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“Football is for you and me”: Warum ein Kurven-Spruch Sechzigs wertvollstes Kapital beschreibt

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Bleiben die Kurven auch nach Corona leer? 1860
"Fußball gehört den Fans" - Bild von Anne Wild

Ein neues Profilbild von Nicolai Walch in den sozialen Medien sorgt im Umfeld des TSV 1860 München für künstliche Aufregung. Ein investorennaher Blogger wittert Heuchelei und Geschäftsrisiken. Doch wer den Spruch des Profilbildes “Football is for you and me – not for fucking industry” wörtlich nimmt, hat weder die Fankultur noch das kleine Einmaleins des Marketings verstanden.

„Football is for you and me“

Es brauchte nur wenige Worte auf dem privaten Facebook-Profilbild des ehemaligen Funktionärs Nicolai Walch, um die üblichen Reflexe bei der “schweigenden Mehrheit” und dem kommerziellen Blogger auszulösen. “Football is for you and me – not for fucking industry” ist dort zu lesen. Ein ehemaliger Boulevard-Journalist konstruierte daraus umgehend einen Widerspruch zum geplanten Stadionausbau auf Giesings Höhen. Wie könne man die Industrie verteufeln, wenn man gleichzeitig über 100 Millionen Euro für ein neues Grünwalder Stadion benötige?

Die Argumentation klingt auf den ersten Blick schon hanebüchen und offenbart bei genauerer Betrachtung ein fundamentales Missverständnis – sowohl in Bezug auf die Bedeutung des Slogans als auch auf die strategische Positionierung des TSV 1860 München.

Piraterie auf St. Pauli

Der Slogan ist kein Aufruf zum wirtschaftlichen Boykott lokaler Handwerksbetriebe oder regionaler Bauunternehmen. Er ist ein seit Jahren etablierter, globaler Ruf der aktiven Fanszene gegen die Hyperkommerzialisierung des Fußballs. Wie treffend in einem Beitrag im Löwenforum formuliert wurde: Wer ernsthaft behauptet, dieser Spruch sei geschäftsschädigend, der sieht im Markenauftritt des FC St. Pauli womöglich auch die aktive Unterstützung der internationalen Seepiraterie.

Tatsächlich verbirgt sich hinter dem Spruch genau die Markenidentität, die der TSV 1860 München zum Überleben braucht. Wenn im lokalen Umfeld die Marktführerschaft aufgrund eines sportlich und kommerziell übermächtigen Nachbarn an der Säbener Straße völlig unrealistisch ist, muss sich die eigene Marke eine klare Nische suchen. Das ist Stoff aus dem ersten Semester Betriebswirtschaftslehre.

Der Versuch, ein “FC Bayern Light” zu sein, indem man stets den größten Geldscheinen hinterherrennt, ist bei Sechzig in den letzten Jahrzehnten krachend gescheitert. Der TSV 1860 braucht den Gegenentwurf: Ecken und Kanten, Mitbestimmung, Subkultur und das klare Bekenntnis zu 50+1.

Gianni Infantino und die “fucking industry”

Um zu verstehen, was mit der zitierten “Industry” gemeint ist, muss man nicht nach Giesing blicken, sondern nach Zürich. Wenn FIFA-Präsident Gianni Infantino eine aufgeblähte Klub-Weltmeisterschaft aus dem Boden stampft, bei der die Spieler am Rande der physischen Erschöpfung agieren, während sich Investoren aus autokratischen Staaten die TV-Rechte zuschieben – dann ist das exakt jene “fucking industry”, die der Spruch meint.

Es geht um Multi-Club-Ownerships, bei denen Traditionsvereine zu reinen Farmteams degradiert werden. Es geht um Konstrukte, bei denen der Fußball nur noch das Vehikel zur Vermarktung einer Energy-Drink-Dose ist. Der Slogan wendet sich gegen die Entfremdung des Sports von seiner Basis, nicht gegen das legitime und essenzielle Sponsoring im Profisport.

Authentizität zieht Sponsoren an – sie verschreckt sie nicht

Der ehemalige Boulevard-Journalist suggeriert in seinem Text, dass Investoren oder Geldgeber durch solche Aussagen verschreckt würden. Dabei muss man zwingend zwischen einem strategischen Investor und einem Sponsor unterscheiden. Ein Sponsor sucht eine Werbefläche, die im besten Fall mit Emotionen, Reichweite und einer echten, greifbaren Identität aufgeladen ist. Er erwartet für sein Geld einen Imagetransfer, aber kein Mitspracherecht bei Aufsichtsratswahlen oder Transfers.

Aus reiner Marketing-Sicht ist die Positionierung des TSV 1860 als volksnaher, von Mitgliedern geführter Gegenpol zur “schönen neuen Fußballwelt” goldrichtig. Es gibt einen riesigen Markt an Menschen und Unternehmen, die den sterilen, durchkapitalisierten Event-Fußball satthaben. Genau in diese Lücke kann der TSV 1860 gemeinsam mit passenden Partnern stoßen. Die Authentizität, die durch Bekenntnisse wie jenes von Nicolai Walch untermauert wird, ist in der modernen Sponsorenwelt kein Makel – sie ist der eigentliche USP (Unique Selling Proposition) des Vereins.

Ein Stadion für die Menschen, nicht für die Rendite

Und was das Stadion betrifft: Ein Ausbau des Grünwalder Stadions, der dieses nicht nur an Spieltagen, sondern an sieben Tagen die Woche zu einem Mehrwert für das Viertel macht, passt perfekt zu dieser Philosophie. Ein breit aufgestellter Verein mit wachsenden Abteilungen, der in Giesing eine soziale Heimat bietet, schafft organisches Wachstum.

Fußball gehört allen. Auch denen, die ihn durch ehrliches Sponsoring möglich machen. Aber er gehört eben nicht denjenigen, die ihn als reines Spekulationsobjekt betrachten. Wer das als Widerspruch sieht, hat vielleicht einfach den modernen Fußball – und vor allem den TSV 1860 München – nicht verstanden.

Was potenzielle Sponsoren wirklich abschreckt

Wer sich ernsthaft um die Attraktivität der Marke 1860 München für Wirtschaftsunternehmen sorgt, sollte seinen Blick vielleicht eher auf die Begleiterscheinungen jener Plattformen richten, die diese angebliche Sorge am lautesten formulieren. Wenn in den Kommentarspalten eines kommerziell betriebenen Blogs, dessen Geschäftsmodell offenkundig auf permanenter Spaltung und Unfrieden basiert, strafrechtlich relevante Äußerungen zum guten Ton gehören, wird es für seriöse Partner tatsächlich heikel.

Da wird gewählten Vereinsvertretern wie Ex-Präsident Robert Reisinger unverhohlen der Suizid nahegelegt oder Gewalt mit dem Baseballschläger angedroht, während Nicolai Walch widerwärtige historische Vergleiche mit NS-Größen wie Goebbels über sich ergehen lassen muss. Besonders befremdlich wirkt dabei die messbare Heuchelei der Moderationspraxis: Während rassistische Ausfälle oder User mit offen rassistischen Pseudonymen oft nur in ihren Einzelkommentaren bereinigt werden, als Profile aber unbehelligt in der Community verbleiben dürfen, werden investorenkritische Stimmen zielsicher und konsequent gesperrt – rein aufgrund ihrer vereinspolitischen Meinung und nicht wegen tatsächlicher Verstöße gegen die Netiquette.

Moderne, werteorientierte Unternehmen prüfen heute sehr genau, in welchem Umfeld sie werben. Ein derart toxisches, von Hass und digitaler Hetze geprägtes Milieu, das im Namen des Profitfußballs kultiviert wird, ist für Sponsoren ein massives Reputationsrisiko. Ein ehrliches Bekenntnis zur Basis des Fußballs und gegen die “fucking industry” ist es hingegen nicht.

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Titelbild: Anne Wild

Am 11. Juli: Löwen testen in Deisenhofen statt in Eichstätt

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Am heutigen Donnerstag Morgen vermeldete der VfB Eichstätt auf seinen Social Media-Kanälen, dass das für Samstag, den 11. Juli geplante Testspiel gegen die Profis des TSV 1860 abgesagt worden sei. Nur rund sechs Stunden später gaben die Löwen ihrerseits bekannt, dass statt der Partie nördlich der Landeshauptstadt für den besagten 11.07. nun ein Testspiel in der Gemeinde Oberhaching im südöstlichen Landkreis München, beim Bayernligisten FC Deisenhofen vereinbart worden ist. Dieses wird um 16 Uhr angepfiffen.

Kein Test gegen einen Ligakonkurrenten

Die Enttäuschung über die Absage ist dem Eichstätter Posting eindeutig zu entnehmen. Man hätte das Spiel “gerne durchgeführt”, heißt es dort. “Leider fehlte auf Seiten der Münchner Löwen nach den veränderten Voraussetzungen durch den Lizenzentzug die Bereitschaft zur Austragung der Begegnung.” Aus allerdings durchaus nachvollziehbaren Gründen, ist der VfB schließlich ein direkter Ligakonkurrent in der anstehenden Regionalliga-Spielzeit 2026/27. In der zu Ende gegangenen Saison hatte der Aufsteiger einen beachtlichen siebten Tabellenplatz im Endclassement der Regionalliga Bayern belegt. Kleines Kuriosum: Auch die U21 der Löwen hatte für ihre Vorbereitung auf die Bayernliga Süd-Spielzeit ursprünglich ein Testspiel in Eichstätt vereinbart. Dieses ist allerdings inzwischen nicht mehr im BFV-Kalender zu finden.

FC Deisenhofen letzte Saison Gegner der Amas

Aus genau der Bayernliga Süd, aus der die Amas des TSV 1860 in der vergangenen Saison als souveräner Meister hervorgegangen waren, ohne jedoch aufsteigen zu dürfen, nachdem die Profis den Sprung in die 2. Bundesliga klar verpassten, kommt der neue Testspielgegner für Samstag, den 11. Juli. Es ist der FC Deisenhofen. Er beendete die Spielzeit 25/26 auf dem achten Tabellenplatz. Den Junglöwen von Coach Alper Kaybunar unterlag der FCD in der vergangenen Saison zu Hause mit 1:2 und an der Grünwalder Straße 114 Ende März mit 0:5.

Aktuell: Spiel in Schwaig am Sonntag findet statt!

Bereits an diesem Wochenende, nämlich am Sonntag (28. Juni) Nachmittag um 17 Uhr testen die Löwen bei den Sportfreunden Schwaig neben dem Münchner Flughafen. Dieses Spiel, so bestatigte uns Pressesprecher Rainer Kmeth, wird stattfinden. Am Mittag hatte die Meldung des Bayerischen Fußballverbands, alle für dieses Wochenende angesetzten Fußballspiele abzusagen, die Runde gemacht und die Frage aufgeworfen, ob dies auch für die Partie der Sechzger in Schwaig gelten würde. Dies ist allerdings nicht der Fall.

Die e.V.-Vertreter verlassen Aufsichtsrat

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Kandidaten 2025 Präsidium TSV München Von 1860 E.V. Mang Dierl Schaefer Probst Schmidt

Nach gegenüber der sechzger.de-Redaktion bestätigten Informationen, haben die drei Vertreter des TSV München von 1860 e.V. im Aufsichtsrat der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA diesen heute geschlossen verlassen.

Die beiden bislang entsendeten Mitglieder Nicolai Walch und Sebastian Seeböck wurden vom e.V.-Präsidium nach Abstimung mit sofortiger Wirkung abberufen. Präsident Gernot Mang erklärte als gewähltes Mitglied seinen Rücktritt aus dem Gremium mit sofortiger Wirkung.

Eine bis dato übliche gleichzeitige Nachbesetzung ist nicht erfolgt.

Damit besteht der Aufsichtsrat der sich in einem Insolvenzverfahren befindlichen Profifußballgesellschaft der Löwen nur noch aus den drei HAM-Vertretern Herbert Bergmaier (Vorsitzender), Biel Ballester Relat und Walid El Chabti.

Das Aktiengesetz schreibt eine Mindestanzahl von drei Aufsichtsratsratsmitgliedern vor.

Weitere Informationen und eine Einordnung dieses Vorgangs findet Ihr – wie gewohnt – zu einem späteren Zeitpunkt auf sechzger.de.

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Titelbild: Das aktuelle Präsidium des TSV 1860 München

Umfrage zu den Plänen für’s Stadion. Die Auswertung

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Nachdem am vergangenen Wochenende im Rahmen einer Verantaltung für Anwohner*innen (“GIESING SPRICHT”) und auf der Mitgliederversammlung des TSV 1860 die Pläne für das Sechzgerstadion, die sich aus der Machbarkeitsstudie von Powerhouse Company ergeben, präsentiert wurden und sich nun viele Löwenfans einen ersten Überblick verschaffen konnten, wollten wir von unseren Leser*innen in dieser Woche wissen, wie ihr Zwischenzeugnis für diese ersten Veröffentlichungen ausfällt. Zugegebenermaßen stark vereinfacht wurde – analog dem Schulsystem – eine Note zwischen sehr gut und mangelhaft erbeten. Das Ergebnis ist durchaus differenziert und auf jeden Fall interessant.

10% vergeben die Note Sechs

Zwar sind 45% der Teilnehmer*innen an der Umfrage von den ersten Eindrücken restlos begeistert und vergeben die Bestnote Eins, allerdings sieht immerhin auch jeder Zehnte die Pläne so kritisch, dass direkt “…setzen, Sechs!” geklickt wurde. Es ist natürlich höchst spekulativ und vielleicht auch ein wenig müßig darüber zu sinnieren, was diesen in Summe genau 160 Personen so gar nicht an den vorgelegten Plänen gefällt…

Interpretationsansatz und Bitte um Kommentare

Ein Interpretationsansatz dieses Abstimmungsverhaltens könnte in die Richtung gehen, dass es sich hierbei um Löwenfans handelt, die mit dem Standort Giesing ganz grundsätzlich ein Problem haben. Die den TSV 1860 auch heute lieber im Schlauchboot vor den nördlichen Toren der Stadt bei seinem sportlichen Streben beobachten würden oder im Olympiastadion. Aber eben nicht im Sechzger. Von dieser Personengruppe würde wahrscheinlich jedes Konzept am aktuellen Standort direkt in der Luft zerissen. Sollte diese Interpretation falsch sein und sich jemand direkt angesprochen fühlen, so freuen wir uns über – sachliche und respektvoll formulierte – Erläuterungen in den Kommentaren unter diesem Beitrag. Gleiches gilt natürlich auch für all jene, die sich für die letztlich am seltensten angekreuzten Antworten “ausreichend” (Note 4) und “ungenügend” (5) entschieden haben. Insgesamt acht von einhundert Teilnehmer*innen. Was gefällt Euch so gar nicht an den Plänen?

Sechs Prozent enthalten sich (noch)

Nicht absolut perfekt, aber insgesamt “gut” bewertet ein Viertel (26%) der sechzger.de-Leser*innen das Vorgelegte. Das zusammengenommen also über 70% die beiden möglichen Bestnoten vergeben, sollte die Ersteller der Machbarkeitsstudie und alle Verantwortlichen positiv stimmen und motivieren, in genau dieser Richtung weiter zu arbeiten. Genau in der Mitte aller Antwortoptionen landet mit 6% der Stimmen übrigens die ebenfalls angebotene Option “Ich enthalte mich (noch)”. Nur ein paar weniger Befragte (5%) haben sich für die Note Drei (“befriedigend”) entschieden. Hier scheint es sowohl positiv bewertete Aspekte am geplanten Stadion, als auch kritische Punkte zu geben. Auch hier freuen wir uns über entsprechende Ausführungen im Kommentarbereich unter diesem Artikel.

Danke an alle Teilnehmer an der Umfrage!

Wie immer danken wir den – diesmal 1.625 – Leser*innen, die sich an dieser Umfrage beteiligt haben!

Die nächsten Schritte: Insolvenzverwalter bestellt und GmbH gegründet

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Amtsgericht bestellt Insolvenzverwalter

Nach der Öffentlichen Bekanntmachung über die Anordnung von vorläufiger Insolvenzverwaltung wurde der Artikel um 18:00 Uhr um einige Details ergänzt. Den Beschluss kann man hier einsehen.

Nachdem die KGaA vorgestern Abend Insolvenz angemeldet hat und auf der Mitgliederversammlung die Gründung oder der Kauf einer neuen Spielbetriebs-GmbH beschlossen wurde, sind die Löwen unter Zugzwang. Um eigenständig in der Regionalliga bestehen zu können, müssen in kurzer Zeit viele relevante Schritte gegangen werden. Manche davon kann der Verein selbst beeinflussen, bei anderen ist man von anderen Akteuren abhängig. Einer davon ist das Insolvenzverfahren, in dem es nun vorwärts geht.

Insolvenzverwalter für die KGaA benannt

Nun wurde gestern Abend nach sechzger.de-Informationen vom Amtsgericht der für die KGaA zuständige Verwalter eingesetzt. Hierbei handelt es sich um Dr. Max Liebig. Der Münchner Diplom-Kaufmann ist nicht nur einer der am häufigsten bestellten Insolvenzverwalter Deutschlands, sondern verantwortete auch die Konkursverfahren von Türkgücü München und Alfons Schuhbeck. Die ersten Gespräche mit den Verantwortlichen bei 1860 sollen schon geführt worden sein und das Verfahren ist somit unterwegs. Laut dem gerichtlichen Dokument wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung allerdings offiziell erst am 25.06.2026 um 15:25 Uhr angeordnet. Verfahrenbevollmächtigter – also zuständiger Anwalt auf Seiten der KGaA – ist Alexander Reus, Geschäftsführer der Kanzlei ANCHOR und Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht. Gerichtlich zuständig ist entgegen des Münchner Sprichworts aber das Amtsgericht in der Pacellistr. 5 (Lenbachplatz).

Neue Spielbetriebs-GmbH ist kurz vor der Fertigstellung

Auch auf der selbstbestimmten Seite geht es weiter vorwärts. Nach dem Beschluss der Mitgliederversammlung wurden nun die nötigen Maßnahmen zur Bereitstellung einer neuen Fußballfirma ergriffen. Dem Vernehmen nach hat der TSV 1860, um Zeit zu sparen, eine Mantel-GmbH gekauft und gestaltet diese nun nach den eigenen Wünschen um. Heute und morgen sollen die neue Satzung implementiert und der Name der Firma geändert werden. Wenn dann noch ein Geschäftsführer bestellt worden ist, kann das neue Unternehmen grundsätzlich loslegen.

Der Vorteil beim Kauf einer sogenannten “Mantelgesellschaft” ist die Zeitersparnis. Da die Firma bereits gegründet und eingetragen ist, spart man sich wichtige Zeit, welche die Löwen aktuell nicht haben.

25.06.2017: TSV 1860 München gewinnt Winterlinger Südgipfel

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Daniel Bierofka
Daniel Bierofka, ehemaliger Spieler und Trainer des TSV 1860

Der “Schwarze Freitag” war noch nicht allzu lange her und seitdem gerade einmal drei Testspiele absolviert, als der TSV 1860 Ende Juni 2017 zum Winterlinger Südgipfel aufbrach. Dort gewannen die Löwen beide Partien und konnten den Turniersieg feiern.

Schwierige Sommerpause 2017

Was waren das für turbulente Zeiten in der Sommerpause 2017. Die Löwen waren soeben aus der 2. Bundesliga abgestiegen, die Lizenz für die 3. Liga war nicht erteilt bzw. beantragt worden und so fand sich Münchens große Liebe plötzlich in der Viertklassigkeit wieder. Man kennt es… Unter Hochdruck baute Trainer Daniel Bierofka rund um den Stamm der bisherigen Amateure eine neue Mannschaft auf. Die ersten Testspiele verliefen vielversprechend. Zum Auftakt gab es ein 7:0 beim FC Hertha München, gefolgt von einem 14:0 bei Eintracht München. Erst beim 0:0 beim SV Pullach folgte der erste Dämpfer.

TSV 1860 beim Winterlinger Südgipfel

Lange stand die Teilnahme der Löwen beim Turnier im Zollernalbkreis auf der Kippe, doch schlussendlich nahm der TSV 1860 doch am Winterlinger Südgipfel teil. Gut 600 Zuschauer wollten sich das nicht entgehen lassen und besuchten bereits die Halbfinalpartie gegen den FC Augsburg II. Deren Trainer Christian Wörns dürfte angesichts des Ergebnisses wenig begeistert gewesen sein. Am Ende stand ein klares 4:0 des TSV 1860 auf der Anzeigetafel. Helmbrecht hatte Sechzig in der 35. Minute in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel erhöhte der zur Pause eingewechselte Awata mit zwei Treffern auf 3:0. Den Schlusspunkt setzte Ugur Mustafa Türk in der 89. Minute per Elfmeter.

Finalsieg gegen VfB Stuttgart II

Im Endspiel trafen die Löwen auf die VfB Stuttgart II, der sich zuvor gegen den SV Heimstetten durchgesetzt hatte. Daniel Bierofka nutzte dabei die ganze Breite seines Kaders und wechselte zur Pause komplett durch. Zu diesem Zeitpunkt führte 1860 durch ein Tor von Nico Andermatt bereits mit 1:0. Felix Bachschmid machte kurz vor Schluss den Decken drauf und so hieß der Sieger beim Winterlinger Südgipfel 2017 TSV 1860 München.

Das Resümee des Trainers:

“Das war ein super Turnier für uns, denn wir sind auf Mannschaften getroffen, die auf Augenhöhe mit uns waren. Aus diesen Testspielen können wir einige Erkenntnisse ziehen.”

Die Aufstellung der Löwen

Trainer Daniel Bierofka ließ am 25.06.2017 folgende Spieler des TSV 1860 im Endspiel um den Winterlinger Südgipfel auflaufen.

1. Halbzeit:
Hiller – Weeger, Weber, Mauersberger, Jakob – Wein, Helmbrecht, Türk, Andermatt – Heinrich, Karger

2. Halbzeit:
Kretzschmar – Koch (54. Weeger), Aigner, Berzel, Köppel – Tempelmann, Bachschmid, Gebhart, Dressel – Gambos, Awata

Der bereits ausgewechselte Weeger wurde also für den verletzten Koch erneut eingewechselt.

Tore:
1:0 Andermatt (10.), 2:0 Bachschmid (84.)

sechzger.de Talk 267: Erster Test & Mitgliederversammlung

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Sommerpause? Gab’s für die Löwenfans in diesem Jahr nicht! Und entsprechend auch nicht für sechzger.de und den sechzger.de Talk. Normalerweise haben wir uns in den vergangenen Jahren in der fußballfreien Zeit gerne Themen jenseits der Löwen gewidmet. So z.B. im letzten Sommer mit einer Folge über den österreichischen Zweitligaaufsteiger Austria Salzburg oder auch mit einem wirklich interessanten Gespräch mit Christian Straßburger von MAGENTA Sport. Heuer war alles anders! Aber in der aktuellen Ausgabe unseres beliebten Podcasts rollt nun schon wieder der Ball und es geht unter anderem auch wieder einmal um ein Fußballspiel der ersten Mannschaft des TSV 1860. Sachen gibt’s! Und natürlich reden wir über die Mitgliederversammlung, die zwei Tage vor der Aufzeichnung der Sendung im Zenith stattfand. Moderator Christian ordnet diese beiden Ereignisse zusammen mit Peter, Leon und Stefan in der gebotenen Ausführlichkeit ein.

VfB Forstinning – TSV 1860

Endlich wieder Fußball! Nachdem im sechzger.de Talk 266 in der letzten Woche noch über den – relativ kurzfristig angekündigten – Trainingsauftakt der Löwen gesprochen wurde, fand dann am Samstag darauf gleich das erste Testspiel für die Spielzeit 2026/27 statt. Peter und Christian können von einem sehr gelungenen Saisonauftakt sprechen, da sie schon vormittags in lustiger Runde einen Badeweiher unweit des Forstinninger Fußballplatzes aufsuchten und entsprechend die Hitze während des späteren Spiels sehr gut und erfrischt ertragen konnten. Auch Leon war in Forstinning dabei und berichtet bereitwillig über seine Eindrücke vom 4:0 gegen den Landesligisten.

Mitgliederversammlung 2026

Alle vier im heutigen sechzger.de Talk beteiligten Protagonisten waren am Tag nach der Partie in Forstinning dann im Zenith im Münchner Norden mit dabei. Auch Stefan, für den das immerhin eine Anreise von über 2 Stunden bedeutet. Aber was tut man nicht alles, um die Geschicke des Lieblingsvereins mit zu gestalten… Chronologisch werden in diesem Talk 267 die Themen der MV abgearbeitet. Beginnend mit Gernots Mangs Rede, die alle vier Redakteure überzeugen konnte über die Verwaltungsrats-Nachwahl bis hin zu den beiden Abstimmungen über die Gründung zweier Gesellschaften (für Profifußball und Sechzgerstadion) wird hier diskutiert. Der VR-Kandidat Michael Graeter und sein hochpeinlicher Auftritt vor der versammelten Mitgliedergemeinde sind auch ein Thema. Das war so skandalös – da kommen wir leider nicht dran vorbei!

Ausblick in die nahe Zukunft

Alle Zuhörer*innen, die schon sehnsüchtig die Schnellraterunde powered by Thomas Spiesl vermissen, müssen wir leider noch ein wenig vertrösten. Unser Quizmaster hat diesbezüglich einmal eine kleine Verschnaufpause verdient! Die beliebten Fragen kehren zurück, wenn dann auch wieder der Pflichtspielbetrieb aufgenommen worden ist. Versprochen! Und was die in der Einleitung erwähnten allgemeinen (Fußball-)Themen jenseits des Löwen-Tagesgeschehens anbelangt, so haben wir ebenfalls gute Nachrichten: In der Regionalliga Bayern werden wir im Winter eine so elendig lange Winterpause zu überbrücken haben, sodass sich dann sicher die Möglichkeit bietet, das eine oder andere zeitlose Thema zu bearbeiten.

Der sechzger.de Talk 267 als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich gerne auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und über Eure Verbesserungsvorschläge.

DFB Pokal: TSV 1860 empfängt Holstein Kiel am Samstagabend

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Nächste drei Heimspiele restlos ausverkauft Faninformationen 1860

Anfang des Monats wurde die 1. Runde des DFB Pokals ausgelost, nun wurden die Paarungen auch fix terminiert. Demnach empfängt der TSV 1860 den KSV Holstein Kiel am 22.08.2026 um 18 Uhr im Grünwalder Stadion.

TSV 1860 empfängt Holstein Kiel am Samstagabend

Eröffnet wird der Pokalwettbewerb bereits am Freitag mit vier Partien, ehe am Samstag auch die Löwen ins Geschehen eingreifen. Um 18 Uhr erfolgt der Anpfiff an der Grünwalder Straße, wenn der TSV 1860 den Zweitligisten aus dem hohen Norden herausfordert.

Mit Ausnahme von zwei Spielen werden alle Begegnungen an besagtem Wochenende bis inklusive Montag ausgetragen. Nur der FC Bayern (beim VfL Osnabrück) und Borussia Dortmund (beim HEBC Hamburg) starten eine Woche später in den DFB Pokal, weil sie zuerst den Supercup ausspielen.

Titelbild: CR-Fotos

TSV 1860 e.V. wendet sich mit emotionalem Posting an die Fans

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1860

Am heutigen Mittwoch Nachmittag hat sich der TSV München von 1860 e.V. mit einem emotionalen Posting an alle Mitglieder und Fans der Löwen gewendet. Damit wird auf die gestern Abend angemeldete Insolvenz reagiert. Gerne dokumentieren wir das Posting im Wortlaut.

Aktuelles Posting des TSV 1860

UNSER VEREIN. UNSERE ZUKUNFT.

Liebe Löwinnen, liebe Löwen, was ab heute beginnt, wird nicht leicht. Doch die größten Stärken unseres Vereins sind Zusammenhalt, Solidarität und die Bereitschaft, füreinander einzustehen.

Wir tun alles dafür, unseren Verein auf ein gesundes Fundament zu stellen und eine nachhaltige, erfolgreiche Zukunft für den TSV München von 1860 e.V. aufzubauen. Jeder Schritt, den wir heute zusammen gehen, stärkt unseren Verein für die Zukunft.

Dafür brauchen wir euch: Glaubt an diesen Weg, verbreitet Zuversicht, tragt den Löwen mit Stolz, macht unser Wappen sichtbar, haltet zueinander, werdet Mitglied und überzeugt andere, Teil unserer Gemeinschaft zu werden.

Zusammen schaffen wir die Grundlage für die Zukunft UNSERES Vereins.

Keiner kümmert sich um Ismaiks Postings

Übrigens: Auch Hasan Ismaik bzw. die von ihm beauftragte PR-Agentur hat sich am heutigen Mittwoch Nachmittag mit einem Posting in den Sozialen Medien zu Wort gemeldet. Hier halten wir es aber, wie in den letzten Wochen: Als ehrenamtlich arbeitendes Fanportal können wir nur Dinge veröffentlichen, für die sich ein Redakteur zuständig fühlt und darüber hinaus auch bereit ist, seine Freizeit für das Erstellen eines Artikels zur Verfügung zu stellen. Bei den mitunter etwas wirren Einlassungen Ismaiks ist dies leider häufig nicht der Fall.

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Titelbild: TSV München von 1860 e.V.

Heimfall an die Stadt München? Die Zukunft der 114…

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Heimfall München 114

Die TSV 1860 München KGaA hat wie berichtet gestern Insolvenz angemeldet. Die ersten Folgen dieser Entscheidung haben wir bereits in einem Artikel für Euch zusammengefasst. In den nächsten Tagen wartet auf die Verantwortlichen jede Menge Arbeit. In den nächsten Tagen dürfte beispielsweise ein Insolvenzverwalter bestellt werden. Dieser wird dann von Geschäftsführer Manfred Paula in die Geschäftsstelle und die Arbeitsabläufe in der Verwaltung einführt. Im Hintergrund wird beim e.V. daran gearbeitet, die Gesellschaft für den Spielbetrieb, deren Gründung am Sonntag bei der Mitgliederversammlung mit überwältigender Mehrheit zugestimmt wurde, ins Leben zu rufen und schnellstmöglich die Rahmenbedingungen für einen Spielbetrieb zu schaffen.

Die Vertragslage aus dem Jahr 2001

Ein großes Thema ist dabei die Nutzung des Trainingsgeländes an der Grünwalder Straße 114. Der Grund gehört bekanntlich der Landeshauptstadt München und ist über einen Erbpachtvertrag an den TSV 1860 München e.V. vergeben. Dieser uns vorliegende Vertrag wurde am 12. Dezember 2001 zwischen der Landeshauptstadt München und dem TSV 1860 München e.V. unterschrieben. Er läuft bis 31.12.2050. Unterzeichnet wurde dieser vom damaligen Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser. Der Erbpachtzins beträgt jährlich 127.822,97 € oder vormalig 250.000 DM. Leider liegen uns keine genauen Unterlagen vor, in welcher Form die Nutzungserlaubnis vom e.V. an die KGaA übertragen wurde, in die 2002 die Abwicklung des Spielbetriebs ausgegliedert wurde. Dies ist für die weitere Betrachtung aber auch nicht grundsätzlich entscheidend.

Was ist ein Erbpachtvertrag

Ein Erbpachtvertrag ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien, der mit einer langen Laufzeit von zumeist 49 bis 99 Jahren geschlossen wird. Dabei überträgt der Eigentümer eines Grundstücks dem Erbpachtnehmer das Recht, das entsprechende Grundstück zu bebauen und zu nutzen. Der Grund selbst verbleibt aber im Eigentum des Verpächters. Im Gegenzug entrichtet der Erbpachtnehmer einen jährlichen Erbpachtzins. Der Erbpachtvertrag wird auch ins Grundbuch eingetragen. Nach Ablauf der Pachtphase kann der Vertrag entweder verlängert oder beendet werden, dann fällt das Grundstück zurück an den Eigentümer. Läuft der Vertrag aus, so spricht man juristisch von einem Heimfall.

Heimfall an die Stadt München?

Entscheidend für die jetzt eingetretene Situation der Insolvenz eines Erbpachtnehmers, dieser dürfte durch die uns nicht vorliegende Übertragungsurkunde aktuell die KGaA sein, ist der Heimfall eines Erbpachtobjekts. Der Heimfall bezeichnet die Übertragung eines Rechts auf den ursprünglichen Rechtsinhaber. Dies kann beispielsweise durch den Ablauf eines Erbpachtvertrags erfolgen, oder wie im aktuellen Fall durch die Insolvenz eines der beiden Vertragspartner.

Der Heimfall im Erbpachtvertrag

Für diesen Fall enthält der Erbpachtvertrag für das Trainingsgelände auf Seite 11 unter Paragraph 6 folgende Textpassage:

“Der Grundstückseigentümer kann die sofortige Übertragung des Erbbaurechts auf sich oder auf einen von ihm zu benennenden Dritten verlangen (Heimfall), wenn

1.) der Erbbauberechtigte seine Zahlungen einstellt, die Versicherung an Eides statt gemäß §807, Abs. 2 ZPO leistet, über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet oder letzteres mangels Masse eingestellt oder die Eröffnung dieses Verfahrens mangels Masse abgelehnt wird oder die Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung des Erbbaurechts angeordnet wird”

Die Zukunft der 114

Entsprechend kann und wird die Landeshauptstadt München nun wohl den Heimfall des Trainingsgeländes an der Grünwalder Straße 114 fordern und könnte die im Erbpachtvertrag ohnehin geregelten Nutzungsrechte dann auf einen von ihm zu benennenden Dritten übertragen. Dieser Dritte dürfte wohl der TSV 1860 München e.V. oder die in Gründung befindliche Spielbetriebsgesellschaft sein. Damit hätte der TSV 1860 e.V. schon einmal die rechtliche Grundlage, weiterhin alle Anlagen und Plätze am Trainingsgelände zu nutzen. Aber daran arbeiten die Verantwortlichen sicherlich ohnehin schon im Hintergrund.