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Nach Rassismus-Vorwürfen: Erdmann ab sofort wieder spielberechtigt

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Dennis Erdmann, TSV 1860
3 . Liga Fussball TSV 1860 München Saison 2020 / 2021 Foto: sampics / Stefan Matzke / Pool

Aufatmen beim Earthman. Das DFB-Bundesgericht hat der Berufung des 1. FC Saarbrücken stattgegeben und die Sperre gegen Dennis Erdmann entsprechend abgemildert. Ursprünglich war Erdmann für acht Spiele gesperrt worden, die noch zwei ausstehenden Partien wurden nun jedoch zur Bewährung ausgesetzt, weswegen der 30-Jährige ab sofort wieder spielberechtigt ist.

Erdmann ab sofort wieder spielberechtigt

Neben der Abmilderung der Sperre wurde auch die Geldstrafe in Höhe von 3.000 Euro aufgehoben. Erdmann zeigte sich erleichtert:

“Ich bin froh, dass es vorbei ist und ich wieder auf die Platte kann. Ich habe nicht gesagt, was mir da vorgeworfen wurde.”

Zwar wurde Erdmann nun nicht vom Rassismus-Vorwurf freigesprochen, strafmildernd hat das Bundesgericht trotz der schwerwiegenden Vorfälle jedoch berücksichtigt, dass den 13 Zeugen durch Erdmanns fiktives Geständnis die erneute Vernehmung und Belastung erspart blieb.

Fiktives Geständnis vom Earthman

Erdmanns Anwalt Horst Kletke hatte nach DFB-Angaben für seinen Mandanten erklärt, dass die eingelegte Berufung auf das Strafmaß (also nicht auf das Vergehen als solches) beschränkt werde. Des Weiteren führte er aus, dass Erdmann die ihm unterstellten Äußerungen zwar nicht getätigt habe, es seinem Mandanten aber leidtäte, wenn es zu Missverständnissen gekommen sei.

Bild mit Genehmigung des TSV 1860

ARGE Leaks – von der Gründung bis zur “Causa Gerhard Schnell” (Teil 5)

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Westkurve Choreographie ARGE Schnell
Die aktive Fanszene setzt sich kritisch mit der Familie Schnell auseinander.

In Teil 4 unserer Reihe wurde Gerhard Schnell zum Schriftführer der ARGE gewählt. Zeitgleich schrieb er mit zahlreichen Fake-Accounts zahlreiche Leserbriefe und Emails, um seiner Position Nachdruck zu verleihen und seine Frau Jutta Schnell (Fanbeauftragte beim TSV 1860) zu unterstützen, indem er ihre vermeintlichen Konkurrenten diskreditierte. Aber das war erst der Anfang…

Presse- & Öffentlichkeitsarbeit der ARGE

Erstmals trat zu diesem Zeitpunkt auch Manfred Riedl in Erscheinung. Der Sportreporter und Schiedsrichter kam wie die Schnells aus Neuburg an der Donau und trat als „Presse- und Öffentlichkeitsverantwortlicher“ der ARGE in Erscheinung. Mit ihm wurden die Briefe an die Geschäftsführung deutlich rauer. Als die Geschäftsleitung zu einem Gespräch aufgefordert wird, droht er:

„Sollte dieses Gespräch von Vereinsseite in dieser Woche nicht mehr zustande kommen, wird die ARGE sofort Maßnahmen ergreifen, die das Verhältnis zwischen Verein und seiner größten organisierten Fangruppierung für die kommenden Jahre sehr negativ belasten könnte.“

Gezielt wird dabei gegen die Ultras geschossen. Im Schreiben an die Geschäftsführung werden diese von Riedl als „Gruppe hirnloser Chaoten“ dargestellt.

PRO1860 als neue Zielscheibe der ARGE

Im Februar 2006 gründete sich schließlich die Fanvereinigung PRO1860. Damit war neben der aktiven Fanszene ein weiterer Gegner gefunden. Die ARGE sah ihre Felle davonschwimmen, zumal die Argumente objektiv betrachtet vermehrt auf Seiten der Opposition waren. Die finanzielle Situation des TSV 1860 München wurde immer bedrohlicher, die Allianz Arena erwies sich als größter Fehler in der Geschichte des TSV 1860 München. Die ARGE als Verfechter der Arena und Gegner eines Verbleibs im Grünwalder Stadion sah sich plötzlich in die Ecke gedrängt. Schnell wurde gegen PRO1860 geschossen. Siegbert Stemmer schreibt im Namen der ARGE im Mai 2006 an die Geschäftsstelle und stellt dabei unmissverständliche Forderungen:

„Distanzieren Sie sich von diesem Mob!“ – „Verwehren Sie dieser Splittergruppe […] den Zutritt in die Allianz Arena“ – „Unterbinden Sie die Machenschaften des Fanprojekts München“ – „Brechen Sie jeden Kontakt zur Pseudo-Vereinigung PRO1860 sofort ab“.

Der „Löwenbomber“ wird zweiter Fanbeauftragter

Zu hinterfragen wäre an dieser Stelle grundsätzlich die Rolle der Fanbeauftragten, die per se eine vermittelnde Aufgabe zu erfüllen hätte und im Sinne des Vereins grundsätzlich verpflichtet gewesen wäre, die zerstrittenen Parteien an einen Tisch zu holen, um eine Einigung zu erwirken. Stattdessen musste allerdings der Verein reagieren und entschied sich 2006, einen weiteren Fanbeauftragten einzustellen, der sich hauptsächlich um die Belange der aktiven Fanszene kümmern sollte. Axel Dubelowski, der „Löwenbomber“, war ein Mann von der Basis, ein „Fanbeauftragter für die Fans“. Keine Frage, Jutta und Gerhard Schnell gefiel diese Personalentscheidung überhaupt nicht. So scheint es kaum verwunderlich, dass Dubelowski zu Beginn seiner Amtszeit mit mehreren haltlosen Vorwürfen konfrontiert wurde. Dutzende E-Mails wurden an Präsidium und Geschäftsführung geschickt. Inhalt: Heftige Beschwerden gegen Dubelowski. So stünde der Fanbeauftragte „bei den Spielen betrunken von der Zugfahrt am Bierstand im Stadion, als sich um die Krawallos zu kümmern“. Es sei „unverständlich, wie so jemand Fanbeauftragter werden könnte“ und der Verein sollte umgehend „die Reißleine ziehen und den Dubelowski in die Wüste schicken“.

Die E-Mails hören erst auf, als feststeht, dass sich die Arbeitsbereiche der beiden Fanbeauftragten praktisch nicht überschneiden. Jeder hatte den anderen in Ruhe seine Arbeit machen lassen, man nahm sich gegenseitig nichts weg. Als Dubelowski für Schnell keine Bedrohung mehr darstellte, stoppten die Beschwerde-Mails.

Der TSV 1860 schöpft Verdacht

Einen Effekt hatte das Ganze allerdings doch: In der Geschäftsstelle wurde man auf die seltsamen E-Mails aufmerksam. Dass es sich um Fake-Mails handeln musste, war schnell durchschaubar. Der Inhalt sowie die Rechtschreibung waren sich sehr ähnlich, die Absender waren beim TSV 1860 München gänzlich unbekannt. Franz Hintersteiner, Elfriede Maurer, Siegfried Sprenzel oder Alfons Piller waren frei erfundene Personen, die – wie schon die Absender der Mails aus dem Dezember 2001 – nicht existierten. Selten wurde auf Nachfrage seitens der Geschäftsstelle geantwortet. Bei der Bitte um ein Telefonat wurde der Mailverkehr ohnehin im Keim erstickt. Auf die Idee, mit Hilfe der IP-Adresse nach dem wahren Empfänger zu forschen, kamen die Mitarbeiter damals allerdings (noch) nicht.

Gerhard Schnell wird Vorsitzender der ARGE

Siegbert Stemmer trat alsbald als Vorsitzender der ARGE zurück. Manfred Riedl folgte auf Stemmer, war aufgrund seiner offensiven und damit selbst ARGE-Hardlinern zu deutlichen Herangehensweise allerdings als Vorsitzender nicht haltbar. Im Juli 2008 wurde dann Gerhard Schnell offiziell Erster Vorsitzender der ARGE. Der Komplett-Umsturz war vollzogen, die Fanbetreuung praktisch zu 100% in den Händen der Familie Schnell. Mit Jutta als Fanbeauftragter und ihrem Mann Gerhard als ARGE-Vorstand sollte die „Ära Schnell“ weitergeführt werden. Und tatsächlich schienen die alten Streitigkeiten relativ rasch Vergangenheit. Die ARGE machte weiterhin „ihr Ding“, hinterfragt wurde relativ wenig. Auf der Geschäftsstelle war man froh, dass die leidigen Störfeuer beendet waren und wieder Ruhe eingekehrt war.

PRO1860 auf dem Vormarsch

Im Verein wiederum sah das anders aus. Mit zunehmender Zeit wurde die Fanorganisation PRO1860 größer und wuchs nicht nur personell, sondern auch organisatorisch. Längst war die Delegiertenwahl beim TSV 1860 ein Machtkampf zwischen der ARGE auf der einen und PRO1860 auf der anderen Seite. 2010, als Robert Reisinger – heute Präsident der Löwen – im Ballhausforum in Unterschleißheim zum Fußball-Abteilungsleiter gewählt wurde (sein Kontrahent war im Übrigen Thomas Hirschberger), hatte die ARGE noch knapp die Mehrheit der Delegierten im Verein auf ihrer Seite. Es sollte das letzte Mal bleiben. Schon die nächste Delegiertenversammlung wurde durch PRO1860 bestimmt, die ARGE verlor auch vereinspolitisch an Zustimmung.

Aufbau des Feindbildes der „bösen KGaA“

Dies mag durchaus auch daran gelegen haben, dass sich die ARGE verstärkt gegen die KGaA, die ungeliebte „Profi-Firma“ der Löwen, stemmte. So schreibt Gerhard Schnell beispielsweise im Vorwort des ARGE-Magazins:

„Es ist hier auch der Verein bzw. die KGaA gefordert, Barrieren, die von einigen Mitarbeitern des TSV in der Vergangenheit aufgebaut wurden und noch vorhanden sind, wieder abzubauen“.

Um welche „Barrieren“ es sich dabei handelt, wird mit keinem Wort erwähnt. Allerdings finden sich solche und ähnliche Aussagen von Schnell regelmäßig in diversen Protokollen und wurden bei etlichen Versammlungen getätigt. Stellt sich die Frage, welchen Grund die KGaA haben sollte, seinen Fanclub-Dachverband zu beschneiden. Dass das Handeln der ARGE auf Seiten der KGaA zunehmend hinterfragt wurde, ist nachvollziehbar. Die Gräben zwischen der Profi-Abteilung und dem Fanclub-Dachverband wurden immer tiefer.

Wie gehts weiter?

Unter Geschäftsführer Markus Rejek wurde die ARGE kritisch hinterfragt – selbstverständlich zum Missfallen von Gerhard Schnell, da auch die Position seiner Frau Jutta als Fanbeauftragte gefährdet schien…

Überblick

Offiziell: Danny Schwarz neuer Trainer der Würzburger Kickers

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Danny Schwarz, ehemaliger Spieler des TSV 1860
Danny Schwarz, ehemaliger Spieler des TSV 1860

Heute Morgen war es noch ein Gerücht, jetzt ist es offiziell. Danny Schwarz ist neuer Trainer der Würzburger Kickers und folgt somit auf den kürzlich entlassenen Torsten Ziegner.

Der doppelte Schwarz bei den Kickers

Danny Schwarz kommt mit der Empfehlung eines Abstiegs mit dem FC Bayern II nach Unterfranken und soll dort nun für den sportlichen Aufschwung sorgen. Aktuell rangiert der Zweitligaabsteiger auf Platz 19 der 3. Liga.

Mit ihm wechselt der ehemalige Löwenprofi Benjamin Schwarz zum FWK, der zuletzt im Trainerteam der U21 des TSV 1860 beschäftigt war.

Zum Auftakt müssen die Unterfranken mit dem doppelten Schwarz am Sonntag bei Viktoria Köln antreten.

sechzger.de Talk Nummer 30 vor TSV 1860 – Waldhof Mannheim

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Youtube Thumbnail Sechzger De Talk 1860 München Sv Waldhof Mannheim 1280x720

Der sechzger.de Folge 30 ist online! Dieses Mal begrüßt Moderator Jan neben Taktikfuchs Bernd erneut einen externen Gast. Zusammen sprechen die drei wie gewohnt über das Spiel in Buchbach und den nächsten Gegner des TSV 1860: Waldhof Mannheim.

Knapper Erfolg beim TSV Buchbach

Mit Durchgang 1 auswärts in Buchbach konnte wahrlich niemand zufrieden sein – außer eben die Gastgeber. Sie kauften den Löwen den Schneid ab und führten nach 45 Minuten nicht unverdient mit 1:0. Mit der Hereinnahme von Sascha Mölders änderte sich das Bild auf dem Platz. Fortan kämpften die Löwen endlich und belohnten sich spät für ihren Aufwand. Neben dem Einfluss von Sascha Mölders diskutieren die drei Teilnehmer auch mögliche (positive) Folgen für den Ligaalltag.

ARGE Leaks – eine Serie von sechzger.de

Mittlerweile sind vier Teile online, in wenigen Stunden folgt Nummer 5. Natürlich geht es daher auch im sechzger.de Talk vor dem Spiel des TSV 1860 gegen Mannheim um die Inhalte aus den ARGE Leaks. Nach wie vor sind wir der Meinung, dass jeder Löwenfan sich die neun Teile durchlesen sollte, um sich eine eigene Meinung bilden zu können.

Mario – weit entfernt von seiner weiß-blauen Liebe

Dass in München die Löwen in der Überzahl sind, bezweifelt natürlich niemand so recht. Trotz allem gibt es aber natürlich auch in ganz Deutschland Fans des TSV 1860. Jens war vergangene Woche ein erstes Beispiel, Mario folgt nun direkt als zweiter externer Gast. Er hat es noch einmal bedeutend weiter nach München und doch verhindert das nicht, dass er die Löwen fest in sein Herz geschlossen hat. Etwa 630 km müsste er für ein Heimspiel auf den Straßen Deutschlands zurücklegen – einfache Wegstrecke wohlgemerkt. Entsprechend kann er natürlich nicht immer auf Giesings Höhen anwesend sein und nutzt vor allem die Auswärtsspiele in seiner Umgebung, um Sechzig München zu unterstützen. Neben seiner besonderen Geschichte, wie er zum Fan wurde, erzählt er auch vom Verein, der in seiner Stadt ansässig ist. Auch dort läuft nicht alles wie gewünscht…

Das nächste Spiel des TSV 1860 im Talk: Waldhof Mannheim

Siegen, einfach nur siegen. Wäre es doch so einfach, dann wäre es eine schöne und heile Löwenwelt. Doch dem ist nun mal nicht so und am Samstag wird es nicht unbedingt leichter. Der Tabellendritte ist zu Gast im Grünwalder Stadion. Zugute kommen könnte dem TSV 1860, dass sich einige Akteure der Gäste in Quarantäne befinden und möglicherweise am Samstag nicht einsatzbereit sind. Jan, Mario und Bernd sprechen über den kommenden Gegner und über ihre Erwartungen an das Spiel.

Der sechzger.de Talk Nummer 30 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

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Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Hinweis: Der Talk wird voraussichtlich morgen als Podcast-Format erscheinen.

Sechzig um sieben: Mölders will Spielertrainer werden

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Sechzig um Sieben mit den News rund um den TSV 1860 München zum Start in den Tag Löwen

Nach dem knappen Weiterkommen im Totopokal am vergangenen Freitag in Buchbach hoffen wir, dass die Löwen wenigstens den mentalen Schub in das nächste Ligaspiel gegen den SV Waldhof am kommenden Samstag mitnehmen. Den mentalen Schub am Freitag brachte die Einwechslung von Sascha Mölders, der nun Ambitionen als Spielertrainer hegt.

Heute zwei Trainingseinheiten

Um das Spielerische weiter zu perfektionieren hat Coach Michi Köllner heute zwei Trainingseinheiten angesetzt. Die erste Einheit um 10:30h ist öffentlich, die zweite am Nachmittag findet dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Kevin Goden und Johann Djayo standen übrigens gestern wieder mit der Mannschaft auf dem Rasen und absolvierten die erste Traingseinheit nach ihren Ausfällen.

Mölders will Spielertrainer in der Regionalliga werden

Mölders äußerte in einem Artikel des DFB-Journals, dass er noch nicht wisse, wie es nach seinem Vertragsende im kommenden Sommer bei ihm weiter geht. Aktuell trainiert er ja schon die zweite Mannschaft des SV Mering in der A-Klasse, was ihm richtig Spaß mache. “Die Regionalliga Bayern traue ich mir als Spielertrainer schon noch für zwei Jahre zu” wird Mölders zitiert. Klingt nicht so, als ob Sascha mit einem weiteren Jahr bei den Löwen liebäugelt.

MV findet mit 3G plus Regeln statt

Am 24.10. um 10:00h findet die nächste Mitgliederversammlung (MV) des TSV 1860 München e.V. im Zenith statt. Natürlich sind alle Mitgleider eingeladen. Wie der Verein gestern bekannt gab, wird die MV unter Anwendung der 3G plus Regeln durchgeführt werden. D.h. Besucher müssen geimpft, genesen oder PCR-getestet sein. Der PCR-Test darf dabei bei der Einlasskontrolle nicht älter als 48 Stunden sein. Diese Regelung kommt von nun auch bei den Heimspielen der Löwen zur Anwendung.

Linus Strasser im Fernsehen

Kurz vor dem Start neuen Weltcup-Saison in Sölden am 24.10. tritt der Skilöwe mit Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg heute Abend in der Quizshow “Wer weiß denn sowas” in der ARD auf.

 

News aus der dritten Liga

Kreuzbandriss bei Erik Henschel

Im Testspiel gegen Hannover 96 zog sich der 25-jährige Verteidiger des TSV Havelse einen Kreuzbandriss zu und fällt monatleang aus.

Würzburg vor Verpflichtung eines neuen Trainers

Nach dem Rauswurf von Thorsten Ziegner soll Danny Schwarz vor einem Engagement bei den Kickers stehen. Der ehemalige Spieler des TSV 1860, den es dann in eine Seitenstraße der Grünwalder Straße verschlagen hat, kommt mit der Empfehlung des Abstiegs von Bayern II aus der dritten Liga.

Jean Zimmer wieder fit

Der 27-jährige FCK-Kapitän, der den roten Teufeln etwa einen Monat lang nicht zur Verfügung stand, absolvierte ein Benefizspiel gegen den FSV Mainz über die volle Distanz. Es ist davon auszugehen, dass Zimmer dann am kommenden Wochenende wieder im Kader steht.

Damit seid Ihr bestens informiert für den heutigen Löwentag. Alles Wichtige rund um den TSV 1860 München und die dritte Liga erfahrt Ihr natürlich bei sechzger.de!

50+1 in der Vereinssatzung: Hannover 96 sorgt vor

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Trikots Hannover 96

Hannover 96 hat auf der Mitgliedsversammlung die 50+1 Regelung fest in die Vereinssatzung aufgenommen.

Martin Kind und der Antrag auf Ausnahmegenehmigung

Einer der deutschen Vereine, der beim Thema 50+1 neben den Löwen oft im Fokus war, ist Hannover 96. Der Präsident Martin Kind gilt als klarer Gegner der Regel und wollte diese per Ausnahmegenemigung bei den Niedersachsen de facto außer Kraft setzen. Doch der zugehörige Antrag scheiterte, da Kind den Verein in der erforderlichen Zeit nicht permanent und fortdauernd, sondern unregelmäßig finanziell unterstützt hatte. Daher blieb alles beim Alten. Mehr noch: vor zwei Jahren sorgte die Mitgliederversammlung dafür, dass Kind nicht mehr Präsident des Vereins war. Dies wurde mit lauten Gesängen nach der Verkündung des Ergebnisses von den anwesenden Mitgliedern gefeiert.

50+1 in der Vereinssatzung: Vorreiterrolle von Hannover 96?

Auch jetzt noch haben klare 50+1 Verfechter bei Hannover 96 das Sagen und so wurde für die Mitgliederversammlung im Jahr 2021 ein Antrag gestellt, dass diese Regelung in die Vereinssatzung des e.V. aufgenommen werden soll. Die nötige zwei Drittel-Mehrheit wurde erzielt – ein weiterer Nackenschlag für Martin Kind. Dieser ist zwar als Geschäftsführer und Mehrheitsgesellschafter des Profibetriebs immernoch durchaus einflussreich, hat aber sein selbsterklärtes Ziel in den vergangenen Jahren aus den Augen verloren.

Auch die Entscheidung des Bundeskartellamts aus dem Mai 2021 kann Kind nicht gefallen. Dieses erklärte die Regelung damals für “kartellrechtlich unbedenklich”. Ganz im Gegenteil: stattdessen drohen den Bundesligisten aus Wolfsburg und Leverkusen möglicherweise Ungemach in Folge dieses Urteils. Eine endgültige Klärung steht hier zurzeit noch aus.

Ob das Vorgehen auch für den TSV 1860 ein mögliches Szenario darstellt, ist unklar. Sicher ist aber, dass es einiges an Zeit bedarf, um die Strukturen bei Hannover 96 zu verstehen (siehe Artikel vom NDR). In diesem Punkt hat man mit den Löwen schon eine Gemeinsamkeit gefunden.

ARGE Leaks – von der Gründung bis zur “Causa Gerhard Schnell” (Teil 4)

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Westkurve Choreographie ARGE Schnell
Die Westkurve mit einem Gruß an die Familie Schnell

Nachdem Jutta Schnell bereits Ende der 90er Jahre als Fanbetreuerin beim TSV 1860 angestellt worden war, wuchs auch der Einfluss ihres Gatten Gerhard Schnell immer weiter an. Schon als Vorsitzender der ARGE Region 11 griff er dabei zu fragwürdigen Methoden. Aber es sollte noch viel besser kommen…

Der Umsturz der ARGE-Führung

Stellt sich die Frage nach dem Motiv dieses Handelns. Es ist davon auszugehen, dass Jutta Schnell einen recht angenehmen Job zu leisten hatte. Als Vollzeit-Angestellte musste sie lediglich ein- bis zwei Mal in der Woche im Büro erscheinen, erledigte die meiste Arbeit von zu Hause aus. Man muss wissen, dass Familie Schnell damals Inhaber eines Edeka-Marktes in Neuburg war und unter anderem auch Geld durch eine Karten-Vorverkaufsstelle einnahm. Auch hier schien der direkte Draht zum TSV 1860 München nicht nachteilig gewesen zu sein. Und bei den Spielen der Löwen traf man die Schnells nicht etwa im Fanblock an – wie es ursprünglich von einem Fanbeauftragten zu erwarten wäre – sondern in den VIP-Bereichen.

Jeder Gegenpart stellte also eine potenzielle Gefahr dar. Sei es der Mitarbeiter des Fanprojekts München, der viel aktiver war als Jutta Schnell und daher auch in der Fanszene deutlich mehr wahrgenommen wurde, als die hauptamtliche Fanbeauftragte. Oder eben die beiden Mitarbeiter in dem angedachten ARGE-Büro, die wahrscheinlich alleine aufgrund ihrer Präsenz rasch einen guten Kontakt in die Fanclubs aufbauen hätten können und damit die Position von Jutta Schnell gefährdet hätten. Dies musste verhindert werden – und zwar um jeden Preis. Schnells Job dürfe nie in Gefahr geraten, mögliche Gegenspieler sollten rasch wieder von der Bildfläche verschwinden.

Gerhard Schnell als Schriftführer der ARGE

Tatsächlich hatte die Aktion Erfolg. Siegbert Stemmer wurde als neuer Vorsitzender der ARGE gewählt. Gerhard Schnell fungierte als Schriftführer und hatte ein gewaltiges Wort in der Vorstandschaft mitzureden. Und die Kombination mit Gattin Jutta als einzige hauptamtliche Fanbeauftragte schien wie geschaffen. Kleinere Scharmützel mit dem Fanprojekt München oder auch mit der aktiven Fanszene, damals federführend mit der Ultra-Gruppierung „Cosa Nostra“, wurden mit offenen Briefen an die Geschäftsführung des TSV 1860 München bekämpft. Zunächst ist festzuhalten, dass die ARGE ein relativ einfaches Spiel hatte. Ultras wurden damals wie heute von Unwissenden gerne mit gewaltbereiten Hooligans gleichgesetzt. Dementsprechend war das Ansinnen der ARGE ja – zumindest in den Augen der Geschäftsführung – ein Gutes. In die bilaterale Kommunikation ging der Verein damals nicht. Man vertraute den Aussagen des Dachverbands der Fanclub, der gerne mit 50.000 Mitgliedern in etwa 500 Fanclubs warb.

ARGE: Einmischung in die Vereinspolitik

Unter dem Präsidium Wildmoser entwickelte sich die ARGE auch vereinspolitisch. Karl-Heinz Wildmoser war taktisch clever genug um zu erkennen, dass ihm die Mitglieder der ARGE bei seinem eigenen Machterhalt behilflich sein konnten. So suchte er einen engen Schulterschluss zum Fanclub-Dachverband. Regelmäßig tauschte er sich mit der ARGE-Führung und mit Mitarbeitern der Geschäftsstelle in seiner Gaststätte in Hinterbrühl aus. Wildmoser wusste, dass viele Fanclub-Mitglieder auch Mitglied beim TSV München von 1860 e.V. waren und bei der Mitglieder- bzw. Delegiertenversammlung seine Alleinstellung als Präsident sicherstellen konnten. Tatsächlich gab es um die Jahrtausendwende herum nur eine relativ kleine und noch sehr unorganisierte Opposition. Zunächst waren es die „Freunde des Sechzger Stadions“, die den waghalsigen Plänen, gemeinsam mit dem FC Bayern München einen Stadionneubau anzustreben, gefährlich im Weg standen. Die aufkommende Opposition, die auch die ARGE zu spalten drohte, konnte jedoch im Keim erstickt werden.

Allianz Arena: Fass ohne Boden

Nach dem erzwungenen Rücktritt von Präsident Wildmoser verschoben sich allerdings die Fronten. Schnell wurde klar, dass die Beteiligung an der Allianz Arena für den Verein tatsächlich ein Fass ohne Boden war. Der Abstieg aus der Bundesliga und die fehlende Absicherung brachte den Verein mehrfach und nachhaltig an den Rande einer Insolvenz. Entsprechend Zulauf bekam auch die Opposition. Offensichtlich wurden die Differenzen zwischen der ARGE und dem „Rest der Fans“ im Rahmen des Eröffnungsspiels der Allianz Arena im Jahr 2005. Nachdem die Ultras der Cosa Nostra eine Choreografie für die Feierlichkeiten ablehnten, bat die Geschäftsstelle der Löwen die ARGE um Mithilfe. Es entstand eine überdimensionale Blockfahne, die in der Nordkurve über die Köpfe der Fans gezogen werden sollte. Dies geschah allerdings ohne Rücksprache mit der aktiven Szene, was am Spieltag zu erheblichen Problemen führen sollte. Der „Kern“ der Kurve verhinderte das Hochziehen, es entstand ein „Fanstreit“ zwischen der ARGE und der Cosa Nostra.

Die Fake-Accounts des Gerhard Schnell

Am 23. September 2005 titelte die Münchner Abendzeitung, die Löwen bräuchten einen „Fan-Gipfel“. Pikanterweise wurden dazu vier Leserbriefe abgedruckt die deutlich machten, wie zerrissen die Meinung innerhalb der Löwenfans hinsichtlich des Stadions ist. Während sich mit Wolfgang Budack ein Fanclub-Vorstand des ARGE-Fanclubs „Göppinger Löwen“ sehr kritisch äußerte („Die ARGE präsentiert sich in einer Form überdimensional, wie es in Fußballstadien nicht zeitgemäß ist.“) kritisierten ein gewisser Erich Hargesheimer („Raus mit den Krawallos“) und Erwin Stengelin („Stadionverbot für Störenfriede“) sehr deutlich die aktive Fanszene. Beide Leserbriefe stammen aus der Feder von Gerhard Schnell, wie man mittlerweile weiß. Mit der Mailadresse erwinstengelin@abacho.de wandte sich Schnell auch an den Vize-Präsidenten Wolfgang Hauner und drohte damit, „in unserer Region alle Fanclubs aufzurufen, mit dem Dauerkartenkauf abzuwarten“. Zeitgleich schreibt Siegbert Stemmer als ARGE-Vorsitzender einen Brief an 1860-Geschäftsführer Detlef Romeiko und bittet dabei um ein Gespräch. Er schreibt dazu: „Wie Sie sicher durch viele E-Mails aus den Reihen unserer Fanclubs, die auch an uns in Kopie gesandt werden, lesen konnten, herrscht eine sehr starke Unruhe in der Fanlandschaft, die so weit geht, dass eine ganze und auch wichtige Region komplett und mit ihren ganzen Mitgliedern aus dem TSV 1860 austreten werde, was eine erhebliche Medienreaktion hervorrufen wird.“ Auf die Führung der Löwen wurde also verstärkt Druck gemacht. Die vermeintlichen E-Mails gab es tatsächlich, allerdings steckte ebenfalls Schnell dahinter, der weiterhin unter verschiedenen Namen und Fanclubs schrieb.

Neue Feindbilder: PRO1860 und ein neuer Fanbetreuer

Im morgigen Teil 5 wird der Ton seitens der ARGE und auch von Gerhard Schnell nochmal rauer. Mit PRO1860 und einem zweiten Fanbetreuer neben Jutta Schnell entstehen neue Feindbilder, die es zu bekämpfen gilt…

Überblick

Niki Lang: Großer Gewinner der Löwen beim Marktwert Update

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Niklas Lang (TSV 1860)
Niklas Lang, Verteidiger des TSV 1860 München

So wirklich erfreulich verlief die Saison der Drittliga-Truppe des TSV 1860 bisher nun wirklich nicht. Aufgrund des Trainingsverbots des kommenden Gegners Waldhof Mannheim besteht jedoch berechtigte Hoffnung auf einen Heimsieg am Samstag. Grund zur Freude bietet jedoch Niki Lang, dessen Marktwert laut transfermarkt.de mittlerweile bei 200.000 Euro liegt.

Lang: Marktwert um 50.000 Euro gestiegen

Seit dem letzten Update ist der Marktwert des Löwen-Verteidigers somit um 50.000 Euro gestiegen. Auch (Ersatz-)Torwart Tom Kretzschmar hat an Wert zugelegt. Nach seinen starken Leistungen zu Beginn der Saison (Marco Hiller war gesperrt) legte er um 25.000 Euro zu, sodass sein Marktwert nun mit 125.000 Euro taxiert wird.

Wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer. Im Fall des TSV 1860 ist das Keanu Staude, dessen Marktwert um 25.000 Euro auf 300.000 Euro sank.

Zweitvertretungen dominieren das Ranking

Die “wertvollsten” Spieler der Liga findet man (wenig überraschend) bei den Zweitvertretungen der Bundesligisten: Ansgar Knauff (BVB II) wird mit 3 Mio. Euro beziffert, seine Kollegen Luca Unbehaun (1,5 Mio.), Steffen Tigges (1,2 Mio.) und Abdoulaye Kamara (1 Mio.) knacken ebenfalls die Millionenmarke. Zu ihnen gesellt sich Kevin Schade (1,8 Mio.) vom SC Freiburg II.

Den höchsten Marktwert abseits der zweiten Mannschaften verzichtet Jean Zimmer (1. FC Kaiserslautern) mit 750.000 Euro, gefolgt von seinem Teamkollegen Felix Götze mit 600.000 Euro.

Neudecker wertvollster Löwe

Das löweninterne Ranking führt Richard Neudecker (475.000 Euro) vor Dennis Dressel (450.000 Euro) an. Den dritten Platz teilen sich Stephan Salger, Merv Biankadi, Marcel Bär und Eric Tallig (jeweils 350.000 Euro).

José Holebas bei Bayern Alzenau: Platzverweis beim Debüt

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Jose Holebas
Jose Holebas beim FC Watford

War da einer etwas übermotiviert? Diesen Eindruck könnte man fast gewinnen, denn Ex-Löwe José Holebas kassierte bei seinem Debüt bei Bayern Alzenau direkt mal einen Platzverweis. Inzwischen konnte sich der ehemalige griechische Nationalspieler jedoch auch schon in die Torschützenliste eintragen.

Holebas: Platzverweis beim Debüt

Die ersten Pflichtspieleinsätze des Ex-Profis im Trikot des FC Bayern Alzenau in der Hessenliga waren durchaus unterhaltsam. Direkt bei seinem Debüt in der Partie bei Mitabsteiger TSV Eintracht Stadtallendorf (1:1) handelte sich Holebas beim Stand von 1:0 in der 88. Minute einen Platzverweis ein.

In der nächsten Partie unterlag Alzenau ohne den gesperrten Ex-Löwen 0:1 gegen Tabellenführer SG Barockstadt Fulda-Lehnerz. Beim 2:2 gegen den FSV Fernwald lagen die Exil-Bayern zwischenzeitlich schon mit zwei Treffern zurück, ehe Holebas – in Unterzahl – mit seinem ersten Treffer für Alzenau in der 90. Minute die Aufholjagd und den Punktgewinn perfekt machte.

Wie es weitergeht? Teammanager Joachim Hock hat da so eine Ahnung:

“Vielleicht gelingt José ja schon bald auch ein Siegtor!”

Bereits am kommenden Samstag (ab 15 Uhr) bietet sich in der Partie gegen den Hünfelder SV die Chance dazu.

Waldhof Mannheim vor dem Spiel bei 1860: Tests statt Training

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Waldhof Mannheim
Waldhof Mannheim

Eigentlich war für den gestrigen Montag vorgesehen, dass Waldhof Mannheim wieder ins Training einsteigt. Doch daraus wurde nichts! Statt Übungseinheiten standen gestern Tests auf dem Programm und auch heute findet die Vorbereitung aufs Spiel beim TSV 1860 nicht auf dem Trainingsplatz statt.

Waldhof: Tests statt Training

Laut Mannheimer Morgen sind auch heute lediglich Tests vorgesehen. Gleich mehrere Spieler und Betreuer waren Ende letzter Woche positiv getestet worden, darunter nach Angaben des Blattes auch Chefcoach Patrick Glöckner, Athletiktrainer Florian Braband und die Spieler Dominik Martinovic, Timo Königsmann und Onur Ünlücifci.

Nach ausführlicher Rücksprache mit dem Gesundheitsamt Mannheim könnte das Team unter Umständen am Mittwoch das Training wieder aufnehmen.