Nach den zwei ersten Testspielen gegen die unterklassigen Teams aus Waldkirchen bzw. Aschau stand für den TSV 1860 München heute der erste Härtetest in der Saisonvorbereitung gegen den KSC an.
Erster Härtetest gegen den KSC
Auf der Durchreise zum Trainingslager in Neukirchen (Österreich) machte der Karslruher SC einen Zwischenstopp nahe der A99 und trat zum Testspiel gegen die Münchner Löwen an. Die stark veränderte Löwentruppe konnte im Härtest gegen den KSC zum ersten Mal zeigen, was sie wirklich drauf hat. Die Löwen begannen mit Hiller im Tor, einer Viererkette mit Steinhart, Belkahia, Verlaat und Lang, im Mittelfeld agierte Rieder auf der 6, Tallig und Deichmann spielten zentral im Mittelfeld. Boyamba und Vrenezi kamen über die Flügel und Lakenmacher gab den Mittelstürmer. Kapitän Lex fehlte angeschlagen, ebenso wie Marcel Bär, der noch an seiner Grippe leidet.

Blitzstart der Löwen
Die Löwen gingen mit voller Motivation in das Match und bereits nach etwas mehr als 2 Minuten traf Albion Vrenezi nach Zuspiel von Tallig aus rechter Position im Strafraum zum 1:0 ins lange Eck. Aus der Führung heraus agierten die Löwen sehr sicher und waren deutlich überlegen. Besonders Boyamba und Vrenezi sorgten für viel Betrieb über Außen und versuchten Fynn Lakenmacher im Sturmzentrum mit Bällen zu füttern. In der 20. Minute stellte Erik Tallig nach schönem Pass von Fynn Lakenmacher aus halblinker Position ins kurze Eck auf 2:0. Von den Karlsruhern war bis dahin nichts zu sehen. Sechzig machte vor 1.400 Zuschauern weiter Druck. Die erste Schrecksekunde war in der 25. Minute zu verzeichnen, als Joseph Boyamba auf dem Platz behandelt werden musste, aber nach kurzer Unterbrechung weiter spielen konnte.

KSC findet nach 30 Minuten ins Spiel
In der 32. Minute kam der KSC das erste Mal gefährlich vor das Tor, 1860 konnte aber zur Ecke klären, die nichts einbrachte. Zwei Minuten später musste Hiller einen Distanzschuss aus der Gefahrenzone fausten. Die Löwen erstickten die Bemühungen des KSC aber im Keim. In der 37. Minute besorgte Ersatzkapitän Phillipp Steinhart das 3:0. Er verwertete eine präzise Flanke von Joseph Boyamba schnörkellos zum nächten Treffer für den TSV 1860. Zur Halbzeit konnte man das Spiel nicht wirklich als Härtetest bezeichnen, da der KSC einfach zu schwach auftrat. Die Löwen führten zum Pausenpfiff verdient mit 3:0.
Nur ein Wechsel zur Pause
Die Gäste aus Baden hatten wohl eine intensivere Ansprache in der Halbzeit nach der Leistung der ersten Hälfte und kamen mit etwas Verspätung aus der Kabine. Bei 1860 gab es nur einen Wechsel zur Pause: Hiller ging raus und für ihn stand Tom Kretzschmar fortan zwischen den Pfosten. In der 56. Minute musste Verlaat verletzungsbedingt den Platz verlassen, Leandro Morgalla ersetzte ihn. Eine Minute später erhöhte Albion Vrenezi auf 4:0. In der 60. Minute wurden dann die restlichen Feldspieler getauscht und die “zweite Elf” stand komplett auf dem Rasen.

Sechzig gibt Gas bis zum Abpfiff
Diese ging auch engagiert zu Werke. In der 72. Minute zog Youngster Devin Sür in den Strafraum, sein Abschluss wurde abgeblockt. Den Nachschuss setzte Freitag unbedrängt über die Querlatte. 1860 machte weiter Druck, so scheiterte Neuzugang Kobylanski an Eisele mit einem schönen Schlenzer an KSC-Goalie Eisele. Die Löwen konnte keine weiteren Treffer erzielen und besigten den KSC am Ende hochverdient mit 4:0.
Fazit des Härtests gegen den KSC
Besonders im ersten Durchgang konnten die Löwen überzeugen. Das Offensivspiel des TSV 1860 war sehr variabel und das Zusammenspiel von Boyamba, Vrenezi und Lakenmacher wirkt vielversprechend. Auch Erik Tallig stieß immer wieder gut in offensive Freiräume vor und unterstützte die drei Offensivkräfte so sehr effektiv. Da der KSC aber sicherlich nicht in der bestmöglichen Formation aufgelaufen ist, sollte man diesen Sieg trotz der sehr guten Leistung nicht überbewerten. Wenn die Löwen so weitermachen, könnte das eine sehr postive Saison werden. Wer sich den erfreulichen Testkick nochmal in voller anschauen will, kann dies bei Löwen-TV tun.



























