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Giesinger Gedanken nach dem Sieg im Buchbach: Wie ein Vampirfilm

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Letzte Woche bekam mein Sohn seine Einladung für die Halloween-Party in der Schule. Ich als überforderter Vater verbrachte jeden Abend der Woche damit,  seine Fledermausverkleidung (die noch aus der Kindergartenzeit stammt) zu suchen. Leider wurde ich nicht fündig. Während ich so die Schränke und Kisten durchsuchte, gingen mir so eine einige Halloween-mäßige Gruselfilme durch den Kopf. Und am Freitag Abend in Buchbach wähnte ich mich mit meinen sechzger.de Kollegen dann mitten in einem Vampirfilm.

Halbzeit eins: Ein einziger Gruselschocker

Unser Ausflug nach bayerisch Transsilvanien verlief ziemlich analog zum Vampirfilm-Klassiker “Graf Dracula”. Nach einer Anreise über’s Land, zwar nicht per Postkutsche, gerieten wir in der Burg der Einheimischen in immer grusligere Umstände. Die Heimmanschaft in von Löwenblut getränkten roten Trikots gab eine Horde angriffslustiger Vampire, die die Ankömmlinge aus der zivilisierten Großstadt das Fürchten lehrte. Verängstigt versuchten die Löwen dagegenzuhalten. Aber was immer sie auch versuchten, der unterklassige Buchbacher Vampir war einen Schritt voraus. Vielleicht hätte es unseren Vampirjägern gut getan, etwas mehr miteinander zu kommunizieren auf dem Feld.

Der erste Biss

Und so kam es wie es kommen musste. Die Vampire starteten einen gradlinigen Konter und über zwei Stationen überlief der Buchbacher Stürmer Brucia Semi Belkahia wie ein Werwolf den ältlichen Diener eines transsilvanischen Fürsten und setzte zum ersten Mal die Buchbacher Eckzähne in den Hals der Münchner Löwen. Eingeschüchtert quittierten die Löwen diesen Treffer und schlichen mit hängenden Köpfen in die Pause.

Der Vampirjäger tritt auf den Plan

Für den komplett blutleeren Quirin Moll kam nun der WAMPirjägEr von Giesing auf den Platz. Und allein seine Aura schien dem verängstigten Häuflein der Giesiger Vampirjägertruppe neuen Mut einzuhauchen. Mit einem Mal nahmen die Löwen, Knoblauch, Pfähle und Silberkugeln hervor und begann sich gegen den Vampir zu wehren. Den ersten Pfahl ins Herz der Buchbacher setzte Tim Linsbichler mit einem Kopfball nach einer Flanke von Stefan Lex.

Der Untote schlägt zurück

Doch wie in jedem guten Vampirfilm gab sich der Untote nicht kampflos geschlagen. Zunächst nahm er das Tempo aus dem Spiel, um keine Drangphase der Vampirjäger aus der Stadt zuzulassen. Eine “Verletzungspause” wurde von den Buchbachern sehr gut eingestreut und als es weiterging, gab es aus heiterem Himmel Elfmeter für die Gastgeber. Kretzschmar blieb ohne Chance und die Buchbacher färbten durch den zweiten Biss in den Löwenhals ihr Trikot noch einen Ton blutroter.

Das Gute lässt sich nicht unterkriegen

Wie im Vampirfilm musste sich der Jäger kurz sammeln, um dann mit aller Kraft zurückzuschlagen. Nach einem Freistoß von Steinhart verlängerte Lex den Ball unhaltbar für den Buchbacher Keeper (Fleder)Maus ins Netz. Lex verdiente sich diesen Treffer besonders, da er über weite Strecken der ersten Hälfte als Einziger den Eindruck machte, sich nicht kampflos vom Buchbacher Vampir aussaugen lassen zu wollen. Mit dem Zwischenstand von 2 Bissen gegen 2 Pfähle ging es in die Schlussphase.

Happy End wie in jedem Vampirfilm

Und es kam, wie es in jedem Vampirfilm kommt. Kurz vor Schluss nahm der Vampirjäger (in Gestalt von Dennis Dressel) all seinen Mut zusammen und rammte einen letzten Pfahl in das Herz des Vampirs. Dressel nagelte den Pfahl  – äh Ball –  mit Urgewalt am etwas schlecht in seinem Sarg postierten (Fleder)Maus ins Herz des Vampirs! Der Vampir zuckte in der Nachspielzeit noch etwas, konnte sich seiner Pfählung aber letztendlich nicht mehr erwehren. Happy End in letzter Minute für die Giesinger Vampirjäger!

Warum mussten die Löwen es spannend machen bis zum Schluss?

Cut! Zurück ins echte Leben. Warum mussten es die Löwen bis in die letzte Minute hinein spannend machen? Der Auftritt in Halbzeit eins war wirklich Inhalt für einen Gruselfilm. Eine blutleere Truppe, bei der auf dem Rasen quasi keinerlei Kommunikation stattfand, ließ sich von einem unterklassigen Gegner, der groß aufspielte – das wollen wir an dieser Stelle nicht verschweigen – vollkommen den Schneid abkaufen.

In Halbzeit zwei wurde es zwar besser, auch wegen der Aura von Sascha Mölders. Aber insgesamt ist das einfach zu wenig. Michi Köllner muss dringend wieder eine Mannschaft aus diesem Haufen machen, um gegen Waldhof einen Sieg einzufahren.

ARGE Leaks – von der Gründung bis zur “Causa Gerhard Schnell” (Teil 2)

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Die Westkurve grüßt Jutta Schnell
Schönen Gruß von der Westkurve an Jutta Schnell

Wie gestern angekündigt, wird sechzger.de in einer mehrteiligen Serie auf die Historie der ARGE zurückblicken und dabei auch die Rolle der Familie Schnell durchleuchten. Heute geht es um die Gründungsjahre des Dachverbands und die ersten Querelen. Man kann nun nicht gerade behaupten, dass es von Anfang an rund lief…

ARGE: Schon nach einem Jahr hoch verschuldet

Am 2. April 1977 gründete sich mit der „ARGE des TSV München von 1860 e.V.“ der Dachverband für die Fanclubs des TSV 1860 München im Ehrengastbereich des Olympiastadions. Eine bahnbrechende und hochmoderne Angelegenheit zu Zeiten, in denen an eine professionelle Fanbetreuung im Fußball noch nicht zu denken war. Ziel des 1860-Geschäftsführers Ernst Potzler war es, der zunehmend wachsenden Anzahl von Fanclubs kompetente Ansprechpartner zu bieten und die ARGE als Katalysator zwischen Verein und Fanclubs zu installieren.

Diese an sich gute Idee schien schon im Jahr darauf stark gefährdet zu sein. Der erste Vorsitzende des Dachverbandes unterschlug Eintrittsgelder für ein Länderspiel in München und hinterließ dem Verein damit einen Schaden von etwa 100.000 DM. Leidtragende damals: die Fanclubs, die sich der ARGE angeschlossen hatten. Geschäftsführer Potzler musste mitsamt seinem Stellvertreter Martin Unger und dem ARGE-Vertreter Herbert Gertitschke Unglaubliches leisten, um die Liquidität des Vereins zu sichern. Zusammen mit Urgesteinen wie dem Aitranger Helmut Zotz, Erfinder des Slogans „Einmal Löwe – immer Löwe“, baute der Dachauer Gertitschke in den Folgejahren den Dachverband auf und sicherte somit dessen Fortbestand.

90er Jahre: Entwicklung der professionellen Fanbetreuung in Deutschland

In der Geschäftsstelle in der Auenstraße in München hatte die ARGE ein Büro, das allerdings im Jahr 1982 gestrichen wurde, nachdem sich ein Mitglied des ARGE-Vorstands öffentlich in der BILD-Zeitung äußerte und dabei Löwen-Präsident Dr. Erich Riedl harsch kritisierte. Gertitschke schrieb später, „das Zimmerschloss war schon ausgewechselt“, als er das Büro betreten wollte. Das Verhältnis zur ARGE schien zerrüttet. Gerettet wurde der Dachverband von Unternehmer und Löwen-Sponsor Roland Holly, der die ARGE nicht nur finanziell unterstützte, sondern auch ein Büro am Beethovenplatz bereitstellte.

Waren Fußballfans und Fanclubs in den 80er Jahren noch verschrien – schließlich handelte es sich damals ja um die „Wilden“ – so entwickelte sich Anfang der 90er eine zunehmende Professionalisierung im Fußball. Dies erstreckte sich insbesondere auch auf die Betreuung der Fans. Als einer der ersten Vereine der Bundesliga installierte der VfB Stuttgart mit Ralph Klenk einen hauptamtlichen Fanbeauftragten. Auch die Löwen waren gewillt, sich in der Fanbetreuung besser und moderner aufzustellen. Vor allem nach der Rückkehr in die Bundesliga und durch die regelmäßige Qualifikation für die Europapokal-Wettbewerbe war die Notwendigkeit absolut gegeben.

Jutta Schnell wird Fanbeauftragte

Kurz vor der Jahrtausendwende installierte der Verein mit der Neuburgerin Jutta Schnell ebenfalls eine Fanbeauftragte in Vollzeit. Sie sollte sich um die Belange der Löwenfans und deren Fanclubs kümmern. Schnell selbst war damals Vorsitzende des Fanclubs „Neuburger Sechzger e.V.“ und als Frau eine Seltenheit im Fußball. Für den TSV 1860 war eine solche Personalie Neuland, Schnell wurden viele Freiheiten gewährt. Abgerechnet wurde damals nach Stundenaufzeichnung. Auffällig dabei: Im Büro an der Geschäftsstelle war die Neuburgerin selten, maximal zwei Mal in der Woche besuchte sie ihren Arbeitsplatz in München. In der heutigen Zeit (vor Corona) undenkbar. Die Arbeitszeiten? Rührten hauptsächlich von Telefonaten, die für die Geschäftsführung der Löwen freilich schwer nachzuvollziehen waren.

In einer Aufzeichnung aus dem September 1998 gab Schnell etwa 235 Arbeitsstunden für den Monat an und verwies darauf, „der September war heuer der ruhigste Monat. Wesentlich intensiver werden November und Dezember.“ Schon damals auffällig: Die aufgeführten Telefonate wurden praktisch ausschließlich in einem engen Zirkel geführt. Neben Mitarbeitern und Verantwortlichen auf der Geschäftsstelle stand Schnell offenbar nur einem überschaubaren Kreis als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Beinahe täglich finden sich die gleichen Personen bzw. Fanclubs in ihrer Auflistung.

Erste Beschwerden von Fanclubs

Ebenfalls auffällig ist, dass schon damals Beschwerden auf der Geschäftsstelle der Löwen eingegangen sind. Mehrere Fanclubs hatten sich an Jutta Schnell gewandt und bekamen keine Rückmeldung. So beschwerte sich der Vorsitzende des Fanclubs aus Waging am See im August 1998 persönlich auf der Geschäftsstelle, nachdem eine Einladung zum 20jährigen Jubiläum des Fanclubs aus dem Mai unbeantwortet geblieben war. Im Mai 1999 gründete sich der Fanclub St. Englmar. Eine Anfrage zu Unterlagen für die Fanclubgründung – vier Wochen zuvor an Schnell geschickt – blieb unbeantwortet. Eine Duplizität der Ereignisse? Auch in den Jahren danach beschwerten sich viele Fans und Fanclubs bei Mitarbeitern der Löwen, dass Anfragen bei der Fanbeauftragten unbeantwortet bleiben, während Schnell zu einigen Fanclubs allerdings offenbar einen engen und rührigen Kontakt pflegte.

Im morgigen dritten Teil betritt dann auch Gerhard Schnell, damals Vorsitzender der ARGE Region 11, die Bühne…

Überblick

TSV Haching München: 1860 startet heute in die Volleyball Bundesliga

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Wappen TSV Haching München (TSV 1860 e.V. & TSV Unterhaching)
Wappen des TSV Haching München (Volleyball)

Heute Nachmittag ist es endlich so weit! Zum ersten Mal seit 1989 tritt wieder eine Mannschaft des TSV 1860 München e.V. in der Volleyball Bundesliga an. Gegner zum Auftakt werden die Helios Grizzlys Giesen sein.

TSV 1860 e.V. in der Volleyball Bundesliga

Möglich wird die Rückkehr der Löwen in die Bel Étage des deutschen Volleyballs durch eine Kooperation des Vereins mit dem TSV Unterhaching. Eine erste Standortbestimmung hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des TSV Haching München bietet sich am Sonntag um 17.30 Uhr, wenn die Volleyball-Löwen auswärts mit den Helios Grizzlys Giesen messen.

Krasser Außenseiter

Die Niedersachsen hatten die Vorsaison auf Platz 9 abgeschlossen, der TSV Unterhaching als Elfter und damit Tabellenletzter. Durch den Rückzug der Volleyball Bisons Bühl (was für ein Name…) und des VC Olympia Berlin gab es keine sportliche Absteiger.

Als Favoriten starten der amtierende Meister Berlin Recycling Volleys, Rekordmeister VfB Friedrichshafen und die SWD Powervolleys Düren in die neue Spielzeit.

Wir drücken dem TSV 1860 in der Volleyball Bundesliga die Daumen!

U13: D-Junioren des TSV 1860 gewinnen Derby beim FC Bayern

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1860 bayern derby
Aufkleber: Löwen-Fans gegen Bayern (TSV 1860)

Sehr schön! Nachdem die Profis sich bereits gestern beim TSV Buchbach durchsetzen konnten, gab es heute auch bei der U13 des TSV 1860 Grund zur Freude. Die D-Junioren gewannen auswärts beim FC Bayern und dürfen sich nun “Derbysieger” nennen.

TSV 1860 U13: Auswärtssieg trotz frühem Rückstand

Dabei hatte alles sehr unerfreulich begonnen für den TSV 1860. Noch nicht mal eine Minute war gespielt, als die Roten schon in Führung lagen. Die Junglöwen ließen sich dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen und glichen in der 19. Minute aus. Der vielumjubelte Siegtreffer (siehe Video unten) für Münchens große Liebe fiel in der 72. Minute. Herzlichen Glückwunsch, Jungs!

In der Tabelle rückt der TSV 1860 damit auf Platz 3 hinter der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg vor. Der FC Bayern ist Tabellenletzter.

Türkgücü scheitert im Viertelfinale im Toto-Pokal!

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Der bayerische Landespokal ist für die Drittligisten kein Selbstläufer. Das musste am gestrigen Freitag Abend nicht nur der TSV 1860 München erfahren, der erst nach einer deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit zwei ein Ausscheiden im Viertelfinale abwenden konnte. Heute Nachmittag erfuhr dies auch der amtierende Titelträger des Toto-Pokals, Türkgücü. Die Mannschaft aus der Heinrich-Wieland-Straße reiste – wie die Löwen gestern – zu einem Regionalligisten.

Toto-Pokal: Das dritte Spiel für den neuen Trainer von Türkgücü

Beim Tabellensechsten und -nachbarn des gestrigen Löwengastgebers TSV Buchbach, beim TSV Aubstadt musste das Team von Coach Peter Hyballa antreten. Für Hyballa das dritte Spiel, nachdem er erst am 20. September das Amt von seinem Vorgänger Petr Ruman übernommen hatte. Ein 2:1-Heimsieg gegen Dortmund II und eine 4:0-Klatsche beim Tabellenführer Magdeburg war seine Bilanz in der Liga vor dem heutigen Auftritt im Toto-Pokal.

Der Fußballplatz im unterfränkischen Aubstadt: Endstation für Türkgücü im Toto-Pokal 2021/22

Überaschender Spielverlauf

Die Partie in Aubstadt begann direkt mit einer druckvollen Phase der Gastgeber, die nach knapp zwanzig Minuten zum 1:0 führte. Nachdem die Gäste etwas besser in die Partie gekommen und ihrerseits zu Chancen gekommen waren, folgte die kalte Dusche: 2:0 für Aubstadt nach 32 Minuten. Da lag die Überaschung schon in der Luft. Kurz vor der Pause erzielte Türkgücü den Anschlusstreffer. Im zweiten Abschnitt versuchte der Favorit aus der Landeshauptstadt seiner Stellung gerecht zu werden – ein weiterer Treffer gelang aber nicht. Zu Beginn der achtminütigen Nachspielzeit machten die Unterfranken ihren Erfolg perfekt und erzielten das 3:1. Der Titelverteidiger ist aus dem Toto-Pokal ausgeschieden!

Relativiert dieses Aus den Auftritt der Löwen von gestern?

Musste man gestern Abend und auch heute über die einschlägigen Quellen in den Weiten des Webs das Wehklagen nachlesen, wie würdelos und unverschämt gegenüber den eigenen Fans das Auftreten von Michael Köllners Team gestern in Buchbach angeblich war, so relativiert das Ergebnis aus Aubstadt vielleicht die Bewertung des Löwenspiels vom Vorabend? Für die kleinen Regionalligisten ist der Landespokal die große Chance, an die Fleischtöpfe des DFB-Pokals zu kommen. Die Folge sind couragierte Auftritte der vermeintlich krassen Aussenseiter. Türkgügü kann heute ein Lied anstimmen, wozu sowas führen kann. Für unsere Löwen geht die Reise im Toto-Pokal im kommenden Frühjahr auf jeden Fall weiter.

Die Partien im Viertelfinale des bayerischen Landespokals im Überblick:

TSV Buchbach – TSV 1860 München   2:3 (1:0)
TSV Aubstadt – Türkgücü München   3:1 (2:1)
FV Illertissen – SpVgg Bayreuth   Dienstag, 9.11.
1. FC Schweinfurt 05 – Kickers Würzburg   Samstag, 13.11.

ARGE Leaks – von der Gründung bis zur “Causa Gerhard Schnell” (Teil 1)

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Westkurve Choreographie ARGE Schnell
Die aktive Fanszene setzt sich kritisch mit der Familie Schnell auseinander.

Die Bombe platzte am 6. März 2021. An einem trüben Samstag Abend, die Löwen hatten ihr Auswärtsspiel in Duisburg am Nachmittag verloren und sich damit – vermeintlich – aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet, titelte das Löwenmagazin „Schrieb ARGE-Funktionär Beschwerdebriefe an den TSV 1860 München?“.  Im Artikel wurde der Vorwurf erhoben, ein Funktionär des Fanclub-Dachverbandes habe sich mehrfach per Email an den TSV 1860 gewandt. Diese Person habe unter falschem Namen Stimmung gegen Mitarbeiter der KGaA gemacht. Am Tag darauf erklärte der ARGE-Vorsitzende Gerhard Schnell gegenüber den Regionsvorsitzenden seinen Rücktritt.

Auch bei sechzger.de wurde über diesen Rückzug berichtet. Die offizielle Begründung für den plötzlichen Abgang: Gesundheitliche Gründe beim ehemaligen Vorsitzenden und seiner Frau Jutta, der ehemaligen Fanbeauftragten des TSV 1860. Die KGaA äußerte sich zu den Vorwürfen gegen Schnell, deren Opfer ja ganz offensichtlich Mitarbeiter aus ihren eigenen Reihen waren, bis heute nicht.

Mangelhafte Aufarbeitung durch die ARGE

Interne Versuche der ARGE, Licht ins Dunkel zu bringen, verliefen bis dato weitestgehend im Sande. Dabei bleibt unklar, inwiefern eine Aufarbeitung der Causa Schnell überhaupt erwünscht ist.

Drei Wochen nach dem öffentlichen Bekanntwerden der Email-Affäre um Gerhard Schnell gab dieser auf der Website der ARGE eine Erklärung ab, in der er seine Taten einräumte:

“Es ist zutreffend, dass ich in der Vergangenheit aus der Anonymität heraus unter verschiedenen Pseudonymen Emails mit kritischen Inhalten an verschiedene Gremien bzw. Personen des TSV München von 1860 versandt habe.

Rückblickend war dies ein Fehler von mir gewesen, der mir leid tut und für den ich mich bei Euch und insbesondere bei allen betroffenen Personen sowie der KGaA des TSV München von 1860 ausdrücklich entschuldigen möchte.

Ich übernehme hierfür die Verantwortung.”

Die Frage, ob ein derartiges Verhalten mit einer solchen Erklärung, einen Fehler gemacht zu haben, dann vom Tisch ist, warf unser Kommentator in einem Beitrag wenige Tage später auf. Darum soll es aber in diesem Beitrag und in unserer Serie nicht gehen.

Licht ins Dunkel?

sechzger.de möchte – nachdem die Saison 2020/21 sportlich letztendlich erfolgreich zu Ende gegangen ist – nun mithelfen, Licht in das immer noch relativ düstere Dunkel der Email-Affäre um Gerhard Schnell und die ARGE zu bringen. Aus diesem Grund wollen wir unserer Leserschaft – also Euch – in einer neunteiligen Reportage Hintergrundinformationen zukommen lassen.

Letztes und durchaus prominentes Opfer der Machenschaften von Gerhard Schnell war Sebastian Weber. Er war seit Januar 2019 Fanbeauftragter beim TSV 1860. Zuvor hatte er bereits zwischen Juli 2009 und April 2011 sowie von November 2015 bis Dezember 2018 das Amt des Organisationsleiters im Nachwuchsleistungszentrum bei den Löwen bekleidet. Kürzlich hat Weber im Zuge der Affäre seine persönliche Reißleine gezogen und bei 1860 gekündigt. Bis dahin arbeitete er tatkräftig daran, eine Reform der Fanclubbetreuung bei Münchens großer Liebe umzusetzen. Darauf werden wir jedoch in einem der folgenden Teile unser Serie näher eingehen.

Überblick

Mölders bringt das Feuer zurück: TSV 1860 siegt beim TSV Buchbach

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Der TSV 1860 München hat seinen Charaktertest in Buchbach bestanden. Nach ganz schwacher erster Hälfte brachte die Einwechslung von Sascha Mölders den erhofften Wandel.

Viertelfinale im Toto-Pokal, der TSV 1860 München reiste zum TSV Buchbach aus der Regionalliga Bayern und wollte natürlich den Halbfinal-Einzug perfekt machen.

Wie erwartet durfte Tim Linsbichler im Sturm beginnen. Außerdem änderte Michael Köllner im Vergleich zum Spiel gegen Viktoria Berlin die Startelf auf vier weiteren Positionen. Kretzschmar, Belkahia, Dressel und Greilinger begannen für Hiller, Salger, Tallig und Biankadi.

Aufwärmen TSV 1860 München beim TSV Buchbach im Toto-Pokal
Die Löwen beim Aufwärmen in Buchbach

TSV 1860 ideenlos, Buchbach giftig

Mit dem Anstoß begann eine Hälfte, in der es kaum Highlights gab. Der TSV 1860 spielte offensiv in einem 3-1-4-2, fand aber in dieser Formation nicht zu einem geordneten Aufbauspiel. Entsprechend resultierten auch kaum Chancen aus dem Spiel der Löwen. Die Gastgeber hingegen konzentrierten sich auf kleine Nadelstiche und waren damit erfolgreicher als der TSV 1860. Immer wieder konnten die Buchbacher bis kurz vor das Tor von Tom Kretzschmar kommen. Gefährliche Abschlüsse gab es aber auch auf dieser Spielfeldseite nicht.

Auswechselbank TSV 1860 München in Buchbach 08.10.2021
Ratlos waren nicht nur die Löwenfans, sondern auch die Ersatzspieler auf der Bank.

Kurz vor der Pause wurde es das erste Mal knapp, als Linsbichler mit einem Kopfball nach Freistoß von Steinhart das Tor nur knapp verfehlte. Zwei Minuten später konterte der TSV Buchbach wie aus dem Lehrbuch und ging dabei gegen den TSV 1860 München in Führung. Die Hereingabe von rechts erreichte Brucia, der von drei Löwen verfolgt zuerst an den Ball kam und durch die Beine von Kretzschmar zur Führung traf. Kurz danach hätten die Buchbacher mit einem abgefälschten Schuss sogar fast noch erhöht, doch die Bogenlampe ging knapp am Tor vorbei. Wenig später war dann erst einmal Halbzeitpause.

Die Ansprache wirkt – Löwen wie ausgewechselt

Es musste sich etwas ändern – und das tat es. Mölders kam für Moll, rief zu einem Kreis und peitschte seine Kollegen an. Fortan sah man eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz. Der TSV 1860 spielte mutig nach vorne, Buchbach hatte plötzlich seine lieben Mühen mit den angriffsfreudigen Sechzgern. Mölders (50.) und Neudecker (53.) scheiterten noch, kurze Zeit später wurde der Löwenanhang aber erlöst. Nach starker Vorarbeit von Lex traf Linsbichler per Kopf (57.). Nun waren die Löwen heiß auf mehr.

Die Ambitionen wurden jedoch jäh durch einen Elfmeterpfiff unterbrochen. Bahar trat an und verwandelte sicher unten rechts. Doch die Löwen gaben nicht auf, schüttelten sich kurz und machten weiter, so sie vor dem Gegentreffer aufgehört hatten. Die Partie wurde hitzig, zahlreiche knifflige Entscheidungen wurden gegen die Sechzger entschieden.

Nachdem sich die Gemüter etwas beruhigt hatten, gab es wieder Grund zu jubeln. Stefan Lex erzielte per Kopf nach einer Freistoßflanke von Steinhart den erneuten Ausgleich (74.). Der TSV 1860 zurück in der Spur – fortan ging es in Buchbach weiter wie nach dem Anstoß zur 2.Hälfte. Drückende Löwen schnürten die Gastgeber hinten ein, die sich mit Kontersituationen etwas Luft zum Atmen verschaffen wollten.

Sieg der Moral – Dressel erlöst den TSV 1860 in Buchbach

In der 85.Minute hatten die Löwenfans den erneuten Torjubel schon auf den Lippen, aber ein Kopfball von Steinhart traf nur die Latte und sprang von dort zurück in den Strafraum. Die Erlösung folgte dann kurz vor Schluss. Sechzig setzte sich am Strafraum fest, am Ende einer Ballstafette kam Dressel an den Ball. Mit allem Willen zog er ab und traf mit rechts zum Siegtreffer in die Maschen. Sowohl im Gästeblock als auch auf der Bank gab es nun kein Halten mehr.

Insgesamt sechs Minuten Nachspielzeit musste der TSV 1860 noch überstehen, dann war endlich Schluss in Buchbach. Die Gastgeber sanken enttäuscht nach großem Kampf zu Boden, die Löwen hingegen feierten sich für eine starke zweite Halbzeit.

Damit steht der TSV 1860 München im Halbfinale des Toto-Pokals. Auf wen die Löwen dort treffen, wird sich noch entscheiden. Die weiteren Viertelfinal-Begegnungen lauten:

Samstag, 09.10.2021 16:00 Uhr

TSV Aubstadt – Türkgücü

Dienstag, 09.11.21 18:60 Uhr

FV Illertissen -SpVgg Bayreuth

Samstag, 13.11.21 14:00 Uhr

1.FC Schweinfurt – Würzburger Kickers

Weiter geht es für den TSV 1860 München in der 3.Liga am Samstag, den 16.10. gegen Waldhof Mannheim. Der SVW liegt aktuell auf einem starken 3.Platz, muss aber möglicherweise nach einigen Corona-Fällen auf einige Spieler verzichten.

Aufstellung TSV 1860: 40 Kretzschmar – 36 Steinhart, 27 Belkahia, 3 Lang, 20 Deichmann – 14 Dressel – 5 Moll (46. 9 Mölders), 31 Neudecker (92. 6 Salger), 11 Greilinger (73. 8 Tallig), 7 Lex (C) (83. 19 Biankadi) – 22 Linsbichler (77. 15 Bär)

Tore: 1:0 Brucia (41.), 1:1 Linsbichler (57.), 2:1 Bahar (61.), 2:2 Lex (74.), 2:3 Dressel (89.)

Liveticker: TSV Buchbach – TSV 1860 München (Toto-Pokal)

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Sechzger De Liveticker Tsv Buchbach Tsv 1860 München 1200x628

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Viertelfinale im Toto-Pokal zwischen dem TSV Buchbach und dem TSV 1860 München!

Den 3:0-Erfolgen gegen den SV Birkenfeld und BSC Saas Bayreuth folgte ein Weiterkommen im Elfmeterschießen gegen Wacker Burghausen. Heute müssen die Löwen erneut bei einem Regionalligisten ran. Gegner des TSV 1860 München ist der TSV Buchbach. sechzger.de begleitet die Partie im Liveticker für euch mit Bildern und allen Ereignissen rund um das Spiel live aus der SMR-Arena.

 

Aufstellung: 40 Kretzschmar – 36 Steinhart, 27 Belkahia, 3 Lang, 20 Deichmann – 14 Dressel – 5 Moll (46. 9 Mölders), 31 Neudecker (92. 6 Salger), 11 Greilinger (73. 8 Tallig), 7 Lex (C) (83. 19 Biankadi) – 22 Linsbichler (77. 15 Bär)

Bank: 1 Hiller, 18 Knöferl

Tore: 1:0 Brucia (41.), 1:1 Linsbichler (57.), 2:1 Bahar (61.), 2:2 Lex (74.), 2:3 Dressel (89.)

Die Personalsituation

Marius Willsch befindet sich weiterhin im Aufbautraining nach seiner langwierigen Verletzung. Kevin Goden und Johann Djayo trainieren erst seit kurzem wieder mit der Mannschaft. Abgesehen davon stehen Michael Köllner alle Spieler zur Verfügung.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Aktuell ist kein Spieler des TSV 1860 von einer Sperre bedroht.

sechzger.de Talk Folge 29

In Folge 29 des sechzger.de Talks geht es zunächst um das erneute Unentschieden der Löwen in der 3.Liga. Dann aber wechselt das Thema zum heutigen Spiel des TSV 1860 in Buchbach.

Wo könnt ihr das Spiel TSV Buchbach – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Neben den Zuschauen vor Ort in Buchbach können alle anderen Anhänger des TSV 1860 München das Spiel bei Löwen-TV live auf YouTube verfolgen. Die Übertragung ist kostenlos und wird von den Kommentatoren Rainer Kmeth und Felix Hiller begleitet.

Außerdem wird das Spiel auch von sporttotal im Livestream übertragen, der ein Kooperationspartner vom BFV ist.

Eine spontane Anreise nach Buchbach wird sich ohne Ticket nicht lohnen. Die Partie ist seit längerem ausverkauft.

Corona: Mehrere Spieler von Waldhof Mannheim positiv getestet

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Mannschaftsbus Waldhof Mannheim
Der Mannschaftsbus des SV Waldhof Mannheim am Grünwalder Stadion

Bereits gestern hatten wir berichtet, dass es einen Corona Fall beim SV Waldhof Mannheim gebe. Heute folgte ein Update aus der Kurpfalz: Demnach sollen mindestens vier Spieler, darunter Stürmer Dominik Martinovic, sowie Trainer Patrick Glöckner positiv getestet worden sein.

Corona beim Waldhof: Mehrere Spieler positiv getestet

Wie es heißt, seien alle betroffenen Personen “umgehend in eine häusliche Isolation versetzt worden”. Alle geimpften und genesenen Spieler können hingegen weiterhin am Trainingsbetrieb teilnehmen. Anfang kommender Woche wird nach weiteren PCR-Testungen zusammen mit dem Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen entschieden. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint das Gastspiel des Waldhof beim TSV 1860 am 16.10. trotz der Covid-Fälle nicht gefährdet.

UfS zufrieden: fünfstellige Summe für NLZ nach SechzgerWiesn

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SechzgerWiesn bringt 10.000€ für das NLZ des TSV 1860

Die Unternehmer für Sechzig haben nach der SechzgerWiesn eine positive Bilanz gezogen. Insgesamt kam ein fünfstelliger Beitrag zusammen, der dem NLZ des TSV 1860 München zugute kommt.

Konzerte oder Schafkopf: vielfältiges Programm

Etwa 2500 Besucher, rund 1000 Maß Bier und zahlreiche Veranstaltungen: die SechzgerWiesn feierte 2021 ihr Debüt. Sie fand auf dem Vereinsgelände der Löwen an insgesamt fünf Tagen statt. Neben einem Sponsorenabend gab es unter anderem auch Konzerte oder einen Schafkopf-Abend. Es war also für jeden etwas geboten. Auch das Spiel der Löwen beim SC Verl wurde live übertragen.

Vorsitzender zieht Fazit zur SechzgerWiesn

Insgesamt wurden es am Ende 10.000€, die nun an die Initiative Gemeinsam stark fürs NLZ geht und zukünftig weiterhin die gute Jugendarbeit beim TSV 1860 ermöglicht. Entsprechend zufrieden zeigt sich der Vorsitzende Josef Wieser:

Mit der “Sechzger-Wiesn” haben wir zwei Ziele verfolgt: Erstens wollten wir die Löwen zusammenbringen. Es war uns ein Anliegen, einen Rahmen zu schaffen, in dem alle Löwen miteinander ins Gespräch kommen, die Gemeinschaft genießen und die einzigartige Löwenfamilie erleben können. Zweitens wollten wir damit das NLZ tatkräftig unterstützen. Jetzt wissen wir: Beides ist uns gelungen! Die Bilanz ist großartig – auch, weil sie zeigt, was möglich ist, wenn Löwen an einem Strang ziehen. Die 10.000 Euro werden über unsere Initiative “Gemeinsam stark fürs NLZ” genau an der richtigen Stelle landen. Die Löwen können sich auf uns verlassen – wir werden auch in Zukunft alles tun, um unserem Herzensverein zur Seite zu stehen. So schnell gehen uns die Ideen nicht aus!

Eine dieser Ideen könnte bereits jetzt schon vorliegen. Einige Personen überlegen bereits, die SechzgerWiesn im kommenden Jahr zu wiederholen und möglicherweise sogar als festes Event zu etablieren.