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Neue Aufgabe als Trainer: Gui Vallori übernimmt Jugend von Atlético Rafal

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Neue Herausforderung für Gui Vallori: Der ehemalige Verteidiger des TSV 1860 übernimmt die U19 des mallorquinischen Vereins Atlético Rafal. Als Trainer soll er die Mannschaft in der zweithöchsten U19-Spielklasse Spaniens zum Erfolg führen.

Zurück auf Mallorca

Malle ist nur einmal im Jahr! Für viele ist das zutreffend und auch unser Torschützenkönig Sascha Mölders ist bekanntermaßen großer Mallorca-Fan. Ganz anders schaut das bei Guillermo Vallori aus: Er wurde in Palma geboren und ist nach seiner Zeit als Profi in seine Heimat zurückgekehrt.

Vallori Trainer der U19 bei Atlético Rafal

Nun übernimmt Gui Vallori das Amt als Trainer der U19 bei Atlético Rafal und freut sich auf seine neue Aufgabe:

“Neue Herausforderung in meiner Karriere als Coach. Atlético Rafal hat sich dafür entschieden, dass ich in der kommenden Saison die Mannschaft in der Juvenil Nacional (Anm.: das ist die zweithöchste Spielklasse) übernehmen soll. Ein schönes und ehrgeiziges Projekt, in das ich meinen ganzen Enthusiasmus, mein Wissen, meine Erfahrung und vor allem mein Herz stecken werde, so wie ich es bisher im Fußball immer getan habe. Ich danke Joel Armenta, dem neuen Koordinator von Atlético Rafal und dem gesamten Vorstand für das in mich gesetzte Vertrauen. Ich werde alles geben, um sie nicht zu enttäuschen. Von heute an grün denken.”

Viel Erfolg, Gui!

Vier Jahre beim TSV 1860

Von 2012 bis 2016 hielt Gui Vallori für die Löwen die Knochen hin und erzielte in 93 Zweitligaspielen sieben Tore für den TSV 1860 München. Zuvor war der Mallorquiner fünf Jahre bei den Grashoppers in Zürich unter Vertrag gestanden.

Nach seiner Zeit in Giesing ließ er seine Karriere bei Atlético Baleares ausklingen und hat seine Trainerlizenz erworben. Bei Atlético Rafal erwartet ihn nun eine sehr ambitionierte Aufgabe in der Jugend, die als Grundlage für eine Karriere im Erwachsenenbereich dienen kann. Wer weiß: Vielleicht verschlägt es Vallori eines Tages wieder zu einem größeren Verein.

Sechzig um Sieben: Fokus auf der Regionalliga bei den News am Morgen

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Sechzig um Sieben: Ohne Vier gegen Havelse

Am heutigen Mittwoch blicken wir vor allem eine Spielklasse tiefer und haben News aus der Regionalliga für euch. Viele Ex-Löwen sind heute bei Sechzig um Sieben vertreten.

Der gestrige Tag bei sechzger.de

Neben allen Informationen zum Trainingsauftakt bei den Löwen ging gestern auch Folge 12 unseres sechzger.de Talks online. Stefan Kranzberg aktualisierte seine Rechenspiele und zeigte auf, in welchen Duellen die Löwen mit der Europacup-Arithmetik gewonnen hätten. Außerdem nahm er euch erneut mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Dieses Mal ging es um ein Spiel vor 90 Jahren.

Durrans in die Regionalliga?

Neben drei anderen Spielern wurde Matthew Durrans vor dem letzten Saisonheimspiel offiziell beim TSV 1860 München verabschiedet. Nun darf der 22-Jährige beim VfR Aalen in der Regionalliga Südwest vorspielen. Der dortige Trainer Uwe Wolf ist bei den Löwen kein Unbekannter. Aktuell liegt der VfR dort drei Spieltage vor Schluss auf Rang 11. Als Aufsteiger steht Freiburg II so gut wie fest und trifft in der kommenden Saison auf den TSV 1860.

Ordnungsdienst

Beim TSV 1860 München werden Mitarbeiter für den Ordnungsdienst gesucht. Alle Informationen findet ihr auf der Homepage.

Umbruch in Unterhaching

Bis in der Vorstadt die Vorbereitung auf die kommende Regionalliga-Saison startet, ist nicht mehr allzu viel Zeit. Bis dahin sind aber noch einige Neuzugänge nötig, denn viele Spieler verlassen die SpVgg. Unter anderem zählt Moritz Heinrich dazu. Der Vertrag des 23-Jährigen läuft diesen Sommer aus und er wird sich einen neuen Verein suchen. Das gab der Spieler auf seinem Instagram-Account bekannt. Er lief in der abgelaufenen Spielzeit 33 Mal für Unterhaching auf und erzielte dabei fünf Tore.

Play-Off Regionalliga Bayern: Bayreuth – Aschaffenburg

Nachdem Schweinfurt die ersten beiden Duelle für sich entscheiden konnte, stand gestern Abend das Duell zwischen Bayreuth und Aschaffenburg auf dem Spielplan. Beide Mannschaften mussten gewinnen, um die Chance auf die Teilnahme an der Relegation zur 3.Liga erhalten zu können. Am Ende setzte sich Bayreuth klar mit 4:0 durch. Ex-Löwe Ziereis erzielte dabei einen Treffer und Knezevic glänzte als Vorlagengeber. Kommenden Samstag steigt das erste Rückspiel: Bayreuth trifft dann daheim auf Schweinfurt.

sechzger.de Talk, Folge 12 nach FC Ingolstadt 04 – TSV 1860 München

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sechzger.de Talk Podcast TSV 1860 München

Nach dem Saisonfinale des TSV 1860 München, das mit einer Niederlage gegen den FC Ingolstadt endete, unterhalten sich Sebastian, Bernd und Stephan in Folge 12 des sechzger.de Talks.

Rückblick FC Ingolstadt – TSV 1860 München

10 Minuten dauerte es, bis die Hoffnungen auf einen Sieg des TSV 1860 München gegen den FC Ingolstadt 04 einen herben und im Nachhinein entscheidenden Dämpfer erhielten. Marco Hiller, der eine überragende Saison spielte, musste nach einer Notbremse vom Platz. Wie die drei sechzger.de Redakteure die Partie und den gesamten Spieltag erlebt haben, erzählen sie im Talk.

Saisonfazit 2020/21

Doch neben dem Spiel gegen den FC Ingolstadt hat der TSV 1860 in 37 weiteren Spielen in der Liga bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist und so ziehen die drei auch ein Fazit zur gesamten Saison. Quasi nach jedem Spiel konnten die Löwenfans mit der erbrachten Leistung zufrieden sein. Spielerisch war eine enorme Entwicklung zu beobachten, die für die Zukunft auf Gutes hoffen lässt.

Der Fahrplan für die Löwen

Und diese Zukunft startet am Wochenende vom 23.-26.07.21 mit der neuen Saison in der 3.Liga. Sicher ist, dass die Löwen auf die Absteiger aus Würzburg und Braunschweig sowie den bisher einzig feststehenden Aufsteiger Viktoria Berlin treffen werden. Ob es seitens des TSV 1860 zwei erneute Duelle mit dem FC Ingolstadt geben wird, entscheidet sich in den kommenden Tagen in der Relegation.

Bis zum 19.Juni genießt die Mannschaft nun ihren Urlaub, bevor es mit einem Laktattest und am Tag darauf mit dem ersten Training weitergeht. Vom 01. bis zum 06.Juli begeben sich die Löwen für ein Trainingslager erneut nach Windischgarsten. Ein weiterer wichtiger Termin, der durch den 4.Platz in der 3.Liga relevant geworden ist, steht Anfang August an. Die 1.Hauptrunde im DFB-Pokal findet vom 06.-09. August statt.

Der sechzger.de Talk als Video und Podcast

Ob Video oder Audio – den sechzger.de Talk gibts mittlerweile für Auge und/oder Ohr. Um keine Folge unseres Talks zu verpassen, könnt Ihr uns natürlich auf YouTube bzw. diversen Podcast-Plattformen abonnieren:

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Selbstverständlich freuen wir uns auch über jede positive Bewertung, über Kommentare und Eure Verbesserungsvorschläge.

Wichtige Info zum Schluss: Wir werden auch in der Sommerpause unseren sechzger.de Talk fortsetzen!

TSV 1860: Überaus positive Saisonbilanz nach Europacup Arithmetik

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Es sollte einfach nicht sein. Am Ende der Saison stand für die Löwen Platz 4 und die Qualifikation für den DFB-Pokal gabs als Trostpflaster dazu. Dass man dieses Szenario vor Beginn der Spielzeit natürlich genauso bedenkenlos unterschrieben hätte, versteht sich von selbst. Was in Erinnerung bleiben wird, ist eine unfassbar sympathische und (trotz physical distancing!) nahbare Mannschaft und ein Trainer, der wie die Faust aufs Auge zu den Löwen passt. Dennoch wagen es wohl nur die kühnsten Optimisten davon zu träumen, die Löwen in den kommenden Jahren auf der europäischen Bühne zu erleben. Wir haben uns dennoch mal den Spaß gemacht, die Drittliga-Saison 2020/21 mal anhand der Europacup Arithmetik zu analysieren.

Bilanz des TSV 1860 nach Europacup Arithmetik

Berücksichtigt wurde bei einem ausgeglichenen Gesamtstand die Auswärtstorregel. Diese greift in den Duellen mit dem FSV Zwickau, Hansa Rostock, dem SV Wehen Wiesbaden und Dynamo Dresden. In drei Fällen von vier würde der TSV 1860 laut Europacup Arithmetik in die nächste Runde einziehen, da man auswärts öfter eingenetzt hat als der Gegner im Grünwalder Stadion.

Den kompletten Saisonverlauf betrachtet, hätte man lediglich gegen den 1. FC Saarbrücken, Viktoria Köln, den SV Wehen Wiesbaden, den MSV Duisburg und den FC Ingolstadt 04 den Kürzeren gezogen.

Gegner Heim Auswärts
TSV 1860 – SV Meppen 1:1 3:1
TSV 1860 – 1. FC Magdeburg 1:1 3:0
TSV 1860 – FSV Zwickau 0:1 2:1
TSV 1860 – VfB Lübeck 4:1 0:0
TSV 1860 – Hansa Rostock 0:0 1:1
TSV 1860 – 1. FC Saarbrücken 1:2 1:2
TSV 1860 – SpVgg Unterhaching 3:1 2:0
TSV 1860 – MSV Duisburg 0:2 0:1
TSV 1860 – Hallescher FC 6:1 4:0
TSV 1860 – Dynamo Dresden 1:0 1:2
TSV 1860 – KFC Uerdingen 0:0 3:1
TSV 1860 – SC Verl 3:2 1:1
TSV 1860 – Türkgücü München 2:2 2:0
TSV 1860 – Viktoria Köln 1:1 1:2
TSV 1860 – Waldhof Mannheim 5:0 2:0
TSV 1860 – 1. FC Kaiserslautern 3:0 3:0
TSV 1860 – SV Wehen Wiesbaden 2:2 1:1
TSV 1860 – FC Bayern II 2:2 2:0
TSV 1860 – FC Ingolstadt 04 1:0 1:3

 

Giesing International

Es war vor gar nicht langer Zeit, da war Sechzig ganz oben und es war eine Freude. Für mich persönlich wars zwar nicht an Vaters Hand, aber dennoch eine ganz besondere Erfahrung, die Löwen international zu begleiten. In den vergangenen Monaten haben wir bereits des Öfteren über Spiele des TSV 1860 im Europacup berichtet.

Natürlich werden wir im Laufe der Zeit auch von unseren Erlebnissen aus Waalwijk, Smederevo, Parma etc. berichten. Wir sind in den letzten Jahrzehnten schließlich ganz schön rumgekommen mit unserem TSV. Eins steht fest: Ein langweiliger Verein sind unsere Löwen nun wirklich nicht…

Die ursprüngliche Version dieses Artikels wurde am 28.03.2021 veröffentlicht.

Sechzig um Sieben: Trainingsauftakt 2021/22 beim TSV 1860 am 19.06.21

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Der Trainingsauftakt beim TSV 1860 ist für die Saisons 2020/21 am 19.06.21

Die Spieler des TSV 1860 München befinden sich nach dem letzten Spiel beim FC Ingolstadt und den anschließenden Feierlichkeiten leider nicht in der Vorbereitung auf die Relegation. Statt dessen sind sie nun im wohlverdienten Urlaub.

Trainingsauftakt für die Saison 2020/21 am 19.06.21

Los geht es mit der Vorbereitung auf die neue Saison am 19.06.21. An diesem Datum ist der Trainingsauftakt an der Grünwalder Str. 114 in München.

Trainingslager des TSV 1860 München erneut im Dillys in Windischgarsten

Vom 01. Juli bis zum 05. oder 06. Juli gehen die Löwen wie schon in den letzten beiden Jahren nach Windischgarsten ins Dillys. Die Vereinbarung mit dem traumhaft schönen Wellnesshotel gilt noch für diese Saison.

Fans, die die Löwen ins Trainingslager begleiten wollen, müssen sich ranhalten. Weil wegen Corona für viele dieses Jahr keine Fernreisen in Betracht kommen, ist die Region um Windischgarsten herum vergleichsweise stark ausgebucht und auch etwas teurer als in den Vorjahren. Das Dillys findet man in diesem Jahr für den Zeitraum des Trainingslagers nicht in den großen Buchungsportalen, aber auf Anfrage beim Hotel direkt sind noch ein paar Plätze frei.

Derzeit gelten aber – anders als im Vorjahr – noch diverse Beschränkungen bei der Ein- und Ausreise nach bzw. aus Österreich.

Sechzig @18:60: Das Transferkarussel nimmt Fahrt auf

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Guten Abend, liebe Löwenfans! Tag 2 nach der Niederlage und der verpassten Relegation geht dem Ende entgegen. Habt Ihr Euch langsam von Eurem Kater erholt? Ich befinde mich ja immer noch in einem emotionalen Zwiespalt: einerseits bin ich wirklich wahnsinning stolz auf die Mannschaft, die Saison und insbesondere die spielerische Weiterentwicklung, andererseits nervt es mich schon auch, dass der Traum von der zweiten Liga jetzt erstmal ausgeträumt ist. Zum zweiten Mal so nah dran… Naja, Mund abputzen und weitermachen. Wir Löwen stecken das weg und greifen ab dem ersten Spieltag wieder an! Hier die Meldungen rund um den TSV 1860 München und die News aus der dritten Liga von heute: das Transferkarussel nimmt Fahrt auf.

TAKTIKTAFEL Analyse

Bernd Winninger hat es auf sich genommen, das Spiel in Ingolstadt nochmal anzuschauen, um für Euch detailliert zu analysieren, warum es für die Löwen am Samstag nicht gelangt hat. Ich empfehle die Lektüre trotz des negativen Ergebnisses. Außerdem ist jetzt bis Ende Juli erstmal kalter Entzug von der TAKTIKTAFEL angesagt. An dieser Stelle möchte ich Bernd Winninger und seinen Mitstreitern – ich hoffe auch in Eurem Namen – ein Mal danken: Jedes Spiel in dieser Saison gab es einen TAKTIKTAFEL Vorbericht und eine TAKTIKTAFEL Analyse! Dazu hat Bernd das TAKTIKTAFEL Lexikon erstellt, in dem Ihr die Grundlagen zu diversen Spielsystemen etc. finden könnt. Klasse Arbeit, Bernd und Team!

No News von der Grünwalder Straße

Ansonsten ist heute nichts an der Grünwalder Straße passiert. Ich denke, die sportliche Leitung hat sich noch einen Tag Pause gegönnt und greift ab morgen in Sachen Saisonvorbereitung und Kaderplanung voll an und wird dann das ihre zum Transferkarussel beitragen. Außerdem sind wir natürlich sehr gespannt, ob wir Michi Köllner ohne Bart noch erkennen.

Remo Meyer Schweizer Cupsieger

Ex-Löwe und sechzger.de Expertentipper Remo Meyer konnte als Sportchef des FC Luzern seinen ersten Titel als Funktionär gewinnen. Die Innerschweizer gewannen das Cupfinale  gegen den FC St. Gallen im Berner Wankdorfstadion mit 3:1. Herzlichen Glückwunsch, Remo!

News aus der dritten Liga

Gnaase wechselt nach Saarbrücken

Der in der Wintertransferphase auch von 1860 umworbene Dave Gnaase wechselt vom KFC Uerdingen an die Saar wie kicker.de vermeldet. Gnaase brachte es bei den Krefeldern auf 35 Spiele und zwei Assists. Es ist unklar, ob Gnaase noch bei Günther Gorenzel und Michi Kölner auf der Liste stand. Außerdem gibt es Gerüchte, dass Domninik Ernst von Magdeburg ebenfalls nach Saarbrücken wechselt. Der 30-jährige Verteidger würde dort auf seinen Ex-Trainer UwWe Koschniat treffen.

Fechner verstärkt den SV Wehen

Die Uerdinger haben trotz des Klassenerhalts einen weiteren Abgang zu verzeichnen: Der 23-jährige Gino Fechner wird nächste Saison für den SV Wehen auflaufen. Der defensive Allrounder erhält einen Vertrag für zwei Jahre.

Umbruch bei den Würzburger Kickers

Als Trainer für die neue Saison statten die Franken Torsten Zeigner aus, der reichlich Erfahrung aus Halle und Zwickau für die dritte Liga mitbringt. Ziegner wird mit einem “langfristigen Vertrag” ausgestattet, wie Sportchef Sebatian Schuppan bekannt gab.

Außerdem wird die Zusammenarbeit mit Felix Magath (den sich über die Jahre auch immer wieder einige als “starken Mann” an die Grünwalder Straße gewünscht hatten) nach einem Jahr beendet.

Damit wüsncshen wir Euch einen guten Abend! Wir halten Wuch wie immer über alle News rund um den TSV 1860 München und das Transferkarussel der dritten Liga auf dem Laufenden.

 

TAKTIKTAFEL: die Niederlage des TSV 1860 in Ingolstadt

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Duisburg TSV 1860 Taktiktafel Bernd Winninger
Die TAKTIKTAFEL von sechzger.de

Herzlich willkommen zur letzten TAKTIKTAFEL Analyse der Saison 2020/21 nach der Niederlage unseres TSV 1860 München in Ingolstadt.

Mit 1:3 Toren musste sich der TSV 1860 in einem Spiel geschlagen geben, das die abgezocktere, aber definitiv nicht die bessere Mannschaft aus Ingolstadt letztendlich um ein Tor zu hoch gewonnen hat. Zu hoch deshalb, weil die Löwen mehrmals klare Chancen liegen ließen und nicht, weil Ingolstadt ein Tor zu wenig geschossen hätte (dazu weiter unten mehr).

Die Spielsysteme von Ingolstadt und dem TSV 1860

Beginnen wir mit dem Wesentlichen. Wie erwartet, brachte der Trainer des FCI die klassische 4-4-2 flach Formation. Löwendompteur Köllner, wie immer, das variable 4-1-4-1. Wein war in dieser Formation als defensiver Mittelfeldspieler vorgesehen und Dressel wurde als Box-to-Box Spieler eingesetzt. Gegen den Ball verschob sich das Mittelfeld zunächst zu einem 4-2-3-1. Bei Ballbesitz im letzten Drittel sahen wir bei den Löwen zu Beginn ein 4-1-3-2 mit Lex als Hängender Spitze.

Mit der Roten Karte für Torhüter Hiller, über deren Berechtigung man sicherlich diskutieren kann, änderte sich das System des TSV 1860 München zunächst auf 4-4-1 flach gegen den Ball und 4-1-2-2 bei eigenem Ballbesitz. Wein rückte für Willsch, der für den neu ins Spiel kommenden Ersatztorhüter Kretschmar vom Platz ging, auf die rechte Außenverteidiger-Position. Somit waren die beiden Achter Neudecker und Dressel nun gleichermaßen für die Aufgaben im defensiven Mittelfeld wie auch für die kreativen Momente im Spiel nach vorn zuständig. In Halbzeit zwei stellte Michael Köllner in der 66. Minute dann mit der Hereinnahme von Lang und Tallig für Lex und Dressel auf 3-4-2 bei eigenem Ballbesitz und weiterhin 4-4-1 gegen den Ball um. Köllner ließ Lang als Rechtsverteidiger in der Viererkette spielen, Wein rückte wieder in die zentrale Position vor der Abwehr und Steinhart pendelte zwischen Mittelfeld und Abwehrreihe.

Schiedsrichter Aytekin im Fokus

Um dieses Spiel aufzuarbeiten, müssen wir aber zunächst bei der Leistung des Unparteiischen beginnen.

Wo Deniz Aytekin wohl richtig lag war, so gern ich hier etwas anderes schreiben möchte, war bei der roten Karte. Wer es noch einmal überprüfen will, schaut sich die Highlights von Magenta TV nochmal an und hält die Partie beim Zeitmarker 0:57 an. Dort ist zu erkennen, dass Hiller Kaya am linken Knöchel trifft. Wie stark der Kontakt im Endeffekt ist, ändert leider nichts an der Regelwidrigkeit. Unser Mann vor Ort hat eine Nachricht geschickt, wo er erklärt, er hätte den Kontakt wohl gehört. Und in den TV Bildern ist auch zu sehen, dass sich Kaya den linken Fuß hält und nicht den rechten. Hier lag der Herr Aytekin, auch wenn die Entscheidung überhart war, also leider richtig.

Ein klares Handspiel von Erdmann im eigenen Strafraum hat er übersehen bzw. konnte er nicht sehen. Es versperrte ihm Neudecker die Sicht. Auch der Linienrichter, hatte keine freie Sicht auf das Handspiel von Dennis Erdmann. Ihm stehen Lex und Kutschke vor der Linse.

Foul an Steinhart vor dem 2:0 für Ingolstadt

Die spielentscheidende Szene war allerdings das meiner Meinung nach gelbwürdige Foul an Phillipp Steinhart vor dem 2:0 für den FCI, das Deniz Aytekin nicht ahndete. Ingolstadts Konter über Stendera konnte von den Löwen nicht gestoppt werden. Bei dieser Szene kann man im ersten Moment der Meinung sein, Steinhart würde hier seinen Gegenspieler foulen. Tatsächlich hält aber Franke sein gestrecktes Bein über Steinharts Fuß und nimmt damit klar eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf. Dass hier kein Pfiff erfolgt, ist vor allem deshalb schwach vom Schiedsrichter, weil er ja in unmittelbarer Nähe stand und dieses Vergehen hätte sehen müssen. Einige weitere Szenen, vor allem Abseitsentscheidungen, wurden vom Trio in schwarz auch fehlerhaft ausgelegt. Übrigens zu Ungunsten beider Mannschaften. Man könnte nun sagen: “Wenigstens hat das Schiedsrichtergespann in beide Richtungen fehlerhaft agiert.” Das wäre aber zu viel des Guten. Wer spielentscheidende Fehlentscheidungen trifft, sollte dafür geradestehen müssen.

Der Fehler Aytekins vor dem 0:2 aus Löwensicht ist für mich nicht entschuldbar. Einerseits war es ein wie man so schön sagt psychologisch ungünstiger Moment, so kurz vor dem Halbzeitpfiff das zweite Gegentor zu fangen und andererseits hätte man mit einen Freistoß in durchaus aussichtsreicher Position, wenn Aytekin pfeift, selbst einen Treffer erzielen können.

Hätte hätte Fahrradkette. Das Spiel ist vorüber. Schiedsrichter werden leider weiterhin für solche Entscheidungen nicht bestraft werden.

Die statistischen Zahlen zum Spiel

TSV 1860 FC Ingolstadt
Ballbesitz 49% 51%
Passgenauigkeit 79% 82%
Defensive Zweikampfquote 59% 60%
Schüsse 10 20
davon aufs Tor 3 9
PPDA* 18,67 8,61
*(zugelassene Pässe pro Defensivaktion)

 

Das Spiel

Wir haben eine trotz – oder vielleicht gerade wegen der 80 minütigen Unterzahl der Löwen – sehr schwungvolle Partie gesehen, in der die Löwen bis zum bitteren Ende nie aufsteckten und bis in die letzten Minuten des Spiels alles versuchten, um für sich selbst und für uns Fans den Traum vom Aufstieg in die zweite Liga doch noch zu verwirklichen.

Nach einer durchaus spritzigen Anfangsphase der Löwen mit mehr oder weniger guten Möglichkeiten durch Lex und Mölders kam der TSV 1860 München zwischen dem Platzverweis und dem Halbzeitpfiff zu nur einer, allerdings durchaus beachtlichen, Torchance. Stefan Lex setzte das Leder in der 21. Minute rechts neben den Kasten.

Für Ingolstadt verhält es sich genau umgekehrt. Nur einmal kamen die Ingolstädter vor der zehnten Minute durch Kaya zum Abschluss. Dieser Versuch wurde jedoch geblockt und ist deshalb nicht weiter erwähnenswert.

Den Vorteil mit einem Mann mehr auf dem Spielfeld zu stehen, wusste der FCI dann sehr gut in Torgefahr und auch in zählbare Erfolge umzusetzen. Mehr als einmal musste Ersatztorhüter Tom Kretzschmar rettend eingreifen, um die Löwen gegen die Schanzer im Spiel zu halten. Nichtsdestotrotz schlug das Leder zweimal im Kasten der Löwen ein.

Kämpfende Löwen in Halbzeit zwei erzielen leider nur ein Tor

In der zweiten Halbzeit fing sich der TSV 1860 München allerdings wieder. Die Sechzger gestalteten das Spiel nicht nur ausgeglichen, sondern dominierten streckenweise die nun stark auf Sicherheit bedachten Ingolstädter. Leider konnten die Spieler von Coach Michael Köllner diese Überlegenheit nicht in genug Torchancen ummünzen, um den FCI von der Siegerstaße abzubringen.

Von den sieben Schüssen der Löwen in Halbzeit zwei ging nur einer tatsächlich nicht in Richtung Gehäuse. Die drei geblockten Schüsse gehen bekanntermaßen als nicht aufs Tor gebracht in die Statistik ein. Die Richtung hätte jedoch bei all diesen Versuchen gestimmt.

Ingolstadt spielte allerdings in der zweiten Halbzeit immer noch gut genug, um selbst Gelegenheiten für ein drittes Tor und damit die endgültige Entscheidung herauszuspielen. Das Schussverhältnis aus dem Spiel heraus in der zweiten Halbzeit sieht die Gastgeber um einen Zähler besser. Also haben wir auch hier einen klaren Beweis dafür, dass die Partie in der zweiten Halbzeit klar auf Augenhöhe geführt wurde.

Die spielentscheidenden Situationen

Sowohl der Angriff, dem die Rote Karte entsprang, als auch der Angriff zum vorentscheidenden 2:0 für Ingolstadt waren Umschaltmomente, in denen die Spieler des TSV 1860 München nicht gut genug auf die clever agierenden Schanzer aufgepasst hatten. Beim 2:0 muss man jedoch sagen, dass zuvor wie oben bereits erwähnt, eine klare Fehlentscheidung zu Ungunsten des TSV 1860 München vorliegt. Nach langen Bällen entwischen einmal Kaya, einmal Stendera und nutzen den entstehenden Eins gegen Eins-Vorteil mit dem Torhüter im jeweils bestmöglichen Sinne aus.

Die Tore

Das 1:0 durch Kutschke

Während einer längeren Ballbesitzphase von Ingolstadt, die nur durch eher schlechte Befreiungsversuche der Löwen unterbrochen wird, kommt der rechte Verteidiger Heinloth an der Außenlinie 25m vor der Grundlinie in der Spielfeldhälfte des TSV 1860 nach Zuspiel von Krauße unbedrängt in Ballbesitz. Seine punktgenaue Flanke ins Zentrum verwandelt Kutschke per Kopf zum 1:0. Die Verteidiger der Sechzger im Strafraumzentrum hatten gegen den 1.94 Meter großen Stürmer des FCI keine Chance im Luftduell.

Um diesen Angriff zu verteidigen, hätte ein Spieler in weiß-blau Heinloths Flanke verhindern müssen. Sowohl Lex als auch Steinhart hätten eingreifen können. Steinhart wäre in der besseren Position gewesen, Heinloth anzugehen. Er musste aber auf Stendera aufpassen, der auf ein Zuspiel lauerte, weil Dressel der Situation ebenfalls hinterherlief. So wäre es also in diesem Moment vermutlich Lex Aufgabe gewesen, Heinloth zu bearbeiten und die Flanke zu verhindern.

Das 2:0 nach Foul an Steinhart

Nach einer Ecke der Löwen von Neudecker bekommen die Hausherren den Ball zunächst nicht vernünftig geklärt, sodass bei einem nicht gerade punktgenauen Zuspiel von Dressel auf Steinhart, dieser und Franke versuchen, am Strafraum der Ingolstädter gleichzeitig zum Ball zu gehen. Franke trifft dabei Steinhart mit dem gestreckten Bein auf dem Spann.

Der Ball gelangt in der Folge zu Kaya, der sofort die Gelegenheit erkennt und Krauße mit einem Pass bedient und auf die Reise in Richtung Löwentor schickt. Die wegen der Ecke zuvor weit aufgerückten Abwehrspieler des TSV 1860 München reagieren leider nicht schnell genug und müssen so der kompletten Situation hinterherlaufen. Lex, der als einzige Absicherung weiter hinten steht, sieht Krauße schnell auf sich zulaufen. Er steht nun vor dem Dilemma entscheiden zu müssen, ob er Krauße oder Stendera aufnehmen soll. Genau im richtigen Moment, als Stendera Lex überholt und somit die Abseitslinie überläuft, spielt Krauße ihn an. Stendera hat nur noch Torwart Kretzschmar vor sich und netzt im Fallen aus etwa zwölf Metern zum 2:0 ein. Wie oben bereits erwähnt, ist es meiner Meinung nach ein Fehler vom Mann in Schwarz Aytekin hier weiterspielen zu lassen.

Der späte Anschlusstreffer für die Löwen

Einen langgezogenen Eckstoß von Wein über den langen Pfosten hinaus in der 81. Minute bringt Biankadi von der Grundlinie wieder nach innen. Erdmann, der vor dem Tor des FCI lauert, um abzustauben, trifft zum 2:1. Wenn diese Eckball Variante so gewollt war, dann ist das ein genialer, sehr schwer zu verteidigender und einstudierter Standardspielzug.

Das 3:1

Einen berechtigten Elfmeter nach einem Foul von Steinhart an Eckert-Ayensa versenkt Gaus im linken Eck. Tom Kretzschmar, der Sekunden zuvor bereits einen Elfmeter von Eckert-Ayensa gehalten hatte, entscheidet sich für die falsche Ecke und ist bei diesem Schuss chancenlos.

Fazit zum Sieg von Ingolstadt gegen den TSV 1860 München

Nach einer langen Saison verlieren die Löwen ihr Endspiel unter widrigsten Umständen in Unterzahl mit 3:1. Die Szene, die zur Kontersituation vor dem Platzverweis für Hiller führt, wird mich vermutlich noch einige Nächte im Traum heimsuchen. Egal. Haben wir verdient verloren? Dem Spielverlauf nach und der Statistik vertrauend sieht es wohl so aus. Man darf aber nicht außer acht lassen, dass zumindest die Situation vor dem 2:0 für Ingolstadt gegen den TSV 1860 eine gravierende Fehlentscheidung war. Ich bin daher der Meinung, die Sechzger hätten aufgrund des gelieferten Kampfes und der Moral, die sie an den Tag gelegt haben zumindest einen Punkt verdient gehabt.

Wenn der Verein Vierter wird und die Mannschaft nach dem Spiel in Giesing so gefeiert wird, als hätte sie gerade den Aufstieg eingetütet, macht mich das extrem stolz zu dieser Gemeinschaft positiv verrückter Fans zu gehören. Was unser Trainer Michael Köllner mit seiner Mannschaft geleistet hat, verdient allerhöchsten Respekt. Jeder Spieler beim TSV 1860 München ist, seit dem Eintreffen des besten Trainers, den die Löwen seit ich ins Stadion gehe je hatten, besser geworden. Manche ein bisschen, manche gewaltig und andere irgendwo dazwischen. Speziell die Spieler, die schon in der letzten Saison für den TSV 1860 München aufgelaufen sind, haben in dieser Saison großteils einen riesigen Sprung nach vorn gemacht. Kein einziger Stammspieler hat in der vergangenen Saison seinen Marktwert verschlechtert.

Mir bleibt jetzt nur noch übrig allen Lesern der TAKTIKTAFEL eine schöne Sommerpause zu wünschen. Kommende Saison sehen wir uns dann hoffentlich wieder im Stadion.

Sechzig um Sieben: Sommerpause – oder eben auch nicht

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Sechzig um Sieben: Beckett
Sechzig um Sieben: Rafati über das Löwenspiel in Aachen

Am Samstag war die Saison für die Löwen vorbei. Gestern traf man sich noch einmal zu einem finalen Training und jetzt hat die Mannschaft erst einmal frei. Es ist Sommerpause. Doch bei mir will sich dieses Gefühl nicht so recht einstellen.

Ein etwas anderes “Sechzig um Sieben”

Ich sitze jetzt hier und kann bestens nachvollziehen, wie sich meine Kollegen Thomas Enn und Stephan Tempel fühlen müssen. Beide schaffen es in unserer Rubrik “Giesinger Gedanken” immer wieder, den Nagel auf den Kopf zu treffen und die Gefühlswelt der Löwenfans passend zu beschreiben. Das machen sie nach einem Spiel des TSV 1860 München, wenn die Eindrücke zeitlich noch nicht lange her sind. Über die Niederlage von Ingolstadt konnte ich bereits eine Nacht schlafen, aber so richtig verdauen kann ich das Erlebte noch nicht.

Ich war für sechzger.de im Stadion und habe alles hautnah miterlebt. Die Rote Karte von Hiller; die Emotionen der Auswechselspieler auf der Tribüne; ein verzweifelter Marco Hiller, der seine Teamkollegen ohne Unterbrechung angefeuert hat. Eine Mannschaft, die in der zweiten Halbzeit in einer schier aussichtlosen Situation alles gegeben hat und drauf und dran war, die Ingolstädter doch noch einmal zu ärgern. Sascha Mölders, der unter Tränen die Torjägerkanone entgegen nahm. Fans, die sich vor dem Stadion (und später auch in Giesing) versammelten und das Team von Michael Köllner begeistert feierten.

Da fühlt sich nichts nach einer Sommerpause an

Normalerweise geben wir in “Sechzig um Sieben” einen Überblick über den Tag und Meldungen vom vergangenen Abend. Ich könnte euch jetzt darüber informieren, dass Eintracht Braunschweig gestern abgestiegen ist und wir folglich in der nächsten Saison im Eintracht-Stadion zu Gast sein werden. Oder, dass Osnabrück in der Relegation auf Ingolstadt trifft. Aber es ist mir irgendwie egal. Es fällt mir schwer, einfach so zur Normalität überzugehen. Zu viele Eindrücke waren es am Samstag, die auf mich einprasselten und ich erst nach und nach verarbeiten kann.

Und nun soll Sommerpause sein. Für gute zwei Monate kein Pflichtspiel unserer Mannschaft, bevor sie Ende Juli erneut in der 3.Liga antritt und einen neuen Anlauf starten wird. Michael Köllner griff bereits zum Rasierer und ist gefühlte 60 Jahre jünger geworden. Das mag für ihn ein guter Abschluss gewesen sein und ein wohlverdienter Start in seinen Urlaub.

Ganz ohne Löwen kann man halt wirklich nicht durchs Leben gehn

Ich habe mir auch gedacht, dass nach dem letzten Saisonspiel etwas Ruhe einkehrt. Dass ich meinen Verein mal kurz etwas aus den Augen verlieren werde und in der Sommerpause den Fokus auf etwas anderes lege. Aber sind wir mal ehrlich: so einfach geht das nicht.

“Ganz ohne Löwen kann man nicht durchs Leben gehn” heißt es in einem Fangesang. Genau das ist es gerade, was mir durch den Kopf geht. Und deshalb werden wir euch auch in der Sommerpause täglich auf dem aktuellen Stand halten. Wir werden weiterhin unser Programm durchziehen, was wir in den letzten Monaten und Jahren hier bei sechzger.de aufgebaut haben. Dank einer tollen Redaktion, dessen Teil ich sein darf. Ein Leben ohne den TSV 1860 München ist für uns alle doch gar nicht denkbar.

Zum Abschluss und zur vielleicht finalen Verarbeitung zeigt euch nachher Bernd Winninger in seiner TAKTIKTAFEL, woran es am Samstag gescheitert ist. Vielleicht kann auch ich dann mit den Geschehnissen vom Samstag abschließen und mich auf eine neue Saison mit unseren Löwen freuen. Ich bin mir sicher, dass diese Mannschaft uns auch in der Spielzeit 2021/22 viel Freude bereiten wird.

Sascha Mölders krönt sich zum ältesten Torschützenkönig

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Sascha Mölders wird Torschützenkönig in der 3.Liga

Absolut verdient – mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Sascha Mölders ist der Torschützenkönig in der Saison 2020/21 der 3.Liga!

Was für eine Saison, was für eine Mannschaft. Diese Spielzeit hat den Fans des TSV 1860 München große Freude bereitet. Auf dem Platz stand ein Team, dass stets den Einsatz, Kampf und die Leidenschaft gezeigt hat, die man sich als Anhänger erhofft. Auch gestern in Ingolstadt schlugen sich die Löwen in langer Unterzahl wacker und gaben alles. Nach einer Nacht drüber schlafen, schmerzt die Niederlage noch immer. Aber blicken wir auf etwas Positives in dieser Saison.

Mölders wird ältester Torschützenkönig im deutschen Profifußball

Sascha Mölders hat mit 22 Toren in 37 Spielen seine Konkurrenten auf die hinteren Plätze verwiesen und sichert sich die Torjägerkanone in der 3.Liga. Auf Rang 2 folgt Terrence Boyd (Hallescher FC) mit 18 Treffern, Platz 3 belegt Nicklas Shipnoski vom 1.FC Saarbrücken mit 15 Toren.

Damit hat sich der Top-Torjäger der Löwen ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Mölders löst die bisherigen Spitzenreiter Lothar Emmerich, Manfred Burgsmüller und Fritz Walter ab, die jeweils 35 Jahre alt waren und darf sich ab sofort ältester Torschützenkönig in den ersten drei Ligen des deutschen Fußballs nennen. Mölders ist seit dem 20.März 36 Jahre alt.

Sascha Mölders wird Deutschlands ältester Torschützenkönig
Unter Tränen nahm Mölders seine Trophäe entgegen

Die Torjägerkanonen des TSV 1860 München in der Übersicht

Bereits drei Mal konnte ein Spieler im Trikot des TSV 1860 die begehrte Torjägerkanone ergattern. Rudi Brunnenmeier in der Saison 1964/65 mit 24 Toren und Martin Max in den Spielzeiten 1999/00 mit 19 Toren sowie 2001/02 mit 18 Treffern. Max war bei seinem zweiten Erfolg 33 Jahre alt und ist damit bis heute der älteste Torschützenkönig in der 1.Bundesliga.

Auch Rudi Brunnenmeier hat etwas Besonderes geschaffen. Neben Uwe Seeler ist er der einzige Spieler, der sowohl in der Bundesliga als auch in einer Oberliga der Torjäger Nr. 1 war.

Mölders mit deutlichem Altersvorsprung Torschützenkönig in der 3.Liga

Zur Saison 2008/09 wurde die 3.Liga im heutigen Format gegründet. Seitdem gab es 14 Torjäger, die am Saisonende die jeweils meisten Treffer erzielt hatten. MIt 27 Treffern in der Spielzeit 2013/14 führt Dominik Stroh-Engel (damals SV Darmstadt) diese Wertung an. In der Alterskategorie gibt es seit heute einen neuen Spitzenreiter. Sascha Mölders löst Régis Dorn (SV Sandhausen) ab, der in der Saison 2009/10 bei seinem Triumph 30 Jahre alt war.

Herzlichen Glückwunsch, Sascha Mölders!

Hier geht es zu den bisherigen Torschützenkönigen der Ligen 1-3:

1.Bundesliga

2.Bundesliga

3.Liga

Giesinger Gedanken: Nach dem Rausch folgt der Kater

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Katerstimmung bei den Löwenfans nach der Niederlage in Ingolstadt

Giesinger Gedanken: Nach dem Rausch folgt der Kater

Natürlich wäre es ein leichtes, heute einen Text zu verfassen in dem man die unerschütterliche Treue der Löwenfans und das „anders sein“ thematisiert. Den Stolz auf die Mannschaft, auf den Trainer, auf die Fans. Die trotz einer Niederlage – verdientermaßen – feiern. Wieder einmal herausstellen, dass wir die tollsten, besten und geilsten sind. Dafür gäbe es viel Applaus und noch mehr likes und shares. Aber es wäre unehrlich. Weil es nicht das ist, was ich heute fühle.

Nach dem Rausch folgt der Kater

Eines der ältesten Naturgesetzte der Menschheit ist folgendes: Auf den Rausch folgt der Kater. Vom Kater ist es nicht weit zum Katzenjammer. Wobei der Löwe an sich nicht jammert, auch wenn er eine sehr große Raubkatze ist. Heute könnte der Jammer bei dem einen oder anderen jedoch tatsächlich vorhanden sein oder etwas größer ausfallen. Denn zumindest der Rausch gestern war dann bei so manchem doch ein Kapitaler.

Es freut mich, dass die Mannschaft von den Fans gefeiert wurde

Dass die Mannschaft von den Fans gestern gefeiert wurde, freut mich. Sie hat es nach dieser tollen Saison auch tatsächlich verdient. Wenn mir vor der Saison jemand den vierten Platz und damit die Teilnahme am DFB-Pokal vorhergesagt hätte, hätte ich das ohne zu zögern unterschrieben. Wir haben eine junge, hungrige Löwentruppe. Die von vielen unterschätzt wurde und uns unfassbar Stolz gemacht hat. Der ich nächste Saison noch mehr zutraue als in dieser Saison. Sie hat es für das erreichte verdient, gefeiert zu werden.

Selbst nicht in der Lage zu feiern

Gleichwohl war ich gestern nicht in der Stimmung oder Lage, irgendwas oder irgendwen zu feiern. Ich wäre es auch heute nicht. Zu tief sitzt der Stachel der Enttäuschung. Weil diese Saison eben ohne große Probleme noch so viel mehr drinnen gewesen wäre. Ich denke an die Spiele, die wir locker gewinnen hätten können bzw. müssen. Oder ich schaue mir zum fünfzigsten mal in der Wiederholung an, wie Marco Hiller den Ingolstädter Schwalbenkönig eben nicht foult und zu Unrecht die rote Karte bekommt.

Die krasseste 2. Liga aller Zeiten

FC Schalke 04, SV Werder Bremen, evtl. der 1. FC Köln. Dazu Fortuna Düsseldorf, der Hamburger SV, der KSC, St. Pauli, Hannover 96 und natürlich das Derby gegen den Club. Dazu noch die beiden Aufsteiger Rostock und Dresden. Was wäre das für eine traumhafte Liga mit traumhaften Fahrten für uns geworden. Das hätte sich fast nach der Bundesliga der 90er-Jahre angefühlt. Und genau das haben wir um das berühmte Arschlecken verpasst. Weil zum Schluss das nötige Quäntchen Glück gefehlt hat.

Das wird das verpasst haben ärgert mich und macht mich traurig. Auch heute noch. nNach Feiern war und ist mir nicht zumute. Bei mir herrscht immer noch Katerstimmung. Ganz ohne Rausch. Ich denke, die wird bei dem einen oder anderen heute auch noch heftig einsetzen. Weil es eben so knapp und so unnötig war.

Erinnerungen an das Saisonfinale 1990 gegen Schweinfurt

Mich erinnert das ganze an das Saisonfinale gegen Schweinfurt 1990. Wochenlang fiebert man diesem Tag entgegen, an dem man einen Sieg gegen den direkten Konkurenten benötigt. Nicht um aufzusteigen, sondern um in die Relegation zu kommen. Am Ende scheiterte man auch hier unglücklich und musste in der neuen Saison wieder auf die Rückkehr in Liga zwei hoffen. Auch damals war ich – als kleiner Bub mit 12 Jahren – unfassbar traurig.

Aber es gibt Lichtblicke

Wenn ich positiv denken möchte, dann erinnere ich mich daran, dass es in der nächsten Saison geklappt hat. Oder ich betrachte neutral das Fundament für eine erfolgreiche Saison, welches bereits in dieser Saison gegossen wurde. Nicht nur mit dem jungen, entwicklungsfähigem Kader, sondern auch mit der Ruhe die im Verein derzeit herrscht.

Oder eben das wichtigste Fundament: Die Basis, die Löwenfans. Die tausende Herz-Dauerkarten kaufen, ohne die Chance, auch nur ein Spiel zu sehen. Und in der Saison darauf gleich wieder tausende Herz-Dauerkarten kaufen. Die in den vergangenen Tagen Autobahnbrücken bevölkert haben, die nach Wiesbaden oder Ingolstadt gefahren sind nur um die Mannschaft auf den letzten Metern zu puschen, die für ein Spalier in Giesing gesorgt haben.

Beziehungsweise der Mannschaft einen triumphalen Empfang gestern beschert hat, den sie sich verdient hat. Auch wenn ich selber nicht in der Lage war, hier mitzufeiern.

Dafür wird am letzten Spieltag der kommenden Saison um so heftiger gefeiert. Mit den Löwenfans im Rücken im Stadion und dieser hungrigen Truppe unter diesem Coach stehen die Zeichen dafür zumindest nicht schlecht. Aufstehen, Krone richten und weiter geht´s.

Einmal Löwe – immer Löwe