Mit einem Ohrwurm bin ich heute morgen aufgewacht: “…erwacht aus einem Traum. Nur ein kurzer Augenblick dann kehrt die Nacht zurück”. Nur leider sind wir nicht Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann – sondern im Juli 2025 in Giesing.
Es fühlt sich inzwischen eher an wie ein Fiebertraum, was in den letzten Wochen rund um unsere Löwen passierte. Eine unglaubliche Aufbruchsstimmung, ein Top-Kader, Ismaik verkauft seine Anteile, der Deal läuft hinter verschlossenen Türen ab, eine reibungslose Mitgliederversammlung, die Führungsebene hält zusammen. Doch dann kam das große Erwachen: “Ismaik-Deal geplatzt” hieß es plötzlich am Freitagnachmittag in verschiedenen glauwürdigen Online-Medien. Auch für uns völlig überraschend – was grundsätzlich sehr positiv ist, wenn solche elementaren Informationen nicht immer vorab durchsickern.
“NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN”
Wir waren natürlich erst einmal perplex, die Nachricht vom geplatzten Ismaik-Deal erreichte uns an verschiedenen Orten: Auf dem Weg nach Kottern zu den Amateuren, am PC, am Fußball-Platz, im Supermarkt, …
So lief die Konversation (leicht gekürzt) in unserer WhatsApp-Gruppe ab:
“NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN”
“Ruhe bewahren…”
“Aber wir vermelden in der Sache weiter nur Dinge, die fix sind, oder?!”
“Jetzt auch in der SZ – jetzt beginne ich mir Sorgen zu machen”
“Jetzt werden alle auf unsere Seite schauen, also sollte schon ein Artikel oder irgendwas anderes her.”
Ursachenforschung mit Schwarmintelligenz
Also haben wir das gemacht, was wir am besten können, unser Netzwerk durchforstet und wenig später trudelte eine Nachricht bei uns ein, deren Inhalt wir zu unserem Bericht mit der Spekulation über die falsche Kontonummer verarbeitet haben – Punkt für Punkt, mit dem Verweis darauf, dass wir die Informationen nicht verifizieren können.
Wir sind eine Gruppe mit knapp zehn aktiven Autoren, mit einer unglaublichen Vernetzung und mit dem was man in der Wissenschaft wohl Schwarmintelligenz nennt: Wir analysieren zusammen und wir entscheiden zusammen.
“DAS KANN ALLES NICHT WAHR SEIN!!!”
Im Wortlaut sieht das in unseren WhatsApp-Gruppen (wiederum leicht gekürzt) so aus:
“DAS KANN ALLES NICHT WAHR SEIN!!!”
“Also mein Bankprogramm zeigt mir eigentlich an wenn eine Kontonummer ungültig ist bei einer Überweisung… Sollen wir daraus was machen? Bzw. dürfen wir? Ist das verlässlich?”
“Ist das gesichert?”
“Spekulativ formulieren, aber ja würd ich sagen. Völlig unrealistisch aber mei”.
Auch wenn wir uns nicht immer einig sind, wir entscheiden demokratisch und stehen dann alle dahinter. Und wir haben entschieden: Wir bringen diesen Text.
Das Geld ist nicht geflossen – warum auch immer
Um eine falsche Kontonummer als Fehlerquelle auszuschließen braucht man keine Ausbildung zum Bänker. Abgesehen davon sind wir in der Redaktion eine heterogene Gruppe an Löwenfans mit jahrzehntelanger Berufserfahrung in verschiedensten Branchen. Überweisungen im zweistelligen Millionenbereich zwischen EU-Staaten und außerhalb der EU gehörten da auch schon mal zum Tätigkeitsfeld. Natürlich muss man sich einen Geldtransfer in Höhe von über 50 Millionen einer westlichen Währung von der Bank freigeben lassen, die Herkunft der Mittel wird geprüft und bei einem Zahlendreher könnte man auch per Telefon, Mail, oder Whatsapp nachfragen, wo der Fehler liegt. Aber Tatsache ist: Das Geld ist nicht geflossen und darum geht es.
Der Unterschied zwischen Satire und Berichterstattung
Einige Leser forderten in den Kommentaren unter dem Artikel, diesen als Satire zu kennzeichnen. Das haben wir bewusst nicht gemacht, weil es keine Satire ist oder war, sondern die Weitergabe einer Information aus gut informierten Kreisen. Es steht uns schlicht und einfach nicht zu, diese nach Belieben zu verfälschen oder zu kürzen. Auch wenn man weiß, dass Teile davon ziemlich unrealistisch sind, wie der Fehler mit der Kontonummer…
Alles Negative hat auch seine positiven Seiten
Ohne jetzt auf den letzten Drücker doch noch in die Namens-Spekulationen zum nicht mehr vorhandenen neuen Investor einsteigen zu wollen: Meistens hat alles Negative auch immer eine positive Seite. Was man so hört, könnte uns Folgendes nun erspart geblieben sein: Ein rechtsradikaler Rentner, der wegen nicht angemeldeter Parteispenden an die ostdeutschen Landesverbände der AfD in Millionenhöhe angeklagt ist oder ein unzuverlässiger deutscher Geldgeber aus der Schweiz, der mehrfach wegen Betrugs verurteilt wurde und schon so manchen Konzern in den Ruin geführt hat. Muss man nicht haben, oder?
Bei Ismaik wissen wir was wir kriegen
Dann lieber erst einmal weiter mit Hasan Isamaik, denn da wissen wir was wir haben und was wir kriegen – auch wenn das nicht immer das Beste für die Löwen ist und der Jordanier immer wieder für eine Überraschung gut ist. In diesem Sinne – erstmal positiv bleiben und nach vorne schauen! Der sensationelle Kader für die neue Spielzeit war nämlich kein Fiebertraum und bis zum Saisonstart sind es keine zwei Wochen mehr.
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Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.






Der erste Elfer für die Löwen – leider nicht drin
Seltene Szene: Chance für Kottern nach einer Ecke
Jubel im Kreis nach einem souveränen 4:1


















