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Mitgliederversammlung: Kein Antrag auf Onlinewahl beim TSV 1860

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TSV 1860 Mitgliederversammlung Stimmkarte
Stimmkarte bei einer Mitgliederversammlung des TSV 1860 München e.V.

Ein Ex-Ultra als Vereinspräsident, der von den Mitgliedern auch noch auf einer Präsenzveranstaltung gewählt wurde? Was manch einem bei den Löwen schlaflose Nächte bereiten würde, wurde bei Hertha BSC kürzlich zur Realität. Der Chef des Aufsichtsrats, der einen anderen Kandidaten bevorzugt hatte, möchte das Procedere nun jedoch ändern. Beim TSV 1860 hingegen ist man mit dem aktuellen Modus zufrieden, ein Antrag zur Onlinewahl steht nicht auf der Tagesordnung.

Satzungsänderung bei Hertha BSC?

Es ist kein großes Geheimnis, dass Aufsichtsratchef Klaus Brüggemann den Kandidaten Frank Steffel bei der Präsidentenwahl bei Hertha BSC unterstützt hat. Überraschend setzte sich jedoch Ex-Ultra Kay Bernstein durch, der 1670 der 3016 abgegebenen Stimmen auf sich vereinte. Bei gut 40000 Mitgliedern kommt man somit auf eine Wahlbeteiligung, die der bei den Löwen auf den letzten Mitgliederversammlungen nicht unähnlich ist.

Brüggemann zeigte sich unzufrieden und regte medienwirksam eine Satzungsänderung beim Fast-Absteiger an, wie der kicker berichtet:

“Wir sollten unsere Satzung im Hinblick auf künftige Wahlen dringend überarbeiten. Aus meiner Sicht sollten wir das bisherige Wahlprocedere kippen und ein Instrument schaffen, mit dem wir bei Wahlen eine Einbindung von möglichst vielen Mitgliedern schaffen. Wenn einem Kandidaten in einem Verein wie Hertha BSC mit mehr als 40.000 Mitgliedern etwa vier Prozent Unterstützung der Gesamtmitglieder reichen, um neuer Präsident zu werden, dann gibt es Optimierungsbedarf. Auch wenn es sich unglaubwürdig anhört: Ich hätte das auch gesagt, wenn statt Kay Bernstein Frank Steffel die Wahl gewonnen hätte.”

Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Mitglieder von Hertha BSC diesem Vorhaben zustimmen… Bernstein-Vorgänger Werner Gegenbauer war übrigens in der Vergangenheit durchaus auch mal mit rund 500 Stimmen gewählt worden.

Weiterhin keine Onlinewahl beim TSV 1860

Bei den Löwen wird die Mitgliederversammlung auch dieses Jahr wieder in Präsenz stattfinden. Am 10.07. stehen im Zenith u.a. die Wahl des Präsidenten an, zu der Amtsinhaber Robert Reisinger als Kandidat vorgeschlagen wurde.

Einen Antrag zur Onlinewahl sucht man beim TSV 1860 dieses Jahr einmal mehr vergebens. In der Vergangenheit waren entsprechende Anträge meist mit großer Mehrheit abgelehnt worden, um die Mitgliederversammlung als oberstes und wichtigstes Organ eines eingetragenen Vereins zu stärken. Offenbar ist man beim TSV 1860 mit dem Status Quo zufrieden, auch wenn eine angebliche “schweigende Mehrheit” anderer Meinung sein soll.

Sechzig um sieben: Goden aussortiert

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Löwen Sechzig um Sieben

Durch die bisher neun Neuzugänge ist der Kader des TSV 1860 München aufgebläht. Nachdem einige Talente zur U21 zurückgestuft wurden, und Johan Djayo nach Burghausen wechselte, steht eine weitere Trennung an: Kevin Goden wurde aussortiert.

Köllner schasst Goden

Der 23-jährige Spezialist für die rechte Außenbahn soll sich in der laufenden Transferperiode einen neuen Verein suchen. Michael Köllner führte gegenüber dem Münchner Merkur aus, dass Goden aussortiert wurde und er auf der “Position rechts hinten anders plant”. Damit kann sich Kevin Goden trotz bis 2023 laufenden Vertrag eine neue Wirkungsstätte suchen. Die Löwen wollen ihm sogar dabei helfen.

Zehnter Neuzugang wird gesucht

Ebenfalls gegenüber dem Merkur ließ Köllner verlauten, dass nach wie vor ein zehnter Neuzugang gesucht wird. Köllner hat dabei einen weiteren offensiven Mittelfeldspieler im Visier. Allerdings hat der Coach dabei keinen Zeitdruck. Man halte aber die Augen offen, um bei einem entsprechend attraktiven Spieler gegebenfalls nochmal zuschlagen zu können.

Marcel Bär: Hartnäckig erkältet

Der Torschützenkönig der letzten Saison leidet unter einer hartnäckigen Erkältung. Gestern unterzog er sich einem weiteren Medizincheck, falls dieser positiv ausfallen sollte, wird Cello in Kürze ins Training einsteigen. Gerüchteweise versuchen übrigens Heidenheim und Dresden, Marcel Bär den Löwen abzuwerben.

Markus Ziereis im Interview

In einem Interview mit transfermarkt.de äußerte sich der ehemalige Löwenstürmer auch ausführlich zu seiner Vergangenheit an der Grünwalder Straße. “Was mir extrem imponiert hat, war die Leidenschaft, mit der die 1860-Fans uns in jedem Heimspiel nach vorne getrieben haben. Das Grünwalder Stadion war ein wahrer Hexenkessel”, äußerte sich Ziereis.

Keine Kita im Sechzgerstadion

Die vom Bezirkausschuss angeregte Kita im Grünwalder Stadion wird nicht kommen. Diese sei laut dem Referat für Bildung und Sport in einem Fußballstadion nicht umsetzbar.

Watzke erklärt 50+1 für “sicher”

Der DFL-Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Joachim Watzke erklärte im kicker, dass “es nicht mehr nötig sei, über 50+1 zu diskutieren”. Denn unter seiner Verantwortung wird es hundertprozentig keine Änderungen an der Regelung geben.

News aus der dritten Liga

Waldhof sucht noch vier Neuzugänge

Sechs Neuzugänge für die kommende Saison konnte der Waldhof bisher unter Vertrag nehmen. Trotzdem suchen die Mannheimer noch vier neue Spieler. Es sollen noch ein Innenverteidiger, ein Linksverteidiger und zwei Offensivspieler kommen.

Rot-Weiß Essen will Stadionausbau forcieren

Über 7.000 Dauerkarten hat der Aufsteiger aus dem Ruhrgebiet bereits absetzen können. Der Rat der Stadt Essen soll nach den Sommerferien über einen Ausbau des Stadions auf 27.000 Plätze entscheiden. Bis zur Saison 26/27 soll der Umbau abgeschlossen sein. Da könnte sich die Stadt München mal eine Scheibe davon abschneiden…

Daferner wechselt zum Club

Die Bild-Zeitung berichtet, dass Dynamo Dresden und der 1. FC Nürnberg sich auf eine Ablöse für den Ex-Löwen geeinigt haben. Angeblich soll der Stürmer für die Summe von einer Million zu den Franken wechseln.

Damit seid Ihr wie immer bestens informiert, was in der Grünwalder Straße und der dritten Liga läuft. Sechzger.de wünscht Euch einen schönen Tag!

 

Grünwalder Stadion: Stadt sagt “nein” zur Kita im Sechzger

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Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860 im Herbst 2021
Grünwalder Stadion, Heimat des TSV 1860 im Herbst 2021

Die Idee war gut, aber zur Umsetzung wird es nicht kommen. Einer der beiden Giesinger Bezirksausschüsse hatte den Wunsch vorgebracht, eine Kita im Grünwalder Stadion zu integrieren. Diesem Vorhaben schob das Referat für Bildung und Sport laut AZ nun einen Riegel vor.

Keine Kita im Grünwalder Stadion

Zwar könne sich das Referat durchaus vorstellen, dass die für die Gastronomie ausgewiesenen Flächen außerhalb des Fußball-Spielzeiten auch anderweitig genutzt werden, eine Kindertagesstätte sei jedoch nicht möglich.

So seien Nutzungen, die “besondere fachliche Anforderungen” wie feste Öffnungszeiten, Zugang abseits der Spieltage oder Freiflächen haben, aus Sicht der Stadt nicht realisierbar. Zudem sei es “keine kostengünstige Möglichkeit”, im Stadion eine Kita zu betreiben, so das zuständige Referat für Bildung und Sport.

Markus Ziereis im Interview: “Bei 1860 war richtig Druck auf dem Kessel.”

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TSV 1860 Markus Ziereis Felix Weber
Markus Ziereis und Felix Weber bei der Aufstiegsfeier der Löwen

Am letzten Oktober-Wochenende kommt es zum großen Löwentreffen im Hans-Walter-Wild-Stadion in Bayreuth. Der TSV 1860 wird dann bei Aufsteiger SpVgg Bayreuth gastieren, der einige ehemalige Spieler von Münchens großer Liebe in seinen Reihen hat. Einer davon, Markus Ziereis, spricht im Interview mit transfermarkt.de u.a. über seine Beziehung zu den Löwen, seine Freundschaft zu Kevin Volland und die Perspektive der Oldschdod in der 3. Liga.

Markus Ziereis im Interview

Bezüglich der bevorstehenden Spielzeit stellt Markus Ziereis im Interview schnell klar, dass es einzig und alleine darum gehe, die Klasse zu halten.

“Bei uns steht nicht nur Mannschaft drauf, sondern es steckt auch eine Mannschaft drin. Wir haben eine tolle homogene Truppe, in der jeder für den anderen bereit ist, die bekannten zusätzlichen Meter zu gehen. Zudem, und das sollte Motivation genug sein, spielen wir gegen eine Vielzahl von geilen Traditionsvereinen, die wir unbedingt besiegen wollen. Ich glaube, es gibt nichts Schöneres, als vor toller Kulisse auswärts bei 1860 oder Dynamo Dresden zu gewinnen.”

Zumindest der Sieg an der Elbe sei Ziereis und seinen Kollegen natürlich von Herzen gegönnt.

“Das Grünwalder Stadion war ein wahrer Hexenkessel”

Zu den Löwen hat Ziereis natürlich eine ganz besondere Beziehung. Viele Jahre lang hielt der Stürmer in der Jugend für den TSV 1860 die Knochen hin und gelangte über die Amateure in den Zweitliga-Kader. Nach einigen Jahren auf der Wanderschaft kehrte der Torjäger zur Saison 2017/18 nach Giesing zurück – und stieg mit den Löwen in die 3. Liga auf.

“Bei 1860 war richtig Druck auf dem Kessel. Jeder in der Mannschaft wusste, ein möglicher verpasster Aufstieg wird nicht nur nicht toleriert, sondern würde quasi das Aus für den Verein bedeuten. Deshalb gab es auch Spiele, in denen wir wirklich bescheidene Leistungen gebracht haben, weil wir einfach Angst hatten, zu versagen, und uns die Leichtigkeit fehlte. Diese Partien haben wir dann aber aufgrund unserer Mentalität und dem absoluten Siegeswillen gewonnen. Was mir extrem imponiert hat, war die Leidenschaft, mit der die 1860-Fans uns in jedem Heimspiel nach vorne getrieben haben. Das Grünwalder Stadion war ein wahrer Hexenkessel.”

Extreme Nähe zu den Fans

Besonders das Drumherum in der Regionalliga hat Ziereis imponiert, wie er im Interview durchblicken lässt.

“Das wirklich tolle an den Regionalligen ist, dass du extrem nah an den Fans bist, meistens sind sie nur wenige Meter von dir entfernt. Du hörst also jede einzelne Beleidigung. Ich fand es wirklich erstaunlich und total lustig, wenn dann ältere Herrschaften in der bayerischen Provinz dich durchbeleidigt haben. Zudem waren die Gegner extrem motiviert. Für die war die Partie gegen 1860 das Highlight des Jahres.”

Auch für uns Fans war die Saison aufgrund der Nähe zur Mannschaft bekanntlich eine ganz besondere Erfahrung.

Kein Neid auf die Karriere von Kevin Volland

In der Jugend der Löwen hieß der Sturmkollege von Markus Ziereis einst Kevin Volland. Obwohl sich die sportlichen Wege trennten, blieb die Freundschaft der beiden bestehen. Noch heute verbringen die beiden samt Familien ihre Urlaube gerne zusammen.

“Wenn ich einem diesen Werdegang von Herzen gönne, dann Kevin. Ich kenne keinen Profi, der trotz seiner Erfolge so bodenständig geblieben ist. Ich empfinde auch keinen Neid, weil ich für mich einen Weg gefunden habe, mit dem ich absolut zufrieden bin und auf den ich glücklich schaue.”

Das kann er auch. Wir freuen uns aufs Wiedersehen, Zier!

Markus Ziereis
Bereits in der Jugend ging Markus Ziereis für die Löwen auf Torejagd

Hartnäckige Erkältung: Wann steigt Marcel Bär ins Training ein?

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Marcel Bär TSV 1860

Vier Spiele, vier deutliche Siege – anhand der bisherigen Ergebnisse könnte man fast vergessen, dass die Löwen bisher noch nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Neben den langzeitverletzten Daniel Wein, Marius Willsch und Lorenz Knöferl kam auch der Torschützenkönig der abgelaufenen Drittligasaison bisher nicht zum Einsatz. Eine Erkältung aus der Sommerpause hat Marcel Bär bisher aus dem Verkehr gezogen, in Kürze soll er jedoch beim TSV 1860 ins Training einsteigen.

Gerüchte um den Torjäger

Der Reflex ist ebenso automatisch wie natürlich: Wenn ein herausragender Fußballer wegen einer Erkältung über einen längeren Zeitraum ausfällt, folgt fast unweigerlich die Frage, ob da nicht doch mehr dahinter steckt. Haben die Leistungen von Marcel Bär in der Vorsaison Begehrlichkeiten bei anderen Clubs geweckt? Steht der Stürmer gar vor dem Abschied?

Gerüchten zufolge sollen der 1. FC Heidenheim und Dynamo Dresden zwar ihre Fühler ausgestreckt haben, die Löwen denken jedoch nicht an einen Verkauf ihres Torjägers. Während Heidenheim mit der 2. Bundesliga locken könnte, hat Dynamo die Nähe zur Bär’schen Heimat (Braunschweig) sowie die finanzielle Komponente auf seiner Seite. Durch die bevorstehenden Transfers von Königsdörffer und Daferner werden vrsl. rund 2 Millionen Euro in die Kassen der Dresdner gespült.

Wann steigt Marcel Bär ins Training ein?

So viel zur Gerüchteküche, nun zum tatsächlichen Geschehen. Laut sechzger.de-Informationen unterzieht sich Marcel Bär heute einem neuerlichen Medizincheck und kann bei Bestehen in Kürze ins Training bei den Löwen einsteigen.

Auch Christopher Lannert ist nach seiner Corona-Erkrankung auf dem Weg der Besserung und dürfte bald sein Debüt im Trikot des TSV 1860 feiern. Ob man Kevin Goden nochmal in Aktion sehen wird, steht indes in den Sternen. Trotz Teilnahme am Training kam der letztjährige Neuzugang zuletzt nicht zum Einsatz. Die Anzeichen verdichten sich, dass Goden bei den Löwen keine Perspektive mehr hat.

Bild: OR-Pressedienst

Groundhopping Moldawien: Fremde Welt Transnistrien

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Groundhopping Moldawien Transnistrien

Eine Reise nach Moldawien (offiziell: Republik Moldau) ist per se ja schon abenteuerlich und steht sicherlich nicht unbedingt bei vielen Leuten ganz oben auf der Prioritätenliste. “Wenn schon, denn schon”, dachte sich unser Leser Stefan und setzte dem ganzen noch die Krone auf. So führte ihn seine Leidenschaft Groundhopping nicht nur nach Moldawien, sondern noch nach Transnistrien, den “Staat im Staat”. Viel Spaß beim Lesen!

Gewinner und Verlierer der Unabhängigkeit

Beim Zerfall der Sowjetunion Anfang der 90er-Jahre lief ja nicht alles so optimal, wie es sich die Leute vielerorts erwünscht hatten. Einigen Teilrepubliken konnte es mit der Unabhängigkeit gar nicht schnell genug gehen, andere wiederum wollten eigentlich gar nicht unabhängig werden, wieder andere würden es gerne, dürfen es aber bis heute nicht. Insgesamt 17 neue Länder sind aus dem, was vorher die UdSSR war, mittlerweile entstanden und haben auch eigene Fußballverbände gegründet.

Bei den ganzen Unabhängigkeitsbestrebungen hat es wohl das jetzige Moldawien am ungünstigsten erwischt: Als am 27. August 1991 die Unabhängigkeit ausgerufen wurde, hat man vollkommen übersehen, dass ein kleiner Landstrich namens Transnistrien gar nicht von der Sowjetunion weg wollte und das auch schon einige Monate vorher deutlich kommuniziert hatte.

Groundhopping Moldawien Transnistrien
Nein, das ist nicht auf Kuba

Transnistrien als “Staat im Staat”

Die Folge war ein Konflikt mit zahlreichen Todesopfern und ohne wirklichen Sieger. Bis heute gilt der Konflikt als “eingefroren”. Das bedeutet: Transnistrien gehört völkerrechtlich zu Moldawien, fühlt sich aber weiter als souveräner Sowjetstaat. Dumm nur, dass es die Sowjetunion gar nicht mehr gibt und man aufgrund der benachbarten Ukraine nicht einmal eine gemeinsame Grenze zum Nachfolger Russland hat.

Über die Jahre entwickelte sich in Transnistrien somit ein eigener Staat im Staat mit einer eigenen Regierung, einem Sicherheitsapparat, Verwaltung und sogar einer eigenen Währung, deren Münzen witzigerweise aus Plastikchips bestehen.

Das Einzige, was fehlt, ist eine eigene Fußballliga. Der Spitzenclub Sheriff Tiraspol spielt sehr erfolgreich in der moldawischen Liga mit und vertritt das Land üblicherweise im Europacup. Ein Grund mehr, da mal hinzufahren, um sich ein Fußballspiel anzusehen.

Groundhopping Moldawien Transnistrien
Der Kollege Lenin erfreut sich in Transnistrien offenbar noch großer Beliebtheit

Eine Grenze, die eigentlich keine ist

Die Anreise verlief problemlos mit Austrian Airlines in die moldawische Hauptstadt Chisinau, von wo aus es mit dem Überlandbus über die Grenze geht, die keine ist, aber behandelt wird, als wäre sie eine. Während in Chisinau die bekannten lateinischen Schriftzeichen vorherrschen und Wegweiser nach Bukarest, Athen und Sofia zeigen, überwiegt eine Stunde später die kyrillische Schrift mit Verweisen nach Odessa, Krasnodar und Wolgograd.

Die Architektur, die Autos, die Werbung – alles weist darauf hin, dass wir gerade die Grenze von West nach Ost übertreten haben. Beim ersten Rundgang durch die Quasi-Hauptstadt Tiraspol fühlt es sich an, als wären wir in einem Sowjet-Disneyland gelandet. Als wären die zahllosen Lenin-Statuen noch nicht genug, landen wir im Bahnhof der Stadt auch noch in einer echt sowjetischen Kneipe, die komplett aus der Zeit gefallen scheint.

Groundhopping Moldawien Transnistrien
Na dann: ваше здоровье

Stadion in Bender als Freudenspender

Für das lange Wochenende ist neben Sightseeing auch der Besuch zweier Fußballspiele geplant. Für das erste Spiel habe ich mich für die zweitgrößte Stadt mit dem wohlklingenden Namen BENDER entschieden.

Dynamo Tighina Bender – Real Success 5:2
2. Liga Moldawien
Stadion Dinamo Bendery
17. August 2019

Beim “Zweitligakracher” (hüstel) traf die Mannschaft von Dynamo Tighina Bender auf ein Team namens Real Success, das seinen Namen aber überhaupt keine Ehre machte und haushoch gegen die Benders verlor. Star des Spiels war jedoch das überragende Stadion, das vier vollkommen überdimensionierte Flutlichtmasten hatte, aber dafür nur eine einzige Tribüne, diese dafür zweistöckig und mit VIP-Logen, zwischen denen der Putz bröckelte. Herausragend!

Groundhopping Moldawien Transnistrien
Leicht überdimensionierte Flutlichtmasten in Bender

Zu bemängeln war leider, dass es im Stadion kein Bier gab, positiv überraschte aber der alternde Stadionsprecher mit weit geöffnetem Jeanshemd, der seine Anlage direkt vor uns aufbaute und sich nicht nur einmal lautstark als Box-Ansager versuchte. Fans waren jedoch leider Fehlanzeige. Trotzdem war es ein ganz toller Ausflug in eine ganz andere Welt, der am Abend noch mit einem langen Absacker in einer Russenbar endete!

Groundhopping Moldawien Transnistrien
Der eigentliche Star des Spiels

Die etwas andere Stadtführung

Am nächsten Morgen überredete uns der Hostelbetreiber zu einer außergewöhnlichen Stadtrundfahrt: Da der Landesteil über nicht viel Perspektive für junge Leute verfügt, verlassen überdurchschnittlich viele Menschen das Land. Übrig bleiben verlassene Werkstätten, Krankenhäuser, Schulen oder Freizeitparks, in die man mit einigen Kontakten (a.k.a. “Hostelbetreiber”) und ein paar Flaschen Wodka als Pfand einsteigen kann. Unbeschreiblich.

Eine Schule, die vor fast 30 Jahren Hals über Kopf aufgegeben wurde, und durch deren Ritzen seitdem das Gras wächst, während die liegengelassenen Schulbücher vermodern. Ein altes Krankenhaus mit verlottertem Zahnarztstuhl oder ein total zerfallenes Theater. Das war wirklich eine der besten “Stadtführungen”, die ich jemals machen durfte.

Groundhopping Moldawien Transnistrien
Auf und davon…

Groundhopping Moldawien beim Serienmeister

Sheriff Tiraspol – FC Milsami Orhei 2:1
Moldova Nationata
Stadion Bolshaya Sportivnaya Arena
18. August 2019

Den zweiten Teil des “Abenteuers Fußball” verbrachten wir dann noch beim Rekordmeister Sheriff Tiraspol. Der 1996 gegründete Verein wurde 18-mal moldawischer Meister und konnte auch schon viermal bis in die Gruppenphase der Europa League vordringen. Im September 2021 gelang in der Champions League gar ein 2:1-Sieg bei Real Madrid!

Hauptsponsor und Vereinseigner ist das Unternehmen “Sheriff”, der staatseigene Betrieb, dem in schönster Oligarchenmanier auch die Fernsehsender, Supermärkte und Tankstellen des Landes gehören. Mit diesem “Sheriff”-Unternehmen herrscht ein gewaltig kapitalistischer Hauch im romantischen Sozialismus, meine Herren!

Groundhopping Moldawien Transnistrien
Wenn schon ewiggestrig, dann gscheid!

Seelenloser Bau am Stadtrand

Das schwarz-gelbe Sheriff-Stadion aus dem Jahr 2002 mit 13.000 Plätzen ist leider ein typischer seelenloser Bau am Stadtrand ohne Besonderheiten. Nur wenige Tage vor dem Spiel verlor Sheriff ganz knapp gegen AIK Solna in der 3. Quali-Runde der Europa League mit 1:1/1:2 und so war die Luft in diesem Spiel raus. Weder von den wenigen Fans noch von der Mannschaft kam viel Engagement. Nichts Negatives ohne etwas Positivem: Der Eintritt war kostenlos und so konnten die dafür zurück behaltenen transnistrischen Rubel für Bier (für umgerechnet 50 Cent die Halbe) verwendet werden. Auf dem Platz gabs ja nicht viel zu verpassen!

Nach vier Tagen in der „Sowjetunion“ und zwei Spielen der moldawischen Liga sowie jeder Menge skurriler Eindrücke ging es dann wieder mit dem Nachtflug über Wien nach Hause.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar

Groundhopping Moldawien Transnistrien
Schnappatmung beim TÜV garantiert

DFL-Aufsichtsratschef Watzke: “50+1 in den nächsten Jahren sicher!”

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Geld Euro 50+1 Konsolidierung

Wer kennt es nicht? “Die Bundesliga wird international abgehängt.” Oder auch: “Nur wenn 50+1 fällt, kann die Dominanz der Bayern beendet werden.” Selbst im Umfeld des Drittligisten TSV 1860 träumen einige von goldenen Zeiten beim Wegfall der Regelung, obwohl man den deutschen Fußball selbst im Ausland vermehrt darum beneidet. DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke schob solchen Gedankengängen nun kategorisch den Riegel vor und erklärte, 50+1 sei in den nächsten Jahren unverhandelbar.

Watzke: “50+1 in den nächsten Jahren sicher!”

Zwar ärgere ihn auch, dass der FC Bayern in der Bundesliga scheinbar konkurrenzlos davonmarschiere, 50+1 sehe er aber dennoch als unverhandelbar, so Watzke im kicker:

“Es ist gar nicht mehr nötig, über 50+1 zu diskutieren, weil es in Deutschland unter meiner Verantwortung als DFL-Aufsichtsratschef in den nächsten Jahren keine Änderung geben wird. Das ist hundertprozentig sicher.”

Vielmehr spekuliere er auf eine Schwächephase des Serienmeisters und gehe davon aus, dass Clubs wie sein BVB oder Bayer Leverkusen alles dafür tun werden, um ein spannendes Titelrennen zu garantieren.

Verweis auf Eintracht Frankfurt

Auch das Argument, man sei mit 50+1 international nicht konkurrenzfähig, verwies Watzke ins Reich der Fabeln.

“Nicht nur Frankfurts Erfolg in der Europa League gibt mir recht, sondern auch die Champions League. Die hat Real Madrid gewonnen – ein glasklarer 50+1-Klub, in dem der Präsident sogar noch von den Mitgliedern gewählt wird.”

Wer will ihm da widersprechen?

Negative Beispiele en masse

Dass der Wegfall von 50+1 bzw. die Umgehung der Regelung in Einzelfällen zu Erfolg führen kann, steht außer Frage. Dem gegenüber stehen jedoch reihenweise Insolvenzen und Vereine in Trümmern. Bereits im März 2020 hatten wir einen Blick über den Tellerrand gewagt und in einer vierteiligen Serie Vereine in den Fokus gestellt, denen der Einstieg eines Investors alles andere als gut tat. Die Liste wurde seitdem eher länger als kürzer…

Bild: Pexels

Sechzig um Sieben: Erfolgreiches Testspiel-Wochenende bei den Löwen

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Vier Mal Testspiel hieß es am Wochenende für den TSV 1860 München – und vier Mal gingen die Löwen als Sieger vom Platz. So darf es beim Ligastart in wenigen Wochen gerne weitergehen. Neben den Ergebnissen der Partien blicken wir zum Start in die Woche auch auf die Konkurrenz in der 3.Liga.

U21 siegt gegen Hartkirchen/Pocking und Kastl

Die Mannen von Frank Schmöller sind erfolgreich in die Vorbereitung gestartet. Am Samstag gab es zu Beginn einen klaren 11:0-Erfolg im Testspiel gegen die SG Hartkirchen/Pocking zu feiern. Am Samstag folgte dann Sieg Nummer 2 gegen den TSV Kastl, der in der Landsliga Südost antritt. 4:0 hieß es nach 90 Minuten, Anian Brönauer stach mit jeweils zwei Treffern hervor. Am Mittwoch folgt bereits das nächste Testspiel.

Löwen schlagen den KSC im Testspiel deutlich

Der dritte Test war auf dem Papier gleich mal der erste große Härtetest, doch der KSC trat unter anderem mit zahlreichen A-Jugendlichen in Heimstetten an. Dennoch kann man beim TSV 1860 München rundum zufrieden sein mit dem Auftritt der Löwen und so äußerte sich Michael Köllner auch nach Abpfiff. 4:0 hieß es nach Abpfiff, die Tore erzielten Vrenezi (2), Tallig und Steinhart. Bereits zur Pause lag der TSV 1860 mit drei Treffern vorne. Hier geht es zum kompletten Spielbericht.

Fast 3.000 Zuschauer beim Benefizspiel in Schönau

Der Anlass für das nächste Testspiel bei der SG Schönau war dann ein trauriger. In der Region der Gastgeber waren viele von der Hochwasserkatastrophe betroffen, die Löwen sagten bereits kurze Zeit danach ihre Hilfe zu. So kam man auf die Idee eines Benefizspiels, das den Menschen vor Ort finanziell etwas Unterstützung einbringen soll. Am Ende kamen 2.800 Zuschauer und die Löwen siegten klar mit 8:0. So konnten sich am Sonntag alle freuen.

News aus der 3.Liga

Dresden verliert zwei Spieler an höherklassige Vereine

Ex-Löwe Christoph Daferner sowie Ransford-Yeboah Königsdörffer verlassen Dynamo Dresden und schließen sich höherklassigen Vereinen an. Das berichtet in beiden Fällen die BILD-Zeitung. Während es Daferner für offenbar eine Millionen Euro nach Nürnberg zieht, schließt sich Königsdörffer dem HSV an. Auch hier wird eine Ablösesumme fällig, die wohl bei 1,2 Mio. Euro liegt.

Damit werden beide Spieler den Dresdnern gegen den TSV 1860 München zum Ligaauftakt nicht mehr zur Verfügung stehen. Laut AZ hat Michael Köllner bereits bekannt gegeben, dass die Partie am Samstag stattfinden wird. Das Spiel soll live von der ARD übertragen werden.

Oldenburg mit Ausrufezeichen

Aufsteiger VfB Oldeburg hat mit einem Testspiel-Sieg gegen den Bundesligisten Werder Bremen aufhorchen lassen. Am Samstag siegte der VfB durch Treffer von Affamefuna-Michael Ifeadigo (2) und Marco Schultz mit 3:1. Die Bremer nahmen allerdings erst wenige Tage vorher das Training wieder auf.

Taffertshofer zu Erzgebirge Aue

Munter weiter geht es in Aue, die Veilchen konnten mittlerweile bereits Neuzugang Nummer 15 präsentieren. Dieser ist bei den Löwen kein Unbekannter: es handelt sich um Ulrich Taffertshofer. Der Ex-Löwe hatte seinen auslaufenden Vertrag beim VfL Osnabrück nicht verlängert

Zwei Siege am Wochenende: U21 des TSV 1860 testet erfolgreich

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U21 Brönauer Anian TSV 1860

Zwei Siege fuhren die Profis der Löwen am Wochenende ein: dem überraschend deutlichen 4:0 gegen den KSC folgte heute ein 8:0 gegen die SG Schönau. Auch die U21 des TSV 1860 ist erfolgreich in die Vorbereitung gestartet. Am Samstag besiegte das Team von Frank Schmöller die SG Hartkirchen/Pocking mit 11:0, heute gewannen die Amateure mit 4:0 beim TSV Kastl.

U21 des TSV 1860 gewinnt zweimal

Im ersten Testspiel der neuen Saison machte es die neuformierte U21 des TSV 1860 direkt mal zweistellig. Durch Tore von Anian Brönauer (2, siehe Titelbild), Julian Bell (2), Jeremie Zehetbauer (2), Raphael Wach (2), Philip Kuhn (2) und Samir Neziri setzte sich der Bayernligist am Samstag mit 11:0 bei der SG Hartkirchen/Pocking durch.

Heute folgte der zweite Streich, diesmal hieß der Gegner TSV Kastl. Erneut war Anian Brönauer doppelt; zudem trugen sich Jeremie Zehetbauer und Valentin Sponer beim 4:0-Sieg in die Torschützenliste ein.

Das nächste Testspiel ist für den 29.06. angesetzt; die kleinen Löwen treten dann beim TSV Aindling an. Die weiteren Termine findet Ihr hier!

Bild: TSV 1860

1860 gewinnt Benefizspiel in Schönau

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Bei hochsommerlichen Temperaturen geht es für den neu zusammengestellten Kader gleich mächtig zur Sache. Nach dem gestrigen 4:0 Sieg gegen den KSC im ersten Härtetest stand für den TSV 1860 München heute das Benefizspiel für die Flutopfer in Schönau an. Zwischen den Anpfiffen der beiden Spiele lagen nur 26 Stunden.

Flutkatastrophe im Juli 2021

Vor etwa einem Jahr kam es in Folge sinntflutartiger Regenfälle im Berchtesgadener Land zu einer Flutkatastrophe. Das Unwetter richtete mannigfaltige, schwerwiegende Zerstörungen im Landkreis BGL an und bis heute leiden die Menschen unter den Folgen. Um die von der Katastrophe betroffenen Menschen zu unterstützen, bot der TSV 1860 München an, ein Benefizspiel in Schönau zu Gunsten der Opfer der Katastrophe auszutragen. Wegen des vollen Terminkalenders konnte das Spiel erst heute – fast ein Jahr nach dem Unwetter – stattfinden. Insgesamt konnten ca. 20.000 Euro erlöst werden.

1860 mit geänderter Startelf bei Benefizspiel in Schönau

Der Spielball wurde kurz vor Anpfiff spektukulär von einem Paraglider ins Alpenstadion eingeflogen. Michi Köllner gönnte den Startelfspielern von gestern eine Pause gegen den Kreisklassisten vom Königssee. Stattdessen lief der “zweite Anzug” von gestern von Beginn an auf. Die Aufstellung des Löwen sah somit so aus:

Tor: Kretzschmar

Abwehr: Greilinger – Glück – Morgalla – Wicht

Mittelfeld: Moll – Freitag – Wörl – Kobylanski -Sür

Sturm: Skenderovic

Stefan Lex (angeschlagen), Marcel Bär (Grippe) und Jesper Verlaat (geschont nach muskulären Problemen gegen den KSC) waren nicht im Kader.

Sechzig geht wieder früh in Führung

Bei sommerlichen Temperaturen übernahmen die Löwen sofort das Kommando gegen die tiefstehenden Schönauer. Ein direkt auf’s kurze Eck gezwirbelter Freistoß von Kobylanski war die erste nennenswerte Offensivaktion der Löwen (6. Minute). In der 8. Minute war Kobylanski dann mit dem Kopf zur Stelle und verwertete eine maßgenaue von Fabi Greilinger vom linken Flügel zum 1:0 für Sechzig. Danach ließen die Löwen den Ball flüssig durch die eigenen Reihen laufen. In der 17. Minute verwertete Devin Sür einen Abpraller von einem Schönauer Verteidiger aus etwas zwölf Metern zum 2:0. In der 20. Minute scheiterte Meris Skenderovic mit einem sehenswerten Kopfball am Schönauer Pfosten.

Erste Offensivaktionen der SG Schönau

Nach der Trinkpause spielten die Löwen druckvoll weiter. Sür setzte Wörl sehenswert ein, der verzog aus etwa 20 Metern. Kurz drauf setzte Alex Freitag einen Distanzschuss über die Latte. In der 33. Minute konnten sich die Gastgeber mit ihrer ersten Offensivaktion den ersten Eckball verdienen. Dieser kam gut in den Strafraum und ein Schönauer konnte knapp über Latte köpfen. Eine Minute später schloss die Heimmannschaft einen Angriff mit einem schönen Schlenzer auf’s lange Eck vom Tor von Kretzschmar ab. Der Ball zischte wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Danach hatte Devin Sür eine gute Chance, wurde fast elfmeterwürdig gefoult, legte den Ball aber noch zu Freitag zurück, dessen Schuss jedoch abgeblockt wurde. Kurz vor der Pause erhöhte Meris Skenderovic nach einer schönen Kombination über den rechten Flügel mit einem Drehschuss auf 3:0. Danach war der erste Durchgang beendet.

Kobylanski erhöht vom Punkt

Bei 1860 ersetzte Neuzugang Julius Schmid Tom Kretzschmar nach der Halbzeit im Tor. In der 50. Minute hätten die Löwen auf 4:0 erhöhen können, aber der wuchtige Kopfball von Morgalla konnte von der Linie gekratzt werden. In der 56. Minute wurde Meris Skenderovic im Strafraum gelegt und Martin Kobylanski verwandelte den fälligen Strafstoß eiskalt rechts unten zum 4:0. Direkt danach zwang Skenderovic per Fernschuss den Schönauer Torwart zu einer Glanzparade.

Blockwechsel in der 60. Minute

In der 60. Minute stand dann wieder der sogenannte “Blockwechsel” an. Danach stellte sich die Aufstellung so dar:

Tor: Schmid

Abwehr: Steinhart – Belkahia- Lang – Cocic

Mittelfeld: Rieder- Tallig – Deichmann – Boyamba – Vrenezi

Sturm: Lakenmacher

Die Löwen kurz vor dem Blockwechsel

In der 69. Minute setzte sich sich Boyamba im Strafraum schön durch und legte überlegt auf Milos Cocic zurück, der routiniert zum 5:0 einschieben konnte. Zwei Minuten später zog Yannick Deichmann aus ca. elf Metern ab und setzte den Ball unhaltbar zum 6:0 in die Maschen. Vorausgegangen war ein zentimetergenaues, langes Zuspiel von Phillipp Steinhart. Den Schlusspunkt setzten die Löwen mit einem Doppelschlag. Zunächst erzielte Fynn Lakenmacher in der 88. Minute das 7:0, erneut nach einer exakten Hereingabe von Steinhart. Eine Minute später stellte Boyamba nach feinem Rückpass von Tallig mit dem 8:0 den Endstand her.

Fazit des Benefizspiels in Schönau

Die Löwen gewinnen standesgemäß 8:0 gegen den Kreisligisten und zeigen eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Besondere Erwähnung verdient Devin Sür, der sich sehr agil zeigte und sein erstes Tor im Dress der Löwen-Profis erzielte. Ihr könnt das Spiel in voller Länge wie immer im Löwen-TV nochmals anschauen.

Für die Löwen steht nun eine weitere Woche der Saisonvorbereitung in Giesing an. Das nächste Spiel findet kommenden Freitag um 17:00h in Windischgarsten gegen die SV Ried statt, Eintrittskarten gibt es hier. Danach steht das Trainingslager in Windischgarsten an.