitet. Sobald der Verkauf starten kann, vermeldet der TSV 1860 dies auf seiner Homepage und in den sozialen Medien. Angepeilt ist hierfür der Donnerstag.

Im letzten Duell mit Braunschweig siegte der TSV 1860 im Heimspiel am 21.Spieltag der Saison 2019/20 klar mit 4:1. Durch ein Eigentor gingen die Löwen in Führung, Dressel und Mölders (2) erzielten die weiteren Tore. Das einzige Gegentor an diesem Gegentor erzielte ein gewisser Marcel Bär. Am Ende der Saison war es trotzdem die Eintracht aus Braunschweig, die sich mehr als die Löwen freuen konnte. Sie stiegen in die 2.Bundesliga auf, der TSV 1860 belegte den 8.Platz.

TAKTIKTAFEL Analyse: die Niederlage des TSV 1860 in Kaiserslautern

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich Willkommen zur TAKTIKTAFEL-Analyse des Spiels 1. FC Kaiserslautern – TSV 1860 München.

Michael Köllner ließ den TSV 1860 München im 4-4-2 gegen das von 4-2-3-1 auf 4-1-4-1 veränderte System von Kaiserslautern antreten. Bei eigenem Ballbesitz verschob der TSV 1860 auf 4-1-3-2 mit Tallig in der Rolle des Box-to-Box Spielers, während bei Lautern gegen den Ball mit Klingenburg und Ciftci zwei zentrale Mittelfeldspieler eine Doppelsechs bildeten, die sich bei den Offensivaufgaben gegenseitig abwechselten.

Die wichtigsten Statistiken zum Spiel

TSV 1860 Kaiserslautern
Ballbesitz 59% 41%
Passgenauigkeit 76% 68%
Defensive Zweikampfquote 71% 61%
Schüsse 10 11
davon aufs Tor 7 8
PPDA* 5,81 9,75
* (zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Wer diese Zahlen ohne das Ergebnis zu kennen und ohne das Spiel gesehen zu haben sieht, denkt vermutlich (abgesehen von der Schussstatistik), dass unsere Sechzger das klar überlegene Team gegenüber dem 1.FC Kaiserslautern gewesen wären. Zu eindeutig ist die statistische Verteilung zugunsten des TSV 1860 bei diesen Werten.

Die 1.Halbzeit beim Spiel des TSV 1860 in Kaiserslautern

Dieser Gedanke geht aber voll daneben – genau wie das Spiel der Löwen gestern. Abgesehen von den ersten 25 Minuten und einzelnen Aktionen danach war die Partie aus Löwensicht äußerst zerfahren und von vielen kleinen, aber entscheidenden Fehlern in allen Aspekten des Spiels geprägt. So war die Partie bis zum 1:0 ein rassiges Fußballspiel zweier Mannschaften, die beide ein klares Ziel hatten. Nämlich möglichst ein frühes Tor zu erzielen.

Lautern hatte zwar weniger Ballbesitz, konnte aber, wenn sie im Besitz der Kugel waren, durchaus etwas damit anfangen. So waren die Hausherren auch bereits in der Anfangsphase, die eigentlich von den Sechzgern dominiert wurde, gefährlich.

Zimmer war es nämlich, der in der 5. Minute zentral vor dem Tor eine Riesenmöglichkeit des 1. FCK vergeigt hat und so hatte der TSV 1860 München wie schon am Wochenende davor gegen das Perlacher Projekt schon in der Anfangsphase Riesendusel nicht zurückzuliegen. Das Verteidigen von Flanken jedweder Art war am Samstag einfach nicht das Metier der Giesinger.

Auf der anderen Seite konnten die Löwen bis zum ersten Gegentreffer mehr als das Doppelte an Positionsangriffen zu Ende spielen und setzten die Lauterer Defensive damit stark unter Druck. Ob es bei einem dieser Angriffe, die gerne steil durchs Zentrum liefen, möglicherweise einen Elfmeterpfiff gegen die Hausherren geben muss, lasse ich mal dahingestellt. Sascha Mölders kommt dabei zum Abschluss, von daher ist die Tendenz meinerseits hier eher nein.

Der 1. FCK spielte nach vorne also auch in der Anfangsphase gefällig und wenn sie ins letzte Drittel eindrangen, waren sie auch gefährlich. Der TSV 1860 hatte Ballbesitz- und Feldvorteile, Kaiserslautern nahm die Zweikämpfe jedoch an und kaufte dem TSV mehr und mehr den Schneid ab. Je länger die Partie dauerte, desto mehr Spielanteile hatten die Betzebuwe dann auch während dieser ersten 25 Minuten.

Das 1:0 für die Hausherren

Einen Einwurf von Steinhart tief in der eigenen Hälfte bekommt ein Spieler der Hausherren an der Seitenlinie etwa 15 m in der Hälfte der Löwen auf den Fuß. Dieser legt den Ball sofort nach vorne, wo die Kugel von einem Mitspieler mit einem Hackentrick direkt weiter nach vorne auf Kiprit ablegt wird. Das Leder ist nun etwa 25 m vor der Grundlinie immer noch nahe der Seitenlinie unterwegs. Kiprit gibt nach kurzer Verarbeitungsphase sofort weiter auf den etwas weiter rechts postierten Zimmer, der sofort halbhoch in die Box der Sechzger flankt. Klingenburg versenkt aus 7 m halbrechter Position die Kugel ohne entscheidend gestört zu werden an Hiller vorbei im Kasten.

Die Zuordung der Löwendefensive war nach dem durch die Hausherren eroberten Einwurf in jeder Phase dieses nur wenige Sekunden dauernden Angriffs desolat. Keiner der beteiligten Lauterer Spieler wurde auch nur ansatzweise gestört. Klingenburg kann sich in Salgers Rücken in der kleinen Box davonstehlen und Lang kommt zu spät, um den Schuss verhindern zu können. Manchmal wäre Verteidigung Mann gegen Mann mit fester Zuordung vielleicht nicht die schlechteste Wahl.

Da Klingenburg ein Mittelfeldspieler ist, wäre das in diesem Fall allerdings weder Salgers noch Langs Aufgabe gewesen, sondern Dressel hätte sich tiefer in die Kette fallen lassen müssen, um den vor der Saison vom Rhein in die Pfalz gewechselten Klingenburg zu decken.

Nach dem Führungstreffer des 1. FCK war die Mannschaft von Michael Köllner sichtlich geschockt. Lautern bekam postwendend mehr Spielanteile als noch zuvor, ging auch im Pressing deutlich aggressiver zu Werke als noch zuvor und erspielte sich nur sieben Minuten später die nächste Torchance. Es klingelte abermals im Kasten von Löwenkeeper Hiller.

Das 2:0

Nach einem langen Ball auf die linke Angriffsseite der Lauterer können die Löwen den Ball zunächst mit Goden und Biankadi klären. Als dann Staude im Zentrum an den Ball kommt, verspringt ihm das Leder vom Außenrist nach hinten ins Zentrum der eigenen Spielfeldhälfte. Dort kommt Dressel an den Ball, verliert diesen aber sofort in einem Zweikampf, bei dem durchaus ein Foul des Lauterer Mittelfeldspielers Klingenburg vorgelegen haben kann. Von Klingenburg kommt der Ball zu Hercher. Der spielt sofort aus dem Zentrum einen klugen Pass auf den völlig frei von der halbrechten Seite der Lauterer leicht diagonal an die dortige Strafraumbegrenzung einlaufenden Zimmer. Steinhart versucht Zimmer zu stellen, doch der bedient mit einem klasse Pass Kiprit. Der aus dem Hintergrund in den Strafraum einlaufende Kiprit wird zwar von Tallig verfolgt, netzt aber aus halbrechter Position 11 m vor dem Tor ein.

Staudes Ballverlust war hier sicher mit entscheidend für den gelungenen Angriff der Lauterer. Aber das Foul an Dressel muss der hier gut positionierte Schiedsrichter eigentlich sehen und ahnden.

Die Rolle von Steinhart und Tallig beim Verteidigen ist eher nebensächlich, denn Zimmers Aktion am Ball läuft so schnell ab, dass Steinhart sich entscheiden muss, ob er den Passweg in die kleine Box oder in den Rückraum zustellt. Tallig kann theoretisch nicht für Kiprit zuständig gewesen sein. Lang ist auch hier wieder der Innenverteidiger, der noch versucht einzugreifen. Salger war bei Ciftci, der sich bei diesem Angriff in die vorderste Spitze schob.

Den Rest der ersten Halbzeit gestalten die beiden Teams relativ ausgeglichen. Lautern steht defensiv gut, lässt nichts Gravierendes mehr zu und die Löwen schummeln sich, noch zwei Alibischüsse abfeuernd in, die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit

Mit neuen Kräften (Neudecker und Lex für Staude und Tallig) auf dem Feld versuchten die Löwen das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Sie rannten gegen kompakt stehende und sich zusehends mehr und mehr auf Konterangriffe sowie schnelles Umschaltspiel setzende Pfälzer immer wieder verzweifelt an. Die Angriffe der Löwen konnten die Lauterer aber fast alle gut verteidigen. Lediglich in der 72. Spielminute, als Tomiak einen leider zu schwachen Versuch von Bär kurz vor der Line klären konnte, hatten die Löwen die größte Chance ihrerseits in dieser Partie.

Das 3:0

In der 87. Minute schoss Wunderlich einen Freistoß von der linken Lauterer Angriffsseite aus sehr spitzem Winkel an der gesamten Abwehrreihe vorbei und unter Hiller hindurch zum 3:0 in die Maschen. Wer sich zuvor noch einen Funken Hoffnung bewahrt hatte, für den war auch spätestens jetzt die Messe gelesen.

Fazit zur Niederlage des TSV 1860 in Kaiserslautern

Die Defensivleistung

In einem, was Defensivleistung bzw. Zuordnung im letzten Drittel betrifft, leider wieder schlechten Spiel müssen sich die Löwen zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen geben.

An der PPDA dem Indikator für Pressingintensität, in den dafür relevanten Zonen, sieht man, dass die Löwen eigentlich genügend defensive Aktionen in den pressingrelevanten Zonen setzen. Auch die Passquote des Gegners zeigt, dass defensiv der Schuh nicht im Mittelfeld drückt. Das letzte Drittel ist defensiv unsere Krux.

Die Offensivleistung

Ebenfalls wieder ungenügend war die Anzahl der angekommenen Pässe ins letzte Drittel sowie die Art und Weise, wie die meisten Torschüsse der Sechzger abgefeuert wurden.

Die Pässe kommen entweder zu ungenau, nicht mit dem nötigen Tempo oder sie gehen zu weit.

Das sieht manchmal bei einigen der Akteure im Löwendress ein wenig überheblich aus. Anstatt dem Ball entgegen zu gehen, wird gewartet, bis der Ball da ist. In der Zeit läuft dann aber auch gern einmal ein Gegenspieler in den Passweg ein oder zum Passempfänger auf und nimmt dem dann, weil er noch zu statisch ist, den Ball wieder vom Fuß. In solchen Situationen muss mehr Bewegung ins Spiel im letzten Drittel.

Die Torschüsse, die wir abgeben, haben oft viel zu wenig Druck, um den Torhüter der gegnerischen Mannschaft in die Bredouille zu bringen.

Wie geht’s weiter?

Dass wir Spieler haben, die durchaus in der Lage sind das umzusetzen was benötigt wird und auch auf den Platz zu bringen, steht außer Frage. Warum es nicht klappt bzw. nicht in dem Maße, das nötig wäre, um permanent Druck auf den Strafraum des Gegners aufrecht zu erhalten, ist die Frage, die wir uns stellen müssen. Ich hoffe, die Mannschaft des TSV 1860 München findet die nötigen Lösungsansätze bis zum Dienstag. Mit Viktoria Köln kommt ein Gegner auf uns zu, der mit dem Rücken zur Wand steht. Mit bisher fünf eigenen Treffern haben sie aber mehr Tore auf dem Konto als unsere Sechzger. Rein von der Statistik her müssten sie zudem, ähnlich wie Kaiserslautern, viel besser in der Tabelle positioniert sein.

Datenquelle: wyscout