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Sechzig um sieben: Rückschau auf den Sieg in Halle

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Mit einem 2:0 Auswärtssieg in Halle beendete der TSV 1860 München die Negativserie von vier Niederlagen in Folge. Wir haben heute Morgen eine kleine Rückschau auf den freudigen Nachmittag in Halle und weitere News aus dem Löwenkosmos für Euch.

Der Sieg in Halle in der Rückschau

Bernd WiInninger dürfte endlich mal wieder Freude empfunden haben, als er sich das Spiel der Löwen nochmal anschaute. In seiner Rückschau auf den Sieg in Halle kommt er zu dem Fazit, dass “viel Licht, aber auch viel Schatten über dieser Leistung liegt”. Wieso er nicht nur Licht gesehen habt, könnt Ihr in der TAKTIKTAFEL nachlesen. Viel Licht und wenig Schatten lag definbitv auf der Leistung von Morris Schröter, der großen Anteil am Auswärtssieg hatte.  Zurecht landete er deswegen in der kicker “Elf des Tages”. Außerdem steht bei liga3-online.de als “Spieler des 7. Spieltags” zur Wahl. Hier geht’s zur Abstimmung!

Sechzger.de Talk 124 online

Das Verhältnis von Licht und Schatten der Leisting der Löwen in Halle war natürlich auch im sechzger Talk 124 eins der Hauptthemen. Außerdem gibt es spannende Anekdoten zum SC Verl. Denn Christian, Bernd und Jan haben Mario Lüke, seines Zeichen Vorstand beim SC Verl, zu Gast. Den Talk findet Ihr auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen wie:

Ergebnisübersicht des vergangenen Wochenendes

Neben dem Sieg der Profis und der U21 brachten weitere Löwenmannschaften Erfolge mit nach Giesing. Allen voran die U19, die beim Lokalrivalen im Münchner Norden einen Punkt gewionnen konnte. Beide Mannschaften der Frauen gewannen ihre Spiele, dazu noch die neu gegründete U17 der Löwinnen. Die dritte Mannschaft musste sich dem FC Bosna i Hercegovina geschlagen geben, die Vierte dagegen besiegte den TSV Forstenried. Alle Ergebnisse der Löwen-Fußballmannshaften findet Ihr hier.

Tickets für Münster auswärts ab morgen erhältlich

Wer den TSV 1860 München am 15.10. nach Münster begleiten will, kann sich ab morgen die Tickets besorgen. Zwei Karten pro Mitglied gibt es im Ticket-Shop oder im VVK an der Grünwalder Straße 114.

News aus der dritten Liga

Preußen Münster: Nasenbeinbruch bei Bouchama

In der letzten Minuten des Heimspiel gegen den VfB Lübeck brach sich Yassine Bouchama das Nasenbein. Die Nase des Mittelfeldspieelers wurde bereits geschient und er kann in wenigen Tagen mit einer Spezialmaske schon wieder ins Geschehen eingreifen.

Dresden mit über 2.000 Fans nach Ulm

Den Tabellenführer werden über 2.200 Fans nach Ulm begleiten. Das Gästekontingent ist damit restlos vergriffen. Interessanterweise ist es das allererste Aufeienadertreffen zwischen dem SSV Ulm und Dynamo Dresden.

Damit wisst Ihr wieder, was Sache rund um die Löwen und die dritte Liga ist!

Löwen am Wochenende: TSV 1860 U19 holt Remis im Derby

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Fc Bayern Tsv 1860 U19 Bundesliga

Ein größtenteils erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Löwen: Sowohl die Profis als auch die U21 gewannen ihre Partien und auch die drei Teams der Löwinnen konnten ihre Partien siegreich gestalten. Die U19 des TSV 1860 holte im Derby beim FC Bayern immerhin ein Remis und zeigte präsentierte sich dem Gegner mindestens ebenbürtig.

TSV 1860 U19 holt Remis im Derby

In einer rassigen Partie erarbeiteten sich beide Teams vor 500 Zuschauern auf dem Bayern Campus etliche Torchancen. Dennoch blieb es auch nach 90 Minuten beim torlosen Remis, die Junglöwen belegen in der Bundesliga-Tabelle damit den 8. Platz.

Trainer Jonas Schittenhelm zeigte sich im Großen und Ganzen nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge, traut seinem Team aber insgesamt noch mehr zu: “Wir waren in der 1. Halbzeit zu zögerlich, nicht konsequent genug. Ich hatte den Eindruck, dass die Jungs nicht alles riskieren wollten. (…) Wir wollten nach der Pause konsequenter anlaufen, die Pressingsituationen besser nutzen und uns den Ball schnappen und dann die Angriffe zu Ende spielen. Wir waren in der 2. Halbzeit wesentlich besser drin. (…) Sicher war das nicht unser bestes Spiel, die Jungs können es besser, wenn wir mutiger sind.”

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 20.09.

19.30 Uhr: TSV Turnerbund – Löwinnen I 3:2 (Kreispokal)

Freitag, 22.09.

19.30 Uhr: U21 – TSV 1874 Kottern 2:1
20.00 Uhr: Senioren C – SG Putzbrunn/Grasbrunn/Haar/Oberpframmern 1:1

Samstag, 23.09.

10.45 Uhr: SV Waldeck-Obermenzing U19 – U17 1:3
10.45 Uhr: TSV Poing U11 – U10 2:8
13.30 Uhr: U14 – FC Bayern München 0:0
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – TSV München-Ost 3:1
15.00 Uhr: FC Memmingen U17 – U16 1:0
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – TSV Forstenried 4:3
15.00 Uhr: Munich Irish Rovers – Löwinnen II 0:2
15.30 Uhr: U15 – TSV Milbertshofen 4:1
16.30 Uhr: Hallescher FC – Profis 0:2
17.30 Uhr: 3. Mannschaft – FC Bosna i Hercegovina 3:5
19.00 Uhr: Futsal Allgäu – Futsal 3:4

Die U9 des TSV 1860 war am Samstag bei einem Turnier in Gießen im Einsatz.

Die U13 verlor beim Turnier des ASV Dachau gegen die U14-Teams des Gastgebers und des FC Wacker München jeweils mit 0:1 und besiegte die U14 des VfR Garching mit 1:0. Damit belegten die Junglöwen Platz 4.

Sonntag, 24.09.

09.30 Uhr: U11 – DJK Ingolstadt U12 17:1
11.00 Uhr: TSV Eintracht Karlsfeld – Löwinnen I 0:3
11.30 Uhr: U12 – MSV Bajuwaren U13 5:0
13.00 Uhr: FC Bayern München – U19 0:0

Auch am Sonntag maß sich die U9 mit gleichaltriger Konkurrenz – diesmal in Stadtallendorf.

Hallescher FC – TSV 1860 München (0:2), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafelanalyse des Löwen-Auswärtssiegs in der Partie Hallescher FC gegen TSV 1860 München. Endlich wieder ein Dreier. Endlich gibt es wieder einen Grund zur Freude für uns Sechzger.

Hallescher FC – TSV 1860 München, vor der Partie waren die Löwen nach den um 14:00 Uhr angepfiffenen Spielen auf den 18. Rang abgerutscht und der HFC mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto knapp davor auf Platz 16. Die sportlichen Voraussetzungen waren also für beide Teams nicht die besten. Halle hatte zuhause bis dato allerdings noch nicht verloren und unsere Sechzger in den letzten vier Spielen keinen Punkt ergattern können.

System

Löwentrainer Maurizio Jacobacci schickte unsere Sechzger im 4-2-3-1 aufs Feld. In der Doppel-Sechs waren Tarnat als tiefer Sechser und Frey in der Rolle des Box to Box Spielers eingeplant. Zejnullahu bekleidete die zentrale Position im offensiven Mittelfeld. Vrenezi, bisher in der ersten Elf gesetzt, wurde für den stark aufspielenden Schröter auf die Bank platziert.

Sreto Ristics Hallenser kamen wie erwartet im 4-3-3 auf den Platz und spielten exakt wie von mir in der Taktiktafel vor dem Spiel erläutert.

Pressing

Die Mannschaft des TSV 1860 München presste gegen das Positionsspiel des Halleschsen FC mit einer Zweierpressinglinie, die auf mittlerem bis tiefem Niveau agierte. In Umschaltsituationen für den Gegner wurde allerdings konsequent sofort das Gegenpressing gesucht, um da erst gar keinen Spielfluss aufkommen zu lassen.

Die Zweierpressinglinie der Löwen wurde, wenn der Ball aus dem Zentrum auf den Flügel gespielt wurde, durch einen der beiden offensiven Außenspieler verstärkt, um das Spiel der Hallenser in die Pressingfallen im Mittelfeld zu forcieren.

Die Hallenser pressten von Beginn an hoch und direkt mit drei Spielern gegen das Positionsspiel unserer Löwen. Das zwang den TSV immer wieder zu langen Bällen aus der letzten Reihe und führte zu vielen Zweikämpfen um den zweiten Ball.

Defensivlinie

Die Defensivlinie der Hausherren stand grundsätzlich eher hoch. Es wurde versucht das Mittelfeld für die Sechzger eng zu machen, um wenig Räume im Positionsspiel anzubieten.

Die Sechzger wählten hinsichtlich der Positionierung der eigenen Defensivlinie einen konservativeren Ansatz. Sie schoben gegen den Ball auf der letzten Linie nicht so weit nach vorne. Das sorgte bei entsprechendem Rückzugsverhalten der Mittelfeldspieler für einen kompakten Defensivblock vor der eigenen Box.

Bevor wir nun genauer in die Analyse einsteigen, wie immer die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte: Hallescher FC – TSV 1860 München

  • Ballbesitz: HFC 58% – TSV 1860 42%
  • Passgenauigkeit: HFC 84% – TSV 1860 76%
  • Defensive Zweikampfquote: HFC 51% – TSV 1860 57%
  • Schüsse/aufs Tor HFC: 19/4 – TSV 1860 8/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): FC Halle 5,6 – TSV 1860 11,74

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (58%:42%)

Die abwartende, auf Kompaktheit setzende Spielweise des TSV 1860 München begünstigte den Ballbesitz des Halleschen FC sehr stark. Das bedeutet im Endeffekt, die Ballbesitzquote im Spiel ist grundsätzlich der taktischen Herangehensweise beider Mannschaften an die Partie geschuldet und war in etwa so zu erwarten. Sie ist allerdings, wenn man beide Halbzeiten gesondert voneinander betrachtet, in der zweiten Halbzeit deutlich zu hoch für die gastgebenden Hallenser ausgefallen. Die Hallenser waren in der zweiten Halbzeit über eine halbe Stunde lang in Ballbesitz. Das ist kein Beinbruch, wenn man defensiv den Gegner so im Griff hat, dass er nicht gefährlich werden kann. Das kann man aber von der zweiten Halbzeit Halles nicht behaupten.

Aber der Reihe nach: In der ersten Halbzeit konnte Halle trotz zehn Prozent höherer Ballbesitzquote in diesem Spielabschnitt, abgesehen von der stürmischen aber unproduktiven Anfangsphase, die sie an den Tag legten, und lediglich drei Schüssen in der ersten Halbzeit, nicht viel auf den Rasen bringen, was die Löwen in die Bredouille gebracht hätte. Eine hohe Anzahl von Rück- und Querpässen prägte das Spiel der Hallenser in der ersten Halbzeit. Drangen die Gastgeber ins letzte Drittel der Löwen ein, hatten sie dort kaum etwas zu melden. Im Strafraum der Sechzger gab es lediglich einen Ballkontakt für Halle, der dort zu einem Schuss führte. Keine einzige Flanke, die Halle im ersten Durchgang lancierte, kam an.

In der zweiten Hälfte der Partie drehte sich dieses Bild bis auf ein paar Nuancen komplett. Halle war mit höherem Ballbesitz fast permanent in der Hälfte des Gegners unterwegs, forcierte das eh schon aggressive Pressing noch mehr und bekam vor allem die Strafraumsituationen, die den Torerfolg im Normalfall ermöglichen. Der xG Wert des HFC liegt in Halbzeit zwei um fast 50% höher als der des TSV 1860.

Passgenauigkeit (84%:76%)

In der ersten bzw. zweiten Halbzeit ergeben sich für den TSV 1860 München komplett unterschiedliche Bilder.

War man in der ersten Halbzeit bis ins letzte Drittel des Gegners hinein in vielen Positionsangriffen und Umschaltmomenten noch sehr erfolgreich, drehte sich das in der zweiten Halbzeit über nahezu die komplette Spielzeit ins Negative. Die Passgenauigkeit der Löwen sieht von Halbzeit eins auf Halbzeit zwei einen Absturz von zehn Prozentpunkten.

Bei Halle sank die Passgenauigkeit zwar auch, allerdings nicht in demselben Maß wie bei den Sechzgern. Generell änderte sich das Passspiel der Hallenser von einer auf Sicherheit im Aufbau gesteuerten Herangehensweise auf riskantere offenere Spielweise mit weniger Personal in der Restverteidigung und deutlicher Überladung der kompletten Breite im Mittelfeld.

Verlorene Bälle konnten oft zurückerobert werden, bevor der TSV 1860 eine eigene Umschaltaktion starten konnte, durch die personelle Überzahl der Hallenser im Mittelfeld in der zweiten Halbzeit. Die Anzahl gespielter Pässe pro Ballbesitz sank bei den Sechzgern von der ersten auf die zweite Halbzeit um rund 30%.

Auch die Passfrequenz (gespielte Pässe pro Minute eigenem Ballbesitz) sank um über sieben Prozentpunkte. Man spielte also nicht nur ungenauer, sondern auch behäbiger.

Defensive Zweikampfquote (51%:57%)

Hier ergibt sich ein Bild, das man so nicht für möglich halten würde, wenn man die Halbzeiten getrennt voneinander betrachtet. Die Quote hier und der Erfolg der Defensivarbeit gehen oft nicht Hand in Hand. In der ersten Halbzeit stand der TSV 1860 im Spiel gegen den Halleschen FC sehr stabil in der Defensive. Das hatte wenig mit geführten und gewonnen Zweikämpfen zu tun, sondern tatsächlich mit guter Raumaufteilung und exzellentem Stellungsspiel. Nicht zu vergessen, haben die Sechzger diesmal auch in den richtigen Momenten die Waffe des taktischen Fouls genutzt, um Tempo aus des Gegners Spiel zu nehmen. Die kompakte Formation vor der eigenen Box, je nachdem, wie der Gegner verschob (4-4-1-1 oder 4-5-1 im eigenen letzten Drittel), konnten die Hallenser in der ersten Halbzeit nicht aushebeln. So entstanden Ballverluste für Halle eher selten durch die in diesem Durchgang gewonnene Zweikämpfe der Sechzger, sondern viel häufiger durch ungenaues Spiel, indem der Ball durch Abfangaktionen bzw. ins Tor- oder Seitenaus gespielte Bälle.

Im zweiten Durchgang mussten die Löwen dann aber doch häufig auch im direkten Zweikampf die Kugel erobern und das gelang in den meisten Situationen mit Bravour. Alle Spieler der Löwen hauten sich in der zweiten Spielhälfte gegen den Ball voll rein und taten alles, was ihnen möglich war, um den Sieg zu ermöglichen. Das gelang und ist absolut lobenswert zu erwähnen. Ich möchte hier auch keinen Spieler ausnehmen, denn 70% gewonnene Defensivzweikämpfe in der zweiten Halbzeit sprechen klar für das Kämpferherz, das die Mannschaft in diesem Spiel gezeigt hat. In der zweiten Halbzeit gingen lediglich fünf Zweikämpfe in der eigenen Spielfeldhälfte verloren, kein einziger im eigenen Strafraum.

Allerdings muss man leider auch erwähnen, dass es brenzlige Situationen in der Box gab. Der Gegner kam dort zu oft zum Schuss. Dazu mehr in der nächsten Kategorie

Schüsse/aufs Tor (19/4:8/3)

Halle schloss insgesamt 19 Mal ab, Sechzig 8 Mal. Die Schussverteilung in den Halbzeiten zeigt ein weiteres Mal den Unterschied der beiden Teams in den jeweiligen Spielabschnitten. In der ersten Hälfte hatten die Löwen fünf Schüsse und Halle drei. Keiner der Schüsse in der ersten Halbzeit, die der TSV 1860 München abfeuerte, konnte von Halle geblockt werden, einer ging ins Tor. Alle diese Schüsse erfolgten aus zentralen oder halbzentralen Positionen in der Box. Top, so muss das sein! Ein wenig mehr Zielwasser dabei in der ersten Halbzeit und Halle braucht im zweiten Durchgang gar nicht mehr anzutreten.

Von den drei Schüssen, die der HFC in Halbzeit eins abfeuerte, war lediglich der von Wolf in der Nachspielzeit gefährlich. Aber dieser Versuch war kein Problem für Keeper, Hiller der goldrichtig stand und parieren konnte.

Ein gänzlich anderes Bild zeigt sich in Durchgang zwei. Das Schussverhältnis war 16:3 zugunsten der Hallenser. Auch wenn sieben Schüsse der Hausherren durch die Sechzger geblockt werden konnten, sind fünf zugelassene Schüsse in der Box, denen keine Abwehraktion entgegengesetzt werden konnte, dort deutlich zu viel, wenn man selbst nur zu insgesamt drei Abschlüssen kommt.

Die waren allerdings allesamt gefährlich und einer davon sorgte auch für den 2:0 Endstand aus Sicht der Löwen. Von daher gibt es keine Kritik an den Schüssen selbst, sondern lediglich daran, dass man aus oben genannten Gründen in der zweiten Halbzeit nicht mehr zwingende Chancen herausspielte.

PPDA (5,6:11,74)

Hier gilt: Beide Teams haben ihren Plan bezüglich des Anlaufverhaltens gegen das Positionsspiel des Gegners über die komplette Spielzeit durchgezogen. Lediglich im Gegenpressing bei Umschaltmomenten des Halleschen FC zog sich der TSV 1860 München nicht sofort auf allen Positionen zurück, sondern blieb in Ballnähe giftig am ballerobernden Spieler dran.

Ansonsten zeigt die Statistik hier genau das auf, was man aus den Zahlen ablesen kann. Hartes, hohes, direktes, Pressing gegen den ballführenden Spieler bei Halle. Abwartendes, auf mittlerem bis tiefem Niveau von Angriffssteuerung geprägtes Pressing bei den Sechzgern.

Die Tore

Hier könnt ihr euch die Tore und weitere Highlights noch einmal ansehen.

Das entscheidende Tor bei einem zu Null Sieg ist logischerweise das erste. Morris Schröter nutzt die Chance, als Hug nach einem Querpass von Casar aus dem Zentrum vor der eigenen Box den Ball zurückpassen will, und holt sich den Ball in halbrechter Position. Er dringt dann mit dem Ball am Fuß in die Box der Hallenser ein, lässt Landgraf schön aussteigen und feuert vom aus Stürmersicht rechten Fünfereck an dem zu spät herauseilenden Müller vorbei ins Netz zum 1:0 für unsere Löwen.

Schlitzohrigkeit, gute Ballbehandlung, gutes Auge und gutes Timing beim Schuss kamen bei dieser tollen Einzelaktion zusammen.

Schröter bereitete auch das zweite Tor nach Zuspiel von Guttau vor, indem er für eben diesen den Ball auflegte. Ein Sahnetag für den Ex-Rostocker in Diensten des TSV 1860.

Das fiel auf

Mannschaftsleistung

Der Wille war da und es war klar erkennbar, dass die Mannschaft wusste, dass es nicht so weitergehen konnte wie in den vergangenen Wochen. Dass man dennoch bis auf sporadische Entlastungsangriffe in der zweiten Halbzeit offensiv kaum stattfand, darüber kann auch dieser erfreuliche, aber dennoch glückliche Sieg nicht hinwegtäuschen. Das, was alle in den letzten Wochen immer wieder als fehlend bemängelten, nämlich Kampfgeist, Wille, Laufarbeit und Konzentration gegen den Ball, war diesmal von allen (bis auf kleine Ausnahmen) in der Offensive zu sehen.

Taktische Fouls

Taktische Fouls im richtigen Moment. Speziell in der ersten Halbzeit konnte man sehen, wie wichtig es ist, dann und wann taktische Fouls zu begehen, um dem Gegner das Tempo zu nehmen. Von den 14 Fouls der Löwen fanden lediglich vier in der eigenen Hälfte statt, nur eines in Strafraumnähe.

Das ist einerseits aus Sicht der taktischen Fouls natürlich gut. Andererseits hätte man in der zweiten Halbzeit auch gerne mal im Zentrum härter hinlangen können, um den dann, durch die riskantere Spielweise der Hallenser, in Überzahl äußerst umtriebigen Mittelfeldspielern zu zeigen, dass es auch gern mal auf die Knochen gehen kann, wenn sie zu übermütig werden.

Erol Zejnullahu

Zejnullahu überzeugt mit 80% Passquote und zeigte sich wenig ballverliebt. So muss ein zentraler Mittelfeldfeldspieler agieren. Das war Top.

Da Zejnullahu nur drei gewonnene Offensivzweikämpfe bei neun Versuchen hatte, könnte man denken, das wäre dann eher ein Flop, oder? Kann man so sehen, muss man aber nicht. Wie ich das sehe, erläutere ich gern: Zejnullahu hat da keine Dribblings verloren. Es waren Laufduelle, die in die Binsen gingen. Ein Laufduell sucht man sich, im Gegensatz zu Dribblings, die man immer selbst einleitet, in den meisten Situationen nicht aus. Ich hoffe, Ihr könnt meinem Gedankengang folgen.

Zejnullahu hat in den 63 Minuten Einsatzzeit nicht einmal versucht, einen Gegenspieler auszudribblen. Er hat versucht, das Spiel schnell zu machen, indem er den Ball zügig weitergespielt hat, wenn es ihm möglich war und er eine gute Anspielstation vor sich hatte. Die Laufduelle entstanden dann, wenn er zunächst keine freie Option fand, den Ball weiterzuleiten. Wenn Ihr Euch das Spiel nochmal anseht, werdet ihr keine Situation finden, in der er einen besser postierten Mitspieler übersehen hat. Wenn ein Spieler in der Schaltzentrale so agiert, verzeihe ich ihm auch gern mal einen Ballverlust, vor allem dann, wenn er dann sofort wieder versucht, sich das Leder zurückzuholen. Seinen sechs Ballverlusten stehen drei Rückeroberungen gegenüber.

Albion Vrenezi

Vrenezi zeigte wieder Eigensinn vor Mannschaftsdienlichkeit. Sieben mal versucht er in Einzelaktionen den Gegner zu düpieren, lediglich zweimal gelang ihm dies. Wann hört er endlich auf zu denken, er wäre mit Ball schneller als der Ball ohne ihn?

Speziell in einer Kontersituation (69.), in der er zunächst wunderbar selbst das Leder erkämpft, aber dann bei der entstehenden zwei gegen eins Situation seinen Mannschaftskameraden Zwarts “übersieht”, und am Ende anstatt einer Torchance in einer Phase, als die Sechzger wirklich kaum ein Bein auf den Boden brachten, und dieses dritte Tor das Spiel vorzeitig entschieden hätte, sich dafür entscheidet, es alleine zu machen und den Ball kläglich gegen Jonas Nietfeld zu vertändeln.

Positiv zu bewerten bleibt allerdings sein Engagement und auch der Erfolg, den er in Situationen gegen den Ball zeigt. Hier verlor er keinen Zweikampf und konnte die Kugel viermal zurückerobern. Trotzdem sind elf erfolgreiche Aktionen bei 26 Ballkontakten in 35 Minuten Spielzeit nicht das, was was man von einem “Zehner” erwarten kann.

Marco Hiller

Wieder der sichere Rückhalt, mit drei Paraden hielt Marco Hiller im Tor die Löwen im Spiel. Zwar hatte er auch die ein oder andere Unsicherheit und einen brenzligen Moment an der Strafraumgrenze, als ihm Verlaat in die Quere kam und er den Ball verlor. Trotzdem ist es für das Team wichtig zu wissen, dass man einen Keeper hat, der im richtigen Moment die Bälle hält, die es zu halten gilt.

Morris Schröter

Der Mann des Spiels ist Morris Schröter. Ein Tor selbst erzielt, eines aufgelegt, seinem Bewacher auf der linken Abwehrseite eine Lehrstunde erteilt und gegen den Ball auch gut, wenn auch nicht immer erfolgreich mitgearbeitet. Mehr gibt es nicht zu sagen. Schröter war in diesem Spiel eine Bombe, die gezündet hat.

Fazit

Ein Sieg, drei Punkte. Viel Licht, aber auch viel Schatten liegt über dieser Leistung. Das ist kein Kissen, auf dem man sich ausruhen kann.

Die kommende englische Woche wird ab Samstag zeigen, ob dieser Sieg nun nur ein Strohfeuer war oder ob das Team es schafft, die Flamme am Glimmen zu halten und daraus ein Leuchtfeuer der Bereitschaft für das Wappen auf der Brust alles zu geben, zu entfachen.

Es wäre so schön, wenn wir ein Team sehen würden, in dem jeder Spieler immer alles bis zum Umfallen für unseren Verein gibt. “There is no I in Team” würde der Amerikaner sagen.

Datenquelle: Wyscout

Nach Sieg in Halle: Morris Schröter in kicker “Elf des Tages”

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Tsv 1860 Morris Schröter

Nach vier Niederlagen am Stück, gab es für den TSV 1860 am Samstag endlich wieder einen Grund zum Jubeln. Mit 2:0 gewann die Jacobacci-Elf beim Halleschen FC und sackte drei wichtige Punkte ein. Im Mittelpunkt stand dabei Morris Schröter, der nach seiner Leistung in die kicker “Elf des Tages” berufen wurde.

Morris Schröter in kicker “Elf des Tages”

Ein Tor, ein Assist und einige weitere gefährliche Aktionen – der Neuzugang aus Rostock war am Samstag mit Sicherheit der auffälligste Akteur auf Seiten des TSV 1860 München. Dies bewertete auch der kicker so (Note 1,5) und berief Morris Schröter in die “Elf des Tages” der 7. Spielrunde.

Die Spieltagself in der Übersicht

Kersken (Bielefeld) – Rösch (Ulm), Kraulich (Dresden), Lorch (Köln), Costly (Ingolstadt) – Brandt (Ulm), Mizuta (Bielefeld), Chessa (Ulm), Schröter (1860) – Mause (Ingolstadt), Putaro (Bielefeld)

Titelbild: Oliver Rabuser

sechzger.de Talk 124: Befreiungsschlag in Halle & vor Verl

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Am Ende einer durchaus als turbulent zu bezeichnenden Woche sprechen wir im sechzger.de Talk 124 am Sonntag Abend über den Befreiungsschlag der Löwen beim Halleschen FC und natürlich über das bevorstehende Heimspiel gegen die “Spektakel-Truppe” des SC Verl am kommenden Samstag. Moderator Christian hat dazu als Gäste Jan, Bernd und Mario Lüke, ein Vorstandsmitglied des nächsten Löwengegners um sich versammelt.

2:0-Sieg in Halle

Nachdem Jan über seine Reise nach Sachsen-Anhalt mit der Deutschen Bahn und insbesondere über die Rückfahrt, die er – im wahrsten Sinne des Wortes – in “vollen Zügen” genießen konnte, erzählt hat, wird das Geschehen auf dem grünen Rasen ausführlich ins Visiert genommen. Wie ist die Leistung der Löwen zu bewerten? Welche Akteure sind positiv aufgefallen? Was gibt es zu kritisieren? Dass Albion Vrenezi im sechzger.de Talk 124 sehr kritisch besprochen wird, dürfte die wenigsten Zuschauer des Spiels vom Samstag überraschen. Auch die Rote Karte für Manfred Starke ist ein Thema in der Sendung.

Mario Lüke zu Gast im sechzger.de Talk 124

Dann kommt unser Gast ins Spiel – und ausführlich zu Wort. Mario Lüke ist seit Sommer 2020 einer der Geschäftsführer bei den Ost-Westfalen und in dieser Funktion für Marketing, Kommunikation und Medien zuständig. Das hört man dem ehemaligen Stadionsprecher des SCV, der auch fast 15 Jahre lang als Radiomoderator tätig war auch an! Er gibt im Laufe der Sendung höchst interessante Einblicke in Geschichten rund um den kommenden Löwengegner.

Das Heimspiel gegen den SC Verl

Es entwickelt sich zwischen unseren vier Talk-Teilnehmern eine lockere Gesprächsrunde, in der natürlich auch die Partie am kommenden Samstag eine Rolle spielt. Beim Thema “Erwartungshaltung bei 1860” dreht Mario übrigens den Spieß einfach mal um und befragt die Gastgeber zur Situation bei den Löwen. Bei dieser Frage muss dann natürlich ein wenig ausgeholt werden… Wenig überraschend geht die Sendung diesmal in die Verlängerung und endet erst nach einer Stunde und 21 Minuten. Bei so einem interessanten, kommunikativen und sympatischen Gast dürfte das allerdings im Sinne aller Protagonisten sein!

Der sechzger.de Talk 124 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Tickets für Gästeblock bei Preußen Münster ab Mittwoch erhältlich

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Preußen Münster TSV 1860
Der TSV 1860 zu Gast bei Preußen Münster

Nach dem Auswärtsspiel in Ulm müssen die Löwen als nächstes zu Preußen Münster reisen. Tickets für den Gästeblock sind beim TSV 1860 München ab Mittwoch erhältlich.

Tickets für Gästeblock bei Preußen Münster ab Mittwoch

Nach dem Auswärtssieg in Halle haben die Löwen in der Fremde eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen. Zwei Siege und zwei Niederlagen wurden in bislang vier Spiele absolviert. Die kommenden Duelle in der Fremde sollen möglichst dazu genutzt werden, diese Bilanz etwas aufzupolieren. Die nächste Gelegenheit bietet sich dazu am Tag der Deutschen Einheit. Dann spielt der TSV 1860 im Donaustadion beim SSV Ulm. Der Gästebereich für die Partie gegen den Aufsteiger ist mittlerweile ausverkauft.

Die nächste Gelegenheit für die Löwenfans, ihren Verein auswärts zu unterstützen, bietet sich dann am Sonntag, den 15.Oktober. Dann empfängt mit Preußen Münster ein weiterer Aufsteiger den TSV 1860 München in der 3.Liga. Tickets für den Gästeblock sind bei den Löwen ab Mittwoch im Onlineshop und im Vorverkauf an der Grünwalder Straße erhältlich. Der Vorverkauf beschränkt sich zunächst ausschließlich auf Mitglieder, jeweils zwei Karten sind maximal erhältlich. Für einen Steher werden 16,50€ fällig, Sitzplätze kosten hingegen 30€. Anpfiff zur Partie ist um 16:30 Uhr.

Das letzte Duell zwischen den beiden Kontrahenten konnten die Löwen knapp für sich entscheiden. Kurz vor Weihnachten sorgte Sascha Mölders mit einem Treffer am 21.12.2019 für einen Auswärtssieg des TSV 1860 München.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 U19 holt Punkt im Derby

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Einiges geboten war am Wochenende rund um den TSV 1860 München aus sportlicher Sicht. Die Profis gewannen bekanntlich in Halle, jubeln durften auch die Frauen und die U21. Die U19 holte im Derby einen Punkt. Alles rund um die Löwen sowie von der Konkurrenz aus der 3.Liga gibt es nun im Überblick bei Sechzig um Sieben.

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg in Halle

0:2 zeigte die Anzeigetafel am frühen Samstagabend an, sehr zur Freude der rund 1.000 mitgereisten Löwenfans sowie denjenigen, die es vor den Fernsehgeräten verfolgten. Auch Thomas Enn freut sich natürlich über die drei Punkte, zeigt aber in den Giesinger Gedanken auch auf, dass es durchaus noch Baustellen gibt. Sei es drum: drei Punkte für die Löwen und für ein gutes Gefühl zum Wochenstart!

TSV 1860 II feiert Heimsieg in der Bayernliga Süd

Jubeln konnte auch die U21 rund um Trainer Frank Schmöller. Sie kämpfte sich nach Rückstand gegen den TSV 1874 Kottern zurück in die Partie und gewann schlussendlich. Es handelte sich dabei sogar um ein wirkliches Heimspiel, denn ausnahmsweise traten die Löwen an der Grünwalder Straße an – und nicht in Gilching wie sonst in der Saison bislang.

Dritte verliert erneut, TSV 1860 IV gewinnt

Erneut gemischte Ergebnisse erzielten die Herrenmannschaften des e.V. Während der Kreisliga-Aufsteiger TSV 1860 III die nächste Niederlage kassierte, konnte die Vierte an der Sankt Martin Straße drei Punkte einfahren. Auch hier lagen die Löwen zunächst zurück, ehe es schlussendlich doch zum Sieg für weiß-blau reichte.

Frauen punkten erneut dreifach

Besser läuft es bei den Löwinnen: nach der Niederlage im Kreispokal unter der Woche fanden sie im Ligabetrieb zurück in die Siegesspur. Wie auch beim Auftaktspiel schlugen die Frauen des TSV 1860 ihre Gegner mit 3:0. Dieser hieß am gestrigen Sonntag Eintracht Karlsfeld.

U19 erzielt Punkt im Derby

Zufrieden kann zudem die U19 der Löwen sein, die ein Punkt beim torlosen Remis im Derby erzielte. Vor 900 Zuschauern boten sich beiden Mannschaften Chancen, um einen Treffer zu erzielen. Es sollten jedoch keine Treffer fallen. Trainer Jonas Schittenhelm ärgerte sich ein wenig, dass seine Mannschaft nicht konsequent genug gewesen sei: “Sicher war das nicht unser bestes Spiel, die Jungs können es besser, wenn wir mutiger sind.”

Neue sechzger.de Talk Folge online

Der Sieg beim Halleschen FC sowie das nächste Heimspiel des TSV 1860 München gegen den SC Verl werden ausführlich in Folge 124 des sechzger.de Talks besprochen. Zu Gast ist unter anderem Mario Lüke. Er ist Teil des Vorstands beim SC Verl und verantwortet unter anderem die Bereiche Marketing und Kommunikation. Neben einem Einblick in seine Arbeit spricht er auch ausführlich über die wohl längste Stadiontheke der Welt in der Sportclub-Arena.

News aus der 3.Liga

Der 7.Spieltag

Nach sieben gespielten Partien haben nun alle Drittligisten mindestens eine Niederlage in der laufenden Spielzeit kassiert. Am Wochenende verloren sowohl Aue (1:2 in Dresden) als auch die beiden bayerischen Vertreter Regensburg (1:2 gegen Sandhausen) und die SpVgg Unterhaching (1:2 gegen Bielefeld) ihre Spiele. Neuer Tabellenführer ist Dynamo Dresden. Dahinter folgt der beste Aufsteiger: der SSV Ulm gewann am Sonntag gegen Essen. Der nächste Löwen-Gegner, der SC Verl, verlor denkbar unglücklich gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund. Der TSV 1860 liegt in der Tabelle nach dem Sieg in Halle auf Rang 11.

Landgraf fehlt dem HFC lange

Nach dem Foul von Manfred Starke hat der Hallesche FC am gestrigen Sonntag bekannt gegeben, dass Niklas Landgraf längere Zeit ausfallen wird. Der Zusammenprall war derart unglücklich, dass sich der Routinier eine Bänderverletzung zugezogen hat und mehrere Monate pausieren muss.

 

Groundhopping Senegal: die ersten beiden Spiele in Westafrika

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Groundhopping Senegal

Gleich drei Länder in Westafrika bereiste unser Leser Stefan und lässt Euch an seinen Erlebnissen teilhaben. Nach “Groundhopping Senegal” entführen wir Euch demnächst auch noch nach Gambia und Guinea-Bissau. Viel Spaß beim Lesen und ein herzliches Dankeschön an den Gastautor für den Text und die tollen Fotos!

Geographische Einordnung

Sonne, Strand, Fußball und einiges an Bier. Es wurde mal wieder Zeit, diesem schon viel zu lange andauernden deutschen Winter zu entkommen. Die Wahl für einen ausgedehnten Osterurlaub fiel auf Westafrika – auch weil das Ziel meiner mittlerweile liebgewordenen Reisegruppe vor drei Jahren der Pandemie zum Opfer gefallen war und man den Trip nun in der Länderspielpause nachholen konnte.

Jetzt geht’s also im März vom regnerischen München über Istanbul in die senegalesische Hauptstadt Dakar, von wo aus wir uns in den nächsten zwei Wochen ein paar Strände, die üblichen Touri-Dinger und ein paar Fußballspiele ansehen wollen. Der Plan ist auf jeden Fall, einen kleinen Einblick in die Länder Senegal und Gambia zu bekommen – und wenn es irgendwie noch klappt – auch in den südlichen Nachbarstaat Guinea-Bissau zu gelangen. Senegal hat etwa halb so viel Landfläche wie Deutschland und etwa ein Fünftel der Bewohner. Aufgrund der Trockenheit ist nur ein kleiner Teil des Lands für Landwirtschaft nutzbar, daher zieht es immer mehr Leute in die Städte. Allen voran in die Region Dakar, in der etwa jeder dritte Senegalese lebt. Weitere erwähnenswerte Städte sind noch St Louis im Norden, sowie im Süden die Provinzhauptstadt Ziguinchor, die wir auch besuchen wollen. Mitten durch den Senegal schlängelt sich der Fluss “Gambia”, Namensgeber des anderen Landes: Das Land Gambia zieht sich jeweils 10 Kilometer nördlich und südlich vom Fluss als ganz schmaler Streifen in Richtung Meer entlang. Gemessen in der deutschen Flächeneinheit “Saarland” ist Gambia etwa fünf Saarländer groß und damit das kleinste Land des afrikanischen Festlands.

Groundhopping Senegal

Wir hatten uns ein Hotel am Ngor Beach im Norden der Stadt gebucht. Dakar selbst ist eine Halbinsel und von dreieinhalb Seiten von Wasser umgeben. Die einzigen Expansionsmöglichkeiten für die immer mehr Bewohner gibt es also ins Landesinnere, wo auch das neu erbaute Nationalstadion und der neue Flughafen sind. Der Kern der Stadt mit seinen Sehenswürdigkeiten (z.B. einer riesigen Bronzestatue aus Nordkorea) ist bequem mit einem Taxi oder einem Uber zu befahren. Am ersten Tag, nach ein paar Bieren am Strand, einem Essen im Lokal “Le Lagon 1” (in dem auch schon Willy Brandt gegessen hat) und der Fahrt auf oben genannte Bronzestatue ging es aber auch schon los zum ersten Spiel unseres Abenteuers “Groundhopping Senegal”.

US Gorée – ASC Linguère 2:0
Ligue 1 Senegal, 19.03.2023, Stade Iba Mar Dop

Das Stadion Iba mar Dop liegt im südlichen Teil der Kernstadt nett eingebettet in einem Wohngebiet. Da es nur eine Tribüne gibt, hat man einen angenehmen Blick in die Hinterhöfe der vielen Strohhütten. Der Heimverein Goree in Dunkelblau beherrschte das Spiel auf dem Rumpelrasen und gewann gegen den ASC Linguére mit 2:0. Wir suchten uns im Schatten der Haupttribüne ein ruhiges Plätzchen und lauschten dem französischen Fernsehmoderator neben uns, der das Spiel in einem Trikot des SC Paderborn moderierte. Alkohol war leider fehl am Platz: Senegal ist ein muslimisches Land und daher wird in der Öffentlichkeit nicht ganz so viel gesoffen wie anderswo. Keinerlei Probleme mit Bier gibts aber in Restaurants und Hotels. Im linken Bereich der Haupttribüne war noch eine Gruppe an Heimfans mit ordentlich Trommeln, die sich irgendwie in einen Rausch trommelten und man das Gefühl hatte, dass der einschläfernde Rhythmus immer lauter und intensiver wurde.

Obwohl die Leitung des Spiels natürlich der Schiedsrichter hatte, fungierte außerhalb des Spielfelds eine etwas korpulentere Diva als Event-Managerin: Sie zeigte den Auswechselspielern die Seitenauslinie, organisierte den Polizisten einen Stuhl zum Sitzen oder führte die Mannschaften händchenhaltend aufs Feld. Etwas den Überblick verlor die gute Dame aber zu Beginn der zweiten Halbzeit, als es auf dem Weg zur Kabine einige Unstimmigkeiten zwischen einzelnen Funktionären kam und die ersten Fäuste flogen. Im Anschluss musste die Partie 15 Minuten unterbrochen werden und wir hatten schön was zum Schauen. Leider haben wir aus unserem Paderborner Fernsehmoderator die genauen Hintergründe nicht herausbekommen, denn dann hätten wir sicher noch mehr Spaß gehabt. Nach zwei Toren und einem neuen Länderpunkt vor etwa 500 Zuschauern ging es aber schnurstracks zurück an Hotel am Strand, da die lange Anreisenacht schön langsam ihren Tribut zollte.

Stade Thiaroye – AS Saloum 1:0
Ligue 2 Senegal, 20.03.2023, Stade Allassane Djigo

Da Senegal einst französische Kolonie war, ist die Landessprache logischerweise französisch. Neben der offiziellen Landessprache gibt es jedoch viele kleine, oft grenzüberschreitende Sprachen. Im Großraum Dakar ist das die Sprache “Wolof”, je weiter südlicher man kommt bis rein nach Gambia beherrschen dann die “Mandinka” die Sprachhoheit, von Wolof in etwa so weit entfernt wie das Deutsche vom Französischen. Hilft alles nix, die Kommunikation läuft so oder so größtenteils mit google-Translator sowie Hand und Fuß ab. Der zweite Tag unserer Reise sollte uns zum “wunderschönen” Pink Lake führen. Ein See, der aufgrund verschiedener Algen in der Sonne im herrlichen Rosarot erstrahlt und als einer der schönsten Flecken Senegals zählt. Leider war der See an unserem Tag aufgrund eines Hochwassers tiefbraun, sodass wir uns statt eines Badeausflugs ein Quad mieteten und über die nahegelegenen Dünen heizten. Der See war jedoch nicht das Hauptziel des Tages, denn “rein zufälligerweise” lag er geographisch brutal nah an einem Stadion, in dem an diesem Tag noch Zweitligafußball gespielt werden sollte.

Das Stadion “Stade Allessane Dijgo” ist das eigentliche Heimspielstadion vom Erstligisten Pikine und hat sogar doppelt so viele Tribünen wie das Stadion am Vortag – also zwei. Hinter der nördlichen Torauslinie schlossen sich hingegen ziemlich schnell die Müllhalde des örtlichen Freiluftmarktes sowie ein paar Slums an. Das Stadion wurde erst vor Kurzem im Rahmen eines chinesischen Entwicklungshilfeprojekts fertiggestellt, bei dem insgesamt acht neue Grounds im Großraum Dakar an Senegal übergeben wurde. Bier gab es auch hier im Stadion nicht. Diesmal auch leider keinen Paderborner Fernsehmoderator und keine Fanblocks mit Trommeln. Also betrachteten wir einfach das Spiel, schlenderten etwas die Haupttribüne entlang und genossen den Blick auf die übergroße Moschee direkt hinter dem Stadion. Das 1:0 für die in blau spielenden Hausherren fiel meiner Erinnerung nach aus einer Abseitssituation. Aber da ich nüchtern war, kann ich mich auch getäuscht haben. Da es nicht das einzige Spiel an diesem Tag in diesem Stadion war, sind während der zweiten Halbzeit die nachfolgenden Mannschaften mit einem übel hergerichteten Mini-Bus eingefahren – und haben die Zuschauerzahl dadurch verdoppelt.

Blau – auch im Urlaub!

Die kommenden zwei Tage faulenzten wir am Strand und beim Tauchen und Trinken herum oder sahen uns nach Transportmöglichkeiten um. Stets wurden wir von Einheimischen angesprochen und nachdem sie erfahren haben, dass wir Fußballfans aus München sind, hatten wir stets einen Monolog einer ihrer Landsmänner an der Backe, der damals für einen anderen Club in München spielt. Unsere Abneigung gegenüber dem anderen Verein konnten wir selten verheimlichen, doch auch immer gut argumentieren. Dass sich diese Abneigung aber so herumspricht hatten wir nicht erwartet, denn nur drei Tage nach unserer Rückkehr hat der genannte Fußballer einen anderen Fußballer seiner Mannschaft hergwatscht, was sein Ende im deutschen Fußball bedeuten sollte. Mittlerweile spielt der Typ mit Ronaldo in Saudi-Arabien. Auch nicht besser!

Und falls sich jemand fragt, ob schonmal ein Fußballer aus dem Senegal bei Sechzig war: Die Antwort lautet: Ba!

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien

TSV 1860 III unterliegt auch gegen FC Bosna i Hercegovina

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Tsv 1860 III Fc Espanol dritte IV

Auch die beiden Herrenmannschaften des e.V. waren am Wochenende wieder im Einsatz – erneut mit gemischten Resultaten. Während der TSV 1860 III gegen den FC Bosna unterlag, feierte die Vierte gegen den TSV Forstenried den nächsten Sieg.

TSV 1860 III kassiert gegen den FC Bosna erste Heimniederlage

Die bislang makellose Saison in der Kreisliga bekam für die Löwen am vergangenen Wochenende beim Doppelspieltag in Planegg einen ersten Kratzer. Es setzte die erste Niederlage nach vier Siegen zum Auftakt. Gegen den FC Bosna wollte der TSV 1860 III hingegen wieder punkten – dieser Plan ging allerdings nicht auf.  Mauro Geismann brachte die Löwen zwar zunächst in Führung (12.). Noch in der ersten Halbzeit drehten die Gäste vor 120 Zuschauern allerdings die Partie. Mit einem 1:2 ging es in die Kabinen. Auch nach dem Seitenwechsel war es aber erneut der FC Bosna, dem gegen den TSV 1860 III die nächsten Torerfolge gehörten. Sie erhöhten mit zwei weiteren Treffern auf 1:4. Die Löwen gaben sich nicht auf – und hätten beinahe noch etwas Zählbares mitnehmen können. Max Züllich (82.) und Philip Löbner (83.) ließen mit einem Doppelschlag kurz vor Schluss die Hoffnung auf Punkte noch einmal aufleben. Die sich bietenden Räume nutzt der FC Bosna allerdings aus und erzielte in der 87.Minute den 3:5-Endstand.

Nächster Einsatz in der Kreisliga ist am Sonntag, den 01.Oktober ab 14:00 Uhr. Dann gastiert der TSV 1860 III beim TSV München-Solln.

Vierte besiegt den TSV Forstenried

Einen konträren Spielverlauf sahen die Zuschauer zwischen dem TSV 1860 IV und dem Forstenried vor dem Duell der Dritten gegen den FC Bosna. Zunächst gingen die Gäste früh in Führung (5.), ehe die Löwen kurz vor dem Halbzeitpfiff für eine Führung der Gastgeber sorgten. Sebastian Schetter (44.). und Alexander Petö in der Nachspielzeit trafen für weiß-blau. Dieses Duo sorgte auch für die nächsten beiden Treffer. Nach dem Seitenwechsel war es zunächst erneut Schetter, der nach 56 gespielten Minuten zum 3:1 traf, ehe Petö (67.) noch einmal erhöhte. In der Schlussphase machten es die Forstenrieder noch einmal spannend. Zunächst waren sie per Foulelfmeter erfolgreich (85.), ehe sie in der Nachspielzeit mit dem Anschlusstreffer noch für etwas Kribbeln sorgten. Schlussendlich aber reichte es für den Heimsieg der vierten Mannschaft, die mit vier Siegen und einer Niederlage hervorragend in die neue Kreisklassen-Saison gestartet ist.

Gleich zwei Spiele stehen in der kommenden Woche für den TSV 1860 IV an. Am Dienstag gastieren sie beim TSV Neuried II (Anpfiff 20:00 Uhr). Am Sonntag spielen die Löwen beim SV Untermenzing II. Los geht es auf der Sportanlage Untermenzing um 12:30 Uhr.

Beitragsbild: Nicolai Walch

TSV 1860 II holt drei Punkte gegen den TSV Kottern

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Tutic Leon TSV 1860 U21

Einen 2:1-Heimsieg konnte der TSV 1860 München II in der Bayernliga Süd gegen den TSV 1874 Kottern feiern. Bereits am Freitagabend sorgten Kuhn und Tutic mit ihren Treffern für drei Punkte aus weiß-blauer Sicht.

TSV 1860 II schlägt Kottern nach Rückstand

Nach zwei Niederlagen in Folge gegen den SV Heimstetten und den FC Deisenhofen wollte die Mannschaft von Trainer Frank Schmöller die Kehrtwende schaffen. Das gelang dem TSV 1860 München II im Duell mit dem TSV 1874 Kottern auch, obwohl die Gäste am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße zunächst in Führung gingen. Die auf Rang 5 platzierten Allgäuer trafen nach 21 Minuten zum 0:1, die Löwen zeigten im ersten Durchgang insgesamt zu wenig Durchschlagskraft. Die Kotterner Defensive stand stabil und so ging es mit der knappen Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel war der TSV 1860 II bemüht und versuchte gegen Kottern den Ausgleich zu erzielen. Das gelang der Schmöller-Elf schlussendlich auch: eine Hereingabe von Agbowo nahm Kuhn gut mit und sorgte für den Ausgleich (71.). Nur wenig später zielten die Gäste etwas zu ungenau, sodass der Pfosten für die Löwen rettete (76.). Wiederum sechs Zeigerumdrehungen später fiel dann der Siegtreffer für die U21. Tutic (siehe Titelbild) brachte einen Freistoß auf das Tor der Gäste. Dem Torwart der Kemptner unterlief ein folgenschwerer Fehler – es stand 2:1 für den TSV 1860 II. Die Schlussminuten brachte die Mannschaft über die Zeit und feiert damit den fünften Saisonsieg. Trainer Frank Schmöller zeigte sich nach Abpfiff zufrieden mit der Leistung seines Teams: “In der 2. Halbzeit haben wir richtig Briketts draufgelegt und verdient mit 2:1 gewonnen.

Kommenden Samstag wartet bereits der nächste schwere Brocken auf den TSV 1860 II. Ab 14:00 Uhr und damit parallel zu den Profis empfangen sie den auf Platz 2 platzierten TSV Schwaben Augsburg – dann wieder in der Kies-Arena in Gilching.

Bild: Sampics (Stefan Matzke)