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20.07.2003: TSV 1860 feiert Sieg beim Peace Cup in Südkorea

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Peace Cup Südkorea TSV 1860 Club Nacional Montevideo

Vor gut zwei Jahren bestritt der TSV 1860 ein Testspiel gegen Newcastle United. Im Vorfeld gab es zum Teil heftige (und berechtigte) Kritik an der Partie, der Begriff Sportswashing hielt Einzug in den Löwen-Kosmos. Doch bereits vor 22 Jahren wäre diese Kritik gerechtfertigt gewesen, als der TSV 1860 am Peace Cup in Südkorea teilnahm.

Im Schatten der Vereinigungskirsche

Peace Cup – das klingt ja erstmal harmlos, oder? Tatsächlich verbarg sich hinter dem Wettbewerb jedoch die Sunmoon Peace Football Foundation, die sehr eng mit der Vereinigungskirche verbunden ist. Diese vermeintliche Kirche ist jedoch nichts anderes als eine Sekte. Laut einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs darf über diese gesagt werden,

  • die Vereinigungskirche sei eine kriminelle Vereinigung,
  • sie proklamiere ein faschistisches System,
  • mehrere junge Leute sind durch die Vereinigungskirche bis zum Selbstmord getrieben worden und
  • die Vereinigungskirche setzt Menschen einem Psychoterror aus.

Eine ehrenwerte Gesellschaft also… Nichtsdestotrotz lockte der Wettbewerb bei seinen fünf Austragungen einige namhafte Clubs aus aller Welt an. Zur Teilnehmerliste zählten u.a. Juventus Turin, Tottenham Hotspur, die Boca Juniors, Real Madrid, der HSV – und auch unsere Löwen.

Der TSV 1860 beim Peace Cup in Südkorea

Direkt zum ersten Turnier im Jahr 2003 wurde der TSV 1860 zum Peace Cup nach Südkorea eingetragen und in Gruppe B der PSV Eindhoven, Los Angeles Galaxy und Club Nacional Montevideo zugelost. Zum Auftakt trafen die Löwen dabei vor 32.000 Zuschauern in Busan auf die Niederländer und zogen mit 2:4 den Kürzeren. Während für die PSV u.a. Mateja Kezman und Arjen Robben trafen, netzten für Münchens große Liebe Markus Schroth und Francis Kioyo ein.

In der zweiten Begegnung trennten sich der TSV 1860 und LA Galaxy torlos, sodass eines hohen Sieges und eines entsprechenden Ergebnisses im Parallelspiel bedurfte, um doch noch ins Halbfinale einzuziehen.

Abschlusssieg gegen den Club Nacional

Gegner war der Club Nacional aus der uruguayischen Hauptstadt Montevideo. 15.000 Zuschauer hatten sich am 20.07.1993 im Munsu World Cup Stadium in Ulsan eingefunden, um die Partie zu verfolgen. Selbstverständlich war auch im fernen Asien eine Delegation Löwenfans vor Ort und machte sich akustisch und optisch bemerkbar.

Zumindest im dritten Vorrundenmatch hatte der TSV 1860 beim Peace Cup in Südkorea etwas zu feiern, denn Markus Schroth sorgte mit seinem Siegtreffer in der 55. Minute für einen versöhnlichen Turnierabschluss. Trotz zweier Platzverweise für den Gegner und einen für Danny Schwarz auf Seiten der Löwen blieb es beim knappen Sieg des TSV 1860, der seine Vorrundengruppe auf Platz 3 abschloss.

Im Finale setzte sich die PSV Eindhoven mit 1:0 gegen Olympique Lyon durch.

Die Aufstellung der Löwen

In der Vorrundenpartie gegen Club Nacional setzte Trainer Falko Götz auf folgendes Team des TSV 1860:

Lenz (46. Hofmann) – Görlitz, Hoffmann, Costa (46. Kurz), Saarinen – Cerny, Schwarz, Tyce, Pürk (82. Meyer) – Lauth (75. Kioyo), Schroth

Tor:
1:0 Schroth (65.)

Achtungserfolg: TSV 1860 München U17 schlägt Liverpool FC U18

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TSV 1860 München U17 Liverpool FC Testspiel In Weiler 1 0 19 07 2025

Die U17 des TSV 1860 München hat am Samstag einen Sieg im Testspiel gegen eine ältere Mannschaft des Liverpool FC gefeiert. Einziger Torschütze des Tages war Julius Peters bereits im ersten Durchgang. Trainer Peter Ulbricht zeigte sich nach den absolvierten 80 Minuten entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seines Teams.

Peters bringt die TSV 1860 U17 gegen Liverpool auf die Siegerstraße

Auf dem Hinweg nach Chur konnten die Löwenfans am heutigen Samstag direkt noch eine zweite Partie live vor Ort verfolgen. Die U17 des TSV 1860 München traf in Weiler (Allgäu) auf die U18 des Liverpool FC. Die Engländer absolvieren seit gut einer Woche ein Trainingslager vor Ort. Trainer Peter Ulbricht wollte ursprünglich mit Hinblick auf das morgige Testspiel gegen die U19 des SB Chiemgau Traunstein wenig Wechsel vornehmen, doch gegen diesen namhaften Gegner wollte natürlich jeder Spieler gerne auf dem Platz stehen.

Machte man sich als weiß-blauer Zuschauer vor Anpfiff noch Sorgen vor einer möglichen Klatsche – die Löwen waren alle Jahrgang 2009, Liverpool hingegen ein Mix aus 2007er und 2008er Spielern – wurde man nach Anpfiff recht schnell eines Besseren belehrt. Die U17 des TSV 1860 hielt gut mit und ging dann sogar auch noch in Führung. Julius Peters traf nach einer gespielten Viertelstunde zum 1:0 für die Löwen. Das Spieltempo war im ersten Durchgang allerdings zugegebenermaßen auch als moderat zu bezeichnen.

Nach dem Seitenwechsel tauschten die englischen Gäste komplett durch und hatten nach dem Wiederanpfiff ihre druckvollste Phase. Mit vereinten Kräften konnte der Ausgleich aber verhindert werden. Sechzig kam dann auch wieder besser in die Partie und hatte nun ebenfalls Möglichkeiten. Das 2:0 sollte allerdings nicht mehr fallen. Da in der Schlussphase noch einige Chancen von Liverpool entschärft werden konnten, blieb es schlussendlich beim knappen 1:0-Sieg für den TSV 1860.

Trainer Peter Ulbricht freute sich über den Erfolg, blickte aber auch bereits voraus auf die U17 Bundesliga. Der Auftakt gegen Hoffenheim habe es gleich in sich, die er für einen Top-Favoriten hält. Auch sonst sei die Liga mit Teams wie Nürnberg und Augsburg stark besetzt.

TSV 1860 München U17 Liverpool FC Testspiel In Weiler 1 0 19 07 2025 Mannschaftskreis Der Löwen

20.07.96: 1860 unterliegt KAMAZ Nabereschnyje Tschelny im Intertoto Cup

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Ticket 1860 Tschelny
Eintrittskarte vom 20.07.1996: TSV 1860 - KAMAZ Nabereschnyje Tschelny

1:2 bei Spartak Varna, 5:0 gegen LKS Lodz, 2:0 bei Kaucuk Opava – im Sommer 1996 waren die Löwen europäisch unterwegs. Am letzten Spieltag der Gruppenphase des UEFA Intertoto Cups empfing der TSV 1860 den russischen Vertreter KAMAZ Nabereschnyje Tschelny. Mit einem Sieg wären die Löwen in die KO-Runde des Wettbewerbs eingezogen, doch der Traum vom UEFA Cup platzte heute vor 29 Jahren durch eine unnötige Heimniederlage.

Der Traum von Europa

11.500 Zuschauer waren an diesem Samstag Nachmittag ins Grünwalder Stadion gekommen, um die Löwen siegen zu sehen. Mit einem Heimerfolg wäre man direkt ins Halbfinale des UEFA Intertoto Cups eingezogen. Der UEFA Cup war also zum Greifen nahe und nach der Galavorstellung gegen Lodz zwei Wochen zuvor war der Löwenanhang frohen Mutes. Die Gäste aus Russland waren (und sind) jedoch eine unbekannte Größe. Über den russischen Fußball abseits der Moskauer Großclubs war vor 29 Jahren noch recht wenig bekannt. Selbst von einzelnen Spielern aus Tschelny hatte man bei 1860 noch nie etwas gehört.

Wer aber Werner Lorant kennt, der weiß: Es gibt nur Vollgas! Und das versuchten die Löwen auch, bissen sich aber an der gut sortierten Abwehr der Gäste wiederholt die Zähne aus. Olaf Bodden, gegen Lodz noch vierfacher Torschütze, kam so gut wie gar nicht zur Geltung und so ging es torlos in die Kabinen.

TSV 1860 unterliegt Tschelny

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Der TSV 1860 im Vorwärtsgang, KAMAZ Nabereschnyje Tschelny souverän in der Defensive. In der 71. Minute setzten die Gäste aus Tatarstan dann zum Todesstoß an. Dzhishkariani sorgte mit dem 0:1 für die große Ernüchterung in Giesing, denn auch in der Folge fiel Münchens großer Liebe zu wenig ein, um etwas Zählbares auf die Anzeigetafel zu bringen.

Die Russen scheiterten im Halbfinale des UEFA Intertoto Cups übrigens am französischen Vertreter EA Guingamp, der sich später zusammen mit Silkeborg IF (Dänemark) und dem Karlsruher SC für den UEFA Cup qualifizierte.

Die Aufstellung der Löwen

Werner Lorant schickte gegen KAMAZ Nabereschnyje Tschelny folgende Mannschaft des TSV 1860 aufs Feld:

Meier – Trares, Schröder, Greilich, Walker – Cerny (46. Ernst), Schwabl, Nowak, Böhme – Bodden, Borimirov (61. Winkler)

Tor:
Dzhishkariani (71.)

Liveticker: FC Vaduz – TSV 1860 München (Testspiel)

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Liveticker Fc Vaduz Tsv 1860

Herzlich willkommen zum Liveticker mit dem Duell zwischen dem FC Vaduz und dem TSV 1860 München! Die beiden Teams treffen im Rahmen eines Vorbereitungsspiels in Chur (Schweiz) aufeinander.

Gegen einen 51-maligen Pokalsieger spielt mal nicht alle Tage – aber heute ist es so weit, wenn die Löwen in Chur auf den FC Vaduz trifft. Der Verein aus Liechtenstein spielt zwar im Schweizer Ligensystem (und dort derzeit zweitklassig), den nationalen Pokal im Fürstentum gewinnt der FCV jedoch fast jährlich. Bei 78 Austragungen stand Vaduz lediglich 15 Mal nicht im Endspiel, das letzte Finale wurde mit 3:2 gegen den FC Balzers gewonnen. Ein Wiedersehen gibt es heute mit Ex-Löwe Niki Lang, der kürzlich nach Liechtenstein wechselte.

0 1 Spielstand Auswärtsspiel TSV 1860 München Liveticker Sechzger.de

Aufstellung:
Vollath – Dulic (65. Schifferl), Verlaat (65. Reinthaler), Voet (65. Maier) – Danhof (65. Schröter), Christiansen (65. Wolfram), Jacobsen (65. Deniz), Pfeifer (65. Jakob) – Volland (65. Philipp) – Niederlechner (65. Steinkötter), Haugen (65. Hobsch)

Bank:
Bachmann (Tor), Kozuki, Althaus, Lippmann

Tore:
0:1 Niederlechner (31.)

 

Die Personalsituation

Es fehlen:
Miran Qela hat sich einen Finger gebrochen und kann daher vorerst nicht zum Einsatz kommen.

Wo könnt ihr das Spiel FC Vaduz – TSV 1860 München außer im Liveticker noch verfolgen?

Das Spiel in Chur wird – wie die Partien aus dem Trainingslager – von Löwen-TV im Streaming live übertragen. Die Kosten für das Einzelspiel liegen bei 2,99 EURO.

Vorberichterstattung bei sechzger.de

Giesinger Gedanken: Vernetzung und Schwarm-Intelligenz

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Giesinger Gedanken: Vernetzung und Schwarm-Intelligenz

Mit einem Ohrwurm bin ich heute morgen aufgewacht: “…erwacht aus einem Traum. Nur ein kurzer Augenblick dann kehrt die Nacht zurück”. Nur leider sind wir nicht Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann – sondern im Juli 2025 in Giesing.
Es fühlt sich inzwischen eher an wie ein Fiebertraum, was in den letzten Wochen rund um unsere Löwen passierte. Eine unglaubliche Aufbruchsstimmung, ein Top-Kader, Ismaik verkauft seine Anteile, der Deal läuft hinter verschlossenen Türen ab, eine reibungslose Mitgliederversammlung, die Führungsebene hält zusammen. Doch dann kam das große Erwachen: “Ismaik-Deal geplatzt” hieß es plötzlich am Freitagnachmittag in verschiedenen glauwürdigen Online-Medien. Auch für uns völlig überraschend – was grundsätzlich sehr positiv ist, wenn solche elementaren Informationen nicht immer vorab durchsickern.

“NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN”

Wir waren natürlich erst einmal perplex, die Nachricht vom geplatzten Ismaik-Deal erreichte uns an verschiedenen Orten: Auf dem Weg nach Kottern zu den Amateuren, am PC, am Fußball-Platz, im Supermarkt, …
So lief die Konversation (leicht gekürzt) in unserer WhatsApp-Gruppe ab:
“NEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN”
“Ruhe bewahren…”
“Aber wir vermelden in der Sache weiter nur Dinge, die fix sind, oder?!”
“Jetzt auch in der SZ – jetzt beginne ich mir Sorgen zu machen”
“Jetzt werden alle auf unsere Seite schauen, also sollte schon ein Artikel oder irgendwas anderes her.”

Ursachenforschung mit Schwarmintelligenz

Also haben wir das gemacht, was wir am besten können, unser Netzwerk durchforstet und wenig später trudelte eine Nachricht bei uns ein, deren Inhalt wir zu unserem Bericht mit der Spekulation über die falsche Kontonummer verarbeitet haben – Punkt für Punkt, mit dem Verweis darauf, dass wir die Informationen nicht verifizieren können.
Wir sind eine Gruppe mit knapp zehn aktiven Autoren, mit einer unglaublichen Vernetzung und mit dem was man in der Wissenschaft wohl Schwarmintelligenz nennt: Wir analysieren zusammen und wir entscheiden zusammen.

“DAS KANN ALLES NICHT WAHR SEIN!!!”

Im Wortlaut sieht das in unseren WhatsApp-Gruppen (wiederum leicht gekürzt) so aus:
“DAS KANN ALLES NICHT WAHR SEIN!!!”
“Also mein Bankprogramm zeigt mir eigentlich an wenn eine Kontonummer ungültig ist bei einer Überweisung… Sollen wir daraus was machen? Bzw. dürfen wir? Ist das verlässlich?”

“Ist das gesichert?”
“Spekulativ formulieren, aber ja würd ich sagen. Völlig unrealistisch aber mei”.
Auch wenn wir uns nicht immer einig sind, wir entscheiden demokratisch und stehen dann alle dahinter. Und wir haben entschieden: Wir bringen diesen Text.

Das Geld ist nicht geflossen – warum auch immer

Um eine falsche Kontonummer als Fehlerquelle auszuschließen braucht man keine Ausbildung zum Bänker. Abgesehen davon sind wir in der Redaktion eine heterogene Gruppe an Löwenfans mit jahrzehntelanger Berufserfahrung in verschiedensten Branchen. Überweisungen im zweistelligen Millionenbereich zwischen EU-Staaten und außerhalb der EU gehörten da auch schon mal zum Tätigkeitsfeld. Natürlich muss man sich einen Geldtransfer in Höhe von über 50 Millionen einer westlichen Währung von der Bank freigeben lassen, die Herkunft der Mittel wird geprüft und bei einem Zahlendreher könnte man auch per Telefon, Mail, oder Whatsapp nachfragen, wo der Fehler liegt. Aber Tatsache ist: Das Geld ist nicht geflossen und darum geht es.

Der Unterschied zwischen Satire und Berichterstattung

Einige Leser forderten in den Kommentaren unter dem Artikel, diesen als Satire zu kennzeichnen. Das haben wir bewusst nicht gemacht, weil es keine Satire ist oder war, sondern die Weitergabe einer Information aus gut informierten Kreisen. Es steht uns schlicht und einfach nicht zu, diese nach Belieben zu verfälschen oder zu kürzen. Auch wenn man weiß, dass Teile davon ziemlich unrealistisch sind, wie der Fehler mit der Kontonummer…

Alles Negative hat auch seine positiven Seiten

Ohne jetzt auf den letzten Drücker doch noch in die Namens-Spekulationen zum nicht mehr vorhandenen neuen Investor einsteigen zu wollen: Meistens hat alles Negative auch immer eine positive Seite. Was man so hört, könnte uns Folgendes nun erspart geblieben sein: Ein rechtsradikaler Rentner, der wegen nicht angemeldeter Parteispenden an die ostdeutschen Landesverbände der AfD in Millionenhöhe angeklagt ist oder ein unzuverlässiger deutscher Geldgeber aus der Schweiz, der mehrfach wegen Betrugs verurteilt wurde und schon so manchen Konzern in den Ruin geführt hat. Muss man nicht haben, oder?

Bei Ismaik wissen wir was wir kriegen

Dann lieber erst einmal weiter mit Hasan Isamaik, denn da wissen wir was wir haben und was wir kriegen – auch wenn das nicht immer das Beste für die Löwen ist und der Jordanier immer wieder für eine Überraschung gut ist. In diesem Sinne – erstmal positiv bleiben und nach vorne schauen! Der sensationelle Kader für die neue Spielzeit war nämlich kein Fiebertraum und bis zum Saisonstart sind es keine zwei Wochen mehr.

Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

 

4:1! Amas starten in Kottern fulminant in die neue Saison

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Während sich in der Heimat gestern Nachmittag die Ereignisse und Meldungen rund um den vermeintlichen Verkauf von Hasan Ismaiks Anteilen an der TSV 1860 KGaA überschlugen, machten sich die Amas auf den Weg nach Kottern, um dort die neue Bayernligasaison zu eröffnen. Und sie kamen – gänzlich unbeeindruckt vom wieder mal unglaublichen Wirbel rund um die Löwen – mit souverän herausgespielten drei Punkten und einem ersten deutlich gesetzten Ausrufezeichen zurück nach München.

Festprogramm in Kottern. Der Auftakt: Das Eröffnungsspiel der Bayernliga Süd

100 Jahre Fußball beim TSV 1874 Kottern

Volksfeststimmung in der ABT-Arena im Kemptener Ortsteil Durach. Ein großes Festzelt war hinter dem Tor aufgebaut worden und es herrschte beste Laune unter den rund 1.500 Besuchern, die dem offiziellen Auftaktspiel der Bayernliga Süd Saison in der 2025/26 beiwohnen durften. Der bfv hatte den Allgäuern den Ligaauftakt wohl auch aufgrund des an diesem Wochenende begangenen 100jährigen Geburtstags der Fußballabteilung des TSV zukommen lassen. Gerne wollten die Gastgeber den festlichen Rahmen nutzen und die Amas nach sieben Jahren wieder einmal besiegen. Zum Anpfiff gab es von Seiten der kleinen aktiven Fanszene in Kottern eine Geburtstagschoreografie inklusive zahlreicher roter und blauer Luftballons, die in den Allgäuer Vorabendhimmel schwebten. Anhänger des TSV 1860 waren im Stadion verhältnismäßig wenige anzutreffen. Saß der Schock über die Meldungen des Nachmittags zu tief? Schade, denn dieser Fußballabend hätte aus blauer Sicht durchaus mehr Zeitzeugen verdient gehabt.

Starke Löwen nach vorsichtigem Beginn

Die Junglöwen sollten sich an diesem Abend als echte Partycrasher entpuppen. Zwar wirkte das Team vom neuen Coach Alper Kaybunar anfangs noch ein wenig nervös und wollten dem hoch anlaufenden Gegner keinesfalls in die Falle gehen. Aber nach etwa zehn Minuten bekamen die Amas das Ruder immer mehr in die Hand. Den ersten Abschlussversuchen folgte in der 18. Minute die erste Auswechslung: Für Noah Klose, der sich in einem Zweikampf verletzt hatte, kam Sandro Porta ins Spiel. Die Nummer 77, was für den Berichterstatter noch Folgen haben sollte. Jener Porta war es dann, der vier Minuten später mit einem Foulelfmeter am Kotterner Torhüter scheiterte.

Der erste Elfer für die Löwen – leider nicht drin

Zweiter Elfer ist drin!

Elf Minuten und zwei gute Chancen hüben wie drüben später, bei denen sich die Torhüter jeweils auszeichnen konnten, erfolgte der nächste Elfmeterpfiff für 1860. Diesmal durfte sich Cristian Leone (mit der Rückennummer 17) versuchen. Für den Verfasser dieser Zeilen war bis zum Interview mit dem Löwendompteur (siehe unten) erneut Sandro Porta am Elfmeterpunkt aktiv. Die “17” und die “77” sind bei den neuen Löwentrikot wirklich schwer auseinanderzuhalten…Wie dem auch sei. Leone machte seine Sache vom Punkt aus besser, versenkte die Kugel links unten im Tor und die Amas lagen in Führung. Vier Minuten später konnte dann der Unglücksrabe des ersten Elfers (mit der Nummer 77) seinen Fehlschuss ausbügeln. Am Fünfmeterraum wurde er – mit dem Rücken zum Tor – präzise angespielt und schloss mit einer geschickten Körperdrehung unhaltbar für den Keeper der Gastgeber ins kurze Eck ab.

Löwen machen in Abschnitt zwei den Sack zu

Nach dem Seitenwechsel ging das Spiel ähnlich, wie im zweiten Teil der ersten Halbzeit weiter. Kottern bemühte sich, kam auch gelegentlich vor das Löwentor, doch spätestens  Paul Bachmann konnte die Versuche der Algäuer vereiteln. Die Löwen waren gestern insgesamt einfach zu stark für die Gastgeber. In der 65. Minute machte Sechzig nach einem Konter den Deckel drauf. Xaver Kiefersauer schloss aus kurzer Distanz ab, nachdem er zuvor noch einen Abwehrspieler der Gastgeber genarrt hatte. Den vierten und letzten Löwenstreich besorgte zehn Minuten später Lasse Faßmann mit einem Flachschuss aus rund elf Metern nach einer Ecke, die zuvor nicht geklärt werden konnte.

Seltene Szene: Chance für Kottern nach einer Ecke

 

Ehrentreffer für Kottern ärgert Kaybunar

Dass die Gastgeber in der Schlußphase dann noch zum Ehrentreffer kamen, ärgerte den ehrgeizigen Coach, wie er im Interview mit sechzger.de (siehe unten) nach dem Spiel verriet. Dass die von seinen Spielern im Jubelkreis schon geforderten, vom Trainer aber verweigerten zwei freien Tage allerdings im Sinne einer Bestrafung für diesen einzigen Schönheitsfehler eines ansonsten perfekten Saisonauftakts zu werten sind, wird hier nicht bestätigt.

Jubel im Kreis nach einem souveränen 4:1

Als Tabellenführer am Freitag gegen Geretsried?

Die Amas sind mit diesem fulminanten Saisonauftakt in Kottern vielleicht direkt der erste Tabellenführer der neuen Saison. Das entscheidet sich am Dienstag Abend, wenn mit der Partie des Aufsteigers Sporfreunde Schwaig gegen den TSV Landsberg der erste Spieltag abgeschlossen wird. Für die Löwen geht es schon am Freitag Abend um 18.60 Uhr unter dem Flutlicht von Platz 5 auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 um die nächsten Punkte. Zu Gast ist dann der Aufsteiger TuS Geretsried.

So schaut’s aus: Das 1860 Heimtrikot 2025/26

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Ist das der Stoff, in dem die Löwen im kommenden Mai den Traum all ihrer Fans erfüllen? Beim Fanfest des TSV 1860 am Sonntag auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße wird das von den Anhängern mit großer Spannung erwartete 1860 Heimtrikot für die kommende Spielzeit 2025/26 in der 3. Liga präsentiert. Es zeigt weiße und blaue Längsstreifen. Das Trikot wurde wie schon so oft zwei Tage vor der offiziellen Vorstellung geleakt.

Auswärtstrikot schon seit gut zwei Wochen bekannt

Dieses Dress werden Kevin Volland & Co. also bei den Heimspielen auf Giesings Höhen tragen. Während – je nach Bekleidung des jeweiligen Gegners – an fremden Plätzen zumeist das dunkelblaue Leibchen zum Einsatz kommen wird. Dieses wurde schon vor gut zwei Wochen beim Testspiel in Bamberg präsentiert. Das dritte, sogenannte Ausweichtrikot, das in den vergangenen Jahren durchaus mit innovativen und interessanten Designs aufzuwarten wusste, wird nach Angaben des TSV 1860 “Anfang August” präsentiert. Wann dies genau der Fall sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt.

Begleitung durch Social Media

Wie mittlerweile bei vielen Vereinen – insbesondere jenen mit großer Fan- und Trikotkäuferbasis – üblich, wurde die Präsentation des neuen Löwengewands aktiv auf Social Media begleitet. So war auf dem offiziellen Instagram-Kanal der KGaA bereits am Mittwoch Abend ein kurzes Video zu sehen. In diesem Video wurd einem Mitglied der Italo-Schlager-Band Abbrunzati-Boys, das sich im Biergarten des Löwenstüberls aufhält, ein blaues Päckchen zugestellt. In dem aller Wahrscheinlichkeit nach das neue Dress steckt. Die am Ende des ersten Clips angekündigte Fortsetzung wird wohl morgen veröffentlicht. Verantwortlich für dieses Begleitkonzept zur Trikotpräsentation ist übrigens die Münchner Werbe- und Kreativagentur DESATIV.

Geschmacksfragen zum 1860 Heimtrikot

Ob das neue 1860 Heimtrikot, aber auch das schon länger bekannte Auswärtsdress für die neue Saison den Fans nun gefällt oder nicht? Das ist alljährlich Teil intensiver Diskussionen unter den Anhängern. Ist halt am Ende des Tages immer auch Geschmacksache… In unserem sechzger.de Live-Talk am 28. Juli im Bamboleo werden sich die vier Protagonisten Jan, Peter, Thomas und Christian auf dem Podium übrigens ganz ausführlich mit einer Stilkritik an der neuen Arbeitskleidung der Löwenkicker beschäftigen. Und vielleicht sogar ein bisschen darüber streiten.

Scheiterte der Ismaik-Deal an einer falschen Kontonummer?

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Hasan Ismaik TSV 1860
Bild: Anne Wild

Die Ereignisse rund um den TSV 1860 München überschlugen sich am Freitagnachmittag mal wieder. Zuerst vermeldeten es diverse Zeitungen, darunter die Süddeutsche Zeitung, dann folgte der Post von Hasan Ismaik: Der Deal mit dem schweizer Investor, der die Anteile des Jordaniers übernehmen wollte, ist geplatzt. Unser Fanportal Sechzger.de hatte sich in den letzten Tagen bewusst aus den Spekulationen herausgehalten, um welchen Investor aus der Schweiz es sich dabei handeln könnte. Nun wurden uns aber brisante Informationen zugespielt, woran der Deal gescheitert sein soll.

Die Ereignisse von Beginn an im Zeitraffer

Nicht nur unsere redaktionsinternen Whatsapp-Gruppen glühten, als die erste Meldungen über das Scheitern des Deals an die Öffentlichkeit kamen. Viel wurde unter den Löwenfans spekuliert, was die Gründe für das Scheitern des bereits als fix vermeldeten Deals sein könnten. Dann erreichte uns über Fanclubs-Kreise eine brisante Nachricht aus für gewöhnlich bestens unterrichteten Kreisen. Verifizieren können wir diese Informationen bislang nicht, aber allzu abwegig ist bei Münchens großer Liebe bekanntlich nichts. Darin werden alle Vorkommnisse der letzten Wochen chronologisch aufgelistet.

Kaufpreis angeblich bei 57 Millionen Euro

In der Nachricht wird bestätigt, dass es eine Investorensuche und mehrere Interessenten gab. Das Höchstgebot lag angeblich bei 57 Millionen. Die Verträge wurden unterschrieben und sowohl die KGaA als auch die HAM veröffentlichten, dass Ismaik seine Anteile abgeben werde. Details wurden aber nicht genannt. In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des e.V. wird die Bekanntgabe (im Nachhinein wohl zurecht) als verfrüht kritisiert. Es folgte die Mitgliederversammlung.

Scheiterte der Deal an einer falschen Kontonummer?

Der Investor hatte laut den uns vorliegenden Informationen drei Tage Zeit, um den Kaufpreis zu überweisen und wollte dies auch tun. Aber, man höre und staune, die verwendete Kontonummer war falsch. Wie das in Zeiten von SEPA möglich sein kann ist uns auch ein Rätsel, vielleicht gab es auch Probleme bei der Ausführung einer Transaktion in dieser Höhe, jedenfalls floss kein Geld und die Frist verstrich. So jedenfalls besagen es die Infos unserer Quelle.

Vertragsstrafe oder Nachverhandlungen?

Möglicherweise könnte sogar eine Vertragsstrafe fällig werden. In seinem Post auf Social Media bezichtig Ismaik jedenfalls die ausgeschiedenen Präsidiums-Mitglieder Robert Reisinger und Karl-Christian Bay der Lüge. Weshalb genau er das tut, ist für uns absolut nicht nachvollziehbar und sehr rätselhaft. Aber auch das verwundert im Grunde wenig.

 

Eigentlich unglaublich, oder…?

Wie mehrmals erwähnt, sind diese Informationen aus gut unterrichteten Kreisen NICHT VERIFIZIERT und klingen mehr als nur unglaublich. Aber wer die Löwen über lange Zeit verfolgt, der weiß dass nichts unmöglich ist, und wen würde es überraschen, wenn so ein Deal wirklich an einer falschen Kontonummer scheitert. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht…

Wie geht es weiter?

Das ist eine Frage die wohl zum jetzigen Zeitpunkt niemand beantworten kann, an dieser Stelle sei auf jeden Fall auf den letzten Absatz aus der Pressemitteilung des e.V. verwiesen, die durchaus treffend ist:

Liebe Löwinnen und Löwen, die jüngsten Ereignisse haben keinen Einfluss auf den sportlichen Bereich. Wir haben nach wie vor eine erfolgshungrige und hervorragend aufgestellte erste Mannschaft, die es zu unterstützen gilt. Lasst uns also die Aufbruchstimmung im Verein weiterleben und die Mannschaft spüren, dass wir bedingungslos hinter ihr stehen.”

Groundhopping Norwegen: Frederikstad – Rosenborg Trondheim

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Groundhopping Norwegen Frederikstad FK Rosenborg Trondheim

Sommerpause bei den Löwen heißt entweder kein Fußball für ein paar Wochen, alternativ Zeit für andere Mannschaften in der Relegation oder sogar anderen Ländern. sechzger.de-Redakteur Jan plante rund um das schwedische Pokalfinale gleich eine ganze Tour und berichtet davon in mehreren Artikeln. Nach Stops in Litauen, Lettland, Finnland und Schweden ging es für ihn weiter nach Oslo in Norwegen.

Erste Liga in Norwegen: Frederikstad – Trondheim

Spiele in fünf verschiedenen Ländern innerhalb weniger Tage mit vergleichsweise wenig Aufwand, teils gleichen Währungen, unkomplizierten (Ein)Reisen – auf solchen Touren fällt einem erst wieder so richtig auf, welch großartige Vorzüge es haben kann in Europa zu wohnen. Damit ist auch der Fußball gemeint – wo kriegt man schon innerhalb so kurzer Reisezeitspannen so viele verschiedene Eindrücke?

Weiter ging es für mich nach dem Stockholm-Aufenthalt in Norwegen- ebenfalls ein Land, wo ich zuvor noch nie gewesen bin. Die letzte Flugreise (zurück ging es dann mit der Bahn) führte mich nach Oslo. Dort traf ich auf Maxi, fortan ging es also zu zweit bei der Reise weiter. Er war schon öfter in der norwegischen Hauptstadt und konnte mir daher die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigen. Leider regnete es fast den ganzen Tag, sodass wir ordentlich geduscht wurden. Zusätzlich wirkt eine Stadt im Regen in der Erinnerung natürlich nicht ganz so schön wie bei besserem Wetter. In Erinnerung blieben unter anderem der schlichte Königspalast und die zahlreichen Maßnahmen, die in Oslo momentan umgesetzt werden. Entweder erblickt man bereits teils komplett neu gestaltete Viertel oder es wimmelt von Baustellen. Mit dem Fund von Öl hielt der Reichtum in Norwegen Einzug.

Königliches Schloss Oslo

Blick Auf Einen Hafen In Oslo Bei Regen

Überraschende Qualität beim Mädchen-Fußball

Am Abend sollte zunächst ein Amateur-Spiel das Ziel der Wahl sein, bevor dann an Tag zwei Erstliga-Fußball angesagt war. Nach kurzer Recherche fanden wir aber zusätzlich noch heraus, dass davor eine U14 Mädchen-Mannschaft in einem Erstliga-Stadion (!) in der Nähe spielen sollte. Da das Wetter ohnehin wie beschrieben bescheiden war, wollten wir uns die Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen.

Also ging es zu KFUM Oslo, malerisch auf einer riesigen Grünfläche mit diversen Sportanlagen gelegen fanden wir das Stadion auch direkt. Die Spieler laufen hier in der ersten Liga von den Kabinen über einen Zebrastreifen ins Stadion ein – hier ist die Welt noch okay. Tatsächlich erblickten wir auch die im Plan gefundene Mädchen-Mannschaft – da in diesen Regionen oft auf Kunstrasen gespielt, ist die Mehrfachbelastung für das Geläuf kein Problem. Was wir dann da zu sehen bekamen, war definitiv nicht von schlechten Eltern. Taktisches Verständnis, Ballgefühl und Schusskraft: das sah schon alles gar nicht verkehrt aus. Die Pressetribüne war ebenfalls ein Highlight – wohlgemerkt in einem Erstliga-Stadion!

Pressetribüne KFUM Oslo Erste Liga Norwegen

Danach ging es zur Partie FK Union Carl Berner gegen Follo FK 2. Die Spielstätte mit einem Ausbau über eine gesamte Längsseite des Feldes wird auch für Football genutzt und liegt im Stadtteil Valerenga. Direkt neben dem Areal findet man die Eishalle, das neue Erstliga-Stadion ist hingegen ein paar Kilometer weiter angesiedelt. Die Gastgeber siegten mit 2:0 und der Regen hatte dankenswerterweise aufgehört. Nach einem überteuerten, aber leckeren Bier ging es für uns ins Hotel.

FK Union Carl Berner Gegen Follo FK 2

Holmenkollen als Highlight

Sechzger.de Aufkleber Am Holmenkollen In Oslo

Das Wetter für den nächsten Tag war deutlich besser angesagt – und wir wurden nicht enttäuscht. Sonnenstrahlen erblickten wir bereits beim Aufstehen, was perfekt für unseren Plan war. Denn nach dem Frühstück ging es mit der Metro in Richtung Holmenkollen. Schon von unten war die gewaltige Skisprungschanze sowie die darum liegende Anlage mit Biathlon-Strecke ein toller Anblick. Nach einem Besuch im Ski-Museum (der Eintritt ist kombiniert mit der Auffahrt auf die Schanze) ging es mit dem Aufzug ganz nach oben, wo sich im Winter die Skispringer hinunterstürzen. Der Ausblick auf die gesamte Anlage sowie insbesondere auf Oslo und die Fjorde war ein absoluter Traum. Wer nach Oslo fährt, sollte unbedingt zum Holmenkollen fahren!

Holmenkollen Oslo Skisprungschanze Blick Auf Die Stadt Und Fjord

Zurück in der Stadt ging es noch kurz zum Opernhaus, das so gebaut wurde, dass man darauf laufen kann. Da allerdings weißer Marmor genutzt wurde, ist es bei Regen schnell rutschig und das Betreten ist dann oft untersagt. Mit dem Regionalzug ging es anschließend Richtung Süden nach Frederikstad, wo abends Rosenborg Trondheim gastieren sollte. Bei dieser Fahrt hatten wir in insgesamt elf Tagen Reise die einzige Verspätung zu beklagen. 40 Minuten waren es schlussendlich mehr wegen einem Brand an der Strecke, ansonsten klappte alles reibungslos.

Fehlende Schließfächer in Frederikstad

Da wir nach der Partie mit dem Nachtbus weiterreisen wollten, hatten wir unser Gepäck mit dabei. Die vorab recherchierte Information, dass es in Frederikstad Schließfächer am Bahnhof gibt, stimmte leider nicht. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Angestellten einer Bar, die außen am Stadion zu finden ist, durften wir unsere Sachen dort unterstellen und es konnte losgehen. Unsere Plätze waren in der Nähe des Gästeblocks und aus Trondheim (7,5 Stunden Fahrt) fanden sich einige hundert Fans dort ein. Dürfte auch am Feiertag danach gelegen haben, war aber dennoch und insbesondere für norwegische Verhältnisse stark. Überhaupt war das Stadion insgesamt gut gefüllt (9528 Zuschauer), die Heimseite leitete die Partie mit angemeldeter Pyro ein. Zitat aus der offiziellen Spieltagsinformation des Vereins:

Info zu Pyrotechnik / Sichere Rahmenbedingungen

Bei diesem Spiel haben wir die Genehmigung für den Einsatz von Pyrotechnik in Reihe 1 und 2 der Stehplätze innerhalb folgender Rahmenbedingungen erhalten:

  • Über 18 Jahre alt, nüchtern, absolvierte Schulung im sicheren Gebrauch und identifizierbar (d. h. nicht maskiert).
  • Die Abgabe muss in Absprache mit dem Fanbeauftragten (SLO) erfolgen.

Auf dem Heimstehplatz „Sørsia“ wird es beim Einlauf der Mannschaften sowie bei Toren Rauch/Fackeln geben. Wir bitten alle, Rücksicht zu nehmen!

Während man die Fanszenen in Schweden als stärker einschätzen muss, ist es beim Geschehen auf dem Platz genau andersherum. Das war durchaus ansehnlich, was beide Mannschaften da fabrizierten und deutlich lebendiger als der Standfußball in Schweden. Aber auch der Support im Gästeblock war nicht verkehrt. Von der Heimseite bekamen wir aufgrund der Entfernung nur selten etwas mit. Das Stadion konnte bei mir Pluspunkte sammeln, es hatte einen Hauch von den älteren Spielstätten in England. Insbesondere das Dach der Gegengerade sorgte für dieses Gefühl. Rosenborg konnte mit einem 2:0 die drei Punkte entführen. Das Team feierte den Sieg nach Schlusspfiff ausgiebig mit den mitgereisten Fans. Einige von ihnen waren nach dem späten, zweiten Treffer vor Freude fast auf das Spielfeld gehüpft. Die Folgen übrigens: keine. Freundlicher Handshake mit den Ordnern, die diese Aktion verhinderten und alles war gut. So kann es also auch gehen.

Frederikstad FK Rosenborg Trondheim Blick Auf Den Gästeblock

Als kleines Dankeschön an die Bar für die Lagerung unseres Gepäcks tranken wir noch ein Bier an der Bar für schlanke 13€. Das wird wahrscheinlich für lange Zeit mein teuerstes Bier bleiben… Um die Zeit bis zum Nachtbus noch etwas zu überbrücken, schlenderten wir durch die kleine Innenstadt von Frederikstad. An einem Fluss gelegen sah das schon sehr nach idyllischer Kleinstadt aus. Pünktlich ging es dann los in Richtung Malmö, wo am nächsten Tag das eigentliche Ziel der Tour auf uns wartete: das schwedische Pokalfinale.

Groundhopping auf sechzger.de

In den letzten Monaten erschienen bereits einige Groundhopping-Artikel auf sechzger.de. Hier eine Übersicht:

Groundhopping Rumänien
Groundhopping Mazedonien bzw. Nordmazedonien
Groundhopping Armenien
Groundhopping Thailand (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ukraine
Groundhopping Kuba
Groundhopping Montenegro
Groundhopping Indien
Groundhopping Kirgisistan
Groundhopping Saudi-Arabien
Groundhopping Antarktis (Südgeorgien)
Groundhopping Kolumbien
Groundhopping Indonesien
Groundhopping Laos
Groundhopping Georgien
Groundhopping Sansibar
Groundhopping Moldawien/Transnistrien
Groundhopping Nordkorea
Groundhopping Bulgarien
Groundhopping Senegal
Groundhopping Gambia
Groundhopping Guinea-Bissau
Groundhopping Frankreich
Groundhopping Kosovo & Nordmazedonien
Groundhopping Bosnien
Groundhopping Taiwan
Groundhopping Tunesien
Groundhopping Algerien
Groundhopping Türkei
Groundhopping Galicien (Teil I / Teil II)
Groundhopping Madrid (Teil I / Teil II)
Groundhopping Ecuador (Teil I / Teil II)
Groundhopping Albanien

Deal geplatzt? SZ zitiert Email von Ismaik

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Ismaik-Interview: "Zahle das Geld uns sei still"

Ich werde mit dem Verein weitermachen und mich bald mit dem Präsidenten und seinen Stellvertretern treffen, um den Plan für die nächste Saison, das Stadion und die Turnhalle zu besprechen. Alles, was ich den Fans von 1860 sagen möchte, ist, dass Reisinger und Karl Christian Bay alle belogen haben.

Mit diesem Zitat von 1860-Gesellschafter Hasan Ismaik, das die Süddeutsche Zeitung am Freitag Nachmittag um 15.13 Uhr veröffentlichte, scheint der erst vor knapp zwei Wochen vermeldete Abschied Ismaiks vom TSV 1860 geplatzt zu sein.

Ismaik stoppt Verkaufsprozess

In den Sozialen Medien schreibt Ismaik:

Liebe Löwen-Fans,

ich habe eine wichtige Nachricht für euch: Ich bleibe bei 1860 München.

Ich habe immer betont, dass ich meine Anteile nur in verlässliche und verantwortungsvolle Hände geben werde. Nachdem ich mich intensiv mit der aktuellen Situation beschäftigt habe, musste ich feststellen: Ein Rückzug meinerseits würde dem TSV 1860 nicht helfen – im Gegenteil. Aus diesem Grund habe ich entschieden, den angestoßenen Verkaufsprozess sofort zu stoppen.

Was mir dabei besonders wichtig ist: Robert Reisinger und Karl-Christian Bay haben euch getäuscht. Ihr Ziel war es, sich mit meinem vermeintlichen Abgang einen sauberen Abschluss zu verschaffen – um sich selbst als Retter zu inszenieren. Das hat mit ehrlicher Vereinsführung nichts zu tun.

Ich werde nun das Gespräch mit dem neuen Präsidium von 1860 suchen – gemeinsam wollen wir Lösungen für das Grünwalder Stadion und die Turnhalle erarbeiten. Unser Fokus gilt der Mannschaft: Sie hat das Potenzial, eine sehr erfolgreiche Saison zu spielen.

Ich unterstütze alle, die sich mit Herz und Verstand für unseren Verein engagieren. Und auch den Fans, die mich kritisch sehen, reiche ich – wie schon in der Vergangenheit – die Hand zur Versöhnung. Denn am Ende eint uns alle eines:

Einmal Löwe, immer Löwe.

Hasan Ismaik