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sechzger.de Talk 75: Dortmund, Groundhopping, Ingolstadt, Zwischenbilanz

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Zu ungewohnter Tageszeit, nämlich mittags – der Feiertag macht’s möglich – begrüßt Christian seine Gäste im neuen sechzger.de Talk 75. Mit Stefan hat er rund um die Partie der Löwen bei Borussia Dortmund II noch ein weiteres Spiel und ein Museum besucht. Bernd, die Taktiktafel hat auf eine Reise in den Westen verzichtet, kann aber zur Analyse des 1:1 im Signal-Iduna Park selbstverständlich und wie gewohnt Substanzielles beitragen.

Das 1:1 bei Borussia Dortmund II

Nicht nur das Geschehen auf dem grünen Rasen im größten Fußballstadion Deutschlands ist ein wichtiges Thema im sechzger.de Talk 75. Auch das ganze Drumherum – im Gästeblock und auf der Pressetribüne – wird von den Gesprächspartnern analysiert. Natürlich sind auch die deutlich hörbaren Pfiffe – einer allerdings sehr kleinen Minderheit – der mitgereisten Löwen ein Thema. Stichwort: Erwartungshaltung beim TSV 1860. Dies wurde ja auch am Sonntag von Thomas Enn in seinen Giesinger Gedanken angesprochen.

Maastricht, Lüttich, BORUSSEUM, Schwarz-Weiß Essen

Rund um die Reise nach Dortmund haben Stefan und Christian – teils getrennt, teils zusammen – einige ergänzende Fußballerlebnisse genießen dürfen. Ein Spiel der zweiten Holländischen Liga, das Lütticher Stadtduell zwischen Standard und dem RFC Seraing, das im Westfalenstadion untergebrachten BORUSSEUM, also das Vereinsmuseum von Borussia Dortmund – und schließlich der altehrwürdige Uhlenkrug im Süden der Stadt Essen. All diese Orte und Ereignisse kommen in unserer Sendung zur Sprache.

Nächste Herausforderung: Ingolstadt

Nachdem zum Zeitpunkt der Aufzeichnung das Montagspiel der 3. Liga (zwischen den Schanzern und dem FSV Zwickau) noch nicht begonnen hat, ist Bernd noch nicht in der Lage eine fundierte Gegnervorstellung zum Besten zu geben. Macht aber nichts. Die drei Talker geben dennoch eine Einschätzung ab, was die Löwen am Samstag Nachmittag auf Giesings Höhen wohl erwartet.

Nach zehn Spielen: Eine Zwischenbilanz

Eine makellose Heimbilanz, durchaus starke Resultate auf den gegnerischen Plätzen, die Tabellenführung mit einem Punkt Vorsprung auf Rang zwei. Diese Bilanz nach gut einem Viertel der Saison 2022/23 kann sich sehen lassen. Finden sicher nicht nur Bernd, Stefan und Christian. Aber auch das durchaus enttäuschende Aus im Totopokal in Illertissen und die vorsichtig geäußerte Befürchtung, dass der Löwenexpress ein wenig ins Stocken geraten könnte, gehören zu den letzten Monaten dazu.

Der sechzger.de Talk 75 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Auswärtssieg: TSV 1860 III dreht Partie in der Schlussphase

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Tsv München Ost Tsv 1860 Iii Dritte

Was war das am Sonntag Mittag für ein wilder Ritt an der Agilolfinger Straße? Obwohl die 3. Mannschaft der Löwen keine zehn Minuten vor dem Ende in Rückstand geriet, konnte sie am Ende drei Punkte auf dem Haben-Konto verbuchen. Nach 90 ereignisreichen feierte der TSV 1860 III einen wichtigen Auswärtssieg beim TSV Turnerbund München.

Rückstand zur Pause

Die Löwen waren nach fünf Siegen aus fünf Spielen als Favorit angereist und schienen ihrer Rolle nach dem 0:1 durch Peter Lettenbauer (22.) auch gerecht zu werden. Dann aber schlug der TSV Turnerbund zurück – und wie! Per Doppelschlag (31./32.) drehten die Gastgeber die Partie und gingen mit einer 2:1-Führung in die Kabine.

Bei diesem Ergebnis blieb es bis zur 79. Minute, doch ab da überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst glich Mario Krischel für die Dritte aus, doch nur zwei Zeigerumdrehungen später unterlief Joachim Stein ein Eigentor und der Turnerbund führte wieder.

Lettenbauer sorgt für Auswärtssieg des TSV 1860 III

Dem TSV 1860 III blieben also nur noch knapp zehn Minuten, um doch noch einen Auswärtssieg einzutüten – und das gelang tatsächlich noch. Peter Lettenbauer sorgte in der 84. Minute für den erneuten Ausgleich und nur 120 Sekunden später war es wieder Lettenbauer, der mit seinem dritten Treffer doch noch den Dreier für Löwen sicherte. Was für eine tolle Energie- und Willensleistung der Truppe von Trainer Lulzim Kuqi.

Mit der Maximalpunktzahl von 18 Punkten aus sechs Partien rangieren die Löwen derzeit auf Platz 2 der Kreisklasse 4. Spitzenreiter mit der besseren Tordifferenz ist der SC München. Auf Rang 3 folgt der ebenfalls noch makellose FC Bosna i Hercegovina München mit 15 Punkten aus fünf Spielen.

Sechzig um sieben: Ruhe am Feiertag

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Sechzig um Sieben: Becketts

Das Wochende war wegen des Tags der deutschen Einheit einen Tag länger als üblich. Und nach dem Unentschieden in Dortmund herrschte rund um den TSV 1860 München größtenteils Ruhe am Feiertag.

Rückblick auf den Punkt in Dortmund

Bernd Winningers TAKTIKTAFEL unterbrach die Ruhe am Feiertag gestern gegen Mittag. Sie zeigt nochmal auf, warum sich die Löwen gegen die kleinen Borussen schwerer taten, als die Meisten im Vorfeld gedacht hatten. Die schönsten Impressionen aus dem Pott und dem größten Stadion Deutschlands könnt Ihr nochmal in unserer Fotogalerie genießen.

Erfolgreiches Wochenende für die 1860-Fußballer:innen

Die herausragendsten Ergebnisse des Löwennachwuchses am Wochenende waren sicherlich ein Derbysieg der U14 und der zweite Bundesliga-Sieg der U19. Die U14 schickte ihren Gegner mit 2:1 zurück in Seitenstraße.  Die U19 konnte den zweiten Sieg nach dem Aufstieg feiern. Eintracht Trier konnte mit 3:1 besiegt werden. Damit liegen die Löwen aktuell auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Eine Übersicht der weiteren Ergebnisse findet Ihr hier.

News aus der dritten Liga

Montagsspiel Ingolstadt-Zwickau 0:0

Ruhe am Feiertag gab es auch auf dem Feld in Ingolstadt. Der Fusionsverein von der Donau kam gegen den FSV Zwickau nicht über ein 0:0 hinaus. Ganz im Gegenteil Zwickau war dem Siegtor näher als die Hausherren. Damit reisen die Ingolstädter am Samstag als Tabellensiebter nach Giesing zum Spiel gegen unsere Löwen.

Dresdner Zerstörungswut

Die Meisten haben es sicher schon gelsen. Die Fans von Dynamo Dresden sorgten mal wieder für Ärger. In Bayreuth zerstörten sie die Stadiontoilette, einen Imbissstand (dem sie offenbar auch noch die Kasse entwendeten) und lieferten sich Scharmützel mit der Polizei auf dem Weg ins Stadion und im Stadion selbst. Außerdem zerlegten sie den extra für sie bereit gestellten Sonderzug. Geschäftsführer Wehlend “bedauert die Vorkommnisse zutiefst”. Ob es nach diesem Vorfall endlich mal zu Konsequenzen kommen wird, wird sich zeigen.

Beetz stellt sich hinter Neidhart

Der selbsternannte Aufstiegsaspirant Waldhof Mannheim kam am Wochenende mit 5:0 in Osnabrück unter die Räder. Nach dem Spiel wurde daher Kritik an Sportchef Schork und Trainer Neidhart laut. Präsident Beetz fordert dagegen von den Spielern, “von der ersten bis zur letzten Sekunde Vollgas zu geben” und stellt sich damit hinter Trainer Neidhart.

Damit seid ihr bestens informiert über den TSV 1860 München und die dritte Liga. Guten Start in die kurze Arbeitswoche!

 

Fotogalerie zur Partie Borussia Dortmund II – TSV 1860

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Bvb Borussia Dortmund Ii Tsv 1860 Fotogalerie

Bevor wir die Berichterstattung zum Match der Löwen bei der U23 des BVB mit dem sechzger.de Talk abschließen, präsentieren wir Euch noch ein paar optische Eindrücke aus dem Signal Iduna Park. In unserer Fotogalerie findet Ihr die schönsten Impressionen von der Partie Borussia Dortmund II gegen TSV 1860, bei dem die Löwen einen Punkt ergattern konnten.

Zum Vergrößern der Bilder bitte auf das jeweilige Thumbnail klicken!

BVB II – TSV 1860 München (1:1) in der Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur Taktiktafelanalyse des zur Tabellenführung ausreichenden 1:1 unseres TSV 1860 München beim BVB II. Die wie erwartet im 3-5-2 (3-4-1-2) antretenden Dortmunder stellten für die wie gewohnt im 4-1-4-1 antretenden Sechzger eine unerwartet harte Nuss dar. Vor allem Verbesserungen im Stellungsspiel der Mannschaft von Christian Preußer während der zwei Wochen Länderspielpause waren der Schlüssel, dass sich die Löwen gegen die Borussen schwer taten.

Systematische Ausrichtung

BVB II – TSV 1860 München in einem quasi leeren Dortmunder Westfalenstadion. Michael Köllner schickte seine Elf in der flexiblen 4-1-4-1 Formation aufs Feld. Rieder gab den tiefen Sechser und Deichmann war in der Box to Box Rolle zu finden.

Die Dortmunder kamen im 3-5-2 mit sehr offensiv ausgerichteten Mittelfeldaußenspielern und Özcan und Eberwein auf der Doppelsechs auf den Platz. Eberwein, im Normalfall im offensiven Mittelfeld zu finden, machte seine Sache als Box to Box Spieler dort sehr gut und gab dem Spiel der Dortmunder gegen den Ball große Stabilität. Das hätte ich von dem nominellen Offensivmann so nicht erwartet.

Pressing-  und Defensivlinien

Dortmund agierte mit extrem hoher Pressingline und vorgeschobener Defensivlinie. Dadurch wurden die Räume für die Löwen sehr eng und somit ein vernünftiger Spielaufbau seitens der Sechzger gut von Dortmund verhindert.

Die Sechzger versuchten mit räumlichem Pressing auf nicht ganz vorderster Linie Ballgewinne im Mittelfeld zu erzwingen. Die hohe Passpräzision und das schnelle Spiel, das die junge Dortmunder Mannschaft seit Saisonbeginn auszeichnet, verhinderte aber Ballgewinne in dieser Zone und in der Folge logischerweise schnelles Umschaltspiel nach Ballgewinn im Mittelfeld.

Dortmund verbessert

In der Länderspielpause hat Christian Preußer mit seiner Mannschaft ganz offensichtlich am defensiven Stellungsspiel gearbeitet. Zwischen dem, was Dortmund in den Partien davor geleistet hat, und dem, was samstags zu sehen war, herrscht ein Unterschied wie Tag und Nacht. Damit kam der TSV 1860 München nicht zurecht. Die Sechzger wirkten teilweise überrascht. Sie mussten über den Kampf ins Spiel finden. Das gelang erst im letzten Drittel der ersten Halbzeit.

Wenn Preußer auch noch die Abschlussschwäche seines Teams beheben kann, wird die zweite Mannschaft des BVB nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Die Sechzger unkonzentriert

Unsere Sechzger waren bei eigenem Ballbesitz sehr unkonzentriert und daher im Passpiel nach vorne ungenau. Es fehlten von Anfang an auch Ideen, die durch das starke Dortmunder Stellungsspiel engen Räume vernünftig zu bespielen. So sah man ungewohnt viele lange Abschläge von Torhüter Hiller, um das Pressing des Gegners zu vermeiden. Sich über Pässe im Positionsspiel aus dem Pressingdruck der Dortmunder U23 zu befreien, war den Sechzgern an diesem Tag nicht in der Weise möglich, die man gewohnt ist.

Kommen wir nun zu den wichtigsten Statistischen Werten der Partie BVB II – TSV 1860

Die wichtigsten statistischen Werte des Spiels BVB II – TSV 1860

  • Ballbesitz: TSV 1860 39% – Borussia Dortmund II 61%
  • Passgenauigkeit: TSV 1860 70% – Borussia Dortmund II 81%
  • Defensive Zweikampfquote: TSV 1860 68% – Borussia Dortmund II 69%
  • Schüsse/aufs Tor: TSV 1860 15/4 – Borussia Dortmund II 12/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): TSV 1860 10,18 – Borussia Dortmund II 4,42

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz

Die hohe Ballbesitzquote der Gastgeber leitet sich nicht, wie oft in anderen Partien, in denen die Gegner der Sechzger keine Ideen haben, davon ab, dass Dortmund viel hintenherum gespielt hätte. Die U23 des BVB war über die gesamte Spielzeit nur daran interessiert, schnell und präzise nach vorne zu spielen und den Gegner mit Offensivdruck zu zermürben. Im letzten Drittel verzettelten sich die, nach Lösungen für den eigenen Abschluss suchenden, Dortmunder dann aber ein ums andere mal und kamen meist nur außerhalb der Box des TSV 1860 München zum Abschluss.

Die Sechzger konnten bei ihren eigenen Angriffen in den seltensten Fällen den Ball über mehr als drei Stationen hinweg behaupten. Im Schnitt landete jeder vierte Pass beim Gegenspieler. Dank sehr mannorientierter Defensivarbeit seitens des BVB II wurde den Spielern des TSV 1860 der Ball in vielen Situationen nach dem zweiten Ballkontakt eines Positionsangriffs im Zweikampf wieder abgenommen.

Der Ballbesitz sagt in diesem Spiel genau das aus, was man vermutet: Dortmund war über den Großteil der 90 Minuten hinweg die spielbestimmende Mannschaft.

Ist das ein Alarmsignal für unsere Löwen? Nicht unbedingt. Bisher spielte die Nachwuchself des zweiterfolgreichsten deutschen Vereins der letzten Jahrzehnte ganz klar unter ihren Möglichkeiten. Ständige Veränderungen im Kader durch Verletzungen in der ersten Elf des BVB trugen einiges dazu bei, dass keine Kontinuität in der U23 einkehren konnte. Wenn Dortmund sich weiter in dem Tempo der letzten zwei Wochen entwickelt, müssen wir hier über eine Spitzenmannschaft der Liga sprechen, nicht über einen Abstiegskandidaten.

Passgenauigkeit

Auch dieser Wert ist diesmal nicht von einfachen Pässen seitens des BVB geschönt. Die Dortmunder haben die Spitzenposition in Puncto Passgenauigkeit in der Liga im Blick und werden Osnabrück vermutlich bald in dieser Kategorie überholt haben.

Der TSV 1860 München hingegen hat diesmal vor allem deshalb bei der Passgenauigkeit einen schlechten Wert, weil man viele lange Bälle spielte um dem hohen Pressingdruck der U23 des BVB auszuweichen. Schönzureden ist dieser nicht. Es gelang kaum, zweite Bälle zu erobern. Wäre das gelungen, könnte man von einkalkulierten Fehlpässen sprechen. Nur etwas mehr als ein Drittel aller langen Bälle aus den Reihen der Sechzger kamen zwar beim Adressaten an. Das ist deutlich zu wenig, wenn man in der Folge entweder den Kampf um die zweiten Bälle nicht annimmt oder öfter verliert als gewinnt.

Defensive Zweikampfquote

Endlich ein guter Wert, oder? Sehen wir uns die absoluten Zahlen an und nicht nur die relativen in Prozent ausgedrückten Werte, wankt diese Sichtweise. Die Borussen haben insgesamt nur zehn defensive Zweikämpfe weniger geführt als unsere Sechzger. Wenn man nun bedenkt, dass Dortmund allerdings 22% Prozent mehr Ballbesitz hatte, ist diese Differenz in Abhängigkeit vom gegnerischen Ballbesitz eine Hausnummer, die auf den Magen schlägt.

Wäre das durch gutes Stellungsspiel kompensiert worden, wäre das kein Problem. Aber erst in der Zone, wo es bei Dortmund im Offensivspiel seit Saisonbeginn hapert, nämlich dem letzten Drittel des Gegners und dem gegnerischen Strafraum, konnte der TSV 1860 den BVB II tatsächlich im Zaum halten.

Im Gegensatz zur Defensivleistung des Sechzgermittelfelds ist das der Dortmunder U23 was Zweikämpfe gegen den Ball anbelangt unbedingt zu loben.

Die Zweikampfwerte im letzten Drittel, also die der Defensivspieler, sind hingegen absolut in Ordnung. In der Innenverteidigung ging überhaupt nur ein defensiver Zweikampf am Boden in die Binsen.

Schüsse

Hier kommt nun die Statistik, die etwas positiver auf das Spiel blicken lässt. Die Löwen feuerten mit fünfzehn Schüssen drei mehr ab als der BVB II. Dabei waren sie in der Schussgenauigkeit auch noch um knapp 2% besser als der BVB.

Dass die Dortmunder in Summe allerdings, wenn man den Elfmeter für den TSV 1860 abzieht, mehr Großchancen hatten, ist ein Manko.

Dass obendrein die, abgesehen vom Elfer, größten Torgelegenheiten Verlaat und Lang hatten und nicht einer der Offensivspieler des TSV 1860 München, gibt noch mehr zu denken.

Die Schüsse der Löwen kamen zu mehr als zwei dritteln Zentral aus der Box des Gegners, das ist ein Topwert.

Die gefährlichen Bälle, die dabei aufs Tor gingen, entsprangen allerdings hauptsächlich Standardsituationen. Sieben der fünfzehn Torschussversuche erfolgten nach Ecken oder Freistößen des TSV 1860. Wenn man sich darauf verlassen will, dass diese ins Tor gehen, muss man entweder mehr Druck hinter die Kugel bringen oder deutlich besser platziert abfeuern.

Die Dortmunder konnten zentral vor dem Tor – wie in den meisten Spielen zuvor – nur von außerhalb der Box des TSV 1860 München abschließen. Insgesamt gelangen den Dortmundern nur fünf Schussversuche in der Box der Sechzger. Penetration des Strafraums und zentrale Ballkontakte dort im Positionsspiel bleiben weiterhin ein Dortmunder Problem; genauso die Abschlussschwäche der Stürmer. Wenn Njinmah irgendwann einmal den Schalter umlegen kann und Pasalic weniger eigensinnig beim Abschluss wird, rollt Dortmund das Feld von hinten auf.

PPDA

Die Sechzger reihen sich mit der Pressingintensität etwas hinter dem eigenen Saisonschnitt ein. Das wäre grundsätzlich unproblematisch, hätte man es über die 90 Minuten und nicht nur sporadisch geschafft, den Dortmundern dann wie geplant im Mittelfeld die Bälle abzunehmen und das schnelle (im Normalfall auch gute) Umschaltspiel effektiv auf den Platz zu bringen.

Die Dortmunder hingegen waren bei ihrem hohen Presssing bissig, giftig und immer auf Ballhöhe. Sie zwangen den TSV 1860 somit zu einem Aufbauspiel, das man so nicht gewohnt ist. Der lange Abschlag von Torhüter Hiller auf die Spieler in der vordersten Reihe gehörte unter Michael Köllner bisher eher erst dann zum Repertoire, wenn man, um ein Spiel umzubiegen, die Brechstange herausholen musste. So zu agieren macht aber bei den ungewöhnlich schnellen Spielern, die Dortmund in der Offensive besitzt, durchaus Sinn. Geht im kurzen Aufbauspiel ein Ball verloren, ist die Chance auf ein Gegentor höher als nach einem verlorenen Zweikampf um den sogenannten zweiten Ball.

Die Tore

Hier könnt ihr nochmal die Highlights und die Tore des Spiels ansehen.

Das Gegentor durch Pasalics Sonntagsschuss, nachdem er Greilinger in die falsche Richtung schickte, kann man dem Linksverteidiger nicht allein anlasten.

Bei dem Angriff der Dortmunder schaut jeder Spieler der Löwen seinem Gegenspieler nur zu und alle halten Sicherheitsabstände ein. Natürlich ist es in gewissen Situationen gegen den Ball durchaus vernünftig, einen gewissen Abstand zum Gegenspieler zu haben. Speziell dann, wenn schnelle Gegenspieler auf dem Platz stehen, kann das wichtig sein. Allerdings nur, wenn hinter mir keine Absicherung mehr besteht. Oder dann, wenn das Durchbrechen des ballführenden oder angespielten Gegners Überzahl in einer Zone bedeutet. Nichts davon war hier der Fall. Fabian Greilinger erklärt die Situation auch nach dem Spiel im Interview bei Magenta Sport relativ gut.

Das fiel auf

  • Stark verbesserte Dortmunder überraschten die Sechzger. Ich denke, vor allem auf das stark verbesserte Stellungsspiel des BVB II war der TSV 1860 nicht vorbereitet. Die Lücken, die Dortmund bisher in der Defensive offenbart hatte, waren nicht mehr existent. Dortmund war in jeder Phase des Spiels defensiv hellwach, giftig und aggressiv, das schmeckte dem TSV 1860 gar nicht. So gelang es Dortmund – wie von Trainer Köllner angekündigt – die Löwen überall zu stressen.
  • Gute Zweikampfbilanz, aber zu wenige geführte Defensivzweikämpfe auf Seiten des TSV 1860. Das kann in einem Spiel gegen eine schnelle, technisch gute Mannschaft, wie es die Dortmunder sind, durchaus vorkommen. Das ist unproblematisch, sofern es sich nicht weiter durch die Saison zieht.
  • 23 Ballverluste in der eigenen Spielfeldhälfte. Das ist tatsächlich die geringste Anzahl von Ballverlusten dort in der gesamten bisherigen Saison. Es ist aber nur eine Folge dessen, dass man im Aufbauspiel hauptsächlich auf den langen Ball gesetzt hat und nie wirklich versucht hat, die Pressinglinie am Boden zu überspielen.
  • Nur 15 abgefangene Pässe im Mittelfeld über 90+ Minuten beim TSV 1860 München sind keine gute Bilanz.
  • Lang kommt frisch ins Team und setzt ein Zeichen. Er verliert keinen einzigen Defensivzweikampf, macht ein rundum solides Spiel und zeigt, dass der TSV 1860 vermutlich die größte Breite aller Drittligisten in diesem Mannschaftsteil hat.
  • Schwache Offensive: Lex war der einzige Offensivspieler, der Normalform erreichte. Deichmann konnte immerhin kämpferisch Akzente setzen.

Fazit

Ein glückliches Unentschieden bei einem stark verbesserten BVB II bringt dem TSV 1860 die Tabellenführung zurück.

Es muss allerdings von Anfang an bei eigenem Ballbesitz mehr Konzentration beim Passspiel und im Aufbau da sein. Des Weiteren muss das Spiel gegen den Ball im Mittelfeld energischer sein. Schafft man das umzusetzen, gestaltet man die Spiele wieder siegreich.

Bei dieser Spielweise ist die Eroberung zweiter Bälle existentiell. Das hat am Samstag kaum funktioniert.

Die Art und Weise, wie Dortmund jetzt und vor einigen Wochen Köln in den Spielen gegen die Löwen defensiv agiert haben, kann für alle Gegner, die nun auf den TSV 1860 zukommen, eine Blaupause sein.

Die Chance, dass wir gegen Ingolstadt am kommenden Wochenende ähnlich unter Druck geraten wie vergangenen Samstag, ist, wenn die Mannschaft offensiv weiterhin dermaßen unkonzentriert und ungenau spielt, sehr hoch.

Datenquelle: Wyscout

TSV 1860 am Wochenende: Klarer Heimsieg für Löwinnen

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Tsv 1860 Frauen Löwinnen Fasanerie

Ein sehr erfolgreiches Wochenende liegt hinter unseren Löwen: Während die Profis mit dem Remis in Dortmund die Tabellenführung zurückerobern konnten, feierten u.a. die U19 und die 3. Mannschaft wichtige Siege. Die U17 kam gegen den SV Darmstadt 98 trotz 2:0-Führung nicht hinaus, die U14 hingegen siegte im Derby gegen den Nachwuchs aus der Seitenstraße. Einen deutlichen Heimsieg feierten die Löwinnen gegen den FC Fasanerie-Nord.

Klarer Heimsieg für Löwinnen

Vor 40 Zuschauer auf dem Sechser-Platz zeigten die Frauen des TSV 1860 schon früh, wohin der Weg in diesem Spiel führen würde. Stefanie Stepberger sorgte in der 7. Minute per Elfmeter für die Führung, Sabrina Greubel ließ nach einer Viertelstunde den zweiten Treffer folgen. Noch vor der Pause erhöhte Lena Gruber per Elfmeter (37.) auf 3:0, ehe Greubel nach 54 Zeigerumdrehungen zum vierten Mal einnetzte.

Erneut Stepberger sorgte für das 5:0 (66.), ehe Sofia Endrizzi in der 71. Minute das halbe Dutzend vollmachte und für den Endstand sorgte.

Die zweite Mannschaft der Löwinnen erreichte gegen den TSV Allach ein 1:1, wobei Sonja Montermann erst in der Nachspielzeit für den TSV 1860 ausgleichen konnte.

Die Spiele im Überblick

Freitag, 30.09.

19.00 Uhr: U16 – FC Orlando U17 1:0

Samstag, 01.10.

09.30 Uhr: U14 – FC Bayern München 2:1 (siehe unten)
12.00 Uhr: U13 – 1. FC Nürnberg 2:0
12.00 Uhr: SG Gartenstadt/Srbija – U10 1:2
12.45 Uhr: SV Planegg-Krailling II – Vierte 4:3
14.00 Uhr: U17 – SV Darmstadt 98 2:2
14.00 Uhr: Borussia Dortmund II – Profis 1:1
15.00 Uhr: Löwinnen II – TSV Allach 09 1:1
16.30 Uhr: U15 – TSV Milbertshofen 2:0
17.00 Uhr: Löwinnen – FC Fasanerie-Nord 6:0

Sonntag, 02.10.

11.00 Uhr: TSV Turnerbund – Dritte 3:4
11.00 Uhr: U19 – SV Eintracht Trier 3:1
13.00 Uhr: SV Waldperlach U13 – U12 1:1
13.30 Uhr: U9 – FC Perlach 1925 U10 11:2
17.00 Uhr: SV Heimstetten U15 – U14 1:2

Montag, 03.10.

10.00 Uhr: SpVgg Unterhaching U11 – U10 -:-
11.00 Uhr: SG Helfendorf/Aying/Egmating U10 – U9 -:-

Zudem bestreitet die U11 ein Turnier, bei dem sie u.a. auf den FSV Zwickau, Jahn Regensburg, den 1. FC Nürnberg und die Stuttgarter Kickers trifft.

Titelbild: Löwenmagazin

Die Sonntagsspiele der dritten Liga: Auswärtssieg für Oldenburg

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Blick auf die Konkurrenz bei sechzger.de: so haben die anderen Vereine in der 3.Liga abgeschnitten

Nach dem 1:1 des TSV 1860 München gestern in Dortmund wurde des 10. Spieltag der dritten Liga heute fortgesetzt. In den Sonntagspielen konnte Oldenburg einen Auswärtssieg feiern. Wehen siegte erwartungsgemäß gegen Essen.

Auswärtssieg für Oldenburg

Im ersten Spiel des Nachmittags gelang dem VfB Oldenburg ein Auswärtssieg bei Viktoria Köln. Die Oldenburger sind damit die Mannschaft der Stunde in Liga 3. Zur Halbzeit mussten die Oldenburger allerdings froh sein, dass ihr Keeper Sebastian Mieleitz sie im Spiel hielt. Denn die Viktoria scheiterte in den ersten 45 Minuten mehrmals am ehemaligen Bundesliga-Keeper. In der 12. Minute war er gegen Handle zur Stelle, sechs Minuten später konnte einen Ball vor dem einschussbereiten Siebert noch entschärfen.

Aus dem Nichts gingen die Oldenburger dann in Führung. Stehle spielte eine katastrophalen Rückpass in Richtung seines Keepers Voll. Allerdings landete der Ball genau im Lauf von Wegner, der Voll umkurvte und aus spitzem Winkel über den Innenpfosten die Führung der Gäste erzielte (55. Minute). Elf Minuten später stellte Steurer auf 0:2. Vorausgegangen war eine unübersichtliche Situation im Kölner Strafraum, schlussendlich trudelte der Ball nach Steurers abgefälschtem Schuss über die Linie.

Die Höhenberger brachten danach nicht mehr viel zu Wege. Erst einen Handelfmeter in der 80. Minute nutzte Meißner zum Anschlusstreffer. Danach war die Schlussphase von Nervosität geprägt, aber der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. So feierte Oldenburg einen etwas glücklichen 1:2-Auswärtssieg.

SV Wehen besiegt Rot-Weiß Essen

Mit zahlreichen mitgereisten Fans im Rücken herrschte in der Brita Arena Heimspielatmosphäre für Rot-Weiß Essen. Nach gegenseitigem Abtasten hatte der SVWW in der 18. Minute die erste Chance, als Hollerbach alleine vor Golz vergab. Die erste Chance für die Gäste vereitelte dann Mrwoka, der vor Kefkir in bester Einschussposition gerade noch retten konnte. Als man sich schon auf eine torlose erste Halbzeit eingestellt hatte, gelang den Wiesbadenern doch noch der Führungstreffer. Die Essener agierten zu nachlässig im eigenen Strafraum, so dass Ezeh unverhofft den Ball ans lange Eck befördern konnte, wo Prtajin unbedrängt zum 1:0 einköpfen konnte. Danach ging es in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte gelang Essen in der 55. Minute der Ausgleich. Wiegel wurde von Kefkir schön auf das Tor geschickt, Stritzel schien den Ball schon in den Händen gehabt zu haben, aber Wiegel spitzelte ihn dennoch durch die Beine des Keepers. Umstrittene Szene. In der 66. Minute folgte das nächste Lebenszeichen der Gastgeber. Wurtz setzte einen Fernschuss aus gut 25 Metern an die Latte.

Der SV Wehen gelangte durch einen Doppelschlag erneut auf die Siegerstraße. Zunächst setzte Prtajin sich nach einer Freistoßflanke gegen zwei Verteidiger durch und köpfte ins Netz. Golz war noch dran, konnte den Ball aber nicht mehr entscheidend ablenken (73. Minute). Nur vier Minuten später erhöhte Gürleyen durch einen Fernschuss auf 3:1, auch hier war Golz machtlos. In der 79. Minute hatte Hollerbach dann die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber freistehend vor Golz. Essen konnte nicht mehr reagieren und trat die Heimreise mit leeren Händen an.

Was bedeutet das für die Löwen?

1860 ist natürlich weiterhin Tabellenführer. Wehen klettert auf Rang 3. Dadurch haben die Löwen jetzt fünf Punkte Vorsprung auf Rang 4. Oldenburg ist durch den Auswärtssieg aktuell 9. und nur drei/vier Punkte hiniter dem Relegationsrang. Die Norddeutschen sind nach 14 Punkten aus den letzten sechs Spielen die Mannschaft der Stunde.

Giesinger Gedanken nach dem Unentschieden in Dortmund: Erwartungshaltung…

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Was hätte man in den Neunziger-Jahren für einen Punkt im Westfalenstadion gegeben. Gut, gestern ging es “nur” gegen die kleinen Borussen, aber die Löwen konnten einen Punkt holen und sind wieder Spitzenreiter. Dass manche Löwenfans dennoch mit vollkommen überzogener Erwartungshaltung nach Dortmund gereist sind, konnte man an teilweise negativen Reaktionen gegenüber Mannschaft und Trainer sehen.

Köllner erwartete “Riesenstress” für seine Mannschaft

Michael Köllner hat in der Pressekonferenz vor dem Spiel bereits darauf hingewiesen, dass die Dortmunder in der laufenden Saison etwas unter Wert geschlagen wurden. Vor dem Spiel rangierten sie auf dem 18. Platz und auf heimischen Geläuf grüßten sie sogar mit der roten Laterne. Dennoch erwartete der Löwencoach “Riesenstress” im Westfalenstadion. “Dortmund stresst dich über das ganze Spielfeld. Da werden wir extrem gefordert”, erwartete Köllner.

Die Löwen wurden gefordert

Und die kleinen Borussen begannen auch sehr engagiert und setzten die Löwen gerade in den ersten 20 Minuten unter Druck. Wobei sich die Dortmunder keine ernsthaften Torchancen erspielen konnten. Danach pressten die Löwen etwas höher und erzwangen den ein oder anderen Fehlpass im Dortmunder Aufbauspiel. Fast hätte Vrenezi einen solchen zu einer ersten Chance nutzen können, aber zwei Dortmunder Verteidiger attackierten ihn mutig im Strafraum und konnten ihn fair vom Ball trennen. Ansonsten Magerkost im Giesinger Offensivspiel. Die beste Chance der ersten Halbzeit hatte Michel, der Hiller per Fernschuss zu einer Glanzparade zwang.

Leistungsgerechtes 1:1

Auch im zweiten Durchgang wollte kein rechter Spielfluss aufkommen. Beide Teams agierten im Mittelfeld zu fahrig und setzten zu stark auf lange Bälle. Als dann der 18-jährige Dortmunder Torwart Ostrzinski bei seiner Drittliga-Premiere Stefan Lex im Strafraum etwas zu ungestüm anging, nahm der Löwen-Kapitän das Geschenk dankend an. Den fälligen Elfer verwandelte Vrenezi sicher (62. Minute). Sanfte Diskussionen entspannen sich, ob die Löwen den nächsten glücklichen Auswärtssieg einfahren würden. Allerdings gingen die nur fünf Minuten, denn in der 67. Minute glich Pasalic mit der schönsten Aktion des Spiels zum 1:1 aus. Hier revanchierte sich Greilinger durch einen Corona-Abstand von 1,5m zum Gegenspieler für das Geschenk von Ostrzinski. Bis auf eine Unterbrechung wegen Hagels passiertes nicht Erwähenswertes mehr vor 4.056 Zuschauern im Westfalenstadion. Am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden.

Bemerkenswerte Reaktionen während und nach dem Spiel

Natürlich war das gestrige Spiel der Löwen nicht das Gelbe vom Ei. Der Lauf der Löwen aus den ersten Saisonspielen scheint etwas verflogen zu sein. Aus dem Mittelfeld kam wenig Brauchbares nach vorne (wie auch schon in Illertissen) und die Löwen kamen nie wirklich in einen Spielfluss. Andererseits muss man sagen, dass sie hinten auch kaum Chancen zuließen. Es war deutlich zu erkennen, dass die Sortmunder in der Länderspielpause an ihren Schwächen gearbeitet haben. Die meisten Dortmunder Gelegenheiten entsprangen dennoch aus Fernschüssen und nicht ansehnlichem Kombinationsfußball. Aber rechtfertigt eine Leistung, die mal nicht das Gelbe vom Ei ist, Pfiffe und “Köllner raus” – Rufe? Da sind schon Manche mit einer nicht nachvollziehbaren Erwartungserhaltung unterwegs…

Vollkommen überzogene Erwartungshaltung

Irgendwie sind einige Löwenfans schon wieder viel zu weit abgehoben. Offenbar haben die wirklich sehr guten Leistungen der ersten Saisonphase in Giesing mal wieder zu einer vollkommen überzogenen Erwartungshaltung geführt. Wobei die Siege gegen Meppen und Verl und das Unentschieden in Köln auch mit einem gewissen Glück zu Stande kamen. Gestern waren während des Spiels und den Jubelszenen vor dem Block deutlich Pfiffe und “Köllner raus” – Rufe aus dem Sitzplatzbereich zu vernehmen. Einige meinen wohl, dass auf Basis der guten Leistungen in der Anfangspahse der Saison jetzt jeder Gegner 5:0 weggeschossen werden muss. Egal ob auswärts oder daheim.

Die Krux guter Leistungen bei Sechzig

Es ist im Umfeld des TSV 1860 München schon immer die Krux an guten Leistungen gewesen, dass die Erwartungshaltung in kürzester Zeit exponentiell in die Höhe schnellt. So fallen Team und Trainerstab gute Leistungen in kürzester Zeit auf die Füße. Das finde ich sehr schade. Trotz  des Ausscheidens in Illertissen, sind die Löwen aktuell auf einem Super-Kurs Richtung zweite Liga. Es wäre wirklich wünschenswert, wenn wir Fans wie ein Mann hinter Mannschaft stünden und sie auf dem Weg zum Aufstieg mit positiver Energie unterstützen. So wie der Stehplatzbereich gestern. Wir sind SPITZENREITER! Was wollt Ihr denn mehr? Bei Tabellenführung pfeifen… Ich weiß nicht mal, ob es das in einer unbedeutenden Münchner Seitenstraße gibt…

 

 

TSV 1860 mit Unentschieden bei Borussia Dortmund II

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BVB Borussia Dortmund II TSV 1860

Die Löwen zu Gast im größten deutschen Stadion – wenn auch nur als Gegner der zweiten Mannschaft des BVB.

Löwenfans sorgen für Stimmung

Trotz einiger Ausfälle brachte Michael Köllner eine schlagkräftige Truppe auf den Rasen des Signal Iduna Parks, die gewillt war, den Ausrutscher in Illertissen vergessen zu machen. Gut 2.500 hatten den TSV 1860 nach Dortmund begleitet und sorgten für ordentlich Stimmung im weitestgehend leeren Stadion. Die Anfangsphase gehörte jedoch den Gastgebern, die vermehrt in der Hälfte der Löwen aufkreuzten, ohne dabei jedoch gefährlich zu werden.

Mitte der ersten Hälfte setzte starker Regen ein, als Aufwecker für die Mannschaft des TSV 1860 wirkte das Nass jedoch zunächst nicht. Das Offensivspiel lahmte, kreative Momente und durchdachte Spielzüge blieben eine Seltenheit.

Keine Tore zur Pause

Die besseren Chancen hatten nachwievor die Gastgeber, die Marco Hiller in der 36. Minute gar zu einer Glanzparade zwangen. Insgesamt war es auf dem Platz jedoch eine recht fade Angelegenheit, während die Löwenfans auf den Rängen erahnen ließen, welcher Lärmpegel in diesem Fußballtempel möglich sein muss, wenn er mit über 80.000 Zuschauern ausverkauft ist.

In der 40. Minute dann die erste ansatzweise gute Gelegenheit für 1860, doch Verlaats Kopfball kam zu unpräzise und mit zu wenig Druck aufs Dortmunder Tor. Auch Boyambas Abschluss in Minute 45 fand sein Ziel nicht, sondern wurde abgeblockt. Nach der anschließenden Ecke setzte Deichmann zum Fallrückzieher an – daneben und Pause!

Vrenezi bringt die Löwen in Führung

Die Löwen kamen etwas frischer aus der Kabine, Deichmanns Distanzschuss strich jedoch einen Meter am Dortmunder Gehäuse vorbei (52.). Sechzig war nun jedoch im Spiel und wollte zeigen, warum man in der Tabelle auf Platz steht. Die nächste Großchance bot sich jedoch der Borussia, Njinmah schoss freistehend jedoch am langen Eck vorbei (57.).

Danach überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst wurde Lex von BVB-Keeper Ostrzinmski zuu Fall gebracht und Vrenezi versenkte den fälligen Elfmeter zum 0:1 (62.). Nur fünf Minuten später glich Pasalic sehenswert für die Borussen aus.

Und dann kam der Hagel und die Partie wurde unterbrochen….

1860 mit Unentschieden bei Borussia Dortmund II

Nach einer kurzen Unterbrechung kehrten die Akteure aufs Spielfeld zurück und der Schwung war wieder dahin. Dortmund war nun wieder präsenter, die Löwen reagierten mehr als dass sie agierten. Der Wille war zwar deutlich zu erkennen, allerdings auch, dass warum der BVB II die Mannschaft mit dem höchsten Marktwert der 3. Liga auf den Platz bringt.

Gefährlich wurde es jedoch in der Folge selten, da sich beide Abwehrreihen konzentriert präsentierten und wenig zuließen. Lediglich eine Standardsituation in der vierten Minute der Nachspielzeit ließ den TSV 1860 nochmal vom Siegtor träumen, der Ball ging aber doch deutlich vorbei.

So blieb es beim 1:1, das die Löwen unverhofft zum Tabellenführer machte, da die SV Elversberg zuhause mit 1:2 gegen den SC Verl verlor.

Statistik

Aufstellung:
1 Hiller – 22 Lannert, 3 Lang, 4 Verlaat, 11 Greilinger – 6 Rieder – 20 Deichmann (81. 38 Wörl), 7 Lex (71. 8 Tallig), 33 Boyamba (60. 14 Skenderovic), 9 Vrenezi – 19 Lakenmacher (81. 10 Kobylanski)

Bank:
12 Schmid (Tor), 13 Freitag, 25 Willsch, 27 Belkahia, 35 Glück

Tore:
0:1 Vrenezi (62., Elfmeter), 1:1 Pasalic (67.)

Liveticker: Borussia Dortmund II – TSV 1860 München (10.Spieltag)

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Sechzger De Liveticker Borussia Dortmund II Tsv 1860 München BVB

Herzlich willkommen zu unserem Liveticker am 10. Spieltag der Saison 2022/23 mit dem Duell zwischen Borussia Dortmund II und dem TSV 1860 München!

sechzger.de begleitet das heutige Auswärtsspiel im Westfalenstadion erneut mit zahlreichen Bildern rund um die heutige Partie.

Aufstellung:
1 Hiller – 22 Lannert, 3 Lang, 4 Verlaat, 11 Greilinger – 6 Rieder – 20 Deichmann (81. 38 Wörl), 7 Lex (71. 8 Tallig), 33 Boyamba (60. 14 Skenderovic), 9 Vrenezi – 19 Lakenmacher (81. 10 Kobylanski)

Bank:
12 Schmid (Tor), 13 Freitag, 25 Willsch, 27 Belkahia, 35 Glück

Tore:
0:1 Vrenezi (62., Elfmeter), 1:1 Pasalic (67.)

Die Personalsituation

Beim TSV 1860 fällt Marcel Bär bekanntermaßen länger aus, absolviert jedoch ebenso wie Phillipp Steinhart bereits ein Aufbautraining. Quirin Moll dürfte aufgrund anhaltender Adduktorenprobleme nicht im Kader stehen. Auch Leandro Morgalla (Hüftprellung) hat die Reise nach Dortmund nicht angetreten. Zudem müssen Daniel Wein und Ersatzkeeper Tom Kretzschmar (krank) wohl passen.

Ob die zuletzt angeschlagenen bzw. erkrankten Milos Cocic und Marius Wörl für die Partie in Dortmund zur Verfügung stehen, entscheidet sich kurzfristig.

Stefan Lex hatte ja bereits in Illertissen sein Comeback gefeiert und auch Jesper Verlaat und Albion Vrenezi dürften in Dortmund wieder einsatzbereit sein.

Diesen Löwen droht eine Sperre

Michael Köllner ist schon früh in der Saison mit drei gelben Karten vorbelastet. Eine weitere Verwarnung und der Trainer der Löwen darf einmal von der Tribüne aus zuschauen.

Wo könnt ihr das Spiel Borussia Dortmund II – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Zur heutigen Partie wird es kein Free-TV Angebot geben. Wer also nicht live im Stadion dabei ist, muss auf eine Bezahlvariante zurückgreifen.

Die Begegnung ist natürlich bei MagentaSport verfügbar (Fernsehen und Online-Stream). Seit der vergangenen Spielzeit können alle Spiele der 3.Liga bei onefootball abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für nur 2,99€ gekauft werden.

Vorberichterstattung bei sechzger.de