Start Blog Seite 37

Nächster Kantersieg: Amas schlagen Erlbach 4:0

1
Nächster Kantersieg: Amas schlagen Erlbach 4:0

Die Löwen-Amateure marschieren in der Bayernliga weiter. Am Ostermontag feierten sie den dritten Kantersieg in Serie und schossen den Tabellenvierten vom SV Erlbach deutlich mit 4:0 ab. Erst am Gründonnerstag hatten die kleinen Löwen bei Türkspor Augsburg klar mit 4:0 gewonnen. Damit steht die Siegesserie der Sechzger bei inzwischen fünf Spielen und der Vorsprung auf den ersten Verfolger vom TSV Landsberg, der in Hauzenberg nur zu einem 1:1 kam, beträgt nun schon sechs Punkte.

Führung und Ampelkarte vor der Pause

Die Amas starteten gut ins Spitzenspiel gegen Erlbach und hatten im ersten Abschnitt mehr von der Partie. Eine gute halbe Stunde war gespielt, als Fabio Wagner die Hausherren mit 1:0 in Führung brachte. Dann schwächten sich die Erlbacher noch vor dem Seitenwechsel selbst. Ex-Löwe Yannick Seils, der bereits früh Gelb gesehen hatte, konnte mit der Ampelkarte bereits nach 45 Minuten unter der Dusche bleiben.

Löwen nutzen Überzahl clever aus

Im zweiten Durchgang ließen die Hausherren mit der Führung im Rücken und einem Mann mehr auf dem Feld das Spielgerät in den eigenen Reihen rotieren. Noch keine Stunde war auf der Uhr, als Arin Garza zum 2:0 traf und damit die Zeichen auf Sieg stellte. Die endgültige Entscheidung war dann gut zehn Minuten später der dritte Treffer, den Youngster Loris Husic markierte. Nach zahlreichen Wechsel auf beiden Seiten machte der eingewechselte Luis Pereira de Azambuja den 4:0-Heimsieg perfekt.

Nächste Top-Spiele vor der Brust

Am kommenden Wochenende können die Amas das Geschehen in der Bayernliga Süd gelassen verfolgen, sie sind spielfrei. Dann warten jedoch bereits die nächsten beiden Spitzenspiele gegen den Tabellendritten SV Kirchanschöring und den Zweiten vom TSV Landsberg. Dafür gilt es die starke Form der letzten Wochen zu konservieren.

Löwenrunde vor Cottbus: “Es gibt noch eine Chance”

0
Löwenrunde vor Cottbus: "Es gibt noch eine Chance"

Der TSV 1860 München ist bereits am morgigen Dienstag beim FC Energie Cottbus zu Gast. Das zweite Spiel der Englischen Woche beginnt um 18:60 Uhr. Bei der Löwenrunde vor dem Spiel in der Lausitz sagte Löwen-Trainer Markus Kauczinski: “Es gibt noch eine Chance, mit jedem Spiel das Du nicht gewinnst sinkt die Wahrscheinlichkeit natürlich”. Noch ist das Thema Aufstieg also nicht abgehakt bei den Sechzgern. Gut 1.000 Löwenfans werden die Mannschaft an die polnische Landesgrenze begleiten.

“Ordentlicher Auftritt” gegen Mannheim

“Wir wollten gewinnen, wir haben viel investiert und hatten sehr gute Phasen in unserem Spiel, wo wir mehr als ein Tor machen können”, sagte der Löwen-Coach zum letzten Heimspiel gegen den SV Waldhof Mannheim. “Insgesamt war es ein ordentlicher Auftritt mit spielerischen Phasen. Wir haben am Schluss versucht mit der Brechstange durchzukommen. Leider hat das zweite Tor gefehlt.”, sagte er weiter. Im Spiel nach vorne sah Kauczinski gegen Mannheim abgesehen von der Chancenverwertung einen “Schritt nach vorne”.

Jacobsen kehrt in Cottbus zurück

Zurück im Team ist bei den Löwen Jacobsen, der gegen Mannheim seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen hat. Er wird von Beginn an auf dem Platz stehen, wie der Trainer bei der Löwenrunde bestätigte. Ausfallen werden wie gehabt Deniz, Christiansen, Jakob, Verlaat und Dulic. Zudem sind Schifferl und Haugen angeschlagen. “Es gibt noch ein, zwei Sachen, die wir abklären müssen. Ich gehe bei beiden davon aus, dass es zum Spieltag funktionieren wird”, erläuterte der Sechzger-Trainer. Am Montagnachmittag flogen die Löwen in den Osten der Republik und werden morgen entsprechend ausgeruht in die Partie gehen.

Lob für Samu Althaus

“Er hat ein bisschen gebraucht, um sich rein zu finden. […] Man hat gesehen, was er am Ball kann. […] Es war ein guter erster Auftritt”, sagte der Trainer über Samu Althaus, der gegen Mannheim erstmals von Beginn an auf dem Feld gestanden hatte. Dennoch wird Jacobsen wohl für Althaus wieder in die Startelf rücken. “Ich bin mir noch nicht ganz im klaren”, sagte Kauczinski hinsichtlich weiterer Umstellungen aufgrund der englischen Woche.

“Entscheidend ist auf dem Platz”

Über mangelnde Vorbereitungszeit wollte sich der Löwen-Coach nicht beschweren. “Es ist wie es ist”, sagte Kauczinski und fügte an “entscheidend ist auf dem Platz”.
“Vielleicht gehen wir direkt offenes Visier”, ließ sich Kauczinski bezüglich der Ausrichtung seines Teams in der Lausitz noch nicht in die Karten schauen. Alles nach vorne ist also durchaus denkbar. “Sie sind spielerisch sehr stark, sehr aktionsschnell”, sagte er zum morgigen Gegner Energie Cottbus.

“Wir haben eine Chance”

“Wir haben eine Chance und haben uns diese Chance erarbeitet. Gestern haben wir uns zusammengesetzt, was jetzt passiert, was wir reinlegen müssen. Trotzdem müssen wir unsere Nerven im Griff haben und nicht wild spielen”, forderte der Löwen-Trainer vor dem zweiten Spiel binnen vier Tagen. “Ich rechne nicht unbedingt mit den ersten zwei Plätzen. Es werden noch welche schwächeln, aber es werden nicht alle schwächeln. Auch ein dritter Platz kann noch zum Aufstieg führen”, erklärte Kauczinski mit Blick in Richtung Tabellenspitze.

Verfolgt das Spiel bei uns im Live-Ticker

Morgen Abend müssen die Löwen also liefern und in Cottbus gewinnen, dann werden die Karten im Kampf um die ersten Plätze noch einmal neu gemischt. Verfolgen könnt ihr die Begegnung wie immer auf MagentaSport, oder noch besser bei uns im Live-Ticker, wo wir natürlich auch schon untertags von der Anreise berichten.

 

 

Faninformationen Energie Cottbus – TSV 1860 München

0

Die Löwenfans trotzen der – freundlich ausgedrückt – unglücklichen Terminierung eines Dienstagabends Spiel im knapp 600km entfernten Cottbus und machen sich wieder zahlreich per Bus, Auto und Bahn auf dem Weg um die Löwen zu unterstützen.

Für alle Auswärtsfahrer*innen, die in Cottbus live mit dabei sind, gibt es an dieser Stelle die wichtigsten Faninformationen. Auch auf der Homepage der Löwen sind sie verfügbar.

Faninformationen Energie Cottbus – TSV 1860 München

Tickets

Die Partie im Stadion der Freundschaft ist noch nicht ausverkauft. Für den Blöcke N (Steher) sowie S1 (Sitzer) sind noch Karten erhätlich. Kurzentschlossene können also noch an der Tageskasse oder im Online-Shop Tickets erwerben.

Anreise

Die Adresse für die Anfahrt lautet wie folgt: Am Eliaspark 1, 03042 Cottbus

Zugfahrer*innen werden von der Polizei von Cottbus Hauptbahnhof aus über den Stadtring zum Stadion begleitet. Der Fußweg dauert in etwa 20 Minuten.

Für PKW steht der Gästeparkplatz Parkplatz-Parzellenstraße zur Verfügung. Dieser kostet 5€. Von dort aus ist es ein kurzer Fußweg über den Stadtring zum Gästeeingang.

Fanbusse können direkt am Stadtring in umittelbarer Nähe zum Gästeeingang parken, nutzt dafür die selbe Anfahrt wie die PKW-Fahrer*innen.

Hinweise zum Stadionbesuch

Stadionöffnung ist um 17:30 Uhr. Vor Ort gibt es eine begrenzte Möglichkeit Taschen abzugeben, es wird aber empfohlen diese gleich im Auto oder Bus zu lassen. Bis zur Größe DIN A4 dürfen Taschen im Stadion mitgeführt werden. Im Stadion sind die üblichen Gegenstände verboten.

Im Stadion der Freundschaft kann sowohl mit Bargeld als auch mit Karte gezahlt werden. Es wird Vollbier ausgeschenkt.

Livestream und Liveticker

Das Spiel zwischen Energie Cottbus und dem TSV 1860 München wird nicht live im Free-TV ausgestrahlt. MagentaSport wird die Partie hingegen sowohl im Fernsehen als auch im Live-Stream übertragen.

Alle Spiele der 3. Liga können zudem bei onefootball einzeln abgerufen werden. In der App des Anbieters kann das Spiel für 4,99 € gekauft werden.

sechzger.de ist in Cottbus natürlich erneut live mit dabei und berichtet wie gewohnt bereits von der Anfahrt im Liveticker. Im Anschluss gibt es dann zahlreiche Bilder direkt aus dem Stadion. Wir wünschen allen Auswärtsfahrer*innen eine gute Reise!

Energie Cottbus – TSV 1860: Ergebnistipp Albion Vrenezi

0
Albion Vrenezi TSV 1860

Seit seiner Vertragsauflösung bei Viktoria Köln hat Albion Vrenezi zwar keinen neuen Verein in der 3. Liga gefunden, dem Fußball ist der in Planegg aufgewachsene Kosovare jedoch treu geblieben. Heute tippt der Ex-Löwe das Ergebnis der Partie Energie Cottbus gegen TSV 1860 München.

Albion Vrenezi tippt auf Remis in Cottbus

Selbstverständlich verfolgt Albion Vrenzei noch das Geschehen in der 3. Liga, auch wenn er selbst dort seit Sommer 2025 nicht mehr am Ball ist. Den Löwen traut er in der Lausitz einen Punktgewinn durchaus zu:

“Ich würde sagen, das gibt ein 1:1.
Das Tor macht Sigurd Haugen.”

Kommt uns vom Samstag her durchaus bekannt vor, oder?

Einst 2. Bundesliga, jetzt Icon League

51 Spiele absolvierte Vrenezi in der 2. Bundesliga, zudem stand er 146 Mal in der 3. Liga auf dem Platz. Der jetzt 32-Jährige wechselte im Sommer 2022 von Türkgücü München an die Grünwalder Straße. Beim TSV 1860 kam der offensive Mittelfeldspieler in der Liga insgesamt 61 Mal zum Einsatz und konnte im Trikot der Löwen sechs Tore erzielen sowie elf Vorlagen beisteuern.

Seit seiner Vertragsauflösung bei Viktoria Köln im Sommer 2025 hat sich für den Familienvater zwar auf dem Feld kein neues Engagement ergeben, dafür ist er seit einigen Wochen in der Icon League aktiv. Beim SC Bürgeramt spielt er u.a. mit Ex-Löwe Herbert Paul sowie weiteren ehemaligen Profis wie Daniel Brosinski, Niko Gießelmann oder dem neunmaligen deutschen Nationalspieler Marcel Halstenberg zusammen

Titelbild: CR Fotos

Wunschaufstellungen zu Energie Cottbus – TSV 1860 München

17
Tsv 1860 Trikot Wunschaufstellungen

Samuel Althaus wusste bei seinem Startelfdebüt zu gefallen, mit Thore Jacobsen ist ein eigentlicher Stammspieler nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre jedoch wieder einsatzbereit. Wer darf auf den Außenpositionen wirbeln, wer neben Sigurd Haugen stürmen? Wie sehen die Wunschaufstellungen der Redaktion für das Auswärtsspiel des TSV 1860 München beim FC Energie Cottbus aus?

Wunschaufstellungen zu Energie Cottbus – TSV 1860

Thomas Enn

Mit Sigurd Haugen als einziger Spitze im 3-4-2-1 will Thomas Enn in Cottbus zum Erfolg kommen. Neben Kevin Volland soll David Philipp den Norweger in Szene setzen. Thore Jacobsen kehrt in die Startelf zurück – allerdings nicht für, sondern neben Samuel Althaus. Mit Lasse Faßmann steht ein weiterer Spieler aus dem NLZ von Beginn an auf dem Platz.

Thomas Spiesl

Auch bei Thomas Spiesl steht Thore Jacobsen wieder in der Startelf und bildet zusammen mit Philipp Maier die Doppelsechs. Ansonsten vertraut unser Mann in der Löwenrunde der selben Mannschaft, die auch gegen Waldhof Mannheim zu Beginn auf dem Platz stand.

Stefan Kranzberg

Drei personelle Wechsel nimmt Stefan im Vergleich zu Samstag vor: Jacobsen rückt ins defensive Mittelfeld, Marvin Rittmüller soll über rechts für Schwung (und Aggressivität) sorgen und im Sturm bekommt Maximilian Wolfram eine weitere Chance, sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen.

Peter Gratz

Bei Peter bleibt Thore Jacobsen zunächst auf der Bank und Samuel Althaus folglich in der Startelf. Auch bei ihm darf Marvin Rittmüller den rechten Flügel beackern, während Justin Steinkötter neben Sigurd Haugen für Gefahr sorgen soll.

Deine Meinung ist gefragt!

Welche der aufgeführten Aufstellungen kommt deiner Wunschelf am nächsten? Oder hast du ganz andere Ideen? Wir sind gespannt auf deinen Vorschlag!

Grafiken: meineaufstellung.de

Vortrag: “Buenos Aires – Stadt der Stadien” im Bamboleo (16.04.)

1
Bombonera 17 Florian Haas Stadt der Stadien

18 Monate verbrachte Löwenfan Flo Haas in Argentinien und hat dort viel über Land, Leute und den dortigen Fußball gelernt. Am 16.04. berichtet er ab 18.60 Uhr im Bamboleo von seinen Erlebnissen. Was Euch in seinem Vortrag “Stadt der Stadien: Stadionprojekte in Buenos Aires und was wir von ihnen lernen können” erwartet, erläutert Euch Flo selber.

Buenos Aires: Stadt der Stadien

Nach eineinhalb Jahren bin ich zurück in meiner Heimat München-Giesing. Ich komme aus der wohl größten Fußballstadt der Welt: Buenos Aires. Einer Stadt, in der Fußball nicht nur gespielt, sondern gelebt wird: auf den Straßen, in den Vierteln und vor allem in ihren Stadien.

Über 40 Stadtstadien gibt es dort, verteilt über den gesamten 17 Millionen Einwohner-Großraum. Mehr als die Hälfte davon habe ich in dieser Zeit besucht. Große Namen, kleine Clubs, heruntergekommene Tribünen und moderne Anlagen, aber fast immer mit einer Gemeinsamkeit:

Das Stadion ist Teil, wenn nicht Zentrum des Viertels.

Eingebettet in den Alltag

In Buenos Aires stehen Stadien nicht isoliert irgendwo am Stadtrand. Sie sind eingebettet in den Alltag. Zwischen Wohnhäusern, kleinen Läden, Bars und Plätzen. Am Spieltag pulsiert das Viertel, aber auch unter der Woche bleiben viele dieser Orte lebendig. Einige Clubs entwickeln ihre Stadien gezielt weiter: als kulturelle Räume, als Treffpunkte, als Orte mit Gastronomie, Arbeitsplätzen oder sogar Bildungsangeboten. Andere schaffen es ganz selbstverständlich, durch ihre Struktur und Offenheit Teil des täglichen Lebens zu bleiben.

In meinem Vortrag möchte ich euch genau diese Perspektive näher bringen, besonders aus der Sicht der Fans. Wir schauen uns an, welche Probleme sich auch in Argentinien ergeben und welche Lösungen gefunden wurden. Für 100.000 aber auch für 30.000 Zuschauer.

Mehr als nur 90 Minuten Fußball

Ich erzähle von meinen Reisen durch die Stadt, von den Kurven, den Machtstrukturen und den Geschichten hinter den Stadien. Aber auch davon, welche Ideen, Konzepte und Entwicklungen dort gerade entstehen.

Und dann stellen wir uns gemeinsam die entscheidende Frage:

Was bedeutet das für uns in Giesing? Was können wir für das Sechzgerstadion daraus mitnehmen?

Denn wenn man eines aus Buenos Aires lernen kann, dann das:

Ein Stadion kann weit mehr sein als ein Ort für 90 Minuten Fußball.

Im Anschluss freue ich mich auf eine offene Diskussion, eure Gedanken und ein gemeinsames Gespräch. Wenn ihr euch schon vorher ein wenig bilden wollt, schaut doch auf meinem YouTube-Kanal grounded_fussball vorbei. Oder folgt mir auf Instagram woist_flo!

Ich freue mich auf euch
Flo

Gastbeitrag: Groundhopping Belgien & Luxemburg

0

Ende März machte sich unser Leser Peter von Oldenburg zum Groundhopping auf den Weg nach Belgien und Luxemburg. Insgesamt besuchte er dort drei Partien – und wurde beim KFC Amel mit einer sehenswerten Pyro-Show überrascht. Viel Spaß beim Lesen!

Groundhopping Belgien & Luxemburg

Wenn ich vorher hätte tippen sollen, bei welchem Spiel meiner Belgien/Luxemburg-Tour am meisten Pyro zum Einsatz kommt, ich hätte wohl auf das Nations League Playoff-Spiel gesetzt – und damit verloren.

Derby in der 7. Liga: KFC Amel – RFC St.Vith

Doch von Anfang an: Ich hatte schon vor einiger Zeit gehört, dass in Ostbelgien einige Dorfvereine eine kleine Szene haben, und so wollte ich mein Glück versuchen: beim Derby der Provenciale 2, KFC Amel gegen RFC St.Vith. Samstag, 20 Uhr. Am Vormittag des Spieltages schneite es noch ausgiebig in diesem hoch gelegenen Teil Belgiens (500-700 Höhenmeter). Ich war unsicher, ob dieses Duell der 7. belgischen Liga überhaupt stattfinden könnte – und wie es stattfand!

Vor dem Spiel stärkte ich mich bei einer örtlichen Fritture im kleinen Dorf, wo sich Teile der Szene “Commando Amel 05” ebenfalls eingefunden hatten. Nach dem Fußmarsch zum Sportplatz (Kapazität 1500) wärmte ich mich im Vereinsheim auf, das baulich geschickt über der kleinen Tribüne liegt und sogar Fensterplätze für die zarteren Gemüter bereithält.

Pyro in Ost-Belgien

45 Minuten vor Anpfiff kamen direkt vor meinem Fenster die Gästefans aus St. Vith an. Als ich das Vereinsheim kurz vor Anpfiff verließ, stellte ich fest: Die beiden Fanszenen haben sich nebeneinander platziert, um vom Dezibelplus des Tribünendachs zu profitieren. Ich kam kaum noch aus dem Haupteingang raus, so rappelvoll waren die Stufen. Sonst war der Platz nur von Stankett berandet. Auf der Gegengerade profitiert die Anlage von einem Naturhang, auf dem sich die zahlreichen Hopper eingefunden hatten. Hier genossen wir die wunderbare Perspektive bei sternenklarer Nacht auf die beiden Szenen, die ihre Mannschaften mit Pyro und Gesängen begrüßten.

Sportlich war es insofern interessant, als der Aufsteiger St. Vith aktuell Tabellenzweiter ist und den KFC Weywertz jagt (nur der Erste steigt auf). KFC Amel ist Tabellenneunter und sann auf Wiedergutmachung nach der 1:2-Hinspielniederlage. Das Spiel war hochklassig, wurde unter großem Einsatz geführt und vom Publikum gebannt verfolgt. RFC St. Vith war allerdings etwas überlegen und schoss folgerichtig das Führungstor. Die anschließende Druckphase der Hausherren blieb wirkungslos. Erst nach einem Platzverweis für Amel wegen Notbremse kurz vor Schluss war die Messe gelesen.

Bring our own beer in Amel

Auf den Rängen waren geschätzte 500 Personen, St. Vith brachte etwa 30 aktive Gästefans mit (“Büchelstadt Offenders” und die “Ultras St. Vith”), den KFC Amel unterstützten etwa 60 Ultras. Trotzdem konnten die Gäste das Duell um die Lautstärke knapp für sich entscheiden. Das Tor wurde mit einem Bengalo gefeiert, die beiden Szenen beschimpften sich konstant aufs Allerschönste. Die Stimmung blieb trotzdem friedlich, dabei sei zu erwähnen: Es gab keine Einlasskontrollen, keine Ordner, keine Polizei.

Die Kulinarik war wunderbar, neben ortsüblichem Jupiler und selbstgegrillten Burgern konnte man auch selbst einfach Bier mitbringen. Das Spiel war ein absolutes Highlight für mich. Ich kann nur empfehlen, die Augen nach Derbys in Ostbelgien offen zu halten!

Besuch beim Tabellenführer KFC Weywertz

Am Tag drauf habe ich dem Tabellenführer KFC Weywertz einen Besuch abgestattet. Hier war die zweite Mannschaft von Etoile Elsautoise zu Gast. Dieses Spiel fand vor den kreisligaüblichen 100 Fans statt. Das Stadion ist baulich vergleichbar mit Amel, wenn auch die Tribüne deutlich kleiner ausfällt. Daher haben sich die Ultras Weywertz (vermutlich) selbst eine kleine Tribüne gebaut, inklusive Bierversorgung. Dort fanden sich etwa 20 entspannte Anhänger*innen ein, die angesichts des uninteressanten Gegners den Sonntagnachmittag gemütlich plaudernd und biertrinkend verbrachten. Auch hier gibt es einen Naturhang auf der Gegengerade, der eine schön erhöhte Perspektive auf das Spiel bietet.

Das Spiel entschied der Tabellenführer relativ locker mit 4:0 für sich, die Jungspunde von Elsautoise waren einfach zu ungefährlich in des Gegners Hälfte. Die meisten Abschlüsse landeten in den hohen Fichten hinter dem Tor der Weywertzer.

Die Ligue Provinciale 2 C bleibt damit spannend, es wird nächste Saison sicher wieder ein Derby mit Ameler Beteiligung geben. Wie sich wohl der Aufsteiger in der Provinciale 1 schlägt und ob dort weitere Derbys zu erwarten sind?

Nations League in Luxemburg

Das dritte Spiel der Tour wartete im kleinen Nachbarland auf mich: Luxemburg gegen Malta, Rückspiel Nations League Play-Off. Ohne Gewähr: Da spielt der Tabellenvorletzte der C gegen den Zweiten der D, vergleichbar mit der Relegation in den deutschen Profiligen. Das Hinspiel hatte Luxemburg 2:0 für sich entschieden, trotzdem war das Stade de Luxembourg mit 9.100 Personen fast ausverkauft.

Heimfans erzählten mir vorab, wie wichtig das Duell sei, um die Chance auf künftige WM-/EM-Qualifikationen zu haben. Das geht nämlich für kleinere Nationen über die Nations League einfacher als über die klassische Quali. In den D-Gruppen gibt es keine direkten Quali-Plätze, in der C sehr wohl.

Ungefährdeter Sieg der “Rout Léiwen”

Das Stadion liegt am Stadtrand in einer unrealen Welt aus Bürokomplexen und Autobahnen, ist für sich aber architektonisch ganz gelungen: Die Außenhaut aus Metallpaneelen gibt dem kleinen Kasten einen eigenen Look, und die Nähe zum Feld und die gute Organisation machen den Besuch trotz allem ganz angenehm.

Das Spiel wurde von beiden Seiten offensiv geführt, aber Luxemburg konnte gefährlicher vor dem Tor werden und holte relativ ungefährdet einen 3:0-Sieg. Fantechnisch war weniger Stimmung geboten als in der belgischen 7. Liga, was sicher auch am etwas exotischen Gegner lag, der etwa 40 Fans auf seiner Seite hatte. Für den Gastgeber legte sich ein organisierter Block mit Zaunfahnen lautstark ins Zeug, ich schätze die Aktiven hier auf 150. Das Publikum feierte den frühzeitig feststehenden Erfolg mit zahlreichen La-Olas und gleichzeitigen Wechselgesängen. Die einzige Rauchentwicklung kam hier allerdings aus den Bratereien, in denen Hamburger-Patties nicht ganz fachmännisch zubereitet wurden.

Auf dem Weg zurück habe ich die belebte Innenstadt Luxemburgs durchquert, die spektakulär steile Passagen und tolle Panoramen bietet. In einer der urigen Altstadtbars konnte ich noch das Scheitern der Italiener in der WM-Quali sehen. Die Rückfahrt am nächsten Tag zog sich wegen unzähliger Baustellen und Schienenersatzverkehr zwar in die Länge, hielt aber malerische Momente und menschenleere Züge bereit. Ich freue mich darauf, Luxemburg mal im Liga-Alltag zu besuchen!

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine kurze Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand I
Groundhopping Thailand II
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien
Groundhopping Algerien
Groundhopping Türkei
Groundhopping Galicien (Teil I / Teil II)
Groundhopping Madrid (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ecuador (Teil I / Teil II)
Groundhopping Albanien I
Groundhopping Albanien II (Teil 1 / Teil 2)
Groundhopping Schweden (Teil I / Teil II)
Groundhopping Finnland
Groundhopping Norwegen
Groundhopping Litauen
Groundhopping Lettland
Groundhopping Kanada
Groundhopping Sri Lanka
Groundhopping Moldawien

Stimmen zum Spiel: TSV 1860 – Waldhof Mannheim

0
TSV 1860 SV Waldhof Mannheim Stimmen zum Spiel

In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute haben wir die Einschätzungen zum Unentschieden des TSV 1860 München gegen Waldhof Mannheim vom Samstag Nachmittag.

Stimmen zum Spiel TSV 1860 – Waldhof Mannheim

Peter Gratz (Redakteur sechzger.de):

Es ist wie verhext. Die Löwen spielen endlich gut, aber verlieren wie gegen Duisburg schon wieder extrem wichtige Punkte gegen einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte.
Mit Blick auf die weiteren Ergebnisse wird man sich vom Traum 2. Liga fürs erste wieder verabschieden müssen.
Isoliert betrachtet haben wir eine gute Partie der Sechzger gesehen, die offensiv um einiges inspirierter wirkten als noch gegen Regensburg. Speziell Samuel Althaus lieferte ein sehr erfreuliches Startelf Debüt in der 3. Liga ab. Leider wollte der Ball halt nicht so richtig ins Tor und auch der Schiedsrichter erschien nicht wie unser größter Freund.
Etwas ratlos lassen mich wieder einmal die Wechsel von Markus Kauczinski zurück. Zu spät, gefühlt (genau) die falschen Akteure und warum denn wieder nur dreimal?
Trotzdem war es eine Leistung auf die man aufbauen kann, nur läuft uns halt die Zeit davon.

Markus Kauczinski (in der PK nach dem Spiel):

Wir haben das Spiel bestimmt, Waldhof hatte aber immer wieder gute Umschaltmomente. In einem solchen bekommen wir das Gegentor.

Wir haben durch die Wechsel nochmals frischen Wind gebracht, Waldhof hat nur noch mit Mann und Maus verteidigt. Letztlich hatten wir genug Torchancen, um zu gewinnen. Das ist der einzige Vorwurf, den ich der Mannschaft machen muss. Für den Aufwand, den wir betrieben haben, ist ein Punkt zu wenig. In Zukunft werden wir uns für solche Leistungen belohnen müssen. Am Dienstag in Cottbus greifen wir wieder an

Dominik Heckmair (Verwaltungsratkandidat):

Ich habe ein gutes ausgeglichenes Drittliga Spiel gesehen, mit einer kämpferischen, couragierten Löwenmannschaft, der leider in den letzen fünf Minuten das Glück für ein zweites Tor gefehlt hat. An sich war es aber ein toller und stimmungsvoller Samstag auf Giesings Höhen.

Luc Holtz (Waldhof-Trainer in der PK nach dem Spiel):

Die Zuschauer haben ein gutes und intensives Spiel mit vielen Torchancen gesehen. Der Druck von 1860 wurde nach der Führung immer größer, für einen Sieg hätten wir aber unsere Konter sauber ausspielen müssen.

Kevin Volland (nach dem Spiel bei MagentaSport):

Wenn man so ein Spiel macht wie heute, so viele Chancen vor allem hat, dann musst du so ein Spiel auch ziehen. Es ist auch noch nicht vorbei, es sind noch sieben Spiele, aber wir müssen dann auch schon mal solche Spiele ummünzen in drei Punkte. Da haben wir zuhause jetzt fast paar Unentschieden zu viel geholt.

Wenn wir vielleicht ein bisschen früher das Tor machen, kommen wir vielleicht mit ein bisschen mehr Wucht am Ende, aber ja, die Art und Weise passt, wir haben alles reingehauen und gekämpft, ich glaub das ist die Grundlage die wir immer bringen müssen.

Norbert (Löwenfan extra aus Wien angereist):

Wieder mal ein sehr sympathischer Fußballnachmittag im Grünwalder Stadion, eine kleine Träne im Knopfloch, doch nur ein 1:1, aber auch die Wiener glauben dran, einmal Löwe immer Löwe, ihr werdst des packen, Alles Liebe!

Video- & Fotogalerie zu TSV 1860 – Waldhof Mannheim

0
Fotogalerie TSV 1860 Waldhof Mannheim

Mit einem 1:1 mussten sich die Löwen am gestrigen Samstag im Grünwalder Stadion begnügen und dürften somit die letzte Chance verpasst haben, doch noch in den Aufstiegskampf einzugreifen. In unseren Video- und Fotogalerie präsentieren wir Euch die schönsten Impressionen vom Heimspiel des TSV 1860 München gegen den SV Waldhof Mannheim.

Fotogalerie zu TSV 1860 – Waldhof Mannheim

Zum Vergrößern der Fotos bitte auf das jeweilige Vorschaubild klicken; die Aufnahmen werden dann auch schärfer dargestellt.

Gedenkminute für Karsten Wettberg

Weitere Bewegtbilder rund um den TSV 1860 findet Ihr auf dem sechzger.de YouTube-Kanal. Einfach abonnieren und immer auf dem neuesten Stand bleiben. Darüber hinaus könnt Ihr uns auch auf Instagram oder mittels der sechzger.de App (Android & iOS) folgen!

Ostermontags-Ausflug ans Trainingsgelände? Amas empfangen Erlbach

0
TSV 1860 München II FC Gundelfingen Bayernliga Süd 4 Spieltag 2025 26

Zu eher ungewohnter Anstoßzeit, am Montag Nachmittag um vier erwarten die Amas des TSV 1860 den SV Erlbach zum nächsten Kräftemessen in der Bayernliga Süd. Da es sich dabei um Ostermontag handelt und die Wetterprognose durchaus vielversprechend ist, bietet sich das Spiel vielleicht für den einen oder anderen Löwenfan für einen Ostermontagsausflug an.

Erste Saisonniederlage im Hinspiel

An das Hinspiel an einem Freitag Abend Ende September haben die Löwen keine besonders guten Erinnerungen: Nach dem fulminanten Saisonstart mit acht – teilweise sehr deutlichen und souverän herausgespielten – Siegen aus neun Spielen setzte es im Landkreis Altötting die erste Niederlage unter dem neuen Coach Alper Kayabunar, der das Ganze danach im Interview mit sechzger.de allerdings sehr sachlich einzuordnen wusste. Neben der durchaus unglücklichen Niederlage zog sich Kapitän Xaver Kiefersauer in diesem Spiel in der 42. Minute den Knöchelbruch zu, der ihn dann für über fünf Monate außer Gefecht setzte. Auch im vierten Gastspiel der U21 der Löwen in Erlbach, seit deren (Wieder-)Aufstieg in die Bayernliga Süd im Sommer 2022 blieben die Gastgeber gegen 1860 also ungeschlagen.

Heimbilanz gegen Erlbach sehr positiv

Anders sieht die Heimbilanz für die Amas gegen diesen Gegner aus, das bereits seit fast sieben Jahren von Johann Grabmeier trainiert wird. Nach zwei Siegen folgte im Sommer 2024 ein torloses Unentschieden. Eine gute Ausbeute gegen einen alljährlich starken Bayernligisten, der die vorletzte Saison als Tabellendritter und im Jahr zuvor sogar als Meister abschloss – damals allerdings auf einen Aufstieg in die Regionalliga aus organisatorischen und finanziellen Gründen verzichtete.

Jüngste Ergebnisse

Auch in der laufenden Spielzeit gehört der SVE zu den Spitzenteams der Liga und belegt mit aktuell 44 Punkten, was elf Zähler Rückstand auf Tabellenführer 1860 bedeutet, den vierten Platz. Am vergangenen Spieltag, an dem die Amas bekanntlich souverän mit 4:0 beim Kellerkind Türkspor Augsburg siegten, empfing Erlbach den FC Ismaning in der heimischen Holzbau Grübl Arena und behielt knapp mit 1:0 die Oberhand.

Demnächst spielfrei, dann zwei Spitzenspiele

Das Heimspiel gegen Erlbach ist eine gute Gelegenheit, den Junglöwen bei ihrem in der Regel sehr sehenswerten Treiben nochmal zuzuschauen, ehe sie am kommenden Wochenende das spielfreie Team der Bayernliga Süd sind und den ersten Verfolger Landsberg wohl wieder etwas näher in der Tabelle heranrücken lassen müssen. Allerdings ist der Vorsprung in den letzten beiden Runden auf vier Punkte angewachsen, nachdem die Landsberger zweimal nicht über ein Remis hinausgekommen waren. Am Donnerstag mussten sie beim TSV Kottern – nach eigener Führung – in der zweiten Halbzeit noch den Ausgleich hinnehmen.  Am Freitag, den 24. April, also in gut zwei Wochen kommt es dann zum “Showdown am Lech”, dem Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams der Liga. Und eine Woche vorher gastiert – ebenfalls am Freitag Abend – der nächste Verfolger, der SV Kirchanschöring an der Grünwalder Straße. Einiges los bei den Amas in den kommenden Wochen.