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TSV 1860 Frauen: Zweite Mannschaft für A-Klasse gemeldet

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TSV 1860 Frauen, Saison 2021/22, Mannschaftsbild, Löwinnen
Die Frauen des TSV 1860 München e.V. in der Saison 2021/22

Bei den Löwinnen verlief die erste Saison im Spielbetrieb nahezu ideal. Nach einer tollen Vorbereitung inklusive Freundschaftsspiel bei Borussia Dortmund stiegen die Frauen des TSV 1860 direkt in die Kreisklasse auf. Zur Spielzeit 2022/23 wurde nun eine 2. Mannschaft gemeldet, die in der A-Klasse antreten wird.

Zweite Mannschaft bei den TSV 1860 Frauen

Durch einen Aufruf gegen Ende der abgelaufenen Saison hin gewannen die Löwinnen in den vergangenen Wochen rund 20 neue Spielerinnen dazu. Diese werden zusammen mit den bisherigen Spielerinnen am kommenden Montag in die Saisonvorbereitung einsteigen. Die genaue Kadereinteilung erfolgt anhand der Trainingseindrücke.

Die 1. Mannschaft des TSV 1860 Frauenfußball wird in der kommenden Spielzeit in der Kreisklasse antreten. Die neu gegründete 2. Mannschaft tritt in der A-Klasse an.

Sechzig um Sieben: Zweites Spiel, zweiter Sieg in Aschau

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Sechzig um Sieben: Stefan Lex
Sechzig um Sieben: Löwen heute in Rostock

Bevor am Samstag der erste Härtetest stattfindet, reisten die Löwen gestern nach Aschau. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sprang am Ende dann doch ein klarer Sieg heraus. Neben den weiteren Nachrichten rund um den TSV 1860 München gibt es heute wieder zahlreiche Transfer-Updates aus der 3.Liga.

Sechzig im Kino: “Unter Löwen”

Noch etwas mehr als drei Stunden bleibt Zeit, um an der Verlosung von zwei Kino-Karten für den heutigen Abend teilzunehmen. Einsendeschluss ist um 10:00 Uhr, alle weiteren Informationen findet ihr in unserem zugehörigen Artikel. Los geht es heute abend um 18 Uhr.

TSV 1860 siegt in Aschau

58 Minuten lang geizten die Löwen beim Spiel in Aschau mit Toren. Der Verein feierte seinen 75.Geburtstag und hatte dabei standesgemäß den TSV 1860 zu Gast. Erst Neuzugang Boyamba läutete die Offensive ein, am Ende fielen dann tatsächlich noch sieben Treffer. Beide Seiten können daher mit dem Testspiel durchaus zufrieden sein. Der SV Aschau freute sich zudem über 2.000 Zuschauer.

Günther Gorenzel äußert sich zum aktuellen Transfergeschehen

Magisches Dreieck – bei vielen ist da der VfB Stuttgart als erstes präsent. Doch auch Günther Gorenzel benutzt diesen Begriff nun im Interview mit dem Münchner Merkur und spricht darin über die bisherigen neun Transfers. Dabei zeigt er auf, welche Personen hauptsächlich daran beteiligt waren und wie die Auswahl der Spieler vonstatten geht. Mehrere hundert Kandidaten werden dabei gesichtet. Das letzte Wort entscheidet dann der finanzielle Aspekt – und somit Günther Gorenzel.

sechzger.de darf Logo des TSV 1860 München nicht nutzen

In der vergangenen Spielzeit fragten wir bei allen Drittligisten die Nutzung der Vereinslogos an. Bis auf einen Verein erteilten uns alle eine Genehmigung. Die Ausnahme ist ausgerechnet der TSV 1860 München selbst. Diese Entscheidung steht seit kurzem final fest. Zu den Gründen können wir leider bisher nichts sagen.

Löwe auf Abwegen

Ein Redaktionsmitglied war gestern nicht etwa in Aschau unterwegs, sondern aufgrund der räumlichen Distanz bei einem anderen Testspiel. In St. Margrethen (Schweiz) spielten der FC Zürich und Vikoria Köln gegeneinander. Trotz der 1:3-Niederlage war Trainer Olaf Janßen mit dem Test vollkommen zufrieden und zeigte sich auch über die gute Leistung der jüngeren Spieler begeistert. Besonders Luca de Meester konnte mit dem einzigen Kölner Treffer auf sich aufmerksam machen.

Testspiel Viktoria Köln FC Zürich In St. Margarethen Schweiz 1 3

 

News aus der 3.Liga

Herrmann wechselt zum FSV Zwickau

Von den Qualitäten seiner neuen Mitspieler durfte sich Robert Herrmann in der letzten Saison ausreichend überzeugen. Mit sage und schreibe 7:0 verlor er damals mit den Würzburger Kickers. Nun aber blickt der 28-Jährige nach vorne und freut sich auf seine neue Aufgabe. In Zwickau ist er Neuzugang Nummer drei für die kommende Saison. Die Schwäne agieren also anders als die Konkurrenz aktuell noch verhalten auf dem Transfermarkt. Hermann unterschreibt bis 2024.

Schikora ins Erzgebirge

Ganz anders ist die Lage beim Absteiger aus Aue. Die Veilchen gaben gestern Neuzugang Nummer 14 bekannt. Passenderweise kommt dieser vom zuvor erwähnten FSV Zwickau. Marco Schikora wechselt ablösefrei ins Erzgebirge und unterschrieb dort ebenfalls bis 2024. Glaubt man den Aussagen von Neu-Trainer Rost, könnten noch weitere Neuverpflichtungen hinzukommen.

Torwart-Suche in Saarbrücken

Gleich ein ganzes Torwart-Trio durfte zuletzt in Saarbrücken vorspielen. Laut Informationen von liga3-online ist die Entscheidung dabei auf den 19-jährigen Niclas Ben Edelmann gefallen (zuletzt Erzgebirge Aue). Zudem holte der FCS ein großes Talent vorzeitig in die erste Mannschaft. Andy Breuer ist gerade einmal 16 Jahre alt und hatte bereits zahlreiche Angebote von großen Vereinen vorliegen. Seit der E-Jugend ist er in Saarbrücken und möchte nun auch den Sprung zu den Profis bei seinem FCS schaffen. Spielpraxis soll er dabei in der U19 sammeln.

Heinrich geht nach Bayreuth

Der nächste Ex-Löwe streift sich ein schwarz-gelbes Trikot über. Moritz Heinrich schließt sich Bayreuth an und verlässt damit seine letzte Station Würzburg. Er ist der sechste Neuzugang und soll unter anderem die Abgänge von Knezevic und Danhof kompensieren. Beide folgten Trainer Rost zu Erzgebirge Aue.

Viele Tore im zweiten Durchgang: TSV 1860 siegt in Aschau

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Testspiel SV Aschau Gegen TSV 1860 München 22.06.2022

Das zweite Testspiel führte den TSV 1860 München zum SV Aschau. Im Ort des Kreisligisten ist der Löwen-Sponsor Linster Edelstahl beheimatet.

Mannschaft Des TSV 1860 München Bei Testspiel In Aschau
Die Elf der ersten Halbzeit blieb in Aschau ohne Torerfolg

Keine Tore in der ersten Hälfte

2.000 Zuschauer lockten die Löwen am Mittwochabend nach Aschau und erneut waren viele Neuzugänge im Einsatz. Joseph Boyamba als auch Julius Schmid feierten gar ihr Debüt im weiß-blauen Trikot. Zunächst aber begann eine Elf um Kapitän Lex mit Hiller im Tor sowie Lang, Verlaat, Glück und Greilinger in der Abwehrkette. Neben dem Kapitän fanden sich Moll, Freitag, Kobylanski und Vrenezi im Mittelfeld wieder. Als Sturmspitze agierte Skenderovic, der in Waldkirchen gleich vier Treffer erzielen konnte. Nach 45 Minuten rieben sich allerdings zunächst einmal alle die Augen. Der frischgebackene Kreisligist aus Aschau hatte es tatsächlich geschafft, den TSV 1860 ohne ein einziges Tor in die Kabine zu schicken.

Boyamba löst den Knoten: TSV 1860 siegt klar in Aschau

Zur Pause wechselte Trainer Michael Köllner erneut das komplette Personal. So kam Julius Schmid im Tor zu seinem ersten Einsatz für die Löwen. Wicht, Morgalla, Belkahia und Steinhart verteidigten vor ihm. Davor spielten Rieder, Deichmann, Tallig, Sür und Boyamba. Lakenmacher war der Stürmer in Durchgang zwei, Torschützenkönig Marcel Bär war aufgrund einer Krankheit nicht angereist.
Weiterhin hielt Aschau gegen den TSV 1860 gut dagegen, sodass es mit dem ersten Treffer noch bis zur 58.Minute dauerte. Joseph Boyamba freute sich über sein erstes Tor für die Löwen. Der Bann war gebrochen und wenig später konnte auch Lakenmacher (66.) das erste Mal jubeln. Es folgte ein Treffer von Deichmann (69.), ehe sich die Spieler eine kurze Verschnaufspause gönnten. In den Schlussminuten wurde aber noch einmal kräftig am Ergebnis gearbeitet. Cocic (81.), Morgalla (87.) sowie Tallig (89. und 90.+1) sorgten schlussendlich doch noch für einen 7:0-Sieg der Löwen.

Neben den Zuschauern vor Ort verfolgten mehrere tausend Fans das Spiel live bei Youtube. Der nächste Test ist bereits für kommenden Samstag terminiert. Gegner in Heimstetten ist dann der Karlsruher SC.

Veilchen Arena Aschau Beim Spiel Gegen Den TSV 1860 München

Verlosung: 1×2 Tickets für UNTER LÖWEN

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UNTER LÖWEN feiert morgen Abend Premiere

Am morgigen Donnerstag, den 23. Juni wird abends um 18 Uhr im Matthäser Filmpalast erst- und einmalig der Film UNTER LÖWEN präsentiert. Natürlich ist das Ereignis, bei dem wohl auch einige Darsteller dieses Streifens, wie Sebastian Schäch und Marius Willsch zugegen sein werden, längst ausverkauft. Wer kein Glück hatte, Tickets dafür zu ergattern, hat hier bei uns nun eine finale Chance.

Dreh rund um das Spiel gegen Saarbrücken

Was passiert eigentlich hinter den Kulissen, bevor der TSV 1860 München im Sechzgerstadion auflaufen kann? Diese Frage will der Film UNTER LÖWEN – präsentiert von 1860-Hauptsponsor Die Bayerische – beantworten. Mit einem Blick hinter die Kulissen. Ein Spieltag – fünf Blickwinkel.

Beim Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken am 2. April 2022 wurden fünf verschiedene Personen bzw. Gruppen und ihre jeweilige Perspektive beleuchtet: Der Stadionsprecher Sebastian Schäch, der (verletzte) Spieler Marius Willsch, Zeugwart Norbert Stegmann, das Physio-Duo Nick Wurian & Stefan Müller sowie eine Gruppe von Löwenfans.

Attraktives Rahmenprogramm

Zu der morgigen Veranstaltung erwartet die Besucher ein “attraktives Rahmenprogramm und ein kleines Fan-Geschenk ‘on top'”, wie die Löwen über ihren Facebook-Account vorab verrieten. Und auch der Trailer macht durchaus neugierig auf UNTER LÖWEN:

Verlosung von zwei Karten für UNTER LÖWEN

Wir verlosen unter allen unseren Lesern, die sich bis morgen Vormittag um 10.00 Uhr darum bemühen möchten, zwei nebeneinander platzierte Tickets für das Kinoereignis. Schreibt eine Mail an christian.jung@sechzger.de und lasst uns wissen, was Euch an diesem Streifen besonders interessiert und warum gerade Ihr die glücklichen Gewinner sein wollt.

Dem per Losverfahren ermittelten Gewinner senden wir die beiden Online-Tickets dann bis morgen Mittag per Email zu.

(Einsendeschluss ist Donnerstag, der 23. Juni 2022, 10.00 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen)

Titelfoto: TSV 1860 KGaA

Die Transfers bei 1860 – Günther Gorenzel und das magische Dreieck

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Joseph Boyamba Günther Gorenzel TSV 1860 München

Wenn Fußballfans vom magischen Dreieck hören, denken die meisten zunächst an den VfB Stuttgart und Balakov, Elber sowie Bobic. Doch auch im Zusammenhang mit dem TSV 1860 München fällt nun dieser Begriff. Im Interview mit dem Münchner Merkur nimmt Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel Stellung zu den bisher getätigten Transfers. Gleich neun Mal präsentierte der 50-Jährige einen neuen Spieler, zuletzt Joseph Boyamba.

Günther Gorenzel, Jürgen Jung und Michi Köllner – drei Parteien für Transfers

Die neun verpflichteten Spieler seien das Ergebnis der Zusammenarbeit von Trainer Michael Köllner und seinem Team, der Scoutingabteilung um Jürgen Jung und Günther Gorenzel selbst, so der 50-Jährige im Interview. Köllner freute sich zuletzt über eine erfolgreiche Transferperiode, bei der im Vergleich zum letzten Jahr viele Spieler verpflichtet wurden. Den darausfolgenden Umbau habe man gezielt gewählt, so Gorenzel.

Wir hatten jetzt die Möglichkeit, neun Kaderpositionen zu verändern. Wenn du zweimal um Haaresbreite am Ziel vorbeischrammst, dann ist es normal, dass man die Strategie wechselt. Letztes Jahr hätte es niemand verstanden, dass wir unser Platz-vier-Team radikal umbauen, dieses Mal haben wir Verträge gezielt auslaufen lassen.

Deutlich machte der Sport-Geschäftsführer neben aller Einigkeit aber auch, dass er das letzte Wort bei den Transfers habe. Bei Abstimmungen würde Gorenzel “so lange inhaltlich Dinge in diesem Dreieck einfordere, bis Einigkeit herrscht“. Insgesamt kann man mit den getätigten Neuverpflichtungen auf jeden Fall zufrieden sein, da “fast alle auch in der 2. Liga unterschreiben” hätten können. Möglich war dies durch die frühzeitige Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln. Vorrangig spielten dem TSV 1860 München dabei das gute Abschneiden im DFB-Pokal sowie die zahlreichen neuen Sponsoren in die Karten.

Kader bleibt finanziell auf gleichen Niveau

Auch zur Rolle von Anthony Power wurde Günther Gorenzel vom Münchner Merkur befragt. Dieser sei ein wichtiger Ansprechpartner für die Kommunikation in Richtung des Gesellschafters HAM Limited. Er verglich die Rolle dabei mit dem Präsidium rund um Robert Reisinger, die als Ansprechpartner für den e.V. fungieren.

Außerdem bestätigte Günther Gorenzel, dass der aktuelle Kader bezüglich dem aufgewendeten Etat im einem vergleichbaren Rahmen zur letzten Spielzeit liegt. Dabei habe die Insolvenz von Türkgücü eine gewichtige Rolle gespielt. Aber auch die Transferstrategie der Löwen haben die Verantwortlichen angepasst und verpfichten möglichst nur noch Spieler aus der 3.Liga oder darunter, um so vor allem bei den Gehältern Einsparungen machen zu können.

Sicher sei der Aufstieg trotz der vielversprechenden Transfers aber bei weitem noch nicht. Schließlich ist die Konkurrenz in der Liga hoch, wie auch der Sport-Geschäftsführer weiß.

Den Wunsch des Vereins aufzusteigen teilen wir mit sechs, sieben anderen Mannschaften – die auch ähnliche Voraussetzungen haben. Es wäre daher respektlos zu sagen: Wir marschieren jetzt durch die Liga.

Sechzig um Sieben: Dieser Schuss ging nach hinten los

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Sechzig um Sieben von sechzger.de für den TSV 1860 München

Eigentlich deutet alles auf eine sportlich äußerst erfolgreiche Saison hin. Die Anzahl der verkauften Dauerkarten ist beeindruckend und die Fans verspüren große Vorfreude auf die bald beginnende Spielzeit – zumindest die meisten. Denn die Löwen schafften es gestern in gewohnter Regelmäßigkeit einen sprichwörtlichen Schuss in den Ofen zu setzen. Doch keine Sorge, auch weitere Themen gab es, die es in die gewohnte Zusammenfassung am Morgen geschafft haben.

Groundhopping Georgien

Tatsächlich haben wir auf unsere Frage hin diverse Rückmeldungen bekommen, wovon ein Leser besonders umfangreich berichtet hatte. Grund genug, seine Darstellungen in zwei Teilen (Teil 1, Teil 2) am gestrigen Tag zu präsentieren. time_for_football_089 schildert seine Erlebnisse aus Georgien – und dabei geht es bei weitem nicht nur um Fußball!

Die Vorbereitungsspiele des TSV 1860 II

Auch die Sechzig Amateure verzichten natürlich nicht auf das ein oder andere Vorbereitungsspiel, bevor es Ende Juli in der Bayernliga Süd in eine neue Saison geht. Insgesamt sechs Auswärtsspiele haben die Spieler vor sich. Zum Abschluss geht es in einem Härtetest gegen einen Viertligisten. Hier findet ihr alle Termine in der Übersicht.

TSV 1860 zu Gast in Aschau

Am Vormittag steht um 11 Uhr erneut eine öffentliche Einheit an, zu der Zuschauer herzlich willkommen sind. Abends reist der TSV 1860 München dann zu seinem zweiten Testspiel. Gegner ist ab 18:60 Uhr der SV Aschau, LöwenTV überträgt die Partie erneut live.

Schuss, Tor! Nur leider ins eigene Netz…

Schuss in den Ofen oder um beim Fußball zu bleiben ein saubernes Eigentor: das wurde aus der Meldung, die der TSV 860 München am Dienstagvormittag über seine Homepage und die sozialen Medien verbreitete. “Fortbestehen der Markenrechte” wurde getitelt, was dem gemeinen Löwenfan zunächst wenig zu sagen vermochte. Der Text jedoch war dann so unglücklich formuliert, dass das Ganze nur eines zur Folge hatte. Ein Shitstorm brach über die Löwen herein, auf den sie mit der schlechtesten aller Möglichkeiten reagierten. Sie zensierten ausgewählte Kommentare und schränkten die Sichtbarkeit ein – ein absolutes Unding.
Christian Jung versuchte bei aller Emotionalität dennoch, die Meldung richtig einzuordnen.

News aus der 3.Liga

Duisburg präsentiert neuen Stammtorwart

Der MSV hat eine neue Nummer 1. Vincent Müller kommt aus den Niederlanden an die Wedau und unterschreibt einen 2-Jahresvertrag. Die 3.Liga ist dem 21-Jährigen nicht unbekannt, schließlich hütete er bereits 25 Mal für die Würzburger Kickers das Tor, bevor es ihn zu PSV Eindhoven zog. Gleichzeitig verlässt der bisherige Ersatztorwart Jo Coppens den Verein in Richtung Belgien.

Ehlers verlängert in Dresden

Die Gerüchte um einen möglichen Abgang sind beendet. Kevin Ehlers bleibt für zwei weitere Jahre bei Dynamo. Damit ist er nach Vlachodimos bereits der zweite Spieler, der zunächst verabschiedet wurde und nun doch in Dresden bleibt. Ehlers will das kommende Jahr in der 3.Liga einerseits nutzen, um nach zwei langwierigen Verletzungen wieder zurück zu seiner guten Form zu finden und andererseits den direkten Wiederaufstieg mit der SGD schaffen. Der 21-Jährige bringt es in jungen Jahren bereits auf fast 60 Einsätze in der 3.Liga.

 

Ein Kommunikations-Desaster bei den Löwen – mal wieder

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Das Desaster beginnt kurz vor halb zehn

Tu‘ gutes und rede darüber. Vielleicht war dies das Motto, das die TSV 1860 GmbH & Co. KGaA heute Morgen um 9.19 Uhr dazu veranlasste, eine Meldung über das Fortbestehen der Markenrechte an diversen Wort- und Bildmarken rund um Münchens große Liebe (auch geschützt!) zu verbreiten. Die Botschaft sollte wohl lauten: Nicht die unter den Fans sehr umstrittene, von Anthony Power geführte Fanartikelgesellschaft (offiziell TSV 1860 Merchandising GmbH) mit Sitz in Oberhaching ist Herrscher und Hüter über Löwe, Logo und diverse Schlagwörter rund um den TSV 1860, sondern die Fußballgesellschaft, deren Bosse bekanntlich Marc-Nicolai Pfeifer und Günther Gorenzel heißen. Die Meldung mündete – so viel steht bereits fest – in ein kommunikatives Desaster.

Merchandising GmbH als eigenständige Gesellschaft

Im Zusammenhang mit den immer wieder auftretenden Konflikten – speziell zwischen dem Fanartikel-Shop des TSV 1860 e.V. und der Merchandising GmbH – eigentlich ja keine ganz schlechte Nachricht. Eine mögliche Interpretation: Powers stationäre Läden an der Grünwalder Straße und beim Hofbräuhaus sowie der zugehörige Onlineshop verdienen zwar ihr Geld mit der Kaufbereitschaft vieler Löwenfans für allerlei Krimskrams in weißblau, nutzen also ein „Verwertungsrecht“. Power selbst ist aber keineswegs berechtigt, den aktiven Anhängern und Fanclubs, die für ihre selbst entworfenen und produzierten Fanartikel Wort- und Bildmarken nutzen, dies – mit Verweis auf Urheberrechte – zu untersagen. Oder diese gar zu verklagen, wie in der Vergangenheit schon geschehen. Dass die Profifußballgesellschaft beim TSV 1860 von den Einnahmen aus Trikot-, Schal-, und Gartenzwergverkauf überhaupt erst einen und dann auch nur jeden zweiten Cent sieht, wenn der Gewinn der Merch GmbH 120.000 Euro per anno übersteigt, steht auf einem anderen Papier. Neben zahlreichen anderen dramatischen Fehlentscheidungen, die in der Geschichte unseres Lieblingsvereins schon getroffen wurden. Aber das ist ein anderes trauriges Thema, dem wir uns in der Vergangenheit hier schon einmal ausführlich gewidmet haben.

Zusammenhang zur T-Shirt-Plagiatsgeschichte?

Stellt sich die Frage, was die Verantwortlichen im 3. Stock der Grünwalder Straße 114 heute Morgen eigentlich zur Veröffentlichung dieses unveränderten Fortbestands einer juristischen Thematik bewogen hat. Sollte damit die kürzlich den Saisonvorbereitungsfrieden empfindlich störende Plagiatsgeschichte rund um ein T-Shirt aus dem Shop des e.V. aktiv abgeschlossen werden. Das Kleidungsstück mit dem vom e.V. verwendeten Slogan “Wir sind der Verein”, war wenig später – als Plagiat – auch bei Anthony Power zu erwerben. Eine Geschichte, die sogar dem überregionalen Fußballmagazin 11FREUNDE eine ausführliche Darstellung unter dem Titel “Schamlos bedient” Wert war. Handelte man hier bei der KGaA also nach dem Motto: Wenn zwei sich streiten, sagt ein Dritter, dass er das Sagen hat?

Köllner-Lob für Power – weiter ungeklärt

Dass die Lobeshymne von Löwencoach Michael Köllner auf den Geschäftsführer der Mechandising-Gesellschaft, dieser habe die Transferaktivitäten der letzten Wochen “großartig unterstützt”, ebenfalls mit der hier diskutierten Causa zu tun hat, ist natürlich nur Spekulation. Sie ist aber nicht gänzlich von der Hand zu weisen. Denn weiterhin ist völlig unklar, welche Unterstützung genau Anthony Power den für die Kaderplanung zuständigen Personen hat zukommen lassen. Vielleicht weiß da ja ein Günther Gorenzel mehr.

Rettungsversuch KOSMOS-Verlag

Genau eine halbe Stunde nach der oben genannten Pressemeldung wurde von 1860 übrigens gleich mit einer weiteren – diesmal wirklich guten – Nachricht nachgelegt.  Der renommierte KOSMOS-Verlag konnte als Premium-Sponsor gewonnen werden. Dies änderte allerdings für den heutigen Tag nichts mehr am Kommunikations-Desaster. Die Welle der Empörung war in den Sozialen Medien bereits hochgeschwappt.

Kritische Kommentare von Löwenfans nicht erwünscht

Mag die Intention für die Markenrechte-Meldung eine eigentlich nicht falsche gewesen sein. Mögen es die empflindlichen Fans sein, die das Handeln der Verantwortlichen schon wieder nicht verstehen bzw. in der stets aufgewühlten emotionalen Gemengelage um die Löwen falsch interpretiert haben. Das Resultat waren zahlreiche Social Media-Kommentare a la “Sorry, das ist jetzt nicht mal mehr peinlich, das ist schon fast unverschämt!”. Sehr viele Anhänger fassten die Meldung (inklusive einer Auflistung aller Wort- und Bildmarken) als einen Hinweis auf, beim Umgang mit Logo & Co. zukünftig maximale Zurückhaltung zu üben, damit es einem nicht so ergehe, wie einst einem Mitglied der Löwenfans gegen Rechts, das unerfreuliche Post von Anthony Power erhielt. Dass man der – angesichts dieser Interpretation durchaus berechtigten – Welle der Empörung mit dem Verbergen aller kritischen Kommentare (auf facebook) bzw. dem kompletten Deaktivieren der Kommentarfunktion (auf Instagram) begegnete, setzt dem ganzen Kommunikationsdesater dieses Tages dann aber gewissermaßen die Krone auf. Von einem Fußballclub, der stets hervorhebt, die Fans seien sein größtes Kapital, darf mit Fug und Recht anderes erwartet werden.

Groundhopping Georgien – Teil II: Land der Gegensätze

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Groundhopping Georgien Lanchkhuti

Unsere Leser time_for_football_089 und Phillip haben im Jahr 2021 Georgien besucht, um ihrer Leidenschaft Groundhopping nachzugehen. In Teil I habt Ihr bereits von kleineren Problemen bei der Ein- und Anreise sowie dem Besuch der ersten Spiele erfahren. Von Kutaissi aus ging es nun weiter nach Lantschchuti, wo direkt das nächste Match auf dem Programm stand.

Morbide Schönheit in Lantschchuti

Spiel 1:
Guria Lantschchuti – FC Tiblis City  0:2

Die Nebenstraße zum Ground war die reine Kraterlandschaft – eine Straße mit so vielen und auch so tiefen Schlaglöchern hatte ich bisher noch nie befahren. Kein guter Ort für ein Auto, doch am Ende waren noch alle vier Reifen dran und es blieb unversehrt. Der Ground sollte sich als einer der Geilsten auf der Tour entpuppen: Große Löcher in der Tribüne, wo es 20 Meter runter geht, also alles komplett vergammelt. Ein Riesen-Teil muss das mal gewesen sein, denn durch die vielen Stahlträger konnte man noch erahnen, wie groß das mal war und das mitten in einer Einöde.

Groundhopping Georgien Lantschchuti
Das Stadion in Lantschchuti mit der Drohne fotografiert

Auch dank der tollen Umgebung waren die Aufnahmen mit der Drohne mega und man konnte die ganze Schönheit auf ein Bild bekommen. Phillip wurde kurz von einer Krankenschwester mitgenommen, als er sich mal wieder vergebens auf die Suche nach Wasser begab. Wir waren so froh, als das Spiel abgepfiffen wurde, denn an diesen Tag war es unfassbar heiß, dass es kaum auszuhalten war. Zurück im Auto und über die Kraterlandschaft auf die Hauptstraße, suchten wir sofort den nächsten Laden auf und deckten uns mit Getränken und Snacks ein, um die folgende zweistündige Fahrt zu überleben.

Enttäuschung und Begeisterung in Batumi

In Batumi angekommen, ging die Suche nach unserem Hotel los, denn irgendwie waren alle Straßen dorthin gesperrt. Erst wenige Tage zuvor hatten wir uns aus Preisgründen für diese Unterkunft entschieden. Es gab da nur ein kleines Problem: Das Hotel gab es an der angegebenen Adresse nicht. Zum Glück hatten wir die Option „Vor Ort zahlen“ gewählt… Also war Umdisponieren angesagt und die Jungs von der Rezeption waren auch recht verwirrt, denn bereits fünf Minuten nach der Buchung standen wir schon bei denen auf der Matte.

Strandpromenade Batumi
Die Strandpromenade in Batumi – Sightseeing statt Fußball

Nach dem Einchecken ging es schnell auf die Zimmer, denn wir hatten durch die Irrfahrt viel Zeit verloren und mussten eigentlich zu Spiel Nr. 2 an diesen Tag. Es folgte das nächste Ärgernis, denn Phillip erfuhr, dass das Spiel ausverkauft sei. So fiel das Spiel für uns flach und wir konnten nichts dagegen machen. Zur Info: Wir hatten bis dorthin keine Karten für irgendein Spiel gebraucht und auch nach Batumi nicht mehr – was für ein Pech!

Sightseeing statt Fußball

Im Nachhinein war das jedoch nicht so schlimm war, denn so konnte man sich ein wenig Batumi ansehen und in einen richtig geilen Restaurant zu Abend essen. Phillip verzog sich nach dem Essen ins Zimmer, ich blieb noch und schlenderte an der Strandpromenade entlang, denn dort gibt es einen Bauboom und es wird ordentlich in die Gebäude investiert. Was für eine tolle Stadt! Im Hotel angekommen ging es auch gleich ins Bett, denn wir hatten leider nur eine Nacht dort, da der Spielplan Phillip und mich am folgenden Tag nach Tiflis führte.

Groundhopping Georgien Restaurant Batumi
Kulinarisch blieben in Georgien kaum Wünsche offen

Die Strecke von 367 km wurde mit knapp sechs Stunden angegeben – ganz schön lang für so eine Distanz. Einmal mehr waren wir von der Landschaft ungemein angetan und ich möchte behaupten, dass Georgien eins der schönsten Länder ist, die ich bisher bereist habe. Aktuell ist man dabei, Batumi und Tiflis mit einer Autobahn zu verbinden, wie wir während unserer langen Fahrt beobachten konnten.

Groundhopping Georgien: 6 Stunden für 367 Kilometer

Das erste Spiel an diesem Tag fand im Dorf Duscheti statt. Dieses liegt auf  900 Höhenmetern, ist ca. 120 km von der russischen Grenze und nur 55 km von Tiflis, der georgischen Hauptstadt, entfernt.

Spiel 1:
FC Aragvi Dusheti – FC Kolkheti Khobi  0:0

Der Ground war einer der unattraktivsten dieser Tour und das 0:0 hat das Gesamterlebnis auch nicht besser gemacht. Das einzig Witzige, was man über diesen Ort erzählen kann, ist, dass das Gelände auch als Kuhweide diente. Nach dem Spiel musste es wieder schnell gehen, denn es gab noch viel zu erledigen und so teilten wir uns die Aufgaben. Ich fuhr Phillip mit dem ganzen Zeug schnell zum Hotel, schmiss ihn dort raus, damit er den Check-In absolvieren und das Zimmer beziehen konnte. Für mich ging es in der Zwischenzeit zum Flughafen, um das Auto abzugeben.

FC Aragvi Groundhopping Georgien
Der Sportplatz des FC Aragvi Dusheti

Treffpunkt war dann am Stadion. Ich kam mit dem Taxi an und war erst einmal verwirrt, denn der Fahrer ließ mich vor einem Tor aussteigen, das zu einen Militärgelände gehört.

Sport auf dem Militärgelände

Spiel 2:
FC Speari – FC Saburtalo II  1:1

Der Typ am Eingang hatte auch kein so rechten Plan, was ich von ihm wollte, ließ mich aber dennoch rein. Interessant war auch, dass so viele Leute da waren, obwohl das Spiel auf ein Militärgelände stattfand – ich war also tatsächlich richtig!

Um ein paar Schnappschüsse zu machen, musste ich mich durch die Büsche schlagen, aber der Typ in seinem Wachturm fand das nicht so lustig und schnauzte mich an, was mir aber egal war, da ich alle meine Aufnahmen bereits gemacht hatte und das Spiel fast zu Ende war. Dieser Abend endete – wie alle anderen auch – in einem klasse Restaurant am Fuße des Nationalstadions, wo sich auch unser Hotel befand.

FC Speari Groundhopping Georgien
Attraktives Panorama beim FC Speari

Imposante U-Bahn und unentspannte Ordner

Am folgenden Tag machten wir dann die Stadt ein wenig unsicher, für Phillip und mich ging es mit der Gondel zum Fernsehturm hoch. Dort befand sich auch ein kleiner Freizeitpark, doch leider durften wir den Turm nicht betreten, da ein Feuer die Einbauten 2004 zerstört hatte. An diesem Tag fuhr ich dann auch das erste Mal mit der berühmten georgischen U-Bahn. Die Rolltreppen dort runter sind echt gewöhnungsbedürftig, da sie recht schnell sind und man da echt auf zack sein muss.

FC Garga – FC Shevardeni 1906 Tbilisi  2:0

Nach dem kleinen Ausflug am Nachmittag wurde es Zeit, zum einzigen Spiel des Tages aufzubrechen. Unweit eines künstlich angelegten Sees fanden wir den Ground, bei dem die Ordner sehr unentspannt waren und uns auch nicht erlaubten, Getränke mit ins Stadion zu nehmen, obwohl die Temperaturen an diesem Tag gefühlt die der Hölle überstiegen.

FC Gagra Groundhopping Georgien
Der FC Gagra ist ein Verein in der georgischen Hauptstadt Tiflis

Festmahl zum Abschied

Nach dem Abpfiff mussten wir in der Hitze lange aufs Taxi warten und nach einer gut 20 minütigen Fahrt erreichten wir unser Hotel. Dort machten wir uns kurz frisch und nach einigen Minuten ging es schon wieder los ins Restaurant, denn zu Abend hatten wir noch nicht gegessen. Wir zelebrierten den Abend dann genüsslich mit Speis und Trank, bis die Kellner uns freundlich raus schmissen.

Am nächsten Morgen begann Phillips letzter Tag in Georgien, während ich aufgrund der Quarantänevorschriften um eine Woche verlängert hatte. In Deutschland hätte ich sonst für eine Woche in Quarantäne gemusst, weil meine zweite Impfung – wie vorher bereits angedeutet – noch keine zwei Wochen alt war. Für nur 5 Euro konnte den Rückflug umbuchen und auch die Unterkünfte waren in Georgien nicht allzu teuer. Am Ende hatte ich in etwa 200 Euro Mehrkosten, was ich allerdings gerne in Kauf nahm statt nach dem Urlaub eine Woche in Quarantäne verbringen zu müssen.

Ein letzter Kick in Tiflis

Dieser Tag verlief dann größtenteils ereignislos, nur ein Spiel stand noch auf dem Zettel, das im Norden von Tiflis stattfand. Der Ground war einer der wenigen, den man gut öffentlich mit Bus und Bahn erreichen konnte. Trotz Kunstrasen war die Anlage – da hat man schon Schlimmeres gesehen!

WIT Georgia – FC Rustavi   1:1

Nach dem Spiel ging es dann noch in eine Brauerei, die wir durch Zufall gefunden hatten. Dort beendeten wir den letzten Tag der gemeinsamen Tour mit einem tollen Abendessen.

WIT Georgia Groundhopping Georgien
Letzter Kick des Trips: WIT Georgia

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien

Groundhopping Georgien – Teil I: Abenteuerliche Reise zu Corona-Zeiten

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Groundhopping Georgien Zestafoni

Kürzlich hatten wir unsere Leser dazu aufgerufen, uns Berichte von ihren Fußballreisen zuzuschicken. Tatsächlich kamen einige interessante Rückmeldungen, die wir Euch nicht vorenthalten wollen. time_for_football_089 hat beispielsweise einen lesenswerten Artikel zum Groundhopping in Georgien geschrieben, den wir Euch heute aufgrund seines Umfangs in zwei Teilen präsentieren werden. Viel Spaß beim Lesen!

Frust zu Corona-Zeiten

Wir schreiben das Jahr 2021 und die ganze Welt steht still, alle sind eingesperrt und müssen in ihrer kleinen Welt leben. Doch irgendwie scheint es, als habe ein auch bei den Löwen bekannter Groundhopper ein Schlupfloch gefunden, um regelmäßig Spiele zu besuchen. Gefühlt fast täglich poppte eine Nachricht der Futbology App auf: “Phillip R. hat sich hier und dort eingecheckt.” Wie macht der das bloß? Ist nicht überall alles dicht?

Ich muss zugeben, dass ich in dieser Zeit wenig motiviert war, mich zu informieren oder überhaupt was in diese Richtung zu unternehmen, aber die Neugier war doch zu groß und daher schrieb ich den Kollegen an. Ich bekam meine Antworten und noch viel mehr, denn er erzählte mir von seinen kommenden Touren, bei der es mir eine besonders angetan hat: Georgien!

Groundhopping Georgien Tiflis
Ein Blick über Georgiens Hauptstadt Tiflis

Die Lust aufs Reisen kehrt zurück

Wie vorher schon angedeutet, war ich weder motiviert noch in Planungslaune, doch das ließ den Motor wieder in die Gänge kommen und ich stürzte mich in die Arbeit. Voraussetzung war natürlich, dass ich meinen Urlaub verschieben musste und daher auf das Go von mein Chef warten musste. Dies war dann aber letztendlich überhaupt kein Problem.

Die größte Baustelle war jedoch die Planung der Spiele, denn es gab so unfassbar viele Partien in dieser Zeit. Nach etwas Jonglieren mit Daten und Routen stand die Tour endlich und man konnte das Auto und die Unterkünfte buchen. Die Tage bis zum Abflug wurden immer kürzer und bald war es dann auch soweit. Aber bevor es am 07.06.2021 in den Flieger nach Tiflis ging, musste ich am Morgen noch meine zweite Impfung abholen, denn ohne diese hätte ich nicht einreisen dürfen.

Unterschiedliche Quarantänebestimmungen

Abends am Flughafen bekam ich den Schock des Lebens, denn die nette Dame von der Lufthansa meinte, dass ich mit meiner Impfung nicht einreisen könne, da die zwei Wochen nach der zweiten noch nicht abgelaufen waren. Ich meinte dann zu ihr, dass das für Georgien nicht gilt. Nach kurzer Recherche gab sie mir Recht und ließ mich einchecken und somit ging die Reise los.

In Tiflis angekommen, ging es zur Einreisekontrolle und ich habe in mein ganzen Leben noch nie so viele Fragezeichen in den Augen einer Person gesehen wie bei den Zollbeamten an diesem Tag. Das gelbe Impfbuch hat sie so sehr überfordert, dass sie einige Minuten darin rumblätterten und wahrscheinlich bis heute kein Plan haben, was da drin steht. Egal: Hauptsache drin.

Groundhopping Georgien
Herzlich willkommen in Georgien

Aggressive Straßenhunde in Tiflis

Nach der Einreise ging es dann auch schnell zur Autovermietung. Dort holten wir unser Auto und schon ging die wilde Reise los. Unser Weg führte uns im Zickzack durch die ganze Hauptstadt. Zum Glück war es früh am Morgen, denn ungeübt hätte ich kein Bock auf den dichten Verkehr gehabt.

Einen kleinen Zwischenfall gab es dann doch und das direkt am Nationalstadion von Georgien. Dort standen Phillip und ich an der roten Ampel, als zwei Straßenhunde unser Auto angriffen. Gefühlt konnten wir uns zehn Minuten lang kein Stück vor- oder zurückbewegen, da die Hunde user Gefährt belagerten. Zum Glück löste sich die Situation dann aber doch noch auf und wir konnten unsere Fahrt ohne Verluste auf Material- oder Hundeseite fortsetzen.

Zweifelhafte Straßenverhältnisse

Nach einer gefühlten Ewigkeit verließen wir endlich die Stadt, fuhren auf die Autobahn, mussten diese jedoch schon bald wieder verlassen, denn zum ersten Spiel mussten wir über Landstraße, Schotterpisten und Serpentinen fahren. Laut Navi sollten wir drei Stunden unterwegs sein, durch die lange Anreise (Flug etc.) gingen mir jedoch bald die Kräfte aus und ich erwischte mich dabei, wie ich zweimal in einen Sekundenschlaf fiel.

Deswegen fuhr ich bei der nächsten Möglichkeit rechts ran – leider bot sich diese jedoch auf einer Schotterpiste und durch das starke Bremsen schlitterten wir schön über den Weg. Blöd nur, dass Phillip geschlafen hatte und sich dermaßen erschrak, dass er gar nicht überriss, was los war. Nach zwanzig Minuten ging es dann aber doch weiter, denn wir hatte noch kein Bargeld und die Bankendichte war bislang auch sehr überschaubar gewesen…

Groundhopping Georgien Kühe
Ab und an war die Anreise zu den Spielorten etwas abenteuerlich

Endlich: Fußball in Sicht

Endlich in Zestafoni angekommen, stellten wir uns mit über mehreren Dutzend Leuten am Automaten an. Keine Ahnung, was es da für ein Problem gab, denn keiner bekam Geld und so folgten lebhafte Diskussionen mit den Bankangestellten. Ich versuchte trotz der Situation mehrmals mein Glück und siehe da: Beim sechsten Versuch an zwei verschiedenen Automaten spuckte das Gerät ein paar Scheine aus und somit waren die ersten Tage gesichert.

Mit Geld in der Tasche suchten wir uns einen Laden, wo wir was zum Frühstücken bekamen, denn das letzte Mahl war schon ewig her.

Groundhopping Georgien: Länderpunkt in Zestafoni

Nach 2-3 Kaffees und einem kleinen Snack ging es dann endlich zum ersten Spiel:

FC Zestafoni – SFC Shturmi 4:0

Für den Länderpunkt Georgien, war das schon ne ziemlich geile Hütte und am Ende konnte sich Zestafoni mit einen 4:0 durchsetzen. Nach dem Spiel ging es dann auf fast direkten Weg ins Hotel, denn der Tag war auch schon echt lang mittlerweile.

Groundhopping Georgien Zestafoni
Das Stadion in Zestafoni – auch im Titelbild des Artikels zu sehen

Wir erlaubten uns nur einen kleinen Zwischenstopp, um uns noch schnell eine SIM-Karte zu holen. Nach dem Check-In machten wir uns kurz auf dem Zimmer frisch und fuhren anschließend mit dem Taxi zum Abendessen. Eine weitere eigene Autofahrt war nach all den Strapazen einfach nicht mehr drin…

Drei Spiele an einem Tag

Am nächsten Morgen brachen wir nach dem Frühstück auf zum ersten Spiel, denn gleich drei Matches standen an diesem Tag auf der Liste.

FC Odishi 1919 – FC Wit Georgia II  0:2
Imerti Khoni – Merani Martvili II  1:2
Torpedo Kutaisi – FC Samtredia  1:1

Das erste Spiel fand in der Stadt Anaklia statt. Diese grenzt an das abtrünnige Gebiet Abchasien, von Problemen war jedoch (Gott sei Dank) nichts zu sehen. Es standen lediglich ein paar Autos der UN herum, die unweit des Grounds geparkt hatten. Das Stadion selbst war geil gelegen: auf einer Landesspitze, vorne das Schwarze Meer und hinten der Fluss Enguri.

Groundhopping Georgien FC Odishi
Das Stadion des FC Odishi

Ein perfekter Ort also für Aufnahmen mit der Drohne. Nach einem Abstecher zum Strand mussten wir dann aber auch schon weiter, denn Spiel Nummer 2 des Tages wartete. Über wunderschöne Landstraßen nahe des Kaukasus-Gebirges ging es in das Dorf Choni. Auf dem Weg dorthin versperrten uns ständig Kühe den Weg, die wir im Slalom umfahren mussten. Linus Straßer hätte seine Freude an unseren Fahrkünsten gehabt!

Rasche Weiterreise zum zweiten Match

Der Ground befand sich hinter einem großen Tor, wo wir eigentlich das Auto abstellen wollten. Allerdings waren wir uns unsicher, ob das später nicht geschlossen sein könnte  und wir dann am Ende nicht mehr weg kommen. Also parkten wir zur Sicherheit draußen – eine gute Entscheidung. Der Ground befand sich in der Mitte des Dorfes neben einer schönen Kirche, die Tribüne war an ein Haus gebaut und bestand nur aus Stahlträgern mit Sitzen drauf. So schnell wie wir dort waren, mussten wir auch wieder weg, denn zum Abendspiel in Kutaissi mussten wir noch ein paar Kilometer überbrücken.

Imerti Khoni Groundhopping Georgien
Das Stadion von Imerti Khoni mit der Drohne fotografiert

Unser Hotel befand sich in der Nähe des Stadions, doch zuvor stand noch Abendessen auf dem Programm und die Parkplatzsuche in der drittgrößten Stadt Georgiens gestaltete sich einfacher als erwartet. Das Restaurant, das Phillip rausgesucht hatte, war mega! Die haben so gut aufgetischt, dass wir fast zu spät zum Spiel gekommen wären.

Glasflasche? Kein Problem!

Der Ground bot eine tolle Sicht auf die Stadt. Wie die Tage zuvor, gab es auch diesmal im Stadion nichts zum Trinken. Zum Glück hatten wir aber vorgesorgt und uns außerhalb an einer Pizzabude mit Bier und Limo versorgt. Beim Einlass hat sich keiner für unsere Mitbringsel interessiert, obwohl es das Bier nur in Glasflaschen gab.

Torpedo Kutaissi Groundhopping Georgien
Zu Gast bei Torpedo Kutaissi

Bereits am nächsten Tag standen wieder zwei Spiele und ein Tapetenwechsel auf dem Plan. Zuerst führte uns die tolle Landstraße nach Lantschchuti; dort fand das erste Spiel statt, bis es weiter nach Batumi gehen sollte.

Fortsetzung folgt…

So viel zu Teil I des Berichts von Groundhopping Georgien – die Fortsetzung veröffentlichen wir heute Nachmittag!