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Die Neuzugänge des TSV 1860: Eine Zwischenbilanz

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Nach sieben absolvierten Spieltagen ist es eigentlich noch zu früh für eine wirklich umfassende Bewertung der Neuzugänge des TSV 1860 München im diesjährigen Transfersommer. Nachdem sich aber viele Medien in dieser Woche um dieses Thema kümmern, hat sich auch Bernd Winninger, unsere sechzger.de-TAKTIKTAFEL die Performance der neuen Spieler im Team von Trainer Jacobacci einmal genau angeschaut. Hier seine Analyse.

Die formalen Transfermodalitäten und die sportliche Qualität der Neuzugänge beim TSV 1860 bewerten wir als Fanportal übrigens komplett unabhängig voneinander!
Ich hätte mir die Bewertung gerne für nach dem zehnten Spieltag aufgehoben. Das wäre meiner Meinung nach der beste Zeitpunkt, eine erste Analyse vorzunehmen. Aber wenn der Großteil der Medien jetzt schon ein Fazit ziehen will, stehe ich da natürlich nicht nach und erläutere, wie ich die externen Neuzugänge im einzelnen bewerte.

Die Volltreffer

Joël Zwarts

Der junge Niederländer, der vom SSV Jahn Regensburg zu den Löwen wechselte, ist eine absolute Granate. Mit bisher drei Treffern liegt seine Torquote knapp unter seinem xG Wert. Da das nur eine Momentaufnahme ist und sich die Quote, wenn ein zu eigensinniger Mannschaftskamerad öfter mal ein Auge für den Nebenmann hätte, vermutlich besser darstellen würde, legen wir hier mal die Messlatte nicht zu hoch. Pro neunzig Minuten Spielzeit liegt seine Ausbeute bei 0,48 Treffern.

Seine Passquote ist für einen Stürmer außerordentlich gut, die Schussgenauigkeit liegt statistisch ebenso auf einem überdurchschnittlichen Wert.

Mit knapp über drei Schüssen pro Spiel liegt er in der Kategorie Schüsse pro Spiel etwas unter dem Wert, den ein Mittelstürmer dort erreichen sollte. Aber auch das hat mit dem oben schon angesprochenen Eigensinn von Mannschaftskameraden zu tun.

Morris Schröter

Der Flügelflitzer wird derzeit als bester Mittelfeldaußen der Liga vom hier verwendeten Statistikportal geführt. Er spielt im offensiven Mittelfeld mit den linken Verteidigern der Gegner bisher Katz und Maus. Meistens weiß dann die Maus in Person des gegnerischen Außenverteidigers nach spätestens einer Viertel Stunde nicht mehr wo vorne und hinten, links und rechts oder oben und unten ist. Schröter spielt mit einer sagenhaften Quote von knapp zwei Dritteln gewonnener Dribblings jede linke Abwehrseite nach Belieben derart schwindelig, dass die Gegenspieler vermutlich noch zwei Tage nach dem Aufeinandertreffen mit Schröter ihre Gräten sortieren.

Mit seinen lediglich 56% Prozent angekommenen Pässen könnte man meinen, dieser Wert wäre schlecht. Sieht man sich aber an, wo diese Pässe bisher hauptsächlich gespielt wurden, und welche Art Pässe das waren, ändert sich das Bild wieder. In der Zone, in der Schröter den Ball eher nicht zum Adressaten bringt (nämlich dem letzten Drittel vor dem gegnerischen Tor) herrscht in der Regel viel gegnerischer Verkehr und die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Zuspiels sinkt dort dramatisch. Vergleichen wir Schröters Quote mit der des zweitbesten offensiven rechten Außenspielers der Liga, der mehr als die Hälfte der Spiele auch auf dieser Position absolviert hat, liegt Schröter in der Bewertung des Passspiels in Abhängigkeit zur offensiven Positionierung weit vor seiner Konkurrenz. Einfach kann jeder. Schröter spielt offensiv auf der rechten Außenbahn momentan in einer anderen Liga – verglichen mit der Konkurrenz.

Auch gegen den Ball hat Schröter ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Seine Quote gewonnener Defensivzweikämpfe liegt sogar noch einen Prozentpunkt höher, als bei den Dribblings. Das macht ihn besonders wertvoll.

Julian Guttau

Wie Schröter ist auch Guttau auf seiner Position im Moment den Statistiken nach der beste Spieler der Liga. Das allerdings aus gänzlich anderen Gründen.

Als erstes fällt bei Guttau die hohe Passsicherheit für seine Position ins Auge. 75% seiner Pässe finden ihr Ziel.

Mit drei Toren bisher ist er zusammen mit Zwarts der beste Torschütze in Reihen der Sechzger. Guttaus Dribbelstärke ist zwar durchaus vorhanden und seine Erfolgsquote dabei auch überdurchschnittlich hoch. Er geht jedoch nicht so oft, wie Schröter in den direkten Zweikampf und löst seine Aufgaben eher über Zusammenspiel als über Individualität.

Gegen den Ball bringt sich Guttau im Rahmen seiner Position ebenfalls gut ein. So hat er auch in Zweikämpfen gegen dem Ball eine gute Quote, die jedoch nicht an das heranreicht was Kollege Schröter an den Tag legt.

Niklas Tarnat

Mit einer Erfolgsquote bei allen Aktionen von über 76% ist eigentlich schon alles gesagt, was man über Niklas Tarnat sagen muss. Er ist ein absoluter Stabilitätsfaktor im defensiven Mittelfeld und interpretiert seine Rolle als tiefer Sechser gut. Einerseits ist die konservative Herangehensweise an die Sechserposition heutzutage von vielen Trainern nicht mehr gerne gesehen, andererseits steht und fällt die Stabilität des Defensivverbunds mit dem Stellungsspiel auf dieser Position. Der tiefe Sechser ist meiner Meinung nach – auch wenn er meistens eher unauffällig spielt – eine der Herzkammern einer jeden Mannschaft.

Noch taucht er in der Liste der besten Spieler der Liga auf seiner Position nicht auf einer Topposition auf. Das wird sich noch ein paar Spieltage lang hinziehen. Bis Weihnachten wird er sich aber, wenn der Trainer ihn berücksichtigt und spielen lässt, in seiner Kategorie auf einer Topposition zu finden sein.

Bei allen, seine Position betreffenden wichtigen statischen Werten hat Tarnat gute bis hohe Werte vorzuweisen, auch wenn man hier noch keine auf Statistiken fußende umfassende Bewertung abgeben kann. Dazu ist die Saison einfach noch nicht alt genug.

Besonders sein Passspiel ist mit knapp 91% angekommener Pässe überdurchschnittlich gut.

Die Werte gegen den Ball – Zweikämpfe, Kopfballduelle und abgefangene Pässe – kann man noch relativ schlecht bewerten, da der Gegner, wenn er durchs Zentrum kommt, offensichtlich versucht, Tarnat zu meiden und die Bälle eher auf den Flügel oder in den anderen Halbraum, dort wo sich der Box-to-Box Spieler des TSV 1860 zum Verteidigen befindet, spielt. Wenn Tarnat auf dem Feld ist, werden er bzw. die Räume die er abdecken soll, von der gegnerischen Mannschaft eher gemieden. Auch das ist allerdings ein Zeichen, für seine Qualität.

Die guten Griffe

Manfred Starke

Der nun – wegen seiner Roten Karte am vergangenen Samstag – gesperrte Manfred Starke konnte noch nicht vollends überzeugen und wird für mindestens ein Spiel auch keine Gelegenheit dazu bekommen, aber dennoch muss man den Nationalspieler Namibias für seine bisherigen Einsätze ein durchauspositives Zeugnis ausstellen.

Mit Platz elf in der Bewertung der zentralen Mittelfeldspieler auf unserem Statistikportal schafft er es nur knapp nicht in die Top Ten. Mit starken Werten gegen den Ball, aber in der offensiven Performance etwas schwächelnd, würde ich Platz elf in der ligaweiten Wertung als durchaus gerechtfertigt ansetzen.

Stark im direkten eins gegen eins zieht er aber bei offensiven Laufduellen leider öfter den kürzeren. Sein Passspiel ist auf einem für seine Position durchschnittlichem Niveau was die Genauigkeit anbelangt. Ein bevorzugtes Ziel bei Vorwärtspässen die nicht ankommen ist ein leider etwas bewegungsfauler, offensiver Mitspieler, der schon seit letztem Jahr immer wieder zeigt, dass er von der Spielauffassung eigentlich eher für eine Individualsportart wie Tennis oder Golf prädestiniert wäre und nicht für einen Mannschaftssport.

Starke wird sich im Ranking seiner Kategorie, das er im vergangenen Jahr am Saisonende deutlich anführte, noch verbessern und dort, sollte er sich nicht verletzten, meiner Meinung nach am Ende einen Platz unter den Top Fünf belegen.

Erol Zejnullahu

In jedem seiner bisher leider spärlich gesäten Einsätze hat Zejnullahu gezeigt, wie wertvoll ein mannschaftsdienlicher zentraler offensiver Spieler sein kann.

Er kommt leider bisher auf zu wenig Spielminuten insgesamt, um eine umfassende, fundierte Analyse zu erstellen. Aber wenn wir die drei Spiele, in denen er über 60 Minuten auf dem Platz stehen durfte, als Grundlage nehmen, sehen wir bei Zejnullahu knapp 60% gelungene Aktionen mit einer Passquote von 85%. Er hat insgesamt eine Ballverlustquote die um 33% besser ist, als die seines Konkurrenten auf dieser Position.

Vergangene Saison (damals noch für Absteiger Bayreuth am Ball) war er vor Nazarov (Aue) und Starke (damals noch Oldenburg) als bester offensiver Mittelfeldspieler der Liga gelistet, wenn man der letztjährigen Rangliste auf unserem Datenportal Glauben schenken darf.

Leroy Kwadwo

Der Prototyp eines Innenverteidigers. Zweikampf- und kopfballstark, mit relativ gutem Stellungsspiel ausgestattet. Alle Werte, die statistisch gesehen hier zum tragen kommen, liegen über dem Durchschnitt.

Sein Manko ist, dass er dann und wann nicht so die Position hält, wie es wünschenswert wäre. In manchen Momenten lässt er sich vom Gegenspieler aus der Position ziehen und öffnet so einen Raum, den dann ein nachrückender gegnerischer Mittelfeldspieler besetzt, was immer zu gefährlichen Momenten führen kann.

Der Durchschnitt

Kaan Kurt

Wenn es einen Spieler gibt, auf den bisher in dieser Saison das Wort Durchschnitt zutrifft, so ist das Kaan Kurt. Kaum ein Wert, der auf seiner Position als wichtig erachtet wird, sticht positiv hervor, kaum ein Wert ist derart negativ, dass man ihn als schlecht einstufen müsste.

Die Werte, die positiv auffallen sind a) die Pässe ins letzte Drittel. Dort zeigt Kurt eine gute Quote von knapp unter 75% Erfolgsquote. Und b) Laufduelle um freie Bälle wo er 60% Erfolgsquote vorweisen kann.

Der Wert, der negativ hervorsticht, ist leider seine Zweikampfbilanz in direkten Duellen gegen den Ball. Mit lediglich 50% ist er da noch verbesserungsfähig. Auch bei Kopfballduellen muss Kurt noch besser werden. Mit unter 30% ist er hier deutlich ausbaufähig.

Unterdurchschnittlich

Marlon Frey

Nach anfänglicher Sperre aus der Vorsaison in bisher fünf Spielen zum Einsatz gekommen, war Frey in jeder Partie ein Unsicherheitsfaktor. Ich will ihn hier nicht anhand seiner statistischen Werte bloßstellen. Nur soviel sei gesagt: In manchen für seine Position wichtigen Werten hat er ein Steigerungspotential das dem der Funktion y=eˣ bei der Koordinate 0 entspricht.

Als gut ist lediglich seine Performance im Passspiel zu bezeichnen. Das sollte im Normalfall auf dieser Position schon zum Durchschnitt reichen.

Bei Frey ist es aber so, dass sein Verhalten im Passspiel eher Alibifunktion hat und nicht das bringt, was man sich von einem Spieler, der hauptsächlich in der Rolle des Box-to-Box-Spielers agiert, erwarten kann. 70% seiner Pässe waren Pässe ohne Intention zum Raumgewinn. Von diesen Passen kam zwar ein Großteil an, jedoch meist ohne Mehrwert für die Mannschaft.

Nicht bewertbar

David Richter

Kilian Ludewig

Valmir Sulejmani

Tarsis Bonga

Alle vier Neuzugänge haben noch viel zu wenig Einsatzzeit, um sie bewerten zu können. Von daher lass ich das bei ihnen bleiben. Auch über Potential und mögliche Aussichten auf Einsätze der Spieler möchte ich mich hier nicht äußern. Es wäre einfach unfair, ins Blaue hinein zu spekulieren.

Einen Gedanken habe ich trotzdem: Mit seiner Größe von 1,97 m kann man Bonga meiner Meinung nach nicht auf der Außenposition einplanen. Der Junge gehört im Training ans Kopfballpendel, bis ihm der Schädel brummt und dann irgendwann im offensiven Zentrum als Brechstande eingebaut. Ein gutes Beispiel für überdurchschnittlich große Mittelstürmer wäre z.B. Jan Koller (2,02 m). Wer erinnert sich nicht an diese wuchtige Kampfmaschine in Diensten des BVB?

Datenquelle: Wyscout

Groundhopping Gambia: Es bleibt ein Mysterium!

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Groundhopping Gambia

Nachdem unser Leser Stefan zuletzt bereits über seine Reise nach Senegal, führte ihn sein Hobby Groundhopping als nächstes in den Nachbarstaat Gambia. Auch dort besuchte er ein Match und lernte Land und Leute kennen. Viel Spaß beim Lesen und mit den Fotos, die er uns dankenswerterweise zur Verfügung stellte.

Entspannung auf Coconut Island

Nächstes Ziel der Reise ist das Mini-Land Gambia. Gerüchten nach wurden die Grenzen in Zeiten der Kolonisierung dadurch gezogen, indem die Briten Kanonenkugeln von ihren Schiffen auf dem Fluss aus abgefeuert haben. Und soweit wie sie schießen konnten, soweit gehörte ihnen das Land mitten im ansonsten französisch kolonisierten Senegal. Während auf der südlichen Seite des Flusses die Touri-Hotspots liegen, ist der nördliche Teil teilweise unbewohnt. Da wir noch nicht viel vorhatten und der Spielplan sowieso noch nichts hergab, zogen wir uns drei Tage auf die weitestgehend unbewohnte Coconut Island zurück: Zwei Stunden Strom am Tag, ausreichend Bier und Essen, keine anderen Touristen und wenn man die spärliche Lodge mit Hängematte verlässt, steht man mutterseelenallein an einem fünf Kilometer langen Sandstrand. Könnte verdammt nochmal schlimmer kommen.

Insgesamt fällt uns die Kommunikation auch wieder leichter, da wir nun nicht mehr im französischsprachigen, muslimischen Senegal, sondern im englischsprachigen, muslimischen Gambia sind. Die Ethnie der Wolof ist hier jedoch vorherrschend, sodass den Bewohnern egal ist, welche Sprache ihre Regierung vorgibt. Nach drei Tagen voll Verzehr vieler lokaler Kräuter hatten wir dann aber schon wieder genug Entspannung und verließen die Insel per Schiff in Richtung Touri-Region Banjul/Bakau/Serekunda.

Groundhopping Gambia

Falls sich irgendwer die Frage stellt, ob schonmal ein Spieler aus Gambia bei 1860 spielte: Wir konnten keinen identifizieren. Die regelmäßigen Pub-Quiz-Teilnehmer wissen aber bereits, dass wir eine ganz andere Mission hatten. Im Jahr 1980 hat Sechzig München eine Testspielreise mit zwei Spielen nach Gambia unternommen, von der heute aber nicht viel mehr als die Aufstellungen und die Torschützen bekannt sind. Da in keiner alten Vereins- oder Stadionzeitung die Testspielreise erwähnt wird und auch die mittlerweile ergrauten Allesfahrer damals nicht dabei waren, gibt es über diese Auftritte nahezu keine Infos. Wir versuchen das zu ändern und – nehmen die Antwort vorweg – scheitern! Unser Vorhaben “Groundhopping Gambia” verlief hingegen deutlich erfolgreicher…

Gambia Armed Forces FC – Greater Tomorrow FC 2:1
Gambia Football League, 25.03.2023, Bakau Mini Stadium

Erste Liga in Gambia klingt nach einem wahren Traum. Und schon der erste Blick ins weite Rund verrät: Es ist ein Traum. Nämlich ein Traum, der mit allem zu tun hat, aber definitiv nichts mit der Hochglanzwelt der deutschen ersten Liga, von dem hier so viele träumen. Bei einem Eintrittspreis von umgerechnet 20 Cent bekommen wir präsentiert: nichts! Außer einem kleinen Verhau, in dem man sich für umgerechnet 50 Cent mehr einen eigenen Stuhl mieten kann. Den Stuhl kann man sich dann an den Spielfeldrand stellen oder ihn auf das Dach des nicht fertig gestellten (und wahrscheinlich auch in ferner Zukunft nicht fertiggestellten) Funktionsgebäudes tragen. Spieler und Schiedsrichter ziehen sich in dieser heruntergekommenen Ruine um, während vier Bleichgesichter ihre Samt-Sessel über zwölf wacklige, bröckelnde Betonstufen in die pralle Mittagshitze schleppen. Nachdem wir unseren Platz auf dem Dach der Spieler eingenommen haben, können wir auch durch die Löcher hindurch ihre Mannschaftsansprachen anhören – und natürlich kein Wort verstehen.

Gambia Armed Forces, der Militärsportverein, ist klarer Favorit und tritt äußerst herrisch und dominant mit einem klaren Spielsystem auf. Der Trainer wirkt wie ein General. Greater Tomorrow hingegen lässt den Ball auf dem Sandplatz laufen, entwickelt viel Spaß am Spiel und schießt überraschend in Halbzeit 1 auch den Führungstreffer, was den Herrn General zu einer üblen Schimpftirade bewegt. Durch Intervention der anwesenden drei Polizisten (bei insgesamt etwa 20 Zuschauern, davor wir 4 Weißgesichter) lässt er sich jedoch beruhigen. Die Halbzeitansprache ist dafür mehr als deutlich und seeeeehr laut. Der General scheißt seine Spieler regelrecht zusammen. Es ist nicht schwer, das mitzubekommen, denn der einzige Schattenplatz am ganzen Ground ist der einen Meter vor der Heimkabine. Die Gäste hingegen nutzen die Spielpause für ihr notwendiges Gebet Richtung Mekka und wirken deutlich entspannter, als ich Spieler beider Mannschaften wenig später am einzigen Plumpsklo des Stadions antreffe.

Dennoch hat die Halbzeitansprache etwas bewirkt, denn die GAF drehen das Spiel und gehen mit 2:1 als Sieger vom Platz. Ich habe etwas viel Respekt vor dem General, sodass ich mich entscheide, ihn nicht auf die Testspielreise von 1860 München im Jahr 1980 anzusprechen. Er hätte es vielleicht wissen können, alle anderen Anwesenden, die ich ansprach, hatten jedenfalls keinen blassen Schimmer, was ich von ihnen wollte. Ein Highlight war natürlich auch noch die Ziegenkolonie, die während des Spiel dachte, sie könnte etwa von den spärlichen Resten des Rasens haben.

Es bleibt ein Mysterium!

Wir verbringen noch einen weiteren Tag in der Region und besuchen dabei eine Farm, in der man Krokodile streicheln kann, und das Nationalstadion. Dieses ist aufgrund von “Renovierungsarbeiten” derzeit gesperrt. Deshalb wird uns auch das Fotografieren verboten, da die Bewacher Angst davor haben, die FIFA könnte erfahren, dass ihr Geld gar nicht für Renovierungsarbeiten verwendet wird. Wobei mir das ja egal ist, ich habe eine andere Mission und ernte erneut inhaltslose Blicke. Auch im Landesmuseum, wo ich zumindest erfahre, dass das Nationalstadion erst 1982 erbaut wurde, erfahre ich nichts über die Spielorte der Testspielreise von 1860 München. Es bleibt ein Mysterium! Aber wir hatten unseren Spaß.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal

Der etwas andere Profi: Mael Corboz vom SC Verl

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Mael Corboz Sc Verl

Unser Herz schlägt ganz klar für den TSV 1860, keine Frage. Dennoch gelingt es immer wieder einzelnen Vereinen oder Spielern, uns positiv zu überraschen und unsere Sympathien zu gewinnen. Was der SC Verl beispielswiese in den vergangenen Jahren mit bescheidenen Mitteln aufgezogen hat und wie der Club sich öffentlich präsentiert, verdient unseren allerhöchsten Respekt. Mael Corboz geht voran – nicht nur als Kapitän auf dem Spielfeld, sondern auch fernab des Platzes. Als Geschäftsführer der ElevenGreen UG setzt er sich aktiv für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ein.

Mael Corboz – der etwas andere Profi

Nachdem er 2015 an der University of Maryland College Park einen Abschluss in Maschinenbau mit Schwerpunkt Energiesysteme erlangte, zog es Mael Corboz nach Europa, wo er seine Fußball-Karriere vorantreiben wollte. Im Zuge dessen fiel ihm auf, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit in vielen Vereinen nicht die Beachtung finden, die sie verdienen. Oft klafft eine Lücke zwischen den Nachhaltigkeitszielen eines Vereins und den tatsächlichen Investitionen in Zeit und Energie.

Diese Erkenntnis führte Corboz dazu, sich intensiver mit den Schnittstellen zwischen Fußball und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Aus diesem Grund gründete er das Unternehmen ElevenGreen mit dem Ziel, die Kluft zwischen dem Streben der Vereine nach Nachhaltigkeit und den Möglichkeiten zur Umsetzung zu überbrücken. Sein Unternehmen ist also die Verknüpfung seiner Leidenschaft für den Fußball und seinem Engagement für eine nachhaltigere Zukunft im Sport.

Entlarvender CO2-Fußabdruck

Der Sportler geht dabei mit gutem Beispiel voran und reflektiert sein eigenes Verhalten ganz genau. So hat Mael Corboz beispielsweise Online-Tool vom Umweltbundesamt seinen individuellen CO2-Fußabdruck gemessen und war erstaunt:

Ein großes Ergebnis und eine Überraschung für mich war, dass mein CO2-Ausstoß höher ist als der Durchschnitt der Deutschen. Dabei ernähre ich mich zu 100% vegetarisch, habe schon vor zwei Jahren auf Ökostrom umgestellt, fahre ein Elektroauto, kaufe kaum neue Klamotten usw. Aber irgendwie ist mein Fußabdruck immer noch viel zu groß!

Woran liegt es? Mobilität…

Durch meine Familiensituation fliege ich einfach zu oft. Im Jahr 2022 bin ich einmal von Paris nach New York hin und zurück geflogen und zweimal von Düsseldorf nach Lyon geflogen. Und ich bin auch viel zu viel Auto gefahren… ungefähr 25.000 Kilometer im Jahr 2022.

Zur Erklärung: Mael Corboz lebt als Amerikaner in Deutschland, seine Eltern jedoch weiterhin in den USA. Maels Schwestern Daphne und Rachel stehen als Profi-Fußballerinnen in Frankreich unter Vertrag – daher die aufgeführten Flugreisen.

Ehrgeizige Ziele des Profis

Statt es darauf beruhen zu lassen, setzte Mael Corboz sich nun jedoch ehrgeizige Ziele, um umweltschonender und nachhaltiger zu leben. Sein konkretes Ziel: den eigenen CO2-Fußabdruck um 20 % zu reduzieren! Wie das funktionieren kann? Der Sportler hat sich Folgendes überlegt und auf seinem LinkedIn-Profil veröffentlicht:

  • Ernährung: von vegetarisch auf 100 % vegan umstellen und verstärkt auf regionales und saisonales Obst und Gemüse achten; Einsparungen von 0,13 t CO2
  • Transport: jährliche Fahrleistung von ca. 25.000 km auf 15.000 km reduzieren (-40 %); Maßnahmenplan: Deutschland Ticket (49 €/Monat) 3-mal pro Woche für den Weg zum Training öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften nutzen, weniger Fahrten nach Frankreich; Einsparungen von 0,67 t CO2
  • Flugreisen: Flugstunden innerhalb Europas von 8 auf 3 reduzieren; Einsparungen von 0,4 t CO2
  • Konsumverhalten: keine neuen Kleidungsstücke kaufen, Ausgaben pro Monat für Freizeit, Inneneinrichtung usw. reduzieren; Einsparungen von 0,42 t CO2

Durch diese Veränderungen würde es Corboz gelingen, immerhin 13,1 % seines CO2-Abdrucks zu reduzieren. Aus seiner Sicht noch zu wenig, weswegen er sich weiterführende Gedanken machte.

Es ist derzeit schwierig, konkrete Verhaltensänderungen in Bezug auf Heizungs-/Stromverbrauchszahlen zu nennen. Faktoren außerhalb meiner Kontrolle wie Wetter und Temperatur spielen eine große Rolle. Dennoch werde ich versuchen, kleine Veränderungen in meinem täglichen Verhalten vorzunehmen, um hier ebenfalls eine positive Veränderung zu sehen. Bis ich die offiziellen Daten am Ende des Jahres habe, gehe ich davon aus, dass diese Zahlen gleichbleiben. (…)

Zusätzlich überlege ich, die fehlenden 7 % durch Kompensation des gesamten Fußabdrucks auszugleichen, was mir vielleicht ermöglichen würde, angesichts dieses weniger als erwarteten Reduktionsplans mein Gesicht zu wahren. Mir ist bewusst, dass die Kompensation ihre Nachteile hat und missbraucht werden kann. Es ist jedoch besser als nichts, besonders wenn die Absichten aufrichtig sind.

Unterstützung auch für #GoalsForTomorrow

Doch damit nicht genug: Neben ElevenGreen unterstützt der 29-Jährige auch die Kampagne #GoalsForTomorrow. Dort hat sich Mael Corboz verpflichtet, für jedes Tor des SC Verl 20 Euro und für jeden eigenen Treffer 100 Euro zu spenden. Auch bei diesem Projekt steht das Thema Umweltschutz im Fokus.

In diesem Sinne wünschen wir uns für Samstag einen 7:6-Sieg der Löwen mit zwei Corboz-Hattricks für die Gäste…

Titelbild: SC Verl (Marina Brüning)

Sechzig um sieben: Rückschau auf den Sieg in Halle

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Sechzig um Sieben: Löwen in Rot, im Podcast und im Blick

Mit einem 2:0 Auswärtssieg in Halle beendete der TSV 1860 München die Negativserie von vier Niederlagen in Folge. Wir haben heute Morgen eine kleine Rückschau auf den freudigen Nachmittag in Halle und weitere News aus dem Löwenkosmos für Euch.

Der Sieg in Halle in der Rückschau

Bernd WiInninger dürfte endlich mal wieder Freude empfunden haben, als er sich das Spiel der Löwen nochmal anschaute. In seiner Rückschau auf den Sieg in Halle kommt er zu dem Fazit, dass “viel Licht, aber auch viel Schatten über dieser Leistung liegt”. Wieso er nicht nur Licht gesehen habt, könnt Ihr in der TAKTIKTAFEL nachlesen. Viel Licht und wenig Schatten lag definbitv auf der Leistung von Morris Schröter, der großen Anteil am Auswärtssieg hatte.  Zurecht landete er deswegen in der kicker “Elf des Tages”. Außerdem steht bei liga3-online.de als “Spieler des 7. Spieltags” zur Wahl. Hier geht’s zur Abstimmung!

Sechzger.de Talk 124 online

Das Verhältnis von Licht und Schatten der Leisting der Löwen in Halle war natürlich auch im sechzger Talk 124 eins der Hauptthemen. Außerdem gibt es spannende Anekdoten zum SC Verl. Denn Christian, Bernd und Jan haben Mario Lüke, seines Zeichen Vorstand beim SC Verl, zu Gast. Den Talk findet Ihr auf unserem YouTube-Kanal bzw. diversen Podcast-Plattformen wie:

Ergebnisübersicht des vergangenen Wochenendes

Neben dem Sieg der Profis und der U21 brachten weitere Löwenmannschaften Erfolge mit nach Giesing. Allen voran die U19, die beim Lokalrivalen im Münchner Norden einen Punkt gewionnen konnte. Beide Mannschaften der Frauen gewannen ihre Spiele, dazu noch die neu gegründete U17 der Löwinnen. Die dritte Mannschaft musste sich dem FC Bosna i Hercegovina geschlagen geben, die Vierte dagegen besiegte den TSV Forstenried. Alle Ergebnisse der Löwen-Fußballmannshaften findet Ihr hier.

Tickets für Münster auswärts ab morgen erhältlich

Wer den TSV 1860 München am 15.10. nach Münster begleiten will, kann sich ab morgen die Tickets besorgen. Zwei Karten pro Mitglied gibt es im Ticket-Shop oder im VVK an der Grünwalder Straße 114.

News aus der dritten Liga

Preußen Münster: Nasenbeinbruch bei Bouchama

In der letzten Minuten des Heimspiel gegen den VfB Lübeck brach sich Yassine Bouchama das Nasenbein. Die Nase des Mittelfeldspieelers wurde bereits geschient und er kann in wenigen Tagen mit einer Spezialmaske schon wieder ins Geschehen eingreifen.

Dresden mit über 2.000 Fans nach Ulm

Den Tabellenführer werden über 2.200 Fans nach Ulm begleiten. Das Gästekontingent ist damit restlos vergriffen. Interessanterweise ist es das allererste Aufeienadertreffen zwischen dem SSV Ulm und Dynamo Dresden.

Damit wisst Ihr wieder, was Sache rund um die Löwen und die dritte Liga ist!

Löwen am Wochenende: TSV 1860 U19 holt Remis im Derby

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Fc Bayern Tsv 1860 U19 Bundesliga

Ein größtenteils erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Löwen: Sowohl die Profis als auch die U21 gewannen ihre Partien und auch die drei Teams der Löwinnen konnten ihre Partien siegreich gestalten. Die U19 des TSV 1860 holte im Derby beim FC Bayern immerhin ein Remis und zeigte präsentierte sich dem Gegner mindestens ebenbürtig.

TSV 1860 U19 holt Remis im Derby

In einer rassigen Partie erarbeiteten sich beide Teams vor 500 Zuschauern auf dem Bayern Campus etliche Torchancen. Dennoch blieb es auch nach 90 Minuten beim torlosen Remis, die Junglöwen belegen in der Bundesliga-Tabelle damit den 8. Platz.

Trainer Jonas Schittenhelm zeigte sich im Großen und Ganzen nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge, traut seinem Team aber insgesamt noch mehr zu: “Wir waren in der 1. Halbzeit zu zögerlich, nicht konsequent genug. Ich hatte den Eindruck, dass die Jungs nicht alles riskieren wollten. (…) Wir wollten nach der Pause konsequenter anlaufen, die Pressingsituationen besser nutzen und uns den Ball schnappen und dann die Angriffe zu Ende spielen. Wir waren in der 2. Halbzeit wesentlich besser drin. (…) Sicher war das nicht unser bestes Spiel, die Jungs können es besser, wenn wir mutiger sind.”

Die Spiele im Überblick

Mittwoch, 20.09.

19.30 Uhr: TSV Turnerbund – Löwinnen I 3:2 (Kreispokal)

Freitag, 22.09.

19.30 Uhr: U21 – TSV 1874 Kottern 2:1
20.00 Uhr: Senioren C – SG Putzbrunn/Grasbrunn/Haar/Oberpframmern 1:1

Samstag, 23.09.

10.45 Uhr: SV Waldeck-Obermenzing U19 – U17 1:3
10.45 Uhr: TSV Poing U11 – U10 2:8
13.30 Uhr: U14 – FC Bayern München 0:0
13.30 Uhr: Löwinnen U17 – TSV München-Ost 3:1
15.00 Uhr: FC Memmingen U17 – U16 1:0
15.00 Uhr: 4. Mannschaft – TSV Forstenried 4:3
15.00 Uhr: Munich Irish Rovers – Löwinnen II 0:2
15.30 Uhr: U15 – TSV Milbertshofen 4:1
16.30 Uhr: Hallescher FC – Profis 0:2
17.30 Uhr: 3. Mannschaft – FC Bosna i Hercegovina 3:5
19.00 Uhr: Futsal Allgäu – Futsal 3:4

Die U9 des TSV 1860 war am Samstag bei einem Turnier in Gießen im Einsatz.

Die U13 verlor beim Turnier des ASV Dachau gegen die U14-Teams des Gastgebers und des FC Wacker München jeweils mit 0:1 und besiegte die U14 des VfR Garching mit 1:0. Damit belegten die Junglöwen Platz 4.

Sonntag, 24.09.

09.30 Uhr: U11 – DJK Ingolstadt U12 17:1
11.00 Uhr: TSV Eintracht Karlsfeld – Löwinnen I 0:3
11.30 Uhr: U12 – MSV Bajuwaren U13 5:0
13.00 Uhr: FC Bayern München – U19 0:0

Auch am Sonntag maß sich die U9 mit gleichaltriger Konkurrenz – diesmal in Stadtallendorf.

Hallescher FC – TSV 1860 München (0:2), die Taktiktafelanalyse

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Ein herzliches Grüß Gott zur Taktiktafelanalyse des Löwen-Auswärtssiegs in der Partie Hallescher FC gegen TSV 1860 München. Endlich wieder ein Dreier. Endlich gibt es wieder einen Grund zur Freude für uns Sechzger.

Hallescher FC – TSV 1860 München, vor der Partie waren die Löwen nach den um 14:00 Uhr angepfiffenen Spielen auf den 18. Rang abgerutscht und der HFC mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto knapp davor auf Platz 16. Die sportlichen Voraussetzungen waren also für beide Teams nicht die besten. Halle hatte zuhause bis dato allerdings noch nicht verloren und unsere Sechzger in den letzten vier Spielen keinen Punkt ergattern können.

System

Löwentrainer Maurizio Jacobacci schickte unsere Sechzger im 4-2-3-1 aufs Feld. In der Doppel-Sechs waren Tarnat als tiefer Sechser und Frey in der Rolle des Box to Box Spielers eingeplant. Zejnullahu bekleidete die zentrale Position im offensiven Mittelfeld. Vrenezi, bisher in der ersten Elf gesetzt, wurde für den stark aufspielenden Schröter auf die Bank platziert.

Sreto Ristics Hallenser kamen wie erwartet im 4-3-3 auf den Platz und spielten exakt wie von mir in der Taktiktafel vor dem Spiel erläutert.

Pressing

Die Mannschaft des TSV 1860 München presste gegen das Positionsspiel des Halleschsen FC mit einer Zweierpressinglinie, die auf mittlerem bis tiefem Niveau agierte. In Umschaltsituationen für den Gegner wurde allerdings konsequent sofort das Gegenpressing gesucht, um da erst gar keinen Spielfluss aufkommen zu lassen.

Die Zweierpressinglinie der Löwen wurde, wenn der Ball aus dem Zentrum auf den Flügel gespielt wurde, durch einen der beiden offensiven Außenspieler verstärkt, um das Spiel der Hallenser in die Pressingfallen im Mittelfeld zu forcieren.

Die Hallenser pressten von Beginn an hoch und direkt mit drei Spielern gegen das Positionsspiel unserer Löwen. Das zwang den TSV immer wieder zu langen Bällen aus der letzten Reihe und führte zu vielen Zweikämpfen um den zweiten Ball.

Defensivlinie

Die Defensivlinie der Hausherren stand grundsätzlich eher hoch. Es wurde versucht das Mittelfeld für die Sechzger eng zu machen, um wenig Räume im Positionsspiel anzubieten.

Die Sechzger wählten hinsichtlich der Positionierung der eigenen Defensivlinie einen konservativeren Ansatz. Sie schoben gegen den Ball auf der letzten Linie nicht so weit nach vorne. Das sorgte bei entsprechendem Rückzugsverhalten der Mittelfeldspieler für einen kompakten Defensivblock vor der eigenen Box.

Bevor wir nun genauer in die Analyse einsteigen, wie immer die wichtigsten statistischen Werte der Partie.

Statistische Werte: Hallescher FC – TSV 1860 München

  • Ballbesitz: HFC 58% – TSV 1860 42%
  • Passgenauigkeit: HFC 84% – TSV 1860 76%
  • Defensive Zweikampfquote: HFC 51% – TSV 1860 57%
  • Schüsse/aufs Tor HFC: 19/4 – TSV 1860 8/3
  • PPDA (zugelassene Pässe pro Defensivaktion): FC Halle 5,6 – TSV 1860 11,74

Analyse der statistischen Werte

Ballbesitz (58%:42%)

Die abwartende, auf Kompaktheit setzende Spielweise des TSV 1860 München begünstigte den Ballbesitz des Halleschen FC sehr stark. Das bedeutet im Endeffekt, die Ballbesitzquote im Spiel ist grundsätzlich der taktischen Herangehensweise beider Mannschaften an die Partie geschuldet und war in etwa so zu erwarten. Sie ist allerdings, wenn man beide Halbzeiten gesondert voneinander betrachtet, in der zweiten Halbzeit deutlich zu hoch für die gastgebenden Hallenser ausgefallen. Die Hallenser waren in der zweiten Halbzeit über eine halbe Stunde lang in Ballbesitz. Das ist kein Beinbruch, wenn man defensiv den Gegner so im Griff hat, dass er nicht gefährlich werden kann. Das kann man aber von der zweiten Halbzeit Halles nicht behaupten.

Aber der Reihe nach: In der ersten Halbzeit konnte Halle trotz zehn Prozent höherer Ballbesitzquote in diesem Spielabschnitt, abgesehen von der stürmischen aber unproduktiven Anfangsphase, die sie an den Tag legten, und lediglich drei Schüssen in der ersten Halbzeit, nicht viel auf den Rasen bringen, was die Löwen in die Bredouille gebracht hätte. Eine hohe Anzahl von Rück- und Querpässen prägte das Spiel der Hallenser in der ersten Halbzeit. Drangen die Gastgeber ins letzte Drittel der Löwen ein, hatten sie dort kaum etwas zu melden. Im Strafraum der Sechzger gab es lediglich einen Ballkontakt für Halle, der dort zu einem Schuss führte. Keine einzige Flanke, die Halle im ersten Durchgang lancierte, kam an.

In der zweiten Hälfte der Partie drehte sich dieses Bild bis auf ein paar Nuancen komplett. Halle war mit höherem Ballbesitz fast permanent in der Hälfte des Gegners unterwegs, forcierte das eh schon aggressive Pressing noch mehr und bekam vor allem die Strafraumsituationen, die den Torerfolg im Normalfall ermöglichen. Der xG Wert des HFC liegt in Halbzeit zwei um fast 50% höher als der des TSV 1860.

Passgenauigkeit (84%:76%)

In der ersten bzw. zweiten Halbzeit ergeben sich für den TSV 1860 München komplett unterschiedliche Bilder.

War man in der ersten Halbzeit bis ins letzte Drittel des Gegners hinein in vielen Positionsangriffen und Umschaltmomenten noch sehr erfolgreich, drehte sich das in der zweiten Halbzeit über nahezu die komplette Spielzeit ins Negative. Die Passgenauigkeit der Löwen sieht von Halbzeit eins auf Halbzeit zwei einen Absturz von zehn Prozentpunkten.

Bei Halle sank die Passgenauigkeit zwar auch, allerdings nicht in demselben Maß wie bei den Sechzgern. Generell änderte sich das Passspiel der Hallenser von einer auf Sicherheit im Aufbau gesteuerten Herangehensweise auf riskantere offenere Spielweise mit weniger Personal in der Restverteidigung und deutlicher Überladung der kompletten Breite im Mittelfeld.

Verlorene Bälle konnten oft zurückerobert werden, bevor der TSV 1860 eine eigene Umschaltaktion starten konnte, durch die personelle Überzahl der Hallenser im Mittelfeld in der zweiten Halbzeit. Die Anzahl gespielter Pässe pro Ballbesitz sank bei den Sechzgern von der ersten auf die zweite Halbzeit um rund 30%.

Auch die Passfrequenz (gespielte Pässe pro Minute eigenem Ballbesitz) sank um über sieben Prozentpunkte. Man spielte also nicht nur ungenauer, sondern auch behäbiger.

Defensive Zweikampfquote (51%:57%)

Hier ergibt sich ein Bild, das man so nicht für möglich halten würde, wenn man die Halbzeiten getrennt voneinander betrachtet. Die Quote hier und der Erfolg der Defensivarbeit gehen oft nicht Hand in Hand. In der ersten Halbzeit stand der TSV 1860 im Spiel gegen den Halleschen FC sehr stabil in der Defensive. Das hatte wenig mit geführten und gewonnen Zweikämpfen zu tun, sondern tatsächlich mit guter Raumaufteilung und exzellentem Stellungsspiel. Nicht zu vergessen, haben die Sechzger diesmal auch in den richtigen Momenten die Waffe des taktischen Fouls genutzt, um Tempo aus des Gegners Spiel zu nehmen. Die kompakte Formation vor der eigenen Box, je nachdem, wie der Gegner verschob (4-4-1-1 oder 4-5-1 im eigenen letzten Drittel), konnten die Hallenser in der ersten Halbzeit nicht aushebeln. So entstanden Ballverluste für Halle eher selten durch die in diesem Durchgang gewonnene Zweikämpfe der Sechzger, sondern viel häufiger durch ungenaues Spiel, indem der Ball durch Abfangaktionen bzw. ins Tor- oder Seitenaus gespielte Bälle.

Im zweiten Durchgang mussten die Löwen dann aber doch häufig auch im direkten Zweikampf die Kugel erobern und das gelang in den meisten Situationen mit Bravour. Alle Spieler der Löwen hauten sich in der zweiten Spielhälfte gegen den Ball voll rein und taten alles, was ihnen möglich war, um den Sieg zu ermöglichen. Das gelang und ist absolut lobenswert zu erwähnen. Ich möchte hier auch keinen Spieler ausnehmen, denn 70% gewonnene Defensivzweikämpfe in der zweiten Halbzeit sprechen klar für das Kämpferherz, das die Mannschaft in diesem Spiel gezeigt hat. In der zweiten Halbzeit gingen lediglich fünf Zweikämpfe in der eigenen Spielfeldhälfte verloren, kein einziger im eigenen Strafraum.

Allerdings muss man leider auch erwähnen, dass es brenzlige Situationen in der Box gab. Der Gegner kam dort zu oft zum Schuss. Dazu mehr in der nächsten Kategorie

Schüsse/aufs Tor (19/4:8/3)

Halle schloss insgesamt 19 Mal ab, Sechzig 8 Mal. Die Schussverteilung in den Halbzeiten zeigt ein weiteres Mal den Unterschied der beiden Teams in den jeweiligen Spielabschnitten. In der ersten Hälfte hatten die Löwen fünf Schüsse und Halle drei. Keiner der Schüsse in der ersten Halbzeit, die der TSV 1860 München abfeuerte, konnte von Halle geblockt werden, einer ging ins Tor. Alle diese Schüsse erfolgten aus zentralen oder halbzentralen Positionen in der Box. Top, so muss das sein! Ein wenig mehr Zielwasser dabei in der ersten Halbzeit und Halle braucht im zweiten Durchgang gar nicht mehr anzutreten.

Von den drei Schüssen, die der HFC in Halbzeit eins abfeuerte, war lediglich der von Wolf in der Nachspielzeit gefährlich. Aber dieser Versuch war kein Problem für Keeper, Hiller der goldrichtig stand und parieren konnte.

Ein gänzlich anderes Bild zeigt sich in Durchgang zwei. Das Schussverhältnis war 16:3 zugunsten der Hallenser. Auch wenn sieben Schüsse der Hausherren durch die Sechzger geblockt werden konnten, sind fünf zugelassene Schüsse in der Box, denen keine Abwehraktion entgegengesetzt werden konnte, dort deutlich zu viel, wenn man selbst nur zu insgesamt drei Abschlüssen kommt.

Die waren allerdings allesamt gefährlich und einer davon sorgte auch für den 2:0 Endstand aus Sicht der Löwen. Von daher gibt es keine Kritik an den Schüssen selbst, sondern lediglich daran, dass man aus oben genannten Gründen in der zweiten Halbzeit nicht mehr zwingende Chancen herausspielte.

PPDA (5,6:11,74)

Hier gilt: Beide Teams haben ihren Plan bezüglich des Anlaufverhaltens gegen das Positionsspiel des Gegners über die komplette Spielzeit durchgezogen. Lediglich im Gegenpressing bei Umschaltmomenten des Halleschen FC zog sich der TSV 1860 München nicht sofort auf allen Positionen zurück, sondern blieb in Ballnähe giftig am ballerobernden Spieler dran.

Ansonsten zeigt die Statistik hier genau das auf, was man aus den Zahlen ablesen kann. Hartes, hohes, direktes, Pressing gegen den ballführenden Spieler bei Halle. Abwartendes, auf mittlerem bis tiefem Niveau von Angriffssteuerung geprägtes Pressing bei den Sechzgern.

Die Tore

Hier könnt ihr euch die Tore und weitere Highlights noch einmal ansehen.

Das entscheidende Tor bei einem zu Null Sieg ist logischerweise das erste. Morris Schröter nutzt die Chance, als Hug nach einem Querpass von Casar aus dem Zentrum vor der eigenen Box den Ball zurückpassen will, und holt sich den Ball in halbrechter Position. Er dringt dann mit dem Ball am Fuß in die Box der Hallenser ein, lässt Landgraf schön aussteigen und feuert vom aus Stürmersicht rechten Fünfereck an dem zu spät herauseilenden Müller vorbei ins Netz zum 1:0 für unsere Löwen.

Schlitzohrigkeit, gute Ballbehandlung, gutes Auge und gutes Timing beim Schuss kamen bei dieser tollen Einzelaktion zusammen.

Schröter bereitete auch das zweite Tor nach Zuspiel von Guttau vor, indem er für eben diesen den Ball auflegte. Ein Sahnetag für den Ex-Rostocker in Diensten des TSV 1860.

Das fiel auf

Mannschaftsleistung

Der Wille war da und es war klar erkennbar, dass die Mannschaft wusste, dass es nicht so weitergehen konnte wie in den vergangenen Wochen. Dass man dennoch bis auf sporadische Entlastungsangriffe in der zweiten Halbzeit offensiv kaum stattfand, darüber kann auch dieser erfreuliche, aber dennoch glückliche Sieg nicht hinwegtäuschen. Das, was alle in den letzten Wochen immer wieder als fehlend bemängelten, nämlich Kampfgeist, Wille, Laufarbeit und Konzentration gegen den Ball, war diesmal von allen (bis auf kleine Ausnahmen) in der Offensive zu sehen.

Taktische Fouls

Taktische Fouls im richtigen Moment. Speziell in der ersten Halbzeit konnte man sehen, wie wichtig es ist, dann und wann taktische Fouls zu begehen, um dem Gegner das Tempo zu nehmen. Von den 14 Fouls der Löwen fanden lediglich vier in der eigenen Hälfte statt, nur eines in Strafraumnähe.

Das ist einerseits aus Sicht der taktischen Fouls natürlich gut. Andererseits hätte man in der zweiten Halbzeit auch gerne mal im Zentrum härter hinlangen können, um den dann, durch die riskantere Spielweise der Hallenser, in Überzahl äußerst umtriebigen Mittelfeldspielern zu zeigen, dass es auch gern mal auf die Knochen gehen kann, wenn sie zu übermütig werden.

Erol Zejnullahu

Zejnullahu überzeugt mit 80% Passquote und zeigte sich wenig ballverliebt. So muss ein zentraler Mittelfeldfeldspieler agieren. Das war Top.

Da Zejnullahu nur drei gewonnene Offensivzweikämpfe bei neun Versuchen hatte, könnte man denken, das wäre dann eher ein Flop, oder? Kann man so sehen, muss man aber nicht. Wie ich das sehe, erläutere ich gern: Zejnullahu hat da keine Dribblings verloren. Es waren Laufduelle, die in die Binsen gingen. Ein Laufduell sucht man sich, im Gegensatz zu Dribblings, die man immer selbst einleitet, in den meisten Situationen nicht aus. Ich hoffe, Ihr könnt meinem Gedankengang folgen.

Zejnullahu hat in den 63 Minuten Einsatzzeit nicht einmal versucht, einen Gegenspieler auszudribblen. Er hat versucht, das Spiel schnell zu machen, indem er den Ball zügig weitergespielt hat, wenn es ihm möglich war und er eine gute Anspielstation vor sich hatte. Die Laufduelle entstanden dann, wenn er zunächst keine freie Option fand, den Ball weiterzuleiten. Wenn Ihr Euch das Spiel nochmal anseht, werdet ihr keine Situation finden, in der er einen besser postierten Mitspieler übersehen hat. Wenn ein Spieler in der Schaltzentrale so agiert, verzeihe ich ihm auch gern mal einen Ballverlust, vor allem dann, wenn er dann sofort wieder versucht, sich das Leder zurückzuholen. Seinen sechs Ballverlusten stehen drei Rückeroberungen gegenüber.

Albion Vrenezi

Vrenezi zeigte wieder Eigensinn vor Mannschaftsdienlichkeit. Sieben mal versucht er in Einzelaktionen den Gegner zu düpieren, lediglich zweimal gelang ihm dies. Wann hört er endlich auf zu denken, er wäre mit Ball schneller als der Ball ohne ihn?

Speziell in einer Kontersituation (69.), in der er zunächst wunderbar selbst das Leder erkämpft, aber dann bei der entstehenden zwei gegen eins Situation seinen Mannschaftskameraden Zwarts “übersieht”, und am Ende anstatt einer Torchance in einer Phase, als die Sechzger wirklich kaum ein Bein auf den Boden brachten, und dieses dritte Tor das Spiel vorzeitig entschieden hätte, sich dafür entscheidet, es alleine zu machen und den Ball kläglich gegen Jonas Nietfeld zu vertändeln.

Positiv zu bewerten bleibt allerdings sein Engagement und auch der Erfolg, den er in Situationen gegen den Ball zeigt. Hier verlor er keinen Zweikampf und konnte die Kugel viermal zurückerobern. Trotzdem sind elf erfolgreiche Aktionen bei 26 Ballkontakten in 35 Minuten Spielzeit nicht das, was was man von einem “Zehner” erwarten kann.

Marco Hiller

Wieder der sichere Rückhalt, mit drei Paraden hielt Marco Hiller im Tor die Löwen im Spiel. Zwar hatte er auch die ein oder andere Unsicherheit und einen brenzligen Moment an der Strafraumgrenze, als ihm Verlaat in die Quere kam und er den Ball verlor. Trotzdem ist es für das Team wichtig zu wissen, dass man einen Keeper hat, der im richtigen Moment die Bälle hält, die es zu halten gilt.

Morris Schröter

Der Mann des Spiels ist Morris Schröter. Ein Tor selbst erzielt, eines aufgelegt, seinem Bewacher auf der linken Abwehrseite eine Lehrstunde erteilt und gegen den Ball auch gut, wenn auch nicht immer erfolgreich mitgearbeitet. Mehr gibt es nicht zu sagen. Schröter war in diesem Spiel eine Bombe, die gezündet hat.

Fazit

Ein Sieg, drei Punkte. Viel Licht, aber auch viel Schatten liegt über dieser Leistung. Das ist kein Kissen, auf dem man sich ausruhen kann.

Die kommende englische Woche wird ab Samstag zeigen, ob dieser Sieg nun nur ein Strohfeuer war oder ob das Team es schafft, die Flamme am Glimmen zu halten und daraus ein Leuchtfeuer der Bereitschaft für das Wappen auf der Brust alles zu geben, zu entfachen.

Es wäre so schön, wenn wir ein Team sehen würden, in dem jeder Spieler immer alles bis zum Umfallen für unseren Verein gibt. “There is no I in Team” würde der Amerikaner sagen.

Datenquelle: Wyscout

Nach Sieg in Halle: Morris Schröter in kicker “Elf des Tages”

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Tsv 1860 Morris Schröter

Nach vier Niederlagen am Stück, gab es für den TSV 1860 am Samstag endlich wieder einen Grund zum Jubeln. Mit 2:0 gewann die Jacobacci-Elf beim Halleschen FC und sackte drei wichtige Punkte ein. Im Mittelpunkt stand dabei Morris Schröter, der nach seiner Leistung in die kicker “Elf des Tages” berufen wurde.

Morris Schröter in kicker “Elf des Tages”

Ein Tor, ein Assist und einige weitere gefährliche Aktionen – der Neuzugang aus Rostock war am Samstag mit Sicherheit der auffälligste Akteur auf Seiten des TSV 1860 München. Dies bewertete auch der kicker so (Note 1,5) und berief Morris Schröter in die “Elf des Tages” der 7. Spielrunde.

Die Spieltagself in der Übersicht

Kersken (Bielefeld) – Rösch (Ulm), Kraulich (Dresden), Lorch (Köln), Costly (Ingolstadt) – Brandt (Ulm), Mizuta (Bielefeld), Chessa (Ulm), Schröter (1860) – Mause (Ingolstadt), Putaro (Bielefeld)

Titelbild: Oliver Rabuser

sechzger.de Talk 124: Befreiungsschlag in Halle & vor Verl

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Am Ende einer durchaus als turbulent zu bezeichnenden Woche sprechen wir im sechzger.de Talk 124 am Sonntag Abend über den Befreiungsschlag der Löwen beim Halleschen FC und natürlich über das bevorstehende Heimspiel gegen die “Spektakel-Truppe” des SC Verl am kommenden Samstag. Moderator Christian hat dazu als Gäste Jan, Bernd und Mario Lüke, ein Vorstandsmitglied des nächsten Löwengegners um sich versammelt.

2:0-Sieg in Halle

Nachdem Jan über seine Reise nach Sachsen-Anhalt mit der Deutschen Bahn und insbesondere über die Rückfahrt, die er – im wahrsten Sinne des Wortes – in “vollen Zügen” genießen konnte, erzählt hat, wird das Geschehen auf dem grünen Rasen ausführlich ins Visiert genommen. Wie ist die Leistung der Löwen zu bewerten? Welche Akteure sind positiv aufgefallen? Was gibt es zu kritisieren? Dass Albion Vrenezi im sechzger.de Talk 124 sehr kritisch besprochen wird, dürfte die wenigsten Zuschauer des Spiels vom Samstag überraschen. Auch die Rote Karte für Manfred Starke ist ein Thema in der Sendung.

Mario Lüke zu Gast im sechzger.de Talk 124

Dann kommt unser Gast ins Spiel – und ausführlich zu Wort. Mario Lüke ist seit Sommer 2020 einer der Geschäftsführer bei den Ost-Westfalen und in dieser Funktion für Marketing, Kommunikation und Medien zuständig. Das hört man dem ehemaligen Stadionsprecher des SCV, der auch fast 15 Jahre lang als Radiomoderator tätig war auch an! Er gibt im Laufe der Sendung höchst interessante Einblicke in Geschichten rund um den kommenden Löwengegner.

Das Heimspiel gegen den SC Verl

Es entwickelt sich zwischen unseren vier Talk-Teilnehmern eine lockere Gesprächsrunde, in der natürlich auch die Partie am kommenden Samstag eine Rolle spielt. Beim Thema “Erwartungshaltung bei 1860” dreht Mario übrigens den Spieß einfach mal um und befragt die Gastgeber zur Situation bei den Löwen. Bei dieser Frage muss dann natürlich ein wenig ausgeholt werden… Wenig überraschend geht die Sendung diesmal in die Verlängerung und endet erst nach einer Stunde und 21 Minuten. Bei so einem interessanten, kommunikativen und sympatischen Gast dürfte das allerdings im Sinne aller Protagonisten sein!

Der sechzger.de Talk 124 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Tickets für Gästeblock bei Preußen Münster ab Mittwoch erhältlich

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Preußen Münster TSV 1860
Der TSV 1860 zu Gast bei Preußen Münster

Nach dem Auswärtsspiel in Ulm müssen die Löwen als nächstes zu Preußen Münster reisen. Tickets für den Gästeblock sind beim TSV 1860 München ab Mittwoch erhältlich.

Tickets für Gästeblock bei Preußen Münster ab Mittwoch

Nach dem Auswärtssieg in Halle haben die Löwen in der Fremde eine ausgeglichene Bilanz vorzuweisen. Zwei Siege und zwei Niederlagen wurden in bislang vier Spiele absolviert. Die kommenden Duelle in der Fremde sollen möglichst dazu genutzt werden, diese Bilanz etwas aufzupolieren. Die nächste Gelegenheit bietet sich dazu am Tag der Deutschen Einheit. Dann spielt der TSV 1860 im Donaustadion beim SSV Ulm. Der Gästebereich für die Partie gegen den Aufsteiger ist mittlerweile ausverkauft.

Die nächste Gelegenheit für die Löwenfans, ihren Verein auswärts zu unterstützen, bietet sich dann am Sonntag, den 15.Oktober. Dann empfängt mit Preußen Münster ein weiterer Aufsteiger den TSV 1860 München in der 3.Liga. Tickets für den Gästeblock sind bei den Löwen ab Mittwoch im Onlineshop und im Vorverkauf an der Grünwalder Straße erhältlich. Der Vorverkauf beschränkt sich zunächst ausschließlich auf Mitglieder, jeweils zwei Karten sind maximal erhältlich. Für einen Steher werden 16,50€ fällig, Sitzplätze kosten hingegen 30€. Anpfiff zur Partie ist um 16:30 Uhr.

Das letzte Duell zwischen den beiden Kontrahenten konnten die Löwen knapp für sich entscheiden. Kurz vor Weihnachten sorgte Sascha Mölders mit einem Treffer am 21.12.2019 für einen Auswärtssieg des TSV 1860 München.

Sechzig um Sieben: TSV 1860 U19 holt Punkt im Derby

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Einiges geboten war am Wochenende rund um den TSV 1860 München aus sportlicher Sicht. Die Profis gewannen bekanntlich in Halle, jubeln durften auch die Frauen und die U21. Die U19 holte im Derby einen Punkt. Alles rund um die Löwen sowie von der Konkurrenz aus der 3.Liga gibt es nun im Überblick bei Sechzig um Sieben.

Giesinger Gedanken nach dem Auswärtssieg in Halle

0:2 zeigte die Anzeigetafel am frühen Samstagabend an, sehr zur Freude der rund 1.000 mitgereisten Löwenfans sowie denjenigen, die es vor den Fernsehgeräten verfolgten. Auch Thomas Enn freut sich natürlich über die drei Punkte, zeigt aber in den Giesinger Gedanken auch auf, dass es durchaus noch Baustellen gibt. Sei es drum: drei Punkte für die Löwen und für ein gutes Gefühl zum Wochenstart!

TSV 1860 II feiert Heimsieg in der Bayernliga Süd

Jubeln konnte auch die U21 rund um Trainer Frank Schmöller. Sie kämpfte sich nach Rückstand gegen den TSV 1874 Kottern zurück in die Partie und gewann schlussendlich. Es handelte sich dabei sogar um ein wirkliches Heimspiel, denn ausnahmsweise traten die Löwen an der Grünwalder Straße an – und nicht in Gilching wie sonst in der Saison bislang.

Dritte verliert erneut, TSV 1860 IV gewinnt

Erneut gemischte Ergebnisse erzielten die Herrenmannschaften des e.V. Während der Kreisliga-Aufsteiger TSV 1860 III die nächste Niederlage kassierte, konnte die Vierte an der Sankt Martin Straße drei Punkte einfahren. Auch hier lagen die Löwen zunächst zurück, ehe es schlussendlich doch zum Sieg für weiß-blau reichte.

Frauen punkten erneut dreifach

Besser läuft es bei den Löwinnen: nach der Niederlage im Kreispokal unter der Woche fanden sie im Ligabetrieb zurück in die Siegesspur. Wie auch beim Auftaktspiel schlugen die Frauen des TSV 1860 ihre Gegner mit 3:0. Dieser hieß am gestrigen Sonntag Eintracht Karlsfeld.

U19 erzielt Punkt im Derby

Zufrieden kann zudem die U19 der Löwen sein, die ein Punkt beim torlosen Remis im Derby erzielte. Vor 900 Zuschauern boten sich beiden Mannschaften Chancen, um einen Treffer zu erzielen. Es sollten jedoch keine Treffer fallen. Trainer Jonas Schittenhelm ärgerte sich ein wenig, dass seine Mannschaft nicht konsequent genug gewesen sei: “Sicher war das nicht unser bestes Spiel, die Jungs können es besser, wenn wir mutiger sind.”

Neue sechzger.de Talk Folge online

Der Sieg beim Halleschen FC sowie das nächste Heimspiel des TSV 1860 München gegen den SC Verl werden ausführlich in Folge 124 des sechzger.de Talks besprochen. Zu Gast ist unter anderem Mario Lüke. Er ist Teil des Vorstands beim SC Verl und verantwortet unter anderem die Bereiche Marketing und Kommunikation. Neben einem Einblick in seine Arbeit spricht er auch ausführlich über die wohl längste Stadiontheke der Welt in der Sportclub-Arena.

News aus der 3.Liga

Der 7.Spieltag

Nach sieben gespielten Partien haben nun alle Drittligisten mindestens eine Niederlage in der laufenden Spielzeit kassiert. Am Wochenende verloren sowohl Aue (1:2 in Dresden) als auch die beiden bayerischen Vertreter Regensburg (1:2 gegen Sandhausen) und die SpVgg Unterhaching (1:2 gegen Bielefeld) ihre Spiele. Neuer Tabellenführer ist Dynamo Dresden. Dahinter folgt der beste Aufsteiger: der SSV Ulm gewann am Sonntag gegen Essen. Der nächste Löwen-Gegner, der SC Verl, verlor denkbar unglücklich gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund. Der TSV 1860 liegt in der Tabelle nach dem Sieg in Halle auf Rang 11.

Landgraf fehlt dem HFC lange

Nach dem Foul von Manfred Starke hat der Hallesche FC am gestrigen Sonntag bekannt gegeben, dass Niklas Landgraf längere Zeit ausfallen wird. Der Zusammenprall war derart unglücklich, dass sich der Routinier eine Bänderverletzung zugezogen hat und mehrere Monate pausieren muss.