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Groundhopping Ecuador, Teil II: Independiente del Valle – River Plate

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Im ersten Teil meines Groundhopping-Berichts Ecuador berichtete ich von der Copa-Libertadores-Partie zwischen LDU Quito und Flamengo Rio de Janeiro – gleichbedeutend mit meiner fußballerischen Entjungferung während meines Backpacking-Trips durch Südamerika. Viel Zeit zum Innehalten blieb mir nicht, denn bereits am Tag darauf wartete der nächste vermeintliche Kracher: Wieder Quito, wieder Copa Libertadores, wieder ein namhafter Gegner. Warum dazu Soldatenhilfe nötig war, wie sich Fußball hinter Glas anfühlt und was passiert, wenn Boca- und River-Fans gemeinsam ins Stadion gehen, lest ihr im zweiten Teil meines Aventura en Ecuador.

Glückliche Copa Libertadores Auslosung: Independiente del Valle – River Plate

Als die Gruppenphase der Copa Libertadores ausgelost wurde, war ich mehr als zufrieden mit der Losfee: Nach dem Aufeinandertreffen von LDU und Flamengo stand als nächstes Independiente del Valle gegen River Plate auf dem Plan – ein weiteres Spitzenspiel in Ecuadors Hauptstadtregion.

Zwar schlägt mein Herz in Buenos Aires für den Arbeiterklub Boca Juniors, aber bei aller Rivalität: Die mitreisenden River-Fans genießen zurecht den Ruf, leidenschaftlich und lautstark zu sein – und ein Copa-Libertadores-Auftritt mit ihrer Beteiligung ist definitiv ein Erlebnis, das ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Meine Erwartungen wurden durch eine Begegnung in meinem Hostel-Dorm weiter angefacht, als ich am Vormittag mit einem argentinischen Paar ins Gespräch kam. Beide wollten ebenfalls zum Spiel, allerdings in kurioser Konstellation: Sie – glühende River-Hincha, er – überzeugter Boca-Fanático. Sie im Auswärtsblock, er in der Heimkurve. Die beiden waren überaus motiviert und so verging der Nachmittag bei einer Mischung aus Fachsimpelei, Sticheleien und gemeinsamer Vorfreude auf das bevorstehende Duell, Argentiniens Nationalgetränk Fernet-Cola trug sein Übriges dazu bei.

Anreise ins Estadio Banco Guayaquil – Stau, Stress und Soldatenhilfe

Das Stadion von Independiente del Valle, das Estadio Banco Guayaquil, liegt nicht in Quito selbst, sondern in Sangolquí, rund 25 Kilometer südöstlich vom Stadtzentrum. Es gehört zur Metropolregion, ist aber weit genug entfernt, um in den Feierabendverkehr zu geraten – wie ich schmerzlich feststellen musste. Mein Uber kämpfte sich im Schneckentempo durch die verstopften Straßen. Als ich das Stadion schließlich erreichte, blieben noch etwa 30 Minuten bis zum Anpfiff – zu spät, um mich an einem der Grillstände zu stärken, und leider auch zu spät für die Akkreditierung: Das zuständige Personal war bereits verschwunden, der Einlass wurde mir zunächst verweigert. Während ich in meinem feinstem Spanisch versuchte dem sturen Security-Mitarbeiter die Misere zu erläutern, kam mir unerwarteter Beistand zu Hilfe: Ein freundlicher Soldat hatte offenbar Mitleid mit mir.

unverhoffte Begegnung: Redakteur meets ecuadorianischen Militär

Wir unterhielten uns prächtig und infolgedessen argumentierte er leidenschaftlich für meinen Einlass. Diese unverhoffte (und aus heimischen Gefilden ungeahnte) Unterstützung seitens der Staatsmacht versüßte mir die Wartezeit, bis sich ein zuständiger Ordner fand und kurzerhand den Weg zur Pressetribüne öffnete.

Moderne Arena, abgeschirmte Sicht – Fußball hinter Glas

Hastig eilte ich zu meinem Platz, da das Spiel schon seit einigen Minuten lief. Etwas überraschend: Die Pressetribüne befindet sich hinter einer dicken Glasscheibe, was dem Ganzen eher den Charakter einer VIP-Lounge verleiht.

Der Blick aufs Feld ist zwar ausgezeichnet, aber die Geräuschkulisse kommt nur gedämpft an – was gerade bei einem Libertadores-Abend ein wenig schade ist.

Positiv hervorzuheben ist die Verpflegung des leiblichen Wohls in und um das Stadion. Besonders die Grillstände in den Straßen davor lassen (zumindest jedem Nicht-Vegetarier) das Wasser im Mund zusammen laufen, und auch im Stadion gibts solide ecuadorianische Hausmannskost.

…die kulinarische Schattenseite soll hier aber nicht verschwiegen bleiben

 

Kompakt, laut, leidenschaftlich: Atmosphäre beim Copa-Libertadores-Spiel zwischen Independiente del Valle und River Plate

Das Estadio Banco Guayaquil ist ein modernes (manche würden behaupten steriles), kompakt gebautes Stadion mit rund 12.000 Plätzen, dessen enge Bauweise eine unmittelbare Nähe zum Spielfeld schafft. Die überdachten Tribünen sorgen dafür, dass selbst eine mittlere Auslastung akustisch wirkungsvoll sein kann – was sich an diesem Abend deutlich zeigte.

Eingang zum Stadion

Das Stadion war zwar nicht vollständig ausverkauft, aber gut gefüllt. Angeheizt durch die frühen Führungstreffer zeigte sich die Heimkurve rund um die Locura del Valle in Bestform: rhythmische Dauergesänge, riesige Trommeln und 90 Minuten lang Bewegung im Block.

Die Fans von River Plate waren auf der Gegentribüne untergebracht und machten vor allem nach den Anschlusstreffern akustisch auf sich aufmerksam. Trotz der traditionell reisefreudigen Anhängerschaft der Millonarios war die Anzahl der mitgereisten Fans überschaubar. Neben der großen Distanz und der Ansetzung unter der Woche dürfte auch eine finanzielle Entscheidung des Klubs eine Rolle gespielt haben: Laut meiner gut informierten Hostel-Bekanntschaft stellte der Verein dieses Mal keinen Zuschuss für organisierte Fanreisen bereit.

Spielbericht: Independiente del Valle – River Plate

Traumstart für Independiente: Spinelli schockt River

Kaum hatte sich das Spiel eingependelt, da ging’s auch schon richtig los. Claudio Spinelli, der bullige Stürmer von Independiente del Valle, war der Mann der ersten Halbzeit. In der 24. Minute verwertete er einen scharfen Ball von Renato Ibarra im Strafraum und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung.

Sechs Minuten später setzte Spinelli noch einen drauf: Nach einem Konter über die linke Seite vollendete er in der 30. Minute cool zum 2:0 – Doppelschlag! Eskalation auf den Rängen und River Plate schien kurzzeitig überfordert.

River Plate meldet sich zurück – und wie!

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich River Plate deutlich verbessert. In der 68. Minute verkürzte Giuliano Galoppo auf 2:1, bevor Sebastián Driussi in der 74. Minute den Ausgleich erzielte. Die Argentinier nutzten die Schwächen in der Defensive von Independiente del Valle konsequent aus und sicherten sich einen wichtigen Punkt in der Gruppenphase.

Fazit: Gerechtes Remis nach intensivem Spiel

Beide Teams zeigten phasenweise starke Leistungen und boten den Zuschauern ein unterhaltsames Spiel. Während Independiente del Valle in der ersten Halbzeit dominierte, bewies River Plate Moral und kämpfte sich zurück. Das 2:2-Unentschieden spiegelt den Spielverlauf wider und hält die Gruppe B der Copa Libertadores weiterhin spannend.

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Groundhopping Ecuador I: LDU Quito – Flamengo Rio de Janeiro

Sechzig um Sieben: Bereits 6800 Dauerkarten verkauft

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Sechzig um Sieben beim TSV 1860 München

Erfreuliches konnte der TSV 1860 München gestern in Sachen Dauerkarten vermelden: bereits 6800 Stück wurden für die Saison 2024/25 verlängert. Außerdem ist eine neue Podcast-Folge online, die Löwen brauchen Spieler für die U23-Quote und am heutigen Abend findet eine Veranstaltung am Trainingsgelände statt. Rein in den Mittwoch – natürlich mit Sechzig um Sieben!

sechzger.de Talk Folge 210 online

DIe nächste Podcast-Ausgabe ist seit gestern an den gewohnten Stellen zu finden. In Folge 210 unterhalten sich Peter, Christian, Jan und Marco gemeinsam über das Auswärtsspiel beim SC Verl. Weitere Themen sind natürlich die Personalien Marco Hiller und Florian Niederlechner sowie das letzte Saisonspiel gegen Erzgebirge Aue am Samstag. Da Marco ein Ansprechpartner beim neuen Raum-System der Fanbetreuung ist, kommen dieses Mal auch die Fanclubs der Löwen nicht zu kurz.

Genervte Anwohner in Giesing?

Seit mehreren Jahren sind die Löwen nun wieder im Grünwalder Stadion zuhause. Probleme mit den Anwohnern gab es immer wieder einmal, zuletzt war es in dieser Hinsicht allerdings erfreulich ruhig. Das hat sich nun geändert: die tz hat einen Artikel zu Anwohner-Beschwerden an prominenter Stelle veröffentlicht. Christian ordnete das Ganze in einem Artikel ein.

Spieler gesucht für die U23-Quote

Wer kommt, wer geht? Das sind in den kommenden Wochen die beiden wohl spannendsten Fragen rund um den Profikader des TSV 1860 München. Unter anderem dabei zu beachten ist, dass die geforderte U23-Quote auch mit dem neuen Kader erfüllt werden kann. Der ein oder andere Abgang bahnt sich in dieser Hinsicht an, sodass entweder externe, junge Neuzugänge gebraucht werden oder Spieler aus der eigenen Jugend in den Profikader berufen werden. Stefan hat einen Blick auf die Optionen geworfen.

Jugendtrainer von Niederlechner äußert sich zum Transfer

Nicht für die genannte Regel infrage kommt Florian Niederlechner. Die Freude über den Neuzugang ist unter den Löwenfans dennoch groß. Zahlreiche Berichte brachten den TSV 1860 deutschlandweit zumindest kurzzeitig wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Gegenüber sechzger.de hat sich nun ein ehemaliger Jugendtrainer von Niederlechner geäußert.

Bereits 6800 Dauerkarten verlängert – Reservierung gilt bis Freitag

Am gestrigen Dienstag vermeldeten die Löwen, dass bislang bereits 6800 Dauerkarten verlängert wurden. Das sind derzeit mehr als zum vergleichbaren Zeitpunkt im letzten Jahr. Bis Freitag können reservierte Saisonabos noch verlängert werden, danach startet ein möglicher Mitgliederverkauf.

Heute: Wembley-Abend in der SechzgerAlm

Wer heute abend noch nichts vor hat, dem sei der Wembley-Abend in der SechzgerAlm am Trainingsgelände ans Herzen gelegt. Los geht es um 18:60 Uhr, es wird zahlreiche Prominenz erwartet. Dazu zählen unter anderem Karsten Wettberg, der das Spiel als Fan live im Stadion erlebte, die Profis Dickson Abiama, Soichiro Kozuki sowie Rene Vollath und Geschäftsführer Christian Werner.

TSV 1860: Wer erfüllt die U23-Quote im Spieltagskader?

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Tsv 1860 Samuel Althaus Finn Fuchs U19 Tsv 1860 Ssv Ulm 1846 Fotogalerie U23-Quote Spieltagskader

Lukas Reich, Sean Dulic, Emre Erdogan, Samuel Althaus – diese vier Spieler erfüllten am vergangenen Samstag die U23-Quote im Spieltagskader des TSV 1860 München. Wer könnte diese Plätze bei den Löwen in der kommenden Saison einnehmen?

Wer erfüllt die U23-Quote im Spieltagskader?

Über weite Strecken der laufenden Saison wurden die vier vorgeschriebenen U23-Plätze im Spieltagskader in Rotation von Lukas Reich, Sean Dulic, Raphael Ott, Tim Kloss und Florian Bähr eingenommen, die die Kriterien (Geburtsdatum und für den DFB spielberechtigt) erfüllen. Später rückte auch Mike Gevorgyan in diese Riege auf und im Saisonverlauf saßen auch Emre Erdogan, Samuel Althaus, Lasse Faßmann und Clemens Lippmann ab und an bei den Profis auf der Bank.

Medienberichten zufolge liegen Lukas Reich und Sean Dulic Vertragsangebote von höherklassigen Vereinen vor, auch mit Raphael Ott und Tim Kloss wurde bislang nicht verlängert. Da auch Florian Bähr beim TSV 1860 nicht die besten Karten hat, obwohl sein (Leih-)Vertrag noch bis 2026 läuft, droht die komplette “Stammachse” an U23-Spielern für die kommende Saison wegzubrechen. Wer aber könnte diese Positionen einnehmen?

Wer könnte nachrücken?

Sean Dulic und Lukas Reich stehen beim TSV 1860 noch bis Juni 2026 unter Vertrag, ein Verbleib ist also keineswegs ausgeschlossen. Gerade bei U19-Nationalspieler Reich wäre es wünschenswert, wenn er noch (mindestens) ein Jahr bliebe, da er im kommenden Jahr sein Abitur machen wird. Denkbar wäre ein beispielsweise ein Transfer mit direkter Rückleihe zu den Löwen.

Nichtsdestotrotz bleiben einige offene U23-Positionen im Profikader, die gefüllt werden wollen. Wie kürzlich berichtet, wurden die Verträge von Lasse Faßmann und Clemens Lippmann bis 2026 verlängert, auch Samuel Althaus (2026) und Emre Erdogan (2027) haben noch laufende Verträge. Dazu gesellen sich Finn Fuchs (2026), der auch bereits an einem Lehrgang der U19-Nationalmannschaft teilnehmen durfte, der bereits erwähnte Mike Gevorgyan und Torwart Miran Qela. Letztere stehen aktuell jedoch lediglich bis zum 30.06.2025 unter Vertrag, mit einer Verlängerung ist jedoch zu rechnen.

Und sonst? U21-Torjäger Cristian Leone (13 Tore, 13 Assists) erfüllt zwar das Alterskriterium, verfügt unseres Wissens nach jedoch ausschließlich über die italienische Staatsbürgerschaft. Aus der U19 durfte zuletzt Rechtsaußen Fabio Wagner (17) bei den Profis mittrainieren und erste Erfahrungen sammeln.

Niederlechner-Transfer: Erfüllter Lebenstraum

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Niederlechner-Transfer: Erfüllter Lebenstraum
Niederlechner-Transfer: Erfüllter Lebenstraum

Florian Niederlechner ist zurück beim TSV 1860 München – so lautete gestern unsere Schlagzeile zum jüngsten Transfer-Deal der Münchner Löwen. Die 34-jährige Offensivkraft kommt von Hertha BSC aus der zweiten Liga. Der gebürtige Ebersberger kommt mit der Empfehlung von 424 Spielen und 115 Toren im Deutschen Profi-Fußball. Berichtet wurde in den einschlägigen Medien bereits viel, wir haben etwas tiefer geblickt und stellen Florian Niederlechner von einer anderen Seite vor.

Über den Löwen-Nachwuchs in den Profi-Fußball

In seiner Jugendzeit spielte Niederlechner beim SV Hohenlinden und beim TSV Ebersberg. In der Saison 2002/03 spielte er im Nachwuchs des TSV 1860 München. Danach ging es für ihn zurück nach Ebersberg. Seinen Weg in den deutschen Profi-Fußball machte er dann über den FC Falke Markt Schwaben, den FC Ismaning und die SpVgg Unterhaching.

“Er wollte immer Zehner spielen”

“Der Flo war schon immer ein Sechzger und man musste ihn nach der Zeit bei 1860 schon fast überreden, weiter Fußball zu spielen“, berichtet uns einer seiner Nachwuchs-Trainer in Ebersberg, der namentlich nicht genannt werden möchte, sich aber über die Rückkehr von Niederlechner zu 1860 freut. “Er wollte als Bub immer Zehner spielen und war mir richtig beleidigt, als ich ihn als Stürmer eingesetzt habe. Obwohl wir 3:1 gewonnen haben und er zwei Kisten gemacht hat“, berichtet der Nachwuchs-Trainer weiter. Damals spielte Niederlechner mit der Ebersberger C-Jugend in der Kreisliga.

Zwei Mal gegen 1860 im Pokal ausgeschieden

Kurios ist Niederlechners Bilanz in den vier Spielen gegen seinen Herzensverein. Gleich zwei Mal schied er gegen den TSV 1860 München im DFB-Pokal aus. Nämlich am 02.08.2013 mit dem 1. FC Heidenheim beim 4:5 nach Elfmeterschießen in der ersten Runde und am 27.10.2025 mit dem FSV Mainz beim 1:2 in der zweiten Runde. In seinen beiden Ligaspielen gegen die Löwen gelang ihm aber jeweils ein Treffer gegen Münchens große Liebe.

Niederlechner Transfer: Erfüllter Lebenstraum

Für den 34-Jährigen Niederlechner ist der Wechsel zu den Löwen auch so etwas wie ein erfüllter Lebenstraum. Dass er zu seinem Herzensverein wechselt, obwohl er dort zu Nachwuchs-Zeiten ausgemustert wurde, zeigt, dass ihn ihm ein echter Löwe steckt, der sich in der nächsten Saison hoffentlich mit vielen Toren auch in die Herzen der Löwenfans schießen kann.

Foto-Quelle: TSV 1860 München

Sechzgerstadion: tz berichtet über genervte Anwohner

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fotogalerie 1860 saarbrücken

Eigentlich ist es um genau diesen Teilaspekt der Stadionthematik beim TSV 1860 in den letzten Jahren sehr ruhig geworden: Die Belastung der Anwohner durch die Fußballspiele im Sechzgerstadion. Wie aus dem Nichts erschien am heutigen Dienstag nun ein Artikel in der tz, der das Thema behandelt und es sogar – leider ein wenig reißerisch – auf die Titelseite des Boulevardblatts befördert. Die Schlagzeilen “Anwohner-Proteste. Lärm und Chaos am Grünwalder Stadion. Die Löwen brüllen zu laut” begrüßten die Leserschaft heute Früh an den Zeitungskästen. Worum geht’s genau?

Fußballstadien in der Stadt

Seit über 114 Jahren wird an der Grünwalder Straße 2-4 (so die offizielle Adresse der Löwenheimat) Fußball gespielt. Erst kürzlich, Ende April erschien hier bei uns ein Beitrag zu diesem zum Jubiläum vom Sechzgerstadion. Durch die Entwicklung des Fußballs zu einem Massenphänomen, das jedes Wochenende Zehntausende in die Stadien lockt, wurde irgendwann natürlich auch die Belastung der unmittelbaren Bewohner rund um diese Stadien zu einem Thema. Man begann an vielen Standorten, die “Arenen” in die Außenbezirke zu verlegen, weit weg von dort, wo die Menschen (und natürlich auch die Anhänger des Fußballs) leben. Allerdings erfreuen sich auch noch heute die Stadt-Stadien (wie z.B. in Osnabrück oder eben in München-Giesing) großer Beliebtheit. Sie versprühen einen ganz eigenen Charme, den ein seelenloser Fußballtempel irgendwo in der Peripherie niemals ausstrahlen kann.

Rückblende: Keine Einwände im Herbst 2020

Auch beim TSV 1860 waren die Anwohner rund um’s Sechzgerstadion – spätestens seit der Rückkehr der Profis nach dem Doppelabstieg im Sommer 2017 – wieder ein Thema. Als kurz vor der Coronapandemie mal vorübergehend etwas intensiver und konkreter über den Ausbau des Stadions diskutiert wurde (Details zu den damaligen Plänen sind zur Erinnerung hier zu finden), war dies zuletzt der Fall. Mit viel Einfühlungsvermögen suchten Initiativen wie Sechzig im Sechzger oder die Freunde des Sechzgerstadions e.V. (FDS) den Dialog mit den Anwohnern, um darüber ins Gespräch zu kommen, wie die Fußballfeste auf Giesings Höhen ablaufen können, ohne dass dies eine Belastung für die nicht direkt und aktiv daran Beteiligten und dennoch räumlich nahen Münchner darstellt.

Und siehe da. Der Dialog schien zu fruchten: Am 7. Oktober 2020 durften wir hier auf unserer Seite darüber berichten, dass keine Einwände von Anwohnern gegen den Bauvorbescheid für den Aus- und Umbau des Sechzgerstadions eingereicht worden waren.

Beschallung im Sechzgerstadion zu laut?

Knapp fünf Jahre später, in denen man in Sachen Stadionaus- und umbau leider keinen Schritt weiter gekommen ist (die vielschichtigen Gründe dafür, würden den Rahmen dieses Beitrags um ein Vielfaches sprengen), wird nun das Thema Anwohnerbelastung wieder auf’s Tablett gehievt. Wichtigster Punkt: Wegen der Lärmbelastung durch die Durchsagen im Stadion fühlen sich einzelne Anwohner so sehr gestört, dass sie sich mit einer Beschwerde an den Bezirksausschuss 18 gewendet haben. Unterstützung könnten diese verärgerten Bürger aus einer Ecke erhalten, aus der dies wohl kaum jemand vermuten würde. Auch vielen Löwenfans und Stadiongängern ist die Beschallung durch Musik und den Stadionsprecher Sebastian Schäch – speziell vor den Spielen – zu laut.

Als im vergangenen Jahr im April beim Heimspiel gegen Viktoria Köln die Lautsprecheranlage ausfiel, äußerten danach zahlreiche Anhänger, wie angenehm es gewesen sei, dass die Gesänge aus Westkurve und Stehhalle die einzige akustische Untermalung darstellten. Auch in unserem Talk 152 unterhielten sich sechzger.de-Redakteure lobend über die Fokussierung auf den Support bei diesem Spiel.

Sebastian Schäch widerspricht

Aber natürlich gehören Durchsagen (z.B. der Mannschaftsaufstellung, oder auch die Nennung von Sponsoren und Partnern des TSV 1860) zu einem Fußballspiel dazu. Der Behauptung, diese seien aktuell außergewöhnlich laut, widerspricht der Stadionsprecher allerdings direkt persönlich. Nach Sebastian Schächs Wahrnehmung – und diese wird ihm von seinem Vorgänger Stefan Schneider bestätigt – seien die Durchsagen heute leiser, als früher. Außerdem sei er technisch gar nicht dazu in der Lage, sich selbst lauter oder leiser zu stellen: “Das ist technisch limitiert, da es bestimmte Grenzwerte gibt”. Dies ist durchaus interessant, denn dass die Unterhaltung rund um’s Spiel manchmal so laut ertönt, dass man sich auf den Rängen kaum unterhalten kann, ist ein von Fans häufig geäußerter Befund. Vielleicht sollte man hier mal mit konkreten Messungen Klarheit schaffen. Eine Lösung des Anwohnerproblems scheint allerdings – mit ein bisschen gutem Willen von allen Beteiligten – nicht sonderlich schwierig.

Vergleich mit “Kriegsgebiet”

Den im Artikel gezogenen Vergleich zu einem “Kriegsgebiet”, der es – sehr boulevardesk – zumindest in der Online-Version sogar in die Überschrift schafft, kann dagegen durchaus als geschmacklos und wenig geeignet bezeichnet werden, für ein harmonisches Miteinander zwischen Anwohnern und Stadionbesuchern zu sorgen. Diesen Vergleich zieht Melly Kieweg, die für die Bürgerinitiative Mehr Platz zum Leben im Giesinger Bezirksausschuss (BA) sitzt. Sie beklagt außerdem, dass die Anwohner durch Müll, Aufkleber und Verkehrseinschränkungen schon genug zu leiden hätten. Ihr Kernthema ist aber der Lärm und sie fragt, warum die Belastung keine Konsequenzen habe. Wie diese Konsequenzen ihrer Meinung nach aussehen könnten, bleibt allerdings offen.

Grüne und CSU fordern Toleranz und Vermittlung

Bezirksausschussmitglieder der politischen Parteien fordern von den Anwohnern Toleranz. Der Grüne Fraktionssprecher Norbert Weigler wird im Artikel so zitiert: „Das Stadion an der Grünwalder Straße gibt es seit 1911, Fußball ist Teil unserer Viertelkultur.” Als Anwohner eines Fußballstadions – das schon lange vor dem Zuzug der Beschwerdeführer hier stand – müsse man alle vierzehn Tage für drei Stunden das Geschehen ertragen. Und die CSU-Fraktion im BA möchte am liebsten direkt vermitteln: “Es muss doch möglich sein, die Belange beider Interessengruppen unter einen Hut zu kriegen,” sagt ihr Sprecher Johannes Stöckel.

Referat für Bildung und Sport muss lösen

Bleibt die Frage: Wie geht’s mit dem Thema weiter? Kann man – im wahrsten Wortsinn – hier von viel Lärm um nichts sprechen? Da der TSV 1860 als Mieter für die Feinjustierung der Lautsprecheranlangen gar nicht zuständig ist, sondern die Einstellungen nur übernimmt, wird das Thema nun erstmal an das zuständige Referat für Bildung und Sport weitergeleitet. Aber auch bei den Löwen beschäftigt man sich mit dem Thema und hat schon “einige Lösungsansätze durchdacht”, wie Sebastian Schäch im tz-Artikel verrät. Ob diese schon beim letzten Heimspiel dieser Saison gegen Erzgebirge Aue am kommenden Samstag (13.30 Uhr – im sechzger.de-Liveticker) greifen, bleibt abzuwarten.

Die einfachste Lösung gegen den Lärm

Offen lässt der Artikel übrigens die nicht ganz unwichtige Frage, wieviele Anwohner sich konkret vom Sechzgerstadion und seiner Akustik belastet fühlen. Sind es vielleicht sowieso nur einige wenige? Ketzerisch könnte man fragen: Sind es vielleicht die üblichen Verdächtigen, die sich immer über irgendetwas beschweren und nur schwer ertragen können, wenn Andere Spaß haben? Oder sind es vielleicht doch mehr, die sich – animiert vom tz-Artikel – nun zu Wort melden werden? Dies gilt es, zu beobachten. Auf den vielleicht zielführendsten Ansatz, die Lärmbelastung für die Anwohner rund um das Sechzgerstadion deutlich zu reduzieren, müssen alle Beteiligten jedenfalls leider noch warten: Die Überdachung von West- und Ostkurve im Zuge des von vielen Löwenfans so sehnlich herbeigewünschten Um- und Ausbaus.

 

 

 

 

 

 

sechzger.de Talk 210: Theke, Aloha in Verl & Vorschau Aue

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Sechzger.de Talk Folge 210 Unentschieden Gegen Verl Mit Mottofahrt Hawaii, Marco Hiller, Florian Niederlechner, Vorschau TSV 1860 München Erzgebirge Aue

Im durchaus launigen sechzger.de Talk 210 besprechen die Moderatoren Jan und Christian zusammen mit Peter und dem schon zum dritten Mal als Gast teilnehmenden Marco das Auswärtsspiel beim SC Verl inklusive der Mottofahrt “Hawaii”. Außerdem geht es natürlich um die aktuellen Personalien Marco Hiller und Florian Niederlechner sowie um das kommende letzte Heimspiel dieser Saison gegen Erzgebirge Aue.

Personalien: Hiller & Niederlechner

Innerhalb von nur rund 14 Stunden gab der TSV 1860 zwei wichtige Personalien für die kommende Saison bekannt, die wir m Talk 210 natürlich besprechen und ein wenig einordnen. Wie schon in der letzten Sendung (damals noch als Gerücht) besprochen, haben die Löwenfans nun Gewissheit, dass Marco Hiller den Verein am Ender der Saison nach 17 Jahren verlassen wird. Kurz nach dieser sehr traurigen Nachricht kam dann die – ebenfalls schon als sehr verfestigtes Gerücht bekannte – Meldung, dass Florian Niederlechner von Hertha BSC zu den Löwen wechselt. Der 34jährige gebürtige Ebersberger ist Löwenfan, stand als Kind in der Nordkurve im Oly und kickte zwischen 2002 und 2006 selbst vier Jahre lang im NLZ an der Grünwalder Straße 114.

“Sechzig dreht frei und macht Verl zu Hawaii”

Weil die sechzger.de-Redaktion die Partie beim SC Verl zu einer Art Betriebsausflug erklärte, an der “längsten Fußballtheke Deutschlands” Platz nahm und nicht nur mit passenden T-Shirts, sondern auch mit einem Spruchband präsent war, das sogar in der Live-Übertragung von MAGENTA lobend erwähnt wurde, widmen wir uns im Talk 210 dem Drumherum um das sportlich ja weitgehend bedeutungslose Spiel in Ostwestfalen mal wieder ganz besonders ausführlich. Dass die aktive Szene kurzfristig eine “Mottofahrt nach Verlkiki” ausrief, brachte unseren Moderator in ein echtes Dilemma. Darüber berichtet er in der heutigen Sendung. Aber auch Jan, Peter und Marco haben viele lobende Worte für das letzte Auswärtsspiel dieser Saison.

Zum Spiel in Verl

Natürlich beschäftigen wir uns auch mit dem sportlichen Geschehen auf dem grünen Rasen. Diesmal allerdings nur kurz. Zwischen der Einschätzung “lauer Sommerkick” und einer gewissen Zufriedenheit, dass die Löwen in der Schlussminute noch den versöhnlichen Ausgleich sehenswert herausspielten (Sonderlob an Tim Danhof und Sōichirō Kōzuki) liegen die Einschätzungen zum letzten Auswärtsspiel dieser Saison.

Neue regionale Einteilung der Fanclubbetreuung

Unser Gast Marco hat eine Funktion inne, die ihn – über seine bisher zwei Teilnahmen am sechzger.de Talk hinaus – für die heutige Sendung besonders qualifiziert. Er ist – nachdem die Fanbetreuung beim TSV 1860 die Fanclub-Karte neu sortiert und strukturiert hat, Sprecher des sogenannten Raums 60 04 Donau Mitte (Ingolstadt-Pfaffenhofen). Was dies genau bedeutet und über die Ausrichtung eines Fanabends in seinem Raum Mitte April berichtet Marco.

Schätzraterunde & Vorschau Aue

Der Kollege Thomas Spiesl ist zwar heute nicht am Start, hat aber dankenswerterweise auch für den Talk 210 ein paar knifflige Quizfragen erarbeitet, die heute Christian an seine drei Mitstreiter stellen darf. Und auch die Zuhörer und -seher dürfen sich den Kopf zerbrechen, ehe es abschließend natürlich – wie gewohnt – um das anstehende letzte Heimspiel der Löwen gegen Erzgebirge Aue geht. Die sportliche Bilanz in 25 Partien (seit 2004) gegen die Sachsen, deren wechselhafter Saisonverlauf und schließlich noch eine Einschätzung der Protagonisten, wie die letzten Aufstiegs- & Abstiegsfragen in der 3. Liga am kommenden Wochenende ausgehen, beschließen den Talk 210.

Der sechzger.de Talk 210 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

Noch bis Freitag: Dauerkarte verlängern

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TSV 1860 München Dauerkarte 2024 25

Noch bis zum Freitag dieser Woche, bis 16. Mai nachmittags um 17 Uhr können sich die Inhaber einer Dauerkarte in der demnächst zu Ende gehenden Saison auch für die neue Spielzeit 2025/26 ihr Saisonticket sichern. Dann endet die erste Verkaufsphase und man darf gespannt sein, ob danach in einer weiteren Verkaufsphase auch noch Neu-Interessenten an einer Dauerkarte zum Zuge kommen.

Umfrage zur Absicht, eine Dauerkarte zu kaufen

Geht es nach den Leser*innen von sechzger.de dann werden einige wenige Plätze im Sechzgerstadion, die bislang mit einer Dauerkarte belegt sind, ab Sommer frei. Wir haben in unserer Umfrage in der letzten Woche danach gefragt, wie die Pläne in Sachen Saisonkarte 25/26 denn seien. Und immerhin 12% haben angegeben in der aktuellen Saison noch eine Dauerkarte zu besitzen, das Abo aber nicht verlängern zu wollen. Dem gegenüber stehen in unserer Befragung ein paar Löwenfans weniger (10%), die – umgekehrt – bislang keine Dauerkarte hatten, sich aber in der neuen Saison gerne eine solche zulegen würden.

Stadiongänger lesen sechzger.de

Dass in unserer Leser*innenschaft die Anzahl der regelmäßigen Stadiongänger relativ hoch ist, wussten wir schon vorher. Der Befund wurde nun nochmal deutlich bestätigt. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer*innen (54%) wollen – dann also spätestens im Laufe dieser Woche – ihr Löwenabo verlängern und Dauerkarteninhaber*in bleiben. Addiert man die oben genannten neuen DK-Kaufwilligen hinzu (und geht davon aus, dass deren Wünsche auch erfüllt werden können), so sind in Summe und hochgerechnet fast zwei Drittel unserer Leser*innen nächste Saison für alle Heimspiele mit einem reservierten Platz auf Giesings Höhen gesegnet.

Auch mit Tagesticket ist ein Stadionbesuch möglich

Nur ein Viertel der Teilnehmer*innen an unserer Umfrage sind und bleiben nach ihren Angaben keine Dauerkarteninhaber. Was natürlich nicht automatisch heißt, dass diese Personen nie im Stadion gesichtet werden können – einige wenige Tageskarten gibt es ja für die Spiele auf Giesings Höhen.

Friendly Reminder

Gerne erinnern wir mit der Veröffentlichung der Ergebnisse unserer Umfrage von vergangener Woche hier also daran, dass nur noch diese (Arbeits-)Woche die Dauerkarte für die Saison 2025/26, die achte der Löwen in der 3. Liga, verlängert werden kann. Und zwar hier.

Sechzig um sieben: Niederlechner kehrt zu 1860 zurück

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Sechzig um Sieben: Illertissen im Visier
Sechzig um Sieben: Essen

Der nächste Hochkaräter in der Offensive für die kommde Saison ist verpflichtet. Florian Niederlechner kehrt zum TSV 1860 München zurück.

Niederlechner unterschreibt bei 1860

Die Offensive scheint in der kommenden Saison das Prunkstück der Münchner Löwen zu werden. Nach Kevin Volland wird auch Florian Niederlechner kommende Saison für 1860 auf Torjagd gehen. Der 34-jährige Stürmer unterschrieb gestern einen Vertrag bei seinem Herzensverein, für den er als Bub schon von 2002 – 2006 auflief. Niederlechner spielte in Unterhaching, Heidenheim, Mainz, Freiburg, Augsburg und zuletzt bei Hertha BSC Berlin. Er war schon in den Deutschlands höchsten drei Ligen aktiv und bringt es bislang auf 299 Spiele im deutschen Profifußball, in denen er beeindruckende 109 Tore erzielte.

Hiller in kicker “Elf des Tages”

Der scheiende Marco Hiller zeigt am Samstag bei Auswärtsspiel in Verl trotz zweier Gegentore erneut eine ganz starke Leistung zwischen den Pfosten. Dafür wurde er zum ersten Mal in dieser Saison in die “kicker Elf des Tages” berufen. Das mutet etwas eigenartig an, da Hiller diese Saison bereits sieben Spiel ohne Gegentor absolviert.

Glöckner freut sich über “erzwungenen Punkt”

In der Pressekonferenz nach dem 2:2 in Verl zeigte sich Löwen-Coach Patrick Glöckner zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Im ersten Durchgang habe 1860 bis auf den Verler Pfostentreffer nichts zugelassen und selbst aus einer schönen Offensivaktion den Führungstreffer generiert. Nach den Verabschiedungen der Abgänge des SC Verl, sei ein wenig die Spannung aus dem Spiel gewesen. “Umso mehr freuen wir uns, dass wir den Punkt erzwungen haben,” schloss Glöckner seine Analyse ab. Zu seiner roten Karte äußerte er sich nicht. Wie Glöckner das Spiel von der Tribüne aus verfolgte und die Löwenfans den Gästeblock zu Waikiki Beach umfunktionierten, könnt Ihr Euch nochmal in unserer Photogalerie anschauen.

Drittliga-Debüt für Emre Erdogan

In der Pressekonferenz vor dem Spiel in Verl hatte Patrick Glöckner angekündigt, dass das ein oder andere Talent aus dem NLZ Profiluft schnuppern dürfe. Seine Worten hat Glöckner in Ostwestfalen dann auch Taten folgen lassen. In der 85. Minute wurde Emre Erdogan eingewechselt und konnte somit den Ausgleich von Soichiro Kozuki auf dem Feld miterleben. In der U19 ist Erdogan einer der Leistungsträger in der Offensive und machte mit neun Toren und vier Assists auf sich aufmerksam.

U21 mit Unentschieden gegen Kirchanschöring

Am vorletzten Spieltag der Bayernliga Süd trennten sich die Amas 0:0 vom SV Kirchanschöring. Da der FC Memmingen gegen die Zweitvertretung der Bobfahrer mit 3:2 gewann, sind die Junglöwen die Tabellenführung einen Spieltag vor Schluss erstmal los. Der Meistertitel ist dennoch weiterhin im Bereich des Möglichen. Die U21 gastiert am letzten Spieltag beim abgeschlagenen Tabellenletzten aus Rain am Lech, während Memmingen bei Türkspor Augsburg antreten muss. Wie nun bestätigt wurde, kann die U21 definitiv nicht in die Regionalliga aufsteigen. Der BFV lehnte einen entsprechenden Antrag des TSV 1860 München ab.

Löwenergebnisse vom Wochenende

Sie Dritte und die Vierte mussten am Wochenende Niedelagen einstecken. Die Dritte verlor beim SV München West mit 7:3, die Vierte musste sich den Sportfreunden mit 1:2 geschlagen geben. Besser lief es für die Löwinnen I, die den TSV Solln 6:3 besiegen konnten. Damit haben Sie im Zweikampf mit der DJK Pasing um den Aufstieg weiter die Nase vorne. Alle weiteren Ergebnisse vom Wochenende findet Ihr hier.

News aus der dritten Liga

Großer Umbruch bei Viktoria Köln

Die Höhenberger verabschiedeten im letzten Heimspiel der Saison nicht nur Trainer Olaf Janßen, der nach Sandhausen wechselt. Auch insgesamt zehn Spieler werden die Viktoria verlassen. Said und Malek El-Mala, Moritz Fritz, Patrick Koronkiewicz, Niklas May, Enrique Lofolomo, Sidny Cabral, Lucas Cueto, Luca de Meester, Paul Pöpperl sagten “Tschö” und verabschiedeten sich aus dem Sportpark Höhenberg. Am schmerzhaftsten dürfte wohl der Abschied des 18-Jährigen Said El Mala sein, der zum 1. FC Köln wechselt.

15.000 beim Aufstiegsfeier in Dresden

Nachdem Dynamo Dresden am Samstag trotz einer 0:1-Niederlage in Mannheim aufgestiegen war, fand am Sonntag die Aufstiegsfeier statt. Etwa 15.000 Dynamo-Fans feierten friedlich den Aufstieg ihres Teams in die zweite Liga. Das Team zeigte sich in einem offenen Truck und feierte danach im Trainingszentrum der SGD weiter.

Wehen verlängert mit Nachwuchs-Keeper

Der SV Wehen verlängerte den Vertrag mit Nachwuchskeeper Noah Brdar bis Ende der Saison 27/28. Der 19-Jährige ist seit 2013 im Verein und hat sich durch gute Leistungen für einen Profivertrag empfohlen. Im Hessenpokal-Achtelfinale beim SV Steinbachsein gab Brdar sein Profidebüt.

Damit geht Ihr wie immer bestens informiert in diesen Dienstag der letzten Saisonwoche. Habt einen schönen Tag, liebe Löwinnen und Löwen!

 

 

 

 

Nach Rot in Verl: ein Spiel Sperre für Glöckner

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Sperre Glöckner Rot Verl

Nach einer Rudelbildung verließ Patrick Glöckner am Samstag seine Coachingzone und betrat den Rasen der Sportclub Arena. Die Folge: Rot für den Trainer des TSV 1860. Der DFB belegte Glöckner nun mit einer Sperre für ein Spiel, er wird zum Saisonabschluss gegen den FC Erzgebirge Aue also nicht auf der Bank sitzen dürfen.

Ein Spiel Sperre für Glöckner

Was war passiert? Nach einem unnötigen Einsteigen von Abiama gab es eine Rudelbildung an der Seitenlinie, die Situation geriet etwas außer Kontrolle. Patrick Glöckner betrat das Spielfeld, um zu schlichten und die Gemüter zu beruhigen. Für Schiedsrichter Michael Näther Grund genug, die rote Karte zu zücken.

Experte Babak Rafati schätzt die Situation auf liga3-online wie folgt ein:

“Regeltechnisch mag die rote Karte gegen Glöckner richtig sein, denn vielleicht wollte er auch beeinflussen. In dieser Situation ist diese rote Karte aber einfach zu übertrieben. Der Trainer betritt das Spielfeld eher (wie es für mich den Anschein macht), um zu schlichten und weniger, um sich zu beschweren oder ähnliches.”

Glöckner wurde mit einem Innenraumverbot für die Partie gegen Erzgebirge Aue belegt, das eine halbe Stunde vor Spielbeginn startet und eine halbe Stunde nach Abpfiff endet. Der Trainer des TSV 1860 darf sich in dieser Zeit weder im Innenraum noch in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel oder im Kabinengang aufhalten. Zudem darf er während des gesamten Zeitraums mit der Mannschaft weder unmittelbar noch mittelbar in Kontakt treten. Als Verteter des 48-Jährigen, der auf der Tribüne Platz nehmen muss, stehen seine Co-Trainer Stefan Lex und Nicolas Masetzky bereit.

Löwenfans gegen Rechts bringen Fanzine heraus – Release-Party am Donnerstag

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Die LfgR feiern ihr 30-jöhriges Jubiläum mit einem Fanzine. Grafik: Biermoo
Die LfgR feiern ihr 30-jöhriges Jubiläum mit einem Fanzine. Grafik: Biermoo

Die Löwenfans gegen Rechts feiern dieses Jahr 30-jähriges Bestehen und begehen dieses Jubiläum gleich zweimal. Die große Party im Feierwerk wurde schon mehrfach in den sozialen Medien und im Fanzine Da Brunnenmiller beworben. Dazu gibt es am kommenden Donnerstag, dem 15. Mai, um 18:60 Uhr im Bamboleo aber auch einen inhaltlichen Abend, bei welchem die Geschichte der Faninitiative im Vordergrund stehen soll.

Fanzine zum Jubiläum

Über sieben Monate hinweg haben einige LfgRler*innen das Fanzine zusammengestellt, in Zusammenarbeit mit den Mitgründer*innen und einigen Wegbegleiter*innen der vergangenen Jahre. Die Veröffentlichung soll nun ordentlich gefeiert werden.

In der offiziellen Mitteilung auf den sozialen Medien heißt es:

“Drei Wochen vor der großen Sause im @feierwerk_ lassen wir 30 Jahre LfgR Revue passieren. In einem Fanzine haben wir Geschichten, Fotos, Gespräche, Glückwünsche, Tief-und Höhepunkte zusammengetragen. Kommt am 15. Mai ins Bamboleo, feiert mit uns die Veröffentlichung und holt euch ein Exemplar. Der 15. Mai ist außerdem die erste Gelegenheit, sich limitierten 30 Jahre-Merch zu sichern und: Es gibt Freibier!!!”

Der Eintritt für die Veranstaltung ist kostenlos. Es wird am Abend eine Podiumsdiskussion geben, an welcher die Macher*innen gemeinsam mit der Moderatorin Dr. Beatrice Wichmann über ihre Arbeit am Hefterl sprechen werden. Danach folgt ein entspannter Abend mit Musik, Getränken und hoffentlich viel Gesprächsstoff.

Noch eine Party?

Einige Wochen später, am 7. Juni, findet schließlich die große Party im Feierwerk statt. Ab 18 Uhr wird es einen Reggae-Biergarten geben, in dem die Giesinger Vorstadt Rockers auflegen. Danach folgen um 20 Uhr musikalische Acts wie The Toten Crackhuren im Kofferraum, Roger Rekless und Alligatorman & MDK.

Bei der Release-Party wird es die Möglichkeit geben, letzte Tickets für Juni zu erhalten und den neuen, limitierten Jubiläums-Merch zu kaufen. Online ist der Verkauf mittlerweile eingestellt. Der Andrang in den letzten Wochen sei sehr hoch gewesen, so LfgR gegenüber Sechzger.de. Am Donnerstag gäbe es aber eine letzte Chance auf die Tickets.

Es gibt also genug Gründe am Donnerstag im Bamboleo vorbeizuschauen und sich mit den LfgR-Kreationen einzudecken.

Titelbild: Instagram, Biermoo